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	<title>Dopamin - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
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	<title>Dopamin - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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		<title>Was das Internet mit Beziehungen gemeinsam hat</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Mar 2017 16:40:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>
		<category><![CDATA[Dopamin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neulich habe ich über Beziehungen nachgedacht. Was ist los, mit der Generation Beziehungsunfähig? Es geht mir nicht um das Buch, das ich selbst gar nicht gelesen habe. Der Titel gefällt mir, da er etwas Wahres transportiert. Heute leben [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich habe ich über Beziehungen nachgedacht.</p>
<p>Was ist los, mit der <em><a href="http://amzn.to/2mvZoS7">Generation Beziehungsunfähig</a></em>? Es geht mir nicht um das Buch, das ich selbst gar nicht gelesen habe. Der Titel gefällt mir, da er etwas Wahres transportiert.</p>
<p>Heute leben wir im Zeitalter der &#8222;<a href="https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/die-psychologie-der-blogbesuche-dopaminsucht/">Dopamin</a>-Abhängigkeit&#8220; &#8212; damit meine ich nicht per se eine Dopamin-Sucht. Viel mehr das konstante Suchen neuer Reize, die eine Dopamin-Ausschüttung provozieren. Wie ein Affe in Baumkronen, hangeln wir uns von einer Dopamin-Ausschüttung zur nächsten. Oft ist uns das gar nicht bewusst und logischerweise ist das bei dem einen stärker ausgeprägt als bei dem anderen.</p>
<p>Der Zugang zu solchen &#8222;Dopamin-Releasern&#8220; ist heute sehr einfach. Die Stimulationsmöglichkeiten sind vielfältig gegeben. Nicht nur das, wir können die Stärke des Dopamin-Ausstoßes sogar kontrollieren.</p>
<p>Zurück zu Beziehungen.</p>
<p>Ich glaube, wir verlernen durch das oben angeführte Verhalten zunehmend die Fähigkeit die Dopamin-Ausschüttung selbst zu regulieren, z. B. durch die passenden Bilder, die richtigen Gedanken oder durch selbstmotivierendes gedankliches Verhalten.</p>
<p>Dies aber wird z. B. im Laufe einer Beziehung immer wichtiger. Die gedankliche Eigenleistung nimmt zu. Man bekommt das Dopamin nicht mehr so einfach geschenkt, sondern muss sich mit der Zeit ab und zu mal daran erinnern, was man am Partner bzw. an der Beziehung schön findet.</p>
<p>Im Grunde kann man sich fragen: Breche ich aus dem System aus und suche mir meine Dopamin-Quellen? Oder erbringe ich Eigenleistung und mach mir mein Dopamin immer wieder zum Teil selbst?</p>
<p>So etwas Ähnliches wurde in der Verhaltens- bzw. Fortpflanzungsbiologie längst beschrieben. Das nennt sich <strong>Coolidge-Effekt</strong>. Dieser bezieht sich zwar vorrangig auf männliche Tiere, wurde aber auch für Weibchen beschrieben. Vereinfacht: Woanders ist das Gras immer grüner.</p>
<p>Je länger ich hier im Internet schreibe, umso deutlicher wird mir, dass das auch für unsere Konzentration gilt. Ich meine, dass viele Leser Inhalte schlecht bewerten, wenn man Konzentration ihrerseits voraussetzt, um Inhalte zu verstehen. Sie selbst würden sich das natürlich nicht eingestehen, jedenfalls nicht nach außen. Es ist einfacher, die Schuld beim Anderen zu finden.</p>
<p>Klar, ich kenne das ja selbst: Ich habe ein schwieriges Skript vor mir liegen. Im ersten Moment <em>kann</em> ich davon gar nichts verstehen und mitnehmen, das Skript ist wertlos. Es dauert eine Zeit und viel Anstrengung, bis ich verstehe und erst dann wird das Geschriebene wertvoll und erst dann verstehe ich die Ausmaße, das Ganze.</p>
<p>Wir sind darauf trainiert, alles maximal schnell ins Hirn zu prügeln. Gleichzeitig werden Inhalte, vor allem auch im Internet, immer stärker vorverdaut. Ich kann mich also im Grunde den ganzen Tag berieseln lassen.</p>
<p>Wenn Texte dann schwerer werden und inhaltlich komplexer, dann liegt die Schuld natürlich nicht bei uns selbst. Wir saugen ja sonst auch alles schnell auf. Wir vergessen dabei leider, dass der Körper sich immer an die Bedingungen anpasst, die wir ihm geben.</p>
