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	<title>Dextrin - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
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	<title>Dextrin - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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		<title>Ein gesunder Darm mit Präbiotika und resistentem Dextrin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Phil Böhm]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jun 2022 06:31:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dextrin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Darm ist der Sitz der Gesundheit. 80–90 Prozent des Immunsystems sitzt im Darm. Eine gesunde Darmflora ist somit ausschlaggebend für unsere Gesundheit. Doch wie können wir unseren Darm gesund erhalten und vor schädlichen Umwelteinflüssen [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/dextrin/ein-gesunder-darm-mit-praebiotika-und-resistentem-dextrin/">Ein gesunder Darm mit Präbiotika und resistentem Dextrin</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Darm ist der Sitz der Gesundheit. 80–90 Prozent des Immunsystems sitzt im Darm. Eine gesunde Darmflora ist somit ausschlaggebend für unsere Gesundheit. Doch wie können wir unseren Darm gesund erhalten und vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen?</p>
<p>Gerade in der heutigen modernen Ernährungsweise kommt es schnell zu einem Mangel an Nährstoffen. Doch damit sind nicht nur die Nährstoffe gemeint, die unser Körper direkt verstoffwechseln kann. Selbstverständlich sollte in der Ernährung für eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen gesorgt werden. Doch was genau benötigt der Darm, um gesund zu bleiben?</p>
<h2>Die guten Darmbakterien</h2>
<p>Für eine gesunde, gut durchblutete, und vor allem dichte Darmschleimhaut sorgen unsere guten Darmbakterien. Zu ihnen gehören vor allem die wichtigen Milchsäurebakterien (Lactobazillus) und die Bifidobakterium-Stämme. Diese Bakterien sorgen dafür, dass der PH-Wert unseres Darmes niedrig und das Darmmillieu somit sauer bleibt. Sie sorgen dafür, indem sie kurzkettige Fettsäuren (hauptsächlich Butyrate bzw. Buttersäure) ausscheiden. Diese Buttersäure ist unter anderem die Nahrung unserer Darmwände. Sie hält sie nicht nur geschmeidig und dicht, sie sorgt auch dafür, dass Bakterien und Viren abgetötet werden, und nicht etwa durch eine poröse und alkalische Darmschleimhaut in unser Blutsystem gelangen. Doch unsere guten Bakterien benötigen eine ganz bestimmte Nahrung, damit sie ihre Arbeit verrichten können. Sie ernähren sich hauptsächlich von Ballaststoffen, auch Präbiotika genannt.</p>
<h2>Was sind Präbiotika?</h2>
<p>Präbiotika sind Ballaststoffe, und damit die unverdaulichen Bestandteile verschiedener Lebensmittel. Unsere körpereigenen Enzyme können sie nicht aufspalten. Sie werden somit unverdaut wieder ausgeschieden. Ballaststoffe sorgen dafür, dass unsere Verdauung funktioniert. Sie beugen zum Beispiel Verstopfung vor und können diese auch lösen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt täglich etwa 30 Gramm Ballaststoffe in die Ernährung mit aufzunehmen. Doch kommen die meisten Menschen aufgrund ihrer Ernährungsgewohnheiten kaum an diese Mengen ran.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em><strong>Präbiotika sind Ballaststoffe die gezielt das Wachstum und/oder die Aktivität der Darmbakterien anregen</strong></em></p>
<p>Ballaststoffe kommen fast ausschließlich in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Zu ihnen zählen vor allem Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und Vollkorngetreide.</p>
<p><strong>Zum Vergleich:</strong></p>
<ul>
<li>100 Gramm eines ungeschälten Apfels enthalten 2,5 Gramm Ballaststoffe.</li>
<li>100 Gramm gekochte Kartoffeln enthalten etwa 2 Gramm Ballaststoffe.</li>
<li>100 Gramm Haselnüsse enthalten etwa 7 Gramm.</li>
</ul>
<p>Es ist also gar nicht so leicht, auf die empfohlenen 30 Gramm zu kommen. Vor allem dann nicht, wenn die Ernährung hauptsächlich aus Fertigprodukten, tierischen Erzeugnissen und wenig Obst und Gemüse besteht. Doch was bedeutet es für unsere guten Darmbakterien, wenn Ballaststoffe fehlen?</p>
<h2>Ein Darm ohne Milchsäurebakterien</h2>
<p>Wird den Milchsäurebakterien ihre Nahrung verwehrt, können sie nicht im Darm siedeln und sterben ab. In einem säurearmen Umfeld wird schnell Platz für schädliche Darmbakterien gemacht, wie zum Beispiel für die Kolibakterien. Diese ernähren sich von den Bestandteilen, welche vor allem im Fastfood enthalten sind. Von Zucker und schlechtem Fett. Ihre Ausscheidungen tun unseren Darmwänden allerdings gar nicht gut. Sie scheiden Alkohole und andere schädliche Substanzen aus. Diese Ausscheidungen trocknen unsere Darmwände aus, machen sie porös und löchrig. Es besteht kein Schutz mehr vor Bakterien und Viren, die nun beinahe ungehindert in unseren Blutkreislauf eintreten können und uns schließlich krank machen. Doch dem können wir vorbeugen, auch ohne unsere Ernährung von heute auf morgen auf den Kopf zu stellen.</p>
<p>Die einfache Lösung:</p>
<h2>Resistente Stärke vom Typ 3 (RS 3) und resistentes Dextrin vom Typ 4 (RS 4)</h2>
<p>Resistente Stärke und <a title="Resistentes Dextrin kaufen" href="https://genetisches-maximum.de/topic/resistentes-dextrin/">resistentes Dextrin</a> beinhalten besonders wertvolle Ballaststoffe, und können als eine der Lieblingsspeise der guten Milchsäurebakterien bezeichnet werden. Maisstärke, Kartoffelstärke und Weizenstärke sind in der Regel die Ausgangsprodukte. Vor allem das resistente Dextrin ist besonders wirksam und verträglich, da es die Weiterentwicklung der resistenten Stärke vom Typ 3 darstellt.</p>
<p><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Dextrin-16X9_k-scaled.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-321941" title="resistentes Dextrin pulver" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Dextrin-16X9_k-scaled.jpg" alt="resistentes Dextrin pulver" width="2560" height="1440" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Dextrin-16X9_k-scaled.jpg 2560w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Dextrin-16X9_k-300x169.jpg 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Dextrin-16X9_k-1024x576.jpg 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Dextrin-16X9_k-768x432.jpg 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Dextrin-16X9_k-1536x864.jpg 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Dextrin-16X9_k-2048x1152.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></a></p>
<p>Dextrine sind die kleineren Einheiten, in die Stärke zerlegt wird. Sie werden auf eine Weise miteinander verknüpft, in welcher der menschliche Körper sie noch schlechter aufnehmen kann. Können unsere Verdauungsenzyme diese Stärke nicht mehr weiter verstoffwechseln, gelangen deutlich mehr Ballaststoffe in den Darm, und stehen den Milchsäurebakterien somit als Nahrung zur Verfügung. Resistente Dextrine kommen ebenfalls natürlicherweise in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Vor allem rohe Kartoffeln, Bohnen und Linsen sind reich an ihnen. Die meisten Stärken verlieren nach dem Erhitzen, Kochen, Backen und Braten jedoch ihre Resistenz gegenüber dem menschlichen Verdauungssystem und stehen nicht mehr als Ballaststoffe zur Verfügung. Resistente Dextrine jedoch behalten ihre positiven Eigenschaften bei und verändern sich weder durch Hitze, noch durch weitere Verarbeitung.</p>
<p>Die meisten konzentrierten Ballaststoffe dicken in Verbindung mit Flüssigkeit ein. Es müssen große Mengen an Wasser nachgetrunken werden, damit es nicht zu Verstopfungen kommt. Nicht jedoch Dextrine. Sie nehmen kaum Wasser auf und dicken nicht ein. Zudem sind sie weiß, sehr feinpudrig und geschmacksneutral. Sie lösen sich innerhalb kürzester Zeit im Wasser auf und können problemlos getrunken werden.</p>
<p>Eine weitere Möglichkeit, den täglichen Anteil an Ballaststoffen in der täglichen Ernährung zu erhöhen ist, resistente Stärke und Dextrine einfach in die verzehrten Lebensmittel mit aufzunehmen. So können die gewünschten Mengen ganz einfach in Kuchen, Brot oder Gebäck verbacken werden. Sie können aber genauso gut über den Obstsalat gestreut, in die Pastasoße gemischt, in den Joghurt gerührt oder in einen Smoothie gemixt werden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.</p>
<p>Aufgrund der Tatsache, dass sie sich problemlos auflösen und keinen Eigengeschmack besitzen, wird der Unterschied nicht herauszuschmecken sein. Menschen, die sich bisher eher ballaststoffarm ernährt haben, sollten mit kleineren Dosen beginnen, um den Körper langsam an die Zufuhr zu gewöhnen. Werden von heute auf morgen zu große und ungewohnte Mengen Ballaststoffe gegessen, kann es zu Blähungen und Verdauungsbeschwerden kommen.</p>
<h2>Vorsicht bei Reizdarm und SIBO</h2>
<p>Reizdarm und SIBO (<em>small intestinal bacterial overgrowth </em>= Dünndarmfehlbesiedlung) sind Erkrankungen, die immer häufiger diagnostiziert werden. Betroffene kommen in den meisten Fällen nicht mit größeren Mengen Ballaststoffen und insbesondere nicht gut mit Präbiotika zurecht.</p>
<p>Wie bereits geschrieben, ist resistentes Dextrin in Studie (und unserer Erfahrung nach) bei gesunden Menschen überaus verträglich. Es können zum Teil riesige Mengen eingenommen werden ohne Verdauungsbeschwerden zu verursachen. Aufgrund der einfacheren Struktur kann Dextrin leicht aufgespalten werden und bereitet somit deutlich weniger Probleme als andere Präbiotika, insbesondere rohe Kartoffelstärke. Diese gibt es zwar günstig im Supermarkt zu kaufen und weist ebenso präbiotische Eigenschaften auf, bereitet jedoch meist heftige Probleme – keine gute Idee!</p>
<p>Ist der Darm krank, kommt er oft selbst mit kleineren Mengen Präbiotika nicht mehr zurecht. Hier wird in vielen Fällen zu einer <a href="https://www.fodmaps.de/">FODMAP-armen Ernährung</a> geraten: Alles was möglicherweise bläht, soll erstmal aus der Ernährung gestrichen werden. Das betrifft auch resistente Stärke und Dextrin.</p>
