<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Kontroverses - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
	<atom:link href="https://genetisches-maximum.de/category/kontroverses/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://genetisches-maximum.de</link>
	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
	<lastBuildDate>Sun, 29 Mar 2026 14:51:12 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2019/02/cropped-edubily-favicon-32x32.png</url>
	<title>Kontroverses - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
	<link>https://genetisches-maximum.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Zwei Idiotien zum Lachen</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/kollagen/zwei-idiotien-zum-lachen/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/kollagen/zwei-idiotien-zum-lachen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2026 13:05:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abnehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Kollagen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=325001</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bin ja auf Linkedin unterwegs – macht man so. Interessiert vermutlich kaum jemanden, was dort passiert. Die, die sich dort aufhalten, glauben aber, dass sie sehr wichtig sind und der Welt viel zu sagen haben. [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/kollagen/zwei-idiotien-zum-lachen/">Zwei Idiotien zum Lachen</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bin ja auf Linkedin unterwegs – macht man so. Interessiert vermutlich kaum jemanden, was dort passiert. Die, die sich dort aufhalten, glauben aber, dass sie sehr wichtig sind und der Welt viel zu sagen haben.</p>
<p>Daher ist heute jeder Blogger. Früher – also bis vor zwei Jahren – musste man dafür noch irgendein Talent fürs Schreiben mitbringen. Heute kann man sich die Beiträge einfach von der KI schreiben lassen.</p>
<p>Was man sich nicht schreiben lassen kann: den eigenen Sachverstand. Bullshit bleibt Bullshit. Daran ändert in der Regel auch eine KI nichts mehr.</p>
<p>Sprechen wir mal über zwei mich amüsierende Beispiele.</p>
<h2>Kalorien – so wichtig</h2>
<p>Wer Ernährung im Jahr 2026 noch immer nicht verstanden hat, glaubt ganz fest an <strong>die Kalorie</strong>.</p>
<p>Wer abnehmen will, muss nur Kalorien streichen. Das klappt ganz sicher auch bei denjenigen, die sich willentlich und umgebremst gerne den Wanst vollgeschlagen haben. Aber wer frisst sich gerne absichtlich fett?</p>
<p>Es geht um eine Fehlregulation des Körpers. Auf systemischer Ebene, im Muskel, im Gehirn, wo auch immer. Jeder, der klar denken kann und einen normalen Energiestoffwechsel hat, weiß das auch.</p>
<p>Wenn ich mir jetzt 5000 Kalorien reinknalle, dann nehme ich – bei einem angenommenen Verbrauch von 3000 Kalorien – natürlich nicht einfach 2000 Kalorien, also ca. 300 g Fett zu. Ein gesunder Körper &#8230;</p>
<ul>
<li>wird heiß</li>
<li>wird sich bewegen wollen, rumzappeln</li>
<li>wird die darauf folgende Mahlzeit kompensieren</li>
</ul>
<p>Genau deshalb musste kein Mensch vor uns jemals über &#8222;Kalorien&#8220; nachdenken. Die Kernfrage ist:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Warum greift das bei Übergewichtigen nicht mehr? </strong><br />
<strong>Warum werden die von ihrem Körper im Stich gelassen?</strong></p>
<p>Bei Linkedin findet man stattdessen Ernährungsratschläge wie aus dem vergangenen Jahrtausend:</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-325007 size-full" title="abnehmen bei linkedin" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/abnehmen-bei-linkedin-scaled.png" alt="abnehmen bei linkedin" width="2560" height="580" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/abnehmen-bei-linkedin-scaled.png 2560w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/abnehmen-bei-linkedin-300x68.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/abnehmen-bei-linkedin-1024x232.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/abnehmen-bei-linkedin-768x174.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/abnehmen-bei-linkedin-1536x348.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/abnehmen-bei-linkedin-2048x464.png 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>
<p>Bild habe ich adaptiert.</p>
<p>Das ist keine Ernährung, kein Diät-Tipp, das ist eine vollständige Verzerrung der Ernährungsphysiologie und die Eintrittspforte zur Essstörung. Wer glaubt, mit Magerprodukten wie dem Eiklar schlank und mit fetten Produkten wie dem Eigelb dick zu werden, hängt tief drin. Um höflich zu bleiben.</p>
<p>Dürfte aber auf keinen Fall mit Menschen darüber sprechen.</p>
<h2>Kollagen für die Haut – oder nicht</h2>
<p>Kollagen hat in den vergangenen Jahren ohne Frage einen unglaublichen Boom erlebt. Wer hät&#8217;s gedacht? Tipp: Wir natürlich :-) Im Ernst: <strong>Kollagen hat eine sinnvolle Daseinsberichtigung.</strong></p>
<p>Die typischen Kollagen-Aminosäuren Glycin und Prolin kommen auf dem Speiseplan sonst kaum vor und man weiß <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20093739/">seit über zehn Jahren</a>, dass die Biochemie Extra-Glycin braucht, um alle glycinabhängigen Prozesse im Körper ordentlich zu speisen.</p>
<p>Dazu zählt die Kollagenbildung. Außerdem stimulieren <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11094247/">die Kollagenpeptide selbst direkt die Kollagensynthese</a> in den dafür verantwortlichen Körperzellen (z. B. Fibroblasten).</p>
<p>Frauen sind besonders offen für alles, was das Kollagen betrifft. Denn Kollagen verleiht der Haut ihre Struktur – ergo: Kollagen macht schöne Haut. Die Frage ist nur: <strong>Macht zugeführtes Kollagen besseres Hautkollagen? </strong></p>
<p>Bis vor wenigen Jahren war die Mehrheit der Forschungsdaten klar: auf jeden Fall. 2025 kam <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0002934325002839">eine Meta-Analyse</a>, die den von manchen Leuten ersehnten Schlussstrich zog. Fazit: Hilft nur in pharmafinanzierten Studien. Hilft nicht, wenn nicht gesponsert.</p>
<p>Narrative – lieben wir. Nur: Die Studie wurde für ihre mangelnde Qualität <a href="https://www.nutraingredients.com/Article/2025/08/26/industry-reacts-to-meta-analysis-concluding-collagen-supplements-show-no-proven-benefit-for-skin-aging/">längst zerlegt</a>. Trotzdem liest man auf Linkedin immer wieder:<strong> Kollagen bringt nix für die Haut.</strong></p>
<p>Ob&#8217;s ein Wundermittel für die Haut ist? Keine Ahnung. Ich weiß aber, dass mein Leben kein Studienzeitraum von vier Wochen ist:</p>
<figure id="attachment_325004" aria-describedby="caption-attachment-325004" style="width: 1528px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Kollagen-Einnahme-Haut.png"><img decoding="async" class="wp-image-325004 size-full" title="Kollagen Einnahme Haut" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Kollagen-Einnahme-Haut.png" alt="Kollagen Einnahme Haut" width="1528" height="1032" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Kollagen-Einnahme-Haut.png 1528w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Kollagen-Einnahme-Haut-300x203.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Kollagen-Einnahme-Haut-1024x692.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Kollagen-Einnahme-Haut-768x519.png 768w" sizes="(max-width: 1528px) 100vw, 1528px" /></a><figcaption id="caption-attachment-325004" class="wp-caption-text"><strong><em>Kollagengehalt der Haut über die Lebensspanne. </em></strong></figcaption></figure>
<p>Mein Bizeps ist nach vier Trainingseinheiten noch nicht gewachsen? Nein, doch, oh!</p>
<p>Der Kollagenabbau ist ein lebenslanges Problem, kein vierwöchiger Studienzeitraum. Das muss man doch verstehen. Und wer&#8217;s oral nicht zuführt – egal ob Knochenbrühe oder Pulver –, hat dem genau Null entgegenzuwirken.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Man muss wissen, wann man lachen darf – und wann man ernst zuhören sollte.</p>
<p>In diesen beiden Fällen sollte man besser schmunzeln und es unter der Kategorie &#8222;Kein Mensch braucht Linkedin-Weisheiten&#8220; verbuchen. Gilt natürlich gleichermaßen für ähnliche Beiträge auf anderen Plattformen.</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/kollagen/zwei-idiotien-zum-lachen/">Zwei Idiotien zum Lachen</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/kollagen/zwei-idiotien-zum-lachen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>6</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Top 3 Studien vor Weihnachten</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/praevention/top-3-studien-vor-weihnachten/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/praevention/top-3-studien-vor-weihnachten/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Dec 2025 08:59:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=324836</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hier liegen seit Tagen noch drei Studien auf meinem virtuellen Schreibtisch. Bevor wir die intern verarbeiten &#8230; fasse ich sie an dieser Stelle mal kurz zusammen. Kurz und knapp. 1. Darmmolekül zeigt bemerkenswerte Wirkung gegen [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/top-3-studien-vor-weihnachten/">Top 3 Studien vor Weihnachten</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hier liegen seit Tagen noch drei Studien auf meinem virtuellen Schreibtisch.</p>
<p>Bevor wir die intern verarbeiten &#8230; fasse ich sie an dieser Stelle mal kurz zusammen.</p>
<p>Kurz und knapp.</p>
<h2>1. Darmmolekül zeigt bemerkenswerte Wirkung gegen Diabetes</h2>
<p><a href="https://www.nature.com/articles/s42255-025-01413-8"><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-324840" title="Cholin schützt vor Diabetes" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Cholin-schuetzt-vor-Diabetes.png" alt="Cholin schützt vor Diabetes" width="647" height="151" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Cholin-schuetzt-vor-Diabetes.png 1478w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Cholin-schuetzt-vor-Diabetes-300x70.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Cholin-schuetzt-vor-Diabetes-1024x238.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Cholin-schuetzt-vor-Diabetes-768x179.png 768w" sizes="(max-width: 647px) 100vw, 647px" /></a></p>
<p>Ich kann sagen: Das hier ist lustig. Aufgepasst.</p>
<p>Es gibt da einen wichtigen Immunrezeptor, dessen Überaktivität Entzündung und Insulinresistenz begünstigt – damit Teil vom metabolischen Syndrom ist und das Diabetesrisiko erhöht.</p>
<p>Pharmakologisch will man den hemmen. Doch jetzt finden Forscher ganz überraschend: Das machen unsere Darmmikroben schon.</p>
