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	<title>Genexpression - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
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	<title>Genexpression - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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		<title>Beispiel Milch: Wie Nahrungsmittel Information transportieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Feb 2017 18:02:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zellgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Genexpression]]></category>
		<category><![CDATA[mTor]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Menschen befassen sich mit Ernährung, weil sie mit ihrer Figur unzufrieden sind. Das ist nicht verkehrt, ganz im Gegenteil. Für einfaches Verständnis reicht es oft, die Spitze des Eisbergs zu erkennen und damit zu lernen. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Menschen befassen sich mit Ernährung, weil sie mit ihrer Figur unzufrieden sind. Das ist nicht verkehrt, ganz im Gegenteil. Für einfaches Verständnis reicht es oft, die Spitze des Eisbergs zu erkennen und damit zu lernen.</p>
<p>Für das klassische Verständnis wären das dann Fragen wie:</p>
<ul>
<li>Was sind Kohlenhydrate?</li>
<li>Was sind Fette?</li>
<li>Was machen Proteine in meinem Körper?</li>
<li>Was ist Insulin?</li>
<li>&#8230;</li>
</ul>
<p>Übrigens: Das sind Fragen, die wir im Grundlagenbereich auch noch mal beantworten.</p>
<p>Denn hier, also im Blog und oft auch in unseren Büchern, schreiben wir nicht über die Spitze des Eisbergs &#8212; viel mehr schreiben wir über das, was unter Wasser ist. Wir wollen also nicht der Uhr beim Ticken zusehen, sondern das Uhrwerk studieren.</p>
<h2>Milch als Informationsträger</h2>
<p>So ist das auch bei der Milch. Wir alle wissen, dass Milch &#8222;viele Vitamine, Calcium und Eiweiß&#8220; enthält. Der erste Schritt für ein vertieftes Verständnis, wäre zu erkennen, warum es Milch überhaupt gibt. Genau genommen muss die Milch einer jeweiligen Spezies sicherstellen, dass der Nachwuchs ordentlich heranreift.</p>
<p>Auch hier würden viele Menschen eher an Fette und Proteine denken, die das Kalb mit Energie versorgen. Die Wahrheit ist aber, dass gerade in der postnatalen Periode der komplette Organismus programmiert werden muss. Das tut er zum Teil selbst, zum anderen Teil aber durch die Informationen, die er von der Umwelt erhält. Milch ist hier Teil eines wichtigen Informationssystems, denn dank der Milch bzw. ihren Inhaltsstoffen kann das Kalb ordentlich für das restliche Leben &#8222;programmiert&#8220; werden.</p>
<h2>Doch wie funktioniert dieses &#8222;Programmieren&#8220;?</h2>
<h3>Vom Gen zum Protein</h3>
<p><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2017/02/Protein-Synthese.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-8672 " src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2017/02/Protein-Synthese.png" width="448" height="536" /></a></p>
<p>Unsere Gene stellen im Wesentlichen einen Bauplan für Proteine dar. Dieser Bauplan liegt im Zellkern. Dort ist und verbleibt er. Deshalb wird der Bauplan zunächst abgeschrieben. Natürlich nicht der komplette Bauplan, sondern lediglich der Plan für ein jeweiliges Protein. Den abgeschrieben Bauplan nennt man in diesem Fall &#8222;mRNA&#8220; (&#8222;messenger RNA&#8220;). Chemisch betrachtet handelt es sich also nicht mehr um Desoxyribonukleinsäure (DNA), sondern um Ribonukleinsäure (RNA).</p>
<p>Die mRNA (= der abgeschriebene Bauplan für ein Protein) wird dann genutzt, um ein Protein herzustellen. Wir erinnern uns kurz: Alles in der Zelle arbeitet mit Proteinen.</p>
<h3>Epigenetik und die Genexpression</h3>
<p>Mittlerweile ist bekannt, dass sich Genaktivitäten mehr oder weniger steuern lassen. Das ist das Fundament vieler Lehren verschiedener Ernährungsgurus und -Experten.</p>
