<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Motivation - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
	<atom:link href="https://genetisches-maximum.de/category/motivation/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://genetisches-maximum.de</link>
	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 26 Jul 2024 10:58:45 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2019/02/cropped-edubily-favicon-32x32.png</url>
	<title>Motivation - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
	<link>https://genetisches-maximum.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Intelligenter Gewichtsverlust</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/intelligenter-gewichtsverlust-metabolische-flexibilitaet/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/intelligenter-gewichtsverlust-metabolische-flexibilitaet/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jul 2024 08:44:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Fettverbrennung]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=323972</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#8230; zeigt uns soeben ein Arzt mit dem Namen Rainer Limpinsel in der Fachzeitschrift BILD. ;-) Doch der Reihe nach. Erst kürzlich hatten wir – zum drölfzigsten Mal, Stichwort Spacing-Effekt! – einen Instagram-Post zum Thema [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/intelligenter-gewichtsverlust-metabolische-flexibilitaet/">Intelligenter Gewichtsverlust</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">&#8230; zeigt uns soeben ein Arzt mit dem Namen Rainer Limpinsel in der Fachzeitschrift <em>BILD</em>. ;-)</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Doch der Reihe nach.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Erst kürzlich hatten wir – zum drölfzigsten Mal, Stichwort Spacing-Effekt! – <a href="https://www.instagram.com/edubily/p/C9KbOi-Cgi7/?hl=de">einen Instagram-Post</a> zum Thema &#8222;metabolische Flexibilität&#8220;, genauer, das Gegenteil: die metabolische Inflexibilität.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und obwohl 2,3 Beiträge weiter eine Vielzahl an Lösungsvorschlägen unsererseits angeboten werden (<a href="https://www.instagram.com/edubily/p/C8UNGvDCuQ_/?hl=de">hier</a>, <a href="https://www.instagram.com/edubily/p/C8eQe6kt9hO/">hier</a>, <a href="https://www.instagram.com/edubily/p/C29po0CqUSr/">hier</a> und <a href="https://www.instagram.com/edubily/p/C4iScS9Km8P/">hier</a>), beschwerte sich die eine oder andere Petra einmal mehr darüber, dass sie bei uns keine &#8222;Lösung&#8220; finden würde.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich erkläre es gerne nochmal.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Die metabolische Inflexibilität</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Übergewichtige Menschen fühlen sich oft nicht nur schwer, weil sie schwerer sind. Auch allgemein produzieren ihre Zellen bei robustem Energieangebot zu wenig Energie. Das ist schlecht. Die Lebensenergie fehlt dann halt woanders. Eine Symptomatik: Man fühlt sich bleischwer.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>In der Regel steigt mit zunehmender Körpermasse auch die Insulinresistenz – und vice versa (<a href="https://www.nature.com/articles/ejcn2016189">Q</a>). </strong>Und die Folgen lassen sich ganz simpel übersetzen:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Isst du Kohlenhydrate, werden die nicht direkt verbrannt, sondern eher irgendwo &#8222;abgelegt&#8220; oder halt im Blut gestaut (hohe Blutzuckerspiegel)</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Steigen Fettsäuren im Blut, etwa nach fettem Essen oder beim (nächtlichen) Fasten, schaffen es die Zellen nicht, die Fettverbrennung robust hochzuschalten</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das ist per definitionem <em>metabolische Inflexibilität</em>. Gut messbar anhand des Nüchterninsulins bzw. des HOMA-Index &#8230; als Maß der eben genannten Insulinresistenz.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Metabolische Inflexibilität heißt also: Man verbrennt nicht nur <span style="text-decoration: underline;">nicht</span>, was man isst, man gewinnt obendrein als logische Konsequenz auch viel weniger Energie aus dem auch auf den Hüften gespeicherten Essen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In der langen Verkettung der Stoffwechselentgleisung steht hier am Ende dann meistens der Typ-2-Diabetes. Wie viel Körper- und Fettmasse jemand verträgt, bevor es zur total Eskalation (= defekte Bauchspeicheldrüse) kommt, ist individuell.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Zum Diabetes und zurück</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">So weit so gut. Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass auch defekte Mitochondrien, z. B. durch Schwermetalle blockiert, zur metabolischen Inflexibilität führen können. Aber:</span></p>
<ol>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">In jedem Fall ist unser Essen Schlüssel Nummer 1 für die metabolische Flexibilität.</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">In den meisten Fällen ist unsere Körper- bzw. Fettmasse für die Insulinresistenz verantwortlich.</span></li>
</ol>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Simple as that.</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und das hat Herr Dr. Limpinsel für sich erkannt. Für die &#8222;wachsende Plauze&#8220; habe er sich geschämt. Nach der Diagnose Typ-2-Diabetes habe aber spätestens nach einem Jahr keine Medikamente mehr nehmen wollen. Und dann kommen die heiligen Sätze:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Das wird viel zu wenig thematisiert. Betroffene bekommen Medikamente und werden nicht aufgeklärt, dass es auch ohne geht, wenn sie ein paar Dinge verändern.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Viele Patienten ruhen sich aber auch gerne auf ihren Medikamenten aus. Dabei könnten sich 90 Prozent der Betroffenen selbst heilen.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die versteckte Kritik an der Petra ist gewiss berechtigt. Als Arzt kennt er die Realität zudem nur gut.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Hier ist die Lösung, Petra!</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Doch im Gegensatz zu mir und uns ;-) &#8230; gibt&#8217;s bei Limpinsel die passende Lösung mitsamt Ernährungsplan. Und das liest sich so:</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>▶︎ Morgens:</strong> Rührei mit gebratenem Gemüse, dazu eine Scheibe Roggenvollkornbrot.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">▶︎ <strong>Mittags:</strong> Gemüse, dazu gebratener Lachs und Vollkornreis, darüber ein Esslöffel Olivenöl.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>▶︎ Abends:</strong> eine Scheibe Roggenvollkornbrot mit Avocado, Käse oder Schinken. Dazu: grüner Salat mit Olivenöl.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Übersetzt:</strong></span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Nur Wasser,</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">kaum Zucker,</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">kaum hochverarbeitete Lebensmittel,</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">hauptsächlich minimalprozessierte Lebensmittel,</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">viel Gemüse,</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">hochwertige Proteine (!) und</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">hochwertige Kohlenhydratquellen, das heißt in unserer Sprache: zelluläre Kohlenhydrate.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Was da fehlt? Hochkalorische Lebensmittel en masse. Man <em>senkt</em> ganz einfach die Wahrscheinlichkeit, dass man sich kalorisch überfrisst und <em>steigert</em> stattdessen die Wahrscheinlichkeit, dass der Körper mehr Fette verbrennt und die Fettbilanz dadurch negativ wird – Körperfett verbrannt, Insulin verbessert, Insulinresistenz losgeworden, Diabetes &#8222;geheilt&#8220;.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Natürlich hatten wir das auch kürzlich erst <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/kaloriendichte/">hier</a>, <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/neues-altes-wissen-zu-gluten/">hier</a>, <a href="https://genetisches-maximum.de/erfahrungsberichte/llambi-hats-verstanden-diaet/">hier</a> und <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/wie-trainiert-man-eigentlich-den-fettstoffwechsel/">hier</a> oder vor etwas längerer Zeit auch <a href="https://genetisches-maximum.de/tipps/sixpack-koerperfett-ruehl-kraftsportler/">hier</a> &#8230; aber ich habe wohl eine etwas andere Auffassung von &#8222;sich mit etwas intensiv befassen&#8220;.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Wie viele Posts braucht es wohl noch?</span></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/intelligenter-gewichtsverlust-metabolische-flexibilitaet/">Intelligenter Gewichtsverlust</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/intelligenter-gewichtsverlust-metabolische-flexibilitaet/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>5</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenn das Leben wieder schön wird</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/mentales/wenn-das-leben-wieder-schoen-wird-dopamin-depression/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/mentales/wenn-das-leben-wieder-schoen-wird-dopamin-depression/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 May 2024 07:17:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mentales]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=323824</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Gehirn ist eines der beeindrucksten Organe, die wir kennen. Durch das Gehirn können wir denken, schmecken, riechen, aber vor allem fühlen. Wenn dieses feine Instrument nicht mehr gut funktioniert, nehmen wir die Welt völlig [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/mentales/wenn-das-leben-wieder-schoen-wird-dopamin-depression/">Wenn das Leben wieder schön wird</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das Gehirn ist eines der beeindrucksten Organe, die wir kennen. Durch das Gehirn können wir denken, schmecken, riechen, aber vor allem fühlen. Wenn dieses feine Instrument nicht mehr gut funktioniert, nehmen wir die Welt völlig anders wahr. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Diese Tatsache wird von erstaunlich vielen Menschen völlig verkannt. Man <em><strong>ist</strong></em> nicht, wie man <strong><em>ist</em></strong>. Man <em><strong>ist</strong></em>, wie das Gehirn einen <strong><em>sein lässt</em></strong>. Fehlt einem der Teil des Gehirns, der einen empathisch sein lässt &#8230; fehlt es einem halt an Empathie. Die kann man sich nur mühsam selbst erdenken. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Gleichwohl ist das Gehirn erstaunlich robust, sodass es ihm gelingt, uns nahezu über eine ganze Lebensspanne die perfekte Matrix zu projizieren. Merkt man aber erst dann, wenn das Gehirn Schäden nimmt oder eben, wenn es Funktionsverlust zeigt. Glücklicherweise sorgt die <em>neuronale Plastizität</em> für einen unglaublichen Erhaltungsspielraum. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das können wir nutzen. Zu unserem Vor- oder Nachteil. Finde ich genial. </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Dopamin und das kleine Glück </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das beste Beispiel dafür ist das &#8222;kleine Glück&#8220; des Alltags. Das wird hauptsächlich vermittelt durch Dopamin, ein Neurotransmitter, der vorrangig im präfrontalen Kortex, also im Bereich hinter der Stirn vorkommt. Es ist der Gehirnbereich, der für unser Handeln verantwortlich ist, durch den wir also <em>wollen</em> oder <em>nicht wollen</em>. Dopamin erzeugt das Gefühl dahinter. </span></p>
