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	<title>Homocystein - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
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	<title>Homocystein - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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		<title>Homocystein-Wert senken? So geht&#8217;s</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2015 16:59:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blutwerte]]></category>
		<category><![CDATA[Homocystein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der heutige Beitrag soll klären, was es mit Homocystein auf sich hat. Darüber hinaus werde ich andeuten, wie zentral der Homocystein-Kreislauf ist, bezüglich der Regulation anderer Reaktionszyklen. Du wirst erstaunt sein: Der Homocystein-Zyklus hat an [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der heutige Beitrag soll klären, was es mit <em>Homocystein</em> auf sich hat. Darüber hinaus werde ich andeuten, wie zentral der Homocystein-Kreislauf ist, bezüglich der Regulation anderer Reaktionszyklen. Du wirst erstaunt sein: Der Homocystein-Zyklus hat an ganz zentralen Stellen seine Finger im Spiel und eine Entgleisung dieses Homocystein-Stoffwechsels, kann gravierende Folgen für die Gesamtsituation deines Körpers haben.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Hoher Homocystein-Wert: Ein Zahnrad blockt andere Zahnräder</h3>
<p style="text-align: justify;">Homocystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure. Der Grund, warum wir uns dafür interessieren, ist, dass dieses Homocystein <strong>unser wertvolles eNOS/NO</strong> (<a href="https://genetisches-maximum.de/energiehaushalt/stickoxid-fettleber-energiestoffwechsel-no-arginin-nitrat/">hier geht&#8217;s zum NO-Guide</a>) raubt und somit <strong>langfristig unsere Gefäßgesundheit gefährdet</strong> (daraus folgt z. B. Arteriosklerose, entsprechend Herzinfarkt). Gleichzeitig hat es (negativen) Einfluss auf Gehirnzellen, steht u. a. <strong>in direkter Verbindung zur Pathogenese der Depression bzw. Alzheimer</strong>. Du merkst: <strong>Nicht ganz unwichtig</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">In meinen Augen ist der Homocystein-Kreislauf ein sehr gutes Beispiel dafür, wie Biochemie funktioniert und vor allem: <strong>dass Biochemie funktioniert</strong>. Darüber hinaus illustriert dieses Beispiel, wie verzahnt die vielen Reaktionen im menschlichen Körper sind und verdeutlicht somit den System-Gedanken.</p>
<p style="text-align: justify;">Heute möchte ich nicht tief in die Thematik einsteigen, auch keine Enzym-Interaktion besprechen &#8212; das sparen wir uns vorerst.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Der Homocystein/Methionin-Zyklus</h3>
<p style="text-align: justify;">Ich habe die Komplexität der folgenden Grafik auf ein Minimum (= das Wesentliche) gekürzt, sodass du alles verstehen kannst.</p>
<p style="text-align: justify;"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-4788 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2015/09/Homocystein-3.png" alt="" width="1067" height="547" /></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Starten wir in der Mitte der Grafik („Homocystein/Methionin-Zyklus&#8220;):</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Per Nahrung führst du Protein zu. Methionin &#8212; eine Aminosäure &#8212; wird frei. Der Körper nutzt dieses Methionin nun, um einen Stoff namens SAMe (S-Adenosyl-Methionin) zu bilden. SAMe ist der universelle Methyl-Donor*.</p>
<hr />
<p style="text-align: justify;"><strong>*Einschub // </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Methyl-Gruppen verhalten sich wie kleine, universelle Updates: Erhält ein Stoff dieses Methyl-Update, wird er aktiv und kann etwas verrichten &#8212; zum Beispiel eine Reaktion eingehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das heißt: SAMe ist der universelle Methyl-Gruppen-Spender, der Methyl-Gruppen auf andere Substanzen überträgt, was eine Reaktion ermöglicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Folgende Reaktionen benötigen Methyl-Gruppen:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Phosphatidylcholin-Synthese (Nerven- und Zellmembranen)</li>
