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	<title>Stoffwechsel - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
	<lastBuildDate>Sun, 29 Mar 2026 14:51:12 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Stoffwechsel - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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		<title>Zwei Idiotien zum Lachen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2026 13:05:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abnehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Kollagen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bin ja auf Linkedin unterwegs – macht man so. Interessiert vermutlich kaum jemanden, was dort passiert. Die, die sich dort aufhalten, glauben aber, dass sie sehr wichtig sind und der Welt viel zu sagen haben. [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/kollagen/zwei-idiotien-zum-lachen/">Zwei Idiotien zum Lachen</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bin ja auf Linkedin unterwegs – macht man so. Interessiert vermutlich kaum jemanden, was dort passiert. Die, die sich dort aufhalten, glauben aber, dass sie sehr wichtig sind und der Welt viel zu sagen haben.</p>
<p>Daher ist heute jeder Blogger. Früher – also bis vor zwei Jahren – musste man dafür noch irgendein Talent fürs Schreiben mitbringen. Heute kann man sich die Beiträge einfach von der KI schreiben lassen.</p>
<p>Was man sich nicht schreiben lassen kann: den eigenen Sachverstand. Bullshit bleibt Bullshit. Daran ändert in der Regel auch eine KI nichts mehr.</p>
<p>Sprechen wir mal über zwei mich amüsierende Beispiele.</p>
<h2>Kalorien – so wichtig</h2>
<p>Wer Ernährung im Jahr 2026 noch immer nicht verstanden hat, glaubt ganz fest an <strong>die Kalorie</strong>.</p>
<p>Wer abnehmen will, muss nur Kalorien streichen. Das klappt ganz sicher auch bei denjenigen, die sich willentlich und umgebremst gerne den Wanst vollgeschlagen haben. Aber wer frisst sich gerne absichtlich fett?</p>
<p>Es geht um eine Fehlregulation des Körpers. Auf systemischer Ebene, im Muskel, im Gehirn, wo auch immer. Jeder, der klar denken kann und einen normalen Energiestoffwechsel hat, weiß das auch.</p>
<p>Wenn ich mir jetzt 5000 Kalorien reinknalle, dann nehme ich – bei einem angenommenen Verbrauch von 3000 Kalorien – natürlich nicht einfach 2000 Kalorien, also ca. 300 g Fett zu. Ein gesunder Körper &#8230;</p>
<ul>
<li>wird heiß</li>
<li>wird sich bewegen wollen, rumzappeln</li>
<li>wird die darauf folgende Mahlzeit kompensieren</li>
</ul>
<p>Genau deshalb musste kein Mensch vor uns jemals über &#8222;Kalorien&#8220; nachdenken. Die Kernfrage ist:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Warum greift das bei Übergewichtigen nicht mehr? </strong><br />
<strong>Warum werden die von ihrem Körper im Stich gelassen?</strong></p>
<p>Bei Linkedin findet man stattdessen Ernährungsratschläge wie aus dem vergangenen Jahrtausend:</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-325007 size-full" title="abnehmen bei linkedin" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/abnehmen-bei-linkedin-scaled.png" alt="abnehmen bei linkedin" width="2560" height="580" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/abnehmen-bei-linkedin-scaled.png 2560w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/abnehmen-bei-linkedin-300x68.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/abnehmen-bei-linkedin-1024x232.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/abnehmen-bei-linkedin-768x174.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/abnehmen-bei-linkedin-1536x348.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/abnehmen-bei-linkedin-2048x464.png 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>
<p>Bild habe ich adaptiert.</p>
<p>Das ist keine Ernährung, kein Diät-Tipp, das ist eine vollständige Verzerrung der Ernährungsphysiologie und die Eintrittspforte zur Essstörung. Wer glaubt, mit Magerprodukten wie dem Eiklar schlank und mit fetten Produkten wie dem Eigelb dick zu werden, hängt tief drin. Um höflich zu bleiben.</p>
<p>Dürfte aber auf keinen Fall mit Menschen darüber sprechen.</p>
<h2>Kollagen für die Haut – oder nicht</h2>
<p>Kollagen hat in den vergangenen Jahren ohne Frage einen unglaublichen Boom erlebt. Wer hät&#8217;s gedacht? Tipp: Wir natürlich :-) Im Ernst: <strong>Kollagen hat eine sinnvolle Daseinsberichtigung.</strong></p>
<p>Die typischen Kollagen-Aminosäuren Glycin und Prolin kommen auf dem Speiseplan sonst kaum vor und man weiß <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20093739/">seit über zehn Jahren</a>, dass die Biochemie Extra-Glycin braucht, um alle glycinabhängigen Prozesse im Körper ordentlich zu speisen.</p>
<p>Dazu zählt die Kollagenbildung. Außerdem stimulieren <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11094247/">die Kollagenpeptide selbst direkt die Kollagensynthese</a> in den dafür verantwortlichen Körperzellen (z. B. Fibroblasten).</p>
<p>Frauen sind besonders offen für alles, was das Kollagen betrifft. Denn Kollagen verleiht der Haut ihre Struktur – ergo: Kollagen macht schöne Haut. Die Frage ist nur: <strong>Macht zugeführtes Kollagen besseres Hautkollagen? </strong></p>
<p>Bis vor wenigen Jahren war die Mehrheit der Forschungsdaten klar: auf jeden Fall. 2025 kam <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0002934325002839">eine Meta-Analyse</a>, die den von manchen Leuten ersehnten Schlussstrich zog. Fazit: Hilft nur in pharmafinanzierten Studien. Hilft nicht, wenn nicht gesponsert.</p>
<p>Narrative – lieben wir. Nur: Die Studie wurde für ihre mangelnde Qualität <a href="https://www.nutraingredients.com/Article/2025/08/26/industry-reacts-to-meta-analysis-concluding-collagen-supplements-show-no-proven-benefit-for-skin-aging/">längst zerlegt</a>. Trotzdem liest man auf Linkedin immer wieder:<strong> Kollagen bringt nix für die Haut.</strong></p>
<p>Ob&#8217;s ein Wundermittel für die Haut ist? Keine Ahnung. Ich weiß aber, dass mein Leben kein Studienzeitraum von vier Wochen ist:</p>
<figure id="attachment_325004" aria-describedby="caption-attachment-325004" style="width: 1528px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Kollagen-Einnahme-Haut.png"><img decoding="async" class="wp-image-325004 size-full" title="Kollagen Einnahme Haut" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Kollagen-Einnahme-Haut.png" alt="Kollagen Einnahme Haut" width="1528" height="1032" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Kollagen-Einnahme-Haut.png 1528w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Kollagen-Einnahme-Haut-300x203.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Kollagen-Einnahme-Haut-1024x692.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/03/Kollagen-Einnahme-Haut-768x519.png 768w" sizes="(max-width: 1528px) 100vw, 1528px" /></a><figcaption id="caption-attachment-325004" class="wp-caption-text"><strong><em>Kollagengehalt der Haut über die Lebensspanne. </em></strong></figcaption></figure>
<p>Mein Bizeps ist nach vier Trainingseinheiten noch nicht gewachsen? Nein, doch, oh!</p>
<p>Der Kollagenabbau ist ein lebenslanges Problem, kein vierwöchiger Studienzeitraum. Das muss man doch verstehen. Und wer&#8217;s oral nicht zuführt – egal ob Knochenbrühe oder Pulver –, hat dem genau Null entgegenzuwirken.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Man muss wissen, wann man lachen darf – und wann man ernst zuhören sollte.</p>
<p>In diesen beiden Fällen sollte man besser schmunzeln und es unter der Kategorie &#8222;Kein Mensch braucht Linkedin-Weisheiten&#8220; verbuchen. Gilt natürlich gleichermaßen für ähnliche Beiträge auf anderen Plattformen.</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/kollagen/zwei-idiotien-zum-lachen/">Zwei Idiotien zum Lachen</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Die dicken Kinder mit Zöliakie</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/die-dicken-kinder-mit-zoeliakie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2026 10:13:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer kennt sie noch? &#8222;Die dicken Kinder von Landau&#8220;, 90er-Jahre, Harald Schmidt. Da war die Südpfalz-Metropole, wie man Landau im Volksmund nennt, einmal ganz wichtig. Überregional bekannt – mit ihren &#8222;dicken Kindern&#8220;. Später gab es [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer kennt sie noch? &#8222;Die dicken Kinder von Landau&#8220;, 90er-Jahre, Harald Schmidt.</p>
<p>Da war die Südpfalz-Metropole, wie man Landau im Volksmund nennt, einmal ganz wichtig. Überregional bekannt – mit ihren &#8222;dicken Kindern&#8220;. Später gab es auch eine gute, gleichnamige Band ebd. Legendär auf Weinfesten.</p>
<p>Daher fand ich die Überschrift ganz hübsch. Denn: Zöliakie wird in der Regel ziemlich früh im Leben diagnosiziert. Hoffentlich! Bei mir leider nicht. Ich war eins von den &#8230; ach lassen wir das :-)</p>
<h2>Weizen kann extrem krank machen</h2>
<p>Mein halbes Leben habe ich mich – unwissend – mit einer extremen Störung herumschlagen müssen. Bin insofern hypersensibilisiert, was die Auswirkungen von Getreide angeht.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Findige Ärzte, Wissenschaftler und andere Experten, die freilich ihre Brötchen sehr lieben, würden entgegnen: Ausnahme. Tangiert die anderen doch nicht.</p>
<p>Meiner bescheidenen Erfahrung nach: Jeder (!) unterschätzt den negativen Einfluss von Getreide, insbesondere Weizen, auf den Körper. Das nennt sich heute ganz modern &#8222;Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität&#8220;. Wieder so ein komischer Begriff.</p>
<p>Trifft es Menschen besonders hart – Zöliakie, wie ich –, können nahezu alle Körperteile und -prozesse betroffen sein:</p>
<ul>
<li>natürlich Darm / Leaky gut</li>
<li>die Haut</li>
