<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>no carb - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
	<atom:link href="https://genetisches-maximum.de/tag/no-carb/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://genetisches-maximum.de</link>
	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
	<lastBuildDate>Sun, 05 Jan 2025 09:59:08 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2019/02/cropped-edubily-favicon-32x32.png</url>
	<title>no carb - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
	<link>https://genetisches-maximum.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Insulinsensitivität: 5 unbequeme Wahrheiten über die du dir im Klaren sein solltest</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/insulinsensitivitaet-5-wahrheiten/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/insulinsensitivitaet-5-wahrheiten/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Sep 2016 09:13:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hormonhaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[IGF1]]></category>
		<category><![CDATA[Insulin-Sensitivität]]></category>
		<category><![CDATA[Kohlenhydrate]]></category>
		<category><![CDATA[no carb]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=7639</guid>

					<description><![CDATA[<p>Oft analysiere ich meine Mitmenschen und schaue mir ihr (Ess-)Verhalten an. Speziell der Ü40-Menschen. Ich frage mich dann oft: Wie überleben die eigentlich? Der Großteil dieser Menschen weiß womöglich gar nichts über Mikronährstoffe &#8212; ja gut, [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/insulinsensitivitaet-5-wahrheiten/">Insulinsensitivität: 5 unbequeme Wahrheiten über die du dir im Klaren sein solltest</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Oft analysiere ich meine Mitmenschen und schaue mir ihr (Ess-)Verhalten an. Speziell der Ü40-Menschen. Ich frage mich dann oft: Wie überleben die eigentlich? Der Großteil dieser Menschen weiß womöglich gar nichts über Mikronährstoffe &#8212; ja gut, Magnesium hilft bei Krämpfen &#8230; Aber das war&#8217;s auch schon.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Insulinsensitivität muss man sich erarbeiten</h2>
<p style="text-align: justify;">Wenn einem eins über die Jahre bewusst wird, dann ist es die banale Feststellung, dass ein ordentlicher Glukose-Stoffwechsel, eine ordentliche (und so wichtige) Insulinsensitivität einen hohen Preis hat. Insulinsensitivität muss man sich (hart) erarbeiten. Das kriegt man in der Regel nicht einfach so geschenkt.</p>
<p style="text-align: justify;">Als ich zum ersten Mal (nach fünf Jahren Low- to <a href="https://genetisches-maximum.de/ketogen/ketogene-diaeten-zur-behandlung-von-diabetes-ein-kommentar/">No-Carb-Ernährung</a>) wieder Kohlenhydrate essen wollte, erwachte ich bitterböse. Gefühlt kein einziges Gramm fand den Weg in den Muskel. Es war nie wieder so wie früher &#8212; jeder Sportler kennt sich hier bestens aus. Der Muskel sollte warm und prall werden &#8230; und so weiter. Im Gegenteil: Ich erntete stattdessen alle Symptome, die man dem metabolischen Syndrom zuordnen könnte. Also zum Beispiel (zu) hohe Triglycerid-Werte. Es hat mich Monate, wenn nicht Jahre gekostet, bis ich verstand, woran das lag.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Insulinsensitivität verabschiedet sich schnell</h2>
<p style="text-align: justify;"><del>Schon niedrige Mengen Zucker (z. B. eine Banane) und ich kann einen <span style="text-decoration: underline;">großen</span> Glukose-Load danach vergessen.</del> <span style="color: #0000ff;">(Anmerkung: Mittlerweile überhaupt kein Problem mehr!)</span></p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Höhere Mengen des (raffinierten) Haushaltszuckers beeinflussen die Insulinsensitivität negativ. Nicht nur via Harnsäure, obwohl das die wohl prominenteste Ursache ist – höhere Mengen Zucker können auf mitochondrialer Ebene das Insulin-Signaling stören.</li>
<li style="text-align: justify;">Eine kohlenhydratarme, fettreiche Mahlzeit reicht, und das Insulin-Signaling verabschiedet sich, zumindest zeitweise, was glücklicherweise durch eine kohlenhydratlastige Mahlzeit schnell rückgängig gemacht wird (&#8222;<a href="https://genetisches-maximum.de/magnesium/l-carnitin-fett-und-die-insulinsensitivitat/">physiologische Insulinresistenz</a>&#8222;).</li>
<li style="text-align: justify;">Ein stressiger Tag im Büro? Dann bleibt oft sogar die Speichelproduktion im Mund aus, wenn das Essen vor einem steht.</li>
