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	Kommentare zu: Ein paar Worte zur neuen Amazon-Rezension	</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
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		<title>
		Von: Chris (edubily)		</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1513</link>

		<dc:creator><![CDATA[Chris (edubily)]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2015 17:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=3653#comment-1513</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1512&quot;&gt;Gerhard Jonschker&lt;/a&gt;.

Du ignorierst ja auch jeden Gedanken, gehst nicht auf die Sachen ein. 


Deine Angst (oder Respekt?) vor der Sache kann man Dir nicht nehmen. Nicht einmal mit klinischen Markern (Malondialdehyd) oder Arbeiten (Poeggeler). 


Dieses kritische Denken, das Du diesbezüglich an den Tag legst, steht in keiner Relation zu anderen Sachen, die durchaus auch kritisch hinterfragt werden müssen. 


Darüberhinaus verlangst Du Dinge (&quot;Ab wann bekomme ich Nitrostress?&quot;), die keiner beantworten kann, schon alleine aufgrund der starken Kontextabhängigkeit. 


Auch Mutmaßungen helfen dabei nicht weiter. Diese Plattform dient nicht &quot;der Heilung&quot;, sondern der Optimierung. Wir sind kein Krankenhaus und sehen unsere Aufgabe auch nicht darin, anderen Menschen beim Heilen zu helfen. 


Wir sind eine Wissensplattform, die man für sich nutzen kann oder nicht (wie Du sicherlich weißt, sind &quot;tools&quot; immer auch gefährlich. Siehe das Internet - aber deshalb werde ich mich nicht scheuen, weiterhin meine Gedanken zu verkünden, so wie ich das von Anfang an, ohne jegliche Absicht, getan habe). Unsere Ansichten erzeugen nicht mehr oder weniger Risiko als jede Intervention sonst auch. 


Wir haben selbstverständlich nicht nur mit Sportlern zu tun. Aber wir werden auch keinem, der ernsthaft krank ist, explizite Ratschläge geben. 


Ich kann nur noch einmal den Grundgedanken des Buches wiederholen: Es geht darum, seinen ganzen Körper &quot;fit&quot; zu machen. Nicht darum, sich eine Sache herauszupicken (&quot;Arginin/NO&quot;) und das bis ins Extrem zu treiben. 


Ich denke, wir verbleiben hier. 


Beste Grüße!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1512">Gerhard Jonschker</a>.</p>
<p>Du ignorierst ja auch jeden Gedanken, gehst nicht auf die Sachen ein. </p>
<p>Deine Angst (oder Respekt?) vor der Sache kann man Dir nicht nehmen. Nicht einmal mit klinischen Markern (Malondialdehyd) oder Arbeiten (Poeggeler). </p>
<p>Dieses kritische Denken, das Du diesbezüglich an den Tag legst, steht in keiner Relation zu anderen Sachen, die durchaus auch kritisch hinterfragt werden müssen. </p>
<p>Darüberhinaus verlangst Du Dinge (&#8222;Ab wann bekomme ich Nitrostress?&#8220;), die keiner beantworten kann, schon alleine aufgrund der starken Kontextabhängigkeit. </p>
<p>Auch Mutmaßungen helfen dabei nicht weiter. Diese Plattform dient nicht &#8222;der Heilung&#8220;, sondern der Optimierung. Wir sind kein Krankenhaus und sehen unsere Aufgabe auch nicht darin, anderen Menschen beim Heilen zu helfen. </p>
<p>Wir sind eine Wissensplattform, die man für sich nutzen kann oder nicht (wie Du sicherlich weißt, sind &#8222;tools&#8220; immer auch gefährlich. Siehe das Internet &#8211; aber deshalb werde ich mich nicht scheuen, weiterhin meine Gedanken zu verkünden, so wie ich das von Anfang an, ohne jegliche Absicht, getan habe). Unsere Ansichten erzeugen nicht mehr oder weniger Risiko als jede Intervention sonst auch. </p>
<p>Wir haben selbstverständlich nicht nur mit Sportlern zu tun. Aber wir werden auch keinem, der ernsthaft krank ist, explizite Ratschläge geben. </p>
<p>Ich kann nur noch einmal den Grundgedanken des Buches wiederholen: Es geht darum, seinen ganzen Körper &#8222;fit&#8220; zu machen. Nicht darum, sich eine Sache herauszupicken (&#8222;Arginin/NO&#8220;) und das bis ins Extrem zu treiben. </p>
<p>Ich denke, wir verbleiben hier. </p>
<p>Beste Grüße!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Gerhard Jonschker		</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1512</link>

		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Jonschker]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2015 16:22:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=3653#comment-1512</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1511&quot;&gt;Chris (edubily)&lt;/a&gt;.

Komm&#039; Chris, lass&#039; es gut sein. Ich bin da einfach etwas kritischer, obwohl ich die Vorzüge von NO sehe. Ich habe halt auch schon Blutbilder gesehen, wo die Antioxidantien gegen &quot;0&quot; gingen. Natürlich sind das keine gesunden Menschen mehr, aber auch solche Leser werden Dein Buch lesen und Deine Empfehlungen befolgen. 
Ich mutmaße mal, dass Du bisher hauptsächlich mit Sportlern zu tun hattest. Das ändert sich jetzt und ich glaube Dein Buch und Blog könnte dem mehr Beachtung erweisen. 
Wäre doch echt schade, wenn die guten und gutgemeinten Ratschläge bei einem Kranken Schaden anrichten, oder?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1511">Chris (edubily)</a>.</p>
<p>Komm&#8216; Chris, lass&#8216; es gut sein. Ich bin da einfach etwas kritischer, obwohl ich die Vorzüge von NO sehe. Ich habe halt auch schon Blutbilder gesehen, wo die Antioxidantien gegen &#8222;0&#8220; gingen. Natürlich sind das keine gesunden Menschen mehr, aber auch solche Leser werden Dein Buch lesen und Deine Empfehlungen befolgen.<br />
Ich mutmaße mal, dass Du bisher hauptsächlich mit Sportlern zu tun hattest. Das ändert sich jetzt und ich glaube Dein Buch und Blog könnte dem mehr Beachtung erweisen.<br />
Wäre doch echt schade, wenn die guten und gutgemeinten Ratschläge bei einem Kranken Schaden anrichten, oder?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Chris (edubily)		</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1511</link>

		<dc:creator><![CDATA[Chris (edubily)]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2015 13:02:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=3653#comment-1511</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1510&quot;&gt;Gerhard Jonschker&lt;/a&gt;.

Wenn Du persönlich besorgt bist, dann lasse Dir einen Antiox-Test machen beispielsweise via Malondialdehyd-Bestimmung. Dann siehst Du, ob Dein System unter oxStress leidet. (Aus diversen Ergebnissen von vielen Klienten kann ich Dir aber sagen, dass nur sehr Wenige unter chronischem oxStress leiden.)


Entsprechend lässt du Selen, Kupfer, Mangan messen und guckst, ob Deine körpereigenen Antiox-Kapazitäten (vermutlich) in Ordnung sind oder nicht. 


Ich sage: Ein gesunder Mensch, der sich vollständig normal ernährt, wird vermutlich (wer kann das zu 100 % sagen?) keine Probleme mit nitroStress bekommen, wenn er NO via Arginin erhöht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1510">Gerhard Jonschker</a>.</p>
<p>Wenn Du persönlich besorgt bist, dann lasse Dir einen Antiox-Test machen beispielsweise via Malondialdehyd-Bestimmung. Dann siehst Du, ob Dein System unter oxStress leidet. (Aus diversen Ergebnissen von vielen Klienten kann ich Dir aber sagen, dass nur sehr Wenige unter chronischem oxStress leiden.)</p>
<p>Entsprechend lässt du Selen, Kupfer, Mangan messen und guckst, ob Deine körpereigenen Antiox-Kapazitäten (vermutlich) in Ordnung sind oder nicht. </p>
<p>Ich sage: Ein gesunder Mensch, der sich vollständig normal ernährt, wird vermutlich (wer kann das zu 100 % sagen?) keine Probleme mit nitroStress bekommen, wenn er NO via Arginin erhöht.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Gerhard Jonschker		</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1510</link>

		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Jonschker]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2015 12:01:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=3653#comment-1510</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1509&quot;&gt;Chris (edubily)&lt;/a&gt;.