<li>die pubertäre Entwicklung und Körperreifung</li>
<li>der Energiestoffwechsel</li>
<li>das Immunsystem an sich / mit Neigung zu anderen Immunerkrankungen</li>
<li>insbesondere Gehirn / Psyche / Thema Depression bis hin zu Ataxie</li>
<li>und vieles andere</li>
</ul>
<p>Getreide – genauer: Weizen – kann Leben systemisch und systematisch zerstören.</p>
<p>Einer meiner Augenöffner war damals das legendäre Werk vom Paleo-Erfinder Loren Cordain,</p>
<p style="text-align: center;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/02/Cerealarticle-3.pdf"><strong>Getreide: Das zweischneidige Schwert der Menschheit (klick)</strong></a></p>
<p>Ein Meisterwerk. Da steht ja wirklich fast alles drin, was man wissen muss. Sollte JEDER (jaa, du, genau du!) kennen. Später kamen bei mir die Werke von Dr. Fasano (berühmteste Gluten-Koryphäe).</p>
<h2>Absichtlich missverstanden</h2>
<p>Um Zöliakie und – weiter gefasst – Weizenunverträglichkeit ranken sich viele Mythen, die in der Mehrheit falsch oder zumindest unzureichend sind.</p>
<p>Beispiele:</p>
<ul>
<li>&#8222;Nur ein kleiner Teil der Menschen entwickelt Zöliakie&#8220; (Hatte ich <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/neues-altes-wissen-zu-gluten/">hier</a> schon mal entkräftet)</li>
<li>&#8222;Zöliakie ist eine Darmerkrankung&#8220;</li>
<li>&#8222;Zöliakie macht Mangelerkrankung und Untergewicht&#8220;</li>
</ul>
<p>Und so weiter. Der letzte Punkt ist besonders wichtig.</p>
<p>Menschen mit Zöliakie gelten bis heute stereotypisch als untergewichtig. Also diejenigen, die besonders sensibel auf den Konsum reagieren, sind statistisch betrachtet dünner als der Rest. Glaubt man bis heute.</p>
<p>In ganz neuen, großen <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11465624/">Studien</a> findet man plötzlich was ganz anderes. Dort heißt es ganz überrascht:</p>
<blockquote><p>Unsere Analyse zeigte, dass nur wenige CD-Patienten zum Zeitpunkt der Diagnose untergewichtig waren und fast 37 % übergewichtig oder adipös waren.</p></blockquote>
<p>Dazu passend wurde vor kurzem <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12395271/">ein Case Report</a> über eine 52-jährige Frau mit BMI 50 publiziert – also außergewöhnlich fettleibig – die &#8222;nie abnehmen&#8220; konnte und unerkannterweise an Zöliakie litt. Nach der Umstellung hat&#8217;s dann endlich geklappt mit dem Gewichtsverlust – wenn auch marginal.</p>
<p>Natürlich nur Zufall.</p>
<p>Dass also Weizen bei besonders sensitiven Menschen tiefgreifende Störungen des Energiestoffwechsels hervorrufen kann, scheint inzwischen klar. Dass sowas jedoch nicht nur diese Personengruppe betreffen könnte, darauf muss man im Brötchen-High erst mal kommen, nicht wahr?</p>
<h2>Hinter &#8222;Weizenwampe&#8220; steckt mehr als man denkt</h2>
<p>Faktisch lassen sich in Weizen mehrere Faktoren nachweisen, die Fettstoffwechselstörungen und Übergewicht in mechanistischen Studien – ganz ohne Krankheit – begünstigen: Raffinierte Stärke (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12828302/">Q</a>), ATIs (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31767938/">Q</a>), Gliadin (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4308898/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26443339/">Q</a>, <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11889222/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28300220/">Q</a>). Und zwar in Mengen, die man in einer herkömmlichen Ernährung findet.</p>
<p>Nur, dass wir uns richtig verstehen: Mein Weltbild ist <em>nicht</em>, dass Menschen gerne hochkalorisch essen und deshalb entgleisen. Mein Weltbild ist, dass wir Dinge essen, für die wir nicht gemacht sind, und die unseren Energiestoffwechsel systematisch sabotieren.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Genau das wird übrigens gedeckt von wichtigen neueren Human-Studien (z. B. <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7946062/">Q</a> oder <a href="https://www.nature.com/articles/s41591-025-03842-0">Q</a>).</p>
<p>Es ist bezeichnend, dass Menschen grundsätzlich verstehen, dass ein Affe nicht wie ein Löwe essen kann. Dass jede Spezies ein Ernährungsprofil hat, mit dem sie gesund bleibt. Nur bei uns Menschen wird süffisant gelächelt. Da zählen nur die Kalorien. Rein mit der Butterbrezel.</p>
<p>Wenn ich in die Welt blicke, wird Dobzhansky (1973) für mich immer wichtiger:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Nichts in der Biologie ergibt Sinn, außer im Lichte der Evolution. </strong></p>
<p>Psalm 23,4 mal ganz real.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><em>Welchen weit verbreiteten Mangel Weizen in Studien verursachen kann, erfährst du im nächsten Artikel. </em></span></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/die-dicken-kinder-mit-zoeliakie/">Die dicken Kinder mit Zöliakie</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Der wichtigste Satz, wenn du abnehmen willst</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/low-carb/der-wichtigste-satz-wenn-du-abnehmen-willst/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2026 11:39:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Low Carb]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diesen Beitrag könnte ich maximal kurz halten. Dann wär’s halt kein Beitrag, sondern quasi ein Meme. Das ist mir zu wenig. Daher gewohnte Länge. Der eine entscheidende Satz, wenn du abnehmen und dauerhaft ein normales [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/low-carb/der-wichtigste-satz-wenn-du-abnehmen-willst/">Der wichtigste Satz, wenn du abnehmen willst</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;">Diesen Beitrag könnte ich maximal kurz halten. Dann wär’s halt kein Beitrag, sondern quasi ein Meme. Das ist mir zu wenig. Daher gewohnte Länge.</p>
<p style="font-weight: 400;">Der eine entscheidende Satz, wenn du abnehmen und dauerhaft ein normales Gewicht halten möchtest, lautet:</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: center;"><strong>Je mehr Kohlenhydrate du isst, umso weniger Fett verbrennst du.</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Überrascht dich vielleicht nicht. Hast du vielleicht auch schon mal bei den bekannten Low-carb-Gurus gelesen. Ich meine das jedoch anders. Noch nicht abschalten!</p>
<h2>Westliche Kohlenhydrate machen kaputten Fettstoffwechsel</h2>
<p style="font-weight: 400;">Wir leben in einem Land mit unbegrenztem Zugang zu Kohlenhydraten. In einem Land, wo sogar die oberste Ernährungsinstitution 60 % Kohlenhydrate empfiehlt.</p>
<p style="font-weight: 400;">Aber auch in einem Land, das sich mit einer Epidemie der Fettstoffwechselstörungen rumschlägt. Allen voran Übergewicht mit all seinen bösen Folgen – bis hin zum Diabetes.</p>
<p style="font-weight: 400;">Die Verbindung zwischen Kohlenhydraten und dem fehlgeleiteten Fettstoffwechsel versteht man nur, wenn man etwas über Biochemie weiß: Der Regulator heißt <em>Randle-Zyklus</em>.</p>
<p style="font-weight: 400;">Das geht so: Die Zelle verbrennt fortlaufend genau zwei Substrate zur Energiegewinnung, nämlich Kohlenhydrate und Fette. Sie stehen sich aber reziprok entgegen: <strong>Wird das eine mehr, wird das andere weniger. </strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Ganz akut, wenn du jetzt gerade ein riesiges Haferporridge reingeknallt hast, als auch langfristig, nämlich über enzymatische Regulation deiner ganzen Energiegewinnungsmaschinerie. Letzteres ist entscheidend.</p>
<p style="font-weight: 400;">Genau hier hängt’s bei vielen. Sie verstehen nicht, dass „dauerhaft mehr Kohlenhydrate“ ganz automatisch und immer bedeutet: <strong>weniger fettverbrennende Enzyme und damit weniger Fähigkeit zur Energiegewinnung aus Fetten. </strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Das kann sich auf Enzymlevel sogar so weit drehen, dass sich ganze Muskelfasern umprogrammieren könnten. Von Kohlenhydrat- zu Fettverbrennern und umgekehrt. (Vgl. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21215280/">Q</a>)</p>
<h2>Du steuerst deinen Energiestoffwechsel mit jedem Bissen</h2>
<p style="font-weight: 400;">All das lässt sich mit Fachbegriffen wie ChREBP, Randle-Zyklus und so weiter tiefer beschreiben. Habe ich früher mal gemacht (<a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/der-unbekannte-kohlenhydratschalter-chrebp/">hier</a>, <a href="https://genetisches-maximum.de/magnesium/l-carnitin-fett-und-die-insulinsensitivitat/">hier</a>), lass ich heute sein!</p>
<p>Viele Übergewichtige haben eine niedrigere Schwelle: Unter hoher Kohlenhydratverfügbarkeit priorisiert ihr Stoffwechsel stärker Kohlenhydratoxidation – Fettverbrennung wird schneller &#8222;abtrainiert&#8220; als bei ihrem dünnen Nachbarn.</p>
<p style="font-weight: 400;">Im dümmsten Fall diagnostiziert man später die bekannten „Fettstoffwechselstörungen“ und empfiehlt, <strong>Fett zu meiden</strong>.</p>
<p style="font-weight: 400;">Lass uns das jetzt noch etwas präzisieren. Der heilige Eingangssatz bedeutet nicht, dass du unter kohlenhydratreicher Kost gar nicht abnehmen kannst. Das wird über das Defizit bzw. die &#8222;Fettlücke&#8220; definiert.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Er bedeutet jedoch, dass ein Körper, der verlernt hat, Fette robust zu verbrennen, eher dick wird.</strong> Man bleibt immer in der gleichen enzymatischen Falle gefangen. In Studien doch alles bewiesen, die muss man nur kennen (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18175746/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21692967/">Q</a>, <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2367219/">Q</a>).</p>
<h2>Der Grund heißt Evolution</h2>
