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	<title>Evolution - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
	<lastBuildDate>Thu, 05 Mar 2026 13:55:05 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Evolution - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<item>
		<title>Vitamin-D-Mangel durch Getreide</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2026 13:46:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Longevity]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin D3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8230; gibt es. Glaubst du nicht? Lass es mich erklären. Deutschland, das D-Mangel-Land Wir sind uns einig: Wir in Deutschland – von anderen Populationen wollen wir erst mal nicht sprechen – sind schlecht mit Vitamin [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; gibt es. Glaubst du nicht? Lass es mich erklären.</p>
<h2>Deutschland, das D-Mangel-Land</h2>
<p>Wir sind uns einig: Wir in Deutschland – von anderen Populationen wollen wir erst mal nicht sprechen – sind schlecht mit Vitamin D versorgt.</p>
<p><strong>Die Frage ist: Wie kommt&#8217;s?</strong></p>
<p>Auf Anhieb würde mir persönlich einfallen, dass die Zufuhr einfach nicht passt. Vitamin D kommt kaum in der Nahrung vor und ab spätestens Oktober bis März/April reicht die UV-Strahlung nicht aus, um genug VitD in der Haut selbst zu bilden (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5037520/">Q</a>).</p>
<p>Ohne Ergänzung sind das also mindestens vier ganze Monate, in denen der Körper keine exogene bzw. endogene Vitamin-D-Quelle hat. Auch das im Fettgewebe gespeicherte VitD reicht nicht – lässt sich schon an den niedrigen Spiegeln erkennen.</p>
<p>Und die wurden beispielsweise vom RKI via <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26162848/">Rabenberg et al. 2015</a> publiziert. Die Ergebnisse habe ich hier einmal zusammen mit zwei Datenpunkten aus <a href="https://link.springer.com/article/10.1186/s12889-025-24849-9">Tabriz et al. (2025)</a> vereinfacht darstellen lassen:</p>
<figure id="attachment_324982" aria-describedby="caption-attachment-324982" style="width: 2560px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Vitamin-D-Werte-in-Deutschland-scaled.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-324982 size-full" title="Vitamin D Werte in Deutschland" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Vitamin-D-Werte-in-Deutschland-scaled.png" alt="Vitamin D Werte in Deutschland" width="2560" height="1270" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Vitamin-D-Werte-in-Deutschland-scaled.png 2560w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Vitamin-D-Werte-in-Deutschland-300x149.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Vitamin-D-Werte-in-Deutschland-1024x508.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Vitamin-D-Werte-in-Deutschland-768x381.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Vitamin-D-Werte-in-Deutschland-1536x762.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Vitamin-D-Werte-in-Deutschland-2048x1016.png 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></a><figcaption id="caption-attachment-324982" class="wp-caption-text"><em><strong>Vitamin-D-Werte in Deutschland</strong></em></figcaption></figure>
<p>Was fällt auf? Genau: Nach Definition vom RKI sind die Deutschen <strong>in 7-8 Monaten von 12 inadäquat mit Vitamin D versorgt</strong>. Setzt man Referenzwerte nach <a href="https://www.mdpi.com/2218-1989/15/4/264">Publikationen</a> etwas höher an (≥ 75 nmol/l) , findet man eine ganzjährige Unterversorgung.</p>
<h2>Ernährung macht VitD-Mangel</h2>
<p>Was, wenn nicht nur saisonale Schwankungen entscheidend wären, sondern auch das, was man in den Mund steckt? Das im vorigen Beitrag verlinkte Cordain-Werk liefert dazu spannende Einsichten, Zitat:</p>
<blockquote><p>In Tierversuchen ist seit langem bekannt, dass ein übermäßiger Verzehr von Getreide bei einer Vielzahl von Tieren, darunter auch Primaten, zu einem Vitamin-D-Mangel führen kann.</p></blockquote>
<p>Jetzt wird&#8217;s spannend. Denn ohne darauf im Detail einzugehen, gibt es mindestens drei Faktoren wie diese getreidelastige Nahrung einen Vitamin-D-Mangel  (= niedriger 25-OHD-Spiegel im Blut) hervorrufen kann:</p>
<ol>
<li><strong>Calcium-Mangel primär:</strong> Fehlt Calcium muss das aktive VitD-Hormon Calcitriol ansteigen, was wiederum die Speicherform (25-OHD) im Blut wegreagiert.</li>
<li><strong>Calcium-Mangel sekundär</strong>: Wenn beispielsweise eine phytatreiche Kost dazu führt, dass weniger Calcium aufgenommen wird – größter Phytatlieferant hierzulande: Getreide. (Vgl. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40409467/">Q</a>)</li>
<li><strong>Entzündungen:</strong> Entzündungen steigern die Bildung vom aktiven VitD Calcitriol und lassen dadurch 25-OHD sinken – Entzündungen sind oft hausgemacht, vor allem im Darm.</li>
</ol>
<p>Hier setzen Studien an.</p>
<h2>Konkrete Beispiele</h2>
<p><strong>Beispiel Zöliakie.</strong> Die Krankheit macht auch die Knochen kaputt. Erstens ist die Ca-Aufnahme verringert und zweitens liegt eine chronische Darmentzündung vor. Resultat: niedrige VitD-Spiegel (Speicherform im Blut), viel systemisches Calcitriol macht hohe Knochenresorption.</p>
<p>→ Folglich normalisieren sich VitD-Spiegel bei glutenfreier Kost (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36676999/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10495140/">Q</a>, <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8963631/">Q</a>). Und die Knochenmasse gleich mit. Ohne eine Ergänzung.</p>
<p><strong>Beispiel IBS-D (Reizdarm). </strong>In Studien findet man häufig ein &#8222;Entzündungsmarker-Profil wie bei Zöliakie&#8220; und verringerte VitD-Spiegel. Natürlich.</p>
<p>→ Die VitD-Spiegel steigen bei einer Low-FODMAP-Ernährung (wenig Getreide) drastisch an. Ohne eine Ergänzung. Siehe Abb. unten. (Vgl. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33801020/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32498383/">Q</a>, <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7353020/">Q</a>)</p>
<p><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Low-Fodmap-Vitamin-D-Spiegel.png"><img decoding="async" class="wp-image-324993 aligncenter" title="Low Fodmap Vitamin D Spiegel" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Low-Fodmap-Vitamin-D-Spiegel.png" alt="Low Fodmap Vitamin D Spiegel" width="637" height="587" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Low-Fodmap-Vitamin-D-Spiegel.png 1186w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Low-Fodmap-Vitamin-D-Spiegel-300x276.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Low-Fodmap-Vitamin-D-Spiegel-1024x943.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Low-Fodmap-Vitamin-D-Spiegel-768x707.png 768w" sizes="(max-width: 637px) 100vw, 637px" /></a></p>
<p>Wie immer sollte man vorsichtig mit voreiligen Schlüssen sein – die saisonale Blutwertbestimmung hat sicher Einflüsse auf die Ergebnisse.</p>
<p>Nichtsdestotrotz liefern die Daten Hinweise darauf, dass die Ernährung ein gewisses metabolisches Profil begünstigt, das die VitD-Spiegel senken kann. Krankheit ist jedoch nur der Endpunkt dieser Störung.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Ich möchte daran erinnern, dass Gliadin-Antikörper in manchen Population in sehr hoher Frequenz (bis 30 %) gemessen werden – faktisch an Zöliakie erkrankt und diagnostiziert sind in der Regel etwa bis 2 % der Menschen. (Vgl. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39660199/">Q</a>)</p>
<h2>Ursache für tiefe Spiegel ist komplex</h2>
<p>Über unterschiedliche Wege kann Ernährung offenbar Einfluss auf die VitD-Spiegel haben.</p>
<p><strong>Bitte nicht falsch verstehen an der Stelle:</strong> Ich halte eine sinnvolle VitD-Ergänzung für essentiell, insbesondere über die sonnenarmen Monate. Die Frage ist nur, wie viel wirklich nötig ist und ob Vitamin D alleine die adäquate Strategie ist. Vermutlich nein.</p>
<p>Was nötig ist, um den Körper so gesund zu halten, dass man eine gute VitD-Basis hat, ist seit 12 Jahren Thema dieses Blogs.</p>
<div style="background: #f0f0f0; padding: 1.2em 1.4em; margin: 1.5em 0; font-family: inherit; color: #333; line-height: 1.7;">
<p style="margin: 0 0 0.5em 0;"><strong><span style="color: #333333; font-family: inherit; background-color: #f0f0f0;">Warum sind die VitD-Spiegel wichtiger als die Calcitriol-Spiegel?<br />
</span></strong><br />
Calcitriol ist das aktive Vitamin-D-Hormon. Es steigt systemisch vor allem unter Calcium-Mangel an.</p>
<p style="margin: 0 0 0.5em 0;">Alle Zellen brauchen Calcitriol, um normal zu funktionieren. Aber <em>nicht dieses systemische.</em> Denn die Zellen basteln sich ihr Calcitriol in viel höheren Mengen lokal und intrazellulär aus 25-OHD (&#8222;Vitamin D im Blut&#8220;) selbst – über ihr eigenes Enzym.</p>
<p style="margin: 0;">Daher kann es auch bei hohen systemischen Calcitriol-Spiegeln zu einem funktionellen Calcitriol-Mangel in den Zellen kommen – wenn das Substrat 25-OHD fehlt. <em>Aha!</em></p>
</div>
