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	<title>Ketose - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
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	<title>Ketose - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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		<title>Die „heilige&#8220; ketogene Diät &#8211; ein Kommentar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Dec 2014 15:33:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ketogen]]></category>
		<category><![CDATA[ketogene diät]]></category>
		<category><![CDATA[Ketose]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vorab: Frohe Weihnachten an alle Leser &#8211; ich hoffe, euch geht es gut und ihr denkt nicht so viel darüber nach, ob ihr euch jetzt korrekt ernährt oder nicht. Man muss nicht übertreiben. Oder vielleicht [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vorab: Frohe Weihnachten an alle Leser &#8211; ich hoffe, euch geht es gut und ihr denkt nicht so viel darüber nach, ob ihr euch jetzt korrekt ernährt oder nicht. Man muss nicht übertreiben.</p>
<p>Oder vielleicht doch?</p>
<p>Ketogene Diäten waren „in&#8220;, da wussten viele Mainstream-Wissenschaftler, Ärzte und Normalos noch lange nicht, dass so etwas überhaupt „wirken&#8220; kann. Heute gibt es kaum ein Buch, das nicht von „low carb&#8220; spricht, selbst Veganer springen auf diesen Zug auf.</p>
<p>Es ist wahrlich „krass&#8220;, wenn man die Entwicklung betrachtet.</p>
<p>Ich war dabei seit 2009, seit Anfang 2009 kannte ich diese Kostform und habe mich linear zu der „Szene&#8220; gesteigert in meinem Denken und meinem Handeln. Ich habe aber vor allem eine Sache gemacht: Immer vertraut auf diverse „Anführer&#8220; der Szene, die der Meinung waren, dass ketogene Diäten das A und das O sind bezogen auf Gesundheit, bezogen auf Langlebigkeit, bezogen auf „Heilung&#8220;.</p>
<p>Im Prinzip war ich Teil der amerikanischen „Paleo&#8220;-Welle mit all seinen Höhen und Tiefen &#8211; jetzt, 5 Jahre später (Internet sei Dank, normalerweise dauert es 10) &#8211; beginnen diese Tendenzen auch bei uns zu „wirken&#8220;. Wir können davon ja sogar in Frauenzeitschriften lesen. Das bedeutet für uns: „Der heilige Gral&#8220; ist nun auch bekannt in der Normalbevölkerung.</p>
<p>Weil ich genau weiß, wie das hier ausgeht, also in Deutschland, möchte ich einen kleinen Rückblick gewähren:</p>
<p>Loren Cordain war, nach Boyd Eaton, der Erfinder der „Steinzeit-Diät&#8220;. Eigentlich war es Boyd Eaton irgendwann Mitte/Ende der 90er-Jahre (!), der ein Buch dazu geschrieben hatte. Loren Cordain hat dann einfach Studien gesammelt und für uns ein kohärentes Gesamtbild konstruiert.</p>
<figure id="attachment_2216" aria-describedby="caption-attachment-2216" style="width: 203px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/51MgO8mhAyL._SY344_BO1204203200_.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-2216 size-medium" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/51MgO8mhAyL._SY344_BO1204203200_-203x300.jpg" alt="51MgO8mhAyL._SY344_BO1,204,203,200_" width="203" height="300" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/51MgO8mhAyL._SY344_BO1204203200_-203x300.jpg 203w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/51MgO8mhAyL._SY344_BO1204203200_-64x94.jpg 64w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/51MgO8mhAyL._SY344_BO1204203200_-204x300.jpg 204w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/51MgO8mhAyL._SY344_BO1204203200_.jpg 235w" sizes="(max-width: 203px) 100vw, 203px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2216" class="wp-caption-text"><span style="font-size: 10pt;">Die Anfänge von „Paleo&#8220; (1989): &#8222;The Paleolithic Prescription&#8220; (Boyd Eaton)</span></figcaption></figure>
