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	<title>Zink - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
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	<title>Zink - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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		<title>Phytinsäure: Neues zur Zink-Aufnahme</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Nov 2016 12:10:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zink]]></category>
		<category><![CDATA[Phytinsäure]]></category>
		<category><![CDATA[Zinkmangel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Menschen wundern sich, wie die Mikronährstoff-Empfehlungen zustande kommen. Also in etwa: Wie viel Zink soll ich täglich zu mir nehmen? Nun, häufig sitzen da nicht irgendwelche Wissenschaftler beisammen und würfeln die Zahlen. Meistens ( [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Viele Menschen wundern sich, wie die Mikronährstoff-Empfehlungen zustande kommen. Also in etwa: Wie viel Zink soll ich täglich zu mir nehmen?</p>
<p style="text-align: justify;">Nun, häufig sitzen da nicht irgendwelche Wissenschaftler beisammen und würfeln die Zahlen. Meistens ( :-) ) denken die sich dabei sogar was. Nutzen ein paar mathematische Gleichungen, die auf verschiedenen Variablen basieren, z. B. auf der Zusammensetzung der Nahrung. Eine positive Auswirkung auf die Aufnahme hat bei Zink beispielsweise Protein bzw. Aminosäuren. Das hatten wir im <a href="https://genetisches-maximum.de/ueber-edubily/das-handbuch-wird-modern/">Handbuch</a> schon besprochen.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch besprochen hatten wir: Wer seinen Mikronährstoffhaushalt schnell aufbessern will, der sollte eine Zeit lang möglichst Phytinsäure-arm leben. <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/phytinsaeure-darmkrebs/">Phytinsäure</a> ist ein Inositol-Abkömmling mit sechs Phosphat-Gruppen. Diese Phosphat-Gruppen binden z. B. Magnesium, Calcium, Eisen oder Zink. Im Darm verhindert das die Aufnahme.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/11/Phytic_acid.png"><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-8267 size-medium" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/11/Phytic_acid-300x152.png" alt="phytinsäure" width="300" height="152" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/phytinsaeure-darmkrebs/">Phytinsäure ist nicht per se schlecht</a>. Phytinsäure fischt überschüssiges Calcium aus den Geweben (z. B. den Arterien), schützt vor toxischer Eisen-Überladung, verbessert den Insulin-Haushalt und schützt massiv vor Krebs.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Jahr 2008 erschien eine spannende Arbeit, die wieder einmal der Frage nachging, wie Phytinsäure die Zink-Aufnahme beeinflusst. Dazu wurde ein mathematisches Modell herangezogen und viele verschiedene Daten ausgewertet.</p>
<p style="text-align: justify;">Schauen wir uns doch kurz folgende Abbildung an:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/11/nut1382363fig2.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-8261 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/11/nut1382363fig2.jpg" alt="Phytat Aufnahme in der Nahrung" width="415" height="288" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">In der Mitte sehen wir zwei &#8222;Linien&#8220; &#8212; darunter steht einmal &#8222;Absorbed Zn = 3.8 mg (male)&#8220; und einmal &#8222;&#8230; = 3,2 mg (female)&#8220;. Das sind die Mengen, die wir täglich über unsere Darmschleimhaut katapultieren müssen, damit wir eine positive oder zumindest keine negative Zink-Bilanz aufweisen.</p>
<p style="text-align: justify;">Y-Achse steht für die Zink-Zufuhr via Nahrung und X-Achse der Nahrungsgehalt an Phytinsäure.</p>
<p style="text-align: justify;">Spannend jetzt: Bei 1000 mg Phytinsäure in der Ernährung, brauchen Männer schon etwa 18 mg Zink aus der Nahrung, damit sie es überhaupt auf 3,8 mg Zink schaffen, also eine positive Zink-Bilanz aufweisen. Bei 2000 mg sind wir schon bei über 25 mg. Bei 3000 mg Phytinsäure brauchen Männer über 35 mg.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist ziemlich beeindruckend, vor allem, wenn man sich mal anschaut, wie viel Zn wir zu uns nehmen müssten bei einer Phytinsäure-freien Ernährung: <strong>Etwa 9 mg bei Männern</strong>. Das ist nichts im Vergleich.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/11/nut1382363fig4.jpg"><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-8262 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/11/nut1382363fig4.jpg" alt="Absorbiertes Zink und Phytinsäure Verhältnis" width="498" height="259" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Hier wird eben mal ein weit verbreiteter Irrglaube zerpflückt. Denn die Zink-Aufnahme ist kein linearer Prozess (so, wie wir uns immer alles vorstellen in unserem Maschinen-Denken), sondern ein Prozess, der sich sättigen lässt. Selbst bei 100 mg Zink-Zufuhr wird im besten Falle (also bei einer Low-Phytate-Ernährung) lediglich 6,4 mg Zink aufgenommen. Ein Wert, den man schon bei der Hälfte oder bei einem Drittel der Zufuhr erreicht. Mit anderen Worten: Das würde bedeuten, dass wir unser Geld in die Kanalisation spülen, 40 mg genauso effektiv wären wie 90.</p>
<p style="text-align: justify;">Das würde uns wieder einmal sehr schön vor Augen führen, wie wichtig der jeweilige (Ernährungs-)Kontext ist. Also: Bevor ich mich mit NEM zubombe, sollte ich halt kein Vegetarier oder Nuss-Liebhaber mehr sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Um das besser nachvollziehen zu können, hier noch mal eine Tabelle mit Phytat-Gehältern (aus dem Handbuch):</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/11/screenshot-static.webshopapp.com-2016-11-23-11-54-03.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-8263 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/11/screenshot-static.webshopapp.com-2016-11-23-11-54-03.png" alt="Phytatgehalt Lebensmittel Handbuch zu Ihrem Körper" width="450" height="336" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Also: Wer sich wie ein Paläo-Anfänger die Nuss-Kuchen reinhaut, der wird seinem Zink-Haushalt auch keinen Gefallen tun. :-)</p>
<p style="text-align: justify;">Referenz: Hambidge, K. M.; Miller, L. V.; Westcott, J. E. u. a. (2008): „<a href="http://jn.nutrition.org/content/138/12/2363.long" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Dietary Reference Intakes for Zinc May Require Adjustment for Phytate Intake Based upon Model Predictions</a>“. In: <i>Journal of Nutrition</i>. 138 (12), S. 2363-2366, DOI: 10.3945/jn.108.093823.</p>
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		<title>Warum Studien für die Tonne sind und du Vitamin-D ergänzen solltest</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jun 2016 10:39:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vitamin D3]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin D]]></category>
		<category><![CDATA[Zink]]></category>
		<category><![CDATA[Zinkmangel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Langer Text, darum in Kürze, das erwartet dich: Studien werden heute &#8222;missbraucht&#8220; von Schreiberlingen, Youtubern und anderen Warum wir keine Lust mehr haben, Studien zu nutzen Wissenschaftler der TU in München finden heraus: Zinkmangel, ohne [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Langer Text, darum in Kürze, das erwartet dich:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Studien werden heute &#8222;missbraucht&#8220; von Schreiberlingen, Youtubern und anderen</li>
<li style="text-align: justify;">Warum wir keine Lust mehr haben, Studien zu nutzen</li>
<li style="text-align: justify;">Wissenschaftler der TU in München finden heraus: Zinkmangel, ohne Symptome, behindert Verdauung, indem er die Bauchspeicheldrüse lahmlegt</li>
<li style="text-align: justify;">Zinkmangel lässt das Immunsystem zusammenbrechen und fördert Entzündungsreaktionen</li>
<li style="text-align: justify;">Interview mit einem Vitamin-D-Forscher, Dermatologen und Biologen: Deutschland ist unterversorgt, Vitamin D ist wichtig</li>
<li style="text-align: justify;">edubily: Wie es wirklich mit der Vitamin-D-Versorgung der Deutschen bestellt ist</li>
</ul>