<li>Kreatin-Synthese (bindet Phosphate in den Zellen [&#8222;schnelle Energie&#8220;]; verschlingt die meisten Methyl-Gruppen)</li>
<li>L-Carnitin-Synthese (wird benötigt, um Energie aus Fettsäuren zu gewinnen)</li>
<li>Acetyl-Cholin-Synthese (AcCh ist ein Neurotransmitter, der für das Lernen sehr wichtig ist)</li>
<li>Katecholamin-Synthese (Adrenalin, Noradrenalin; <a href="https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/koerpereigene-drogen-deiner-macht-der-neurotransmitter/">siehe Grafik in diesem Post</a>)</li>
<li>Gen-Methylierung (<a href="https://genetisches-maximum.de/zellgesundheit/eine-andere-welt-methyl-donatoren/">An- und Abschalten von Genen</a>)</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Hier wird deutlich, dass SAMe ein äußerst wichtiger Stoff ist, denn ohne ihn verarmen, als Beispiel, deine L-Carnitin-Speicher &#8212; dies hätte eine eingeschränkte Energiegewinnung aus Fettsäuren zur Folge, was einen (zellulären) Energiemangel provoziert.</p>
<hr />
<p style="text-align: justify;">SAMe reagiert weiter zu Homocystein.</p>
<p style="text-align: justify;">Jetzt wird es spannend.</p>
<p style="text-align: justify;">Homocystein kann über zwei Wege wieder in <strong>Methionin</strong> umgewandelt werden:</p>
<ol style="text-align: justify;">
<li>Über einen &#8222;Kurzschluss&#8220; &#8212; diese Reaktion benötigt Betain, sodass die Reaktion stattfinden kann (<em>Reaktion: Homocystein + Betain = Methionin</em>; vereinfacht). Betain macht der Körper aus Cholin.</li>
<li>Über einen längeren Weg: Bei diesem Weg treffen sich der Homocystein- und der Folat-Zyklus. Homocystein kann nur zu Methionin werden, wenn B12 und &#8222;5-MTHF&#8220; (<em>5-Methyltetrahydrofolat &#8212; dazu gleich mehr</em>) vorhanden sind (<em>Reaktion: Homocystein + 5-MTHF + B12 = Methionin</em>; vereinfacht).</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Homocystein kann, alternativ, auch zu <strong>Cystein</strong> reagieren. Für diese Reaktion bedarf es Vitamin B6 als Kofaktor (<em>Reaktion: Homocystein + B6 = Cystein</em>; vereinfacht).</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Es wird deutlich, dass Homocystein keine böse Substanz ist, sondern ein endogener Methionin- und Cystein-Speicher, der in aller Regelmäßigkeit geleert werden sollte.</strong></p>
<h3 style="text-align: justify;">Wie Folate mit Homocystein interagieren</h3>
<p style="text-align: justify;">Wie du siehst, ist der Folat-Zyklus eng verknüpft mit dem Homocystein/Methionin-Zyklus. Grundsätzlich wird Folsäure in Form diverser Folate via Nahrung aufgenommen. <strong>5-MTHF</strong> (<em>5-Methyl-Tetrahydrofolat</em>) ist letztlich die Folsäure-Form, die im Blut zirkuliert.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Homocystein/Methionin-Zyklus findet allerdings <strong>in</strong> den Zellen statt.</p>
<p style="text-align: justify;">5-MTHF gelangt <strong>in</strong> die Zellen, dann, wenn es mit Homocystein (und B12) reagieren kann. Erst diese Reaktion lässt, wie du der Grafik entnehmen kannst, <strong>THF</strong> (<em>Tetrahydrofolat</em>) entstehen &#8212; <strong>dieses THF ist der Ausgangspunkt für die vielen Folsäure-abhängigen Reaktion, wie beispielsweise Zellteilung</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Also: 5-<strong>Methyl</strong>-Tetrahydrofolat (5-MTHF) trägt die <strong>Methyl</strong>-Gruppe. Diese wird <strong>in</strong> der Zelle <strong>auf B12 übertragen</strong>, daraus folgt: <strong>Methyl</strong>-B12 und THF (Tetrahydrofolat ohne Methyl-Gruppe).</p>
<p style="text-align: justify;">(<em>1. Reaktion: 5-MTHF + B12 = THF + MeB12</em>)</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Reaktion ist enorm wichtig, weil:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>THF (ohne Methyl-Gruppe) nun in der Zelle wirken kann</li>
