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	<title>Blutwerte - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
	<lastBuildDate>Sun, 16 Nov 2025 11:34:33 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Blutwerte - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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		<title>Vitamin D: 40 ng/ml</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Nov 2025 11:25:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blutwerte]]></category>
		<category><![CDATA[Frauengesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Nährstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vitamin D bleibt spannend. Ab 30 geht&#8217;s bergab&#8230; Zwei Fragen stehen nach vielen, vielen Jahren noch immer im Raum: Wie individuell muss wirklich dosiert werden? Kann man das überhaupt am Vitamin-D-Spiegel festmachen? Schwierig. Denn seit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vitamin D bleibt spannend.</p>
<h2>Ab 30 geht&#8217;s bergab&#8230;</h2>
<p>Zwei Fragen stehen nach vielen, vielen Jahren noch immer im Raum:</p>
<ul>
<li>Wie individuell muss wirklich dosiert werden?</li>
<li>Kann man das überhaupt am Vitamin-D-Spiegel festmachen?</li>
</ul>
<p>Schwierig. Denn seit <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-spiegel-im-neuen-licht/">Carlberg</a> wissen wir, dass die Vitamin-D-Wirkung an den Genen, also dort, wo Vitamin D naturgemäß wirkt, von Mensch zu Mensch sehr verschieden ist.</p>
<p>Soll heißen: Zwei gleiche Spiegel produzieren sehr wahrscheinlich völlig verschiedene Reaktionen.</p>
<p>Daher habe ich in meinen Empfehlungen den Spieß umgedreht und geraten, gesicherte Mangelzustände zu verhindern.</p>
<p>Also: Wo der Sweetspot einer Wirkung für das Individuum ist, weiß ich nicht. Was man – aus Epidemiologie – ganz gut weiß ist, wann Vitamin D bei sehr vielen, vielleicht den meisten Menschen zu wenig wird.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Der Cutoff liegt um die 30 ng/ml. </strong></p>
<p>Darunter reicht Vitamin D sehr wahrscheinlich nicht mehr. Auch das kann man relativ gut an zwei Punkten ableiten:</p>
<ul>
<li>Supplementiert man unter diesen Werten, ergeben sich Benefits.</li>
<li>Haben Probanden einer Studie bereits &gt;30 ng/ml wirkt es nicht mehr so gut.</li>
</ul>
<h2>Vitamin D über 30 ng/ml nutzlos?</h2>
<p>Aber: Die Heterogenität über 30 ng/ml abzubilden, ist schwer.</p>
<p>Beispiel: Epidemiologische Studien finden den Sweetspot beim Schutz gegen allgemeine Sterblichkeit (All-Cause-Mortality) bei ca. 30 ng/ml. Passt (siehe oben).</p>
<p>Doch so einfach ist es nicht. Immer wieder gibt es auch sehr hochwertige klinische Studien, die eindeutig berichten, dass die Spiegel über 40 ng/ml steigen sollten für die maximale Wirkung.</p>
<p>So eine wurde z. B. <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4822815/">im Fachmagazin PLoS One 2016</a> publiziert. Die Autoren schreiben:</p>
<blockquote><p>Frauen mit 25(OH)D-Konzentrationen ≥40 ng/ml hatten ein um 67 % geringeres Krebsrisiko als Frauen mit Konzentrationen &lt;20 ng/ml.</p></blockquote>
<p>Natürlich waren die Frauen auch mit 30 ng/ml schon besser dran als mit 20 ng/ml. Aber ≥40 ng/ml war &#8222;mit einer erheblichen Verringerung des Risikos für alle invasiven Krebsarten insgesamt verbunden.&#8220;</p>
<p>Das ist natürlich nicht die einzige Studie, die positive Efffekte bei ≥40 ng/ml Vitamin D findet.</p>
<h2>Jetzt neu: der TARGET-D-Trial</h2>
<p>Gelesen im Wissenschaftsmagazin ScienceDaily.</p>
<p data-start="85" data-end="389">In der <a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2025/11/251110021043.htm">neuen, großen klinischen Studie</a> vom Intermountain Health (Salt Lake City) wurde 630 Menschen, die kürzlich einen Herzinfarkt hatten, entweder eine angepasste Vitamin-D-Dosis oder ein Placebo verabreicht.</p>
<p data-start="85" data-end="389">Ziel war es, die Vitamin-D-Spiegel in der Interventionsgruppe auf ≥40 ng/ml anzuheben.</p>
<blockquote>
<p data-start="85" data-end="389">Da 85 % der Betroffenen zu Beginn unter diesem Wert lagen, benötigten über die Hälfte initial <strong data-start="757" data-end="788">5.000 IE Vitamin D3 täglich</strong> (statt der üblichen 600–800 IE).</p>
</blockquote>
<p data-start="85" data-end="389">Erstaunt stellte man fest: Über eine Zeitspanne von ca. sechs Jahren betrachtet, <strong>halbierte sich das Risiko für einen zweiten Herzinfarkt bei Vitamin D ≥40 ng/ml.</strong> Punkt.</p>
<p data-start="85" data-end="389">Natürlich hat die Studie Limitationen. Natürlich muss weiter getestet werden. Aber an den Haaren herbeigezogen sind sich solche Ergebnisse im Kontext einer großen klinischen Studie natürlich nicht.</p>
<h2 data-start="85" data-end="389">Vitamin D im Detail</h2>
<p data-start="85" data-end="389">Nun muss man einmal genau hinschauen.</p>
<ul>
<li data-start="85" data-end="389">Es wurde individuell dosiert, um wirklich über 40 ng/ml zu kommen.</li>
<li data-start="85" data-end="389">85 % der Herzpatienten lag darunter.</li>
<li data-start="85" data-end="389">Die eingesetzten Dosen lagen teilweise weit über den hiesigen Empfehlungen (5000 IE vs. 800 IE).</li>
<li data-start="85" data-end="389">Die Blutspiegel wurde jahrelang durchgehend getestet.</li>
<li data-start="85" data-end="389">Die eingesetzten Dosen waren sicher.</li>
</ul>
<p>All das findet man bei vielen Studien so nicht. Auch speziell dann nicht, wenn wir über die Vitamin-D-Versorgung in unserer Gesellschaft sprechen. Da ist alles über 800 hochgiftig und &#8230;</p>
<p>Inzwischen wird von Fachgesellschaften sogar abgeraten, den Vitamin-D-Wert zu prüfen. Man weiß also nicht, mit welcher Versorgungslage man es zu tun hat – man steht halt drüber.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Eine der größten endokrinologischen Fachgesellschaften der Welt, die <em>Endocrine Society</em>, rät inzwischen davon ab, Menschen unter 50 auf Vitamin-D-Mangel zu testen. Was für eine Entgleisung.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Dem schließt sich unsere &#8222;wichtigste&#8220; Ernährungsinstitution hierzulande – die DGE – an, und behauptet sogar, dass &#8222;bei einem Großteil der gesunden deutschen Bevölkerung nicht von einem Vitamin-D-Mangel auszugehen ist&#8220;. :-)</p>
<figure id="attachment_324793" aria-describedby="caption-attachment-324793" style="width: 717px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-324793 " title="Vitamin D Ärzte" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/11/Vitamin-D-Aerzte.jpg" alt="Vitamin D Ärzte" width="717" height="599" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/11/Vitamin-D-Aerzte.jpg 1725w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/11/Vitamin-D-Aerzte-300x250.jpg 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/11/Vitamin-D-Aerzte-1024x855.jpg 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/11/Vitamin-D-Aerzte-768x641.jpg 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/11/Vitamin-D-Aerzte-1536x1282.jpg 1536w" sizes="(max-width: 717px) 100vw, 717px" /><figcaption id="caption-attachment-324793" class="wp-caption-text"><strong><em>Man muss sich einfach vorstellen, dass man heutzutage davon abrät, Vitamin-D-Werte zu prüfen, obwohl die Menschen an vorderster Front, die Versorgung der Gesellschaft als unzureichend einschätzen. Unglaubliche Entwicklung. </em></strong></figcaption></figure>
<p>Man muss sich doch immer wieder wundern, warum das, was allgemein so publiziert wird, so selten in wichtigen gesundheitlichen Empfehlungen für die Bevölkerung zu finden ist. Dazwischen liegen bisweilen Welten.</p>
<p>Macht mich zunehmend ratlos.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-40-ng-ml/">Vitamin D: 40 ng/ml</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Inositol bei Insulinresistenz und PCOS</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/blutwerte/inositol-bei-insulinresistenz-und-pcos/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Annika Speidel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jan 2024 17:06:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blutwerte]]></category>
		<category><![CDATA[Frauengesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hormonhaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Nährstoffe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Darf ich vorstellen? Annika. Seit diesem Jahr sozusagen meine rechte Hand bei edubily (und hier). Ich freue mich sehr, dass sie mich bei der fachlichen Arbeit unterstützt. Mehr zu Annika auch unten in der Autorenbox. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Darf ich vorstellen? Annika. Seit diesem Jahr sozusagen meine rechte Hand bei edubily (und hier). Ich freue mich sehr, dass sie mich bei der fachlichen Arbeit unterstützt. Mehr zu Annika auch unten in der Autorenbox. Doch jetzt zum spannenden Inhalt! </span></p>
<hr />
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><a href="https://edubily.de/products/inositol-pulver">Inositol</a> war mal als Vitamin B8 bekannt. Zwar gilt es heute nicht mehr als Vitamin, aber als Nährstoff mit großer Bedeutung für unsere Gesundheit, vor allem im Kontext eines gesunden Kohlenhydratstoffwechsels. Warum Inositol deshalb eine Geheimwaffe bei PCOS ist, erfährst du heute in diesem Artikel.</span></p>
<h2><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Was ist Inositol?</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Inositole sind Zuckeralkohole und <span style="color: #000000;">strukturell eng verwandt mit</span> der Glucose. <span style="color: #000000;">Der atomare Aufbau ist daher sehr ähnlich, und auch optisch sehen die beiden sich sehr ähnlich (Abb. 1).</span></span></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Auch Inositol an sich kann unterschiedlich aussehen – es gibt daher neun verschiedene, sogenannte <em>Stereoisomere</em>, <span style="font-weight: 400;">von denen <strong>Myo-Inositol</strong> (MI) und <strong>D-chiro-Inositol (DCI)</strong> die größte Bedeutung für den menschlichen Körper haben. Myo-Inositol ist die in der Natur am häufigsten vorkommende Form. </span></span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Wichtig: D-Chiro-Inositol wird im Körper über die Epimerase (ein Enzym) aus Myo-Inositol gebildet.  </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Bevor man herausfand, dass der Körper selbst Inositol herstellen kann, wurde es auch als Vitamin B8 bezeichnet. In der frühen Phase der Vitaminforschung, in der Mitte des 19. Jahrhunderts, ging man davon aus, dass Substanzen im Essen, die eine physiologische Bedeutung haben, Vitamine seien – das Vitamin B8 war geboren. Heute weiß man, dass der Körper in der Regel selbst genug Inositol bilden kann. </span></span></p>
<figure id="attachment_323509" aria-describedby="caption-attachment-323509" style="width: 668px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class=" wp-image-323509" title="Inositol vs Glukose" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Inositol-vs-Glukose.png" alt="Inositol vs Glukose" width="668" height="287" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Inositol-vs-Glukose.png 1142w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Inositol-vs-Glukose-300x129.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Inositol-vs-Glukose-1024x439.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Inositol-vs-Glukose-768x330.png 768w" sizes="(max-width: 668px) 100vw, 668px" /><figcaption id="caption-attachment-323509" class="wp-caption-text"><strong><span style="font-family: proxima-nova; font-size: 10pt; color: #000000;"><i>Abb. 1: Myo-Inositol, D-Chiro-Inositol und Glucose im Vergleich.</i></span></strong></figcaption></figure>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Inositol wird für viele Prozesse benötigt, spielt aber eine ganz integrale Rolle bei der Signalweiterleitung von Insulin.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das heißt: <strong>Damit Insulin überhaupt in den Zellen wirken kann, braucht es Inositol (das hatten wir <a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/ohne-inositol-keine-insulin-sensitivitaet/">hier</a> schon mal). </strong>Hierfür baut sich die Zelle zwei Abkömmlinge aus Inositol, die das Insulinsignal innerhalb der Zelle weitergeben und damit verschiedene Prozesse anstoßen. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Es gibt also die folgenden beiden Wege:</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>1. Über Inositol-Phosphoglycane (IPG)</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Wenn Insulin an den Insulinrezeptor an der Zelloberfläche bindet, wird ein Enzym aktiv (die Phospholipase), das Inositol-Phosphoglycane (kurz: IPG), das jetzt noch an der Zellmembran gebunden ist, dort spaltet und somit freisetzt. <strong>Durch IPG versteht die Zelle z. B., dass sie den ankommenden Zucker als Glykogen speichern soll.</strong> Entscheidend! </span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>2. Über Phosphatidylinositol-4,5-Bisphosphat (PIP2)</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Bindet Insulin an den Insulinrezeptor der Zelle, wird eines der wichtigsten Enzyme des &#8222;anabolen Signalwegs&#8220; der Zellen aktiv: <strong>PI3K</strong>. PI3K setzt dann ein in der Membran verankertes Inositolderivat um (PIP2 zu PIP3) – PIP3 wiederum aktiviert <strong>Akt</strong>, das nicht nur dafür sorgt, dass nun Zucker in die Zellen gelangen kann, es aktiviert auch zellaufbauende (anabole) Signalwege in der Zelle. </span></p>
<p><strong><span style="font-family: proxima-nova;">Daher ist Inositol entscheidend dafür, dass der &#8222;anabole Signalweg&#8220; (PI3K/Akt/mTOR) überhaupt funktioniert und Zellen Zucker verarbeiten können. </span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-323521" title="Insulin" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Insulin.png" alt="Insulin" width="2000" height="1000" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Insulin.png 2000w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Insulin-300x150.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Insulin-1024x512.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Insulin-768x384.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Insulin-1536x768.png 1536w" sizes="(max-width: 2000px) 100vw, 2000px" /></p>
<p><strong><span style="font-family: proxima-nova; font-size: 10pt;"><i>Ab<span style="color: #000000;">b.</span> 2: Signalwege von Insulin, an denen Inositole beteiligt sind</i>.<i> Links der Weg über die Inositol-Phosphoglycane, rechts der Weg über PIP2</i>.</span></strong></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Da Inositol das Insulinsignal in der Zelle weitergibt, das heißt, <em>stromabwärts </em>vom Insulinrezeptor wirkt, hat Inositol eine insulinmimetische Wirkung (</span><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">2</span><span style="font-weight: 400;">). <span style="color: #000000;">Daher erhöht Myo-Inositol die Glucoseaufnahme in den Muskel. </span></span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Myo-Inositol ist zudem in der Lage, die Glucoseaufnahme im Zwölffingerdarm durch Konkurrenz um denselben Transporter zu verringern und damit den Anstieg des Blutzuckerspiegels zu reduzieren. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Wir halten fest: </span><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;"><strong>Inositol hat einen vorteilhaften Effekt auf den Glucosestoffwechsel. </strong></span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Einschub: Phytinsäure doch nicht so böse</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Phytinsäure, ein &#8222;Antinährstoff&#8220;, der v. a. in Getreiden, Nüssen und Hülsenfrüchten vorkommt, besteht aus einem Inositol, an welches sechs Phosphate gebunden sind. Oft wird vor Phytinsäure gewarnt, da sie Mineralstoffe bindet und somit deren Aufnahme im Darm verringert. </span></span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Dabei darf man aber nicht vergessen, dass sie uns viel Inositol liefert, was sich wiederum förderlich auf die Blutzuckerregulation auswirkt. Untersuchungen haben gezeigt, dass nur Fasern mit einem hohen Gehalt an Phytinsäure eine <span style="color: #000000;">inverse</span> Korrelation mit Diabetes aufweisen <span style="color: #000000;">– Phytinsäure schützt also vor Diabetes </span>(</span><span style="font-weight: 400;">2).</span><span style="font-weight: 400;"> Die böse Phytinsäure ist zumindest in diesem Kontext sehr nützlich.</span></span></p>