<h2>Warum Referenzen (Studien) nicht mehr das sind, was sie mal waren</h2>
<p style="text-align: justify;">Als ich vor, na ja, zwei Jahren begann hier im Internet zu schreiben, waren Referenzen in Form von Studien noch total fancy, cool, neu, sah souverän, wissenschaftlich und logisch aus. Für mich war es wichtig mit Studien zu arbeiten, damit meine Leser meine Gedanken, Ideen und Thesen auch nachvollziehen können, wenn sie denn wollten.</p>
<p style="text-align: justify;">Denn klar war mir schon auch, dass nicht jeder Studien lesen kann, das scheitert ja häufig schon an der Sprachbarriere.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun &#8230; zwei Jahre später, bepackter mit Erfahrung, sowohl aus der Uni (Ausbildung) als auch nach dem täglichen Lesen von Studien, muss ich sagen: Es will gekonnt sein. Studien liest man nicht einfach so. Wissenschaftliche Arbeiten lesen sich wie fremdsprachige Texte. Wer wirklich molekulare Abläufe verstehen will, der kommt nicht drum herum, sich die Vokabeln tage-, wochen- und monatelang ins Hirn zu prügeln. Gut, manche geben sich zufrieden mit Meta-Analysen oder epidemiologischem Zeug, aber das sollte eher die Ausnahme sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Fokus sollte schon auf dem zugrunde liegenden liegen &#8211; das ist nun einmal die Chemie &#8230; oder die Physik &#8230; oder Mathematik. Wobei wir ehrlicherweise eher im Bereich der Chemie nach Antworten suchen, weil das schlicht greifbarer ist als eine mathematische Formel. Verknüpft mit der Biologie &#8230; nennt man das Biochemie oder, noch besser, Molekularbiologie. Zelluläre Systeme verstehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Also: Nach zwei Jahren wird mir immer klarer, wie wenig ich vor zwei Jahren tatsächlich wusste und wie viele Stunden Arbeit, Zeit, Mühe es kostet, auf ein angemessenes Niveau zu kommen &#8211; so, dass man nicht nur die Vokabeln des Textes versteht, nicht nur den Inhalt, sondern auch den Gesamtzusammenhang besser einschätzen kann. Was ja gemeinhin als Kontext bekannt ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch ich mache also oft Bekanntschaft mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dunning-Kruger-Effekt" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Dunning und Kruger</a> bzw. ihrem Postulat. Was werde ich wohl in 10 Jahren über meine Vermessenheit von heute denken? Ihr werdet es dann bestimmt lesen :-)</p>
<p style="text-align: justify;">Worauf ich eigentlich hinaus will: Ich wage zu bezweifeln, dass Schreiberlinge aus irgendeinem fachfremden Bereich in der Lage sind, Studien ordentlich und adäquat zu nutzen. Wie gesagt, das beginnt schon beim Verstehen, nicht beim &#8222;Verstehen&#8220; (konkret: Beim <em>Verstehen-meinen</em>).</p>
<p style="text-align: justify;">Leider ist es nunmehr gang und gäbe, so wie ich das mittlerweile sehe, dass immer mehr Leute auf die Idee kommen, mit Studien zu arbeiten, um die Mengen zu beeindrucken. Plötzlich arbeitet jeder mit Studien. In Videos, in Blog-Texten, einfach überall.</p>
<p style="text-align: justify;">Da glaubt plötzlich jemand, er könne sich innerhalb von zwei Stunden mal die Biochemie um mTOR und Co. anlesen, mal ebenso. Ein anderer schreibt über die Steinzeit und die Paläo-Ernährung. Referenziert ganz wild, mal nutzt er eine These des Autors aus dem Jahr 2010, mal referenziert denselben Autor, selbes Themengebiet, aber Jahr 1995.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine vernünftige Beweisführung ist nicht, irgendwelche Studien zu nehmen und den Leuten hinzuklatschen. Eine ordentliche Beweisführung ist auch nicht, einen Text in sich schlüssig zu verfassen und mit Studien zu belegen. Eine ordentliche Beweisführung muss auch die Qualität der Studien beachten &#8211; das beginnt beim Datum und hört bei der Art der Studie auf. Ein Autor, der sich mit dem gleichen Thema befasst, der hat 2010 zu 100 % andere, bessere Auffassungen als 1995. Überhaupt, man verwendet bestenfalls keine Studien, die älter als 5 Jahre sind. Alles danach ist alt, ist verblasst, stimmt womöglich nicht mehr. Die ganze Studiendatenbank ist wie ein großer Strom, wie ein ganzer Kontext, wie ein auf sich aufbauendes Etwas. Da kann man nicht einfach 20 Jahre nach hinten gehen und irgendwas nehmen, was danach ca. dreißig Mal verworfen wurde (überspitzt) und heute ein alter Hut ist. Was ich damit sagen will: Man kann nicht einfach irgendwas hinwurschdeln.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Beweisführung muss eine wohlklingende Symphonie sein, kein Orchester, wobei jeder gerade so spielt, wie es ihm in den Sinn kommt. Wie hört sich das an? Genau. Das, was man sogar als Laie direkt hören kann, kann ein Laie bei Studien bzw. Texten, die Studien verwenden, nicht sehen. Es geht einfach nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">So kommt es, dass ich in letzter Zeit immer öfter &#8230; einfach keine Studien nutze. Weil ich eh weiß, dass immer mehr Leute sich melden mit: &#8222;<em>Studien sagen eh nix aus</em>&#8222;. Was natürlich Quatsch ist. Die experimentelle Wissenschaft ist voll mit genialen, interessanten und verblüffenden Ergebnissen. Nur weil der Musiker nicht gelernt hat, ordentlich zu musizieren, heißt es nicht, dass die Musik an sich doof ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch jetzt genug der Lästerei. Widmen wir uns mal wieder dem Wesentlichen. Zum Beispiel der regionalen Tageszeitung, die am Wochenende immer einen Wissensteil enthält. Dort können wir zwei ganz nette Dinge lesen:</p>
<blockquote>
<h2 style="text-align: justify;">Zinkmangel: Öfter ein Ei schadet nicht</h2>
<p style="text-align: justify;">Zinkmangel kann die Verdauungsleistung der Bauchspeicheldrüse (Anm.: Lipasen für Fettspaltung und Proteasen für Eiweißspaltung) bereits verschlechtern, obwohl es dafür noch keine äußeren Anzeichen wie Hautprobleme oder Erschöpfung gibt. Das hat eine Studie der Technischen Universität München bei Versuchen mit jungen Schweinen herausgefunden. Die Ergebnisse seien von Bedeutung für die Landwirtschaft und durchaus auch auf den Menschen übertragbar, betonen die Wissenschaftler. Besonders Veganern oder Vegetariern empfehlen die Forscher: Öfter mal ein Ei kann nicht schaden. Gerade ältere Menschen sollten auf ihre Zinkversorgung achten, weil ein unbemerkter Zinkmangel erhöhte Entzündungswerte im Blut verursachen und die Immunabwehr herunterfahren kann.<span id='easy-footnote-1-7012' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href='https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/studien-vitamin-d/#easy-footnote-bottom-1-7012' title='Rheinpfalz am Sonntag, 19.6.16, Wissen-Teil'><sup>1</sup></a></span></p>
<p style="text-align: justify;">Die Studie, für Kenner, gibt es hier:  Daniel Brugger and Wilhelm M. Windisch: Subclinical zinc deficiency impairs pancreatic digestive enzyme activity and digestive capacity of weaned piglets; British Journal of Nutrition 27.05.2016. DOI: <a class="protected-link" title="Opens external link in current window" href="http://journals.cambridge.org/action/displayAbstract?fromPage=online&amp;aid=10340218&amp;fileId=S0007114516002105" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">http://dx.doi.org/10.1017/S0007114516002105</a></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Na so was! Keine äußeren Anzeichen und trotzdem dysfunktional. Mir fällt dazu ein: Wer nicht hören will, muss fühlen &#8230; irgendwann. Besonders Veganern und Vegetariern rät man, mal ein Ei zu essen. Das ist der Oberwitz! Mal ein Ei &#8230; ein dunkelrotes, großes Stück Fleisch, Austern oder Blutwurst wäre wohl die bessere Wahl. Wir werden wohl noch lange brauchen, um zu verstehen, dass eine vegane Ernährung, &#8222;einfach so&#8220; ohne jegliche Kenntnisse über eben jene Zusammenhänge <a href="https://genetisches-maximum.de/vegan/das-veganer-gleichnis-was-die-gurus-nicht-erzaehlen/">nicht funktionieren</a> wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Hast du den letzten Satz gelesen? Im <a href="https://genetisches-maximum.de/ueber-edubily/das-handbuch-wird-modern/">Handbuch</a> habe ich das beschrieben: Zinkmangel macht das Immunsystem klein, nämlich um fast 80 % &#8211; wenn ich mich recht an die Zahl erinnere.</p>
