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	<title>Ernährung - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
	<lastBuildDate>Thu, 05 Mar 2026 13:55:05 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Ernährung - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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		<title>Vitamin-D-Mangel durch Getreide</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2026 13:46:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Longevity]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin D3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8230; gibt es. Glaubst du nicht? Lass es mich erklären. Deutschland, das D-Mangel-Land Wir sind uns einig: Wir in Deutschland – von anderen Populationen wollen wir erst mal nicht sprechen – sind schlecht mit Vitamin [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; gibt es. Glaubst du nicht? Lass es mich erklären.</p>
<h2>Deutschland, das D-Mangel-Land</h2>
<p>Wir sind uns einig: Wir in Deutschland – von anderen Populationen wollen wir erst mal nicht sprechen – sind schlecht mit Vitamin D versorgt.</p>
<p><strong>Die Frage ist: Wie kommt&#8217;s?</strong></p>
<p>Auf Anhieb würde mir persönlich einfallen, dass die Zufuhr einfach nicht passt. Vitamin D kommt kaum in der Nahrung vor und ab spätestens Oktober bis März/April reicht die UV-Strahlung nicht aus, um genug VitD in der Haut selbst zu bilden (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5037520/">Q</a>).</p>
<p>Ohne Ergänzung sind das also mindestens vier ganze Monate, in denen der Körper keine exogene bzw. endogene Vitamin-D-Quelle hat. Auch das im Fettgewebe gespeicherte VitD reicht nicht – lässt sich schon an den niedrigen Spiegeln erkennen.</p>
<p>Und die wurden beispielsweise vom RKI via <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26162848/">Rabenberg et al. 2015</a> publiziert. Die Ergebnisse habe ich hier einmal zusammen mit zwei Datenpunkten aus <a href="https://link.springer.com/article/10.1186/s12889-025-24849-9">Tabriz et al. (2025)</a> vereinfacht darstellen lassen:</p>
<figure id="attachment_324982" aria-describedby="caption-attachment-324982" style="width: 2560px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Vitamin-D-Werte-in-Deutschland-scaled.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-324982 size-full" title="Vitamin D Werte in Deutschland" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Vitamin-D-Werte-in-Deutschland-scaled.png" alt="Vitamin D Werte in Deutschland" width="2560" height="1270" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Vitamin-D-Werte-in-Deutschland-scaled.png 2560w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Vitamin-D-Werte-in-Deutschland-300x149.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Vitamin-D-Werte-in-Deutschland-1024x508.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Vitamin-D-Werte-in-Deutschland-768x381.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Vitamin-D-Werte-in-Deutschland-1536x762.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Vitamin-D-Werte-in-Deutschland-2048x1016.png 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></a><figcaption id="caption-attachment-324982" class="wp-caption-text"><em><strong>Vitamin-D-Werte in Deutschland</strong></em></figcaption></figure>
<p>Was fällt auf? Genau: Nach Definition vom RKI sind die Deutschen <strong>in 7-8 Monaten von 12 inadäquat mit Vitamin D versorgt</strong>. Setzt man Referenzwerte nach <a href="https://www.mdpi.com/2218-1989/15/4/264">Publikationen</a> etwas höher an (≥ 75 nmol/l) , findet man eine ganzjährige Unterversorgung.</p>
<h2>Ernährung macht VitD-Mangel</h2>
<p>Was, wenn nicht nur saisonale Schwankungen entscheidend wären, sondern auch das, was man in den Mund steckt? Das im vorigen Beitrag verlinkte Cordain-Werk liefert dazu spannende Einsichten, Zitat:</p>
<blockquote><p>In Tierversuchen ist seit langem bekannt, dass ein übermäßiger Verzehr von Getreide bei einer Vielzahl von Tieren, darunter auch Primaten, zu einem Vitamin-D-Mangel führen kann.</p></blockquote>
<p>Jetzt wird&#8217;s spannend. Denn ohne darauf im Detail einzugehen, gibt es mindestens drei Faktoren wie diese getreidelastige Nahrung einen Vitamin-D-Mangel  (= niedriger 25-OHD-Spiegel im Blut) hervorrufen kann:</p>
<ol>
<li><strong>Calcium-Mangel primär:</strong> Fehlt Calcium muss das aktive VitD-Hormon Calcitriol ansteigen, was wiederum die Speicherform (25-OHD) im Blut wegreagiert.</li>
<li><strong>Calcium-Mangel sekundär</strong>: Wenn beispielsweise eine phytatreiche Kost dazu führt, dass weniger Calcium aufgenommen wird – größter Phytatlieferant hierzulande: Getreide. (Vgl. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40409467/">Q</a>)</li>
<li><strong>Entzündungen:</strong> Entzündungen steigern die Bildung vom aktiven VitD Calcitriol und lassen dadurch 25-OHD sinken – Entzündungen sind oft hausgemacht, vor allem im Darm.</li>
</ol>
<p>Hier setzen Studien an.</p>
<h2>Konkrete Beispiele</h2>
<p><strong>Beispiel Zöliakie.</strong> Die Krankheit macht auch die Knochen kaputt. Erstens ist die Ca-Aufnahme verringert und zweitens liegt eine chronische Darmentzündung vor. Resultat: niedrige VitD-Spiegel (Speicherform im Blut), viel systemisches Calcitriol macht hohe Knochenresorption.</p>
<p>→ Folglich normalisieren sich VitD-Spiegel bei glutenfreier Kost (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36676999/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10495140/">Q</a>, <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8963631/">Q</a>). Und die Knochenmasse gleich mit. Ohne eine Ergänzung.</p>
<p><strong>Beispiel IBS-D (Reizdarm). </strong>In Studien findet man häufig ein &#8222;Entzündungsmarker-Profil wie bei Zöliakie&#8220; und verringerte VitD-Spiegel. Natürlich.</p>
<p>→ Die VitD-Spiegel steigen bei einer Low-FODMAP-Ernährung (wenig Getreide) drastisch an. Ohne eine Ergänzung. Siehe Abb. unten. (Vgl. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33801020/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32498383/">Q</a>, <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7353020/">Q</a>)</p>
<p><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Low-Fodmap-Vitamin-D-Spiegel.png"><img decoding="async" class="wp-image-324993 aligncenter" title="Low Fodmap Vitamin D Spiegel" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Low-Fodmap-Vitamin-D-Spiegel.png" alt="Low Fodmap Vitamin D Spiegel" width="637" height="587" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Low-Fodmap-Vitamin-D-Spiegel.png 1186w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Low-Fodmap-Vitamin-D-Spiegel-300x276.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Low-Fodmap-Vitamin-D-Spiegel-1024x943.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Low-Fodmap-Vitamin-D-Spiegel-768x707.png 768w" sizes="(max-width: 637px) 100vw, 637px" /></a></p>
<p>Wie immer sollte man vorsichtig mit voreiligen Schlüssen sein – die saisonale Blutwertbestimmung hat sicher Einflüsse auf die Ergebnisse.</p>
<p>Nichtsdestotrotz liefern die Daten Hinweise darauf, dass die Ernährung ein gewisses metabolisches Profil begünstigt, das die VitD-Spiegel senken kann. Krankheit ist jedoch nur der Endpunkt dieser Störung.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Ich möchte daran erinnern, dass Gliadin-Antikörper in manchen Population in sehr hoher Frequenz (bis 30 %) gemessen werden – faktisch an Zöliakie erkrankt und diagnostiziert sind in der Regel etwa bis 2 % der Menschen. (Vgl. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39660199/">Q</a>)</p>
<h2>Ursache für tiefe Spiegel ist komplex</h2>
<p>Über unterschiedliche Wege kann Ernährung offenbar Einfluss auf die VitD-Spiegel haben.</p>
<p><strong>Bitte nicht falsch verstehen an der Stelle:</strong> Ich halte eine sinnvolle VitD-Ergänzung für essentiell, insbesondere über die sonnenarmen Monate. Die Frage ist nur, wie viel wirklich nötig ist und ob Vitamin D alleine die adäquate Strategie ist. Vermutlich nein.</p>
<p>Was nötig ist, um den Körper so gesund zu halten, dass man eine gute VitD-Basis hat, ist seit 12 Jahren Thema dieses Blogs.</p>
<div style="background: #f0f0f0; padding: 1.2em 1.4em; margin: 1.5em 0; font-family: inherit; color: #333; line-height: 1.7;">
<p style="margin: 0 0 0.5em 0;"><strong><span style="color: #333333; font-family: inherit; background-color: #f0f0f0;">Warum sind die VitD-Spiegel wichtiger als die Calcitriol-Spiegel?<br />
</span></strong><br />
Calcitriol ist das aktive Vitamin-D-Hormon. Es steigt systemisch vor allem unter Calcium-Mangel an.</p>
<p style="margin: 0 0 0.5em 0;">Alle Zellen brauchen Calcitriol, um normal zu funktionieren. Aber <em>nicht dieses systemische.</em> Denn die Zellen basteln sich ihr Calcitriol in viel höheren Mengen lokal und intrazellulär aus 25-OHD (&#8222;Vitamin D im Blut&#8220;) selbst – über ihr eigenes Enzym.</p>
<p style="margin: 0;">Daher kann es auch bei hohen systemischen Calcitriol-Spiegeln zu einem funktionellen Calcitriol-Mangel in den Zellen kommen – wenn das Substrat 25-OHD fehlt. <em>Aha!</em></p>
</div>
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		<title>Die dicken Kinder mit Zöliakie</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/die-dicken-kinder-mit-zoeliakie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2026 10:13:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer kennt sie noch? &#8222;Die dicken Kinder von Landau&#8220;, 90er-Jahre, Harald Schmidt. Da war die Südpfalz-Metropole, wie man Landau im Volksmund nennt, einmal ganz wichtig. Überregional bekannt – mit ihren &#8222;dicken Kindern&#8220;. Später gab es [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer kennt sie noch? &#8222;Die dicken Kinder von Landau&#8220;, 90er-Jahre, Harald Schmidt.</p>
