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	<title>Unkategorisiert - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
	<lastBuildDate>Tue, 21 Jul 2020 13:13:43 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Unkategorisiert - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<item>
		<title>Quarks-Nachtrag: Glaub&#8216; nichts!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2020 09:02:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Früher schon, wenn ein Trainer, ein Lehrer oder eine sonstige &#8222;Obrigkeit&#8220; mir Mist erzählt hat, musste ich was dazu sagen. Meistens hieß es dann: Du denkst zu viel. Widersprich mir nicht. Mach einfach. &#8230; oder [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/unkategorisiert/quarks-nachtrag-glaub-nichts/">Quarks-Nachtrag: Glaub‘ nichts!</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Früher schon, wenn ein Trainer, ein Lehrer oder eine sonstige &#8222;Obrigkeit&#8220; mir Mist erzählt hat, musste ich was dazu sagen. Meistens hieß es dann:</p>
<ul>
<li>Du denkst zu viel.</li>
<li>Widersprich mir nicht.</li>
<li>Mach einfach.</li>
</ul>
<p>&#8230; oder so ähnlich. Einem kleinen oder jungen Menschen kann man sicher noch Mist erzählen, der hat eh den Schnabel zu halten – und meistens noch kein ausgeprägtes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.</p>
<h2>Glaub&#8216; nix! Denk&#8216; selbst!</h2>
<p>Später dann lernte ich aber zunehmend, dass ich mit dem, was ich fühle und denke, oft ziemlich richtig liege – willst du es genau und vor allem richtig wissen, musst du dich selbst damit befassen. Macht man das aber mal, wird man vielleicht erschrecken: Das meiste, von dem, was man sich so erzählt, und auch, was häufig als Tatsache zelebriert wird, stimmt einfach nicht. <strong>Es. stimmt. einfach. nicht. </strong></p>
<p>Das heißt zwar nicht, dass es nur falsch oder totaler Blödsinn ist. <strong>Es heißt aber, dass man jeden Stein selbst umdrehen muss, wenn man es genau und vor allem richtig wissen will.</strong> Wer ankommen will, muss selbst denken, und vor allem <em>erfahren</em>. An dieser Stelle trennt sich leider oft die Spreu vom Weizen:</p>
<ul>
<li>Nicht jeder ist mit Blick auf die eigenen Fähigkeiten in der Lage, &#8222;alles zu überprüfen&#8220;. Ich muss in vielen Bereichen auch &#8222;outsourcen&#8220; und mich auf Kompetenzen anderer Menschen verlassen – die kann ich mir dann aber immerhin selbst aussuchen.</li>
<li>Leute denken oft in Extremen: Wenn das eine nicht ganz richtig ist, ist es nicht gleich komplett falsch. Nur, weil man nicht jeden Knochen unserer Vorgängerarten findet, bedeutet das nicht, dass die Evolutionstheorie Schwachsinn ist und ich an jede Verschwörungstheorie glauben muss. (Eine Wissenschaftstheorie ist sowieso was ganz anderes als eine selbst aufgestellte &#8222;Theorie&#8220; zu Dingen.)</li>
</ul>
<h2>edubily vertickt NEM</h2>
<p>Warum dieses Thema heute?</p>
<p>Wie der eine oder andere vielleicht mitbekommen hat, gab es <a href="https://genetisches-maximum.de/nahrungsergaenzung/quarks-darum-koennen-nem-dir-schaden-gegendarstellung/">von uns eine Kritik zu einem Beitrag vom Wissenschaftsmagazin Quarks</a>. Natürlich haben wir nicht wirklich eine Reaktion erwartet. Das Social-Media-Team von Quarks kommentierte allerdings überall fleißig. Nur, wenn unsere Leser nach einer Quarks-Stellungnahme zu unserem Beitrag fragten, kam gar nix. Jedenfalls eine Zeit lang.</p>
<p>Und dann kam dieser Kommentar:</p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-230957 aligncenter" title="quarks kommentar" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/edubily-verticket-nem-1024x219.jpg" alt="edubily verticket nem" width="458" height="98" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/edubily-verticket-nem-1024x219.jpg 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/edubily-verticket-nem-500x107.jpg 500w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/edubily-verticket-nem-700x149.jpg 700w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/edubily-verticket-nem-64x14.jpg 64w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/edubily-verticket-nem-300x64.jpg 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/edubily-verticket-nem-768x164.jpg 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/edubily-verticket-nem.jpg 1124w" sizes="(max-width: 458px) 100vw, 458px" /></p>
<p>&#8222;Edubliy vertickt selbst NME.&#8220;</p>
<p>Wer unsere Instagram-Story verfolgt – die Beiträge zu Quarks sind oben in den Highlights abgespeichert – wird wissen, dass wir die Weltanschauung der Social-Media-Beauftragten von Quarks dargelegt haben.</p>
<p>Hier sieht man schon sehr gut, in welche Richtung das geht: &#8222;Wir sprechen nicht mit edubily, weil sie befangen sind.&#8220; Stichwort Interessenskonflikte und so weiter. Das ist ein <em>Argumentum ad hominem</em>. Oder anders ausgedrückt: Man hat keinen Bock auf einen ordentlichen Diskurs, also würgt man es auf diese Weise einfach ab.</p>
<h2>Die Argumentationsstruktur von Quarks</h2>
