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	<title>Mineralstoffe - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
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	<title>Mineralstoffe - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<item>
		<title>Einfacher Trick gegen Insulinresistenz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 11:47:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Longevity]]></category>
		<category><![CDATA[Magnesium]]></category>
		<category><![CDATA[Mineralstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alte Studien sind die besten Studien. Das wiederhole ich gerne. Damals hatte man offenbar nicht den Drang, alles professoral zu verklausulieren. Damals wollte man einfach wissen. Daher waren die Experimente simpel und erstaunlich aussagekräftig. Insulin [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Alte Studien sind die besten Studien. Das wiederhole ich gerne.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Damals hatte man offenbar nicht den Drang, alles professoral zu verklausulieren. Damals wollte man einfach <em>wissen</em>. Daher waren die Experimente simpel und erstaunlich aussagekräftig.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Insulin braucht man schon</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Nun geht es um Insulinresistenz. Heißt: Insulin wirkt nicht mehr gut an den Zielzellen, in erster Linie am Muskel. Dieser relative Insulinmangel an den Geweben macht krank.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Denn Insulin wirkt in richtigen Dosen <strong>wie Balsam für unsere Zellen</strong>. Außerdem brauchen wir Insulin, damit der Zucker, den wir essen, auch dort ankommt, wo er umgesetzt wird – also im Muskel (oder im Gehirn&#8230;).</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Insulinresistenz heißt daher immer: stoffwechselkrank und zu hoher Blutzucker.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">1&#215;1 gegen Insulinresistenz</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Viele Wege führen nach Rom. Bei Insulinresistenz kannst du &#8230;</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">deinen Arsch bewegen (mehr Sport machen)</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">mehr Fett verbrennen (zu viel Fett in den Geweben macht insulinresistent!)</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">mehr Ballaststoffe konsumieren (die vom Mikrobiom gebildeten Metabolite schützen)</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">weniger raffinierte Kohlenhydrate reinstopfen (kannst du in dem Zustand eh nicht gebrauchen)</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">vor allem auf den Vitamin-D-Spiegel achten</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Über eine weitere elegante Möglichkeit wurde <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15223977/">2004 publiziert</a>. Da sind wir wieder beim Thema alte Studien. Wir sprechen von einer hochwertigen klinischen Studien am Menschen&#8230;</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Mehr Magnesium, weniger Insulinresistenz</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Es war, wie gesagt, einfach.</span></p>
<ol>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Drei Monate</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">60 Menschen mit Insulinresistenz und</span><span style="font-family: proxima-nova;"> Magnesiummangel (Serum ≤0,74 mmol/l)</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Entweder 300 mg Magnesium oder Placebo</span></li>