Chris,

ich bin nicht überzeugt, aber das muss ich ja vielleicht auch nicht sein. 
Mein Ansatz ist sehr wohl systemisch gedacht, aber ich komme jetzt halt mal bewusst aus der Ecke des &quot;Teufel&#039;s Anwalt&quot;. 
Du sprichst von Bluttests und messen, bevor man interveniert, prima, aber genau das ist ja meine Frage! 

Kann jemand mit laut Blutwert erschöpftem Antioxidantienpool sein NO genauso sorglos hochfahren wie jemand der gut versorgt ist? Wenn ja, warum? Wenn nein, was muss er tun, damit er es kann?

Das ist hier der alles entscheidende Punkt. 
Ist NO wirklich so selbstregulierend, dass man es bedenkenlos wie Vitamin C jedem zu jedem Zeitpunkt empfehlen kann, oder gibt es biochemische Situationen, bei denen es schädlich wirkt? Dazu eine klare Aussage von Dir und die Frage ist geklärt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1509">Chris (edubily)</a>.</p>
<p>Chris,</p>
<p>ich bin nicht überzeugt, aber das muss ich ja vielleicht auch nicht sein.<br />
Mein Ansatz ist sehr wohl systemisch gedacht, aber ich komme jetzt halt mal bewusst aus der Ecke des &#8222;Teufel&#8217;s Anwalt&#8220;.<br />
Du sprichst von Bluttests und messen, bevor man interveniert, prima, aber genau das ist ja meine Frage! </p>
<p>Kann jemand mit laut Blutwert erschöpftem Antioxidantienpool sein NO genauso sorglos hochfahren wie jemand der gut versorgt ist? Wenn ja, warum? Wenn nein, was muss er tun, damit er es kann?</p>
<p>Das ist hier der alles entscheidende Punkt.<br />
Ist NO wirklich so selbstregulierend, dass man es bedenkenlos wie Vitamin C jedem zu jedem Zeitpunkt empfehlen kann, oder gibt es biochemische Situationen, bei denen es schädlich wirkt? Dazu eine klare Aussage von Dir und die Frage ist geklärt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Chris (edubily)		</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1509</link>

		<dc:creator><![CDATA[Chris (edubily)]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2015 11:32:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=3653#comment-1509</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1507&quot;&gt;Gerhard Jonschker&lt;/a&gt;.

Hey Gerhard, 


Stufe-2-Denken ist für mich: Erkennen, dass der Körper ein System ist, in dem es X Sub-Systeme gibt, die nur eine Gesamtfunktion gewährleisten können, wenn sie selbst funktionieren. Das meine ich, wenn ich vom Systemgedanken spreche hier. 


Darüber habe ich ausführlichst im Buch geschrieben und ich - meiner Meinung nach - einer der wenigen im Internet, die das auch so niederschreiben. 


Dieser Systemgedanke impliziert, dass man eben Vieles richtig machen muss. Daher schreiben wir von Blutwerten. Denn nur da kann man heute (!) einigermaßen (!) erkennen, wie es um Einen bestellt ist. 


Logischerweise impliziert dies auch, dass wir keine &quot;Basis&quot; schaffen müssen, wenn die &quot;Basis&quot; die Gesamtheit ist. Und es gilt: Man sollte Dysbalancen im System ausgleichen. Daher schreibe ich eben nicht nur über Arginin, sondern auch über das Immunsystem. Schreibe nicht nur von Ernährung, sondern eben auch vom &quot;System&quot;. 


Wenn man den Thesen glauben darf, die u. a. von Kuklinski (und anderen Behandelnden) vertreten werden, dann wird durch Nitro-Stress beispielsweise die mitochondriale Atmung blockiert. Durch die Gabe von Arginin als NO-Donor passiert genau das Gegenteil. ATP-Synthese und die Oxidation von Substraten steigt deutlich an. Die Studien findest Du alle im Buch oder hier auf der Seite. 


Wenn eine Äußerung &quot;fear-driven&quot; ist, dann bringt das rationale Gequatsche nichts. Denn du verlangst nach Evidenz, die ich Dir zeige, aber Du - wörtlich - glaubst daran nicht. 


Im Umkehrschluss meinst Du, dass man in einem autoregulativen System einfach so durch &quot;Zusammenkippen&quot; von zwei Substanzen (Tyrosin und NO) plötzlich eine Substanz erzeugt, die hoch schädlich ist. Vernachlässigst dabei aber erneut den Systemgedanken und reduziert es stattdessen auf eine Monodimension. Wissenschaftlichkeit: Wo ist die Arbeit, die zeigt, dass eine physiologische (!) Gabe von Tyrosin im Körper Nitrotyrosin entstehen lässt? Der Gedanke wäre alleine deshalb schon nicht richtig, weil NO selbst den Nitrostress (nachweislich) senken kann. 


Wie Du im Poeggeler-Skript nachgelesen hast, ist nicht NO der limitierende Faktor, sondern das Superoxidanion. Und das entsteht massig (!) beim Sport. Soll jetzt jeder aufhören Sport zu treiben, um etwaige Entstehung von Nitrostress zu verhindern? 


Ich verstehe, dass Du - als Wissenschaftler - alles genauesten analysiert haben möchtest. 


Aber ich trage gerne die Bürde des Vordenkers und postuliere Ideen, Gedanken, Hypothesen, nie aber Wahrheiten, die vielleicht sowieso niemals am Menschen &quot;getestet&quot; werden. Vielleicht sollte ich das klarer artikulieren, damit das so auch bei jedem ankommt. Das Verlangen nach Evidenz am Mensch ist schleppend-langsam. Schau mal in unser Forum. Dort findest Du mehr Evidenz als in irgendeinem Journal - zum heutigen Zeitpunkt, zum Thema Mikronährstoffzufuhr. Dazu siehst könntest Du vielleicht den von mir unten verlinkten Artikel lesen. 


Gerne nehme ich den Vorschlag an und werde in zukünftigen Ausführungen (vielleicht sogar explizit auf dieser Seite) vor Risiken warnen. Tatsächlich ist es so, dass wir derzeit an einem neuen Skript schreiben, das dieses Mal auch auf etwaige Nachteile eingeht, um Risiken zu vermeiden. Da bin ich bei Dir und das ist absolut sinnvoll und wichtig. 


Ich gebe Dir recht: Ich habe wohl mittlerweile auch Verantwortung. Die Entwicklung (nach dem Buch) hätte niemand so erahnen können, denn schließlich war das Buch gedacht für die - damals - 500 Leser, als Quasi-Zusammenfassung. Mittlerweile hat sich das mehr als ver-4-facht. Und tatsächlich wird es das &quot;Handbuch&quot; nicht mehr lange geben bei Amazon - wir haben alle dazu gelernt, lernen immer noch und sind stets bemüht, auf alle Aspekte adäquat einzugehen. 


Allerdings müssen Leute sich trennen von &quot;Fremdverschulden&quot; und stattdessen &quot;Eigenverantwortung&quot; kennen lernen. 


Außerdem müssen Leute lernen, dass kein Autor auf der Welt die Wahrheit gefunden hat, die es auch aufgrund des Kontextes niemals geben wird. Man sollte alles, was man liest, als Idee, als Möglichkeit verstehen - nicht als &quot;Wahrheit&quot;. 


