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	<title>Traubenzucker - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 22 Nov 2019 10:07:25 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Traubenzucker - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<item>
		<title>Der Genickbruch für Low-Carb &#8211; Diese Studie solltest du kennen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 May 2016 14:54:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Low Carb]]></category>
		<category><![CDATA[Abnehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Kohlenhydrate]]></category>
		<category><![CDATA[Traubenzucker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Natürlich formuliere ich solche Überschriften ganz bewusst reißerisch. Weiß ja genau, dass sich manche Vertreter tierisch darüber aufregen :-) Ich darf mir auch mal ein paar Späßchen erlauben! Neue Low-Carb Studie entkräftigt Taubes&#8216; Thesen Tatsächlich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Natürlich formuliere ich solche Überschriften ganz bewusst reißerisch. Weiß ja genau, dass sich manche Vertreter tierisch darüber aufregen :-) Ich darf mir auch mal ein paar Späßchen erlauben!</p>
<h2>Neue Low-Carb Studie entkräftigt Taubes&#8216; Thesen</h2>
<p style="text-align: justify;">Tatsächlich aber werden in den kommenden Wochen die Ergebnisse der Hall-Studie veröffentlicht. Dr. Kevin Hall ist der Leiter der Studie. NuSI (<em>Nutrition Science Initiative</em>) ist das Institut, das u. a. <span class="link_removed" data-url=" http://garytaubes.com/2012/09/the-launch-of-the-nutrition-science-initiative/ ">Dieser Link existiert nicht</span>. Ziel ist es, Studien-Ergebnisse zu generieren, die uns dabei helfen, zu verstehen, warum Fettleibigkeit etc. überhaupt entsteht.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir erinnern uns kurz, Gary Taubes war der Typ, der die Low-Carb-Lawine losgetreten hat.</p>
<blockquote><p>Carbohydrates drive insulin drives fat</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Auf Deutsch: Kohlenhydrate sind der Grund, warum wir alle fett werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Taubes rief ein Institut ins Leben, das Wissenschaftler verpflichtete, die qualitativ hochwertige Ergebnisse liefern sollten bzw. sollen. Die Hall-Studie sah folgendes vor:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><span class="header3">Detailed Description:</span></p>
<div class="body3">
<p style="text-align: justify;">Popular weight loss strategies often prescribe targeted reduction of dietary carbohydrate or fat. Recent clinical trials in obese subjects have found that low-carbohydrate diets result in greater weight loss compared with low-fat diets on a time scale of months when diet adherence was likely the highest. One hypothesis regarding the mechanism of improved weight loss with low carbohydrate diets is that such diets significantly modify the body s hormonal milieu to influence metabolic regulation and energy expenditure. Low-carbohydrate diets may thereby offer a metabolic advantage over low fat diets. In addition, low-carbohydrate diets may also decrease hunger or increase satiety compared to low-fat diets.</p>
<p style="text-align: justify;">Determining the mechanism whereby one diet leads to greater weight loss than another is hampered by the inability to accurately measure food intake or physical activity in an outpatient setting. Thus, an inpatient feeding study lasting many weeks is required to accurately measure energy balance differences between isocaloric diets that differ in macronutrient composition. In this pilot multicenter cross-over study in 16 overweight and class I obese men, <strong>we will measure changes in energy expenditure in response to 4 weeks of inpatient feeding of a eucaloric, very low carbohydrate, ketogenic diet (5% Carbohydrate, 15% Protein, 80% Fat) immediately following an inpatient period of at least 4 weeks of consuming an energy balanced standard American diet (50% Carbohydrate, 15 % Protein, 35% Fat).</strong></p>
<p style="text-align: justify;">(<a href="https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT01967563?term=kevin+hall&amp;rank=2" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Referenz</a>)</p>
</div>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Also: Vier Wochen lang werden ein paar Übergewichtige genau überwacht, dürfen unterschiedliche Makronährstoffe, in unterschiedlichen Anteilen, konsumieren (siehe oben). Die Teilnehmer müssen ihre Kalorienzufuhr nach dem Verbrauch richten.</p>
