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	Kommentare zu: Hypomethylierer: Vorsicht vor Kaffee!	</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
	<lastBuildDate>Tue, 24 Sep 2024 18:22:14 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: jo		</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/hypomethylierer-vorsicht-vor-kaffee/#comment-320942</link>

		<dc:creator><![CDATA[jo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Sep 2024 18:22:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hallo,
ist ein methylationstest sinnvoll? wenn ja, kannst du einen tester empfehlen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,<br />
ist ein methylationstest sinnvoll? wenn ja, kannst du einen tester empfehlen?</p>
]]></content:encoded>
		
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		<title>
		Von: 4D-DOC		</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/hypomethylierer-vorsicht-vor-kaffee/#comment-312548</link>

		<dc:creator><![CDATA[4D-DOC]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 May 2023 20:24:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Interessant wäre der Vergleich zwischen verschiedenen Kaffeebohnen aus diversen Anbauregionen, unterschiedlichen Röstverfahren sowie zwischen klassischen koffeinhaltigen und entkoffeinierten Bohnen und ferner den Zubereitungsmethoden (Druck/Espresso, Filter etc.). 
Häufig wird heute bei höherwertigen SO oder DT-Kaffees auch auf einen sehr geringen Säuregehalt wert gelegt: durch eine längere Röstung und bei sorgfältiger Auswahl der Rohkaffees bzw. Blends lässt sich u.a. der Chlorogensäuregehalt teils deutlich vermindern. 

Daher würde ich stark vermuten, dass die &quot;Wirklichkeit&quot; leider einmal wieder so viel Heterogenität und Mehrdimensionalität bietet, dass nur schwer außerhalb von unter Labor-Bedingungen erhobenen Werten sehr viel richtig greifbares ableitbar ist. 

Ich persönlich z.B. vertrage Koffein eher nicht sehr gut und versuche eher entkoffeinierten Kaffee zu trinken - allerdings gibt es entkoffeinierte Kaffees, die subjektiv bei mir &quot;unangenehmer&quot; wirken als mancher koffeinhaltiger Kaffee.
Was für mich die o.g. Vielschichtigkeit bei dem Thema recht gut abbildet. 

Wir haben also neben den typischen Inhaltsstoffen wie Chlorogen- und Kaffeesäure sowie Koffein bzw. weiteren Methylxanthinen noch diverse Aromastoffe und Polyphenole in sehr unterschiedlichen Mengen je nach Bohne, Bohnenmischung, Röstverfahren und Zubereitungsweise die auf eine individuelle Genetik, Lebens- und Ernährungsweise treffen :-) 

In der fernen (oder vllt. auch nahen) Zukunft kann vllt. der genaue Gehalt der o.g. Inhaltsstoffe pro Getränk mit einem &quot;Click&quot; berechnet und die potentielle Auswirkung auf die individuelle Epigenetik und Stoffwechselsituation des Konsumenten abgeschätzt werden.