<p>Liegt die Ursache des kranken Darms zum Beispiel in einem fehlbesiedelten Dünndarm, wo falsche Bakterien ihr Unwesen treiben, werden Präbiotika <em>zu früh</em> fermentiert und führen dadurch recht zeitnah nach der Einnahme zu Blähungen.</p>
<p><strong>Das Gute daran: Verträgt man selbst resistentes Dextrin nicht, weiß man Bescheid, dass man sich dringend um seine Darmgesundheit kümmern muss!   </strong></p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Stärke und resistentes Dextrin können dabei helfen, auf die empfohlene tägliche Menge an Ballaststoffen zu kommen, ohne von heute auf morgen die gesamte Ernährung auf den Kopf zustellen. Sie sind günstig, unglaublich einfach in der Anwendung, geschmacksneutral und vor allem sehr gut verträglich. Doch auch, wenn sie die Hauptnahrungsquelle unserer Darmbakterien ausmachen, können sie eine ungesunde Lebensweise und dauerhaft schlechte Ernährung natürlich nicht vollständig ausgleichen. Es ist wichtig, den gesamten Körper mit allen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen zu versorgen, damit er dauerhaft gesund und vital bleibt und uns das Leben ermöglicht, welches wir uns wünschen.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/dextrin/ein-gesunder-darm-mit-praebiotika-und-resistentem-dextrin/">Ein gesunder Darm mit Präbiotika und resistentem Dextrin</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Ein gesunder Darm mit Präbiotika und resistentem Dextrin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Phil Böhm]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 May 2019 12:35:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dextrin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Darm ist der Sitz der Gesundheit. 80–90 Prozent des Immunsystems sitzt im Darm. Eine gesunde Darmflora ist somit ausschlaggebend für unsere Gesundheit. Doch wie können wir unseren Darm gesund erhalten und vor schädlichen Umwelteinflüssen [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/dextrin/praebiotika-resistentem-dextrin/">Ein gesunder Darm mit Präbiotika und resistentem Dextrin</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Darm ist der Sitz der Gesundheit. 80–90 Prozent des Immunsystems sitzt im Darm. Eine gesunde Darmflora ist somit ausschlaggebend für unsere Gesundheit. Doch wie können wir unseren Darm gesund erhalten und vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen?</p>
<p>Gerade in der heutigen modernen Ernährungsweise kommt es schnell zu einem Mangel an Nährstoffen. Doch damit sind nicht nur die Nährstoffe gemeint, die unser Körper direkt verstoffwechseln kann. Selbstverständlich sollte in der Ernährung für eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen gesorgt werden. Doch was genau benötigt der Darm, um gesund zu bleiben?</p>
<h2>Die guten Darmbakterien</h2>
<p>Für eine gesunde, gut durchblutete, und vor allem dichte Darmschleimhaut sorgen unsere guten <a title="darmbakterien kapseln" href="https://edubily.de/products/darmbakterien-kapseln">Darmbakterien</a>. Zu ihnen gehören vor allem die wichtigen Milchsäurebakterien (Lactobazillus) und die Bifidobakterium-Stämme. Diese Bakterien sorgen dafür, dass der PH-Wert unseres Darmes niedrig und das Darmmillieu somit sauer bleibt. Sie sorgen dafür, indem sie kurzkettige Fettsäuren (hauptsächlich Butyrate bzw. Buttersäure) ausscheiden. Diese Buttersäure ist unter anderem die Nahrung unserer Darmwände. Sie hält sie nicht nur geschmeidig und dicht, sie sorgt auch dafür, dass Bakterien und Viren abgetötet werden, und nicht etwa durch eine poröse und alkalische Darmschleimhaut in unser Blutsystem gelangen. Doch unsere guten Bakterien benötigen eine ganz bestimmte Nahrung, damit sie ihre Arbeit verrichten können. Sie ernähren sich hauptsächlich von Ballaststoffen, auch Präbiotika genannt.</p>
<h2>Was sind Präbiotika?</h2>
<p>Präbiotika sind Ballaststoffe, und damit die unverdaulichen Bestandteile verschiedener Lebensmittel. Unsere körpereigenen Enzyme können sie nicht aufspalten. Sie werden somit unverdaut wieder ausgeschieden. Ballaststoffe sorgen dafür, dass unsere Verdauung funktioniert. Sie beugen zum Beispiel Verstopfung vor und können diese auch lösen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt täglich etwa 30 Gramm Ballaststoffe in die Ernährung mit aufzunehmen. Doch kommen die meisten Menschen aufgrund ihrer Ernährungsgewohnheiten kaum an diese Mengen ran.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em><strong>Präbiotika sind Ballaststoffe die gezielt das Wachstum und/oder die Aktivität der Darmbakterien anregen</strong></em></p>
<p>Ballaststoffe kommen fast ausschließlich in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Zu ihnen zählen vor allem Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und Vollkorngetreide.</p>
<p><strong>Zum Vergleich:</strong></p>
<ul>
<li>100 Gramm eines ungeschälten Apfels enthalten 2,5 Gramm Ballaststoffe.</li>
<li>100 Gramm gekochte Kartoffeln enthalten etwa 2 Gramm Ballaststoffe.</li>
<li>100 Gramm Haselnüsse enthalten etwa 7 Gramm.</li>
</ul>
<p>Es ist also gar nicht so leicht, auf die empfohlenen 30 Gramm zu kommen. Vor allem dann nicht, wenn die Ernährung hauptsächlich aus Fertigprodukten, tierischen Erzeugnissen und wenig Obst und Gemüse besteht. Doch was bedeutet es für unsere guten Darmbakterien, wenn Ballaststoffe fehlen?</p>
<h2>Ein Darm ohne Milchsäurebakterien</h2>
<p>Wird den Milchsäurebakterien ihre Nahrung verwehrt, können sie nicht im Darm siedeln und sterben ab. In einem säurearmen Umfeld wird schnell Platz für schädliche Darmbakterien gemacht, wie zum Beispiel für die Kolibakterien. Diese ernähren sich von den Bestandteilen, welche vor allem im Fastfood enthalten sind. Von Zucker und schlechtem Fett. Ihre Ausscheidungen tun unseren Darmwänden allerdings gar nicht gut. Sie scheiden Alkohole und andere schädliche Substanzen aus. Diese Ausscheidungen trocknen unsere Darmwände aus, machen sie porös und löchrig. Es besteht kein Schutz mehr vor Bakterien und Viren, die nun beinahe ungehindert in unseren Blutkreislauf eintreten können und uns schließlich krank machen. Doch dem können wir vorbeugen, auch ohne unsere Ernährung von heute auf morgen auf den Kopf zu stellen.</p>
<p>Die einfache Lösung:</p>
<h2>Resistente Stärke vom Typ 3 (RS 3) und resistentes Dextrin vom Typ 4 (RS 4)</h2>
<p>Resistente Stärke und <a title="Resistentes Dextrin kaufen" href="https://genetisches-maximum.de/topic/resistentes-dextrin/">resistentes Dextrin</a> beinhalten besonders wertvolle Ballaststoffe, und können als eine der Lieblingsspeise der guten Milchsäurebakterien bezeichnet werden. Maisstärke, Kartoffelstärke und Weizenstärke sind in der Regel die Ausgangsprodukte. Vor allem das resistente Dextrin ist besonders wirksam und verträglich, da es die Weiterentwicklung der resistenten Stärke vom Typ 3 darstellt.</p>
<figure id="attachment_321941" aria-describedby="caption-attachment-321941" style="width: 2560px" class="wp-caption alignright"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Dextrin-16X9_k-scaled.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-321941" title="resistentes Dextrin pulver" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Dextrin-16X9_k-scaled.jpg" alt="resistentes Dextrin pulver" width="2560" height="1440" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Dextrin-16X9_k-scaled.jpg 2560w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Dextrin-16X9_k-300x169.jpg 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Dextrin-16X9_k-1024x576.jpg 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Dextrin-16X9_k-768x432.jpg 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Dextrin-16X9_k-1536x864.jpg 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Dextrin-16X9_k-2048x1152.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></a><figcaption id="caption-attachment-321941" class="wp-caption-text">resistentes Dextrin pulver</figcaption></figure>
<p>Dextrine sind die kleineren Einheiten, in die Stärke zerlegt wird. Sie werden auf eine Weise miteinander verknüpft, in welcher der menschliche Körper sie noch schlechter aufnehmen kann. Können unsere Verdauungsenzyme diese Stärke nicht mehr weiter verstoffwechseln, gelangen deutlich mehr Ballaststoffe in den Darm, und stehen den Milchsäurebakterien somit als Nahrung zur Verfügung. Resistente Dextrine kommen ebenfalls natürlicherweise in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Vor allem rohe Kartoffeln, Bohnen und Linsen sind reich an ihnen. Die meisten Stärken verlieren nach dem Erhitzen, Kochen, Backen und Braten jedoch ihre Resistenz gegenüber dem menschlichen Verdauungssystem und stehen nicht mehr als Ballaststoffe zur Verfügung. Resistente Dextrine jedoch behalten ihre positiven Eigenschaften bei und verändern sich weder durch Hitze, noch durch weitere Verarbeitung.</p>
<p>Die meisten konzentrierten Ballaststoffe dicken in Verbindung mit Flüssigkeit ein. Es müssen große Mengen an Wasser nachgetrunken werden, damit es nicht zu Verstopfungen kommt. Nicht jedoch Dextrine. Sie nehmen kaum Wasser auf und dicken nicht ein. Zudem sind sie weiß, sehr feinpudrig und geschmacksneutral. Sie lösen sich innerhalb kürzester Zeit im Wasser auf und können problemlos getrunken werden.</p>
<p>Eine weitere Möglichkeit, den täglichen Anteil an Ballaststoffen in der täglichen Ernährung zu erhöhen ist, resistente Stärke und Dextrine einfach in die verzehrten Lebensmittel mit aufzunehmen. So können die gewünschten Mengen ganz einfach in Kuchen, Brot oder Gebäck verbacken werden. Sie können aber genauso gut über den Obstsalat gestreut, in die Pastasoße gemischt, in den Joghurt gerührt oder in einen Smoothie gemixt werden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.</p>