<p>An anderer Stelle haben wir dann noch ein bisschen kommentiert, und dann kam es zu dieser Aussage:</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-230910 aligncenter" title="quarks kommentar 2" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/quarks-kommentar-2-1024x798.jpg" alt="quarks kommentar 2" width="424" height="330" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/quarks-kommentar-2-1024x798.jpg 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/quarks-kommentar-2-500x390.jpg 500w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/quarks-kommentar-2-700x546.jpg 700w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/quarks-kommentar-2-64x50.jpg 64w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/quarks-kommentar-2-300x234.jpg 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/quarks-kommentar-2-768x599.jpg 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/quarks-kommentar-2.jpg 1125w" sizes="(max-width: 424px) 100vw, 424px" /></p>
<p>Spätestens jetzt wird die Argumentationsstruktur vom Quarks-Team klar:</p>
<ul>
<li>Wir recherchieren nicht, wir reflektieren nicht, wir differenzieren nicht, sprich <strong>wir denken nicht selbst</strong>, wir referenzieren bzw. zitieren lediglich &#8222;Fachgesellschaften und Experten&#8220; und verkaufen dies dann als einzig gültige Tatsache.</li>
<li>Jemand, der dieser Darstellung widerspricht oder anderer Meinung ist, &#8222;<strong>maßt es sich an</strong>, es besser zu wissen&#8220;.</li>
<li>Neben der Tatsache also, dass man offensichtlich nur selbst ausgewählte Experten für kompetent genug hält, <strong>obwohl man selbst maximal inkompetent ist</strong>, diskreditiert man die Fähigkeiten von anderen gleich mit.</li>
<li>Und, wenn man es genau nimmt: 4 der 5 von Quarks aufgestellten Thesen lassen sich auch mit dem RKI nicht belegen – das war also komplett an den Haaren herbeigezogen <a href="https://genetisches-maximum.de/nahrungsergaenzung/nahrungsergaenzung-besser-regulieren-antrag-die-gruenen/">und bei den Grünen abgeschrieben</a>.</li>
</ul>
<p>Heißt: Wir nutzen als Argumentationsgrundlage nur ein <em>Argumentum ad verecundiam, </em>also ein Autoritätsargument. Und dann wieder das übliche Geschwätz mit der vermeintlich nicht vorhanden Objektivität, weil wir NEM-Anbieter sind.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Genau genommen nutzt Quarks noch einige Scheinargumente mehr, etwa ein <em>Argumentum ad nauseam</em>, weil sie ihre Kernbotschaft &#8222;Niemand braucht NEM&#8220;, auf viele verschiedene Weisen immer wieder zum Ausdruck bringen, aber keinen Millimeter von ihrer undifferenzierten Position abweichen wollen.</p>
<p>Auf dieser Grundlage soll man erwachsen diskutieren? Auf dieser Grundlage will man wirklich offen und transparent – hier im Beispiel – über die Sinnhaftigkeit von NEM diskutieren?</p>
<h2>Die gleiche Argumentationsstruktur findet sich aktuell häufiger</h2>
<p>Der springende Punkt ist, dass heutzutage wirklich jeder irgendwas zu erzählen hat, und wirklich jeder meint, er kann immer und überall irgendwas kommentieren – sobald er im Stande ist, die Worte von selbst ausgewählten &#8222;Experten&#8220; nachzubeten.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Übrigens, allgemein gilt: Der Kompetenzbereich von Gebietskoryphäen ist häufig äußerst schmal. Nur, weil jemand ein absolutes Biochemie-Genie mit Blick auf die Erforschung von Redoxprozessen in Teilbereichen von Mitochondrien ist, heißt es nicht, dass er zeitgleich auch Experte in anderen Themen der Zellbiologie ist – häufig ist genau das Gegenteil der Fall.</p>
<p>Die Leute haben einfach offensichtlich überhaupt keinen Bock und auch überhaupt kein Interesse daran, sich ihre ganz eigene Meinung zu bilden. Sich tief einzulesen. Kritisch zu bleiben. Nicht sofort jedem Universitätsprofessor – die leider Gottes viel Müll erzählen, wenn der Tag lang ist – zu glauben.</p>
<p>Und so geht das mittlerweile den ganzen Tag, in sämtlichen TV-Shows, und sogar im ganz großen Stil in der &#8222;Coronakrise&#8220;. Die meisten Menschen haben &#8222;von der anderen Seite der Wahrheit&#8220; gar nix mitbekommen, weil die vermeintliche Wahrheit mantraartig genau in diesem, oben abgebildeten Stil heruntergebetet wurde.</p>
<h2>Nicht aufhören zu denken – nochmal fragen!</h2>
<p>Was Quarks augenscheinlich nicht weiß: Das RKI ist genau <em>eine</em> Fachgesellschaft, <em>eine</em> Institution. Und diese Institution vertritt eine Meinung, natürlich möglichst auf Grundlage von Daten. Entsprechend sehen die Empfehlungen vom RKI aus – in etwa: <strong>Keiner braucht Vitamin-D-NEM.</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;">Und das, obwohl das RKI selbst <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4499202/">in einer großen Studie aus dem Jahr 2015 gezeigt hat</a>, dass ca. die Hälfte der Deutschen nicht mal im Sommer normale Vitamin-D-Werte erreicht – wir sprechen von 20 ng/ml, nicht mal von den von vielen &#8222;Fachgesellschaften&#8220; geforderten 30 ng/ml.</p>
<p>Was Quarks auch ignoriert: Es gibt eine Vielzahl von Fachgesellschaften in Deutschland, und nicht nur da. Man braucht nur mal über die Landesgrenzen zu blicken. Dann sieht man, dass andere Fachgesellschaften auf Grundlage offensichtlich ähnlicher Daten zu ganz anderen Schlüssen kommen.</p>