Bis dahin bleibt wohl insbesondere, auf das eigene Körpergefühl zu vetrauen und entsprechend auch seinen Kaffeekonsum entsprechend anzupassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Interessant wäre der Vergleich zwischen verschiedenen Kaffeebohnen aus diversen Anbauregionen, unterschiedlichen Röstverfahren sowie zwischen klassischen koffeinhaltigen und entkoffeinierten Bohnen und ferner den Zubereitungsmethoden (Druck/Espresso, Filter etc.).<br />
Häufig wird heute bei höherwertigen SO oder DT-Kaffees auch auf einen sehr geringen Säuregehalt wert gelegt: durch eine längere Röstung und bei sorgfältiger Auswahl der Rohkaffees bzw. Blends lässt sich u.a. der Chlorogensäuregehalt teils deutlich vermindern. </p>
<p>Daher würde ich stark vermuten, dass die &#8222;Wirklichkeit&#8220; leider einmal wieder so viel Heterogenität und Mehrdimensionalität bietet, dass nur schwer außerhalb von unter Labor-Bedingungen erhobenen Werten sehr viel richtig greifbares ableitbar ist. </p>
<p>Ich persönlich z.B. vertrage Koffein eher nicht sehr gut und versuche eher entkoffeinierten Kaffee zu trinken &#8211; allerdings gibt es entkoffeinierte Kaffees, die subjektiv bei mir &#8222;unangenehmer&#8220; wirken als mancher koffeinhaltiger Kaffee.<br />
Was für mich die o.g. Vielschichtigkeit bei dem Thema recht gut abbildet. </p>
<p>Wir haben also neben den typischen Inhaltsstoffen wie Chlorogen- und Kaffeesäure sowie Koffein bzw. weiteren Methylxanthinen noch diverse Aromastoffe und Polyphenole in sehr unterschiedlichen Mengen je nach Bohne, Bohnenmischung, Röstverfahren und Zubereitungsweise die auf eine individuelle Genetik, Lebens- und Ernährungsweise treffen :-) </p>
<p>In der fernen (oder vllt. auch nahen) Zukunft kann vllt. der genaue Gehalt der o.g. Inhaltsstoffe pro Getränk mit einem &#8222;Click&#8220; berechnet und die potentielle Auswirkung auf die individuelle Epigenetik und Stoffwechselsituation des Konsumenten abgeschätzt werden.</p>
<p>Bis dahin bleibt wohl insbesondere, auf das eigene Körpergefühl zu vetrauen und entsprechend auch seinen Kaffeekonsum entsprechend anzupassen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Roman Mürkens		</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/hypomethylierer-vorsicht-vor-kaffee/#comment-312505</link>

		<dc:creator><![CDATA[Roman Mürkens]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 May 2023 17:40:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/hypomethylierer-vorsicht-vor-kaffee/#comment-312499&quot;&gt;Chris Michalk&lt;/a&gt;.

Auch ich danke Dir herzlich. Da sieht man mal, auf welch altem Stand ich bin bzw. was sich in den letzten Jahren so alles getan hat….]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/hypomethylierer-vorsicht-vor-kaffee/#comment-312499">Chris Michalk</a>.</p>
<p>Auch ich danke Dir herzlich. Da sieht man mal, auf welch altem Stand ich bin bzw. was sich in den letzten Jahren so alles getan hat….</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Chris Michalk		</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/hypomethylierer-vorsicht-vor-kaffee/#comment-312499</link>

		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 May 2023 06:20:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/hypomethylierer-vorsicht-vor-kaffee/#comment-312496&quot;&gt;Roman Mürkens&lt;/a&gt;.

