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	<title>Omega 3 - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
	<lastBuildDate>Sat, 08 Mar 2025 13:33:07 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Omega 3 - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<item>
		<title>3 Wochen 10 Studien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Mar 2025 13:33:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Mitochondrien]]></category>
		<category><![CDATA[Omega 3]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aus verschiedenen Gründen habe ich für drei oder vier Wochen keine neuen Studien gelesen. Und die Blog-Plattform hier macht mir auch zu schaffen. Doch nun habe ich alles aufgeholt. Und bin fast vom Stuhl gefallen, [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/omega-3/3-wochen-10-studien/">3 Wochen 10 Studien</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aus verschiedenen Gründen habe ich für drei oder vier Wochen keine neuen Studien gelesen. Und die Blog-Plattform hier macht mir auch zu schaffen.</p>
<p>Doch nun habe ich alles aufgeholt. Und bin fast vom Stuhl gefallen, wie viel Input ich beinahe verpasst hätte – und somit du! Das wollen wir mit einem kurzen Recap jetzt nachholen.</p>
<p>Festhalten und genießen.</p>
<ol>
<li><strong>Gen-Dicke haben’s schwerer – wirklich (<a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2025/03/250306152926.htm">Q</a>)</strong></li>
</ol>
<p>Menschen mit genetischer Neigung haben’s schwerer – sie müssen den Karren also immer stoppen, damit er nicht bergab ins Übergewicht fährt. Forscher folgern: Ewig-Schlanke sind nicht die Guten™ – und Dicke müssen sich erheblich mehr anstrengen, dann klappt’s aber auch.</p>
<ol start="2">
<li><strong>T-Zellen gegen Krebs (<a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2025/03/250305134822.htm">Q</a>) </strong></li>
</ol>
<p>edubily- und Blog-Leser wissen das: T-Zellen sind die Krebskiller unseres Immunsystems. Wissenschaftler haben nun entdeckt, dass ein Protein, das naturgemäß die Gerinnungsneigung des Blutes erhöht, die T-Zellfunktion drosselt und so die Metastasierung fördert. Was heißt das für uns? Gerinnungsneigung optimieren (<a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/es-brennt-mir-auf-der-zunge/">hier</a> z. B.), notfalls eine Prise Aspirin.</p>
<ol start="3">
<li><strong>Braunes Fettgewebe ist dein Schutzschild (<a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2025/03/250304114330.htm">Q</a>) </strong></li>
</ol>
<p>Das hatten wir <a href="https://genetisches-maximum.de/kontroverses/cold-thermogenesis-im-jahr-2018-brandneue-erkenntnisse/">hier</a> schon. Jetzt wurd’s definitiv bestätigt. Mehr braunes Fettgewebe in Versuchstieren verlängert das Leben erheblich, fördert die körperliche Leistungsfähigkeit und hält gesund, indem es vor Übergewicht, Insulinresistenz, Herzkreislauferkrankungen, Krebs und Alzheimer schützt. Oha! Frieren und Sport lohnen massiv.</p>
<ol start="4">
<li><strong>Tattoo oder nicht? (<a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2025/03/250303141854.htm">Q</a>)</strong></li>
</ol>
<p>Manchen Menschen stehen sie ja – mir vermutlich eher nicht, daher hab ich keine. Mir schien es aber schon immer suspekt, mir etwas unter die Haut spritzen zu lassen. „Unter die Haut“ deshalb, weil die Partikel nicht an Ort und Stelle verbleiben sondern über Lymphbahnen transportiert werden – eine Studie hat soeben herausgefunden, dass diese Partikel das Immunsystem aktivieren und das Krebsrisiko (Lymphkrebs) deutlich erhöhen können.</p>
<ol start="5">
<li><strong>„Nitrostress“ plötzlich gesund (<a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2025/02/250227125516.htm">Q</a>) </strong></li>
</ol>
<p>Wer kennt ihn nicht, den<em> nitrosativen Stress</em>. War in alternativen Kreisen lange Zeit der Bad Guy. Bloß kein Arginin, kein NO, weil das könnte ja den bösen Nitro-Stress machen. Um die Sache aufzuklären, hatte ich sogar <a href="https://www.amazon.de/Arginin-Citrullin-Stickstoffmonoxid-metabolischen-kardiovaskulaeren/dp/1544069022">ein Buch</a> geschrieben. Eine Studie zeigt nun: Nur mit reaktiven Nitro-Spezies (aus NO) kann das Immunsystem Bakterien nachhaltig abtöten. Arginin fürs Immunsystem!</p>
<ol start="6">
<li><strong>Astronauten müssen dreckiger werden (<a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2025/02/250227124856.htm">Q</a>) </strong></li>
</ol>
<p>Nein… nicht so ;-) Aber kannst du dich noch erinnern, als man uns in der Coronapandemie <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/immunschuld/">erzählen wollte</a>, dass Astronauten in quasi-sterilen Umgebungen ja auch kein schwächeres Immunsystem bekommen? Jetzt fragen Wissenschaftler sich, wie man Raumfahrten „schmutziger“ machen kann, um mehr Mikrobenkontakt herzustellen – denn das sei „gesund“. :-) Ach ja…</p>
<ol start="7">
<li><strong>DASH gegen Schuppenflechte (<a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2025/02/250221125549.htm">Q</a>) </strong></li>
</ol>
<p>DASH kennen wir. Das ist die „gesunde Ernährung“, die vom NIH empfohlen wird. Ursprünglich, um den Blutdruck zu senken. Nun hat man entdeckt, dass Menschen, die so gar nicht danach essen, ein nahezu vierfach höheres Risiko für schlimmere Psoriasis-Verläufe haben. Soll konkret heißen, „Obst, Gemüse, hochwertige Kohlenhydrate, mageres Fleisch, Fisch, Magermilchprodukte und Nüsse“ machen auch hautgesund. Na sowas.</p>
<ol start="8">
<li><strong>Heilmittel gegen Demenz (<a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2025/02/250220122553.htm">Q</a>) </strong></li>
</ol>
<p>… ist Bewegung. Eine Studie mit 90.000 britischen Erwachsenen hat soeben gezeigt, dass 35 Minuten pro Woche (!) moderate bis intensive Bewegung das Demenzrisiko um unglaubliche 41 % senkt. Es wird aber noch besser: Menschen, die ihren Arsch 140 Minuten pro Woche bewegen, haben nahezu 70 % weniger Demenz. Also kostengünstiger und effektiver wird’s nicht.</p>
<ol start="9">
<li><strong>B12 zu niedrig (<a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2025/02/250218203749.htm">Q</a>) </strong></li>
</ol>
