<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Fett - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
	<atom:link href="https://genetisches-maximum.de/tag/fett/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://genetisches-maximum.de</link>
	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
	<lastBuildDate>Sun, 10 Nov 2019 14:57:58 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2019/02/cropped-edubily-favicon-32x32.png</url>
	<title>Fett - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
	<link>https://genetisches-maximum.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Bye Bye Paleo &#8211; Schluss mit der Pseudowissenschaft</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-pseudowissenschaft/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-pseudowissenschaft/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2015 18:41:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Paleo]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Fett]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=3916</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#8222;Paleo&#8220; heißt: Wir, als Art, sind daran angepasst Wenn ich darüber nachdenke &#8230; bald befasse ich mich seit einem Jahrzehnt mit der so genannten &#8222;Steinzeiternährung&#8220;, engl. &#8222;The Paleo Diet™&#8220; oder &#8222;Paläo-Diät&#8220;. Jahrelang war ich fasziniert [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-pseudowissenschaft/">Bye Bye Paleo – Schluss mit der Pseudowissenschaft</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: justify;">&#8222;Paleo&#8220; heißt: Wir, als Art, sind daran angepasst</h2>
<p style="text-align: justify;">Wenn ich darüber nachdenke &#8230; bald befasse ich mich seit einem Jahrzehnt mit der so genannten &#8222;Steinzeiternährung&#8220;, engl. &#8222;The Paleo Diet™&#8220; oder &#8222;Paläo-Diät&#8220;.</p>
<p style="text-align: justify;">Jahrelang war ich fasziniert von dem Gedanken der <strong>Angepasstheit (= Adaptation) des Menschen an seine Umwelt und somit auch an eine (bestimmte) Ernährungsform</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist auch ganz wichtig: Die ganze Szene beruft sich genau auf dieses grundlegende, biologische Gesetz.</p>
<p style="text-align: justify;">Der &#8222;Umkehrgedanke&#8220; wird auch praktiziert: <strong>Ist es nicht &#8222;paleo&#8220;, ist es nicht gut für uns</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">An dieser Stelle finden wir bereits die erste ernsthafte Frage: Welche Zeiträume sind denn überhaupt relevant, wenn man sich mit der Frage nach der Angepasstheit beschäftigt? 40 Millionen Jahre oder doch eher 50.000?</p>
<p style="text-align: justify;">Der Name &#8222;Paläo&#8220; (&#8222;Paläolithikum&#8220;) beantwortet die Frage bereits vorweg: <strong>2,5 Millionen bis circa 10.000 vor Christus</strong>. Ungefähr in dieser Zeit (vor 2,5 Mio. Jahren) entstand die Gattung Homo. Homo <em>sapiens</em> ist circa 200.000 Jahre alt.</p>
<p style="text-align: justify;">Klar wird direkt: Alles, was danach passierte, wird als Zeitraum verstanden, in dem nicht nennenswerte Veränderungen bezüglich der Angepasstheit stattfanden.</p>
<p style="text-align: justify;">In diesen Zeitraum fällt auch das Dasein als Landwirt und Viehzüchter.</p>
<p style="text-align: justify;">Bitte beachten: &#8222;Primaten&#8220; gibt es seit 85 Mio. Jahren. Fossilien sind 55 Mio. Jahren alt. Menschenaffen gibt es seit circa 20 Mio. Jahren. Schimpansen und Menschen haben einen gemeinsamen Vorfahr &#8230; vor 5 Mio. Jahren war das.</p>
<p style="text-align: justify;">Also: Wir Menschen sind bestenfalls Hybride mit einer pflanzenfressenden Vergangenheit. Tatsächlich macht das Paläolithikum, im Hinblick die Geschichte der Menschenaffen, gerade einmal circa 10 % aus. Viele Vertreter der Paläo-Ernährung berufen sich sogar auf einen Zeitraum von nur 50.000 Jahren, wo die Eiszeit in Europa vermutlich einen enormen selektiven Druck ausübte. 50.000 Jahre &#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn die Evolution derart schnell agieren kann, wie wir das bei der Menschwerdung sehen können, wieso lassen wir dann die letzten 10.000 Jahre in unserer &#8222;Paläo-Rechnung&#8220; argumentativ nicht gelten?</p>