<h2><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Inositol und Insulinresistenz</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Inositol spielt somit eine Schlüsselrolle im funktionierenden Glucosestoffwechsel. Doch wie sieht es aus, wenn der Glucosestoffwechsel gestört ist – wenn also eine Insulinresistenz oder sogar Diabetes vorliegt? </span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Wir erinnern uns an der Stelle nochmal daran, dass Myo-Inositol über das Enzym Epimerase in D-Chiro-Inositol umgesetzt wird. Wichtig zu wissen: <strong>Die Epimerase-Aktivität und somit die Umwandlungsrate ist insulinabhängig. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Jedes Gewebe hat ein bestimmtes Verhältnis von MI zu DCI. Das Verhältnis im Blutplasma und einigen anderen Geweben liegt bei 40:1 (3). </span><span style="font-weight: 400;">In den Organen, die normalerweise gut auf Insulin reagieren sollten (Leber, Fettgewebe, Muskel) braucht es diesen gewissen Anteil an DCI. </span></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Liegt eine Insulinresistenz dieser Gewebe vor, kann Insulin nicht wirken. Folglich wird wird die Epimerase nicht aktiv</span> und es wird weniger DCI aus MI hergestellt. <strong>Das sorgt für eine verminderte DCI/MI-Ratio in </strong></span></span><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Leber, Muskel und Fettgewebe</strong><span style="font-weight: 400;">. Daraus entsteht ein Teufelskreis, denn ohne genug DCI wird die Insulinwirkung noch schlechter. </span></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Zu allem Übel liegt bei Diabetes und Insulinresistenz nicht nur eine Verschiebung des Verhältnisses zwischen DCI und MI vor. Auch zeigt sich in diesen Kontexten ein globaler Mangel an Myo-Inositol. Das hat folgende Ursachen: </span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Verminderte Synthese (verringerte Biosynthese durch verminderte Enzymfunktion)</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Verstärkter Abbau (Hochregulierung des Enzyms, das Myo-Inositol abbaut)</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Verringertes Eindringen in die Zellen (Konkurrenz mit Glucose)</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Größerer Verlust im Urin (Glucose konkurriert mit der Myo-Inositol-Rückresorption in den Nieren)</span></li>
</ul>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Halten wir also an dieser Stelle fest: <strong>Bei Diabetes und Störungen des Glucosestoffwechsels kommt es in Leber, Muskel und Fettgewebe durch die fehlende Insulinwirkung zu einem relativen Mangel an DCI und insgesamt im Körper zu einem Mangel an MI (4). </strong></span></p>
<h2><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Warum Inositol bei PCOS besonders entscheidend ist </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Betrachtet man jetzt die Eierstöcke (Ovarien), wird es noch spannender. Denn dort ist die Lage genau umgekehrt. Ovarien werden nämlich </span><b>nicht</b><span style="font-weight: 400;"> insulinresistent. Das ist bekannt als “DCI-Paradox”</span><span style="font-weight: 400;">(5</span><span style="font-weight: 400;">)</span>.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Hier passiert stattdessen folgendes: Das viele Insulin im Blut, das die Bauchspeicheldrüse aus Verzweiflung ausschüttet, um <span style="color: #000000;">den erhöhten Blutzucker unter Insulinresistenz </span>doch noch irgendwie in die Zellen zu stopfen, trifft die Ovarien mit voller Kraft. Diese sind nämlich im Gegensatz zu Leber, Muskel und Fettgewebe noch insulinsensitiv und werden durch die großen Mengen Insulin überstimuliert. </span></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Die insulinabhängige Epimerase (siehe oben) läuft auf Hochtouren und setzt viel MI zu DCI um, so dass lokal im Ovar ein Mangel an MI und ein Überschuss an DCI entsteht. Die Folge ist an dieser Stelle also eine </span><b>erhöhte DCI/MI Ratio</b><span style="font-weight: 400;"> mit fatalen Folgen für die weibliche Reproduktion (6). </span></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Und damit sind wir auch schon beim Polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) gelandet.</span></span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-323522" title="DCI Paradox" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/DCI-Paradox.png" alt="DCI Paradox" width="2000" height="1000" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/DCI-Paradox.png 2000w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/DCI-Paradox-300x150.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/DCI-Paradox-1024x512.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/DCI-Paradox-768x384.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/DCI-Paradox-1536x768.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 2000px) 100vw, 2000px" /></p>
<p><strong><span style="font-family: proxima-nova; font-size: 10pt;"><i>Abb. 3: Darstellung des DCI-Paradox. Durch die Insulinresistenz entsteht im Insulin-Zielgewebe zu wenig DCI, während im insulinsensitiven Eierstock durch die hohen Insulinspiegel zu viel DCI gebildet wird. </i></span></strong></p>
<h2><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Zu viel Insulin schadet den Eierstöcken</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">PCOS ist die häufigste Hormonstörung bei Frauen im gebärfähigen Alter und der führende Grund für Unfruchtbarkeit. Die Prävalenz variiert je nach Diagnosekriterien und Ethnie und wird für Deutschland von den meisten Autoren auf 4-12 % geschätzt (7). </span><span style="font-weight: 400;">Aber das bildet lediglich die diagnostizierten Fälle ab. </span></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Erschreckenderweise bleibt PCOS laut Schätzungen der WHO in 70 % der Fälle undiagnostiziert (8)! </span><span style="font-weight: 400;">Oft wissen Frauen also gar nicht, dass sie davon betroffen sind und wundern sich, warum sie unreine Haut, Haarausfall, unregelmäßige Zyklen oder gar einen unerfüllten Kinderwunsch haben. </span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">PCOS ist geprägt von unregelmäßigen oder sogar ganz ausbleibenden Eisprüngen sowie erhöhten Androgenen (männliche Hormone). Hierbei spielen Insulinresistenz sowie die beiden Inositole MI und DCI zentrale Rollen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Also, was passiert bei <span style="color: #ff0000;"><span style="color: #000000;">zu viel Insulin</span> </span>im Ovar?</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Durch das DCI-MI-Ungleichgewicht werden weniger Androgene zu Östrogenen umgewandelt, denn DCI hemmt die Aromatase, die genau diese Reaktion katalysiert. <strong>Ein erhöhter Androgenspiegel ist ein Charakteristikum von PCOS. </strong></span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Insulin stimuliert via PI3K die 17α-Hydroxylase, welche die </span><b>Umwandlung von Progestogenen zu Androgene</b><span style="font-weight: 400;"><strong>n</strong> erhöht. Das für die Frau so wichtige Progesteron wird also im Übermaß zu männlichen Hormonen umgebaut. Auch hier wieder: <strong>Mehr Androgene.</strong></span></span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Die verringerten MI-Spiegel können die Eizellqualität beeinträchtigen. </span><b>MI ist wichtig für gute Eizellqualität.</b><span style="font-weight: 400;"> Der Gehalt an MI korreliert mit der Qualität von Eizellen und die Gabe von MI konnte in Studien die Eizellqualität und somit die Fruchtbarkeit von Frauen verbessern (5). </span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Das Verhältnis der Hypophysenhormone LH und FSH, die den Eisprung steuern, gerät durcheinander. Ein Mangel an MI verringert die Wirkung von FSH, dem follikelstimulierenden Hormon. Gleichzeitig erhöht das viele Insulin die Wirkung von LH, dem luteinisierenden Hormon. <span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Somit verschiebt sich das LH/FSH Gleichgewicht zugunsten von LH. Das hat zur Folge, dass die Follikel nicht genug stimuliert werden und sich somit kein dominanter Follikel entwickeln kann. <strong>Ergo, kein Eisprung.</strong></span></span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Neben diesen Mechanismen gibt es noch viele weitere Faktoren, die bei PCOS zur Erhöhung von </span><span style="font-family: proxima-nova;">männlichen Hormonen und dem Ausbleiben des Eisprungs führen, und damit die Fruchtbarkeit der Frau reduzieren. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Eine Insulinresistenz ist eine mögliche Ursache bzw. ein Verstärker von PCOS, kann aber auch die Folge der Krankheit sein. Die genaue Entstehung des Syndroms ist nämlich bis heute noch umstritten. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das alles ist gut zu wissen, aber natürlich soll es in diesem Artikel auch ein paar praktische Tipps geben. </span></p>
<h2><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Wie verbessert man das Inositol-Ungleichgewicht?</span></h2>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Die Lage zur Gabe von DCI ist bisher noch unklar. Einige Studien weisen darauf hin, dass DCI alleine zwar die Marker für Insulinresistenz verbessern kann, auf die Steroidhormonsynthese und die Fruchtbarkeit jedoch keine oder sogar negative Effekte haben kann. Dann wiederum gibt es Studien, die mit niedrigen Dosen DCI den Eisprung wiederherstellen konnten. DCI alleine? Schwierig.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;"><strong>Die Gabe von Myo-Inositol kann hingegen in allen Bereichen sehr vorteilhaft sein, was in vielen Studien bestätigt wurde.</strong> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Denkbar ist folgendes Szenario: Im insulinresistenten Geweben wie Muskel, Leber und Co. führt mehr MI zu einer besseren Insulinwirkung. Dadurch verringert sich die körperweite Insulinresistenz und die Epimerase bekommt wieder das Signal, MI in DCI umzuwandeln, was den Mangel an systemischem DCI wieder auffüllt. <strong>Im Ovar hingegen kann MI die androgenen Effekte des erhöhten DCI-Spiegels ausgleichen und sorgt so für wieder mehr weibliche Hormone. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Leiten wir eine Handlungsempfehlung ab: Sowohl MI als auch Kombinationen aus MI und DCI scheinen gute Wirkungen zu erzielen. Das Verhältnis von MI zu DCI sollte jedoch das physiologische 40:1 Verhältnis nicht unterschreiten, da das sonst die PCOS-Symptomatik sogar verschlimmern kann (9</span><span style="font-weight: 400;">). </span></span><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;"><strong>In den meisten Studien haben sich Dosierungen von 2 x 2 g täglich bewährt. </strong>Das deckt sich mit der Menge, die der Körper selbst (theoretisch) produzieren kann, nämlich bis zu 4 g. </span></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Wermutstropfen: Einige Frauen scheinen “resistent” gegenüber Inositol zu sein. Um das zu umgehen, wurde es zusammen mit α-Lactalbumin (ein Protein im Whey) verabreicht, das als eine Art Carrier fungiert und bei 86 % der inositolresistenten Frauen zu einem Eisprung führte (10). </span><span style="font-weight: 400;">α-Lactalbumin ist das zweithäufigste Molkeprotein in der Milch von Säugetieren. Somit ergibt sich theoretisch ein ganz einfaches Rezept, um den Eisprung wiederherzustellen: </span></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-family: proxima-nova;">Whey-Protein + Inositol</span></strong></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Natürlich sollte man auch über die Ernährung sowie Lifestyle-Interventionen die Insulinresistenz angehen. Aber Inositol könnte dabei wirklich enorm helfen! Speziell bei PCOS. </span></p>
<h2><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Quellen</span></h2>
<ol>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Gambioli, R. </span><i><span style="font-weight: 400;">et al.</span></i><span style="font-weight: 400;"> New Insights into the Activities of D-Chiro-Inositol: A Narrative Review. </span><i><span style="font-weight: 400;">Biomedicines </span></i><b>9</b><span style="font-weight: 400;">, 1378 (2021).</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Bevilacqua, A. &amp; Bizzarri, M. Inositols in Insulin Signaling and Glucose Metabolism. </span><i><span style="font-weight: 400;">Int. J. Endocrinol. </span></i><b>2018</b><span style="font-weight: 400;">, 1968450 (2018).</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Kalra, B., Kalra, S. &amp; Sharma, J. B. The inositols and polycystic ovary syndrome. </span><i><span style="font-weight: 400;">Indian J. Endocrinol. Metab. </span></i><b>20</b><span style="font-weight: 400;">, 720–724 (2016).</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">DiNicolantonio, J. J. &amp; H O’Keefe, J. Myo-inositol for insulin resistance, metabolic syndrome, polycystic ovary syndrome and gestational diabetes. </span><i><span style="font-weight: 400;">Open Heart </span></i><b>9</b><span style="font-weight: 400;">, e001989 (2022).</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Carlomagno, G., Unfer, V. &amp; Roseff, S. The D-chiro-inositol paradox in the ovary. </span><i><span style="font-weight: 400;">Fertil. Steril. </span></i><b>95</b><span style="font-weight: 400;">, 2515–2516 (2011).</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Heimark, D., McAllister, J. &amp; Larner, J. Decreased myo-inositol to chiro-inositol (M/C) ratios and increased M/C epimerase activity in PCOS theca cells demonstrate increased insulin sensitivity compared to controls. </span><i><span style="font-weight: 400;">Endocr. J. </span></i><b>61</b><span style="font-weight: 400;">, 111–117 (2014).</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS) &#8211; Reproduktionsmedizin &#8211; eMedpedia. </span><i><span style="font-weight: 400;">springermedizin.de </span></i><span style="font-weight: 400;">https://www.springermedizin.de/emedpedia/reproduktionsmedizin/polyzystisches-ovarsyndrom-pcos?epediaDoi=10.1007%2F978-3-662-55601-6_7.</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Polycystic ovary syndrome. https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/polycystic-ovary-syndrome.</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Bizzarri, M., Monti, N., Piombarolo, A., Angeloni, A. &amp; Verna, R. Myo-Inositol and D-Chiro-Inositol as Modulators of Ovary Steroidogenesis: A Narrative Review. </span><i><span style="font-weight: 400;">Nutrients </span></i><b>15</b><span style="font-weight: 400;">, 1875 (2023).</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Montanino Oliva, M., Buonomo, G., Calcagno, M. &amp; Unfer, V. Effects of myo-inositol plus alpha-lactalbumin in myo-inositol-resistant PCOS women. </span><i><span style="font-weight: 400;">J. Ovarian Res. </span></i><b>11</b><span style="font-weight: 400;">, 38 (2018).</span></span></li>
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		<title>Arme Mütter</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/blutwerte/arme-muetter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Dec 2023 11:28:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blutwerte]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Mikronährstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Vegan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich behaupte einfach mal, dass viele Mütter bzw. &#8222;-to be&#8220; es wirklich gut meinen und sich nur das Beste für sich und das Kind wünschen. Gäbe es da nicht größenwahnsinnige Ideen, die die Welt retten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich behaupte einfach mal, dass viele Mütter bzw. &#8222;-to be&#8220; es wirklich gut meinen und sich nur das Beste für sich und das Kind wünschen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Gäbe es da nicht größenwahnsinnige Ideen, die die Welt retten sollen und die sich auch in den Köpfen vieler wohlmeinender Eltern festsetzen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das hatten wir <a href="https://genetisches-maximum.de/zink/neue-studie-das-paradebeispiel/">hier</a> so zusammengefasst:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Wir machen moderne, hoch entwickelte, vergleichsweise gut versorgte westliche Populationen zu Entwicklungsländern in der Nährverstoffversorgung. Haarsträubend, unwirklich, stümperhaft, um nicht zu sagen: dumm.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dieser Schluss fußt auf der logischen Folge, dass westliche Länder bei der Nährstoffversorgung genau die gleichen Probleme wie &#8222;Entwicklungsländer&#8220; bekommen werden, wenn man hier so essen soll wie es Menschen dort gezwungenermaßen tun.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Nämlich tierproduktarm. </strong>Das wird heute nämlich so ein bisschen als &#8222;einheitliche Feldtheorie der Weltgesundheit&#8220; verkauft (doch, doch).</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Schwangeren fehlt Cholin</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Erste Folgen dieser Ideologie hatte ein Team um Merle Roeren, damals Institut für Ernährungsmedizin der Uni zu Lübeck, in einer wichtigen <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36432547/">Studie</a> zur Cholinversorgung bei Schwangeren in Deutschland aufgezeigt.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Nur 7 % erreichten die für die Kindesentwicklung so wichtige Cholinzufuhr. <strong>Im Mittel lag die Zufuhr nahezu 50 % unter der empfohlenen Zufuhr (480 mg). </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Vegetarisch und vegan lebende Frauen führten jedoch nochmal 25 % weniger zu als omnivor lebende Frauen. Wohlgemerkt: Die meisten Frauen essen ohnehin nicht viel Fleisch und Co.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Der Punkt ist nur, dass es bis auf wenige Ausnahmen (Soja- bzw. Sonnenblumenlecithin) keine wirklich guten Cholinquellen bei einer überwiegend oder gänzlich pflanzenbasierten Ernährung gibt.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Auf der anderen Seite kommt Cholin ziemlich <strong>ubiquitär in tierischen Lebensmitteln</strong> vor und kann schon durch die Zufuhr von 1-2 Eiern pro Tag (ca. 150-300 mg Cholin) zum Großteil gedeckt werden.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Autoren ließen folgerichtig verlauten:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Aufgrund der Bedeutung von Cholin für die Entwicklungsprozesse während der Schwangerschaft belegen die Studienergebnisse die dringende Notwendigkeit einer verbesserten Cholinzufuhr für Schwangere.