<p style="text-align: justify;">Ziel: Beobachten, was mit dem Stoffwechsel passiert. Gibt es &#8222;metabolische Vorteile&#8220; bei ketogenen Diäten?</p>
<p style="text-align: justify;">Eigentlich, ganz ehrlich, sind mir die Ergebnisse egal. Weil ich aber weiß, wie es wieder eskalieren wird, stelle ich meinen Lesern vorab die Ergebnisse vor.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>Es gibt keinen Unterschied (auch keine Stoffwechselvorteile oder -nachteile) zwischen &#8222;Normal&#8220; und &#8222;Keto&#8220;. </strong></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ich schrieb oben bereits: Es wird wieder eskalieren. Denn einige Hobby-Professoren werden wieder seitenlange Stellungnahmen über die nicht gemessenen Keton-Werte &#8230; und so weiter schreiben. (Wir erinnern uns: Vor einigen Monaten wurden bereits Ergebnisse von Hall veröffentlicht, die <a href="http://www.cell.com/cell-metabolism/abstract/S1550-4131(15)00350-2" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">in Cell Metabolism erschienen sind</a> und für ein großes Echo gesorgt haben.)</p>
<h2 style="text-align: justify;">Das Kohlenhydrat als Feind</h2>
<p style="text-align: justify;">Eigentlich müsste man sich auf der Welt nur einmal ein bisschen umschauen und die ideologischen Scheuklappen abnehmen, um zu realisieren, dass &#8222;das Kohlenhydrat&#8220; nie und nimmer der alleinige Verursacher unserer Probleme sein kann. Dass es ganze &#8222;Langlebigkeitszonen&#8220; (Blue Zones) auf der Welt gibt, wo quasi nur Stärke auf dem Speiseplan steht, dass es viele, viele Publikationen und Erfahrungsberichte gibt, die aufzeigen, dass man auch dann abnehmen kann, wenn man nur Kohlenhydrate isst bzw. wunderbar schlank bleiben kann, gerade mit einer kohlenhydratreicheren Ernährung. Dass es sämtliche, ja, sogar Zeitungsberichte gibt, wo Menschen spaßeshalber 20 Kilogramm mit Junkfood abgespeckt haben, dass sämtliche Stoffwechselanomalien eben nicht auf eine Ernährungsform, sondern auf den Ernährungsstatus (überfressen vs. normal) reagieren &#8230; Aber, was reden wir überhaupt? Wir haben ja mittlerweile wirklich genug geredet. Fazit: Lohnt nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer es nicht sehen will, der sieht es nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Ganz im Gegenteil, leider. Es gibt noch immer die Menschen, die ihre Ernährung leben und verbal verteidigen wie eine Religion. Die glauben, das Weltbild anderer Menschen drehe sich nur um das Kohlenhydrat, dabei ist es genau anders herum. Das Leben dieser Anti-Kohlenhydrat-Menschen dreht sich nur um das Kohlenhydrat. Die merken das gar nicht mehr.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Äpfel-mit-Birnen-Vergleich als Beweisführung</h2>
<p style="text-align: justify;">Mir ist es gerade vorgestern wieder passiert. Schwups bin ich auf der Seite eines &#8222;Influencers&#8220; gelandet, der uns in einem Video erklärt, wie viel Zucker (!!!) in einer bestimmten Menge Spaghetti enthalten ist. Während des Videos wundert sich der Darsteller noch, warum auf der Packung lediglich eine geringe Zucker-Menge auftaucht. Die Portion Spaghetti wird im Anschluss verglichen mit einer gewissen Stückzahl Zuckerwürfel.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich kann man somit ein paar Leser beeindrucken. Zu viele!</p>
<p style="text-align: justify;">Ob diese Menschen auch wissen, dass in einem Körper gut und gerne die Kohlenhydrat-Menge aus einem Kilogramm Spaghetti gespeichert werden kann? Dass das eine gängige, täglich millionenfach angewandte Praxis bei Sportlern ist? Wie viele Zuckerwürfel wären das wohl? Wohlgemerkt: Das ist normal! Die Fähigkeit zur Speicherung von Kohlenhydraten als Glykogen, nicht als Fett. Das ist normal. Wenn der Körper das nicht mehr kann, dann ist er krank. Verstanden? <strong>Krank</strong> ist nicht <strong>Normal</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Schlimmste ist, dass im Video nicht einmal klar definiert wird, was der Unterschied zwischen Zucker und Glukose ist. Stattdessen wird darauf verwiesen, dass es dem Körper völlig egal ist, woher die Glukose kommt.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf derselben Internetseite kann man sich das <a href="https://genetisches-maximum.de/kohlenhydrate/was-robert-lustig-wirklich-ueber-kohlenhydrate-sagte/">Dr.-Lustig-Video</a> anschauen, wo der Unterschied ja genauestens definiert wird. Ob sich der Influencer seine eigenen Referenzen überhaupt anguckt?</p>
