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	<title>Arginin - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
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	<title>Arginin - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<item>
		<title>Mit Arginin das Altern umkehren?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2015 21:53:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Citrullin]]></category>
		<category><![CDATA[Arginin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich wünsche mir von Herzen, wirklich, dass das, was in unseren Guides ganz gewissenhaft niedergeschrieben wurde, irgendwann Standardwissen ist. Eine Sache, die man jedem Kind direkt auf die Nase bindet. Biochemie ist Medizin 2.0 Die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich wünsche mir von Herzen, wirklich, dass das, was in unseren Guides ganz gewissenhaft niedergeschrieben wurde, irgendwann Standardwissen ist. Eine Sache, die man jedem Kind direkt auf die Nase bindet.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Biochemie ist Medizin 2.0</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Kinder der Zukunft sollten direkt erfahren, wie ihr eigener Körper, wie ihre eigene Hardware funktioniert.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich finde, das ist doch ein sinnvoller Gedanke, oder nicht? Wer Auto fahren will, geht vorher auch erst einmal zur Fahrschule, besucht den Theorie- und Praxis-Unterricht.</p>
<p style="text-align: justify;">In unserer Schule wird &#8230; was gelehrt? Die Gedichtinterpretation. Irgendwelche mathematischen Gleichungen. Französisch.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist nicht so, dass es unwichtig wäre. Nur offen gesagt: Ich kann nicht verstehen, dass wir die Schule verlassen, alle hochgebildet sind, aber den eigenen Körper nicht einmal ein bisschen kennen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich will mir kein Urteil über andere Menschen erlauben, aber &#8230; ich sehe sie täglich, die Schlauen, die Akademiker.</p>
<p style="text-align: justify;">Hochbegabt, hochintelligent &#8211; aber ein Körperbewusstsein? Da fragt man sich im Ernst, ob man einige Begriffe eventuell neu definieren sollte.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Von der Umgangssprache zum Stickoxid und Arginin</h2>
<p style="text-align: justify;">Aufmerksame edubily-Leser wissen, dass wir in verschiedenen Versionen daherkommen. Mal locker-flockig, mal ernst, mal wissenschaftlich, mal weniger wissenschaftlich, mal eloquent, mal umgangssprachlich.</p>
<p style="text-align: justify;">So war das auch damals mit <a href="https://genetisches-maximum.de/citrullin/l-citrullin/">L-Citrullin</a>. (Dieser Artikel war freilich nicht an den Doktor der Chemie gerichtet.)</p>
<h2 style="text-align: justify;">Mit Arginin das Altern umkehren?</h2>
<p style="text-align: justify;">Weil mir das NO-Citrullin/Arginin-Thema wichtig war und ist, habe ich direkt einen <a href="https://genetisches-maximum.de/energiehaushalt/stickoxid-fettleber-energiestoffwechsel-no-arginin-nitrat/">NO-Guide</a> hinterher geschoben, dieses Mal so wissenschaftlich und einwandfrei aufgebaut, dass &#8230; man es einfach auch mal akzeptieren sollte. Oder das Gegenteil <strong>beweisen</strong>. Mindestens auf diesem Niveau.</p>
<p>Heute möchte ich einmal eine Studie zitieren, die, im Schluss-Teil, 1:1 den NO-Guide zusammenfasst &#8230; plus Ergänzung!</p>
<p>Bei der Arbeit handelt es sich durchaus um eine recht chemisch angehauchte, drum ist sie auch in einem Journal erschienen, wo Arbeiten der Kategorie &#8222;Organische Chemie&#8220; erscheinen.</p>
<p>Daher erspare ich euch diesen Teil. Springen wir zum wesentlichen Teil &#8211; im Folgenden die Key-Points (übersetzt aus dem Englischen):</p>
<blockquote>
<ul>
<li>Nach 28 Lebensjahren stellt der Körper die Arginin-Synthese ein. Ab dann (28) beginnt das Altern. (Wir alle kennen ja diesen Spruch: &#8222;Ab 30 geht&#8217;s bergab.&#8220;)</li>
<li>Die Arginin-Konzentration sinkt und damit einhergehend die ATP-Produktion der Mitochondrien.</li>
<li>Die Zelle versucht nun zunehmend den Energiebedarf via Glykolyse zu decken. (Eine Sache, die man gerade bei Diabetikern findet.)</li>
<li>Die Mitochondrien-Struktur ändert sich: Sie vergrößern sich (Schwellung).</li>
<li>Diese Struktur lässt freie Radikale (genauer: reaktive Sauerstoffspezies) entstehen.</li>
<li>Daraus folgt: Entstehung von DNA- und mtDNA-Mutationen werden begünstigt.</li>