<p style="text-align: justify;">Als weiteren Denkanstoß, vorweg, möchte ich anmerken, dass heute lebende Europäer keine reinerbigen Wesen sind, die in der Eiszeit entstanden. Tatsächlich ist der Genpool in unserer Welt so durchmischt und erfährt eine so hohe Fluktuation, dass es nicht ausgeschlossen ist, dass heute lebende Europäer sogar Wurzeln einer späteren Auswanderungswelle (aus Afrika) in sich tragen &#8211; und zwar nach der Eiszeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Hier wird direkt klar, dass Verallgemeinerungen jeglicher Art, nicht zielführend und sogar irreführend sind.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Paleo ist eine Scheinwissenschaft</h2>
<p style="text-align: justify;">Doch &#8230; je länger man sich mit der Wissenschaftlichkeit (!) dahinter befasst, umso &#8230; ja &#8230; schwieriger wird es, auch für einen selbst, die postulierten Dinge so zu akzeptieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Denn: <strong>Solange man nicht klar beweisen bzw. definieren kann, was Paleo eigentlich ist, solange ist es ein schwammiges Gebilde, eine Fantasie-Figur, die zwar ein nettes Paradies suggeriert, aber das sich jeder &#8211; im Kopf &#8211; so gestalten kann, wie er das möchte. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Denn genau am Punkt der Wissenschaftlichkeit scheitert jede Diskussion und Argumentation.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie wollen wir die Sache &#8222;Paleo&#8220; wissenschaftlich greifbar machen? Beim derzeitigen Stand, ist das nicht möglich.</p>
<p style="text-align: justify;">Was viele nicht wissen: Alle (!) Studien zum Thema Paleo, also Studien, die versuchen, die Vergangenheit greifbar zu machen, sind <strong>reine Spekulationen</strong>!</p>
<p style="text-align: justify;">Wie soll das auch anders gehen?</p>
<p style="text-align: justify;">Wie soll man wissenschaftlich präzise rekonstruieren, was vor zwei Millionen Jahren passiert ist?</p>
<h2 style="text-align: justify;">Alle Paleo-Arbeiten sind Spekulationen</h2>
<p style="text-align: justify;">Also &#8230; noch einmal: Alle Studien zu dem Thema sind Spekulationen. Im besten Fall: Beobachtungen oder Kalkulationen.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch Wissenschaftler haben es schwer, bei solchen Themen eine ordentliche wissenschaftliche Arbeit abzuliefern.</p>
<p style="text-align: justify;">Das liegt ganz einfach daran, dass das Themengebiet &#8222;Paleo&#8220; so weit, breit und farbig ist, dass es einem Wunschkonzert gleicht, seine eigenen Thesen &#8211; vermeintlich objektiv &#8211; darzulegen.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt eine ganze Reihe von wissenschaftlichen Schwächen, so genannte &#8222;Experimenter&#8217;s bias&#8220;.</p>
<p style="text-align: justify;">Das sind im Prinzip Schwächen der menschlichen Natur bezüglich einer generellen Objektivität, die es im menschlichen Verstand eigentlich nahezu nicht gibt &#8211; zumindest nicht, solange der menschliche Verstand, ob bewusst oder unbewusst, &#8222;zuschlagen&#8220; kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch werden wir konkreter.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Homo erectus als Fett-Fresser &#8211; oder doch eher der Autor?</h2>