<figure id="attachment_323845" aria-describedby="caption-attachment-323845" style="width: 846px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-323845 " title="dopamin gehirn" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-gehirn.png" alt="dopamin gehirn" width="846" height="358" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-gehirn.png 3566w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-gehirn-300x127.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-gehirn-1024x434.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-gehirn-768x326.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-gehirn-1536x651.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-gehirn-2048x868.png 2048w" sizes="(max-width: 846px) 100vw, 846px" /><figcaption id="caption-attachment-323845" class="wp-caption-text"><span style="font-family: proxima-nova;"><em><strong>Der lila eingefärbte Bereich ist der Ort im Gehirn, wo Dopamin hauptsächlich wirkt. </strong></em></span></figcaption></figure>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Beispiel: Sonntagsabends denkst du ans frühe Aufstehen und deinen unliebsamen Chef am nächsten Tag &#8230; Dopamin niedrig. Die geplante Pizza zum Mittag gleicht das aus, macht Dopamin hoch. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Den meisten von uns ist nicht klar, wie weitreichend Dopamin – hoch, niedrig, mittel, abgestumpft (dazu gleich mehr) – unser Leben bestimmt. Ich bewundere hier immer zwei Personengruppen: </span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Kinder </span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Für die ist jede Blume ein Abenteuer. Der Traktor mit seinen Geräuschen entlockt ein langes &#8222;Wooow!&#8220;. </span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Die Boomer </span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Heute eine absichtlich negativ besetzte Begrifflichkeit. Meine Elterngeneration. Die schafften es noch, Spaß am einfachen Leben zu haben. Die Depressionsrate war damals deutlich verringert. Obwohl diese Menschen 15-50 % (70er- bis 90er-Jahre) pro Kopf mehr arbeiteten als heute, war das Burnoutaufkommen um den Faktor 10 niedriger (<a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/239872/umfrage/arbeitsunfaehigkeitsfaelle-aufgrund-von-burn-out-erkrankungen/">Q</a>, <a href="https://www.sozialpolitik-aktuell.de/files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Arbeitsmarkt/Datensammlung/PDF-Dateien/abbIV3.pdf">Q</a>). </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das Kaffee trinken mit den Verwandten war ausreichend fürs Lebensglück. Daneben sammelten viele Menschen dieser Generation Briefmarken, Hifi-Systeme, die hatten Spaß an Aquarien, an Motorrädern, am Auto reparieren und dergleichen. Kurz: Die lebten ihr oft einfaches aber erfüllendes Leben. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Wohlgemerkt: So war das <em>davor</em> auch. Und <em>davor</em> auch. </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Dopamin wirkt nicht mehr </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und dann sind wir im Heute angekommen. Depressionsraten gehen durch die Decke. Das Leben macht sehr vielen Menschen keinen Spaß mehr. Schuld sind natürlich immer andere, sich selbst sieht man grundsätzlich als Opfer der Umstände. </span></p>
<figure id="attachment_323831" aria-describedby="caption-attachment-323831" style="width: 2240px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Blog-Artikel-Banner.png"><img decoding="async" class="wp-image-323831 size-full" title="Blog Artikel Banner" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Blog-Artikel-Banner.png" alt="Blog Artikel Banner" width="2240" height="998" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Blog-Artikel-Banner.png 2240w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Blog-Artikel-Banner-300x134.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Blog-Artikel-Banner-1024x456.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Blog-Artikel-Banner-768x342.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Blog-Artikel-Banner-1536x684.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Blog-Artikel-Banner-2048x912.png 2048w" sizes="(max-width: 2240px) 100vw, 2240px" /></a><figcaption id="caption-attachment-323831" class="wp-caption-text"><span style="font-family: proxima-nova;"><a href="https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/depression-in-verschiedenen-facetten/depression-und-arbeit"><strong><em>Quelle: Stiftung Deutsche Präventionshilfe und Suizidprävention</em></strong></a></span></figcaption></figure>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Für meine Begriffe: Das Lebensgefühl vieler junger Menschen heutzutage. Doch das betrifft freilich nicht nur die. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ein Zugang zu diesem Thema könnte einfacher nicht sein. Würde man die Tragweite einer Sache verstehen: </span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Wir sind Dopamin-desensitisiert.</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das lässt sich an kleinen Kindern wirklich eindrücklich studieren. Lässt man die eine Weile im Dopamin baden, also in Süßigkeiten, in Fastfood, in den &#8222;Kindervideos&#8220; auf dem Ipad und so weiter &#8230; verlieren die den Zugriff auf ihr noch so junges Leben. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die beschäftigen sich nicht mehr mit ihren &#8222;einfachen&#8220; Büchern, Spielzeugen und sich selbst, mögen &#8222;gesundes Essen&#8220; nicht mehr, reden nur noch von ihrem Dopaminstimulatoren, während zeitgleich jede Form der noch so schwach ausgebildeten Selbstregulation den Bach runtergeht. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Kurzum: Die Kleinen haben keinen Bock mehr auf das normale Leben. Der &#8222;Witz&#8220; an der Geschichte: </span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Das bist du. Also <em>auch</em> du! </strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Das sind wir als Gesellschaft. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Auch das ist ja längst bewiesen. In einem anderen, höchst dopaminrelevanten Feld: Wer oft genug Pornos guckt, hat&#8217;s halt schwieriger, die eigene Frau zu ertragen (ganz hervorragend populärwissenschaftlich <a href="https://youtu.be/wSF82AwSDiU?si=vM71B4XWfap48tGl">hier</a> erklärt). Durch die regelmäßige Dopaminexplosion im präfrontalen Kortex stumpfen die Dopamin-Rezeptoren ab. Daraus resultieren zwei Dinge: </span></p>
<ol>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Man braucht immer noch mehr Dopamin, das heißt noch stärkere Reize</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Das normale Leben wird maximal öde, unschön, ja enttäuschend und traurig </span></li>
</ol>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Wie bei den Ratten, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Intracranial_Self-stimulation">von Olds und Milner 1954</a> untersucht wurden: Die konnten sich dank einer Elektrode im Gehirn &#8222;per Knopfdruck&#8220; selbst mit Dopamin stimulieren. Das Resultat: Das normale Leben (Sex, Essen etc.) verlor für die Ratten komplett seinen Reiz, bis sie starben, zumeist an Hunger bzw. Überanstrengung. (Hatten wir <a href="https://genetisches-maximum.de/kontroverses/infobesity-informationsflut-die-krank-machen-kann/">hier</a> schon mal.)</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Eine große Chance fürs Lebensglück </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dieser wirklich einfache Zusammenhang bietet eine große Chance: <strong>Das Leben kann wieder schön werden.</strong> Der Alltag kann wieder ertragbar werden. Wenn nur das Gehirn in den kleinen Dingen wieder etwas sieht. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dann würden auch wir Erwachsene vielleicht verstehen, warum der Alte seine Fische liebte und das Kind zuhause <em>eigentlich</em> die pure Lebensfreude ist. Wie übrigens jedes andere Lebewesen auch. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Wir sind vielleicht die erste Generation&#8230; anders ausgedrückt: <strong>wir sind das erste Zipfelchen Menschheit, das konstant im Dopamin badet und auch genau deshalb (!) Lebenslust, Spaß und Lebensfreude verliert. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das ist leider ein wichtiger Grund, warum die Jugend heute – so wie ich das in meinem nahen Umfeld beobachte – so große Anpassungsschwierigkeiten hat. Das Leben spielt sich leider oft am süchtig machenden Smartphone ab (Dopamin!), während man Probleme hat, im normalen und für viele offenbar zu banalen Leben mit Beruf, Freizeitaktivitäten wie Sport und Ausbildung anzukommen. Pervertiert in Form des &#8222;neuen Trends&#8220; <em>Bed Rotting. </em></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Eine andere Realität hat diese Generation aber noch nie erlebt, weil die quasi mit der modernen Dopaminflut, maßgeblich auch durch soziale Medien und Co. getriggert, aufgewachsen und groß geworden sind. Die kennen einfach gar keinen anderen Zustand. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Gleichzeitig, und das ist eine weitere Tragik, infantilisieren wir dadurch unser Gehirn. Wir sind mehr und mehr impulsgesteuert, also affektlabil, und schaffen es immer weniger, die psychische Kontrolle und damit den emotionalen Abstand auch zu Weltproblemen zu halten, die es aber schon immer gab. Kurzum: Wir machen uns das Leben zur Hölle – im Innen. </span></p>
<div class="article__body">