<p>Dazu muss man sich nur mal <a href="https://www.klartext-nahrungsergaenzung.de/sites/default/files/2019-12/Hoechstmengen_Europa_Dez2019.pdf">die gesetzlich erlaubten Höchstmengen von Vitaminen und Co. in anderen EU-Ländern</a> angucken. Wie zur Hölle können andere EU-Länder es sich erlauben und so hohe Vitaminmengen zulassen? Man erinnere sich kurz an die neuen <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-calcitriol-polymorphismus-empfehlung/">Empfehlungen in Polen zur Vitamin-D-Ergänzung</a>:</p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-230947 aligncenter" title="vitamin d empfehlungen polen" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/vitamin-d-empfehlungen-polen-1024x435.png" alt="vitamin d empfehlungen polen" width="690" height="293" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/vitamin-d-empfehlungen-polen-1024x435.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/vitamin-d-empfehlungen-polen-500x212.png 500w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/vitamin-d-empfehlungen-polen-700x297.png 700w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/vitamin-d-empfehlungen-polen-64x27.png 64w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/vitamin-d-empfehlungen-polen-300x127.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/vitamin-d-empfehlungen-polen-768x326.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/vitamin-d-empfehlungen-polen.png 1474w" sizes="(max-width: 690px) 100vw, 690px" /></p>
<p>Also: Autoren <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5990871/">dieser Arbeit </a>war ein Experten-Panel unter Beteiligung der <em>Polnischen Gesellschaft für Kinderendokrinologie und Diabetologie </em>und vielen weiteren Fachgesellschaften (die Liste ist lang). Wie viel Fachkompetenz will man noch haben? Diese Arbeit ist übrigens extrem interessant, <strong>weil die Inhalte im starken Gegensatz zu genau den von Quarks und Co. geäußerten &#8222;Tatsachen&#8220; zu Vitamin D stehen.</strong></p>
<p>Das heißt also: Natürlich kann man einen Standpunkt zu Vitaminen und Co. vertreten, fleißig und selektiv endemische ( :-) ) Fachgesellschaften und Institutionen zitieren. Aber selbst das, was die sagen, ist nicht das Maß der Dinge, nicht der höchst mögliche Standard – ein Blick über die Landesgrenzen hätte genügt.</p>
<h2>Schade um die Diskussionskultur</h2>
<p>Wer uns liest, weiß, dass wir definitiv sehr differenziert mit dem Thema Nahrungsergänzungsmittel umgehen. Nur, weil ich sie verkaufe, würde ich sie keinem aufschwatzen. Im Gegenteil. Oft genug liest man bei uns Kritisches zu diesem Thema. <strong>Was aber einfach nicht sein kann, ist, dass unsere Diskussions- und Debattenkultur in Deutschland qualitativ so extrem verarmt.</strong> Es gibt kaum noch Gehalt. Es ist oft genug nur noch Pump, Populismus und Pauschalisierung.</p>
<p>Selbst, wenn man damit im Grunde etwas Gutes beabsichtigen will, erreicht man auf diese Weise genau das Gegenteil. Damit nämlich provoziert man Verdrossenheit! Genau aus diesem Grund sollte ein Lauterbach nicht rund um die Uhr &#8222;warnen&#8220;. Irgendwann nämlich reagiert keiner mehr drauf, selbst dann, wenn&#8217;s nötig wäre.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/unkategorisiert/quarks-nachtrag-glaub-nichts/">Quarks-Nachtrag: Glaub‘ nichts!</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Quarks: Darum können NEM dir schaden (Eine Kritik)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2020 15:16:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Behauptet wird viel, wenn der Tag lang ist. Im Falle von Quarks haben sich Redakteure – ähnlich der Grünen-Politiker – mal wieder auf eine vermeintlich leichte Beute gestürzt: Die Nahrungsergänzungsmittel. In dem knappen Instagram-Beitrag von [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Behauptet wird viel, wenn der Tag lang ist. Im Falle von <strong><em>Quarks </em></strong>haben sich Redakteure – ähnlich der Grünen-Politiker – mal wieder auf eine vermeintlich leichte Beute gestürzt: Die Nahrungsergänzungsmittel.</p>
<p>In dem knappen <a href="https://www.instagram.com/p/CCkmennKzfs/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Instagram-Beitrag von <strong><em>quarks.de</em></strong></a>, der titelt,</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Darum können Nahrungsergänzungsmittel (NEM) dir schaden,</strong></p>
<p>werden Behauptungen aufgestellt, die zum Teil unwahr und falsch, aber in jedem Fall undifferenziert und pauschalisierend sind. Angelehnt dürfte dieser tendenziöse Beitrag wohl <a href="https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/191/1919135.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">an den aktuellen Antrag der Grünen</a> – <em>Nahrungsergänzungsmittel besser regulieren</em> – sein, den wir <a href="https://genetisches-maximum.de/nahrungsergaenzung/nahrungsergaenzung-besser-regulieren-antrag-die-gruenen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> schon besprochen hatten.</p>
<p>In diesem Artikel wollen wir uns die Aussagen mal genauer ansehen und auf den Prüfstand stellen. Denn der Beitrag ist so ein typisches Beispiel dafür, wie durch mantraartiges Wiederholen von Behauptungen systematisch Wahrheiten geformt werden – und das, obgleich die tatsächliche Sachlage deutlich komplexer und umfangreicher ist.</p>
<h2>Behauptungen und Gegendarstellungen</h2>
<h3>These 1: Kaum jemand braucht NEM.</h3>
<blockquote><p>Für die meisten Menschen sind Nahrungsergänzungsmittel unnötig. In Deutschland ist kaum jemand mit Nährstoffen unterversorgt. Gesunde Menschen mit einer ausgewogenen Ernährung brauchen keine Nahrungsergänzungsmittel.</p></blockquote>
<p>Wichtige Aussage, aber keine Quellenangabe zu finden. Diese Behauptung, dargestellt als Tatsache, liest man häufig. <a href="http://www.vitalstoff-lexikon.de/upload/pdf/Nationale_Verzehrsstudie.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tatsächlich zeigt die <em>Nationale Verzehrsstudie II (NVSII)</em></a><em> – </em>immer noch die wichtigste und meist zitierte Arbeit zu diesem Thema <em>– </em>, dass viele Deutsche eklatante Vitamin- und Mineralstoffdefizite aufweisen. Nur ein paar Beispiele:</p>