<p style="font-weight: 400;">All das hat starke evolutive Gründe. Die hohe Kohlenhydratzufuhr gibt es erst seit dem Neolithikum, also seit ein paar tausend Jahren. Zeit genug, dass manche Gene, die für eine bessere Toleranz sorgen, eher positiv selektiert wurden.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Bitte die Größenordnung verstehen: <strong>Die heutige Kohlenhydratlast gab es in 99 % der Entwicklungszeit als Mensch nicht. </strong></p>
<p>Die hohe Zahl an Fettstoffwechselstörungen, die je nach Ausprägung weit über die Hälfte der Menschen hierzulande betreffen, zeigt jedoch: Wir sind an so einen Lebensstil genetisch wahrscheinlich noch nicht angepasst – man spricht von <em>genetischem Mismatch</em>.</p>
<p>Verschärft wird die Problematik dadurch, dass wir Kohlenhydrate aus ihrer Matrix holen, &#8222;raffinieren&#8220; und andere Lebensstilfaktoren, die schützend wirken, mehr und mehr aufgeben (z. B. Bewegung).</p>
<p>Aborigines sind hier ein besonderes Beispiel, da sie noch weniger Zeit hatten als Europäer, um sich an den westlichen Lebensstil anzupassen. Kommen sie mit ihrem archaischen Anti-Kohlenhydrat-Genom in die Großstadt, werden die erheblich häufiger als ihre kaukasischen Mitbürger diabetisch und stoffwechselkrank. (Vgl. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/6996966/">Q</a>)</p>
<p>Bei deiner Ernährungsplanung solltest du also genau das auf dem Schirm haben. Du kannst deinen Energiestoffwechsel auf das Level deines schlanken Nachbarn umprogrammieren – <strong>dann verbrennst du mehr Fett und senkst die Wahrscheinlichkeit für Übergewicht und Co.  </strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Besonders kluge Menschen meiden Kohlenhydrate natürlich nicht. Wichtig: Sie essen einfach die richtigen, nämlich die, die man in der Wildbahn pflücken oder ausgraben könnte. <strong>Alles andere regelt sich automatisch. </strong></p>
<p><span style="color: #000080;"><em>Warum manche &#8222;neuen&#8220; Kohlenhydrate unseres Speiseplans besonders abträglich sind, im nächsten Beitrag. </em></span></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/low-carb/der-wichtigste-satz-wenn-du-abnehmen-willst/">Der wichtigste Satz, wenn du abnehmen willst</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Typ 2 wachküssen</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/muskelaufbau-krafttraining/typ-2-wachkuessen/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/muskelaufbau-krafttraining/typ-2-wachkuessen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2026 10:54:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frauengesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsfähigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Muskelaufbau Krafttraining]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den vergangenen Tagen hatten wir bei Instagram Thema Kraft im Alter bespielt. Interessant: Nahezu jede Studie der vergangenen Jahrzehnte, die es zu dem Thema gibt, zeigt: Muskelverlust im Alter ist eine Option. Kein Naturgesetz. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In den vergangenen Tagen hatten wir bei Instagram Thema <a href="https://www.instagram.com/edubily/p/DTvV1whDT_l/"><strong>Kraft im Alter</strong></a> bespielt.</p>
<p>Interessant: Nahezu jede Studie der vergangenen Jahrzehnte, die es zu dem Thema gibt, zeigt:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Muskelverlust im Alter ist eine Option.</strong></p>
<p>Kein Naturgesetz.</p>
<figure id="attachment_324933" aria-describedby="caption-attachment-324933" style="width: 331px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.instagram.com/edubily/p/DTvV1whDT_l/"><img decoding="async" class="wp-image-324933" title="mehr Kraft im Alter" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/02/mehr-Kraft-im-Alter.png" alt="mehr Kraft im Alter" width="331" height="363" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/02/mehr-Kraft-im-Alter.png 1034w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/02/mehr-Kraft-im-Alter-274x300.png 274w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/02/mehr-Kraft-im-Alter-934x1024.png 934w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/02/mehr-Kraft-im-Alter-768x842.png 768w" sizes="(max-width: 331px) 100vw, 331px" /></a><figcaption id="caption-attachment-324933" class="wp-caption-text"><em><strong>Wer nicht folgt, ist selbst schuld. </strong></em></figcaption></figure>
<h2>Mit Typ 2: Muskel- und Kraftverlust vorbeugen</h2>
<p>Wann immer du alte Menschen trainieren lässt, bauen die erheblich Muskelmasse auf und können dadurch erhebliche Kraftzuwächse verzeichnen (<a href="https://journals.physiology.org/doi/epdf/10.1152/jappl.1988.64.3.1038">Q</a>, <a href="https://journals.lww.com/nsca-jscr/fulltext/2011/02000/short_term_heavy_resistance_training_eliminates.6.aspx">Q</a>).</p>
<ul>
<li>Tatsächlich wissen Muskelstammzellen – die Zellen, die den Muskel nach dem Training heilen – nicht, wie alt sie sind.</li>
<li>Tatsächlich können starke alte Menschen auf einem Kraftniveau mit jungen untrainierten Menschen sein.</li>
</ul>
<p>Hallo, aufwachen! Da steht: Du kannst dich auch mit 70 rein funktionell noch auf das Level eines 30-jährigen trainieren.</p>
<p>Diese Studien zeigen zudem: Mit Typ-1-Fasern hast du auch im Alter kein Problem. Das sind die Fasern, die niedrigschwellig aktiviert werden, höchstens beim sanften Joggen noch aktiv sein müssen.</p>
<p>Das, was im Muskel besonders stark im Alter atrophiert, sind Typ-2-Fasern (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2275404/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39466960/">Q</a>). <strong>Das sind unsere schnellsten, kräftigsten, dicksten und energiehungrigsten Muskelfasern.</strong></p>
<p>Die kriegt man vom lieben Gott aber offenbar nicht geschenkt. Die muss man sich verdienen. Man muss also nicht nur sinnbildlich ein paar Strecksprünge machen, um an die Goldtaler zu gelangen.</p>
<h2>10.000 Schritte gähn</h2>
<p>Je älter Menschen werden, umso niedlicher werden sie häufig. Da heißt es von den Herrschaften dann:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Muss heute noch meine 10.000 Schritte vollmachen.</strong></p>
<p>Die watscheln dann durchs Dorf und glauben, sie hätten damit irgendwas gewonnen. Die haben damit 0 % Typ-2-Fasern angesprochen. Wohlgemerkt: Ich sage das so spöttisch, weil sie längst den Glauben aufgegeben haben.</p>
<p>Kaum jemand sprintet im dem Alter noch wirklich. Dabei ist die willentliche Ansteuerung der großen motorischen Einheiten – also der Typ-2-Fasern – essentiell.</p>
<p>Heißt, je schneller du die Beine bewegen willst, beim Sprint im Anschlag, umso stärker werden die großen Nervenbahnen angesprochen, die Typ-2-Fasern aktivieren.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Keine Aktivierung = Atrophie. </strong></p>
<p>Exakt, was man im Alter beobachtet. Der Schlüssel für den Erhalt der Muskulatur im Alter heißt also Krafttraining und/oder Sprint. Und wer das macht, gewinnt. Das zeigt nicht nur unser Instagram-Post.</p>
<h2>Neue Studie: Je intensiver, umso besser</h2>
<p>Das demonstriert uns wieder einmal eine <a href="https://www.nature.com/articles/s41467-025-63475-2?">neue atemberaubende Studie</a>, veröffentlicht im angesehenen Fachmagazin <em>Nature Communications</em>.</p>
<figure id="attachment_324911" aria-describedby="caption-attachment-324911" style="width: 574px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324911 " title="sterblichkeit intensives training" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/01/sterblichkeit-intensives-training.png" alt="sterblichkeit intensives training" width="574" height="203" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/01/sterblichkeit-intensives-training.png 1348w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/01/sterblichkeit-intensives-training-300x106.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/01/sterblichkeit-intensives-training-1024x362.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2026/01/sterblichkeit-intensives-training-768x271.png 768w" sizes="auto, (max-width: 574px) 100vw, 574px" /><figcaption id="caption-attachment-324911" class="wp-caption-text"><strong><em>Studie zeigt: Je intensiver der Sport, umso mehr Minuten kannst du sparen. </em></strong></figcaption></figure>
<p>Gefunden wurde dort, dass intensive Bewegung pro Minute einen deutlich höheren gesundheitlichen Effekt erzielt als mäßige Aktivität wie zügiges Gehen oder lockeres Joggen.</p>
<ul>
<li>Gesamtsterblichkeit: bis 4 x</li>
<li>Herzkreislaufsterblichkeit: bis 8 x</li>
<li>Krebs: bis 3,5 x</li>
<li>Typ-2-Diabetes: bis 9,5 x</li>
</ul>
<p>Wenn du das Risiko für Typ-2-Diabetes senken willst, kannst du somit entweder <strong>90 Minuten durch die Gegend schleichen</strong> oder<strong> 10 Minuten sprinten</strong>.</p>
<p>Das hatte ich vergangenes Jahr <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/10-000-schritte/">hier</a> schon mal erklärt, aber die neue Studie bestätigt das ziemlich eindrucksvoll – und erhöht die Schlagzahl ja nochmal.</p>
<h2>Prävention beginnt jetzt</h2>
<p>Also ich weiß ja, dass wir Menschen im Laufe des Lebens ein bisschen blind werden. Wir finden Krebs, Herzinfarkt, Alzheimer, Diabetes, Muskelschwund, Altern an sich ganz fürchterlich.</p>
<p>Handeln in der Regel aber erst dann, wenn&#8217;s zu spät ist. Besser als an Zähnen kann man es ja nicht ausdrücken: Wenn der Zahn einmal durch ist und der Nerv kaputt, ist der Zahn halt tot.</p>
<p>Richtig wäre es gewesen, Jahrzehnte vorher aufzuhören, Zucker zu essen. Nur dank Fruktose können Bakterien überhaupt robustes Plaque bilden. Mit viel Zucker kannst du schrubben wie du willst.</p>
<p>Daher meine Bitte, ein Memo an dich und an mich: <strong>Das ist kein Spaß. Das ist todernst. Es lässt sich vermeiden. Beginne jetzt! Alter völlig egal. </strong></p>
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		<item>