<blockquote><p>&#8222;Bewege dich mehr und Gene werden unterschiedlich reguliert.&#8220;</p></blockquote>
<p>Damit meint man in erster Linie, dass Gene stärker oder weniger stark aktiv werden und entsprechend mehr oder weniger eines bestimmten Proteins entsteht. So gesehen also könnte man gewisse &#8222;Gesundmach-Gene&#8220; aktiver machen, während andere &#8222;Krankmach-Gene&#8220; eher weniger aktiv gemacht werden sollen.</p>
<p>Die Epigenetik befasst sich genau damit: Wie werden Gene reguliert?</p>
<p>Oft liest man in diesem Zusammenhang nur von Vor-Ort-Wechselwirkungen. Also: Direkt an der Erbinformation, DNA, passiert irgendwas. Hier fallen dann oft Begriffe wie &#8222;Methylierung&#8220; von DNA-Abschnitten oder &#8222;Acetylierung&#8220; von Histonen, die die Verpackung der DNA regulieren.</p>
<h3>Regulation durch miRNA</h3>
<p>Die DNA kodiert nicht nur für den Bauplan in Form von mRNA (siehe oben). Die DNA kodiert auch für andere RNA-Spezies. So sind gewisse RNA-Moleküle für den Aminosäuren-Transport verantwortlich. Wiederum andere RNA-Moleküle bilden das Protein-bildende Ribosom. Brandaktuell: <strong>Die DNA kodiert für sogenannte micro RNAs (miRNA). </strong></p>
<p>miRNA können sich an mRNA (= abgeschriebene Bauplan für Proteine) heften und so z. B. dafür sorgen, dass der frühzeitig abgebaut wird. <strong>Die Folge ist, dass kein oder sehr viel weniger Protein entsteht</strong>.</p>
<p><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2017/02/Protein-Synthese-1.png"><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-8677 " src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2017/02/Protein-Synthese-1.png" width="386" height="462" /></a></p>
<p>Hier haben wir also eine Gen-Regulation, die nicht vor Ort direkt an der DNA stattfindet. Sondern erst, nachdem die DNA schon abgeschrieben wurde (&#8222;post-transkriptional&#8220;).</p>
<h3>Milch als miRNA-Lieferant</h3>
<p>Spannend ist, dass Milch, auch die Human-Milch, sehr viele RNA-Spezies enthält, darunter auch die genannten miRNAs. Wenn wir den Bogen zum eingangs Gesagten schlagen, dann wird klar: <strong>Milch transportiert so Informationen, <b>indem Stoffe aus der Milch beim Nachwuchs die Genregulation beeinflussen. </b></strong></p>
<p>Tatsächlich wurde nachgewiesen, dass diese miRNAs besonders geschützt sind und die Verdauung überleben. Sie gelangen in den Blutstrom und von dort in verschiedene Geweben und somit Zellen. Dort können sie zusammen mit denen vom Tier selbst gebildeten miRNAs die Genregulation beeinflussen.</p>
<p>Das muss man sich noch einmal kurz überlegen: Hier gelangt fremdes Erbgut in Form von (mi-)RNA-Molekülen in einen anderen Organismus und kann dort selbst wirken!</p>
<p>(Im Übrigen ist das nichts weiter als &#8222;GMO&#8220;, ein &#8222;genetically modified organism&#8220; &#8212; denn genau das wird z. B. mit Pflanzen gemacht.)</p>
<h3>Welche Auswirkungen hat das?</h3>
<p>Mit der Milch werden unzählig viele RNA- und miRNA-Moleküle transportiert. <strong>Theoretisch könnten die in der Milch vorhandenen miRNA-Moleküle 11.000 Gene (!!!) regulieren</strong>. Zum Vergleich: Das aktive Vitamin D, also Calcitriol, reguliert ca. 1000 Gene.</p>
<p>Die über 200 miRNA-Moleküle, die in der Milch identifiziert werden konnten, würden dabei nicht nur die Entwicklung vom Fettgewebe, sondern auch den Stoffwechsel der Leber, den Glukose- und Insulin-Haushalt und die Tumor-Abwehr regulieren. Natürlich sind das nur einige Beispiele, denn wie bereits angesprochen, könnten die miRNAs so vielfältig mit dem Organismus interagieren, dass die Folgen schwer bis kaum abzusehen sind.</p>
<p>Auch und gerade in der (Embryonal-)Entwicklung spielen miRNAs entscheidende Rollen. Aus Wikipedia lässt sich dazu entnehmen:</p>