<ul>
<li>Bis zu 90 % sind unterversorgt mit Vitamin D,</li>
<li>bis zu 85 % sind unterversorgt mit Folsäure bzw. Folaten,</li>
<li>beim Vitamin B1 und Vitamin C sind es jeweils bis zu 30 %,</li>
<li>jede zweite Frau nimmt zu wenig Eisen zu sich,</li>
<li>die Hälfte der Bevölkerung nimmt zu wenig Calcium auf,</li>
<li>ca. 50 % sind mit Jod mangelversorgt und jeder Dritte schafft nicht die Empfehlung an Magnesium.</li>
</ul>
<p>Zudem: Menschen haben die unterschiedlichsten Lebensstile und Bedürfnisse, die grundverschieden sein können und von vielen Gegebenheiten abhängen:</p>
<ul>
<li>Alter</li>
<li>Geschlecht</li>
<li>Energieumsatz bzw. sportliche Betätigung</li>
<li>Individuelle Ernährungsgewohnheiten (&#8218;Vollwertiger&#8216; Veganismus etc.)</li>
<li>Medikamenteneinnahme (dadurch höherer Bedarf)</li>
<li>Genuss von Alkohol, Zigaretten und Kaffee</li>
<li>Aufnahmestörungen im Darm oder Unverträglichkeiten</li>
<li>usw.</li>
</ul>
<p>Wer ist also dieser ominöse Prototyp des &#8222;gesunden Menschen, der sich ausgewogen ernährt&#8220;?</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Anmerkung:</em> Dass man sich darüber, was eine &#8222;ausgewogene Ernährung&#8220; sein soll, vorzüglich und seitenlang streiten kann, zeigen die vielen, vielen Beiträge im Internet, die nicht nur von Laien, sondern auch von Wissenschaftlern veröffentlicht werden. Es gibt diesbezüglich also keinesfalls Konsens – einmal davon abgesehen, dass eine &#8222;ausgewogene Ernährung&#8220; in der Pfalz ein bisschen anders aussieht als in Italien ;-)</p>
<h3>These 2: Einnahme nur nach Bluttest nötig.</h3>
<blockquote><p>Nur bei einem echten Nährstoff-Mangel sind Zusatzstoffe notwendig. So ein Mangel kann nur mit einem medizinischen Bluttest festgestellt werden.</p></blockquote>
<p>Zumindest die Aussage, dass ein Mangel nur mit einem Bluttest definitiv festgestellt werden kann, ist korrekt. Es muss dennoch bedacht werden, dass das Erfassen eines Mangels, je nach Parameter, ziemlich diffizil sein kann. Und zudem widerspricht dieser Punkt nicht der Gegendarstellung zur These 1, sondern unterstreicht viel mehr den Nutzen von NEM: Die Erfassung der Daten der aktuell noch immer wichtigsten Erhebung zu diesem Thema – die <em>Nationale Verzehrsstudie II</em> – beruht auf Fragebögen bzw. Interviews, <em>nicht</em> auf Blutmessungen.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Übrigens:</em> Dieses Jahr hätte eigentlich die <a href="https://www.gern-studie.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Gesundheits- und Ernährungsstudie in Deutschland</em> (GErn-Studie)</a> starten sollen, unter Zusammenarbeit vom MRI und RKI. Das Studiendesign sieht vor,  dass neben Befragungen zum Ernährungsverhalten von rund 10.000 Personen auch Blut- und Urinproben untersucht werden sollen. Das Coronavirus hat allerdings dafür gesorgt, dass alle Termine vorerst abgesagt wurden.</p>
<p>Für die korrekte Erfassung der tatsächlichen Mangelsituation der Bevölkerung müsste man also breitflächig Blutwertmessungen durchführen – und bis dahin ist die Aussage, &#8222;Niemand braucht zusätzliche Vitamine&#8220;, oder noch drastischer formuliert, &#8222;Zusätzliche Vitamine können schaden&#8220;, nicht bewiesen und nicht haltbar.</p>
<p>Stattdessen spricht die Beweislage für das Gegenteil:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>1. Diskrepanz zwischen gemessenem Mangel und empfohlener Zufuhr.</strong></p>
<p>Beispiel Vitamin D. Lt. NVSII sind bis zu 90 % der Menschen in Deutschland mangelversorgt. <a href="https://www.nature.com/articles/nrendo.2009.178" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Es ist schon seit Jahren bekannt</a>, dass es weit über 1000 I. E. Vitamin D <em>täglich</em> braucht, um überhaupt als adäquat angesehene Vitamin-D-Werte zu erreichen. Die Zufuhr-Empfehlung vom <em>Bundesamt für Risikobewertung</em> liegt aber noch immer bei nur 800 I. E. – die DACH-Region liegt mit ihren Empfehlungen damit weit unter dem europäischen Standard. <a href="https://www.klartext-nahrungsergaenzung.de/sites/default/files/2019-12/Hoechstmengen_Europa_Dez2019.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">In quasi allen anderen EU-Ländern</a> ist min. das Doppelte, vereinzelt sogar quasi das Fünffache erlaubt.</p>
<p>Es gibt also eine enorme Diskrepanz zwischen als adäquat angesehenen Zufuhrempfehlungen und den als adäquat angesehenen Blutwerten, die mit den genannten Zufuhrempfehlungen häufig nicht zu erreichen sind. Und das, obwohl das Robert-Koch-Institut selbst seit Jahren anbringt, dass wir in Deutschland stark mangelversorgt sind mit Vitamin D: <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26162848/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eine RKI-Studie aus dem Jahr 2015 zeigt sogar</a>, dass die Deutschen im Schnitt ganzjährig (!) mangelversorgt sind.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>2. Diskrepanz zwischen Zufuhr und Blutwerten. </strong></p>