<p>Da war die Südpfalz-Metropole, wie man Landau im Volksmund nennt, einmal ganz wichtig. Überregional bekannt – mit ihren &#8222;dicken Kindern&#8220;. Später gab es auch eine gute, gleichnamige Band ebd. Legendär auf Weinfesten.</p>
<p>Daher fand ich die Überschrift ganz hübsch. Denn: Zöliakie wird in der Regel ziemlich früh im Leben diagnosiziert. Hoffentlich! Bei mir leider nicht. Ich war eins von den &#8230; ach lassen wir das :-)</p>
<h2>Weizen kann extrem krank machen</h2>
<p>Mein halbes Leben habe ich mich – unwissend – mit einer extremen Störung herumschlagen müssen. Bin insofern hypersensibilisiert, was die Auswirkungen von Getreide angeht.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Findige Ärzte, Wissenschaftler und andere Experten, die freilich ihre Brötchen sehr lieben, würden entgegnen: Ausnahme. Tangiert die anderen doch nicht.</p>
<p>Meiner bescheidenen Erfahrung nach: Jeder (!) unterschätzt den negativen Einfluss von Getreide, insbesondere Weizen, auf den Körper. Das nennt sich heute ganz modern &#8222;Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität&#8220;. Wieder so ein komischer Begriff.</p>
<p>Trifft es Menschen besonders hart – Zöliakie, wie ich –, können nahezu alle Körperteile und -prozesse betroffen sein:</p>
<ul>
<li>natürlich Darm / Leaky gut</li>
<li>die Haut</li>
<li>die pubertäre Entwicklung und Körperreifung</li>
<li>der Energiestoffwechsel</li>
<li>das Immunsystem an sich / mit Neigung zu anderen Immunerkrankungen</li>
<li>insbesondere Gehirn / Psyche / Thema Depression bis hin zu Ataxie</li>
<li>und vieles andere</li>
</ul>
<p>Getreide – genauer: Weizen – kann Leben systemisch und systematisch zerstören.</p>
<p>Einer meiner Augenöffner war damals das legendäre Werk vom Paleo-Erfinder Loren Cordain,</p>
<p style="text-align: center;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/02/Cerealarticle-3.pdf"><strong>Getreide: Das zweischneidige Schwert der Menschheit (klick)</strong></a></p>
<p>Ein Meisterwerk. Da steht ja wirklich fast alles drin, was man wissen muss. Sollte JEDER (jaa, du, genau du!) kennen. Später kamen bei mir die Werke von Dr. Fasano (berühmteste Gluten-Koryphäe).</p>
<h2>Absichtlich missverstanden</h2>
<p>Um Zöliakie und – weiter gefasst – Weizenunverträglichkeit ranken sich viele Mythen, die in der Mehrheit falsch oder zumindest unzureichend sind.</p>
<p>Beispiele:</p>
<ul>
<li>&#8222;Nur ein kleiner Teil der Menschen entwickelt Zöliakie&#8220; (Hatte ich <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/neues-altes-wissen-zu-gluten/">hier</a> schon mal entkräftet)</li>
<li>&#8222;Zöliakie ist eine Darmerkrankung&#8220;</li>
<li>&#8222;Zöliakie macht Mangelerkrankung und Untergewicht&#8220;</li>
</ul>
<p>Und so weiter. Der letzte Punkt ist besonders wichtig.</p>
<p>Menschen mit Zöliakie gelten bis heute stereotypisch als untergewichtig. Also diejenigen, die besonders sensibel auf den Konsum reagieren, sind statistisch betrachtet dünner als der Rest. Glaubt man bis heute.</p>
<p>In ganz neuen, großen <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11465624/">Studien</a> findet man plötzlich was ganz anderes. Dort heißt es ganz überrascht:</p>
<blockquote><p>Unsere Analyse zeigte, dass nur wenige CD-Patienten zum Zeitpunkt der Diagnose untergewichtig waren und fast 37 % übergewichtig oder adipös waren.</p></blockquote>
<p>Dazu passend wurde vor kurzem <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12395271/">ein Case Report</a> über eine 52-jährige Frau mit BMI 50 publiziert – also außergewöhnlich fettleibig – die &#8222;nie abnehmen&#8220; konnte und unerkannterweise an Zöliakie litt. Nach der Umstellung hat&#8217;s dann endlich geklappt mit dem Gewichtsverlust – wenn auch marginal.</p>
<p>Natürlich nur Zufall.</p>
<p>Dass also Weizen bei besonders sensitiven Menschen tiefgreifende Störungen des Energiestoffwechsels hervorrufen kann, scheint inzwischen klar. Dass sowas jedoch nicht nur diese Personengruppe betreffen könnte, darauf muss man im Brötchen-High erst mal kommen, nicht wahr?</p>
<h2>Hinter &#8222;Weizenwampe&#8220; steckt mehr als man denkt</h2>
<p>Faktisch lassen sich in Weizen mehrere Faktoren nachweisen, die Fettstoffwechselstörungen und Übergewicht in mechanistischen Studien – ganz ohne Krankheit – begünstigen: Raffinierte Stärke (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12828302/">Q</a>), ATIs (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31767938/">Q</a>), Gliadin (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4308898/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26443339/">Q</a>, <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11889222/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28300220/">Q</a>). Und zwar in Mengen, die man in einer herkömmlichen Ernährung findet.</p>
<p>Nur, dass wir uns richtig verstehen: Mein Weltbild ist <em>nicht</em>, dass Menschen gerne hochkalorisch essen und deshalb entgleisen. Mein Weltbild ist, dass wir Dinge essen, für die wir nicht gemacht sind, und die unseren Energiestoffwechsel systematisch sabotieren.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Genau das wird übrigens gedeckt von wichtigen neueren Human-Studien (z. B. <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7946062/">Q</a> oder <a href="https://www.nature.com/articles/s41591-025-03842-0">Q</a>).</p>
<p>Es ist bezeichnend, dass Menschen grundsätzlich verstehen, dass ein Affe nicht wie ein Löwe essen kann. Dass jede Spezies ein Ernährungsprofil hat, mit dem sie gesund bleibt. Nur bei uns Menschen wird süffisant gelächelt. Da zählen nur die Kalorien. Rein mit der Butterbrezel.</p>
<p>Wenn ich in die Welt blicke, wird Dobzhansky (1973) für mich immer wichtiger:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Nichts in der Biologie ergibt Sinn, außer im Lichte der Evolution. </strong></p>
<p>Psalm 23,4 mal ganz real.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><em>Welchen weit verbreiteten Mangel Weizen in Studien verursachen kann, erfährst du im nächsten Artikel. </em></span></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/die-dicken-kinder-mit-zoeliakie/">Die dicken Kinder mit Zöliakie</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Von jedem lernen – Nachruf Dr. McDougall</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/von-jedem-lernen-nachruf-dr-mcdougall/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Dec 2025 16:08:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der eine oder andere kennt ihn vielleicht: Dr. John A. McDougall.  Insgeheim eins meiner Vorbilder. Obwohl er Veganer oder strenger Vegetarier war.  Nach seinem Medizinstudium in den 70er-Jahren, arbeitete er als Arzt drei Jahre lang [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/von-jedem-lernen-nachruf-dr-mcdougall/">Von jedem lernen – Nachruf Dr. McDougall</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Der eine oder andere kennt ihn vielleicht: <strong>Dr. John A. McDougall. </strong></span></p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-324818 aligncenter" title="dr mcdougall starch solution" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/dr-mcdougall-starch-solution.png" alt="dr mcdougall starch solution" width="516" height="348" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/dr-mcdougall-starch-solution.png 1820w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/dr-mcdougall-starch-solution-300x202.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/dr-mcdougall-starch-solution-1024x691.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/dr-mcdougall-starch-solution-768x518.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/dr-mcdougall-starch-solution-1536x1036.png 1536w" sizes="(max-width: 516px) 100vw, 516px" /></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Insgeheim eins meiner <strong>Vorbilder</strong>. Obwohl er Veganer oder strenger Vegetarier war. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Nach seinem Medizinstudium in den 70er-Jahren, arbeitete er als Arzt drei Jahre lang in der Zuckerplantage auf Hawaii. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dort hat er Ernährung real gelernt, indem er die Effekte der modernen, westlichen Ernährung im Zuge weniger Generationen live mitverfolgen konnte. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Hat mich beeindruckt. </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Das Zitat, das mich geprägt hat </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Für immer hängen geblieben, ist ein Zitat – genauer: ein Zitatfetzen – aus <a href="https://www.youtube.com/watch?v=d5wfMNNr3ak">einem TEDx-Vortrag von ihm</a>, das auch meine Sicht nachhaltig geprägt hat. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Er referierte (übersetzt): </span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Und doch sah ich als Arzt mit eigenen Augen, wie Menschen, die mit Reis und Gemüse lebten – ohne Milchprodukte, mit nur sehr wenig Fleisch – schlank, gesund und robust waren.</span><span style="font-family: proxima-nova;"> In dieser ersten Generation, die sich traditionell ernährte, gab es kein MS, keine Arthritis, keinen Diabetes, keine Herzkrankheiten.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Im Originalzitat spricht er von, <strong>&#8222;trim, healthy, hardy people.&#8220;</strong> Genau das habe ich nie mehr vergessen, wie ein Slogan, der sich bei mir eingebrannt hat. (Das ganze Zitat des Abschnitts füge ich unten an.) </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Tierische Produkte können schaden </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Hat mich damals nachdenklich gemacht. Weil ich seit jeher vor allem an Milchprodukte, an meinen Quark, geglaubt habe. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Später aber mehr und mehr feststellen musste, dass ich mich hier in meinen jungen Jahren sehr geirrt hatte. An mir selbst gelernt. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das hat mich dazu veranlasst, mich tiefer mit problematischen Stoffen aus tierischen Produkten zu befassen – vor allem im Kontext moderner Ernährung und bei Menschen, die eine Neigung für Stoffwechselerkrankungen haben. </span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Einer von vielen Artikeln zu diesem Thema findet sich <a href="https://genetisches-maximum.de/vegan/der-stoffwechsel-vorteil-vom-veganismus/">hier</a>. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">McDougall hat, neben einer Vielzahl an Videos, mehrere Bücher veröffentlicht. Eins davon war die berühmte &#8222;Starch Solution&#8220; – kurz:<em> Warum Kohlenhydrate nicht dein Feind sind</em>. </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Unterschiedliche Ansichten, dennoch geschätzt </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich war gewiss nicht mit all seinen Vorstellungen einverstanden. </span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Der Mensch braucht eine gewisse Menge an tierischen Produkten. Fakt. </span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Ansonsten muss er stark supplementieren. Fakt. </span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Aber im Grunde hat mich die positive Verbindung zu diesem veganen Arzt gelehrt, dass man nicht alle Ansichten teilen muss und dennoch voneinander lernen kann. Jedenfalls ich von ihm. </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Zu früh verstorben </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In den vergangenen Jahren hat er in seinen Videos zunehmend schlechter ausgesehen. Bis ich dann vor kurzem erfahren habe, dass er bereits 2024 verstorben ist. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das hat mich doch traurig gemacht. Weil er ein Guter war und sicher vielen Menschen das Leben gerettet hat – aber selbst nicht einmal 80 Jahre alt geworden ist.  </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Genau deshalb hat er sich hier einen Platz verdient. <span style="color: #3366ff;"><strong>Leb wohl! </strong></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong><em>Der ganze Abschnitt aus seinem TEDx-Vortrag: </em></strong></span></p>
<p style="padding-left: 40px;" data-start="108" data-end="713"><span style="font-family: proxima-nova;"><em>Nun, meine erste Generation lernte als kleine Kinder in ihrem Heimatland – den Philippinen, Japan, China, Korea – wie man sich ernährt. Sie lernten eine Kost aus Reis und Gemüse. Dann hatten sie das Glück, auf die Big Island zu ziehen, um neue Familien zu gründen und ein neues Leben zu beginnen, doch sie nahmen ihre ursprüngliche Ernährung mit und aßen weiterhin Reis und Gemüse. </em></span></p>
<p style="padding-left: 40px;" data-start="108" data-end="713"><span style="font-family: proxima-nova;"><em>Die Kinder, die schon ein wenig vom westlichen Lebensstil beeinflusst wurden, begannen sich zu verändern. Und in der Enkelgeneration sah man schließlich Menschen, die die traditionelle westliche Ernährung übernommen hatten.</em></span></p>
<p style="padding-left: 40px;" data-start="715" data-end="1194"><span style="font-family: proxima-nova;"><em>Man muss sich bewusst machen: Das waren Menschen mit derselben Genetik, und sie taten seit über 100 Jahren dieselbe körperlich schwere Arbeit auf den Zuckerrohrplantagen. Und doch sah ich als Arzt mit eigenen Augen, wie Menschen, die auf Reis und Gemüse lebten – ohne Milchprodukte, mit nur sehr wenig Fleisch – schlank, gesund und robust waren. In dieser ersten Generation, die sich traditionell ernährte, gab es kein MS, keine Arthritis, keinen Diabetes, keine Herzkrankheiten.</em></span></p>
<p style="padding-left: 40px;" data-start="1196" data-end="1547"><span style="font-family: proxima-nova;"><em>Dann beobachtete ich, wie die zweite generation, die Stärke zunehmend aufgab, dicker und kränker wurde. Und schließlich die dritte Generation, die Angst vor Stärke hatte – vor Reis, Mais, Kartoffeln – und stattdessen Fleisch, Milchprodukte und Öle in ihre Ernährung integrierte. Diese Menschen wurden fett und krank, genau wie jeder andere Amerikaner.</em></span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Haselnussmus für 12 Euro</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2025 13:52:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neulich bin ich in einer großen Biomarkt-Kette unterwegs. Da gehe ich aus Prinzip nicht mehr hin. Selbst wenn ich Milliardär wäre, würde ich dort nicht einkaufen. Die Preistreiberei ist völlig surreal geworden. Öko und Bio [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich bin ich in einer großen Biomarkt-Kette unterwegs.</p>
<p>Da gehe ich aus Prinzip nicht mehr hin. Selbst wenn ich Milliardär wäre, würde ich dort nicht einkaufen. Die Preistreiberei ist völlig surreal geworden.</p>
<p>Öko und Bio war mal lange Zottelhaare. Heute steht die Gucci-Tasche vor mir an der Kasse. Ist ja schön und gut, aber ein bisschen vorbei am Thema.</p>
<p>Also: Nicht mit mir. An manchen Tagen werde ich aber schwach, unüberlegt. Fahr ich also hin, geh ein bisschen shoppen und bin direkt wieder erschrocken.</p>
<ul>
<li>Haselnussmus für 12 Euro.</li>
<li>300 g Pute für 15 Euro.</li>
</ul>
<p>Bitch please&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324777 aligncenter" title="bitch please" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/11/bitch-please-232x300.jpg" alt="bitch please" width="194" height="251" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/11/bitch-please-232x300.jpg 232w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/11/bitch-please.jpg 736w" sizes="auto, (max-width: 194px) 100vw, 194px" /></p>
<h2>Schokocreme ohne Kakao</h2>
<p>Warum nehme ich überhaupt ein Haselnussmus in die Hand? Hintergrund ist, dass ich Haselnüsse mag, vor allem zusammen mit &#8230; <strong>Kakao</strong> ;-)</p>
<p>Aber derzeit steht eine<strong> Kakao-Pause</strong> bei mir an. Ich weiß, dass viele jetzt im Winter den Fehler machen und sich bis oben hin mit Kakao druckbetanken.</p>
<p>In Form von Schokonikoläusen. Die Gesundheitsbewussten machen das mit dunkler Schokolade. Eigentlich eine gute Idee, mag man meinen.</p>
<p>Zur Erinnerung: Kakao ist in quasi jeder Studie gesund. Schützt die Gefäße, hat schöne Effekte auf die Stimmung und so weiter – toll!</p>
<p>Worüber keiner spricht, sind die Langzeiteffekte. Die gibt es ja auch. Das misst man halt nicht in zwei Wochen&#8230;</p>
<figure id="attachment_324775" aria-describedby="caption-attachment-324775" style="width: 1434px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324775 size-full" title="Kakao Effekte" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/11/Kakao-Effekte.png" alt="Kakao Effekte" width="1434" height="648" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/11/Kakao-Effekte.png 1434w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/11/Kakao-Effekte-300x136.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/11/Kakao-Effekte-1024x463.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/11/Kakao-Effekte-768x347.png 768w" sizes="auto, (max-width: 1434px) 100vw, 1434px" /><figcaption id="caption-attachment-324775" class="wp-caption-text"><em><strong>Nicht selten zeigt eine Intervention zunächst positive Effekte. Bei zu langer oder ausgiebiger Exposition überwiegen aber irgendwann die negativen Folgen. </strong></em></figcaption></figure>
<h2>Wenn Kakao nicht glücklich macht</h2>
<p>Ich habe immer relativ viel Kakao zugeführt: Vor allem über Proteinpulver und dunkle Schokolade (mal 50 g).</p>
<p style="padding-left: 40px;">Früher, als ich noch an &#8222;Cheat Meals&#8220; geglaubt habe, war das auch mal eine ganze Packung Lebkuchen&#8230; :-)</p>
<p>Bis ich gemerkt habe: Wenn ich das ein paar Tage so mache, kriege ich Anflüge von Panikattacken. <strong>Mein inneres Stresslevel hat sich nicht mehr beruhigt.</strong></p>
<p>Das habe ich über Jahre hinweg an- und ausschalten können. Bis ich gelernt habe, dass im Kakao in nennenswerten Mengen teils toxische Metalle vorkommen.</p>
<p>Speziell: <strong>Aluminium, Cadmium, Blei und Nickel</strong>. Die können sich akkumulieren, gehören nicht in den Körper und interagieren mit Enzymen.</p>
<p>Betroffene Enzyme können COMT und MAO sein, Hauptverantwortliche für die Inaktivierung von Stresshormonen im ZNS.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Über Aluminium in Kakao und die Folgen habe ich <a href="https://genetisches-maximum.de/zellgesundheit/einmal-mehr-schwermetalle-aluminium/">vor fünf Jahren an gleicher Stelle geschrieben</a>.</p>
<p>Die anfänglich positiven Effekte des Kakaos weichen negativen Effekten, die sich vor allem verspätet zeigen, denn toxische Metalle reichern sich an und legen Körperfunktionen nach und nach lahm.</p>
<h2>Kakao ist kein Grundnahrungsmittel</h2>
<p>Ich bin vielleicht ein Sonderfall – denn nach meinem Full-Genome-Sequenzing vor einigen Jahren ist klar, dass ich zu gut Eisen aufnehme und ich immer zur Eisenüberladung neige.</p>
<p>Diese Metalle können sich solche Mechanismen zunutze machen und gelangen dadurch möglicherweise schneller als bei anderen in meine Gewebe.</p>
<p>Trotzdem ist mir wichtig zu sensibilisieren: <strong>Kakao ist ein Genussmittel.</strong> Gerade bei besonders Gesundheitsbewussten wird Kakao aber oft sehr vielfältig und ausgiebig genutzt.</p>