</ol>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das Resultat kann sich sehen lassen: Der im Schnitt sehr niedrige Mg-Wert (0,6 mmol/l) stieg in gute Bereiche an (&gt;0,8 mmol) – der Blutzucker fiel <strong>um mehr als 10 %</strong>, das Insulin <strong>um mehr als 30 %</strong> und die Insulinresistenz <strong>halbierte sich nahezu</strong>.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Nur mit Magnesium. In einer wohlgemerkt sehr magnesiumverarmten Population mit Insulinresistenz.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Ohne Magnesium, wenig Insulinwirkung</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Aber &#8230; wer bist du? Kannst du dir einen Magnesiummangel erlauben?</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Wenn Insulin an den Zellen bindet, wird das Signal in der Zelle weitergegeben. Ohne diese Signalkaskade kann Insulin logischerweise nicht wirken. <strong>Magnesium wird zwingend für diesen &#8222;biochemischen Staffellauf&#8220; gebraucht. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3898748/">größeren amerikanischen Kohortenstudien</a> zeigt sich: Je höher die Magnesiumzufuhr, umso niedriger ist das Risiko für die Fehlsteuerung des Blutzuckers. </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Der einfachste Weg nach Rom</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Vielleicht der einfachste Weg nach Rom. Oder?</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In unserem <strong>neuen Buch</strong> heißt es zur Versorgungslage:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Im Allgemeinen nimmt ein Viertel der Deutschen zu wenig Magnesium zu sich.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Noch höher ist der Anteil in verschiedenen Personengruppen wie älteren Menschen (33 %), Sportlern (&gt;50 %), Schwangeren (&gt;72 %) und kritisch Kranken (bis 65 %).</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Neues Buch? Habe ich da richtig gehört?</span></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/mineralstoffe/einfacher-trick-gegen-insulinresistenz/">Einfacher Trick gegen Insulinresistenz</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Warum wir immer ein Multi empfehlen</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/mineralstoffe/warum-wir-immer-ein-multi-empfehlen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Feb 2021 10:47:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mineralstoffe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Newsletter vom 23.01.2021 Was viele, speziell die neueren Newsletter-Leser nicht wissen: Wir starteten unser Projekt im März 2014 nicht, weil wir eine Supplement-Marke werden wollten. Es war eher ein Projekt der Leidenschaft – damals waren &#8222;Blogs&#8220; [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Newsletter vom 23.01.2021</strong></em></p>
<p>Was viele, speziell die neueren Newsletter-Leser nicht wissen: Wir starteten unser Projekt im März 2014 <em>nicht</em>, weil wir eine Supplement-Marke werden wollten. Es war eher ein Projekt der Leidenschaft – damals waren &#8222;Blogs&#8220; noch echte Text-Blogs, Online-Tagebücher.</p>
<p>Und die Leidenschaft war, ein tiefes Verständnis für die biochemischen Abläufe des Körpers zu bekommen. Welche Stellschrauben gibt es? Welche Möglichkeiten haben wir, unser Leben zu optimieren? Was stellt uns möglicherweise ein Bein? Muss ich mein Leben lang am Kränkeln sein und kann ich Langlebigkeit möglicherweise &#8222;selbst machen&#8220;?</p>
<p>All das waren Fragen, die uns schon seit über 10 Jahren antreiben und dann 2014 unter <em>edubily</em> den Weg ins Internet fanden. Und sie treiben uns noch heute an. Erst später kamen unsere Produkte hinzu. Auch hier gilt, dass uns die Frage nach sinnvoller Nahrungsergänzung schon lange vor edubily beschäftigt hat.</p>
<p>Unser erstes und wichtigstes Ziel war: Wie sieht das Produkt aus, das wir selbst nehmen würden? Auf dieser Basis bauten wir unsere ersten Produkte. Langjährige edubily-Leser und -Kunden wissen, dass unser erstes Produkt <em>edu_basic </em>hieß. Wir können eine kleine Neuigkeit vorweggreifen: Wir arbeiten für April an einer Geburtstagsedition.</p>
<p><strong>Besonders stolz sind wir auf <a href="https://genetisches-maximum.de/shop/das-multi/">unser Multi</a>. </strong>Momentan bieten wir V2 davon an. Eine überarbeitete V3 wird in einigen Wochen kommen. In diesem Produkt steckt unsere ganze Hingabe. Und jeder, der das Produkt eine Zeit lang nimmt, wird wissen, dass es einfach guttut. Man möchte es nicht mehr missen. Auch wir selbst nehmen es natürlich täglich.</p>