<p>Ursprünglich war der Tenor, dass wir insgesamt weniger Kohlenhydrate essen sollen, mehr Eiweiß, bessere Fette, wir sollen uns mehr bewegen und auch unsere Mikronährstoff-Zufuhr überdenken, gleichzeitig aber auch testen, in wie weit wir reagieren bei Konsum von Milch und Weizen, das seit kurzer Zeit auf dem Speiseplan des Menschen steht &#8211; das alles klingt hervorragend, oder? Kein Wunder &#8211; diese (!) „Pay-Lee-Oh-Diet&#8220; (Paleo) schnitt bezogen auf die Verbesserung von kardiovaskulären Risikofaktoren etc. sogar besser ab, als die bisher unverwundbare „mediterane Ernährung&#8220; &#8211; Steinzeit-Mensch schlägt die Kreter.</p>
<p>Der Mensch aber kann sich nicht an den oben genannten Dingen erfreuen, er strebt konstant Verbesserungen an. Und da viele „Vordenker&#8220; deshalb „Vordenker&#8220; sind, weil sie mehr lesen, mehr recherchieren als andere, hat man natürlich weiter gedacht. Man hat hinter die Ausführung von Cordain, die übrigens bis heute Bestand hat, keinen Punkt gemacht &#8211; nein, man hat die Geschichte weitererzählt.</p>
<p>Irgendwann nämlich kamen diverse „berühmte&#8220; amerikanische Blogger (u. a. Wissenschaftler) auf die Idee, dass Cordain ja eigentlich nur Halbwahrheiten erzählt. „Gesundes Fett&#8220; soll Rapsöl sein? Das kann doch gar nicht sein.</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Seht ihr hier, wie man sich von Stufe-2-Denken verabschiedet auf Stufe-1-Denken und dabei „glaubt&#8220;, dass man doch alles irgendwie begründen kann? Stufe-2 war, dass Cordain, wissenschaftlich korrekt, diverse (Zell-)Studien zum Thema Fett ausgewertet hat. So wie ich das hier gemacht habe. Und natürlich, wie jeder Vernunftbegabte, sieht, dass das mit dem Cholesterin und Fett im Blut („Die Cholesterin-Lüge&#8220;) gar nicht so gelogen war, sondern tatsächlich überprüfbar ist anhand von Zell-Studien! Keine Korrelation, kein Ancel Keys, sondern nachweisbar. Als Beispiel: Palmitinsäure (eine gesättigte Fettsäure) zerstört die ß-Zellen deiner Bauchspeicheldrüse! </span></strong></p>
<p><span style="line-height: 1.5;">Logischerweise hat Cordain dann ein Öl empfohlen, das nachweislich eine bessere Fettsäure-Komposition hat. Und wer will denn Knochenmark essen, das eine solche „ideale&#8220; Komposition aufweist? Niemand. Also hat er Rapsöl empfohlen.</span></p>
<p>Stufe-2-Denken war dann, dass Rapsöl nie verzehrt wurde und deshalb „ja auch nicht gesund sein <span style="text-decoration: underline;">kann</span>&#8222;.</p>
<h2>Emotionales Verlangen &gt; rationaler Verstand</h2>
<p>Wie irrational solche Gedanken sind, sehen wir dann, wenn diverse Vertreter später für den Konsum von Butter plädieren, die aber doch auch niemals verzehrt wurde von unseren Vorfahren. Oder hatte der Cro-Magnon Milchkühe? Nein, aber man wollte sich selbst den Verzehr rechtfertigen, denn unser Gehirn weiß schon, dass Butter gut schmeckt.</p>
<figure id="attachment_2217" aria-describedby="caption-attachment-2217" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/hunger-413685_1280.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-2217 size-medium" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/hunger-413685_1280-300x199.jpg" alt="hunger-413685_1280" width="300" height="199" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/hunger-413685_1280-300x199.jpg 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/hunger-413685_1280-500x333.jpg 500w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/hunger-413685_1280-700x466.jpg 700w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/hunger-413685_1280-64x43.jpg 64w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/hunger-413685_1280-768x512.jpg 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/hunger-413685_1280-1024x682.jpg 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/hunger-413685_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2217" class="wp-caption-text"><span style="font-size: 10pt;">Das Essen hat selten etwas mit „Essen&#8220; zu tun, sondern mit Verlangen. </span></figcaption></figure>