Dies ist mit Sicherheit auch ein Stück weit meine Schuld, denn das, was ich sage, sage ich sehr eindringlich und die Leute verstehen das vermutlich dann nicht so, wie ich es meine. Allerdings muss man hier eben auch berücksichtigen und den Trade-Off-Suchen. Wie viel ist nötig, damit ich motiviere? Und ab wann verstehen die Leute es als Wahrheit, nicht mehr als Idee?


Herzliche Grüße, 
Chris]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1507">Gerhard Jonschker</a>.</p>
<p>Hey Gerhard, </p>
<p>Stufe-2-Denken ist für mich: Erkennen, dass der Körper ein System ist, in dem es X Sub-Systeme gibt, die nur eine Gesamtfunktion gewährleisten können, wenn sie selbst funktionieren. Das meine ich, wenn ich vom Systemgedanken spreche hier. </p>
<p>Darüber habe ich ausführlichst im Buch geschrieben und ich &#8211; meiner Meinung nach &#8211; einer der wenigen im Internet, die das auch so niederschreiben. </p>
<p>Dieser Systemgedanke impliziert, dass man eben Vieles richtig machen muss. Daher schreiben wir von Blutwerten. Denn nur da kann man heute (!) einigermaßen (!) erkennen, wie es um Einen bestellt ist. </p>
<p>Logischerweise impliziert dies auch, dass wir keine &#8222;Basis&#8220; schaffen müssen, wenn die &#8222;Basis&#8220; die Gesamtheit ist. Und es gilt: Man sollte Dysbalancen im System ausgleichen. Daher schreibe ich eben nicht nur über Arginin, sondern auch über das Immunsystem. Schreibe nicht nur von Ernährung, sondern eben auch vom &#8222;System&#8220;. </p>
<p>Wenn man den Thesen glauben darf, die u. a. von Kuklinski (und anderen Behandelnden) vertreten werden, dann wird durch Nitro-Stress beispielsweise die mitochondriale Atmung blockiert. Durch die Gabe von Arginin als NO-Donor passiert genau das Gegenteil. ATP-Synthese und die Oxidation von Substraten steigt deutlich an. Die Studien findest Du alle im Buch oder hier auf der Seite. </p>
<p>Wenn eine Äußerung &#8222;fear-driven&#8220; ist, dann bringt das rationale Gequatsche nichts. Denn du verlangst nach Evidenz, die ich Dir zeige, aber Du &#8211; wörtlich &#8211; glaubst daran nicht. </p>
<p>Im Umkehrschluss meinst Du, dass man in einem autoregulativen System einfach so durch &#8222;Zusammenkippen&#8220; von zwei Substanzen (Tyrosin und NO) plötzlich eine Substanz erzeugt, die hoch schädlich ist. Vernachlässigst dabei aber erneut den Systemgedanken und reduziert es stattdessen auf eine Monodimension. Wissenschaftlichkeit: Wo ist die Arbeit, die zeigt, dass eine physiologische (!) Gabe von Tyrosin im Körper Nitrotyrosin entstehen lässt? Der Gedanke wäre alleine deshalb schon nicht richtig, weil NO selbst den Nitrostress (nachweislich) senken kann. </p>
<p>Wie Du im Poeggeler-Skript nachgelesen hast, ist nicht NO der limitierende Faktor, sondern das Superoxidanion. Und das entsteht massig (!) beim Sport. Soll jetzt jeder aufhören Sport zu treiben, um etwaige Entstehung von Nitrostress zu verhindern? </p>
<p>Ich verstehe, dass Du &#8211; als Wissenschaftler &#8211; alles genauesten analysiert haben möchtest. </p>
<p>Aber ich trage gerne die Bürde des Vordenkers und postuliere Ideen, Gedanken, Hypothesen, nie aber Wahrheiten, die vielleicht sowieso niemals am Menschen &#8222;getestet&#8220; werden. Vielleicht sollte ich das klarer artikulieren, damit das so auch bei jedem ankommt. Das Verlangen nach Evidenz am Mensch ist schleppend-langsam. Schau mal in unser Forum. Dort findest Du mehr Evidenz als in irgendeinem Journal &#8211; zum heutigen Zeitpunkt, zum Thema Mikronährstoffzufuhr. Dazu siehst könntest Du vielleicht den von mir unten verlinkten Artikel lesen. </p>
<p>Gerne nehme ich den Vorschlag an und werde in zukünftigen Ausführungen (vielleicht sogar explizit auf dieser Seite) vor Risiken warnen. Tatsächlich ist es so, dass wir derzeit an einem neuen Skript schreiben, das dieses Mal auch auf etwaige Nachteile eingeht, um Risiken zu vermeiden. Da bin ich bei Dir und das ist absolut sinnvoll und wichtig. </p>
<p>Ich gebe Dir recht: Ich habe wohl mittlerweile auch Verantwortung. Die Entwicklung (nach dem Buch) hätte niemand so erahnen können, denn schließlich war das Buch gedacht für die &#8211; damals &#8211; 500 Leser, als Quasi-Zusammenfassung. Mittlerweile hat sich das mehr als ver-4-facht. Und tatsächlich wird es das &#8222;Handbuch&#8220; nicht mehr lange geben bei Amazon &#8211; wir haben alle dazu gelernt, lernen immer noch und sind stets bemüht, auf alle Aspekte adäquat einzugehen. </p>
<p>Allerdings müssen Leute sich trennen von &#8222;Fremdverschulden&#8220; und stattdessen &#8222;Eigenverantwortung&#8220; kennen lernen. </p>
<p>Außerdem müssen Leute lernen, dass kein Autor auf der Welt die Wahrheit gefunden hat, die es auch aufgrund des Kontextes niemals geben wird. Man sollte alles, was man liest, als Idee, als Möglichkeit verstehen &#8211; nicht als &#8222;Wahrheit&#8220;. </p>
<p>Dies ist mit Sicherheit auch ein Stück weit meine Schuld, denn das, was ich sage, sage ich sehr eindringlich und die Leute verstehen das vermutlich dann nicht so, wie ich es meine. Allerdings muss man hier eben auch berücksichtigen und den Trade-Off-Suchen. Wie viel ist nötig, damit ich motiviere? Und ab wann verstehen die Leute es als Wahrheit, nicht mehr als Idee?</p>
<p>Herzliche Grüße,<br />
Chris</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Gerhard Jonschker		</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1508</link>

		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Jonschker]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2015 08:50:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=3653#comment-1508</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1501&quot;&gt;Chris (edubily)&lt;/a&gt;.

Kurzer Kommentar, der zu meinem letzten Post passt.

Du wirfst nicht nur Ideen in den Raum.... alles andere als das! 

Wie dein Namensvetter schreibt, bist Du jetzt Vorbild. Menschen zitieren Dich und übernehmen vieles, was Du schreibst für Ihr tägliches Leben. Damit hast Du nicht mehr nur Verantwortung für Deinen Körper, sondern ein Stück weit für das Leben Deiner Leser.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1501">Chris (edubily)</a>.</p>
<p>Kurzer Kommentar, der zu meinem letzten Post passt.</p>
<p>Du wirfst nicht nur Ideen in den Raum&#8230;. alles andere als das! </p>
<p>Wie dein Namensvetter schreibt, bist Du jetzt Vorbild. Menschen zitieren Dich und übernehmen vieles, was Du schreibst für Ihr tägliches Leben. Damit hast Du nicht mehr nur Verantwortung für Deinen Körper, sondern ein Stück weit für das Leben Deiner Leser.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Gerhard Jonschker		</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1507</link>

		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Jonschker]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2015 08:42:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=3653#comment-1507</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1506&quot;&gt;Chris (edubily)&lt;/a&gt;.