<p>Wir sind der Überzeugung, dass einfach jeder ein Multi nehmen sollte. Es muss nicht mal unseres sein. Wir möchten dir mal kurz den einen oder anderen Grund nennen, warum ein Multi sooo viel wert sein kann:</p>
<ul>
<li><strong>Es macht frei! </strong></li>
</ul>
<p>Viele Leute sind an bestimmte Lebensmittel, an bestimmte Ernährungsformen gebunden, weil wir Menschen eben nicht nur essen, weil&#8217;s schmeckt, sondern um einen Nährstoffbedarf zu decken. Der Körper ist raffiniert und holt sich, was er braucht. Und wenn das Eisen halt in der billigen Salami steckt, dann gibt&#8217;s Bock auf Aldi-Pizza. Oder so.</p>
<p>Ein Multi macht frei. Man kann eher für sich selbst entscheiden, wie genau man sich ernähren möchte. Man kann ausprobieren. Ganz ohne immer den Zwang zu haben, bestimmte Nährstoffe abdecken zu müssen. Ein Multi gibt also viel Handlungsspielraum.</p>
<ul>
<li><strong>Niemand ist perfekt. </strong></li>
</ul>
<p>Auch wenn uns das Märchen mantraartig eingetrichtert wird: Selbst die perfekteste Ernährung, selbst die größte Mühe kann die Bedürfnisse des Körpers nicht voll abdecken. Das liest sich mittlerweile wie eine Floskel, aber es ist schlicht eine Tatsache. Gründe dafür sind veränderte Ernährungsgewohnheiten (mal ein Beispiel: traditionelles Essen war reich an Vitamin A, z. B. durch Leber und Lebertran), andere Anbaubedingungen, Transportwege, Lagerung und freilich auch andere Lebensumstände von uns.</p>
<p>Das Resultat ist, dass auch dir sehr sicher ein wichtiger Nährstoff durch die Lappen geht. Es kann Vitamin-K2 sein, das deutlich stärker wirkt als K1. Es kann PQQ sein, das man insgeheim zu den Vitaminen zählt, aber gar nicht so häufig im Essen vorkommt. Es kann auch schlicht Selen sein, weil du wenig Fisch isst und unsere Böden nach wie vor selenarm sind.</p>
<p>Auch die Genetik kann den Nährstoffbedarf erhöhen. Wer bestimmte Polymorphismen im Homocystein- bzw. Methylierungskreislauf hat, der braucht ggf. aktivierte Folsäure (Methylfolat) oder höhere Mengen B12. Ein gutes Multi deckt das einfach ab. Ganz nebenbei.</p>
<ul>
<li><strong>Es hält Überraschungen bereit </strong></li>
</ul>
<p>Der letzte Punkt knüpft an die vorigen an: Das Feedback, das wir regelmäßig und oft bekommen, zeigt uns, dass der Körper es dankt, wenn man ihm alles gibt. Denn wenn das System Körper plötzlich alle Stoffe hat, greifen alle Rädchen ineinander. Plötzlich sind wir belastbarer, fühlen uns weniger gestresst, schlafen besser, regenerieren schneller oder fangen uns eben nur seltener mal einen Infekt.</p>
<p>Das sind &#8222;Kleinigkeiten&#8220;, die sich aufsummieren. Plötzlich hat man am Tag unterm Strich gefühlt 30 % mehr Energie. Das heißt dann, dass man eben doch noch Kraft hat, eher mal ins Training zu gehen, sich mit Freunden zu treffen oder sonst aktiv am Leben zu partizipieren. Und was erzeugt das? Genau, eine Aufwärtsspirale. Denn auch das wird uns wieder ein bisschen gesünder machen.</p>
<p>Urplötzlich sind wir wieder Teil vom Leben. All das nur dank einer kleinen Kapsel. Da muss man sich schon mal fragen, warum das nicht flächendeckend eingesetzt wird. Die gesellschaftlichen Folgen wären undenkbar. Leider werden die Menschen heutzutage nur noch aktiver verunsichert und den Anbietern immer stärker die Hände gebunden.</p>
<p><strong>Zeit, sich für ein Multi im Alltag zu entscheiden. </strong></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/mineralstoffe/warum-wir-immer-ein-multi-empfehlen/">Warum wir immer ein Multi empfehlen</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Ferritin-Wert: Niedriger Wert trotz viel Eisen</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/mineralstoffe/ferritin-wert-studie-eisen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Mar 2018 09:46:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mineralstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Eisen]]></category>