<p>Nun &#8211; natürlich dauerte es nicht lange &#8230; Zu jeder Bewegung, gibt es eine Gegenbewegung. Und so kam es, wie es kommen musste. Jahrzehnte wurde „low fat&#8220; empfohlen und dennoch wurde Amerika immer dicker. „Daraus folgt&#8220;, dass „low fat&#8220; nix gebracht hat. Ja, meine Frage: Wer hat denn kontrolliert, dass auch jeder Amerikaner brav „low fat&#8220; isst? Gibt&#8217;s im McDonalds dort jetzt „Low-fat&#8220;-Burger oder wie?</p>
<p>Man nutzte dann also <span style="text-decoration: underline;">eine Korrelation</span>, um zu zeigen, dass „low fat&#8220; nicht der Weg sein kann. Und überhaupt: Wer von unseren Vorfahren hat denn jemals „low fat&#8220; gelebt? Niemand. Stimmt. Oder doch nicht?</p>
<h2>Das Kohlenhydrat-Fiasko und „das Wunder der ketogenen Diät&#8220;</h2>
<p>Aus einer anfänglichen „Reduktion der Kohlenhydrat-Menge&#8220;, man solle nun seine Kohlenhydrate aus Obst, Gemüse und Nüssen beziehen, wurde ein &#8230; „Moment mal &#8230; die hatten doch aber früher auch nicht das süße Obst von uns heute, oder?&#8220;. Gepaart mit „Neuigkeiten&#8220; aus der Forschung (Ketogene Diäten gegen Krebs, ketogene Diäten gegen Alzheimer, ketogene Diäten gegen entzündliche Erkrankungen, ketogene Diäten gegen Epilepsie usw. <strong>plus</strong> &#8222;high blood sugar&#8220; macht Entzündungen, &#8222;high blood sugar&#8220; macht Alzheimer, &#8222;high blood sugar&#8220; macht Leberfett, &#8222;high blood sugar&#8220; macht Insulin-resistent usw.) kam man schnell auf die glorreiche Idee, dass der von Cordain empfohlene Kohlenhydrat-Anteil in der Ernährung (40 %) ja auch nicht das Wahre sein kann. Der irrt sich bestimmt!</p>
<p>Außerdem war seit Atkins bekannt, dass „VLC (very low carb) diets&#8220; satt machen. Da kann man dann so viel Fett essen, wie man will, man bleibt satt und das Gute: Man wird sogar schlank.</p>
<p>Das liegt natürlich alles am Insulin &#8211; Gary Taubes sei Dank &#8211; das uns fett macht und das böse Speicher-Hormon schlechthin ist.</p>
<p>Das Bild &#8211; bezogen auf Kohlenhydrate &#8211; wurde also immer kohärenter. Dass da natürlich tausende Denkfehler vorhanden sind, das wollte und konnte man nicht wahr haben. Wir Menschen lieben Lösungen, hassen das Problem-Denken, daher bevorzugen wir auch, manchmal das ein oder andere „Problemchen&#8220; zu übersehen, so dass am Ende das Bild (für uns) stimmig ist.</p>
<p>Wir alle dachten, „das ist die ultimative Logik&#8220; &#8211; alles macht Sinn, das Weltbild ist rund. Das dachten wir aber nur deshalb, weil wir selbst niemals die Studien gelesen haben, selbst niemals für uns gedacht haben, sondern „uns haben denken lassen&#8220;.</p>
<h2>Irreführung durch Menschen, die auch nur Menschen sind</h2>
<p>Von wem? Na, von „Paleo&#8220;-Bekanntheiten.</p>
<ul>
<li><a href="http://freetheanimal.com/">Richard Nikoley (free the animal)</a></li>
<li><a href="http://donmatesz.blogspot.de/">Don Matesz (paleo don)</a></li>
<li><a href="http://wholehealthsource.blogspot.de/">Stephan Guyenet (whole health source)</a></li>
<li><a href="http://robbwolf.com/">Robb Wolf</a></li>
<li><a href="http://conditioningresearch.blogspot.de/">Chris (conditioning research)</a></li>
<li>u. v. m.</li>
</ul>
<p>Ich glaube nicht, dass wir in Deutschland irgendwie nachvollziehen können, wie viel „Macht&#8220; solche Blogger in der Szene hatten und haben. Es wurde das Ancestral Health Symposium (AHS) ins Leben gerufen, wo genau diese Menschen reden durften und eine extreme Bekanntheit erlangten (du kannst das mal bei youtube eingeben). Nur, dass wir uns richtig verstehen: Das waren Blogs mit teilweise 1.000.000 Besucher pro Monat. Also eine unfassbar große Menge.</p>