<h2>Schatten-Seiten (Interview über Vitamin D mit Biologe Christoph Schempp)</h2>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">CS: Die UVB-Strahlen im Sonnenlicht regen die Herstellung von Vitamin D in der Haut an. Und es gibt einen eindeutig belegten Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und dem Risiko tödlicher Herzkreislauferkrankungen. Auch das Risiko für Neurodermitis, für Psoriasis (Schuppenflechte) und Asthma steigt dann. Bei diesen Krankheiten ist es sinnvoll, Vitamin D ergänzend einzunehmen. Doch es greift zu kurz, nur das Vitamin D im Blick zu haben: So hat eine 2014 erschienene Studie gezeigt, dass die UVA-Strahlung im Sonnenlicht die Arterien erweitert und den Blutdruck senkt. Die ständigen Warnungen vor der Sonne in Europa, die immer höheren Lichtschutzfaktoren in den Sonnencremes, die empfohlen werden &#8211; das steckt auch einiges an Panikmache dahinter.</p>
<p style="text-align: justify;">[&#8230;]</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist durch die fehlende Sonnenintensität auch in unseren Breitengraden kaum zu schaffen, über den Winter genug Vitamin D abzubekommen &#8211; zumal die Mennschen ja meist nur das Gesicht und den Handrücken der Sonne aussetzen.</p>
<p style="text-align: justify;">[&#8230;]</p>
<p style="text-align: justify;">Stichprobenartige Messungen in Hautpraxen zeigen, dass die Bevölkerung vor allem im Winter einen schweren Mangel entwickelt. Es gibt Leute, in deren Blut können wir überhaupt kein Vitamin D mehr nachweisen. Vor allem Ältere sind davon betroffen.</p>
<p style="text-align: justify;">[&#8230;]</p>
<p style="text-align: justify;">Meine Faustregel: Ein normaler Hauttyp in unseren Breiten sollte von November bis Februar oder März Vitamin D in Tablettenform zu sich nehmen.</p>
<p style="text-align: justify;">[&#8230;]</p>
<p style="text-align: justify;">Auch die Amerikaner propagieren eine viel höhere Dosis als wir hierzulanden, sie sehen einen Wert von 200 Nanomol/L als &#8222;normal&#8220; an.<span id='easy-footnote-2-7012' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href='https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/studien-vitamin-d/#easy-footnote-bottom-2-7012' title='Rheinpfalz am Sonntag, 19.6.16, Wissen-Teil'><sup>2</sup></a></span></p>
</blockquote>
<h2 style="text-align: justify;">Wie es wirklich um die Deutschen steht</h2>
<p style="text-align: justify;">Oh man. Wir erinnern uns an den <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-wie-viel-brauche-ich/">Artikel</a>, in dem wir zeigen, wie viel Vitamin D wir benötigen:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li style="text-align: justify;">10 000 IE pro Tag geben uns 200 Nanomol/L im Blut.</li>
<li style="text-align: justify;">5 000 IE geben uns ca. 150 Nanomol/L im Blut.</li>
<li style="text-align: justify;">1 000 IE geben uns ca. 70-80 Nanomol/L im Blut.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><strong>Adäquat erreicht man bei ca. 75-100 Nanomol/L. (= 30-40 ng/mL) </strong></p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;">Exkurs: Gibt es auch ein Zuviel an Vitamin D?</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;">Vorweg: Wenn wir über Vitamin D sprechen, müssen wir immer die Einheit beachten. Je nach Artikel, Studie oder Laborbericht kann der Wert in <strong>Nanomol pro Liter</strong> (nmol/L) oder <strong>Nanogramm pro Milliliter</strong> (ng/mL) im Blut angegeben werden. Ein großer Unterschied! Aussagen, wie zum Beispiel, dass du einen Wert &#8222;<em>von hundert</em>&#8220; haben solltest, ohne dass eine Einheit dazu genannt wird, solltest du stets kritisch gegenüberstehen. Wichtig ist, dass du dir &#8211; wie oben angedeutet &#8211; immer im Klaren bist, von welcher Einheit gerade geredet wird. Denn ng/mL und nmol/L sind nicht das Gleiche. Umrechnen kannst du wie folgt:</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;"><strong>nmol/L <span style="text-decoration: underline;">geteilt durch</span> 2,5 = ng/mL </strong></p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;"><strong>ng/mL <span style="text-decoration: underline;">mal</span> 2,5 = nmol/L </strong></p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;">Beispiel: 100 nmol/L geteilt durch 2,5 ergibt 40 ng/mL.</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;">Die Massai und andere Naturvölker laufen mit ca. <strong>110 nmol/L</strong> durch die Gegend, meiden allerdings auch eine zu starke Sonnenexposition. Extrem hohe Werte von bis zu <strong>180 nmol/L</strong> können z. B. von Rettungschwimmern erreicht werden, allerdings haben die ein 20-fach höheres Risiko Nierensteine zu entwickeln. (Ob das ein Zusammenhang ist &#8211; das ist nicht bekannt.)</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;">Dennoch zeigt sich gerade bei epidemiologischen Studien und Meta-Analysen, dass wohl eine klassische U-Verteilung vorliegt, wobei sowohl bei niedrigen, als auch bei hohen Vitamin-D-Werten Probleme entstehen.</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;">Zum Beispiel hier:</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/06/Vitamin-D-1.png" rel="attachment wp-att-7026"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-7026 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/06/Vitamin-D-1.png" alt="Vitamin D " width="719" height="478" /></a></p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;">Hier wurde die Gesamtsterblichkeit untersucht. Hazard-Ratio steht, vereinfacht, für eine Prozentzahl. 100 % (1,0) ist hier ca. der niedrigste Wert, erreicht bei etwa 70 nmol/L &#8211; Menschen mit D-Werten um 20 nmol/L zeigen ein fast doppelt so hohes Risiko, genau wie Menschen die sich &gt; 120 nmol/L bewegen.</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;">Auch wenn ich nicht so viel von solchen Arbeiten halte, sollte man Ergebnisse ernst nehmen und Mega-Dosen meiden.</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;">(Wichtig ist: Wie sieht es aus, wenn wir Cofaktoren berücksichtigen? Zum Beispiel Vitamin A, K, Bor, Calcium etc.? Diese Frage wird uns womöglich nie beantwortet werden.)</p>
<p style="text-align: justify;">Im Winter sollte also, laut eines Mannes, der sich täglich mit dieser Thematik befasst, Vitamin D via Tabletten zugeführt werden, weil es &#8211; angeblich &#8211; schwierig ist, einen ordentlichen Wert im Winter zu halten. Auch das ist wieder einmal ein Oberwitz, weil die Deutschen es nachweislich noch nicht mal im Sommer schaffen, sich auf 100 Nanomol/L (= 40 ng/mL) zu heben, was ja nun wirklich kein überhoher Wert ist, im Gegenteil.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Realität in Deutschland sieht so aus:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/06/12889_2015_2016_Fig2_HTML.jpg" rel="attachment wp-att-7014"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-7014 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/06/12889_2015_2016_Fig2_HTML.jpg" alt="Serumwert Vitamin D in Deutschland" width="358" height="273" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Das ist eine typische Normalverteilung. Das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass der Erwartungswert (der Durchschnittswert der Deutschen) irgendwo zwischen 25 und 50 nmol/L liegt &#8211; der ganzjährige Mittelwert!</p>
<p style="text-align: justify;">Wir schaffen es nicht einmal im Sommer, an die 100-nmol-Grenze zu kommen:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/06/Vitamin-D.png" rel="attachment wp-att-7015"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-7015 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/06/Vitamin-D.png" alt="Vitamin D Frauen und Männer" width="543" height="141" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Im Sommer schaffen es Weiblein (linker blauer Kreis) und Männlein (rechter blauer Kreis) mit viel Liebe auf 60 nmol/L. Selbst wenn wir diesen Wert als &#8222;okay&#8220; oder &#8222;adäquat&#8220; bezeichnen, so gilt dieser nur im Sommer.<span id='easy-footnote-3-7012' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href='https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/studien-vitamin-d/#easy-footnote-bottom-3-7012' title='http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4499202/'><sup>3</sup></a></span></p>