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		<title>Die dicken Kinder mit Zöliakie</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/die-dicken-kinder-mit-zoeliakie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2026 10:13:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer kennt sie noch? &#8222;Die dicken Kinder von Landau&#8220;, 90er-Jahre, Harald Schmidt. Da war die Südpfalz-Metropole, wie man Landau im Volksmund nennt, einmal ganz wichtig. Überregional bekannt – mit ihren &#8222;dicken Kindern&#8220;. Später gab es [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer kennt sie noch? &#8222;Die dicken Kinder von Landau&#8220;, 90er-Jahre, Harald Schmidt.</p>
<p>Da war die Südpfalz-Metropole, wie man Landau im Volksmund nennt, einmal ganz wichtig. Überregional bekannt – mit ihren &#8222;dicken Kindern&#8220;. Später gab es auch eine gute, gleichnamige Band ebd. Legendär auf Weinfesten.</p>
<p>Daher fand ich die Überschrift ganz hübsch. Denn: Zöliakie wird in der Regel ziemlich früh im Leben diagnosiziert. Hoffentlich! Bei mir leider nicht. Ich war eins von den &#8230; ach lassen wir das :-)</p>
<h2>Weizen kann extrem krank machen</h2>
<p>Mein halbes Leben habe ich mich – unwissend – mit einer extremen Störung herumschlagen müssen. Bin insofern hypersensibilisiert, was die Auswirkungen von Getreide angeht.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Findige Ärzte, Wissenschaftler und andere Experten, die freilich ihre Brötchen sehr lieben, würden entgegnen: Ausnahme. Tangiert die anderen doch nicht.</p>
<p>Meiner bescheidenen Erfahrung nach: Jeder (!) unterschätzt den negativen Einfluss von Getreide, insbesondere Weizen, auf den Körper. Das nennt sich heute ganz modern &#8222;Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität&#8220;. Wieder so ein komischer Begriff.</p>
<p>Trifft es Menschen besonders hart – Zöliakie, wie ich –, können nahezu alle Körperteile und -prozesse betroffen sein:</p>
<ul>
<li>natürlich Darm / Leaky gut</li>
<li>die Haut</li>
<li>die pubertäre Entwicklung und Körperreifung</li>
<li>der Energiestoffwechsel</li>
<li>das Immunsystem an sich / mit Neigung zu anderen Immunerkrankungen</li>
<li>insbesondere Gehirn / Psyche / Thema Depression bis hin zu Ataxie</li>
<li>und vieles andere</li>
</ul>
<p>Getreide – genauer: Weizen – kann Leben systemisch und systematisch zerstören.</p>
<p>Einer meiner Augenöffner war damals das legendäre Werk vom Paleo-Erfinder Loren Cordain,</p>
<p style="text-align: center;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/02/Cerealarticle-3.pdf"><strong>Getreide: Das zweischneidige Schwert der Menschheit (klick)</strong></a></p>
<p>Ein Meisterwerk. Da steht ja wirklich fast alles drin, was man wissen muss. Sollte JEDER (jaa, du, genau du!) kennen. Später kamen bei mir die Werke von Dr. Fasano (berühmteste Gluten-Koryphäe).</p>
<h2>Absichtlich missverstanden</h2>
<p>Um Zöliakie und – weiter gefasst – Weizenunverträglichkeit ranken sich viele Mythen, die in der Mehrheit falsch oder zumindest unzureichend sind.</p>
<p>Beispiele:</p>
<ul>
<li>&#8222;Nur ein kleiner Teil der Menschen entwickelt Zöliakie&#8220; (Hatte ich <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/neues-altes-wissen-zu-gluten/">hier</a> schon mal entkräftet)</li>
<li>&#8222;Zöliakie ist eine Darmerkrankung&#8220;</li>
<li>&#8222;Zöliakie macht Mangelerkrankung und Untergewicht&#8220;</li>
</ul>
<p>Und so weiter. Der letzte Punkt ist besonders wichtig.</p>
<p>Menschen mit Zöliakie gelten bis heute stereotypisch als untergewichtig. Also diejenigen, die besonders sensibel auf den Konsum reagieren, sind statistisch betrachtet dünner als der Rest. Glaubt man bis heute.</p>
<p>In ganz neuen, großen <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11465624/">Studien</a> findet man plötzlich was ganz anderes. Dort heißt es ganz überrascht:</p>
<blockquote><p>Unsere Analyse zeigte, dass nur wenige CD-Patienten zum Zeitpunkt der Diagnose untergewichtig waren und fast 37 % übergewichtig oder adipös waren.</p></blockquote>
<p>Dazu passend wurde vor kurzem <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12395271/">ein Case Report</a> über eine 52-jährige Frau mit BMI 50 publiziert – also außergewöhnlich fettleibig – die &#8222;nie abnehmen&#8220; konnte und unerkannterweise an Zöliakie litt. Nach der Umstellung hat&#8217;s dann endlich geklappt mit dem Gewichtsverlust – wenn auch marginal.</p>
<p>Natürlich nur Zufall.</p>
<p>Dass also Weizen bei besonders sensitiven Menschen tiefgreifende Störungen des Energiestoffwechsels hervorrufen kann, scheint inzwischen klar. Dass sowas jedoch nicht nur diese Personengruppe betreffen könnte, darauf muss man im Brötchen-High erst mal kommen, nicht wahr?</p>
<h2>Hinter &#8222;Weizenwampe&#8220; steckt mehr als man denkt</h2>
<p>Faktisch lassen sich in Weizen mehrere Faktoren nachweisen, die Fettstoffwechselstörungen und Übergewicht in mechanistischen Studien – ganz ohne Krankheit – begünstigen: Raffinierte Stärke (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12828302/">Q</a>), ATIs (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31767938/">Q</a>), Gliadin (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4308898/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26443339/">Q</a>, <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11889222/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28300220/">Q</a>). Und zwar in Mengen, die man in einer herkömmlichen Ernährung findet.</p>
<p>Nur, dass wir uns richtig verstehen: Mein Weltbild ist <em>nicht</em>, dass Menschen gerne hochkalorisch essen und deshalb entgleisen. Mein Weltbild ist, dass wir Dinge essen, für die wir nicht gemacht sind, und die unseren Energiestoffwechsel systematisch sabotieren.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Genau das wird übrigens gedeckt von wichtigen neueren Human-Studien (z. B. <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7946062/">Q</a> oder <a href="https://www.nature.com/articles/s41591-025-03842-0">Q</a>).</p>
<p>Es ist bezeichnend, dass Menschen grundsätzlich verstehen, dass ein Affe nicht wie ein Löwe essen kann. Dass jede Spezies ein Ernährungsprofil hat, mit dem sie gesund bleibt. Nur bei uns Menschen wird süffisant gelächelt. Da zählen nur die Kalorien. Rein mit der Butterbrezel.</p>
<p>Wenn ich in die Welt blicke, wird Dobzhansky (1973) für mich immer wichtiger:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Nichts in der Biologie ergibt Sinn, außer im Lichte der Evolution. </strong></p>
<p>Psalm 23,4 mal ganz real.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><em>Welchen weit verbreiteten Mangel Weizen in Studien verursachen kann, erfährst du im nächsten Artikel. </em></span></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/die-dicken-kinder-mit-zoeliakie/">Die dicken Kinder mit Zöliakie</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Der wichtigste Satz, wenn du abnehmen willst</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/low-carb/der-wichtigste-satz-wenn-du-abnehmen-willst/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2026 11:39:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Low Carb]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diesen Beitrag könnte ich maximal kurz halten. Dann wär’s halt kein Beitrag, sondern quasi ein Meme. Das ist mir zu wenig. Daher gewohnte Länge. Der eine entscheidende Satz, wenn du abnehmen und dauerhaft ein normales [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/low-carb/der-wichtigste-satz-wenn-du-abnehmen-willst/">Der wichtigste Satz, wenn du abnehmen willst</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;">Diesen Beitrag könnte ich maximal kurz halten. Dann wär’s halt kein Beitrag, sondern quasi ein Meme. Das ist mir zu wenig. Daher gewohnte Länge.</p>
<p style="font-weight: 400;">Der eine entscheidende Satz, wenn du abnehmen und dauerhaft ein normales Gewicht halten möchtest, lautet:</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: center;"><strong>Je mehr Kohlenhydrate du isst, umso weniger Fett verbrennst du.</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Überrascht dich vielleicht nicht. Hast du vielleicht auch schon mal bei den bekannten Low-carb-Gurus gelesen. Ich meine das jedoch anders. Noch nicht abschalten!</p>
<h2>Westliche Kohlenhydrate machen kaputten Fettstoffwechsel</h2>
<p style="font-weight: 400;">Wir leben in einem Land mit unbegrenztem Zugang zu Kohlenhydraten. In einem Land, wo sogar die oberste Ernährungsinstitution 60 % Kohlenhydrate empfiehlt.</p>
<p style="font-weight: 400;">Aber auch in einem Land, das sich mit einer Epidemie der Fettstoffwechselstörungen rumschlägt. Allen voran Übergewicht mit all seinen bösen Folgen – bis hin zum Diabetes.</p>
<p style="font-weight: 400;">Die Verbindung zwischen Kohlenhydraten und dem fehlgeleiteten Fettstoffwechsel versteht man nur, wenn man etwas über Biochemie weiß: Der Regulator heißt <em>Randle-Zyklus</em>.</p>