<p style="text-align: justify;">Es gibt eine sehr ausführliche Studie zum Thema Homo <em>erectus</em>. Heißt: Viel Arbeit. In meinen Augen vertritt die Studie valide Gedanken (!), darum habe ich sie damals als kleine Erklärungshilfe in mein Buch gepackt, um ein möglichst breitgefächertes Bild von &#8222;Paleo&#8220; zu generieren &#8211; so gut wie dies auf 30-50 Seiten eben möglich ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun ja: Die Grundthese der Arbeit ist, dass Homo <em>erectus</em> Großwildjäger (genauer: Elefantenjäger) war, der viel Tierfett, viel Protein gefuttert hat. Auch in dieser Arbeit findet man viele Kalkulationen und so weiter. Von diesem Standpunkt aus &#8230; ist alles legitim. Diese Thesen kann man, so geschildert, ruhig vertreten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Problem: Der Autor dieser Studie hatte vor 4-5 Jahren einen Beitrag im englischen Paleo-Internet kommentiert, aus dem seine persönliche Position deutlich hervor ging.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Seine Position: Ich praktiziere Low-Carb, eher noch Keto.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wohl gemerkt: Das war <em><strong>vor </strong></em>der Veröffentlichung seiner Arbeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Viele der Szene wussten das natürlich nicht und nutzen diese Arbeit, um &#8211; dann &#8211; allgemeingültige Thesen wiederum zu bestätigen. <strong>Nach dem Motto: Die Wissenschaft gibt uns recht!</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Falsch: <strong>Die Szene gibt sich selbst recht.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Man würde sicherlich auch keinen Schiri, der gerade Dortmund-Fan ist, ein Dortmund-Spiel pfeifen lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das kann man nur dann auch so einordnen, wenn man weiß, dass &#8222;Paleo&#8220; &#8211; wie es heute existiert &#8211;<strong> auf der Basis von vielleicht 10 wissenschaftlichen Arbeiten gegründet (und begründet) wurde</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Und auch hier schrieben quasi zwei Autoren (Cordain und Eaton) den Großteil der Thesen (etc.) nieder.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Jeder Paleo-Wissenschaftler hat eine ganz eigene Vorstellung</h2>
<p style="text-align: justify;">Wenn man dann Cordain und Eaton studiert, wird wiederum klar, dass beide ganz andere Vorstellungen einer Paleo-Ernährung haben, was sich wiederum äußert in ihren Ausführungen.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch wenn Cordain ein sehr guter Wissenschaftler ist, der sich sicher sehr viel Mühe gibt und sichtlich nicht das praktiziert, was er postuliert (und somit vielleicht objektiver ist, :-) ), hat auch er sich später von einigen Punkten, die er selbst so dargelegt hat, distanziert. Vor allem bezogen auf gesättigte Fette und so weiter.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt mittlerweile noch viele weitere Wissenschaftler, die sich mit dem Thema &#8222;Paleo&#8220; befassen und immer ihre ganz eigenen Thesen vertreten.</p>
<p style="text-align: justify;">Und wie das eben so ist, dann, wenn das Thema so schwammig ist und keiner das Gegenteil beweisen kann, wird auch jeder seine eigenen Thesen belegen können. So wie das u. a. Milton macht, auch eine Biologin (Anthropologin), die Primaten studiert hat und viele ihrer Thesen auch von ihren gewonnen Erfahrungen ableitet.</p>
<p style="text-align: justify;">Mich würde nicht wundern, wenn die sich wiederum vegan ernährt oder zumindest fast-fleischlos.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Selbstverarschen ist menschlich</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Man kann als Wissenschaftler alle möglichen Thesen vertreten und mit anderen Studien untermauern</strong>. Dieses Phänomen nennt man <em>Cherry-Picking</em>. Man pickt sich eben die Früchte heraus, die man gerade für seine eigenen Behauptungen braucht und ignoriert die gesamte Datenlage. Dabei malt man dem geneigten Leser ein Bild, das &#8222;rund&#8220; erscheint, aber überhaupt nicht rund ist.</p>
<p style="text-align: justify;">(Anmerkung: Da wissenschaftliche Studien ebenfalls von Leuten durchgeführt werden, die sich wiederum auf andere Arbeiten berufen, kann eine ganz eigene &#8222;Arbeiten-Nische&#8220; entstehen, die sich selbst bestärkt und recht gibt. Klassisches Beispiel ist der Cholesterin-Hype in Verbindung mit dem Herzinfarkt. Die Wissenschaftler damals waren nicht dumm &#8230; nur, um das einmal gesagt zu haben. Nur &#8230; Unwahrheiten [oder besser: Unüberprüfbare, unbestätigte &#8222;Wahrheiten&#8220;] werden nicht wahr durch ständiges Wiederholen. Gilt auch für wissenschaftliche Arbeiten.)</p>