<li style="text-align: justify;">Eine kurze Nacht &#8230; und du bist am Tag danach ein bisschen insulinresistenter.</li>
<li style="text-align: justify;">Zehn Kilo zu viel Speck? Und schon &#8230;</li>
</ul>
<p>Du siehst: <strong>Es kann ein bisschen kompliziert sein</strong>.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Insulinsensitivität muss man sich machen</h2>
<p>Aus leidvoller Erfahrung weiß ich, dass ein einfacher Chrom- oder Mangan-Mangel (aber auch: Kupfer-, Zink- oder Selen-Mangel) ausreicht, um die Wirkung des Insulins herabzusetzen. Ich behob einige Mängel – und der Körper reagierte wieder besser auf Glukose. Das heißt, auch die Mikronährstoff-Verfügbarkeit im Körper hat Einfluss darauf, wie gut deine Zellen auf das Hormon Insulin ansprechen.</p>
<p>Deshalb verstehe ich, warum <em>Starch Solution </em>(<a href="http://amzn.to/2cdTlyx" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">ein Buch</a>) funktioniert: Glukose &#8212; ganz alleine &#8212; ist ein ganz hervorragendes Substrat und macht überhaupt keine Probleme. Ganz im Gegenteil.</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li style="text-align: justify;">Wenn die Voraussetzungen geschaffen sind (s. <a href="https://genetisches-maximum.de/stoffwechsel/stoffwechsel-beschleunigen-in-fuenf-sekunden-geht-das/">Stoffwechsel-Buc</a>h)</li>
<li style="text-align: justify;">Wenn ich dem Glukose-Stoffwechsel kein Bein stelle, indem ich <span style="text-decoration: underline;">zu</span> fettreich- oder zu zuckerreich esse (hier sollte jeder seine ganz eigene Toleranzgrenze herausfinden!)</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Das ist der Punkt. Die Menschen der <em>Blue Zones</em> machen das vermutlich unbewusst richtig. Oder die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tarahumara" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Tarahumara</a>, um ein bekanntes Beispiel anzuführen. Wer mal genau analysiert, der wird das feststellen.</p>
<p style="text-align: justify;">Stattdessen: Die vielen Ü40-Leute, die ihren Tag mit Kuchen oder dem Butter-Toast beginnen, die das süße Teilchen zwischendurch essen, Mittags in der Kantine die Nudeln, die von der Dame &#8212; des Geschmackes halber &#8212; noch schön eingeölt wurden und dann in der fetten Hackbolognese schwimmen – und sich dann über die schlechte Insulinwirkung bzw. die beginnende Insulinresistenz wundern.</p>
<p style="text-align: justify;">Hochverarbeitetes Essen. Dort fehlen oft die vielen (essentiellen) Stoffe, die wir brauchen, damit das Insulin reibungslos wirken kann. Nichts! Kein Chrom, Mangan, <a href="https://edubily.de/products/inositol-pulver">Inositol</a>, Magnesium &#8230; viele dieser Menschen essen ja nicht mal mehr Leber (<a href="https://genetisches-maximum.de/retinsaeure/vitamin-als-retinol-retinsaure-und-die-dunnen-ausdauermause/">Vitamin A</a>). Das Verhältnis zwischen Kalorien und Mikronährstoffen stimmt nicht mehr. Im schlechtesten Falle wird dies durch eine erhöhte Energiezufuhr zu kompensieren versucht, was der Insulinsensitivität wiederum abträglich ist.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Insulinsensitivität wird heute ersetzt durch einen dominanten Fettstoffwechsel</h2>
<p style="text-align: justify;">Der Großteil der Menschen hat einfach Glück, dass es einen &#8222;günstigen&#8220; Fettstoffwechsel gibt. Der versorgt vielleicht nicht das Gehirn, aber den restlichen Körper. (Bis es dann später, so ab 60, heißt: Diabetes des Gehirns. Dann stimmt das Insulin-Signaling nicht mal mehr im wichtigsten Organ des Körpers.) Der Fettsäure-Stoffwechsel kostet wenig. Fettsäuren durchlaufen viel weniger Reaktionsschritte, brauchen weniger Cofaktoren (Vitamine und Co.) und werden von Zellen ziemlich problemlos aufgenommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Für einen guten Glukose-Stoffwechsel muss man stattdessen gut versorgt, man könnte auch sagen: gut ernährt sein. Nicht im Sinne von gefüllten Fettdepots, sondern im Sinne einer mikronährstoffreichen Ernährung. Nur dann kann und wird der Glukose-Stoffwechsel (und entsprechend: Insulin-Stoffwechsel) ordentlich funktionieren. Die Natur hat den guten Insulin- und Glukose-Stoffwechsel also für die gut Versorgten vorgesehen &#8212; in Zeiten des Mangels (z. B. bei Hungersnot) kann dieser extrem wichtige &#8222;Luxus&#8220; einfach ausgeknipst werden. Ein einfacher <a href="https://genetisches-maximum.de/magnesium/">Magnesium-Mangel </a>reicht aus.</p>