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Die jungen Leute brauchen mehr Medienkompetenz: Wie bewege ich mich in sozialen Medien, was sind verlässliche Quellen. Und dann noch ganz banale Dinge: regelmäßiger Sport, regelmäßig draußen sein. Und es braucht gute Zukunftsperspektiven. Gerade da finde ich persönlich, dass der Begriff &#8222;Work-Life-Balance&#8220; auch kontraproduktiv verstanden werden kann. Denn er impliziert, dass die Arbeit nicht zum Leben gehört. Das ist doch keine schöne Perspektive, wenn die eigene Arbeit keinen Sinn hat oder keinen Spaß macht. (<a href="https://www.sonntagsblatt.de/artikel/gesellschaft/psychiater-warum-die-zahl-depressiver-jugendlicher-steigt-und-was-dagegen">Q</a>)</span></p></blockquote>
</div>
<div class="brick intro-text" data-layout-desktop="" data-layout-tablet="" data-layout-mobile="" data-brickid="4753c378-b93d-47df-ab43-7748a799c4f6" data-b-title="STZ-RSP18 - B - Artikel (Vorspann)">
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Noch nie mussten so viele junge Menschen im Südwesten in psychotherapeutischen Einrichtungen behandelt werden. Besonders von der Diagnose Depression betroffen sind die 11- bis 17-Jährigen. Experten versuchen die Gründe zu klären. (<a href="https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.depressionen-im-jugendalter-warum-so-einsam-und-verzweifelt.2ea00997-61a8-4c6f-bac2-5bcde2466a03.html">Q</a>)</span></p></blockquote>
</div>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Dopamin auf &#8222;evolutiv normal&#8220; </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das Dopamin wieder auf &#8222;evolutiv normal&#8220; zu polen, das heißt, auch wieder in der Lage zu sein, sich an einfachen Dingen zu erfreuen – ohne dass man es explizit merkt –, ist eine großartige Möglichkeit die neuronale Plastizität für uns zu nutzen. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Außerdem haben wir hiermit ein mächtiges Tool an der Hand, auch unsere Essgewohnheiten für immer zu verändern. Wer jetzt gerade glaubt, er braucht unbedingt die Schokolade, die Pizza und den Burger, um zu leben, dem sei gesagt: </span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Das ist eine Illusion! </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Erzeugt durch ein falsch gepoltes Gehirn. Auch das ist wissenschaftlich gesichert (<a href="https://www.cell.com/cell-metabolism/fulltext/S1550-4131(23)00051-7">Q</a>). Du kannst es umkehren. Wer eine Zeit lang &#8222;äh, igitt, gesund&#8220; isst, wird sich selbst neuronal neu verschalten. Auch, weil die Dopamin-Rezeptoren wieder normal funktionieren. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><img decoding="async" class="wp-image-323829 aligncenter" title="dopamin milchshake" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-milchshake.png" alt="dopamin milchshake" width="446" height="166" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-milchshake.png 1432w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-milchshake-300x111.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-milchshake-1024x380.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-milchshake-768x285.png 768w" sizes="(max-width: 446px) 100vw, 446px" /></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Jedes Kind, jedes Tier und die allermeisten Erwachsenen bis vor wenigen Jahrzehnten leben und lebten uns das eindrücklich vor. Das Wunderbare: <strong>Das kann jeder von uns</strong>. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">PS: Soeben lese ich von einem Professor, die Gesellschaft wandle sich &#8222;von der Leistungs- zur Freizeitgesellschaft&#8220;. Die SchülerInnen seien kaum noch leistungsbereit und die Gesellschaft inkl. Lehrer würden das so mittragen. Es gebe immer weniger sehr gute, aber immer mehr sehr schlechte Schüler. Das erinnert mich spontan an <a href="https://www.krone.at/3271455">diesen Artikel</a> aus dem Profisport. Hat miteinander <em>natürlich</em>&#8230; nix zu tun. Vielleicht mindestens so viel: <strong>Die Dopamin-Power, die man im Smartphone lässt, fehlt im echten Leben. </strong></span></p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/mentales/wenn-das-leben-wieder-schoen-wird-dopamin-depression/">Wenn das Leben wieder schön wird</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/mentales/wenn-das-leben-wieder-schoen-wird-dopamin-depression/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>9</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Testosteron natürlich nicht</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/motivation/testosteron-natuerlich-nicht/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/motivation/testosteron-natuerlich-nicht/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Feb 2024 09:20:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hormonhaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=323535</guid>

					<description><![CDATA[<p>Man kann es nur immer wiederholen: Wir haben heutzutage so die Tendenz, das Offensichtliche zu übergehen und uns irgendwelche Märchengeschichten auszudenken. Bloß nicht erzählen, was vielleicht wehtun könnte. Sex, igitt. Vor wenigen Jahren gab es [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/motivation/testosteron-natuerlich-nicht/">Testosteron natürlich nicht</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Man kann es nur immer wiederholen: Wir haben heutzutage so die Tendenz, das Offensichtliche zu übergehen und uns irgendwelche Märchengeschichten auszudenken. Bloß nicht erzählen, was vielleicht wehtun könnte.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Sex, igitt.</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Vor wenigen Jahren gab es in der Zeitschrift Psychology Today <a href="https://www.psychologytoday.com/us/blog/all-about-sex/202106/why-people-are-having-so-much-less-sex-today">einen Artikel</a>, der titelte:</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Warum die Menschen heute so viel weniger Sex haben</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Jedem klar denkenden Menschen würde vermutlich sofort Testosteron in den Sinn kommen. Denn Testosteron reguliert nicht nur Können, sondern auch <strong>unbedingtes Wollen</strong> (im Gehirn, Stichwort Dopamin).</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Nicht so die Autoren bzw. Psychologen von Psychology Today. Die zählen stattdessen andere Erklärungen auf:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Alter</strong>: Junge Menschen seien heutzutage besonders enthaltsam.</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Partnerschaft</strong>: Auch Singles, vor allem studierende, seien besonders enthaltsam.</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Kinder zuhause</strong>: Auch Eltern hätten weniger Sex.</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Arbeit</strong>: &#8222;Die meisten Frauen wollen Männer, die einen guten Job haben&#8220;, drum hätten Vollzeitbeschäftigte etwas mehr Sex</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Einkommen</strong>: Ein höheres Einkommen sorgt tendenziell für mehr Sex – der Mittelstand breche weg, Folge: weniger Sex</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Pendeln</strong>: Eher kein Faktor. Tendenziell aber: Je länger der Arbeitsweg, umso weniger Sex. Die Arbeitswege hätten zugenommen, also tendenziell weniger Sex.</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Religion</strong>: Unter religiösen Menschen könnte sich der Sex in den vergangenen Jahren nochmal verringert haben.</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Geographie</strong>: In der Stadt gibt&#8217;s weniger Sex. Vermutlich, weil es so teuer ist.</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Internet-Nutzung und -Pornographie</strong>: Gift für Sex zuhause.</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Ethnie</strong>: Weiße Männer sind besonders enthaltsam.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Besonders schlecht dran sind also offenbar junge Single-Westler, die gerne am Handy hängen, immer weniger Geld verdienen und für sich die Großstadtliebe entdeckt haben. Vielleicht kleben die sich ja auch an der Straße fest, man weiß es nicht :P</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In einem weiteren <a href="https://www.psychologicalscience.org/news/a-failure-to-launch-why-young-people-are-having-less-sex.html">Artikel</a>, der sich fragt, warum jüngere Menschen heutzutage so viel weniger Sex haben, schildert eine junge Frau ihre Einstellung zum Sex. Und das klingt so:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">&#8222;Ich bin froh, dass die Leute Spaß daran haben und es für sie funktioniert. Aber ich denke, Sex ist irgendwie eklig. Er wirkt sehr schmutzig und ist auf eine Weise verletzlich, die ich für sehr unangenehm halte.&#8220;</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Sex, igitt.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Hormonelle Störungen</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ist es gemein, an der Stelle immer wieder den SPIEGEL-Artikel <a href="https://www.spiegel.de/wissenschaft/ein-ozean-von-hormonen-a-cdd31e72-0002-0001-0000-000013690097"><em>Ein Ozean von Hormonen</em></a> aus 1994 zu zitieren?</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">„Impotente Panther, transsexuelle Fische, Alligatoren mit verkümmertem Penis – in der Tierwelt stagniert die Fortpflanzung. Schuld sind Hormonsubstanzen (…) Auch der Homo sapiens zeigt Wirkung: Seine Zeugungskraft schwindet.“</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Oder auf die Tatsache aufmerksam zu machen, dass sich <a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/eine-ausserordentliche-klare-sprache/">die Spermienzahl in den vergangenen 40 Jahren mehr als halbiert hat</a>? Ich meine: Was ist los mit uns? Das geht so &#8230; regungslos an uns vorbei. So als ob uns das gar nicht tangieren muss.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ist das vielleicht Teil der zugrundeliegenden Störung? Diese Wehrlosigkeit?</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Jedenfalls&#8230;</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323537 aligncenter" title="testosteron" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/testosteron.png" alt="testosteron" width="797" height="402" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/testosteron.png 2956w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/testosteron-300x151.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/testosteron-1024x516.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/testosteron-768x387.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/testosteron-1536x774.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/testosteron-2048x1032.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 797px) 100vw, 797px" /></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">&#8230; sind <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32081788/">die Beweise</a> ja da: <strong>Der durchschnittliche Testosteronwert ist in den USA in den vergangenen zwei Jahrzehnten in denselben Alterskohorten um 30 % gesunken.</strong> Bei uns hierzulande wird&#8217;s nicht anders aussehen. Dreißig Prozent!</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das ist in etwa so, wie wenn ich einen Jungspund zum Opa mache. Viele Labore hierzulande raten bei Testosteronwerten unter 400 ng/dl schon zur weiteren Abklärung mittels Bestimmung des freien Testosterons und dem SHBG.</span></p>