<p style="text-align: justify;">Weil wir hier bei edubily und nicht auf einer x-beliebigen, ideologisch angehauchten Low-Carb-Seite sind, hier noch einmal der Grund, warum die Zucker-Menge, die wir auf der Spaghetti-Packung finden, so niedrig ausfällt: Spaghetti besteht aus Stärke. Stärke wiederum besteht aus Glukose. Zu einem kleinen Teil ist auch Zucker enthalten, der in der Fachsprache Saccharose heißt. Einen großen Schritt hätten sämtliche Autoren getan, wenn sie einmal klar definieren würden, was Zucker bei ihnen oder umgangssprachlich überhaupt bedeutet.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Zucker? Welcher &#8222;Zucker&#8220;?</h2>
<p style="text-align: justify;">Also: Glukose und Saccharose (meinetwegen auch: Haushaltszucker) unterscheiden sich in ihrem chemischen Aufbau, aber auch in der Wirkung und es ist wohl ein Unterschied, was von beiden gegessen wird. Auch wenn Saccharose zu einem Teil (50:50) aus Glukose besteht, ändern wir das Szenario (den Kontext) durch die gleichzeitige Anwesenheit von Fruktose (50 %). Um das besser zu verstehen, reicht es, diesen Blog zu kennen oder noch einmal das <a href="https://genetisches-maximum.de/kohlenhydrate/was-robert-lustig-wirklich-ueber-kohlenhydrate-sagte/">Video von Dr. Lustig</a> anzugucken. Dort erklärt er den Unterschied deutlich, was aber von vielen anscheinend nicht verstanden wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Die nämlich machen aus dem weißen Haushaltszucker Zucker, aus Stärke Zucker, aus Glukose Zucker, aus Fruktose Zucker, aus Laktose Zucker &#8230; die machen aus allem einfach &#8222;Zucker&#8220;.</p>
<p style="text-align: justify;">Und Zucker macht Zucker, also Zucker-krank, also Diabetes &#8230; und Insulinresistenz. Man merkt hoffentlich die Ironie.</p>
<p style="text-align: justify;">Seien wir fair: Saccharose (Haushaltszucker) kann tatsächlich dabei helfen, eine metabolische Entgleisung (Insulinresistenz und Co.) herbeizuführen (auch hier: Lustig-Video). Aber &#8230; Gilt das unter allen Umständen? Bei wie viel Gramm? Muss man dafür eine hyperkalorischen Situation kreieren? Ist ein bisschen komplizierter.</p>
<p style="text-align: justify;">Trotzdem: Saccharose ist mitnichten ein Synonym für alle Kohlenhydrate auf der Welt. So viel Differenzierung kann man verlangen, oder? Der Körper kann das auch wunderbar differenzieren. Deshalb gibt es Glukose-Transporter, keine &#8222;Zucker&#8220;-Transporter. Also selektive Transporter, die den Unterschied genau erkennen. Dir fällt doch auch er Unterschied zwischen einem Schäferhund und einem Dackel auf, oder? Beides sind Hunde, aber wohl ein bisschen unterschiedlich. Dir ist auch klar, dass du kein Gorilla bist und dass Äffchen sich schon ein bisschen unterscheiden von dir (obwohl &#8230;) &#8211; trotz der Tatsache, dass wir alle Menschenaffen sind. Und so weiter. Nur weil etwas ähnlich ist, ist es nicht gleich.</p>
<p style="text-align: justify;">Also: Den Stärke-Gehalt der Spaghetti in Form von Zuckerwürfel darzustellen ist nicht gerade ein Experiment höchster wissenschaftlicher Güte, um es einmal nett zu formulieren. Mal abgesehen von der psychologischen Wirkung, die man damit erreichen will &#8211; was sich bekannte deutsche Tageszeitungen ebenfalls zunutze machen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Wenn schon, denn schon</h2>
<p style="text-align: justify;">Diese ganzen Halbwahrheiten und populistischen Aussagen sind einfach nur eine Qual, tun weh. Videos, wie oben beschrieben, gucke ich mir eigentlich gar nicht mehr an. Das, was eine emotionale Reaktion in mir auslöst, sind die vielen, vielen Leute, die da Applaus klatschen. Und sich dann auch nicht schämen, ihr neu erworbenes Wissen auf andere Seiten zu klatschen und die Botschaft weiterzutragen. Völlig ohne Hintergrundwissen oder differenzierte Analyse (dafür müsste man ja auch mal Nicht-Low-Carb-Lektüren und -Internetseiten lesen).</p>
<p style="text-align: justify;">Wer Erfolg mit seiner Sache hat, der soll dabei bleiben und glücklich werden. Wer den Schnabel aufmachen und anderen eine Geschichte erzählen will, der sollte es mit ordentlicher Beweisführung tun. Daran scheitert es dann immer.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/low-carb/low-carb-studie-abnehmen/">Der Genickbruch für Low-Carb – Diese Studie solltest du kennen</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Glukose verlängert das Leben</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/kohlenhydrate/glukose-verlaengert-das-leben/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Oct 2014 13:06:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kohlenhydrate]]></category>