		<title>Top 3 Studien vor Weihnachten</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/praevention/top-3-studien-vor-weihnachten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Dec 2025 08:59:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hier liegen seit Tagen noch drei Studien auf meinem virtuellen Schreibtisch. Bevor wir die intern verarbeiten &#8230; fasse ich sie an dieser Stelle mal kurz zusammen. Kurz und knapp. 1. Darmmolekül zeigt bemerkenswerte Wirkung gegen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Hier liegen seit Tagen noch drei Studien auf meinem virtuellen Schreibtisch.</p>
<p>Bevor wir die intern verarbeiten &#8230; fasse ich sie an dieser Stelle mal kurz zusammen.</p>
<p>Kurz und knapp.</p>
<h2>1. Darmmolekül zeigt bemerkenswerte Wirkung gegen Diabetes</h2>
<p><a href="https://www.nature.com/articles/s42255-025-01413-8"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-324840" title="Cholin schützt vor Diabetes" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Cholin-schuetzt-vor-Diabetes.png" alt="Cholin schützt vor Diabetes" width="647" height="151" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Cholin-schuetzt-vor-Diabetes.png 1478w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Cholin-schuetzt-vor-Diabetes-300x70.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Cholin-schuetzt-vor-Diabetes-1024x238.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Cholin-schuetzt-vor-Diabetes-768x179.png 768w" sizes="auto, (max-width: 647px) 100vw, 647px" /></a></p>
<p>Ich kann sagen: Das hier ist lustig. Aufgepasst.</p>
<p>Es gibt da einen wichtigen Immunrezeptor, dessen Überaktivität Entzündung und Insulinresistenz begünstigt – damit Teil vom metabolischen Syndrom ist und das Diabetesrisiko erhöht.</p>
<p>Pharmakologisch will man den hemmen. Doch jetzt finden Forscher ganz überraschend: Das machen unsere Darmmikroben schon.</p>
<p>Denn die produzieren aus <strong>Cholin</strong> (!) – kann man essen, nennt sich Eier – einen Stoff, der diesen Immunrezeptor in Zell- und Tierversuchen zuverlässig runterregelt und Tiere nicht nur vor Insulinresistenz schützt, sondern sogar vor einem septischen Schock.</p>
<p>Was ist das denn für ein Stoff? Kennste, kennste&#8230;? <strong>Nennt sich TMA.</strong> Das ist die Vorstufe <a href="https://genetisches-maximum.de/darmgesundheit/darmbakterien-und-tmao/">vom &#8222;bösen&#8220; TMAO</a>.</p>
<p>Ah, oh! Will der Michalk uns sagen, dass die Veganer-Logik &#8222;mehr Cholin = mehr TMAO = Tierprodukte machen krank&#8220; vielleicht gar nicht stimmt?</p>
<p>Exakt. <strong>Wieder ein Märchen als solches entlarvt.</strong></p>
<h2>2. Wissenschaftler entdecken versteckten Auslöser für Fettleibigkeit in Sojaöl</h2>
<p><a href="https://www.jlr.org/article/S0022-2275(25)00195-6/fulltext"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-324838" title="Studie Sojaöl macht krank" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Studie-Sojaoel-macht-krank.png" alt="Studie Sojaöl macht krank" width="724" height="98" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Studie-Sojaoel-macht-krank.png 1786w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Studie-Sojaoel-macht-krank-300x41.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Studie-Sojaoel-macht-krank-1024x139.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Studie-Sojaoel-macht-krank-768x104.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Studie-Sojaoel-macht-krank-1536x208.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 724px) 100vw, 724px" /></a></p>
<p>Der hier ist auch nicht schlecht.</p>
<p>Menschen, die Social Media nutzen – die Armen – stoßen immer wieder auf Gesundheitsinfluencer, die einem einreden, dass Pflanzenöle, sogenannte &#8222;Saatenöle&#8220; ganz schlimm sind.</p>
<p>Sie wissen zwar nicht warum, aber wird schon so sein. Und de facto kann man konstatieren: Dich mit Linolsäure, einer pflanzlichen Omega-6-Fettsäure, vollzutanken, ist vielleicht <strong>alles andere als nützlich.</strong> Das wissen Blog-Leser natürlich seit zehn Jahren.</p>
<p>Soeben wurde eine Studie publiziert, allerdings nur ein Tiermodell, die zeigt, warum Omega-6-reiche Pflanzenöle schädlich sein könnten.</p>
<p>Die Forscher haben nämlich entdeckt, dass aus u. a. Linolsäure bestimmte Abkömmlinge entstehen, <strong>die Oxylipine</strong> – die verändern den Fettstoffwechsel und sorgen dafür, dass Tierchen bei Sojaöl-Fütterung noch dicker werden.</p>
<p>Die Forscher meinen, dass der fünffache Anstieg der Sojaölzufuhr in den USA im vergangenen Jahrhundert, vor allem über ultraverarbeitete Lebensmittel, &#8222;zu chronischen Stoffwechselproblemen beitragen könnte&#8220;.</p>
<h2>3. Der Mensch ist für die Natur geschaffen, nicht für das moderne Leben.</h2>
<p><a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/brv.70094"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-324839" title="Studie Evolution" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Studie-Evolution.png" alt="Studie Evolution" width="674" height="190" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Studie-Evolution.png 1332w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Studie-Evolution-300x85.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Studie-Evolution-1024x289.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/12/Studie-Evolution-768x217.png 768w" sizes="auto, (max-width: 674px) 100vw, 674px" /></a></p>
<p>Wir leben ja in ganz wilden Zeiten. Wir sollten eigentlich aufgeklärter denn je sein, sind aber immer verblödeter.</p>
<p>Warum? Weil unser Primatengehirn denkt, dass das, was ständig wiederholt wird, die Wahrheit ist. Ein Tag auf X und man weiß, dass die Mondlandung fake ist, die Erde flach und Impfungen eine Massenvernichtungswaffe.</p>
<p>Evolution? Gibt es nicht. Wer das aber leugnet, wird nie echten Zugang zu seiner Biologie finden, denn <em>&#8222;nichts (&#8230;) ergibt Sinn, außer im Lichte der Evolution&#8220;</em>. Daher struggeln viele Menschen heutzutage mehr denn je.</p>
<p><strong>Sie leben immer entfremdeter von sich, verstehen aber immer weniger über sich und ihre Biologie.</strong></p>
<p>Genau darüber wurde mal wieder eine Arbeit publiziert, von Anthropologen. Kurz: Die Biologie des Menschen lebt noch in der Steinzeit. Wurde über viele, viele Jahrtausende geformt. <strong>Modernes Leben? Kennt die nicht.</strong></p>
<p>Die Folgen dieses Mismatches? <em>&#8222;Als Beispiel wird der seit Jahrzehnten beobachtete Rückgang der Spermienqualität genannt, der potenziell durch Umweltfaktoren wie Pestizide und Mikroplastik beeinflusst wird.&#8220;</em></p>
<p>Wie war das noch? Wer nicht hören will &#8230;</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Der Mensch schafft sich real ab. Im Zeitraffer vor unseren Augen.</p>
<p>Junge Menschen haben die Hosen voll, weil sie glauben, die Erde verkocht vor ihren Augen. Ich habe da einen Tipp<strong>: Das wird nicht passieren. </strong></p>
<p>Umweltschutz schön und gut, bin ich Fan. &#8222;Artenschutz Mensch&#8220; fängt aber woanders an. Schon in der Dönerbude.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!</strong></span></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/top-3-studien-vor-weihnachten/">Top 3 Studien vor Weihnachten</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Drei Schläge gegen Sucralose</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/drei-schlaege-gegen-sucralose/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/drei-schlaege-gegen-sucralose/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2025 09:11:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Energiehaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=324696</guid>

					<description><![CDATA[<p>Oops it happened again! Der nicht-kalorische Süßstoff Sucralose gerät in letzter Zeit immer öfter in negative Schlagzeilen. Aktuell wurden drei Studien zu Süßstoffen inkl. Sucralose publiziert, über die man sprechen sollte. Wer sich nochmal etwas [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/drei-schlaege-gegen-sucralose/">Drei Schläge gegen Sucralose</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Oops it happened again!</em></p>
<p>Der nicht-kalorische Süßstoff <strong>Sucralose</strong> gerät in letzter Zeit immer öfter in negative Schlagzeilen. Aktuell wurden drei Studien zu Süßstoffen inkl. Sucralose publiziert, über die man sprechen sollte.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Wer sich nochmal etwas tiefer in den Kontext einarbeiten möchte, dem würde ich <a href="https://edubily.de/blogs/ratgeber/sucralose-schaedlich">diesen Ratgeber-Artikel</a> von uns ans Herz legen.</p>
<h2>Der süße Kontext</h2>
<p>Ich persönlich nutze seit jeher gesüßte Getränke und Pulver – in Maßen, würde ich sagen. Ich gehöre aber auch zum Typ &#8222;kalkuliertes Risiko&#8220;. Ich würde mir jetzt nicht einreden, dass Süßstoffe super toll sind, nur damit ich sie mit reinem Gewissen konsumieren kann.</p>
<p>Exakt das stößt mir in den sozialen Medien ein bisschen auf. Wenn man eine gewisse Bubble verfolgt, bekommt man den Eindruck, dass<strong> jeder unbedingt Süßstoffe braucht,</strong> denn das sei natürlich besser als Zuckercola oder ein Hamburger.</p>
<p>Hier geht nach meinem Gefühl <strong>jedes Maß verloren</strong>. Denn der Weg von &#8222;Süßstoffe können nützlich sein, sie haben aber ein gewisses Risikopotential&#8220; hin zu &#8222;Süßstoffe sind total sicher, gib mir mehr!&#8220; ist sehr, sehr kurz offenbar.</p>
<p>Das passt ein bisschen zur neuen &#8222;Sciencetology&#8220;, von vornehmlich Leuten, die entweder selbst gar nicht studiert haben oder ihre Ausbildung gut verbergen. Den Leuten dann aber in Schwarz-weiß-Manier vorbeten, was gut ist und was nicht – <strong>weil sie Positionspapiere von Fachgesellschaften lesen können.</strong></p>
<p><em>Applaus, Applaus.</em></p>
<h2>Drei neue Studien</h2>