<blockquote><p>So belegen aktuelle Studien die kritische Funktion von miRNAs bei frühen Entwicklungsprozessen von Tieren, zum Beispiel <a title="Neurogenese" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Neurogenese">Neurogenese</a>,<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/MicroRNA#cite_note-21">[21]</a></sup><a class="mw-redirect" title="Myogenese" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Myogenese">Myogenese</a> (Muskelbildung),<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/MicroRNA#cite_note-22">[22]</a></sup> Kardiogenese (Herzbildung,<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/MicroRNA#cite_note-23">[23]</a></sup>) und Hämatopoese (Blutbildung).<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/MicroRNA#cite_note-24">[24]</a></sup> Obwohl wahrscheinlich unabhängig entstanden, spielen miRNAs auch bei Pflanzen eine wichtige Rolle.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/MicroRNA#cite_note-25">[25]</a></sup></p></blockquote>
<h3>Hyperstimulation des mTOR-Signallings</h3>
<p>Wer uns kennt, weiß um die Bedeutung von mTOR. mTOR ist ein zellulärer Masterregulator, der den Energiestatus der Zelle wahrnimmt. mTOR spielt eine wesentliche Rolle bei Wachstum und Vermehrung (Proliferation) von Zellen. Einfach ausgedrückt: Den Akt/mTOR-Signalweg kann man auch als anabolen Signalweg bezeichnen, denn er steuert die Protein-Synthese der Zellen. Die Aktivität des mTOR-Signalwegs wiederum wird z. B. durch Insulin, Aminosäuren oder Glukose positiv reguliert.</p>
<p>mTOR ist enorm wichtig. Denken wir dabei bitte an Stammzell-Mobilisierung, an Heilung von Geweben oder &#8212; ganz banal &#8212; den Aufbau von Muskulatur.</p>
<p>Wie überall in der Biologie müssen allerdings Gleichgewichte herrschen. So steht eine Hyperaktivierung des mTOR-Signalwegs in enger Verbindung zu metabolischen Dysfunktionen wie Insulinresistenz, Fettleber und Co., aber auch zur Tumorentwicklung und -Progression.</p>
<p>Die Milch transportiert hier beispielsweise eine miRNA-Spezies (miRNA-21), die in verschiedenen Modellen hochreguliert ist in Krebs, aber auch bei Herzinsuffizienz.</p>
<p>Diese miRNA-21 (und in unserem Beispiel auch miRNA-29b) kann dabei auf vielfältige Art und Weise eine Hyperaktivierung des mTOR-Signalwegs begünstigen:</p>
<ul>
<li>miRNA-29b bremst den BCAA-Abbau. BCAA wiederum aktivieren den mTOR-Weg.</li>
<li>miRNA-21 bremst Phosphatase-Aktivitäten in Zellen. Sie unterdrückt dabei speziell PTEN, das den mTOR-Signalweg ausbremst. PTEN fungiert daher als Tumorsuppressor.</li>
<li>Sie erhöht das freie IGF (IGF aktiviert mTOR).</li>
<li>miRNA-21 hemmt die mTOR-Gegenspieler, &#8222;Langlebigkeits-Gene&#8220; FoxOs.</li>
<li>Sie kann die Protein-Synthese direkt aktivieren via Hemmung von PDCD4.</li>
</ul>
<p><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2017/02/ijms-16-17048-g002.jpg"><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-8670 " src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2017/02/ijms-16-17048-g002.jpg" width="568" height="471" /></a></p>
<h3>miRNA-Gehälter in Milch- und Milchprodukten</h3>
<p>Die höchsten Werte an miRNA erreicht Rohmilch. Durch Verarbeitung (Homogenisieren etc.) kann sich der Gehalt etwa halbieren. Der Fett-Gehalt der Milch spielt eine untergeordnete Rolle und alle Milchprodukte enthalten miRNA. Lediglich fermentierte Milchprodukte wie Joghurt scheinen reduziertere Werte aufzuweisen.</p>
<h3>Die Real-Life-Relevanz</h3>
<p>Bezeichnend finde ich, dass eine gewisse Ignoranz gegeben ist, wenn über Nachteile bestimmter &#8222;Lieblingsnahrungsmittel&#8220; berichtet wird. Der Aufschrei ist daher immer groß, wenn man Negatives zum Thema Kaffee o. Ä. schreibt. Hier dürfen dann häufig kleine RCTs oder Meta-Analysen als Totschlagargument herhalten.</p>
<p>Meines Erachtens ist es keine Frage der Gültigkeit oder Nicht-Gültigkeit. Viel mehr braucht es eine differenzierte Analyse. Während solche &#8212; potenziell stark wachstumsfördernde &#8212; Substanzen für Sportler sicher einiges leisten könnten, bleibt fraglich, ob sie im sitzenden Menschen nicht größeren Schaden anrichten können.</p>