<p>Die Kakaopflanze nimmt reichlich Metalle aus dem Boden auf. Teilweise wünschenswert. Teilweise aber auch problematisch, wie hier dargelegt.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Thema Kakao und &#8222;ungesunde Metalle&#8220; wird aktuell intensiver diskutiert, auch um bessere Grenzwerte zu finden (<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0889157525005290">Q</a>, <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11321977/">Q</a>, <a href="https://www.mdpi.com/2076-3298/12/4/125">Q</a>).</p>
<p>Jetzt gerade zur dunklen Jahreszeit, in der Weihnachtszeit, wo wir dazu neigen, besonders viel des dunklen Stimmungsaufhellers zuzuführen &#8230;</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Obacht! </strong></p>
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		<item>
		<title>Glyckliche Leber mit Glycin</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/glykliche-leber-mit-glycin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Nov 2025 12:03:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aminosäuren]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Fettverbrennung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Blogleser sind ja ein bisschen privilegiert. Denen, euch, entgeht nix. Mein Lieblingsbeispiel ist Kollagen. Über Kollagen wurde hier schon geschrieben, da kannte man es nur als &#8222;Schlachtabfall ohne Nutzen&#8220;. Gemach, gemach. Das heißt nicht, dass [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/glykliche-leber-mit-glycin/">Glyckliche Leber mit Glycin</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Blogleser sind ja ein bisschen privilegiert. Denen, euch, entgeht nix.</p>
<p>Mein Lieblingsbeispiel ist Kollagen. Über Kollagen wurde hier schon geschrieben, da kannte man es nur als &#8222;Schlachtabfall ohne Nutzen&#8220;.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Gemach, gemach. Das heißt nicht, dass du damit nach zwei Wochen den &#8222;Glow&#8220; bekommst. Man muss das Thema schon weiter gefasst (Knochen, Sehnen, Bänder, Gelenke) und präventiv denken.</p>
<h2>Das ist Glycin</h2>
<p>Ich möchte an Glycin erinnern. 2014 habe ich einen Artikel geschrieben, der sich <strong><em>Glycin – die Aminosäure der Zukunft? </em></strong>nennt (<a href="https://edubily.de/blogs/ratgeber/glycin-wirkung">findet sich heute hier</a>).</p>
<p>Drauf gekommen bin ich, weil es schon damals Daten gab, die zeigten:</p>
<ul>
<li>Glycin könnte ein &#8222;Gegengift&#8220; für Fruktose sein</li>
<li>Biochemischen Kalkulationen zufolge fehlen dem Körper täglich bis zu 10 g Glycin über die Nahrung</li>
</ul>
<p>Später saß der Glycin-Forscher <strong>Joel Brind</strong> in einem Youtube-Video. Erklärte uns dort nicht nur die förderliche Wirkung, sondern auch, dass man es als Zuckerersatz (5-10 g) verwenden kann. Genial.</p>
<ul>
<li>Glycin ist außerdem essentiell für die <strong>Glutathion-Synthese</strong> (wichtigstes Antioxidans des Körpers)</li>
<li>Glycin scheint <strong>Wachstumshormon</strong> zu erhöhen</li>
<li>Glycin konnte in Zellversuchen die <strong>Alterung umkehren</strong></li>
<li>Glycin <strong>verlangsamte die Alterung</strong> in Tiermodellen</li>
<li>Heute besonders wichtig: Glycin scheint <strong>GLP1 zu erhöhen</strong> (Wirkmechanismus von Ozempic, jedoch viel schwächer)</li>
<li>Glycin ist wichtiger <strong>Antreiber des 1-Kohlenstoff-Stoffwechsels</strong>, u. a. zuständig für die Genregulation</li>
<li>Und Glycin leistet einen Beitrag zur <strong>Entgiftung</strong> über die Glycin-Konjugation</li>
</ul>
<p>Wie cool kann ein Nährstoff eigentlich sein? Doch &#8230; Humanstudien sind bis heute rar gesät.</p>
<p>Muss sich ja jemand finden, der wirklich Bock hat, mal eine richtige Humanstudie mit dieser ach so einfachen Aminosäure durchzuführen.</p>
<h2>Die neue Glycin-Studie</h2>
<p>Soeben wurde <a href="https://www.nature.com/articles/s41598-025-20511-x">eine Studie</a> publiziert – und zwar sogar im renommierten Fachmagazin <em>Scientific Reports</em>. Probanden waren 19 schwer übergewichtige Menschen. In dem Kontext wurden bereits verringerte Glycinspiegel gemessen.</p>
<p data-start="1517" data-end="1662">Die Probanden durften über zwei Wochen lang <strong>100 mg/kg Glycin pro Tag</strong> zuführen, bei diesen Menschen ca. 10 g pro Tag. Gemessen wurden eine ganz Reihe an Parameter, besonders interessant:</p>
<ul>
<li data-start="1517" data-end="1662">Lebergesundheit über u. a. ALT (empfindlichster Marker für Fettleber) und AST.</li>
<li data-start="1517" data-end="1662">Triglyceride im Blut</li>
<li data-start="1517" data-end="1662">Konjugierte Glycinmetabolite (zeigen Entgiftung an)</li>
<li data-start="1517" data-end="1662">1-Kohlenstoff-Stoffwechsel (Methylierung etc.)</li>
</ul>
<p>Nicht verbessert haben sich: Gewicht, BMI, Fettmasse, Nüchtern-Glukose, Langzeitblutzucker HbA1c, Insulin, HOMA-IR (Insulinresistenzmarker), Cholesterin gesamt und LDL bzw. HDL.</p>
<p>Eine deutliche Verbesserung war nach zwei Wochen jedoch zu sehen bei &#8230;</p>
<p>✓ <strong>ALT (-30 %) und AST (-13 %)</strong><br />
✓ Triglyceride (-12 %)<br />
✓ Glycinmetaboliten<br />
✓ 1-Kohlenstoff-Stoffwechsel</p>
<p>Es sind exakt die Marker, die die Hypothese der Autoren decken, nämlich, dass es bei Übergewicht einen funktionellen Glycinmangel gibt, der u. a. dem Leberstoffwechsel schadet.</p>
<h2>Starke Effektgröße, aber mit Vorsicht zu genießen</h2>
<p>Uns interessiert ja die praktische Implikation. Tatsächlich würde ich selbst sagen: <strong>Du kannst von einer einfachen Aminosäure (!) in zwei Wochen eigentlich nix erwarten. </strong></p>
<p>Hier sieht man mal wieder, dass Forscher NEM wie Medikamente sehen wollen. Jetzt kommt das Aber.</p>
<p style="text-align: left;">Eine Reduktion von<strong> 30 % bei ALT</strong>, einem der empfindlichsten Marker für eine Fettleber bzw. Leberschäden, <strong>ist beachtlich</strong>.</p>
<p>Das spielt eigentlich in einer Liga, die man so einfach nicht erreichen kann. Da braucht man schon 5-10 % Gewichtsreduktion, Alkoholabstinenz (falls das der Grund ist) bzw. mehrmonatige Medikation (z. B. mit GLP1-Agonist).</p>
<p>Dass sich weitere Marker, die die Lebergesundheit angeben, verbessern, stützt die Beobachtung. <strong>Triglyceride</strong> geben beispielsweise den Abtransport von Fetten aus der Leber an. <strong>Durch Glycin -12 %.</strong></p>
<p>Der Wehrmutstropfen ist, dass die Studie mit 19 Probanden <strong>klein</strong> war, dass sie <strong>kurz</strong> war und dass es <strong>keine Placebo-Kontrollgruppe</strong> gab.</p>
<h2>Glyckliche Leber mit Glycin</h2>
<p>Glycin wäre vermutlich <strong>nicht mein Mittel der Wahl</strong>, um meine Leber nachhaltig zu entlasten. Ich denke, da gehört schon etwas mehr dazu.</p>
<p>Im Kontext einer größer angelegten Lebensstilumstellung wäre die Aminosäure aber vielleicht ein <strong>entscheidendes Puzzleteil</strong>. Möglicherweise auch als Notnagel.</p>
<p>Man muss vor allem die Einfachheit verstehen. Man kann sich – schmunzelnd – ein, zwei Teelöffel Glycin in den Kaffee rühren. Das schmeckt lecker. Und wenn es on top auch noch nette Effekte gibt &#8230;</p>
<p style="text-align: center;"><strong>why not? </strong></p>
<p>:-)</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/glykliche-leber-mit-glycin/">Glyckliche Leber mit Glycin</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Drei Schläge gegen Sucralose</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/drei-schlaege-gegen-sucralose/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2025 09:11:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Energiehaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Oops it happened again! Der nicht-kalorische Süßstoff Sucralose gerät in letzter Zeit immer öfter in negative Schlagzeilen. Aktuell wurden drei Studien zu Süßstoffen inkl. Sucralose publiziert, über die man sprechen sollte. Wer sich nochmal etwas [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Oops it happened again!</em></p>
<p>Der nicht-kalorische Süßstoff <strong>Sucralose</strong> gerät in letzter Zeit immer öfter in negative Schlagzeilen. Aktuell wurden drei Studien zu Süßstoffen inkl. Sucralose publiziert, über die man sprechen sollte.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Wer sich nochmal etwas tiefer in den Kontext einarbeiten möchte, dem würde ich <a href="https://edubily.de/blogs/ratgeber/sucralose-schaedlich">diesen Ratgeber-Artikel</a> von uns ans Herz legen.</p>
<h2>Der süße Kontext</h2>
<p>Ich persönlich nutze seit jeher gesüßte Getränke und Pulver – in Maßen, würde ich sagen. Ich gehöre aber auch zum Typ &#8222;kalkuliertes Risiko&#8220;. Ich würde mir jetzt nicht einreden, dass Süßstoffe super toll sind, nur damit ich sie mit reinem Gewissen konsumieren kann.</p>
<p>Exakt das stößt mir in den sozialen Medien ein bisschen auf. Wenn man eine gewisse Bubble verfolgt, bekommt man den Eindruck, dass<strong> jeder unbedingt Süßstoffe braucht,</strong> denn das sei natürlich besser als Zuckercola oder ein Hamburger.</p>
<p>Hier geht nach meinem Gefühl <strong>jedes Maß verloren</strong>. Denn der Weg von &#8222;Süßstoffe können nützlich sein, sie haben aber ein gewisses Risikopotential&#8220; hin zu &#8222;Süßstoffe sind total sicher, gib mir mehr!&#8220; ist sehr, sehr kurz offenbar.</p>
<p>Das passt ein bisschen zur neuen &#8222;Sciencetology&#8220;, von vornehmlich Leuten, die entweder selbst gar nicht studiert haben oder ihre Ausbildung gut verbergen. Den Leuten dann aber in Schwarz-weiß-Manier vorbeten, was gut ist und was nicht – <strong>weil sie Positionspapiere von Fachgesellschaften lesen können.</strong></p>
<p><em>Applaus, Applaus.</em></p>
<h2>Drei neue Studien</h2>
<p>Bei Sucralose mehren sich aktuell die Hinweise, dass er problematische physiologische Wirkungen hat. Und zwar schon in ganz herkömmlichen Dosen, die man im Alltag verwenden kann.</p>
<p>Drei aktuelle Studien untermauern das. Here we go:</p>