<p style="text-align: justify;">Ich könnte auf Anhieb ein paar Autoren (auch im deutschsprachigen Internet) nennen, die dieses Handwerk bestens beherrschen. Das gilt übrigens auch für das eigene Gehirn. Man kann sich &#8211; wörtlich &#8211; selbst verarschen. Auch vor allem dann, wenn man gerade etwas praktiziert und sich für die wissenschaftliche Wahrheit überhaupt nicht interessiert, solange man die ganz eigene Wahrheit im Herzen trägt &#8230; oder so ähnlich.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin selbstverständlich nicht frei davon und weiß, dass ich mein Unterbewusstsein mit Cherry-&#8222;Fakten&#8220; bombardiert habe &#8230; und am Ende voll von einer Sache überzeugt war. Dabei habe ich alles andere &#8211; bewusst und unbewusst &#8211; ignoriert. Heute weiß ich es besser und weiß, dass gute (!) Wissenschaft (= Biochemie) nicht lügt. Da kann ich mir noch 100 x einreden, dass die Fette in Butter optimal für meine Gesundheit sind und Olivenöl ein Kunstprodukt ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Darüber hinaus bedient sich Paleo &#8211; wie keine andere Ernährungsform &#8211; an Epidemiologie, an Beobachtungen und vermeintlichen, daraus resultierenden Ereignissen. Und das, obwohl die &#8222;Methoden&#8220; tatsächlich alles andere als valide sind. Oder anders ausgedrückt: Man zieht Rückschlüsse anhand von Menschen, die nicht mehr existieren (oder am anderen Ende des Kosmos leben) und deren Leben wir in keinster Weise nachvollziehen können, erfinden danach Ereignisse (&#8222;Diese Menschen hatten weniger Krankheiten als wir &#8230;&#8220;), die gut klingen, die aber allerhöchstens der Fantasie entspringen. Zumindest sind solche Aussagen aus der Sicht moderner Analysen völlig unzureichend und nichtssagend.</p>
<p style="text-align: justify;">Ignoriert wird dabei, dass man auch im Jetzt Epidemiologie betreiben kann. Stichwort &#8222;Blue Zones&#8220; etc. &#8211; aber diese Epidemiologie ist nicht erlaubt, zeigt Schwächen, hilft uns anscheinend nicht, sinnvolle Aspekte für unser persönliches Leben abzuleiten.</p>
<p style="text-align: justify;">Tatsächlich werden auch nur die Punkte ignoriert, die nicht in den eigenen Denkhorizont passen. Denn Populationen wie Masai oder Inuit werden gerne beschrieben. Von allen möglichen Leuten. Aber nicht der Objektivität halber, sondern der Legitimation wegen. Der Objektivität halber müsste man dann doch noch Volksgruppen wie Hadza, Kitava-Bewohner oder Menschen wie Tarahumara oder andere Ureinwohner irgendwelcher Länder (siehe oben, &#8222;Menschen vom anderen Ende des Kosmos&#8220;) erwähnen &#8211; Tatsache? Niemals. &#8222;Veganer!&#8220;.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Witz ist, dass diese heroischen Low-Carb-Völker, bei genauerer Betrachtung, ganz anders leben, als wir das in unserem Kopf gerne glorifizieren. Ich habe da mal ein paar ältere Studien herausgepickt und in meinem Buch zitiert. Ältere Studien &#8230; damit man auch wirklich den &#8222;alten, nativen Lebensstil&#8220; der Menschen bewerten kann. Denn auch dieses &#8222;früher war in diesen Stämmen alles besser&#8220; &#8230; wird gerne als Argument genutzt. Doch zurück: Masai-Männer, echte Masai-Männer haben im mittleren Alter Arteriosklerose wie alte US-Männer.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch die tollen Inuit sind alles andere als Vorbilder: Genmutationen verhindern die hepatische Ketogenese, der RQ weist nicht auf konstante Fettverbrennung hin, die Leber ist überdimensional groß, Arteriosklerose haben die massig, aber keinen Herzinfarkt (merkst du das Cherry-Picking?), weil das Blut durch Omega-3-Fettsäuren eine bessere Fließeigenschaft bekommt &#8211; leider geht damit ein deutlich erhöhtes Schlaganfallrisiko einher. Da platzen die Äderchen im Kopf halt schneller.  Letzteres erzählt man dir dann aber nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Keiner von den ganzen Paleo-Gurus hat jemals bei oder mit den Inuit gelebt. Kein einziger dürfte sich auch nur ein einziges Wort, Life-Style-beschreibendes Wort erlauben oder gar Aspekte für das tägliche Leben (bei uns!) ableiten. Sogar Cordain nutzt bei seinen ganzen Kalkulationen andere Arbeiten, deren Inhalt er ja nicht auf Korrektheit überprüfen kann. Wie soll das auch gehen? Er beschreibt etliche, natürlich lebende Völker &#8211; aber hat er sie auch besucht?</p>