<p>Es verwundert also nicht, dass gerade der Durchschnittsdeutsche später seine No-Carb-Ernährung so liebt. Er streicht die paar Kohlenhydrate (oft Zucker), die er sowieso nicht verträgt, einfach aus dem Speiseplan. <strong>Der (schlechte) Energiestoffwechsel bleibt derselbe</strong>. Der Mensch rettet oder flüchtet sich einfach in das, was übrig bleibt. Und das ist nun mal der dauerhaft dominante Fettstoffwechsel, der dann freilich besser wird – und das fühlt sich gut an, klar.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Insulinsensitivität wiederherstellen? Nicht durch &#8222;chronisch No-Carb&#8220;</h2>
<p style="text-align: justify;">Der angehende Doktor des Videos im <a href="https://genetisches-maximum.de/low-carb/paleo-kohlenhydrate-video/">letzten Artikel</a> bringt das gut auf den Punkt.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Der No-Carb-Stoffwechsel ist der Diabetiker-Stoffwechsel minus Glukose.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Und darauf sind dann viele Leute stolz. Als wäre das der heilige Gral, den sie gerade gefunden hätten. Als gäbe es nur dieses <em>Heilmittel. </em>Eine ketogene Diät <em>heilt</em> den Diabetes durch ein bloßes Senken des Blutzuckers nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Denn von <em>Heilung</em> ist das maximal weit entfernt. <strong>Du kannst einen Glukose- und Insulin-Stoffwechsel nicht <em>heilen</em>, indem du die ihn nicht benutzt. </strong>Angemerkt: Ich bin auch dafür, dass jemand akut sein Leben rettet, indem er den Zucker streicht. Keine Frage. Temporär eingesetzte ketogene Diäten können wirklich helfen! Das ändert aber nichts daran, dass der körpereigene Anabolismus unterdrückt bleibt und die heilenden Signale, ausgehend einem funktionierenden Insulin-Signaling*, nicht mehr wirken dürfen.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">* Einschub: Manchen ist das nicht ganz klar. Auch das tolle, Stammzell-aktivierende IGF-1 wirkt zum Großteil über das Insulin-Signaling. Das heißt zwei Gründe: Der IGF-Rezeptor ist dem Insulin-Rezeptor so ähnlich, dass sie oft eine &#8222;Partnerschaft&#8220; eingehen, um die Zelleffekte herbeizuführen. Darüber hinaus haben beide, der Insulin- und der IGF-Rezeptor, gleiche <em>downstream targets</em> (z. B. IRS1) und aktivieren so beide den anabolen Signalweg. Wer also insulinresistent ist, egal ob physiologisch oder pathologisch, der knipst nicht nur heilende Effekte des Insulins aus, sondern auch die der Wachstumshormone. Denn: Nicht nur IGF-1 wirkt über den anabolen Signalweg, sondern auch das so bekannte &#8222;Somatotropin&#8220; (HGH). Davon kann ich ein Lied singen. Spätestens dann, wenn man sich morgens nach einem normalerweise erholsamen Schlaf wie verprügelt fühlt, sollte man mal an das Insulin-Signaling denken. Denn wahr ist auch: Ein besseres Insulin-Signaling sorgt für einen wesentlich erholsameren Schlaf. (Es bringt nichts, das Wachstumshormon stimulieren zu wollen, aber gleichzeitig gar nicht empfänglich dafür zu sein.)</p>
</blockquote>
<p>Eine ketogene Diät &#8222;heilt&#8220; den (Typ-2-)Diabetes nur, wenn durch eine negative Energiebilanz dafür gesorgt wird, dass überschüssiges Körperfett verbrannt wird – <strong>und sich die Mikronährstoffdichte erhöht</strong>. Doch nur, wenn begriffen wird, dass auch eine <em>physiologische Insulinresistenz</em> eine Insulinresistenz ist, kann eine gute Insulinsensitivität nachhaltig wiederhergestellt werden. Denn dann wird man ketogene Diäten nur noch temporär und nicht mehr dauerhaft nutzen.</p>
<p style="text-align: justify;">PS: Manche Leser gucken nach solchen Statements dann oft etwas verwirrt aus der Wäsche. Hier sagen wir dieses, dort jenes. Ja klar: Wer stark übergewichtig ist, der streicht erst mal alles vom Speiseplan. Kohlenhydrate und Fette. Dann bleibt am Ende halt nur Protein und Gemüse übrig. Du erinnerst dich? <a href="https://genetisches-maximum.de/tipps/abnehmen-ohne-sport/">Lean, green, marine</a>? Und dann, später, werden Substrate via Nahrung wieder ins System geschleust &#8212; nach und nach. Und letztlich ist &#8222;Stoffwechsel&#8220; etwas sehr Individuelles. Nur eine Sache nicht: extrem.</p>

<h2 class="wp-block-heading">Häufige Fragen zu Insulinsensitivität</h2>



<div class="schema-faq wp-block-yoast-faq-block">
<div class="schema-faq-section"><strong class="schema-faq-question">Was ist Insulinsensitivität?</strong>
<p class="schema-faq-answer">Insulinsensitivität beschreibt die Fähigkeit einer Zelle, die optimale Wirkung des Insulins innerhalb der Zelle zu entfalten. Je besser Insulin wirkt, umso weniger Insulin wird benötigt. Daher sind niedrige Insulin-Spiegel ein Zeichen für eine gute Insulinsensitivität.</p>