<p>Immer werden wir gefragt, warum B12 in manchen Präparaten bei uns „so hoch“ dosiert sei. Das ist ja nicht hoch, das ist etwas höher, weil das normal ist. Das bestätigt eine aktuelle Studie. Die hat nämlich den B12-Wert von älteren Menschen gemessen und festgestellt, dass selbst „gute“ B12-Spiegel (414,8 pmol/L) zu niedrig sind – im Vergleich zu höheren Spiegeln waren sie mit gesteigerten Defekten an der Hirnsubstanz assoziiert. Oha! Tipp: Nicht B12 messen, sondern Holo-Trans-B12.</p>
<ol start="10">
<li><strong>Typ-2-Diabetes = kaputte Mitos (<a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2025/02/250207152714.htm">Q</a>) </strong></li>
</ol>
<p>Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Eine Studie konnte zeigen, dass kaputte Mitochondrien unter anderem die Zellen der Bauchspeicheldrüse so schädigen, dass sie nicht reifen. Diese Reifung ist aber nötig, damit sie normal funktionieren, und normale Insulinspiegel produzieren. Typ-2-Diabetes, könnte man sagen, ist die Endstufe der Mito-Dysfunktion. Lässt sich natürlich alles umkehren…</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Dein Lebensstil ist der wichtigste Schlüssel, den du hast.</p>
<p>LG</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/omega-3/3-wochen-10-studien/">3 Wochen 10 Studien</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Vitamin D: Die Verblödung geht weiter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2023 09:13:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Omega 3]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin D3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Da schickt mir kürzlich jemand per Instagram wieder einmal einen Link zu einem neuen Vitamin-D-Beitrag vom SWR. Titel: Doc Fischer – Vitamin D &#8211; wie sinnvoll sind Vitamin D-Präparate? Es ist ja vorher immer schon [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/omega-3/vitamin-d-die-verbloedung-geht-weiter/">Vitamin D: Die Verblödung geht weiter</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Da schickt mir kürzlich jemand per Instagram wieder einmal einen Link zu einem <a href="https://www.google.com/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=2ahUKEwjVsfu1y9D8AhXl7rsIHUolAeYQtwJ6BAgIEAI&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.ardmediathek.de%2Fvideo%2Fdoc-fischer%2Fvitamin-d-wie-sinnvoll-sind-vitamin-d-praeparate%2Fswr%2FY3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE3OTIyMDI&amp;usg=AOvVaw1yvIiolBn3qNfpg45oRP96">neuen Vitamin-D-Beitrag vom SWR</a>. Titel: <em>Doc Fischer – Vitamin D &#8211; wie sinnvoll sind Vitamin D-Präparate?</em></p>
<p>Es ist ja vorher immer schon absehbar, was der Tenor dieser Sendungen sein wird. &#8222;Vitamin D ist unnötig und gefährlich&#8220;. Da kann wirklich eine ganze Datenlandschaft zeigen, dass Vitamin-D-Ergänzung schützt, wenn man den typischerweise halbjährigen D-Mangel damit ausgleicht, es finden sich immer &#8222;Hausärzte&#8220; und irgendwelche Professoren, von denen man noch nie gehört hat, die das absolute Gegenteil davon erzählen.</p>
<p>Da denke ich mir immer: Wieso wollen die eine Gesellschaft ständig in eine erlernte Hilflosigkeit drängen? Haben die Angst um ihren Job, oder was ist das Problem? Doch was ich in diesem Beitrag, den ich mir wirklich mit Mühe – natürlich auf 2x gestellt – angeschaut habe, sehe und höre, schlägt dem Fass den Boden aus.</p>
<h2>Verzerrte Darstellung der VITAL-Studie</h2>
<p>Zunächst einmal wird die <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31733345/">VITAL-Studie</a> referenziert. Das sei die bisher größte &#8222;Goldstandard-Studie&#8220; zu Vitamin D. Die würde noch immer laufen, aber es gebe bereits Ergebnisse. Ich zitiere mal aus der Studie:</p>
<blockquote><p>Die VITamin D and OmegA-3 TriaL (VITAL) war eine landesweite, randomisierte, placebokontrollierte, 2 × 2 faktorielle Studie mit täglichem Vitamin D3 (2000 IE) und marinen Omega-3-Fettsäuren (1 g) zur Primärprävention von Krebs und CVD bei 25.871 US-Männern im Alter von ≥50 und Frauen im Alter von ≥55, darunter 5106 Afroamerikaner.</p></blockquote>
<p>Klingt gut. Man hat also 2000 IE und 1 g Omega-3-Fettsäuren gegeben und hat sich dann angeschaut, wie sich das nach ein paar Jahren auf Herzkreislauferkrankungen und Krebs auswirkt. Erste Auswertungen der Studie hatten in der Tat ergeben, dass Vitamin D das Risiko für Herzkreislauferkrankungen und Krebs nicht senkt, weitere Analysen zeigten zudem keine Effekte auf Schlaganfälle und Knochenbrüche bzw. Stürze.</p>
<p>Genau das wird natürlich genüsslich ausgeschlachtet. Was nicht erzählt wird: <strong>Die Probanden hatten im Schnitt bereits einen Basis-Vitamin-D-Wert von knapp 80 nmol/L, also 32 ng/ml.</strong> Das ist jetzt sicher kein allzu hoher Werte, aber das ist weder eine suboptimale Versorgung noch ein Mangel. Tatsächlich hatten gerade einmal rund 10 % der Probanden in dieser Studie einen Mangel.</p>
<p>Ganz anders sieht es bei uns in Deutschland aus.<strong> Hier sind 80 % der Menschen halbjährlich suboptimal versorgt bzw. im Mangel, mit Werten um 30 nmol/L. Im Schnitt haben die Deutschen lt. RKI-Studie von <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26162848/">Rabenberg et al. (2015)</a> 45,6 nmol/L (20 ng/ml), sind also im Schnitt ganzjährig suboptimal versorgt.</strong> Also diese wesentlichen Unterschiede muss man doch mal verstehen, oder? Wer keinen Mangel hat, wird nicht profitieren.</p>
<p>Die Studie hatte noch einige weitere Schwächen.</p>
<ul>
<li>So wurde der Vitamin-D-Wert im Verlauf nur noch bei einer kleinen Menge an Probanden nochmal bestimmt.</li>
<li>Ungefähr die Hälfte der Teilnehmer nahm bereits Vitamin D ein.</li>
<li>Die Studie adjustiert nicht für Sonnenexposition und andere modifzierende Faktoren (Büroarbeit).</li>
<li>usw.</li>
</ul>
<p>Die Limitationen wurden längst auch in <a href="https://www.europeanreview.org/wp/wp-content/uploads/3142-3147.pdf">kritischen Stellungnahmen</a> aufgearbeitet:</p>
<p><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/01/Bildschirmfoto-2023-01-18-um-09.30.54.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-322094 aligncenter" title="Bildschirmfoto 2023 01 18 um 09.30.54" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/01/Bildschirmfoto-2023-01-18-um-09.30.54.png" alt="Bildschirmfoto 2023 01 18 um 09.30.54" width="790" height="469" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/01/Bildschirmfoto-2023-01-18-um-09.30.54.png 2322w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/01/Bildschirmfoto-2023-01-18-um-09.30.54-300x178.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/01/Bildschirmfoto-2023-01-18-um-09.30.54-1024x609.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/01/Bildschirmfoto-2023-01-18-um-09.30.54-768x456.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/01/Bildschirmfoto-2023-01-18-um-09.30.54-1536x913.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/01/Bildschirmfoto-2023-01-18-um-09.30.54-2048x1217.png 2048w" sizes="(max-width: 790px) 100vw, 790px" /></a></p>