<p>Bei Sucralose mehren sich aktuell die Hinweise, dass er problematische physiologische Wirkungen hat. Und zwar schon in ganz herkömmlichen Dosen, die man im Alltag verwenden kann.</p>
<p>Drei aktuelle Studien untermauern das. Here we go:</p>
<h3 style="padding-left: 40px;">1. Sucralose macht insulinresistent</h3>
<p>Nicht neu. Es gibt eine ganze Reihe klinischer Studien, die zeigen konnten, dass Sucralose irgendeinen (negativen) Einfluss auf unsere Insulinsensitivität zu haben scheint (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30005329/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32284053/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30535090/">Q</a>).</p>
<p>Zur Erinnerung: <strong>Insulin sollte möglichst gut wirken</strong> dürfen, denn dann braucht es wenig davon, d.h. unsere Insulinspiegel bleiben flach. Zucker und Aminosäuren gelangen mit guter Insulinsensitivität schnell in die Zellen, Fettsäuren bleiben weggesperrt.</p>
<p>Wenn Insulin nicht mehr (gut) wirkt, gehen zudem anti-entzündliche Eigenschaften verloren und wir schlittern ins metabolische Syndrom.</p>
<figure id="attachment_324705" aria-describedby="caption-attachment-324705" style="width: 599px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324705 " title="sucralose macht insulin resistenz" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-macht-insulin-resistenz.png" alt="sucralose macht insulin resistenz" width="599" height="193" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-macht-insulin-resistenz.png 1458w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-macht-insulin-resistenz-300x97.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-macht-insulin-resistenz-1024x330.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-macht-insulin-resistenz-768x248.png 768w" sizes="auto, (max-width: 599px) 100vw, 599px" /><figcaption id="caption-attachment-324705" class="wp-caption-text"><strong><em>Eine aktuelle klinische Studie zeigt, dass Sucralose in herkömmlichen Dosen Insulinresistenz induzieren kann. </em></strong></figcaption></figure>
<p>Sucralose als nicht-kalorischer Süßstoff sollte gar keine Wirkung haben. Er sollte süß schmecken und dann ciao. Ganz aktuell liest man in einer &#8211; wohlgemerkt – <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40907790/">dreifach verblindeten klinischen Studie</a> folgendes:</p>
<blockquote><p>Der Verzehr von Sucralose in einer Menge von 30 % der zulässigen Tagesdosis durch gesunde, schlanke Personen über einen Zeitraum von 30 Tagen führte zu einer signifikanten Abnahme der Insulinsensitivität um 20,3 %.</p></blockquote>
<p>Zum Verständnis: Die Größenordnung des Verlusts der Insulinsensitivität entspricht etwa der einer stärkeren Gewichtszunahme! Man könnte überspitzen und sagen: Ohne Kalorien fett geworden.</p>
<p>Würde ich für sich genommen erst mal mit &#8222;einer Prise Salz&#8220; verstehen. In Anbetracht der sich mehrenden Studien, die das gleiche Ergebnis zeigen, <strong>schaue ich inzwischen aber ein bisschen ernster drauf.</strong></p>
<h3 style="padding-left: 40px;">2. Sucralose schwächt Tumortherapie ab</h3>
<p>Eine weitere negative Schlagzeile über Sucralose stammt aus der Tumortherapie. Dort liest man, dass Menschen mit hohem Sucralose-Konsum offenbar schlechter auf eine Immuntherapie gegen bestimmte Krebsformen ansprechen.</p>
<figure id="attachment_324702" aria-describedby="caption-attachment-324702" style="width: 697px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324702 " title="sucralose immuntherapie krebs" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-immuntherapie-krebs.png" alt="sucralose immuntherapie krebs" width="697" height="162" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-immuntherapie-krebs.png 1534w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-immuntherapie-krebs-300x70.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-immuntherapie-krebs-1024x238.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/sucralose-immuntherapie-krebs-768x178.png 768w" sizes="auto, (max-width: 697px) 100vw, 697px" /><figcaption id="caption-attachment-324702" class="wp-caption-text"><strong><em>Eine aktuelle Studie zu Sucralose im Kontext einer Anti-Krebs-Therapie zeigt: Der Süßstoff könnte die Therapie abschwächen. (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40742298/">Q</a>)</em></strong></figcaption></figure>
<p>Um dieses Phänomen genauer zu untersuchen, zogen die Forscher auch Versuche an Tieren heran und fanden:</p>
<blockquote><p>In Übereinstimmung mit den Ergebnissen der Studie beobachteten sie, dass Mäuse, die mit höheren Konzentrationen von Sucralose gefüttert wurden, weniger positiv auf die Anti-PD-1-Behandlung reagierten als diejenigen, die mit einer Ernährung mit geringeren Sucralose-Konzentrationen gefüttert wurden.</p></blockquote>
<p>Und woran das lag, fanden die Forscher sogar auch heraus. Sucralose verändert das Darmmikrobiom so, dass die Mikroben die Aminosäure Arginin wegknabbern. <strong>Die fehlt dann im Blut – Arginin wiederum ist für ein gutes Ansprechen auf die Tumortherapie nötig </strong>(<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5864849/">Q</a>, <a href="https://jitc.bmj.com/content/12/12/e010094">Q</a>).</p>
<p>Die gute Nachricht lieferten sich also auch: Du kannst ruhig 2 Liter Diätcola saufen, solange du Arginin ergänzt. Wow, wie toll! (Man wolle – sic! – den Tumorpatienten nicht auch noch die Diätcola verbieten&#8230;)</p>
<h3 style="padding-left: 40px;">3. Süßstoffe machen deppert</h3>
<p>&#8230; aber zum Glück nur ein bisschen, würden findige Instagramer jetzt sagen. Okay, ganz so polemisch wollen wir nicht auf die Datenlage gucken.</p>
<p>2022 findet <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33641634/">eine klinische Studie</a> mit gesunden Erwachsenen, dass Sucralose über sechs Wochen zu spürbaren <strong>Einbußen in Gedächtnisleistung  und Exekutivfunktionen</strong> führen kann, begleitet von messbaren Veränderungen der Gehirnwellen (mehr Theta), was für Ermüdung spricht.</p>
<p>Im März dieses Jahres zeigt <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40140714/">eine klinische Studie</a> in renommierten Fachmagazin <em>Nature Metabolism</em>, dass Sucralose offenbar die <strong>Appetitregulation des Gehirns durcheinander</strong> bringen kann – kurz: es macht vielleicht hungriger.</p>
<p>Soeben erschien <a href="https://www.neurology.org/doi/10.1212/WNL.0000000000214023">eine große Studie</a> mit sieben Süßstoffen – Sucralose war nicht dabei! –, die zeigte, dass Menschen mit höherem Süßstoffkonsum einen über <strong>50-60 % schnelleren kognitiven Abbau</strong> verzeichnen. Die Zahlen sind <strong>vermeintlich klein</strong>, kumulieren sich aber über die Jahre und spielen in der Größenordnung <strong>von Bluthochdruck als Risikofaktor</strong>.</p>
<figure id="attachment_324706" aria-describedby="caption-attachment-324706" style="width: 614px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324706 " title="Süßstoffe und Demenz" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/Suessstoffe-und-Demenz.png" alt="Süßstoffe und Demenz" width="614" height="183" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/Suessstoffe-und-Demenz.png 1710w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/Suessstoffe-und-Demenz-300x89.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/Suessstoffe-und-Demenz-1024x305.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/Suessstoffe-und-Demenz-768x229.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/09/Suessstoffe-und-Demenz-1536x458.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 614px) 100vw, 614px" /><figcaption id="caption-attachment-324706" class="wp-caption-text"><em><strong>Eine aktuelle Studie bringt herkömmliche Süßstoffe in Verbindung mit einem schnelleren kognitiven Abbau. </strong></em></figcaption></figure>
<p>Auch wenn Sucralose nicht explizit Teil der zuletzt genannten Studie war, liegt zumindest der Verdacht nahe, dass sich für sie – als Teil der Kategorie – ähnliche Ergebnisse finden lassen. Den Punkt, den ich hier machen will:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Süßstoffe – insbesondere Sucralose – wirken erwiesenermaßen aufs Gehirn.<br />
Folgen: ungewiss.</strong></p>
<h2>Süßstoffe sind nicht &#8222;neutral&#8220;</h2>
<p>Mein naives Weltbild war viele Jahre lang:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Süßstoffe wirken neutral.</strong></p>
<p>So verkauft man es uns auch. <em>Einfach innerhalb der sicheren Zufuhrzone bleiben und Süßstoffe wirken quasi wie Wasser – nur eben mit Geschmack</em>. Wie toll!</p>
<p>Seit einigen Jahren verdichtet sich allerdings die Datenlage – über die gesamte Datenlandschaft, inkl. Tier- und mechanistische Studien –, dass Süßstoffe, insbesondere Sucralose, alles andere als neutrale Agents sind, die man einfach so wie Wasser konsumieren kann.</p>
<p>Ich will hiermit nicht sagen, dass du nie wieder Diätcola trinken sollst. <strong>Ich werde mir im Laufe der Woche sicher auch wieder eine reinziehen (oder einen zuckerfreien Eistee&#8230; leider geil)</strong>. Wohlwissend, dass ich meinem Körper damit vielleicht keinen Gefallen tue.</p>
<p>Aber so zu tun, als ob man gesüßte Cola wie Wasser saufen kann, regt mich ein bisschen auf. Die mit klassischen Süßstoffen gesüßten Getränke – auch Getränke auf Eiweißpulverbasis ;-) – wirken physiologisch nicht neutral, ein für alle Mal!</p>
<h2>PS:</h2>
<p style="padding-left: 40px;">Seit Jahren warne ich davor, sich vor <strong>selbsterfüllenden Prophezeiungen</strong> zu schützen. Wer keine Kohlenhydrate isst, weil er Angst hat, dass sie Insulinresistenz induzieren, macht sich möglicherweise eine hausgemacht (&gt; physiologische IR).</p>