<p>Beispiel Zink. In der Nahrung, vor allem in Nüssen, Getreiden, Salaten und Gemüsen, kommen natürliche Hemmstoffe wie Phytinsäure vor. Phytinsäure hemmt die intestinale Aufnahme von zweiwertigen Mineralien, vor allem Eisen und Zink. <a href="https://academic.oup.com/jn/article/138/12/2363/4670164" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berechnungen zufolge</a> kann sich der Bedarf an Zink verzehnfachen, wenn höhere aber noch normale Mengen an Phytinsäure über die Nahrung zugeführt werden.</p>
<p>Daher reicht es tatsächlich nicht aus, in Interviews oder Fragebögen (wie in der NVSII) die Zufuhr zu kalkulieren bzw. zu erfassen. Wenn Aussagen über die richtigen Zufuhrmengen getroffen werden sollen, dann muss dies über Blutwertmessungen getan werden. Aber das aktuelle Vorgehen mit Blick auf das Erfassen des Versorgungsstatus via Interviews und Fragebögen unterschätzt gegenwärtige Mangelsituationen eher noch!</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>3. Was sind adäquate Zufuhrmengen? – Triage-Versorgung der Enzyme </strong></p>
<p>Empfohlene Dosen werden von deutschen Behörden (BfR) im europäischen Vergleich extrem konservativ berechnet – dazu gleich mehr. Arbeiten vom berühmten Biochemiker Prof. Bruce Ames (<a href="https://www.direct-ms.org/wp-content/uploads/2018/01/Ames-micronutri-aging-06.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">1</a>, <a href="https://pdfs.semanticscholar.org/0942/1d06633d0316adba9985e2184d8ff61121be.pdf?_ga=2.94846108.123888056.1594649324-574380049.1594649324" target="_blank" rel="noopener noreferrer">2</a>, <a href="https://www.pnas.org/content/115/43/10836" target="_blank" rel="noopener noreferrer">3</a>, <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2945683/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">4</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21402715/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">5</a>), einst Chef-Toxikologe in den USA, legen jedoch nahe, dass es auf Seiten des Vitamin- und Mineralstoffsbedarfs im Körper eine <em>Triage</em> gibt und Enzymsysteme hierarchisch mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt werden.</p>
<p>Lt. seiner s. g. <em>Triage-Theorie</em> profitieren viele Enzymsysteme, die man gerade für ein langes und gesundes Leben braucht, von höheren Vitamin- und Mineralstoffdosen, da sie erst bei höherer Zufuhr ihre maximale Aktivität zeigen. Wer also immer davor warnt, wir könnten zu viele Vitamine zuführen, vergisst zeitgleich, dass es keinen definierten Maßstab hierfür gibt und das, was wir als „adäquat“ bezeichnen für die optimale Funktion von Enzymen sogar zu wenig sein könnte.</p>
<p>Dies liegt vor allem darin begründet, dass es schwer zu erfassen ist, wann genau man von einem Mangel spricht. Wie dargelegt werden Enzymsysteme hierarchisch mit Vitaminen etc. versorgt, weswegen bei Abfall der Vitamin- und Mineralstoffzufuhr zuerst jene Enzyme schlechter versorgt werden, die nicht für das akute Überleben gebraucht werden. In der Tiermedizin ist das ein <a href="http://ceventura.ucanr.edu/files/294302.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">lange bekannter Zusammenhang</a>, dass bei (relativem) Mangel zunächst die Immunfunktion eingeschränkt ist, dann die maximale Wachstumsgeschwindigkeit des Tieres, die maximale, dann die normale Fertilität, und erst ganz spät zeigen sich echte klinische Symptome.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-230258 aligncenter" title="triage" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/triage.png" alt="triage" width="559" height="324" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/triage.png 471w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/triage-64x37.png 64w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/triage-300x174.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/triage-416x241.png 416w" sizes="auto, (max-width: 559px) 100vw, 559px" /></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>4. Gen-Polymorphismen kollidieren mit Kredo, dass Blutwertmessungen das A und O sind </strong></p>
<p>Zuletzt noch ein wichtiges Argument gegen die Annahme, dass Blutwertmessungen immer sinnvoll sind: In den letzten Jahren wurde ein Wissenschaftsfeld in der Wahrnehmung immer dominanter, die Rede ist von der <em>Nutrigenomik</em>. Jeder Mensch hat einen ganz eigenen Stoffwechsel.</p>
<p>Alle chemischen Prozesse im Körper werden durch Proteine bzw. Enzyme ermöglicht, deren Bauplan von der DNA codiert wird. Dass wir Menschen trotz hoher genetischer Übereinstimmung so unterschiedlich sind, liegt vor allem daran, dass kleinste Veränderungen in unseren Genen dafür sorgen, dass sich Aktivitäten der gebildeten Proteine und Enzyme (deutlich) unterscheiden.</p>
<p>Diese s. g. Gen-Polymorphismen sorgen dafür, dass Menschen ganz unterschiedliche Mikronährstoff-Bedürfnisse haben. Was für den einen Überschuss ist, ist für den anderen Mangel. Solche Polymorphismen wurden in Stoffwechselpfaden von vielen Mikronährstoffen beschrieben, z. B. Vitamin A, Selen, Cholin, Zink, Eisen, Folsäure usw.</p>
<p>Es gibt für die Erfassung vieler Mikronährstoff-Mängel daher keinen definierten &#8222;Gold-Standard&#8220; im Sinne einer überragenden Bedeutung von Blutwertmessungen – im Gegenteil, <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4807640/">bei Zink ist beispielsweise die Rede davon</a>, dass eine &#8222;functional response&#8220; nach der Zinkeinnahme der Gold-Standard ist. Daher geht es bei der Einnahme von NEM ganz oft um das eigene Körpergefühl – auch, wenn das oft nicht gehört werden will.</p>
<h3>These 3: NEM können gefährlich sein – es gibt keine Höchstmengen.</h3>