<h2>Vitamin D wirkt – aber nur bei Normalgewichtigen</h2>
<p>Doch die VITAL-Studie hat noch was anderes rausgefunden, was der SWR-Beitrag natürlich verheimlicht. <strong>Zwar senkt Vitamin D in der Studie das Risiko für Krebs nicht, aber es senkt die krebsassoziierte Sterblichkeit um 20 %</strong>. Oh! Tatsächlich gab es in der Folge aufgrund dieser Erkenntnisse <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33206192/">a secondary analysis</a>, also eine vertiefte Analyse.</p>
<p>Und die hat &#8222;nach BMI stratifiziert&#8220;. Man höre und staune:</p>
<blockquote><p>So ergab sich für die Vitamin-D-Gruppe ein signifikanter Rückgang der Fälle von metastasierendem oder tödlichem Krebs bei Personen mit normalem BMI (BMI&lt;25: HR, 0,62 [95% CI, 0,45-0,86]), nicht jedoch bei übergewichtigen oder fettleibigen Personen (BMI 25-&lt;30: HR, 0,89 [95% CI, 0,68-1,17]; BMI≥30: HR, 1,05 [95% CI, 0,74-1,49]).</p></blockquote>
<p>Also: <strong>Vitamin D sorgt für einen &#8222;signifikanten Rückgang&#8220; des Risikos für aggressive Tumore. Nämlich um knapp 40 %</strong> (HR: 0,62). Leider, leider galt dies nur für Normalgewichtige. Die übergewichtigen und fettleibigen Menschen in der Vitamin-D-Gruppe haben also mal wieder die Werte verzerrt und uns blind für große Effekte werden lassen. So ist das, wenn man nicht nachdenkt, also wie häufig.</p>
<p>Doch das ist gar kein Bodyshaming. Denn (schwer) übergewichtige Menschen brauchen schlicht mehr Vitamin D! Das weiß man doch.</p>
<h2>Übergewichtige brauchen mehr Vitamin D</h2>
<p>Und so wurden die Daten in einer <a href="https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2800490">soeben publizierten Studie</a> erneut ausgewertet. <strong>Die haben einfach nur die Daten der Menschen analysiert, von denen zu Beginn <span style="text-decoration: underline;">und</span> nach zwei Jahren der Studie Blutproben vorhanden waren.</strong> Und, die haben sich die Mühe gemacht, einmal ein vollständiges Vitamin-D-Panel damit durchzuführen:</p>
<blockquote><p>Die Forscher maßen den Gesamtgehalt und den Gehalt an freiem Vitamin D sowie viele andere neue Biomarker für Vitamin D, wie seine Metaboliten, Kalzium und Parathormon, das dem Körper bei der Verwertung von Vitamin D hilft.</p></blockquote>
<p>Und natürlich fanden die Forscher heraus, was Phase ist: Vitamin D wirkt, auch bei Übergewichtigen. Nur wirkt es bei denen eben schwächer. Die Erhöhungen der Vitamin-D-Metabolite bei Vitamin-D-Gabe waren &#8222;significantly smaller&#8220;. <strong>Die Forscher sprechen von &#8222;auffälligen Unterschieden, die auf eine abgeschwächte Reaktion auf die Vitamin-D-Supplementierung bei höherem BMI hinweisen&#8220;.</strong></p>
<p>Und so kommen die in der aktuellen Studie, übrigens publiziert im renommierten Fachmagazin JAMA, <a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2023/01/230117110511.htm">zum Schluss</a>:</p>
<blockquote><p>&#8222;Diese Studie wirft ein Licht auf die Frage, warum wir bei Menschen mit einem niedrigeren BMI eine 30-40-prozentige Verringerung von Krebstodesfällen, Autoimmunerkrankungen und anderen Folgen einer Vitamin-D-Supplementierung beobachten, bei Menschen mit einem höheren BMI jedoch nur einen minimalen Nutzen, was darauf hindeutet, dass es möglich sein könnte, mit einer individuelleren Dosierung von Vitamin D Vorteile für die gesamte Bevölkerung zu erzielen&#8220;, so Manson. &#8222;Diese Nuancen machen deutlich, dass es bei Vitamin D noch mehr zu beachten gibt&#8220;.</p></blockquote>
<p>Selbstredend, nicht wahr? Man kann einem Menschen mit großer Körpermasse doch nicht die gleiche Menge Vitamin D wie einem Menschen mit kleiner Körpermasse geben und dann gleiche Resultate erwarten. Das sollte wirklich jedem einleuchten.</p>
<h2>DO-HEALTH: Vitamin D wirkt, und zwar profund</h2>
<p>Doch das ist ja nicht auch nicht alles. Denn es gab nicht nur die VITAL-Studie in Goldstandard-Manier.</p>
<p>Erst im April vergangenen Jahres wurden ja <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35821820/">die Ergebnisse der DO-HEALTH-Studie</a> veröffentlicht. Da hat man gesunden Ü-70-jährigen auch 2000 IE Vitamin D und/oder 1 g O3-Fettsäuren gegeben. Und man hat – je nach Gruppe – zusätzlich ein Sportprogramm absolvieren lassen. Die Studie war mit rund 2100 Probanden kleiner, aber vom qualitativen Niveau her ähnlich gut gemacht.</p>
<p><strong>Diese Studie fand heraus, dass die Kombination von jeweils zwei der drei Interventionen, also z. B. Vitamin D + Sport, das Risiko für Krebs <span style="text-decoration: underline;">halbiert</span>.</strong> Die einzelnen Interventionen an sich, also z. B. die Vitamin-D-Gabe ohne Omega 3 und ohne Sport, brachte eine Risikoreduktion um ca. 20-30 %. Auch das sind ja keine kleinen Zahlen.</p>
<figure id="attachment_322095" aria-describedby="caption-attachment-322095" style="width: 884px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-322095 " title="fragi 03 852643 g002" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/01/fragi-03-852643-g002.jpg" alt="fragi 03 852643 g002" width="884" height="386" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/01/fragi-03-852643-g002.jpg 1065w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/01/fragi-03-852643-g002-300x131.jpg 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/01/fragi-03-852643-g002-1024x447.jpg 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/01/fragi-03-852643-g002-768x335.jpg 768w" sizes="(max-width: 884px) 100vw, 884px" /><figcaption id="caption-attachment-322095" class="wp-caption-text"><strong><em>Vitamin D, Omega 3, ein Sportprogramm, einzeln oder in Kombination, senkt das Risiko für Krebs (Hazard Ratio) in der DO-HEALTH-Studie, wobei die größte Schutzwirkung von Vitamin D + Omega 3 + Sport ausgeht, mit einer Risikoreduktion um rund 60 %. </em></strong></figcaption></figure>
<p>Natürlich werden solche Ergebnisse nie in einem Beitrag des ÖR auftauchen. Traurig, aber wahr.</p>