<p>Das haben wir im Narzissmus-Zeitalter längst begriffen &#8212; den Körper können wir quälen. Zumindest, wenn dann das Aussehen stimmt. Das Ding zwischen den Ohren aber verkümmert zunehmend.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/internet-beziehungen/">Was das Internet mit Beziehungen gemeinsam hat</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Haben wir ein Kupfermangel-Problem?</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/kupfer-problem/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Dec 2016 18:55:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mikronährstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Dopamin]]></category>
		<category><![CDATA[kupfer]]></category>
		<category><![CDATA[Stickstoffmonoxid]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unter dem Artikel findest du in den Kommentaren Erfahrungen zu Kupfer und Kupfermangel. Wir starten mit zwei wichtigen Punkten: Meines Erachtens richtigerweise schreibt ein Sprössling (dessen Namen ich hier nicht nennen möchte) von Linus Pauling: [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Unter dem Artikel findest du in den Kommentaren Erfahrungen zu Kupfer und Kupfermangel.</p>
<p>Wir starten mit zwei wichtigen Punkten:</p>
<ul>
<li>Meines Erachtens richtigerweise schreibt ein Sprössling (dessen Namen ich hier nicht nennen möchte) von Linus Pauling: Tiere bekommen keinen Herzinfarkt. Der Grund heißt: Vitamin C. Tiere nämlich produzieren ihr eigenes Vitamin C, wir nicht (mehr). Auf welche großartige (oder auch nicht) Idee kommt man da? Dazu gleich mehr.</li>
<li>Wenn Menschen ein Psycho-Problem haben, also z. B. Burn-Out, kommen sie auf die bisweilen ulkige Idee, ihr Dopamin-/Noradrenalin-Tief mit Mega-Mengen Tyrosin auszugleichen. Tyrosin ist die Aminosäure, aus denen diese Katecholamine hervorgehen.</li>
</ul>
<p>Oft habe ich schon gesagt, dass die menschliche Physiologie bzw. die Biochemie dahinter ein bisschen komplexer ist. Man kann stupide Logiken nicht einfach auf den Menschen anwenden.</p>
<p><strong>Beispiel Vitamin C:</strong> Vitamin C können Menschen nicht einfach so in hohen Mengen, etwa im Grammbereich, ergänzen. Mittlerweile dürfte bekannt sein, dass das keine guten Folgen für die Mitochondrien hat. Darüber hinaus kann der Mensch diesen evolutiven Vitamin-C-Mangel via Blutzellen ziemlich gut kompensieren und hat vermutlich noch andere Wege entwickelt, dieses Antiox-Loch zu kompensieren (z. B. via Harnsäure).</p>
<p><strong>Beispiel Psycho-Problem:</strong> Es mag richtig sein, dass beim Depressiven Dopamin und Noradrenalin fehlt, aber daraus gleich ein Tyrosin-Problem zu machen, halte ich für zu kurz gedacht. Denn: Häufig wird vergessen, dass diese Konversionen Hormon- und Enzym-abhängig sind.</p>
<p>Bringt mich zu zwei ganz wichtigen Punkten:</p>
<ol>
<li>Kupfer ist Teil des wohl wichtigsten Antiox-Systems im Blut bzw. den Arterien, Kupfer/Zink-Superoxid-Dismutase.</li>
<li>Kupfer reguliert z. B. das Enzym Dopamin-ß-Hydroxylase. Dieses Enzym macht die Umwandlung von Dopamin in Noradrenalin (positiver Stress! Raucherhormon!) überhaupt erst möglich.</li>
</ol>
<p>Frage an dich: Hattest du jemals Kupfer auf dem Schirm?</p>
<h2>Die Kupfer-Story</h2>
<p>Eine kleine Geschichte:</p>
<p>Ein Wissenschaftler namens Dr. Klevay untersucht(e) zirka drei Jahrzehnte lang die Auswirkungen von Kupfer auf Organismen.</p>
<p>Er startete damit, weil er damals etwas herausfand: Füttert man Versuchstieren viel Schweinefett, werden die krank: Arteriosklerose bildet sich, es bilden sich Blutpfropfen, Arterien verkalken und das Herz zeigt Anomalien. Das &#8222;Gegengift&#8220; zu diesen pathologischen Veränderungen war nicht etwas &#8222;Fett-Weg&#8220;, sondern &#8230; <strong>Kupfer</strong>. Er fand heraus, dass die Nahrung dieser Tiere wohl nicht genügend Kupfer enthielt.</p>
<p>Nach Jahrzehnten war Klevay der Champion unter den Kupfer-Forschern. Er zeigte, dass suboptimale Kupfer-Versorgung zu folgenden Veränderungen führt:</p>
<ul>
<li>Herzinfarkt</li>
<li>Blutpropf in Arterien</li>
<li>Arteriosklerose</li>
<li>Kalzifizierung von Arterien</li>
<li>Reißen von Blutgefäßen (= Blutungen)</li>
<li>Auffälliges EKG</li>
<li>Hohe Cholesterin- und Triglycerid-Werte</li>
<li>Hoher Blutdruck</li>
</ul>
<h2>Viele Pathologien gehen aus Kupfermangel hervor</h2>