<blockquote><p>NEM einfach zur Vorsorge zu nehmen kann gefährlich sein. Trotzdem gibt es keine Höchstmengen für die Stoffdosis in Nahrungsergänzungsmittel.</p></blockquote>
<p>Zunächst: Dass es keine Höchstmengen für NEM-Dosen gibt, ist schlicht falsch. <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s00003-017-1140-y" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das <em>Bundesamt für Risikobewertung</em> hat erst 2018 seine Empfehlungen aktualisiert</a>, an die man sich als NEM-Anbieter in Deutschland <em>eigentlich</em> zu halten hat. Ob ein Unternehmen diese Vorgaben auch umsetzt, muss <em>eigentlich</em> von der Lebensmittelüberwachung überprüft werden.</p>
<p>Richtig ist, dass es keine <em>gesetzlichen</em> Vorgaben in der Hinsicht gibt. Mit Blick auf die NEM-Dosen in Deutschland ist das auch überhaupt nicht relevant, denn im europäischen Vergleich – wo quasi alle anderen EU-Länder bereits <em>gesetzliche</em> Höchstmengen haben – schneiden die Empfehlungen vom BfR extrem konservativ ab. Im Klartext: Im europäischen Vergleich wird in Deutschland unter- nicht überdosiert! (<a href="https://www.klartext-nahrungsergaenzung.de/sites/default/files/2019-12/Hoechstmengen_Europa_Dez2019.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eine Vergleichstabelle findet sich hier.</a>)</p>
<p>Die Aussage, dass die vorsorgliche Einnahme von NEM gefährlich sein kann, wird nicht belegt. Ein klassisches, häufig angeführtes Beispiel in diesem Zusammenhang ist Vitamin A. Daher gehen wir kurz auf dieses Beispiel ein: Der Tagesbedarf an Vitamin A beträgt ca. 1 mg. Der Höchstmengenvorschlag für Nahrungsergänzungsmittel vom BfR liegt bei 0,2 mg. In quasi allen anderen EU-Ländern ist min. das 4-fache gesetzlich (!) erlaubt:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-230260 size-large aligncenter" title="Vitamin A im EU Vergleich" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/Vitamin-A-im-EU-Vergleich-1024x77.png" alt="Vitamin A im EU Vergleich" width="980" height="74" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/Vitamin-A-im-EU-Vergleich-1024x77.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/Vitamin-A-im-EU-Vergleich-500x37.png 500w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/Vitamin-A-im-EU-Vergleich-700x52.png 700w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/Vitamin-A-im-EU-Vergleich-64x5.png 64w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/Vitamin-A-im-EU-Vergleich-300x22.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/Vitamin-A-im-EU-Vergleich-768x58.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/Vitamin-A-im-EU-Vergleich-1536x115.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/Vitamin-A-im-EU-Vergleich-2048x154.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px" /></p>
<p>Zudem soll auf der Verpackung ein Warnhinweis angebracht sein, dass Vitamin A in der Schwangerschaft nur in Absprache mit dem Arzt eingenommen werden darf. Hintergrund ist, dass aus Vitamin A ein Hormon im Körper namens Retinsäure entsteht. Bei sehr hohen Dosen über längere Zeiträume wurde hierfür eine Giftigkeit nachgewiesen, die toxisch auf den Fötus wirken kann (s. g. „teratogene Wirkung“).</p>
<p>Als Folge wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass eine zu hohe Vitamin-A-Zufuhr über NEM oder über Nahrungsmittel wie Leber für Schwangere schädlich sein kann. Allerdings wurde unter normalen Umständen nie Intoxikation von Schwangeren durch Vitamin A eindeutig bewiesen. Zudem zeigte sich <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8198828/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in einer vom BfR zitierten Studie</a>, dass die hohen Mengen Vitamin A in Leber so verstoffwechselt werden, dass trotz der hohen Vitamin-A-Mengen keine Gefahr für Schwangere von diesem Lebensmittel ausgeht.</p>
<p>Und zu guter Letzt brauchen gerade Schwangere weitaus mehr Vitamin A, weil es enorm wichtig für eine normale und gesunde Entwicklung des Fötus ist – zeitgleich aber zeigt sich, dass viele Schwangere Vitamin A in nicht ausreichenden Mengen zu sich nehmen. <a href="https://www.bfr.bund.de/cm/350/verwendung_von_vitaminen_in_lebensmitteln.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Daher kam das BfR in seiner Risikobewertung zu Vitamin A</a> sogar zum Schluss, dass Schwangere nur durch den Konsum von Leber adäquat mit Vitamin A versorgt sind:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-230262 aligncenter" title="BfR zu Vitamin A in der Schwangerschaft" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/BfR-zu-Vitamin-A-in-der-Schwangerschaft-1024x330.png" alt="BfR zu Vitamin A in der Schwangerschaft" width="770" height="248" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/BfR-zu-Vitamin-A-in-der-Schwangerschaft-1024x330.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/BfR-zu-Vitamin-A-in-der-Schwangerschaft-500x161.png 500w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/BfR-zu-Vitamin-A-in-der-Schwangerschaft-700x225.png 700w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/BfR-zu-Vitamin-A-in-der-Schwangerschaft-64x21.png 64w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/BfR-zu-Vitamin-A-in-der-Schwangerschaft-300x97.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/BfR-zu-Vitamin-A-in-der-Schwangerschaft-768x247.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2020/07/BfR-zu-Vitamin-A-in-der-Schwangerschaft.png 1242w" sizes="auto, (max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<p>Dieses Beispiel soll verdeutlichen, dass schon die Argumentationsgrundlage in solchen Beiträgen häufig nicht stimmt, weil von vermeintlichen &#8222;Tatsachen&#8220; ausgegangen wird, die eigentlich noch nie eine Tatsache waren. Durch andauerndes Wiederholen von &#8222;Vitamine bzw. Vitamin X können schädlich sein&#8220; sorgt man nicht für Aufklärung, sondern befeuert Verdrossenheit, Fehlinformation und erhöht das Risiko der Mangelversorgung nur!</p>