<p>Aufgrund der Tatsache, dass sie sich problemlos auflösen und keinen Eigengeschmack besitzen, wird der Unterschied nicht herauszuschmecken sein. Menschen, die sich bisher eher ballaststoffarm ernährt haben, sollten mit kleineren Dosen beginnen, um den Körper langsam an die Zufuhr zu gewöhnen. Werden von heute auf morgen zu große und ungewohnte Mengen Ballaststoffe gegessen, kann es zu Blähungen und Verdauungsbeschwerden kommen.</p>
<h2>Vorsicht bei Reizdarm und SIBO</h2>
<p>Reizdarm und SIBO (<em>small intestinal bacterial overgrowth </em>= Dünndarmfehlbesiedlung) sind Erkrankungen, die immer häufiger diagnostiziert werden. Betroffene kommen in den meisten Fällen nicht mit größeren Mengen Ballaststoffen und insbesondere nicht gut mit Präbiotika zurecht.</p>
<p>Wie bereits geschrieben, ist resistentes Dextrin in Studie (und unserer Erfahrung nach) bei gesunden Menschen überaus verträglich. Es können zum Teil riesige Mengen eingenommen werden ohne Verdauungsbeschwerden zu verursachen. Aufgrund der einfacheren Struktur kann Dextrin leicht aufgespalten werden und bereitet somit deutlich weniger Probleme als andere Präbiotika, insbesondere rohe Kartoffelstärke. Diese gibt es zwar günstig im Supermarkt zu kaufen und weist ebenso präbiotische Eigenschaften auf, bereitet jedoch meist heftige Probleme – keine gute Idee!</p>
<p>Ist der Darm krank, kommt er oft selbst mit kleineren Mengen Präbiotika nicht mehr zurecht. Hier wird in vielen Fällen zu einer <a href="https://www.fodmaps.de/">FODMAP-armen Ernährung</a> geraten: Alles was möglicherweise bläht, soll erstmal aus der Ernährung gestrichen werden. Das betrifft auch resistente Stärke und Dextrin.</p>
<p>Liegt die Ursache des kranken Darms zum Beispiel in einem fehlbesiedelten Dünndarm, wo falsche Bakterien ihr Unwesen treiben, werden Präbiotika <em>zu früh</em> fermentiert und führen dadurch recht zeitnah nach der Einnahme zu Blähungen.</p>
<p><strong>Das Gute daran: Verträgt man selbst resistentes Dextrin nicht, weiß man Bescheid, dass man sich dringend um seine Darmgesundheit kümmern muss!   </strong></p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Stärke und resistentes Dextrin können dabei helfen, auf die empfohlene tägliche Menge an Ballaststoffen zu kommen, ohne von heute auf morgen die gesamte Ernährung auf den Kopf zustellen. Sie sind günstig, unglaublich einfach in der Anwendung, geschmacksneutral und vor allem sehr gut verträglich. Doch auch, wenn sie die Hauptnahrungsquelle unserer Darmbakterien ausmachen, können sie eine ungesunde Lebensweise und dauerhaft schlechte Ernährung natürlich nicht vollständig ausgleichen. Es ist wichtig, den gesamten Körper mit allen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen zu versorgen, damit er dauerhaft gesund und vital bleibt und uns das Leben ermöglicht, welches wir uns wünschen.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/dextrin/praebiotika-resistentem-dextrin/">Ein gesunder Darm mit Präbiotika und resistentem Dextrin</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Neue Mechanismen: So heilt Gemüse deinen Darm</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/dextrin/so-heilt-gemuese-deinen-darm/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Mar 2016 20:14:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dextrin]]></category>
		<category><![CDATA[Darmflora]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Paleo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist noch gar nicht so lange her, da schrieb einer unserer Leser seine Erfahrungen nieder. Er zeigte auf, wie er mit einem Paläo-Protokoll seinen Darm heilen konnte &#8211; ganz vereinfacht ausgedrückt. Nun ist das [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/dextrin/so-heilt-gemuese-deinen-darm/">Neue Mechanismen: So heilt Gemüse deinen Darm</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es ist noch gar nicht so lange her, da schrieb einer unserer Leser seine Erfahrungen nieder. Er zeigte auf, wie er mit einem <a href="https://genetisches-maximum.de/darmgesundheit/ernaehrung-bei-morbus-crohn-paleo/">Paläo-Protokoll</a> seinen Darm heilen konnte &#8211; ganz vereinfacht ausgedrückt. Nun ist das keine Seltenheit mehr. Überall im Internet tauchen solche Berichte auf.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch warum funktioniert so etwas? Wie kann eine Ernährungsumstellung dafür sorgen, dass der Darm plötzlich wieder gesund wird?</p>
<p style="text-align: justify;">Es wird viel spekuliert. Von Unverträglichkeiten bis hin zu immunmodulatorischen Aspekten einer spezifischen Ernährung.</p>
<p style="text-align: justify;">Beeindruckende Erkenntnisse gibt es. Sogar schon seit fünf Jahren. Veröffentlicht im renommierten Cell-Journal.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Tight Junctions: Für unsere Gesundheit essentiell</h2>
<p style="text-align: justify;">Der Darm ist nach außen mit einer dünnen Epithelschicht auskleidet. Diese Epithelschicht besteht aus Epithelzellen, die miteinander verbunden sind. Ganz bekannt hier sind die sogenannten <em>Tight Junctions</em>, die im Wesentlichen einen Flüssigkeitsdurchtritt verhindern und quasi abdichtend wirken. Tight Junctions bestehen aus Proteinen und gehen die verloren, geht auch die abdichtende Wirkung verloren, weswegen viele, die an Darmerkrankungen leiden, nach Möglichkeiten suchen, um diese Proteine wieder vermehrt herzustellen.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch das ist nur ein Aspekt.</p>
<h2>Neue Mechanismen: Immunzellen zwischen Epithelzellen</h2>
<p style="text-align: justify;">Mittlerweile hat man herausgefunden, dass zwischen Epithelzellen ganz wichtige Immunzellen sitzen, spezielle <em>T-Zellen</em>. Diese speziellen Immunzellen sorgen, vereinfacht ausgedrückt, für die intestinale Integrität. In anderen Worten: Diese speziellen Immunzellen sind u. a. dafür zuständig, die Epithelschicht, zum Beispiel nach Beschädigung, zu reparieren, so, dass die Funktion aufrechterhalten bleibt. Darüber hinaus schützen sie uns vor möglicherweise eindringenden Bakterien, was letztendlich oft schleichend für metabolische Entgleisungen und Krankheiten sorgt.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun kommt der Punkt: <strong>Diese Immunzellen sind auch speziell, weil sie einen besonderen Rezeptor tragen, den <em>Ah-Rezeptor</em>.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Es konnte gezeigt werden, dass dieser Ah-Rezeptor absolut essentiell dafür ist, dass die Immunzellen überhaupt funktionieren können. Sorgt man also dafür, dass diese Immunzellen keinen Ah-Rezeptor mehr haben, verliert der Darm zunehmend seine Barrierefunktion, da Epithelzellen nicht adäquat repariert werden und bestimmte Bakterien besser gedeihen können.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Doch: Ein Rezeptor nützt nur, wenn er aktiviert wird</h2>
<p style="text-align: justify;">Im weiteren Verlauf konnte auch gezeigt werden, welche Stoffe diesen Ah-Rezeptor aktivieren. Es handelt sich dabei um Pflanzen-spezifische Tryptophan-Abkömmlinge. Tryptophan enthält als Strukturbestandteil das sogenannte <em>Indol</em>. (<span style="text-decoration: underline;">ACHTUNG</span>: Nicht gleich wieder Tryptophan-Kapseln schlucken &#8230;)</p>
<figure id="attachment_6489" aria-describedby="caption-attachment-6489" style="width: 300px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/03/L-Tryptophan_-_L-Tryptophan.svg_.png" rel="attachment wp-att-6489"><img decoding="async" class="wp-image-6489 size-medium" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/03/L-Tryptophan_-_L-Tryptophan.svg_-300x135.png" alt="L-Tryptophan_-_L-Tryptophan.svg" width="300" height="135" /></a><figcaption id="caption-attachment-6489" class="wp-caption-text"><strong>Tryptophan</strong></figcaption></figure>
<figure id="attachment_6478" aria-describedby="caption-attachment-6478" style="width: 300px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/03/2000px-Indol.svg_.png" rel="attachment wp-att-6478"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6478 size-medium" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/03/2000px-Indol.svg_-300x252.png" alt="2000px-Indol.svg" width="300" height="252" /></a><figcaption id="caption-attachment-6478" class="wp-caption-text"><strong>Indol</strong></figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Indole sind auch, zum Beispiel, in Indol-3-Carbinol enthalten, einem Stoff, den man in Kreuzblütern findet, also: <strong>Brokkoli, Grünkohl, Rosenkohl und so weiter</strong>. Es gibt sicher noch viele weitere Gemüse-Sorten, die Indole enthalten. Wie bereits angedeutet, bauen Pflanzen diese Sekundärstoffe aus Tryptophan.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Warum Pflanzen-Konsum gesund macht</h2>
<p style="text-align: justify;">Diese Indole werden im Magen aufgrund der Säure zu Ah-Liganden umgebaut, die wiederum an Ah-Rezeptoren binden können.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Gegenversuch zeigte sich auch, dass Tiere, die &#8222;synthetisch&#8220; (= ohne Pflanzen) ernährt wurden, dem AhR-Null-Phänotyp ähnelten, also denjenigen Tieren, die keinen Ah-Rezeptor bilden konnten.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Sorgt man also dafür, dass diese Immunzellen keinen Ah-Rezeptor mehr haben, verliert der Darm zunehmend seine Barrierefunktion, da Epithelzellen nicht adäquat repariert werden und bestimmte Bakterien besser gedeihen können.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/03/screenshot-www.cell_.com-2016-03-25-22-50-54.png" rel="attachment wp-att-6479"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-medium wp-image-6479" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/03/screenshot-www.cell_.com-2016-03-25-22-50-54-300x260.png" alt="screenshot-www.cell.com 2016-03-25 22-50-54" width="300" height="260" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lange Rede:</strong> Aus dieser Perspektive wird klar, dass Gemüse nicht nur irgendein unnötiges Anhängsel, sondern wohl relativ wichtig ist. Es wird vielleicht auch klar(er), warum eine Ernährungsumstellung oft hilft. Nicht, weil man irgendein Wunderkonzept lebt, sondern weil man vermehrt darauf achtet, überhaupt ordentlich zu essen. Und das heißt immer noch: Mehr Gemüse und Obst, bewusst in dieser Reihenfolge.</p>