<p>Doch das geht noch weiter: Suboptimale Kupfer-Versorgung führt zu Störungen im Lipid-Haushalt (s. o.), aber auch zu Störungen im Glukose-Haushalt, denn Kupfermangel macht <a href="https://genetisches-maximum.de/magnesium/">insulinresistent</a>. Neben der Tatsache, dass die Gewebe nicht mehr ordentlich auf Insulin reagieren, wird auch Insulin selbst nicht mehr so stark ausgeschüttet.</p>
<p>Hier noch ein paar ausgewählte Biochemie-Fakten:</p>
<ul>
<li>Kupfer sorgt im Organismus dafür, dass das gegessene Eisen überhaupt verwertbar ist für die vielen Körperzellen.</li>
<li>Kupfer spielt eine große bei der Energiegewinnung der Zellen: In der Atmungskette (Mitochondrien) ist es Cofaktor der Cytochrom-C-Oxidase. Eine schlechte Kupfer-Versorgung sorgt für einen Abfall der COX-Aktivität, was letztlich zu einem Abfall der ATP-Werte führt.</li>
<li>Kupfer reguliert das Enzym Tyrosinase, das für die Pigmentierung verantwortlich ist (der Sommer wird kommen! :-) ).</li>
<li>Kupfer reguliert das Enzym Lysyloxidase, das extrem wichtig ist für ein gesundes, elastisches Bindegewebe.</li>
<li>Kupfer reguliert das Enzym Thioloxidase, das Disulfidbrücken-Bildung in Proteinen forciert. Das führt via Keratin beispielsweise für stabile Zellstrukturen.</li>
</ul>
<p>Kupfer macht also sehr viel in deinem Körper. Extrem viel. Mit Eisen und Zink dürfte Kupfer das wichtigste Spurenelement sein, denn es reguliert unzählige Enzyme.</p>
<h2>Kupfer reguliert die NO-Werte im Blut</h2>
<p>Für unser häufigstes Problem, die Entzündung (Stichwort Arteriosklerose, Stichwort Insulin-Resistenz, Stichwort Zahnfleischrückgang, Stichwort &#8230;), ist die von Kupfer regulierte Superoxiddismutase wohl das wichtigste Protein bzw. Enzym.</p>
<p><strong>Denn diese Cu-SOD neutralisiert freie Radikale. </strong></p>
<p>Damit wären wir beim Grundproblem angelangt. Kupfer schnappt via Cu-SOD freie Radikale weg. Die wiederum machen z. B. unsere Arterien krank oder den Stoffwechsel kaputt, weil sie unser <a href="https://genetisches-maximum.de/gefaessgesundheit/stickoxid-gesundheit/">Stickoxid</a> kaputt machen. Tatsächlich entsteht aus unserem so wertvollen Stickoxid ein sehr giftiges Radikal namens Peroxynitrit &#8212; verursacht durch freie Radikale.</p>
<p>Umgekehrt sorgt Cu-SOD dafür, dass unsere NO-Werte erhalten bleiben. Wer unsere Werke kennt, der weiß: Wenn NO in den Arterien hoch bleibt, dann sind wir weitestgehend von Arteriosklerose und somit Herzinfarkt etc. geschützt. Übrigens: <a href="https://genetisches-maximum.de/energiehaushalt/trick-fuer-mehr-energie/">Genau aus diesem Grund gab es die gelbe Tabelle und einen Text</a>, der dir sinngemäß erzählt hat, dass du nicht Arginin fokussieren sollst, sondern die NO-Verfügbarkeit, denn NO macht der Körper im Normalfall eh genug.</p>
<h2>Haben wir ein Kupfer-Problem?</h2>
<p>Viele Forscher, die an und mit Kupfer forschen, schreiben: Wir Europäer und Amerikaner haben ein Problem mit Kupfer. Wir schaffen es kaum, die nötige Menge an Kupfer aufzunehmen, die zu allem Übel vermutlich sowieso zu niedrig angesetzt ist. Das Kupfer, das wir essen, kommt zudem hauptsächlich aus Pflanzen, vornehmlich aus Getreide und Hülsenfrüchten. Dieses Kupfer kann der Körper, wie bekannt, schlecht(er) aufnehmen (<a href="https://genetisches-maximum.de/zink/phytinsaure-zink-aufnahme/">Phytinsäure!</a>).</p>
<p>Die Abhilfe schaffen Meeresfrüchte. Muscheln, Austern, Hummern, Krabben und so weiter &#8230; Oder Innereien wie Leber.</p>
<p>Im Internet finden sich Nahrungsmittel-Listen. Jeder sollte mal seinen Kupfer-Haushalt checken, wenigstens einmal abschätzen, wie viel Kupfer er zuführt.</p>
<h2>So kann man messen lassen</h2>
<p>Wichtig: Kupfer kann man nicht einfach so im Blut messen. Also &#8230; man kann es schon messen, aber die Aussagekraft ist nicht gut. Viel bessere Marker wären: Cytochrom-C-Oxidase-Aktivität der Thrombozyten, deren Kupfer-Gehalt oder die Aktivität der Glutathion-Peroxidase. Alternativ auch die Erythrozyten-SOD bzw. das Kupfer-Speicherprotein namens Ceruloplasmin, wobei das eher ein nicht so sensitiver Marker ist, wie bisweilen angenommen.</p>
<p>Also: Bevor sich jemand 10 g Vitamin C oder 10 g Tyrosin reinzieht &#8230; <strong>Kupfer checken. </strong></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/kupfer-problem/">Haben wir ein Kupfermangel-Problem?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Warum du heute noch deinen Kaffee-Konsum überdenken solltest &#8211; Meine Erfahrungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jan 2016 15:51:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>