<p style="text-align: justify;">Ansonsten gilt: Auch in den klassischen Tageszeitungen kann man (heute) wertvolle Infos entdecken. Wer genau hingeschaut hat: UV-Licht macht die Arterien weit. Fleißig edubily-Leser wissen, dass UV-Licht Stickoxid freisetzt, dazu gibt es sogar einen <a href="https://genetisches-maximum.de/energiehaushalt/stickoxid-fettleber-energiestoffwechsel-no-arginin-nitrat/">Guide</a> &#8211; dort erfährt man alles über die Wirkung ebendieses Gases.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Zink und Vitamin D &#8230; Übertriebenes Werte-Steigern ist Quatsch. &#8222;Mangel-Check&#8220; hingegen überhaupt nicht. Gilt nicht nur für Vitamin D. </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/studien-vitamin-d/">Warum Studien für die Tonne sind und du Vitamin-D ergänzen solltest</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Das Vitamin-D-Chaos und Mikronährstoffe: Hättest du&#8217;s gewusst?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jan 2016 21:44:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vitamin D3]]></category>
		<category><![CDATA[magnesium]]></category>
		<category><![CDATA[vitamin a]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin D]]></category>
		<category><![CDATA[Zink]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach meinem letzten Artikel hatten einige Leser den Eindruck, dass die Vitamin-D-Thematik doch recht komplex ist. Stimmt. Um genau zu sein: extrem komplex. Wie eine Leserin richtigerweise andeutet, spielen auch die Schilddrüse und die Nebenschilddrüse [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nach meinem <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-nachteile/">letzten Artikel</a> hatten einige Leser den Eindruck, dass die Vitamin-D-Thematik doch recht komplex ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Stimmt. Um genau zu sein:<strong> extrem komplex</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie eine Leserin richtigerweise andeutet, spielen auch die Schilddrüse und die Nebenschilddrüse eine Rolle bei der Regulation &#8211; zu nennen sind hierbei beispielsweise Calcitonin und PTH. Auch T3 wirkt auf den Knochen und entsprechend auf den Calcitriol/Calcium-Haushalt.</p>
<p style="text-align: justify;">Noch komplexer wird es, wenn wir, so eine Leser-Ergänzung, UV-Licht und diverse Lichtfrequenzen in die Gleichung mit einfließen lassen. Gibt es da etwa Unterschiede?</p>
<p style="text-align: justify;">Um es dann noch etwas komplexer zu machen, möchte ich kurz auf weitere Wechselwirkungen eingehen &#8211; freilich nur auf Mikronährstoff-Ebene.</p>
<p style="text-align: justify;">Beginnen wir mit dem geliebten <a href="https://genetisches-maximum.de/magnesium/">Magnesium</a>.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Magnesium</h2>
<p style="text-align: justify;">Schon vor einem halben Jahrhundert veröffentlichten Wissenschaftler in der Lancet eine Studie, die eine Vitamin-D-resistente Rachitis beschreibt. Diese Rachitis wurden die Kinder los &#8230; durch eine Magnesium-Gabe. Zufälligerweise hatte man nämlich entdeckt, dass die Magnesium-Werte niedrig waren. Magnesium scheint Enzyme zu regulieren, die Vitamin D scharfmachen und entsprechend in Calcidiol bzw. Calcitriol umsetzen. Hieße dann: Du kannst so viel Vitamin D schlucken, wie du willst. Fehlt dieser Enzym-Kofaktor, hast du, gelinde gesagt, Pech gehabt.</p>
<p style="text-align: justify;">Zeitgleich kann Magnesium selbst Einfluss auf den Calcium-Haushalt nehmen und den Calcium- und Magnesium-Spiegel zum Steigen bringen, wenn ein niedriger Vitamin-D- bzw. Calcitriol-Wert gegeben ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie sieht das aus, wenn bereits ein hoher Vitamin-D-Wert gegeben ist? Dazu gibt es keine Studien &#8211; leider.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Bor</h2>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/bor-wunderstoff-oder-bullshit/">Bor</a> ist Menschen, die an Arthritis leiden, sicher bekannt. Wie fundamental Bor auf Knochen wirkt, wurde bis heute oft gezeigt. Sei es auf anekdotischer oder auf wissenschaftlicher Basis. Eine Arbeit fasst die Punkte zusammen, die aus Bor einen essentiellen Stoff für Knochen und Gelenke machen:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Analysen zeigen, dass Arthritis-Patienten niedrigere Bor-Konzentrationen aufweisen als gesunde Individuen</li>
<li>Beobachtungen legen nahe, dass Knochen von Patienten, die Bor-Ergänzungsmittel nehmen, schwerer zu durchschneiden sind (sic!)</li>
<li>In Gegenden, wo 1 mg oder weniger Bor zugeführt wird, liegt die Arthritis-Erkrankungswahrscheinlichkeit bei 20-70 %, während sie in Regionen mit hohem Bor-Konsum (3 bis 10 mg) lediglich bei 0-10 % liegt</li>
<li>Experimente zeigen, dass Arthritis-erkrankte Tiere von einer Bor-Gabe profitieren</li>
<li>In einer doppeltblinden, placebokontrollierten Studie, konnten 50 % der Patienten nach Bor-Gabe (6 mg) profitieren, während es in der Placebo-Gruppe lediglich 10 % waren</li>
</ul>
<h3 style="text-align: justify;">Wie macht Bor das?</h3>
<p style="text-align: justify;">Neben des direkten Bor-Einflusses, könnte auch die Wechselwirkung mit Vitamin D eine Rolle spielen. Denn Bor, so legen es Studien-Ergebnisse nahe, erhöhen den Calcidiol-Wert &#8211; ohne dabei etwas an der tatsächlichen Zufuhr geändert zu haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Bor, so eine Theorie, könnte Abbau-Enzyme hemmen, die Steroid-Hormone (u. a. Testosteron, Estradiol etc.) degradieren. Darüber scheint Bor den Calcium-Abfall, verursacht durch einen Vitamin-D-Mangel, zum Teil kompensieren zu können.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Wenn der Vitamin-D-Rezeptor nicht funktioniert</h2>
<p style="text-align: justify;">Das, worüber sonst auch nie gequatscht wird, ist die Funktion des Vitamin-D-Rezeptors. Denn ein Großteil der Vitamin-D-Effekte wird durch Calcitriol mediiert, das an sich ein Steroidhormon ist und entsprechend wirkt &#8211; nämlich via Rezeptor. So bindet Calcitriol an den intrazellulären Vitamin-D-Rezeptor. Dieser Hormon-Rezeptor-Komplex wandert zur DNA und induziert dort, hoffentlich, die Expression der gewünschten Proteine.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch was passiert, wenn der Rezeptor nicht so funktioniert, wie wir uns das vorstellen?</p>
<h3 style="text-align: justify;">Zink darf mitreden</h3>
<p style="text-align: justify;">Das passiert beispielsweise bei einem <a href="https://genetisches-maximum.de/zink/t3-bzw-zink-mangel-verursachen-kann/">Zink-Mangel</a>: Zink nämlich reguliert bekanntlich die Protein-Synthese, entsprechend auch die Synthese des Vitamin-D-Rezeptors, der auch nur aus Aminosäuren besteht, entsprechend ein Protein ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Zusätzlich, so schreiben Autoren einer anderen Studie, kann ein Zink-Mangel dazu führen, dass nicht die maximal mögliche Calcitriol-Konzentration erreicht werden kann &#8211; beispielsweise, wenn ein hoher Calcitriol-Wert aufgrund einer Calcium-armen Ernährung nötig ist. Zink moduliert anscheinend die Calcitriol-Bildung, kann entsprechend die lokale Calcitriol-Bildung forcieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Es geht noch weiter: Der Vitamin-D-Rezeptor selbst kann Zink binden und die Zink-Zellkonzentration moduliert (!) entscheidend die Rezeptor-Gen-Interaktion. In anderen Worten: Die richtige Zink-Konzentration muss gegeben sein, dass das Calcitriol überhaupt die Genexpression verändern kann.</p>
<h3 style="text-align: justify;">&#8230; und Vitamin A (Retinol) auch</h3>
<p style="text-align: justify;">Der Vollständigkeit halber muss erwähnt werden, dass der Vitamin-D-Rezeptor, Calcitriol-gebunden, mit dem RXR-, dem Vitamin-A-Rezeptor wechselwirkt und einen sogenannten Heterodimer bildet. Ein Vitamin-D-Rezeptor verknüpft sich dabei mit einem RXR-Rezeptor. Dieser ist in der Regel allerdings nicht besetzt, heißt keine Retinsäure (Hormon, das aus Vitamin A gebildet wird) gebunden ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Dachte man jedenfalls.</p>