<p>Die ganze Szene baute sich auf und stützte sich durch genau diese Menschen.</p>
<p>Warum habe ich gerade die oben genannt?</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Weil kein einziger, der das damals postuliert hat, heute noch „ketogene Diäten&#8220; praktiziert. </strong></p>
<h2 style="text-align: left;">„Correlation does not imply causation&#8220; &#8211; der Kontext zählt</h2>
<p style="text-align: left;">Im Gegenteil &#8230; Heute sieht man die Fehler, die man selbst gemacht hat, klarer denn je. Jetzt wird &#8211; wie so oft &#8211; das Gegenteil davon gemacht. Heute sucht man den Fehler nicht mehr bei der staatlichen Behörde, bei Ancel Keys oder bei der Low-Fat-Kampagne, sondern bei der <span style="text-decoration: underline;">postulierten</span> Theorie, die hinter einer ketogenen Diät steckt. Übertragen auf Deutschland: Die kritisieren jetzt nicht mehr die DGE, also unsere Aufsichtsbehörde bezogen auf Ernährung, sondern überdenken mal das eigene Verhalten (schönen Gruß auch an die vielen Leute, die wie Äffchen alles nachplappern: &#8218;Die Wissenschaftler der DGE sind Verbrecher&#8216;).</p>
<figure id="attachment_2218" aria-describedby="caption-attachment-2218" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/28ed9cfd5e06053abe3f56f837daaf008a327c674c4e49d26fc190d4f86fc230.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-2218 size-medium" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/28ed9cfd5e06053abe3f56f837daaf008a327c674c4e49d26fc190d4f86fc230-300x246.jpg" alt="28ed9cfd5e06053abe3f56f837daaf008a327c674c4e49d26fc190d4f86fc230" width="300" height="246" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/28ed9cfd5e06053abe3f56f837daaf008a327c674c4e49d26fc190d4f86fc230-300x246.jpg 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/28ed9cfd5e06053abe3f56f837daaf008a327c674c4e49d26fc190d4f86fc230-500x411.jpg 500w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/28ed9cfd5e06053abe3f56f837daaf008a327c674c4e49d26fc190d4f86fc230-64x53.jpg 64w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/28ed9cfd5e06053abe3f56f837daaf008a327c674c4e49d26fc190d4f86fc230-600x494.jpg 600w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/28ed9cfd5e06053abe3f56f837daaf008a327c674c4e49d26fc190d4f86fc230.jpg 620w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2218" class="wp-caption-text"><span style="font-size: 10pt;">„Insulin-Resistenz entsteht durch Kohlenhydrat-Konsum, weil deshalb ja Insulin gebildet wird&#8220;</span></figcaption></figure>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: 12pt;">Nein &#8211; plötzlich konnte man differenziert denken. Plötzlich waren es ja nicht mehr die Kohlenhydrate per se, die dick machen &#8211; nein, da war die Insulin-Resistenz schuld, die aber &#8211; auch das hat man plötzlich begriffen &#8211; <span style="text-decoration: underline;">ursächlich</span> nichts mit Insulin zu tun hat, sondern mit zu viel (Hüft-)Speck und zu viel Entzündungen (die sich gegenseitig bedingen). Plötzlich hat man die Augen aufgemacht und hat gesehen, dass wir ja immer nicht von „Kohlenhydraten&#8220; reden, wenn es um schädliche Wirkung geht, sondern um „<strong>HIGH</strong> blood sugar&#8220;, also ein völlig nicht-physiologischer Zustand, den wir bei normalen Menschen gar nicht beobachten. Plötzlich war Insulin nicht mehr das „fat storage hormone&#8220;, das Hormon, das uns dick macht, sondern ein Hormon, das uns satt macht, das ein wichtiges Signalmolekül ist, wenn es um Reproduktion geht (Schilddrüsenhormone! Testosteron!). </span></p>