		<category><![CDATA[ferritin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie kommt es zu einem niedrigen Ferritin Wert? In unserem ersten Buch, dem Handbuch, haben wir uns einer gewissen Fragestellung relativ ausführlich gewidmet. Und ich hatte sinngemäß geschrieben: Sie sind kein Affe und auch kein [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie kommt es zu einem niedrigen Ferritin Wert? In unserem ersten Buch, dem <a href="http://amzn.to/2DhCQNn">Handbuch</a>, haben wir uns einer gewissen Fragestellung relativ ausführlich gewidmet. Und ich hatte sinngemäß geschrieben:</p>
<p style="text-align: center;"><em>Sie sind kein Affe und auch kein Nagetier, also ernähren Sie sich bitte auch nicht so. </em></p>
<p>Begründet hatten wir auch das etwas ausführlicher.</p>
<h2>Zwischen Theorie und Praxis der Nährstoff-Aufnahme</h2>
<p>Wir tragen unsere tolle Ernährung in irgendeinen Rechner und der spuckt uns dann eine (hoffentlich) ebenso tolle Zahl aus. Etwa: Bravo, heute hast du 25 mg Eisen zu dir genommen &#8212; damit liegst du x % über der von der DGE empfohlenen Tagesdosis. Thema abgehakt. Wir sind glücklich.</p>
<p>Tja. Wenn das immer nur so einfach wäre.</p>
<p>Wer selber mal probiert (zum Beispiel misst), der staunt. In diversen Internetforen freuen sich Menschen, wenn sie es nach jahrelanger Eiweißmast schaffen, einen &#8222;Gesamteiweißwert&#8220; von 8,0 zu erreichen. Denke ich mir: Wow, ganz großer Sport. Gibt es zwischen 7,7 und 8 einen himmelweiten Unterschied? Nie und nimmer. Egal, meine Anekdote: Ich, im Krankenhaus, nur Milch getrunken, kein Fleisch, kein Multi, nichts &#8230; und Gesamteiweiß von 8.</p>
<p>Soll heißen: Das, was man da oben reinschiebt und das, was im Körper hängen bleibt bzw. was er daraus macht &#8230; das sind mal prinzipiell zwei Paar Schuhe.</p>
<h2>Studie über Ferritin-Werte mit vegan lebenden Frauen</h2>
<p>Ein Stückchen Wahrheit finden wir in der sogenannten &#8222;German Vegan Study&#8220; von 2003. Zugegeben: etwas alt, aber dennoch interessant!</p>
<p>In der Einleitung der Studie lesen wir die klassischen Sätze &#8230;</p>
<ul>
<li>Häm-Eisen, das in Fleisch vorkommt, nimmt der Körper besser auf.</li>
<li>Vitamin C verbessert die Eisen-Aufnahme.</li>
<li>Ballaststoffe hemmen die Eisen-Aufnahme.</li>
<li>Die in Pflanzen enthaltenen Tannine bzw. Phytinsäure hemmen die Eisen-Aufnahme.</li>
</ul>
<p>Und so weiter.</p>
<h3>Was hat man bei der Studie gemacht?</h3>
<p>Die Studie untersuchte dabei explizit Frauen, insgesamt 75. 50 davon waren zwischen 19 und 50 Jahren. 25 davon waren über 50 Jahren. Diese Damen durften einmal im Spät- und einmal im Frühjahr neun Tage lange ihre Ernährung protokollieren. Freilich gab es ein paar Auflagen, etwa, dass keine Eisen-Präparate genutzt werden durften.</p>
<p>Dann hat man genau das gemacht, was wir immer tun: Die Daten in ein tolles Programm gejagt, das die &#8222;Nährstoffe kalkuliert. Was wir dann selten tun: Zusätzlich wurden die Blutwerte überprüft.</p>
<h3>Was kam bei der Studie raus?</h3>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10278 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2018/03/screenshot-web.kamihq.com-2018.03.10-19-02-36.png" alt="Studie Eisen Ferritin Frauen" width="634" height="378" /></p>
<p>Wir sehen: Die Damen lebten schon einige Jahre vegan. Natürlich alle schlank, relativ niedriger Eiweißanteil und der Kalorienanteil war mit ca. 7 MJ (= rund 1700 kcal) auch nicht sonderlich hoch. Das Interessante kommt jetzt:</p>
<ul>
<li>Lt. Nährstoffrechner nehmen die Damen <strong>20 mg Eisen</strong> auf &#8230;</li>
<li>&#8230; und rund <strong>300 mg Vitamin C</strong>.</li>
</ul>
<p>Das sind Zahlen! Der empfohlene Tagesbedarf für Eisen liegt bei 15 mg. Eine vegane Ernährung versorgt uns also, rein rechnerisch, ziemlich gut mit Eisen.</p>
<p>Doch jetzt zu den wirklichen interessanten Details:</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-10279 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2018/03/screenshot-web.kamihq.com-2018.03.10-19-07-27.png" alt="Ferrtin Transferritin" width="616" height="324" /></p>