<figure id="attachment_323545" aria-describedby="caption-attachment-323545" style="width: 514px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/Testosteron-Cutoffs-.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323545" title="Testosteron Cutoffs" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/Testosteron-Cutoffs-.png" alt="Testosteron Cutoffs" width="514" height="318" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/Testosteron-Cutoffs-.png 1334w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/Testosteron-Cutoffs--300x186.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/Testosteron-Cutoffs--1024x634.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/Testosteron-Cutoffs--768x476.png 768w" sizes="auto, (max-width: 514px) 100vw, 514px" /></a><figcaption id="caption-attachment-323545" class="wp-caption-text"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong><em>Abb. 2: Internationale Standards der Cutoffs eines Testosteronmangels. </em></strong></span></figcaption></figure>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Zurecht, wie <a href="https://www.auajournals.org/doi/full/10.1097/JU.0000000000002928">eine Studie</a>, die im Journal of Urology im vergangenen Jahr publiziert wurde, zeigte. Wer in seinen Zwanzigern neben allgemeinen Symptomen eines Testosteronmangels und eines Hypogonadismus auch Testosteronwerte unter 400 ng/dl aufweist, <a href="https://auanews.net/issues/articles/2023/november-extra-2023/what-is-a-normal-testosterone-level-for-young-men">sollte genauer untersucht werden</a>. Und das liegt daran, dass die Cutoffs (siehe Abb. 2) an älteren Herrschaften abgeleitet wurden, nicht an Jungspunden.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Heißt: Während sich unsere Eltern und Großeltern weit über diesen niedrigen Testosteronwerten bewegten, schaffen es die meisten Männer bis 40 heute gerade so über allgemeine Cutoffs für zu niedrige Testosteronspiegel. Einfach verrückt.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Wie uns eine Zinkstudie entlarvt</span></h2>
<figure id="attachment_323546" aria-describedby="caption-attachment-323546" style="width: 896px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/zink-und-testosteron-bei-aelteren-herrschaften.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323546" title="zink und testosteron bei älteren herrschaften" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/zink-und-testosteron-bei-aelteren-herrschaften.png" alt="zink und testosteron bei älteren herrschaften" width="896" height="295" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/zink-und-testosteron-bei-aelteren-herrschaften.png 3328w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/zink-und-testosteron-bei-aelteren-herrschaften-300x99.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/zink-und-testosteron-bei-aelteren-herrschaften-1024x337.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/zink-und-testosteron-bei-aelteren-herrschaften-768x253.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/zink-und-testosteron-bei-aelteren-herrschaften-1536x506.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/zink-und-testosteron-bei-aelteren-herrschaften-2048x674.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 896px) 100vw, 896px" /></a><figcaption id="caption-attachment-323546" class="wp-caption-text"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong><em>Abb. 3: Eine Zinkergänzung bei älteren Männern mit leichtem Zinkmangel verdoppelt die Testosteronwerte. </em></strong></span></figcaption></figure>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das erinnert doch stark an die wichtigen Forschungen des renommiertesten Zinkforschers weltweit, <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S089990079680058X">Ananda Prasad 1996</a>. Der hat damals gezeigt, dass ein Zinkmangel bei Männern in ihren Zwanzigern <strong>die Testosteronwerte viertelt</strong>. Bei älteren Männern (⌀65J.) mit leichtem Zinkmangel konnte die Zinkergänzung <strong>die Testosteronwerte verdoppeln</strong>.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Jetzt kommt der Witz:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Die jungen Männer – Ende 20! – hatten damals bei ausreichender Zinkversorgung im Schnitt Testosteronwerte von <strong>über 1000 ng/dl.</strong></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Die älteren Männer – Mitte 60! – hingegen lagen unter Zinksuffizienz bei ca. <strong>460 ng/dl.</strong></span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Ältere Herrschaften hatten vor 30 Jahren also Testosteronwerte eines jungen Mannes von heute.</strong> Großzügigerweise können wir Unschärfen bei der Messung und der Statistik der Prasad-Studie berücksichtigen – die Größenordnungen werden sich dabei aber kaum ändern.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und dann wundert sich immer jeder. Und sucht irgendwelche Erklärungen auf Basis von Paulaner-Garten-Geschichten. Heutzutage weiß man einfach fast gar nicht mehr, was man dazu noch sagen soll.</span></p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/motivation/testosteron-natuerlich-nicht/">Testosteron natürlich nicht</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/motivation/testosteron-natuerlich-nicht/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>33</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tryptophan immer sympathischer</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/aminosaeuren/tryptophan-immer-sympathischer/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/aminosaeuren/tryptophan-immer-sympathischer/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Nov 2023 16:33:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aminosäuren]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Mentales]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=323300</guid>

					<description><![CDATA[<p>Da gab es mal einen Influencer, den ich ursprünglich ganz sympathisch fand. Der hat aber irgendwann angefangen über Dinge zu influencen, die definitiv weit außerhalb seines Kompetenzbereichs lagen. Dieses fahrlässige Fake- oder Falsch-News-Verbreiten kann ich [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/aminosaeuren/tryptophan-immer-sympathischer/">Tryptophan immer sympathischer</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Da gab es mal einen Influencer, den ich ursprünglich ganz sympathisch fand. Der hat aber irgendwann angefangen über Dinge zu influencen, die definitiv weit außerhalb seines Kompetenzbereichs lagen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dieses fahrlässige Fake- oder Falsch-News-Verbreiten kann ich nicht gut ertragen. Ich möchte solchen Leuten dann auch nicht mehr folgen, weil sie jegliche Kredibilität damit verspielen und die Konsequenzen ihres (fahrlässigen) Handelns nicht verstehen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Da sie das aber bewusst und absichtlich machen, weil sie verstehen, dass sie damit einen Pain (gesundheitlicher Natur) vieler Menschen treffen – und daher schnell Aufmerksamkeit bekommen –, möchte ich auch gar keinen Diskurs mehr. Das ist mir zu billig.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Serotonin ganz böse</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Doch um was ging es? Es ging um <strong>Serotonin</strong>. Ein Neurotransmitter, der auch als Hormon fungiert. Mit ganz schön wichtigen Aufgaben im Körper.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Völlig undifferenziert wurde dort behauptet, dass Serotonin total schädlich für den Menschen sei. Wir sollten unbedingt dafür sorgen, dass Serotonin im Körper niedrig bleibt. Das ist der klassische, unreflektierte Ray-Peat-Sprech, den die meisten Leser ohnehin nicht verstehen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Finde ich bodenlos!</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das ist ähnlich wie bei Omega 3. <strong>Hierzulande sind zwar alle nachweislich stark unterversorgt und trotzdem krank.</strong> Aber Omega 3 – als besonders ungesättigte Fettsäuren – seien schädlich, drum sollte man sie meiden. Das mache gesund.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ach ja – so sinnvoll! Nicht. Unser tägliches Leben beweist ja das Gegenteil. Wie eindrücklich sollen Beweise noch werden?</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Tryptophan-Mangel macht schlechte Laune</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Serotonin entsteht aus der seltensten essenziellen Aminosäure, <strong>Tryptophan</strong>.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Wer nicht auf seine Ernährung achtet und ohnehin nicht besonders viel und hochwertig Eiweiß zuführt – wie wir Deutschen –, der braucht nicht zu erwarten, dass seine Tryptophanspeicher gut gefüllt sind.</span></p>