		<category><![CDATA[Glukose]]></category>
		<category><![CDATA[mTor]]></category>
		<category><![CDATA[Traubenzucker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute mal einen Kommentar zu einem ‘off topic’ Thema, denn eigentlich wollte ich mich ja euren Fragen widmen. Aber manchmal ist die Welt so lustig, dass man anderen zeigen muss, über was man selbst so [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt; color: #fd4326;">Heute mal einen Kommentar zu einem ‘off topic’ Thema, denn eigentlich wollte ich mich ja euren Fragen widmen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Aber manchmal ist die Welt so lustig, dass man anderen zeigen muss, über was man selbst so lacht.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Viele praktizieren heute eine no carb Diät, wissen aber gar nicht, worum es da eigentlich geht, warum diese Ernährungsform einige therapeutische Potenziale mit sich bringt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Hier mal in ganz kurz:</span></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li><span style="font-size: 12pt;">KD aktiviert AMPK,</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">das bei der KD gebildete ß-Hydroxybutyrat scheint einen Langlebigkeitseffekt zu induzieren,</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">KD senkt Insulin und IGF.</span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Alles das sorgt i.d.R. dafür, dass Mitochondrien besser funktionieren und eben gewisse Langlebigkeitsgene aktiv werden – mal sehr einfach ausgedrückt für den Laien.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Nur zwei Punkte, die alle, aber wirklich alle übersehen:</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">a) Die meisten, die <em>no carb</em> praktizieren, befinden sich gar nicht in der Ketose (mal nachgemessen?) und essen – um die oben genannten Effekte auch wirklich entstehen zu lassen – zu viel Protein.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">b) In der freien Wildbahn, isst kein Mensch konstant eine isokalorische Diät, das heißt eine Diät, die konstant den Bedarf an Kalorien abdeckt. Was dazu führt, dass die genannten Langlebigkeitsgene aktiv werden.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>Heißt</strong>: Alles das da oben, was man sich von einer ketogenen Diät verspricht, tritt ein, wenn man sich mal nicht konstant satt frisst, so wie wir das sowieso Jahrmillionen (nicht) getan haben.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>Und</strong>: Eine ‘richtige’ KD wäre so etwas wie 85% Fett, 14% Protein, 1% Kohlenhydrate.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Und das… das praktiziert sowieso keiner, glaube mir das.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Du isst zu viel Protein, zu viel Gemüse, zu viel Obst. <strong>Eine ketogene Diät würde heißen, reine Fett-Diät. Macht niemand</strong>.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Was wäre das auch für ein Leben? Nur Olivenöl trinken plus 150g Fleisch, oder wie?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>Egal, back to topic:</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Jedenfalls finden wir im Alter eine ‘Telomer Dysfunktion’ – also einen Zustand, bei dem die Schutzkappen der DNA ihren Zweck nicht mehr erfüllen. Dadurch entstehen vermehrt DNA-Schäden.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Die Zelle wird ‘ineffektiv’ hinsichtlich ihrer Energie-Produktion und oxidiert dann zunehmend Glukose. Die Glukose aber, die so normal gegessen wird, reicht nicht aus, um eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Daraus folgt:</span></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li><span style="font-size: 12pt;">schlechtes Energiegleichgewicht,</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">Katabolismus,</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">IGF/mTOR-Signalweg Hemmung,</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">Hemmung der mitochondrialen Biogenese,</span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">… und Gewebe-Atrophie.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Kurz: Du bist alt <span class="wp-smiley wp-emoji wp-emoji-smile" title=":-)">:-)</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">… und hast keine Energie mehr, verlierst Muskulatur, deine Zellen sind nicht mehr anabol genug (<a title="Sinn und Unsinn von Nahrungsergänzungsmitteln – Teil I" href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/sinn-und-unsinn-von-nahrungsergaenzungsmitteln-teil/">siehe dazu meinen Artikel</a>), was auch für die Herz-Zellen gilt, deine Zellen produzieren kaum mehr Kraftwerke, was dazu führt, dass du noch weniger Energie hast – <strong>insgesamt also baust du ab! </strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Das ist ja nun wirklich nichts Neues.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Was aber neu ist, ist folgendes Statement (aufpassen und mitlachen!):</span></p>