</span></p></blockquote>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Brandneu: Nährstoffversorgung bei Schwangeren schlecht</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In einer <a href="https://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1004260">hochwertigen Studie</a> mit über 1700 schwangeren Frauen, die gerade im Fachmagazin <em>PLOS Medicine</em> veröffentlicht wurde, zeigen die Forscher:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">&#8230; dass neun von zehn Frauen zum Zeitpunkt der Empfängnis nur geringe oder niedrige Werte von Folat, Riboflavin, Vitamin B12 und D aufwiesen und dass viele von ihnen in der Spätschwangerschaft einen Vitamin-B6-Mangel entwickelten.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Einige dieser Stoffe kommen hauptsächlich in Tierprodukten vor – ein Mangel müsste demnach nicht sein. Der Lead-Autor der Studie beschwert sich:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Wenn wir weiterhin zu einer Ernährung mit weniger Fleisch und Milchprodukten übergehen und damit die Zufuhr von Mikronährstoffen, die für die Entwicklung eines Kindes wichtig sind, verringern, wird der Vitaminmangel weiter zunehmen, es sei denn, die Frauen nehmen mehr Nahrungsergänzungsmittel zu sich oder werden durch gezielte Beratung über nährstoffreiche Lebensmittel unterstützt</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Heißt: Die Ernährung vieler Frauen ist aktuell ohnehin schon nährstoffarm. <strong>Die Wissenschaftler befürchten, dass sich dieses Problem </strong><strong>unter tierproduktarmen Ernährungen noch verschlimmern wird. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Autoren kommentieren die Ergebnisse der Arbeit genau so, wie ich diesen Artikel begonnen habe: Diese Nährstoffmängel, die sich eigentlich vorrangig in &#8222;unterentwickeln Ländern&#8220; finden, betreffen mittlerweile leider auch &#8222;die Mehrheit der Frauen&#8220; in westlichen, vermeintlich gut entwickelten Gefilden.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Wer die Realität nicht akzeptiert&#8230;</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Es ist einfach nur eine Tragik. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Menschen glauben, sie könnten durch ein Verzicht auf Tierprodukte, durch Reduktion ihres &#8222;Kohlenstofffußabdrucks&#8220;, etwas zur Klimarettung beitragen. <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/co2-wer-rechnen-kann/">Weit gefehlt</a>.</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Sie stellen ihre Vorstellung von Tierethik über Menschenethik. Denn ganz offensichtlich ist ihnen das Kuhleben wichtiger als ein gut entwickeltes eigenes Kind.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Könnte ich es mir aussuchen, würde ich auch gerne so leben wollen wie ein Gorilla.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Wohlgemerkt: Dass ein Gorilla bei 20 kg Grünzeugzufuhr pro Tag erhebliche Mengen Insekten schluckt und so leider gar kein Beispiel für einen Vorzeige-Veganer ist, mal außen vor gelassen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">&#8222;Leider&#8220; sind wir Mensch (= dreimal größeres Gehirn als andere Menschenaffen) geworden, <em>weil</em> irgendein Frühmensch auf die Idee gekommen ist, vermehrt Tierprodukte zu essen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Einsicht hätte man ziemlich schnell, würde man ein paar Wochen in der Wildbahn leben müssen. In der warmen Großstadtwohnung lässt sich darüber natürlich ganz anders philosophieren.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Mit fatalen Folgen für die nächste Generation.</strong> Die Empörung liest man hier nur heraus, weil es einfach so traurig ist, wie verblendet Menschen handeln können.</span></p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/arme-muetter/">Arme Mütter</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Wenn eine Arbeit zu *Taurin* in Science erscheint&#8230;</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/blutwerte/wenn-eine-arbeit-zu-taurin-in-science-erscheint/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jun 2023 16:09:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aminosäuren]]></category>
		<category><![CDATA[Blutwerte]]></category>
		<category><![CDATA[Mitochondrien]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Zellgesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8230; weißt du, dass was Großes gezeigt wurde. Schließlich gehört Science aktuell zu den Top-3-Fachmagazinen der Welt! Und dort landet eine Arbeit zu Taurin? Wait&#8230; what? Das Stierhodenzeug im Energydrink?  Das ist Taurin  Taurin ist [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">&#8230; weißt du, dass was Großes gezeigt wurde. Schließlich gehört <em>Science</em> aktuell zu den Top-3-Fachmagazinen der Welt!</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und dort landet eine Arbeit zu Taurin? Wait&#8230; what? Das Stierhodenzeug im Energydrink? </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Das ist Taurin </strong></span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Taurin ist die Amino<span style="text-decoration: underline;">sulfon</span>säure – also eine Aminosäuren-ähnliche, schwefelhaltige Substanz –, die sehr reichlich im Körper &#8230; und genauso reichlich in Energydrinks vorkommt. Warum? Weil Taurin die stressinduzierten Effekte von hohen Dosen Koffein hemmen kann.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">edubily-Leser kennen Taurin bestens:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Es schützt die Gefäße</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Es schützt die Leber, die Muskeln und das Gehirn</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Es ist essentiell für die Fettverbrennung</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">&#8230; und damit für die Ausdauerleistung des Muskels</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Es verbessert die Insulinwirkung</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Es ist essentiell für die Fruchtbarkeit</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Vergessen wollen wir auch nicht <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19239132/">die Arbeiten von Yukio Yamori</a>, ein japanischer Langlebigkeitsforscher. Der konnte zeigen: <strong>Je mehr Taurin Menschen auspinkeln, umso seltener sterben sie an ischämischen Herzkreislauferkrankungen (Schlaganfall &amp; Herzinfarkt). </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-322772 aligncenter" title="taurin sterblichkeit von ischämischen herzkrankheiten" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/taurin-sterblichkeit-von-ischaemischen-herzkrankheiten-1024x680.png" alt="taurin sterblichkeit von ischämischen herzkrankheiten" width="551" height="366" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/taurin-sterblichkeit-von-ischaemischen-herzkrankheiten-1024x680.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/taurin-sterblichkeit-von-ischaemischen-herzkrankheiten-300x199.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/taurin-sterblichkeit-von-ischaemischen-herzkrankheiten-768x510.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/taurin-sterblichkeit-von-ischaemischen-herzkrankheiten-1536x1021.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/taurin-sterblichkeit-von-ischaemischen-herzkrankheiten-2048x1361.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 551px) 100vw, 551px" /></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Der Urin-Taurin-Gehalt spiegelt direkt die Versorgung dieses Zauberstoffs wider. Eine Verdreifachung der Taurinausscheidung war mit einer Reduktion der Sterblichkeit um rund 85 %<span class="Apple-converted-space"> verbunden – das alleine könnte die enorme Diskrepanz zwischen Europäern und Japanern in dieser Hinsicht erklären. </span></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und so weiter – kurz: Taurin ist eine &#8222;sehr essentielle Amino(sulfon)säure des Körpers&#8220; (<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3501277/">Ripps &amp; Shen 2012</a>). Aufgearbeitet haben wir all das in den vier folgenden Artikeln hier im Blog, lesenswert!</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Taurinmangel macht Männer unfruchtbar (<a href="https://genetisches-maximum.de/aminosaeuren/taurin-mangel-macht-maenner-unfruchtbar/">klick</a>)</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Superstar Taurin: Die wichtigste Aminosulfonsäure? (<a href="https://genetisches-maximum.de/aminosaeuren/superstar-taurin-die-wichtigste-aminosulfonsaeure/">klick</a>)</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Der Carnivor-Mensch: So wichtig ist Taurin (<a href="https://genetisches-maximum.de/vegan/taurin-vegan/">klick</a>)</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Taurin – Viel mehr als Stierhoden (<a href="https://genetisches-maximum.de/aminosaeuren/taurin-stierhoden/">klick</a>)</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Wichtige Randnotiz auch: Der Körper ist aus genetischen Gründen limitiert darin, Taurin selbst zu bilden. Nötig dafür sind auch die Nährstoffe Methionin bzw. Cystein, Vitamin B6 und Zink – Taurin kommt <em>nur</em> in Tierprodukten, speziell in Meeresfrüchten, vor, weshalb Veganer eine durchweg schlechtere Versorgung zeigen.</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Taurin ist eine der am häufigsten vorkommenden Aminosäuren im Gehirn und Rückenmark, in Leukozyten, Herz- und Muskelzellen, in der Netzhaut und in fast allen Geweben des Körpers. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die <em>CSD</em>-Aktivität, das ratenlimitierende Enzym bei der Biosynthese von Taurin ist bei Katzen, aber auch bei Menschen und anderen Primaten sehr niedrig, aber die Zufuhr von Fleisch und Meeresfrüchten &#8211; oder Taurinpräparaten &#8211; trägt zur Aufrechterhaltung normaler Taurinkonzentrationen im Gewebe bei. </span></p></blockquote>
<p>(vgl. <span style="font-family: proxima-nova;"><a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3501277/">Ripps &amp; Shen 2012</a>)</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Die neue Studie</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">&#8230; der Marke: Besonders wertvoll. Unter Federführung der Columbia University (New York) haben mehr als 50 Forscher(-Teams) an dieser großen Studie mitgearbeitet, darunter auch Forscher der TU München, Deutschland. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Sie zeigt: Ein Mangel an Taurin ist <strong>eine Triebfeder des Alterns bei Tieren</strong>, also auch bei Menschen. Und genauso titelt sie auch: <em>Taurine deficiency as a driver of aging</em>. Die Erkenntnisse sind so faszinierend, dass man sie unbedingt kennen sollte.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Hintergrund ist, dass in den vergangenen zwei Jahrzehnten sehr intensiv nach Maßnahmen gesucht wird, die unsere Gesundheit nicht nur verbessern, sondern sowohl die Lebens- als auch Gesundheitsspanne verlängern. <strong>Denn Menschen wollen nicht nur länger leben, sie wollen dabei auch gesünder altern. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Thema dieses Blogs. Die Forscher erklären, dass mittlerweile viele Moleküle entdeckt wurden, die im Blut zirkulieren und mit dem Altern in Verbindung stehen. Auch hier sind edubily-Leser bestens informiert. Die Frage ist immer nur: Haben die Faktoren korrelativen oder kausalen Charakter?</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Der Studienleiter Vijay K. Yadav, Assistenzprofessor an der Columbia University, wurde auf Taurin aufmerksam, als er entdeckte, dass die Aminosulfonsäure <strong>eine Rolle beim Knochenerhalt spielt</strong> – zeitgleich fanden andere Forscher heraus, dass<strong> der Taurinspiegel das Immunsystem, den Energiestoffwechsel und die Funktion des Nervensystems beeinflusst. </strong></span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Wir erkannten, dass, wenn Taurin all diese Prozesse reguliert, die mit dem Alter abnehmen, der Taurinspiegel im Blut vielleicht die allgemeine Gesundheit und die Lebenserwartung beeinflusst.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Idee zu dieser bahnbrechenden Studie war geboren! (vgl. &#8222;Taurine may be a key to longer and healthier life&#8220;, <a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2023/06/230608195654.htm">Sciencedaily</a>) </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Die Ergebnisse </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Zunächst fanden die Forscher heraus, dass der Tauringehalt bei Mäusen, Rhesusaffen und Menschen im Alter abnimmt. <strong>Im Vergleich zu jüngeren Menschen, weisen ältere Menschen einen rund 80 % geringeren Taurinspiegel im Blut auf.</strong> Diese Beobachtung veranlasste die Forscher dazu, zu analysieren, ob Taurin direkt bei Alterungsprozessen involviert ist.</span></p>
<figure id="attachment_322788" aria-describedby="caption-attachment-322788" style="width: 781px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/mensch-affe-taurinspiegel-alt-vs-jung.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-322788" title="mensch affe taurinspiegel alt vs jung" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/mensch-affe-taurinspiegel-alt-vs-jung.png" alt="mensch affe taurinspiegel alt vs jung" width="781" height="291" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/mensch-affe-taurinspiegel-alt-vs-jung.png 1448w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/mensch-affe-taurinspiegel-alt-vs-jung-300x112.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/mensch-affe-taurinspiegel-alt-vs-jung-1024x382.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/mensch-affe-taurinspiegel-alt-vs-jung-768x286.png 768w" sizes="auto, (max-width: 781px) 100vw, 781px" /></a><figcaption id="caption-attachment-322788" class="wp-caption-text"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong><em>Sowohl bei alten Rhesusaffen (links) als auch bei älteren Menschen (rechts) ist der Taurinspiegel im Blut minimiert. </em></strong></span></figcaption></figure>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Gestartet wurde mit 250 14 Monate alten, männlichen und weiblichen Mäusen (entspricht etwa 45 Jahre bei Menschen), denen bis zu ihrem Lebensende Taurin verabreicht wurde. Dadurch wurden die gleichen Taurinwerte erreicht, die man auch bei Jungtieren sieht.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Resultat: <strong>Die durchschnittliche Lebenserwartung bei weiblichen Mäusen stieg um 12 % und bei männlichen Mäusen um 10 %.</strong> Das entspreche sieben bis acht Menschenjahren, so die Autoren. Auch der Fadenwurm reagiert auf die Tauringabe <em>dosisabhängig</em> mit einer Erhöhung der mittleren und maximalen Lebensspanne.</span></p>