<h2>Der SWR begräbt Vitamin D</h2>
<p>Stattdessen wird Vitamin D von einer Frau Prof. Dr. med. Ingrid Mühlhauser, wohlgemerkt 70 Jahre alt und seit 2019 im Ruhestand, in einem einminütigen Monolog endgültig begraben, jedenfalls beim gemeinen SWR-Gucker:</p>
<blockquote><p>Dieser Wert sagt überhaupt nichts über die Gesundheit eines Menschen aus. Und dieser Wert sagt auch nichts darüber aus, wie Ihre Gesundheit sich entwickeln wird im Laufe der nächsten Jahre, ob Sie früher oder später sterben werden.</p>
<p>Es gibt wenige medizinische Maßnahmen, die so umfassend und intensiv untersucht worden sind, wie Vitamin-D-Zugabe, -Aufnahme, -Supplementierung. Die Studien, die vorliegen, und das ist eine sehr große Anzahl von Studien, haben gezeigt, dass man mit diesem Vitamin-D-Präparaten Krankheiten nicht verhindern kann und das Leben nicht verlängern kann.</p>
<p>Besser ist, Sie vergessen den Wert. *lacht*</p></blockquote>
<p>Also. Besser ist es, Sie vergessen den Wert. Alles klar. Das sagt eine Frau Professorin, die – soweit ich das überblicken kann – nicht eine einzige Arbeit zu Vitamin D in einem Fachmagazin publiziert hat und ansonsten nur durch Vitamin-D-kritische Beiträge und Interviews auffällt (<a href="https://www.ebm-netzwerk.de/de/medien/pdf/ebm-beitrag-zu-screening-auf-vitamin-d-mangel.pdf">hier,</a> <a href="https://www.welt.de/gesundheit/article152006372/Die-Legende-vom-Wundermittel-Vitamin-D.html">hier</a>, <a href="https://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/vitamin-d-tabletten-wie-sinnvoll-sind-ergaenzungsmittel-a-1196086.html">hier</a>). Vielleicht ist ihr ja langweilig im Ruhestand.</p>
<p>Fakt ist, selbst wenn Vitamin D überhaupt keine Wirkung oder Bedeutung hätte – eine Idee, die ja total Banane ist –, würde der Wert immer noch ein guter Marker für sonstige Komorbiditäten sein, die mit einem niedrigen D-Wert assoziiert sind, also z. B. Alter, Fettleibigkeit, Entzündungsstatus und Krankheit.</p>
<p>Wie man sich also zu so einer völlig falschen Aussage hinreißen lassen kann, erschließt sich mir kein bisschen, kenne aber natürlich die Verbohrtheit speziell dieser älteren Generation der Ärzteschaft aus eigener Erfahrung bestens.</p>
<h2>Das Fazit der Wissenschaft</h2>
<p>Der Beitrag endet mit dem Fazit, Vitamin D solle nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Für Risikogruppen oder ältere Menschen, könne eine Vitamin-D-Gabe sinnvoll sein. Für gesunde Menschen stehe jedoch das Fazit aus der Wissenschaft:</p>
<blockquote><p>Wir leben nicht länger und können auch keine Krankheiten vorbeugen, wenn wir präventiv Vitamin D einnehmen.</p></blockquote>
<p>Wer oder was Risikogruppen, ältere Menschen oder gar Gesunde sein sollen – ist man gesund, wenn man von Oktober bis März mit suboptimalen Werten durch die Gegend läuft? Ich weiß nicht, ich weiß nicht –, wird natürlich nicht erklärt.</p>
<p>Es ist einfach eine Schande, für was &#8222;die Wissenschaft&#8220; heutzutage herhalten muss. Das ist eigentlich der Missbrauch einer guten, einer ehrbaren Sache. Denn Wissenschaft soll auf möglichst objektiver Basis Hinweise und Erkenntnisse liefern. Stattdessen werden Fetzen je nach Gusto völlig undifferenziert aus dem Kontext gerissen, um eine Agenda zu forcieren. Das sollte immer bedenken, wenn man solche Beiträge anschaut.</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/omega-3/vitamin-d-die-verbloedung-geht-weiter/">Vitamin D: Die Verblödung geht weiter</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Neues zum Omega-3-Index</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Mar 2022 12:49:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Omega 3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schon mal vom Omega-3-Index gehört? Ehrlich gesagt auch von uns lange ignoriert. Erschien mir (Chris) zu neumodisch. Und zu selbstverständlich, schließlich gehören Omega-3-Fettsäuren zum Standardprogramm eines jeden gesunden Lebensstils. Des Öfteren in Form von Fisch [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: medium; font-family: proxima-nova;">Schon mal vom Omega-3-Index gehört? Ehrlich gesagt auch von uns lange ignoriert. Erschien mir (Chris) zu neumodisch. Und zu selbstverständlich, schließlich gehören Omega-3-Fettsäuren zum Standardprogramm eines jeden gesunden Lebensstils. <strong>Des Öfteren in Form von Fisch und freilich in Form von <a href="https://edubily.de/products/omega-3-kapseln">unseren Omega-3-Kapseln</a></strong>. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-size: medium;">Jedenfalls ist der Omega-3-Index etwas ganz Wunderbares. Zwei geniale Menschen, Forscher, mit Namen Harris (US-Amerikaner) und von Schacky (Deutscher) taten sich vor fast 20 Jahren zusammen, nachdem immer klarer wurde, dass Omega-3-Fettsäuren besondere Fettsäuren mit erstaunlicher Wirkung sind. Kurz zuvor nämlich, im Jahr 2002, </span>erschien eine wichtige Studie von Christine Albert im renommierten <em>New England Journal of Medicine</em>. <strong>Sie konnte anhand von Daten aus der Physicians&#8216; Health Study zeigen, dass das relative Risiko eines plötzlichen Todes (meistens Herz) bei Männern mit den höchsten Omega-3-Spiegeln im Blut, um sage und schreibe 80 % geringer war. </strong></span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Zur Erinnerung:</strong> Das ist die Todesursache, an der die meisten von uns im Laufe des Lebens natürlicherweise versterben. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Zu diesem Zeitpunkt aber gab es noch keinen Omega-3-Index – ein Maß musste her, das standardisiert und reproduzierbar den Omega-3-Gehalt des Blutes erfassen konnte. Harris und von Schacky nutzten dafür den Anteil an Omega-3-Fettsäuren in der Zellmembran, genauer: in der Erythrozyten-Membran (= rote Blutkörperchen). <u>Was viele nicht wissen:</u> Der Körper hält die Fettsäuren-Komposition seiner Zellmembranen sehr konstant – bis auf die, der mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Omega 3. <strong>Dieser Anteil hängt strikt von der Zufuhr über die Nahrung ab. </strong></span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Heißt:</strong> Je mehr Omega 3 wir zuführen, umso höher ist der Anteil an Omega-3-Fettsäuren in der Gesamtmenge der Fettsäuren, die in die Zellmembranen eingebaut werden. