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	<title>Resveratrol - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
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		<title>Xenohormesis: Warum Pflanzen so gesund sind</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Mar 2017 10:42:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pflanzenstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzen-Extrakte]]></category>
		<category><![CDATA[Resveratrol]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin auch nicht perfekt, überhaupt nicht. Auch ich kann erst so langsam verstehen, wie stark Epigenetik letztlich unsere Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit beeinflusst. Auch ich lerne erst langsam, dass vermeintlich kleine Änderungen riesige Auswirkungen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin auch nicht perfekt, überhaupt nicht. Auch ich kann erst so langsam verstehen, wie stark Epigenetik letztlich unsere Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit beeinflusst. Auch ich lerne erst langsam, dass vermeintlich kleine Änderungen riesige Auswirkungen haben können &#8212; einfach nur dadurch, dass sie gewisse Gene an- oder abschalten. Wir können uns also entscheiden, unser besseres Ich zu werden oder das alte Ich zu bleiben.</p>
<p>Es zu wissen, ist das eine. Es vollumfänglich zu begreifen (und zu leben!), das andere.</p>
<p>Häufig kann man die einzelnen Eisberg-Spitzen zwar sehen, aber nur erahnen, was unter der Wasseroberfläche lauert. Wir können dann, mit etwas Glück, die richtigen Empfehlungen geben. So ist das etwa mit dem Pflanzenkonsum. Auch wenn wir uns manchmal etwas spöttisch über Veganer auslassen, im Endeffekt ist uns schon klar, dass eine pflanzenbasierte Ernährung <strong>wie Medizin wirkt</strong>. Jedenfalls erahnen wir das.</p>
<p>Das beginnt im Darm mit Ballaststoffen und den unglaublich vielfältigen Auswirkungen auf das Immunsystem und den Energie-Stoffwechsel in jedem einzelnen Gewebe. Es geht weiter mit unzähligen, extrem wichtigen Pflanzenstoffen &#8212; wie Carotinoide. Die sind zum einen <strong>essentiell</strong> (fürs Auge: Zeaxanthin und Lutein), zum anderen haben sie z. B. massiven Einfluss auf die Gesundheit des Fettgewebes (via ß-Carotin). Zu guter Letzt wissen wir, die edubily-Leser, seit mindestens drei Jahren, dass es Pflanzenstoffe gibt, die uns Leistungsfähigkeit, Gesundheit und Langlebigkeit geradezu schenken. Hier könnten wir Curcurmin, EGCG oder Resveratrol nennen.</p>
<p>Diese potente Matrix an Superstoffen nehmen wir täglich in hohen Mengen (pflanzenbasierte Ernährung) oder niedrigen Mengen (normale Kost) auf. Das könnten letztlich ein entscheidender Unterschied sein.</p>
<p>Doch wieso wirken Stoffe wie Resveratrol so? Welche Gründe hat das?</p>
<h2>Xenohormesis: Warum Pflanzen uns gesund machen</h2>
<p>Der Begriff Xenohormesis stammt &#8212; wie kann es auch anders sein &#8212; vom &#8222;Resveratrol-Vater&#8220; Dr. Sinclair, der uns ja bewiesen hatte, dass Resveratrol aus Mäusen Super-Mäuse macht. Übersetzt bedeutet Xenohormesis etwa, dass gestresste Pflanzen vermehrt Schutzstoffe produzieren, die bei Konsum förderliche, schützende Effekte in Säugetieren produzieren. Hier wird also eine &#8222;Information&#8220; zwischen Arten übertragen. Resveratrol wäre so ein Schutzstoff, der die Pflanze beispielsweise vor UV-Strahlung und Befall durch Mikroorganismen schützt.</p>
<p>Kollege <a href="http://me-improved.de/">Sascha Fast</a> hatte das auch schon mal aufgegriffen:</p>
<p>Das Ganze funktioniert interessanterweise dadurch, dass Stoffe a) direkt schützend wirken (z. B. als Antioxidans), b) die Stress-Antwort via Nrf2 (Transkriptionsfaktor) direkt einleiten oder c) dem Organismus vorspielen, dass z. B. Nahrungsknappheit herrscht. Speziell Letzteres kennen wir schon als &#8222;caloric restriction mimetic&#8220;.</p>