<p>Es sei noch angemerkt, dass es – wie überall – schwarze Schafe gibt, also NEM-Anbieter, die sich nicht an Vorschriften halten. Aber dafür kann man nicht eine ganze Branche pauschal diskreditieren.</p>
<h3>These 4: NEM werden nicht wie Medikamente kontrolliert.</h3>
<blockquote><p>Nahrungsergänzungsmittel zählen als Lebensmittel. Sie werden nicht wie Medikamente kontrolliert.</p></blockquote>
<p>Auch hier wird wieder nur die halbe Wahrheit erzählt. Hier klingt es so, als ob der Markt für Nahrungsergänzungsmittel nicht hinreichend reglementiert wäre. Das Gegenteil ist der Fall. Wie der Name verrät, sollen Nahrungsergänzungsmittel die Nahrung ergänzen. Entsprechend haben sie keinen Anspruch, Heilung herbeizuführen oder Medikamente zu ersetzen. Deshalb fallen Nahrungsergänzungsmittel unter das Lebensmittelrecht und es dürfen nur wissenschaftlich bewiesene Funktionalitätsaussagen zu der Wirkung von Stoffen getroffen werden, das sind die s. g. <em>Health Claims</em>.</p>
<p>Geforderte Claims werden von Wissenschaftlern der EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) eingehend auf wissenschaftliche Haltbarkeit geprüft und erst dann freigegeben. Zudem gibt es eine Novel-Food-Verordnung, wobei Stoffe und Stoffgemische, die neuartig sind, erst eingehend geprüft werden, bevor sie für den Verzehr freigegeben werden. Das heißt, Stoffe, die von der EFSA nicht zugelassen sind, dürften in D auch nicht in Verkehr gebracht werden.</p>
<p>In Deutschland müssen oder sollten sich Inverkehrbringer von NEM an die Empfehlungen des Bundesamt für Risikobewertungen orientieren – im Vergleich zum europäischen Standard sind die Empfehlungen wie bereits dargelegt zumeist sehr konservativ und mit anzubringenden Warnhinweisen versehen. Da NEM unter das Lebensmittelrecht fallen, gelten zudem folgende Verordnungen:</p>
<ul>
<li>Lebensmittel-Basisverordnung<br />
(EG) 178/2002 (BasisV)</li>
<li>allgemeine Grundsätze des Lebensmittelrechts sowie der Lebensmittelsicherheit</li>
<li>Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB)</li>
<li>Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung (LMKV)</li>
<li>Zusatzstoff-Zulassungsverordnung (ZZulV)</li>
<li>Zusatzstoff-Verkehrsverordnung (ZVerkV)</li>
<li>Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV)</li>
<li>Los-Kennzeichnungs-Verordnung (LKV)</li>
</ul>
<p>Eine &#8222;Kontrolle&#8220; wie bei Medikamenten würde auch eine Zulassungspflicht voraussetzen. Aber: Wie sollte so etwas infrastrukturell aussehen? Sollen Produkte, die einzelne Vitalstoffe enthalten, einer Zulassungspflicht unterliegen? Das hieße, dass zwei Firmen für ein identisches Produkt dafür jeweils eine Zulassung durchlaufen müssten. Selbst bei Multivitamin-Produkten würde das keinen Sinn ergeben – bei NEM werden quasi immer die gleichen, sowieso bekannten und hinreichend erforschten (Vital-)Stoffe eingesetzt.</p>
<p>Medikamente hingegen haben teilweise komplett neuartige Wirkstoffe, die es vorher nie gab. Und: Medikamente haben eine pharmakologische Wirkung, die NEM nie haben werden. Hier steht Aufwand/Ertrag, sprich Aufwand in Relation zum erhofft verbesserten Verbraucherschutz, in keinem Verhältnis mehr. Was soll der Vergleich NEM mit Medikament also immer wieder?</p>
<h3>These 5: Es gibt keine Meldestelle für Beschwerden.</h3>
<blockquote><p>Es gibt auch keine Meldestelle für Nebenwirkungen. Die können aber bei Überdosierung auftreten. Zum Beispiel Nierensteine oder Leberschäden.</p></blockquote>
<p>Welchen zusätzlichen Nutzen soll eine <em>Meldestelle für Nebenwirkungen</em> haben? Hier schützt man den Verbraucher nicht zusätzlich. Nochmal: Nahrungsergänzungsmittel sind rechtlich betrachtet Lebensmittel. Und selbst wenn, jeder Verbraucher kann seine Beschwerde an den Verbraucherschutz oder die Lebensmittelüberwachung weitergeben.</p>
<p>Die reglementierte Zufuhrempfehlung sollte ausreichen, dass die Einnahme von Ergänzungsmitteln nicht mehr oder weniger Beschwerden macht als der normale Konsum von anderen Lebensmitteln auch – daher: Gibt es auch Meldestellen für den Fall, dass sich jemand nach einem Cheeseburger-Konsum übergeben muss? Diese rhetorische Frage mag albern sein, aber genau darum geht es rechtlich und faktisch betrachtet.</p>
<p>Der Aufwand, einer als subjektiv empfundenen, durch Nahrungsergänzungsmittel-Einnahme herbeigeführten Beschwerde jeglicher Art in einem jedem Fall zu prüfen, ist nicht nur extrem aufwändig – es wird auch in keinem Fall nachprüfbar sein, ob dies tatsächlich auf die Einnahme von NEM zurückzuführen ist.</p>
<h2>Abschließende Worte</h2>
<p>Die Sinnhaftigkeit eines Beitrags, wie der aktuelle Beitrag von <strong><em>quarks.de</em></strong>, erschließt sich einem nur schwer. Aus journalistischer bzw. redaktioneller Sicht – und aus wissenschaftlicher Sicht ganz zu schweigen – ist dieser Beitrag nicht mehr als ein Lückenfüller, der jedoch zum jetzigen Stand über 100.000 Aufrufe hat.</p>