</div>
<div class="schema-faq-section"><strong class="schema-faq-question">Wie kann ich Insulinsensitivität wiederherstellen?</strong>
<ul>
<li class="schema-faq-answer">Überschüssige Fettmasse reduzieren (wichtigster Punkt)</li>
<li class="schema-faq-answer">Sport treiben Mikronährstoffreich (Chrom, Mangan, Zink und Co.) essen</li>
<li class="schema-faq-answer">Industriezucker meiden</li>
<li class="schema-faq-answer">Ausreichend schlafen</li>
<li class="schema-faq-answer">Stresslevel niedrig bzw. moderat halten</li>
<li class="schema-faq-answer">Nicht zu viel Fett essen</li>
<li class="schema-faq-answer">Nicht zu wenige Kohlenhydrate essen (physiologische Insulinresistenz)</li>
</ul>
</div>
</div><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/insulinsensitivitaet-5-wahrheiten/">Insulinsensitivität: 5 unbequeme Wahrheiten über die du dir im Klaren sein solltest</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/insulinsensitivitaet-5-wahrheiten/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>20</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum Kohlenhydrate essentiell für dich sind</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/low-carb/kohlenhydrate-sind-fuer-dich-essentiell/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/low-carb/kohlenhydrate-sind-fuer-dich-essentiell/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phil Böhm]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Mar 2016 13:11:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Low Carb]]></category>
		<category><![CDATA[Hormone]]></category>
		<category><![CDATA[Kohlenhydrate]]></category>
		<category><![CDATA[no carb]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=6317</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; Sie sind das Ernährungsthema schlechthin. Über sie wird mittlerweile nicht mehr nur in Internetforen, Fachbüchern oder Fitnesszeitschriften geschrieben. Auch in den TV-Magazinen und erschreckenderweise sogar bei Feiern in meiner Familie wird darüber gesprochen: Die [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/low-carb/kohlenhydrate-sind-fuer-dich-essentiell/">Warum Kohlenhydrate essentiell für dich sind</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Sie sind </span><b>das</b><span style="font-weight: 400;"> Ernährungsthema schlechthin. Über sie wird mittlerweile nicht mehr nur in Internetforen, Fachbüchern oder Fitnesszeitschriften geschrieben. Auch in den TV-Magazinen und erschreckenderweise sogar bei Feiern in meiner Familie wird darüber gesprochen: Die </span><a href="https://genetisches-maximum.de/kohlenhydrate/kohlenhydrate-tabelle-zum-ausdrucken/"><b>Kohlenhydrate</b></a><span style="font-weight: 400;"> *schauder*</span></p>
<h2 style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Kohlenhydrate zum Leben?</span></h2>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Bei edubily nehmen wir die unschuldigen Carbs schon immer in Schutz. Zum Überleben braucht der Mensch sie jedoch nicht. Laut Definition sind sie nicht essentiell. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Die theoretische Untergrenze, die der Mensch benötigt, liegt bei null, da unser Körper ein Meister des Kompensierens ist. Er ist ein Künstler in der Anpassung und kommt mit fast allen Umwelteinflüssen klar. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Was er nicht kompensieren kann und auf Dauer zum Überleben braucht, sind dann die essentiellen Stoffe: Dazu gehören bestimmte:</span></p>
<ul>
<li style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;"> Aminosäuren</span></li>
<li style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Fettsäuren</span></li>
<li style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Vitamine</span></li>
<li style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Mineralien</span></li>
<li style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Spurenelemente</span></li>
<li style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">und natürlich Wasser</span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Kohlenhydrate fehlen bei dieser Auflistung. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Würde man dich im Norden Kanadas aussetzen und du müsstest dich von Robben ernähren, also No-Carb, würde dein Körper alle Funktionen aufrechterhalten und überleben.  </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">An dieser Stelle hören leider viele auf zu denken: Kohlenhydrate? Brauch ich also nicht. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Jetzt kommt das große ABER.    </span></p>