<p style="padding-left: 40px; text-align: left;"><span style="font-family: proxima-nova;">Veganer sind, wie kann&#8217;s vor dem Hintergrund der niedrigen Zufuhr an essenziellen Aminosäuren (inkl. Tryptophan) auch anders sein, in der Regel am schlechtesten versorgt (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26395436/">Q</a>, <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5534203/">Q</a>).</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ergo: <strong>Serotonin niedrig</strong>. Das macht sich dann insbesondere über unsere Psyche bemerkbar. Serotonin verleiht uns Gelassenheit, innere Zufriedenheit, ein Gefühl des Ankommens, des Abstands. Ein Mangel macht ängstlich, neurotisch.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Aber: da wir Deutschen die <em>German Angst</em> so sehr lieben und als normalen Geisteszustand verstehen, fällt&#8217;s ja nicht mal auf, wenn uns Serotonin im Oberstübchen fehlt. Insofern interessiert sich auch kaum jemand für <strong>mehr Tryptophan</strong>.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Stimmt nicht ganz: Die Süßigkeitensucht hierzulande ist oft Zeichen des Serotonindefizits, denn der durch Zucker hervorgerufene massive Insulinspike sorgt dafür, dass mehr Tryptophan über die Bluthirnschranke kommt und mehr Serotonin gebildet wird&#8230;</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Erst, wenn man es selbst mal erlebt, <em>versteht</em> man Tryptophan und Serotonin wirklich. Doch dafür braucht&#8217;s halt erst mal mehr Tryptophan. Zum Beispiel über tryptophanreiche Lebensmittel wie Whey-Protein. Oder halt als niedrig dosiertes NEM.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Tryptophan macht sogar Schweine gechillt, wie man heute sagt&#8230;</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323314 aligncenter" title="Bildschirmfoto 2023 11 27 um 16.59.44" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/Bildschirmfoto-2023-11-27-um-16.59.44.png" alt="Bildschirmfoto 2023 11 27 um 16.59.44" width="580" height="147" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/Bildschirmfoto-2023-11-27-um-16.59.44.png 1320w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/Bildschirmfoto-2023-11-27-um-16.59.44-300x76.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/Bildschirmfoto-2023-11-27-um-16.59.44-1024x259.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/Bildschirmfoto-2023-11-27-um-16.59.44-768x194.png 768w" sizes="auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px" /></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Mehrere aktuelle Studien kommen zum Schluss, dass der Serotoninmangel – sowohl induziert durch Genetik als auch durch Umwelteinflüsse (z. B. Stress) und Tryptophanmangel – enormen Einfluss auf die psychische Gesundheit hat (<a href="https://www.nature.com/articles/s41598-023-31495-x">Q</a>, <a href="https://doi.org/10.1093/nutrit/nuac042">Q</a>, <a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2022/12/221215120730.htm">Q</a>).</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Entzündung klaut Tryptophan</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Problem nur: Tryptophan wird im Kontext von Entzündungen über komplexe biochemische Wege (&#8222;Kynureninweg&#8220;) zu überwiegend anti-entzündlich, teils neurotoxisch und teils immunsuppressiv wirksamen Botenstoffen abgebaut, meistens um die Entzündung zu bremsen.</span></p>
<figure id="attachment_323310" aria-describedby="caption-attachment-323310" style="width: 778px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323310 " title="ijms 22 11714 g001" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/ijms-22-11714-g001.png" alt="ijms 22 11714 g001" width="778" height="507" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/ijms-22-11714-g001.png 3368w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/ijms-22-11714-g001-300x196.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/ijms-22-11714-g001-1024x667.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/ijms-22-11714-g001-768x501.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/ijms-22-11714-g001-1536x1001.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/ijms-22-11714-g001-2048x1335.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 778px) 100vw, 778px" /><figcaption id="caption-attachment-323310" class="wp-caption-text"></span> <span style="font-family: proxima-nova;"><em>Tryptophan kann zu Serotonin und Melatonin konvertieren oder über den s. g. Kynureninweg abgebaut werden. </em></span></figcaption></figure>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Wenn&#8217;s chronisch wird, fehlt Tryptophan dann zur Serotoninsynthese, was u. a. neueren Studien zufolge mit den neuroimmunologischen Konsequenzen von Longcovid (&#8222;Brainfog&#8220;) assoziiert wird (<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0092867423010346">Q</a>).</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Peripherer Serotoninmangel beeinträchtigt die Kognition durch verminderte Signalübertragung über den Vagusnerv.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Soll heißen: <strong>Viel Entzündung im Körper, wenig(er) Tryptophan, mehr Weltschmerz.</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die meisten von uns sind entzündet, wenig Tryptophan führen wir ohnehin zu und eine schwelende Lethargie kennen auch nicht wenige Menschen hierzulande.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Jedenfalls hatten wir <a href="https://genetisches-maximum.de/zink/neue-studie-das-paradebeispiel/">hier</a> bereits besprochen, wie Tryptophan und -abkömmlinge <strong>vor allem im Darm erheblichen Einfluss auf Entzündungsgeschehen</strong> haben und so die Darmintegrität stärken.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das wird durch zahlreiche aktuelle Studien gestützt (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36521060/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35859741/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35624736/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19428234/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28113104/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37688392/">Q</a>).</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Neue Studie: Mehr Tryptophan, weniger Darmentzündung</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In einer <a href="https://www.nature.com/articles/s41467-023-43211-4">aktuellen Studie</a>, publiziert im renommierten Fachmagazin <em>Nature Communications</em>, wird gezeigt, dass Tryptophan die Zahl jener Immunzellen im Darm erhöht, die Entzündung unterdrücken und Toleranz induzieren (<em>Treg</em>).</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dafür nutzte man ein Mausmodell der <em>Colitis ulcerosa, </em>eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung. Und finden prompt:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Im Vergleich zu Mäusen, die kein zusätzliches Tryptophan erhielten, verdoppelte sich die Anzahl der entzündungshemmenden T-Zellen im Dickdarmgewebe.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Colitis-Symptome reduzierten sich, und zwar sogar eine Zeit lang, nachdem die Tryptophangabe bereits gestoppt war. Doch Vorsicht: <strong>Tryptophan funktionierte nur richtig als Prävention, nicht, wenn es gerade einen akuten Schub gab.</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die wichtigste Aussage fiel dann im Diskussionsteil dieser hochwertigen Arbeit:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">In Anbetracht der Tatsache, dass Tryptophan in allen eiweißhaltigen Nahrungsmitteln allgegenwärtig ist, deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass eine Ernährung mit wenig bzw. viel Tryptophan oder die Gesamtmenge an Tryptophan, die über einen bestimmten Zeitraum aufgenommen wird, erhebliche Auswirkungen auf die Immunhomöostase des Dickdarms haben kann.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das obligatorische Louis de Funès-Meme an dieser Stelle spare ich mir heute. Jedenfalls wird wieder einmal klar, warum eine Ernährung mit <a href="https://genetisches-maximum.de/aminosaeuren/der-eiweiss-hack/">viel hochwertigem Protein</a> in vielen Kontexten schützend wirkt.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Der gesunde Menschenverstand</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich weiß nicht, warum Menschen immer wieder der Meinung sein können, dass ein (chronischer) Mangel an irgendwas irgendwas Positives bewirken kann.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Klassisches Beispiel: Vitamin D. Es sind zwar 80 % der Leute im Winter suboptimal damit versorgt, nicht wenige rutschen in erhebliche Mangelbereiche &#8230; aber das sei kein Problem – &#8222;vielleicht hat der saisonale Mangel ja sogar was Gutes&#8220;.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Bestimmt!</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Woher kommt die Idee, dass diese Art der Selbstkasteiung positive Effekte haben kann?</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Liegt das Problem eigentlich viel tiefer begraben und ist es eine Form des Selbsthasses oder eines Mangels an Selbstwertgefühl? <strong>Der Weg zum Erfolg liegt darin, sich selbst wehzutun?</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Sich selbst zu opfern, auch, wenn man es selbst gar nicht so wahrnimmt, ist kein besonders toller heroischer Akt, der irgendwem hilft – wie uns gewisse politische Strömungen immer suggerieren –, sondern vielleicht schlicht Ausdruck eines tiefen Selbsthasses.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Zumindest für Gesundheit und Wohlbefinden braucht es aber einen <strong>gesunden Egoismus</strong>. Sollte man sich gut merken &#8230; so für den Fall&#8230;</span></p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/aminosaeuren/tryptophan-immer-sympathischer/">Tryptophan immer sympathischer</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/aminosaeuren/tryptophan-immer-sympathischer/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>28</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Einfache Wahrheiten</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/einfache-wahrheiten/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/einfache-wahrheiten/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Nov 2023 08:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=323290</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Kontext unseres immer komplexer werdenden Lebens (&#8222;Informationszeitalter&#8220;), sind einfache Wahrheiten ein bisschen die Oase in der Wüste. Beispiele gefällig? 17 einfache Wahrheiten Tierprodukte sind die nährstoffreichsten Lebensmittel. Bis auf Hülsenfrüchte ist pflanzliche Kost generell [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/einfache-wahrheiten/">Einfache Wahrheiten</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Kontext unseres immer komplexer werdenden Lebens (&#8222;Informationszeitalter&#8220;), sind <strong>einfache Wahrheiten</strong> ein bisschen die Oase in der Wüste. Beispiele gefällig?</p>
<h2>17 einfache Wahrheiten</h2>
<ol>
<li>Tierprodukte sind die nährstoffreichsten Lebensmittel.</li>
<li>Bis auf Hülsenfrüchte ist pflanzliche Kost generell nährstoffarm und für den Menschen minderwertig.</li>
<li>Weißmehl hat keinen ernährungsphysiologischen Mehrwert für dich.</li>
<li>Mehr hochwertiges Eiweiß verbessert die Körperkomposition (mehr Mager- und weniger Fettmasse).</li>
<li>Die Stoffwechselgesundheit eines Menschen erkennt man oft auf einen Blick.</li>
<li>Ernährungsformen wirken nicht &#8222;magisch&#8220; – die meisten Stoffwechselanomalien kehren sich um, wenn jemand überschüssige Fettmasse verliert.</li>
<li>Regelmäßige Erreger- und Mikrobenexposition ist entscheidend für die Funktion unseres Immunsystems – schwere Infektionen schaden.</li>
<li>Regionale Kost hat in vielerlei Hinsicht ein besseres Risikoprofil als Nahrungsmittel unbekannten Ursprungs.</li>
<li>Der Kontakt zur Natur und zur Urgewalt des Lebens (Wald, Hitze, Kälte, Meer, Sonnenauf- und untergänge uva.) macht gesund.</li>
<li>Homöostase ist der Schlüssel – &#8222;Sola dosis facit venenum&#8220;</li>