<p style="text-align: justify;">Wahrlich beeindruckend.</p>
<p style="text-align: justify;">Quelle: Hooper, Lora V. (2011): „You AhR What You Eat: Linking Diet and Immunity“. In: <i>Cell</i>. 147 (3), S. 489-491, DOI: 10.1016/j.cell.2011.10.004.</p>
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		<title>Lektine, Phytate und Co. &#8211; Sind Pflanzen ungesund?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Jan 2016 16:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dextrin]]></category>
		<category><![CDATA[Darmflora]]></category>
		<category><![CDATA[Insulin-Resistenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir starten unseren E-Mail-Kurs mit dem Thema Darm &#8211; im Grunde wollen wir Leser, die zum ersten Mal auf edubily stoßen, auf eine wichtige Sache aufmerksam machen: Gesundheit entsteht auch im Darm und umgekehrt kann Darmkrankheit zu einem systemischen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wir starten unseren E-Mail-Kurs mit dem Thema Darm &#8211; im Grunde wollen wir Leser, die zum ersten Mal auf edubily stoßen, auf eine wichtige Sache aufmerksam machen: Gesundheit entsteht auch im Darm und umgekehrt kann Darmkrankheit zu einem systemischen Versagen führen. Die Gründe hierbei können vielfältig sein.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Schlechte Ernährung = kranker Darm</h2>
<p style="text-align: justify;">Jeder, der mit Labortieren arbeitet, weiß, dass diese Tierchen extrem anfällig sind für die Mast &#8211; vor allem im Hinblick die Fähigkeit des Darmes, die intestinale Barriere aufrechtzuerhalten. In anderen Worten: Mästet man Labortiere, misst man bei ihnen eine Quasi-Sepsis. Bakterien-Lipopolysaccharide lösen dabei eine enorme Immunreaktion aus, die das ganze System des Tierchens betrifft. Stoffwechseltechnisch fällt das in erster Linie durch entzündungsinduzierte <a href="https://genetisches-maximum.de/tipps/abnehmbericht-minus-40-kilo/">Insulinresistenz</a> auf.</p>
<p style="text-align: justify;">Lipopolysaccharide sind Bestandteile der Bakterienzellmembranen. LPS werden vom Immunsystem erkannt und es folgt eine entsprechende Immunreaktion.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch woher kommen diese Bestandteile?</p>
<p style="text-align: justify;">Bei der Mast geht, wie angesprochen, die Fähigkeit des Darmes, die intestinale Barriere zu gewährleisten, &#8211; zumindest partiell &#8211; verloren.</p>
<p style="text-align: justify;">Diesbezüglich muss man wissen, dass Darmzellen mit benachbarten Darmzellen durch bestimmte Proteine verbunden sind, diese &#8222;kleistern&#8220; die Zellen zusammen und gewährleisten so, dass Teile des Darminhaltes den Blutstrom erreichen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Die krankmachenden Pflanzenstoffe wie Lektine, Phytate &#8230;</h2>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://thepaleodiet.com/dr-loren-cordain/#.VqzD2fnhDIU" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Loren Cordain</a>, der &#8222;Erfinder&#8220; (besser: Bekanntmacher) der Paläo-Ernährung, postulierte vor vielen Jahren eine Ernährungsform, die keine klassischen pflanzlichen Kohlenhydratquellen mehr beinhalteten &#8211; so zum Beispiel Getreide, Hülsenfrüchte und USOs (z. B. Kartoffeln).</p>
<p style="text-align: justify;">Warum hat er das gemacht? Unter anderem, weil diese Gruppen Antinährstoffe beinhalten, von denen gezeigt wurde, dass sie negativ auf den menschlichen Körper wirken, insbesondere auch auf den Darm. Zu nennen wären hier Lektine, Saponine, Phytate, Tannine und andere Polyphenole.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Grundtenor ist, dass Pflanzen sich vor Fraßfeinden schützen wollen und entsprechend Stoffe bilden, die dem Fraßfeind schaden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Doch das ist nur die halbe Wahrheit.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Schon Mat Lalonde, ein Doktor der Biochemie (Harvard), regte sich im Podcast bei Chris Kresser über seinen alten Mentor Loren Cordain auf: Der nämlich bezieht sich fast ausschließlich auf in-vitro-Studie, Studien an Tieren bei Überdosenfütterung oder mit Rohverzehr. Er plapperte Loren Cordain freilich nach, bis er mal selbst die Studien in die Hand nahm &#8230; Kommt mir bekannt vor :-)</p>
<h2 style="text-align: justify;">Der Darm braucht Futter</h2>
<p style="text-align: justify;">Neuerdings wissen wir, dass unsere <a href="https://genetisches-maximum.de/stoffwechsel/so-verbessert-resistente-staerke-deine-stoffwechselgesundheit/">Darmbewohner</a> Futter brauchen, wie unsere Fische im Aquarium. Wir lernen gerade, dass die Darmpopulation sich aufgrund der Lebensmittelwahl verändern kann. Gerade tauchen immer mehr Studien auf, die sich genau damit befassen. Die <em>Western diet</em> (hochverarbeitete Pflanzen- und Fleischprodukte) züchtet die falschen, uns krankmachenden Bakterien. Auch Milchfett scheint nicht besonders förderlich zu sein. Auch (zu) viel Nahrungsprotein züchtet die falschen Bakterien. Das, was uns wirklich gesund macht, sind Bakterienstämme, die gerne pflanzliche Bestandteile verarbeiten. Das heißt: Egal, wie wir es drehen oder wenden wollen, der Pflanzenanteil in unserer Nahrung muss so hoch sein, dass die richtigen Bakterien uns die richtigen Stoffe bauen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun: Welche Pflanzen sollen wir aber essen?</p>
<h2 style="text-align: justify;">Pflanzenstoffe machen krank</h2>
<p style="text-align: justify;">Denn fest steht, dass <strong>alle</strong> Pflanzen und Pflanzenteile Sekundärstoffe bilden, die potenziell schädlich sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Beispiel: Heute schon nehmen Viele eine extra Portion <strong>Kurkuma</strong> zu sich. So gibt es mittlerweile die &#8222;gelbe Milch&#8220; und andere spezielle Rezepturen. Ziel ist es, möglichst viel von diesem gelben Wunderstoff zu schaufeln.</p>
<p style="text-align: justify;">Was die meisten hier aber nicht wissen: Dieses gelbe Zeugs ist kein &#8222;Wunderstoff&#8220;, sondern schlicht ein pflanzlicher Sekundärstoff, genannt Curcumin, der Labortierchen töten kann. Ups? Wie? Curcumin macht Tiere ganz potent anämisch, sorgt dafür, dass die an Eisenmangel sterben. Was würden die vielen Gesundheitsexperten wohl raten, wenn sie das wüssten? Die würden sagen: Vorsicht! Das ist gefährlich. Denn klar: Auch dieses gelbe Zeug will den Fraßfeind töten. Kurkuma ist ein USO, siehe oben &#8211; also hatte Loren Cordain recht? Dieses Zeug meiden?</p>
<p style="text-align: justify;">Noch ein anderes Beispiel: <strong>Grüntee</strong>. Die grünen Blätter machen Tierchen richtig krank &#8211; gewusst? Schilddrüse kaputt, Geschlechtshormone kaputt, Fettgewebsanomalien. Was ist das? Genau: Fraßschutz. Fraßfeinde töten &#8211; von innen heraus. Die bösen, bösen Polyphenole.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch andere Sekundärstoffe wie Oxalate, Tannine oder, noch besser, Phytate, klauen uns Mineralien, machen uns krank.</p>
<p style="text-align: justify;">Du erkennst schon meinen ironischen Unterton. Hier nämlich setzt meine größte Kritik an diesem simplifizierenden Denken an.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Lösung: Nie wieder Pflanzen essen? Die Meta-Perspektive</h2>
<p style="text-align: justify;">Denken wir zurück an die Zeit, in der Menschen noch keine Menschen waren, sondern Affen-ähnliche Kreaturen. Über 30 Millionen Jahre lang waren wir das. Was haben wir da gegessen? Ausschließlich Pflanzen. Alle anderen Menschenaffen sind heute noch sehr zufrieden mit ihrer Ernährung, die zum Großteil aus pflanzlicher Kost besteht. Die essen die Pflanzen sogar roh! Schauen wir zu den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hadza" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Hadza-Menschen</a> und studieren ihren Darm, fällt auf: sehr spezielle Zusammensetzung. Die hauen sich jeden Tag über 100 g Ballaststoffe rein! Wir schaffen es mit viel Mühe auf 30 g. Klar ist, um diese Menge Ballaststoffe zu essen, muss man viele, viele Wildpflanzen essen. Keine Züchtungen, die alles Schädliche eliminieren. So viele Pflanzenfasern!</p>
<p style="text-align: justify;">In meinem <a href="https://genetisches-maximum.de/ueber-edubily/das-handbuch-wird-modern/">Buch</a> beschreibe ich San-Buschmänner. Die !Kung-San, so schreibt es jedenfalls der Anthropologe Dr. Lee, lieben Hülsenfrüchte. Tatsächlich sind diese ein Hauptnahrungsmittel. Auch bei den Aborigines waren Hülsenfrüchte hoch im Kurs: Akazien gehören auch zur Familie der Hülsenfrüchtler &#8211; von diesen Bäumen wird sowohl der bisweilen süße Harz verspeist, als auch die Samen. Wie im Handbuch geschildert, scheinen auch Neanderthaler Samen, Hülsenfrüchte und USOs gegessen zu haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Was ich damit sagen möchte: Die Stammeslinie des Menschen isst seit Millionen von Jahren Pflanzen. Wildpflanzen mit unendlich vielen potenziell giftigen Stoffen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie passt das denn zusammen?</p>
<h2 style="text-align: justify;">Pflanzenstoffe machen krank &#8230; und gesund!</h2>