<p>Wird allerdings im Blut gemessen, sieht das Ganze ein wenig anders aus.</p>
<ul>
<li>Im Mittel <strong>14 ng/ml Ferritin</strong> für die Damen unter 50, immerhin <strong>28 ng/ml Ferritin</strong> für Damen über 50.</li>
</ul>
<p><strong>Das sind geleerte Eisenspeicher. </strong>Ebendas zeigt sich auch an der doch sehr niedrigen Transferrin-Sättigung von ca. 17 bis 20 %. Fast 40 % der Teilnehmerinnen hatten eine zu niedrige Transferrin-Sättigung, also konkret Eisen-Mangel. Bemerkenswert ist hierbei auch, dass Frauen über 50 zwar höhere Ferritin-Werte aufweisen, allerdings auch eine niedrigere Transferrin-Sättigung. Heißt im Endeffekt: Entweder zeigt uns der Ferritin Wert hier falsch-hohe Werte (etwa bei Entzündungen etc.) oder das Eisen wird nicht ordentlich mobilisiert.</p>
<p>Nach unserer Meinung ist ein Ferritin-Wert über 80 ng/ml anzustreben. Gesunde Sportler können durchaus auch Werte bis 200 ng/ml haben.</p>
<h3>Was bedeuten die Ergebnisse?</h3>
<p>Zugegeben: Die Studie ist nicht perfekt. Das fängt bei den Fragebögen zur Ernährung an und hört damit auf, dass Blutwerte nur einmal gemessen wurden. Darüber hinaus finden wir keine Information über die Qualität der Ernährung der Studienteilnehmer.</p>
<p>Was uns allerdings sehr schön vor Augen geführt wird:</p>
<ul>
<li>Das, was wir ausrechnen und dann tun, hat oft wenig zu tun mit dem, was im Körper passiert.</li>
<li>Wie oft muss noch bewiesen werden, dass eine vegane Ernährung nicht &#8222;<a href="https://genetisches-maximum.de/vegan/vegan-kritik/">Mensch-tauglich</a>&#8220; ist?</li>
</ul>
<p>Eine Ernährung, die prinzipiell nur funktioniert, wenn viel ergänzt wird, kann keine optimale Ernährung sein. Die aberwitzige Empfehlung der Autoren: Menschen, die vegan leben, sollen sich doch bitte ein Multipräparat besorgen, das 60 mg Eisen enthält. Denn nur dann, so die Autoren, könne genug Eisen in den weiblichen Körper kommen. Rechtlich gelten diese hohen Menge nicht mehr als Nahrungsergänzung, sondern als Medikament.</p>
<p>Ein kleiner Bogen gen gelebter Realität: Soeben hat auch mein Kollege Phil seinen Ferritin-Wert bestimmen lassen. Betriebsgeheimnisse werden natürlich nicht verraten. Nur so viel: Solche Probleme gibt es bei uns eher nicht. Im Gegenteil. Dafür muss man allerdings kein Carnivore sein.</p>
<p>Da denke ich natürlich gleich weiter &#8230; schlage innerlich die Hände über dem Kopf zusammen und frage mich: Und was ist mit Kupfer? Zink? Vitamin A? B12? Drum: Der beste Ratschlag bei solchen Problemchen ist, einfach mal <strong>rotes Fleisch und Leber</strong> zu essen. Das kann man, ich weiß, Veganern natürlich nicht empfehlen. Die haben dann halt Pech gehabt und mühen sich jahrelang ab.</p>
<h3>Referenz</h3>
<p>Waldmann, A., Koschizke, J., Leitzmann, C. and Hahn, A. (2004). Dietary Iron Intake and Iron Status of German Female Vegans: Results of the German Vegan Study. Annals of Nutrition and Metabolism, 48(2), pp.103-108.</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/mineralstoffe/ferritin-wert-studie-eisen/">Ferritin-Wert: Niedriger Wert trotz viel Eisen</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Brauchen wir Nahrungsergänzungsmittel?</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/mineralstoffe/brauchen-wir-nahrungsergaenzungsmittel/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/mineralstoffe/brauchen-wir-nahrungsergaenzungsmittel/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phil Böhm]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Sep 2017 19:38:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mineralstoffe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Halten wir mal fest: Sport brauchen wir. Richtige Nahrung brauchen wir. Wer sich nicht bewegt, ist kein Mensch. Ganz einfach. Der verschenkt einen Großteil seines Potenzials, schaltet seine Genexpression nicht richtig und signalisiert dem Leben, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Halten wir mal fest:</p>
<ul>
<li>Sport <em>brauchen</em> wir.</li>
<li>Richtige Nahrung <em>brauchen</em> wir.</li>