Hi Roman, 
weiterhin gute, spannende, lesenswerte Gedanken! Sicher auch für Leser dieses Blogs! Schöner Mehrwert zum Weiterdenken und Philosophieren. Auch ich werde noch ein bisschen über das (sehr komplexe) Thema sinnieren. 
Einzig mit einem Argument bin ich nicht ganz einverstanden: Der &quot;Blindspot der Evolution&quot;, wie es häufig postuliert wurde bis vor einigen Jahren – also dass Evolution quasi nur bis zum 30. Lebensjahr ca. greift – bestätigt sich so in Naturvölkern nicht (s. Beitrag zu den Tsimané). Denn wenn die hohe Kindersterblichkeit, die für ein niedriges Durchschnittsalter der Population sorgt, abflacht, nähern sich Sterblichkeitsraten von modernen und indigenen Populationen an – wohlgemerkt: ohne Krankenhäuser, Apotheken, Supermärte und Co. Nur die Ursachen des Sterbens sind dann andere: Indigene sterben eher an Unfällen und Infektionen, eben nicht an Herzinfarkten. Es sieht also genau genommen nicht nach einem evolutiven Blindspot aus jenseits der 30. Sowas kann z. B. dadurch begünstigt sein, dass Großmütter eben auch im evolutiven Sinne nicht &quot;nutzlos&quot; sind und durch ihr Überleben/ihre Langlebigkeit einen selektiven Vorteil fürs Neugeborene bieten, was langfristig dazu führt, dass (hier: weibliche) Langlebigkeit bzw. lange Gesundheitsspanne begünstigt wird (&quot;Großmutter-Hypothese&quot;). Bei Männern wäre die Logik noch ein bisschen einfacher: Wenn auch ältere Männer durch längere Gesundheit gesunde Kinder machen, wird die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Populationsgröße gewahrt bleiben kann, auch dann, wenn Umweltstressoren zunehmen. Auf diese Weise wird auch die Gesundheitsspanne von Männern langfristig evolutiv begünstigt, denn Gene werden dahingehend selektiert, dass Gene, die sich bei Männern günstig auf diesen Trait auswirken, unter positiver Selektion sind. 
Schön, dass man sich fachlich gut austauschen konnte! 
Beste Grüße
CM]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/hypomethylierer-vorsicht-vor-kaffee/#comment-312496">Roman Mürkens</a>.</p>
<p>Hi Roman,<br />
weiterhin gute, spannende, lesenswerte Gedanken! Sicher auch für Leser dieses Blogs! Schöner Mehrwert zum Weiterdenken und Philosophieren. Auch ich werde noch ein bisschen über das (sehr komplexe) Thema sinnieren.<br />
Einzig mit einem Argument bin ich nicht ganz einverstanden: Der &#8222;Blindspot der Evolution&#8220;, wie es häufig postuliert wurde bis vor einigen Jahren – also dass Evolution quasi nur bis zum 30. Lebensjahr ca. greift – bestätigt sich so in Naturvölkern nicht (s. Beitrag zu den Tsimané). Denn wenn die hohe Kindersterblichkeit, die für ein niedriges Durchschnittsalter der Population sorgt, abflacht, nähern sich Sterblichkeitsraten von modernen und indigenen Populationen an – wohlgemerkt: ohne Krankenhäuser, Apotheken, Supermärte und Co. Nur die Ursachen des Sterbens sind dann andere: Indigene sterben eher an Unfällen und Infektionen, eben nicht an Herzinfarkten. Es sieht also genau genommen nicht nach einem evolutiven Blindspot aus jenseits der 30. Sowas kann z. B. dadurch begünstigt sein, dass Großmütter eben auch im evolutiven Sinne nicht &#8222;nutzlos&#8220; sind und durch ihr Überleben/ihre Langlebigkeit einen selektiven Vorteil fürs Neugeborene bieten, was langfristig dazu führt, dass (hier: weibliche) Langlebigkeit bzw. lange Gesundheitsspanne begünstigt wird (&#8222;Großmutter-Hypothese&#8220;). Bei Männern wäre die Logik noch ein bisschen einfacher: Wenn auch ältere Männer durch längere Gesundheit gesunde Kinder machen, wird die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Populationsgröße gewahrt bleiben kann, auch dann, wenn Umweltstressoren zunehmen. Auf diese Weise wird auch die Gesundheitsspanne von Männern langfristig evolutiv begünstigt, denn Gene werden dahingehend selektiert, dass Gene, die sich bei Männern günstig auf diesen Trait auswirken, unter positiver Selektion sind.<br />
Schön, dass man sich fachlich gut austauschen konnte!<br />
Beste Grüße<br />
CM</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Roman Mürkens		</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/hypomethylierer-vorsicht-vor-kaffee/#comment-312496</link>

		<dc:creator><![CDATA[Roman Mürkens]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 May 2023 20:55:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/hypomethylierer-vorsicht-vor-kaffee/#comment-312492&quot;&gt;Chris Michalk&lt;/a&gt;.