<li>DNA-Mutationen verursachen Krebs.</li>
<li>Die Telomere (die Schutzkappen der DNA) werden selbst beschützt durch Methylierung von Arginin-Resten.</li>
<li>Das aus eNOS (was das ist? <a href="https://genetisches-maximum.de/energiehaushalt/stickoxid-fettleber-energiestoffwechsel-no-arginin-nitrat/">Hier geht&#8217;s zum Guide</a>) und Arginin gebildete NO (Stickoxid) verlangsamt signifikant das Altern von Endothelzellen und hemmt den altersbedingten Abfall der Telomerase-Aktivität. Telomerase verlängert die Telomere (siehe oben).</li>
<li>Übergewicht und Bluthochdruck lassen <em>Asymmetrisches Dimethylarginin, </em>kurz<em> ADMA,</em> entstehen.</li>
<li>Dieses ADMA konkurriert mit Arginin um die Plätze im eNOS-Enzym.</li>
<li>eNOS bekommt nicht seinen gewünschten Reaktionspartner (Arginin), es findet eine sogenannte Enzym-Entkopplung (&#8222;uncoupling&#8220;) statt.</li>
<li>Diese Entkopplung sorgt dafür, dass Elektronen nicht beim Arginin landen, sondern auf Sauerstoff übertragen werden.</li>
<li>Das bekannte Superoxid-Radikal entsteht &#8211; das prinzipielle freie Radikal des Körpers.</li>
<li>Dieses Superoxid-Radikal schädigt die Arterien und lässt Entzündungen entstehen.</li>
<li>Arginin (und das, was daraus gebildet wird, zum Beispiel Kreatin) ist ein endogener Energiespeicher.</li>
<li><strong>Außerdem ist Arginin direkt involviert bei der mitochondrialen Energiegewinnung.</strong></li>
<li>Auf der anderen Seite spielt Arginin eine wesentliche Rolle bei vielen physiologischen Prozessen im Körper.</li>
<li><strong>Ein Arginin-Defizit ist der Grund für viele Erkrankungen, frühzeitige Alterung und verkürzte Lebensspanne.</strong></li>
<li><strong>Das Arginin-induzierte Altern (ab dem 28. Lebensjahr) kann gestoppt werden durch eine exogene Arginin-Gabe.</strong></li>
<li>(Ein bisschen Sport gehöre auch dazu, schreiben die Autoren.)</li>
</ul>
</blockquote>
<p><a href="https://supplement-bewertung.de/arginin/">Arginin</a> alleine ist&#8217;s natürlich nicht.</p>
<h2>Kein Urvertrauen zum Körper und der Natur</h2>
<p>Der führende Wissenschaftler, der mitgewirkt hat, war mir persönlich sogar bekannt. Vom <em>Palo Alto Longevity Prize</em>. Da investiert irgendein Manager einen Haufen Geld, damit wir hoffentlich einmal krankheitsfrei leben dürfen. Wieso investiert eigentlich ein Mensch? Und kein Land? Oder &#8230; :-) (Kleiner Tipp: Weil niemand an Arginin und Co. glaubt. Schönes Synonym für: Urvertrauen verloren.)</p>
<h2>Falsche Korrelation: Qualität braucht keinen Doktor-Titel</h2>
<p>Um noch einmal auf meinen Ausgangspunkt zurückzukommen: Der NO-Guide ist up to date. Leider nicht geschrieben von einem führenden Wissenschaftler auf diesem Gebiet (kann ja noch werden), aber von mir, einer kleinen Nummer in der Blog-Welt.</p>
<p>Meine Kredibilität ist natürlich lachhaft im Vergleich zu anderen Größen. Das ist mir schon auch klar. Aber das ändert nichts am Gehalt der Themen. Kann ja jeder selbst nachlesen und studieren &#8211; in der Quellenangabe (über 150 im NO-Guide).</p>
<p><strong>Solche Meldungen finde ich einfach so klasse, dass ich deren Inhalt weitergeben will. Aus diesem Grund gibt&#8217;s diesen Blog!</strong></p>
<p>Sowas will doch erzählt werden!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Arginin. Citrullin. NO.</strong> Keine giftigen Substanzen, sondern, gezielt und gekonnt eingesetzt, eine Lebensversicherung.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die Erfolge einiger Blogleser geben recht: Die Oma, die plötzlich anscheinend doch nicht mehr dement ist, weil man mal Cholin aufgefüllt hat. Der Mann, der plötzlich Kinder bekommt, weil er mal an Selen und Zink gedacht hat. Die Frau, die schwanger wird, weil &#8230; ja, das weiß ich auch nicht so genau. Ich habe aber zwei davon in meinem Mail-Postfach. Das Kind, das plötzlich kein AD(H)S mehr hat (der Bericht kommt noch). Der Mann, der plötzlich wie ausgewechselt täglich Dinge tut, für die er vorher nicht den Mut aufbringen konnte (Testosteron lässt grüßen). Und so weiter. Arginin ist bloß ein Synonym. Wenn wir das mal hochrechnen: Wie viel Potenzial wird eigentlich täglich verschenkt? Umgekehrt: Wie stark müssen sich Menschen täglich eigentlich quälen? Ich habe beide Seiten schon erlebt.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>Literatur </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Kasumov, Eldar A (2014): „On the Mechano-Chemiosmotic Mechanism of Action of Guanidinies on Functional Activity of Mitochondria and Aging“. In: <i>Organic Chem Curr Res</i>. 04 (01), DOI: 10.4172/2161-0401.1000136.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/citrullin/arginin-das-altern-umkehren/">Mit Arginin das Altern umkehren?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>NO Energy: Warum du schwach und müde bist</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/mitochondrien/no-energy/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2015 10:42:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mitochondrien]]></category>