		<category><![CDATA[Dopamin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Guten-Morgen-Kaffee ist eine obligatorische, ich nenne es einmal, „Besonderheit&#8220;. Vielen ist ganz offensichtlich nicht bewusst, dass es sich hierbei immer noch um eine Droge handelt. Kaffee, ohne die vielen Inhaltsstoffe einzeln zu nennen, ist [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/kaffee-dopamin/">Warum du heute noch deinen Kaffee-Konsum überdenken solltest – Meine Erfahrungen</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der Guten-Morgen-Kaffee ist eine obligatorische, ich nenne es einmal, „Besonderheit&#8220;.</p>
<p style="text-align: justify;">Vielen ist ganz offensichtlich nicht <em>bewusst</em>, dass es sich hierbei immer noch um eine Droge handelt. Kaffee, ohne die vielen Inhaltsstoffe einzeln zu nennen, ist ganz klar eine hoch psychoaktive Substanz.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun will ich mit diesem Beitrag nicht so sehr in wissenschaftliche Tiefen eintauchen &#8211; viel mehr soll es ein persönlicher Report sein. Etwas, was mir eindringlichst (!) gezeigt hat, dass wir täglich mit enorm potenten Substanzen hantieren, die massiven Einfluss auf unser <em>Well-Being</em> nehmen &#8211; oft noch gravierender als das.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Dopamin regiert uns</h2>
<p style="text-align: justify;">Über die psychoaktive Wirkung des Kaffees haben wir bereits einmal <a href="https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/dopamin-neurochemie/">hier</a> berichtet, drum werde ich an dieser Stelle darauf nicht mehr eingehen. Der genannte Artikel zeigte uns das Warum auf. Warum greifen wir immer wieder zu solchen Substanzen. Für Kenner: Dopamin. Über Dopamin selbst könnte ich nun minutenlang schreiben &#8211; über die immense, ja, auch soziale Wirkung, die dieser Neurotransmitter hat. Beziehungen werden zerstört und zerbrechen nur wegen dieser Substanz. Aber das ist eine andere Geschichte.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Stress: Zwischen Gut und Böse</h3>
<p style="text-align: justify;">Viele beschweren sich heute über Ermüdung. Sicher ein Spektrum, entlang dessen man sich bewegen kann. Bei anderen heißt das dann, schön vom Therapeut diagnostiziert, <strong>Burn-Out.</strong> Dies ist die Endstation.</p>
<p style="text-align: justify;">Monatelang vorher bewegten wir uns an unserer Leistungsgrenze, die nach und nach tiefer lag &#8211; ein Teufelskreis. Begleitend häufig, eigentlich immer: Stress. Wir wissen allerdings alle, dass Stress erst dann zu Stress wird, wenn unser Körper auf den Stressor reagiert. Bedeutet, dass die Art und Weise unserer Reaktion massiv anders ausfallen kann, obgleich derselbe Stressor gegeben ist. Dies wissen wir sehr genau, denn unser Körper adaptiert in der Regel. Drum ist das Gewicht, das wir beim ersten Training heben, um ein vielfaches leichter, als das, was wir nach monatelangem Training heben können. Gewicht ist auch ein Stressor in dieser Situation.</p>
<p style="text-align: justify;">Also: Stress.</p>
<p style="text-align: justify;">Biochemisch betrachtet wissen wir, was Stress ist. Adrenalin und Noradrenalin. Zusammen mit Dopamin nennt man diese Gruppe <a href="https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/koerpereigene-drogen-deiner-macht-der-neurotransmitter/">Katecholamine</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Stress klingt hier so negativ, ist er aber nicht per se. Denn Katecholamine vermitteln auch Wachheit, sind essentiell für Höchstleistungen, für Grenzgänge &#8211; intuitiv suchen viele die Leistungsgrenze auf täglicher Basis. Das beginnt schon damit, dass der Geist müde und schlapp wird nach 1-2 Stunden Text-Tipperei. Dann kommt meistens der Kaffee. Der hilft uns, diese Müdigkeit zu umgehen und bringt uns zurück auf ein höheres Leistungsniveau.</p>
<p style="text-align: justify;">Hier spielen nicht nur die Katecholamine eine Rolle, sondern auch die Adenosin-Rezeptor-antagonisierte Wirkung der Xanthine, hier: Koffein. Wir bewegen uns wieder Richtung Leistungsgrenze, weil Noradrenalin und Adrenalin ansteigen.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Vom Trip zur Panikattacke: Beides &#8222;Stress-induziert&#8220;</h3>