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Harris und von Schacky legten in den Folgejahren dar, dass der Omega-3-Index ein Risikofaktor für den plötzlichen Herztod ist, der in der Größenordnung anerkannter Risikofaktoren wie Cholesterin, Triglyceride, Homocystein und so weiter spielt. Die Fachwelt hat leider lange nicht verstanden, dass man nicht einfach Omega 3 verabreichen kann, um dann zu gucken, was nach &#8230; sagen wir &#8230; fünf Jahren mit Probanden passiert. Man muss strikt den Omega-3-Index als Maß nehmen, um eine Referenz zu bekommen. Denn: Logischerweise muss jemand mit niedrigen Omega-3-Spiegeln deutlich mehr Omega 3 für die gleichen Effekte einnehmen. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Immer häufiger werden heute glücklicherweise Arbeiten zu Omega 3 publiziert, die den Omega-3-Index als Referenz nutzen. Nach wie vor publiziert auch William S. Harris – <a href="https://academic.oup.com/ajcn/article/114/4/1447/6301120">so geschehen erst letztes Jahr</a>. Die Wissenschaftler um Harris nutzten für ihre Studie Daten aus der bekannten <em>Framiningham Offspring Study</em>. Dabei handelt es sich um eine Studie, die über viele Jahre hinweg Menschen begleitet und untersucht.<strong> Im Rahmen der neuen Harris-Studie wurden Daten über den Fettsäurespiegel im Blut von 2240 Personen über 65 Jahren analysiert, die im Durchschnitt elf Jahre lang beobachtet wurden. Ziel war es, zu validieren, welche Fettsäuren neben den bereits bekannten Faktoren als gute Vorhersagewerte für die Sterblichkeit fungieren. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Resultat:</strong> Menschen mit dem höchsten Omega-3-Index (&gt;7 %) hatten eine Lebenserwartung, die fünf Jahre höher lag als die Menschen mit niedrigem Omega-3-Index von unter 4 %. Zu wenig Omega 3 im Blut zu haben verkürzte das Leben in dieser Studie so stark wie das Rauchen. In der Tat konnte gezeigt werden, dass ein hoher Omega-3-Index die Folgen des Rauchens auf die Lebenserwartung kompensiert. Die Forscher merken an, dass Japan, wo die Menschen einen Omega-3-Index von 8-9 % aufweisen, im Vergleich zu vielen anderen westlichen Ländern genau diese fünf Jahre Vorsprung mit Blick auf die Lebenserwartung haben. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Eigentlich unfassbar. Hier hat man einen Wert, den man ganz einfach über den Lebensstil, genauer: über die Ernährung, anpassen kann. Mit möglicherweise gravierenden Folgen für das eigene Leben. Alles rund um den Omega-3-Index haben wir in einem großen Artikel aufgearbeitet:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Die Geschichte hinter den Omega 3s und dem Omega-3-Index</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Warum der Omega-3-Index ein Risikofaktor ist </span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Wie man einfach und schnell einen guten Omega-3-Index erreicht</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Warum Omega 3 wirkt, wie es wirkt </span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Wie Omega 3 Covid zu beeinflussen scheint </span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">24 Referenzen/Studien zum Thema </span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Eine bessere Zusammenfassung zum Thema wird sich im deutschen Raum kaum finden lassen. Unsere Empfehlung: Los, lesen und dann handeln. </span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: proxima-nova;"><a href="https://edubily.de/blogs/ratgeber/der-omega-3-index">Hier geht&#8217;s zum Artikel über den Omega-3-Index.</a> </span></p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/omega-3/neues-zum-omega-3-index/">Neues zum Omega-3-Index</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Nur noch mehr Verwirrung</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/omega-3/nur-noch-mehr-verwirrung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Phil Böhm]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Aug 2017 10:56:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Omega 3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Leben ist voller Paradoxa. Unser Omega-3-Artikel hat einmal mehr für viel Wirbel gesorgt. Wir können unseren Lesern nicht verübeln, dass sie durch solche Artikel abgeschreckt oder verunsichert werden. Das liegt in der Natur der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Leben ist voller Paradoxa.</p>
<p>Unser <a href="https://genetisches-maximum.de/omega-3/verkuerzen-omega-3-fettsaeuren-die-lebensspanne/">Omega-3-Artikel</a> hat einmal mehr für viel Wirbel gesorgt. Wir können unseren Lesern nicht verübeln, dass sie durch solche Artikel abgeschreckt oder verunsichert werden. Das liegt in der Natur der Sache.</p>
<p>Ist Omega-3 jetzt gesund? Ja, aber nicht immer. Biologie ist nun mal komplex.</p>
<p>Der Grad der Komplexität sollte sich nach dem Erfahrungsstand des Lesers richten. Bei einem ersten Kundenkontakt mit einem &#8222;Anfänger&#8220; lautet der Ratschlag meistens: Nicht verkomplizieren, klare Linien reinbringen (d. h. z. B. regelmäßige Proteinzufuhr sicherstellen) und die Auswahl an Interventionen auf ein Minimum reduzieren.</p>
<p>Bevor man sich also gleich einen ganzen Schrank voller Ergänzungsmittel kauft, die man nach zwei Tagen ohnehin nicht mehr einnimmt, sollte man sich auf wesentliche Eckpfeiler konzentrieren. Daher mein Ratschlag für den Einstieg als Ergänzung immer: Magnesium, Multi und Proteinpulver.</p>
<h2>Die Grundlagen reichen den meisten</h2>
<p>Ich denke, die Verteilung des Expertise-Niveaus zeigt sich als Exponentialfunktion. Der Großteil der Leser bewegt sich also nicht im &#8222;Profi-Bereich&#8220;, sondern will einfache Ratschläge hören. Dass das häufig und schnell scheitert, weil man immer wieder auf neue Probleme stößt, ist Teil des Fortschrittes. Insofern wird sich jeder im Laufe der Zeit mal etwas schwierigeren Fragen widmen (müssen).</p>
<figure id="attachment_9353" aria-describedby="caption-attachment-9353" style="width: 386px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2017/08/exponenzialfunktion-wiki.png"><img decoding="async" class=" wp-image-9353" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2017/08/exponenzialfunktion-wiki.png" alt="Exponenzialfunktion" width="386" height="290" /></a><figcaption id="caption-attachment-9353" class="wp-caption-text">Die wenigsten Leser interessieren sich wirklich für kompliziertes Expertenwissen (steigende rote Linie). Exponentialfunktion aus Wikipedia.</figcaption></figure>