<p style="font-weight: 400;">Das geht so: Die Zelle verbrennt fortlaufend genau zwei Substrate zur Energiegewinnung, nämlich Kohlenhydrate und Fette. Sie stehen sich aber reziprok entgegen: <strong>Wird das eine mehr, wird das andere weniger. </strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Ganz akut, wenn du jetzt gerade ein riesiges Haferporridge reingeknallt hast, als auch langfristig, nämlich über enzymatische Regulation deiner ganzen Energiegewinnungsmaschinerie. Letzteres ist entscheidend.</p>
<p style="font-weight: 400;">Genau hier hängt’s bei vielen. Sie verstehen nicht, dass „dauerhaft mehr Kohlenhydrate“ ganz automatisch und immer bedeutet: <strong>weniger fettverbrennende Enzyme und damit weniger Fähigkeit zur Energiegewinnung aus Fetten. </strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Das kann sich auf Enzymlevel sogar so weit drehen, dass sich ganze Muskelfasern umprogrammieren könnten. Von Kohlenhydrat- zu Fettverbrennern und umgekehrt. (Vgl. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21215280/">Q</a>)</p>
<h2>Du steuerst deinen Energiestoffwechsel mit jedem Bissen</h2>
<p style="font-weight: 400;">All das lässt sich mit Fachbegriffen wie ChREBP, Randle-Zyklus und so weiter tiefer beschreiben. Habe ich früher mal gemacht (<a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/der-unbekannte-kohlenhydratschalter-chrebp/">hier</a>, <a href="https://genetisches-maximum.de/magnesium/l-carnitin-fett-und-die-insulinsensitivitat/">hier</a>), lass ich heute sein!</p>
<p>Viele Übergewichtige haben eine niedrigere Schwelle: Unter hoher Kohlenhydratverfügbarkeit priorisiert ihr Stoffwechsel stärker Kohlenhydratoxidation – Fettverbrennung wird schneller &#8222;abtrainiert&#8220; als bei ihrem dünnen Nachbarn.</p>
<p style="font-weight: 400;">Im dümmsten Fall diagnostiziert man später die bekannten „Fettstoffwechselstörungen“ und empfiehlt, <strong>Fett zu meiden</strong>.</p>
<p style="font-weight: 400;">Lass uns das jetzt noch etwas präzisieren. Der heilige Eingangssatz bedeutet nicht, dass du unter kohlenhydratreicher Kost gar nicht abnehmen kannst. Das wird über das Defizit bzw. die &#8222;Fettlücke&#8220; definiert.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Er bedeutet jedoch, dass ein Körper, der verlernt hat, Fette robust zu verbrennen, eher dick wird.</strong> Man bleibt immer in der gleichen enzymatischen Falle gefangen. In Studien doch alles bewiesen, die muss man nur kennen (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18175746/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21692967/">Q</a>, <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2367219/">Q</a>).</p>
<h2>Der Grund heißt Evolution</h2>
<p style="font-weight: 400;">All das hat starke evolutive Gründe. Die hohe Kohlenhydratzufuhr gibt es erst seit dem Neolithikum, also seit ein paar tausend Jahren. Zeit genug, dass manche Gene, die für eine bessere Toleranz sorgen, eher positiv selektiert wurden.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Bitte die Größenordnung verstehen: <strong>Die heutige Kohlenhydratlast gab es in 99 % der Entwicklungszeit als Mensch nicht. </strong></p>
<p>Die hohe Zahl an Fettstoffwechselstörungen, die je nach Ausprägung weit über die Hälfte der Menschen hierzulande betreffen, zeigt jedoch: Wir sind an so einen Lebensstil genetisch wahrscheinlich noch nicht angepasst – man spricht von <em>genetischem Mismatch</em>.</p>
<p>Verschärft wird die Problematik dadurch, dass wir Kohlenhydrate aus ihrer Matrix holen, &#8222;raffinieren&#8220; und andere Lebensstilfaktoren, die schützend wirken, mehr und mehr aufgeben (z. B. Bewegung).</p>
<p>Aborigines sind hier ein besonderes Beispiel, da sie noch weniger Zeit hatten als Europäer, um sich an den westlichen Lebensstil anzupassen. Kommen sie mit ihrem archaischen Anti-Kohlenhydrat-Genom in die Großstadt, werden die erheblich häufiger als ihre kaukasischen Mitbürger diabetisch und stoffwechselkrank. (Vgl. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/6996966/">Q</a>)</p>
<p>Bei deiner Ernährungsplanung solltest du also genau das auf dem Schirm haben. Du kannst deinen Energiestoffwechsel auf das Level deines schlanken Nachbarn umprogrammieren – <strong>dann verbrennst du mehr Fett und senkst die Wahrscheinlichkeit für Übergewicht und Co.  </strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Besonders kluge Menschen meiden Kohlenhydrate natürlich nicht. Wichtig: Sie essen einfach die richtigen, nämlich die, die man in der Wildbahn pflücken oder ausgraben könnte. <strong>Alles andere regelt sich automatisch. </strong></p>
<p><span style="color: #000080;"><em>Warum manche &#8222;neuen&#8220; Kohlenhydrate unseres Speiseplans besonders abträglich sind, im nächsten Beitrag. </em></span></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/low-carb/der-wichtigste-satz-wenn-du-abnehmen-willst/">Der wichtigste Satz, wenn du abnehmen willst</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Der langlebige Nacktmull und Magnesium</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Oct 2025 11:30:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Magnesium]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Zink]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es muss 2017 gewesen sein, als ich in unserem Buch &#8222;Stoffwechsel beschleunigen&#8220; das erste Mal über den Nacktmull berichtet habe. Dieses zugegebenermaßen nicht ganz so hübsche Nagetier ist ziemlich besonders. Es wird in der Forschung [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es muss 2017 gewesen sein, als ich in unserem Buch &#8222;Stoffwechsel beschleunigen&#8220; das erste Mal über den Nacktmull berichtet habe.</p>
<p>Dieses zugegebenermaßen nicht ganz so hübsche Nagetier ist <strong>ziemlich besonders</strong>. Es wird in der Forschung gerne mit normalen Mäuschen verglichen – man findet: die Nacktmulle leben rund 10 x länger als ihre entfernten Verwandten.</p>
<p>Sie können nämlich sage und schreibe <strong>30 Jahre alt werden</strong>. Zudem haben sie eine enorme<strong> Resistenz gegen Sauerstoffmangel</strong> und obendrein eine <strong>äußerst niedrige Krebsrate</strong>. Die haben also das, wovon wir immer träumen. Ewige Jugend.</p>
<h2>cGAS schützt die DNA</h2>
<p>Hier knüpft – mal wieder – <a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2025/10/251019120523.htm">eine neue Studie</a> an. Und die Story geht so: Wir alle, also sowohl Mensch als auch Maus als auch Nacktmull, verfügen über ein Enzym namens <em>cGAS</em>. Bei DNA-Schäden wird es aktiv und leitet Prozesse ein, die der Abwehr dienen.</p>
<p>Gut gegen: <strong>DNA-Schäden, Viren, Tumore</strong> – schlecht bei chronischer Aktivierung, weil das u. a. Entzündungen oder Autoimmunität begünstigen kann.</p>
<p>Beim Nacktmull hat die Evolution eine kleine Anpassung des Enzyms gemacht. Mit der Folge, dass es effizienter arbeitet. Es ist aktiver, aber zielgenauer, sodass die DNA geschützt wird, aber negative Effekte ausbleiben.</p>
<p>Das finde ich spannend. Natürlich stellt sich mir sofort die Frage: <strong>Was kann ich tun, damit mein cGAS gut funktioniert? </strong></p>
<h2>cGAS braucht Magnesium</h2>
<p>Damit cGAS bei uns Menschen überhaupt normal funktioniert – schon mal gut – braucht es als Kofaktor *Trommelwirbel* <strong>Magnesium</strong>. Das heilige Magnesium. Eben nicht nur Anti-Krämpfe, sondern auch <strong>Anti-DNA-Schäden</strong>.</p>
<p>Wir dürfen also erwarten, dass dieses cGAS bei einem Magnesiummangel mindestens dysfunktional wird. Ein Proteinkrüppel, sozusagen.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Gleiches Spiel wie bei Zink und p53. Willst du ein intaktes p53 (Krebsabwehr), brauchst du genug Zink.</p>
<p>Magnesium ist in der Hinsicht extrem bedeutsam, denn: Mg²⁺ ist essentiell für <strong>DNA-Stabilität</strong>. Es stabilisiert die DNA-Struktur, ist nötig für DNA-Polymerasen, Ligase, Exo-/Endonukleasen, allgemein DNA-Reparaturenzyme.</p>
<p>Nicht gewusst, stimmt&#8217;s? Daher liest man in Arbeiten zu dem Thema seit Jahrzehnten sowas wie <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22379366/">hier</a>:</p>
<blockquote><p>Mg stabilisiert die DNA und fördert die DNA-Replikation und -Transkription, während ein niedriger Mg-Spiegel die Zellalterung beschleunigen kann, indem er die DNA-Stabilität, die Proteinsynthese und die Funktion der Mitochondrien verringert.</p></blockquote>
<h2>Magnesium schützt die DNA</h2>
<p>Ich weiß, ich weiß. Alles Theorie. Juckt keine Sau (außer mich). Wie sieht die Praxis aus? Natürlich gibt es hier einige Studienergebnisse, die mir Freude bereiten und die auch dir Freude bereiten sollten.</p>
<p>2008 hat man im Fachmagazin Carcinogenesis anhand von über 2000 Probanden untersucht, wie die Magnesiumzufuhr sich auf das <strong>Lungenkrebsrisiko</strong> und die<strong> DNA-Reparaturkapazität</strong> auswirkt. Menschen mit hoher Mag-Aufnahme (&gt; 380 mg) hatten nicht nur ein <strong>halbiertes Risiko</strong>, sondern auch eine bessere DNA-Reparaturkapazität. (Vgl. <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2902380/">Mahabir et al. 2008</a>)</p>
<p>2016 wurde im Fachmagazin Cellular Longevity – was für ein schöner Name – eine klinische Studie mit Rugby-Spielern und Sitzenbleibern publiziert. Es wurden vier Gruppen gebildet, wobei zwei Gruppen jeweils mit 500 mg Magnesium am Tag ergänzt wurden.</p>