<p style="text-align: justify;">Das sind doch keine argumentativen Grundlagen, um daraus dann ernsthaft und detailversessen ganze Lebensratschläge abzuleiten. Was soll das?</p>
<h2 style="text-align: justify;">Paleo ist ein &#8222;Kulturprodukt&#8220;</h2>
<p style="text-align: justify;">Das eigentliche Problem von Paleo ist dann am Ende doch nicht die Studienlage, denn tatsächlich interessiert sich kaum jemand dafür, sondern die Kultur.</p>
<p style="text-align: justify;">Paleo durchläuft keine &#8222;echte&#8220; Evolution, sondern eine kulturelle &#8211; Paleo wird getragen von den einzelnen Strömen, die zum Teil tatsächlich aus &#8222;echter Evolution&#8220; hervorgehen, aber am Ende doch nur das Konstrukt von Menschen sind, die sich ihre ganz eigene Geschichte basteln und diese froh im Internet verkünden. Manchmal vereinen sich Ströme und erscheinen dann noch kräftiger.</p>
<p style="text-align: justify;">So geschieht es, dass Paleo am Ende keine auf Wissenschaft fußende, echte Bereicherung ist, sondern ein netter Roman, eine spannende Geschichte, die mit Biegen und Brechen ein interdisziplinäres Ganzes schaffen will &#8211; ganz in der Manier der Menschheit, eine Lösung für Alles finden möchte, eine &#8222;Feldtheorie&#8220;, eine zufriedenstellende Kohärenz.</p>
<p style="text-align: justify;">Dabei spielt es am Ende dann auch keine Rolle mehr, ob man es biochemisch (oder anders) begründen kann. Sobald das Totschlagargument, eine Paleo-Legitimation, fällt, gibt es nahezu keinen argumentativen Ausweg mehr. Und das, obgleich viele Paleo-Vertreter sehr weit weg sind von der tatsächlichen, originalen Wissenschaft hinter Paleo, diese womöglich noch nie studiert haben.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Paleo ist ein Marketing-Wunder</h2>
<p>Genau genommen ist es für uns Menschen schwer, eine &#8222;Ernährungsform &#8220; einfach deshalb so zu praktizieren, weil wir von Haus aus glauben, dass uns diese Form der Ernährung gut tut.</p>
<p>Häufig kommt dann noch ein Paradox hinzu, das wir von Kindern oder Tieren kennen.</p>
<p>Im Zusammenhang mit etwas Gutem, widerfährt uns etwas Schlechtes, was uns den Glauben an das Gute nimmt.</p>
<p>Resultat ist, dass wir eine 360-Grad-Wendung durchleben, anstatt Dinge mit Gefühl zu optimieren. 360 Grad deshalb, weil wir &#8211; nicht wissend &#8211; danach genauso schlecht dastehen wie vorher. Wenn nicht jetzt, dann auf lange Sicht.</p>
<p>Das ist dann ungefähr so: Weil einige mit Gluten nicht zurecht kommen, werden Kohlenhydrate im Allgemeinen nie wieder verzehrt. Man orientiert sich nun in eine andere Richtung und sucht nach Antworten auf das &#8222;Warum?&#8220;, hinter dem, was uns widerfahren ist.</p>
<p>Wohl gemerkt: Das sind menschliche Verhaltensweisen, eine ganz natürliche Sache.</p>
<p>Jedoch führt es häufig zur &#8222;Überkompensation&#8220;: Letztlich übersteuert man das Ganze und übertreibt in der Ausführung. Noch einmal: Eine Minimal-Intervention hätte gereicht, um das System neu zu justieren. Unsere Reaktion ist jedoch ein Weglaufen, eine Suche nach dem anderen, besseren Ort.</p>
<p>Ich habe das auch 1:1 so erlebt und habe letztendlich mehr Probleme mit dem &#8222;anderen Extrem&#8220; generiert.</p>
<p>Extreme wirken anziehend, wirken richtig. Vielleicht ist das eine Macke unserer Zeit. Aber, um auf den Eingangspunkt zurückzukommen, eine Ernährungsform lebt man nicht einfach so. Man zelebriert sie, am besten verknüpft man sie direkt mit einem sozialen Aspekt, mit einem Gruppen-Gefüge.</p>