<p>Denn die produzieren aus <strong>Cholin</strong> (!) – kann man essen, nennt sich Eier – einen Stoff, der diesen Immunrezeptor in Zell- und Tierversuchen zuverlässig runterregelt und Tiere nicht nur vor Insulinresistenz schützt, sondern sogar vor einem septischen Schock.</p>
<p>Was ist das denn für ein Stoff? Kennste, kennste&#8230;? <strong>Nennt sich TMA.</strong> Das ist die Vorstufe <a href="https://genetisches-maximum.de/darmgesundheit/darmbakterien-und-tmao/">vom &#8222;bösen&#8220; TMAO</a>.</p>
<p>Ah, oh! Will der Michalk uns sagen, dass die Veganer-Logik &#8222;mehr Cholin = mehr TMAO = Tierprodukte machen krank&#8220; vielleicht gar nicht stimmt?</p>
<p>Exakt. <strong>Wieder ein Märchen als solches entlarvt.</strong></p>
<h2>2. Wissenschaftler entdecken versteckten Auslöser für Fettleibigkeit in Sojaöl</h2>
<p><a href="https://www.jlr.org/article/S0022-2275(25)00195-6/fulltext"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-324838" title="Studie Sojaöl macht krank" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Studie-Sojaoel-macht-krank.png" alt="Studie Sojaöl macht krank" width="724" height="98" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Studie-Sojaoel-macht-krank.png 1786w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Studie-Sojaoel-macht-krank-300x41.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Studie-Sojaoel-macht-krank-1024x139.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Studie-Sojaoel-macht-krank-768x104.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Studie-Sojaoel-macht-krank-1536x208.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 724px) 100vw, 724px" /></a></p>
<p>Der hier ist auch nicht schlecht.</p>
<p>Menschen, die Social Media nutzen – die Armen – stoßen immer wieder auf Gesundheitsinfluencer, die einem einreden, dass Pflanzenöle, sogenannte &#8222;Saatenöle&#8220; ganz schlimm sind.</p>
<p>Sie wissen zwar nicht warum, aber wird schon so sein. Und de facto kann man konstatieren: Dich mit Linolsäure, einer pflanzlichen Omega-6-Fettsäure, vollzutanken, ist vielleicht <strong>alles andere als nützlich.</strong> Das wissen Blog-Leser natürlich seit zehn Jahren.</p>
<p>Soeben wurde eine Studie publiziert, allerdings nur ein Tiermodell, die zeigt, warum Omega-6-reiche Pflanzenöle schädlich sein könnten.</p>
<p>Die Forscher haben nämlich entdeckt, dass aus u. a. Linolsäure bestimmte Abkömmlinge entstehen, <strong>die Oxylipine</strong> – die verändern den Fettstoffwechsel und sorgen dafür, dass Tierchen bei Sojaöl-Fütterung noch dicker werden.</p>
<p>Die Forscher meinen, dass der fünffache Anstieg der Sojaölzufuhr in den USA im vergangenen Jahrhundert, vor allem über ultraverarbeitete Lebensmittel, &#8222;zu chronischen Stoffwechselproblemen beitragen könnte&#8220;.</p>
<h2>3. Der Mensch ist für die Natur geschaffen, nicht für das moderne Leben.</h2>
<p><a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/brv.70094"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-324839" title="Studie Evolution" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Studie-Evolution.png" alt="Studie Evolution" width="674" height="190" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Studie-Evolution.png 1332w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Studie-Evolution-300x85.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Studie-Evolution-1024x289.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Studie-Evolution-768x217.png 768w" sizes="auto, (max-width: 674px) 100vw, 674px" /></a></p>
<p>Wir leben ja in ganz wilden Zeiten. Wir sollten eigentlich aufgeklärter denn je sein, sind aber immer verblödeter.</p>
<p>Warum? Weil unser Primatengehirn denkt, dass das, was ständig wiederholt wird, die Wahrheit ist. Ein Tag auf X und man weiß, dass die Mondlandung fake ist, die Erde flach und Impfungen eine Massenvernichtungswaffe.</p>
<p>Evolution? Gibt es nicht. Wer das aber leugnet, wird nie echten Zugang zu seiner Biologie finden, denn <em>&#8222;nichts (&#8230;) ergibt Sinn, außer im Lichte der Evolution&#8220;</em>. Daher struggeln viele Menschen heutzutage mehr denn je.</p>
<p><strong>Sie leben immer entfremdeter von sich, verstehen aber immer weniger über sich und ihre Biologie.</strong></p>
<p>Genau darüber wurde mal wieder eine Arbeit publiziert, von Anthropologen. Kurz: Die Biologie des Menschen lebt noch in der Steinzeit. Wurde über viele, viele Jahrtausende geformt. <strong>Modernes Leben? Kennt die nicht.</strong></p>
<p>Die Folgen dieses Mismatches? <em>&#8222;Als Beispiel wird der seit Jahrzehnten beobachtete Rückgang der Spermienqualität genannt, der potenziell durch Umweltfaktoren wie Pestizide und Mikroplastik beeinflusst wird.&#8220;</em></p>
<p>Wie war das noch? Wer nicht hören will &#8230;</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Der Mensch schafft sich real ab. Im Zeitraffer vor unseren Augen.</p>
<p>Junge Menschen haben die Hosen voll, weil sie glauben, die Erde verkocht vor ihren Augen. Ich habe da einen Tipp<strong>: Das wird nicht passieren. </strong></p>
<p>Umweltschutz schön und gut, bin ich Fan. &#8222;Artenschutz Mensch&#8220; fängt aber woanders an. Schon in der Dönerbude.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!</strong></span></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/top-3-studien-vor-weihnachten/">Top 3 Studien vor Weihnachten</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/praevention/top-3-studien-vor-weihnachten/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Haselnussmus für 12 Euro</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/haselnussmus-fuer-12-euro-kakao-schwermetalle/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/haselnussmus-fuer-12-euro-kakao-schwermetalle/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2025 13:52:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=324770</guid>

					<description><![CDATA[<p>Neulich bin ich in einer großen Biomarkt-Kette unterwegs. Da gehe ich aus Prinzip nicht mehr hin. Selbst wenn ich Milliardär wäre, würde ich dort nicht einkaufen. Die Preistreiberei ist völlig surreal geworden. Öko und Bio [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/haselnussmus-fuer-12-euro-kakao-schwermetalle/">Haselnussmus für 12 Euro</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich bin ich in einer großen Biomarkt-Kette unterwegs.</p>
<p>Da gehe ich aus Prinzip nicht mehr hin. Selbst wenn ich Milliardär wäre, würde ich dort nicht einkaufen. Die Preistreiberei ist völlig surreal geworden.</p>
<p>Öko und Bio war mal lange Zottelhaare. Heute steht die Gucci-Tasche vor mir an der Kasse. Ist ja schön und gut, aber ein bisschen vorbei am Thema.</p>
<p>Also: Nicht mit mir. An manchen Tagen werde ich aber schwach, unüberlegt. Fahr ich also hin, geh ein bisschen shoppen und bin direkt wieder erschrocken.</p>
<ul>
<li>Haselnussmus für 12 Euro.</li>
<li>300 g Pute für 15 Euro.</li>
</ul>
<p>Bitch please&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324777 aligncenter" title="bitch please" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/11/bitch-please-232x300.jpg" alt="bitch please" width="194" height="251" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/11/bitch-please-232x300.jpg 232w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/11/bitch-please.jpg 736w" sizes="auto, (max-width: 194px) 100vw, 194px" /></p>
<h2>Schokocreme ohne Kakao</h2>
<p>Warum nehme ich überhaupt ein Haselnussmus in die Hand? Hintergrund ist, dass ich Haselnüsse mag, vor allem zusammen mit &#8230; <strong>Kakao</strong> ;-)</p>
<p>Aber derzeit steht eine<strong> Kakao-Pause</strong> bei mir an. Ich weiß, dass viele jetzt im Winter den Fehler machen und sich bis oben hin mit Kakao druckbetanken.</p>
<p>In Form von Schokonikoläusen. Die Gesundheitsbewussten machen das mit dunkler Schokolade. Eigentlich eine gute Idee, mag man meinen.</p>
<p>Zur Erinnerung: Kakao ist in quasi jeder Studie gesund. Schützt die Gefäße, hat schöne Effekte auf die Stimmung und so weiter – toll!</p>
<p>Worüber keiner spricht, sind die Langzeiteffekte. Die gibt es ja auch. Das misst man halt nicht in zwei Wochen&#8230;</p>
<figure id="attachment_324775" aria-describedby="caption-attachment-324775" style="width: 1434px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324775 size-full" title="Kakao Effekte" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/11/Kakao-Effekte.png" alt="Kakao Effekte" width="1434" height="648" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/11/Kakao-Effekte.png 1434w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/11/Kakao-Effekte-300x136.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/11/Kakao-Effekte-1024x463.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/11/Kakao-Effekte-768x347.png 768w" sizes="auto, (max-width: 1434px) 100vw, 1434px" /><figcaption id="caption-attachment-324775" class="wp-caption-text"><em><strong>Nicht selten zeigt eine Intervention zunächst positive Effekte. Bei zu langer oder ausgiebiger Exposition überwiegen aber irgendwann die negativen Folgen. </strong></em></figcaption></figure>
<h2>Wenn Kakao nicht glücklich macht</h2>
<p>Ich habe immer relativ viel Kakao zugeführt: Vor allem über Proteinpulver und dunkle Schokolade (mal 50 g).</p>
<p style="padding-left: 40px;">Früher, als ich noch an &#8222;Cheat Meals&#8220; geglaubt habe, war das auch mal eine ganze Packung Lebkuchen&#8230; :-)</p>
<p>Bis ich gemerkt habe: Wenn ich das ein paar Tage so mache, kriege ich Anflüge von Panikattacken. <strong>Mein inneres Stresslevel hat sich nicht mehr beruhigt.</strong></p>
<p>Das habe ich über Jahre hinweg an- und ausschalten können. Bis ich gelernt habe, dass im Kakao in nennenswerten Mengen teils toxische Metalle vorkommen.</p>
<p>Speziell: <strong>Aluminium, Cadmium, Blei und Nickel</strong>. Die können sich akkumulieren, gehören nicht in den Körper und interagieren mit Enzymen.</p>
<p>Betroffene Enzyme können COMT und MAO sein, Hauptverantwortliche für die Inaktivierung von Stresshormonen im ZNS.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Über Aluminium in Kakao und die Folgen habe ich <a href="https://genetisches-maximum.de/zellgesundheit/einmal-mehr-schwermetalle-aluminium/">vor fünf Jahren an gleicher Stelle geschrieben</a>.</p>
<p>Die anfänglich positiven Effekte des Kakaos weichen negativen Effekten, die sich vor allem verspätet zeigen, denn toxische Metalle reichern sich an und legen Körperfunktionen nach und nach lahm.</p>
<h2>Kakao ist kein Grundnahrungsmittel</h2>
<p>Ich bin vielleicht ein Sonderfall – denn nach meinem Full-Genome-Sequenzing vor einigen Jahren ist klar, dass ich zu gut Eisen aufnehme und ich immer zur Eisenüberladung neige.</p>
<p>Diese Metalle können sich solche Mechanismen zunutze machen und gelangen dadurch möglicherweise schneller als bei anderen in meine Gewebe.</p>