<p style="text-align: justify;">Bis man herausgefunden hat, dass Rachitis-resistente Tierchen, deren Vitamin-D-Rezeptor nicht richtig funktioniert, wieder auf Vitamin D ansprechen, sobald Retinsäure (9-cis) gegeben wird und an den RXR-Rezeptor bindet. Soll heißen: Vitamin A stellt die Calcitriol-Wirkung wieder her.</p>
<p style="text-align: justify;">Bevor jetzt allerdings einige wieder auf die Idee kommen, Vitamin-A-Präparate zu kaufen: So einfach ist das leider nicht, denn Vitamin A kann die Vitamin-D-Wirkung ganz potent antagonisieren. Männer die Calcitriol (nicht verwechseln mit Vitamin D, an dieser Stelle) zusammen mit „Leber&#8220; (äquivalente Vitamin-A-Menge) verzehren, erfahren einen deutlich niedrigeren Calcium-Anstieg, da Vitamin A schlicht die Calcitriol-Wirkung aufhebt.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist nicht alles: Retinsäure (9-cis) verändert die calcifiziernde Wirkung des Calcitriol. Es blockiert die Calcitriol-induzierte Genexpression, so, dass keine Arterien-Verkalkung auftritt und, dass du jetzt komplett durcheinander kommst: Calcitriol selbst steigert die Vitamin-K1-Konversion, die MK4 entstehen lässt, cis-9-Retinsäure macht  im Grunde das Gegenteil und verringert die Vitamin-K-Konzentration. Einmal durchatmen bitte, es war nur eine weniger repräsentative Tierstudie &#8230; :-)</p>
<p style="text-align: justify;">Vitamin A und Vitamin D? Die Balance muss stimmen.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Marshall darf auch mitreden</h3>
<p style="text-align: justify;">Und, weil noch nicht komplex genug: Es gibt das Marshall-Protokoll, das völlig andere Sichtweisen vorschlägt. Nämlich: Den blockierten Vitamin-D-Rezeptoren &#8222;scharf&#8220; zu machen durch Vitamin-D-Restriktion. Das ist freilich auch nicht aus der Luft gegriffen, verstehst du?</p>
<p style="text-align: justify;">Ganz im Gegenteil. Mittlerweile wurde mehrfach zu ebendiesem Phänomen publiziert. Autoimmunerkrankungen, so besagt die Hypothese, seien das Resultat einer Vitamin-D-Rezeptor-Dysfunktion, wobei die Vitamin-D-Gabe an sich das Problem nicht bessert, sondern verschlechtert &#8211; im Gegenteil: Vitamin D müsse gemieden und ein Vitamin-D-Rezeptor-Agonist (der die Vitamin-D-Bindung verhindert) könne die VDR-Dysfunktion umkehren.</p>
<p style="text-align: justify;">Hätten diese Forscher auch nur ein bisschen recht mit dem, was sie da sagen, dann müssten wir die Periodisierung neu evaluieren. Vielleicht wäre es aus dieser Perspektive gar nicht so ungeschickt, im Winter sehr niedrige Vitamin-D-Werte zu erreichen, um den Rezeptor sozusagen wieder freizulegen für das Vitamin-D-Sommer-Hoch &#8211; wer weiß das? Nur &#8230; Dann hätten wir sie wieder, die natürlichen Rhythmen, die im Kontrast stehen zu unserem starren, &#8222;maschinistischen&#8220; Weltbild.</p>
<p style="text-align: justify;">Aha. Schlau ist also der, der nicht nur weiß, wie man kauft und konsumiert, sondern viel mehr weiß, wie die jeweilige Substanz zu einem gegebenen Zeitpunkt, bei einem bestimmten Zustand wirkt &#8211; und als Folge entsprechend moduliert.</p>
<p style="text-align: justify;">Das hatten wir schon beim <a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/insulinwirkung-und-eisenwerte-verstehen/">Eisen</a>, du erinnerst dich?</p>
<h2 style="text-align: justify;">Fazit? Was lernen wir nun daraus?</h2>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/01/Calcium-VitD-Calcitriol.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5838" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/01/Calcium-VitD-Calcitriol.png" alt="Calcium-VitD-Calcitriol" width="800" height="316" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Viele Leser wollen lernen, am besten Anweisungen erfahren &#8211; <em>so und so musst du das machen!</em> Was lehrt uns dieser Artikel? Dass du dich am besten von dieser Vorstellung verabschiedest und aufhörst, die Wunderheilungsgeschichten von anderen zu glauben und replizieren zu wollen. Aufhören, Wert XY anzupeilen. Aufhören, zu glauben, du seist in irgendeiner Weise vergleichbar mit deinem Nachbar, mit diesem Vitamin-D-Buchautor oder mit mir. So ein Quatsch!</p>
<p style="text-align: justify;">Die Take-Home-Message dieses Artikels ist: Du spielst an einem riesig komplexen System herum, bist aber felsenfest davon überzeugt, dass man nur diesen einen Wunderstoff hoch genug dosieren muss und alle deine Probleme verabschieden sich.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Gegenfrage sei mir erlaubt: Was ist so schwer daran, wie von Anfang an (Handbuch, du erinnerst dich?) klar artikuliert, das System breit genug aufzustellen und gewisse Grenzen, Limitationen zu akzeptieren und Perfektionismus (oder Wahn?) zu vergessen?</p>
<p style="text-align: justify;">Das, was am Ende nämlich über deinen Erfolg entscheidet, ist nicht dieser eine Stoff, den du einwirfst, sondern das, was dein Körper, dein ganz eigenes System damit macht &#8211; und dafür braucht es eben von allem ein bisschen. Wer das also nicht seinen Körper machen lassen will (Autoregulation, Homöostase), der sollte sehr, sehr genau Bescheid wissen über die vielen Zusammenhänge.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Ernüchternde: 99,5 % der Leser dieses Artikels tun das nicht. Sind aber felsenfest davon überzeugt, sie täten es.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Ziel des Handbuches, dieses Blogs war und ist es, Leser von ebendieser Materie zu begeistern, Aspekte zu erklären, Hintergründe zu erläutern, ein <strong>System-Verständnis</strong> zu generieren (!!), ein Stück weit zu bilden und ja, auch zum Ausprobieren zu ermutigen. Das, was ich derzeit allerdings beobachte ist verstandloses Einwerfen von Pillen und Pulver &#8211; bisweilen praktiziert von Menschen, die über ihre eigene Biologie überhaupt nichts wissen, generelle biologische Konzepte nicht kennen oder <strong>nicht kennen wollen</strong>, das (Nach-)Denken ablehnen (ist anstrengend) und sich leiten lassen von Populismus. Wir sind sicher Populismus-geprimet.</p>
<p style="text-align: justify;">Woher nehmen so viele Menschen eigentlich das Selbstbewusstsein? Ich meine &#8230; Das erste, was man lernt, wenn man sich mit Biologie befasst: Demut. Groß, viel, komplex &#8211; ich: klein, unwissend. Manche verhalten sich wie ein Elefant im Porzellanladen, wissen nix über Chemie, erklären aber anderen, warum Vitamin K2 so unendlich viel besser und anders ist als K1, haben noch nie selbst eine wissenschaftliche Arbeit geschrieben (ja, ja, mit Quellen und so &#8230;), rechnen einem aber vor, wie viel Vitamin-D-Einheiten benötigt werden. Oh man!</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Literatur</strong></h3>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Albert, Paul J, Amy D Proal, and Trevor G Marshall. &#8222;Vitamin D: the alternative hypothesis.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Autoimmunity reviews</span></i><span style="font-weight: 400;"> 8.8 (2009): 639-644.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Bettoun, David J et al. &#8222;Retinoid X receptor is a nonsilent major contributor to vitamin D receptor-mediated transcriptional activation.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Molecular Endocrinology</span></i><span style="font-weight: 400;"> 17.11 (2003): 2320-2328.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Fu, Xueyan et al. &#8222;9-Cis retinoic acid reduces 1α, 25-dihydroxycholecalciferol-Induced renal calcification by altering vitamin K-dependent γ-carboxylation of matrix γ-carboxyglutamic acid protein in A/J male mice.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">The Journal of nutrition</span></i><span style="font-weight: 400;"> 138.12 (2008): 2337-2341.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Hegsted, Maren et al. &#8222;Effect of boron on vitamin D deficient rats.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Biological trace element research</span></i><span style="font-weight: 400;"> 28.3 (1991): 243-255.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Jacobs, Elizabeth T, Mark R Haussler, and María Elena Martínez. &#8222;Vitamin D activity and colorectal neoplasia: a pathway approach to epidemiologic studies.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Cancer Epidemiology Biomarkers &amp; Prevention</span></i><span style="font-weight: 400;"> 14.9 (2005): 2061-2063.