<p>Die Ergebnisse sind spannend: Erwartungsgemäß erhöht intensiver Sport die DNA-Schäden (zunächst&#8230;). Gibt man zusätzlich Oxidantien dazu, wie sie natürlicherweise im Körper entstehen, steigen die DNA-Schäden drastisch.</p>
<p>Der Punkt: <strong>Magnesium federt den Anstieg der DNA-Schäden sehr potent ab.</strong> Gemessen anhand der Lymphozyten (weiße Blutzellen) der Probanden. (Vgl. <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2016/2019643">Petrovic et al. 2016</a>)</p>
<h2>Magnesium ist wichtiger als viele denken</h2>
<p>Klar ist: Man muss vorsichtig mit der Interpretation sein. Die Datenlage dürfte gerne üppiger sein. Auf der anderen Seite gibt es weitere hochwertige Studien, die ähnliche Zusammenhänge nahelegen (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38864865/">Dhillon et al. 2024</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36437769/">Zhao et al. 2022</a>)</p>
<p>Mich erfüllt dieses Thema jedenfalls. Also die Idee, dass unsere Biologie eben nicht fixiert und statisch ist. Dass da ein Spielraum ist, der ziemlich groß werden kann. Der Spielraum heißt bei den meisten: <strong>Schlecht vs. gut versorgt mit Nährstoffen.</strong></p>
<p>Dass ich kein verblendeter Träumer bin, beweist mir Instagram und Social Media täglich. Immer mehr &#8222;Longevity-Ärzte&#8220;, andere Experten oder einfach nur Menschen, die Erfahrungen sammeln konnten, teilen dort Infos, über die ich hier seit über zehn Jahre schreibe.</p>
<p>Undenkbar bis vor zwei oder drei Jahren. Mehr und mehr Normalität.</p>
<p><strong>Magnesium</strong>. Wie immer zuerst gelesen bei mir ;-)</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/magnesium/der-langlebige-nacktmull-und-magnesium/">Der langlebige Nacktmull und Magnesium</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Es werde (Sonnen-)Licht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Aug 2025 08:34:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Gefäßgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hormonhaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Life Style]]></category>
		<category><![CDATA[Mitochondrien]]></category>
		<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin D3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>36 Grad und es wird noch heißer – gerade fühle ich mich wie Olaf der Schneemann im Sommer. Hochsommer. Tolle Kindheitserinnerungen – lange Tage im Schwimmbad. Entspannung, viel Spaß, viel Bewegung, eine Prise Abenteuer – [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>36 Grad und es wird noch heißer – gerade fühle ich mich wie Olaf der Schneemann im Sommer.</p>
<p>Hochsommer. Tolle Kindheitserinnerungen – lange Tage im Schwimmbad. Entspannung, viel Spaß, viel Bewegung, eine Prise Abenteuer – und verärgerte Omas, die wir mit unseren &#8222;Bomben&#8220; &#8222;versenkt&#8220; haben :-))</p>
<p>Viel besser geht es nicht. Und es gibt auch kein Ort auf der Welt, wo eine Pommes besser schmeckt. Ist so! Außerdem haben wir Kids immer ausgesehen wie frisch aus dem Ägyptenurlaub. Nie wieder gab&#8217;s eine so tiefe Bräune.</p>
<p>Heute ist Sonne, wie vieles, was uns als Mensch seit Ewigkeiten begleitet, irgendwo verpönt. &#8222;Sonne? Willst du Hautkrebs, oder was?&#8220; Ein schwerer Fehler, wie Forschungen zeigen.</p>
<h1>Der Körper liebt die Sonne</h1>
<p>So <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38661623/">eine Studie</a> wurde kürzlich im Kommentarbereich hier im Blog gepostet. Eine Abbildung der Arbeit fasst den Stand der Dinge gut zusammen:</p>
<figure id="attachment_324641" aria-describedby="caption-attachment-324641" style="width: 419px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/08/UV-Licht-Gesundheit.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-324641" title="UV Licht Gesundheit" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/08/UV-Licht-Gesundheit.jpg" alt="UV Licht Gesundheit" width="419" height="728" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/08/UV-Licht-Gesundheit.jpg 510w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/08/UV-Licht-Gesundheit-173x300.jpg 173w" sizes="(max-width: 419px) 100vw, 419px" /></a><figcaption id="caption-attachment-324641" class="wp-caption-text"><strong><em>UV-Licht hat auch wertvolle Eigenschaften, über die (zu) selten gesprochen wird. </em></strong></figcaption></figure>
<p>Es gibt also &#8222;förderliche UV-induzierte Mechanismen&#8220; (a)&#8230;</p>
<ul>
<li>Stickstoffmonoxidbildung &gt; mehr NO = bessere Gefäß-, Stoffwechsel- und Immungesundheit</li>
<li>Entzündungsmodulation und Immunregulation (= Unterdrückung Autoimmunität)</li>
<li>Vitamin-D-Synthese</li>
<li>Und: &#8222;Unbekannt und Unerforscht&#8220;</li>
</ul>
<p>Denn man beobachtet, wie UV-Licht das Aufkommen einer ganzen Reihe an Krankheiten hemmt:</p>
<ul>
<li>Weniger Gesamtsterblichkeit</li>
<li>Niedrigerer Blutdruck</li>
<li>Weniger Herzkreislauferkrankungen</li>
<li>Weniger Typ-2-Diabetes</li>
<li>Niedrigeres Risiko für MS</li>
<li>Weniger Covid</li>
<li>Weniger Krebs</li>
</ul>
<p>Kenner wissen natürlich, dass Sonnenlicht nicht nur &#8222;UV-Strahlung&#8220; ist, sondern beispielsweise auch <strong>Infrarot</strong> und <strong>sichtbares Licht</strong>. Ersteres kennen wir aus der Mitochondrienforschung, denn Infrarot pimpt unsere Mitos. Letzteres wirkt vor allem aufs Gehirn und hebt die Stimmung.</p>
<p>Man lehnt sich nicht allzu stark aus dem Fenster, wenn man behauptet: <strong>Sonnenlicht macht gesund</strong>.</p>
<h1>Wenig Sonne, viel MS</h1>
<p data-start="94" data-end="279">Es geht weiter. Ganz aktuell wurde <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40716233/">eine systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse</a> im Fachmagazin <em data-start="197" data-end="239">Multiple Sclerosis and Related Disorders</em> veröffentlicht, die aufhorchen lässt.</p>
<p data-start="94" data-end="279">Die Datenbasis umfasste 11 Studien mit insgesamt 10 857 MS-Fällen und 11 842 Kontrollpersonen. Besonders im Fokus stand hierbei eine der wichtigsten genetischen Risikovarianten, das sogenannte <em data-start="474" data-end="484">HLA-DRB1</em>15:01*.</p>
<p style="text-align: left;" data-start="495" data-end="750">Das Ergebnis liest sich wie folgt:</p>
<p style="text-align: center;" data-start="495" data-end="750"><strong>Trägst du dieses genetische Risiko und kommst mit wenig Sonnenlicht in Kontakt,<br />
</strong><strong>hast du ein rund fünffach höheres Risiko für MS! </strong></p>
<p data-start="752" data-end="802">Aus den Daten der Analyse geht noch mehr hervor:</p>
<ul>
<li data-start="806" data-end="985"><strong data-start="806" data-end="835">Niedrige Sonnenexposition</strong> ist für sich genommen ebenfalls mit einem deutlich erhöhten MS-Risiko assoziiert; in großen Einzelstudien lag der Effekt bei etwa <strong data-start="966" data-end="982">1,3–1,4-fach</strong>.</li>
<li data-start="806" data-end="985">Das Risiko bei Sonnenmangel ist vergleichbar mit dem von Menschen, die zwar das genetische Risiko tragen, aber ausreichend Sonnenlicht abbekommen.</li>
<li data-start="806" data-end="985"><strong data-start="1139" data-end="1172">Beide Risikofaktoren zusammen</strong> („MS-Gen“ + Sonnenmangel) wirken nicht nur additiv, sondern <strong data-start="1233" data-end="1249">über-additiv</strong>: Das kombinierte Risiko ist höher, als es die Summe der Einzeleffekte erwarten lässt.</li>
<li data-start="806" data-end="985">Das Risiko-Allel <em data-start="1357" data-end="1363">DRB1</em>15:01 ist in europäischen Populationen relativ häufig, beläuft sich je nach Region auf ca. 10-30 %.</li>
</ul>
<p data-start="1504" data-end="1843">Daten deuten darauf hin, dass Vitamin D einen wesentlichen, aber nicht vollständigen Anteil am schützenden Effekt von Sonnenlicht gegen MS hat. Schätzungen zufolge werden etwa <strong data-start="1680" data-end="1688">30 %</strong> des „Sonnenmangel-Risikos“ durch ausreichende Vitamin-D-Spiegel vermittelt – der Rest hängt von weiteren, Vitamin-D-unabhängigen Wirkungen der Sonne ab.</p>
<h1>Was bleibt?</h1>
<p>Die Wahrheit liegt vermutlich in der Mitte. (Eine Mark ins Phrasenschwein&#8230;)</p>
<p>Aber mal Butter bei die Fische: Wieso können Menschen heutzutage nicht einfach normal sein? Wieso gibt es in unseren Realitäten nur nackig am Strand in der prallen Mittagssonne oder dicke Schichten Sonnencreme und Sonnenphobie?</p>
<p style="padding-left: 40px;">Weißt du noch? Neulich? Da hatten wir zwei, drei Tage lang eine extreme Hitze. UV-Index von 8-9. Für manche Personen eigentlich lebensgefährlich. Und was fiel den Leuten an diesen Tagen ein? &#8222;Lass an den See fahren&#8230;&#8220; Nicht nachvollziehbar.</p>
<p>So nicht.</p>
<p>Aber deshalb ist Sonnencreme nicht gleich verantwortlich für Hautkrebs – oder total nutzlos.</p>