<p>Das Schlimme ist, dass sich daraus ganze Marktzweige entwickeln, die aus einer guten Sache (&#8222;Die Suche nach der perfekten Ernährung&#8220;) ein Konstrukt entstehen lassen, das zwar den Verbraucher bedienen möchte, aber am Ende etwas kreiert, was man nicht braucht: Die &#8222;Paleo-Pizza&#8220;, &#8222;Paleo-Proteinpulver&#8220; und &#8222;glutenfreie Unterhosen&#8220;.</p>
<p>Anstatt zu fr*ssen, was wir von Natur aus als &#8222;natürlich, gut, gesund&#8220; einstufen und das zu unterlassen, was uns nicht gut tut (und nein, es sind nicht die Kohlenhydrate!), fließt massig Geld in eine Maschinerie, die wir nicht brauchen, die kostspielig ist und die uns nichts geben wird, was uns der gesunde Menschenverstand nicht auch diktieren könnte.</p>
<p>Anstatt den Blick auf die Vergangenheit zu richten und Lebensweisen zu emulieren, die wohl eher mit Fantasie, als mit Menschsein zu tun haben, sollten wir uns alle an der eigenen Nase packen und Geld in Nachhaltigkeit investieren, in Innovationen, in neue Möglichkeiten.</p>
<p>Nicht in das teure Angus-Steak, weil im Paleo-Buch geschrieben steht, dass wir alle Fleischfresser sind und täglich ein Kilogramm davon anpeilen sollten.</p>
<h2>Vom Top-Down zum Bottom-Up</h2>
<p style="text-align: justify;">Das größte Problem allerdings ist, dass es vielen Menschen schwer fällt, sich eine eigene, unvoreingenommene Meinung zu bilden. Dies geht selbstverständlich nur dann, wenn man über Methoden verfügt, um das zu bewerkstelligen.</p>
<p style="text-align: justify;">Vielen kann man diesbezüglich auch keinen Vorwurf machen, denn es bedarf vermutlich jahrelanger Erfahrung, um gewisse Behauptungen etc. richtig einschätzen zu können.</p>
<p style="text-align: justify;">Am Ende bleibt die Frage:<strong> Wieso muss es eine Top-Down-Analyse sein? </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Antwort unserer Fragen finden wir nicht in Arbeiten zum Thema Evolution (&#8222;Top&#8220;), die Antworten unserer Fragen finden wir in den Zellen (&#8222;Bottom&#8220;), im Organismus, in unserer Physiologie, in unserer Biochemie.</p>
<p style="text-align: justify;">Es muss ein Umdenken her. <strong>Eine Bottom-Up-Analyse</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Evolution kann uns helfen, biochemische Tatsachen (!) zu erklären.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Evolution per se ist ein sehr, sehr schlechter Ratgeber, um konkrete, spezielle Aspekte für uns abzuleiten. <strong>Wir verrennen uns!</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Und so bleibt am Ende &#8211; bezogen auf die Ernährung &#8211; das nüchterne Ergebnis: Es gibt kein Schwarzweiß, es gibt Diversität wie Sand am Meer, der menschliche Organismus kann mit einer riesigen Breite an Nahrungsmitteln gut umgehen. <strong>Es gibt keine spezielle, artgerechte Ernährung</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Biochemie lehrt uns, dass die Frage nach der &#8222;speziellen&#8220; Ernährung weit weniger wichtig ist, als die Frage nach dem Life-Style. Oder anders ausgedrückt: Lasst uns das System Mensch fokussieren, nicht Glaubenskriege bezüglich der Frage nach der &#8222;richtigen Ernährung&#8220; &#8211; dann, ja dann kann eine Top-Down-Analyse tatsächlich Sinn machen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nicht, um &#8222;spezielle Diäten&#8220; abzuleiten, sondern Grundprinzipien.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Doch dafür muss man kein Evolutionsbiologe sein. Dafür muss man ein Mensch sein &#8230; mit gesundem Menschenverstand, Intuition und Körperintelligenz. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Jedes Kind weiß das.</p>