<p>Trotzdem ist mir wichtig zu sensibilisieren: <strong>Kakao ist ein Genussmittel.</strong> Gerade bei besonders Gesundheitsbewussten wird Kakao aber oft sehr vielfältig und ausgiebig genutzt.</p>
<p>Die Kakaopflanze nimmt reichlich Metalle aus dem Boden auf. Teilweise wünschenswert. Teilweise aber auch problematisch, wie hier dargelegt.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Thema Kakao und &#8222;ungesunde Metalle&#8220; wird aktuell intensiver diskutiert, auch um bessere Grenzwerte zu finden (<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0889157525005290">Q</a>, <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11321977/">Q</a>, <a href="https://www.mdpi.com/2076-3298/12/4/125">Q</a>).</p>
<p>Jetzt gerade zur dunklen Jahreszeit, in der Weihnachtszeit, wo wir dazu neigen, besonders viel des dunklen Stimmungsaufhellers zuzuführen &#8230;</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Obacht! </strong></p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/haselnussmus-fuer-12-euro-kakao-schwermetalle/">Haselnussmus für 12 Euro</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/haselnussmus-fuer-12-euro-kakao-schwermetalle/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>30</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Plötzlich kommentiert die EFSA</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/naehrstoffe/ploetzlich-kommentiert-die-efsa/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/naehrstoffe/ploetzlich-kommentiert-die-efsa/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Oct 2025 10:45:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
		<category><![CDATA[Nährstoffe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=324714</guid>

					<description><![CDATA[<p>Manchmal im Leben passieren unglaubliche Dinge. So jetzt die Tage geschehen. Der Kontext Am vergangenen Sonntag haben wir einen Newsletter rausgeschickt. In dem kritisieren wir, kritisiere ich, die neuen und alten Empfehlungen der DGE, der Deutschen [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/naehrstoffe/ploetzlich-kommentiert-die-efsa/">Plötzlich kommentiert die EFSA</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal im Leben passieren unglaubliche Dinge. So jetzt die Tage geschehen.</p>
<h2>Der Kontext</h2>
<p>Am vergangenen Sonntag haben wir einen <strong>Newsletter</strong> rausgeschickt. In dem kritisieren wir, <strong>kritisiere ich, die neuen und alten Empfehlungen der DGE</strong>, der <em>Deutschen Gesellschaft für Ernährung</em>.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Zur Erinnerung: Ein hauptsächlich durch Steuern finanziertes Fachgremium, das der deutschen Gesellschaft erklären soll, wie man sich zu ernähren hat.</p>
<p>Dort schreibe ich unter anderem:</p>
<ol>
<li>Die Empfehlungen für eine kohlenhydratlastige Vollwertkost mit über 50 % Kohlenhydratanteil ist nicht mehr evidenzbasiert, es fehlen die Alternativen – sprich flexiblere Makronährstoffverteilungen –, die die Wissenschaft längst anbietet.</li>
<li>Die DGE empfiehlt nur noch ein Ei pro Woche. In <a href="https://ctrk.klclick.com/l/01K5N7QSFHNWGAPXMECKYZJF5Z_4">einem Podcast</a> mit einem DGE-Wissenschaftler wird dargelegt, dass es dabei ausschließlich um Umweltfragen ging, nicht um z. B. die Cholinzufuhr (Eier gehören zu den wichtigsten Cholinquellen) – die ist in Europa aber nicht gut (siehe <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11212380/">hier</a>).</li>
<li>Die DGE hat soeben ihre Referenzwerte für Jod – die Versorgung der Bevölkerung <a href="https://ctrk.klclick.com/l/01K5N7QSFHNWGAPXMECKYZJF5Z_6">wird wieder schlechter</a> – und Vitamin E <a href="https://www.dge.de/presse/meldungen/2025/neue-referenzwerte-fuer-jod-und-vitamin-e/">gesenkt</a>. Beide Begründungen dafür kann man nicht nachvollziehen. Die ergeben einfach keinen Sinn.</li>
</ol>
<p>Im gleichen Newsletter schreibe ich unter anderem über das fragwürdige Vorgehen des BfR (<em>Bundesinstitut für Risikobewertung</em>) bei der Berechnung ihrer Höchstmengenvorschläge für Nahrungsergänzungsmittel.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Über das konkrete Vorgehen hatte ich <a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/wer-braucht-extra-vitamine/">hier mal genau berichtet</a>.</p>
<p>Auf diese Weise soll sich die Bevölkerung z. B. mit 800 I.E. Vitamin D zufriedengeben, während diese Dosis nachweislich nicht ausreicht, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39861407/">um die meisten Menschen gut zu versorgen</a> und die EFSA selbst eine sichere Dosis von 4000 I.E. vorgibt.</p>
<h2>Plötzlich kommentiert die EFSA</h2>
<p>Dieser Newsletter wurde kräftig verschickt. Einmal sogar an die DGE selbst, die nur lapidaren Unfug darauf antwortete. Der Newsletter wurde außerdem gekürzt und im Blogformat in Englisch von einem Linkedin-Profil geteilt.</p>
<p>Über den bin ich zufällig gestolpert und ich konnte meinen Augen nicht trauen.</p>
<p>Denn darunter hat ernsthaft <strong>ein Junior Researcher der EFSA höchstpersönlich kommentiert</strong>. Du weißt schon, ein junger, ganz wichtiger Mann mit Kongresspass um den Hals, der für die oberste Behörde für Lebensmittelsicherheit in Europa arbeitet.</p>
<p>Und der schreibt: &#8222;I disagree!&#8220;. Er widerspricht. Und dann legt er – in Englisch – los.</p>
<ol>
<li><em>Es gebe keine (!) Evidenz für eine unzureichende Cholinzufuhr in Europa. Außerdem müsste man das ja sehen, weil Cholinmangel Muskel- und Leberfunktionsstörungen mache.</em></li>
<li><em>Vitamin D bringe nix, auch wenn manche Studien was anderes sagen.</em></li>
<li><em>Vitamin E finde man ja reichlich in Pflanzenölen.</em></li>
<li><em>Der RDA-Wert sei so konzipiert, dass der größte Teil der Bevölkerung dann ausreichend mit einem Nährstoff versorgt sei.</em></li>
<li><em>Ratschläge von einer NEM-Firma sollte man eh nicht annehmen.</em></li>
</ol>
<p>An diesen Aussagen ist vieles falsch oder verkürzt. Aber die EFSA höchstpersönlich muss es ja wissen – denken sicher viele Leute.</p>
<p>Meine Richtigstellung hatte ich schon formuliert, da ist mir das Handy ausgegangen. So soll es sein.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Fairerweise müssen wir der EFSA an der Stelle natürlich noch zugestehen, dass ein vermutlich Mitte-20-jähriger angestellter Forscher nicht die ganze Institution repräsentiert.</p>
<h2>Es gibt mittlerweile &#8230; KI</h2>
<p>Jetzt kommen wir aber zum entscheidenen Punkt. Ich weiß, dass ich recht habe. Weil ich ja beispielsweise nicht einfach so behaupte,<strong> dass wir schlecht mit Cholin versorgt</strong> sind.</p>
<ul>
<li>Es gibt erstens eine robuste Datenlage, die zeigt, dass der Körper die benötigte Menge selbst nicht herstellen kann (Stichwort Depletionsstudien, PEMT-Polymorphismen).</li>
<li>Zweitens gibt es ja Studien, die genau darlegen, dass wir Europäer sehr wahrscheinlich teilweise deutlich zu wenig Cholin zuführen (&#8222;keine Evidenz!!1&#8220;).</li>
<li>Und drittens mehren sich doch die Studien, die uns genau erklären, dass <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5579609/">Extra-Cholin protektiv wirkt</a>. Will man das nicht haben?</li>
</ul>
<p>Früher hätte mich das extrem geärgert. Weil ich das Gefühl habe, dass mir Unrecht getan wird. DGE, BfR, EFSA – das sind Autoritäten und der Autoritätsstempel wirkt. Was die sagen, muss stimmen.</p>
<p><strong>Heute läuft das aber ein bisschen anders.</strong> Die Welt hat sich verändert und das ist mehr als eine Kampfansage an die wissenschaftliche Obrigkeit.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Die nennt sich KI. </strong></p>
<p>Ich gleiche mittlerweile nahezu alles, was ich im Bereich Wissenschaft behaupte, mit einem Deep Research ab. Ich doppelchecke also alles, was ich recherchiere nochmal mit einer intensiven KI-Recherche.</p>
<p>Mir ist wichtig, dass Plausiblität passt und dass Gedankengänge mindestens einmal ordentlich durchgespielt sind. Natürlich habe ich genau das auch vor dem besagten Newsletter getan.</p>
<h2>Die KI und die Wahrheit</h2>
<p>Mich wundert an der Stelle, dass Menschen nicht einfach den Kommentar dieses EFSA-Juniors mit der KI gegenchecken. Dann müsste ihnen ja was auffallen. Der KI-Check fällt – stark gekürzt – wie folgt aus:</p>
<ul>
<li style="list-style-type: none;">
<ul>
<li data-start="3095" data-end="3254"><em><strong data-start="3095" data-end="3105">Cholin</strong>: EFSA selbst berichtet, dass weite Teile der Bevölkerung die Adequate Intake nicht erreichen – Defizite sind also real, wenn auch oft subklinisch.</em></li>
<li data-start="3095" data-end="3254"><em><strong data-start="3260" data-end="3273">Vitamin D</strong>: Große Megatrials zeigen bei Gesunden oft keine Effekte. Bei Personen mit nachgewiesenem Mangel jedoch sehr wohl (z. B. Infektionsprävention, Knochengesundheit). Ein relevanter Anteil der Europäer ist defizitär.</em></li>
<li data-start="3493" data-end="3619"><em><strong data-start="3493" data-end="3506">Vitamin E</strong>: Zwar in Ölen enthalten, aber die durchschnittliche Zufuhr liegt in vielen Ländern unterhalb der Empfehlungen.</em></li>
<li data-start="3625" data-end="3790"><em><strong data-start="3625" data-end="3638">DRV-Werte</strong>: Diese sichern die Versorgung im statistischen Mittel, berücksichtigen aber nicht individuelle Faktoren (Stress, Genetik, Medikamente, Erkrankungen). Sie bilden außerdem nicht die optimale Zufuhr ab. </em></li>
<li data-start="3796" data-end="4004"><em><strong data-start="3796" data-end="3819">Interessenkonflikte</strong>: Diese bestehen im Supplementmarkt, aber auch in offiziellen Ernährungsempfehlungen. Wichtig ist die differenzierte Betrachtung: Supplemente können echte Versorgungslücken schließen.</em></li>
</ul>
</li>
</ul>
<p style="padding-left: 40px;" data-start="4012" data-end="4156"><em>Kurz: Pauschale Aussagen wie „kein Defizit“ oder „kein Nutzen“ widersprechen den eigenen EFSA-Daten und großen Subgruppen mit Unterversorgung.</em></p>
<p data-start="4012" data-end="4156">Das beruhigt mich. Denn es zeigt, dass die auch von mir befürchtete Technokratie vielleicht ausbleibt – dank einer Technologie.</p>
<p data-start="4012" data-end="4156">Dass Wissenschaftler, vorrangig Professoren, wichtige Menschen, echte &#8222;Experten&#8220;, uns einfach was vom Pferd erzählen, auch wenn die Daten was ganz anderes zeigen, wird bald nicht mehr möglich sein. F&#8230; y&#8230;!</p>
<h2>Manche Zeiten sind bald vorbei!</h2>
<p data-start="4012" data-end="4156">Ich bin wahrlich nicht schadenfroh.</p>
<p data-start="4012" data-end="4156">Aber wir brauchen in Zukunft keine exponierten Menschen mehr, die uns im Namen der &#8222;Wissenschaft&#8220; pseudoreligiös die Welt erklären, während sie uns in Wahrheit nur ihre eigene Weltsicht aufdrücken.</p>