		<category><![CDATA[Arginin]]></category>
		<category><![CDATA[Energie: ATP]]></category>
		<category><![CDATA[Insulin-Resistenz]]></category>
		<category><![CDATA[Insulin-Sensitivität]]></category>
		<category><![CDATA[L-Citrullin]]></category>
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		<category><![CDATA[nitrosativer Stress]]></category>
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		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie ihr wisst, fliegen wir gerade in das Zeitalter der mitochondrialen Gesundheit. Deine Krankheit ist eine mitochondriale Dysfunktion. Was das ist? Mitochondrien, wie wir mittlerweile alle wissen, produzieren dir Energie &#8211; nämlich aus Kohlenhydraten und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wie ihr wisst, fliegen wir gerade in das Zeitalter der mitochondrialen Gesundheit. Deine Krankheit ist eine mitochondriale Dysfunktion.</p>
<p style="text-align: justify;">Was das ist?</p>
<p style="text-align: justify;">Mitochondrien, wie wir mittlerweile alle wissen, produzieren dir Energie &#8211; nämlich aus Kohlenhydraten und Fetten. Und, was viele nicht wissen, die Konzentration, also die Menge dieser Energie, entscheidet über zelluläre Prozesse. Alles läuft mit ATP.</p>
<p style="text-align: justify;">Deinen Zellen sind so wie du. Du hast ja abends, dann, wenn du &#8222;keine Energie&#8220; mehr hast &#8230; auch keine Lust mehr zu arbeiten oder sonstige, ökonomisch ungünstige Dinge zu tun :-)</p>
<p style="text-align: justify;">So ist das mit den Zellen. Die sparen dann auch an allen Ecken und Enden und du bist der Leidtragende.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Wort &#8222;vitalisiert&#8220; trifft es auf den Punkt. Bist du denn VITALISIERT? </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wieso ich weiß, dass du keine Energie mehr hast? Das kann man messen. Im &#8222;Alter&#8220; fallen die ATP-Werte um ca. 50 % &#8230; (Drew, 2003). Dann will man halt nicht mehr so richtig.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir hier bei <em>edubily</em> erahnen langsam, dass dein Leben beginnt und endet mit deiner mitochondrialen Gesundheit. Und die kann man &#8211; wie gesagt &#8211; messen. Das tut man in Form von</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li><span style="font-size: 12pt;">mitochondrialer Dichte</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">ATP-Produktion</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">ROS-Produktion </span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Da habe ich dir damals ein Bild gezeigt, was mit deinen Mitochondrien passiert, wenn Magnesium fehlt. Da zählt man halt nur noch die Hälfte. Nur aufgrund eines Minerals! (Magnesium ist also weit, weit mehr als das &#8222;Anti-Krampf-Mineral.)</p>
<p style="text-align: justify;">Mittlerweile sind wir weiter und sprechen (auch) von <strong>Mitochondriopathie</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn wir kurz mal Wikipedia scannen, können wir folgendes lesen:</p>
<blockquote><p>Da die Zellorganellen vor allem für die Bereitstellung der Energie (in Form von <a title="Adenosintriphosphat" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adenosintriphosphat">ATP</a>) in den Körperzellen zuständig sind, machen sich diese Erkrankungen meist durch massive Schwäche, Müdigkeit und Ähnliches bemerkbar.</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Schwäche, Müdigkeit und Ähnliches, das ist dir ja alles nicht neu! Aber daraus entstehen auch Krankheiten &#8230;</p>