<p style="text-align: justify;">Oftmals ist der Sprung von Kaffee-induzierter, angenehmer Stressreaktion hin zu Quasi-Panikattacken, sehr &#8230; kurz. Tatsächlich ist es ein fließender Prozess und kann passieren von der einen auf die andere Minute, nach dem nächsten Schluck Kaffee.</p>
<p style="text-align: justify;">Egal, wie wir es empfinden. Wir induzieren selbst eine Stress-Reaktion. Denn, wie beschrieben, ist dem Körper völlig egal, was du gerade fühlst (fliegend oder der Panik verfallend), Noradrenalin und Adrenalin sind Stress-Hormone, die zelluläre Stress-Antworten provozieren. Ganz einfach.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hier umgehen wir natürliche Barrieren, nein, wir induzieren künstlich eine zelluläre Antwort. Das ist Vielen nicht klar.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das kann bisweilen extrem profund sein.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Mental-Detox: Die Veränderungen</h2>
<p style="text-align: justify;">Im Zuge meines Mental-Detox, mit dem Ziel Dopamin- und Stress-Quellen auszuschalten, habe ich interessante Erfahrungen gesammelt. Insbesondere beim Kaffee, ganz beeindruckend und immer wieder reproduzierbar.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Weg mit Bluthochdruck: &#8222;Untertourig&#8220; werden</h3>
<p style="text-align: justify;">Vor einigen Monaten sah ich eine Reportage. Dort wurde ein junger Mann gezeigt, der so massiv an Bluthochdruck litt, dass er bereits Nierenschäden davontrug und nahe dem Schlaganfall stand. Zusammen mit dem behandelten Arzt wurde ermittelt, dass dies alleine durch den übermäßigen Energydrink-Konsum hervorgerufen wurde.</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;"><strong>Damals dachte ich</strong>: „Kann ich mir nicht vorstellen&#8220;.</li>
<li style="text-align: justify;"><strong>Heute weiß ich</strong>: &#8222;Stimmt&#8220;.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Denn auch mein Blutdruck sank nach völliger Koffein-Abstinenz massiv. Doch nicht nur das. Es schien, als ob mein ganzer Organismus bremste, <strong>weg von Hoch- auf Quasi-Untertourig</strong>. Dieses herrliche Gefühl hatte ich schon lange nicht mehr, ich bin von Haus aus sehr aktiv von innen heraus. Soll heißen: Es ist für mich sehr leicht, meine obere Leistungsgrenze zu erreichen und dort zu performen, ich brauche nicht viel Stimulanz. Dies wusste ich zwar, nahm es aber nie ernst.</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem ich den obligatorischen Kaffee-Konsum einstellte, stellte sich neben einer inneren Ruhe auch eine, ja, Leere ein. Das Gegenteil vom gelebten Dauertrip. Ruhe. Was damit einhergeht? Eine deutlich höhere Stress-Toleranz. Denn nach oben, wie beschrieben, geht es leicht und schnell. Nur die Frage, die sich Viele stellen: Wie komme ich von da oben wieder runter? Denn Burn-Out will freilich keiner.</p>
<p style="text-align: justify;">Genau hier kommt mein Punkt: <strong>Weg mit Kaffee und Stimulanz</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Alleine dadurch würden Menschen eine massive Stress-Toleranz aufbauen können</strong>. Platz, um nicht zu schnell an die Belastungsgrenzen zu kommen.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Viel besserer Schlaf ohne Kaffee</h3>
<p style="text-align: justify;">Ebenfalls gravierend war der Schlaf. Im Grunde kenne ich keine &#8222;Schlafprobleme&#8220;. Ich schlafe immer ein und schlafe auch gut. Aber auch hier zeigt sich: Der Körper und der Geist sind noch Stunden, ja einen halben Tag nach dem Kaffee-Konsum in einer anderen, viel aktiveren Welt. Der Körper und der Geist reagieren noch Stunden nach unserem letzten Tässchen auf diese selbstinduzierte Stress-Reaktion, auf den Konsum dieser stimulierenden Substanz.</p>
<p style="text-align: justify;">Was passierte, als ich den Konsum einstellte? Ergebnis war ein viel tieferer, erholsamerer Schlaf. Wichtig ist, dass diese Wirkung nicht eintrat, wenn ich den Kaffee lange vor dem Schlafengehen trank und so Zeit zwischen &#8222;Wirkung&#8220; und Zubettgehen lag.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer mir schreibt, dass er nicht schlafen kann &#8230; welche NEM er nehmen soll &#8230; welche Mental-Techniken und, und, und, der sollte sich zunächst einmal um die Basics kümmern. Und das ist, beispielsweise, <strong>der Verzicht auf Drogen</strong>!</p>