<p style="padding-left: 40px;">Wer dünn und schlank werden will und dafür nur noch gesüßte Getränke trinkt, macht sich möglicherweise eine Insulinresistenz und sorgt dafür, dass es viel schwerer wird, abzunehmen. Ich mein ja bloß&#8230; am Ende des Tages kann es mir ganz egal sein, was du so treibst.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/drei-schlaege-gegen-sucralose/">Drei Schläge gegen Sucralose</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Es werde (Sonnen-)Licht</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/es-werde-sonnen-licht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Aug 2025 08:34:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Gefäßgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hormonhaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Life Style]]></category>
		<category><![CDATA[Mitochondrien]]></category>
		<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin D3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>36 Grad und es wird noch heißer – gerade fühle ich mich wie Olaf der Schneemann im Sommer. Hochsommer. Tolle Kindheitserinnerungen – lange Tage im Schwimmbad. Entspannung, viel Spaß, viel Bewegung, eine Prise Abenteuer – [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/es-werde-sonnen-licht/">Es werde (Sonnen-)Licht</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>36 Grad und es wird noch heißer – gerade fühle ich mich wie Olaf der Schneemann im Sommer.</p>
<p>Hochsommer. Tolle Kindheitserinnerungen – lange Tage im Schwimmbad. Entspannung, viel Spaß, viel Bewegung, eine Prise Abenteuer – und verärgerte Omas, die wir mit unseren &#8222;Bomben&#8220; &#8222;versenkt&#8220; haben :-))</p>
<p>Viel besser geht es nicht. Und es gibt auch kein Ort auf der Welt, wo eine Pommes besser schmeckt. Ist so! Außerdem haben wir Kids immer ausgesehen wie frisch aus dem Ägyptenurlaub. Nie wieder gab&#8217;s eine so tiefe Bräune.</p>
<p>Heute ist Sonne, wie vieles, was uns als Mensch seit Ewigkeiten begleitet, irgendwo verpönt. &#8222;Sonne? Willst du Hautkrebs, oder was?&#8220; Ein schwerer Fehler, wie Forschungen zeigen.</p>
<h1>Der Körper liebt die Sonne</h1>
<p>So <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38661623/">eine Studie</a> wurde kürzlich im Kommentarbereich hier im Blog gepostet. Eine Abbildung der Arbeit fasst den Stand der Dinge gut zusammen:</p>
<figure id="attachment_324641" aria-describedby="caption-attachment-324641" style="width: 419px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/08/UV-Licht-Gesundheit.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324641" title="UV Licht Gesundheit" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/08/UV-Licht-Gesundheit.jpg" alt="UV Licht Gesundheit" width="419" height="728" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/08/UV-Licht-Gesundheit.jpg 510w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/08/UV-Licht-Gesundheit-173x300.jpg 173w" sizes="auto, (max-width: 419px) 100vw, 419px" /></a><figcaption id="caption-attachment-324641" class="wp-caption-text"><strong><em>UV-Licht hat auch wertvolle Eigenschaften, über die (zu) selten gesprochen wird. </em></strong></figcaption></figure>
<p>Es gibt also &#8222;förderliche UV-induzierte Mechanismen&#8220; (a)&#8230;</p>
<ul>
<li>Stickstoffmonoxidbildung &gt; mehr NO = bessere Gefäß-, Stoffwechsel- und Immungesundheit</li>
<li>Entzündungsmodulation und Immunregulation (= Unterdrückung Autoimmunität)</li>
<li>Vitamin-D-Synthese</li>
<li>Und: &#8222;Unbekannt und Unerforscht&#8220;</li>
</ul>
<p>Denn man beobachtet, wie UV-Licht das Aufkommen einer ganzen Reihe an Krankheiten hemmt:</p>
<ul>
<li>Weniger Gesamtsterblichkeit</li>
<li>Niedrigerer Blutdruck</li>
<li>Weniger Herzkreislauferkrankungen</li>
<li>Weniger Typ-2-Diabetes</li>
<li>Niedrigeres Risiko für MS</li>
<li>Weniger Covid</li>
<li>Weniger Krebs</li>
</ul>
<p>Kenner wissen natürlich, dass Sonnenlicht nicht nur &#8222;UV-Strahlung&#8220; ist, sondern beispielsweise auch <strong>Infrarot</strong> und <strong>sichtbares Licht</strong>. Ersteres kennen wir aus der Mitochondrienforschung, denn Infrarot pimpt unsere Mitos. Letzteres wirkt vor allem aufs Gehirn und hebt die Stimmung.</p>
<p>Man lehnt sich nicht allzu stark aus dem Fenster, wenn man behauptet: <strong>Sonnenlicht macht gesund</strong>.</p>
<h1>Wenig Sonne, viel MS</h1>
<p data-start="94" data-end="279">Es geht weiter. Ganz aktuell wurde <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40716233/">eine systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse</a> im Fachmagazin <em data-start="197" data-end="239">Multiple Sclerosis and Related Disorders</em> veröffentlicht, die aufhorchen lässt.</p>
<p data-start="94" data-end="279">Die Datenbasis umfasste 11 Studien mit insgesamt 10 857 MS-Fällen und 11 842 Kontrollpersonen. Besonders im Fokus stand hierbei eine der wichtigsten genetischen Risikovarianten, das sogenannte <em data-start="474" data-end="484">HLA-DRB1</em>15:01*.</p>
<p style="text-align: left;" data-start="495" data-end="750">Das Ergebnis liest sich wie folgt:</p>
<p style="text-align: center;" data-start="495" data-end="750"><strong>Trägst du dieses genetische Risiko und kommst mit wenig Sonnenlicht in Kontakt,<br />
</strong><strong>hast du ein rund fünffach höheres Risiko für MS! </strong></p>
<p data-start="752" data-end="802">Aus den Daten der Analyse geht noch mehr hervor:</p>
<ul>
<li data-start="806" data-end="985"><strong data-start="806" data-end="835">Niedrige Sonnenexposition</strong> ist für sich genommen ebenfalls mit einem deutlich erhöhten MS-Risiko assoziiert; in großen Einzelstudien lag der Effekt bei etwa <strong data-start="966" data-end="982">1,3–1,4-fach</strong>.</li>
<li data-start="806" data-end="985">Das Risiko bei Sonnenmangel ist vergleichbar mit dem von Menschen, die zwar das genetische Risiko tragen, aber ausreichend Sonnenlicht abbekommen.</li>
<li data-start="806" data-end="985"><strong data-start="1139" data-end="1172">Beide Risikofaktoren zusammen</strong> („MS-Gen“ + Sonnenmangel) wirken nicht nur additiv, sondern <strong data-start="1233" data-end="1249">über-additiv</strong>: Das kombinierte Risiko ist höher, als es die Summe der Einzeleffekte erwarten lässt.</li>
<li data-start="806" data-end="985">Das Risiko-Allel <em data-start="1357" data-end="1363">DRB1</em>15:01 ist in europäischen Populationen relativ häufig, beläuft sich je nach Region auf ca. 10-30 %.</li>
</ul>
<p data-start="1504" data-end="1843">Daten deuten darauf hin, dass Vitamin D einen wesentlichen, aber nicht vollständigen Anteil am schützenden Effekt von Sonnenlicht gegen MS hat. Schätzungen zufolge werden etwa <strong data-start="1680" data-end="1688">30 %</strong> des „Sonnenmangel-Risikos“ durch ausreichende Vitamin-D-Spiegel vermittelt – der Rest hängt von weiteren, Vitamin-D-unabhängigen Wirkungen der Sonne ab.</p>
<h1>Was bleibt?</h1>
<p>Die Wahrheit liegt vermutlich in der Mitte. (Eine Mark ins Phrasenschwein&#8230;)</p>
<p>Aber mal Butter bei die Fische: Wieso können Menschen heutzutage nicht einfach normal sein? Wieso gibt es in unseren Realitäten nur nackig am Strand in der prallen Mittagssonne oder dicke Schichten Sonnencreme und Sonnenphobie?</p>
<p style="padding-left: 40px;">Weißt du noch? Neulich? Da hatten wir zwei, drei Tage lang eine extreme Hitze. UV-Index von 8-9. Für manche Personen eigentlich lebensgefährlich. Und was fiel den Leuten an diesen Tagen ein? &#8222;Lass an den See fahren&#8230;&#8220; Nicht nachvollziehbar.</p>
<p>So nicht.</p>
<p>Aber deshalb ist Sonnencreme nicht gleich verantwortlich für Hautkrebs – oder total nutzlos.</p>
<p>Einfach mal normal bleiben :-) Dann klappt&#8217;s auch mit einer gesunden Menge an Sonnenlicht.</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/es-werde-sonnen-licht/">Es werde (Sonnen-)Licht</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Abnehm-Medikamente funktionieren nicht</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/abnehm-medikamente-funktionieren-nicht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Aug 2025 08:07:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Abnehmspritzen und Co. sind die Zukunft. Man sieht jetzt schon peinliche Werbungen, Tenor, &#8222;Hau dir die Spritze rein und morgen läufst du Marathon&#8220;. Wer bist du?   Neulich habe ich wieder so ein Ozempic-Gesicht irgendwo [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/abnehm-medikamente-funktionieren-nicht/">Abnehm-Medikamente funktionieren nicht</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Abnehmspritzen und Co. sind die Zukunft. Man sieht jetzt schon peinliche Werbungen, Tenor, &#8222;Hau dir die Spritze rein und morgen läufst du Marathon&#8220;.</p>
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Wer bist du?  </span></h1>
<p>Neulich habe ich wieder so ein <a href="https://genetisches-maximum.de/kontroverses/zombies-auf-den-strassen/">Ozempic-Gesicht</a> irgendwo gesehen. Das Problem ist nicht, dass die Leute mit der Abnehmspritze Gewicht verlieren – das Problem ist, dass die danach andere Menschen sind.</p>
<p>Und das liegt nicht daran, dass die halt vorher so fett waren. Das liegt &#8222;in der Natur der Sache&#8220;. Wenn wir nämlich <em>natürlich </em>– sagen wir der einfachheit halber mal: gesund<em> –</em> abnehmen, sind wir bestenfalls das Körperfett los und haben wenig an Magermasse eingebüßt. Die Leute sehen wie eine verbesserte Variante ihrer selbst aus.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Wohlgemerkt: Als Übergewichtiger hat man häufig auch zu viel Magermasse. Die darf schon ein bisschen mit schrumpfen! Ein bisschen halt.</p>
<p>Dann gibt es die Leute, die man aus den Dokus kennt. KZ und Minnesota Starvation Experiment &#8230; und so weiter. Das ist <em>ungesund</em>. Und dann gibt es neuerdings noch eine weitere Variante. <strong>Nämlich der Gewichtsverlust durch Abnehmspritzen.</strong></p>