<blockquote><p>Genannt werden unter anderem neurodegenerative Erkrankungen (<a class="mw-redirect" title="Morbus Alzheimer" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Morbus_Alzheimer">Morbus Alzheimer</a>,<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mitochondriopathie#cite_note-1">[1]</a></sup><a class="mw-redirect" title="Morbus Parkinson" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Morbus_Parkinson">Morbus Parkinson</a>,<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mitochondriopathie#cite_note-2">[2]</a></sup><a title="Amyotrophe Lateralsklerose" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amyotrophe_Lateralsklerose">Amyotrophe Lateralsklerose</a><sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mitochondriopathie#cite_note-3">[3]</a></sup><sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mitochondriopathie#cite_note-4">[4]</a></sup>),<a title="Diabetes mellitus" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diabetes_mellitus">Diabetes mellitus</a>,<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mitochondriopathie#cite_note-5">[5]</a></sup><sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mitochondriopathie#cite_note-6">[6]</a></sup> Herz-Kreislauf-Erkrankungen,<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mitochondriopathie#cite_note-7">[7]</a></sup><sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mitochondriopathie#cite_note-8">[8]</a></sup><sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mitochondriopathie#cite_note-9">[9]</a></sup><a title="Krebs (Medizin)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Krebs_(Medizin)">Krebs</a><sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mitochondriopathie#cite_note-10">[10]</a></sup><sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mitochondriopathie#cite_note-11">[11]</a></sup><sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mitochondriopathie#cite_note-12">[12]</a></sup> und <a title="Adipositas" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adipositas">Adipositas</a>.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mitochondriopathie#cite_note-13">[13]</a></sup><sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mitochondriopathie#cite_note-14">[14]</a></sup></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Und: Es gibt wirklich viele Ursachen, nicht nur eine. Aber wie so oft, in diesem Informationszeitalter, missverstehen einige Menschen grundlegende Aspekte.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt ein Gas, namens NO &#8211; Stickstoffmonoxid. Ich habe hier irgendwo stehen, dass es ein Maß für deine Gesundheit (!) ist. Nun ja &#8230; oder vielleicht doch Krankheit?</p>
<p style="text-align: justify;">Jedenfalls gibt es Leute, die beschreiben haargenau, was passiert, wenn man unter &#8222;nitrosativem Stress&#8220; leidet. Nitrosativer Stress blockiert die Atmungskette, ATP fällt ab und ROS steigt an. Anlehnend an die Einleitung des Artikels, wird klar, dass deine mitochondriale Gesundheit gerade flöten geht. Nitrosativer Stress, auch &#8222;Nitrostress&#8220; genannt, hat ein Problem: NO. Denn daraus entstehen ja die Nitro-Radikale. Und die bomben dir deine mitochondriale Energiegewinnung weg.</p>
<p style="text-align: justify;">Als ich das zum ersten Mal gelesen habe, war ich sehr verwundert. Denn ich dachte seit Jahren: Dein Problem ist nicht das &#8222;Zuviel&#8220; an NO, sondern das Zuwenig.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der Körper aber synthetisiert konstant NO aus einer Aminosäure, Arginin, mit Hilfe eines Enzyms namens eNOS. Arginin ist die einzige Vorläufer-Substanz von NO. Mehr Arginin = mehr NO. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">&#8222;Komisch&#8220;, dachte ich mir &#8230; Also wenn man Menschen Citrullin &#8211; oder Arginin -, dann erhöht man ja zwangsläufig die NO-Konzentration im Blut. Und das <span style="text-decoration: underline;">zum Teil</span> sehr dramatisch um bis 1000 %. Also um den Faktor 10 erhöht. Wie wir ja alle wissen, schützt dieses NO die Blutgefäße vor Arteriosklerose und macht die Blutgefäße zudem auch noch weit. Das nennt man Durchblutung.</p>
<p style="text-align: justify;">Also wenn ich mit Citrullin (oder Arginin) die NO-Werte dramatisch erhöhe, dann müsste ja massiv mehr nitrosativer Stress entstehen und die ATP-Produktion abdanken. Das müsstest du merken.</p>