<h2 style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Warum Kohlenhydrate FÜR DICH essentiell sind   </span></h2>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Dass Kohlenhydrate laut Definition nicht essentiell sind, bedeutet nicht, dass du sie nicht für eine hohe Lebensqualität benötigst.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Wir wollen doch alle nicht nur </span><i><span style="font-weight: 400;">leben</span></i><span style="font-weight: 400;">, wir wollen </span><i><span style="font-weight: 400;">gut leben</span></i><span style="font-weight: 400;">: Wir haben den Anspruch sportliche Leistung abrufen zu können, gut gelaunt zu sein, wollen Freude am anderen Geschlecht haben usw. &#8230;</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Ohne Frage, Andere kommen vielleicht trotz Kohlenhydrat-Verzicht super klar. Sie sind daran adaptiert, Ihr Körper ist auf diesen Lifestyle ausgelegt und können beispielsweise erfolgreich Ultra-Läufe bestreiten. Mache nicht den Fehler und gehe davon aus, dass das automatisch auch für dich gilt!</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Unserer Erfahrung nach ist es leider wahrscheinlicher, dass dein Energielevel im Keller ist, du schlecht schläfst oder deine Hormone verrückt spielen. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Die bittere Wahrheit: Oft wurden diese Probleme ausgelöst, oder zumindest verstärkt, durch die undifferenzierte Annahme, dass Kohlenhydrate schlecht für uns seien.   </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Nehmen wir als Beispiel Testosteron. Aufgrund unseres westlichen Lebensstils ist ein niedriger Testosteron-Level bei Männern nichts Ungewöhnliches mehr. Ist jemand davon betroffen, ist es wohl nicht die beste Idee zusätzlich auf Low-Carb zu setzen. Kurzfristig eignen sich (Very-)Low-Carb-Diäten durchaus, um das überschüssige Fett loszuwerden und somit der Aromatisierung des Testosterons entgegenzuwirken. Langfristig betrachtet aber, brauchen der Körper anabole Reize, um anabole Hormone bilden zu können. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">1987 teilten Wissenschaftler Männer dazu in zwei Gruppen<span id='easy-footnote-1-6317' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href='https://genetisches-maximum.de/low-carb/kohlenhydrate-sind-fuer-dich-essentiell/#easy-footnote-bottom-1-6317' title='Anderson et al. &amp;#8222;Diet-hormone interactions: protein/carbohydrate ratio alters reciprocally the plasma levels of testosterone and cortisol and their respective binding globulins in man.&amp;#8220; Life Sci. (1987) 4;40(18):1761-8.'><sup>1</sup></a></span>. Bei der gleichen Kalorienanzahl bekam die eine Gruppe Low-Carb zu essen, die andere einen höheren Kohlenhydratanteil. Wundert dich, dass die Low-Carb’ler nach 10 Tagen niedrigere Testosteron-Level hatten?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Gleichen Spiel mit Cortisol, dem “Stresshormon”, dem Gegenspieler des Testosterons. Bei 32 richtig gut trainierten Triathlen konnte man nach sechs Tagen mit hohem Kohlenhydratanteil den Cortisol-Level senken und so Übertrainings-Symptome deutlich reduzieren<span id='easy-footnote-2-6317' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href='https://genetisches-maximum.de/low-carb/kohlenhydrate-sind-fuer-dich-essentiell/#easy-footnote-bottom-2-6317' title='Costa et al. &amp;#8222;&lt;/span&gt;The effects of a high carbohydrate diet on cortisol and salivary immunoglobulin A (s-IgA) during a period of increase exercise workload amongst Olympic and Ironman triathletes.&lt;span style=&quot;font-weight: 400;&quot;&gt;&amp;#8220; Int J Sports Med. 2005 26(10):880-5.'><sup>2</sup></a></span>. Du weißt, was das für deren T-Level bedeutete.  </span></p>
<p style="text-align: justify;">Seien wir fair: Der Körper dieser Herrschaften könnte auch adaptieren. Dennoch zeigt die Erfahrung, dass insbesondere strenge Kohlenhydratreduktion das hormonelle Milieu ungünstig beeinflusst, vor allem mit Blick auf die eben genannten anabolen Hormone.</p>
<h2 style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Zyklen braucht es </span></h2>
<p style="text-align: justify;">Damit wir uns nicht falsch verstehen: Auch edubily hält es für sinnvoll, sowohl mit Kalorien als auch mit Kohlenhydraten zu &#8222;spielen&#8220;. Der Körper liebt allerdings das Mäßige, er liebt die Zyklen. Nichts schadet in der Regel mehr als der chronische Aspekt einer Intervention. In diesem Punkt war Ori Hofmekler, der Erfinder der &#8222;Warrior diet&#8220;, ein absoluter Vorreiter. Für ihn war es essentiell, der ganzen Ernährungsgeschichte einen Rhythmus zu verpassen &#8211; weg von der Dauer-Ketose, aber auch weg von der Kohlenhydrat-Mast.</p>
