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	<title>Alexandra Etl - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
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	<title>Alexandra Etl - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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		<title>Lithium: Wiederentdeckte Wunderwaffe gegen Alzheimer?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Etl]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Sep 2025 12:27:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mikronährstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>// Ich möchte euch heute Alexandra vorstellen, eine wissenschaftliche Mitarbeiterin (Science Writerin) von uns. Mit ihrer herausragenden Ausbildung und vielfältigen persönlichen Erfahrungen, verfügt sie über sehr breites Wissen, das sie in Zukunft auch hier teilen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #3366ff; font-family: proxima-nova;"><em>// Ich möchte euch heute Alexandra vorstellen, eine wissenschaftliche Mitarbeiterin (Science Writerin) von uns. Mit ihrer herausragenden Ausbildung und vielfältigen persönlichen Erfahrungen, verfügt sie über sehr breites Wissen, das sie in Zukunft auch hier teilen wird. // </em></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Vielleicht ist dir diese Situation bekannt: Du stehst auf und gehst in einen anderen Raum – dort angekommen weißt du nicht mehr, was du machen wolltest. Vergesslichkeit kennen wir alle.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ähnliche Szenen kennen wir aber auch aus Filmen:<i> Honig im Kop</i>f lässt uns lachen und schlucken, <i>Still Alice </i>zeigt das Zerbröseln eines brillanten Geistes und <i>The Father</i> zieht uns in die verwirrte Innenwelt eines Mannes, der sein Zuhause verliert, obwohl er in seinem Wohnzimmer steht.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Im Kino sind es 120 Minuten, die uns in das Leben mit <strong>Alzheimer</strong> blicken lassen – im echten Leben sind es oft viele Jahre. Für Patienten und deren Umfeld eine schwere Zeit.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die nüchterne Prävalenzlage ist schockierend: <strong>In Deutschland leben in <a href="https://www.deutsche-alzheimer.de/">2024</a> rund 1,84 Mio. Menschen mit Demenz – die meisten davon mit Alzheimer;</strong> <a href="https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/dementia">2021</a> sind es weltweit etwa 57 Mio. Menschen – 60-70% davon mit Alzheimer. Tendenz steigend: Bis 2050 rechnet man mit rund 139 Mio. Betroffenen weltweit.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Schaut man sich diese Zahlen an, wird schnell klar: von Einzelfällen ist nicht mehr die Rede. Zahlen steigen und wir brauchen neue Anhaltspunkte. Nun rückt eine brandaktuelle <a href="https://www.nature.com/articles/s41586-025-09335-x"><i>Nature</i> Studie</a> in den Mittelpunkt und lässt positiv in die Zukunft blicken.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Der Hoffnungsträger: das Metall Lithium.</strong></span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ganz so neu und exotisch ist <strong>Lithium</strong> in der Medizin allerdings nicht. Bekannt ist es seit Jahrzehnten als Stimmungsstabilisator. Pharmakologisch greift Lithium in mehrere Zell-Signalwege ein:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Es hemmt GSK-3β</strong>, ein Schlüsselenzym für Neuroplastizität und Entzündung. Dadurch wird verhindert, dass sogenannte Tau-Proteine ihre Form verändern und sich verklumpen. So können sie weiterhin ihre Stützfunktion erfüllen, und die Nervenzellen können Nährstoffe und Signale besser weiterleiten.</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Außerdem bremst es einen Kreislauf von Botenstoffen, bei dem Inositol eine Rolle spielt. Das führt dazu, dass weniger Kalzium-Signale im Gehirn ausgelöst werden – und dadurch werden die Nervenzellen weniger überreizt.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Insgesamt beruhigt sich dadurch <strong>die überaktive neuronale Kommunikation</strong> und Dopamin- und Serotonin-Signale kommen wieder ins Gleichgewicht.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Historisch reicht der Einsatz von Lithium weit zurück: Der Däne Carl Lange experimentierte bereits im 19. Jahrhundert mit Lithium bei periodischen Depressionen, und John F. Cade beschrieb 1949 dessen antimanische Wirkung – der Startschuss für moderne Lithiumtherapie. (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8765824/">Q</a>)</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Lithium kann aber noch mehr! </strong></span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In <strong>geringen Dosen</strong> kann Lithium…</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">die Gefäßfunktion verbessern (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26875501/">Q</a>, <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5138228/">Q</a>),</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">die Herz- und Skelettmuskulatur resistenter gegen Ermüdung machen (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7559843/">Q</a>),</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Knochenaufbau und -Heilung fördern (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16293698/">Q</a>),</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Insulin-ähnlich wirken und den Blutzuckerspiegel senken (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/6646115/">Q</a> ),</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">antioxidative Schutzsysteme ankurbeln – Stichwort Glutathion (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18082333/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23542012/">Q</a>),</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">und Entzündungen abschwächen (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10227915/">Q</a>).</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><b>Kurz gesagt: </b>Positive Effekte auf Herz-Kreislauf, Muskulatur, Knochen, Stoffwechsel und eine antientzündliche und antioxidative Wirkung sind für Lithium beschrieben.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Spannend! Leider basieren diese Erkenntnisse hauptsächlich auf Zell- und Tierstudien. Die Humanstudienlage ist noch begrenzt und robuste große klinische Studien fehlen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Bevor wir uns die Erkenntnisse der neuen Studie anschauen, müssen wir erstmal verstehen:</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Was passiert bei Alzheimer?</strong></span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ganz allgemein entsteht Alzheimer <strong>durch Ablagerungen von Proteinen</strong>, die schlussendlich die Signalweiterleitung stören. Verantwortlich dafür sind zwei verschiedene Proteine:</span></p>