<p data-start="4012" data-end="4156">Daher sage ich ganz offen: Schafft Empfehlungen – von der DGE, vom BfR –, die ausschließlich von Menschen verfasst sind, ab! <strong>Sie sind fehleranfällig, gebiast und schaden sogar vielen Menschen noch! </strong></p>
<p data-start="4012" data-end="4156">Ich muss das an der Stelle nicht mal verkünden wie ein Revoluzzer :-) Denn die Zeit läuft gegen solche Leute. Die Zeiten, dass Personen, die sich für besonders wichtig halten, irgendeinen Stuss in die Welt blasen, sind bald vorbei.</p>
<p data-start="4012" data-end="4156">Ganz automatisch. Zumindest das lässt sich mich zuversichtlich in die Zukunft schauen.</p>
<h2 data-start="4012" data-end="4156">PS:</h2>
<p>Wenn du noch immer nicht unseren Newsletter abonniert hast, solltest du es schleunigst nachholen :-) Den kriegen so weit ich weiß rund 100.000 besonders aufgeklärte Menschen.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/naehrstoffe/ploetzlich-kommentiert-die-efsa/">Plötzlich kommentiert die EFSA</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/naehrstoffe/ploetzlich-kommentiert-die-efsa/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>17</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Drei Schläge gegen Sucralose</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/drei-schlaege-gegen-sucralose/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/drei-schlaege-gegen-sucralose/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2025 09:11:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Energiehaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=324696</guid>

					<description><![CDATA[<p>Oops it happened again! Der nicht-kalorische Süßstoff Sucralose gerät in letzter Zeit immer öfter in negative Schlagzeilen. Aktuell wurden drei Studien zu Süßstoffen inkl. Sucralose publiziert, über die man sprechen sollte. Wer sich nochmal etwas [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/drei-schlaege-gegen-sucralose/">Drei Schläge gegen Sucralose</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Oops it happened again!</em></p>
<p>Der nicht-kalorische Süßstoff <strong>Sucralose</strong> gerät in letzter Zeit immer öfter in negative Schlagzeilen. Aktuell wurden drei Studien zu Süßstoffen inkl. Sucralose publiziert, über die man sprechen sollte.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Wer sich nochmal etwas tiefer in den Kontext einarbeiten möchte, dem würde ich <a href="https://edubily.de/blogs/ratgeber/sucralose-schaedlich">diesen Ratgeber-Artikel</a> von uns ans Herz legen.</p>
<h2>Der süße Kontext</h2>
<p>Ich persönlich nutze seit jeher gesüßte Getränke und Pulver – in Maßen, würde ich sagen. Ich gehöre aber auch zum Typ &#8222;kalkuliertes Risiko&#8220;. Ich würde mir jetzt nicht einreden, dass Süßstoffe super toll sind, nur damit ich sie mit reinem Gewissen konsumieren kann.</p>
<p>Exakt das stößt mir in den sozialen Medien ein bisschen auf. Wenn man eine gewisse Bubble verfolgt, bekommt man den Eindruck, dass<strong> jeder unbedingt Süßstoffe braucht,</strong> denn das sei natürlich besser als Zuckercola oder ein Hamburger.</p>
<p>Hier geht nach meinem Gefühl <strong>jedes Maß verloren</strong>. Denn der Weg von &#8222;Süßstoffe können nützlich sein, sie haben aber ein gewisses Risikopotential&#8220; hin zu &#8222;Süßstoffe sind total sicher, gib mir mehr!&#8220; ist sehr, sehr kurz offenbar.</p>
<p>Das passt ein bisschen zur neuen &#8222;Sciencetology&#8220;, von vornehmlich Leuten, die entweder selbst gar nicht studiert haben oder ihre Ausbildung gut verbergen. Den Leuten dann aber in Schwarz-weiß-Manier vorbeten, was gut ist und was nicht – <strong>weil sie Positionspapiere von Fachgesellschaften lesen können.</strong></p>
<p><em>Applaus, Applaus.</em></p>
<h2>Drei neue Studien</h2>
<p>Bei Sucralose mehren sich aktuell die Hinweise, dass er problematische physiologische Wirkungen hat. Und zwar schon in ganz herkömmlichen Dosen, die man im Alltag verwenden kann.</p>
<p>Drei aktuelle Studien untermauern das. Here we go:</p>
<h3 style="padding-left: 40px;">1. Sucralose macht insulinresistent</h3>
<p>Nicht neu. Es gibt eine ganze Reihe klinischer Studien, die zeigen konnten, dass Sucralose irgendeinen (negativen) Einfluss auf unsere Insulinsensitivität zu haben scheint (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30005329/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32284053/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30535090/">Q</a>).</p>
<p>Zur Erinnerung: <strong>Insulin sollte möglichst gut wirken</strong> dürfen, denn dann braucht es wenig davon, d.h. unsere Insulinspiegel bleiben flach. Zucker und Aminosäuren gelangen mit guter Insulinsensitivität schnell in die Zellen, Fettsäuren bleiben weggesperrt.</p>
<p>Wenn Insulin nicht mehr (gut) wirkt, gehen zudem anti-entzündliche Eigenschaften verloren und wir schlittern ins metabolische Syndrom.</p>
<figure id="attachment_324705" aria-describedby="caption-attachment-324705" style="width: 599px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324705 " title="sucralose macht insulin resistenz" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-macht-insulin-resistenz.png" alt="sucralose macht insulin resistenz" width="599" height="193" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-macht-insulin-resistenz.png 1458w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-macht-insulin-resistenz-300x97.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-macht-insulin-resistenz-1024x330.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-macht-insulin-resistenz-768x248.png 768w" sizes="auto, (max-width: 599px) 100vw, 599px" /><figcaption id="caption-attachment-324705" class="wp-caption-text"><strong><em>Eine aktuelle klinische Studie zeigt, dass Sucralose in herkömmlichen Dosen Insulinresistenz induzieren kann. </em></strong></figcaption></figure>
<p>Sucralose als nicht-kalorischer Süßstoff sollte gar keine Wirkung haben. Er sollte süß schmecken und dann ciao. Ganz aktuell liest man in einer &#8211; wohlgemerkt – <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40907790/">dreifach verblindeten klinischen Studie</a> folgendes:</p>
<blockquote><p>Der Verzehr von Sucralose in einer Menge von 30 % der zulässigen Tagesdosis durch gesunde, schlanke Personen über einen Zeitraum von 30 Tagen führte zu einer signifikanten Abnahme der Insulinsensitivität um 20,3 %.</p></blockquote>
<p>Zum Verständnis: Die Größenordnung des Verlusts der Insulinsensitivität entspricht etwa der einer stärkeren Gewichtszunahme! Man könnte überspitzen und sagen: Ohne Kalorien fett geworden.</p>
<p>Würde ich für sich genommen erst mal mit &#8222;einer Prise Salz&#8220; verstehen. In Anbetracht der sich mehrenden Studien, die das gleiche Ergebnis zeigen, <strong>schaue ich inzwischen aber ein bisschen ernster drauf.</strong></p>
<h3 style="padding-left: 40px;">2. Sucralose schwächt Tumortherapie ab</h3>
<p>Eine weitere negative Schlagzeile über Sucralose stammt aus der Tumortherapie. Dort liest man, dass Menschen mit hohem Sucralose-Konsum offenbar schlechter auf eine Immuntherapie gegen bestimmte Krebsformen ansprechen.</p>
<figure id="attachment_324702" aria-describedby="caption-attachment-324702" style="width: 697px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324702 " title="sucralose immuntherapie krebs" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-immuntherapie-krebs.png" alt="sucralose immuntherapie krebs" width="697" height="162" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-immuntherapie-krebs.png 1534w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-immuntherapie-krebs-300x70.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-immuntherapie-krebs-1024x238.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-immuntherapie-krebs-768x178.png 768w" sizes="auto, (max-width: 697px) 100vw, 697px" /><figcaption id="caption-attachment-324702" class="wp-caption-text"><strong><em>Eine aktuelle Studie zu Sucralose im Kontext einer Anti-Krebs-Therapie zeigt: Der Süßstoff könnte die Therapie abschwächen. (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40742298/">Q</a>)</em></strong></figcaption></figure>
<p>Um dieses Phänomen genauer zu untersuchen, zogen die Forscher auch Versuche an Tieren heran und fanden:</p>
<blockquote><p>In Übereinstimmung mit den Ergebnissen der Studie beobachteten sie, dass Mäuse, die mit höheren Konzentrationen von Sucralose gefüttert wurden, weniger positiv auf die Anti-PD-1-Behandlung reagierten als diejenigen, die mit einer Ernährung mit geringeren Sucralose-Konzentrationen gefüttert wurden.</p></blockquote>
<p>Und woran das lag, fanden die Forscher sogar auch heraus. Sucralose verändert das Darmmikrobiom so, dass die Mikroben die Aminosäure Arginin wegknabbern. <strong>Die fehlt dann im Blut – Arginin wiederum ist für ein gutes Ansprechen auf die Tumortherapie nötig </strong>(<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5864849/">Q</a>, <a href="https://jitc.bmj.com/content/12/12/e010094">Q</a>).</p>
<p>Die gute Nachricht lieferten sich also auch: Du kannst ruhig 2 Liter Diätcola saufen, solange du Arginin ergänzt. Wow, wie toll! (Man wolle – sic! – den Tumorpatienten nicht auch noch die Diätcola verbieten&#8230;)</p>
<h3 style="padding-left: 40px;">3. Süßstoffe machen deppert</h3>
<p>&#8230; aber zum Glück nur ein bisschen, würden findige Instagramer jetzt sagen. Okay, ganz so polemisch wollen wir nicht auf die Datenlage gucken.</p>
<p>2022 findet <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33641634/">eine klinische Studie</a> mit gesunden Erwachsenen, dass Sucralose über sechs Wochen zu spürbaren <strong>Einbußen in Gedächtnisleistung  und Exekutivfunktionen</strong> führen kann, begleitet von messbaren Veränderungen der Gehirnwellen (mehr Theta), was für Ermüdung spricht.</p>
<p>Im März dieses Jahres zeigt <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40140714/">eine klinische Studie</a> in renommierten Fachmagazin <em>Nature Metabolism</em>, dass Sucralose offenbar die <strong>Appetitregulation des Gehirns durcheinander</strong> bringen kann – kurz: es macht vielleicht hungriger.</p>
<p>Soeben erschien <a href="https://www.neurology.org/doi/10.1212/WNL.0000000000214023">eine große Studie</a> mit sieben Süßstoffen – Sucralose war nicht dabei! –, die zeigte, dass Menschen mit höherem Süßstoffkonsum einen über <strong>50-60 % schnelleren kognitiven Abbau</strong> verzeichnen. Die Zahlen sind <strong>vermeintlich klein</strong>, kumulieren sich aber über die Jahre und spielen in der Größenordnung <strong>von Bluthochdruck als Risikofaktor</strong>.</p>