<p>Interessant ist, dass Milch schon aufgrund anderer enthaltenen Substanzen und Wirkungen quasi ein natürliches &#8222;Anabolikum&#8220; darstellt.</p>
<ul>
<li>Milch bzw. abgeleitete Produkte enthalten viele BCAA (mTOR-Aktivierung).</li>
<li>ß-Casomorphine stimulieren zusätzlich die Insulin-Ausschüttung.</li>
<li>Gleichzeitig wird der Inkretin-Effekt deutlich stimuliert.</li>
</ul>
<p>Um nur einige Effekte zu nennen. Dies resultiert in einer Insulin-Sekretion, die deutlich über dem liegt, was man aufgrund des Kohlenhydrat-Gehalts erwarten würde. Insulin wiederum aktiviert den mTOR-Weg.</p>
<p>All das sollte man auch so annehmen. Es bleibt letztlich nur die Frage, wie groß der Impact tatsächlich ist. Können Milch-Produkte dadurch schaden?</p>
<p>Klar: Es sollte auf keinen Fall vergessen werden, dass Milch sicher auch miRNA liefert, die potenziell gesundheitsförderlich wirken können. Aber auch hier muss noch mehr geforscht werden.</p>
<h2>Referenzen</h2>
<p>Melnik, Bodo (2015): „Milk—A Nutrient System of Mammalian Evolution Promoting mTORC1-Dependent Translation“. In: <i>International Journal of Molecular Sciences</i>. 16 (8), S. 17048-17087, DOI: 10.3390/ijms160817048.</p>
<p>Melnik, Bodo (2015): „The Pathogenic Role of Persistent Milk Signaling in mTORC1- and Milk- MicroRNA-Driven Type 2 Diabetes Mellitus“. In: <i>Current Diabetes Reviews</i>. 11 (1), S. 46-62, DOI: 10.2174/1573399811666150114100653.</p>
<p>Melnik, Bodo C; John, Swen Malte; Schmitz, Gerd (2013): „Milk is not just food but most likely a genetic transfection system activating mTORC1 signaling for postnatal growth“. In: <i>Nutrition Journal</i>. 12 (1), DOI: 10.1186/1475-2891-12-103.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/zellgesundheit/beispiel-milch-wie-nahrungsmittel-information-transportieren/">Beispiel Milch: Wie Nahrungsmittel Information transportieren</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Wie der Lebensstil deiner Eltern deine Gesundheit bestimmt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Mar 2016 13:32:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[diabetes]]></category>
		<category><![CDATA[Genetik]]></category>
		<category><![CDATA[Genexpression]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Soeben erschienen bei ScienceDaily: Du bist nicht das, was du isst, sondern das, was deine Eltern gegessen haben. So wird jedenfalls getitelt. Der Artikel basiert auf einer Studie, die soeben veröffentlicht wurde. Geforscht wurde am [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Soeben erschienen bei ScienceDaily:<strong> Du bist nicht das, was du isst, sondern das, was deine Eltern gegessen haben</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">So wird jedenfalls getitelt.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Artikel basiert auf einer Studie, die soeben veröffentlicht wurde. Geforscht wurde am Helmholtz-Zentrum in München &#8211; dort, wo gerade unser (Gast-)Autor Tim promoviert. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Ernährung der Elterntiere maßgeblich dazu beiträgt, dass die folgende Generation (entsprechend die Kinder) Diabetes und Übergewicht entwickelt<span id='easy-footnote-1-6355' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href='https://genetisches-maximum.de/evolution/epigenetik-eltern-gesundheit/#easy-footnote-bottom-1-6355' title='&lt;a href=&quot;https://www.sciencedaily.com/releases/2016/03/160314140739.htm?utm_source=dlvr.it&amp;amp;utm_medium=facebook&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;nofollow noopener noreferrer&quot;&gt;ScienceDaily&lt;/a&gt;'><sup>1</sup></a></span>. So etwas Ähnliches wurde 2013 bereits gezeigt, das beobachtete Phänomen ist also nicht ganz neu<span id='easy-footnote-2-6355' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href='https://genetisches-maximum.de/evolution/epigenetik-eltern-gesundheit/#easy-footnote-bottom-2-6355' title='Ohio University. &amp;#8222;Obese male mice father offspring with higher levels of body fat.