<p>Machen wir uns doch nichts vor. Selbst mit guter Lebensführung werden wir altern und selbst mit bester Lebensführung werden wir sterben. Wir können unser Bestes geben und hoffen, dass uns unsere eigens umgestellte Genexpression weit und fit genug durchs Leben trägt. Realistisch betrachtet können wir dafür nicht viel tun. Realistisch betrachtet sind die Dinge, die großen Einfluss haben, einfach und banal. Meistens reicht die Grundlage Sport. Körperliche Anstrengung ist die Grundlage für Gesundheit und meistens reicht das sogar aus, um die richtigen Entscheidungen hinsichtlich unserer Ernährungsplanung zu treffen. Das passiert dann halt einfach.</p>
<p><strong>Alles andere ist oft reine Spielerei. </strong></p>
<p>Diesen und jenen Wert auf Niveau X anheben &#8230; Dieses und jenes Tool verwenden &#8230;</p>
<p><strong>Alles Gute ist einfach und wenn es nicht einfach ist, dann läuft was falsch. </strong>Wenn ich also jahrelang auf Biegen und Brechen einen Zustand erreichen will, dieser sich aber nie einstellt, dann sollte ich mir vielleicht nicht mehr über den Körper Gedanken machen, sondern über mein Mindset, über meine Einstellung. Vielleicht will ich in die falsche Richtung?</p>
<p>Wenn fitte Menschen (= Menschen, die die Eckpfeiler einer gesunden Lebensführung berücksichtigen) an sich schrauben, dann weil es ihnen Spaß macht. Weil, man wie ich, merkt, dass man durch Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren seine Konzentrationsfähigkeit beeinflussen kann. Das wird vielleicht nicht meinen Werdegang im Leben beeinflussen. Aber ich fühle mich ein paar Prozent besser.</p>
<p>Die unzählige Zahl an Schrauben, die es da gibt, die diskutieren wir hier im Blog. Es ist eine endlose Zahl an Möglichkeiten. Die sollen nicht verunsichern, die sollen Möglichkeiten anbieten. Wohl wissend, dass der Groschen nicht deswegen fallen wird. Im Gegenteil: Die Basis entscheidet darüber &#8212; und die ist, wie wir wissen, einfach und banal.</p>
<p>Deshalb kann ich den Unmut nicht verstehen. Wie kann man sich nur so in solche Sachen reinsteigern? Wo ist all das Magnesium hängen geblieben, das viele schlucken, um innerlich ruhig zu werden? Wir alle befassen uns mit Ernährung, Biochemie und Sport, weil es s p a ß (und ggf. gesund) macht.</p>
<p>Manchmal verliert man den Spaß ein bisschen, zumindest, was das Schreiben angeht. Weil man einfach nicht nachvollziehen kann, wie engstirnig und problemfixiert das Denken vieler Menschen ist. Wir sollten uns an unseren Möglichkeiten erfreuen, daran, überhaupt in der Lage zu sein, interessante Informationen so zu teilen. Das ist nicht selbstverständlich.</p>
<p>PS: Wir bräuchten im Grunde über gar nichts zu reden. Wir haben manchmal nur ein paar wenige Probleme. Wieso müssen viele Menschen nach einer Blutwertuntersuchung irgendein Ergänzungsmittel einnehmen? Weil sie vermutlich jahrelang viel zu wenig eines Stoffes zu sich genommen haben. Wieso müssen Menschen irgendwann mal abspecken? Weil sie vermutlich jahrelang statt Steak mit Salat und dem Stückchen Brot als Beilage eher mal der Bratwurst mit Pommes gefrönt haben. Wieso müssen viele Menschen an Burnout erkranken? Weil sie vermutlich jahrelang weder auf ihren Körper, noch auf die Vernunft im Kopf gehört haben. Krankhafte Zustände gehen oft, wenn nicht sogar <strong>immer </strong>aus chronischen Verhaltensweisen hervor. Biologische Prozesse oszillieren nun mal. Wir Menschen aber haben ein Gehirn, das das nicht versteht. Das Gehirn hätte lieber ein Auto als Körper. Genau so oszillierend sollten Umwelteinflüsse auf uns wirken dürfen. Egal, ob das Licht, Temperatur oder sonstwas ist. Das gilt für Kalorien (wir essen und wir essen nicht, Zyklus!), genau wie für die Zufuhr von Mikronährstoffen. Erst geben wir eine adäquate Menge rein, dann entnehmen wir wieder aus den Speichern. Wir müssen nicht dauerhaft hohe Mengen eines Stoffes zuführen. Im Gegenteil. Über diese krankmachende Wirkung haben wir oft genug schon gesprochen. Das gilt nicht nur für ein dauerhaftes Zuwenig, womit viele Menschen ein Problem haben, sondern auch für das Zuviel der Hardliner. Nur so floriert Gesundheit. Im Endeffekt also gilt das ebenfalls für die erwähnten n3-Fettsäuren. Wer jeden Tag Fischfest feiert und Lachse in der Pfanne brät, der wird ganz sicher nicht vergleichbar sein mit jemandem, ein paar Mal im Monat den Lachs auf den Sushirollen tankt und zufälligerweise noch Vitamin E in seiner Multi-Kapsel vorfindet &#8230;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/omega-3/nur-noch-mehr-verwirrung/">Nur noch mehr Verwirrung</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Verkürzen Omega-3-Fettsäuren die Lebensspanne?</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/omega-3/verkuerzen-omega-3-fettsaeuren-die-lebensspanne/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Phil Böhm]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Aug 2017 14:59:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Omega 3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn uns jemand fragen würde, wo wir uns &#8212; konzeptuell betrachtet &#8212; am ehesten sehen, würde ich antworten: Bei Ray Peat. Ich persönlich glaube ja, ganz ehrlich, dass er ein bisschen abgedriftet ist. Ein bisschen [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/omega-3/verkuerzen-omega-3-fettsaeuren-die-lebensspanne/">Verkürzen Omega-3-Fettsäuren die Lebensspanne?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn uns jemand fragen würde, wo wir uns &#8212; konzeptuell betrachtet &#8212; am ehesten sehen, würde ich antworten: <strong>Bei <a href="http://raypeat.com/about.shtml">Ray Peat</a></strong>.</p>
<p>Ich persönlich glaube ja, ganz ehrlich, dass er ein bisschen abgedriftet ist. Ein bisschen zu krass, weg vom Mainstream. Es ist zwar dann immer total fancy, so anders zu sein, aber meistens ist zu weit weg vom Mainstream auch keine Lösung, weil falsch.</p>
<p>Deshalb kann ich den Mann auch nicht lesen. Mir persönlich viel zu wirr, schlecht recherchiert oder &#8222;cherry-gepickt&#8220;. Das Gleiche sehe ich übrigens bei Jack Kruse, der in erster Linie eine Anhängerschaft hat, weil viele nicht so recht verstehen, von was er eigentlich spricht. Geheimwissen ist immer cool. Aber: Wenn jemand aber über Resveratrol schreibt und glaubt, Resveratrol sei ein Protein, dann &#8230; na ja. Muss ja nicht gleich alles falsch sein!</p>