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Johansson, Sara, and Håkan Melhus. &#8222;Vitamin A antagonizes calcium response to vitamin D in man.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Journal of Bone and Mineral research</span></i><span style="font-weight: 400;"> 16.10 (2001): 1899-1905.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Kimmel, Paul L et al. &#8222;Zinc modulates mononuclear cellular calcitriol metabolism in peritoneal dialysis patients.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Kidney international</span></i><span style="font-weight: 400;"> 49.5 (1996): 1407-1412.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Miljkovic, Dusan, Natasha Miljkovic, and Mark F McCarty. &#8222;Up-regulatory impact of boron on vitamin D function–does it reflect inhibition of 24-hydroxylase?.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Medical hypotheses</span></i><span style="font-weight: 400;"> 63.6 (2004): 1054-1056.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Newnham, Rex E. &#8222;Essentiality of boron for healthy bones and joints.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Environmental health perspectives</span></i><span style="font-weight: 400;"> 102.Suppl 7 (1994): 83.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Rohde, Cynthia M et al. &#8222;Vitamin A antagonizes the action of vitamin D in rats.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">The Journal of nutrition</span></i><span style="font-weight: 400;"> 129.12 (1999): 2246-2250.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">RUDE, ROBERT K et al. &#8222;Low serum concentrations of 1, 25-dihydroxyvitamin D in human magnesium deficiency.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">The Journal of Clinical Endocrinology &amp; Metabolism</span></i><span style="font-weight: 400;"> 61.5 (1985): 933-940.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Sánchez‐Martínez, Ruth et al. &#8222;The retinoid X receptor ligand restores defective signalling by the vitamin D receptor.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">EMBO reports</span></i><span style="font-weight: 400;"> 7.10 (2006): 1030-1034.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Waterhouse, Joyce C, Thomas H Perez, and Paul J Albert. &#8222;Reversing Bacteria‐induced Vitamin D Receptor Dysfunction Is Key to Autoimmune Disease.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Annals of the New York Academy of Sciences</span></i><span style="font-weight: 400;"> 1173.1 (2009): 757-765.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Yu, XD et al. &#8222;[Effect of zinc deficiency on the protein expression of vitamin D receptor and calcium binding protein in growth-stage rats duodenal mucosa].&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Zhonghua er ke za zhi. Chinese journal of pediatrics</span></i><span style="font-weight: 400;"> 44.1 (2006): 11-14.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Zittermann, Armin. &#8222;Magnesium deficit-overlooked cause of low vitamin D status?.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">BMC medicine</span></i><span style="font-weight: 400;"> 11.1 (2013): 229.</span></p>
<p style="text-align: justify;">Vitamin-A-D-Interaktion, <a href="http://www.westonaprice.org/health-topics/abcs-of-nutrition/vitamin-a-on-trial-does-vitamin-a-cause-osteoporosis/#figure1">andernorts beleuchtet</a>.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/das-vitamin-d-chaos-mikronaehrstoffe/">Das Vitamin-D-Chaos und Mikronährstoffe: Hättest du’s gewusst?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Alzheimer vorbeugen: Wissenschaft gegen Natur</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/praevention/alzheimer-vorbeugen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2015 21:30:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Cholin]]></category>
		<category><![CDATA[DHA]]></category>
		<category><![CDATA[PGC1-alpha]]></category>
		<category><![CDATA[Zink]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ver-rückte Welt des Menschen. Das Wort ver-rückt impliziert bereits das Richtige, nämlich, dass etwas nicht mehr auf seiner ursprünglichen, eigentlichen Position sitzt. Was würden Andere, zum Beispiel menschenähnliche Aliens, eigentlich über uns sagen? Was würden [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/alzheimer-vorbeugen/">Alzheimer vorbeugen: Wissenschaft gegen Natur</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die ver-rückte Welt des Menschen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Wort <em>ver-rückt</em> impliziert bereits das Richtige, nämlich, dass etwas nicht mehr auf seiner ursprünglichen, eigentlichen Position sitzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Was würden Andere, zum Beispiel menschenähnliche Aliens, eigentlich über uns sagen? Was würden die Anderen über uns sagen, wenn sie uns beobachten würden? Wie oft habe ich in den letzten Wochen nur noch den Kopf geschüttelt, die Schlauen beobachtet, Handlungen, Gedanken, Argumente verfolgt. Und nie haben sich die &#8222;Fehler&#8220; des menschlichen Geistes derart offenbart. Nun bin ich nicht Teil dieser Situation und kann, von außen, herablassend beurteilen. Ich würde vermutlich die gleichen Fehler machen. Auch dieser Fehler ist ein Fehler des Geistes.</p>
<p style="text-align: justify;">Soeben komme ich von einem Vortrag, Thema: Alzheimer. Anscheinend ziemlich aktuell. Warum wohl? Na, jedes Mal wenn die renommierten Wissenschaftler vorsprechen, wird im Verlauf mindestens einmal davon erzählt, dass Firma XY investieren will. Dass Pharmakonzern XY interessiert ist. Geld ist Motivation. Für Candida-Behandlung gibt&#8217;s Millionen. Für Alzheimer? Undenkbar.</p>
<p style="text-align: justify;">Also, heute wieder Vortrag zum Thema Alzheimer. Überhaupt nicht spannend, nur irgendwelche Signalwege, Membranproteine, Sekretasen und so weiter.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Arbeitsgruppe um diese vortragende Wissenschaftlerin fand heraus, dass es ein Protein gibt namens SORLA. Wenn viel von diesem SORLA-Protein vorhanden ist, bekommt man nicht so einfach Alzheimer. Umgekehrt zeigen Alzheimer-Gehirne eine niedrigere SORLA-Expression.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Entscheidende jedoch, das wirklich Spannende, wurde ganz am Ende des Vortrages so nebenbei erwähnt.</p>
<p style="text-align: justify;">Nämlich:</p>
<blockquote><p><strong>SORLA wird, von den getesteten Proteinen, nur durch BDNF positiv reguliert. </strong></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">BDNF, <em>brain-derived neurotrophic factor</em>, ist ein Stoff, der auf das Gehirn wie Dünger wirkt, die Nervenzellen zum Wachsen bringt.</p>
<p style="text-align: justify;">Handbuch-Leser wissen hier ganz genau Bescheid: <strong>BDNF seinerseits ist ein PGC-1alpha-abhängiger Stoff.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Daher sagte ich damals, dass PGC-1alpha ein wahrer Gesundmacher ist. Es schenkt nicht nur mehr und gesündere Mitochondrien, sondern auch ein gesünderes Gehirn.</p>
<p style="text-align: justify;">PGC-1alpha, das wissen wir mittlerweile alle, wird durch Ausdauersport gesteigert. Daher finden wir bei Sportlern viel höhere BDNF-Werte. Und somit, lt. der netten Dame, mehr SORLA. Wer also bis drei zählen kann, wird schnell verstehen, dass Ausdauersport bzw. Sport im Allgemeinen wohl signifikant dafür sorgen wird, dass wir vor Alzheimer geschützt sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Andere Faktoren, die BDNF regulieren, sind u. a.:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Zink (wenigstens einmal den richtigen Spiegel einstellen)</li>
<li>DHA (Fischöl, Stichwort: Omega-3-Index)</li>
<li>Cholin</li>
</ul>