<figure id="attachment_324706" aria-describedby="caption-attachment-324706" style="width: 614px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324706 " title="Süßstoffe und Demenz" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/Suessstoffe-und-Demenz.png" alt="Süßstoffe und Demenz" width="614" height="183" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/Suessstoffe-und-Demenz.png 1710w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/Suessstoffe-und-Demenz-300x89.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/Suessstoffe-und-Demenz-1024x305.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/Suessstoffe-und-Demenz-768x229.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/Suessstoffe-und-Demenz-1536x458.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 614px) 100vw, 614px" /><figcaption id="caption-attachment-324706" class="wp-caption-text"><em><strong>Eine aktuelle Studie bringt herkömmliche Süßstoffe in Verbindung mit einem schnelleren kognitiven Abbau. </strong></em></figcaption></figure>
<p>Auch wenn Sucralose nicht explizit Teil der zuletzt genannten Studie war, liegt zumindest der Verdacht nahe, dass sich für sie – als Teil der Kategorie – ähnliche Ergebnisse finden lassen. Den Punkt, den ich hier machen will:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Süßstoffe – insbesondere Sucralose – wirken erwiesenermaßen aufs Gehirn.<br />
Folgen: ungewiss.</strong></p>
<h2>Süßstoffe sind nicht &#8222;neutral&#8220;</h2>
<p>Mein naives Weltbild war viele Jahre lang:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Süßstoffe wirken neutral.</strong></p>
<p>So verkauft man es uns auch. <em>Einfach innerhalb der sicheren Zufuhrzone bleiben und Süßstoffe wirken quasi wie Wasser – nur eben mit Geschmack</em>. Wie toll!</p>
<p>Seit einigen Jahren verdichtet sich allerdings die Datenlage – über die gesamte Datenlandschaft, inkl. Tier- und mechanistische Studien –, dass Süßstoffe, insbesondere Sucralose, alles andere als neutrale Agents sind, die man einfach so wie Wasser konsumieren kann.</p>
<p>Ich will hiermit nicht sagen, dass du nie wieder Diätcola trinken sollst. <strong>Ich werde mir im Laufe der Woche sicher auch wieder eine reinziehen (oder einen zuckerfreien Eistee&#8230; leider geil)</strong>. Wohlwissend, dass ich meinem Körper damit vielleicht keinen Gefallen tue.</p>
<p>Aber so zu tun, als ob man gesüßte Cola wie Wasser saufen kann, regt mich ein bisschen auf. Die mit klassischen Süßstoffen gesüßten Getränke – auch Getränke auf Eiweißpulverbasis ;-) – wirken physiologisch nicht neutral, ein für alle Mal!</p>
<h2>PS:</h2>
<p style="padding-left: 40px;">Seit Jahren warne ich davor, sich vor <strong>selbsterfüllenden Prophezeiungen</strong> zu schützen. Wer keine Kohlenhydrate isst, weil er Angst hat, dass sie Insulinresistenz induzieren, macht sich möglicherweise eine hausgemacht (&gt; physiologische IR).</p>
<p style="padding-left: 40px;">Wer dünn und schlank werden will und dafür nur noch gesüßte Getränke trinkt, macht sich möglicherweise eine Insulinresistenz und sorgt dafür, dass es viel schwerer wird, abzunehmen. Ich mein ja bloß&#8230; am Ende des Tages kann es mir ganz egal sein, was du so treibst.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/drei-schlaege-gegen-sucralose/">Drei Schläge gegen Sucralose</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/drei-schlaege-gegen-sucralose/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>22</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was hat grünes Gras mit Karies zu tun?</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/was-hat-gruenes-gras-mit-karies-zu-tun/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/was-hat-gruenes-gras-mit-karies-zu-tun/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Sep 2025 14:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=324677</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ab einem bestimmten Lebensabschnitt geht man(n) dazu über, seinen grünen Rasen wichtiger als einen Urlaub nach Bali zu finden (dort war ich, zugegebernermaßen, eh noch nie&#8230;). Man lernt dabei viel, auch viel über das Leben. [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/was-hat-gruenes-gras-mit-karies-zu-tun/">Was hat grünes Gras mit Karies zu tun?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ab einem bestimmten Lebensabschnitt geht man(n) dazu über, seinen grünen Rasen wichtiger als einen Urlaub nach Bali zu finden (dort war ich, zugegebernermaßen, eh noch nie&#8230;).</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Man lernt dabei viel, auch viel über das Leben.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Beispiel gefällig?</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich krieg ja hier ab und an Besuch. Auch der Nachbar lunzt manchmal rüber. Natürlich spricht man(n) dann irgendwann über das Gras, das woanders immer grüner scheint.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Nein, bei mir ist es tatsächlich grüner! </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und zwar den ganzen Sommer über. Von offenbar ganz verwunderten Personen kriege ich dann die wildesten Erklärungen zu hören. Mein Rasen sei ja auch noch jung, ich würde ja sicher auch oft wässern und dergleichen.</span></p>
<figure id="attachment_324689" aria-describedby="caption-attachment-324689" style="width: 345px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324689 " title="grünes gras karies" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/gruenes-gras-karies.png" alt="grünes gras karies" width="345" height="433" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/gruenes-gras-karies.png 1268w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/gruenes-gras-karies-239x300.png 239w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/gruenes-gras-karies-815x1024.png 815w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/gruenes-gras-karies-768x965.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/gruenes-gras-karies-1222x1536.png 1222w" sizes="auto, (max-width: 345px) 100vw, 345px" /><figcaption id="caption-attachment-324689" class="wp-caption-text"><strong><em>Ein echtes Bild aus meinem Garten&#8230; Wir sind ja nicht bei X-Faktor und erfundenen Geschichten. </em></strong></figcaption></figure>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Weit gefehlt :-)</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Es gibt ein kleines &#8222;Geheimnis&#8220;, das so wohlbehütet ist, dass fast niemand aus der Siedlung es kennt. Das sehe ich ja, wenn ich an den verbrannten Grünflächen der Nachbarschaft vorbeifahre.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dieses &#8222;Geheimnis&#8220; plaudere ich natürlich fröhlich aus. Ich sage: <em>Nein, der vermutlich einzige nennenswerte Unterschied ist, dass ich meinen Rasen nicht – wie du – auf 2,5 cm runtermähe, sondern bei 4-5 cm stehen lasse.</em></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Große Augen. Verwunderte Stille. Und ich weiß genau, der wird das nächstes Mal wieder auf 2-3 cm runterschneiden und sich den ganzen Sommer über wundern, warum der Rasen so kaputt aussieht.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Grünes Gras macht man sich </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dabei ist es doch einfach zu verstehen: Der Rasen hat ein eigenes Mikroklima. Das ist eine eigene kleine Welt, wie ein Urwald, würde man reinzoomen. <strong>Höheres Gras schützt vor Austrocknung und stabilisiert auch bei hohen Temperaturen und Trockenheit das Mikroklima.</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Natürlich gehört zur Wahrheit:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Ab und an düngen</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Ab und an tief wässern</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Wöchentlich &#8222;die Spitzen schneiden&#8220;</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Exakt das gilt auch für den Mund. Als Analogie. Nachdem ich einmal eine schlimme Erfahrung mit tiefer Karies hatte, habe ich mir geschworen, nie wieder Karies zu bekommen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und ich sehe bei Aufwärts-50-jährigen, wie viel Geld und vor allem Leid es kostet, sich seine &#8222;Zähne machen zu lassen&#8220;. Damit ist natürlich gemeint: <strong>Kaputte</strong> <strong>Zähne raus, Implantate rein.</strong> Ohne Zusatzversicherung 20.000 Euro. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In Worten: Zwanzigtausend. </span><span style="font-family: proxima-nova;">Man hat&#8217;s ja, nicht wahr? </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Gesunde Zähne isst man sich </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dabei ist &#8222;gesunde Zähne&#8220; doch so einfach zu verstehen wie &#8222;gesunder Rasen&#8220;. Man müsste doch nur mal zuhören und machen.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Wenn du ab morgen keinen (Industrie-)Zucker mehr isst,<br />
</strong><strong>wirst du sehr wahrscheinlich keinen einzigen Zahn mehr verlieren. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In einem Standardwerk der US-National Academies liest man schon 1989: </span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Dental caries does not develop in the absence of fermentable carbohydrates.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Gemeint ist explizit freier Zucker, also Saccharose. Denn Stärke zeigt in Tierstudien nahezu keine kariogene Wirkung. Natürlich gehört auch hier zur Wahrheit: </span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Gerne Xylit, gerne Hydroxyapatit (/ggf. Fluorid) </span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Zahnseide + Ultraschallzahnbürste </span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Systemische Gesundheit (inkl. NEM) + prof. Zahnreinigung </span></li>