Hi Chris,

danke für die Antwort.
Ich denke, wir sind gar nicht so weit voneinander entfernt. 
Das mit dem NO über Arginin und co. ist eine sinnvolle Bereicherung meines Repertoires und ich bin auch dankbar für den Tip. 
Leider bin ich durch meine Erfahrungen und mein Alter wohl deutlich vorsichtiger in der Beurteilung vieler Dinge geworden. Das bedeutet nicht, dass ich im Recht bin, aber um in Deinem Bild zu bleiben, es gibt nicht nur Level 1 und 2 Denken, sondern auch 3, 4 und 5 und dann ergibt sich wahrscheinlich plötzlich, dass gewisse Voraussetzungen in der Körperchemie notwendig sind, bevor man z.B. 10 g/d Citrullin ungefährdet konsumieren darf.
Ein Problem ist doch, dass man z.B. bei nitrosativem Stress nicht gleich leidet oder umfällt, sondern es entsteht unbemerkt ein Schaden, der später zu ernsten Folgen führen kann. Der Bodybuilder z.B. weiß doch nicht, warum er mit 50 plötzlich Krebs bekommt und der Zusammenhang ist sehr schwer herzustellen, trotzdem gibt es eine Wahrscheinlichkeit, um mal den Worst Case zu konstruieren.
Der durchschnittliche Leser Deines Buches ist nicht in der Lage, Risiken adäquat zu bewerten, also muss man ihm meiner Meinung nach Hilfestellung leisten und z.B. einen Stufenplan anbieten, in dem zuerst eine &quot;Grundsanierung&quot; des Antioxidantienhaushalts steht, bevor mit hoher Jodgabe und NO der Stoffwechsel massiv angekurbelt wird.
Klar, wenn (und nur wenn) das Paper, welches beschreibt dass NO Gabe selbstregulierend auch den nitrosativen Stress senkt, im Recht ist und kein Aspekt vernachlässigt wurde, dann könnte es tatsächlich sein, dass das ungefährlich ist, aber offen gesagt, glaube ich nicht daran. Das mag das Alter sein...

Stell&#039; dir vor, jemand fängt gerade mit dem Training an, hasst Gemüse und haut sich gleichzeitig Tyrosin zur Motivation und Citrullin in Mengen &#039;rein. Dann hast Du jede Menge NO, das mit Tyrosin zum Nitrotyrosin, dem ultimativen Bad Guy im Körper reagiert. Das ist aus meiner Sicht ein sehr ernstzunehmender, leider wahrscheinlicher Fall. Das hat heftigere Wirkungen und Nebenwirkungen als viele Medikamente!

Auf den Punkt gebracht: 
Ich finde, Du machst einen richtig guten Job, sprichst Leute auf einer anderen Ebene an als Strunz und co., alles prima. Ich vermisse allerdings eine saubere Risikokommunikation, eine wissenschaftlich korrekte Trennung von gesicherter Theorie und Hypothese, von anekdotischer eigener &quot;Erfahrung&quot; und statistisch gesicherter Evidenz. 

Du bist jetzt Vorbild und Beeinflusser vieler Menschen, das geht mit enormer Verantwortung einher. Nicht nur Verantwortung für den positiven Erfolg, sondern auch für die Risikovermeidung. Die kommt mir persönlich noch zu kurz.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1506">Chris (edubily)</a>.</p>
<p>Hi Chris,</p>
<p>danke für die Antwort.<br />
Ich denke, wir sind gar nicht so weit voneinander entfernt.<br />
Das mit dem NO über Arginin und co. ist eine sinnvolle Bereicherung meines Repertoires und ich bin auch dankbar für den Tip.<br />
Leider bin ich durch meine Erfahrungen und mein Alter wohl deutlich vorsichtiger in der Beurteilung vieler Dinge geworden. Das bedeutet nicht, dass ich im Recht bin, aber um in Deinem Bild zu bleiben, es gibt nicht nur Level 1 und 2 Denken, sondern auch 3, 4 und 5 und dann ergibt sich wahrscheinlich plötzlich, dass gewisse Voraussetzungen in der Körperchemie notwendig sind, bevor man z.B. 10 g/d Citrullin ungefährdet konsumieren darf.<br />
Ein Problem ist doch, dass man z.B. bei nitrosativem Stress nicht gleich leidet oder umfällt, sondern es entsteht unbemerkt ein Schaden, der später zu ernsten Folgen führen kann. Der Bodybuilder z.B. weiß doch nicht, warum er mit 50 plötzlich Krebs bekommt und der Zusammenhang ist sehr schwer herzustellen, trotzdem gibt es eine Wahrscheinlichkeit, um mal den Worst Case zu konstruieren.<br />
Der durchschnittliche Leser Deines Buches ist nicht in der Lage, Risiken adäquat zu bewerten, also muss man ihm meiner Meinung nach Hilfestellung leisten und z.B. einen Stufenplan anbieten, in dem zuerst eine &#8222;Grundsanierung&#8220; des Antioxidantienhaushalts steht, bevor mit hoher Jodgabe und NO der Stoffwechsel massiv angekurbelt wird.<br />
Klar, wenn (und nur wenn) das Paper, welches beschreibt dass NO Gabe selbstregulierend auch den nitrosativen Stress senkt, im Recht ist und kein Aspekt vernachlässigt wurde, dann könnte es tatsächlich sein, dass das ungefährlich ist, aber offen gesagt, glaube ich nicht daran. Das mag das Alter sein&#8230;</p>
<p>Stell&#8216; dir vor, jemand fängt gerade mit dem Training an, hasst Gemüse und haut sich gleichzeitig Tyrosin zur Motivation und Citrullin in Mengen &#8218;rein. Dann hast Du jede Menge NO, das mit Tyrosin zum Nitrotyrosin, dem ultimativen Bad Guy im Körper reagiert. Das ist aus meiner Sicht ein sehr ernstzunehmender, leider wahrscheinlicher Fall. Das hat heftigere Wirkungen und Nebenwirkungen als viele Medikamente!</p>
<p>Auf den Punkt gebracht:<br />
Ich finde, Du machst einen richtig guten Job, sprichst Leute auf einer anderen Ebene an als Strunz und co., alles prima. Ich vermisse allerdings eine saubere Risikokommunikation, eine wissenschaftlich korrekte Trennung von gesicherter Theorie und Hypothese, von anekdotischer eigener &#8222;Erfahrung&#8220; und statistisch gesicherter Evidenz. </p>
<p>Du bist jetzt Vorbild und Beeinflusser vieler Menschen, das geht mit enormer Verantwortung einher. Nicht nur Verantwortung für den positiven Erfolg, sondern auch für die Risikovermeidung. Die kommt mir persönlich noch zu kurz.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Chris (edubily)		</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1506</link>

		<dc:creator><![CDATA[Chris (edubily)]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2015 06:57:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=3653#comment-1506</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1505&quot;&gt;Gerhard Jonschker&lt;/a&gt;.

Hi Gerhard, 

dachte mir bereits, dass Du Probleme in dieser Richtung hast. 

Der von mir erwähnte Arzt nutzt dieses Produkt bewusst. 

Bodybuilder sind nicht der alleinige Maßstab, aber man muss doch erkennen, dass es Dinge auf dem Markt gibt, die seit Jahrzehnten von Tausenden genutzt werden, ohne, dass dabei plötzlich jeder an nitrosativem Stress leidet. 

Darüberhinaus kann jedes NEM &quot;stark&quot; wirken. Wie eben alles im Leben, das nicht sachgemäß genutzt wird. 

Insofern argumentiere ich mit eigener Erfahrung, Epidemiologie, Evolution und physiologischen Dosen. 

Gleiches gilt für Tyrosin: Ich bin da voll bei Dir. 5 g Tyrosin kann die Psyche und das Nervensystem schon gut durch die Decke gehen lassen. 

Aber dazu habe ich gestern ein breites Statement abgegeben. 

Ich drücke mich nicht vor der NO-Frage. Ich habe sie, so gut es geht, mit einem breiten Kommentar beantwortet. Man kann niemals zu 100 % sagen, ob ein Fall eintritt oder nicht. Man muss sich doch allerdings im Klaren darüber sein, dass man strikt unterscheiden muss zwischen pathologischen und normalen Zuständen.