<p style="text-align: justify;">Das gilt auch für Alkohol. Darüber brauchen wir nicht zu sprechen. Sehr viel weniger Wachstumshormon in der Nacht und so weiter &#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Also: <strong>Kaffee weg, Schlaf erholsam</strong>.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Bessere Glukose-Toleranz ohne &#8222;Stress&#8220;</h3>
<p style="text-align: justify;">Eine weitere Beobachtung war, dass der Körper im basalen, normalen (!), ruhigen Zustand deutlich besser mit Kohlenhydraten umgehen kann. Liegt auf der Hand, da Katecholamine den Glukose-Stoffwechsel zugunsten des Fettstoffwechsels unterdrücken. Auch wenn es sich dabei, wie alles andere auch, nur um eine subjektive Beobachtung handelt, so bin ich mir dennoch sicher, dass übermäßiger Kaffee-Konsum deutlich negativ die <a href="https://genetisches-maximum.de/magnesium/tipp-3-trinke-den-kaffee-nicht-vor-einer-mahlzeit/">Insulin-Sensitivität beeinflusst</a>.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Langzeitwirkung? Nachhaltige Veränderung der körpereigenen Biochemie?</h3>
<p style="text-align: justify;">Nach monatelangem Kaffee- und Stimulanzien-Konsum wird man sein ganz eigenes Rad ordentlich verzogen haben. Denn, was wir häufig nicht sehen, wir verändern durch unsere Eingriffe ganz massiv die eigene Rhythmik, die eigene Autoregulation.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Beispiel: Wir pushen uns mit Kaffee auf der einen Seite, erlauben uns Stress-Reaktionen. <strong>Auf der anderen Seite verlernt der Körper, selbst mit einem Stressor umzugehen, selbst die richtige Antwort auf einen Reiz zu finden.</strong></p>
<h2 style="text-align: justify;">&#8222;Sucht&#8220; erkennen</h2>
<p style="text-align: justify;">Sicher werden mir jetzt viele schreiben, wie gut ihnen der Kaffee täte. Wie wichtig der Kaffee und die besondere Kaffeesorte aus Timbuktu sei. Wie schön Kaffee rieche. Wie toll es sei, im Café zu sitzen. Wie immer merkt der Mensch dabei nicht, dass er noch immer seiner Droge verfallen ist. Darüber können wir in dem Moment nicht nachdenken, es nicht erkennen &#8211; ein Süchtiger macht sich darüber keine Gedanken. Das ist ja gerade die &#8230; Krankheit. (Logisch: Es gibt auch Menschen, die das erkennen und trotzdem ihre Droge &#8222;genießen&#8220;. Das macht die Sache allerdings nicht besser.)</p>
<h2 style="text-align: justify;">Katecholamin-Detox: Selbstreflexion</h2>
<p>Ich habe im Artikel einige Konzepte vermischt. Kaffee, Koffein, Stress, Leistungsgrenzen und &#8222;Dopamin-Detox&#8220; &#8211; ich erwähne es der Klarheit halber.</p>
<p style="text-align: justify;">Zum Ende des Artikels erlauben wir uns alle einmal eine Reflexion.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie oft guckst du auf dein IPhone? Wie oft warst du heute die Facebook-Timeline studieren? Wie oft im Instagram? Wie viele Selfies heute? Wie viele Likes? Wie viele unnötige Stunden auf Wissensseiten oder anderen Plattformen? Wie oft hast du heute Pornos geguckt? Wie laut war die Musik im Auto heute? &#8230; Und so weiter.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir sind Dopamin-Opfer.</p>
<p style="text-align: justify;">Viele haben Angst vor der Zukunft, vor Cyborgs, vor Robotern. Merken nicht, dass sie selbst schon konstant connected sind, selbst schon verschmolzen mit der Maschine.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Du willst mehr Zeit? Hier kriegst du sie</h3>
<p style="text-align: justify;">Viele beklagen sich darüber, dass sie keine Zeit mehr haben. Nur noch am Rennen sind. Auch hier gilt: Nicht die Welt ist schuld, sondern das, was dein Gehirn daraus macht. Ein unglaubliches Erlebnis für mich während des Dopamin-Detox: Unglaublich viel Zeit hatte ich plötzlich. Wusste, um ehrlich zu sein, gar nicht, was ich mit der neu gewonnen Zeit alles anfangen soll. Nur durch Weglassen von unnötigen Dopamin-Spritzen in Form von Facebook, Novelty-Searching und Co.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Nicht alles ist schlecht!</h2>