</ul>
<p>Wer sich nicht bewegt, ist kein Mensch. Ganz einfach. Der verschenkt einen Großteil seines Potenzials, schaltet seine Genexpression nicht richtig und signalisiert dem Leben, dass er gerne sterben möchte. Kannst du gerne haben. Dann fährt der Körper seine Leistung halt runter und wir wundern uns immer. Egal, anderes Thema.</p>
<p>Wir müssen auch echte <em>Leben</em>smittel zuführen. Der Grund ist simpel: Die Natur hat dem Ganzen eine gewisse Ordnung mitgegeben. Das Zeug hat selbst mal gelebt. Lebensmittel enthalten eine Matrix an Stoffen, die wir auch in zehn Jahren noch nicht entschlüsselt haben und auch nie werden. Die Inhaltsstoffe an sich vielleicht. Mehr aber auch nicht.</p>
<p>So, das scheint klar zu sein.</p>
<p>Aber <em>brauchen</em> wir Ergänzungsmittel?</p>
<p>Bis auf ganz wenige Ausnahmen &#8230; <strong>NEIN</strong>.</p>
<p>Im Gegenteil. Wer jahrelang damit experimentiert hat, weiß, dass Ergänzungsmittel bestenfalls eine Notlösung darstellen. Wie oben bereits angedeutet, liefern wir mit Ergänzungsmittel aber nur einen Teil der möglichen Information. Einzelne Mikronährstoffe zuführen, hilft uns, keinen Mangel zu entwickeln. Darüber hinaus können sie hochdosiert therapeutisch eingesetzt werden. Das war&#8217;s dann aber auch.</p>
<p>Es ist schon ein himmelweiter Unterschied, den Eisen-Spiegel mit Rindfleisch zu heben oder mit Eisen-Pillen. Das Gleiche gilt für sämtliche andere Mikronährstoffe. Ich bin mir mittlerweile sicher, dass der Körper mit Mikronährstoffen aus der Nahrung ganz anders umgeht als mit NEM-Mikronährstoffen. Die Gründe hierfür sind vielfältig und es bedarf einen eigenen Post, um das gänzlich zu erläutern. Meine eigene Erfahrung spricht allerdings für sich. Ich bin mir sicher, dass viele andere Menschen, die jahrelang mit NEM arbeiten, die gleichen Erfahrungen gemacht haben.</p>
<p>Okay, also. Ich weiß auch nicht, was genau Menschen immer tun. Essen die nicht richtig? Hab&#8216; ich irgendwie einen besonderen Darm?</p>
<ul>
<li>Für Zink und Eisen gibt&#8217;s Rind, Leber, Jerky und Schweinelende. Easy.</li>
<li>Für Mangan und Kupfer gibt&#8217;s Hülsenfrüchte, vor allem immer mal wieder 500 g Linsen. Bam. Easy.</li>
<li>Für Selen gibt&#8217;s Fisch, vor allem auch Paranüsse. Easy.</li>
<li>Für Jod gibt&#8217;s Algen. Easy.</li>
<li>Für Taurin gibt&#8217;s Fisch und Muscheln. Easy.</li>
<li>Für Cholin gibt&#8217;s Eier, Milch und Fleisch. Easy.</li>
<li>Für Carnitin gibt&#8217;s Fleisch. Easy.</li>
<li>Für Kreatin gibt&#8217;s Fleisch. Easy.</li>
<li>Für Lithium gibt&#8217;s ab und an Hirschquelle. Easy.</li>
<li>Für Calcium gibt&#8217;s Mineralwasser oder Milchprodukte. Easy.</li>
<li>Für Kalium gibt&#8217;s Lebensmittel, vor allem Gemüse. Easy.</li>
<li>Für Vitamin A gibt&#8217;s Grünkohl und Co. und natürlich Leber. Easy.</li>
<li>Für Vitamin K gibt&#8217;s Grünkohl und Blattsalate. Easy.</li>
<li>Für Vitamin C gibt&#8217;s auch Grünkohl und andere Kohlarten.</li>
<li>Für die Omegas gibt&#8217;s paar Nüsscher, Eier, Fisch und so weiter. Easy.</li>
<li>Für Folat gibt&#8217;s Salat. Easy.</li>
</ul>
<p>Was bleibt übrig:</p>
<ul>
<li>Chrom</li>
<li>Magnesium</li>
<li>Vitamin E</li>
<li>Vitamin K2</li>
<li>Vitamin D</li>
</ul>
<p>Chrom kriegt man ggf. über Hülsenfrüchte und Muscheln. Kann aber auch, um auf Nummer sicher zu gehen, als 50 bis 100 mcg pro Tag gesuppt werden.</p>
<p>Und der Rest?</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Hier darf und kann man NEM einsetzen. </strong></p>
<p>Also für Mag, VitE, VitK2 und VitD.</p>
<p>Das gilt auch für B-Vitamine. Biotin ist so ein Wackelkandidat. Aber darüber braucht man sich keine zwei Minuten den Kopf zu zerbrechen. Man nimmt halt 1-2 x die Woche einen B-Komplex. Fertig.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Wem das alles zu kompliziert ist, der kann on top einfach ein Low-Dose-Multi nehmen. </strong></p>
<p>Oft genug schon empfohlen.</p>
<p>Manchmal liest man von irgendwelchen Superhochdosen. Von irgendeinem Blutzielwert. Ich weiß, hier streiten die Geister.</p>