<h3 style="padding-left: 40px;">1. Sucralose macht insulinresistent</h3>
<p>Nicht neu. Es gibt eine ganze Reihe klinischer Studien, die zeigen konnten, dass Sucralose irgendeinen (negativen) Einfluss auf unsere Insulinsensitivität zu haben scheint (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30005329/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32284053/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30535090/">Q</a>).</p>
<p>Zur Erinnerung: <strong>Insulin sollte möglichst gut wirken</strong> dürfen, denn dann braucht es wenig davon, d.h. unsere Insulinspiegel bleiben flach. Zucker und Aminosäuren gelangen mit guter Insulinsensitivität schnell in die Zellen, Fettsäuren bleiben weggesperrt.</p>
<p>Wenn Insulin nicht mehr (gut) wirkt, gehen zudem anti-entzündliche Eigenschaften verloren und wir schlittern ins metabolische Syndrom.</p>
<figure id="attachment_324705" aria-describedby="caption-attachment-324705" style="width: 599px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324705 " title="sucralose macht insulin resistenz" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-macht-insulin-resistenz.png" alt="sucralose macht insulin resistenz" width="599" height="193" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-macht-insulin-resistenz.png 1458w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-macht-insulin-resistenz-300x97.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-macht-insulin-resistenz-1024x330.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-macht-insulin-resistenz-768x248.png 768w" sizes="auto, (max-width: 599px) 100vw, 599px" /><figcaption id="caption-attachment-324705" class="wp-caption-text"><strong><em>Eine aktuelle klinische Studie zeigt, dass Sucralose in herkömmlichen Dosen Insulinresistenz induzieren kann. </em></strong></figcaption></figure>
<p>Sucralose als nicht-kalorischer Süßstoff sollte gar keine Wirkung haben. Er sollte süß schmecken und dann ciao. Ganz aktuell liest man in einer &#8211; wohlgemerkt – <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40907790/">dreifach verblindeten klinischen Studie</a> folgendes:</p>
<blockquote><p>Der Verzehr von Sucralose in einer Menge von 30 % der zulässigen Tagesdosis durch gesunde, schlanke Personen über einen Zeitraum von 30 Tagen führte zu einer signifikanten Abnahme der Insulinsensitivität um 20,3 %.</p></blockquote>
<p>Zum Verständnis: Die Größenordnung des Verlusts der Insulinsensitivität entspricht etwa der einer stärkeren Gewichtszunahme! Man könnte überspitzen und sagen: Ohne Kalorien fett geworden.</p>
<p>Würde ich für sich genommen erst mal mit &#8222;einer Prise Salz&#8220; verstehen. In Anbetracht der sich mehrenden Studien, die das gleiche Ergebnis zeigen, <strong>schaue ich inzwischen aber ein bisschen ernster drauf.</strong></p>
<h3 style="padding-left: 40px;">2. Sucralose schwächt Tumortherapie ab</h3>
<p>Eine weitere negative Schlagzeile über Sucralose stammt aus der Tumortherapie. Dort liest man, dass Menschen mit hohem Sucralose-Konsum offenbar schlechter auf eine Immuntherapie gegen bestimmte Krebsformen ansprechen.</p>
<figure id="attachment_324702" aria-describedby="caption-attachment-324702" style="width: 697px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324702 " title="sucralose immuntherapie krebs" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-immuntherapie-krebs.png" alt="sucralose immuntherapie krebs" width="697" height="162" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-immuntherapie-krebs.png 1534w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-immuntherapie-krebs-300x70.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-immuntherapie-krebs-1024x238.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-immuntherapie-krebs-768x178.png 768w" sizes="auto, (max-width: 697px) 100vw, 697px" /><figcaption id="caption-attachment-324702" class="wp-caption-text"><strong><em>Eine aktuelle Studie zu Sucralose im Kontext einer Anti-Krebs-Therapie zeigt: Der Süßstoff könnte die Therapie abschwächen. (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40742298/">Q</a>)</em></strong></figcaption></figure>
<p>Um dieses Phänomen genauer zu untersuchen, zogen die Forscher auch Versuche an Tieren heran und fanden:</p>
<blockquote><p>In Übereinstimmung mit den Ergebnissen der Studie beobachteten sie, dass Mäuse, die mit höheren Konzentrationen von Sucralose gefüttert wurden, weniger positiv auf die Anti-PD-1-Behandlung reagierten als diejenigen, die mit einer Ernährung mit geringeren Sucralose-Konzentrationen gefüttert wurden.</p></blockquote>
<p>Und woran das lag, fanden die Forscher sogar auch heraus. Sucralose verändert das Darmmikrobiom so, dass die Mikroben die Aminosäure Arginin wegknabbern. <strong>Die fehlt dann im Blut – Arginin wiederum ist für ein gutes Ansprechen auf die Tumortherapie nötig </strong>(<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5864849/">Q</a>, <a href="https://jitc.bmj.com/content/12/12/e010094">Q</a>).</p>
<p>Die gute Nachricht lieferten sich also auch: Du kannst ruhig 2 Liter Diätcola saufen, solange du Arginin ergänzt. Wow, wie toll! (Man wolle – sic! – den Tumorpatienten nicht auch noch die Diätcola verbieten&#8230;)</p>
<h3 style="padding-left: 40px;">3. Süßstoffe machen deppert</h3>
<p>&#8230; aber zum Glück nur ein bisschen, würden findige Instagramer jetzt sagen. Okay, ganz so polemisch wollen wir nicht auf die Datenlage gucken.</p>
<p>2022 findet <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33641634/">eine klinische Studie</a> mit gesunden Erwachsenen, dass Sucralose über sechs Wochen zu spürbaren <strong>Einbußen in Gedächtnisleistung  und Exekutivfunktionen</strong> führen kann, begleitet von messbaren Veränderungen der Gehirnwellen (mehr Theta), was für Ermüdung spricht.</p>
<p>Im März dieses Jahres zeigt <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40140714/">eine klinische Studie</a> in renommierten Fachmagazin <em>Nature Metabolism</em>, dass Sucralose offenbar die <strong>Appetitregulation des Gehirns durcheinander</strong> bringen kann – kurz: es macht vielleicht hungriger.</p>
<p>Soeben erschien <a href="https://www.neurology.org/doi/10.1212/WNL.0000000000214023">eine große Studie</a> mit sieben Süßstoffen – Sucralose war nicht dabei! –, die zeigte, dass Menschen mit höherem Süßstoffkonsum einen über <strong>50-60 % schnelleren kognitiven Abbau</strong> verzeichnen. Die Zahlen sind <strong>vermeintlich klein</strong>, kumulieren sich aber über die Jahre und spielen in der Größenordnung <strong>von Bluthochdruck als Risikofaktor</strong>.</p>
<figure id="attachment_324706" aria-describedby="caption-attachment-324706" style="width: 614px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324706 " title="Süßstoffe und Demenz" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/Suessstoffe-und-Demenz.png" alt="Süßstoffe und Demenz" width="614" height="183" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/Suessstoffe-und-Demenz.png 1710w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/Suessstoffe-und-Demenz-300x89.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/Suessstoffe-und-Demenz-1024x305.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/Suessstoffe-und-Demenz-768x229.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/Suessstoffe-und-Demenz-1536x458.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 614px) 100vw, 614px" /><figcaption id="caption-attachment-324706" class="wp-caption-text"><em><strong>Eine aktuelle Studie bringt herkömmliche Süßstoffe in Verbindung mit einem schnelleren kognitiven Abbau. </strong></em></figcaption></figure>
<p>Auch wenn Sucralose nicht explizit Teil der zuletzt genannten Studie war, liegt zumindest der Verdacht nahe, dass sich für sie – als Teil der Kategorie – ähnliche Ergebnisse finden lassen. Den Punkt, den ich hier machen will:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Süßstoffe – insbesondere Sucralose – wirken erwiesenermaßen aufs Gehirn.<br />
Folgen: ungewiss.</strong></p>
<h2>Süßstoffe sind nicht &#8222;neutral&#8220;</h2>
<p>Mein naives Weltbild war viele Jahre lang:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Süßstoffe wirken neutral.</strong></p>
<p>So verkauft man es uns auch. <em>Einfach innerhalb der sicheren Zufuhrzone bleiben und Süßstoffe wirken quasi wie Wasser – nur eben mit Geschmack</em>. Wie toll!</p>
<p>Seit einigen Jahren verdichtet sich allerdings die Datenlage – über die gesamte Datenlandschaft, inkl. Tier- und mechanistische Studien –, dass Süßstoffe, insbesondere Sucralose, alles andere als neutrale Agents sind, die man einfach so wie Wasser konsumieren kann.</p>
<p>Ich will hiermit nicht sagen, dass du nie wieder Diätcola trinken sollst. <strong>Ich werde mir im Laufe der Woche sicher auch wieder eine reinziehen (oder einen zuckerfreien Eistee&#8230; leider geil)</strong>. Wohlwissend, dass ich meinem Körper damit vielleicht keinen Gefallen tue.</p>
<p>Aber so zu tun, als ob man gesüßte Cola wie Wasser saufen kann, regt mich ein bisschen auf. Die mit klassischen Süßstoffen gesüßten Getränke – auch Getränke auf Eiweißpulverbasis ;-) – wirken physiologisch nicht neutral, ein für alle Mal!</p>
<h2>PS:</h2>
<p style="padding-left: 40px;">Seit Jahren warne ich davor, sich vor <strong>selbsterfüllenden Prophezeiungen</strong> zu schützen. Wer keine Kohlenhydrate isst, weil er Angst hat, dass sie Insulinresistenz induzieren, macht sich möglicherweise eine hausgemacht (&gt; physiologische IR).</p>