<p style="text-align: justify;">Kommen wir noch mal zurück zum Kurkuma. Mittlerweile wissen wir, dass Kurkuma ganz potent vor Alzheimer- und anderen neurologischen Erkrankungen schützt. Im Zentrum dieser Krankheiten steht ein fehlgeleiteter Metallstoffwechsel, insbesondere der <a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/eisen-fettverbrennung-diabetes-insulin-resistenz/">Eisen-Stoffwechsel</a> spielt hier die besondere Rolle. Tatsächlich ist Eisen in vielerlei Pathogenes verwickelt, in vielen verschiedenen Szenarien. Kurkuma scheint deshalb so gut zu wirken, da es den Eisen-Stoffwechsel reguliert und überschüssiges Eisen potent bindet und ausscheidet. Gott sei Dank nämlich trinken wir Kurkuma bzw. Curcumin nicht literweise, sondern nuanciert, ernten dabei also vermutlich keine Anämie, sondern Benefits.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch die Phytinsäure ist ein weiteres Beispiel für einen Stoff mit offensichtlich zwei Gesichtern. Anscheinend bindet Phytinsäure Metalle im Darm und macht sie zum Großteil unbrauchbar. Auf der anderen Seite wird Phytinsäure ins Blut aufgenommen, wirkt dort gegen Blutverklumpungen (= verbessert die Fließeigenschaft des Blutes), verbessert die Insulin-Sensitität und hemmt ganz stark die Karzinogenese, also die Krebsentstehung bzw. -entwicklung.</p>
<p style="text-align: justify;">So könnten wir dieses Gedankenspiel ewig fortsetzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Fakt ist: Alles, was du chronisch machst, wird toxisch. Umgekehrt scheint der Organismus sehr positiv auf die vielen pflanzlichen Sekundärstoffe zu reagieren, auch dann, wenn es so aussieht, als seien sie die reinste Katastrophe für lebende Organismen. Gibt es hier vielleicht Adaptationen?</p>
<h2 style="text-align: justify;">Die physiologischen Voraussetzungen</h2>
<p style="text-align: justify;">Auch hier könnten wir ein Beispiel nennen: 70 % des menschlichen Speichels besteht aus PRPs (<em>Prolin-rich Proteins</em>). Die Zufuhr von Tanninen verändert die Genexpression in Speicheldrüsen, die nunmehr vermehrt PRPs bilden. Diese wiederum können die potenziell schädliche, anti-nutritive Wirkung der Tannine dramatisch abschwächen.</p>
<p style="text-align: justify;">Darüber hinaus haben wir einen Geschmackssinn entwickelt, der &#8222;Bitter&#8220; wahrnimmt. Der selektive Druck war: Toxizität von Pflanzen, denn das, was da bitter schmeckt, geht häufig einher mit größeren Toxin-Mengen. Darum präferieren viele Primaten auch reife Früchte. Weder Mensch, noch Tier also sind doof und sind ihrem Schicksal ausgeliefert. Darüber hinaus frage ich mich oft, ob Menschen eigentlich glauben, dass diese Gifte &#8222;schleichend&#8220; wirken. So auf die Art: Ich esse jetzt 5 Hülsenfrüchte und dann geht mein Darm kaputt. Iss mal rohe Bohnen &#8211; davon gibt es bisweilen heftigste Bauchschmerzen. Auch hier gilt: Dein System ist nicht gänzlich dumm und warnt dich durchaus vor Schaden. Freilich spielt die Organismus-Konstitution dabei eine Rolle. Heißt: Ein kranker Darm kann mit Schadstoffen auch nicht gut umgehen. Doch auch hier denken wir häufig zu einseitig. Denn das, was den Darm stärkt (z. B. die &#8222;richtigen&#8220; Bakterien plus Stoffwechselprodukte), wird auch aus pflanzlichen Begleitstoffen gespeist &#8211; zum Beispiel Ballaststoffe der Hülsenfrüchte (siehe Verlauf).</p>
<p style="text-align: justify;">Unser radikal vereinfachtes Denken, vor allem im Hinblick auf isolierte Substanzen (obwohl diese Substanz nur in einer natürlichen Matrix erscheint) ist weder zielführend, noch in irgendeiner Weise gerechtfertigt.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Krankmachende Pflanzenstoffe ausschalten</h2>
<p style="text-align: justify;">Neben solchen physiologischen Voraussetzungen müssen wir auch verstehen, dass Menschen eben Menschen sind. Menschen kennen antinutritive Stoffe bzw. Nahrungsmittel, die solche enthalten, schon Jahrtausende lang. Denn sogar die wenigen, noch übrig gebliebenen Naturvölker beherrschen Methoden, um diese Stoffe weitestgehend unschädlich zu machen. So sind die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/%C7%83Kung_people" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">!Kung</a> dafür bekannt ihre heiß geliebte Mongongo-Nuss stark zu verarbeiten. Kochen, im Wasser baden oder rösten &#8211; alles wird praktiziert. Eine kleine Anekdote am Rande: Die !Kung sind auch dafür bekannt, die Nüsse von Elefanten &#8222;sammeln&#8220; zu lassen. Die nämlich essen die Nüsse und scheiden sie unverdaut wieder aus. Die !Kung-Menschen müssen die Nüsse dann nur aus dem Kot herauspicken :-) Auch die vorhin genannten, von den !Kung-San verzehrten Bohnen, werden extensiv verarbeitet: Getrocknet in der Sonne und beispielsweise in der Asche geröstet.</p>
<p style="text-align: justify;">Verarbeitungstechniken können sein: Samenkeimung, Fermentierung, Einweichung, Kochen, aber auch Rösten.</p>
<h2 style="text-align: justify;">&#8222;Wir sind nicht angepasst an &#8230;&#8220;</h2>
<p style="text-align: justify;">Häufig wird gesagt, dies sei ein Argument dafür, dass Menschen nicht an den Verzehr solcher Nahrungsmittel angepasst seien. Ich sagte schon einmal: Das ist Blödsinn. Der Mensch bringt nun mal ein Gehirn und zwei geschickte Hände mit, die ebenso Teil der Verdauung sind, wie der Verdauungsapparat selbst. Wir können uns in diesem Punkt mit keinem anderen Lebewesen vergleichen, auch wenn das gerne getan wird. Wir rennen auch nicht einem Beutetier hinterher, beißen ihm in die Kehle und reißen dann das Fleisch mit unseren Zähnen aus dem leblosen Körper. Das tun eben Carnivoren. Nein: Wir jagen mit selbst gebauten Waffen, erlegen das Tier und verarbeiten das Fleisch. Wir kochen es, versuchen es haltbar zu machen oder erschaffen daraus sogar Fleischprodukte. Was wir nicht haben: Die morphologischen Voraussetzungen, um Fleisch wie andere Tiere essen zu können. Macht nix. Wir sind Menschen, haben ein Gehirn und zwei Hände.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Was soll also dieser Artikel?</h2>
<p style="text-align: justify;">Dieser Artikel soll, einmal mehr, zum Denken anregen. Es gibt Internetseiten, auf denen Lese ich: &#8222;Nahrungsmittel XY ist nicht Paläo, weil es Phytinsäure enthält&#8220;. Was soll das? Was ist das denn für eine Logik? Ich esse die Pflanze nicht, weil sie zig Tausend Stoffe enthält, die potenziell schädlich sein können? Zeitgleich ignoriere ich, dass nahezu alle meine Vorfahren, bis heute, extrem hohe Mengen an Wildpflanzen verspeisten, die wohl weit mehr Stoffe enthielten, die potenziell schädlich sein können. In Wahrheit sind diese Stoffe sogar gesund. Ich kenne keine Stoffgruppe, die ein derartig riesiges Spektrum an gesundheitsfördernden Wirkungen mit sich bringt &#8211; nein, Pflanzenstoffe stehen hier ganz alleine da.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Bohnen enthalten Ballaststoffe und die machen &#8230;</h2>
<p style="text-align: justify;">Gerade liegt eine Arbeit vor mir. Dort hat man 16 Menschen entweder Weißbrot oder braune Bohnen verfüttert. Resultat in der Bohnen-Gruppe:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li style="text-align: justify;">15 % weniger Blutzucker</li>
<li style="text-align: justify;">16 % weniger Insulin</li>
<li style="text-align: justify;">50 % mehr PYY (Sättigung!)</li>
<li style="text-align: justify;">14 % weniger Ghrelin (Hunger!)</li>
<li style="text-align: justify;">35 % niedrigere IL-6-Werte (Entzündung!)</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Und: Deutlich höhere Konzentration kurzkettiger Fettsäuren. Die werden von unseren Darmbakterien gebildet bei Ballaststoffzufuhr. Hülsenfrüchte sind hervorragende Ballaststoff-Lieferanten, von denen wir ja gerade gelernt haben, dass sie toll wirken. Wer hätte so etwas gedacht? Von Lebensmittel, die &#8211; quasi im Reagenzglas &#8211; so hoch giftig sind?</p>
<h2 style="text-align: justify;">Die Lösung: Differenzierung!</h2>
<p style="text-align: justify;">Was uns das zeigt? Dass wir aufhören müssen, Nahrungsmittel auf bestimmte Substanzen zu reduzieren (gilt auch für die bösen Kohlenhydrate) und mit Argumenten zu hantieren, die jeglichen systemischen und ganzheitlichen Aspekt außer Acht lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nahrungsmittelwahl ist weitaus komplexer als Viele denken. Aber dieser Radikalismus passt ja perfekt in die momentane Landschaft der vielen Ernährungs- und Lebensformen, nein, passt noch viel besser zu unserer kränkelnden Gesellschaft, die alles kann, außer differenziert zu denken. Das nämlich bedeutet: Mein Bild ist nicht festgefahren, ich studiere alles und bin für jede Möglichkeit offen. So leid es mir tut: Wir werden hier niemals darüber entscheiden, was die &#8222;Wahrheit&#8220; ist und was nicht. Auch wenn das dem Dopamin in deinem Gehirn nicht gut tut.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/dextrin/lektin-phytate-ungesund/">Lektine, Phytate und Co. – Sind Pflanzen ungesund?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Vom Reizdarm und den Darmbakterien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2015 15:55:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dextrin]]></category>
		<category><![CDATA[Darmflora]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bevor wir zum eigentlichen Inhalt dieses Blogs kommen möchte ich mich kurz und knapp vorstellen. Mein Name ist Simon Goedecke und dem ein oder anderen hier vielleicht aus dem Edubily&#8211;Forum oder von Aesir-Sports unter dem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p id="E106" class="qowt-stl-berschrift2" style="text-align: justify;">Bevor wir zum eigentlichen Inhalt dieses Blogs kommen möchte ich mich kurz und knapp vorstellen.</p>
<p id="E112" style="text-align: justify;"><span id="E116">Mein Name ist Simon Goedecke und dem ein oder anderen hier vielleicht aus dem </span><span id="E118">Edubily</span><span id="E120">&#8211;</span><span id="E121">Forum oder von </span><span id="E123">Aesir</span><span id="E125">-Sports unter dem </span><span id="E127">Nickname</span><span id="E129"> „</span><span id="E131">Simme</span><span id="E133">“ bekannt. <strong>Ich studiere derzeit im Master </strong></span><strong><span id="E135">of</span><span id="E137"> </span><span id="E139">Molecular</span></strong><span id="E141"><strong> Nutrition</strong>, meinen Bachelor hingegen habe ich in Ökotrophologie gemacht. </span></p>