<p>Okay, bevor wir jetzt wieder aus allen Richtungen geohrfeigt werden, mal was zum Thema.</p>
<p>Wir sind deshalb eher bei Ray Peat, weil er ein paar ganz wesentliche Punkt sehr früh erkannt und daraus quasi einen Ernährungsplan abgeleitet hat, der ziemlich passend ist:</p>
<p><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2017/08/0sUzaY7-1.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-9323 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2017/08/0sUzaY7-1.png" alt="Ray Peat Deutsch" width="800" height="700" /></a></p>
<ul>
<li>Moderat Stärke</li>
<li>Moderat Früchte und Abgeleitetes</li>
<li>Gerne Wurzelgemüse</li>
<li>Ein paar Supplements</li>
<li>Crustacean und Weichtiere aus dem Meer</li>
<li>Leber, very good</li>
<li>Kollagen-Protein, very good</li>
<li>Zucker unbedingt erlaubt, vor allem bei Sportlern</li>
<li>Calcium cool (Milchprodukte? Kann man streiten), zu viel Eisen uncool, zu wenig Vitamin E auch nicht so gut</li>
</ul>
<p>Und so weiter.</p>
<h2>&#8222;Zu wenig Vitamin E auch nicht so gut.&#8220;</h2>
<p>Ein ganz wichtiger Punkt bei Peat ist die reduzierte Zufuhr von mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Peat hat etwas erkannt, was noch immer mehr oder weniger stark präsent ist und diskutiert wird:</p>
<ul>
<li>Ein Forscher namens Hulbert hat diverse Arbeiten veröffentlicht, die klar darlegen, dass Lipid-Peroxidation einer der größten &#8222;Lebensspannen-Räuber&#8220; ist. Lipide, also Fette, werden bekanntlich in unsere Membranen (z. B. Zelle oder Mitochondrium) eingebaut und haben wichtige Aufgaben. Radikale oder reaktive Sauerstoffspezies (ROS) können diese Lipide angreifen und eine große, schädliche Lawine lostreten. Das nennt sich Lipid-Peroxidation. Die Wahrscheinlichkeit, dass Lipide zu Peroxiden werden, steigt exponentiell mit der Anzahl an Doppelbindungen. Heißt übersetzt: DHA, <strong>die</strong> Omega-3-Fettsäure, oxidiert am stärksten. Alleine die Reduktion dieser Fettsäure in den Membranen, sorgt für eine starke Resistenz gegen Peroxidation. Deshalb steigt auch der Vitamin-E-Bedarf dramatisch an, sobald man sehr viele dieser Fettsäuren isst. Deshalb: &#8222;Zu wenig Vitamin E ist auch nicht so gut.&#8220;</li>
<li>Wendet man die Kalorienrestriktion bei Tieren an, was ja bekanntlich die einzige Methode ist, das Leben zu verlängern, zeigt sich, dass alle Membranen ihren Gehalt an hoch ungesättigten Fettsäuren herunterfahren, auch im Gehirn.</li>
<li>Wendet man Kalorienrestriktion an und füttert verschiedene Fette als Energiequelle (Fischöl oder Sojaöl oder Schweinefett), leben zwar alle Tiere länger als die normalkalorisch gefütterte Kontrollgruppe, die Fischölgruppe relativ zur Schweinefettgruppe allerdings wesentlich kürzer. Die gleiche Arbeitsgruppe hat später herausgefunden, dass Fischöl auch die durch die Kalorienrestriktion entstandene Genexpression, z. B. in der Leber, moduliert und teilweise umkehrt. So zeigte sich z. B., dass Kalorienrestriktion inflammatorische Signalwege abschaltet, während Fischöl-Fütterung diese teilweise wieder aktiv macht.</li>
</ul>
<p>Hier ergibt sich freilich eine große Diskrepanz zwischen dem, was man im Mainstream so lernt (DHA schützt vor Krankheit XY) und dem, was da noch so steht in den Weiten der biologischen/medizinischen Literaturdatenbanken. Deshalb muss man, argumentativ betrachtet, immer etwas vorsichtig bleiben.</p>
<p>Ich persönlich handhabe das mittlerweile so, dass ich sehr wenige dieser hoch ungesättigten Fettsäuren esse. Die Gründe sind simpel, aber für mich bedeutend. Je mehr Fischfette ich zuführe (NEM oder Fisch), umso früher ermüdet das Gehirn merklich, es setzen nicht gekannte Konzentrationsschwierigkeiten ein. Nur wenn ich diese Fette zuführe, falle ich in das allseits bekannte Mittagstief. Das kann ich quasi auf Knopfdruck nur durch die mehrtägige Zufuhr oder Nicht-Zufuhr dieser Fette steuern. Darüber hinaus erscheint mir meine Psyche weitaus stabiler zu sein, mein Gehirn arbeitet mir persönlich viel konstanter.</p>
<p>Wichtig ist: Das ist meine persönliche Beobachtung. Ich will das klar zum Ausdruck bringen. Kann auch eine reine Korrelation sein!</p>
<p>Allerdings &#8230; Wenn man mal in einem Labor gearbeitet hat, das sich mit Peroxiden, Peroxidation und ROS beschäftigt, der wird schnell verstehen, dass diese Substanzen beeindruckend wichtig und beeindruckend schädlich zugleich sind. Auf der einen Seite wird zunehmend klar, dass H2O2 (also Wasserstoffperoxid) nicht nur ein giftiges &#8222;by product&#8220; des Stoffwechsels ist, sondern ganz maßgeblich den Takt der Zellen reguliert, es ist also ein endogener Zeitgeber, auf vielen verschiedenen Ebenen, sogar in den Zellen der Bauchspeicheldrüse.</p>
<p>Auf der anderen Seite können diese Substanzen, speziell ROS im Allgemeinen, extrem gravierende Schäden hervorrufen. Vor allem im Gehirn. Denn dort ist alles, wovor wir Angst haben, auch verursacht durch ROS-abhängige Schäden. Denken wir an Alzheimer, Parkinson, Demenz und so weiter. Das ist aber nur die Spitze des Eisbergs. Eine engmaschige Regulation der ROS- bzw. Peroxid-Produktion ist enorm wichtig, selbst für unser tägliches Leben, etwa dem Einschlafprozess. Das Gehirn ist die übergeordnete Zentrale für alle Prozesse im Körper, für unser alltägliches Wohlgefühl. Leichte ROS-abhängige Schäden machen sich dann im Alltag bemerkbar, etwa via Müdigkeit, Unkonzentriertheit, (mentale) Energielöcher und so weiter.</p>
<p>Das Gehirn ist nun mal voll mit Lipiden. Und deshalb extrem anfällig für Lipid-Peroxidation und assoziierte Folgeschäden.</p>
<p>Ich finde, jeder muss sein eigenes Maß finden. Wir sollten allerdings nicht den Fehler machen, und prinzipiell alles Abwinken, von dem wir glauben, es widerspreche unserem heiligen Gral, der letzten und einzigen Wahrheit, sozusagen. Darum: Heute ist es total modern, quasi normal, auch höhere Fischöl-Dosen zu nutzen. Und ja, auch wir wissen um die Bedeutung von Omega-3-Fettsäuren. <strong>Allerdings haben wir keine Ahnung, wo der Punkt des stärksten Nutzens liegt. </strong></p>