&amp;#8220; &lt;a href=&quot;http://www.sciencedaily.com/releases/2013/06/130616155202.htm&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;nofollow noopener noreferrer&quot;&gt;ScienceDaily&lt;/a&gt;. ScienceDaily, 16 June 2013.'><sup>2</sup></a></span>.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber klar &#8230; Manche glauben heute immer noch an das Kalorien-Märchen. Du musst nur 2500 Kalorien am Tag essen, dann bist du schlank, gesund und froh bis an dein Lebensende.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass zwischen &#8222;Glukose/Fette rein&#8220; und &#8222;H20 und CO2&#8220; raus eine Menge passiert &#8230; das wird noch heute, im Zeitalter der Marsreisen, ignoriert.</p>
<p style="text-align: justify;">Denn klar ist, dass uns das allen sehr wohl bewusst war. Eben, dass es Individuen gibt, die bei ähnlichen Umständen, bei ähnlichem Ernährungs- und Lebensverhalten, völlig anders aussehen, eine völlig andere Realität erleben.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Schaltstelle dafür könnte die böse, böse Epigenetik sein, die uns die Fettleibigkeit und Krankheit schon in die Wiege legt.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Epigenetik hat nicht das letzte Wort</h2>
<p style="text-align: justify;">Bevor wir jetzt alle der Hoffnungslosigkeit verfallen (oder jubelnd die Arme in die Luft strecken, weil Mama und Papa so gesund sind): Das, was Mama und Papa verbrochen haben, könnten wir selbst wieder rückgängig machen, zumindest versuchen. Einmal wegen uns selbst und einmal wegen unserer Nachkommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Erinnerst du dich noch an die fetten <a href="https://genetisches-maximum.de/evolution/epigenetik-leben-und-tod-selbst-der-hand/">Agouti-Mäuse</a>? Methyl-Gruppen sind auch epigenetische Veränderungen. Nur als Denkanstoß. Aber was red&#8216; ich da? Alles, wir am Tag tun, beeinflusst unsere Gen-Aktivität. Ein einfaches, sehr eindrucksvolles Beispiel: Während der Besuch im Wald die Menge und Aktivität unserer natürlichen Killerzellen, die uns vor Krebs etc. schützen, ansteigen lässt, passiert nach dem Besuch in der Stadt &#8230; gar nichts<span id='easy-footnote-3-6355' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href='https://genetisches-maximum.de/evolution/epigenetik-eltern-gesundheit/#easy-footnote-bottom-3-6355' title='Li, Qing (2009): „Effect of forest bathing trips on human immune function“. In:&lt;i&gt;Environmental Health and Preventive Medicine&lt;/i&gt;. 15 (1), S. 9-17, DOI: 10.1007/s12199-008-0068-3.'><sup>3</sup></a></span>. Anders formuliert: <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/tumore-sport-eisen-gefaesse/">Während das Joggen sowieso vor Krebs schützt</a>, schützt das Joggen im Wald ganz offensichtlich noch mehr. Epigenetik!</p>
<p style="text-align: justify;">Weiter gedacht: Metabolische Marker der Eltern könnten in Zukunft genutzt werden, um der F1-Generation direkt ab der Geburt die richtigen Maßnahmen an die Hand zu geben. Das könnte uns viele, viele Kosten ersparen. Leider kann das Kindchen die ersten Jahre nicht für sich selbst sorgen, also landen wir wieder beim Verhalten und dem Lebensstil des Elternhauses. Gerade habe ich eine Doku gesehen: Manche 45-Jährige, vorrangig Männer, wissen anscheinend nicht einmal, dass man Nährwertangaben auf der Rückseite von Nahrungsmitteln findet.</p>
<p style="text-align: justify;">Und wir streiten uns über Kleinigkeiten.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Quellen</h2>
<p style="text-align: justify;"><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/evolution/epigenetik-eltern-gesundheit/">Wie der Lebensstil deiner Eltern deine Gesundheit bestimmt</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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