<p>Hier tricksen wir den Körper gekonnt aus, der weiß eigentlich gar nix von seinem Glück. Genau so verliert er dann auch Gewicht, Stand der Dinge ist nämlich:</p>
<ul>
<li>Abnehmspritze macht einen riesigen Verlust an Magermasse (<a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2025/07/250730030400.htm">Q</a>)</li>
<li>Nach Absetzen kommt das Gewicht wieder zurück (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12155999/">Q</a>)</li>
</ul>
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">I got 99 problems </span></h1>
<p>Das Problem ist, dass man das das Problem nicht an der Wurzel packt. Da gab es neulich eine ähnliche Studie, die zeigte, dass Asthmamedikamente zwar erst mal die Symptome hemmen, das Ursprungsproblem – ein hyperaktives Immunsystem – aber verschlimmern können (<a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2025/06/250627095032.htm">Q</a>).</p>
<p style="padding-left: 40px;">Verstanden? Der Körper ist nicht so dumm, wie wir denken. Du kannst nicht irgendwelche Signalwege ausschalten und dann so weiter machen wie bisher. Der Körper baut sich einfach Umgehungsstraßen, für ihn hat sich ja sonst nichts verändert.</p>
<p>Übergewicht kann viele Ursachen haben:</p>
<ul>
<li><strong>Neuronal:</strong> Leptin (&#8222;Satthormon&#8220;) wirkt nicht richtig. <strong>Oder:</strong> Unser Belohnungssystem im Gehirn ist entgleist. <strong>Oder:</strong> Das Nährstoffsensing läuft schlechter als beim Nachbarn, heißt wir haben Genvarianten, die dafür sorgen, dass Fettkalorien einfach an uns vorbeilaufen, gar nicht vom Hirn registriert werden (<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0022227520413720">Q</a>).</li>
<li><strong>Fettgeweblich: </strong>Es gibt Menschen, deren Fettgewebe akzeptiert Fette einfach nicht (<em>Lipodystrophie</em>). Natürlich gibt es folglich auch Menschen, deren Fettgewebe sich vollsaugt wie ein Schwamm – und schlechter Fett mobilisiert.</li>
<li><strong>Systemisch:</strong> Manche Menschen bekommen nach dem Essen einen Bewegungsdrang, verbrennen alles wieder. Andere speichern halt erst mal.</li>
<li><strong>Mitochondrial: </strong>Manche Menschen haben fitte Mitochondrien, andere ein bisschen lahmarschige. Manche Mitochondrien werden schneller krank als andere. Folglich saugt der Muskel bei den einen die Nährstoffe rein, bei den anderen Menschen nicht.</li>
</ul>
<p>Und so weiter und so fort. Was ich damit sagen will: Man muss schon ganz schön vermessen – geldgeil und/oder blauäuig – sein, um ernsthaft zu glauben, man könnte Übergewicht allgemein (!) mit einem Medikament stoppen oder gar umkehren, das genau einen Signalweg anspricht.</p>
<p>Junge, Übergewicht kann dreihunderttausend verschiedene Ursachen haben. Du wirst doch verrückt und doof, wenn du es *so* besiegen willst.</p>
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Nothing in Biology Makes Sense Except&#8230; </span></h1>
<p>Ich spreche ja immer viel mit auch ziemlich klugen Menschen. Stelle dabei aber immer wieder fest, dass sie Biologie nicht auf dem Schirm haben – sie also gar nicht wissen, von wem oder was sie überhaupt regiert und gesteuert werden. Verrückt!</p>
<p>Gesundes Abnehmen kannst du nicht durch Kalorienzählen oder eine Spritze steuern. Das muss mehr oder weniger von alleine gehen. An der Stelle darf man sich immer wieder vor Augen führen:</p>
<ol>
<li>Bei Naturvölkern gibt es nahezu kein Übergewicht.</li>
<li>Bis vor wenigen Jahrzehnten – also gleiche Genetik wie du – gab es auch hierzulande kaum Übergewicht.</li>
</ol>
<p>Und das liegt und lag nicht an Hungersnöten, wobei die uns immerhin signalisieren würden, dass deine Ben-&amp;-Jerry&#8217;s-Sucht einfach lächerlich ist. Zwei Monate im Busch und du wärst &#8222;geheilt&#8220;.</p>
<p>Was machen die anders?</p>
<ol>
<li><strong>Trinken Wasser. Kein Kaffee, kein Tee, nix, einfach Wasser.</strong></li>
<li><strong>Essen Essen. Stell&#8217;s dir vor. Die essen das, was sie finden oder einfach herstellen können.</strong></li>
</ol>
<p>Die haben kein Aldi, sind also nicht so verwirrt wie du. Deren Körper folglich auch nicht.</p>
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Notfalls in den Dschungel </span></h1>
<p>Nein, ich bin kein Spiel- oder Spaßverderber. Aber an ehrlicher Arbeit kommen wir halt nicht vorbei. Auch dann, wenn wir glauben, nur ein Medikament könnte uns retten. Wann wachen die Leute endlich auf?</p>
<p>Wir machen uns abhängig von Medikamenten.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/abnehm-medikamente-funktionieren-nicht/">Abnehm-Medikamente funktionieren nicht</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Reverse Ozempic – Kalorien ≠ Kalorien</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/tipps/reverse-ozempic-kalorien/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/tipps/reverse-ozempic-kalorien/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jul 2025 08:39:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Energiehaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=324584</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine Kalorie ist eine Kalorie, nicht wahr? Social Media Banane Wer heute durch Social Media swipt, fühlt sich zurückerinnert an die frühsten Jahre des schnellen Internets. Alles ist ein Sinusverlauf – und alles scheint wieder [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/tipps/reverse-ozempic-kalorien/">Reverse Ozempic – Kalorien ≠ Kalorien</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Kalorie ist eine Kalorie, nicht wahr?</p>
<h2>Social Media Banane</h2>
<p>Wer heute durch Social Media swipt, fühlt sich zurückerinnert an die frühsten Jahre des schnellen Internets. Alles ist ein Sinusverlauf – und alles scheint wieder zu kommen.</p>
<ul>
<li>Damals &#8222;Glyx&#8220;, heute &#8222;Glukose-Trick&#8220;</li>
<li>Damals Paleo/Keto, heute &#8222;Carnivore&#8220;</li>
<li>Damals Weight Watchers, heute &#8222;Abnehmen mit Süßstoffen&#8220; ;-)</li>
</ul>
<p>Um ein paar Beispiele genannt zu haben. Vielleicht irrt der Blick auch und es war nie anders. Vielleicht braucht der Mensch diese Konzepte einfach? Seit jeher fehlt der letzte entscheidende Schritt zur Erkenntnis.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Der Schritt zur individualisierten Ernährung. </strong></p>
<p>Das wird halt schwer, wenn man den ganzen Tag Magerquark mit Süßstoff löffelt, weil &#8222;nur Kalorien zählen&#8220;. Dieses trivialisierte und banalisierte Verständnis von Ernährung wird vielen zum Verhängnis, weshalb sie im ewigen Kreislauf der Ernährungskonzepte hängen bleiben.</p>
<p>Individualisierte Ernährung heißt&#8230;</p>
<ol>
<li><strong>zu verstehen, was mein Körper wann braucht.</strong> Du musst nicht immer eine &#8222;volle Mahlzeit essen&#8220;, manchmal braucht es vielleicht einfach nur entweder Protein <em>oder</em> Kohlenhydrate (Zucker!) <em>oder</em> eher Fett.</li>
<li><strong>zu verstehen, dass Lebensmittel pro Kalorie einfach nicht gleich im Körper wirken.</strong></li>
</ol>
<p>Auf den zweiten Punkt möchte ich etwas stärker eingehen.</p>
<h2>Eine Kalorie ist eine Kalorie ist &#8230;</h2>
<p>Heute hauen sich Menschen, die nicht mal (stoffwechsel-)krank sind, fröhlich die Abnehmspritze in den Bauch. Der Semaglutid-Mechanismus ist <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/abnehmspritze-zu-frueh-gefreut/">hinreichend erklärt</a>. Er mimt die Wirkung eines Peptidhormons (GLP1), das u. a. den Hunger unterdrückt – man spricht von<strong> GLP-1-Agonist.</strong></p>
<p>Das ist, was ich im Blog des Öfteren schon als <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/diaeten-kann-man-nicht-erzwingen/"><em>Feedforward</em></a> bezeichnet habe: Der Körper wird so &#8222;programmiert&#8220;, dass er einfach weniger Hunger hat. Und schon&#8230; wird man schlank.</p>
<p>Hier hört das Abstraktionsvermögen der Menschen meistens auf. Das geht nämlich und natürlich auch umgekehrt, nenne ich hier mal &#8222;Reverse Ozempic&#8220;. Die meisten Menschen nehmen ja nicht absichtlich zu. Die sind einfach fehlprogrammiert.<strong> Und zwar durch die Kalorien, die sie essen. </strong></p>
<p>Eine Kalorie ist eben nicht eine Kalorie:</p>
<ul>
<li>Palmitinsäure und Ölsäure (beides Fettsäuren) &gt; pro g gleiche Kalorienzahl &gt; <strong>Palmitinsäure unterdrückt den Fettabbau, Ölsäure nicht </strong></li>
<li>Fruktose und Glukose &gt; pro g gleiche Kalorienzahl &gt; <strong>Fruktose schädigt den Energiestoffwechsel, Glukose nicht </strong></li>
<li>Milch &gt;<strong> pro g Protein/KH erzeugt Milch eine viel höhere Insulinantwort als viele andere Lebensmittel  </strong></li>
<li>Erhitzte/abgekühlte Stärke und frische Stärke &gt; <strong>pro g zugeführte Kalorie erzeugt frische Stärke erheblich höhere Blutzuckerreaktionen </strong></li>
<li>Kaffee – ganz ohne Kalorien – <strong>potenziert die Insulinantwort bei Mahlzeiten </strong></li>
</ul>
<p>Sucralose, vormals freigesprochen als kalorienfreier, &#8222;neutraler Süßstoff&#8220;, kann in hochwertigen RCT-Studien Insulinresistenz erzeugen (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30535090/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32284053/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30005329/">Q</a>) und macht im Vergleich zu Zucker hungriger (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40140714/">neue Studie</a>). Insulinresistenz&#8230; entsteht eigentlich immer dann, wenn sich der Mensch überfrisst, also in Kalorien badet! Passiert hier völlig ohne Kalorien.</p>
<p>Ist das nicht faszinierend? <strong>Das, was du in den Mund schiebst, hat eine Wirkung in deinem Körper.</strong> Und entweder ist diese Wirkung zuträglich für deine langfristige Gesundheit, programmiert dich also z. B. schlank (wie Ozempic!) – übrigens längst bewiesen, siehe <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/ist-eine-kalorie-eine-kalorie/">hier</a>. Oder du programmierst dich bei gleicher Kalorienzufuhr halt z. B. dick.</p>