<p style="text-align: justify;">Tatsächlich zeigt sich, dass wir auch auf Zell- und Metabolismus-Ebene davon profitieren: Wir werden metabolisch flexibel. Zum einen trainieren wir den Körper darauf, sowohl Fett, als auch Kohlenhydrate optimal zu nutzen. Zum anderen sorgt diese Fluktuation dafür, dass wir &#8222;runde Zyklen&#8220; entstehen lassen. Wieso &#8222;rund&#8220;? Weil wir sehr schön studieren können, dass der Körper sowohl Anabolismus, als auch Katabolismus braucht, um eine optimale Anpassung zu gewährleisten.</p>
<p style="text-align: justify;">Das beste Beispiel dafür ist Sport: Erst werden wir katabol. Doch Fortschritte können wir nur dann machen, wenn wir im Zuge der Regeneration &#8230; anabol werden. Das ist ein &#8222;runder Zyklus&#8220; &#8211; eben auf Trainingsebene.</p>
<p style="text-align: justify;">Genau so solltest du auch deinen Ernährungsplan gestalten.</p>
<h2 style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Kohlenhydrate sind nicht gleich Kohlenhydrate</span></h2>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Häufig müssen Kohlenhydrate als Sündenbock herhalten. Sie werden als Synonym für ungesundes Essen missbraucht. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Ein Beispiel: Die gute alte Tiefkühl-Pizza. Sind da die enthaltenen Kohlenhydrate das “Ungesunde”? Oder liegt es vielmehr an den Begleitstoffen im Weizen (<a href="https://genetisches-maximum.de/tipps/gluten-verzicht-abnehmen/">Gluten</a>, WGA …), dem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren aus Massentierhaltung (<a href="https://genetisches-maximum.de/fette/palmitinsaure/">Palmitinsäure</a>), den vielen künstlichen Zusatzstoffen, der Plastikverpackung oder &#8230; liegt es am Synergismus der beteiligten Substanzen? Hochraffinierte Kohlenhydrate in Verbindung mit gesättigten Fettsäuren &#8211; alleine diese Kombination ist &#8222;Gift&#8220; für den Körper. </span></p>
<p style="text-align: justify;">Wer ist nun also schuld? Wir können definitiv festhalten: Eine Monokausalität gibt es hier nicht.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">75 g Kohlenhydrate liefert eine Salami-Pizza aus dem Tiefkühlfach. So viel wie fast ein halbes Kilo Süßkartoffeln. Beides wahrscheinlich mit extrem unterschiedlicher Wirkung auf deinen Körper. </span></p>
<h2><span style="font-weight: 400;">Fazit</span></h2>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Was heißt das für uns? Sind Kohlenhydrate nun gut oder schlecht? Wir mögen es gerne einfach. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Grundsätzlich sind sie gut und haben ihre Berechtigung in der Ernährung. Aber nicht für jeden im gleichen Ausmaß, in jeder Form, immer und überall. In bestimmten Fällen, wie zur temporären Gewichtsreduzierung oder als Intervention bei bestimmten Erkrankungen könnte Low-Carb Sinn machen. </span></p>
<p style="text-align: justify;">Am liebsten hat der Körper den Mix, die Zyklen. Das sollte das Ziel sein. Am besten du beginnst damit, dich um deine Insulin-Sensitivität zu sorgen. Das ist sicher der erste und beste Schritt in die richtige Richtung. Besser, als ganz stur einen Hass (oder Angst) gegen Kohlenhydrate zu entwickeln.</p>
<p style="text-align: justify;">PS: Manche Menschen brauchen zunächst einen strengen Katabolismus, um den Stoffwechsel wieder ins Lot zu bringen. Doch was passiert, wenn wir wieder gesund sind? Genau hier setzt der Artikel an.</p>
<p style="text-align: justify;">PPS: Wer Sport treibt und sich bewegt, darf sich auch mal eine Pizza gönnen :-)</p>
<h3 style="text-align: justify;">Referenzen</h3>
<p style="text-align: justify;"><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/low-carb/kohlenhydrate-sind-fuer-dich-essentiell/">Warum Kohlenhydrate essentiell für dich sind</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/low-carb/kohlenhydrate-sind-fuer-dich-essentiell/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>14</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Insulinwirkung und Eisenwerte verstehen &#8211; Das steckt wirklich dahinter</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/insulinwirkung-und-eisenwerte-verstehen/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/insulinwirkung-und-eisenwerte-verstehen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Dec 2015 17:34:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hormonhaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Eisen]]></category>