<figure id="attachment_322790" aria-describedby="caption-attachment-322790" style="width: 2492px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/lebensspanne-maeuse.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-322790 size-full" title="lebensspanne mäuse" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/lebensspanne-maeuse.png" alt="lebensspanne mäuse" width="2492" height="588" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/lebensspanne-maeuse.png 2492w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/lebensspanne-maeuse-300x71.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/lebensspanne-maeuse-1024x242.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/lebensspanne-maeuse-768x181.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/lebensspanne-maeuse-1536x362.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/lebensspanne-maeuse-2048x483.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 2492px) 100vw, 2492px" /></a><figcaption id="caption-attachment-322790" class="wp-caption-text"><strong><em>Die Tauringabe (orange) erhöht die Lebenserwartung von weiblichen (D, links) und männlichen Mäusen (E, rechts) im Vergleich zur Kontrollgruppe (blau).</em></strong></figcaption></figure>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Als Folge wurden weitere Forscher hinzugezogen, um die Taurineffekte genauer zu untersuchen. Dabei wurden Mäuse in der zweiten Lebenshälfte mit Taurin supplementiert und im Alter von zwei Jahren (= 60 Menschenjahre) untersucht. Fazit: <strong>Die Tiere waren in fast jeder Hinsicht gesünder als die nicht-supplementierte Kontrollgruppe.</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Taurin verbesserte sämtliche Parameter:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Taurin unterdrückte die <strong>altersbedingte Fettzunahme</strong> bei weiblichen Mäusen</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">In &#8222;postmenopausalen&#8220; Mäusen heilte Taurin sogar <strong>Osteoporose</strong></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Taurin verringerte die <strong>Fettmasse</strong> auch bei männlichen älteren Mäusen</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Die Aminosulfonsäure erhöhte den <strong>Energieverbrauch</strong> deutlich</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Sie steigerte die <strong>Knochenmasse</strong>, die <strong>Muskelausdauer und -kraft</strong></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Sie verringerte <strong>depressive und ängstliche Verhaltensweisen</strong></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Sie verbesserte die <strong>Insulinwirkung</strong></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">In der Hochdosisgruppe verjüngte sich auch das <strong>Immunsystem</strong> deutlich</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Neben weiteren Effekten. Die Autoren stellen fest:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Tiere lebten nicht nur länger. Sie waren auch gesünder.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In unserer Sprache: Sowohl die Lebens- als auch die Gesundheitsspanne erhöhten sich. Der Traum eines jeden Menschen, der sich mit Prävention befasst.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Um zu verstehen, warum Taurin einen so großen Einfluss auf diverse Gesundheitsparamter hat, untersuchten die Forscher auch die zellulären Effekte. Dort ließen sich die verjüngenden Effekte durch Taurin gleichermaßen nachvollziehen: </span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Die Zahl an alten &#8222;Zombiezellen&#8220;, die nicht mehr ordentlich funktionieren und damit krankmachender &#8222;Abfall&#8220; sind, sank deutlich</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Tiere mit genetischem Taurinmangel hatten u. a. aufgrund der starken Anreicherung von diesen kaputten Zellen eine drastisch verkürzte Lebensspanne</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Taurin steigerte die Überlebensrate bei Telomerase-Mangel – die Telomerase ist ein Enzym, das die Schutzkappen der DNA erneuert und Zellen somit vor dem zu frühen Tod schützt</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Die Zahl der Stammzellen erhöhte sich in einigen Geweben</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Die Leistung der Mitochondrien verbesserte sich</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">DNA-Schäden wurden durch Taurin minimiert und DNA-geschädigte Mäuse überlebten besser</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Entzündungsbotenstoffe minimierten sich durch Taurin</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Das Nutrientsensing der Zellen der verbesserte sich</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>In weiteren Forschungen konnten eine Vielzahl dieser Effekte an Rhesusaffen mittleren Alters bestätigt werden</strong>: Dort verbesserte die sechsmonatige Tauringabe u. a. das Körpergewicht, den Nüchternblutzucker, Marker für Leberschäden, die Knochendichte, die Gesundheit des Immunsystems und Marker für die Mitochondriengesundheit.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Weiterführende Forschungen an Menschen</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Doch das war nicht alles. In einer weiterführenden Studien untersuchten die Wissenschaftler etwa 50 Gesundheitsparameter bei 12.000 europäischen Erwachsenen im Alter von 60 Jahren und darüber. Auch hier gab es spannende Korrelationen. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Menschen mit höherem Taurinspiegel schienen gesünder zu sein – sie litten seltener <strong>an Typ-2-Diabetes, waren weniger fettleibig, hatten weniger Bluthochdruck und geringere Entzündungswerte. </strong>Die Autoren folgern: &#8222;Die Ergebnisse stimmen mit der Möglichkeit überein, dass Taurinmangel zur Alterung des Menschen beiträgt.&#8220;</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Darüber hinaus spekulierten die Forscher, dass Sport Einfluss auf den Taurinhaushalt haben könnte.</strong> Drum ließen sie in einer weiteren Studie Nichtsportler, Sprinter, Ausdauer- und Kraftsportler eine Sporteinheit auf dem Ergometer absolvieren und analysierten danach den Taurinspiegel der Probanden. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das Resultat war spannend: <strong>Bei allen Probanden stieg der Taurinwert im Blut um rund 16 % an.</strong> Das heißt, Sport erhöht offenbar den Taurinspiegel, weshalb die Autoren folgern, &#8222;dass ein Teil der gesundheitlichen Wirkung des Trainings auf eine Erhöhung des Taurinspiegels zurückzuführen sein könnte&#8220;. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Freilich braucht es an der Stelle weitere RCT-Studien, die die Effekte von Taurin in Menschen genauer charakterisieren. Wie immer gilt hier leider auch: Wir sprechen nicht von Medikamenten, sondern von Nährstoffen mit großem Einfluss auf die (langfristige) Gesundheit. Hier sind RCTs aufgrund ihrer sehr selektiven Charakters eher nicht die beste Studienstruktur. </span></p>
<figure id="attachment_322793" aria-describedby="caption-attachment-322793" style="width: 777px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/so-wirkt-taurin.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-322793" title="so wirkt taurin" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/so-wirkt-taurin-1024x610.png" alt="so wirkt taurin" width="777" height="463" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/so-wirkt-taurin-1024x610.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/so-wirkt-taurin-300x179.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/so-wirkt-taurin-768x458.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/so-wirkt-taurin.png 1456w" sizes="auto, (max-width: 777px) 100vw, 777px" /></a><figcaption id="caption-attachment-322793" class="wp-caption-text"><strong><em>Taurin beeinflusst eine Vielzahl an zellulären Prozessen, die in direkter Verbindung mit Alterung bzw. altersbedingtem Funktionsverlust stehen. </em></strong></figcaption></figure>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Schlussworte</strong> und Ausblick </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Taurin hat es auf den Olymp der vielversprechenden Ansätze zum Ausbremsen der Alterung geschafft, steht nun offenbar auf einer Stufe mit Metformin (AMPK-Aktivator), Rapamycin (mTOR-Hemmer) und <a href="https://genetisches-maximum.de/energiehaushalt/nicotinamidadenindinukleotid/">NAD-Analoga</a> – alles vielversprechende &#8222;Anti-Aging-Substanzen&#8220;, die schon in klinischen Studien getestet werden. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Taurin habe jedoch einige Vorteile, so Yadav: <strong>Taurin wird auf natürliche Weise in unserem Körper produziert, es kann auf natürliche Weise mit der Nahrung aufgenommen werden, es hat keine bekannten toxischen Wirkungen und es kann durch Sport erhöht werden. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Tatsächlich geht es hier ja um etwas anderes: Offenbar ist Taurin eine Art Nadelöhr, wenn es darum geht, die Funktion diverser Gewebe aufrechtzuerhalten. Durch eine rechtzeitige Taurinzufuhr und das Korrigieren dieses Abfalls würde man die Funktion diverser Gewebe einfach &#8230; wiederherstellen. </span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Der Tauringehalt nimmt mit dem Alter ab, so dass die Wiederherstellung eines jugendlichen Taurinspiegels im Alter eine vielversprechende Anti-Aging-Strategie sein könnte.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Auf Basis dieses Gedankens sollte man sich fragen, ob wir überhaupt ein richtiges Bild des Alterns haben? Denn Alterung, wie wir den Prozess heute verstehen, heißt &#8222;ab 30 geht&#8217;s bergab&#8220; – vielleicht heißt normale Alterung jedoch, dass die Gesundheit eigentlich ganz natürlich bis ins hohe Alter erhalten bleibt. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Auch das ist natürlich kein neuer Gedanke ;-) Eher eine Art rhetorische Frage. Die übrigens und lobenswerter Weise schon auf einem Seminar bei einem Arzt aus Roth vor vielen, vielen Jahren genauso frech gestellt und beantwortet wurde. </span></p>
<figure id="attachment_322791" aria-describedby="caption-attachment-322791" style="width: 535px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-322791 " title="lebensspanne vs healthspanne" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/lebensspanne-vs-healthspanne-1024x705.png" alt="lebensspanne vs healthspanne" width="535" height="368" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/lebensspanne-vs-healthspanne-1024x705.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/lebensspanne-vs-healthspanne-300x207.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/lebensspanne-vs-healthspanne-768x529.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/lebensspanne-vs-healthspanne.png 1476w" sizes="auto, (max-width: 535px) 100vw, 535px" /><figcaption id="caption-attachment-322791" class="wp-caption-text"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong><em>Ein gutes (rot) vs. schlechtes (= normales) Altern (schwarz) dargestellt auf Basis einer Skala, bei der jedes Lebensjahr numerisch nach Gesundheitskriterien bewertet wird. Beide Individuen werden 83 Jahre alt. Gute Alterung heißt, dass wesentliche Gesundheitsmarker erst gegen Ende des Lebens stark abfallen – &#8222;ab 30 geht&#8217;s bergab&#8220; gilt hier eher nicht ;-) (<a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s11357-018-0036-9">Quelle</a>) </em></strong></span></figcaption></figure>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>PS:</strong> Die armen Veganer wissen einfach (noch) nicht, was sie sich antun. Denn dooferweise ist der Mensch ziemlich schlecht darin, Taurin selbst zu bilden. Gute Spiegel wird es nur über&#8217;s Essen geben und da sind Tier- aber speziell Fischesser im klaren Vorteil, denn Taurin kommt im Wiederkäuerfleisch, aber vor allem in Meeresfrüchten sehr reichlich vor. Wie unfassbar triefend ideologische Verblendungen sind, erkennt man leider daran, dass ein an der Studie teilnehmender Wissenschaftler der TU München per Twitter direkt klarstellen musste: </span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-322795  aligncenter" title="taurin veganer" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/taurin-veganer-1024x486.png" alt="taurin veganer" width="596" height="283" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/taurin-veganer-1024x486.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/taurin-veganer-300x142.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/taurin-veganer-768x365.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/06/taurin-veganer.png 1188w" sizes="auto, (max-width: 596px) 100vw, 596px" /></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Heißt: Wir haben zwar bewiesen, dass niedrige Taurinspiegel schlecht sind und mehr Taurin gut ist. Wir wissen auch, dass Veganer die Taurinspiegel eines alten Menschen haben. Aber natürlich heißt das nicht, dass Veganismus nicht auch gesund sein kann &#8230; ;-) Genau so läuft das heutzutage mit der Argumentation. </span></p>
<p>PSII: Hier gibt&#8217;s ein nettes Kurzfilmchen zur Studie ;-)</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/wenn-eine-arbeit-zu-taurin-in-science-erscheint/">Wenn eine Arbeit zu *Taurin* in Science erscheint…</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/blutwerte/wenn-eine-arbeit-zu-taurin-in-science-erscheint/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Wer braucht &#8222;Extra-Vitamine&#8220;?</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/blutwerte/wer-braucht-extra-vitamine/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/blutwerte/wer-braucht-extra-vitamine/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Dec 2022 10:47:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blutwerte]]></category>
		<category><![CDATA[Mikronährstoffe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=321806</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wenn es nach den hiesigen Medien geht, braucht niemand &#8222;Extra-Vitamine&#8220;. Im Gegenteil, Extra-Vitamine – so scheint es – lassen eher früher ableben. Eigentlich völlig Banane der Gedanke, nicht wahr? Also es gibt im Alltag ungefähr [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/wer-braucht-extra-vitamine/">Wer braucht „Extra-Vitamine“?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn es nach den hiesigen Medien geht, braucht niemand &#8222;Extra-Vitamine&#8220;. Im Gegenteil, Extra-Vitamine – so scheint es – lassen eher früher ableben.</p>
<p>Eigentlich völlig Banane der Gedanke, nicht wahr? Also es gibt im Alltag ungefähr 1239812308 Dinge, die wirklich früher ableben lassen könnten. Alleine wenn der hippe Kommunikationswissenschaftler aus Berlin die 400 m Luftlinie zum Büro durch die Stadt geht, hat er ja schon mehr Feinstaub und gesundheitsschädliche Kleinstteilchen eingeamtet als ein Landei im ganzen Jahr. Achtung, Überspitzung!</p>
<p style="padding-left: 40px;">Inhaltlich kein Witz. Die WHO hat das lange unterschätzt. Erst neulich kam <a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2022/11/221109184917.htm">ein WHO-Report</a> zum Schluss, dass schon die als vormals ungefährlich geltendenen Werte der Luftverschmutzung nun doch sehr krank machen und so jedes Jahr weltweit bis zu 1,5 Millionen zusätzliche Todesfälle verursachen. Oh! Da lohnt sich die FFP2-Maske sogar im Freien.</p>
<p><strong>Vitamine aber, die also in normalen Mengen – was das sein soll, dazu gleich mehr – ja überhaupt erst Gesundheit erlauben, sollen dann in etwas höheren Dosen krank machen.</strong> Wohlgemerkt: In Deutschland. Wo also die Grünen hart daran arbeiten, erlaubte Dosen in NEM noch weiter zu senken. Weil ja das BfR nicht konservativ genug ist. <a href="https://www.klartext-nahrungsergaenzung.de/sites/default/files/2021-04/Hoechstmengen_Europa_April%202021.pdf">Alle anderen EU-Länder sind weitaus lieberaler</a> – sogar mit gesetzlich festgeschrieben Höchstmengen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-321821 aligncenter" title="Bildschirmfoto 2022 12 01 um 11.48.20" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-11.48.20-1024x236.png" alt="Bildschirmfoto 2022 12 01 um 11.48.20" width="638" height="147" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-11.48.20-1024x236.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-11.48.20-300x69.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-11.48.20-768x177.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-11.48.20.png 1196w" sizes="auto, (max-width: 638px) 100vw, 638px" /></p>
<h2>Einführung: Das Beispiel Selen</h2>
<p>Wie dem auch sei. In Deutschland haben wir eine völlig falsche Vorstellung davon, was &#8222;Extra-Vitamine&#8220; sind und was sie im Körper bewirken. <strong>Denn quasi alle Empfehlungen, die uns von deutschen Institutionen angeboten werden, leiten sich nicht etwa von Messungen im Blut ab, sondern an Schätzungen bzw. Interviews und Fragebögen – das beste Beispiel ist die Nationale Verzehrsstudie II. </strong>Auch schon wieder uralt inzwischen.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Deutschland fällt mit Blick auf Statistiken und Messungen immer negativ auf. Vielleicht tun wir Deutschen uns schwer beim Rechnen, man weiß es nicht. Doch genauso mangelhaft wie die Datenerfassung im Zuge der Pandemie war, so schlecht ist auch die Datenerfassung bei der Versorgungssituationen der eigenen Bevölkerung mit Mikronährstoffen. Hier gilt: <strong>Schätzen geht über Wissen. </strong></p>
<p><strong>Was das konkret bedeutet und wieso es zu immensen Diskrepanzen zwischen Theorie und Praxis kommen kann, will ich hier mal beispielhaft am Selen erläutern.</strong> Selen. Dazu brauchen wir zunächst einmal Kennzahlen:</p>
<ul>
<li>In Deutschland liegt der durchschnittliche Selenspiegel im Serum bei 60-80 µg/L. (<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6247545/">Q</a>)</li>
<li>Die tägliche Zufuhr beläuft sich bei Erwachsenen – schätzungsweise! – auf 30 bis ca. 70 µg pro Tag. <a href="https://www.dge.de/wissenschaft/faqs/selen/">Die DGE stellt selbst klar</a>, dass es &#8222;zur Selenzufuhr in Deutschland keine aktuellen Daten gibt&#8220;. Drum bedienen die sich bei der EFSA.</li>
<li>Seit quasi Jahrzehnten ist klar, dass der Optimalspiegel von Selen bei ca. 100-130 µg/L liegt. Erst in diesem Bereich funktionieren alle Selenoproteine im Optimum. (<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6247545/">Q</a>, <a href="https://academic.oup.com/ajcn/article/91/4/923/4597340">Q</a>)</li>
<li>Unsere Ernährung bräuchte etwa 50-100 µg pro Tag oben drauf, um in diese Bereiche zu kommen. (<a href="https://academic.oup.com/ajcn/article/91/4/923/4597340">Q</a>)</li>
<li>Vom BfR zusätzlich in NEM &#8222;erlaubt&#8220; sind in Deutschland jedoch lediglich 45 µg. (<a href="https://www.bfr.bund.de/cm/343/hoechstmengenvorschlaege-fuer-selen-in-lebensmitteln-inklusive-nahrungsergaenzungsmitteln.pdf">Q</a>)</li>
</ul>
<p>Also, alleine auf Basis dieser einfachen Feststellungen, würde man ja sofort erkennen, dass &#8222;Extra-Selen&#8220;, wie es unsere Medien süffisant betiteln würden, ja kein &#8222;Extra&#8220; macht, sondern normalste Spiegel überhaupt erst ermöglicht. Oh!</p>
<h2>Wie das Bundesinstitut für Risikobewertung rechnet</h2>
<p>Rechnen ist so eine Sache. Habe ich in einem Jahr Mathe-Biostatistik an der Uni lernen dürfen. Ich hab&#8217;s immerhin auf eine 1,0 geschafft – ich würde sagen, der Durchschnitt liegt bei Naturwissenschaftlern so bei 3,5. Durchfallquote enorm. Heißt, um die Denklandschaft ist es in Deutschland seitens der Naturwissenschaftler nicht besonders gut bestellt. Wie soll&#8217;s dann in der Allgemeinheit aussehen?</p>
<p>Also schauen wir uns doch mal die Kalkulationen vom BfR an, das uns dann vorschreibt, was wir einnehmen dürfen und was nicht. Und das BfR berechnet die erlaubte <span style="text-decoration: underline;">zusätzliche</span> Selenmenge, die uns also <span style="text-decoration: underline;">normale</span> Spiegel besorgen würde, wie folgt.</p>