<p style="text-align: left;">Plötzlich erkannte man, wie absurd man sich verhält &#8230; Man ernährt sich nur noch von Butter, Sahne und Rinderfett. Plötzlich wurde klar, dass ketogene Diäten dann helfen, wenn man wirklich krank ist &#8211; aber dass ketogene Diäten auch Nachteile haben (z. B. physiologische Insulin-Resistenz). Plötzlich war nicht mehr jeder ein „Vegan-Fundamentalist&#8220;, der von Lindebergs Kitava-Studie und dem Kohlenhydrat-Konsum von Langlebigen berichtete.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Jetzt erkannte man &#8230; es gibt auf der Welt so etwas wie KONTEXT</strong></p>
<p style="text-align: left;">Kontext bedeutet &#8230; Ketogene Diäten eignen sich womöglich für jemanden, der seine durch Fettsäure verursachte Insulin-Resistenz loswerden möchte. Kontext bedeutet aber auch, dass eine chronisch praktizierte ketogene Diäten selbst Insulin-resistent macht &#8211; auch dann, wenn man wieder schlank ist.</p>
<p style="text-align: left;">Kontext bedeutet &#8230; Ketogene Diäten mögen anfänglich wahre Wunder bewirken, dann, wenn man mal den Schwabbel los wird, dann wenn man mal mehr Protein isst und seinen Körper mal Fett verbrennen lässt. Kontext bedeutet aber auch, dass eine chronisch praktizierte, isokalorische ketogene Diät heißt, dass man &#8211; nicht wie anfänglich! &#8211; deutlich mehr Fett essen muss irgendwann und das dann &#8230;</p>
<p style="text-align: left;">&#8230; einhergeht mit diversen Phänomenen, die ich bei meinen Klienten und in der Blogosphäre nun sehr, sehr oft beobachten konnte:</p>
<h2 style="text-align: left;">Mögliche Nachteile einer ketogenen Diät</h2>
<p style="text-align: left;">Ketogene Diäten induzieren potent eine physiologische Insulin-Resistenz, die nicht selten eine chronische Blutzucker-Konzentration von bis zu 130 entstehen lassen. Beim Arzt hieße das: „Sie sind ein Fast-Diabetiker&#8220;. Aber hey &#8230; es ist ja eine ketogene Diät &#8211; diesen Zustand kann man ja dann rechtfertigen. Nein! Blutzucker ist Blutzucker. Wie soll der Körper denn Insulin-sensitiv werden, also Kohlenhydrate verarbeiten können, wenn wir nur noch Fett essen? Dieses Thema habe ich so oft hier diskutiert.</p>
<p style="text-align: left;">Ketogene Diäten erhöhen potent den Cholesterin-Spiegel im Blut. Anfänglich nicht, weil man da ja vermehrt von seinen Fettpolstern lebt. Aber spätestens dann, wenn man sich mal „ran traut&#8220; an den Speck, an das Öl, an die schwarze Schoki und mal „isst, wie ein Mann&#8220; &#8211; dann sehe ich eure Blutwerte mit Cholesterin &gt; 200, meistens 250. Ich habe damit kein Problem &#8211; wenn der HDL-Wert gut ist, <a title="24 eggs a day …" href="https://genetisches-maximum.de/muskelaufbau-krafttraining/24-eggs-a-day/">wissen wir ja neuerdings, dann braucht man sich nicht zu fürchten</a>. Nur leider trifft das selten auf euch zu. HDL von 50 ist eher „normal&#8220;, als HDL &gt; 65. Und wir wissen seit Roberts (Studie im Buch), dass wir bei familiärer Hypercholesterinämie (Cholesterin 300) abdanken noch vor unserem 50. Lebensjahr. Aber: „Cholesterin hat mit Arteriosklerose nix zu tun&#8220;. Das erzählst du dann als Laie.</p>
<p style="text-align: left;">Das alles macht ja nichts.</p>
<p style="text-align: left;">Macht ja auch nichts, dass wir nach jahrelang praktizierter ketogenen Diät dann eine hepatische (= Leber) Insulin-Resistenz bekommen, denn die ist total verfettet. Wie sonst sollen denn Keton-Körper entstehen? Die entstehen dadurch, dass sich massiv Fett in der Leber anreichert und bei der Oxidation eben solche Zwischen-Produkte entstehen.</p>
<p style="text-align: left;">Ich weiß, ich weiß. Man kann sich alles rechtfertigen.</p>
<p style="text-align: left;">Ganz ehrlich: Mir ist Cholesterin von 150, Blutzucker von 90-100 und eine schöne Leber lieber, als „ich praktiziere die genetisch korrekte Kost&#8220;.</p>
<h2 style="text-align: left;">Wie sich Einsicht und Differenzierung anhört</h2>