<ol>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Amyloid-β (Aβ)-Peptide (extrazellulär) </strong></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Tau-Proteine (intrazellulär).</strong></span></li>
</ol>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Klinisch zeigen sich dadurch sogenannte <strong>Amyloid-Plaques</strong> (außerhalb der Neuronen) und <strong>neurofibrilläre Tangles</strong> (in den Neuronen).</span></p>
<figure id="attachment_324668" aria-describedby="caption-attachment-324668" style="width: 702px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-324668 " title="fnagi 15 1274452 g001" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/fnagi-15-1274452-g001.jpg" alt="fnagi 15 1274452 g001" width="702" height="384" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/fnagi-15-1274452-g001.jpg 1901w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/fnagi-15-1274452-g001-300x164.jpg 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/fnagi-15-1274452-g001-1024x560.jpg 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/fnagi-15-1274452-g001-768x420.jpg 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/fnagi-15-1274452-g001-1536x840.jpg 1536w" sizes="(max-width: 702px) 100vw, 702px" /><figcaption id="caption-attachment-324668" class="wp-caption-text"><span style="font-family: proxima-nova;">Alzheimer wird getrieben durch Proteinablagerungen (Amyloid-Plaques und neurofibrilläre Tangles), die die Neuronen krank machen. (<a href="https://www.frontiersin.org/journals/aging-neuroscience/articles/10.3389/fnagi.2023.1274452/full">Q</a>)</span></figcaption></figure>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Mit diesem Wissen können wir uns nun der neuen Studie widmen – endlich.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Die Ergebnisse der neuen <em>Nature</em>-Studie</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Lithium kommt natürlicherweise im menschlichen Gehirn vor.</strong> Das weiß man seit 1983, als Lithium in Autopsien von Gehirnen nachgewiesen wurde. Vor diesem Hintergrund fanden die Forscher aktuell heraus:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">In Gehirnen von toten Menschen mit Alzheimer und einer Alzheimervorstufe MCI (engl. <em>Mild Cognitive Impairment</em>; dt. leichte kognitive Beeinträchtigung) – ist <strong>Lithium als einziges Metall verringert.</strong></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Zudem wird Lithium von Amyloid-Plaques gebunden, wodurch seine Verfügbarkeit weiter sinkt. Alzheimer sorgt also dafür, dass ein Mangel noch verstärkt wird.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In einem zusätzlichen Mausmodell haben die Forscher die Auswirkungen eines Lithiummangels weiter untersucht.</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Lithiummangel führt in Alzheimermäusen zu einem signifikanten Anstieg an Amyloid-Plaques; gesunde Mäuse zeigten höhere Aβ42-Spiegel, welche die Plaquebildung beschleunigen.</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Ein Mangel an Lithium kann parallel dazu die Anhäufung von Tau-Proteinen, Entzündungen und den Verlust von Synapsen und Myelin (“Schutzmantel” von Nervenzellen) fördern.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Was 2016 unter Dr. <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4947325/">Michael Nehls</a> als Hypothese in den Raum gestellt wurde, wird durch diese Studie nun zu einem <strong>potentiellen Puzzleteil in der Prävention von Alzheimer.</strong> Aber bevor man jetzt los läuft und Lithium holt, ist noch wichtig zu wissen:</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Die Krux!</strong></span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Jede Medaille hat zwei Seiten, so auch die von Lithium.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In der EU gilt Lithium als Arzneimittel und ist <strong>verschreibungspflichtig</strong>. Als Nahrungsergänzungsmittel ist es in Deutschland derzeit folglich (noch) nicht zugelassen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Außerdem hat Lithium <strong>ein schmales therapeutisches Fenster</strong>, das heißt wirksame und toxische Dosen liegen nah beieinander – von willkürlicher Eigenmedikation ist also abzuraten.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Fest steht: Lithium ist für den Menschen ein wichtiges Metall und spielt – vor allem für die Gehirngesundheit – eine wichtige Rolle.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In Lebensmitteln kommt es allerdings nur in geringen Mengen vor – man müsste sich mit herkömmlichen Lebensmitteln schon sehr viel Mühe geben, um adäquate Lithiumspiegel aufzuweisen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Wenn du trotzdem von den physiologischen Wirkungen von Lithium profitieren willst, findet man relevante Mengen in bestimmten Heilwässern:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Hirschquelle – 1,31 mg/l</strong></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Ensinger Schiller Quelle – 0,9 mg/l</strong></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Staatl. Fachingen Still – 0,77 mg/l</strong></span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die kann man auch ganz legal im Supermarkt erwerben &#8230; und so möglicherweise Alzheimer vorbeugen. :-)</span></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/lithium-wiederentdeckte-wunderwaffe-gegen-alzheimer/">Lithium: Wiederentdeckte Wunderwaffe gegen Alzheimer?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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