<p style="text-align: justify;">Bevor wir nun mit einem schlechten Gefühl das Lesen beenden, weisen wir darauf hin, dass Kaffee, punktuell eingesetzt, viele Wunder vollbringen kann. Als <em>Pick-Me-Up</em> in Notsituationen oder in Fällen, wo <em>Peak-Performance</em> wirklich gefordert ist (z. B. beim Wettkampf, in Prüfungen) und zwei bis dreimal wöchentlich vor dem Training (doch Vorsicht: Aus einem zwei- bis dreimaligem Trinken wird schnell die tägliche Gewohnheit). Es gibt sicher noch viele weitere Situationen, wo Kaffee- und Koffein-Konsum förderlich ist. Aber merke: Zum einen geht diese punktuell nutzbare Wirkung verloren, wenn wir Kaffee konstant trinken (= auf täglicher Basis), zum anderen wird aus punktuellem Konsum schnell wieder ein Dauerkonsum.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/kaffee-dopamin/">Warum du heute noch deinen Kaffee-Konsum überdenken solltest – Meine Erfahrungen</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Wie der Botenstoff Dopamin dein Leben bestimmt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2015 12:10:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>
		<category><![CDATA[Dopamin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieser Artikel ist ein Basis-Artikel sein, der dir Grundlagen zu deiner Neurochemie vermitteln soll. Chemische Botenstoffe und dein Leben Dopamin ist ein Katecholamin. Zu dieser Klasse der chemischen Botenstoffe gehören auch Noradrenalin und Adrenalin. Alle [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Dieser Artikel ist ein Basis-Artikel sein, der dir Grundlagen zu deiner Neurochemie vermitteln soll.</p>
<h2>Chemische Botenstoffe und dein Leben</h2>
<p style="text-align: justify;">Dopamin ist ein Katecholamin.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu dieser Klasse der chemischen Botenstoffe gehören auch Noradrenalin und Adrenalin.</p>
<p style="text-align: justify;">Alle Drei (Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin) werden aus der Aminosäure Tyrosin gebildet. In der folgenden Grafik noch einmal schön zu sehen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5127" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2015/10/Katecholamin-Synthese-1.png" alt="Katecholamin-Synthese (1)" width="200" height="365" /></p>
<p style="text-align: justify;">Dopamin ist dem ein oder anderen bekannt im Zusammenhang mit Sucht.</p>
<p style="text-align: justify;">Bekannt wurde Dopamin auch, weil es in den 50er-Jahren Versuche an Ratten gab, die Erstaunliches feststellten: Im (Ratten-)Gehirn gibt es eine bestimmte Region, die man elektrisch stimulieren kann. Lernten Ratten, diese elektrische Stimulation selbst zu tätigen, hörten die nicht mehr auf diesen Knopf zu drücken und wollten auch nie wieder essen und trinken. Wie im wahren Leben eben.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich sagte schon mehrfach: Dopamin regiert das Leben.</p>
<p style="text-align: justify;">Viele unserer Handlungen ergeben sich nur deshalb, weil wir (konstant) bemüht sind, Dopamin-Löcher zu stopfen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-5124" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2015/10/Dopamin-Gehirn.png" alt="Dopamin Gehirn" width="600" height="450" /></p>
<h2>Warum deine Dopaminwerte im Alltag stark schwanken</h2>
<p style="text-align: justify;">Oben im Bild sehen wir<span style="color: #000000;"> die schematische Darstellung eines Gehirns</span>. Hinter der Stirn sitzt der <strong>präfrontale Kortex</strong>. Dieser wird von einer Region im Zentrum des Gehirns stimuliert und &#8230; der Dopaminrausch beginnt &#8211; hinter der Stirn.</p>
<p style="text-align: justify;">Da der präfrontale Kortex der Bereich ist, der plant, organisiert, unser Leben strukturiert, schlicht dein Arbeitsplatz ist, beeinflussen Neurochemikalien natürlich die Entscheidungsfindung.</p>
<p style="text-align: justify;">Grundsätzlich ist es so, dass der präfrontale Kortex immer über ein bestimmtes Dopamin-Niveau, über eine bestimmte Dopamin-Konzentration verfügt.</p>
<p style="text-align: justify;">Leuchtet ein: Diese Basal-Menge an Dopamin gibt uns Halt im Leben, macht das Leben lebenswert und ist der Grund, warum wir alle täglich leben (wollen) &#8211; der Gegensatz dazu ist die Depression, darauf kommen wir gleich zu sprechen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieses Basis-Niveau fällt bei dem einen etwas höher, bei dem anderen etwas niedriger aus. Der eine braucht eben etwas mehr, der andere etwas weniger &#8211; ein natürlicher Referenzbereich. Dieser Bereich ist rot gefärbt.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun: Wollen wir doch einmal verschiedene Dopamin-Werte im präfrontalen Kortex generieren, schauen, warum das so ist und welchen Einfluss das auf dein Leben hat:</p>