<p>War das nicht eigentlich klar? Sind ja immer dieselben Stoffe, die da was zwischen den Ohren modulieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir Menschen sind verrückt. Das steht fest.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir entfernen uns von unserer ursprünglichen Lebensweise, sägen an unserem eigenen Ast. Wir merken es nicht. Wir stückeln das schönste Puzzle in tausend Teile und verbringen Jahrhunderte damit, es wieder zusammenzusetzen. Da wir aber ganz offensichtlich nicht verstehen, wie man die Teile wieder zusammensetzt, erschaffen wir die Wissenschaft. Die muss dann hochkomplex alles noch weiter zerlegen. Alles noch mehr analysieren. Milliarden von Proteine entdecken. Aber nicht, weil es total spannend ist, sondern weil Big Pharma die Goldbarren zum Forschungslabor bringt.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir also forschen an Alzheimer, an vielen verschiedenen, ganz tollen Proteinen &#8211; jede Forschungsgruppe sieht dahinten irgendwo das Paradies &#8211; Ruhm, Macht, Geld und Anerkennung. Die Dame heute hat die Karriereleiter schon ordentlich bestiegen. Um zu zeigen, <strong>dass es BDNF ist, das heilt</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun lesen wir alle noch einmal den <a href="https://genetisches-maximum.de/fette/sonne-dha-linolsaeure/">Artikel</a> bzw. schauen uns das Video von Remko Kuipers an und stellen fest: Die Buschmänner rennen jeden Tag dem Tier hinterher. Die schwitzen jeden Tag. Die Buschmänner essen jeden Tag DHA, Zink und Cholin. Und zwar in großen Mengen.</p>
<p style="text-align: justify;">Mir ist ehrlich gesagt völlig egal, ob Buschmänner das wirklich so machen. Aber eine Sache müssen wir auf jeden Fall akzeptieren:</p>
<blockquote><p>Jedes Tier auf dieser Welt muss sich bewegen, um an Nahrung zu gelangen. Oftmals ist das doch ziemlich anstrengend.</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die haben alle genug BDNF und vermutlich niemals Alzheimer.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Also wenn dieses Gemache nicht verrückt ist, was dann?</p>
<p style="text-align: justify;">(Freilich: Aus dem Blickwinkel der Logik ist das alles richtig. Gedanke 1: Wir sind krank. Gedanke 2: Wir müssen nach Lösungen suchen. Zum Glück stehen wir nebendran und können, wie eingangs erwähnt, verwundert auf das Geschehen gucken.)</p>
<p style="text-align: justify;">Ein kleiner Exkurs: Wieso denken Biochemiker oder Molekularbiologen niemals so? Ich meine &#8230; Das Erste, was man nach solchen &#8222;Errungenschaften&#8220; (BDNF reguliert SORLA) doch tun müsste: Nach natürlichen Methoden suchen, die BDNF (und somit SORLA) stimulieren. Oder nicht? Genau so jedenfalls denke ich. Wenn also bei ScienceDaily wieder irgendeine Forschungsgruppe etwas ganz Tolles entdeckt hat, dann gucke ich direkt, welche natürliche Intervention da helfen kann und wird. Denn eines ist klar: Wissenschaftler, bzw. wir Menschen, können uns noch so anstrengen. Die menschliche Biologie wird immer gleich bleiben, zumindest solange wir Menschen sind. Darum können wir versuchen, uns von unserem Ursprung zu entfernen (wie wir das sowieso täglich tun). Aber wie ein Jo-jo werden wir automatisch wieder zurückgezogen. Und genau das passiert bei den ganzen Forschungen: Forscher werden niemals etwas Neues entdecken. Sie werden allerhöchstens wiederentdecken. Klar: Die vortragende Dame hat von Sport sichtlich noch nie was gehört. Und genau das ist der Punkt: a) Es fehlt der Glaube an die Natur, an die eigene Heilkraft und b) Es fehlt der Bezug dazu. Und so kommt es, dass wir lieber den Bürostuhl warmsitzen, als uns, wie <a href="http://me-improved.de/wie-kaelte-muskeln-aufbaut-forschungsblitzlicht/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Sascha Fast</a>, in den Bach nebenan zu schmeißen &#8211; Letzteres ist kalt, dreckig und im Kopf der Schlauen einfach unnötig. Das juckt BDNF und Alzheimer aber nicht.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/alzheimer-vorbeugen/">Alzheimer vorbeugen: Wissenschaft gegen Natur</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Die Eckpfeiler eines gesunden Lebensstils: Sonne, viel DHA, wenig Linolsäure (Video)</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/fette/sonne-dha-linolsaeure/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Nov 2015 19:49:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fette]]></category>
		<category><![CDATA[Paleo]]></category>
		<category><![CDATA[vitamin a]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin D]]></category>
		<category><![CDATA[Zink]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Edubily und alles drumherum ist eine Bereicherung für mich. Ganz egal wohin mich diese Reise bringt, ein Gewinn war es allemal. So erreichen mich oft E-Mails von ganz verschiedenen Leuten, die alle ihre Gedanken, Ideen, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Edubily und alles drumherum ist eine Bereicherung für mich. Ganz egal wohin mich diese Reise bringt, ein Gewinn war es allemal.</p>
<p style="text-align: justify;">So erreichen mich oft E-Mails von ganz verschiedenen Leuten, die alle ihre Gedanken, Ideen, Gefühle und Vorstellungen in das Projekt einfließen lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich möchte mich nicht festlegen. Ich zeige 80 % auf, die gelten für die Allgemeinheit und als Grundsatz, die anderen 20 % sind hoch individuell.</p>
<p style="text-align: justify;">Daher zeige ich lieber Grundprinzipien des Trainings auf, als mich auf ein Schema festzulegen und dieses an die Menge zu tragen. Ich würde lügen, denn ich weiß genau, dass das sowieso nie funktionieren wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Das gilt auch für Ernährung. Daher wirst du von mir auch nie hören, dass ich &#8222;High-Carb&#8220; empfehle &#8211; genauso wenig, wie ich mich auf eine ketogene Diät festnageln würde.</p>
<p style="text-align: justify;">Eckpfeiler. Die Eckpfeiler kann man setzen. Das Haus, die Inneneinrichtung et cetera musst du selbst gestalten.</p>
<p style="text-align: justify;">&#8212;</p>
<p style="text-align: justify;">Mich erreichen oft super Mails. Dieses Mal von einem Niederländer, der mir ein Video hat zukommen lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe oft über Ernährung nachgedacht und glaube seit jeher an eine <em>Offshore Diet, </em>daran, dass Homo sapiens seit seiner Entstehung die Küsten bewohnte und sich an ebendieser sehr reichen Flora und Fauna bediente.</p>
<p style="text-align: justify;">Dort nämlich finden sich ganz wichtige Schlüssel-Nährstoffe, die extrem bedeutsam waren bezüglich der Menschwerdung, zum Beispiel:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/motivation/omega-3-depression/">DHA</a></li>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/zink-testosteron-steigern/">Zink</a></li>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/eisen-fettverbrennung-diabetes-insulin-resistenz/">Eisen</a></li>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/schilddruese/schilddrusenhormone-selbst-machen/">Jod</a></li>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/vitamin-a-der-verkannte-stoffwechsel-beschleuniger/">Vitamin A</a> und <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-laesst-tumor-schrumpfen/">D</a> (Lebertran!)</li>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/selen-wert-kurz-und-knapp/">Selen</a></li>
</ul>
<p>Noch heute essen die dort lebenden Afrikaner Fisch und Schalentiere &#8211; den ganzen Tag. Für die ist das so normal, dass sie es schlicht &#8222;Gemüse&#8220; nennen.</p>
<p>Es lohnt sich sehr, sich dieses Video anzuschauen. <strong>Denn Remko Kuipers ist ein Fuchs und räumt direkt mit den gängigsten &#8222;Paleo&#8220;-Mythen auf. </strong></p>
<p>Für diejenigen, die kein Englisch verstehen und/oder keine Zeit haben, sich das ganze Video anzusehen, <strong>hier die Bottom-Line(s) zum Mitnehmen</strong>:</p>
<ul>
<li>Die Evolution meint es auch gut mit Älteren, nicht nur mit Jüngeren</li>
<li>Homo sapiens ist oft eher Sammler als Jäger, wenn auch grundsätzlich die Tendenz zum Jagen besteht und diese auch in unserer Physiologie verwurzelt ist</li>
<li>Homo sapiens ist bzw. war ein Fischer, ein Schalentier-Sammler und ein Meeresfrüchte-Esser</li>
<li>Man findet kaum noch &#8222;richtige&#8220; Jäger-und-Sammler-Kulturen. Diejenigen, die noch original leben, werden meist von Wissenschaftlern betreut (oder von Besuchern [mit Alkohol] gefüttert) und die übrig gebliebenen JuS sind auch nicht super-repräsentativ für &#8222;richtige&#8220; Paleos (prähistorische JuS)</li>
<li>Der Omega-3-Index ist ein stärkerer Risikofaktor als klassische Risikofaktoren bzw. Marker</li>