<p>Dazu erst einmal zwei Feststellungen:</p>
<ol>
<li>Die EFSA lässt verlauten, dass <strong><span style="text-decoration: underline;">300 µg Selen täglich</span> insgesamt für die Gesundheit okay sind (UL).</strong> Bei Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren sind es <span style="text-decoration: underline;">immerhin 250 µg</span>. Was ist der UL? Zitat: &#8222;<em>Die tolerierbare Höchstmenge</em> ist die höchste tägliche Nährstoffzufuhr, die bei fast allen Personen kein Risiko für gesundheitliche Beeinträchtigungen birgt.&#8220; Aussagekräftig genug.</li>
<li>Wie angemerkt: <strong>Die tägliche Zufuhr beträgt bei Erwachsenen schätzungsweise zwischen 33 und 66 µg pro Tag.</strong> Beim Median im höchsten Perzentil liegen männliche Jugendliche auch etwa bei 67 µg täglich.</li>
</ol>
<p>So, und jetzt rechnet das BfR los, und zwar so:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-321808 aligncenter" title="Bildschirmfoto 2022 12 01 um 09.50.58" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-09.50.58-1024x185.png" alt="Bildschirmfoto 2022 12 01 um 09.50.58" width="560" height="101" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-09.50.58-1024x185.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-09.50.58-300x54.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-09.50.58-768x139.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-09.50.58-1536x277.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-09.50.58.png 1918w" sizes="auto, (max-width: 560px) 100vw, 560px" /></p>
<p>Das BfR nimmt jetzt also den UL-Wert für Jugendliche (250 µg), nicht etwa für Erwachsene (300 µg). Und zieht davon den <span style="text-decoration: underline;">Schätzwert</span> für die <span style="text-decoration: underline;">höchste</span> Zufuhrperzentile (67 µg) ab – natürlich aufgerundet ;-). <strong>Und das darf dann die Restmenge für die Allgemeinbevölkerung sein. </strong></p>
<p>Man senkt also den UL in der Rechnung gekonnt dadurch, dass man den UL-Wert für Jugendliche nimmt, der schon mal 50 µg drunter liegt. Und zieht davon dann auch noch den <span style="text-decoration: underline;">höchsten</span> Wert ab, den eine Person in Deutschland schätzungsweise im Mittel erreicht. Bravo.</p>
<p><strong>Übrig würden 180 µg bleiben.</strong> Diese Restmenge wird jetzt aber einfach durch 2 geteilt, unter der Berücksichtigung, dass sich der Wert dann schön auf Lebensmittel des allgemeinen Verzehrs und NEM aufteilt. Macht Sinn &#8230; oder auch nicht.</p>
<p><strong>Übrig bleiben 90 µg. </strong>Das dürfen wir doch jetzt für uns nutzen in NEM, oder? Oder? Weit gefehlt. So einfach lässt uns das fürsorgliche BfR nicht davon kommen. <strong>Denn die kalkulieren bei allen Empfehlungen mit einem völlig willkürlich gewählten Sicherheitsfaktor von 2</strong>, &#8222;da wissenschaftliche Unsicherheiten bezüglich einer möglichen Mehrfacheinnahme von NEM mit Selen bestehen&#8220;.</p>
<p>Resultat unterm Strich also: <strong>45 µg darf man als NEM-Hersteller seinen Kunden anbieten. </strong></p>
<blockquote><p>Das BfR empfiehlt für den Zusatz von Selen zu NEM eine Höchstmenge von 45 μg pro Tagesdosis eines NEM-Produkts.</p></blockquote>
<p>Für angereichte Lebensmittel rechnet das BfR weiter wild durch die Gegend, immer unter der Prämisse, dass das Maximum ausgereizt wird, was umgekehrt bedeutet, dass sich normale Menschen immer mit ein bisschen weniger zufrieden geben dürfen. <strong>Das Credo der Behörde, der Name ist Programm, ist also: safety first, science last.</strong> Kennen wir aus den letzten drei Jahren bestens.</p>
<h2>Das Weltbild: Mikronährstoffe in der hiesigen Debatte</h2>
<p>Und so kommt es, dass dein normaler Deutscher zeitlebens unterversorgt sein muss mit Selen. Weil es anders gar nicht geht. Denn eine normale Versorgung, unter der Annahme, dass BfR-basiert ergänzt wird, könnte optimale Selenspiegel gar nicht erzeugen. Dafür bräuchte es, wie oben schon erwähnt, nämlich mindestens 50, eher 100 µg Selen on top!</p>
<p>In hiesigen Debatten wird das alles immer gerne verdreht. <strong>Hier in Deutschland wäre alles über 45 µg dann schwer gefährlich, hochgradig toxisch, unnötig und lebensverkürzend.</strong> Können wir 1:1 auf sämtliche Mikronährstoffe, einschließlich dem besten Beispiel: Vitamin D, übertragen.</p>
<p><strong>Die Wahrheit ist, dass wir hier von Minimaldosen sprechen, <a href="https://www.klartext-nahrungsergaenzung.de/sites/default/files/2021-04/Hoechstmengen_Europa_April%202021.pdf">die im EU-Vergleich lächerlich gering ausfallen</a></strong>, und ja sowohl von der EFSA mit großzügigen Sicherheitsfaktoren versehen sind als auch vom BfR dann nochmal großzügig &#8230; &#8222;besteuert&#8220; wurden, wie man es von Deutschland eben gewohnt ist.</p>
<p>Das bringt uns zum nächsten, zum entscheidenden Punkt. In Deutschland herrscht offensichtlich folgende Vorstellung zum Thema &#8222;Extra-Vitamine&#8220;:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-321813 aligncenter" title="Bildschirmfoto 2022 12 01 um 10.34.29" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-10.34.29-1024x589.png" alt="Bildschirmfoto 2022 12 01 um 10.34.29" width="538" height="309" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-10.34.29-1024x589.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-10.34.29-300x173.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-10.34.29-768x442.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-10.34.29.png 1304w" sizes="auto, (max-width: 538px) 100vw, 538px" /></p>
<p>Offenbar glauben viele Menschen in Deutschland an den Vater Staat und daran, dass im Essen schon alles drin ist. Das wird ja auch überall suggeriert. <strong>Drum hat man hier den Eindruck &#8222;Vitamine und Co. brauchen wir nicht&#8220;</strong>. Und wenn man dann mal was nimmt, steht man direkt vor der Klippe des Todes – mit schlimmen, gar tödlichen Folgen. Die Spannbreite ist daher insgesamt relativ schmal.</p>
<p>Wie es wirklich ist:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-321814 aligncenter" title="Bildschirmfoto 2022 12 01 um 10.37.11" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-10.37.11-1024x514.png" alt="Bildschirmfoto 2022 12 01 um 10.37.11" width="613" height="308" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-10.37.11-1024x514.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-10.37.11-300x151.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-10.37.11-768x386.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-10.37.11.png 1462w" sizes="auto, (max-width: 613px) 100vw, 613px" /></p>
<p>Zunächst einmal verstehen viele Menschen nicht, wieso sie überhaupt Mikronährstoffe brauchen. Kurz gefasst: <strong>Damit die Enzyme des Körpers, der nun einmal ein Chemiebaukasten ist, normal funktionieren.</strong> Und hier gibt es eine Bandbreite. Die funktionieren nicht einfach so am Anschlag und in der Menge. Es gibt ein breites Kontinuum.</p>
<p><strong>Unterschreitet man die optimale Zufuhrmenge, arbeiten Enzyme im Körper langsamer oder werden gar nicht mehr bedient.</strong> Diese Verarmung ist aber schleichend und macht sich eben nicht direkt in Form von klinischen Symptomen bemerkbar, bestes Beispiel: Eisen via Anämie, <strong>sondern in Form von allgemeinen Funktionsstörungen, z. B. schlechteres Wachstum, schlechtere Immunität und eingeschränkter Fertilität.</strong> Wer nicht ganz blind durchs Leben läuft, wird schon sehen, dass genau das auf die meisten von uns zutrifft.</p>
<p>Verharmlosen braucht man hohe Dosen jedoch nicht. <strong>Hier stellt sich dann irgendwann eine schleichende Toxizität ein, die im Ernstfall dann auch mal sehr krank machen kann.</strong> Doch davon sind wir, dank der EFSA und dem BfR, meilenweit entfernt. Und die meisten werden weder in optimale noch in toxische Bereiche jemals kommen, weil das Weltbild &#8230; siehe oben.</p>
<h2>Triage nach Ames</h2>
<p>So und das bringt uns zum letzten Kapitel dieses Artikels. Und damit zu Bruce Ames, einem der bekanntesten Biochemiker weltweit. Früher Chef-Toxikologe in den USA. Super schlauer Mann. Der ist der Erfinder vom berühmten Ames-Test. Wurde ihm irgendwann mal alles zu langweilig, drum hat er sich mit Ernährung und Mikronährstoffen befasst.</p>
<p><strong>Weltbekannt seine Studie mit Carnitin und Liponsäure.</strong> Hat er seinen alten Ratten verfüttert, und die sprangen auf, &#8222;und tanzten den Macarena&#8220;. <a href="https://www.berkeley.edu/news/media/releases/2002/02/19_diet.html">Erzählte er vor 20 Jahren mal in einem Interview</a>. <strong>Und er hat damit bewiesen, dass sich Alterung auf Zellebene eben nicht durch Energieabfall zeigen muss.</strong></p>
<p><strong>Jedenfalls hat der dann damals prompt seine <em>Triage Theory</em> aufgestellt, die besagt, dass der Körper seine Enzymsysteme hierarchisch mit Mikronährstoffen versorgt.</strong> So, dass Enzymsysteme, die dem kurzfristigen Überleben dienen, bedient werden, während Enzymsysteme, die eher der langfristigen Gesundheit dienen, gezielt unterversorgt sind. (<a href="http://www.bruceames.org/Triage.pdf">Q</a>)</p>
<blockquote><p>Die Triage-Theorie besagt, dass das Spektrum der Funktionen eines bestimmten Vitamins oder Mineralstoffs (V/M) vom Organismus so gesteuert wird, dass bei begrenzter Verfügbarkeit von Mikronährstoffen die für das kurzfristige Überleben erforderlichen Funktionen Vorrang vor Funktionen haben, deren Verlust kurzfristig besser toleriert werden kann.</p>
<p>Ames schlug vor, dass eine Folge dieser evolutionären Anpassung ein erhöhtes Risiko für chronische Alterskrankheiten ist, wenn die Verfügbarkeit von V/M begrenzt ist.</p>
<p>Dass die Natur ein solches System entwickelt haben könnte, steht logisch im Einklang mit einer wichtigen evolutionären Theorie, wonach die natürliche Selektion das kurzfristige Überleben zur Fortpflanzung gegenüber der langfristigen Gesundheit bevorzugt.</p></blockquote>
<p><strong>Bewiesen hat er das schon vor einem Jahrzehnt z. B. an Vitamin K und &#8230; Selen.</strong> Mit Blick auf Ersteres erhärtet sich die Datenlage zunehmend.</p>
<ul>
<li>Denn für das kurzfristige Überleben ist Vitamin K wichtig für die Blutgerinnung – dazu reichen super-niedrige K-Mengen, die quasi jeder, der irgendwas am Tag isst, zu sich nimmt.</li>
<li>Langfristig spielen <span style="text-decoration: underline;">höhere K-Mengen</span> aber eine große Rolle z. B. bei der Gesunderhaltung der Gefäße, der Knochengesundheit, der hormonellen Gesundheit. Tatsächlich nehmen wir Deutsche im Schnitt schätzungsweise zwischen zwischen 30 und 100 µg Vitamin K1 und K2 zu uns –<strong> die Aktivität der K-Proteine nimmt jedoch über die doppelte oder gar dreifache dieser Menge an Vitamin K zu.</strong></li>
</ul>
<p>Enzyme bzw. Proteine, die nicht voll mit Mikronährstoffen versorgt werden, schwimmen im Körper dann funktionslos durch die Gegegend oder werden erst gar nicht gebildet und sinken in ihrer Konzentration.</p>
<p>Genau das hat er in einer Arbeit später auch für Selen bestätigt:</p>
<blockquote><p>Bei mäßigem Selenmangel gehen die nicht essentiellen Selenoprotein-Aktivitäten und -Konzentrationen bevorzugt verloren.</p></blockquote>
<p>Dazu zählen z. B. diverse Antioxidantien-Enzyme der Glutathionperoxidase-Reihe und dazu zählt die Dio2 (ein Enzym, das das aktive Schilddrüsenhormon T3 in den Geweben bildet). <strong>Bei ungenügender Selenzufuhr hat man also weniger Schilddrüsenaktivität und eine eingeschränkte Fähigkeit zum Entgiften von oxidativem Stress.</strong></p>
<blockquote><p>Dieselbe Reihe von altersbedingten Krankheiten und Zuständen, einschließlich Krebs, Herzkrankheiten und Immunstörungen, werden prospektiv mit mäßigem Se-Mangel und auch mit genetischen Funktionsstörungen nicht essentieller Selenoproteine in Verbindung gebracht, was darauf hindeutet, dass Se-Mangel ein kausaler Faktor sein könnte, eine Möglichkeit, die durch mechanistische Beweise gestärkt wird.</p>
<p><strong>Ein leichter Se-Mangel ist in vielen Teilen der Welt verbreitet, auch in Europa; eine optimale Zufuhr könnte künftige Krankheiten verhindern.</strong></p></blockquote>
<p>Für Deutschland ist das jedoch kein wissenschaftlicher Fakt. Natürlich nicht, denn von Wissenschaft hält man im Zweifel nicht viel hier. Im Zweifel lieber alles verbieten. Getreu dem Motto, wer nicht lebt, kann nicht sterben.</p>
<h2>Aktuelle Studien</h2>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;"><em>&#8212; Achtung, diesen Teil kannst du gerne überspringen, falls es dich nicht interessiert. &#8212; </em></span></p>
<p>Natürlich darf jeder auch mal Google benutzen und nach aktuellen, ggf. größeren Studien suchen, die Zusammenhänge z. B. zwischen Krankheit und/oder Sterblichkeit und den Selenspiegeln untersuchen. Hier mal eine aktuelle Auswahl (keine Angst, kein cherry picking):</p>
<p><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34664061/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-321840" title="Bildschirmfoto 2022 12 01 um 18.53.26" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.53.26-1024x242.png" alt="Bildschirmfoto 2022 12 01 um 18.53.26" width="563" height="133" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.53.26-1024x242.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.53.26-300x71.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.53.26-768x182.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.53.26.png 1522w" sizes="auto, (max-width: 563px) 100vw, 563px" /></a></p>
<p>Diese US-Studie hier mit 3200 Teilnehmern und einem Beobachtungszeitraum von knapp 13 Jahren untersucht den Zusammenhang zwischen den Selenspiegeln und der Gesamtsterblichkeit bzw. Sterblichkeit durch Herzkrankheiten bei Diabetikern.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Resultat:</span> Je höher der Selenspiegel, umso besser.<b> Jene mit dem höchsten Spiegeln (bis ca. 180 µg/L) hatten eine um 30 % gesenkte Gesamtsterblichkeit und eine 34 % gesenkte Sterblichkeit durch Herzerkrankungen.</b> Wohlgemerkt: Hier lagen die Spiegel im Medien schon im optimalen Bereich (Median 130 µg/L) – in den USA ist sehr viel mehr Selen in den Böden – und trotzdem hatten höhere Spiegel eine Schutzwirkung.</p>
<p><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32799545/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-321841" title="Bildschirmfoto 2022 12 01 um 18.56.22" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.56.22-1024x231.png" alt="Bildschirmfoto 2022 12 01 um 18.56.22" width="563" height="127" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.56.22-1024x231.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.56.22-300x68.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.56.22-768x173.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.56.22.png 1516w" sizes="auto, (max-width: 563px) 100vw, 563px" /></a></p>
<p>In dieser aktuellen Meta-Analyse (= Auswertung der Studienlage) wird untersucht, wie sich das Risiko für Herzkreislauferkrankungen in Relation zum Selenspiegel verhält.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Resultat:</span> <strong>&#8222;Physiologisch hohe Selenspiegel&#8220; im Vergleich zu einem niedrigen Selenstatus des Körpers sind mit einem um 34 % gesenkten Risiko für Herzkreislauferkrankungen und einer um 31 % gesenkten Sterblichkeit assoziiert. </strong></p>
<p><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34829750/"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-321842 aligncenter" title="Bildschirmfoto 2022 12 01 um 18.56.31" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.56.31-1024x234.png" alt="Bildschirmfoto 2022 12 01 um 18.56.31" width="535" height="122" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.56.31-1024x234.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.56.31-300x68.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.56.31-768x175.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.56.31.png 1490w" sizes="auto, (max-width: 535px) 100vw, 535px" /></a></p>
<p>In dieser europäischen Studie mit rund 1000 Teilnehmern, die an Darmkrebs erkrankt waren und die im Mittel fast 10 Jahre verfolgt wurden, wurde untersucht, inwieweit der Selenspiegel mit der Krebs- und Gesamtsterblichkeit zusammenhängt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Resultat:</span> <strong>Die krebsassoziierte Sterblichkeit von Teilnehmern mit höheren Spiegeln (≥100 µg/L) war um 30 % gesenkt und die Sterblichkeit gesamt in dieser Gruppe um 23 % gesenkt,</strong> im Vergleich zu Menschen mit niedrigem Selenstatus (≤67.5 µg/L), der in Deutschland aber nicht selten ist.</p>
<p><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32745632/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-321843" title="Bildschirmfoto 2022 12 01 um 18.58.47" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.58.47-1024x286.png" alt="Bildschirmfoto 2022 12 01 um 18.58.47" width="544" height="152" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.58.47-1024x286.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.58.47-300x84.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.58.47-768x215.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.58.47.png 1524w" sizes="auto, (max-width: 544px) 100vw, 544px" /></a></p>
<p>In dieser großen US-Studie mit über 30.000 Probanden, die an nichtalkoholischer Fettleber (NAFLD) erkrankt waren, wurde der Zusammenhang zwischen den Selenspiegeln und der Ausprägung der Leberfibrose untersucht.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Resultat:</span> <strong>Je höher der Selenspiegel, umso schwächer war die Fibrose ausgeprägt (-50 %).</strong> Die Ergebnisse waren unabhängig gültig auch im Kontext z. B. vom BMI. <strong>Die Gesamtsterblichkeit war auch um 30 % gesenkt.</strong> Wohlgemerkt: Studie aus US, wo Selenspiegel generell wesentlich höher sind als bei uns.</p>