Hallo Chris,

im Grunde spiegelt die Studie, die Du zitierst, genau das wieder, was ich erwartet hätte: So lange das Gesamtsystem adaptiv ist, wird es auf eine vermehrte Stressorenzahl längerfristig mit einer Hypermethylierung antworten - nur sehr kurzfristig mit einer Hypomethylierung. Die Probe aufs Exempel hätten wir, wenn Mb. Cushing-Patienten tatsächlich untersucht würden, denn diese Menschen leiden unter zuviel Cortisol und damit (mindestens) körperlichem Dauerstress. Bei den Älteren läge der Beweis ja schon vor - sie hypomethylieren, sobald ihr System dekompensiert. Der menschliche Körper ist ja kein Auto mit Panne, sondern funktioniert trotz Dekompensation noch eine ganze Zeit weiter - vor allem, wenn er pharmakologisch dazu angeregt wird. Diesen Zustand sehen wir in unseren Altenheimen.

Allerdings ist der wichtige Punkt doch der: die vielen Stressoren mögen ja langfristig für eine Hypermethylierung sorgen, aber eben für schadhafte/dysfunktionale Methylierungsmuster. Ich erinnere mich, von überlebenden KZ-Insassen gelesen zu haben, die für sich schon resistenter gegen Stress wurden - aber psychisch instabile Nachkommen hatten. (Maladaption) In der von Dir zitierten Studie ist die Rede davon, dass die Genexpression durch die Hypermethylierung (logischerweise) insgesamt sinkt: der Körper ist dann gut an seine Umweltreize angepasst/spezialisiert, aber nicht alle Stellschrauben tun dem Individuum dann auch gut (Bsp. Fettleibigkeit bei Immigranten in westl. Systeme). Insofern glaube ich unbedingt Deiner These, dass zuviel Stressoren eine Maladaption in den Methylierungsmustern erzeugen. Der Körper passt sich eben an das an, was er als Umwelt erlebt. Wenn das Kaffee und 500 Schritte am Tag sind, dazu Donuts und abends Alkohol, dann wird er versuchen, das beste daraus zu machen. Ich finde den Spruch aus der Alterungsforschung in diesem Zusammenhang sehr passend, denn hier heißt es: Ab dem 30. Lebensjahr befinden wir uns mit &quot;toten Winkel der Evolution&quot;. Das bedeutet, unsere Vorfahren waren kaum älter, als sie ihre Kinder (unsere Ur-Ur-Großeltern usw.) auf die Welt brachten. Deshalb liegen wenige genetische Informationen darüber vor, wie sich der Körper jenseits der 25 oder 30 nun verhalten soll. Also improvisiert er. Und seine individuelle Klaviatur ist die Epigenetik.

Noch zum Thema Sport: Ich denke, dass das Ziel des Körpers schon eine Hypermethylierung wäre, denn dann arbeitet er energieärmer. Aber die Trainer setzen alles daran, dass es nicht soweit kommt :-) Sicher wäre es interessant, in diesem Zusammenhang ausgesprochen nicht-erfolgreiche Fitnessstudio-Aspiranten zu untersuchen ;-) (die findet man auch!)