<p>Einfach mal normal bleiben :-) Dann klappt&#8217;s auch mit einer gesunden Menge an Sonnenlicht.</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/es-werde-sonnen-licht/">Es werde (Sonnen-)Licht</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Gesund oder robust? &#8222;Gesunde Bräune&#8220;</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/praevention/gesund-oder-robust-gesunde-braeune/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Aug 2025 12:15:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn ich Bauarbeiter sehe, die ich persönlich kenne, werde ich neidisch. So eine schöne, tiefe Hautbräune.  Kein Sonnenbrand. Kein sichtbares Photoaging. Es sieht einfach gut aus. Nachgefragt: Ohne Sonnenschutz (natürlich&#8230; Bauarbeiter&#8230;). &#8222;Es gibt keine gesunde [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/gesund-oder-robust-gesunde-braeune/">Gesund oder robust? „Gesunde Bräune“</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich Bauarbeiter sehe, die ich persönlich kenne, werde ich neidisch.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>So eine schöne, tiefe Hautbräune. </strong></p>
<p>Kein Sonnenbrand. Kein sichtbares Photoaging. Es sieht einfach gut aus. Nachgefragt: Ohne Sonnenschutz (natürlich&#8230; Bauarbeiter&#8230;).</p>
<h2>&#8222;Es gibt keine gesunde Bräune&#8220;</h2>
<p>Beim PC-Spiel Metal Gear Solid gab&#8217;s beim Entdecktwerden immer so einen Alarmton. Der geht bei mir in dem Zusammenhang auch zumindest leise an. Denn: Moment mal, gibt es überhaupt eine gesunde Bräune?</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em><a href="https://www.youtube.com/watch?v=2P5qbcRAXVk" target="_blank" rel="noopener">Der Alarm ;)</a></em></strong></p>
<p>Bei den Instagram-Experten *hust, hust* ist man sich einig: Eine &#8222;gesunde Bräune&#8220; gibt es nicht.</p>
<p>Aber warum eigentlich nicht? Und wieso nehmen wir Hautbräune als gesund und schön wahr, während wir Sonnenbrand als klares Problem (ROT!) erkennen? Ist der Mensch – wie so oft – nur dumm oder steckt mehr dahinter?</p>
<h2>Hormesis, anyone?!</h2>
<p>Ich bin schon ein bisschen der Überzeugung, dass &#8222;nur die Harten in den Garten kommen&#8220;. Insofern, dass der Körper Stress und Belastung braucht wie die Luft zum Atmen.</p>
<p>Stichwort Hormesis. Adäquate Giftexposition stresst den Körper, schadet ihm vielleicht auch in geringem Umfang, macht ihn aber langfristig adaptierter, stärker, robuster. Das ist keine archetypische, &#8222;darwinistische&#8220; Verklärung – das ist eine tief verankerte physiologische Gegebenheit.</p>
<p>Erst kürzlich zeigte <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38200296/">eine gute Studie</a> im renommierten Fachmagazin, dass uns modernen Europäern die Keimbelastung fehlt, die uns Jahrtausende lang begleitet hat. Resultat: Dem Immunsystem ist langweilig, und weil es nix zu tun hat, greift es halt eher körpereigene Strukturen an (MS!).</p>
<blockquote><p>Stattdessen steht das fein abgestimmte Zusammenspiel von Abwehrmechanismen im Immunsystem – das dafür gemacht ist, viele verschiedene Krankheitserreger und Parasiten zu bekämpfen, ohne den eigenen Körper zu schädigen – heute vor neuen Herausforderungen. Eine davon ist, dass diese starke Abwehrkraft möglicherweise gar nicht mehr gebraucht wird.</p></blockquote>
<h2>Bräune ist doch hormetisch</h2>
<p>Wir Modernen sind mehr und mehr vom Glauben überzeugt, dass jegliche Form von Stress, Belastung und Schaden per se krankmachend und ungesund ist. Im Zuge der Coronakrise habe ich das hier im Blog mehrfach aufgearbeitet und an vielen Beispielen verdeutlicht, warum eine Coronainfektion eben nicht, wie häufig behauptet, das Immunsystem per se schwächt.</p>
<p>Nun habe ich ein bisschen mit der KI hin und her diskutiert und mit jeder kritischen Frage ist sie von ihrer Position, dass es keine gesunde Bräune gibt ein bisschen abgerückt. Das Fazit am Ende lautete überraschenderweise (oder auch nicht):</p>
<blockquote>
<p data-start="631" data-end="736">✅ Damit ist Bräune nicht Ziel <em data-start="665" data-end="672">trotz</em> Stress, sondern <em data-start="689" data-end="694">als</em> sichtbares Zeichen gelungener Anpassung.</p>
<p data-start="631" data-end="736">📌 Das heißt konkret: Bräune ist nicht per se „ungesund“, sondern ein Marker für eine grenzwertige Exposition. Wenn du adaptierte, gut reparierte Melaninbildung ohne akute Entzündungsreaktion (Sonnenbrand) erreichst, bist du wahrscheinlich im hormetischen Bereich.</p>
</blockquote>
<p>Oh, das klingt doch schon erheblich versöhnlicher, oder? Natürlich gibt es urplötzlich auch positive UV-Effekte, nämlich: &#8222;Vitamin-D-Synthese, positive Beeinflussung des Immunsystems, eine höhere antioxidative Kapazität, Stimmungsaufhellung.&#8220; Gibt sicher noch einiges mehr.</p>
<h2><span style="color: #000000; font-size: 22px;">Es muss ein passender Reiz sein</span></h2>
<p>Jetzt kommen wir zum wichtigen Teil. Ich möchte deshalb kein Bauarbeiter sein, der sich oberkörperfrei in die Mittagssonne stellt, weil das ganz sicher kein adäquater Reiz ist.</p>
<p>Soll heißen: Zu starke UV-Exposition &gt; zu starke Hautschäden.</p>
<p>Aber man fängt – analog zum Krafttraining – klein an. Man sorgt mit moderater Exposition für eine leichte Bräunung. Und dies lässt sich gemächlich steigern. So, dass man am Ende des Sommers vielleicht doch von sich behaupten kann, eine gesunde Hautbräune zu haben. Zitat:</p>
<ul>
<li data-start="737" data-end="751"><em>Du <strong data-start="757" data-end="814">triggerst die Melaninbildung ohne Entzündungsreaktion</strong> (kein Sonnenbrand!)</em></li>
<li data-start="737" data-end="751"><em>Du <strong data-start="840" data-end="867">lässt Regenerationszeit</strong> zwischen den Reizen (→ keine tägliche Maximal-UV-Dosis)</em></li>
<li data-start="737" data-end="751"><em>Du <strong data-start="929" data-end="982">steigerst die UV-Dosis individuell &amp; schrittweise</strong>, basierend auf: Hauttyp, Vorbräunung, Tageszeit/Sonnenstand, geographischer Breite, Jahreszeit</em></li>
</ul>
<h2>Gesund heißt, in Kontakt mit dem Leben kommen</h2>
<p>Doch um die Hautbräune ging es mir gar nicht. Mir ging es um die Frage, ob du gesund oder robust sein willst. Um die Frage, ob das vielleicht gar nicht getrennt ist, sondern zusammengehört. Vielleicht geht &#8222;Gesundheit&#8220; nur durch &#8222;Robustheit&#8220;.</p>
<p>Oder mit anderen Worten: Vielleicht kannst du gar nicht gesund bleiben, wenn du deinen Körper nicht in den Wind stellst, und bewusst dafür sorgst, dass er vielfältig belastet wird:</p>
<ul>
<li>Durch &#8222;Wind und Wetter&#8220;</li>
<li>Durch Hitze und Kälte</li>
<li>Durch hohe körperliche Belastung</li>
<li>Durch Schmutz!</li>
<li>&#8230;</li>
</ul>
<p>Kurzum, durch alles, was das Leben außerhalb unseres modernen Kokons für alle Lebewesen bereithält. Du bist nämlich kein Oldtimer, den man in der Garage parkt und nie benutzt. Leider leben viele Menschen genau so.</p>
<h2><em><strong>PS:</strong> </em></h2>
<p>Häufig wird vergessen, dass man dem Körper auch was geben muss, damit er sich anpassen kann. Der werte Dr. Strunz nannte das ganz gut immer &#8222;Wer Formel 1 fährt, muss Formel 1 tanken&#8220;. Finde ich passend. Auch dazu gibt die KI Tipps:</p>
<blockquote>
<p data-start="1819" data-end="1930">So wie du beim Training Ernährung nutzt (z. B. Protein, Antioxidantien), kannst du UV-Exposition begleiten mit: <strong data-start="1933" data-end="1949">Carotinoiden</strong> (Beta-Carotin, Lycopin) → antioxidativer Hautschutz, <strong data-start="2004" data-end="2020">Polyphenolen</strong> (z. B. aus grünem Tee) → Schutz vor UV-induzierter DNA-Schädigung, <strong data-start="2089" data-end="2106">Vitamin C &amp; E</strong> → synergistischer Zellschutz, <strong data-start="2138" data-end="2153">Astaxanthin</strong> → sehr starker UV-Protektionseffekt (aus Studien bekannt)</p>
</blockquote>
<p data-start="1819" data-end="1930">Zu Vitamin C + Haut gibt&#8217;s am Sonntag einen Newsletter.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/gesund-oder-robust-gesunde-braeune/">Gesund oder robust? „Gesunde Bräune“</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Abnehm-Medikamente funktionieren nicht</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/abnehm-medikamente-funktionieren-nicht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Aug 2025 08:07:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Abnehmspritzen und Co. sind die Zukunft. Man sieht jetzt schon peinliche Werbungen, Tenor, &#8222;Hau dir die Spritze rein und morgen läufst du Marathon&#8220;. Wer bist du?   Neulich habe ich wieder so ein Ozempic-Gesicht irgendwo [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Abnehmspritzen und Co. sind die Zukunft. Man sieht jetzt schon peinliche Werbungen, Tenor, &#8222;Hau dir die Spritze rein und morgen läufst du Marathon&#8220;.</p>
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Wer bist du?  </span></h1>
<p>Neulich habe ich wieder so ein <a href="https://genetisches-maximum.de/kontroverses/zombies-auf-den-strassen/">Ozempic-Gesicht</a> irgendwo gesehen. Das Problem ist nicht, dass die Leute mit der Abnehmspritze Gewicht verlieren – das Problem ist, dass die danach andere Menschen sind.</p>