<blockquote><p><span style="font-size: 12pt;"><em>A ​<span class="annotation highlight-compound highlight-off popup-prompt">glucose</span>-enriched diet reverts these defects by activating glycolysis, mitochondrial biogenesis and oxidative ​<span class="annotation highlight-compound highlight-off popup-prompt">glucose</span> metabolism.</em></span></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Also… EXTRA zugeführte Glukose, kehrt diese Prozesse um und macht dich wieder einigermaßen lebensfähig.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Also, wenn das nicht der Witz des Jahres ist, dann weiß ich auch nicht.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Die so verteufelte Glukose also, schützt dich hier sogar und verlängert – gemessen – dein Leben.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Vielleicht müssen wir, muss ich, vollständigen umdenken?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Vielleicht müssen ältere Menschen ja tatsächlich mehr Glukose verspeisen?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Was zeigt uns das mal wieder?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>In dieser Welt braucht man vor allem eines: Differenzierungsfähigkeit. </strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>Referenzen</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt;">Missios, Pavlos et al. “Glucose substitution prolongs maintenance of energy homeostasis and lifespan of telomere dysfunctional mice.” <i>Nature communications</i> 5 (2014).</span></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/kohlenhydrate/glukose-verlaengert-das-leben/">Glukose verlängert das Leben</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Fruktose &#8211; Erklärung</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/low-carb/fruktose-2/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/low-carb/fruktose-2/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Sep 2014 09:16:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Low Carb]]></category>
		<category><![CDATA[fettleber]]></category>
		<category><![CDATA[Fettsäure-Oxidation]]></category>
		<category><![CDATA[Fettspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Fruktose]]></category>
		<category><![CDATA[Glukose]]></category>
		<category><![CDATA[Insulin-Resistenz]]></category>
		<category><![CDATA[Traubenzucker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Thema Fruktose ist so gängig wie einfach zu erklären. Fruktose ist out, denn diverse Vertreter (Lustig etc.) nutzen Fruktose stellvertretend für alle Zucker, um die metabolischen Effekte aufzuzeigen. Zur Erklärung: Fruktose = Fruktose (Einfachzucker), [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/low-carb/fruktose-2/">Fruktose – Erklärung</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Das Thema Fruktose ist so gängig wie einfach zu erklären.</p>
<p style="text-align: justify;">Fruktose ist out, denn diverse Vertreter (Lustig etc.) nutzen Fruktose stellvertretend für alle Zucker, um die metabolischen Effekte aufzuzeigen.</p>
<p style="text-align: justify;">Zur Erklärung:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li><span style="font-size: 12pt;">Fruktose = Fruktose (Einfachzucker),</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">Glukose = Glukose (Einfachzucker),</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">“Haushaltszucker” = Fruktose + Glukose (Zweifachzucker),</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">Stärke = Glukose + Glukose + Glukose + … + … (Mehrfachzucker).</span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Unser normaler “Zucker”, also der, der überall beigemischt wird, enthält also sowohl Glukose, als auch Fruktose und zwar 1:1. Stärke wiederum, also beispielsweise Kohlenhydrate aus der Kartoffel, enthalten nur Glukose.</p>
<p style="text-align: justify;">Warum das entscheidend ist und warum Glukose nicht gleich Fruktose ist, soll folgendes Beispiel verdeutlichen:</p>