Und nitrosativer Stress, wie von Kuklinski beschrieben, mag zwar in seiner Welt eine riesige Rolle spielen. Aber nicht, weil die Prävelenz extrem hoch ist, sondern weil er täglich damit konfrontiert wird. 

Und diesbezüglich habe doch auch hingeschrieben, dass Arginin selbst (!!) einen nitrosativen Stress unterbinden kann. Man kann Deine Frage nicht einfach so beantworten. &quot;Ab hier ist die Grenze und dann hast Du nitrosativen Stress&quot;. Das geht nicht. Lies doch einfach einmal bei Poeggeler nach. Zum Beispiel hier: http://www.ralf-kollinger.de/wp/wp-content/uploads/2014/03/Poeggeler-Arginin-Nitrosativen-Stress-durch-L-Arginin-ausschalten.pdf


Dann wird dir schnell klar, dass nitrosativer Stress nicht direkt mit der NO-Konzentration zusammenhängt. 

Ein Raucherkörper zeigt chronische Adaptationen, auch im Antiox-Haushalt. Sonst würde der Körper das nicht so einfach mitmachen. Und auch hier noch einmal: Der menschliche Körper ist ein System. 

(Die weit größte Superoxid-Anion-Fabrik im Körper sind die Mitochondrien, Stichwort Sport.)

Wenn man schon an einer Stelle schrauben will, dann sollte man die anderen Bestandteile eben auch berücksichtigen.



Alles in allem finde ich, dass Du NEM zu stark als Chemie ansiehst (Vergleich Medikament), als als Nahrungsmittelbestandteile - der Gedanke dahinter war nicht: Nimm alles exorbitant, sondern: Finde Deine Schwächen und kompensiere das, was Du normalerweise mit der Nahrung hättest zuführen sollen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1505">Gerhard Jonschker</a>.</p>
<p>Hi Gerhard, </p>
<p>dachte mir bereits, dass Du Probleme in dieser Richtung hast. </p>
<p>Der von mir erwähnte Arzt nutzt dieses Produkt bewusst. </p>
<p>Bodybuilder sind nicht der alleinige Maßstab, aber man muss doch erkennen, dass es Dinge auf dem Markt gibt, die seit Jahrzehnten von Tausenden genutzt werden, ohne, dass dabei plötzlich jeder an nitrosativem Stress leidet. </p>
<p>Darüberhinaus kann jedes NEM &#8222;stark&#8220; wirken. Wie eben alles im Leben, das nicht sachgemäß genutzt wird. </p>
<p>Insofern argumentiere ich mit eigener Erfahrung, Epidemiologie, Evolution und physiologischen Dosen. </p>
<p>Gleiches gilt für Tyrosin: Ich bin da voll bei Dir. 5 g Tyrosin kann die Psyche und das Nervensystem schon gut durch die Decke gehen lassen. </p>
<p>Aber dazu habe ich gestern ein breites Statement abgegeben. </p>
<p>Ich drücke mich nicht vor der NO-Frage. Ich habe sie, so gut es geht, mit einem breiten Kommentar beantwortet. Man kann niemals zu 100 % sagen, ob ein Fall eintritt oder nicht. Man muss sich doch allerdings im Klaren darüber sein, dass man strikt unterscheiden muss zwischen pathologischen und normalen Zuständen.</p>
<p>Und nitrosativer Stress, wie von Kuklinski beschrieben, mag zwar in seiner Welt eine riesige Rolle spielen. Aber nicht, weil die Prävelenz extrem hoch ist, sondern weil er täglich damit konfrontiert wird. </p>
<p>Und diesbezüglich habe doch auch hingeschrieben, dass Arginin selbst (!!) einen nitrosativen Stress unterbinden kann. Man kann Deine Frage nicht einfach so beantworten. &#8222;Ab hier ist die Grenze und dann hast Du nitrosativen Stress&#8220;. Das geht nicht. Lies doch einfach einmal bei Poeggeler nach. Zum Beispiel hier: <a href="http://www.ralf-kollinger.de/wp/wp-content/uploads/2014/03/Poeggeler-Arginin-Nitrosativen-Stress-durch-L-Arginin-ausschalten.pdf" rel="nofollow ugc">http://www.ralf-kollinger.de/wp/wp-content/uploads/2014/03/Poeggeler-Arginin-Nitrosativen-Stress-durch-L-Arginin-ausschalten.pdf</a></p>
<p>Dann wird dir schnell klar, dass nitrosativer Stress nicht direkt mit der NO-Konzentration zusammenhängt. </p>
<p>Ein Raucherkörper zeigt chronische Adaptationen, auch im Antiox-Haushalt. Sonst würde der Körper das nicht so einfach mitmachen. Und auch hier noch einmal: Der menschliche Körper ist ein System. </p>
<p>(Die weit größte Superoxid-Anion-Fabrik im Körper sind die Mitochondrien, Stichwort Sport.)</p>
<p>Wenn man schon an einer Stelle schrauben will, dann sollte man die anderen Bestandteile eben auch berücksichtigen.</p>
<p>Alles in allem finde ich, dass Du NEM zu stark als Chemie ansiehst (Vergleich Medikament), als als Nahrungsmittelbestandteile &#8211; der Gedanke dahinter war nicht: Nimm alles exorbitant, sondern: Finde Deine Schwächen und kompensiere das, was Du normalerweise mit der Nahrung hättest zuführen sollen.</p>
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		<title>
		Von: Gerhard Jonschker		</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1505</link>

		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Jonschker]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2015 05:30:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=3653#comment-1505</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1504&quot;&gt;Chris (edubily)&lt;/a&gt;.

Chris,

danke für Deine Antwort. Ich sehe Deinen Punkt und bin auch in sofern bei Dir, dass ich eine chronische Krankheit habe, die lt. führenden Fachärtzen nicht behandelbar ist und ich habe es mit speziellen NEM und viel Körpergefühl geschafft, dass meine Blutwerte immer besser anstatt schlechter werden. Die Ärzte verstehen es nicht.

Was das Jod angeht, werden wir keine Einigkeit erzielen, da es einfach unlogisch für mich ist, Jod zu nehmen und damit oxidativen Stress zu verursachen, wenn ich gleich Jodid nehmen kann. Ich fürchte, dass Lugol nur deshalb von dem von Dir beschriebenen Arzt genommen wurde, weil es im Regal stand und &quot;Jod&quot; drauf geschrieben war. Mit Chemiekenntnissen ist es leider oft nicht weit her bei den Ärzten.

Bei Deiner Antwort bzgl. NO sehe ich natürlich die Erfahrung der Bodybuilder , wobei offen gesagt, deren Risikobereitschaft für mich nicht als Maß der Dinge dient, um allgemeine Statements abzuleiten. 
Aus meiner Sicht ist Arginin und Citrullin ein Medikament, wenn es in den angegebenen Mengen zugeführt wird. Die Effekte der massiven Durchblutungssteigerung und Blutdrucksenkung sind größer als die mancher Pharmamittel. Tyrosin ist auch so ein Fall. Wer da mal ein paar Gramm einwirft, merkt dass das nicht einfach eine beliebige Aminosäure ist. 
Auf was ich herauswill ist dass diese NEMs nicht so ungefährlich sind, denn was wirkt hat auch potenziell Nebenwirkungen.

Ich glaube Dir, dass NO eine herausragende Rolle spielt und dass das mit dem Arginin/Citrullin helfen kann. Die Frage, um die Du Dich etwas herumdrückst ist doch: Kann ich dem durchschnittlichen Leser empfehlen das zu nehmen, ohne dass er das Risiko von nitrosativem Stress eingeht? Wie kann er feststellen, dass er das nehmen kann?
Ich stimme nicht überein, dass z.B. ein ausgelaugter Raucher das problemlos nehmen kann. Da fehlt es massiv an Antioxidantien, was man auch im Blutbild nachweisen könnte. Wenn dann NO massiv hochgefahren wird, ist aus meiner Sicht die Gefahr zu hoch, dass das NO nicht mehr allein positiv wirkt. 