<p style="text-align: justify;">Und ja, es geht auch ohne Fleisch. Und ohne Paleo-Diät.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Wie ist deine Meinung zur Paleo-Diät? Hinterlasse einen Kommentar! (PS: Glaubenskriege und unnötige Diskussionen sind nicht erwünscht.)</h2><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-pseudowissenschaft/">Bye Bye Paleo – Schluss mit der Pseudowissenschaft</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-pseudowissenschaft/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>26</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>L-Carnitin, Fett und die Insulinsensitivität</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/magnesium/l-carnitin-fett-und-die-insulinsensitivitat/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/magnesium/l-carnitin-fett-und-die-insulinsensitivitat/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Jun 2014 07:24:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magnesium]]></category>
		<category><![CDATA[Fett]]></category>
		<category><![CDATA[Insulin-Sensitivität]]></category>
		<category><![CDATA[L-carnitin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=156</guid>

					<description><![CDATA[<p>L-Carnitin erfüllt neben seiner bekannten Funktion, die es beim Fettsäure-Transport in das Mitochondrium übernimmt, eine Vielzahl weiterer, sehr wichtige Funktionen. So ist L-Carnitin beispielsweise beteiligt an der Immunreaktion, hat einen positiv-inotropen Effekt auf das Herz (steigert [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/magnesium/l-carnitin-fett-und-die-insulinsensitivitat/">L-Carnitin, Fett und die Insulinsensitivität</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">L-Carnitin erfüllt neben seiner bekannten Funktion, die es beim Fettsäure-Transport in das Mitochondrium übernimmt, eine Vielzahl weiterer, sehr wichtige Funktionen. So ist L-Carnitin beispielsweise beteiligt an der Immunreaktion, hat einen positiv-inotropen Effekt auf das Herz (steigert die Kontraktilität!) und hemmt die Adipogenese/Lipogenese der Fettzellen, sprich: Es verhindert ein Wachstum derselben.</p>
<p style="text-align: justify;">Insulinresistenz ist ein Zustand, der sich fließend einstellt und tatsächlich von vielen täglich erlebt wird: Die (nicht-pathologische) physiologische Insulinresistenz, die auftritt bei einer Fett-Diät. Die pathologische Insulinresistenz hat ähnliche, aber chronische Ursachen. Beide aber verhindern die adäquate Oxidation von Glukose.</p>
<p style="text-align: justify;">Irgendwann existierte ein Mann namens Philip Randle, leider schon 2006 verstorben, der etwas begründete, was für einige &#8211; oder alle &#8211; von euch eine sehr hohe Relevanz hat: Den glucose-fatty acid cycle &#8211; dieser Mechanismus beschreibt nichts anderes, als dass immer nur ein Substrat (Glukose; Zucker oder Fettsäure) ordentlich oxidiert, das heißt verbrannt werden kann.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was man nämlich beobachtete: Eine normale Fettsäure-Oxidation hemmt den Glukose-Stoffwechsel in der Zelle.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das kann man ganz einfach erklären: Fettsäuren sind normal zur Genüge da und &#8211; wie ich das schon mehrfach erwähnt habe &#8211; ist die Muskelzelle normal darauf gepolt, Fett zu oxidieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Fettsäure-Oxidation lässt aber &#8211; genau wie der Kohlenhydrat-Stoffwechsel &#8211; am Ende Acetyl-CoA entstehen, was dann im Citrat-Zyklus weiter abgebaut werden kann.</p>
<p style="text-align: justify;"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone" src="http://media.tumblr.com/085206c3f0f662019912355622bcddda/tumblr_inline_n795jr3av51sd0u5p.jpg" alt="Wie entsteht Insulinresistenz?" width="500" height="364" /></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Abb. 1: Schematische Darstellung des zellulären bzw. mitochondrialen Stoffwechsels von Glukose bzw. Fettsäuren. </em></p>
<p style="text-align: justify;">Dies ist in der obigen Grafik sehr gut zu erkennen: Sowohl Fettsäure-Abbau (ß-Oxidation), als auch Glukose-Abbau resultieren in Produktion von Acetyl-CoA, das dann in den TCA (Citrat Zyklus) übergehen kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Anmerkung: Das Bild dort oben ist so genial, dass man es einfach mal auswendig lernen könnte. ;-)</p>