<p style="text-align: left;">Nochmal zu den vorhin genannten Bloggern &#8230; einige schöne Zitate:</p>
<p style="text-align: left;">Richard Nikoley</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Hohen Blutzucker zu haben und als Diabetiker bezeichnet zu werden ist krankhaft, aber eine ketogene Diät zu praktizieren, dabei hohe Blutzucker-Werte zu haben, ist &#8218;perfekt gesund&#8216;?</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Don Matesz</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Ich kann nicht länger sagen, dass eine „Paleo&#8220;-Diät „high fat&#8220; ist &#8211; ich kann es auch nicht länger empfehlen. Ich selbst hatte eine dramatische Verschlimmerung meiner Beschwerden, habe sogar massive Fettknoten (im Fettgewebe) entwickelt, meine Verdauung ist durch das ganze Fett extrem langsam und schleppend geworden und ich nehme auch nicht mehr ab, trotz „0 Kohlenhydrate&#8220;.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Stephan Guyenet</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Mein Tierarzt hat mir erzählt, dass Hunde &#8211; genetisch betrachtet &#8211; durchaus in der Lage sind, Stärke zu verzehren. Sie verfügen über Amylase-Gene usw. Damals war meine Sicht der Dinge sehr vernebelt von meinem eigenen Low-Carb-Dogma, heute verstehe ich das. Irgendwie hatte ich immer tief in meinem Kopf, dass Hunde reine Fleischfresser sind &#8230;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Robb Wolf</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Ich habe keine Lust mehr auf diese ganzen Low-Carb-Dschihadisten, die täglich ankommen &#8230; Ich bin dermaßen ausgebrannt, was das Thema „Nahrungsmittel-Krieg&#8220; angeht.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Chris, CR</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Ich fühle mich nicht mehr wohl, wenn ich an meine eigenen Empfehlungen denke, die ich in der Vergangenheit ausgesprochen habe. [&#8230;] Ich habe abgenommen &#8230; einfach nur durch weniger Kalorien.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Art de Vany</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Ich frage mich oft, warum die „Paleo&#8220;-Diät zu einer „high fat diet&#8220; geworden ist [&#8230;] Das habe ich persönlich niemals so praktiziert.</p>
</blockquote>
<h2 style="text-align: left;">Ein Tipp für dich</h2>
<p style="text-align: justify;">Wenn du nur funktionierst „in der Ketose&#8220;, dein Körper sofort anfängt zu „spinnen&#8220;, wenn du 5 g Kohlenhydrate zuführst, dann solltest du dir ernsthaft (!) Gedanken darüber machen, ob du nicht ein anderes, richtig grundlegendes Problem in deinem Systemchen hast und das es womöglich wenig mit dem Kohlenhydrat per se zu tun hat, sondern viel mehr mit einer metabolischen Dysfunktion, die ihre Ursachen sehr wahrscheinlich nicht im Kohlenhydrat-Konsum hat. Wenn du deine Insulin-Resistenz, deinen hohen Blutzucker <span style="text-decoration: underline;">kompensierst</span> durch Kohlenhydrat-Restriktion, dann hast du den Zustand nicht „geheilt&#8220; &#8211; <strong>Kompensation ist nicht Heilung</strong>.</p>
<h2 style="text-align: left;">Abschluss</h2>
<p style="text-align: justify;">Bevor jetzt wieder Hass-Nachrichten und Rechtfertigungen kommen: Bitte, praktiziert das, was euch liegt. Aber behaltet auch die Nachteile im Kopf und behandelt eure Ernährung nicht wie eine Religion &#8211; man muss nicht beleidigend werden, nur weil einer nicht ketogen lebt und auch nicht verstehen kann, warum es Menschen gibt, die nicht ketogen leben.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ketogen/ketogene-diaeten-zur-behandlung-von-diabetes-ein-kommentar/">Die „heilige“ ketogene Diät – ein Kommentar</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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