Genau wie Du richtigerweise bei Eisen und Kupfer erwähnst sind diese Stoffe, auch wie ß-Carotin, potenziell schädlich, wenn sie nicht durch ein gefülltes Antioxidantiendepot in Schach gehalten werden. 

Da fehlt mir einfach die Anwendersicherheit, bzw. der Indikator ab wann man das problemlos machen kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1504">Chris (edubily)</a>.</p>
<p>Chris,</p>
<p>danke für Deine Antwort. Ich sehe Deinen Punkt und bin auch in sofern bei Dir, dass ich eine chronische Krankheit habe, die lt. führenden Fachärtzen nicht behandelbar ist und ich habe es mit speziellen NEM und viel Körpergefühl geschafft, dass meine Blutwerte immer besser anstatt schlechter werden. Die Ärzte verstehen es nicht.</p>
<p>Was das Jod angeht, werden wir keine Einigkeit erzielen, da es einfach unlogisch für mich ist, Jod zu nehmen und damit oxidativen Stress zu verursachen, wenn ich gleich Jodid nehmen kann. Ich fürchte, dass Lugol nur deshalb von dem von Dir beschriebenen Arzt genommen wurde, weil es im Regal stand und &#8222;Jod&#8220; drauf geschrieben war. Mit Chemiekenntnissen ist es leider oft nicht weit her bei den Ärzten.</p>
<p>Bei Deiner Antwort bzgl. NO sehe ich natürlich die Erfahrung der Bodybuilder , wobei offen gesagt, deren Risikobereitschaft für mich nicht als Maß der Dinge dient, um allgemeine Statements abzuleiten.<br />
Aus meiner Sicht ist Arginin und Citrullin ein Medikament, wenn es in den angegebenen Mengen zugeführt wird. Die Effekte der massiven Durchblutungssteigerung und Blutdrucksenkung sind größer als die mancher Pharmamittel. Tyrosin ist auch so ein Fall. Wer da mal ein paar Gramm einwirft, merkt dass das nicht einfach eine beliebige Aminosäure ist.<br />
Auf was ich herauswill ist dass diese NEMs nicht so ungefährlich sind, denn was wirkt hat auch potenziell Nebenwirkungen.</p>
<p>Ich glaube Dir, dass NO eine herausragende Rolle spielt und dass das mit dem Arginin/Citrullin helfen kann. Die Frage, um die Du Dich etwas herumdrückst ist doch: Kann ich dem durchschnittlichen Leser empfehlen das zu nehmen, ohne dass er das Risiko von nitrosativem Stress eingeht? Wie kann er feststellen, dass er das nehmen kann?<br />
Ich stimme nicht überein, dass z.B. ein ausgelaugter Raucher das problemlos nehmen kann. Da fehlt es massiv an Antioxidantien, was man auch im Blutbild nachweisen könnte. Wenn dann NO massiv hochgefahren wird, ist aus meiner Sicht die Gefahr zu hoch, dass das NO nicht mehr allein positiv wirkt. </p>
<p>Genau wie Du richtigerweise bei Eisen und Kupfer erwähnst sind diese Stoffe, auch wie ß-Carotin, potenziell schädlich, wenn sie nicht durch ein gefülltes Antioxidantiendepot in Schach gehalten werden. </p>
<p>Da fehlt mir einfach die Anwendersicherheit, bzw. der Indikator ab wann man das problemlos machen kann.</p>
]]></content:encoded>
		
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		<title>
		Von: Chris (edubily)		</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1504</link>

		<dc:creator><![CDATA[Chris (edubily)]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2015 18:59:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=3653#comment-1504</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1503&quot;&gt;Gerhard Jonschker&lt;/a&gt;.

Hallo Gerhard, 


ich finde es hervorragend, dass Du Dich hier an mich/uns wendest und Dich nicht nur distanziert und recht anonym über eine externe Plattform äußerst. 


Zur Lugolsche Lösung: Probiere es doch einmal aus :-) Erfahrungen von vielen Menschen müssen sich - entgegen der Auffassung der Theorie - nicht irren. Die Empfehlung, von der Du sprichst, steht im Anhang in einer Tabelle mit der Überschrift &quot;bei Mangel&quot;. Es spricht ja auch keiner von chronischer Zufuhr.


Ich habe mit Lugol meine Schilddrüsenfunktion nachweislich wiederhergestellt ohne Beschwerden, die durch einen möglichen Jod-Missbrauch hätten verursacht werden können (gleichzeitig hat sich meine Magenschleimhautentzündung verabschiedet). Wenngleich ich Deine Bedenken natürlich teile! Insbesondere im Hinblick auf Hochdosen in Relation zu Schilddrüsenerkrankungen. 


Dennoch müsstest Du bei Deiner Äußerung doch auch in Betracht ziehen, dass Ärzte wie Doktor Brownstein eine Lugol-Lösung in Tablettenform (Iodoral) anbieten - dieser Arzt weiß mit Sicherheit auch nicht alles, aber hat klinische Erfahrung, hat zu diesem Thema geforscht und hat Bücher dazu geschrieben - die Rezensionen sind frei verfügbar via google und amazon. 


Doch, um das noch einmal klar zu artikulieren: Ich empfehle nicht jedem (Stichwort Individualität), Lugol in exorbitanten Mengen zuzuführen, zeige aber gleichzeitig auf, dass es durchaus Sinn machen kann (anhand meines persönlich erlebten Beispiels). 


Zu Deiner NO-Frage: 


Dazu muss man beispielsweise wissen, dass der Körper selbst antioxidative Kapazitäten aufweist. Das heißt, dass man sehr unwahrscheinlich davon ausgehen muss, dass eine zusätzliche Antiox-Supplementation nötig wäre, um sich vor freien Radikalen zu schützen. (Im Übrigen gilt das auch für Raucher, die diese &quot;Achse&quot; sicherlich stark strapazieren, aber im eigentlichen Sinne nicht auf Extra-Zufuhr von Vitamin C angewiesen sind.)


Doch hier knüpft der Systemgedanke an: Damit der Körper selbst ausreichend Antiox-Kapazitäten synthetisiert, braucht er Mangan, Zink, Kupfer und Eisen, wobei letzteres Spurenelement selbst pro-oxidativ wirken kann, wenn zu hoch dosiert. 


Wie im Buch geschrieben: Stimmen die Mikronährstoff-Werte, so kann man davon ausgehen, dass die Antiox-Kapazität auch gegeben ist. 


Leider ist das natürlich eine Vereinfachung, denn auch Hormone wie fT3 regulieren diverse Aspekte diesbezüglich. Daher wieder: Blutwerte? 


Kraftsportler (mittlerweile ist es Mode!) führen seit Jahrzehnten &quot;Pump&quot;-Supplemente zu, die alle Arginin und Citrullin beinhalten, in bisweilen hohen Mengen. In dieser Szene nimmt man das Ganze nicht so konservativ an, im Gegenteil. Es war schon immer so, dass Menschen in dieser Szene offener gegenüber neuen Erkenntnissen waren. Denn instinktiv wissen diese Menschen Bescheid über ein Körpergefühl. Man wird schnell merken, ob es einem gut tut oder nicht. 


Aber genau das ist der Punkt: Man muss es ausprobieren! 


Fakt ist: Ein gesunder Mensch ohne Vorerkrankung kann ohne Probleme von einer Arginin-Gabe (als Beispiel) profitieren. Denn, was man recht schnell vergisst: Die 10 g &quot;extra&quot; könnten die 10 g sein, die einem täglich in der Tat fehlen. Heißt: Der Körper würde sich bedanken, wenn er endlich einmal die Dosis bekäme, die er zum ordentlichen Funktionieren braucht. Doch hier müssten wir uns wieder streiten ob der Labor-Referenzwerte etc. 