<p><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34395551/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-321844" title="Bildschirmfoto 2022 12 01 um 18.58.40" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.58.40-1024x234.png" alt="Bildschirmfoto 2022 12 01 um 18.58.40" width="570" height="130" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.58.40-1024x234.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.58.40-300x69.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.58.40-768x175.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.58.40-1536x351.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-01-um-18.58.40.png 1550w" sizes="auto, (max-width: 570px) 100vw, 570px" /></a></p>
<p>In dieser Studie mit rund 1000 älteren Teilnehmern, die Bluthochdruck aufweisen, wurde auf Basis von US-Daten untersucht, wie sich Selenspiegel auf die Gesamtsterblichkeit und die Sterblichkeit in Verbindung mit Herzkreislauferkrankungen auswirken.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Resultat:</span> <strong>Die Gesamtsterblichkeit sank um 40 % und die Sterblichkeit im Zusammenhang mit Herzkreislauferkrankungen sogar um knapp 70 %, wenn der Spiegel im Bereich von 130-140 µg/L lag.</strong> Sowohl niedrigere als auch höhere Spiegel zeigen wieder höhere Sterblichkeiten, weshalb hier ein klassischer U-Verlauf im Dosis-Wirkungs-Verhältnis vorliegt.</p>
<p><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32708526/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-321845" title="Bildschirmfoto 2022 12 02 um 09.22.42" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-02-um-09.22.42-1024x209.png" alt="Bildschirmfoto 2022 12 02 um 09.22.42" width="585" height="119" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-02-um-09.22.42-1024x209.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-02-um-09.22.42-300x61.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-02-um-09.22.42-768x157.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirmfoto-2022-12-02-um-09.22.42.png 1438w" sizes="auto, (max-width: 585px) 100vw, 585px" /></a></p>
<p>Zu guter Letzt noch eine deutsche Studie an 30 sicher schwer erkrankten Covid-Patienten aus 2020.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Resultat:</span> &#8222;Im Vergleich zu Referenzdaten aus einer europäischen Querschnittsanalyse wiesen die Patienten ein starkes Defizit an Serum-Selen auf.&#8220; <strong>Ein Selenstatus von unter 45,7 µg/L lag bei 43,4 % der COVID-Proben vor.</strong> <strong>Der Selenstatus war in Proben von überlebenden COVID-Patienten im Vergleich zu Nicht-Überlebenden signifikant höher mit 53 vs. 41 µg/L.</strong> Die Autoren folgern, &#8222;die Ergebnisse unterstützen die Diskussion über eine ergänzende Se-Supplementierung bei schwer erkrankten Patienten mit Se-Mangel.&#8220; Aha.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Es ist ein bisschen schwierig heutzutage, Debatten zu ertragen. <strong>Wir haben in Deutschland die seltsame Angewohnheit, Moral, &#8222;gute Absichten&#8220; und ideologische Verblendungen über Fakten und wissenschaftliche Tatsachen zu stellen, und letztere gerne zu verdrehen, damit sie ins Weltbild passen.</strong></p>
<p><strong>Und das ist der banale Grund dafür, dass Deutschland den hiesigen subklinischen Selenmangel nicht in den Griff bekommt und sich auch für die daraus resultierenden Störungen auf längere Sicht nicht interessiert.</strong> Jedenfalls kann ein normaler Deutscher nur in Ausnahme – sprich eigenwillig, und wenn er zufällig an der Küste lebt und gerne Hering isst – normale Selenspiegel erreichen.</p>
<p><strong>Dies gilt mit hoher Wahrscheinlichkeit für etliche Mikronährstoffe, die in Deutschland prinzipiell als nichtig abgetan werden.</strong> Stattdessen wird behauptet, Extra-Vitamine würden schaden. Die Wahrheit ist, dass &#8222;Extra-Vitamine&#8220; in vielen Fällen überhaupt erst normale Spiegel und damit normale Enzymfunktionen – und als Folge Vitalität und Gesundheit – gewährleisten würden.</p>
<p>Schade.</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/wer-braucht-extra-vitamine/">Wer braucht „Extra-Vitamine“?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Blutwert &#8222;optimieren&#8220; bringt nix</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Sep 2021 12:58:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blutwerte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aus dem aktuellen Newsletter Schon mal aufgefallen&#8230;? Schauen wir uns nur mal Europäer an, wird auffallen, dass es sehr unterschiedliche Hautfarben gibt. Damit ist nicht per se gemeint, dass ein Südeuropäer brauner ist – auch [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color: #3366ff;">Aus dem aktuellen Newsletter</span></strong></p>
<hr />
<p>Schon mal aufgefallen&#8230;?</p>
<p>Schauen wir uns nur mal Europäer an, wird auffallen, dass es sehr unterschiedliche Hautfarben gibt. Damit ist nicht per se gemeint, dass ein Südeuropäer brauner ist – auch in Mitteleuropa gibt es einfach Menschen, die eher eine hellere oder eher eine dunklere Hautfarbe haben.</p>
<p>Natürlich kennt sich jeder von uns damit bestens aus. Denn je nach Hauttyp kann man sich länger oder darf man sich nur kürzer in die Sonne legen, bevor es zur Rötung bzw. zum Sonnenbrand kommt. Entsprechend werden Menschen auch unterschiedlich schnell braun im Sommer – oder verlieren unterschiedlich schnell Bräune im Winter.</p>
<p>Für die Hautfarbe sind drei Enzyme verantwortlich, davon ist eins besonders wichtig, nämlich die Tyrosinase. Dieses Enzym lässt Melanin entstehen. Melanin ist ein Pigment, das in fast allen Lebewesen vorkommt <span class="il">und</span> beim Menschen für die Braunfärbung der Haut <span class="il">und</span> die Haarfarbe sorgt.</p>
<p>Unsere Genetik bestimmt, wie aktiv das Enzym ist <span class="il">und</span> wie viel Melanin in unserer Haut basal oder nach UV-Licht-Exposition gebildet wird. Fehlt das Enzym komplett, entsteht ein Albinismus. Heißt also konkret: Unsere Genetik bestimmt, wie braun oder hell wir sind oder wie schnell wir brauner (im Sommer) oder wieder weißer (im Winter) werden.</p>
<p>Doch was hat das mit Blutwerten zu tun? Nun: Jetzt stellen wir uns doch mal vor, jemand schickt uns seine Blutwerte <span class="il">und</span> dort ist ein Ferritin-Wert von 20 abgebildet. Woher soll ich wissen, ob das für den jeweiligen Menschen ein Optimalwert ist oder ob schon Handlungsbedarf im Sinne eines zu niedrigen Eisengehalts im Körper besteht?</p>
<p>Denn: Ich kann doch jemandem mit heller Haut auch nicht sagen, dass er sich so <span class="il">und</span> so lange in die Sonne legen muss, damit er so <span class="il">und</span> so braun ist, weil das dann schön aussieht oder – um in Blutwert-Sprache zu bleiben – „optimal“ ist. Schicke ich den Menschen so <span class="il">und</span> so lange in die Sonne, riskiere ich möglicherweise einen Sonnenbrand. <span class="il">Und</span> wer bin ich, zu sagen, diese oder jene Hautfarbe ist optimal(er)?</p>
<p align="center"><strong>Nur die Evolution weiß, was „optimal“ ist, wohlgemerkt im Kontext einer bestimmten Umwelt.</strong></p>
<p><u>Heißt konkret:</u> Ich sollte mir sehr gut <span class="il">und</span> sehr genau überlegen, ob ich unbedingt meinen Ferritin-Wert nach oben boxen will, wenn es mir mit dem aktuellen Wert gut geht. Ich sollte mir sehr gut überlegen, ob ich ein bestimmtes Gesamteiweiß im Blut haben will. Ich sollte mir sehr gut überlegen, ob ich auf Biegen <span class="il">und</span> Brechen einen bestimmten Vitamin-D-Wert einstellen will.</p>
<p>Gerade Letzteres ist ein sehr gutes Beispiel. Es gibt im Vitamin-D-Stoffwechsel eine große Zahl an Proteinen, sprich Genen, die da mit reinspielen. Ich erinnere mal an eine Genvariante, die man bei den Rentieren im hohen Norden findet. Diese Tiere sind 20x besser darin, Vitamin D ins aktive Hormon, also Calcitriol umzusetzen, als vergleichbare Arten. Solche Variationen wird es auch im Menschen geben – die sind nur noch nicht gut genug erforscht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-297515 aligncenter" title="vitamin d rentiere arbeit" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/09/vitamin-d-rentiere-arbeit.png" alt="vitamin d rentiere arbeit" width="620" height="136" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/09/vitamin-d-rentiere-arbeit.png 1368w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/09/vitamin-d-rentiere-arbeit-300x66.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/09/vitamin-d-rentiere-arbeit-1024x225.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/09/vitamin-d-rentiere-arbeit-768x168.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/09/vitamin-d-rentiere-arbeit-200x44.png 200w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/09/vitamin-d-rentiere-arbeit-400x88.png 400w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/09/vitamin-d-rentiere-arbeit-600x132.png 600w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/09/vitamin-d-rentiere-arbeit-800x175.png 800w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/09/vitamin-d-rentiere-arbeit-1200x263.png 1200w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/09/vitamin-d-rentiere-arbeit-500x110.png 500w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/09/vitamin-d-rentiere-arbeit-700x154.png 700w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/09/vitamin-d-rentiere-arbeit-64x14.png 64w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /></p>
<p><u>Soll heißen:</u> Die Goldwährung, wenn es darum geht, ob man handeln muss oder nicht, bleibt immer noch das subjektive Gefühl. Da wir ohne den Kontext unserer Entwicklungszeit aber völlig ohne jeglichen Kontext dastehen, sollten wir uns immer wieder vor Augen führen, was unsere Vorfahren Millionen von Jahren eher oder eher nicht gegessen haben.</p>
<p>Denn ohne dieses Template wird jedes Vorgehen sinn- <span class="il">und</span> wertlos. Wir Menschen sind so klein <span class="il">und</span> so chancenlos, wenn wir versuchen, anhand einzelner (Blut-)Parameter einen Organismus zu steuern, der auf 20.000 Genen <span class="il">und</span> 80.000 bis 400.000 daraus gebildeten Proteinen – <span class="il">und</span> deren Steuerung durch z. B. Gen- oder Proteomregulation – läuft.</p>
<p align="center"><strong>Wenn wir uns nicht an einer Grundidee orientieren, sind wir hoffnungslos verloren.</strong></p>
<p>Warum? Wie wollen wir Menschen, deren Verstand dafür erfunden wurde, eine Nuss zu knacken, herausfinden, wie wir essen sollen? Diese Egozentrik bzw. der Glaube daran, dass der kleine Mensch „alles“ erforschen (wie lächerlich, s. o.) <span class="il">und</span> dann die beste Lösung für „das Problem“ finden kann, sorgt für Ideen, die uns wiederum krank machen. Das nennt sich heute dann Veganismus &#8230; oder „Lockdown“.</p>
<p>Nein, nein. Wenn es um Biologie im ganz großen Kontext geht, <span class="il">und</span> der menschliche Körper ist so einer, dann kann man die Lösung nur über <em>Gefühl für Biologie</em> finden. Das ist das Gegenteil von Technokratie, Theorie <span class="il">und</span> Ameisen-Wissenschaft, die ja doch nur kleinste Einzelteile beschreibt, die dann auch nur in Kontext X oder Y gelten. <strong>Hier geht es konkret ums Erleben, Erspüren <span class="il">und</span> Ausprobieren – es ist eine ganz persönliche Erfahrungswissenschaft.</strong></p>
<p>Denn die Wechselwirkung dieser unglaublichen Fülle an Proteinen, die ja auf jede Veränderung der Umwelt (sprich auch Ernährung) reagieren, lässt am Ende ein spezifisches Körpergefühl entstehen, das wie die Ampel im Verkehr funktioniert:</p>
<p align="center"><strong>Das fühlt sich gut an. Das fühlt sich nicht gut an.</strong></p>
<p>Wer dann den Mut aufbringt, auszuprobieren, auch über längere Zeit, <span class="il">und</span> dann konsequent umsetzt, wird auf Dauer viel, viel besser fahren als jemand, der Blut X mit Supplement X zu Zielwert X ansteigen lassen will um sich dann „besser“ zu fühlen. <strong>Für DICH gibt es keinen einzelnen Zielwert. </strong>Aber ein <em>Template</em>, das sich Evolution nennt <span class="il">und</span> ein Körpergefühl, das in Millionen von Jahren von ebendieser geformt wurde.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/blutwert-optimieren-bringt-nix/">Blutwert „optimieren“ bringt nix</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Wenn zu viel Eisen dein Testosteron killt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2020 10:57:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blutwerte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eisen ist in den letzten Jahren sozusagen mein Spezialgebiet geworden. Denn zum einen hat Eisen eine unfassbar mächtige Wirkung im Körper, und zum anderen habe ich – jetzt auch per Gentest verifiziert – einige kleine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eisen ist in den letzten Jahren sozusagen mein Spezialgebiet geworden. Denn zum einen hat Eisen eine unfassbar mächtige Wirkung im Körper, und zum anderen habe ich – jetzt auch per Gentest verifiziert – einige kleine Besonderheiten im Eisenstoffwechsel.</p>
<h2>Zu viel Eisen macht krank</h2>
<p>Schon relativ früh nämlich habe ich gemerkt, dass &#8222;zu viel Eisen&#8220; in meinem Körper für viele Probleme sorgt:</p>
<ul>
<li>Abgeschlagenheit, Trägheit, Energielosigkeit</li>
<li>Nebel im Kopf</li>
<li>Libidoverlust</li>
<li>Deutlich verstärkte Entzündungsreaktionen</li>
<li>Neigung zur Insulinresistenz</li>
</ul>
<p>All das lässt sich ziemlich gut erklären. &#8222;Zu viel Eisen&#8220; nämlich &#8230;</p>
<ul>
<li>legt den mitochondrialen Energiestoffwechsel lahm,</li>
<li>reichert sich im Gehirn an (mit möglichen Folgen für die T-Bildung und Kognition),</li>
<li>befeuert Entzündungsreaktionen, u. a. dadurch, dass es die Radikalen-Bildung verstärkt,</li>
<li>hemmt den Glukose-Stoffwechsel, u. a. dadurch, dass es a) selbst wie Insulin wirken kann (via <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/rotes-fleisch-ein-zweischneidiges-schwert/">mTOR</a>) und die <a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/eisen-ferritin-insulinsensitivitaet-blutspende/">Insulin-Ausschüttung</a> anregt.</li>
</ul>
<p>Wenn ich mir also täglich Steak gönne, sieht es nach ein paar Tagen (!) mau aus. Wohlgemerkt: Mit dem Gegenteil, der starken Eisenrestriktion, <a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/eisen-restriktion-wandern/">habe ich auch schon (schlechte) Erfahrungen gemacht</a>.</p>
<p>Aus diesen Beobachtungen habe ich schon relativ früh für mich abgeleitet, dass Eisen zwar enorm wichtig ist, aber schnell auch extremst problematisch werden kann. Ein Mediziner würde sagen: <strong>Dieser Wirkstoff hat eine sehr schmale therapeutische Breite. </strong></p>
<h2>Kann auch bei dir so sein</h2>
<p>Die Frage ist also nicht, ob Eisen so wirkt, sondern eher, wie schnell dies individuell der Fall ist. Bei mir sieht es genetisch betrachtet folgendermaßen aus:</p>
<ul>
<li>Ich habe die &#8222;Asiaten-Variante&#8220; eines Gens, das dafür sorgt, dass ich deutlich besser Eisen aufnehme. Hintergrund ist, dass man dieses Allel in ostasiatischen Ländern verbreitet findet, denn die dort herkömmliche relativ pflanzenbetonte Ernährung enthält hauptsächlich Eisen, das nicht so bioverfügbar ist. <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/rotes-fleisch-ein-zweischneidiges-schwert/">Ähnliche aber andere Allele</a> findet man bei uns – diese machen bei eisenreicher Ernährung schnell Eisenüberladung.</li>
<li>Zudem habe ich Varianten im Transferrin-Gen (bindet Eisen im Blut und transportiert es durch die Gegend), die dafür sorgen, dass es Eisen nicht mehr so gut bindet. Das Eisen bleibt dann relativ &#8222;lose&#8220; – es löst sich schneller von Transferrin und es schwimmt auch mehr Eisen im Blut rum, was da eigentlich nicht hingehört.</li>
</ul>
<p><strong>Unterm Strich kann sich Eisen dadurch schneller in meinen Geweben anreichern.</strong> Spannend finde ich, dass ich anhand dieser Konstellation ziemlich genau beschreiben kann, wie und warum sich (zu viel) Eisen negativ auf den Organismus auswirken kann.</p>
<h2>Eisen und Testosteron – eine wechselseitige Beziehung?</h2>
<p>Besonders interessant ist hier der Zusammenhang von Eisen mit Testosteron. <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s11930-017-0097-2#:~:text=Crosstalk%20between%20testosterone%20and%20iron%20has%20significant%20implications%20in%20testosterone,of%20aging%20and%20chronic%20disease.">In einer relativ jungen Arbeit</a> wird sich ausführlich damit befasst. Kurz: Es gibt wohl eine wechselseitige Beziehung zwischen dem Eisenhaushalt und dem Testosteronhaushalt.</p>
<p>Weil ich die Arbeit und insbesondere einen Abschnitt besonders spannend und wichtig finde, will ich heute mal nicht nur paraphrasieren oder zusammenfassen, sondern mal etwas ausführlicher wiedergeben:</p>
<ul>
<li>Testosteron scheint die Eisenaufnahme zu erhöhen.</li>
<li>Dem Körper fehlt aber der Mechanismus, überschüssiges Eisen auszuscheiden – es muss also eine Rückkopplung geben.</li>
<li>Entsprechend könnte ein hoher Eisengehalt im Körper die Testosteronbildung hemmen.</li>
<li>Bei Menschen, die an einer Eisenüberladung leiden, gehört der hypogonadotrope Hypogonadismus (also T-Mangel durch Gonadeninsuffizienz) zu den häufigsten Anomalien.</li>