<p id="E142" style="text-align: justify;"><span id="E143">Im heutigen Artikel möchte ich <strong>Auszüge aus meiner Bachelorarbeit vorstellen</strong>, da das Thema im Moment sehr präsent ist und vielleicht den ein oder anderen interessieren könnte. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="E143"><strong>Die komplette Arbeit handelte von einem konkreten probiotischen Produkt, welches an meiner damaligen Hochschule entwickelt wurde und dem Einfluss dessen auf chronisch entzündliche Darmerkrankungen und das Reizdarmsymdrom</strong>. Hier soll es allerdings ein wenig allgemeiner um den Einfluss der </span><span id="E145">Mikrobiota</span><span id="E147"> und probiotischen Präparaten auf das Reizdarmsymdrom gehen.</span></p>
<h2 id="E148" class="qowt-stl-berschrift3" style="text-align: justify;"><span id="E149">Die Darmflora</span></h2>
<p id="E151" style="text-align: justify;"><span id="E152">Der Darm stellt das wichtigste Organ zur menschlichen Immunabwehr dar und steht in ständiger Wechselwirkung mit über 1000 verschiedenen Bakterienstämmen. Die Anzahl der bakteriellen Zellen im </span><span id="E154">Gastrointestinaltrakt</span><span id="E156"> des Menschen ist mit ca. 10</span><span id="E157"> </span><span id="E158">Billionen</span><span id="E159"> </span><span id="E160">Zellen</span><span id="E161"> </span><span id="E162">etwa um das Zehnfache höher als die Anzahl von Humanzellen im gesamten Organismus. Die Darmflora macht dabei ein Gewicht von ca. 1-2 kg aus und bildet bis zu 60 % des Stuhls.</span><span id="E163"> </span></p>
<p id="E164" style="text-align: justify;"><span id="E165"><strong>Die bakterielle Flora besitzt eine eigene metabolische Aktivität und geht enge Wechselwirkungen mit seinem Wirt ein</strong>. Man kann hier von einem <strong>symbiotischen Verhältnis</strong> sprechen. Die qualitative und quantitative Zusammensetzung der menschlichen Darmflora ist relativ stabil, jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich. <strong>Ein gestörtes Verhältnis zwischen Flora und Wirt kann demnach verschiedene Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen haben</strong>. In der modernen Medizin wird eine Anomalie der bakteriellen Darmbesiedlung mit der Entstehung zahlreicher Erkrankungen in Verbindung gebracht. </span></p>
<p id="E166" style="text-align: justify;"><span id="E167">Die Zusammensetzung der menschlichen Darmflora ist extrem individuell und in Teilen so individuell wie der menschliche Fingerabdruck. Die metabolische Aktivität der </span><span id="E169">Intestinalflora</span><span id="E171"> ist in etwa so hoch wie die der Leber und kann somit den Gesamtorganismus wesentlich beeinflussen. Die höchste Besiedlung mit Mikroorganismen findet man im </span><span id="E172">Dickdarm</span><span id="E173">, wohingegen andere Verdauungsabschnitte vergleichsweise dünn besiedelt sind. Beim gesunden Menschen besteht die Darmflora zum größten Teil aus gesundheitsfördernden Mikroorganismen, zum Teil aber auch aus pathogenen Keimen. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span id="E173">Die Mikroorganismen sorgen dabei für die Entwicklung und den Erhalt eines funktionierenden Immunsystems und Aufrechterhaltung der </span><span id="E175">Barrierefunktion</span></strong><span id="E177"><strong>.</strong> Des Weiteren sorgt die gesunde Darmflora für <strong>eine Konkurrenz gegenüber Pathogenen und verdrängt sie, indem sie antimikrobielle Toxine, sowie organische Säuren zur Senkung des pH-Wertes bildet.</strong> Die Darmflora kann ebenfalls die Wirtszellen zur Produktion von Defensinen anregen und die Induktion von </span><em><span id="E179">Tight</span><span id="E181"> </span><span id="E183">Junctions</span></em><span id="E185"> hervorrufen, wodurch der Durchtritt größerer Partikel durch die Darmschleimhaut verhindert wird. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="E185"><strong>Des Weiteren sorgen sie für die Produktion kurzkettiger Fettsäuren aus Ballaststoffen, die ins Colon gelangen</strong>. Diese kurzkettigen Fettsäuren stimulieren das Wachstum und Differenzierung der Darmzellen und unterstützen deren Funktion und die Darmmobilität.</span><span id="E186"> </span><span id="E187"></span><span id="E189"></span><span id="E191"></span><span id="E194">(Bischoff und </span><span id="E196">Köchling</span><span id="E198"> 2012)</span><span id="E200"></span></p>
<h2 id="E202" class="qowt-stl-berschrift3" style="text-align: justify;"><span id="E203">Das </span><span id="E206">Reizdarmsyndrom</span></h2>
<p id="E209" style="text-align: justify;"><span id="E210">Das Reizdarmsymdrom (IBS – </span><em><span id="E212">inflammatory</span><span id="E214"> </span><span id="E216">bowel</span><span id="E218"> </span><span id="E220">syndrome</span></em><span id="E222">) zeigt sich durch eine veränderte Stuhlfrequenz mit einhergehenden Schmer</span><span id="E223">zen im Bauchbereich, wobei die U</span><span id="E224">rsachen der Beschwerden durch klinische Routinediagnostik nicht nachweisbar sind</span><span id="E225"> </span><span id="E226"></span><span id="E228"></span><span id="E230"></span><span id="E233">(Layer et al. 2011)</span><span id="E235"></span><span id="E237">. </span><span id="E238">Die Diagnosekriterien haben sich in der Vergangenheit immer etwas verändert. Aktuell werden allerdings die S3-Leitlinien verwendet, die da lauten:</span></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li id="E239" class="qowt-li-1_0 qowt-list"><span id="E240">Länger als 3 Monate anhaltende Darmbeschwerden, wie Blähungen und Bauchschmerzen mit Veränderungen des Stuhlganges.</span></li>
<li id="E241" class="qowt-li-1_0 qowt-list"><span id="E242">Die Beschwerden sind so erheblich, dass der Patient selbstständig einen Arzt aufsucht</span></li>
<li id="E243" class="qowt-li-1_0 qowt-list"><span id="E244">Keine weiteren Veränderungen, die auf das Vorhandensein anderer gastrointestinalen Erkrankungen schließen lässt.</span></li>
</ul>
<p id="E245" style="text-align: justify;"><span id="E246">Man unterscheidet in </span><span id="E247">je nach Art der Beschwerden in </span><span id="E248">3 Subtypen</span><span id="E249">, dem </span><span id="E251">diarrhödominaten</span><span id="E253"> Typen (IBS-D), dem </span><span id="E255">obstipationsdominatnen</span><span id="E257"> Typen (IBS-C) und dem Mischtypen aus beiden ersteren (IBS-M). </span><span id="E258"></span><span id="E260"></span><span id="E262"></span><span id="E265">(Vgl. T. </span><span id="E267">Frieling</span><span id="E269">, </span><span id="E271">Schemann</span><span id="E273"> 2014)</span><span id="E275"></span></p>
<p id="E277" style="text-align: justify;"><span id="E278">Oft treten auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten diverser Natur auf, wobei jedoch keine immunologischen Ursachen zu finden sind. Daher wird von vielen Patienten eine Eliminationsdiät gegen die jeweiligen Nahrungsmittel eingehalten, was zu sozialer Isolation führen kann. Außerdem kann die Angst vor einer chronischen Erkrankung zusätzlich zu Depressionen führen. <span id="E286">(</span><span id="E288">Kruis</span><span id="E290"> 2001)</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="E296">D</span><span id="E297">as Problem dabei ist, dass der Darm und das Gehirn eng miteinander verknüpft sind. Patienten mit Reizdarmsymdrom leiden oftmals auch an psychischen Störungen, die auch im Verdacht stehen ein auslösender Faktor für die Erkrankung zu sein. </span><span id="E298"></span><span id="E300"></span><span id="E302"></span><span id="E305">(Layer et al. 2011)</span><span id="E307"></span><br id="E310" data-line-break="true" /><span id="E311">Daraus kann sich dann ein Teufelskreis ergeben. Psychischer Stress verstärkt den </span><span id="E313">Reizdarm</span><span id="E315"> und der </span><span id="E317">Reizdarm</span><span id="E319"> verstärkt den psychischen Stress. </span></p>
<p id="E320" style="text-align: justify;"><span id="E321">Für die Entstehung des Reizdarmsymdroms spielen allerdings verschiedene Mechanismen eine Rolle, wobei der genaue Zusammenhang in vielen Fällen noch nicht hinreichend aufgeklärt ist. Oftmals besteht einer erhöhte Zahl an immunologisch aktiven Zellen, die zu einer </span><span id="E323">geringradigen</span><span id="E325"> Entzündung führen. <strong>Eine weitere Möglichkeit wäre eine Störung der </strong></span><strong><span id="E327">Barrierefunktion</span><span id="E329"> der </span><span id="E331">Darmepitelien</span><span id="E333">, die im Normalfall vor dem Eindringen von unerwünschten Bakterien und Pathogenen schützt. </span></strong><span id="E334"></span><span id="E336"></span><span id="E338"></span><span id="E341">(Layer et al. 2011)</span><span id="E343"></span></p>
<p id="E345" style="text-align: justify;"><span id="E346">Am häufigsten Tritt die Krankheit jedoch nach einer bakteriellen Enteritis auf. Es wurde festgestellt, dass dadurch das Risiko für einen </span><span id="E348">Reizdarm</span><span id="E350"> um das 8-10fache steigt. Hierbei spielen allerdings auch die Eigenschaften des Erregers, sowie Schwere und Dauer der Enteritis eine entscheidende Rolle. </span><span id="E351"></span><span id="E353"></span><span id="E355"></span><span id="E358">(Layer et al. 2011)</span><span id="E360"></span></p>
<p id="E362" style="text-align: justify;"><span id="E363">Es gibt viele mögliche Ursachen für ein Reizdarmsymdrom und das Zusammenspiel ist noch nicht genau geklärt, da auch die Symptomatik nicht wirklich einheitlich ist. <strong>Was alle Patienten mit dieser Erkrankung allerdings gemeinsam haben ist eine </strong></span><strong><span id="E365">qualitativ</span><span id="E367"> und quantitativ veränderte Darmflora gegenüber gesunden Personen. Oftmals besteht eine höhere Dichte an </span><span id="E369">Proteobacterium</span><span id="E371"> </span><span id="E373">Firmicutes</span><span id="E375">, dafür weniger </span><span id="E377">Bifidobakterien</span><span id="E379">, </span><span id="E381">Acidobacter</span><span id="E383"> und </span><span id="E385">Bacteriodes</span><span id="E387">. </span></strong><span id="E388"></span><span id="E390"></span><span id="E392"></span><span id="E395">(Prof. Dr. T. </span><span id="E397">Frieling</span><span id="E399">, Prof. Dr. M. </span><span id="E401">Schemann</span><span id="E403"> 2014)</span><span id="E405"></span></p>