<ol style="text-align: justify;">
<li>Du kommst nach Hause, freust dich den ganzen Tag auf deine Pizza* (die im Gefrierfach liegt), hast dir schön ausgemalt, wie herrlich das schmecken wird und so weiter &#8230; du kommst heim, öffnest die Tür zum Gefrierschrank und die Pizza ist weg. Die Freundin/der Freund hat sie gegessen.</li>
<li>Als Folge fallen die Dopamin-Werte ganz krass ab. Quasi von der einen auf die andere Sekunde bist du in einem mentalen Loch.</li>
<li>Noch bevor du ins Wohnzimmer gehen kannst und deinen Partner zur Rede stellst, ruft sie/er dich. Du gehst in den Raum und findest einen voll gedeckten Tisch vor mit allen Speisen, die du vorstellen kannst. Dein Dopamin rast nun durch die Decke.</li>
<li>Nicht lange. Denn nun muss jemand den Tisch ab- und die Spülmaschine einräumen. Die Dopamin-Werte fallen etwas, aber nicht so stark. Denn du weißt: Dauert eh nicht lange.</li>
</ol>
<p>(* Pizza als Beispiel, da Fast-Food das Dopamin-System stark stimuliert.)</p>
<p style="text-align: justify;">Im Idealfall denkst du bei Punkt 4 direkt an deine Lieblingsserie, die du danach schauen wirst. Plötzlich fällt auch das Geschirr-Einräumen ganz leicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt Individuen, die mögen das basale Dopamin-Niveau und &#8222;explodieren&#8220; nicht derart krass, wenn sie an Essen, Sex, die Lieblingsserie et cetera denken.</p>
<p style="text-align: justify;">Andere wiederum brauchen den Kick und müssen sich mehrmals täglich mit ganz besonderen Erlebnissen stimulieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Was alle gemeinsam haben: Dopamin-Löcher mag niemand. Eines der schlimmsten Dopamin-Löcher ergibt sich bei Enttäuschungen, dann, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">David Rock erzählt in seinem Buch von ebendiesen Dopamin-Löchern und warnt uns zugleich. Du solltest niemals (!) Entscheidungen treffen, wenn die Dopamin-Konzentrationen im Keller sind. Dort nämlich, so sagt er, <strong>kannst</strong> du gar nicht ordentlich denken.</p>
<p style="text-align: justify;">Bringt mich zu Depressionen.</p>
<h3>Depression und keine Lust auf Sex durch &#8222;Dopaminmangel&#8220;?</h3>
<p style="text-align: justify;">Depressive haben deutlich niedrigere basale Dopamin-Werte. Das heißt: Die haben wenig Affinität zum Leben. Das Leben macht keinen Spaß. Zusätzlich brauchen sie einen deutlichen massiveren Stimulus, um die Dopamin-Werte zum Steigen zu bringen. Das bedeutet, dass denen der Gedanke an Sex eben nicht so viel Freude bereitet wie dir. Nun stelle dir einmal vor, was das für das Leben bedeutet. Wenn noch nicht einmal mehr das Spaß macht, wofür du geschaffen wurdest. Die Reproduktion. Evolutionsbiologisch betrachtet, ist das der GAU und zeigt dir, dass mit dir (besser: mit deiner Körperchemie) etwas überhaupt nicht stimmt. Depressive treffen, dem Teufelskreis sei Dank, schlechte Entscheidungen. Sie können gar nicht anders, denn das Gehirn, die Neurochemie, lässt es eben nicht zu.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir können versuchen, unser Gehirn dahin gehend zu modulieren, dass es mit weniger Dopamin auskommt, die Rezeptoren &#8211; ähnlich wie bei der Insulinsensitivität &#8211; empfindlicher werden. Dies wiederum hätte zur Folge, dass wir ohne großen Aufwand Spaß am Leben haben und schon Kleinigkeiten ausreichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Soll heißen: Du brauchst nicht die drei Action-Filme am Abend, es reicht ein tolles Gespräch mit deiner neuen Nachbarin/deinem neuen Nachbarn.</p>
<p style="text-align: justify;">Verstanden?</p>
<p style="text-align: justify;">Genau darum geht&#8217;s.</p>
<p style="text-align: justify;">(Anmerkung: Dopamin ist nur ein Beispiel des Neurotransmitter-Orchesters. Da gibt es noch einige andere, die wir vielleicht einmal besprechen werden.)</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/dopamin-neurochemie/">Wie der Botenstoff Dopamin dein Leben bestimmt</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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