</ul>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">100 g Zucker pro Tag heißt&#8230; </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Umgekehrt rechnet einem die KI ja mathematisch höchst diffizil vor, wie viele Läsionen man bei unserem Zuckerkonsum in Deutschland (100 g pro Tag) erwarten kann – <strong>im Schnitt eine neue Karies pro 3 Jahre</strong>.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Gehen wir mal davon aus, dass hauptsächlich die Seitenzähne betroffen sind – wie beim Menschen üblich –, dauert es statistisch betrachtet nahezu 50 Jahre bis zum neuen Gebiss. Zufälle gibt&#8217;s! </span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Das geht auch andersrum: Für uns Eltern besonders spannend, das berühmte <em>Hopewood-House-Experiment</em> (Australien, 1940–60er), wo Heimkinder sich jahrelang nach einem &#8222;Spinner&#8220; (Arzt, Vollwertkost mit wenig Zucker/Weißmehl), einem Dr. Bailey, ernährten mussten.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Und Karies nahezu ausgerottet war. </strong>Leider gab&#8217;s dafür andere Mangelerkrankungen. Insofern höchstens deshalb spannend, weil es motivieren könnte, den Kindern halt doch keine Quetschies reinzudrücken. </span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Wir erinnern uns an der Stelle natürlich auch gerne an Weston Price und seine Beobachtung, dass es in Naturvölkern nahezu keine Karies gibt. Gut, an der Stelle hört sowieso keiner mehr zu. </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Du musst schon wissen, was du willst </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Beenden wir den Vortrag. <strong>Es ist doch keine Frage des Wissens</strong> – wieder einmal. Man muss doch nur mal zuhören und – viel wichtiger – halt mal machen. Sich Mühe geben, dabei bleiben. Ziele visualisieren und seine Motivation finden. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dann wird&#8217;s auch was mit dem Rasen &#8230; und dem eigenen Gebiss mit 65. </span></p>
<figure id="attachment_324680" aria-describedby="caption-attachment-324680" style="width: 394px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324680 " title="zucker verzicht" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/zucker-verzicht.png" alt="zucker verzicht" width="394" height="372" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/zucker-verzicht.png 1018w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/zucker-verzicht-300x283.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/zucker-verzicht-768x724.png 768w" sizes="auto, (max-width: 394px) 100vw, 394px" /><figcaption id="caption-attachment-324680" class="wp-caption-text"><em><strong><span style="font-family: proxima-nova;">Du musst schon genau wissen, was du (nicht) willst im Leben</span></strong></em></figcaption></figure><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/was-hat-gruenes-gras-mit-karies-zu-tun/">Was hat grünes Gras mit Karies zu tun?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/was-hat-gruenes-gras-mit-karies-zu-tun/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>27</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gesund oder robust? &#8222;Gesunde Bräune&#8220;</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/praevention/gesund-oder-robust-gesunde-braeune/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/praevention/gesund-oder-robust-gesunde-braeune/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Aug 2025 12:15:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=324627</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wenn ich Bauarbeiter sehe, die ich persönlich kenne, werde ich neidisch. So eine schöne, tiefe Hautbräune.  Kein Sonnenbrand. Kein sichtbares Photoaging. Es sieht einfach gut aus. Nachgefragt: Ohne Sonnenschutz (natürlich&#8230; Bauarbeiter&#8230;). &#8222;Es gibt keine gesunde [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/gesund-oder-robust-gesunde-braeune/">Gesund oder robust? „Gesunde Bräune“</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich Bauarbeiter sehe, die ich persönlich kenne, werde ich neidisch.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>So eine schöne, tiefe Hautbräune. </strong></p>
<p>Kein Sonnenbrand. Kein sichtbares Photoaging. Es sieht einfach gut aus. Nachgefragt: Ohne Sonnenschutz (natürlich&#8230; Bauarbeiter&#8230;).</p>
<h2>&#8222;Es gibt keine gesunde Bräune&#8220;</h2>
<p>Beim PC-Spiel Metal Gear Solid gab&#8217;s beim Entdecktwerden immer so einen Alarmton. Der geht bei mir in dem Zusammenhang auch zumindest leise an. Denn: Moment mal, gibt es überhaupt eine gesunde Bräune?</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em><a href="https://www.youtube.com/watch?v=2P5qbcRAXVk" target="_blank" rel="noopener">Der Alarm ;)</a></em></strong></p>
<p>Bei den Instagram-Experten *hust, hust* ist man sich einig: Eine &#8222;gesunde Bräune&#8220; gibt es nicht.</p>
<p>Aber warum eigentlich nicht? Und wieso nehmen wir Hautbräune als gesund und schön wahr, während wir Sonnenbrand als klares Problem (ROT!) erkennen? Ist der Mensch – wie so oft – nur dumm oder steckt mehr dahinter?</p>
<h2>Hormesis, anyone?!</h2>
<p>Ich bin schon ein bisschen der Überzeugung, dass &#8222;nur die Harten in den Garten kommen&#8220;. Insofern, dass der Körper Stress und Belastung braucht wie die Luft zum Atmen.</p>
<p>Stichwort Hormesis. Adäquate Giftexposition stresst den Körper, schadet ihm vielleicht auch in geringem Umfang, macht ihn aber langfristig adaptierter, stärker, robuster. Das ist keine archetypische, &#8222;darwinistische&#8220; Verklärung – das ist eine tief verankerte physiologische Gegebenheit.</p>
<p>Erst kürzlich zeigte <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38200296/">eine gute Studie</a> im renommierten Fachmagazin, dass uns modernen Europäern die Keimbelastung fehlt, die uns Jahrtausende lang begleitet hat. Resultat: Dem Immunsystem ist langweilig, und weil es nix zu tun hat, greift es halt eher körpereigene Strukturen an (MS!).</p>
<blockquote><p>Stattdessen steht das fein abgestimmte Zusammenspiel von Abwehrmechanismen im Immunsystem – das dafür gemacht ist, viele verschiedene Krankheitserreger und Parasiten zu bekämpfen, ohne den eigenen Körper zu schädigen – heute vor neuen Herausforderungen. Eine davon ist, dass diese starke Abwehrkraft möglicherweise gar nicht mehr gebraucht wird.</p></blockquote>
<h2>Bräune ist doch hormetisch</h2>
<p>Wir Modernen sind mehr und mehr vom Glauben überzeugt, dass jegliche Form von Stress, Belastung und Schaden per se krankmachend und ungesund ist. Im Zuge der Coronakrise habe ich das hier im Blog mehrfach aufgearbeitet und an vielen Beispielen verdeutlicht, warum eine Coronainfektion eben nicht, wie häufig behauptet, das Immunsystem per se schwächt.</p>
<p>Nun habe ich ein bisschen mit der KI hin und her diskutiert und mit jeder kritischen Frage ist sie von ihrer Position, dass es keine gesunde Bräune gibt ein bisschen abgerückt. Das Fazit am Ende lautete überraschenderweise (oder auch nicht):</p>
<blockquote>
<p data-start="631" data-end="736">✅ Damit ist Bräune nicht Ziel <em data-start="665" data-end="672">trotz</em> Stress, sondern <em data-start="689" data-end="694">als</em> sichtbares Zeichen gelungener Anpassung.</p>
<p data-start="631" data-end="736">📌 Das heißt konkret: Bräune ist nicht per se „ungesund“, sondern ein Marker für eine grenzwertige Exposition. Wenn du adaptierte, gut reparierte Melaninbildung ohne akute Entzündungsreaktion (Sonnenbrand) erreichst, bist du wahrscheinlich im hormetischen Bereich.</p>
</blockquote>
<p>Oh, das klingt doch schon erheblich versöhnlicher, oder? Natürlich gibt es urplötzlich auch positive UV-Effekte, nämlich: &#8222;Vitamin-D-Synthese, positive Beeinflussung des Immunsystems, eine höhere antioxidative Kapazität, Stimmungsaufhellung.&#8220; Gibt sicher noch einiges mehr.</p>
<h2><span style="color: #000000; font-size: 22px;">Es muss ein passender Reiz sein</span></h2>
<p>Jetzt kommen wir zum wichtigen Teil. Ich möchte deshalb kein Bauarbeiter sein, der sich oberkörperfrei in die Mittagssonne stellt, weil das ganz sicher kein adäquater Reiz ist.</p>
<p>Soll heißen: Zu starke UV-Exposition &gt; zu starke Hautschäden.</p>
<p>Aber man fängt – analog zum Krafttraining – klein an. Man sorgt mit moderater Exposition für eine leichte Bräunung. Und dies lässt sich gemächlich steigern. So, dass man am Ende des Sommers vielleicht doch von sich behaupten kann, eine gesunde Hautbräune zu haben. Zitat:</p>
<ul>
<li data-start="737" data-end="751"><em>Du <strong data-start="757" data-end="814">triggerst die Melaninbildung ohne Entzündungsreaktion</strong> (kein Sonnenbrand!)</em></li>
<li data-start="737" data-end="751"><em>Du <strong data-start="840" data-end="867">lässt Regenerationszeit</strong> zwischen den Reizen (→ keine tägliche Maximal-UV-Dosis)</em></li>
<li data-start="737" data-end="751"><em>Du <strong data-start="929" data-end="982">steigerst die UV-Dosis individuell &amp; schrittweise</strong>, basierend auf: Hauttyp, Vorbräunung, Tageszeit/Sonnenstand, geographischer Breite, Jahreszeit</em></li>
</ul>
<h2>Gesund heißt, in Kontakt mit dem Leben kommen</h2>
<p>Doch um die Hautbräune ging es mir gar nicht. Mir ging es um die Frage, ob du gesund oder robust sein willst. Um die Frage, ob das vielleicht gar nicht getrennt ist, sondern zusammengehört. Vielleicht geht &#8222;Gesundheit&#8220; nur durch &#8222;Robustheit&#8220;.</p>
<p>Oder mit anderen Worten: Vielleicht kannst du gar nicht gesund bleiben, wenn du deinen Körper nicht in den Wind stellst, und bewusst dafür sorgst, dass er vielfältig belastet wird:</p>
<ul>
<li>Durch &#8222;Wind und Wetter&#8220;</li>
<li>Durch Hitze und Kälte</li>
<li>Durch hohe körperliche Belastung</li>
<li>Durch Schmutz!</li>
<li>&#8230;</li>
</ul>
<p>Kurzum, durch alles, was das Leben außerhalb unseres modernen Kokons für alle Lebewesen bereithält. Du bist nämlich kein Oldtimer, den man in der Garage parkt und nie benutzt. Leider leben viele Menschen genau so.</p>
<h2><em><strong>PS:</strong> </em></h2>
<p>Häufig wird vergessen, dass man dem Körper auch was geben muss, damit er sich anpassen kann. Der werte Dr. Strunz nannte das ganz gut immer &#8222;Wer Formel 1 fährt, muss Formel 1 tanken&#8220;. Finde ich passend. Auch dazu gibt die KI Tipps:</p>
<blockquote>
<p data-start="1819" data-end="1930">So wie du beim Training Ernährung nutzt (z. B. Protein, Antioxidantien), kannst du UV-Exposition begleiten mit: <strong data-start="1933" data-end="1949">Carotinoiden</strong> (Beta-Carotin, Lycopin) → antioxidativer Hautschutz, <strong data-start="2004" data-end="2020">Polyphenolen</strong> (z. B. aus grünem Tee) → Schutz vor UV-induzierter DNA-Schädigung, <strong data-start="2089" data-end="2106">Vitamin C &amp; E</strong> → synergistischer Zellschutz, <strong data-start="2138" data-end="2153">Astaxanthin</strong> → sehr starker UV-Protektionseffekt (aus Studien bekannt)</p>
</blockquote>