<li><strong>Bei der vererbten Hämochromatose (Eisenüberladung) ist die Prävalenz des Hypogonadismus nach dem Diabetes die zweithäufigste und tritt bei fast 50% der unbehandelten Männer auf.</strong></li>
<li>Ähnliches beobachtet man bei anderen Erkrankungen des Eisenstoffwechsels (z. B. Beta-Thalassämie)</li>
<li>In all diesen Gruppen steht der Schweregrad des Hypogonadismus in Zusammenhang mit dem Grad der Eisenüberladung.</li>
<li>Angesichts der häufigen Bluttransfusionen, die früh im Leben beginnen, sind eine verzögerte oder stillstehende Pubertät bei Männern mit Beta-Thalassämie und Sichelzellanämie besonders häufig.</li>
<li>Die vordere Hypophyse scheint besonders anfällig für Eisenüberladung zu sein. Eine postmortale Studie an sechs Patienten mit Eisenüberladung unbekannter Ätiologie fand selektive Eisenablagerungen in der vorderen Hirnanhangsdrüse.</li>
<li><strong>Die medikamentöse Eisenausleitung (via Chelat) bei Männern mit Beta-Thalassämie kann den Testosteronspiegel wiederherstellen und eine spontane Pubertät herbeiführen [53, 54].</strong></li>
<li>Bei der vererbten Eisenüberladung (Hämochromatose) reduziert das Blutlassen nicht nur die Inzidenz signifikant, sondern kann bei rechtzeitigem Beginn auch eine Umkehrung des hypogonadotropen Hypogonadismus bewirken [55, 56].</li>
<li>Diese Daten deuten darauf hin, dass Eisen den Testosteronspiegel auf Hypophysenebene negativ regulieren kann.</li>
<li>Die Reversibilität des hypogonadotropen Hypogonadismus durch Aderlass oder Eisenchelation legt nahe, dass Eisen aus den Hypophysenzellen freigesetzt werden kann.</li>
<li>Wenn dies der Fall ist, könnte dies darauf hindeuten, dass diese Hypophysenzellen den Eisenspiegel im Körper messen und die Produktion des Lutenisierungshormons (LH) so einstellen, dass die Eisenhomöostase im Körper aufrechterhalten wird.</li>
<li><strong>Die Auswirkungen von Eisen auf Testosteron sind möglicherweise nicht auf Personen mit vererbter Hämochromatose und transfusionsbedingter Eisenüberladung beschränkt.</strong></li>
<li>Aufgrund der Eisenanreicherung von Getreidekörnern und der hohen Aufnahme von rotem Fleisch nehmen erwachsene Männer in den USA 10-15 mal mehr Eisen auf, als der Körper braucht[13].</li>
<li><strong>Während die Eisenanreicherung die Inzidenz von Anämie verringert hat, sind die Auswirkungen einer chronisch erhöhten Eisenaufnahme weitgehend unbekannt.</strong> Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass eine solche Zufuhr die Regulationsmechanismen, die zur &#8222;sekundären Eisenüberladung&#8220; führen, übergehen kann [58].</li>
<li>Im Einklang damit ergab eine postmortale Studie an Erwachsenen <em>ohne</em> Hämochromatose, dass Eisenablagerungen in der Hypophysenvorderwand während des dritten Lebensjahrzehnts nachweisbar sind und bis zum sechsten Lebensjahrzehnt allmählich zunehmen [59]. In ähnlicher Weise haben MRT-Studien einen allmählichen Anstieg der Eisenkonzentration in der Hypophyse mit zunehmendem Alter gezeigt [60].</li>
<li>Diese Daten deuten darauf hin, dass das Zusammenspiel von Testosteron und Eisen auch in der Allgemeinbevölkerung klinisch relevant sein könnte.</li>
<li>Insbesondere dann, wenn ein negativer Rückkopplungsmechanismus besteht, würde man vorhersagen, dass die mit dem Alter zunehmenden Eisenspeicher den Gehalt an Lutenisierungshormon (LH) und Testosteron senken.</li>
<li><strong>Daher ist das niedrige Testosteron des Alterns möglicherweise nicht pathologisch &#8211; es könnte vielmehr eine physiologische Reaktion auf zunehmende Eisenspeicher im Körper sein.</strong></li>
</ul>
<p>Kurzum: Zu viel Eisen im Körper scheint die T-Produktion lahmzulegen. Dies gilt nicht nur für prädispositionierte Menschen wie mich, sondern offensichtlich für viele Menschen.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p><strong>Das sind Themen, die sollte wirklich jeder auf dem Schirm haben. </strong>Denn viele Nordeuropäer gingen in jüngerer Vergangenheit durch ein &#8222;genetisches Nadelöhr&#8220;, wobei im Zuge der neolithischen Revolution viele Allele dominanter wurden, die helfen, besser mit einer landwirtschaftlich, oft vegetarisch(er) geprägten Kostform zurechtzukommen.</p>
<p>Das macht aber zeitgleich anfällig für genau solche Störungen. Wer sich also schon immer gewundert hat, warum viele Menschen so schnell Diabetes bekommen – hier ist neben der Körperkomposition ein möglicher weiterer Zugang. Den haben wir jetzt aber schon häufig besprochen. Der Zusammenhang mit Testosteron wiederum ist neu.</p>
<p>PS: Übrigens wurden solche Zusammenhänge schon vor Jahren <a href="https://www.freetheanimal.com/2015/06/enrichment-theory-everything.html">in einem herausragenden Artikel</a> bei <a href="http://freetheanimal.com">Freetheanimal</a> dargelegt.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/wenn-zu-viel-eisen-dein-testosteron-killt/">Wenn zu viel Eisen dein Testosteron killt</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Was unterscheidet einen Lykon Bluttest von einem Test beim Arzt?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Phil Böhm]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Dec 2016 17:12:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blutwerte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor einigen Wochen haben wir hier in unserem Blog von unsere Erfahrungen mit einem Lykon Bluttest berichtet. Unter dem Artikel und bei facebook haben wir unsere Leser gebeten, ihre Fragen zu die Tests und das Verfahren [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/lykon-bluttest/">Was unterscheidet einen Lykon Bluttest von einem Test beim Arzt?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Vor einigen Wochen haben wir hier in unserem Blog von unsere Erfahrungen mit einem <a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/blutwerte-zu-hause-testen-lykon/">Lykon Bluttest</a> berichtet. Unter dem Artikel und bei facebook haben wir unsere Leser gebeten, ihre Fragen zu die Tests und das Verfahren zu stellen.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Fragen werden heute direkt vom Berliner Unternehmen ausführlich beantwortet.</p>
<h2 style="text-align: justify;"><strong>Was unterscheidet einen Lykon Bluttest von einem Test beim Arzt?</strong></h2>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://shop.lykon.de?aff=125">Lykon</a> ersetzt keinen Arztbesuch. Das kleine und große Blutbild, die ein Arzt macht, sind bei akuten Beschwerden dringend ratsam. Neben klinischen Blutwerten, die der Arzt untersucht, existieren im Körper aber eine Vielzahl weiterer Parameter, die für Deine Gesundheit wichtig und in einem beim Arzt erhobenen Blutbild nicht enthalten sind. Die Lykon Bluttests messen daher zum Beispiel die Vitaminkonzentration, Deinen Mineralstoffhaushalt, die Aminosäuren oder Fettsäuren. Die Handlungsempfehlungen, die mit Experten erarbeitet wurden, ersetzen keine ärztliche Beratung, sondern sollen Dir helfen, Deine persönlichen Werte wie bspw. den Vitaminhaushalt zu optimieren.</p>
<h3><b>Mich würde mal interessieren, ob z.B. top gesunde und leistungsfähige Menschen wirklich klare Gemeinsamkeiten bei ihren Werten aufweisen oder ob die nicht trotzdem ziemlich verschieden sind, je nach Veranlagung.</b></h3>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Gesunde und leistungsfähige Menschen haben auf jeden Fall klare Gemeinsamkeiten bei ihren Werten. Für unsere Biomarkerwerte wurde ein sogenannter Normal- bzw. Optimalbereich definiert. Wenn alle Biomarker in diesem Optimalbereich liegen, dann ist man &#8222;gesund&#8220; &#8211; laut dieser Definition. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Je bewusster man isst, je sportlicher man ist, desto optimaler sind auch die Blutwerte &#8211; in der Regel. Diese sind natürlich durch Faktoren wie Ernährung und Sport, Gewicht und externe Faktoren wie z.B. Rauchen beeinflussbar. Gesunde, leistungsfähige Menschen, die auf Ihre Ernährung und Bewegung achten, werden viele oder fast alle Biomarker in der optimalen Zone haben.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Aber es gibt auch Biomarker, wie zum Beispiel Cholesterin oder HbA1c, die durch genetische Faktoren beeinflusst werden können. Falls Biomarker sich in einem kritischen Bereich befinden, raten wir dazu, einen Arzt hinzu zu ziehen.</span></p>
<h3>Reicht so eine winzige Menge Blut aus um so viele Werte zu analysieren? Sind die Messergebnisse auch mit denen von &#8222;herkömmlichen&#8220; Laboruntersuchungen vergleichbar ?</h3>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Die Partnerlabore, mit denen wir zusammenarbeiten, sind zertifiziert und nutzen konventionelle Labormessmethoden für die Trockenblutproben, die entsprechend aufbereitet werden. Sie arbeiten sowohl mit Kapillarblut als auch mit venösem Blut. Ihre Norm- und Referenzwerte sind daher für beide Testverfahren validiert. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Natürlich besteht bei einer ganzen Reihe an prä-analytischen Faktoren die Möglichkeit der Einflussnahme auf die Laborwerte. Wenn Du beim Arzt eine Blutprobe abgibst, muss z.B. darauf geachtet werden, dass diese im nüchternen Zustand abgenommen wird. Dies ist auch bei unseren Tests der Fall. Wenn beispielsweise unter den gleichen Umständen Kapillarblut und venöses Blut abgenommen werden, kein &#8218;Anwenderfehler&#8216; geschieht und die Auswertung im gleichen Labor stattfindet, dann sind die Werte auch vergleichbar.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Hier ist zu beachten, dass auch bei venösem Blut, wie es beim Arzt abgenommen wird, je nach Kalibrierung der Geräte in verschiedenen Laboren auch leicht unterschiedliche Werte ausgespielt werden könnten.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Hier findest Du einige representative Studien zu Trockenblutverfahren:</span></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li><a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4428002/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Feasibility of self-sampled dried blood spot and saliva samples sent by mail in a population-based study </a></li>
</ul>
<ul style="text-align: justify;">
<li><a href="https://genesandnutrition.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12263-016-0527-1" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Biomarkers for nutrient intake with focus on alternative sampling techniques </a></li>
</ul>
<ul style="text-align: justify;">
<li><a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24885629" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Measurements of 25-Hydroxyvitamin D Concentrations in Archived Dried Blood Spots Are Reliable and Accurately Reflect Those in Plasma </a></li>
</ul>
<ul style="text-align: justify;">
<li><a href="http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0009912016300030" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Reference interval of methylmalonic acid concentrations in dried blood spots of healthy, term newborns to facilitate neonatal screening of vitamin B12 deficiency </a></li>
</ul>
<ul style="text-align: justify;">
<li><a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27756067" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Determinants of Neonatal Vitamin D Levels as Measured on Neonatal Dried Blood Spot Samples</a></li>
</ul>
<ul style="text-align: justify;">
<li><a href="http://bmcclinpathol.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12907-015-0013-5" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">The use of dried blood spot sampling for the measurement of HbA1c: a cross-sectional study</a></li>
</ul>
<ul style="text-align: justify;">
<li><a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18232218" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">What a drop can do: dried blood spots as a minimally invasive method for integrating biomarkers into population-based research. </a></li>
</ul>
<ul style="text-align: justify;">
<li><a href="http://www.spotonsciences.com/dbs/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">The DBS Database</a></li>
</ul>
<h3 style="text-align: justify;"><b>Superartikel, nur verstehe ich nicht wo die Ersparnis ist.</b></h3>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Bluttests in dieser Bandbreite bekommst Du nicht kostenlos beim Hausarzt &#8211; natürlich kannst Du aber eine Auswertung derselben Biomarker als kostenpflichtige Privatleistung bei Deinem Arzt oder einem Labor testen lassen. Einfacher, günstiger und bequemer geht es mit den Lykon Tests, denn Du musst keinen Termin zur Blutentnahme vereinbaren und bekommst die Laborergebnisse automatisch und digital direkt nach Hause gesendet. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Alle Ergebnisse sind visuell in Diagrammen aufbereitet, die Dir ein schnelles Verständis ermöglichen. Mit den Tests von Lykon werden darüber hinaus nicht nur Deine Blutparameter ausgewertet und dargestellt, sondern Du bekommst auch genau auf Dich und Deine Werte zugeschnittene und von Top-Sportmedizinern und Ernährungsberatern erstellte Ernährungstipps und Handlungsempfehlungen. Lykon versteht sich demnach als Health Coach, der Dich bei Deiner Verbesserung Deiner Gesundheit und Prävention unterstützt.</span></p>
<hr />
<p style="text-align: justify;">Du willst selbst einen Lykon Bluttest ausprobieren? Die Lykon Produkte bekommst du <a href="http://shop.lykon.de?aff=125">hier</a>.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/lykon-bluttest/">Was unterscheidet einen Lykon Bluttest von einem Test beim Arzt?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>FUKK PUSSIES, FUKK BLUTWERT-OPTIMIERUNG</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Dec 2016 13:49:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blutwerte]]></category>
		<category><![CDATA[blutwerte]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gerade habe ich wieder eine Woche Laborarbeit hinter mir. Was haben wir da gemacht? Wir haben mit Tumorzellen verschiedener Geweben gearbeitet. Humane Tumorzellen, also menschliche Tumorzellen. Mein Gott &#8230; wie empfindlich die sind! Die muss [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Gerade habe ich wieder eine Woche Laborarbeit hinter mir.</p>
<p style="text-align: justify;">Was haben wir da gemacht? Wir haben mit Tumorzellen verschiedener Geweben gearbeitet. Humane Tumorzellen, also menschliche Tumorzellen.</p>
<p style="text-align: justify;">Mein Gott &#8230; wie empfindlich die sind! Die muss man hegen und pflegen. Die liegen in speziellem Medium. Wichtig ist, dass den Zellen genau das gegeben wird, was sie zum Überleben brauchen. Also beispielsweise ein Substrat, normalerweise Glukose. Dann Proteine, also beispielsweise <a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/gesamteiweiss-deine-lebensqualitaet/">Albumin</a>. Insulin ist auch wichtig.</p>
<p style="text-align: justify;">Dosiert man allerdings Insulin oder andere Bestandteile zu hoch, dann reagieren die Zellen natürlich, es schalten sich Signalwege an, die normalerweise, also unter physiologischen Bedingungen, gar nicht aktiv sind oder, im wissenschaftlichen Fall, in einem Experiment gar nicht aktiv sein dürfen, da sonst Ergebnisse verfälscht würden.</p>
<p style="text-align: justify;">Wissenschaftler also kümmern sich mit maximaler Konzentration und mit viel Hirnschmalz-Einsatz um die Zellen im Fläschchen.</p>
<p style="text-align: justify;">Setze ich mich morgens an den Computer und klicke mich durchs Internet, also z. B. durch Foren, dann muss ich aufpassen, dass mir die Hähnchenbrust nicht im Hals stecken bleibt. Dort finden sich so, so viele Menschen, die von nix eine Ahnung haben, aber beispielsweise mit NEM-Hochdosen an sich selbst rumschrauben &#8212; eben wie das ein großer Mechaniker am Auto tun würde. Der feine Unterschied ist, dass der Mechaniker eine Ausbildung absolviert hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Wissen die Leute eigentlich (nicht), was sie da tun?</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist schwer diese Problematik anzusprechen. Das beginnt schon mit den Assoziationen der Menschen, Beispiel: Nahrungsergänzungsmittel sollen <em>gut</em> sein, weil irgendwie nützlich für den Körper. <em>Chemikalien</em> oder <em>Pharma</em> schlecht.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Alles ist Chemie. </strong>Jeder scheiß Stoff hat seine eigene Pharmakokinetik.</p>
<p style="text-align: justify;">Problem ist genau das, was ich ganz zu Beginn angesprochen habe: Leute kippen sich heute ohne Hirn &#8222;Chemie&#8220;, also NEM, in den Kopf und aktivieren damit natürlich, aber nicht wissend, irgendwelche Signalwege in den Zellen, blockieren gegebenenfalls andere, ganz wichtige Signalwege. <strong>Natürlich geht das</strong>. Deshalb hatten wir im Handbuch ganz am Anfang von physiologischen Bereichen gesprochen. Man kann nicht wahllos irgendwelche Substanzen in Höchstdosen einwerfen, höchste Blutspiegel anpeilen.</p>
<p style="text-align: justify;">Gejuckt hat es anscheinend nicht viele. Will man die Komplexität und ganz wichtige Basis-Konzepte vermitteln, heißt es, man &#8222;verheddere sich in den Fallstricken der deutschen Sprache&#8220;. Nein, falsch. Das hat nichts mit der Sprache zu tun. Das hat etwas mit der Komplexität des Themas zu tun. Das will wenigstens ansatzweise komplex dargestellt werden, sonst ergeben sich nämlich genau die Szenarien, die wir heute haben. Wer hier immer nur abwinkt, <a href="https://genetisches-maximum.de/motivation/dunning-kruger-experten-talkshow/">der hat einfach keinen blassen Schimmer</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Biologie ist halt anders. Biologie ist nicht Brückenbauen. Das soll hier auch so vermittelt werden. Wer sich mit biologischen Konzepten auseinandersetzt, der muss sich ein anti-populistisches Denken angewöhnen. Das bedeutet mitunter, dass man Text-Passagen eben dreimal lesen muss, bis man sie versteht &#8212; wenn man sich aufgrund eigener Kenntnisse überhaupt versteht.</p>