Vergiss bitte nicht, dass Du bei Aminosäure-reicher Kost sowieso eine gehörige Portion Arginin aufnimmst oder aufnehmen würdest. Glaubt man Evolutionsbiologen, so ist eine Protein-reiche Kost evolutiv betrachtet &quot;verankerter&quot; als Vieles von dem, was wir heute sonst so praktizieren. Aber da schreit niemand laut auf. 


Das Gegenteil ist der Fall. Alles, was man täglich praktiziert, birgt Risiken. Doch soll man jetzt Jeden vorm Sportmachen warnen, weil 2 % der Sporttreibenden auf der Laufstrecke sterben? Du ahnst es. Den Fokus sollte man also nicht auf die 2 % lenken (heißt: auf die Pathologie), sondern auf die 98 %, die wesentlich davon profitieren und auch insbesondere dann profitieren werden, wenn sie den ausgiebig erläuterten System-Gedanken leben. Und dazu gehört eben, dass man sich um möglichst viele System-Komponenten kümmert, nicht nur um Citrullin oder Arginin. 


Arginin und Citrullin sind Nahrungsbestandteile, keine Medikamente. Bemerkenswert finde ich, dass es bei Dir mit &quot;deutlichen Effekten&quot; gewirkt hat: Hast Du Dich denn mal gefragt, warum das so ist? Sollten diese Effekte positiver Natur gewesen sein, dann solltest Du Dich fragen, ob Dein Körper hier eine Mangelsituation ausgleicht. Denn tatsächlich reagiert ein Körper immer dann auf etwas, wenn er es nicht kennt.


Und auch für Arginin und Citrullin gilt: Die Dosis macht das Gift. 10 g pro Tag extra sind normale, physiologische Mengen, die man spielendleicht mit Protein-reicher Kost erreichen kann. Zumal: 10 g Citrullin-Malat, als Beispiel, enthalten nicht 10 g Citrullin. 



Bevor man sich fragt, &quot;ab wann&quot; nitrosativer Stress entsteht (kann man nicht klar sagen), muss man nitrosativer Stress zunächst einmal klar definieren. Das habe ich nun mehrfach versucht zu tun. Und dann muss man auch meine Ergebnisse berücksichtigen, die aufzeigen, dass nicht Arginin oder gar NO daran &quot;schuld&quot; sind - das Gegenteil kann der Fall sein, wie Poeggeler das beeindruckend gezeigt hat. Dort stieg der NO-Wert im Blut an, aber nitrosativer Stress verringerte sich deutlich. 


Deine Fragen kann man mit Hintergrundwissen, Körpergefühl und Erfahrung beantworten, nicht aber 100-%ig genau mit Blutwerten oder sonstigen Analysen. Denn im Endeffekt impliziert ein System-Gedanke, dass ein dysfunktioneller Zustand multikausal verursacht werden kann. Und dann ist es die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Kuklinski macht es gleich anders: Er verschreibt eine Reihe von essentiellen Substanzen, um das Problem zu bekämpfen. 


Meine Rede. Stimmt das System, minimiert man das Risiko auf Dysfunktionen und umgekehrt. 


Ich kann leider, wie niemand, vor Missbrauch schützen. Ein bisschen Eigenverantwortung traue ich jedem Menschen durchaus zu. Das ist die Pflicht eines jeden Einzelnen. Denn bedenke: Es gibt &quot;Ratgeber&quot; wie Sand am Meer. 


Die staatliche Behörde empfiehlt 55 % Kohlenhydrate, wohl wissend, dass Kohlenhydrate im pathologischen Zustand hoch toxisch wirken können, wenn nicht richtig &quot;platziert&quot; in der Ernährung. Wieso wird das nicht kritisiert? 


Andere, sogar einer der von Dir zitierten Personen, empfehlen eine Anti-Krebs-Diät, jedem. Die Person ist kein Onkologe. Und die Studienlage, das kann man hier nachlesen, ist diesbezüglich noch sehr dürftig dazu. 


Wieder Andere haben mit dem Thema Ernährung überhaupt nichts am Hut und empfehlen eine so genannte &quot;Paläo-Diät&quot;, meistens auch noch direkt eine Kohlenhydrat-arme Kost. Keiner schreibt vorne drauf: Achtung, damit kannst du dir deine Schilddrüse kaputt machen. 


Ich könnte diese Liste endlos fortsetzen. 


Wenn ich ein Buch zum Thema Kraftsport schreibe, dann muss ich doch nicht explizit erwähnen, dass Hanteln auch auf den Fuß fallen können, was unter Umständen zu Knochenbrüchen führen kann. 


Im Endeffekt möchte ich dir damit eine Sache sagen: Uns fehlt, wie im Buch geschildert, nicht nur Stufe-2-Denken. Sondern vor allem ein Stufe-3-Denken. Den Körper wieder verstehen. Auf den Körper hören. Das weiß jeder, der diese Kunst beherrscht. Denn: Einem Tiger in Afrika muss man nicht sagen, ob er mit seinen drei Kilogramm Fleisch, die er gerade verzehrt hat, 10 oder 30 g Arginin aufgenommen hat. 


Vielen Dank für Deine Kritik, nach wie vor. Wenn ich auf Dich zugehen kann, dann vor allem bezüglich des Themas &quot;Differenzierung&quot; - nicht hier auf dem Blog (da sind wir kritisch genug), wohl aber vielleicht bei zukünftigen Büchern. Lehrgeld mussten wir, wie gesagt, genug zahlen. 