<p>Im Grunde lässt sich kaum differenzieren zwischen Stoffen, die tatsächlich positiv wirken und solchen, die uns eigentlich Schaden wollen, aber genau dadurch eine Stress-Antwort in uns provozieren, die uns im Endeffekt stärker macht.</p>
<p><a href="https://genetisches-maximum.de/zellgesundheit/lieber-warmduscher-vergiss-cold-thermogenesis/">Vor einigen Tagen</a> sprachen wir über die positiven Effekte, die sich bei &#8222;Warmduschern&#8220; einstellen. Du erinnerst dich? Wärmebehandlung aktiviert eine starke Hitzestress-Antwort in Form von sogenannten Hitzestress-Proteinen (HSPs). Die wiederum helfen den Zellen, gesund zu bleiben. Züchtet man Organismen, die diese HSPs von Haus aus vermehrt bilden, leben sie deutlich länger.</p>
<p>Pflanzenstoffe, die xenohormetisch wirken, aktivieren unter anderem genau diese Hitzestress-Antwort. Wir könnten ganz ohne Wärmebehandlung mehr solcher Schutzsproteine bilden. Eine Arbeit<span id='easy-footnote-1-8977' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href='https://genetisches-maximum.de/pflanzenstoffe/xenohormesis-warum-pflanzen-so-gesund-sind/#easy-footnote-bottom-1-8977' title='Hooper, Philip L.; Hooper, Paul L.; Tytell, Michael u. a. (2010): „Xenohormesis: health benefits from an eon of plant stress response evolution“. In: &lt;i&gt;Cell Stress and Chaperones&lt;/i&gt;. 15 (6), S. 761-770, DOI: 10.1007/s12192-010-0206-x.'><sup>1</sup></a></span> zeigt uns, wie das funktioniert:</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-8983 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2017/03/12192_2010_206_Fig1_HTML.jpg" alt="AMPK - Effekt von Pflanzenstoffen" width="478" height="298" /></p>
<p>NAD, AMPK, Sirt1 &#8230; kommen uns doch alle bekannt vor, nicht wahr? Genau dieser Signalweg aktiviert auch den Masterregulator der Hitzestress-Antwort, HSF-1.</p>
<p>Unschwer zu erkennen: Xenohormetisch wirksame Pflanzenstoffe können den angesprochenen Signalweg vielfach regulieren.</p>
<p>Vom Pflanzenkonsum können wir also erwarten:</p>
<ul>
<li>Stoffwechsel-Gesundheit</li>
<li>Schutz vor Zelltod</li>
<li>Schutz vor Entzündung</li>
<li>Schutz vor Krebs</li>
<li>Verjüngung</li>
</ul>
<p>Was das zusammengefasst ist? Nichts anderes als Epigenetik. Denn all diese Signalwege aktivieren letztlich Transkriptionsfaktoren, die unsere Gene steuern. Manche dürfen aktiver werden. Andere müssen Pause machen.</p>
<p>Iss mal mehr Pflanzen.</p>
<p>PS: Mitgedacht? Pflanzen produzieren die Substanzen in erster Linie, wenn sie gestresst werden &#8212; zum Beispiel durch Kälte, Hitze, pH, Salz, Schwermetalle, UV und so weiter. Die Autoren der Arbeiten schreiben sogar, dass Pflanzenprodukte nicht selten besser werden, wenn sie aus gestressten Pflanzen hergestellt werden. Könnte man auch auf das eigene Leben übertragen, nicht wahr? Wie im letzten Artikel angedeutet: Vielleicht denkst du mal darüber nach, ob es eine gute Idee ist, sich jeglichem Stressor zu entziehen &#8212; wie wir das heute so gerne tun. Wir haben vor allem Angst. Verstanden? Wir werden <strong>besser</strong>, wenn wir uns Stress aussetzen. Deshalb lese ich &#8222;freetheanimal&#8220;, kann man wörtlich nehmen.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Unser größtes, eigentliches Problem ist, dass wir kein Tier mehr sind. </strong></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/pflanzenstoffe/xenohormesis-warum-pflanzen-so-gesund-sind/">Xenohormesis: Warum Pflanzen so gesund sind</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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