<p>Aktuell scheint es wieder in Mode zu kommen, Beiträge oder Artikel zu Nahrungsergänzungsmittel zu verfassen, die in den wenigsten Fällen als Fürsprecher daherkommen. Es richtig und wichtig über Wirkungen von NEM, über Risikogruppen oder über eine Sinnhaftigkeit der Einnahme zu sprechen – dies sollte dann aber faktenbasiert und unvoreingenommen passieren.</p>
<p>So aber – wie mit dem aktuellen Beitrag von <em><strong>quarks.de</strong></em> – ist keinem geholfen. Auffallend ist auch, dass viele Menschen mittlerweile sehr feinfühlig auf solche Beiträge reagieren, das zeigen die Kommentare darunter. Bezeichnend diesbezüglich ist, dass es offensichtlich eine große Menge an Menschen gibt, deren <em>persönliche</em> Erfahrung mit NEM sich nicht mit den pauschalisierenden Behauptungen solcher Beiträge deckt. Warum wohl?</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/unkategorisiert/quarks-darum-koennen-nem-dir-schaden-gegendarstellung/">Quarks: Darum können NEM dir schaden (Eine Kritik)</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>NEM besser regulieren? Die Grünen stellen einen Antrag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2020 22:20:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 12.05.20 veröffentlichte die Partei Bündnis 90/Die Grünen einen Antrag für den Bundestag unter dem Titel Nahrungsergänzungsmittel besser regulieren. In dem Antrag fordert die Partei u. a. eine gesetzlich vorgeschriebene Höchstmenge für Vitamine und Co., eine Meldestelle [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 12.05.20 veröffentlichte die Partei <em>Bündnis 90/Die Grünen </em>einen Antrag für den Bundestag unter dem Titel <strong><a href="https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/191/1919135.pdf">Nahrungsergänzungsmittel besser regulieren</a>. </strong>In dem Antrag fordert die Partei u. a.</p>
<ul>
<li>eine gesetzlich vorgeschriebene Höchstmenge für Vitamine und Co.,</li>
<li>eine Meldestelle zum Erfassen von Neben- und Wechselwirkung nach Einnahme von NEM,</li>
<li>europaweite Vereinheitlichung der Höchstmengenvorgabe,</li>
<li>und eine staatliche Zulassungspflicht mit behördlicher Sicherheitsprüfung für NEM.</li>
</ul>
<p>Wir haben dem Bestsellerautor und Gesundheitscoach <a href="https://www.instagram.com/patricheizmann/?hl=de">Patric Heizmann</a> eine sehr ausführliche Stellungnahme zu diesem Antrag geschrieben, die er im unten angeführten Video ausgiebig eingearbeitet hat.</p>
<p>Wir bitten dich, dir dieses – längere und ausführliche – Video in aller Ruhe und aufmerksam anzuschauen. <strong>Dieses Thema betrifft nämlich jeden, der sich eigenverantwortlich mit seiner Gesundheit befassen will, </strong>also sowieso schon mal jeden edubily-Leser.</p>
<p>Ich persönlich denke, dass sich die Partei mit dem Antrag keinen Gefallen getan hat. Wir leben heute nicht mehr im Jahr 2000: Eine große Zahl an Menschen in Deutschland weiß heutzutage um die Bedeutung einer guten Nahrungs<em>ergänzung</em>.</p>
<p>Zeitgleich leben wir in Deutschland – auch ohne ein Gesetz für NEM – im wohl am strengsten reglementierten Staat in ganz Europa. Mit dem Bundesamt für Risikobewertung haben wir wohl zudem die konservativste Behörde, <strong>die mit ihren Empfehlungen <a href="https://www.klartext-nahrungsergaenzung.de/sites/default/files/2019-12/Hoechstmengen_Europa_Dez2019.pdf">weit unter den gesetzlichen Vorgaben quasi aller europäischen Länder liegt</a>. </strong></p>
<p>Letztlich haben die Behörden dafür Sorge zu tragen, dass Vorgaben auf Seiten der Anbieter auch eingehalten werden. Genau genommen ist dies aktuell die Aufgabe der Lebensmittelüberwachung, die hier oft überfordert scheint.</p>
<p><strong>Unsere abschließende Bewertung der Forderung lautet daher:  </strong></p>
<p style="padding-left: 40px;">Die von der Partei Bündnis 90/Die Grünen angebrachte Forderung ist zum Teil gut und nachvollziehbar, zum Teil dokumentiert sie aber auch Ahnungslosigkeit. Der Nahrungsergänzungsmittel-Markt in Deutschland <em>wäre</em> bereits überdurchschnittlich streng reguliert, würden die Vorgaben von allen Seiten eingehalten werden.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Die Empfehlungen vom Bundesamt für Risikobewertung sind im Vergleich zu vielen EU-Mitgliedsstaaten sehr konservativ und streng, und bisweilen halten sie auch dem aktuellen wissenschaftlichen Konsens nicht stand (s. Vitamin D), der sich in Empfehlungen bzw. gesetzlichen Vorgaben anderer EU-Staaten bereits niederschlägt.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Dies steht also im Widerspruch zu den Forderungen der Partei: Eine EU-weite Vereinheitlichung der Empfehlungen würde eher dazu führen, dass höhere, nicht niedrigere Mengen an Vitaminen und Co. zugelassen werden müssten.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Richtig und wichtig wäre hingegen die Forderung, eine genauere Einhaltung der Empfehlungen bzw. gesetzlichen Vorgaben durch bessere Kontrolle und ggf. spezielle „NEM-Behörden“ oder NEM-Abteilungen bei Lebensmittelüberwachungen zu forcieren. Allerdings müsste man hierfür nichts an der sowieso bereits vorhandenen (Infra-)Struktur ändern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/unkategorisiert/nahrungsergaenzung-besser-regulieren-antrag-die-gruenen/">NEM besser regulieren? Die Grünen stellen einen Antrag</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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