<p id="E407" style="text-align: justify;"><span id="E408">Ist die natürliche Darmflora gestört, kann es zur Überwucherung und Einflussname von Krankheitserregern kommen. </span><span id="E410">Gärungs- und Fäulnisbakterien Darmkeime sorgen somit auch für das erhöhte Aufkommen von Flatulenzen, Durchfallerreger lösen Diarrhö aus. In einer normalen Darmflora produzieren die Darmkeime kurzkettige Fettsäuren, die der Darmmukosa als Nährstoff dienen. Die veränderte Ausscheidungsrate von diesen Fettsäuren bei Reizdarmpatienten deutet auf eine veränderte Darmbesiedlung und eine mögliche Unterversorgung der </span><span id="E412">Dickdarmmukosa</span><span id="E414"> hin.</span><span id="E415"> </span><span id="E416"></span><span id="E418"></span><span id="E420"></span><span id="E423">(Alfred-</span><span id="E425">Nissle</span><span id="E427">-Gesellschaft)</span><span id="E429"></span></p>
<p id="E431" style="text-align: justify;"><span id="E432">In wie weit die Veränderte Darmflora jedoch die Ursache oder Folge eines Reizdarmsymdrom ist, ist noch nicht ganz klar. </span><span id="E433">Für einen Zusammenhang sprechen aber Beobachtungen, dass die Wahrscheinlichkeit eines Reizdarmsymdroms nach einer Behandlung mit Antibiotika zunimmt.</span><span id="E434"> </span><span id="E435"></span><span id="E437"></span><span id="E439"></span><span id="E442">(Layer et al. 2011)</span><span id="E444"></span></p>
<h2 id="E446" class="qowt-stl-berschrift3" style="text-align: justify;"><span id="E447">Wie können Probiotika helfen?</span></h2>
<p id="E449" style="text-align: justify;"><span id="E450">Untersuchungen haben gezeigt, dass verschiedene Präparationen von probiotischen Kulturen, wie </span><span id="E452">Saccharomyces</span><span id="E454">, </span><span id="E456">Lactobacillen</span><span id="E458">, </span><span id="E460">Bifidobakterien</span><span id="E462"> und Escherichia coli Stämme wie </span><span id="E464">E.coli</span><span id="E466"> </span><span id="E468">Nissle</span><span id="E470"> 1917, verschiedene Effekte auf die Veränderung der menschlichen Darmflora nehmen können. Veränderungen zeigten sich in der Produktion von Metaboliten, wie Gasen und Fettsäuren, der Stärkung der intestinalen </span><span id="E472">Barrierefunktion</span><span id="E474">, sowie die</span><span id="E475"> Beeinflussung des Immunsystems. </span><span id="E476"></span><span id="E478"></span><span id="E480"></span><span id="E483">(Layer et al. 2011)</span><span id="E485"></span></p>
<p id="E487" style="text-align: justify;"><span id="E488">In einer Doppelblindstudie wurde der Einfluss eines probiotischen Escherichia coli (</span><span id="E490">E.coli</span><span id="E492"> </span><span id="E494">Nissle</span><span id="E496"> 1917) Präparates auf Patienten mit chronischer Obstipation untersucht.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="E499">Bereits nach 4 Wochen erreichte die </span><span id="E501">E.coli</span><span id="E503"> Gruppe einen Durchschnitt von 4,9 Stuhlgängen pro Woche</span><span id="E504">, was schon fast mehr ist als bei manchen gesunden Personen.</span><span id="E505"> Die Placebogruppe erreichte nur 2,6 Stuhlgänge pro Woche. Nach 8 Wochen der Einnahme wiesen die Probanden, die mit dem Probiotikum behandelt wurden, eine völlig normale Stuhlfrequenz von 6 Stuhlgängen pro Woche auf. Die Placebogruppe </span><span id="E506">hatte</span><span id="E507"> nach 8 Wochen im Schnitt 1,9 Stuhlgänge pro Woche und erreichte damit keine signifikante Verbesserung der Stuhlfrequenz.</span><span id="E508"> </span><span id="E509"></span><span id="E511"></span><span id="E513"></span><span id="E516">(</span><span id="E518">Möllenbrink</span><span id="E520"> und </span><span id="E522">Bruckschen</span><span id="E524"> 1994)</span><span id="E526"></span></p>
<p id="E528" style="text-align: justify;"><span id="E529">Eine Pilotstudie an Patienten mit chronischer Diarrhö untersuchte den Einfluss gefriergetrockneter </span><span id="E531">Lactobacilli</span><span id="E533"> </span><span id="E535">acidophilus</span><span id="E537"> (</span><span id="E539">Lactocol</span><span id="E541">®</span><span id="E542">) auf die Stuhlfrequenz sowie abdomineller Beschwerden und Blähungen. 24 Patienten, die unter Diarrhö ohne organische Ursachen litten, wurden über 4 Wochen mit inaktivierten </span><span id="E544">Lactobazillen</span><span id="E546"> behandelt. Die Dosis lag bei 2 Gaben je 10&#215;10</span><span id="E547">9</span><span id="E548"> KBE. Nach einer Woche reduzierte sich die Stuhlfrequenz von 2,5±1,3 auf 1,9±0,9</span><span id="E549"> am Tag</span><span id="E550">. </span><br id="E552" data-line-break="true" /><span id="E553">Die abdominellen Schmerzen und Blähungen nahmen tendenziell ab. Die Effekte hielten über den gesamten Zeitraum von 4 Wochen an.</span><span id="E554"> </span><span id="E555"></span><span id="E557"></span><span id="E559"></span><span id="E562">(Keller et al. 2010)</span><span id="E564"></span></p>
<p id="E566" style="text-align: justify;"><span id="E567">In einer </span><span id="E568">aktuelleren Arbeit</span><span id="E569"> wurde der Einfluss eines Mischpräparates auf Patienten mit Reizdarmsyndrom des </span><span id="E571">darrhödominanten</span><span id="E573"> Typs untersucht. Verwendet wurden zwei Stämme der </span><span id="E575">Lac</span><span id="E576">tobacillus</span><span id="E578"> </span><span id="E580">plantarum</span><span id="E582"> </span><span id="E583">(CECT7484 und CECT7485) sowie ein Stamm der </span><span id="E585">Pediococcus</span><span id="E587"> </span><span id="E589">acidilactici</span><span id="E591"> (CECT7483) im Verhältnis 1:1:1. Die 81 Probanden wurden in 3 Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe erhielt eine hohe Dosis (1-3 × 10 </span><span id="E592">10</span><span id="E593"> KBE/Kapsel), die zweite Gruppe erhielt eine geringere Dosis (3-6 × 10</span><span id="E594">9</span><span id="E595"> KBE/Kapsel) und die dritte Gruppe erhielt ein Placebo. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="E598">In allen Gruppen zeigte sich eine Verbesserung der Lebensqualität, jedoch war dieser Effekt in den </span><span id="E600">Probiotikagruppen</span><span id="E602"> wesentlich ausgeprägter</span><span id="E603">. </span><span id="E604">Das abdominelle Unwohlsein, gemessen über VSI </span><span id="E605">verbesserte sich ebenfalls bei den Gruppen mit hoher, bzw. geringerer Dosis, wohingegen die Placebogruppe </span><span id="E607">nur </span><span id="E608">eine </span><span id="E609">minimale </span><span id="E610">Verbesserung erreichte. Die Intensität der Symptome veränderte sich nicht signifikant zwischen den Gruppen.</span><span id="E611"> </span><span id="E612"></span><span id="E614"></span><span id="E616"></span><span id="E619">(Lorenzo-Zúñiga et al. 2014)</span><span id="E621"></span></p>
<p id="E623" style="text-align: justify;"><span id="E624">Eine </span><span id="E625">iranische Untersuchung</span><span id="E626"> untersuchte ebenfalls erst kürzlich den Einfluss eines Mischpräparates (Probio-</span><span id="E628">Tec</span><span id="E630">® Quatro-cap-4), bestehend aus </span><span id="E632">Bifidobacterium</span><span id="E634"> </span><span id="E636">animalis</span><span id="E638"> </span><span id="E640">subsp</span><span id="E642">. lactisBB-12®, </span><span id="E644">Lactobacillus</span><span id="E646"> </span><span id="E648">acidophilus</span><span id="E650"> LA-5®, </span><span id="E652">Lactobacillus</span><span id="E654"> </span><span id="E656">delbrueckii</span><span id="E658"> </span><span id="E660">subsp</span><span id="E662">. </span><span id="E664">bulgaricus</span><span id="E666"> LBY-27 und </span><span id="E668">Streptococcus</span><span id="E670"> </span><span id="E672">thermophilus</span><span id="E674"> STY-31, auf Patienten mit Reizdarmsymdrom nach Rom-III-Kriterien. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="E674">Die Patienten bekamen entweder das Probiotikum mit mindestens 1&#215;10</span><span id="E675">9</span><span id="E676"> KBE/Kapsel zweimal täglich oder ein Placebo. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="E676">Der Untersuchungszeitraum betrug 4 Wochen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="E679">Nach der Hälfte der Zeit hatten 10 Personen die Untersuchung mangels Befriedigung verlassen, 3 (5 %) davon aus der </span><span id="E681">Probiotikagruppe</span><span id="E683"> und 7 (13 %) aus der Placebogruppe. </span><span id="E684">Iraner scheinen eine geringe Complience aufzuweisen. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="E685">Nach 4 Wochen der Behandlung berichteten 85 % der Patienten der </span><span id="E687">Probiotikagruppe</span><span id="E689"> eine Besserung der Symptome, wohingegen 47 % der Placebogruppe eine Verbesserung beschrieb.</span><span id="E690"> </span><span id="E691"></span><span id="E693"></span><span id="E695"></span><span id="E698">(Jafari et al. 2014)</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="E705">Die Ergebnisse des VAS Auswertung zeigten sich im Durchschnitt wie folgt: </span></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2015/05/Screenshot-2015-05-14-at-15.39.23.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-3273 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2015/05/Screenshot-2015-05-14-at-15.39.23.png" alt="Screenshot 2015-05-14 at 15.39.23" width="648" height="263" /></a></p>
<p id="E706" style="text-align: justify;"><span id="E800">Gerade aus den letzten beiden zitierten Untersuchungen zeigt sich, dass die Psyche einen wesentlichen Stellenwert beim Reizdarmsyndrom einnimmt. Die Ergebnisse der </span><span id="E802">Placebogruppen</span><span id="E804"> sind beide Male als signifikant positiv zu bewerten auch wenn der Effekt geringer ausfällt als der der </span><span id="E806">Probiotikagruppen</span><span id="E808">.</span></p>