<li>Nativ lebende Menschen haben einen hohen Vitamin-D-Wert (100-120 nmol/l, entsprechend 40-60 ng/ml),</li>
<li>deutlich mehr DHA, aber deutlich weniger Linolsäure (und Arachidonsäure) im Blut</li>
<li>Daraus schlussfolgert der Wissenschaftler Remko Kuipers auch, dass der Omega-3-Index und der Vitamin-D-Wert größere Rollen im klinischen Alltag spielen sollten</li>
</ul>
<p>Nun: Das nenne ich Eckpfeiler. Damit kann man etwas anfangen. Ohne dabei zu übertreiben und sich direkt auf spezielle Ernährung, auf <strong>die</strong> Ernährungsform, festzunageln.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/fette/sonne-dha-linolsaeure/">Die Eckpfeiler eines gesunden Lebensstils: Sonne, viel DHA, wenig Linolsäure (Video)</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Haare und Fingernägel</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/zink/haare-und-fingernaegel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Oct 2014 09:48:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zink]]></category>
		<category><![CDATA[Eiweiß]]></category>
		<category><![CDATA[L-Citrullin]]></category>
		<category><![CDATA[NEM]]></category>
		<category><![CDATA[Proteinsynthese]]></category>
		<category><![CDATA[T3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich wurde jetzt schon mehrmals darauf hingewiesen, dass auch Frauen diese Seite lesen und auch mal zu ihren Themen etwas geschrieben werde sollte. Natürlich, gerne! Denn auch in uns Männern steckt eine Frau :-) Nein, [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/zink/haare-und-fingernaegel/">Haare und Fingernägel</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wurde jetzt schon mehrmals darauf hingewiesen, dass auch Frauen diese Seite lesen und auch mal zu ihren Themen etwas geschrieben werde sollte.</p>
<p>Natürlich, gerne!</p>
<p>Denn auch in uns Männern steckt eine Frau :-)</p>
<p>Nein, Spaß beiseite. Aber: <strong>Ich weiß, was ich gemacht habe, dass meine Haare wachsen wie Unkraut und Fingernägel schnell (zu) lang und hart werden. </strong></p>
<p>Trick 1) Zink.</p>
<p>Diese Erfahrung haben wohl sehr viele Menschen schon gemacht. Zink, richtig dosiert, macht die Nägel unfassbar hart.</p>
<p>Bringt aber alles nichts ohne&#8230;</p>
<p>Trick 2) T3, aktives Schilddrüsenhormon.</p>
<p>Erst seit ich den Wert massiv angehoben habe, wächst alles wie ein gut gedüngter Urwald aus mir heraus.</p>
<p>Seit dem weiß ich auch, wie gut meine körpereigene Proteinsynthese arbeitet. Haar und Nägel sind ja auch nur Aminosäuren, was sonst?</p>
<p>Und das ist Wissen, denn&#8230; Proteinsynthese ist wichtig im Herz und in der Körpermuskulatur, das wissen wir ja alle, und das bestimmt maßgeblich die Fähigkeit zur Regeneration nach sportlicher Belastung.</p>
<p>Auch die Gehirnzellen arbeiten mit Protein, also Aminosäuren. Jede Zelle betreibt Proteinsynthese. Und da muss ich dann immer schmunzeln, wenn die Leute glauben, es sei damit getan, Tryptophan in sich hinein zu leeren, um Serotonin anzuheben. Die Wahrheit ist wohl, dass selten die Aminosäuren per se dafür verantwortlich sind, sondern der lahme zelluläre Stoffwechsel.</p>
<p>Daraus folgt, dass man halt mal das Gaspedal des Körpers treten sollte und das heißt Schilddrüsenhormon.</p>
<p>Gaspedal kann man hier ruhig wörtlich verstehen. Nichts beschreibt das besser. Alles im Körper beschleunigt.</p>
<p>Und als kleiner Geheim-&#8222;trick&#8220; von meiner Mama: Arginin.</p>
<p>Keine Ahnung, ob das stimmt, aber sie sagt immer: <strong>Seit ich Arginin nehme, habe ich so richtig kräftiges und wucherndes Haar. </strong>(Citrullin geht natürlich auch) Und die hat ja schon ein paar Jahre auf dem Buckel und weiß, wie der Hase läuft.</p>
<p>Ja so ist das&#8230; Schilddrüse. Das ist wieder so ein Thema für sich. Bevor du hier versuchst deine Schilddrüse mit Jod und Selen und sonstigen Geschichten zu reparieren, dann solltest du dich vorher mal fragen, ob du vielleicht&#8230; in den letzten Jahren&#8230; viel Bockmist gemacht hast. Ich kenne eure Berichte und steht dann oft: Ja&#8230; 2 Jahre lang Diäääät&#8230;. 1 Jahre lang nur 1500 Kalorieeeeen&#8230; Seit 3 Jahren no caaaarb&#8230;</p>
<p><a title="Refeed: Leptin als Ursache für T – und T3 – Insuffizienz?" href="https://genetisches-maximum.de/leptin/refeed-leptin-als-ursache-fur-t-und-t3-insuffizienz/">Über Leptin hatten wir schon gesprochen, gell?</a></p>
<p><strong>Bildquelle</strong></p>
<p><a href="http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/33316317">Matthias34</a></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/zink/haare-und-fingernaegel/">Haare und Fingernägel</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Insulin selbst gemacht: Zink</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/magnesium/insulin-selbst-gemacht-zink/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/magnesium/insulin-selbst-gemacht-zink/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2014 13:20:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magnesium]]></category>
		<category><![CDATA[Anabolismus]]></category>
		<category><![CDATA[Blutzucker]]></category>
		<category><![CDATA[Insulin-Resistenz]]></category>
		<category><![CDATA[PI3K/Akt/mTOR]]></category>
		<category><![CDATA[Zink]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.edubily.de/?p=1353</guid>

					<description><![CDATA[<p>Jaja&#8230; Ich empfehle neben Magnesium auch Zink. Es gibt eben ein paar Mikronährstoffe, die jeder in seinem Blut haben sollte. Magnesium und Zink sind auch die beiden, die starke Schwankungen zeigen: Schnupfen? Zink weg. Stress? [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/magnesium/insulin-selbst-gemacht-zink/">Insulin selbst gemacht: Zink</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jaja&#8230;</p>
<p>Ich empfehle neben Magnesium auch Zink. Es gibt eben ein paar Mikronährstoffe, die jeder in seinem Blut haben sollte.</p>
<p>Magnesium und Zink sind auch die beiden, die starke Schwankungen zeigen:</p>
<p>Schnupfen? Zink weg.</p>
<p>Stress? Magnesium weg.</p>
<p>Wenn gleich Zink &#8211; aus mir unerklärlichen Gründen &#8211; deutlich schneller aus dem Blut verschwindet, als Magnesium.</p>
<p>Das Blut ist ja tatsächlich nur ein Marker, ein Hinweis, wie das mit dem Zink in deinem Körper aussieht. Die Wahrheit ist wohl, dass du Zink-Speicher hast, die den Zink-Wert im Blut kompensieren &#8211; sonst wären wir alle längst tot.</p>
<p>Ich hatte das bereits einmal erklärt anhand des Gesamteiweißes: Wenn das Schwimmbecken voll ist, dann macht&#8217;s auch nichts, wenn mal 5L flöten gehen. Die merkt man dann nicht.</p>
<p>Aber&#8230; wer von euch Athleten (Blutwerte bekomme ich ja regelmäßig) hat denn überhaupt mal Zink genommen und den Körper damit abgefüllt?</p>
<p><strong>Egal: Was kann Zink für dich eigentlich so tun? </strong></p>
<p>Ich hatte mal gesagt, irgendwo hier auf dem Blog, dass Zink unbedingt notwendig ist für die Protein-Synthese (übrigens genau wie Magnesium). Dann hatte ich gesagt, dass Zink unbedingt notwendig ist, wenn man keinen Krebs möchte. Und heute sage ich, dass</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Zink die Funktion des Insulins mimt (nachahmt)</strong></p>
<p style="text-align: left;">Das ist gut, denn dann wird deine Zelle anabol (PI3K/Akt-Signalweg), ohne, dass du Insulin (wovor du Angst hast) im Blut hast.</p>
<p style="text-align: left;">Ist das nicht eine gute Nachricht? Zink ist der ver-mineralte Anabolismus.</p>
<p style="text-align: left;">Na also&#8230; wenn das keine gute Nachricht ist. Dann gibt es ja vielleicht einen Ausweg bzgl. deiner hohen Blutzucker-Werte? Oder der Tatsache, dass kein Bizeps bei dir wachsen will.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Referenzen</strong></p>
<p>Vardatsikos, George, Nihar R Pandey, and Ashok K Srivastava. &#8222;Insulino-mimetic and anti-diabetic effects of zinc.&#8220; <i>Journal of inorganic biochemistry</i> 120 (2013): 8-17.</p>
<p style="text-align: left;"><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/magnesium/insulin-selbst-gemacht-zink/">Insulin selbst gemacht: Zink</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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