<p>Wir haben allerdings schon oft erläutert, dass &gt; 80 % der Effekte eintreten, wenn wir einen Mangel beheben. Und das ist spieeeelend leicht erreicht, das geht mit vielen Mikronährstoffen innerhalb weniger Stunden. Dass wir häufig solche Mangel-Probleme haben, liegt in erster Linie daran, dass der Deutsche lieber Butterhörnchen statt Rindersteak isst.</p>
<p>Die Hochdosen haben ihre Berechtigung in der Therapie. Vielleicht braucht es einen gewissen Spiegel eines Vitamins o. Ä., um gewisse, therapeutische Effekte herbeizuführen, die erst mal gar nichts mit der &#8222;natürlichen&#8220; Wirkung des Vitamins im Stoffwechsel zu tun haben. Das gilt aber nicht für jede Person und therapeutisch eingesetzte Mikronährstoffe haben sehr oft Nebenwirkungen. Hier kenne ich mich bestens aus. Beginnt mit Nasenbluten und hört mit Unterfunktion auf. Das ist kein Spaß!</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Man sollte also Therapie nicht mit normaler Erhaltung verwechseln. </strong></p>
<p>Natürlich dürfen wir mit NEM noch ein bisschen spielen. Etwa mit</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Citrullin. Oder Ballaststoffen. Oder Kollagen. Oder Aminos.</strong></p>
<p>Um das Komplettpaket quasi ordentlich abzurunden. Okay!</p>
<p>Gut, wer aufgepasst hat: Oben steht zugleich, was man am besten isst, um gesund zu bleiben. Ich wiederhole es noch mal:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Beef, Fleisch, Leber (Organe), Fisch und Meeresfrüchte im Allgemeinen, Eier, Nüsse, Hülsenfrüchte, Grünkohl, Salate und andere Blätter, gutes Wasser.</strong></p>
<p>Leben ist einfach. (Oder auch nicht :-) )</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/mineralstoffe/brauchen-wir-nahrungsergaenzungsmittel/">Brauchen wir Nahrungsergänzungsmittel?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Das Spiel mit dem Eisen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jan 2017 14:56:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mineralstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Eisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neulich kommentierte ein Leser unter dem kürzlich veröffentlichten Kupfer-Artikel sinngemäß: Erst alle Kettenglieder zusammenfügen und dann die Kette stärken. Viele machen das anders. Die stärken erst mal jedes Kettenglied, ohne zu wissen, ob die Kette überhaupt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich kommentierte ein Leser unter dem kürzlich veröffentlichten <a href="https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/kupfer-problem/">Kupfer-Artikel</a> sinngemäß: <em>Erst alle Kettenglieder zusammenfügen und dann die Kette stärken.</em></p>
<p>Viele machen das anders. Die stärken erst mal jedes Kettenglied, ohne zu wissen, ob die Kette überhaupt eine ist.</p>
<p>Ich bin nicht der einzige hier, der mittlerweile fast ein Jahrzehnt lang Erfahrung mit dieser Biochemie-Spielerei hat. Es gibt da noch viele andere, z. B. ein junger Arzt, der hier ab und zu munter kommentiert. Der auch schon Ewigkeiten Erfahrungen mit dieser Materie hat.</p>
<p>Die Quintessenz ist immer:</p>
<blockquote><p>Ja, die Optimierung der eigenen Biochemie ist enorm wichtig. Wir müssen lernen, welche Stellschrauben wir drehen können und sollten auch mutig sein, an ihnen zu drehen. Aber eben mit Sinn und Verstand, <strong>mit Wissen über Systeme. </strong></p></blockquote>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Justus_von_Liebig">Justus von Liebig</a> sollte man kennen. Der hat genau das beschrieben. Dein System kann noch so toll optimiert sein, du wirst immer über den schwächsten Teil stolpern, wenn der völlig aus der Reihe fällt.</p>
<p>Freilich darf man an dieser Stelle nicht vergessen, dass gerade ein starkes System auch Engpässe kompensieren kann.</p>
<p>Dennoch, was mir immer wieder auffällt: der Drang, gewisse &#8222;Werte&#8220; <strong>maximal</strong> anzuheben. Aus irgendwelchen, mir nicht bekannten Gründen. Als ob jeder Mensch gleich hohe Ziel-Werte braucht &#8230;</p>