<p data-start="1819" data-end="1930">Zu Vitamin C + Haut gibt&#8217;s am Sonntag einen Newsletter.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/gesund-oder-robust-gesunde-braeune/">Gesund oder robust? „Gesunde Bräune“</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/praevention/gesund-oder-robust-gesunde-braeune/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>10</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Mensch muss sich wehren (ChatGPT-Studie)</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/evolution/der-mensch-muss-sich-wehren-neue-studie/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/evolution/der-mensch-muss-sich-wehren-neue-studie/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2025 08:46:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=324573</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nein, nicht so&#8230; Da kriegt der eine oder andere Leser – eigentlich keinen Bock auf die Beiträge hier – direkt wieder die Krise :P &#8222;Der Chris schreibt wieder politische Artikel!!!!111&#8220; Panik wegen neuer ChatGPT-Studie Entwarnung. [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/evolution/der-mensch-muss-sich-wehren-neue-studie/">Der Mensch muss sich wehren (ChatGPT-Studie)</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, nicht so&#8230;</p>
<p>Da kriegt der eine oder andere Leser – eigentlich keinen Bock auf die Beiträge hier – direkt wieder die Krise :P &#8222;Der Chris schreibt wieder politische Artikel!!!!111&#8220;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-324581" title="böse" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/boese-225x300.jpg" alt="böse" width="225" height="300" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/boese-225x300.jpg 225w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/boese.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></p>
<h2>Panik wegen neuer ChatGPT-Studie</h2>
<p>Entwarnung. Es ist ein bisschen anders. Gerade macht eine Studie des renommierten <em>Massachusetts Institute of Technology</em> die Runde. Was hat man gemacht? Man hat drei Gruppen ins Rennen geschickt, immer wieder Aufsätze zu schreiben.</p>
<p>Die eine durfte gar kein Tool nutzen, eine weitere nur Google und eine dritte *Trommelwirbel* <strong>ChatGPT</strong>. Das Ganze hat man über mehrere Monate beobachtet, begleitet durch Messungen der Gehirnaktivität.</p>
<p><strong>Unfassbares war geschehen: Die ChatGPT-Nutzer zeigten durchweg die geringste Gehirnaktivität.</strong> Sie schnitten „auf neuronaler, sprachlicher und verhaltensbezogener Ebene durchweg schlechter ab“.</p>
<blockquote><p>Im Laufe mehrerer Monate wurden die ChatGPT-Nutzer mit jedem weiteren Aufsatz fauler und griffen am Ende der Studie häufig auf Copy-and-Paste zurück.</p></blockquote>
<figure id="attachment_324578" aria-describedby="caption-attachment-324578" style="width: 2560px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324578 size-full" title="ChatGPT Studie Dummer Mensch" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/ChatGPT-Studie-Dummer-Mensch-scaled.png" alt="ChatGPT Studie Dummer Mensch" width="2560" height="937" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/ChatGPT-Studie-Dummer-Mensch-scaled.png 2560w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/ChatGPT-Studie-Dummer-Mensch-300x110.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/ChatGPT-Studie-Dummer-Mensch-1024x375.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/ChatGPT-Studie-Dummer-Mensch-768x281.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/ChatGPT-Studie-Dummer-Mensch-1536x562.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/ChatGPT-Studie-Dummer-Mensch-2048x749.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /><figcaption id="caption-attachment-324578" class="wp-caption-text"><strong><em>Die neue ChatGPT-Studie scheint manche Menschen zu verunsichern </em></strong></figcaption></figure>
<h2>Unbegründet</h2>
<p>Ach Leute. So doof seid ihr doch gar nicht, oder? Vielleicht nutzt ihr auch schon etwas zu lange ChatGPT und es läuft im Oberstübchen nicht mehr ganz rund. Die Lösung ist doch ganz simpel, versteht jeder der&#8217;s mit Biologie hält:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Use it or lose it. </strong></p>
<p>Das Gehirn passt sich an. Der Mensch atrophiert halt stetig. Was das für die nahe Zukunft bedeutet, weiß man doch spätestens seit Idiocracy. Genau so wird es, muss es kommen.</p>
<p>Das ist nichts Schlimmes, einfach eine logische Folge. <strong>Wir haben ein faules Gehirn.</strong> Das hat uns die Evolution so beschert. Die Umwelt war harsch, hart, kahl, rau. Der Körper ist daran adaptiert und braucht genau diesen Input auch, zumindest hin und wieder.</p>
<p>Stundenlange, körperlich harte Arbeit – das ist normal. Das Gehirn will es halt nicht, weil es uns seit jeher schützen muss. Das nennen wir dann heute &#8222;innerer Schweinehund&#8220;. Deine Gene und deinen Körper interessiert das nur nicht. Der wird entweder bewegt (gut) – oder halt nicht (schlecht).</p>
<p>Wenn man dieses Gehirn nun machen lässt, wie das seit ungefähr 50-100 Jahren nahezu vollumfänglich möglich ist, wird es eine Welt bauen, die uns krank macht. So hast du das noch nie gesehen, oder?</p>
<ul>
<li>Casinos</li>
<li>Supermärkte</li>
<li>Fastfood</li>
<li>Süßigkeiten</li>
<li>Smartphones</li>
<li>Bloß kein Sport</li>
<li>Aufzug statt Treppe</li>
<li>Fünf Liter Kaffee</li>
<li>Keine Gespräche, lieber Whatsapp</li>
<li>Bloß keine Kälte</li>
<li>Bloß keine Hitze</li>
<li>Steril leben</li>
</ul>
<p>Und so weiter. Wir machen heute also das Gegenteil dessen, was wir seit jeher gemacht haben, machen *mussten*. Mit dem Resultat, dass wir immer wieder auf die Schnauze fallen und neu lernen müssen, dass <strong><a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/alzheimer-vorbeugen/">wir unserer Biologie nicht davonlaufen können</a>.</strong></p>
<h2>Es ist schlimm – nicht schlimmer geworden</h2>
<p>Auch, wenn es unser Gehirn sicher gut mit uns meint, klar. Aber das, was unser eigenes Gehirn mit uns macht, nennt sich <strong>Überkompensation</strong>, vielleicht besser: <strong>Übersteuern</strong>.</p>
<p>Beispiel: Unser Immunsystem kommt <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38200296/">aus einem Mikrobenüberfluss</a> – zu viel ist sicher schlecht –, und heute wundern wir uns, wenn wir so steril leben, dass Allergien, Asthma, Autoimmunerkrankungen und so weiter drastisch zunehmen (&#8222;Hygiene-Hypothese&#8220;).</p>
<p><strong>Natürlich wird uns ChatGPT dümmer machen.</strong> Aber das ist doch nicht neu. Man muss sich doch nur mal alte Filmchen anschauen – noch vor zwei Generationen konnte jeder Deutsche saubere und wunderbar klare Sätze formulieren. Ein Genuss.</p>
<p>Sprache diente dem Informationstransport, war aber auch Kunst. Dieser herrliche Zweiklang – heute vollständig verloren. Menschen transportieren mit ihren Worten oft herzlich wenig und künstlerisch ist daran auch nichts mehr.</p>
<p>Entsprechend wird ChatGPT die Menschheit weiter teilen: In diejenigen, die einfach verblöden, weil sie ihr Gehirn immer weniger benutzen. Und in diejenigen, die sich mit ChatGPT noch besser machen – die das Gehirn mit ChatGPT erstmal so richtig fordern.</p>
<p>Für die oben genannte Studie gilt:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Hier gibt&#8217;s nichts (Neues) zu sehen. Bitte weitergehen! </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/evolution/der-mensch-muss-sich-wehren-neue-studie/">Der Mensch muss sich wehren (ChatGPT-Studie)</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/evolution/der-mensch-muss-sich-wehren-neue-studie/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>6</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gesund ungesund – und umgekehrt?</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/gesund-ungesund-und-umgekehrt/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/gesund-ungesund-und-umgekehrt/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jun 2025 13:07:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Ketogen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
		<category><![CDATA[Low Carb]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzenstoffe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=324566</guid>

					<description><![CDATA[<p>In der Ernährungswissenschaft ist es des Öfteren so, dass plötzlich eine Erkenntnis um die Ecke kommt, die alles auf den Kopf stellt. Mit der Folge, dass man sich selbst erst mal an den Kopf fassen [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/gesund-ungesund-und-umgekehrt/">Gesund ungesund – und umgekehrt?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Ernährungswissenschaft ist es des Öfteren so, dass plötzlich eine Erkenntnis um die Ecke kommt, die alles auf den Kopf stellt. Mit der Folge, dass man sich selbst erst mal an den Kopf fassen muss. Oder mit den Fingern an die Nasenwurzel *miternstermiene*.</p>
<p>Ernährungswissenschaft und die Biochemie dahinter ist nix für Anfänger. Man muss schon mit allen Wassern gewaschen sein. Wenn sich jemand seit drei Jahren mit Ernährung befasst und jetzt &#8222;Medfluencer&#8220; oder sonstiger Influencer ist, weiß man immer schon, dass man Premium bestellt aber nur Müll bekommt.</p>
<p>Denen fehlt es an Erfahrung – an vielleicht Jahrzehnten der Forschung in dem Bereich (<a href="https://genetisches-maximum.de/motivation/dunning-kruger-experten-talkshow/">Dunning-Kruger-Effekt!</a>). Wer sich also immer wundert, warum das Internet, speziell Social Media, so wild und ein einziger Info-Dschungel geworden ist, wo der Konsument nicht mehr weiß, wo oben und unten ist &#8230; der versteht das jetzt.</p>
<h2>Wenn gesundes Essen ungesund wird</h2>
<p>Soeben ist eine <a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2025/05/250521131630.htm">interessante Studie</a> erschienen. Eine Perle, die man erkennen muss. Eine Studie, die eher unter dem Radar laufen wird.  Der Artikel, der über die Studie berichtet, hat eine vielsagende Überschrift:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Der Ernährungsfehler in einer Krebstherapie </strong></p>
<p>Da werde ich immer hellhörig. Schließlich ist niemand perfekt und es könnte einen selbst treffen. Dann ist es gut, man hat den einen oder anderen Joker in der Hinterhand, nicht wahr? Könnte das etwa so einer sein?</p>
<p>Jedenfalls haben Forscher bestimmte Klassen der Krebsmedikanente untersucht, die sogenannten PI3K-Inhibitoren. Chris Michalk-Leser wissen ja seit 2014 (Handbuch), dass PI3K ein Zellschalter im anabolen Signalweg ist. <strong>Mehr PI3K, mehr Wachstum.</strong> Schlecht bei Krebs! Daher will man das hemmen.</p>
<p>So weit, so gut. Und dann kommt erstmal die Sensation:</p>
<blockquote><p>Das Labor von Rabinowitz und andere haben gezeigt, dass ketogene Diäten die Reaktion auf Krebsmedikamente in präklinischen Mausmodellen dramatisch verbessern.</p></blockquote>
<p>Dramatisch verbessern. Wie Musik in meinen Ohren. Jetzt aber der klassische Trugschluss, etwas, was die allermeisten Menschen an der Stelle übersehen würden. Die Forscher nicht. Aufgepasst:</p>
<blockquote><p>Bei der Untersuchung dieses unerwarteten Ergebnisses stellten sie fest, dass die Verstärkung der Reaktion auf PI3K-Inhibitoren durch die Keto-Diät wenig mit Kohlenhydraten, Fett, Blutzucker oder Insulin zu tun hat.</p></blockquote>