<p style="text-align: justify;">Tja. Die Komplexität beginnt damit, dass Zink aus der Kapsel eben überhaupt nicht mit Zink aus Fleisch zu vergleichen ist. Die große Quintessenz ist, dass es keine einheitlichen Blutwerte gibt, die jeder anstreben muss oder sollte, schon gar nicht was essentielle Mikronährstoffe angeht. Noch nie auf die Idee gekommen, dass dein Körper einzigartig ist? Dass dein Körper komplett andere Bedürfnisse hat als die der Körper deines Nachbarn? Drum: <strong>FUCK Blutwert-Optimierung</strong>. Bringt eh nix. Du kannst keinen magisch-hohen Blutwert anpeilen, ab dem alles gut wird, der dich zum Weltmeister macht. Viel mehr muss bei jedem Körper andere tasten unterschiedlich lange gedrückt werden, damit schöne Melodien entstehen. Und da sollte man dem Körper nicht allzu sehr ins Handwerk pfuschen.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Wichtig: Das Beheben eines Mangels steht natürlich auf einem anderen Blatt. Es ist enorm wichtig das ordentlich zu unterscheiden. Einen Mangel zu erkennen und zu beheben ist das eine. Drum arbeiten wir mit Vimeda zusammen und haben eine eigene Supp-Linie. Werte ins Nirvana zu steigern, weil man glaubt, der eigene Körper sei ein Auto, das zum Tunen da ist &#8230; das andere. Das thematisieren wir im Stoffwechselbuch.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Das bringt mich zu einem anderen Thema.</p>
<p style="text-align: justify;">Dem Anspruchsvollen wollen viele Menschen so gut es geht aus dem Weg gehen. Siehe oben.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn ich jedem aber einen Tipp geben müsste, einen wichtigen Ratschlag, dann wäre es der: Bringe deinen Körper ganz bewusst, aber kontrolliert, ab und zu an seine Grenzen. Mit Grenzen meine ich Grenzen, nicht die 70 %, die sich wie 100 % anfühlen.</p>
<p style="text-align: justify;">In diesen Extrem- bzw. Ausnahmesituationen lernt man enorm viel. Nicht (nur) über sich, sondern über die eigene Physiologie. Das Ich als Teil ebendieser.</p>
<p style="text-align: justify;">Es hat schon einen Grund, warum es verrückte Menschen gibt, die bei Minusgraden halbnackt durch die Gegend joggen oder mal eine Woche lang nix essen. Warum wohl sind die berühmte Spezialeinheit, die Navy SEALs, für ihre Ausbildung bekannt? Genau: Dort werden Menschen gebrochen, zerstört, an den Rand des Machbaren gebracht. Nur dadurch können sie wissen, wer sie sind. Und klar, erst dadurch wissen die Ausbilder, mit wem sie es zu tun haben. Manche Menschen lernen erst aufgrund einer Krankheit, was es bedeutet, korrekt oder anständig zu leben. Krankheit will und braucht man nicht. So weit muss man es nicht kommen lassen, auch wenn man es manchmal leider nicht kontrollieren kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber: Erstens wäre das Thema &#8222;mangelndes Selbstbewusstsein&#8220; schnell ver- und gegessen. Zweitens würde man sehr schnell sehr viel über die tatsächlichen Bedürfnisse des Körpers und über seine Ernährung lernen. Fastende Menschen wissen genau wovon ich rede: Plötzlich diktiert der Körper ganz präzise, was er braucht und ist satt, wenn die Grundbedürfnisse gestillt sind. Das sind Erfahrungen, die prägend sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Drum: <strong>FUCK Pussies</strong>. Vielen von uns fehlt es an Härte.</p>
<p style="text-align: justify;">Was mich so ärgert: All das ist längst bekannt. Ich bin doch auch nur Wiederkäuer, immerhin praktizierend. Anstatt sich diesen Herausforderungen zu stellen, begeben sich Menschen immer und immer wieder auf die Suche nach Wunderlösungen und driften gedanklich ab in ihre Traumwelt, laufen irgendwelchen Geschichtserzählern nach. Mittlerweile weiß ich wenigstens, dass ich mich nicht anstrengen brauche. Normale Menschen kapieren irgendwann. Die anderen &#8230; na ja. Schreiben fleißig 1-Sterne-Rezensionen bei Amazon. :-) Späßchen.</p>
<p style="text-align: justify;">PS: Das eine oder andere Wort bitte nicht zu ernst nehmen.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/fukk-pussies-fukk-blutwert-optimierung/">FUKK PUSSIES, FUKK BLUTWERT-OPTIMIERUNG</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Blutwerte zu Hause testen mit Lykon</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/blutwerte/blutwerte-zu-hause-testen-lykon/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Phil Böhm]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Nov 2016 11:37:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blutwerte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alles Tipp Top &#8211; Gratulation Herr Böhm, lobte mich die nette Arzthelferin mit einem aufrichtigen Lächeln. Das war vor ziemlich genau drei Jahren in der Arztpraxis meines damaligen Hausarztes als ich die Ergebnisse meines ersten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Alles Tipp Top &#8211; Gratulation Herr Böhm, </span></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">lobte mich die nette Arzthelferin mit einem aufrichtigen Lächeln. Das war vor ziemlich genau drei Jahren in der Arztpraxis meines damaligen Hausarztes als ich die Ergebnisse meines ersten Vitamin-D-Tests abholte.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Ich war enttäuscht. Ich hatte in der Vergangenheit so viel über niedrige Vitamin-D-Werte gelesen, und wenn ich keinen Mangel habe, hätte ich mir die 30 Euro doch sparen können. Wie kann das sein? </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">“Können Sie mir die Ergebnisse bitte trotzdem ausdrucken” fragte ich sie. Ich bin schließlich nur deshalb mit dem Auto hergefahren. Nach kurzem Hin und Her, das war anscheinend nicht üblich, bekam ich einen Umschlag in die Hand gedrückt und fuhr wieder nach Hause.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Als ich mich daheim wieder an den PC setzte, den Umschlag öffnete, musste ich erstmal schlucken. <strong>Mein Vitamin-D-Wert lag bei 26 ng/ml</strong>. Bis 25 ng/ml ging der Referenzbereich.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Ich kratzte also &#8212; im September, nach einem tollen Sommer, in dem ich fast täglich in der Sonne war &#8212; gerade so an der Untergrenze zum Mangel. Und dafür werde ich gelobt?!</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Die Referenzbereiche unterscheiden sich von Labor zu Labor. Wo ein echter Vitamin-D-Mangel beginnt, lässt sich nicht eindeutig sagen. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Das war vor dem Startschuss von edubily. Mittlerweile weiß ich, dass ein Vitamin-D-Wert von 26 ng/ml nicht optimal ist. </span></p>
<h2 style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Die Probleme mit Blutwerten</span></h2>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Inzwischen ist edubily mit unserer Community seit zweieinhalb Jahren online. In dieser Zeit hatten wir die Möglichkeit, über unzählige Blut- und Haarmineralanalysen zu schauen.  </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Eins fällt uns dabei immer wieder auf: Die Blutwerte richtig zu interpretieren ist nur die eine Sache. Eine ganz andere ist es überhaupt an aussagekräftige Marker zu gelangen!</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Vielleicht kennst du das auch? Du sitzt vor einem Arzt, er schaut dich schief an und will eine Rechtfertigung hören, warum er zum Beispiel deinen Magnesium-Wert bestimmen lassen soll.  </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Das soll absolut nicht gegen Ärzte allgemein gehen, aber was wir schon für Geschichten von Konfrontationen mit selbstgefälligen Ärzten gehört haben … Nur weil man sich für seine Blutwerte interessiert &#8211; die man wohlgemerkt ohnehin aus eigener Tasche zahlt!</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Neben dem Problem, also erstmal einen verständnisvollen Arzt oder ein geeignetes Labor zu finden, muss sich jeder auch entscheiden, welche Blutwerte für einen persönlich relevant sind. In unserem Handbuch, hier im Blog oder in unserem Forum findest du diesbezüglich viele Tipps. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Die letzte Hürde ist dann die Interpretation der Ergebnisse. Soll ich mich auf die Aussage meines Arztes verlassen? Was kann ich im Internet glauben? Stimmen die Referenzbereiche? Und vor allem, wie kann ich anschließend Intervenieren?</span></p>
<h2 style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Selbsttest: Die Revolution im Gesundheitsbereich?</span></h2>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Wir sprechen zwar seit dem Beginn von edubily die Empfehlung aus,  seine Blutwerte im Blick zu haben, wie das jedoch genau geschehen soll, konnten wir nicht sagen. Denn wie oben beschrieben, scheitert es meistens schon daran, überhaupt an relevante Blutwerte zu gelangen. Ein kleines Blutbild kann vielleicht auf eine Erkrankung hinweisen. Unser Hauptinteresse ist aber die Prävention und das Optimieren. Da sind völlig andere Marker von Bedeutung. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">In den letzten Monaten ist viel passiert. Immer mehr Unternehmen bieten Selbsttests für zu Hause an. Im Internet bestellen und daheim auf der Couch durchführen? Klingt entspannt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Das hat uns gleich neugierig gemacht und wir wussten schon 2014: Das </span><b>müssen</b><span style="font-weight: 400;"> wir auch anbieten.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Seit diesem Zeitpunkt waren wir auf der Suche nach einem zuverlässigen Partner und haben fast die gesamte Bandbreite getestet. Das Ergebnis war ernüchternd. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Zu teuer, zu unausgereift, zu unrelevant, zu hässliches Design. Wenn wir ehrlich sind, hatten auch die wenigsten Unternehmen überhaupt Interesse, mit uns zusammenzuarbeiten. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Wie auch immer. Die Branche steckte in den Kinderschuhen und uns war klar, dass die Idee zwar sehr gut ist, es aber eindeutig noch an der Umsetzung hapert. </span></p>
<h2 style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Lykon als unser neuer Partner</span></h2>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Anfang 2016 hat uns dann einer unserer zahlreichen, hilfsbereiten Leser auf das Berliner Unternehmen <a href="http://shop.lykon.de?aff=125">Lykon</a> (früher Vimeda) aufmerksam gemacht.  </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Unser erster Eindruck war: Wow! Das probieren wir. Wir sind aber erst vor kurzem dazu gekommen, die Bluttests von Lykon ausgiebig zu testen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Für den Test haben wir uns für den Fitness-Test im mittleren Preis-Segment (immerhin 299 Euro) entschieden. Für das Geld bekommt man jedoch auch etwas geboten. Der Test enthält:</span></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Vitamin D</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Aminosäuren</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Omega-3-Status (inkl. Omega-3-Index) und andere Fettsäuren</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Testosteron</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Einige Mineralstoffe</span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Im gelieferten Paket war alles enthalten, um den Test selbst durchzuführen. Eine präzise Schritt-für-Schritt Anleitung, Desinfektionstücher, Lanzetten zum Pieksen, Tupfer, Stäbchen für die Blutproben, Rückumschlag, Alu-Beutel für den sicheren Transport und sogar Pflaster. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Dazu bekamen wir einen persönlichen Code, um uns im Dashboard von Lykon einzuloggen. Dort erwarteten uns nach acht Tagen unsere Ergebnisse. Das ist nicht blitz-schnell aber sicherlich noch im Rahmen &#8211; auch wenn die Spannung natürlich von Tag zu Tag steigt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Als die Ergebnisse dann da waren, erwartete uns in dem ausgesprochen hübschen Backend eine Übersicht der gemessenen Blutwerte. </span></p>
<h2 style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Die Ergebnisse meines Tests</span></h2>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Bei mir war soweit alles ok. Mein Arachidonsäure-Wert ist z. B. etwas erhöht. Na ja wer meine Vorliebe für Eier kennt, wird das nicht wundern.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/11/vimeda-backend.jpg" rel="attachment wp-att-8218"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-8218 aligncenter" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/11/vimeda-backend.jpg" alt="Vimeda Dashboard" width="1343" height="625" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Jeder einzelne Wert wird mit einem Klick genau erklärt: Was bedeutet der Wert, welche Empfehlungen gibt es und welche Nahrungsmittel eignen sich, um den Wert zu verbessern? Alles dabei!</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Hier zu sehen am Beispiel meines Jodid-Wertes (nur ein Ausschnitt):</span></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/11/jodid-detail.jpg" rel="attachment wp-att-8217"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-8217 aligncenter" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/11/jodid-detail.jpg" alt="Jodid Blutwert" width="1336" height="634" /></a></p>
<h2 style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Fazit</span></h2>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Du musst dir vorstellen: Bisher musstest du zu einem Arzt fahren, um dir Blut abnehmen zu lassen. Jeder, der das mal gemacht hat, weiß, dass Ärzte sich nahezu immer quer stellen. Es sei denn, man hat einen offenen, vertrauenswürdigen Arzt gefunden, der den Patienten auch bei seinen Vorhaben unterstützt. Das gibt es. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Für uns ist das eine Revolution, etwas, auf das wir lange gewartet haben. Nunmehr können wir bequem von zuhause aus eine riesige Bandbreite an Blutwerten messen lassen. Dazu sind nur kleinste Mengen Blut nötig. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><b>Wenig Aufwand. Niedrige Kosten. Kein Arzt. Keine unangenehmen Gespräche. </b></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Niedrige Kosten? Wir erinnern uns kurz: Blutwert-Messungen können je nach Labor bzw. Arzt sehr teuer werden. Damit kennen sich Blutwert-Optimierer sicher bestens aus. Das kann schnell in den Tausender-Bereich reichen. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass das die Zukunft ist. Minimale Interventionen geben dir eine breite Auskunft über deine ganz eigene Hardware. Du siehst Schwarz auf Weiß, an was es mangelt oder … an was es eben nicht mangelt. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Lykon ist ein junges Unternehmen, das eine Menge Hirnschmalz in das Projekt hat mit einfließen lassen. Das Tolle ist, dass sie enorm wissbegierig und immer offen für konstruktive Vorschläge sind. Drum sollte dir heute schon klar sein, dass die Lykon-Produkte in den nächsten Monaten und Jahren nochmal zulegen werden. Was wir konkret meinen? Na, bald wird es vielleicht ganz neue Werte geben. Wie wär’s mit einem Vitamin-K2-Wert? </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Für uns ist es daher enorm wichtig, dass ihr die Produkte selbst nutzt, testet und ausgiebig Feedback sendet! Nur so können wir die Produkte weiter optimieren und nach euren Wünschen und Vorstellungen gestalten. Nur so können wir erahnen, was euch eigentlich wichtig ist, welche Blutwerte ganz besondere Rollen für euch spielen. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Unser Versprechen: <strong>Wir setzen uns mit Lykon zusammen und arbeiten an der Umsetzung. </strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Wir sind von Lykon, der Umsetzung und vor allem vom Team überzeugt. <strong>Hier geht es wirklich darum, ein innovatives Produkt zu entwickeln, das DIR, das UNS hilft. </strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Zurück zu meinem Arztbesuch vor drei Jahren: Um den Vitamin-D-Wert zu erhöhen, hat mir die Ärztin auf Nachfrage ein Präparat verschrieben. Auf Privatrezept, der Wert war ja ok. Ich sollte eine Tablette pro Tag mit 400 IU Vitamin D nehmen. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Mittlerweile weiß ich: Mit den Tests von <a href="http://shop.lykon.de?aff=125">Lykon</a>, der Artikel-Sammlung bei uns im Blog und einer eigenverantwortlichen Herangehensweise ist man vielleicht dann doch besser aufgehoben als bei meiner Hausärztin. Zumindest was Vitamin D angeht. ;-)</span></p>
<h3 style="text-align: justify;">Deine Fragen zu den Tests?</h3>
<p>Hast du noch Fragen? Dann schreib sie bitte in die Kommentare unter dem Artikel!</p>
<p>Gemeinsam mit Lykon werden wir alle offenen Frage beantworten. Wenn genug zusammen kommen auch gerne in einem neuen Artikel.		</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/blutwerte-zu-hause-testen-lykon/">Blutwerte zu Hause testen mit Lykon</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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