<li>Daher: Du bist nicht krank, du trinkst nur zu viel Kaffee (an der Stelle kannst du Junkfood, Rauchen, Alkohol, Pornos, Medienkonsum etc. einsetzen)</li>
<li>Das Leben ist einfach (Familie, Sport, gutes Essen, Natur usw.) – in der Komplexität findest du nicht das Glück, nach dem du suchst.</li>
<li>Wir Deutschen sind nachgewiesenermaßen nicht gut mit Omega 3, Vitamin D, Selen, Magnesium, Vitamin C, Folat, Cholin, Iod, Vitamin K2 und Retinol (Vitamin A) versorgt – nahezu jeder profitiert von sinnvoller Ergänzung.</li>
<li>Jeder strebt instinktiv nach seinem genetischen Maximum – Leidenschaft, Hingabe und Liebe sind die Merkmale dafür, dass du auf dem richtigen Weg dahin bist.</li>
<li>Sport ist Leben – ohne Sport, kannst du nicht gesund sein und bleiben.</li>
<li>Guter, erholsamer, ausreichend langer Schlaf (7-9 Std.) ist wichtiger als du denkst.</li>
<li>Wenn&#8217;s dir gesundheitlich schlecht geht, lass weg! Fasten und Ausschlussdiäten sind ein Heilmittel.</li>
</ol>
<h2>Wenn man sich nicht dran hält</h2>
<p>Problematisch wird&#8217;s erst, wenn man sich an diese Regeln nicht hält. Denn dann passiert was ganz Eigenartiges. Der Mensch wird komisch und verkennt diese Spielregeln des Lebens. Stattdessen erfindet er seine eigenen Spielregeln.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Spannend ist, dass solche Menschen nicht nur ihre eigenen Ideen überhöhen und die Biologie damit verhöhnen. Sie versuchen in der Regel auch aktiv, die oben genannten Punkte zu widerlegen.</p>
<p>Das funktioniert nicht, denn letztlich hängen wir an unserer Biologie wie ein Jo-Jo am Finger ;-) Der Aufprall in der Realität kann dann sehr wehtun – bei den meisten ist es aktuell der Herzinfarkt. Bei vielen zeitlebens der Weltschmerz und die Depression.</p>
<p>Das Wissen über diese Ureigenheiten des Lebens erzeugen Gelassenheit und Fassungslosigkeit zugleich. Denn obwohl man weiß, dass der Mensch – egal, wohin er glaubt zu gehen – wieder am Ausgangspunkt landet, ist man erschüttert darüber, wie weit weg er zwischenzeitlich ist.</p>
<p>Was uns wieder zur Einleitung bringt: Der Komplexität mit Einfachheit begegnen. An der Stelle erlaube ich mir, auf unseren, von mir eigens erstellten <a href="https://edubily.de/products/grundlagen-biochemie">eduBasics-Kurs</a> hinzuweisen. Passt nämlich genau zu diesem Thema.</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/einfache-wahrheiten/">Einfache Wahrheiten</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/einfache-wahrheiten/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>17</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das kleine Erfolgsgeheimnis</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/motivation/das-kleine-erfolgsgeheimnis/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/motivation/das-kleine-erfolgsgeheimnis/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phil Böhm]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 May 2017 22:07:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=9197</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ich arbeite derzeit mit vielen Menschen zusammen, die mich in manchen Punkten ziemlich beeindrucken. Das sind z. B. Menschen, die in Nature publiziert haben. Nature ist das Journal und jeder vom Fach weiß, dass man&#8217;s als Wissenschaftler [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/motivation/das-kleine-erfolgsgeheimnis/">Das kleine Erfolgsgeheimnis</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich arbeite derzeit mit vielen Menschen zusammen, die mich in manchen Punkten ziemlich beeindrucken. Das sind z. B. Menschen, die in <em>Nature</em> publiziert haben.</p>
<p>Nature ist <em>das</em> Journal und jeder vom Fach weiß, dass man&#8217;s als Wissenschaftler ziemlich gepackt hat, wenn man seinen Namen auf der Website von Nature liest.</p>
<p>Das, was mich am meisten beeindruckt, ist das unglaubliche Durchhaltevermögen dieser Menschen. Die funktionieren wie Uhrwerke, sind sehr zielstrebig und, das Wichtigste, hören bzw. geben einfach nie auf. Die haben einen unglaublichen Willen.</p>
<p>Früher hätte ich gesagt, sowas trifft man nur im Hochleistungssport an. Anscheinend weit gefehlt.</p>
<p>So wären wir wieder beim Thema. Es gibt Überschneidungen. Gewisse &#8222;Spielregeln&#8220; gelten für den Sport, gelten aber auch für das &#8222;normale Leben&#8220;.</p>
<p>Oder? Im Leben, im Labor oder im Sport gibt es oft, vielleicht sehr oft Momente, in denen wir die Stimme im Kopf hören, die uns anfleht, einfach aufzuhören. Alles hinzuwerfen.</p>
<blockquote><p>Wohlgemerkt: Ein stupides Weitermachen, während der Körper (bzw. die Psyche) vor die Hunde geht, ist saudämlich. Das nennt man Burnout. Gerade deshalb sollte man sich <em>zuerst</em> um die eigene Biochemie (Ferritin, Vitamin D, Eiweiß und Co.) kümmern und darum, zügig, ordentlich und vollständig zu regenerieren &#8212; die eigentliche Kunst. Dann aber gilt die Regel: Dann, wenn es beginnt, weh zu tun, gibt es noch viel, viel Spielraum.</p></blockquote>
<p>Ja, man kann sagen: das Leben als Mensch fühlt sich oft ziemlich hart an.</p>
<p>In solchen Momenten denke ich oft an Jack Lalanne. Ein großes Vorbild für uns alle. Der hat mal gesagt:</p>
<blockquote><p>Sterben ist einfach. Um zu leben, muss man sich den A*sch aufreißen. Es ist wie beim Sport. Du musst dafür trainieren. Du musst richtig essen. Du musst dich bewegen. Dein &#8222;Gesundheitskonto&#8220; und dein Bankkonto &#8212; es ist das Gleiche. Je mehr du drauf packst, umso mehr kannst du abheben. Sport ist der König. Ernährung die Königin. Zusammen ergibt es ein Königreich.</p></blockquote>
<p>Sterben ist einfach.</p>
<p>Das ist kein &#8222;böser&#8220; Glaubenssatz, der das Leben erschwert. Im Gegenteil. Wenn wir anerkennen, dass das Leben von uns verlangt, dass wir aktiv tun müssen, bekommen wir ein anderes Mindset. Hinlegen, nichts tun, sterben, das dürfen wir jederzeit. Das ist einfach. Willst du <em>leben</em>, musst du dir den A*sch aufreißen.</p>
<p>Genau das haben die o. g. Nature-Menschen begriffen. Die haben das Mindset, die haben die Eier in der Hose.</p>
<p>Sehr passend dazu finden wir andere Zitate, z. B. von Will Smith.</p>
<p>Der meint:</p>
<blockquote><p>Die Schlüssel fürs Leben ist &#8222;Laufen und Lesen&#8220;. Wenn du läufst, taucht diese Stimme in deinem Kopf auf, die dir sagt, &#8222;Ich bin so erschöpft, meine Lungen explodieren, mir tut alles weh, ich kann nicht mehr weitermachen&#8220;. Du willst aufhören. Wenn du aber lernst, diese Stimme in deinem Kopf zu besiegen, wirst du lernen, nicht aufzugeben, wenn es im Leben hart wird.</p></blockquote>
<p><strong>You will learn how to not quit when things get hard in your life. </strong></p>
<p>Und wieso &#8222;Lesen&#8220;? Weil, so Will Smith, es kein Problem auf dieser Welt gibt, das nicht bereits von einem anderen Menschen erlebt wurde. Es gibt kein Problem, das nicht bereits in Form eines Buches gelöst wurde.</p>
<p>Das ist die gute Nachricht, nicht wahr? Du liest ja gerade schon.</p>
<p>Will Smith weiß genau Bescheid. Man kann darüber lächeln und abwinken, oder es bitterernst nehmen, weil man weiß, dass es stimmt. Dieser Punkt aber kann einen wirklich umbringen &#8212; deshalb sollte man immer gut darüber nachdenken, ob man den Glaubenssatz so wirklich verinnerlichen will.</p>
<p>Hören wir mal hin:</p>
<blockquote><p>Das einzige, was mich wirklich von anderen unterscheidet: Ich habe keine Angst davor, auf dem Laufband zu sterben. Mich kriegt man nicht kaputt. Punkt. Du hast vielleicht mehr Talent als ich. Du bist vielleicht schlauer als ich. Du siehst vielleicht besser aus als ich. Du kannst alles sein &#8212; besser in 9 von 10 Kategorien. Aber wenn wir beide aufs Laufband gehen, dann gibt es genau zwei Möglichkeiten: Du gehst zuerst runter. <strong>Oder ich sterbe</strong>.</p></blockquote>
<p>Diese ernst gemeinte Erbarmungslosigkeit kann letztlich dazu führen, dass wir sehr erfolgreich sind oder &#8230; tatsächlich sterben. Das habe ich beinahe so erlebt, leider. Deshalb sollte man immer sehr vorsichtig sein, an was man so glaubt.</p>
<p>Ich hatte ein großes Idol früher. Heute noch. Nie mehr habe ich so viel gelernt als bei ihm. Jeder hatte großen Respekt vor dem Kerl. Für mich war er immer ein Rätsel. Ein anderer Trainer hatte über ihn mal gesagt: <strong>Den kriegt man einfach nicht kaputt.</strong></p>
<p>Ich weiß heute: Es war zu 80 % seine unglaubliche Psyche.</p>
<blockquote><p>&#8222;Nicht denken, machen!&#8220;</p></blockquote>
<p>Es gibt kein Erfolgsgeheimnis. Nur eine Einstellung. Im Kopf. Die wiederum muss man trainieren, am besten beim Sport.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/motivation/das-kleine-erfolgsgeheimnis/">Das kleine Erfolgsgeheimnis</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/motivation/das-kleine-erfolgsgeheimnis/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zwei einfache Tipps für eine bärenstarke Psyche</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/motivation/zwei-einfache-tipps-fuer-eine-baerenstarke-psyche/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/motivation/zwei-einfache-tipps-fuer-eine-baerenstarke-psyche/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Apr 2017 11:18:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=9104</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wir leben nun mal in unserem Gehirn. Wenn unser Gehirn nicht mag, können wir uns noch so anstrengen, das Leben fühlt sich nicht gut an. Umgekehrt kennen wir alle den Begriff Resilienz, die Widerstandsfähigkeit &#8212; [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/motivation/zwei-einfache-tipps-fuer-eine-baerenstarke-psyche/">Zwei einfache Tipps für eine bärenstarke Psyche</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir leben nun mal in unserem Gehirn. Wenn unser Gehirn nicht mag, können wir uns noch so anstrengen, das Leben fühlt sich nicht gut an. Umgekehrt kennen wir alle den Begriff Resilienz, die Widerstandsfähigkeit &#8212; wie gut wirst du mit deinen Problemen, mit den Hürden im Leben fertig?</p>
<p>Mein großes Idol früher war Chris McCormack. Ein unglaublicher Typ. Der hat später mal ein Buch geschrieben, &#8222;I&#8217;m Here to Win&#8220; &#8212; das war lange Zeit auch mein Lebensmotto. Wenn schon, denn schon. Ich bin hier, also will ich auch gewinnen. Der wusste, dass Gewinnen im Kopf gemacht wird. Und dafür brauchen wir ein gesundes, fittes Gehirn.</p>
<p>Wer dann Motivation braucht, hört noch mal genau hin:</p>
<blockquote><p>&#8222;Success in the sport is, above all else, <em>about enduring suffering</em>.&#8220;</p></blockquote>
<p>Ab dann sind wir wieder bei Resilienz. Wir müssen akzeptieren, dass das Leben, nicht nur der Sport, manchmal weh tut. Im Endeffekt kommt es darauf an, wie gut wir das aushalten.</p>