<p style="padding-left: 40px;">Wer dünn und schlank werden will und dafür nur noch gesüßte Getränke trinkt, macht sich möglicherweise eine Insulinresistenz und sorgt dafür, dass es viel schwerer wird, abzunehmen. Ich mein ja bloß&#8230; am Ende des Tages kann es mir ganz egal sein, was du so treibst.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/drei-schlaege-gegen-sucralose/">Drei Schläge gegen Sucralose</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Was hat grünes Gras mit Karies zu tun?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Sep 2025 14:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ab einem bestimmten Lebensabschnitt geht man(n) dazu über, seinen grünen Rasen wichtiger als einen Urlaub nach Bali zu finden (dort war ich, zugegebernermaßen, eh noch nie&#8230;). Man lernt dabei viel, auch viel über das Leben. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ab einem bestimmten Lebensabschnitt geht man(n) dazu über, seinen grünen Rasen wichtiger als einen Urlaub nach Bali zu finden (dort war ich, zugegebernermaßen, eh noch nie&#8230;).</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Man lernt dabei viel, auch viel über das Leben.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Beispiel gefällig?</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich krieg ja hier ab und an Besuch. Auch der Nachbar lunzt manchmal rüber. Natürlich spricht man(n) dann irgendwann über das Gras, das woanders immer grüner scheint.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Nein, bei mir ist es tatsächlich grüner! </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und zwar den ganzen Sommer über. Von offenbar ganz verwunderten Personen kriege ich dann die wildesten Erklärungen zu hören. Mein Rasen sei ja auch noch jung, ich würde ja sicher auch oft wässern und dergleichen.</span></p>
<figure id="attachment_324689" aria-describedby="caption-attachment-324689" style="width: 345px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324689 " title="grünes gras karies" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/gruenes-gras-karies.png" alt="grünes gras karies" width="345" height="433" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/gruenes-gras-karies.png 1268w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/gruenes-gras-karies-239x300.png 239w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/gruenes-gras-karies-815x1024.png 815w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/gruenes-gras-karies-768x965.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/gruenes-gras-karies-1222x1536.png 1222w" sizes="auto, (max-width: 345px) 100vw, 345px" /><figcaption id="caption-attachment-324689" class="wp-caption-text"><strong><em>Ein echtes Bild aus meinem Garten&#8230; Wir sind ja nicht bei X-Faktor und erfundenen Geschichten. </em></strong></figcaption></figure>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Weit gefehlt :-)</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Es gibt ein kleines &#8222;Geheimnis&#8220;, das so wohlbehütet ist, dass fast niemand aus der Siedlung es kennt. Das sehe ich ja, wenn ich an den verbrannten Grünflächen der Nachbarschaft vorbeifahre.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dieses &#8222;Geheimnis&#8220; plaudere ich natürlich fröhlich aus. Ich sage: <em>Nein, der vermutlich einzige nennenswerte Unterschied ist, dass ich meinen Rasen nicht – wie du – auf 2,5 cm runtermähe, sondern bei 4-5 cm stehen lasse.</em></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Große Augen. Verwunderte Stille. Und ich weiß genau, der wird das nächstes Mal wieder auf 2-3 cm runterschneiden und sich den ganzen Sommer über wundern, warum der Rasen so kaputt aussieht.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Grünes Gras macht man sich </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dabei ist es doch einfach zu verstehen: Der Rasen hat ein eigenes Mikroklima. Das ist eine eigene kleine Welt, wie ein Urwald, würde man reinzoomen. <strong>Höheres Gras schützt vor Austrocknung und stabilisiert auch bei hohen Temperaturen und Trockenheit das Mikroklima.</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Natürlich gehört zur Wahrheit:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Ab und an düngen</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Ab und an tief wässern</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Wöchentlich &#8222;die Spitzen schneiden&#8220;</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Exakt das gilt auch für den Mund. Als Analogie. Nachdem ich einmal eine schlimme Erfahrung mit tiefer Karies hatte, habe ich mir geschworen, nie wieder Karies zu bekommen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und ich sehe bei Aufwärts-50-jährigen, wie viel Geld und vor allem Leid es kostet, sich seine &#8222;Zähne machen zu lassen&#8220;. Damit ist natürlich gemeint: <strong>Kaputte</strong> <strong>Zähne raus, Implantate rein.</strong> Ohne Zusatzversicherung 20.000 Euro. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In Worten: Zwanzigtausend. </span><span style="font-family: proxima-nova;">Man hat&#8217;s ja, nicht wahr? </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Gesunde Zähne isst man sich </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dabei ist &#8222;gesunde Zähne&#8220; doch so einfach zu verstehen wie &#8222;gesunder Rasen&#8220;. Man müsste doch nur mal zuhören und machen.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Wenn du ab morgen keinen (Industrie-)Zucker mehr isst,<br />
</strong><strong>wirst du sehr wahrscheinlich keinen einzigen Zahn mehr verlieren. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In einem Standardwerk der US-National Academies liest man schon 1989: </span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Dental caries does not develop in the absence of fermentable carbohydrates.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Gemeint ist explizit freier Zucker, also Saccharose. Denn Stärke zeigt in Tierstudien nahezu keine kariogene Wirkung. Natürlich gehört auch hier zur Wahrheit: </span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Gerne Xylit, gerne Hydroxyapatit (/ggf. Fluorid) </span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Zahnseide + Ultraschallzahnbürste </span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Systemische Gesundheit (inkl. NEM) + prof. Zahnreinigung </span></li>
</ul>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">100 g Zucker pro Tag heißt&#8230; </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Umgekehrt rechnet einem die KI ja mathematisch höchst diffizil vor, wie viele Läsionen man bei unserem Zuckerkonsum in Deutschland (100 g pro Tag) erwarten kann – <strong>im Schnitt eine neue Karies pro 3 Jahre</strong>.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Gehen wir mal davon aus, dass hauptsächlich die Seitenzähne betroffen sind – wie beim Menschen üblich –, dauert es statistisch betrachtet nahezu 50 Jahre bis zum neuen Gebiss. Zufälle gibt&#8217;s! </span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Das geht auch andersrum: Für uns Eltern besonders spannend, das berühmte <em>Hopewood-House-Experiment</em> (Australien, 1940–60er), wo Heimkinder sich jahrelang nach einem &#8222;Spinner&#8220; (Arzt, Vollwertkost mit wenig Zucker/Weißmehl), einem Dr. Bailey, ernährten mussten.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Und Karies nahezu ausgerottet war. </strong>Leider gab&#8217;s dafür andere Mangelerkrankungen. Insofern höchstens deshalb spannend, weil es motivieren könnte, den Kindern halt doch keine Quetschies reinzudrücken. </span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Wir erinnern uns an der Stelle natürlich auch gerne an Weston Price und seine Beobachtung, dass es in Naturvölkern nahezu keine Karies gibt. Gut, an der Stelle hört sowieso keiner mehr zu. </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Du musst schon wissen, was du willst </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Beenden wir den Vortrag. <strong>Es ist doch keine Frage des Wissens</strong> – wieder einmal. Man muss doch nur mal zuhören und – viel wichtiger – halt mal machen. Sich Mühe geben, dabei bleiben. Ziele visualisieren und seine Motivation finden. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dann wird&#8217;s auch was mit dem Rasen &#8230; und dem eigenen Gebiss mit 65. </span></p>
<figure id="attachment_324680" aria-describedby="caption-attachment-324680" style="width: 394px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324680 " title="zucker verzicht" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/zucker-verzicht.png" alt="zucker verzicht" width="394" height="372" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/zucker-verzicht.png 1018w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/zucker-verzicht-300x283.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/zucker-verzicht-768x724.png 768w" sizes="auto, (max-width: 394px) 100vw, 394px" /><figcaption id="caption-attachment-324680" class="wp-caption-text"><em><strong><span style="font-family: proxima-nova;">Du musst schon genau wissen, was du (nicht) willst im Leben</span></strong></em></figcaption></figure><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/was-hat-gruenes-gras-mit-karies-zu-tun/">Was hat grünes Gras mit Karies zu tun?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Abnehm-Medikamente funktionieren nicht</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/abnehm-medikamente-funktionieren-nicht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Aug 2025 08:07:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Abnehmspritzen und Co. sind die Zukunft. Man sieht jetzt schon peinliche Werbungen, Tenor, &#8222;Hau dir die Spritze rein und morgen läufst du Marathon&#8220;. Wer bist du?   Neulich habe ich wieder so ein Ozempic-Gesicht irgendwo [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/abnehm-medikamente-funktionieren-nicht/">Abnehm-Medikamente funktionieren nicht</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Abnehmspritzen und Co. sind die Zukunft. Man sieht jetzt schon peinliche Werbungen, Tenor, &#8222;Hau dir die Spritze rein und morgen läufst du Marathon&#8220;.</p>