Herzliche Grüße, 
Chris]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://genetisches-maximum.de/ueber-genetisches-maximum/ein-paar-worte-zur-neuen-amazon-rezension/#comment-1503">Gerhard Jonschker</a>.</p>
<p>Hallo Gerhard, </p>
<p>ich finde es hervorragend, dass Du Dich hier an mich/uns wendest und Dich nicht nur distanziert und recht anonym über eine externe Plattform äußerst. </p>
<p>Zur Lugolsche Lösung: Probiere es doch einmal aus :-) Erfahrungen von vielen Menschen müssen sich &#8211; entgegen der Auffassung der Theorie &#8211; nicht irren. Die Empfehlung, von der Du sprichst, steht im Anhang in einer Tabelle mit der Überschrift &#8222;bei Mangel&#8220;. Es spricht ja auch keiner von chronischer Zufuhr.</p>
<p>Ich habe mit Lugol meine Schilddrüsenfunktion nachweislich wiederhergestellt ohne Beschwerden, die durch einen möglichen Jod-Missbrauch hätten verursacht werden können (gleichzeitig hat sich meine Magenschleimhautentzündung verabschiedet). Wenngleich ich Deine Bedenken natürlich teile! Insbesondere im Hinblick auf Hochdosen in Relation zu Schilddrüsenerkrankungen. </p>
<p>Dennoch müsstest Du bei Deiner Äußerung doch auch in Betracht ziehen, dass Ärzte wie Doktor Brownstein eine Lugol-Lösung in Tablettenform (Iodoral) anbieten &#8211; dieser Arzt weiß mit Sicherheit auch nicht alles, aber hat klinische Erfahrung, hat zu diesem Thema geforscht und hat Bücher dazu geschrieben &#8211; die Rezensionen sind frei verfügbar via google und amazon. </p>
<p>Doch, um das noch einmal klar zu artikulieren: Ich empfehle nicht jedem (Stichwort Individualität), Lugol in exorbitanten Mengen zuzuführen, zeige aber gleichzeitig auf, dass es durchaus Sinn machen kann (anhand meines persönlich erlebten Beispiels). </p>
<p>Zu Deiner NO-Frage: </p>
<p>Dazu muss man beispielsweise wissen, dass der Körper selbst antioxidative Kapazitäten aufweist. Das heißt, dass man sehr unwahrscheinlich davon ausgehen muss, dass eine zusätzliche Antiox-Supplementation nötig wäre, um sich vor freien Radikalen zu schützen. (Im Übrigen gilt das auch für Raucher, die diese &#8222;Achse&#8220; sicherlich stark strapazieren, aber im eigentlichen Sinne nicht auf Extra-Zufuhr von Vitamin C angewiesen sind.)</p>
<p>Doch hier knüpft der Systemgedanke an: Damit der Körper selbst ausreichend Antiox-Kapazitäten synthetisiert, braucht er Mangan, Zink, Kupfer und Eisen, wobei letzteres Spurenelement selbst pro-oxidativ wirken kann, wenn zu hoch dosiert. </p>
<p>Wie im Buch geschrieben: Stimmen die Mikronährstoff-Werte, so kann man davon ausgehen, dass die Antiox-Kapazität auch gegeben ist. </p>
<p>Leider ist das natürlich eine Vereinfachung, denn auch Hormone wie fT3 regulieren diverse Aspekte diesbezüglich. Daher wieder: Blutwerte? </p>
<p>Kraftsportler (mittlerweile ist es Mode!) führen seit Jahrzehnten &#8222;Pump&#8220;-Supplemente zu, die alle Arginin und Citrullin beinhalten, in bisweilen hohen Mengen. In dieser Szene nimmt man das Ganze nicht so konservativ an, im Gegenteil. Es war schon immer so, dass Menschen in dieser Szene offener gegenüber neuen Erkenntnissen waren. Denn instinktiv wissen diese Menschen Bescheid über ein Körpergefühl. Man wird schnell merken, ob es einem gut tut oder nicht. </p>
<p>Aber genau das ist der Punkt: Man muss es ausprobieren! </p>
<p>Fakt ist: Ein gesunder Mensch ohne Vorerkrankung kann ohne Probleme von einer Arginin-Gabe (als Beispiel) profitieren. Denn, was man recht schnell vergisst: Die 10 g &#8222;extra&#8220; könnten die 10 g sein, die einem täglich in der Tat fehlen. Heißt: Der Körper würde sich bedanken, wenn er endlich einmal die Dosis bekäme, die er zum ordentlichen Funktionieren braucht. Doch hier müssten wir uns wieder streiten ob der Labor-Referenzwerte etc. </p>
<p>Vergiss bitte nicht, dass Du bei Aminosäure-reicher Kost sowieso eine gehörige Portion Arginin aufnimmst oder aufnehmen würdest. Glaubt man Evolutionsbiologen, so ist eine Protein-reiche Kost evolutiv betrachtet &#8222;verankerter&#8220; als Vieles von dem, was wir heute sonst so praktizieren. Aber da schreit niemand laut auf. </p>
<p>Das Gegenteil ist der Fall. Alles, was man täglich praktiziert, birgt Risiken. Doch soll man jetzt Jeden vorm Sportmachen warnen, weil 2 % der Sporttreibenden auf der Laufstrecke sterben? Du ahnst es. Den Fokus sollte man also nicht auf die 2 % lenken (heißt: auf die Pathologie), sondern auf die 98 %, die wesentlich davon profitieren und auch insbesondere dann profitieren werden, wenn sie den ausgiebig erläuterten System-Gedanken leben. Und dazu gehört eben, dass man sich um möglichst viele System-Komponenten kümmert, nicht nur um Citrullin oder Arginin. </p>
<p>Arginin und Citrullin sind Nahrungsbestandteile, keine Medikamente. Bemerkenswert finde ich, dass es bei Dir mit &#8222;deutlichen Effekten&#8220; gewirkt hat: Hast Du Dich denn mal gefragt, warum das so ist? Sollten diese Effekte positiver Natur gewesen sein, dann solltest Du Dich fragen, ob Dein Körper hier eine Mangelsituation ausgleicht. Denn tatsächlich reagiert ein Körper immer dann auf etwas, wenn er es nicht kennt.</p>
<p>Und auch für Arginin und Citrullin gilt: Die Dosis macht das Gift. 10 g pro Tag extra sind normale, physiologische Mengen, die man spielendleicht mit Protein-reicher Kost erreichen kann. Zumal: 10 g Citrullin-Malat, als Beispiel, enthalten nicht 10 g Citrullin. </p>
<p>Bevor man sich fragt, &#8222;ab wann&#8220; nitrosativer Stress entsteht (kann man nicht klar sagen), muss man nitrosativer Stress zunächst einmal klar definieren. Das habe ich nun mehrfach versucht zu tun. Und dann muss man auch meine Ergebnisse berücksichtigen, die aufzeigen, dass nicht Arginin oder gar NO daran &#8222;schuld&#8220; sind &#8211; das Gegenteil kann der Fall sein, wie Poeggeler das beeindruckend gezeigt hat. Dort stieg der NO-Wert im Blut an, aber nitrosativer Stress verringerte sich deutlich. </p>
<p>Deine Fragen kann man mit Hintergrundwissen, Körpergefühl und Erfahrung beantworten, nicht aber 100-%ig genau mit Blutwerten oder sonstigen Analysen. Denn im Endeffekt impliziert ein System-Gedanke, dass ein dysfunktioneller Zustand multikausal verursacht werden kann. Und dann ist es die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Kuklinski macht es gleich anders: Er verschreibt eine Reihe von essentiellen Substanzen, um das Problem zu bekämpfen. </p>
<p>Meine Rede. Stimmt das System, minimiert man das Risiko auf Dysfunktionen und umgekehrt. </p>
<p>Ich kann leider, wie niemand, vor Missbrauch schützen. Ein bisschen Eigenverantwortung traue ich jedem Menschen durchaus zu. Das ist die Pflicht eines jeden Einzelnen. Denn bedenke: Es gibt &#8222;Ratgeber&#8220; wie Sand am Meer. </p>
<p>Die staatliche Behörde empfiehlt 55 % Kohlenhydrate, wohl wissend, dass Kohlenhydrate im pathologischen Zustand hoch toxisch wirken können, wenn nicht richtig &#8222;platziert&#8220; in der Ernährung. Wieso wird das nicht kritisiert? </p>
<p>Andere, sogar einer der von Dir zitierten Personen, empfehlen eine Anti-Krebs-Diät, jedem. Die Person ist kein Onkologe. Und die Studienlage, das kann man hier nachlesen, ist diesbezüglich noch sehr dürftig dazu. </p>
<p>Wieder Andere haben mit dem Thema Ernährung überhaupt nichts am Hut und empfehlen eine so genannte &#8222;Paläo-Diät&#8220;, meistens auch noch direkt eine Kohlenhydrat-arme Kost. Keiner schreibt vorne drauf: Achtung, damit kannst du dir deine Schilddrüse kaputt machen. </p>
<p>Ich könnte diese Liste endlos fortsetzen. </p>
<p>Wenn ich ein Buch zum Thema Kraftsport schreibe, dann muss ich doch nicht explizit erwähnen, dass Hanteln auch auf den Fuß fallen können, was unter Umständen zu Knochenbrüchen führen kann. </p>
<p>Im Endeffekt möchte ich dir damit eine Sache sagen: Uns fehlt, wie im Buch geschildert, nicht nur Stufe-2-Denken. Sondern vor allem ein Stufe-3-Denken. Den Körper wieder verstehen. Auf den Körper hören. Das weiß jeder, der diese Kunst beherrscht. Denn: Einem Tiger in Afrika muss man nicht sagen, ob er mit seinen drei Kilogramm Fleisch, die er gerade verzehrt hat, 10 oder 30 g Arginin aufgenommen hat. </p>
<p>Vielen Dank für Deine Kritik, nach wie vor. Wenn ich auf Dich zugehen kann, dann vor allem bezüglich des Themas &#8222;Differenzierung&#8220; &#8211; nicht hier auf dem Blog (da sind wir kritisch genug), wohl aber vielleicht bei zukünftigen Büchern. Lehrgeld mussten wir, wie gesagt, genug zahlen. </p>
<p>Herzliche Grüße,<br />
Chris</p>
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