<p>Und das liegt nicht daran, dass die halt vorher so fett waren. Das liegt &#8222;in der Natur der Sache&#8220;. Wenn wir nämlich <em>natürlich </em>– sagen wir der einfachheit halber mal: gesund<em> –</em> abnehmen, sind wir bestenfalls das Körperfett los und haben wenig an Magermasse eingebüßt. Die Leute sehen wie eine verbesserte Variante ihrer selbst aus.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Wohlgemerkt: Als Übergewichtiger hat man häufig auch zu viel Magermasse. Die darf schon ein bisschen mit schrumpfen! Ein bisschen halt.</p>
<p>Dann gibt es die Leute, die man aus den Dokus kennt. KZ und Minnesota Starvation Experiment &#8230; und so weiter. Das ist <em>ungesund</em>. Und dann gibt es neuerdings noch eine weitere Variante. <strong>Nämlich der Gewichtsverlust durch Abnehmspritzen.</strong></p>
<p>Hier tricksen wir den Körper gekonnt aus, der weiß eigentlich gar nix von seinem Glück. Genau so verliert er dann auch Gewicht, Stand der Dinge ist nämlich:</p>
<ul>
<li>Abnehmspritze macht einen riesigen Verlust an Magermasse (<a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2025/07/250730030400.htm">Q</a>)</li>
<li>Nach Absetzen kommt das Gewicht wieder zurück (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12155999/">Q</a>)</li>
</ul>
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">I got 99 problems </span></h1>
<p>Das Problem ist, dass man das das Problem nicht an der Wurzel packt. Da gab es neulich eine ähnliche Studie, die zeigte, dass Asthmamedikamente zwar erst mal die Symptome hemmen, das Ursprungsproblem – ein hyperaktives Immunsystem – aber verschlimmern können (<a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2025/06/250627095032.htm">Q</a>).</p>
<p style="padding-left: 40px;">Verstanden? Der Körper ist nicht so dumm, wie wir denken. Du kannst nicht irgendwelche Signalwege ausschalten und dann so weiter machen wie bisher. Der Körper baut sich einfach Umgehungsstraßen, für ihn hat sich ja sonst nichts verändert.</p>
<p>Übergewicht kann viele Ursachen haben:</p>
<ul>
<li><strong>Neuronal:</strong> Leptin (&#8222;Satthormon&#8220;) wirkt nicht richtig. <strong>Oder:</strong> Unser Belohnungssystem im Gehirn ist entgleist. <strong>Oder:</strong> Das Nährstoffsensing läuft schlechter als beim Nachbarn, heißt wir haben Genvarianten, die dafür sorgen, dass Fettkalorien einfach an uns vorbeilaufen, gar nicht vom Hirn registriert werden (<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0022227520413720">Q</a>).</li>
<li><strong>Fettgeweblich: </strong>Es gibt Menschen, deren Fettgewebe akzeptiert Fette einfach nicht (<em>Lipodystrophie</em>). Natürlich gibt es folglich auch Menschen, deren Fettgewebe sich vollsaugt wie ein Schwamm – und schlechter Fett mobilisiert.</li>
<li><strong>Systemisch:</strong> Manche Menschen bekommen nach dem Essen einen Bewegungsdrang, verbrennen alles wieder. Andere speichern halt erst mal.</li>
<li><strong>Mitochondrial: </strong>Manche Menschen haben fitte Mitochondrien, andere ein bisschen lahmarschige. Manche Mitochondrien werden schneller krank als andere. Folglich saugt der Muskel bei den einen die Nährstoffe rein, bei den anderen Menschen nicht.</li>
</ul>
<p>Und so weiter und so fort. Was ich damit sagen will: Man muss schon ganz schön vermessen – geldgeil und/oder blauäuig – sein, um ernsthaft zu glauben, man könnte Übergewicht allgemein (!) mit einem Medikament stoppen oder gar umkehren, das genau einen Signalweg anspricht.</p>
<p>Junge, Übergewicht kann dreihunderttausend verschiedene Ursachen haben. Du wirst doch verrückt und doof, wenn du es *so* besiegen willst.</p>
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Nothing in Biology Makes Sense Except&#8230; </span></h1>
<p>Ich spreche ja immer viel mit auch ziemlich klugen Menschen. Stelle dabei aber immer wieder fest, dass sie Biologie nicht auf dem Schirm haben – sie also gar nicht wissen, von wem oder was sie überhaupt regiert und gesteuert werden. Verrückt!</p>
<p>Gesundes Abnehmen kannst du nicht durch Kalorienzählen oder eine Spritze steuern. Das muss mehr oder weniger von alleine gehen. An der Stelle darf man sich immer wieder vor Augen führen:</p>
<ol>
<li>Bei Naturvölkern gibt es nahezu kein Übergewicht.</li>
<li>Bis vor wenigen Jahrzehnten – also gleiche Genetik wie du – gab es auch hierzulande kaum Übergewicht.</li>
</ol>
<p>Und das liegt und lag nicht an Hungersnöten, wobei die uns immerhin signalisieren würden, dass deine Ben-&amp;-Jerry&#8217;s-Sucht einfach lächerlich ist. Zwei Monate im Busch und du wärst &#8222;geheilt&#8220;.</p>
<p>Was machen die anders?</p>
<ol>
<li><strong>Trinken Wasser. Kein Kaffee, kein Tee, nix, einfach Wasser.</strong></li>
<li><strong>Essen Essen. Stell&#8217;s dir vor. Die essen das, was sie finden oder einfach herstellen können.</strong></li>
</ol>
<p>Die haben kein Aldi, sind also nicht so verwirrt wie du. Deren Körper folglich auch nicht.</p>
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Notfalls in den Dschungel </span></h1>
<p>Nein, ich bin kein Spiel- oder Spaßverderber. Aber an ehrlicher Arbeit kommen wir halt nicht vorbei. Auch dann, wenn wir glauben, nur ein Medikament könnte uns retten. Wann wachen die Leute endlich auf?</p>
<p>Wir machen uns abhängig von Medikamenten.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/abnehm-medikamente-funktionieren-nicht/">Abnehm-Medikamente funktionieren nicht</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Der Mensch muss sich wehren (ChatGPT-Studie)</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/evolution/der-mensch-muss-sich-wehren-neue-studie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2025 08:46:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nein, nicht so&#8230; Da kriegt der eine oder andere Leser – eigentlich keinen Bock auf die Beiträge hier – direkt wieder die Krise :P &#8222;Der Chris schreibt wieder politische Artikel!!!!111&#8220; Panik wegen neuer ChatGPT-Studie Entwarnung. [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/evolution/der-mensch-muss-sich-wehren-neue-studie/">Der Mensch muss sich wehren (ChatGPT-Studie)</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, nicht so&#8230;</p>
<p>Da kriegt der eine oder andere Leser – eigentlich keinen Bock auf die Beiträge hier – direkt wieder die Krise :P &#8222;Der Chris schreibt wieder politische Artikel!!!!111&#8220;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-324581" title="böse" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/boese-225x300.jpg" alt="böse" width="225" height="300" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/boese-225x300.jpg 225w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/boese.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></p>
<h2>Panik wegen neuer ChatGPT-Studie</h2>
<p>Entwarnung. Es ist ein bisschen anders. Gerade macht eine Studie des renommierten <em>Massachusetts Institute of Technology</em> die Runde. Was hat man gemacht? Man hat drei Gruppen ins Rennen geschickt, immer wieder Aufsätze zu schreiben.</p>
<p>Die eine durfte gar kein Tool nutzen, eine weitere nur Google und eine dritte *Trommelwirbel* <strong>ChatGPT</strong>. Das Ganze hat man über mehrere Monate beobachtet, begleitet durch Messungen der Gehirnaktivität.</p>
<p><strong>Unfassbares war geschehen: Die ChatGPT-Nutzer zeigten durchweg die geringste Gehirnaktivität.</strong> Sie schnitten „auf neuronaler, sprachlicher und verhaltensbezogener Ebene durchweg schlechter ab“.</p>
<blockquote><p>Im Laufe mehrerer Monate wurden die ChatGPT-Nutzer mit jedem weiteren Aufsatz fauler und griffen am Ende der Studie häufig auf Copy-and-Paste zurück.</p></blockquote>
<figure id="attachment_324578" aria-describedby="caption-attachment-324578" style="width: 2560px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324578 size-full" title="ChatGPT Studie Dummer Mensch" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/ChatGPT-Studie-Dummer-Mensch-scaled.png" alt="ChatGPT Studie Dummer Mensch" width="2560" height="937" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/ChatGPT-Studie-Dummer-Mensch-scaled.png 2560w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/ChatGPT-Studie-Dummer-Mensch-300x110.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/ChatGPT-Studie-Dummer-Mensch-1024x375.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/ChatGPT-Studie-Dummer-Mensch-768x281.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/ChatGPT-Studie-Dummer-Mensch-1536x562.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/ChatGPT-Studie-Dummer-Mensch-2048x749.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /><figcaption id="caption-attachment-324578" class="wp-caption-text"><strong><em>Die neue ChatGPT-Studie scheint manche Menschen zu verunsichern </em></strong></figcaption></figure>
<h2>Unbegründet</h2>
<p>Ach Leute. So doof seid ihr doch gar nicht, oder? Vielleicht nutzt ihr auch schon etwas zu lange ChatGPT und es läuft im Oberstübchen nicht mehr ganz rund. Die Lösung ist doch ganz simpel, versteht jeder der&#8217;s mit Biologie hält:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Use it or lose it. </strong></p>
<p>Das Gehirn passt sich an. Der Mensch atrophiert halt stetig. Was das für die nahe Zukunft bedeutet, weiß man doch spätestens seit Idiocracy. Genau so wird es, muss es kommen.</p>