Am Ende muss ich Dir zustimmen: Das Methylierungsmuster ist das Gesamtbild, Hypo- oder Hyper- sagt ergo nur aus, ob der Organismus Anpassungs- und Reizstress hatte, aber nichts darüber, ob das Bild hübsch aussieht oder nicht. Aber es klärt einen Teil des Mechanismus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/hypomethylierer-vorsicht-vor-kaffee/#comment-312492">Chris Michalk</a>.</p>
<p>Hallo Chris,</p>
<p>im Grunde spiegelt die Studie, die Du zitierst, genau das wieder, was ich erwartet hätte: So lange das Gesamtsystem adaptiv ist, wird es auf eine vermehrte Stressorenzahl längerfristig mit einer Hypermethylierung antworten &#8211; nur sehr kurzfristig mit einer Hypomethylierung. Die Probe aufs Exempel hätten wir, wenn Mb. Cushing-Patienten tatsächlich untersucht würden, denn diese Menschen leiden unter zuviel Cortisol und damit (mindestens) körperlichem Dauerstress. Bei den Älteren läge der Beweis ja schon vor &#8211; sie hypomethylieren, sobald ihr System dekompensiert. Der menschliche Körper ist ja kein Auto mit Panne, sondern funktioniert trotz Dekompensation noch eine ganze Zeit weiter &#8211; vor allem, wenn er pharmakologisch dazu angeregt wird. Diesen Zustand sehen wir in unseren Altenheimen.</p>
<p>Allerdings ist der wichtige Punkt doch der: die vielen Stressoren mögen ja langfristig für eine Hypermethylierung sorgen, aber eben für schadhafte/dysfunktionale Methylierungsmuster. Ich erinnere mich, von überlebenden KZ-Insassen gelesen zu haben, die für sich schon resistenter gegen Stress wurden &#8211; aber psychisch instabile Nachkommen hatten. (Maladaption) In der von Dir zitierten Studie ist die Rede davon, dass die Genexpression durch die Hypermethylierung (logischerweise) insgesamt sinkt: der Körper ist dann gut an seine Umweltreize angepasst/spezialisiert, aber nicht alle Stellschrauben tun dem Individuum dann auch gut (Bsp. Fettleibigkeit bei Immigranten in westl. Systeme). Insofern glaube ich unbedingt Deiner These, dass zuviel Stressoren eine Maladaption in den Methylierungsmustern erzeugen. Der Körper passt sich eben an das an, was er als Umwelt erlebt. Wenn das Kaffee und 500 Schritte am Tag sind, dazu Donuts und abends Alkohol, dann wird er versuchen, das beste daraus zu machen. Ich finde den Spruch aus der Alterungsforschung in diesem Zusammenhang sehr passend, denn hier heißt es: Ab dem 30. Lebensjahr befinden wir uns mit &#8222;toten Winkel der Evolution&#8220;. Das bedeutet, unsere Vorfahren waren kaum älter, als sie ihre Kinder (unsere Ur-Ur-Großeltern usw.) auf die Welt brachten. Deshalb liegen wenige genetische Informationen darüber vor, wie sich der Körper jenseits der 25 oder 30 nun verhalten soll. Also improvisiert er. Und seine individuelle Klaviatur ist die Epigenetik.</p>
<p>Noch zum Thema Sport: Ich denke, dass das Ziel des Körpers schon eine Hypermethylierung wäre, denn dann arbeitet er energieärmer. Aber die Trainer setzen alles daran, dass es nicht soweit kommt :-) Sicher wäre es interessant, in diesem Zusammenhang ausgesprochen nicht-erfolgreiche Fitnessstudio-Aspiranten zu untersuchen ;-) (die findet man auch!)</p>
<p>Am Ende muss ich Dir zustimmen: Das Methylierungsmuster ist das Gesamtbild, Hypo- oder Hyper- sagt ergo nur aus, ob der Organismus Anpassungs- und Reizstress hatte, aber nichts darüber, ob das Bild hübsch aussieht oder nicht. Aber es klärt einen Teil des Mechanismus.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Chris Michalk		</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/hypomethylierer-vorsicht-vor-kaffee/#comment-312494</link>

		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 May 2023 10:09:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/hypomethylierer-vorsicht-vor-kaffee/#comment-312493&quot;&gt;Daniele&lt;/a&gt;.

Na ja, wie oft erläutert, &quot;wirkt&quot; Kaffee viel stärker als Koffein, einfach, weil er wie oft erläutert 1000-1500 weitere Stoffe enthält, die wie Koffein oder koffeinverstärkend wirken. Das betrifft molekulare Ziele wie z. B. erhöhtes cAMP (&quot;mehr Energie&quot;) via PDE-Hemmung. Das hat aber mit Methylierung erst mal nix zu tun.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/hypomethylierer-vorsicht-vor-kaffee/#comment-312493">Daniele</a>.</p>
<p>Na ja, wie oft erläutert, &#8222;wirkt&#8220; Kaffee viel stärker als Koffein, einfach, weil er wie oft erläutert 1000-1500 weitere Stoffe enthält, die wie Koffein oder koffeinverstärkend wirken. Das betrifft molekulare Ziele wie z. B. erhöhtes cAMP (&#8222;mehr Energie&#8220;) via PDE-Hemmung. Das hat aber mit Methylierung erst mal nix zu tun.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Daniele		</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/hypomethylierer-vorsicht-vor-kaffee/#comment-312493</link>