<h2 style="text-align: justify;">NO Energy? Ratten-Studie 1</h2>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">The body weights of arginine-treated rats were 6, 10, and 16% lower at wk 4, 7, and 10 after the treatment initiation, respectively, compared with control rats. <strong>Arginine supplementation reduced the weight of abdominal (retroperitoneal) and epididymal adipose tissues (45 and 25%, respectively) as well as serum concentrations of glucose (25%), triglycerides (23%), FFA (27%), homocysteine (26%), dimethylarginines (18-21%), and leptin (32%). The arginine treatment enhanced NO production (71-85%), lipolysis (22-24%), and the oxidation of glucose (34-36%) and octanoate (40-43%) in abdominal and epididymal adipose tissues</strong>. Results of the microarray analysis indicated that arginine supplementation increased adipose tissue expression of key genes responsible for fatty acid and glucose oxidation: NO synthase-1 (145%), heme oxygenase-3 (789%), AMP-activated protein kinase (123%), and peroxisome proliferator-activated receptor gamma coactivator-1alpha (500%). The induction of these genes was verified by real-time RT-PCR analysis. In sum, arginine treatment may provide a potentially novel and useful means to enhance NO synthesis and reduce fat mass in obese subjects with type-II diabetes mellitus.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Gibt man einem speziellen Ratten-Typ, der schnell Diabetes entwickelt, Arginin, dann verdoppeln sich die NO-Werte. Aber wir interessieren uns für die metabolische Gesundheit:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li><span style="font-size: 12pt;">deutlich weniger Fettgewebe (abdominal: -45 %) </span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">weniger Blutzucker (-25 %)</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">weniger Triglyceride (-23 %)</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">weniger freie Fettsäuren (-27 %)</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">weniger Homocystein (-26 %)</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">weniger Leptin (-25 %)</span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Und, ganz wichtig: Erhöhte Fettsäure-Freisetzung und deutlich gesteigerte Rate von Glukose &#8211; und Fettsäure-Oxidation.</p>
<p style="text-align: justify;">Deutlich gesteigerte Glukose &#8211; und Fettsäure-Oxidation klingt absolut nicht nach gestörtem mitochondrialen Stoffwechsel. Ganz im Gegenteil.</p>
<p style="text-align: justify;">Hier passieren &#8211; wie so oft &#8211; Dinge, die dir über die Jahre hinweg das Leben retten könnten. Übrigens stand da noch etwas von PGC1-alpha im Text, aber darüber kannst du selbst nachdenken (oder -lesen, im &#8222;Handbuch&#8220;).</p>
<hr />
<h2 style="text-align: justify;">Biochemische Zusammenfassung &#8211; Studie 2</h2>
<blockquote><p>Thus, an inhibition of NO synthesis causes hyperlipidemia and fat accretion in rats, whereas dietary arginine supplementation reduces fat mass in diabetic fatty rats. The putative underlying mechanisms may involve multiple cyclic guanosine-3&#8242;,5&#8242;-monophosphate-dependent pathways. First, NO stimulates the phosphorylation of adenosine-3&#8242;,5&#8242;-monophosphate-activated protein kinase, resulting in (1) a decreased level of malonyl-CoA via inhibition of acetyl-CoA carboxylase and activation of malonyl-CoA decarboxylase and (2) a decreased expression of genes related to lipogenesis and gluconeogenesis (glycerol-3-phosphate acyltransferase, sterol regulatory element binding protein-1c and phosphoenolpyruvate carboxykinase). Second, NO increases the phosphorylation of hormone-sensitive lipase and perilipins, leading to the translocation of the lipase to the neutral lipid droplets and, hence, the stimulation of lipolysis. Third, NO activates expression of peroxisome proliferator-activated receptor-gamma coactivator-1alpha, thereby enhancing mitochondrial biogenesis and oxidative phosphorylation. Fourth, NO increases blood flow to insulin-sensitive tissues, promoting substrate uptake and product removal via the circulation. Modulation of the arginine-NO pathway through dietary supplementation with L-arginine or L-citrulline may aid in the prevention and treatment of the metabolic syndrome in obese humans and companion animals, and in reducing unfavorable fat mass in animals of agricultural importance.</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Hier stehen &#8211; für dich &#8211; extrem wichtige Sachen:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li><span style="font-size: 12pt;">Hat man kein NO im Blut, dann wird man dick und bekommt sehr schlechte Blutfett-Werte</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">1. NO stimuliert die Aktivierung von AMPK (kennst du ja mittlerweile)</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">2. NO steigert die Fettfreisetzung aus dem Fettgewebe</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;"><strong>3. NO aktiviert PGC1-alpha und somit die mitochondriale Biogenese und den oxidativen Stoffwechsel!</strong></span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">4. NO steigert den Blutfluss zu insulinsensitiven Organen &#8211; wie dem Muskel &#8211; die dann als Abnehmer für das Gegessene fungieren</span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Wichtigster Punkt: NO aktiviert PGC1-alpha und mitochondriale Biogenese.</p>