<p>Die folgenden zwei Tipps helfen mir sehr und werden auch dir helfen, auch wenn ich davon überzeugt bin, dass viele langjährigen edubily-Leser das eh schon beherzigen.</p>
<h2>1. Gönn dir eine Zucker-Auszeit</h2>
<p>Saccharose, Haushaltszucker oder &#8212; 50 % davon &#8212; Fruktose ist anders. Studie über Studie wird gezeigt, dass Saccharose ganz anders im Körper wirkt als andere Kohlenhydrate, vor allem das Glukose-Polymer Stärke. Beide wirken so profund unterschiedlich, dass immer wieder betont werden muss, wie wichtig es ist, das eindeutig zu differenzieren.</p>
<ol>
<li>Fruktose stimuliert das noradrenerge System im ZNS, heißt: es pusht, macht ggf. unruhig, zappelig, vielleicht sogar ängstlich in den falschen Situationen. Wir aber brauchen einen ruhigen und klaren Geist. In der Ruhe liegt immer noch die Kraft.</li>
<li>Fruktose ist ein profunder Gen-Modulator, schaltet wie fast keine andere Substanz den Energiestoffwechsel der Leber ab. Das hat mehr oder weniger starke Implikationen. Das große Problem für unseren Geist: Fruktose schaltet die ß-Oxidation aus und hemmt somit die Ketogenese. Ketonkörper, sogar in ganz niedrigen Dosen, sind aber wichtig für das Gehirn, sind der leise Schalldämpfer im Hintergrund.</li>
<li>Saccharose <a href="https://genetisches-maximum.de/kohlenhydrate/eingeschlafener-stoffwechsel/">hemmt den Abfall von Schilddrüsenhormonen</a>. Das mag super klingen &#8212; ist es kontextabhängig auch. Wenn wir aber eine große Ladung Stress abbekommen, dann versucht der Körper damit zu copen, indem der das aktive T3 ein bisschen runterschraubt. Das ist gut und wichtig, denn das macht geistig handlungsfähig, sorgt dafür, dass die Ressourcen adäquat verteilt werden.</li>
</ol>
<p>Unterm Strich sorgt alleine ein temporärer Zuckerverzicht für ein ruhigeres Gemüt &#8212; ganz ohne dabei die Gesamtheit aller Carbs einschränken zu müssen, sprich, man muss nicht zwangsläufig in einer Ketose sein.</p>
<h2>2. Mehr Serotonin für eine stärkere Psyche!</h2>
<p>Erinnerst du dich an <a href="https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/serotonin-macht-den-konig/">die Affen-Geschichte</a>? Die Alpha-Tiere der Äffchen bekommen die Extraladung Serotonin von der Natur geschenkt. Das macht sie nicht aggressiv oder aufmüpfig, sondern ruhig, mit Weitblick versehen. Sorgt man bei normalen Beta-Tieren für eine Serotonin-Erhöhung, werden die plötzlich zum Alpha-Tier.</p>
<p>Auch wenn es uns, zumindest mir, nicht darum geht, der größte Fisch im Teich zu sein, könnten wir eine Ladung Serotonin gut gebrauchen, denn: auch uns macht Serotonin ruhig, gelassen, weise, besonnen. Alles, was wir brauchen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen und Standhaft zu sein.</p>
<p>Hier aber kommt der Punkt: Zu viele verlassen sich dabei noch auf die Extra-Tryptophan-Zufuhr. Meines Erachtens und meiner Erfahrung nach macht das schon Sinn &#8212; aber nur bedingt. Viel, viel wichtiger ist die Serotonin-Produktion im Darm, macht die doch &gt; 90 % unserer endogenen Serotonin-Synthese aus.</p>
<p>Darmbakterien-Liebhaber kennen sich aus: Füttert man Darmbakterien mit fermentierbaren Kohlenhydraten, auch Ballaststoffe genannt, scheinen die massiven Einfluss auf unsere Psyche zu haben. Der Switch von einer ballaststoffarmen zu einer ballaststoffreichen Ernährung kann einen massiven Einfluss auf unsere Psyche haben.</p>
<p>Die Gründe hierfür sind sicher vielfältig, die gesteigerte Serotonin-Synthese kann ein solcher Grund sein. Weitere Gründen können andere Metabolite der Bakterien sein, die Einfluss auf den Körper und den Geist haben. Es gibt zig Tausende Stoffe, die infrage kommen würden. Sicher können wir uns allerdings sein, dass Ballaststoffe dafür sorgen werden, dass die intestinale Barriere wieder besser funktioniert. Das wirkt einer Low-Grade-Entzündung entgegen &#8212; die aber kann via Zytokine unser komplettes Wohlgefühl lahmlegen, uns müde, krank und schwach fühlen lassen.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Es gibt sicher noch viele weitere Stellschrauben (<a href="https://genetisches-maximum.de/motivation/resilienz-so-wirst-du-psychisch-stabiler/">Eiweiß, zum Beispiel</a>), die beiden aber sollte wirklich jeder wenigstens einmal getestet haben. Sie sind einfach umzusetzen und haben sehr profunde Auswirkungen!</p>
<p>Here to Win ;-)</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/motivation/zwei-einfache-tipps-fuer-eine-baerenstarke-psyche/">Zwei einfache Tipps für eine bärenstarke Psyche</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/motivation/zwei-einfache-tipps-fuer-eine-baerenstarke-psyche/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Resilienz: So wirst du psychisch stabiler</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/motivation/resilienz-so-wirst-du-psychisch-stabiler/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/motivation/resilienz-so-wirst-du-psychisch-stabiler/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Jan 2017 20:33:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Eiweiß]]></category>
		<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=8529</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wollen wir nicht alle ein bisschen resilient sein? Was ist Resilienz? Resilienz beschreibt unsere psychische Widerstandsfähigkeit. Eng damit verwandt ist Hardiness und so weiter. Ja, ja. Immer diese fancy klingenden Wörter. Da es sich dabei um [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/motivation/resilienz-so-wirst-du-psychisch-stabiler/">Resilienz: So wirst du psychisch stabiler</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wollen wir nicht alle ein bisschen resilient sein?</p>
<h2>Was ist Resilienz?</h2>
<p>Resilienz beschreibt unsere psychische Widerstandsfähigkeit. Eng damit verwandt ist <em>Hardiness</em> und so weiter. Ja, ja. Immer diese fancy klingenden Wörter.</p>
<p>Da es sich dabei um ein Begriff aus der Psychologie handelt, tauchen natürlich immer nur die klassischen Faktoren auf. Also, wenn es um die Frage geht, was genau Resilienz entstehen lässt &#8212; oder das Gegenteil davon, die Vulnerabilität.</p>
<p>Resilienz ist gedanklich:</p>
<blockquote><p>Leonardi DiCaprio läuft im Film <em>The Revenant</em> gegen den eiskalten Schneesturm. Und hört nicht auf zu laufen, obwohl es viel leichter wäre jetzt zu sterben.</p></blockquote>
<p>Resilienz ist also die Fähigkeit, gegen die Strömung anzuschwimmen. Denn Probleme fühlen sich an wie Strömungen. Da wir uns allerdings nicht einfach fallen lassen können, müssen wir manchmal dagegen anschwimmen, auch wenn es weh tut oder wir uns wie gelähmt fühlen. <strong>Resilient ist der, der einfach weitermacht.</strong> Das hatten wir schon mal:</p>
<blockquote><p>Einfach weiterlaufen.</p></blockquote>
<p>Hier könnte man direkt ergänzen bzw. anmerken, dass auch ein psychischer Kraftaufwand <strong>Ressourcen</strong> <strong>verbraucht</strong>. Dazu gleich mehr.</p>
<p>Aus persönlicher und leidvoller Erfahrung weiß ich, dass selbst die hartnäckigsten und psychisch stärksten Individuen unter uns oft sehr nahe an der Grenze zum Aufgeben sind.</p>
<p>Das Paradoxe daran ist, dass wir oft nicht die armen Schlucker sind, die wie DiCaprio im Schneesturm irgendwo in der Wildnis ums Überleben kämpfen. Stattdessen hätten wir alle Ressourcen, um uns selbst zu helfen. Beispielsweise Psychologen, die uns erklären würden:</p>
<ul>
<li>Familie</li>
<li>Freunde</li>
<li>Religion</li>
<li>Gemeinschaft</li>
<li>Intelligenz</li>
<li>Mindfulness</li>
<li>etc.</li>
</ul>
<p>&#8230; sind wichtig. Sehr wichtig, wenn wir resilient sein wollen.</p>
<p>Das stimmt natürlich. Keine Frage.</p>
<h2>Was uns resilient macht</h2>
<p>Na ja. Bevor man die Frage klärt, was resilient macht, könnte man sich fragen, was das Gegenteil bewirkt. Was uns also schwach und anfällig werden lässt. Und diese Frage kann sich jeder selbst beantworten. Durch ein ganz banales Experiment:</p>
<blockquote><p>Man setzt sich acht Wochen lang auf eine proteinarme Ernährung.</p></blockquote>
<p>Plötzlich erstickt jede Motivation, jeder &#8222;Drive&#8220; im Keim. Natürlich hat das biochemische Ursachen, aber auf die will ich nach dem <a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/gesamteiweiss-deine-lebensqualitaet/">hundertsten Mal</a> nicht mehr eingehen. Außerdem kann man das ganze Spektakel nicht immer an irgendwelchen Neurotransmittern festmachen.</p>
<blockquote><p>Nach den acht Wochen fährt man die Aminosäure- bzw. Eiweiß-Zufuhr ganz dramatisch hoch. Und ergänzt das zum Beispiel mit zwei, drei Shakes, die eine maximale Menge an essentiellen Aminosäuren enthalten, zum Beispiel Whey-Protein.</p></blockquote>
<p><strong>Danach wird man manches oder gar vieles anders sehen. Das kann Weltbilder ändern.</strong></p>
<p>Resilienz in erster Linie, ist kein psychisches Konstrukt, das mal da ist, mal nicht. Resilienz kann ganz anders &#8222;gemacht&#8220; werden.</p>
<p>Freilich: wir werden dann nicht zu unverwundbaren Robotern. Ein bisschen Zutun braucht es schon auch. Wir starten allerdings von einer ganz anderen Basis aus. Wer das mal begriffen, aber in erster Linie ERLEBT hat, der wird sich (und vielleicht anderen) besser helfen können.</p>
<blockquote><p>Letztlich ist das Leben eben ein Sport-Event und wir, die Sportler, leiden oft an Burn-Out oder chronischer Erschöpfung, an Unlust, an Trainingsfaulheit oder an Motivationslosigkeit.</p></blockquote>
<p><strong>Um ein Leben lang ein guter Sportler zu sein, reicht es nicht, seinen Struktur-Bedarf mit Gummibärchen und Marmelade-Brot mit Butter zu decken. </strong>Ich kenne die Essgewohnheiten meiner Mitmenschen mittlerweile &#8230;</p>
<p>PS: Leider wird man selbst oft zum Schludrian. Wägt sich in Sicherheit und vernachlässigt Essentielles &#8212; im wörtlichsten Sinne. <strong>Alles Wichtige im Leben ist Eiweiß</strong>.</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/motivation/resilienz-so-wirst-du-psychisch-stabiler/">Resilienz: So wirst du psychisch stabiler</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/motivation/resilienz-so-wirst-du-psychisch-stabiler/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie Dunning und Kruger unser Leben prägen</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/motivation/dunning-kruger-experten-talkshow/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/motivation/dunning-kruger-experten-talkshow/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Nov 2016 13:53:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=8187</guid>