<p>Das ist nichts Schlimmes, einfach eine logische Folge. <strong>Wir haben ein faules Gehirn.</strong> Das hat uns die Evolution so beschert. Die Umwelt war harsch, hart, kahl, rau. Der Körper ist daran adaptiert und braucht genau diesen Input auch, zumindest hin und wieder.</p>
<p>Stundenlange, körperlich harte Arbeit – das ist normal. Das Gehirn will es halt nicht, weil es uns seit jeher schützen muss. Das nennen wir dann heute &#8222;innerer Schweinehund&#8220;. Deine Gene und deinen Körper interessiert das nur nicht. Der wird entweder bewegt (gut) – oder halt nicht (schlecht).</p>
<p>Wenn man dieses Gehirn nun machen lässt, wie das seit ungefähr 50-100 Jahren nahezu vollumfänglich möglich ist, wird es eine Welt bauen, die uns krank macht. So hast du das noch nie gesehen, oder?</p>
<ul>
<li>Casinos</li>
<li>Supermärkte</li>
<li>Fastfood</li>
<li>Süßigkeiten</li>
<li>Smartphones</li>
<li>Bloß kein Sport</li>
<li>Aufzug statt Treppe</li>
<li>Fünf Liter Kaffee</li>
<li>Keine Gespräche, lieber Whatsapp</li>
<li>Bloß keine Kälte</li>
<li>Bloß keine Hitze</li>
<li>Steril leben</li>
</ul>
<p>Und so weiter. Wir machen heute also das Gegenteil dessen, was wir seit jeher gemacht haben, machen *mussten*. Mit dem Resultat, dass wir immer wieder auf die Schnauze fallen und neu lernen müssen, dass <strong><a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/alzheimer-vorbeugen/">wir unserer Biologie nicht davonlaufen können</a>.</strong></p>
<h2>Es ist schlimm – nicht schlimmer geworden</h2>
<p>Auch, wenn es unser Gehirn sicher gut mit uns meint, klar. Aber das, was unser eigenes Gehirn mit uns macht, nennt sich <strong>Überkompensation</strong>, vielleicht besser: <strong>Übersteuern</strong>.</p>
<p>Beispiel: Unser Immunsystem kommt <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38200296/">aus einem Mikrobenüberfluss</a> – zu viel ist sicher schlecht –, und heute wundern wir uns, wenn wir so steril leben, dass Allergien, Asthma, Autoimmunerkrankungen und so weiter drastisch zunehmen (&#8222;Hygiene-Hypothese&#8220;).</p>
<p><strong>Natürlich wird uns ChatGPT dümmer machen.</strong> Aber das ist doch nicht neu. Man muss sich doch nur mal alte Filmchen anschauen – noch vor zwei Generationen konnte jeder Deutsche saubere und wunderbar klare Sätze formulieren. Ein Genuss.</p>
<p>Sprache diente dem Informationstransport, war aber auch Kunst. Dieser herrliche Zweiklang – heute vollständig verloren. Menschen transportieren mit ihren Worten oft herzlich wenig und künstlerisch ist daran auch nichts mehr.</p>
<p>Entsprechend wird ChatGPT die Menschheit weiter teilen: In diejenigen, die einfach verblöden, weil sie ihr Gehirn immer weniger benutzen. Und in diejenigen, die sich mit ChatGPT noch besser machen – die das Gehirn mit ChatGPT erstmal so richtig fordern.</p>
<p>Für die oben genannte Studie gilt:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Hier gibt&#8217;s nichts (Neues) zu sehen. Bitte weitergehen! </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/evolution/der-mensch-muss-sich-wehren-neue-studie/">Der Mensch muss sich wehren (ChatGPT-Studie)</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Neu: Vitamin N und Vitamin L</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/praevention/neu-vitamin-n-und-vitamin-l-naturluft/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jun 2025 06:55:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Life Style]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schon mal gehört? Phytonährstoffe, also sowas wie Polyphenole, nannte man früher mal Vitamin P. P stand nicht etwa für Phytonutrient oder Polyphenol, sondern für Permeabilitätsfaktor. Denn schon Anfang des 20. Jahrhunderts hatte kein geringerer als [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/neu-vitamin-n-und-vitamin-l-naturluft/">Neu: Vitamin N und Vitamin L</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon mal gehört? Phytonährstoffe, also sowas wie Polyphenole, nannte man früher mal <strong>Vitamin P</strong>. P stand nicht etwa für Phytonutrient oder Polyphenol, sondern für <em>Permeabilitätsfaktor</em>.</p>
<p>Denn schon Anfang des 20. Jahrhunderts hatte kein geringerer als Albert Szent-Györgyi himself, Nobelpreisträger und Vitamin-C-Entdecker, herausgefunden, dass Pflanzenstoffe die Vitamin-C-Funktion unterstützen, insbesondere mit Blick auf die Gefäße, genau genommen: die Gefäßpermeabilität.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324552 " title="Vitamin L und N" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Vitamin-L-und-N-1.png" alt="Vitamin L und N" width="377" height="212" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Vitamin-L-und-N-1.png 970w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Vitamin-L-und-N-1-300x169.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Vitamin-L-und-N-1-768x432.png 768w" sizes="auto, (max-width: 377px) 100vw, 377px" /></p>
<h2><strong>Du musst mehr Vitamin N erleben! </strong></h2>
<p>Kommen wir mal wieder im Hier und Jetzt an. Wenn man sich mal aus dem Büro quält und ein bisschen in der Natur unterwegs ist, fällt einem auf, wie klein man ist, wie klein die eigene Gedankenwelt ist.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Selbst im Büro <em>weiß</em> und <em>versteh</em> ich, dass Berge riesig sind, manche Bäume ziemlich groß und wie sich der Wind anfühlt. Wenn ich es aber <em>erlebe</em>, ist das eine völlig andere &#8230; Realität. Probleme, die ich eben in meinem Büro noch hatte, werden winzig klein. Und ich erlebe gerade wieder, wie nichtig meine Existenz ist.</p>
<p><strong>Wir Menschen brauchen das.</strong> Viele Politiker bräuchten das. Also nicht nur daran <em>denken</em>, wie es so im echten Leben ist und damit nur die halbe Wahrheit zu kennen. Sondern mal wieder ins echte Leben zu kommen. Mal wieder zu <em>erleben</em>, was es heißt, wenn das Geld am Ende des Monats nicht reicht.</p>
<p>Wir, die sich für das Leben, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit interessieren, brauchen das, weil es etwas mit uns macht. Vor einiger Zeit <a href="https://www.nature.com/articles/d41586-024-00968-y">liest man</a> dazu im äußerst renommierten Fachmagazin Nature – Natur, verstehste?! ;-) – Folgendes:</p>
<figure id="attachment_324542" aria-describedby="caption-attachment-324542" style="width: 827px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324542" title="Natur Antidepressivum" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Natur-Antidepressivum.png" alt="Vitamin Natur und Luft" width="827" height="261" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Natur-Antidepressivum.png 1648w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Natur-Antidepressivum-300x95.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Natur-Antidepressivum-1024x323.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Natur-Antidepressivum-768x242.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Natur-Antidepressivum-1536x485.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 827px) 100vw, 827px" /><figcaption id="caption-attachment-324542" class="wp-caption-text"><strong><em>&#8222;Menschen, die in der Nähe ihres Wohnsitzes die meiste Natur hatten, berichteten am seltensten von Depressionen und Angstzuständen.&#8220;</em></strong></figcaption></figure>
<p>Leute, denen ich erzähle, dass <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29076953/">L-Carnitin (Fleisch!) genauso gut wie ein Antidepressivum wirkt</a> (nur mit weniger Nebenwirkungen) – oder, dass man besten täglich den Arsch im Freien bewegt, insgesamt also lebt wie das unsere Vorfahren für Zehntausende von Jahren getan haben, lächeln innerlich süffisant.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Weil sie es nicht real erleben. </strong></p>
<p>Natürlich nicht, sie tun es ja nicht. Weil sie es aus ihrem Büro oder vom Sofa aus zu wissen und verstehen glauben. Insbesondere wenn es um unsere mentale Gesundheit geht, ist die Natur, der reale Anblick und das Erleben der Natur, für den Menschen offenbar essenziell. Beweisen Studien, wie die soeben genannte.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Die Natur ist Vitamin N. </strong></p>
<h2><strong>Du musst mehr Vitamin L inhalieren! </strong></h2>
<p>Und wenn du in der Natur unterwegs bist, atmest du ja weiterhin Luft. Aber andere Luft als die, die du gerade jetzt inhalierst. In der Waldluft, als Beispiel, finden sich von Pflanzen abgesonderte Verbindungen, die bestimmte Gene in dir regulieren. Die dir beispielsweise <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36328581/">dein Immunsystem stärken</a>. Nicht gewusst?</p>
<p>Klingt ein bisschen abartig, ich weiß, aber ich bin auf dem Land aufgewachsen und habe nicht nur die Luft der Weinreben förmlich aufgesaugt, sondern ganz besonders gerne die Luft der frisch auf die Felder aufgetragenen Gülle eingeatmet. Das macht mich jetzt nicht zu einem besonders geilen Typen, aber dass sowas vermutlich förderlich ist, dachte ich mir schon immer.</p>
<p>Eine<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39486624/"> aktuelle Studie aus 2024</a> klärt uns auf.</p>
<ul>