<p style="text-align: justify;">Der springende Punkt: Acetyl-CoA hemmt nicht den Fettstoffwechsel, aber den Kohlenhydrat-Stoffwechsel, in dem es PDH (Pyruvat Dehydrogenase) hemmt (siehe oben i.d. Grafik), was die Reaktion von Pyruvat (Endprodukt KH-Stoffwechsel) zu Acetyl-CoA katalysiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer jetzt aufgepasst hat: <strong>Genau über diesen Mechanismus werden wir “physiologisch insulinresistent” während einer no carb Diät: Die Fettsäuren hemmen so den Glukose-Abbau, das wiederum woanders (Gehirn, Blut) genutzt werden kann. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Dies wurde uns dramatisch vor Augen geführt von Peters et al. (1998) in seiner Arbeit &#8222;Human skeletal muscle pyruvate dehydrogenase kinase activity increases after a low-carbohydrate diet.&#8220;. Die PDH-Kinase nämlich hemmt PDH, das Masterenzym im KH-Stoffwechsel. Genauer: PDH-Kinase Aktivität ver-3-facht sich während einer high fat Diät, was dazu führt, dass PDH an sich nur noch 1/6 seiner Leistung bringt&#8230; Kohlenhydratstoffwechsel wurde somit ausgeschaltet!</p>
<p style="text-align: justify;">Aber jetzt kommt L-Carnitin ins Spiel: L-Carnitin hilft nicht nur dem Transport von Fettsäuren in die Mitochondrien. LCar wirkt auch als Acetyl-Puffer. Das hat man damals an Fliegen erkannt: Die haben in ihrer Brust 0 Fettsäure-Oxidation, aber trotzdem viel LCar. Da hat man mal nachgedacht.</p>
<p style="text-align: justify;">Und hat gesehen: Wenn über den KH-Stoffwechsel während hohen Intensitäten viel Acetyl-CoA entsteht (anaerob, ohne Sauerstoff), was nicht aerob, das heißt mit Sauerstoff, verbrannt werden kann, dann wird dieses überschüssige Acetyl einfach an Carnitin gebunden. Dies verhindert, dass ein Zuviel an Acetyl-CoA, das Master-Enzym des KH-Stoffwechsels hemmt: PDH (siehe oben).</p>
<p style="text-align: justify;">Genial, denn: <strong>Dies könnte fatale Nachteile haben</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Gleiches Spiel beim Menschen: Sehr hohe Intensitäten beim Sport verringern die Fettsäure-Oxidation dramatisch. Das liegt &#8211; ganz neu! &#8211; daran, dass der Körper in solchen Intensitäts-Bereichen natürlich sehr viel Acetyl-CoA via (ß-Oxidation oder) Glycolyse (Glukose-Abbau) generiert, was ja aber wiederum das PDH hemmt. Nicht nur das… Acetyl-CoA staut sich, da mehr entsteht, als im Citrat-Zyklus abgebaut werden kann, und… <strong>L-Carnitin bindet</strong>. Das heißt dann Acetyl-L-Carnitin. Dieses Carnitin fehlt ja aber woanders, nämlich beim Eintritt von Fettsäuren in die Mitochondrien.</p>
<p style="text-align: justify;">An dieser Stelle sollte es “klick” machen, denn: <strong>Genau das ist der Grund, warum du bei hohen Intensitäten zunehmend “sauer” wirst und wenig, bis gar keine Fettsäuren oxidierst &#8211; es fehlt das Carnitin. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Genial. Also gibt man Sportlern L-Carnitin und die PDH-Aktivität steigt dramatisch UND die Fettsäureoxidation UND es fällt deutlich weniger Laktat an.</p>
<p style="text-align: justify;">Noch einmal: Dein Körper kann auch bei höheren Intensitäten, <strong>da jetzt viel mehr Carnitin zur Verfügung steht</strong>, seine Energie a) aus Fettsäuren beziehen, außerdem b) Acetyl-CoA binden, was bedeutet c) dass PDH (der Kohlenhydratstoffwechsel) nicht gehemmt wird, was uns zu d) bringt: Es fällt weniger Laktat an.</p>
<p style="text-align: justify;">Ist das nicht genial?</p>
<p style="text-align: justify;">Ich finde das genial.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/magnesium/l-carnitin-fett-und-die-insulinsensitivitat/">L-Carnitin, Fett und die Insulinsensitivität</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/magnesium/l-carnitin-fett-und-die-insulinsensitivitat/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>8</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