<hr />
<h2 style="text-align: justify;">In vivo-Studie am Menschen &#8211; Studie 3</h2>
<blockquote><p>CM ingestion resulted in a significant reduction in the sensation of fatigue, a 34% increase in the rate of oxidative ATP production during exercise, and a 20% increase in the rate of phosphocreatine recovery after exercise, indicating a larger contribution of oxidative ATP synthesis to energy production.</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Citrullin-Malat senkt die Ermüdungserscheinungen während einer sportlichen Belästigung, <strong>aber steigert die ATP-Produktion um 30 %! </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mehr braucht man dazu nicht zu sagen. 6 g Citrullin für ein paar Tage &#8230; und du hast spürbar mehr Energie während einer Belastung. Gilt natürlich auch für die alltägliche Belastung.</p>
<hr />
<p style="text-align: justify;">Bis hierher können wir festhalten, dass eine physiologische Steigerung der NO-Werte dafür sorgt, dass du MEHR ATP in dir hast, MEHR Energie, <strong>nicht</strong> weniger!</p>
<p style="text-align: justify;">Doch was ist jetzt mit dem nitrosativen Stress?</p>
<p style="text-align: justify;">Da gibt es eine sehr interessante Arbeit von Dr. Poeggeler, einem Biologen. Vielleicht arrangiere ich mal ein Interview.</p>
<p style="text-align: justify;">Jedenfalls hat er das gemessen!</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/10/Screenshot-2014-10-28-at-09.59.34.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-1589 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/10/Screenshot-2014-10-28-at-09.59.34.png" alt="Screenshot 2014-10-28 at 09.59.34" width="462" height="232" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/10/Screenshot-2014-10-28-at-09.59.34.png 462w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/10/Screenshot-2014-10-28-at-09.59.34-64x32.png 64w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/10/Screenshot-2014-10-28-at-09.59.34-300x150.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/10/Screenshot-2014-10-28-at-09.59.34-416x209.png 416w" sizes="(max-width: 462px) 100vw, 462px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Er gibt Probanden einfach Arginin und schaut, was mit den NO &#8211; bzw. NO-Radikal-Werten passiert.</p>
<p style="text-align: justify;">3 g Arginin, gegeben über 6 Wochen, verdreifacht die NO-Werte, aber halbiert die (NO-)Radikal-Werte, also das, was man unter oxidativem/nitrosativem Stress versteht.</p>
<p style="text-align: justify;">Also noch einmal: Hier zeigt sich <strong>KEINE</strong> positive Korrelation zwischen NO-Werten und nitrosativem Stress. Im Gegenteil: <strong>Gabe von Arginin senkt die NO-Radikale signifikant. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wieso das so ist?</p>
<p style="text-align: justify;">Arginin dient Enzymen, wie eNOS, als Substrat, um NO entstehen zu lassen. Wenn aber zu wenig Arginin da ist, dann übertragen diese Enzyme ihre Elektronen auf Sauerstoff, was diesen Sauerstoff zum Radikal werden lässt. Erst die Entstehung von Sauerstoffradikalen ermöglicht die Entstehung von Peroxynitrit-Ionen, also Ionen, die für den nitrosativen Stress verantwortlich sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Nitrosativer Stress also wird ausgelöst durch Sauerstoff-Radikale (Superoxidanion-Radikale). <strong>Das heißt: Nitrosativer Stress ist eine Folgeerscheinung von oxidativem Stress. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Poeggeler schreibt: <strong>Nitrosativer Stress ist gekennzeichnet durch Arginin &#8211; und NO-Mangel</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Gabe von Arginin korrigiert diesen Zustand, nitrosativer Stress verschwindet bei gleichzeitigem Anstieg des so förderlichen NO.</p>