<li>Vermutlich gibt es <strong>Nährstoffe in der Luft</strong> (<em>Aeronährstoffe</em>), die wir einatmen und die eine biologische, also eine gesundheitliche Bedeutung für uns haben.</li>
<li>Darüber hinaus schwirren <strong>in der (Natur-)Luft Mikroben</strong> (<em>Aeromikroben</em>), die sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken könnten, indem sie die  mikrobielle Artenvielfalt in unserer Lunge und dem Magendarmtrakt verbessern.</li>
</ul>
<blockquote><p> Diese Konzepte haben Auswirkungen auf Menschen, die in städtischen Gebieten leben oder nur begrenzten Zugang zur Natur haben, wie z. B. Astronauten, die über lange Zeiträume stark gefilterter Luft ausgesetzt sind, die möglicherweise kaum noch Aeronährstoffe und Aeromikroben enthält.</p></blockquote>
<p>Die Autoren schlagen eine Neubewertung der Richtlinien für die Ernährung vor, die um den Zugang zur natürlichen Umgebung erweitert werden sollten. Kurzum: Du sollst nicht nur an die Natur denken und schöne Bilder in deiner Wohnung aufhängen, sondern den Kontakt mit der Natur suchen! Dein Körper scheint diese Luft zu brauchen.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Die (Natur-)Luft ist Vitamin L. </strong></p>
<h2>Es geht nur um deine Biologie</h2>
<p>Siehst du&#8230; Ich glaube ja, dass uns Menschen alle eine Art Urinstinkt, eine Art Urwissen verbindet. Tief in uns drin, Millionen von Jahren alt. Das ist etwas, über das wir nicht groß nachdenken müssen, das ist einfach da. Mit großer Sorge sehe ich die Tendenz, dass wir Modernen uns das mehr und mehr abtrainieren, ignorieren oder gar völlig in Abrede stellen.</p>
<p>Thema Biologie. Was hat die Gesellschaft über den Fakt diskutiert, dass es vielleicht nicht ganz förderlich ist, wenn <a href="https://genetisches-maximum.de/kontroverses/boxerinnen-trans-intersexuell/">eine Frau, die genetisch ein Mann ist</a>, bei Frauen mitboxen darf – <a href="https://www.spiegel.de/sport/boxen-weltverband-fuehrt-verpflichtende-geschlechtertests-ein-folgen-fuer-imane-khelif-a-9ef3b903-360e-4c57-b0b9-b29aeda00b3d">aktuell erstmal vom Tisch</a>. Wir überspannen das eine oder andere Thema in den vergangenen Jahren ein bisschen. Nicht gerade zu unserem Vorteil, wie ich finde.</p>
<p>Bei allem Gerede über KI und Co. bleibt am Ende doch immer wieder nüchtern und erleichternd zu konstatieren: <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/alzheimer-vorbeugen/">Der Mensch hängt an seiner Biologie wie ein Jo-jo am Finger</a>. Egal, wie weit der Jo-jo glaubt, wegfliegen zu können, am Ende interessiert sich unsere Biologie dafür einen feuchten Dreck. Und diese Biologie weiß nicht, dass wir im 21. Jahrhundert leben.</p>
<p><strong>Verstanden?</strong></p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/neu-vitamin-n-und-vitamin-l-naturluft/">Neu: Vitamin N und Vitamin L</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Fleisch essen ist menschlich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 May 2025 12:16:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Energiehaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Paleo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Überschrift klingt philosophisch, nicht wahr? Sie triggert vielleicht auch ein bisschen. Des bedarf&#8217;s! Wer wagt es denn heute noch, zu sagen, dass Fleisch essen menschlich ist – oder gar Menschen macht, gemacht hat! Ich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Überschrift klingt philosophisch, nicht wahr? Sie triggert vielleicht auch ein bisschen. Des bedarf&#8217;s!</p>
<p>Wer wagt es denn heute noch, zu sagen, dass Fleisch essen <em>menschlich</em> ist – oder gar Menschen macht, gemacht hat! Ich zum Beispiel. Und natürlich die vielen Karnivoren, die es heutzutage gibt. Ich muss gestehen, dass ich mich damit nicht sonderlich identifizieren kann (ich bin Typ<a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/rotes-fleisch-ein-zweischneidiges-schwert/"><em> fakultativer Karnivore</em></a> ;-), aber immerhin gibt es den starken Gegenpol zu den Veganern.</p>
<h2>Der Mensch und das Fleisch</h2>
<p>Und nun kommen wir auch schon zum heutigen Thema. <a href="http://10.1016/j.xgen.2025.100855">Eine Studie</a>, veröffentlicht im äußerst renommierten Fachmagazin <em>Cell Genomics. </em>Doch bevor wir uns der Studie widmen, ein Wort noch zu unserer menschlichen Vergangenheit.</p>
<p>Wir erinnern uns: Die Gattung Homo, zu der auch wir als Homo sapiens gehören, entwickelte sich vor 2-3 Mio. Jahren. Davor nannte man die Primaten <em>Australopithecus</em>. Die Entstehung der Gattung Homo fällt eng zusammen mit einem gesteigerten Konsum tierischer Produkte. Und der Fleischkonsum wird in den folgenden Jahrmillionen eine tragende Rolle bei der Entwicklung aller Arten innerhalb dieser Gattung spielen.</p>
<p>Morphologisch:</p>
<ul>
<li>Das Gehirn wuchs erheblich, verdreifachte sein Volumen</li>
<li>Wir laufen auf zwei Beinen (Ausdauernde Läufe zur Jagd!)</li>
<li>Wir leben länger</li>
<li>Der Darm verkürzte sich insgesamt, der Dickdarm (Ballaststoffverdauung) im Besonderen</li>
<li>Wir bekamen grazilere, aber schärfere Zähne</li>
</ul>
<p>Sage übrigens nicht (nur) ich, das ist wissenschaftlicher Konsens, daher steht es so in der Arbeit. Doch ein weiteres Rätsel konnte bisher nicht gelöst werden. Im Vergleich zu unseren engsten Verwandten, den Menschenaffen (Schimpansen, Bonobons, Orang-Utans), sind wir größer und haben einen pro Einheit Körpermasse erheblich höheren Energieumsatz.</p>
<h2>Genetisch adaptiert an Fleischkonsum</h2>
<p>Wie kommt&#8217;s? Was hat das zu bedeuten? Genau das war Thema der aktuellen Studie. Und die findet doch glatt Beweise dafür, dass es eine enge Korrelation zwischen Körpergröße und Energieumsatz bei Menschenaffen (inkl. Menschen) gibt. Die Pointe kommt jetzt, und sie liest sich so:</p>
<blockquote><p>Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Auftreten der Genvariante (rs34590044-A) die Anpassung an eine fleischreiche Ernährung bei anatomisch modernen Menschen erleichtert haben könnte, mit einer erhöhten Körpergröße und einem höheren Grundumsatz als Folge dieser Ernährungsumstellung.</p></blockquote>
<p>Die Forscher identifizieren in der Studie also eine Genvariante (die ich im Übrigen selbst trage, natürlich), die die Körperlänge begünstigt und den Energiestoffwechsel ankurbelt, wenn eine bestimmte Aminosäure, Threonin, die reich und gut verfügbar im Fleisch vorkommt, in höheren Mengen zugeführt wird.</p>
<p>Soll heißen:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Fleisch sorgte dafür, dass der Mensch größer und fitter wurde. </strong></p>
<p>Denn: Durch die Genvariante läuft der Energiestoffwechsel sauberer und die &#8222;Verlustrate&#8220;, die in Form toxischer Metabolite in der Zelle anfallen und schädlich wirken, ist geringer. <strong>Das sorgt für mehr Energiespielraum – zum Beispiel für mehr Längenwachstum</strong> ;-)</p>
<blockquote><p>&#8222;Die Umstellung der Ernährung von einer vorwiegend pflanzlichen Kost auf einen erhöhten Fleischkonsum stellt einen wichtigen Meilenstein in der menschlichen Evolution dar“, so die Mitautoren Jin Li und He Huang von der Fudan-Universität.</p>
<p>&#8222;Frühere Studien haben gezeigt, dass diese Umstellung viele Merkmale und Phänotypen beim anatomisch modernen Menschen beeinflusst hat. Es ist daher nicht überraschend, dass auch die Körpergröße davon betroffen war.&#8220;</p></blockquote>
<h2>Fleisch ist Fleisch</h2>
<p>Das, was die Studie hier nahelegt ist, dass wir als Menschen seit einigen Hunderttausend Jahren spezifische genetische Adaptationen an den Fleischkonsum haben. Der Mensch isst also nicht zur Spaß an der Freude Fleisch – sondern weil seine Physiologie daran adaptiert ist.</p>
<p>Wer kein Fleisch isst, sollte bedenken, dass er kein Herbivore ist, also keine spezifischen Anpassungen an einen extensiven Pflanzenkonsum zeigt. In dieser Position müssen wir dann dafür sorgen, den Fleischkonsum sinnvoll zu ersetzen. Das gelingt heute, meines Erachtens, bei weitem nicht.</p>
<p>Da muss ich beispielsweise daran denken, dass Fleischersatz-Produzenten vor einigen Jahren herausgefunden haben, dass es für den echten Fleischgeschmack mindestens Hämeisen braucht. Hämeisen – das von vielen Veganern verantwortlich für alle möglichen Erkrankungen gemacht wird.</p>
<p>Verstanden? Fleisch ist Fleisch&#8230; Wer Fleisch so weit nachbaut, dass es wie Fleisch schmeckt, hat irgendwann Fleisch. Wer dies nicht tut oder nicht tun will, muss sich mit Kirchererbsen und dergleichen begnügen. Und das wird gesundheitlich schwierig.</p>
<p>PS: Apropos Hirnvolumen&#8230; Das hat sich in nur wenigen Millionen Jahren verdreifacht. Leider, leider zeigt sich in den vergangenen Jahrtausenden ein dramatischer Rückgang, &#8222;50 x schneller als das Wachstum zuvor&#8220;. Vielleicht landen wir irgendwann ja doch wieder auf den Bäumen. (Vgl. <a href="https://www.frontiersin.org/journals/ecology-and-evolution/articles/10.3389/fevo.2021.742639/full">Q</a>)</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/fleisch-essen-ist-menschlich/">Fleisch essen ist menschlich</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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