<p>Wie gesagt, damit tut man dem System keinen Gefallen, im schlimmsten Falle <em>verziehen</em> wir es und es gibt dumme Begleiterscheinungen. Die dann, übrigens, auch immer wieder bekämpft werden mit neuen Ergänzungsmitteln :-) Die Ironie!</p>
<p><strong>Die menschliche Physiologie ist äußerst dankbar und braucht nicht viel.</strong> Leider schaffen wir, wir Modernen, es immer wieder, Jahrmillionen lang optimierte Systeme kaputt zu machen. Keine Ahnung, was da schief läuft, aber wir schaffen das.</p>
<p>Was mir grundsätzlich auch nicht in den Schädel will: Wenn in verschiedenen Modellen gezeigt wird, dass eine deutliche Erhöhung des Körper-Eisens dazu führt, dass unser Anabolismus abdankt, dann braucht mir doch keiner zu kommen mit &#8222;evolutiver Wahrheit&#8220; und dem &#8222;Mammut-Steak&#8220;.</p>
<p>Ich hab&#8217;s ja selbst erlebt, oft genug.</p>
<p>Wenn man es drauf anlegt und sein Eisen maximal hochfährt (etwa durch tägliche Zufuhr von Rindfleisch und Leber), dann dankt der Anabolismus, also die Reaktion auf das Hormon <a href="https://genetisches-maximum.de/magnesium/">Insulin</a> &#8230; einfach ab.</p>
<p>Das ist nicht nur blöd für Leute, die Muskeln aufbauen wollen. Das ist auch blöd für Leute, die gegessenes Eiweiß in den Muskel bekommen wollen, Kohlenhydrate oxidieren wollen, gesunde Gefäße haben wollen (Insulin setzt <a href="https://genetisches-maximum.de/gefaessgesundheit/stickoxid-gesundheit/">Stickoxid</a> in den Arterien frei) oder für Leute, die nachts im Schlaf regenerieren wollen. Ja, auch das tolle Wachstumshormon vermittelt einen Teil seiner Effekte über ebendiesen anabolen Signalweg.</p>
<p>Sogenanntes &#8222;Eisen-Loading&#8220; hat noch ganz andere Effekte. Zum Beispiel hemmt Eisen das Enzym Lipoprotein-Lipase, was dann zu hohen Triglyceriden führt.</p>
<p>Deshalb sagte ich schon mal &#8212; und das hören die Vertreter nicht gerne &#8211;, dass Keto-Anhänger sich oft eine selbsterfüllende Prophezeiung basteln. Sie arbeiten solange gegen ihr Insulin-Signaling, bis sie letztlich nicht mehr mit Kohlenhydrate auskommen und tatsächlich auch keine mehr vertragen &#8230;</p>
<p>Erklärt hatte ich das <a href="https://genetisches-maximum.de/kohlenhydrate/ich-vertrage-keine-kohlenhydrate-eisen/">hier</a> schon. Eisen steht im Körper für &#8222;Sauerstoff&#8220;. Es reguliert ein Protein namens HIF1alpha, den Hypoxie-Faktor.</p>
<p>Der Hypoxie-Faktor, um den sich Sportler u. a. übrigens beim Höhen-Training bemühen, reguliert den Energie-Stoffwechsel, schaltet, einfach ausgedrückt, die anabolen Signalwege an. Natürlich sorgt dieser Hypoxie-Faktor noch für viele andere Effekte. Neuerdings weiß man, dass HIF1alpha auch die Gewebe-Regeneration steuert, auch von Geweben, die normalerweise nicht so gerne heilen.</p>
<p><strong>Für mich ist dieses HIF1alpha das Geheimnis des Veganismus. </strong>Der Grund, warum Veganer durchweg besser abschneiden was metabolische Gesundheit angeht.</p>
<p>Das ist für mich das Spiel mit der Biochemie. Zu wissen, welche Schalter ich betätigen kann.</p>
<p>Freilich kommen wir jetzt wieder zum Eingangsstatement zurück. Das Eisen-Glied der Kette darf natürlich nicht zu schwach werden. Das heißt, es sollte kein Eisen-Mangel provoziert werden. Aber ein intelligenter Umgang mit diesem Stoff ist sicher Gold wert. Mehr als stupides &#8222;Eisen-Pushen&#8220;.</p>
<p>Also:</p>
<ul>
<li>Nicht immer Werte maximieren wollen</li>
<li>Lieber gucken, dass das System ausgeglichen ist</li>
<li>Dann läuft es am besten</li>
<li>Mit individuellen Werten kann man spielen</li>
<li>Aber nur in physiologischen Bereichen, konkret: Es sollte weder Überschuss noch Mangel provoziert werden</li>
</ul>
<p>PS: Das Gesagte &#8212; zum Thema Eisen &#8212; gilt einmal mehr nur bedingt für Sportler. Diese beneidenswerte Personen-Gruppe kann fast immer alles kompensieren.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/mineralstoffe/das-spiel-mit-dem-eisen/">Das Spiel mit dem Eisen</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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