<p id="E809" style="text-align: justify;"><span id="E810"><strong>Letztendlich ist die Datenlage zur Wirksamkeit probiotischer Präparate auf das Reizdarmsyndrom jedoch so überzeugend</strong>, dass die Empfehlung zur Anwendung bereits</span><span id="E811"> Einzug</span><span id="E812"> in die aktuellen deutschen Leitlinien </span><span id="E813">zur Behandlung eines Reizdarmsymdroms </span><span id="E814">gefunden hat.</span><span id="E815"></span></p>
<p id="E817" style="text-align: justify;"><span id="E818">Letztlich noch zu meiner eigenen „Mini-Studie“, die ich im Rahmen meiner Arbeit anhand des eingangs erwähnten Produktes durchgeführt habe. Meine damalige Hochschule arbeitet mit einem sehr versierten Proktologen zusammen, der das Produkt seinen Patienten mit </span><span id="E820">Reizdarm</span><span id="E822"> und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen empfiehlt. Ich sage bewusst „empfiehlt“, da es als Nahrungsmittel zugelassen ist und daher nicht verschrieben werden kann. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="E822">Und ganz billig ist der </span>Spaß auch nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe also jene Patienten mittels Fragebogen zu Ihrer Erkrankung und Ihren Erfahrungen mit dem Produkt befragt. Dabei kam heraus, dass<span id="E823"> 80 % der Befragten mit </span><span id="E824">Reizdarmsymdrom eine Minderung der Beschwerden erfahren hat. Auf einer Skala von 1-5, wobei 5 die vollkommene Beschwerdefreiheit darstellt, gaben 50 % eine 3 an und jeweils 25 % eine 1 oder 5. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="E824">Wie diese schönen runden Zahlen zu Stande kommen? Nun, leider hatte ich nur 6 auswertbare Fragebögen von Patienten mit dieser Erkrankung, wovon ein Patient aufgrund der zu geringen Einnahmezeit noch keine Aussage treffen konnte. Daher erwähne ich diese Ergebnisse auch nur am Rande.</span></p>
<p id="E826" style="text-align: justify;"><span id="E827">Trotzdem noch eine kleine Anekdote, bevor wir zum Schluss kommen. Aufgrund der Ergebnisse meiner Arbeit, besorgte sich die unter einem </span><span id="E829">Reizdarm</span><span id="E831"> mit unzähligen einhergehenden Unverträglichkeiten leidende Frau meines Vaters</span><span id="E832">,</span><span id="E833"> das Produkt und bereits nach einer Kur (6 Tage) besserten sich die Symptome deutlich und nach der zweiten Kur waren sämtliche Unverträglichkeiten verschwunden. </span></p>
<p id="E834" style="text-align: justify;"><span id="E835">Ach übrigens, falls es jemanden interessieren sollte, bei dem Produkt handelt es sich um Power-Aronia der Firma </span><span id="E837">Klecs</span><span id="E839"> und ist eines der wenigen milch- und hefefreien Produkte auf dem Markt. Die genaue Zusammensetzung der Bakterienstämme haben sie aber selbst mir nicht verraten.</span><span id="E840"> Das wäre natürlich hoch interessant gewesen.</span><span id="E841"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span id="E842">Probiotika können also durchaus zu einer deutlichen Verbesserung der Symptomatik </span><span id="E844">Reizdarm</span><span id="E846"> beitragen. Wichtig ist dabei aber auch ein positiver </span><span id="E848">Mindset</span><span id="E850">, denn Die Erkrankung wird stark von der Psyche beeinflusst.</span></strong></p>
<p id="E851" style="text-align: justify;"><span id="E852">Das Thema Darmflora und Probiotika sind im Moment nicht nur in der Wissenschaft eines der Top-Themen und ich denke, dass wir da in nächster Zeit noch einiges Neues zu hören werden.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="E855">Und wer weiß, vielleicht bekomme ich ja mein Wunschthema für meine Masterarbeit über die </span><span id="E857">Mikrobiota</span><span id="E859"> ;-)</span></p>
<p id="E863" class="qowt-stl-CitaviBibliographyHeading" style="text-align: justify;"><span id="E864"></span><span id="E866"></span><span id="E868"></span><strong><span id="E872">Literaturverzeichnis</span></strong></p>
<p id="E873" class="qowt-stl-CitaviBibliographyEntry" style="text-align: justify;"><span id="E874">Alfred-</span><span id="E876">Nissle</span><span id="E878">-Gesellschaft: Patienteninformation Darmflora und Reizdarmsymdrom.</span></p>
<p id="E879" class="qowt-stl-CitaviBibliographyEntry" style="text-align: justify;"><span id="E880">Bischoff, S.; </span><span id="E882">Köchling</span><span id="E884">, K. (2012): Pro- und Präbiotika. In: </span><span id="E886">Aktuel</span><span id="E888"> </span><span id="E890">Ernahrungsmed</span><span id="E892"> </span><span id="E893">37 (05), S. 287–306. DOI: 10.1055/s-0032-1305309.</span></p>
<p id="E894" class="qowt-stl-CitaviBibliographyEntry" style="text-align: justify;"><span id="E895">Jafari, Elham; </span><span id="E897">Vahedi</span><span id="E899">, </span><span id="E901">Homayoon</span><span id="E903">; </span><span id="E905">Merat</span><span id="E907">, Shahin; </span><span id="E909">Momtahen</span><span id="E911">, </span><span id="E913">Shabnam</span><span id="E915">; </span><span id="E917">Riahi</span><span id="E919">, Aina (2014): </span><span id="E921">Therapeutic</span><span id="E923"> </span><span id="E925">effects</span><span id="E927">, </span><span id="E929">tolerability</span><span id="E931"> </span><span id="E933">and</span><span id="E935"> </span><span id="E937">safety</span><span id="E939"> </span><span id="E941">of</span><span id="E943"> a multi-</span><span id="E945">strain</span><span id="E947"> </span><span id="E949">probiotic</span><span id="E951"> in </span><span id="E953">Iranian</span><span id="E955"> </span><span id="E957">adults</span><span id="E959"> </span><span id="E961">with</span><span id="E963"> irritable </span><span id="E965">bowel</span><span id="E967"> </span><span id="E969">syndrome</span><span id="E971"> </span><span id="E973">and</span><span id="E975"> </span><span id="E977">bloating</span><span id="E979">. In: </span><span id="E980">Archives </span><span id="E982">of</span><span id="E984"> </span><span id="E986">Iranian</span><span id="E988"> </span><span id="E990">medicine</span><span id="E992"> </span><span id="E993">17 (7), S. 466–470.</span></p>
<p id="E994" class="qowt-stl-CitaviBibliographyEntry" style="text-align: justify;"><span id="E995">Keller, J.; Layer, P.; Andresen, V. (2010): </span><span id="E997">Lacteol</span><span id="E999">® bei funktioneller chronischer Diarrhoe beim Erwachsenen – Ergebnisse einer Pilotstudie. In: </span><span id="E1000">Z </span><span id="E1002">Gastroenterol</span><span id="E1004"> </span><span id="E1005">48 (08). DOI: 10.1055/s-0030-1263711.</span></p>
<p id="E1006" class="qowt-stl-CitaviBibliographyEntry" style="text-align: justify;"><span id="E1008">Kruis</span><span id="E1010">, Wolfgang (2001): Kurzleitfaden Reizdarmsyndrom. Stuttgart: Thieme.</span></p>
<p id="E1011" class="qowt-stl-CitaviBibliographyEntry" style="text-align: justify;"><span id="E1012">Layer, Peter; Keller, Jutta; </span><span id="E1014">Bünger</span><span id="E1016">, Lydia (2011): Das Reizdarmsyndrom. Pathogenese, Diagnostik und Therapie. 3. Aufl. Bremen [u.a.]: UNI-MED (UNI-MED Science).</span></p>
<p id="E1017" class="qowt-stl-CitaviBibliographyEntry" style="text-align: justify;"><span id="E1018">Lorenzo-Zúñiga, Vicente; </span><span id="E1020">Llop</span><span id="E1022">, Elba; Suárez, Cristina; Alvarez, Beatriz; Abreu, Luis; </span><span id="E1024">Espadaler</span><span id="E1026">, Jordi; Serra, Jordi (2014): I.31, a </span><span id="E1028">new</span><span id="E1030"> </span><span id="E1032">combination</span><span id="E1034"> </span><span id="E1036">of</span><span id="E1038"> </span><span id="E1040">probiotics</span><span id="E1042">, </span><span id="E1044">improves</span><span id="E1046"> irritable </span><span id="E1048">bowel</span><span id="E1050"> </span><span id="E1052">syndrome-related</span><span id="E1054"> </span><span id="E1056">quality</span><span id="E1059"> </span><span id="E1061">of</span><span id="E1063"> </span><span id="E1065">life</span><span id="E1067">. In: </span><span id="E1068">World </span><span id="E1070">journal</span><span id="E1072"> </span><span id="E1074">of</span><span id="E1076"> </span><span id="E1079">gastroenterology</span><span id="E1081"> :</span><span id="E1083"> WJG </span><span id="E1084">20 (26), S. 8709–8716. DOI: 10.3748/wjg.v20.i26.8709.</span></p>
<p id="E1085" class="qowt-stl-CitaviBibliographyEntry" style="text-align: justify;"><span id="E1087">Möllenbrink</span><span id="E1089">, M.; </span><span id="E1091">Bruckschen</span><span id="E1093">, E. (1994): Behandlung der chronischen Obstipation mit physiologischen Escherichia-coli-Bakterien. Ergebnisse einer klinischen Studie zur Wirksamkeit und Verträglichkeit der mikrobiologischen Therapie mit dem E.-coli-Stamm </span><span id="E1095">Nissle</span><span id="E1097"> 1917 (</span><span id="E1099">Mutaflor</span><span id="E1101">). In: </span><span id="E1102">Medizinische Klinik (</span><span id="E1104">Munich</span><span id="E1106">, Germany : 1983) </span><span id="E1107">89 (11), S. 587–593.</span></p>
<p id="E1108" class="qowt-stl-CitaviBibliographyEntry" style="text-align: justify;"><span id="E1109">Prof. Dr. T. </span><span id="E1111">Frieling</span><span id="E1113">, Prof. Dr. M. </span><span id="E1115">Schemann</span><span id="E1117"> (2014): Reizdarmsyndrom – Epidemiologie und Pathophysiologie. In: </span><span id="E1119">Coloproctology</span><span id="E1121"> </span><span id="E1122">(3), S. 181–189. DOI: 10.1007/s00053-014-0435-z.</span></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/dextrin/reizdarm-darmbakterien/">Vom Reizdarm und den Darmbakterien</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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