		<dc:creator><![CDATA[Daniele]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 May 2023 08:36:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein Espresso vor dem Kraftraining wirkt bei mir spürbar. Diesen Effekt habe ich mit anderen Koffeinhaltigen Getränken (Cola z.b) nicht. Kann es noch an anderen Inhaltstoffen im Espresso liegen oder ist es eher eine Kopfsache?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Espresso vor dem Kraftraining wirkt bei mir spürbar. Diesen Effekt habe ich mit anderen Koffeinhaltigen Getränken (Cola z.b) nicht. Kann es noch an anderen Inhaltstoffen im Espresso liegen oder ist es eher eine Kopfsache?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Chris Michalk		</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/hypomethylierer-vorsicht-vor-kaffee/#comment-312492</link>

		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 May 2023 07:59:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/hypomethylierer-vorsicht-vor-kaffee/#comment-312485&quot;&gt;Roman Mürkens&lt;/a&gt;.

Ich kann dir für diese ausgezeichneten Gedankengänge nur gratulieren ;-) Was du schreibst, ergibt durchaus Sinn und wirkt plausibel. Ob es wirklich so ist, werden wir dann vielleicht irgendwann auch per Forschung verifiziert erfahren. 
Was zu deiner Theorie allerdings nicht ganz so gut passt: Wenn Menschen aus ländlichen Regionen in westliche/moderne Regionen ziehen, was mit Blick auf die Reizintensität und möglicherweise auch die Stressorenzahl eine Mehrbelastung darstellt, müssten sie nach deiner Hypothese eher hypomethylieren, um ihre Anpassungsfähigkeit zu wahren und um mit dem Stress klarzukommen (&lt;a href=&quot;https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26671525/&quot; rel=&quot;nofollow ugc&quot;&gt;vgl. &lt;/a&gt;). Faktisch sind bei uns Modernen im Vergleich schützende Gene und das gesamte Genom eher &lt;em&gt;hyper&lt;/em&gt;methyliert. Das Gegenteil wäre doch zu erwarten, oder? Es sei denn, du gehst davon aus, dass jemand, der ein bisschen umodernen und ländlicher lebt, eine höhere Anpassungsfähigkeit braucht und daher mehr aktive Gene – ok. Es könnte sich bei der modernen Hypermethylierung (mit dem Abschalten auch förderlicher, schützender Gene) aber auch so verhalten, dass eine Maladaption vorliegt, eben auf Basis einer Entgleisung der Homöostase, die dann dafür sorgt, dass eben nicht mehr ordentlich und sinnhaft methyliert wird. 
Wenn man mal in die Datenlage zu Sport und Methylierung blickt, fällt auf, dass gewebeabhängig methyliert wird. Sport eröffnet über muskelspezifische Hypomethylierung (vieler Gene) &quot;das Fenster der Möglichkeiten&quot; und damit Flexibilität. Die bleibt aber erhalten und wird nicht &quot;spezialisiert&quot; via Hypermethylierung (nach deiner Hypothese). Im Grunde ist dein Gedanke, richtigerweise, ja noch ein Schritt weiter, da du im Prinzip schon von Muskelfaserspezialisierung usw. sprichst – d&#039;accord. Aber unterm Strich, denke ich, dass auch deine Hypothese letztlich die Differenzierung nach &lt;em&gt;Methylierungsmustern&lt;/em&gt; an sich als entscheidender ansieht als anzunehmen, dass Hypo- vs. Hypermethylierung die Entitäten sind, die am Ende des Tages den wesentlichen Unterschied machen. 
Spannend. ;-)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/hypomethylierer-vorsicht-vor-kaffee/#comment-312485">Roman Mürkens</a>.</p>
<p>Ich kann dir für diese ausgezeichneten Gedankengänge nur gratulieren ;-) Was du schreibst, ergibt durchaus Sinn und wirkt plausibel. Ob es wirklich so ist, werden wir dann vielleicht irgendwann auch per Forschung verifiziert erfahren.<br />
Was zu deiner Theorie allerdings nicht ganz so gut passt: Wenn Menschen aus ländlichen Regionen in westliche/moderne Regionen ziehen, was mit Blick auf die Reizintensität und möglicherweise auch die Stressorenzahl eine Mehrbelastung darstellt, müssten sie nach deiner Hypothese eher hypomethylieren, um ihre Anpassungsfähigkeit zu wahren und um mit dem Stress klarzukommen (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26671525/" rel="nofollow ugc">vgl. </a>). Faktisch sind bei uns Modernen im Vergleich schützende Gene und das gesamte Genom eher <em>hyper</em>methyliert. Das Gegenteil wäre doch zu erwarten, oder? Es sei denn, du gehst davon aus, dass jemand, der ein bisschen umodernen und ländlicher lebt, eine höhere Anpassungsfähigkeit braucht und daher mehr aktive Gene – ok. Es könnte sich bei der modernen Hypermethylierung (mit dem Abschalten auch förderlicher, schützender Gene) aber auch so verhalten, dass eine Maladaption vorliegt, eben auf Basis einer Entgleisung der Homöostase, die dann dafür sorgt, dass eben nicht mehr ordentlich und sinnhaft methyliert wird.<br />
Wenn man mal in die Datenlage zu Sport und Methylierung blickt, fällt auf, dass gewebeabhängig methyliert wird. Sport eröffnet über muskelspezifische Hypomethylierung (vieler Gene) &#8222;das Fenster der Möglichkeiten&#8220; und damit Flexibilität. Die bleibt aber erhalten und wird nicht &#8222;spezialisiert&#8220; via Hypermethylierung (nach deiner Hypothese). Im Grunde ist dein Gedanke, richtigerweise, ja noch ein Schritt weiter, da du im Prinzip schon von Muskelfaserspezialisierung usw. sprichst – d&#8217;accord. Aber unterm Strich, denke ich, dass auch deine Hypothese letztlich die Differenzierung nach <em>Methylierungsmustern</em> an sich als entscheidender ansieht als anzunehmen, dass Hypo- vs. Hypermethylierung die Entitäten sind, die am Ende des Tages den wesentlichen Unterschied machen.<br />
Spannend. ;-)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Helli		</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/hypomethylierer-vorsicht-vor-kaffee/#comment-312491</link>