<li>Methyl-B12 die Methyl-Gruppe auf Homocystein überträgt und somit Methionin regeneriert (<em>2. Reaktion: MeB12 + Homocystein = Methionin</em>)</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-4790 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2015/09/Unbenannte-Zeichnung-24.png" alt="5 MTHF Nahrung und Blut" width="766" height="380" /></p>
<p style="text-align: justify;">Fehlt B12 (z. B. B12-Mangel) kann 5-MTHF die Methyl-Gruppe nicht auf B12 übertragen &#8212; es staut sich. <strong>Dieses Phänomen nennt man Folat-Falle oder <em>folate trap</em> (engl.)</strong>. Das 5-MTHF reichert sich außerhalb der Zelle an, es wird kein (oder sehr viel weniger THF) in der Zelle gebildet. <strong>Daraus folgt das paradoxe Bild, dass genug Folsäure im Blut schwimmt, aber die Zelle an Folsäure verarmt.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der intrazelluläre Folsäure-Mangel kann &#8212; beispielsweise &#8212; eine Anämie induzieren, da die roten Blutzellen sich nicht teilen und vermehren können.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber: Sollte die Reaktion von 5-MTHF mit B12 und Homocystein klappen, so ensteht erneut THF. Dieses THF reagiert nun via Glycin/B6 zu 5,10-Methylen-Tetrahydrofolat. <strong>Leider hat jeder Zweite von uns einen Gen-Polymorphismus, der die Umwandlung von 5,10-MenTHF in 5-MTHF behindert bzw. verlangsamt. Das habe ich in der Grafik <span style="color: #ff0000;">rot </span>markiert.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Sollte dies auch bei dir der Fall sein, so kannst du diesen Defekt leicht beheben: <strong>5-MTHF direkt schlucken.</strong> Darüber habe ich schon mehrfach geschrieben.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Den Homocystein-Wert senken: Biochemie sei Dank</h3>
<p style="text-align: justify;">Studieren wir die Grafiken, so lässt sich rasch nachvollziehen, weshalb der Homocystein-Wert überhaupt ansteigt.</p>
<p style="text-align: justify;">Folgende Möglichkeiten:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Homocystein &#8222;darf&#8220; nicht zu Cystein reagieren: Es fehlt Vitamin B6.</li>
<li>Homocystein reagiert nicht zu Methionin über die Abkürzung: Es fehlt Betain (-&gt; Cholin).</li>
<li>Homocystein reagiert nicht zu Methionin, da B12 fehlt, das die Methyl-Gruppe auf Homocystein überträgt.</li>
<li>Homocystein reagiert nicht zu Methionin, da 5-MTHF fehlt, um die Methyl-Gruppe auf B12 (daraus folgt: Methyl-B12) zu übertragen.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">(Alle Kofaktoren wurden grün gefärbt.)</p>
<p style="text-align: justify;">Grundsätzlich also, sollte sich der Homocystein-Wert durch die Zufuhr ausreichender B6-, B12-, Methyfolat- und Cholin-Mengen senken lassen. Man kann, statt Cholin, Betain auch direkt zuführen via Ergänzungsmittel.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ich darf anmerken, dass hohe Methionin-Gaben ebenfalls den Homocystein-Wert erhöhen können. </strong></p>
<h3 style="text-align: justify;">Abschließende Worte</h3>
<p style="text-align: justify;">Heute hast du folgendes gelernt:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Biochemie funktioniert</li>
<li style="text-align: justify;">Zahnräder greifen ineinander: Jedes Zahnrad muss sich drehen, sonst gibt&#8217;s einen systematischen Zusammenbruch</li>
<li style="text-align: justify;">Methyl-Gruppen-Spender sind hoch wichtig</li>
<li style="text-align: justify;">Homocystein ist ein endogener Cystein-/Methionin-Speicher</li>
<li style="text-align: justify;">Der Folat-Zyklus ist eng verknüpft mit dem Homocystein-/Methionin-Zyklus</li>
<li style="text-align: justify;">Es gibt einen sogenannten <em>folate trape</em> bei B12-Mangel</li>
<li style="text-align: justify;">Folat kommt nur in die Zelle, wenn genug B12 vorhanden ist</li>
<li style="text-align: justify;">Ein Homocystein-Anstieg hat sehr sicher eine biochemische Ursache, die du selbst beheben kannst</li>
<li style="text-align: justify;">Mögliche Ursachen: B6-, B12-, Methylfolat- und/oder Cholin-Mängel</li>
</ul><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/homocystein-wert-senken/">Homocystein-Wert senken? So geht’s</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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