<p>Natürlich wirst du von diesen Kalorien – als rein physikalische Größe – nicht dick. Aber pro Kalorie sorgen diese &#8222;abträglichen&#8220; Kalorien dafür, dass du mehr isst, die zugeführten Kalorien nicht richtig verwertest und so weiter. Das muss man doch mal verstehen.</p>
<h2>Du musst an dir selbst lernen</h2>
<p>Natürlich kannst du dir Ozempic spritzen. Als Beispiel. Das ändert an deinem Fundament aber doch nix. Daher nehmen die meisten, die die Spritze absetzen, halt wieder zu (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12155999/">Q</a>). Wie deprimierend ist das?</p>
<blockquote><p>Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Die Analyse zeigte eine schnelle Wiederzunahme des Gewichts nach Beendigung der Therapie, unabhängig von der Dauer der Behandlung mit GLP-1-Agonisten.</p></blockquote>
<p><strong>Du musst verstehen, welche Lebensmittel welche Reaktionen in dir triggern.</strong> Das geht halt nicht, wenn du die Lösungen in Konzepten im Außen suchst. Das geht meinetwegen bestens mit einem <strong>Ernährungstagebuch</strong>. Dann siehst du doch schwarz auf weiß, wie der Hase läuft. Dann siehst du doch eindeutig Trends in deinem Essverhalten mit Reaktion X in deinem Körper.</p>
<p>Das nennt sich Selbststudium. Leg doch mal das Handy weg&#8230; hast genug gelesen und gehört in Social Media.</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/tipps/reverse-ozempic-kalorien/">Reverse Ozempic – Kalorien ≠ Kalorien</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Fleisch heilt &#8211; Geheimnis Carnitin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Apr 2025 18:49:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[L-Carnitin]]></category>
		<category><![CDATA[Nährstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich muss gestehen, so ohne Kaffee im Kopf bin ich ziemlich nett und ausgeglichen, vielleicht langweilig. Mit Kaffee im Tank ist die Welt aufregender – und meine Texte etwas schärfer im Ton.  Aber: Ohne Kaffee [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich muss gestehen, so ohne Kaffee im Kopf bin ich ziemlich nett und ausgeglichen, vielleicht langweilig. Mit Kaffee im Tank ist die Welt aufregender – und meine Texte etwas schärfer im Ton. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Aber: Ohne Kaffee geht&#8217;s mir erheblich besser, daher ist er auf ein Minimum reduziert. Aber warum schreibe ich das? Weil derzeit wieder so unglaublich viel Bullshit im Internet erzählt wird und ich einfach so gar keinen Drang verspüre, drauf zu reagieren. Vielleicht ist es auch die Altersweisheit, man weiß es nicht. </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Carnitin hat man oder nicht </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Aber wir kennen es ja: &#8222;<strong>Fleisch ganz schlimm, bringt dich um.&#8220;</strong> Darüber kann man als gebildeter Mensch ja nur müde lächeln. Beweis? Fleisch, das böse rote, ist die einzige Quelle für L-Carnitin in der Nahrung. Hat man halt im Körper – oder nicht. Ich bevorzuge, genug Carnitin im Tank zu haben. Das heißt, ich muss, ich will rotes Fleisch – das saftige Weidesteak – essen. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die meisten Menschen glauben wohl, der Körper macht schon genug Carnitin. Die Wahrheit ist: Manche haben Glück und kommen mit den 20 mg, die der Körper am Tag synthetisiert, einigermaßen gut aus. Das sind dann die, bei denen Vegetarismus und Veganismus scheinbar funktioniert. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich persönlich bin – übrigens wie viele Europäer – nicht so beglückt. Meine Nieren scheiden zu viel Carnitin aus und ich bin daher auf eine gute Carnitinzufuhr angewiesen. <a href="https://genetisches-maximum.de/naehrstoffe/genetik-drei-wichtige-naehrstoffe-fuer-veganer/">Hatte ich hier mal erzählt</a>. Merke ich! </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Carnitin kennen die meisten als <em>Fatburner</em>. Das ist höchstens die halbe Wahrheit. Carnitin wird gebraucht, damit Mitochondrien Fett verbrennen können – das ist richtig. Es gibt aber ein weiteres Enzym in den Mitochondrien, das mit Carnitin arbeitet, und vielleicht nochmal viel wichtiger ist. Die Rede ist von der mystischen <strong>CrAT (<em>Carnitine O-acetyltransferase</em>). </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und die Story geht so: Wenn wir unsere armen Mitochondrien mit zu viel Energie bombardieren (Hüftspeck, Genetik und so weiter!) oder die Mitos nicht richtig funktionieren, &#8222;verstopfen&#8220; sie mit Acetyl-CoA, der Hauptenergieträger, der aus der Verbrennung von Kohlenhydraten und Fetten entsteht. <strong>Mit Acetyl-CoA wird Energie gewonnen – und nur so! </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Man kann aber auch zu viel davon haben, dann blockiert alles. Die Folge ist: </span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Metabolische Inflexibilität! </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich hatte hier im Blog vor langer Zeit (2015!!!) schon mal genau darüber berichtet. <a href="https://genetisches-maximum.de/l-carnitin/carnitin-reguliert-deinen-stoffwechsel/">Darf man sich gerne nochmal in Ruhe durchlesen</a>. Jedenfalls wissen wir ja, dass wir das Gegenteil wollen, nämlich die <em>metabolische Flexibilität</em>. Das heißt, ich verbrenne das, was ich in den Mund stecke. Viel Fett = viel Fettverbrennung. Viele Kohlenhydrate = gute Kohlenhydratverbrennung.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Carnitin stellt metabolische Flexibilität wieder her  </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Schlussendlich heißt das nämlich auch: <strong>Energie</strong>. Viele, viele Menschen sind <em>metabolisch inflexibel</em> und kriegen vor allem nach Kohlenhydratgenuss eben keinen Energieschub. Im Gegenteil, meistens müssen die sich erst mal hinlegen. Und jetzt kommt die herausragende Nachricht, die uns <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6945245/">eine hochwertige klinische Studie (RCT)</a> vor wenigen Jahren besorgte: </span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Zusammenfassend zeigen wir hier, dass eine Carnitin-Supplementierung bei Probanden mit eingeschränkter Glukosetoleranz eine sehr ausgeprägte Wirkung auf die metabolische Flexibilität hat und diese sogar vollständig wiederherstellen kann. </span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Vollständig wiederherstellen. Sehr ausgeprägte Wirkung auf die metabolische Flexibilität.</strong> WHAT? Das ist keine Musik in meinen Ohren, das ist eine Symphonie! Hallo? Noch jemand wach?? </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Wissenschaftler nutzten hierfür ein neues Verfahren – einzigartig. Die konnten so genau messen, was Carnitin im Muskel macht. Und die Forscher finden: Es hilft, die Zellen vor Energieüberfrachtung zu schützen, Carnitin pimpt also unsere Mitochondrien, und die Folge ist, dass die wieder normaler funktionieren. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Genau genommen zeigen die Autoren: Wenn Probanden mit eingeschränkter Stoffwechselfunktion genug Carnitin im Tank haben, fährt der Muskel bei Kohlenhydratkonsum die Kohlenhydratverbrennung genau so hoch wie bei Menschen, die völlig stoffwechselgesund sind. Das heißt doch für uns was ganz anderes: </span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>ENERGIE AUS KOHLENHYDRATEN!!!! </strong></span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Carnitin, also Fleisch, heilt </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Übrigens: <a href="https://www.nature.com/articles/s42255-023-00844-5">Studien im renommierten Fachmagazin <em>Nature Metabolism</em></a> zeigen, dass das Carnitin-abhängige Enzym, von dem hier die Rede ist, auch im Herzen eine Schlüsselrolle spielt. Wenn das Enzym nämlich nicht richtig funktioniert, entzündet sich das Herz und Herzschwäche kann sich eher entwickeln.<strong> Vielleicht einfach keinen Carnitinmangel riskieren, oder? </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und so schließt sich der Kreis: Im Ernst, mir ist völlig egal, wer was im Leben glaubt. Nur wer solche Fakten ignoriert und einfach nicht versteht, dass 2 Mio Jahre Evolution – das heißt: Fleischkonsum – massive Spuren in uns hinterlassen haben, dem ist doch nicht zu helfen. Manche haben in der Kindheit vielleicht einfach zu viel Pippi Langstrumpf geguckt. Wobei die Pippi immerhin Eier kocht. </span></p>
<figure id="attachment_324421" aria-describedby="caption-attachment-324421" style="width: 701px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-324421 " title="fleisch frühmenschen" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/03/fleisch-fruehmenschen-1024x288.png" alt="fleisch frühmenschen" width="701" height="197" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/03/fleisch-fruehmenschen-1024x288.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/03/fleisch-fruehmenschen-300x84.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/03/fleisch-fruehmenschen-768x216.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/03/fleisch-fruehmenschen.png 1358w" sizes="auto, (max-width: 701px) 100vw, 701px" /><figcaption id="caption-attachment-324421" class="wp-caption-text"><strong><em>Der Mensch bzw. seine frühen Vorfahren essen &#8222;seit mindestens 2,6 Mio Jahren&#8220; Fleisch. </em></strong></figcaption></figure><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/naehrstoffe/fleisch-heilt-carnitin/">Fleisch heilt – Geheimnis Carnitin</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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