		<category><![CDATA[Insulin]]></category>
		<category><![CDATA[Insulin-Resistenz]]></category>
		<category><![CDATA[no carb]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=5681</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wieso habe ich das Gefühl, dass meine Artikel zum Thema Insulin-Sensitivität nicht richtig ankommen? Vielleicht liegt es daran, dass Begriffe wie Insulin-Sensitivität, ß-Zellen sehr abstrakt sind. Low Carb: Niedriges Insulin, niedrige Insulin-Sensitivität Nun: Wieso praktizierst du [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/insulinwirkung-und-eisenwerte-verstehen/">Insulinwirkung und Eisenwerte verstehen – Das steckt wirklich dahinter</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wieso habe ich das Gefühl, dass meine Artikel zum Thema <a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/insulin-sensitivitaet-und-jungfraeuliche-haut/">Insulin-Sensitivität</a> nicht richtig ankommen?</p>
<p style="text-align: justify;">Vielleicht liegt es daran, dass Begriffe wie Insulin-Sensitivität, ß-Zellen sehr abstrakt sind.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Low Carb: Niedriges Insulin, niedrige Insulin-Sensitivität</h2>
<p style="text-align: justify;">Nun: Wieso praktizierst du denn eigentlich eine Low-Carb-Diät? Hast du einmal über denn eigentlichen Sinn nachgedacht?</p>
<p style="text-align: justify;">Ja, ja, du hast schon recht: Damit lässt es sich abspecken.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber der eigentliche Grund, warum jemand auf die Idee kam, diese Kohlenhydrate zu streichen, war: dauerhaft niedriges Insulin.</p>
<p style="text-align: justify;">Denn wir haben gelernt: Niedriges Insulin = Gesundheit. Das Gegenteil kann man auch studieren, wird in aller Regelmäßigkeit auch genutzt, um zu zeigen, wie schlecht Kohlenhydrate für uns sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Grundsätzlich aber gilt: Je tiefer du mit der Kohlenhydrat-Menge gehst, umso insulinresistenter wirst du. Ja, du hast dann zwar ein niedriges Insulin, aber das Hormon wirkt nicht mehr so gut. Das nennt sich physiologische Insulinresistenz, ein temporärer Zustand, der Glukose für wichtige Organe sparen soll.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Insulinresistenz heißt: Katabolismus</h2>
<p style="text-align: justify;">Insulinresistenz, in ihrer <span style="text-decoration: underline;">pathologischen</span> Form, ist, gelinde gesagt, schlecht für dich und deine Gesundheit. Denn Insulin ist ein sehr nützliches anaboles Hormon. Das weiß jeder Diabetiker: Dem fällt nicht nur der Speck von den Hüften, sondern auch die Muskulatur (auch das Herz schrumpft) und die Knochen, das Immunsystem wird lasch, die Arterien gehen kaputt und so weiter.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Natur hat sich etwas dabei gedacht, als sie Anabolismus entwickelt hat. Für alle oben angeführten Prozesse brauchen wir die Insulin-Wirkung. Egal ob mediiert via Insulin oder via IGF, dem Wachstumshormon.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Ausführung gilt nur bedingt für Low-Carb-Praktizierende. Denn ein hoher Protein-Anteil alleine kann einen Anabolismus wahren, wenngleich dies nicht über den klassischen Insulin-Rezeptor-vermittelten Weg passiert. Aminosäuren können sogenannte <em>downstream targets</em> des anabolen Signalwegs direkt ansprechen. Dies ist ein Grund, warum der Protein-Bedarf bei Low-Carb-Ernährungen deutlich ansteigt. Die Anabolismus-Wirkung des Insulins flacht schlicht ab und das will kompensiert werden.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Insulin-Sensitivität: Wenig Insulin, große Wirkung</h3>
<p style="text-align: justify;">Insulin-Sensitivität hat zwei Bedeutungen. Zum einen bedeutet es, dass die Zellen sehr empfindlich gegenüber leichten Konzentrationserhöhungen des Insulins sind. In anderen Worten: Insulin wirkt intensiv. Zum anderen, das folgt daraus, brauchen wir viel weniger Insulin.</p>
<p style="text-align: justify;">Hier haben wir genau den Punkt: Eine gute Insulin-Wirkung inklusive niedrige Insulin-Konzentrationen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieser Zustand ist herrlich. Jedes Stück Traubenzucker landet sofort im Muskel und aktiviert dort heilende (!) Signale.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Insulinwirkung ist wichtig!</h3>
<p style="text-align: justify;">Auf was will ich eigentlich hinaus? Ich will, dass du lernst, dass es uns nicht so sehr um Kohlenhydrate geht, sondern eher um die Wirkung des Insulins.</p>