<p style="text-align: justify;">Man lässt Ratten entweder schwimmen oder fasten, um die Glykogen-Speicher zu leeren. Und dann gibt man Glukose oder Fruktose und schaut was passiert.</p>
<blockquote><p><em>After 2 h of recovery from either exercise or fasting there was no measurable glycogen repletion in red vastus lateralis muscle in response to fructose. In contrast, glucose feeding induced a similar and significant carbohydrate storage [&#8230;]</em></p>
<p>(<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3592616">Effects of glucose or fructose feeding on glycogen repletion in muscle and liver after exercise or fasting.</a>)</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">… und damit ist bereits alles gesagt.</p>
<p style="text-align: justify;">Wann immer man also Fruktose füttert, lagert sich diese nicht im Muskel ein (gut), sondern woanders… nämlich in der Leber (ab einer bestimmten Menge schlecht).</p>
<p style="text-align: justify;">Der Unterschied aber zwischen Muskel und Leber ist, dass der Muskel fast unendliche Speicherkapazitäten hat und einen hohen turn over, die Leber allerdings nicht – bei der ist schnell schluss. Und was passiert dann, wenn ich weiterhin Fruktose esse? Ja – genau. Fettleber – oder, wenn man gut mit Cholin versorgt ist, keine Fettleber, sondern Fettleibigkeit. Natürlich nicht innerhalb einer Woche, aber wenn man das Monate und Jahre so macht, dann werden wir konstant endogen Fett synthetisieren aus Fruktose, weil die niemals zum Verbraucher (Muskel) gelangt. Denn: Der einzige Ort, wo der Körper nennenswert Fettsäuren aus Kohlenhydrate synthetisieren kann, ist die Leber. Den Vorgang nennt man “de novo lipogenese”.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist doch eigentlich sehr banal, oder nicht?</p>
<p style="text-align: justify;">Daher… wieso glaubt man mir nicht, wenn ich sage, dass man Stärke (bestehend aus Glukose), nicht vergleichen kann mit der Cola (bestehend aus Glukose und Fruktose)? Wieso sprechen wir immer von “Kohlenhydraten”, wenn es nicht DAS Kohlenhydrat gibt? Wieso ist das so?</p>
<p style="text-align: justify;">Kann ich dir sagen: <strong>Weil Menschen zu faul sind, um zu denken und sich nach Einfachheit sehnen</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Dann sagt man lieber: Kohlenhydrate machen fett.</p>
<p style="text-align: justify;">Die etwas bessere Aussage wäre: Die Kartoffel (alleine, ohne eine andere Fettquelle!) macht allerhöchstens deinen Muskel dick – nämlich gefüllt mit Glykogen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Edit: </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nach einem guten Input (Kommentar), hier vielleicht noch eine kleine Ausführung als Ergänzung:</p>
<p style="text-align: justify;">Es stimmt zwar, dass Fruktose in der Leber zu Glukose umgewandelt wird. Allerdings muss man sich fragen, wie die Glukose von der Leber dann zu dem Verbraucher (Muskel) gelangt. Denn physiologisch betrachtet, muss eine adäquate Menge Insulin gegeben sein. Und weiterhin ist der Blutzucker-Wert vor und nach Mahlzeiten sehr niedrig. Daraus ergibt sich, dass der Input (Fruktose in die Leber) den Output (Fruktose umgewandelt in Glukose und zum Muskel) deutlich übersteigt, zumal das nötige Insulin fehlt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Edit II: </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der Artikel sollte darauf aufmerksam machen, dass man essen sollte, wie es aufgrund von natürlichen Nahrungsmitteln gegeben ist. Glukose in Form von Stärke (Wurzelgemüse etc.) und Fruktose in Form von Obst. Das impliziert, dass man keine gezuckerten Getränke trinkt beispielsweise.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Post sollte nicht sagen, dass man Kartoffeln pur essen soll und ausschließlich. Das war ein Beispiel!</p>
<p style="text-align: justify;">Wer die Verhältnisse der Natur beachtet (Du ernährst dich ja nicht nur von Obst), der wird keinerlei Probleme bekommen.</p>
<p style="text-align: justify;">ÜBRIGENS: Natürlich kommen dann noch ganz andere Konzepte ins Spiel wie Gesamtkalorien, sportliche Aktivitäten (KH-Timing) etc. &#8211; aber das hat jetzt hier in diesem Artikel keine Relevanz, wenn man den simplen Unterschied zwischen Glukose und Fruktose als obesogenic erläutert.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/low-carb/fruktose-2/">Fruktose – Erklärung</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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