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Wer bist du?  </span></h1>
<p>Neulich habe ich wieder so ein <a href="https://genetisches-maximum.de/kontroverses/zombies-auf-den-strassen/">Ozempic-Gesicht</a> irgendwo gesehen. Das Problem ist nicht, dass die Leute mit der Abnehmspritze Gewicht verlieren – das Problem ist, dass die danach andere Menschen sind.</p>
<p>Und das liegt nicht daran, dass die halt vorher so fett waren. Das liegt &#8222;in der Natur der Sache&#8220;. Wenn wir nämlich <em>natürlich </em>– sagen wir der einfachheit halber mal: gesund<em> –</em> abnehmen, sind wir bestenfalls das Körperfett los und haben wenig an Magermasse eingebüßt. Die Leute sehen wie eine verbesserte Variante ihrer selbst aus.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Wohlgemerkt: Als Übergewichtiger hat man häufig auch zu viel Magermasse. Die darf schon ein bisschen mit schrumpfen! Ein bisschen halt.</p>
<p>Dann gibt es die Leute, die man aus den Dokus kennt. KZ und Minnesota Starvation Experiment &#8230; und so weiter. Das ist <em>ungesund</em>. Und dann gibt es neuerdings noch eine weitere Variante. <strong>Nämlich der Gewichtsverlust durch Abnehmspritzen.</strong></p>
<p>Hier tricksen wir den Körper gekonnt aus, der weiß eigentlich gar nix von seinem Glück. Genau so verliert er dann auch Gewicht, Stand der Dinge ist nämlich:</p>
<ul>
<li>Abnehmspritze macht einen riesigen Verlust an Magermasse (<a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2025/07/250730030400.htm">Q</a>)</li>
<li>Nach Absetzen kommt das Gewicht wieder zurück (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12155999/">Q</a>)</li>
</ul>
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">I got 99 problems </span></h1>
<p>Das Problem ist, dass man das das Problem nicht an der Wurzel packt. Da gab es neulich eine ähnliche Studie, die zeigte, dass Asthmamedikamente zwar erst mal die Symptome hemmen, das Ursprungsproblem – ein hyperaktives Immunsystem – aber verschlimmern können (<a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2025/06/250627095032.htm">Q</a>).</p>
<p style="padding-left: 40px;">Verstanden? Der Körper ist nicht so dumm, wie wir denken. Du kannst nicht irgendwelche Signalwege ausschalten und dann so weiter machen wie bisher. Der Körper baut sich einfach Umgehungsstraßen, für ihn hat sich ja sonst nichts verändert.</p>
<p>Übergewicht kann viele Ursachen haben:</p>
<ul>
<li><strong>Neuronal:</strong> Leptin (&#8222;Satthormon&#8220;) wirkt nicht richtig. <strong>Oder:</strong> Unser Belohnungssystem im Gehirn ist entgleist. <strong>Oder:</strong> Das Nährstoffsensing läuft schlechter als beim Nachbarn, heißt wir haben Genvarianten, die dafür sorgen, dass Fettkalorien einfach an uns vorbeilaufen, gar nicht vom Hirn registriert werden (<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0022227520413720">Q</a>).</li>
<li><strong>Fettgeweblich: </strong>Es gibt Menschen, deren Fettgewebe akzeptiert Fette einfach nicht (<em>Lipodystrophie</em>). Natürlich gibt es folglich auch Menschen, deren Fettgewebe sich vollsaugt wie ein Schwamm – und schlechter Fett mobilisiert.</li>
<li><strong>Systemisch:</strong> Manche Menschen bekommen nach dem Essen einen Bewegungsdrang, verbrennen alles wieder. Andere speichern halt erst mal.</li>
<li><strong>Mitochondrial: </strong>Manche Menschen haben fitte Mitochondrien, andere ein bisschen lahmarschige. Manche Mitochondrien werden schneller krank als andere. Folglich saugt der Muskel bei den einen die Nährstoffe rein, bei den anderen Menschen nicht.</li>
</ul>
<p>Und so weiter und so fort. Was ich damit sagen will: Man muss schon ganz schön vermessen – geldgeil und/oder blauäuig – sein, um ernsthaft zu glauben, man könnte Übergewicht allgemein (!) mit einem Medikament stoppen oder gar umkehren, das genau einen Signalweg anspricht.</p>
<p>Junge, Übergewicht kann dreihunderttausend verschiedene Ursachen haben. Du wirst doch verrückt und doof, wenn du es *so* besiegen willst.</p>
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Nothing in Biology Makes Sense Except&#8230; </span></h1>
<p>Ich spreche ja immer viel mit auch ziemlich klugen Menschen. Stelle dabei aber immer wieder fest, dass sie Biologie nicht auf dem Schirm haben – sie also gar nicht wissen, von wem oder was sie überhaupt regiert und gesteuert werden. Verrückt!</p>
<p>Gesundes Abnehmen kannst du nicht durch Kalorienzählen oder eine Spritze steuern. Das muss mehr oder weniger von alleine gehen. An der Stelle darf man sich immer wieder vor Augen führen:</p>
<ol>
<li>Bei Naturvölkern gibt es nahezu kein Übergewicht.</li>
<li>Bis vor wenigen Jahrzehnten – also gleiche Genetik wie du – gab es auch hierzulande kaum Übergewicht.</li>
</ol>
<p>Und das liegt und lag nicht an Hungersnöten, wobei die uns immerhin signalisieren würden, dass deine Ben-&amp;-Jerry&#8217;s-Sucht einfach lächerlich ist. Zwei Monate im Busch und du wärst &#8222;geheilt&#8220;.</p>
<p>Was machen die anders?</p>
<ol>
<li><strong>Trinken Wasser. Kein Kaffee, kein Tee, nix, einfach Wasser.</strong></li>
<li><strong>Essen Essen. Stell&#8217;s dir vor. Die essen das, was sie finden oder einfach herstellen können.</strong></li>
</ol>
<p>Die haben kein Aldi, sind also nicht so verwirrt wie du. Deren Körper folglich auch nicht.</p>
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Notfalls in den Dschungel </span></h1>
<p>Nein, ich bin kein Spiel- oder Spaßverderber. Aber an ehrlicher Arbeit kommen wir halt nicht vorbei. Auch dann, wenn wir glauben, nur ein Medikament könnte uns retten. Wann wachen die Leute endlich auf?</p>
<p>Wir machen uns abhängig von Medikamenten.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/abnehm-medikamente-funktionieren-nicht/">Abnehm-Medikamente funktionieren nicht</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Gesund ungesund – und umgekehrt?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jun 2025 13:07:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Ketogen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
		<category><![CDATA[Low Carb]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzenstoffe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Ernährungswissenschaft ist es des Öfteren so, dass plötzlich eine Erkenntnis um die Ecke kommt, die alles auf den Kopf stellt. Mit der Folge, dass man sich selbst erst mal an den Kopf fassen [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/gesund-ungesund-und-umgekehrt/">Gesund ungesund – und umgekehrt?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Ernährungswissenschaft ist es des Öfteren so, dass plötzlich eine Erkenntnis um die Ecke kommt, die alles auf den Kopf stellt. Mit der Folge, dass man sich selbst erst mal an den Kopf fassen muss. Oder mit den Fingern an die Nasenwurzel *miternstermiene*.</p>
<p>Ernährungswissenschaft und die Biochemie dahinter ist nix für Anfänger. Man muss schon mit allen Wassern gewaschen sein. Wenn sich jemand seit drei Jahren mit Ernährung befasst und jetzt &#8222;Medfluencer&#8220; oder sonstiger Influencer ist, weiß man immer schon, dass man Premium bestellt aber nur Müll bekommt.</p>
<p>Denen fehlt es an Erfahrung – an vielleicht Jahrzehnten der Forschung in dem Bereich (<a href="https://genetisches-maximum.de/motivation/dunning-kruger-experten-talkshow/">Dunning-Kruger-Effekt!</a>). Wer sich also immer wundert, warum das Internet, speziell Social Media, so wild und ein einziger Info-Dschungel geworden ist, wo der Konsument nicht mehr weiß, wo oben und unten ist &#8230; der versteht das jetzt.</p>
<h2>Wenn gesundes Essen ungesund wird</h2>
<p>Soeben ist eine <a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2025/05/250521131630.htm">interessante Studie</a> erschienen. Eine Perle, die man erkennen muss. Eine Studie, die eher unter dem Radar laufen wird.  Der Artikel, der über die Studie berichtet, hat eine vielsagende Überschrift:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Der Ernährungsfehler in einer Krebstherapie </strong></p>
<p>Da werde ich immer hellhörig. Schließlich ist niemand perfekt und es könnte einen selbst treffen. Dann ist es gut, man hat den einen oder anderen Joker in der Hinterhand, nicht wahr? Könnte das etwa so einer sein?</p>
<p>Jedenfalls haben Forscher bestimmte Klassen der Krebsmedikanente untersucht, die sogenannten PI3K-Inhibitoren. Chris Michalk-Leser wissen ja seit 2014 (Handbuch), dass PI3K ein Zellschalter im anabolen Signalweg ist. <strong>Mehr PI3K, mehr Wachstum.</strong> Schlecht bei Krebs! Daher will man das hemmen.</p>
<p>So weit, so gut. Und dann kommt erstmal die Sensation:</p>
<blockquote><p>Das Labor von Rabinowitz und andere haben gezeigt, dass ketogene Diäten die Reaktion auf Krebsmedikamente in präklinischen Mausmodellen dramatisch verbessern.</p></blockquote>
<p>Dramatisch verbessern. Wie Musik in meinen Ohren. Jetzt aber der klassische Trugschluss, etwas, was die allermeisten Menschen an der Stelle übersehen würden. Die Forscher nicht. Aufgepasst:</p>
<blockquote><p>Bei der Untersuchung dieses unerwarteten Ergebnisses stellten sie fest, dass die Verstärkung der Reaktion auf PI3K-Inhibitoren durch die Keto-Diät wenig mit Kohlenhydraten, Fett, Blutzucker oder Insulin zu tun hat.</p></blockquote>
<p>Ich höre Louis de Funès in meinen Ohren (du weißt schon&#8230;).</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-324568 size-full" title="Blogtitelbilder 6" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Blogtitelbilder-6.png" alt="Blogtitelbilder 6" width="389" height="225" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Blogtitelbilder-6.png 389w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Blogtitelbilder-6-300x174.png 300w" sizes="auto, (max-width: 389px) 100vw, 389px" /></p>