<p>Ich höre Louis de Funès in meinen Ohren (du weißt schon&#8230;).</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-324568 size-full" title="Blogtitelbilder 6" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Blogtitelbilder-6.png" alt="Blogtitelbilder 6" width="389" height="225" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Blogtitelbilder-6.png 389w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Blogtitelbilder-6-300x174.png 300w" sizes="auto, (max-width: 389px) 100vw, 389px" /></p>
<h2>Aber mit was hatte es dann zu tun?</h2>
<p>Unerwarteterweise lag es <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> an den tollen Effekten der Keto, sondern an den <strong>in diesem Kontext unerwünschten Effekten der sogenannten Standard Chow</strong>, also der Standardernährung der Tiere. Wenn es sich nicht um eine speziell aufgereinigte Ernährung handelt (<em>purified</em>), dann ist die Ernährung der Tiere ziemlich komplex, man möchte sagen, gesund.</p>
<p>Sie besteht unter anderem aus einer komplexen Pflanzenmatrix, die Mais, Haferflocken, Weizenkleie, Sojabohnenmehl enthält, und tierischen Bestandteilen wie Fischmehl, Molke, etwas Schweinefett und anderes.</p>
<p>Hier kickt wieder die Erfahrung: Stoffe in der Nahrung sind keine Begleitsubstanzen, die man isst oder nicht.<strong> Die wirken, stell dir vor!</strong> Wenn du jeden Tag drei Tassen Kaffee trinkst, haust du dir halt ziemlich hochdosiert 1500 Pflanzenstoffe rein. Das wirkt – irgendwie, meistens zu deinem Nachteil. Simple as that.</p>
<p>Exakt das passierte in dem Versuch: Die Forscher fanden heraus, dass die <strong>Pflanzenstoffe aus Soja</strong> im Darm zu anderen potenten Metaboliten umgewandelt werden, die <strong>die Entgiftung der Leber <span style="text-decoration: underline;">steigern</span></strong>. Eigentlich gut – im Kontext der Chemo natürlich nicht. Denn dann wirkt die Chemo einfach schlechter.</p>
<blockquote><p>Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass einige pflanzliche Ernährungsformen durch ihre Wechselwirkungen mit den Darmmikroben die Exposition gegenüber Krebsmedikamenten verringern können, indem sie die körpereigenen Systeme zur Beseitigung von Medikamenten ankurbeln.</p></blockquote>
<p>Der Witz an der Sache dürfte sein, dass die gleiche Ernährung das Krebsrisiko der Tiere vermutlich generell senkt, da die verbesserte Entgiftung ja auch krebserregende Stoffe besser entsorgen würde. Ergo: <strong>Wenn gesundes Essen &#8222;ungesund&#8220; wird. </strong></p>
<h2>Wenn karnivore Ernährung wirkt&#8230;</h2>
<p>&#8230; dann vielleicht ziemlich oft als &#8222;Therapie&#8220;, weil die Menschen schon krank sind. Heißt also nicht, dass sie wegen einer nicht-karnivore Ernährung krank wurden und es heißt auch nicht, dass eine karnivore Ernährung per se dauerhaft gesund hält.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Karnivore Ernährung ist hier nur ein Platzhalter, da es thematisch gut zu Keto und einer aufgereinigten Ernährung ohne Pflanzenstoffe passt.</p>
<p>Fakt ist, man muss schon etwas Hirnschmalz in die eigene Ernährungsplanung stecken. Diese Alles-oder-nichts-Menschen, wie man sie heutzutage in den sozialen Medien in einem unfassbaren Ausmaß erlebt, können einem leid tun – weil man erkennt, wie fest sie davon überzeugt sind, dass sie die eine Ernährungs-Wunderpille entdeckt haben.</p>
<p><strong>Dabei geht es für alle von uns um einen maßgeschneiderten Anzug.</strong> Durch dieses Nadelöhr muss jeder gehen. Da hilft leider kein Konzept von außen. Ich habe das Gefühl, in den vergangenen zehn Jahren haben wir hier keine Fort- sondern große Rückschritte gemacht. Heute ist&#8217;s schlimmer als 2008.</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/gesund-ungesund-und-umgekehrt/">Gesund ungesund – und umgekehrt?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/gesund-ungesund-und-umgekehrt/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schlimme Agenda</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/kontroverses/schlimme-agenda/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/kontroverses/schlimme-agenda/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 May 2025 08:13:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=324510</guid>

					<description><![CDATA[<p>Was genau stimmt mit uns Deutschen eigentlich nicht? Muss ich mich immer wieder fragen. Und zwar nicht erst seit gestern. Das ist mir schon in der Schule aufgefallen. Nur damals habe ich die größeren Zusammenhänge [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/kontroverses/schlimme-agenda/">Schlimme Agenda</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was genau stimmt mit uns Deutschen eigentlich nicht?</p>
<p>Muss ich mich immer wieder fragen. Und zwar nicht erst seit gestern. Das ist mir schon in der Schule aufgefallen. Nur damals habe ich die größeren Zusammenhänge noch nicht verstanden.</p>
<p>Da lese ich aktuell auf meinem Lieblingswissenschaftsportal Sciencedaily die folgende Überschrift:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324511 aligncenter" title="TU München Schrottstudie Kollektivismus" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/05/TU-Muenchen-Schrottstudie-Kollektivismus.png" alt="TU München Schrottstudie Kollektivismus" width="543" height="137" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/05/TU-Muenchen-Schrottstudie-Kollektivismus.png 1330w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/05/TU-Muenchen-Schrottstudie-Kollektivismus-300x76.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/05/TU-Muenchen-Schrottstudie-Kollektivismus-1024x259.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/05/TU-Muenchen-Schrottstudie-Kollektivismus-768x194.png 768w" sizes="auto, (max-width: 543px) 100vw, 543px" /></p>
<p style="text-align: center;"><em>(dt. Warum die Menschen neue Regeln ablehnen – aber nur, bis sie in Kraft treten) </em></p>
<p>Da werde ich hellhörig. Regeln? In Kraft treten? Wer erlaubt sich schon wieder Regeln und wieso zur Hölle wird Geld verschwendet, um zu erforschen, warum Menschen Regeln erst mal nicht akzeptieren? Klingt für mich direkt ein bisschen autoritär.</p>
<p>Ich bin da vielleicht einfach zu viel Freigeist und ungehorsam. &#8222;Regeln&#8220; müssen meines Erachtens sehr gut begründet sein. Und je strikter und umfassender die Regel, desto besser muss die Begründung sein. Im Zweifel &#8230; keine Regel. In Deutschland erleben wir ja insbesondere seit einigen Jahren das glatte Gegenteil.</p>
<p>Hauptsache noch eine Regel mehr. Nennen wir in bestimmten Bereichen heutzutage &#8222;überbordende Bürokratie&#8220;. Vor vier Jahren wurde ich persönlich vom Weihnachtsmarkt ausgesperrt, weil ungeimpft. Seitdem bin ich besonders empfindlich, wenn es um &#8222;Regeln&#8220; geht.</p>
<p>Jedenfalls habe ich mir erlaubt, eine Schätzung abzugeben, aus welchem Land diese tolle Wissenschafts-News stammt. Aus Deutschland, meinem geliebten Heimatland etwa? ;-) Natürlich lese ich da:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Technische Universität München</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-324515" title="durchschaubar agenda" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/05/durchschaubar-agenda.png" alt="durchschaubar agenda" width="299" height="223" /></p>
<p>Woher auch sonst? Ich lese dieses Wissenschaftsmagazin seit zehn Jahren und solche Nonsens-Studien kommen ausschließlich aus Deutschland. Daher nochmal die Frage: Was stimmt mit uns hierzulande nicht?</p>
<p>Noch besser wird es, wenn man sich anhört, was die herausgefunden haben:</p>
<blockquote><p>„Die Resistenz (gegenüber neuen Regeln; Anm.) ist oft nur vorübergehend und nimmt nach der Einführung restriktiver Maßnahmen deutlich ab“, sagt Studienleiter Dr. Armin Granulo. „Der Widerstand ist weniger stark, als viele Politiker vorher befürchten.“</p></blockquote>
<p>Unfassbar. <strong>Da steht, wie man den Willen der Massen bricht.</strong> Per Studie verifiziert. Konkret: &#8222;Führ die Regel einfach ein – am Anfang hassen dich die Leute, nach kurzer Zeit ertragen sie es einfach.&#8220; Der Mensch gewöhnt sich nämlich wörtlich an alles. Auch an völlig sinnfreie Regeln, Erlasse und Gesetze, im Zweifelsfall.</p>
<blockquote><p>Wer die psychologischen Mechanismen kennt, versteht besser, wie die Menschen reagieren, wie die öffentliche Debatte verläuft und wie die Erfolgsaussichten neuer Gesetze sind. Von diesen Erkenntnissen können sie (die Politiker; Anm.) sich dann leiten lassen.</p></blockquote>
<p style="text-align: center;"><strong>Gefährlich! </strong></p>
<p>Nochmal: Hier wird per Studie erforscht, wie Politiker weitreichende Maßnahmen im Kontext öffentlicher Debatten treffen können. So, dass es aus ihrer Sicht möglichst wenig gesellschaftlichen Kollateralschaden gibt. <strong>Die Studie zeigt: Den gibt es gar nicht. Der Mensch wehrt sich nämlich nur kurz.</strong> Surprise.</p>
<blockquote><p>Wenn eine neue Regel angekündigt wird, konzentrieren sich die Menschen zunächst auf das, was sie verlieren werden: Freiheit, gewohntes Verhalten, Bequemlichkeit.</p>
<p>Nach der Einführung rücken diese persönlichen Verluste in den Hintergrund. Wir sind uns dann viel mehr der gesellschaftlichen Gewinne bewusst, zum Beispiel für die öffentliche Gesundheit oder den Klimaschutz.</p></blockquote>
<p>Also: Statt Menschen mit Argumenten zu überzeugen und die Menschen vor allem aus psychologischer Sicht an die Hand zu nehmen – Beispiel: neue Technologien mit alten zu kombinieren und dann sukzessive einen schonenden Übergang zu ermöglichen –, schielt man lieber auf <strong>blanken Kollektivismus,</strong> wie aus den düstersten Zeiten.</p>
<p>Scheiß auf deine Freiheit, deine Gewohnheiten, deine Lebensgestaltung – wenn es um öffentliche Gesundheit und den Klimaschutz geht, hast du gefälligst deine Fre*se zu halten und zu akzeptieren, dass du als Person unwichtig bist.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>D A S wird hier &#8222;erforscht&#8220;.</strong></p>
<p>Ich bin einigermaßen bedient an diesem Morgen. Und das passiert selten, eigentlich nie. <strong>Wo zur Hölle soll das hinführen? </strong>Mir ist wichtig, dass ich mit diesem Blog auch an Menschen kommuniziere, die eher keine oder selten Studien lesen. Ja, genau das wird heutzutage an führenden deutschen Universitäten erforscht!</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/kontroverses/schlimme-agenda/">Schlimme Agenda</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/kontroverses/schlimme-agenda/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>58</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