					<description><![CDATA[<p>Dunning und Kruger haben mal ein Phänomen beschrieben, heute bekannt als Dunning-Kruger-Effekt. Die Inkompetenten wissen nicht, dass sie inkompetent sind, weil sie das nur erkennen können, wenn sie kompetent sind. (Folgen sind beispielsweise, dass sie [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/motivation/dunning-kruger-experten-talkshow/">Wie Dunning und Kruger unser Leben prägen</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Dunning und Kruger haben mal ein Phänomen beschrieben, heute bekannt als Dunning-Kruger-Effekt.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die Inkompetenten wissen nicht, dass sie inkompetent sind, weil sie das nur erkennen können, wenn sie kompetent sind. (Folgen sind beispielsweise, dass sie sich selbst überschätzen, während sie die Expertise wirklicher Experten kaum oder nicht erkennen.)</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Dieses Phänomen können wir jeden Tag in den Talkshows live miterleben. Doch dazu gleich mehr.</p>
<p style="text-align: justify;">Grafisch könnte man das so darstellen:</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-8189 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/11/wie-es-ist-e1478773356232.png" alt="wie-es-ist" width="565" height="296" /></p>
<p style="text-align: justify;">Die Realität (oberes Bild) ist erst mal, dass wir sehr wenig wissen, oft viel weniger als uns eigentlich klar ist (s. o.). Drum: Ich &#8222;sehe&#8220; nur einen sehr kleinen Teil der Realität oder whatever.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-8188 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/11/was-wir-glauben-e1478773384861.png" alt="was-wir-glauben" width="538" height="291" /></p>
<p style="text-align: justify;">Die eigene Realität (unteres Bild) lässt uns glauben, wir würden alles (100 %) oder sagen wir &#8230; sehr viel wissen. Viel mehr, als wir eigentlich wissen. 100 % war überspitzt.</p>
<p style="text-align: justify;">So geht es mir natürlich auch. Nur ich weiß das wenigstens. Ich weiß um dieses Phänomen und kann es daher auch irgendwo berücksichtigen.</p>
<p style="text-align: justify;">Daher noch mal dieser Post: <strong>Wenn wir erkennen, dass wir oft viel, viel, viel, viel weniger wissen als uns lieb ist, dann werden wir vielleicht auch mal kleinlaut.</strong> Zum Beispiel was die Wahlen in den USA angeht. Keiner oder die wenigsten von uns (dazu zähle ich auch die Journalisten) leben dort, oder? Also &#8230; Na ja. Egal, wie das Paket nun ausgegangen ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Oben sprach ich kurz Talkshows an. Das Phänomen kennen wir alle. Denn: Dunning und Kruger funktioniert, wenn auch auf einer anderen Ebene, sogar rückwärts.</p>
<p style="text-align: justify;">Das geht dann so: <strong>Man nehme einen kleinen Teil aus einem riesigen Kontext und blase ihn so auf, dass es aussieht, als sei es das Ganze, die Wahrheit, das Non-plus-ultra, die Realität</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Beide Phänomene sehen wir stäääändig. Irgendwie nervt&#8217;s.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/motivation/dunning-kruger-experten-talkshow/">Wie Dunning und Kruger unser Leben prägen</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/motivation/dunning-kruger-experten-talkshow/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum Menschen keine tollen Versuchsobjekte sind</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/motivation/menschen-als-versuchsobjekte/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/motivation/menschen-als-versuchsobjekte/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Oct 2016 17:36:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=7966</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ab und zu wird kritisiert, dass Tierstudien genutzt werden, um Aussagen zu treffen. Das ist nachzuvollziehen. Abgesehen davon, dass man diesbezüglich nicht alle Tierstudien gleichsetzen kann, bieten Tiere einen gewissen Vorteil gegenüber Studien an Menschen. [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/motivation/menschen-als-versuchsobjekte/">Warum Menschen keine tollen Versuchsobjekte sind</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ab und zu wird kritisiert, dass Tierstudien genutzt werden, um Aussagen zu treffen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist nachzuvollziehen. Abgesehen davon, dass man diesbezüglich nicht alle Tierstudien gleichsetzen kann, bieten Tiere einen gewissen Vorteil gegenüber Studien an Menschen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ratten bzw. Mäuse kann man in Käfigen halten, ihnen immer das gleiche Futter geben, die Futter- bzw. Trinkmenge sogar kontrollieren, man kann die Licht-Exposition regulieren und man kann sogar das Verhalten gewissermaßen voraussagen, weil häufig relativ homogene Ratten- oder Maus-Stämme genutzt werden. Ganz wichtig auch: Wissenschaftler sorgen bei Experimenten immer dafür, dass das &#8222;System Ratte&#8220; oder &#8222;System Maus&#8220; ordentlich funktionieren <strong>darf</strong>, indem man die dafür nötigen essentiellen Substanzen ins Essen oder Trinken kippt, standardmäßig und ziemlich standardisiert. So ähnlich geht man übrigens auch bei Schlachtvieh vor.</p>
<p style="text-align: justify;">Heißt: Wir erzeugen einen kleinen, ziemlich stabilen Mikrokosmos, der auch &#8212; mit Blick auf die Versuchsergebnisse &#8212; ziemlich homogene Resultate liefert bzw. liefern <strong>kann</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Dann haben wir den Menschen. Der sich so ganz anders verhält und von Grund auf &#8230; komisch ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Dazu musste ich mich nur mal mit meinen damaligen Kommilitonen vergleichen. Wenn man gute Noten schreiben will, <em>dachte ich jedenfalls</em>, dann sollte man einfach den Stoff lernen. Dazu nehme ich das Vorlesungsskript in die Hand oder schalte es auf den PC-Bildschirm und &#8230; lerne.</p>
<p style="text-align: justify;">Zwischen Vorlesungsskript und Klausurnote gibt es eigentlich nicht sooo viel, <em>könnte man meinen</em>. Okay, wir könnten über Lerntechniken etc. sprechen, aber meine Erfahrung zeigt, dass die Variabilität hier gar nicht so groß ist. Soll heißen: Jedes Schulkind weiß, dass es spielend leicht lernt, wenn es halbwegs interessiert dabei ist und das Zeug ein paar Mal wiederholt, also durchliest, vielleicht auch mal drüber nachdenkt, vielleicht auch lustige Bilder entwickelt, um das Gelesene besser zu verankern. Gut.</p>
<p style="text-align: justify;">Gewundert habe ich mich dann oft über die Noten. Was ist da los, bei meinen Mitstudenten?</p>
<p style="text-align: justify;">Nun &#8230; Das beginnt freilich damit, dass nicht jeder die gleichen Interessen hat. Der eine liebt halt Biochemie, der andere vielleicht Ökologie. Klar. Diese Diskrepanz würde vielleicht wegfallen, wenn die nötige mentale Einstellung gegeben wäre, aber gut &#8230; Darüber könnte man reden.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber es gibt Mitstudenten &#8212; so war jedenfalls mein Eindruck &#8212; die wollten scheinbar alles daran setzen, keine gute Note zu schreiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Unvergessen in Neurobiologie. 1500-Seiten-Skript. Total durcheinander, keine Struktur, kein roter Faden, nix. Ich habe mich also, wie gewohnt, durchgequält, dieses Zeug einfach versucht zu verstehen (wird ja häufig geschmückt mit tollen Bildern) und &#8230; na ja &#8230; wiederholt. In der Regel ein- bis dreimal lesen und dann bleibt es für eine Zeit im Hirn.</p>
<p style="text-align: justify;">Irgendwann traf ich dann eine andere Studentin, die mir von ihrem Vorgehen berichtete. Sie holte dann, ganz stolz, ihr 300-Seiten-Heftchen raus, indem sie feinsäuberlich das komplette Neuro-Skript (das man ja im Internet downloaden kann) einmal abgeschrieben hat. Sie hat, wörtlich, tagelang gebraucht, um eine Struktur zu schaffen, den Stoff sinnvoll zu ordnen (für was eigentlich?). Die Oberhärte aber waren dann die Bilder. Sie hat einfach jedes Bild, das im Skript abgebildet war, neu gezeichnet. Aber nicht irgendwie hingekritzelt, sondern wirklich perfekt abgemalt. Schön mit Farben angemalt.</p>
<p style="text-align: justify;">Da dachte ich mir: Kein Wunder. Die braucht ja erst mal drei Monate für das Heft. Die Zeit hätte sie nutzen können, um den Stoff zu wiederholen, man hätte ja einfach das Skript nutzen können. Bezeichnend und ganz typisch: Die Zeit läuft weg und dann wird die eine Woche vor der Klausur auch noch krank. Wieder typisch: Fieber, Influenza, volles Programm. Könnte man das vielleicht abstellen? So wie ich das vor Jahren mit der richtigen Ernährung etc. gemacht habe?</p>
<p style="text-align: justify;">Ja. Das ist ja kein Einzelfall. Ich könnte das sicher noch mit etlichen Anekdoten erweitern.</p>
<p style="text-align: justify;">Viele Menschen machen einfach die komischsten Sachen, Sachen, die wir so niemals machen würden, die uns gar nicht in den Sinn kämen, weil sie &#8212; aus unserer Perspektive &#8212; so wirr und abstrus sind. Das ist der Mensch.</p>
<p style="text-align: justify;">Genau diesen Mensch, mit all seinen komischen Verhaltensweisen (woher kommen die überhaupt?), mit seinen Polymorphismen im Stoffwechsel, mit seiner Unperfektheit (immer krank, weil Zink-Mangel :-) ), genau den Menschen nutzt man dann für wissenschaftliche (!) Studien und glaubt, man könnte durch raffiniertes Studien-Design diese massiven Confounder eliminieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Mensch ist so besonders begabt, dass er es sogar schafft, genau das Gegenteil von dem zu tun, was man von ihm eigentlich will. Das muss sich nicht mal bewusst äußern, oft passiert es quasi einfach so. Du willst, dass er abnimmt? Er kann lt. ihm selbst ALLES richtig machen, aber irgendwie schafft er es dann doch, sich selbst zu sabotieren. Ich sag ja. Am besten du denkst überhaupt nicht darüber nach, wie das geht. Auf die abstrusen Ideen und Verhalten würden andere Leute gar nicht kommen. Siehe oben.</p>
<p style="text-align: justify;">Sagen wir mal so. Human-Studien können funktionieren, keine Frage.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber man sollte dann doch immer wieder daran denken, dass der Mensch eben ein doch sehr komisches Wesen ist, nahezu alles irgendwie kompensiert und kompensieren kann. Selbst gut gemeinte Ratschläge und Ratschläge, die &#8212; mit Blick auf die Wirkung &#8212; eigentlich todsicher sein sollten.</p>
<p style="text-align: justify;">An dieser Stelle könnte man dann ausholen und über Buch-Bewertungen sprechen. Da sind ja dieselben Menschen am Werk :-) Manchmal ziemlich unverständlich. Aber lassen wir das. Wir wissen ja, mit wem wir es zu tun haben. :-)</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/motivation/menschen-als-versuchsobjekte/">Warum Menschen keine tollen Versuchsobjekte sind</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/motivation/menschen-als-versuchsobjekte/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