<p style="text-align: justify;">(Er schreibt darüber hinaus, dass nicht NO &#8222;rate-limiting&#8220; wirkt bezüglich der Bildung von NO-Radikalen (= nitrosativer Stress), sondern die Sauerstoff-Radikale wie das Superoxidanion.)</p>
<p style="text-align: justify;">Im Forum habe ich einmal geschrieben:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wir sterben nicht an einem Arginin-Mangel, sondern an einem Herzinfarkt. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Denke mal darüber nach.</p>
<p style="text-align: justify;">PS. Ja, es gibt Zustände, in denen du vermutlich besser nicht die NO-Produktion anheizt. Das wären beispielsweise Autoimmunerkrankungen. Daher gilt: Vorsichtig einsteigen, herantesten und ggf. nicht weiter nehmen.</p>
<h2 style="text-align: justify;"><strong>Referenzen</strong></h2>
<p style="text-align: justify;">Bendahan, D et al. &#8222;Citrulline/malate promotes aerobic energy production in human exercising muscle.&#8220; <i>British journal of sports medicine</i> 36.4 (2002): 282-289.</p>
<p style="text-align: justify;">Drew, Barry et al. &#8222;Effects of aging and caloric restriction on mitochondrial energy production in gastrocnemius muscle and heart.&#8220; <i>American Journal of Physiology-Regulatory, Integrative and Comparative Physiology</i> 284.2 (2003): R474-R480.</p>
<p style="text-align: justify;">Jobgen, Wenjuan Shi et al. &#8222;Regulatory role for the arginine–nitric oxide pathway in metabolism of energy substrates.&#8220; <i>The Journal of nutritional biochemistry</i> 17.9 (2006): 571-588.</p>
<p style="text-align: justify;">Poeggeler, B. “L-Arginin schützt vor nitrosativem Stress.” <i>Perfusion. </i>25 (2012): 40-43.</p>
<p style="text-align: justify;">http://www.ralf-kollinger.de/wp/wp-content/uploads/2014/03/Poeggeler-2012-L-Arginin-sch%C3%BCtzt-vor-nitrosativem-Stress.pdf</p>
<p style="text-align: justify;"><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/mitochondrien/no-energy/">NO Energy: Warum du schwach und müde bist</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Kohlenhydrate &#8211; die zweite Perspektive</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/low-carb/kohlenhydrate-die-zweite-perspektive/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Jun 2014 16:47:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Low Carb]]></category>
		<category><![CDATA[Arginin]]></category>
		<category><![CDATA[Kohlenhydrate]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dazu muss man kurz nachdenken, ich hoffe dazu hast du Lust. Wenn ja, dann los. Wir erinnern uns: In einem Artikel habe ich erklärt, dass Fett und Kohlenhydrate um ihre Oxidation (also Verbrennung) konkurrieren. Deshalb entsteht [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Dazu muss man kurz nachdenken, ich hoffe dazu hast du Lust. Wenn ja, dann los.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir erinnern uns: In einem <a href="https://genetisches-maximum.de/magnesium/l-carnitin-fett-und-die-insulinsensitivitat/">Artikel</a> habe ich erklärt, dass Fett und Kohlenhydrate um ihre Oxidation (also Verbrennung) konkurrieren. Deshalb entsteht Diabetes und Insulinresistenz.</p>
<p style="text-align: justify;">Warum ihr alle Angst vor Kohlenhydraten habt, hat zwei Gründe (auch wenn ihr davon vielleicht gar nichts wisst):</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Insulin hemmt die Fettfreisetzung</li>
<li>Insulin stimuliert den Fettaufbau</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Klingt also so, als ob Insulin tatsächlich der übelste Feind ist, wenn es darum geht, eine schlanke Linie zu haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass dies Unsinn ist, das habe ich erklärt anhand der Bevölkerung von Kitava und anhand meiner Mama, die ja sehr, sehr schlank ist und an Weihnachten 1 kg Lebkuchen isst.</p>
<p style="text-align: justify;">Die zwei Punkte, die da oben stehen, würde ich als Monoperspektive bezeichnen. Wir haben vergessen, dass wir nicht in einer eindimensionalen Welt leben, sondern alles sehr plastisch ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Das habe ich zum Beispiel gestern erklärt in meinem Artikel “<a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/den-insulin-fett-und-energiestoffwechsel-verstehen/">Insulin und Eiweiß</a>”. Wo ein sehr cleverer Mensch nachgedacht und gesagt hat: Eiweiß lockt doch auch Insulin?!</p>