		<dc:creator><![CDATA[Helli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 May 2023 04:59:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=322569#comment-312491</guid>

					<description><![CDATA[naja...tägliche Kopfschmerzen haben, hat ja eine Ursache. Kennst du diese? Falls nicht, sollte man erst mal da ansetzen. Kaffee kann ja so oder so nicht die Lösung sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>naja&#8230;tägliche Kopfschmerzen haben, hat ja eine Ursache. Kennst du diese? Falls nicht, sollte man erst mal da ansetzen. Kaffee kann ja so oder so nicht die Lösung sein.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sigrid		</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/hypomethylierer-vorsicht-vor-kaffee/#comment-312490</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sigrid]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 May 2023 03:06:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Danke für den wie immer interessanten Artikel.  Nur wie soll man den Kaffee weglassen, wenn man so wie ich fast täglich Kopfschmerzen hat, keine Schmerzmittel nehmen will und Kaffee hilft. Ich weiß, daß Kaffee  auchvder Auslöser für diese chronischen Kopfschmerzen sein kann, aber ein Entzug ist für mich fast nicht zu schaffen :-(.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für den wie immer interessanten Artikel.  Nur wie soll man den Kaffee weglassen, wenn man so wie ich fast täglich Kopfschmerzen hat, keine Schmerzmittel nehmen will und Kaffee hilft. Ich weiß, daß Kaffee  auchvder Auslöser für diese chronischen Kopfschmerzen sein kann, aber ein Entzug ist für mich fast nicht zu schaffen :-(.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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