<h2>Aber mit was hatte es dann zu tun?</h2>
<p>Unerwarteterweise lag es <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> an den tollen Effekten der Keto, sondern an den <strong>in diesem Kontext unerwünschten Effekten der sogenannten Standard Chow</strong>, also der Standardernährung der Tiere. Wenn es sich nicht um eine speziell aufgereinigte Ernährung handelt (<em>purified</em>), dann ist die Ernährung der Tiere ziemlich komplex, man möchte sagen, gesund.</p>
<p>Sie besteht unter anderem aus einer komplexen Pflanzenmatrix, die Mais, Haferflocken, Weizenkleie, Sojabohnenmehl enthält, und tierischen Bestandteilen wie Fischmehl, Molke, etwas Schweinefett und anderes.</p>
<p>Hier kickt wieder die Erfahrung: Stoffe in der Nahrung sind keine Begleitsubstanzen, die man isst oder nicht.<strong> Die wirken, stell dir vor!</strong> Wenn du jeden Tag drei Tassen Kaffee trinkst, haust du dir halt ziemlich hochdosiert 1500 Pflanzenstoffe rein. Das wirkt – irgendwie, meistens zu deinem Nachteil. Simple as that.</p>
<p>Exakt das passierte in dem Versuch: Die Forscher fanden heraus, dass die <strong>Pflanzenstoffe aus Soja</strong> im Darm zu anderen potenten Metaboliten umgewandelt werden, die <strong>die Entgiftung der Leber <span style="text-decoration: underline;">steigern</span></strong>. Eigentlich gut – im Kontext der Chemo natürlich nicht. Denn dann wirkt die Chemo einfach schlechter.</p>
<blockquote><p>Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass einige pflanzliche Ernährungsformen durch ihre Wechselwirkungen mit den Darmmikroben die Exposition gegenüber Krebsmedikamenten verringern können, indem sie die körpereigenen Systeme zur Beseitigung von Medikamenten ankurbeln.</p></blockquote>
<p>Der Witz an der Sache dürfte sein, dass die gleiche Ernährung das Krebsrisiko der Tiere vermutlich generell senkt, da die verbesserte Entgiftung ja auch krebserregende Stoffe besser entsorgen würde. Ergo: <strong>Wenn gesundes Essen &#8222;ungesund&#8220; wird. </strong></p>
<h2>Wenn karnivore Ernährung wirkt&#8230;</h2>
<p>&#8230; dann vielleicht ziemlich oft als &#8222;Therapie&#8220;, weil die Menschen schon krank sind. Heißt also nicht, dass sie wegen einer nicht-karnivore Ernährung krank wurden und es heißt auch nicht, dass eine karnivore Ernährung per se dauerhaft gesund hält.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Karnivore Ernährung ist hier nur ein Platzhalter, da es thematisch gut zu Keto und einer aufgereinigten Ernährung ohne Pflanzenstoffe passt.</p>
<p>Fakt ist, man muss schon etwas Hirnschmalz in die eigene Ernährungsplanung stecken. Diese Alles-oder-nichts-Menschen, wie man sie heutzutage in den sozialen Medien in einem unfassbaren Ausmaß erlebt, können einem leid tun – weil man erkennt, wie fest sie davon überzeugt sind, dass sie die eine Ernährungs-Wunderpille entdeckt haben.</p>
<p><strong>Dabei geht es für alle von uns um einen maßgeschneiderten Anzug.</strong> Durch dieses Nadelöhr muss jeder gehen. Da hilft leider kein Konzept von außen. Ich habe das Gefühl, in den vergangenen zehn Jahren haben wir hier keine Fort- sondern große Rückschritte gemacht. Heute ist&#8217;s schlimmer als 2008.</p>
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		<title>Fleisch essen ist menschlich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 May 2025 12:16:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Energiehaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Paleo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Überschrift klingt philosophisch, nicht wahr? Sie triggert vielleicht auch ein bisschen. Des bedarf&#8217;s! Wer wagt es denn heute noch, zu sagen, dass Fleisch essen menschlich ist – oder gar Menschen macht, gemacht hat! Ich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Überschrift klingt philosophisch, nicht wahr? Sie triggert vielleicht auch ein bisschen. Des bedarf&#8217;s!</p>
<p>Wer wagt es denn heute noch, zu sagen, dass Fleisch essen <em>menschlich</em> ist – oder gar Menschen macht, gemacht hat! Ich zum Beispiel. Und natürlich die vielen Karnivoren, die es heutzutage gibt. Ich muss gestehen, dass ich mich damit nicht sonderlich identifizieren kann (ich bin Typ<a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/rotes-fleisch-ein-zweischneidiges-schwert/"><em> fakultativer Karnivore</em></a> ;-), aber immerhin gibt es den starken Gegenpol zu den Veganern.</p>
<h2>Der Mensch und das Fleisch</h2>
<p>Und nun kommen wir auch schon zum heutigen Thema. <a href="http://10.1016/j.xgen.2025.100855">Eine Studie</a>, veröffentlicht im äußerst renommierten Fachmagazin <em>Cell Genomics. </em>Doch bevor wir uns der Studie widmen, ein Wort noch zu unserer menschlichen Vergangenheit.</p>
<p>Wir erinnern uns: Die Gattung Homo, zu der auch wir als Homo sapiens gehören, entwickelte sich vor 2-3 Mio. Jahren. Davor nannte man die Primaten <em>Australopithecus</em>. Die Entstehung der Gattung Homo fällt eng zusammen mit einem gesteigerten Konsum tierischer Produkte. Und der Fleischkonsum wird in den folgenden Jahrmillionen eine tragende Rolle bei der Entwicklung aller Arten innerhalb dieser Gattung spielen.</p>
<p>Morphologisch:</p>
<ul>
<li>Das Gehirn wuchs erheblich, verdreifachte sein Volumen</li>
<li>Wir laufen auf zwei Beinen (Ausdauernde Läufe zur Jagd!)</li>
<li>Wir leben länger</li>
<li>Der Darm verkürzte sich insgesamt, der Dickdarm (Ballaststoffverdauung) im Besonderen</li>
<li>Wir bekamen grazilere, aber schärfere Zähne</li>
</ul>
<p>Sage übrigens nicht (nur) ich, das ist wissenschaftlicher Konsens, daher steht es so in der Arbeit. Doch ein weiteres Rätsel konnte bisher nicht gelöst werden. Im Vergleich zu unseren engsten Verwandten, den Menschenaffen (Schimpansen, Bonobons, Orang-Utans), sind wir größer und haben einen pro Einheit Körpermasse erheblich höheren Energieumsatz.</p>
<h2>Genetisch adaptiert an Fleischkonsum</h2>
<p>Wie kommt&#8217;s? Was hat das zu bedeuten? Genau das war Thema der aktuellen Studie. Und die findet doch glatt Beweise dafür, dass es eine enge Korrelation zwischen Körpergröße und Energieumsatz bei Menschenaffen (inkl. Menschen) gibt. Die Pointe kommt jetzt, und sie liest sich so:</p>
<blockquote><p>Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Auftreten der Genvariante (rs34590044-A) die Anpassung an eine fleischreiche Ernährung bei anatomisch modernen Menschen erleichtert haben könnte, mit einer erhöhten Körpergröße und einem höheren Grundumsatz als Folge dieser Ernährungsumstellung.</p></blockquote>
<p>Die Forscher identifizieren in der Studie also eine Genvariante (die ich im Übrigen selbst trage, natürlich), die die Körperlänge begünstigt und den Energiestoffwechsel ankurbelt, wenn eine bestimmte Aminosäure, Threonin, die reich und gut verfügbar im Fleisch vorkommt, in höheren Mengen zugeführt wird.</p>
<p>Soll heißen:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Fleisch sorgte dafür, dass der Mensch größer und fitter wurde. </strong></p>
<p>Denn: Durch die Genvariante läuft der Energiestoffwechsel sauberer und die &#8222;Verlustrate&#8220;, die in Form toxischer Metabolite in der Zelle anfallen und schädlich wirken, ist geringer. <strong>Das sorgt für mehr Energiespielraum – zum Beispiel für mehr Längenwachstum</strong> ;-)</p>
<blockquote><p>&#8222;Die Umstellung der Ernährung von einer vorwiegend pflanzlichen Kost auf einen erhöhten Fleischkonsum stellt einen wichtigen Meilenstein in der menschlichen Evolution dar“, so die Mitautoren Jin Li und He Huang von der Fudan-Universität.</p>
<p>&#8222;Frühere Studien haben gezeigt, dass diese Umstellung viele Merkmale und Phänotypen beim anatomisch modernen Menschen beeinflusst hat. Es ist daher nicht überraschend, dass auch die Körpergröße davon betroffen war.&#8220;</p></blockquote>
<h2>Fleisch ist Fleisch</h2>
<p>Das, was die Studie hier nahelegt ist, dass wir als Menschen seit einigen Hunderttausend Jahren spezifische genetische Adaptationen an den Fleischkonsum haben. Der Mensch isst also nicht zur Spaß an der Freude Fleisch – sondern weil seine Physiologie daran adaptiert ist.</p>
<p>Wer kein Fleisch isst, sollte bedenken, dass er kein Herbivore ist, also keine spezifischen Anpassungen an einen extensiven Pflanzenkonsum zeigt. In dieser Position müssen wir dann dafür sorgen, den Fleischkonsum sinnvoll zu ersetzen. Das gelingt heute, meines Erachtens, bei weitem nicht.</p>
<p>Da muss ich beispielsweise daran denken, dass Fleischersatz-Produzenten vor einigen Jahren herausgefunden haben, dass es für den echten Fleischgeschmack mindestens Hämeisen braucht. Hämeisen – das von vielen Veganern verantwortlich für alle möglichen Erkrankungen gemacht wird.</p>
<p>Verstanden? Fleisch ist Fleisch&#8230; Wer Fleisch so weit nachbaut, dass es wie Fleisch schmeckt, hat irgendwann Fleisch. Wer dies nicht tut oder nicht tun will, muss sich mit Kirchererbsen und dergleichen begnügen. Und das wird gesundheitlich schwierig.</p>
<p>PS: Apropos Hirnvolumen&#8230; Das hat sich in nur wenigen Millionen Jahren verdreifacht. Leider, leider zeigt sich in den vergangenen Jahrtausenden ein dramatischer Rückgang, &#8222;50 x schneller als das Wachstum zuvor&#8220;. Vielleicht landen wir irgendwann ja doch wieder auf den Bäumen. (Vgl. <a href="https://www.frontiersin.org/journals/ecology-and-evolution/articles/10.3389/fevo.2021.742639/full">Q</a>)</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/fleisch-essen-ist-menschlich/">Fleisch essen ist menschlich</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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