<p style="text-align: justify;">Ha! Eiweiß lockt genauso viel Insulin wie Spaghetti.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu Punkt zwei: Insulin stimuliert tatsächlich den Fettaufbau, aber eben nicht so, wie wir das gerne hätten. Fettaufbau, also Lipogenese, bezeichnet einen Prozess, bei dem &#8211; Achtung! &#8211; Kohlenhydrate in Fett umgebaut werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir vergessen dabei aber immer: <strong>Je mehr Kohlenhydrate du isst, umso mehr wird dein Körper davon auch oxidieren</strong>, heißt dann: Glukose-Toleranz.</p>
<p style="text-align: justify;">Und wir vergessen dabei auch immer: Damit Kohlenhydrate in Fett aufgebaut werden kann, brauchen wir die dazugehörigen Enzyme.</p>
<p style="text-align: justify;">Und wir vergessen dabei auch immer: Wir haben ja eine Kalorienbilanz. DOCH! Die gibt es. Ganz, ganz sicher.</p>
<p style="text-align: justify;">Und die Sache mit den Enzymen und dem Fettaufbau kann man wunderbar … “modulieren”. Man kann da etwas verändern!</p>
<p style="text-align: justify;"><img decoding="async" src="http://media.tumblr.com/cb85389b4fede6e5d1a09aa88ef99a25/tumblr_inline_n6bvimtarb1sd0u5p.png" alt="image" /></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Abb. 1: Schematische Darstellung der Glukose &#8211; bzw. Fettsäureoxidation</em></p>
<p style="text-align: justify;">Das letzte Abbauprodukt, egal ob Fettsäureoxidation oder Glukoseoxidation, heißt Acetyl-CoA &#8211; nur diese Substanz wird im Citrat-Zyklus verarbeitet.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei Zuviel an Kohlenhydraten ist logischerweise auch zu viel Acetyl-CoA da, was der Körper mit Hilfe eines Enzyms namens ACC (verstärkt exprimiert durch Insulin) in Malonyl-CoA umwandelt (daraus macht der Körper Fett!).</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Jetzt kommt der Punkt: Selbstverständlich kann man diese Umwandlung effektiv hemmen.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Und was macht der Körper dann mit dem Zuviel an Acetyl-CoA? Er oxidiert es einfach.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn man es jetzt schaffen würde, die Fettzellen nicht noch zu füllen mit einem Überfluss an Fett (denn Fett wird direkt dort gespeichert), und zusätzlich noch für eine niedrigere zelluläre Glukoseaufnahme und erhöhte Fettfreisetzung sorgen würde … dann, ja dann … würde man ohne Zutun abnehmen.</p>
<blockquote><p>We also discovered that arginine differentially regulates expression of fat-metabolic […],<strong>lipolysis in white adipose tissue</strong>. Specifically, <strong>arginine down-regulates</strong> expression of lipogenic genes, such as lipoprotein lipase (LPL), <strong>acetyl-CoA carboxylas (ACC)</strong> alpha but <strong>up-regulates expression of genes for lipolysis in white adipose tissue</strong>, […] In addition,<strong>decreased expression of GLUT4 in adipose tissue of arginine-treated pigs is sufficient to impair glucose transport and fatty acid synthesis</strong>, suggesting that energy substrates are preferentially partitioned to skeletal muscle rather than white adipose tissue</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>Arginin macht das alles, genau wie oben beschrieben.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Also bevor man sich dazu entscheidet, seinen Tag mit 100 g Olivenöl, 100 g Nüssen vollzufetten, sollte man vorher bedenken, dass man a) in der Ketose sein sollte und b) selbst die dünnsten meiner Freunde mit einer Fett-Diät zu -, nicht abnehmen. Nur mal meinen Senf dazu.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer jetzt aber immernoch glaubt, das Stück Brot macht dick, der kann ganze Experiment-Reihe dazu <a href="http://ajcn.nutrition.org/content/48/2/240.long">hier</a> nachlesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Oder mal darüber nachdenken &#8211; wenn “Ängste” vorhanden sind &#8211; ob man nicht ein <strong>gestörtes Essverhalten</strong> hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Denn da wo das rationale Denken aufhört und aufgegeben wird zugunsten einer unbegründeten Angst, der hat … na ja, ein Problem im Kopf.</p>
<p style="text-align: justify;">Weiß ich deshalb, weil ich vier Jahre lang genau so war. Und das war gestört, das weiß ich heute. <strong>Weil der Apfel mich eben nicht dick macht, da sind ja auch Kohlenhydrate drin.</strong></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/low-carb/kohlenhydrate-die-zweite-perspektive/">Kohlenhydrate – die zweite Perspektive</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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