<p style="text-align: justify;">Da gibt es einfach ein paar persönliche Hintergründe. Wer es persönlich erlebt, der denkt darüber vermutlich anders. Ich jedenfalls habe beide Extreme (sehr gut und sehr schlechte Insulin-Sensitivität) schon erlebt.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Rotes Fleisch macht Diabetes</h2>
<p style="text-align: justify;">Veganer und Vegetarier sind vielen von uns in einer Sache voraus: Sie haben nachweislich eine bessere Insulin-Sensitivität. Der Grund dafür heißt, leider Gottes, rotes Fleisch.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Rotes Fleisch beeinträchtigt die metabolische Gesundheit.</strong> Zumindest bei denjenigen, <strong>die viel Fleisch essen und gleichzeitig Kohlenhydrate präferieren</strong>. Das funktioniert nicht, das sagte ich schon einmal. Umgekehrt: Wer sowieso keine Kohlenhydrate essen will, der kann durchaus so viel rotes Fleisch essen, wie er will. Dennoch sollte man sich über gewisse Zusammenhänge und Auswirkungen im Klaren sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Derzeit lese ich eine spannende Lektüre: <em>Exposing the Hidden Dangers of Iron. </em>Geschrieben von einem führenden Eisen-Wissenschaftler, E. D. Weinberg, der nichts anderes seit über 50 Jahren macht.</p>
<p style="text-align: justify;">Weil ich die Studie selbst kenne und er sie auch nannte, will ich eine Textstelle zitieren:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">In einer Studie mit 30 Vegetariern und 30 Fleisch-Essern wurde gezeigt, dass Fleisch-Esser doppelt so hohe Ferritin-Werte haben und eine doppelt so schwere Insulin-Resistenz. Aderlass bei sechs Fleisch-Essern senkte den Ferritin-Werte und die Insulin-Resistenz auf das Niveau der Vegetarier.</p>
<p style="text-align: justify;">Aderlass bei Patienten mit Fettleber halbierte (!!) die Insulin-Werte.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Und so weiter. Ich kenne diese Studien. Ich kenne auch Studien, die zeigen, dass Eisen-Restriktion ohne Anämie vor Diabetes schützt &#8211; und das, obwohl alle Kontroll-Tierchen schon längst an Diabetes erkrankten.</p>
<p style="text-align: justify;">Was ich damit sagen will: <strong>Eisen ist problematisch</strong>. Noch in ganz vielen anderen Bereichen, auf die ich sehr bald näher eingehen will. Zum Beispiel Alzheimer.</p>
<h2 style="text-align: justify;">&#8222;Eisen-Tuning&#8220;: Nicht erstrebenswert</h2>
<p style="text-align: justify;">Manche verrennen sich im Blut-Tuning und schicken mir ihre Ferritin-Werte von 300 ng/ml. E. D. Weinberg würde die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Das ist lt. Weinberg bereits Eisen-(Über-)Ladung. Meistens funktioniert bei diesen Menschen nur noch eine Low-Carb-Ernährung und eine adäquate Glukose-Toleranz ist nicht mehr ohne Weiteres gegeben.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich finde, das ist ein sehr schönes Beispiel dafür, wie einzelne Mikronährstoffe den ganzen System-Kontext verändern können. Frei nach dem Motto: Änderst du eine Sache, änderst du alles.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Wie viel Eisen ist gut?</h2>
<p style="text-align: justify;">Wie viel, besser: wie wenig Eisen tatsächlich gebraucht, um ein adäquates Insulin-Signaling zu gewährleisten, das kann sicher keiner beantworten, da auch die individuelle Reaktion auf den Füllstand des Eisensspeichers so unterschiedlich ausfallen kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Weiterhin kann man auch nicht sicher sagen, wie viel Insulin-Sensitivität wir brauchen bzw. wie viel Eisen reziprok dazu andere Stoffwechsel-Wege aktiviert, die auch nützlich sein können. Denn ohne Fragen: Knipsen wir das Insulin-Signal gänzlich aus, könnten sich unsere Zellen verhalten wie Fadenwurm-Mutanten (C. elegans), die lange leben. Auch hier gilt: Zu welchem Preis?</p>
<p style="text-align: justify;">Also: Derzeit ist es sicher schwer einzuschätzen, was langfristig betrachtet ganz toll ist oder nicht. <strong>Wir sollten schlicht über dieses Verhältnis (Eisen/Insulinresistenz) Bescheid wissen und bewusst damit spielen, um eine zufriedenstellende Lösung für uns zu finden</strong>.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/insulinwirkung-und-eisenwerte-verstehen/">Insulinwirkung und Eisenwerte verstehen – Das steckt wirklich dahinter</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/insulinwirkung-und-eisenwerte-verstehen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>12</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