<p>Nichtsdestotrotz bleiben Omega-3-Fettsäuren <strong>essentiell</strong>. Geschickte Vorgehensweise wäre, einfach mal zu probieren. So wie ich. Und dann kann man sich mit <em>sea food</em> (Lachs, Hering, Makrele, Miesmuscheln etc.) herantasten. Oder mit 500-mg-Kapseln. ;-) Gestern hatte ich seit langem wieder ein kleines Beratungsgespräch gehabt. Kernmessage: Du musst deinen ganz eigenen Rhythmus und Weg finden, im Falle der n3-Fettsäuren, mit dem Wissen um Relevanz auf der einen und frühzeitig, schleichende Toxizität auf der anderen Seite. Nichts ist per se gefährlich, alles braucht sein genaues Maß &#8212; wie bei mir eben. Es hat aber manchmal durchaus seine Gründe, warum Institutionen sehr zögerlich sind, was das Erlauben von höheren Dosen angeht. Drum darf man in D auch nur höchstens 500 mg n3-Fettsäuren in eine Kapsel packen, alles andere gilt dann als Arzneimittel.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/omega-3/verkuerzen-omega-3-fettsaeuren-die-lebensspanne/">Verkürzen Omega-3-Fettsäuren die Lebensspanne?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Research of the week</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/omega-3/research-of-the-week/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/omega-3/research-of-the-week/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2014 11:29:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Omega 3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Interest in edubily is growing, not only in Germany but also in other countries. From that point of view, I decided to include articles in English, so that some messages are unterstood not only by German folks. [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/omega-3/research-of-the-week/">Research of the week</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Interest in edubily is growing, not only in Germany but also in other countries. From that point of view, I decided to include articles in English, so that some messages are unterstood not only by German folks.</p>
<p>Today I&#8217;ll start a series of what I call &#8222;Research of the Week&#8220; in order to present some interesting research, I read this week.</p>
<p><strong>(a) n3 fatty acids and the prevention of osteoarthritis </strong></p>
<p>The progression of arthritis is significantly slowed by feeding mice a small dose of n3 fatty acids.</p>
<p>While obesity seems to play a role in this disease, this study suggests that it is more likely the dietary choice that influences the progression.</p>
<blockquote><p>The researchers found that <strong>arthritis was significantly associated with the mice’s diets, but not with body weight</strong>. The mice that ate diets high in saturated fat or omega 6 fatty acids experienced significant worsening of their arthritis, while mice <strong>consuming a small supplement of omega 3 fatty acids had healthier joints</strong>.</p>
<p>“While omega 3 fatty acids aren’t reversing the injury, they appear to slow the progression of arthritis in this group of mice,” Guilak said. “In fact, omega 3 fatty acids eliminated the detrimental effects of obesity in obese mice.”</p></blockquote>
<p>It is some sort of proof what most people inherently know: You are what you eat.</p>
<blockquote><p>“This made us think that maybe it’s not how much weight you gain, but what you eat,” Guilak said.</p></blockquote>
<p>Farshid Guilak et al. <strong>Dietary fatty acid content regulates wound repair and the pathogenesis of osteoarthritis following joint injury</strong>. 2014.</p>
<p><strong>(b) n3 fatty acids prevent heart failure and cardiac fibrosis </strong></p>
<p>Good news are emerging regarding the role of n3 fatty acids in human health. Genetically modified mice which produce their own EPA (eicosapentaenoic acid) are protected from cardivascular diseases and have a improved cardiac function.</p>
<p>This is true especially for one derviate of  EPA namely 18-HydroxyEPA.</p>
<p>In fact that&#8217;s nothing new. Research done by Jinghai Chen et al., 2011, showed equally effective results: n3 fatty acids significantly prevented cardiac remodeling that usually develops after chronic pressure overload.</p>
<p>Modified gene expression at its best.</p>
<p>Jin Endo, Motoaki Sano, Yosuke Isobe, Keiichi Fukuda, Jing X. Kang, Hiroyuki Arai, and Makoto Arita. <strong>18-HEPE, an n-3 fatty acid metabolite released by macrophages, prevents pressure overload–induced maladaptive cardiac remodeling</strong>. 2014.</p>
<p><strong>(c) Vitamin D is a strong marker of potential survival of bowel cancer, study conducted by University of Edinburgh shows. </strong></p>
<p>Blood Vitamin D values were significantly correlated to the survival of bowl cancer. The researchers analysed the blood of nearly 1600 participants. The correlation was especially significant for patients who were diagnosed with stage II of the disease. Stage II is characterised by a large tumor that hasn&#8217;t spread yet.</p>
<blockquote><p>Researchers found that three quarters of the patients with the highest vitamin D levels were still alive at the end of five years, compared with less than two thirds of those with the lowest levels.</p></blockquote>
<p><strong>(d) Dietary protein protects liver from becoming fatty, while reducing plasma triglycerides in young men and women consuming a hypercaloric high(er) fat diet. Furthermore, participants had significantly less body fat and gained lean mass, study shows. </strong></p>
<p>Study confirms what we all know: A high(er) protein diet dramatically lowers intrahepatic fat (liver fat: 35% vs. 51%) while reducing plasma triglycerides (0.65 mmol/L vs. 0.77 mmol/L), in attendees consuming a hypercaloric high fat diet. Not surprising though is the fact, that those participants gained less body fat but in fact gained some lean mass also.</p>
<p>My message: You don&#8217;t want a fatty liver? You should eat more protein.</p>
<p>Rietmann et al. <strong>Increasing Protein Intake Modulates Lipid Metabolism in Healthy Young Men and Women Consuming a High-Fat Hypercaloric Diet</strong><span style="font-size: 11px;"><strong><span style="text-decoration: underline;">.</span></strong> 2014. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="contributors"></div>
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<blockquote><p>&nbsp;</p></blockquote><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/omega-3/research-of-the-week/">Research of the week</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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