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	<title>Immunsystem - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
	<lastBuildDate>Thu, 14 Aug 2025 08:52:47 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Immunsystem - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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		<title>Es werde (Sonnen-)Licht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Aug 2025 08:34:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Gefäßgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hormonhaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Life Style]]></category>
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		<category><![CDATA[Vitamin D3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>36 Grad und es wird noch heißer – gerade fühle ich mich wie Olaf der Schneemann im Sommer. Hochsommer. Tolle Kindheitserinnerungen – lange Tage im Schwimmbad. Entspannung, viel Spaß, viel Bewegung, eine Prise Abenteuer – [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>36 Grad und es wird noch heißer – gerade fühle ich mich wie Olaf der Schneemann im Sommer.</p>
<p>Hochsommer. Tolle Kindheitserinnerungen – lange Tage im Schwimmbad. Entspannung, viel Spaß, viel Bewegung, eine Prise Abenteuer – und verärgerte Omas, die wir mit unseren &#8222;Bomben&#8220; &#8222;versenkt&#8220; haben :-))</p>
<p>Viel besser geht es nicht. Und es gibt auch kein Ort auf der Welt, wo eine Pommes besser schmeckt. Ist so! Außerdem haben wir Kids immer ausgesehen wie frisch aus dem Ägyptenurlaub. Nie wieder gab&#8217;s eine so tiefe Bräune.</p>
<p>Heute ist Sonne, wie vieles, was uns als Mensch seit Ewigkeiten begleitet, irgendwo verpönt. &#8222;Sonne? Willst du Hautkrebs, oder was?&#8220; Ein schwerer Fehler, wie Forschungen zeigen.</p>
<h1>Der Körper liebt die Sonne</h1>
<p>So <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38661623/">eine Studie</a> wurde kürzlich im Kommentarbereich hier im Blog gepostet. Eine Abbildung der Arbeit fasst den Stand der Dinge gut zusammen:</p>
<figure id="attachment_324641" aria-describedby="caption-attachment-324641" style="width: 419px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/08/UV-Licht-Gesundheit.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-324641" title="UV Licht Gesundheit" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/08/UV-Licht-Gesundheit.jpg" alt="UV Licht Gesundheit" width="419" height="728" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/08/UV-Licht-Gesundheit.jpg 510w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/08/UV-Licht-Gesundheit-173x300.jpg 173w" sizes="(max-width: 419px) 100vw, 419px" /></a><figcaption id="caption-attachment-324641" class="wp-caption-text"><strong><em>UV-Licht hat auch wertvolle Eigenschaften, über die (zu) selten gesprochen wird. </em></strong></figcaption></figure>
<p>Es gibt also &#8222;förderliche UV-induzierte Mechanismen&#8220; (a)&#8230;</p>
<ul>
<li>Stickstoffmonoxidbildung &gt; mehr NO = bessere Gefäß-, Stoffwechsel- und Immungesundheit</li>
<li>Entzündungsmodulation und Immunregulation (= Unterdrückung Autoimmunität)</li>
<li>Vitamin-D-Synthese</li>
<li>Und: &#8222;Unbekannt und Unerforscht&#8220;</li>
</ul>
<p>Denn man beobachtet, wie UV-Licht das Aufkommen einer ganzen Reihe an Krankheiten hemmt:</p>
<ul>
<li>Weniger Gesamtsterblichkeit</li>
<li>Niedrigerer Blutdruck</li>
<li>Weniger Herzkreislauferkrankungen</li>
<li>Weniger Typ-2-Diabetes</li>
<li>Niedrigeres Risiko für MS</li>
<li>Weniger Covid</li>
<li>Weniger Krebs</li>
</ul>
<p>Kenner wissen natürlich, dass Sonnenlicht nicht nur &#8222;UV-Strahlung&#8220; ist, sondern beispielsweise auch <strong>Infrarot</strong> und <strong>sichtbares Licht</strong>. Ersteres kennen wir aus der Mitochondrienforschung, denn Infrarot pimpt unsere Mitos. Letzteres wirkt vor allem aufs Gehirn und hebt die Stimmung.</p>
<p>Man lehnt sich nicht allzu stark aus dem Fenster, wenn man behauptet: <strong>Sonnenlicht macht gesund</strong>.</p>
<h1>Wenig Sonne, viel MS</h1>
<p data-start="94" data-end="279">Es geht weiter. Ganz aktuell wurde <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40716233/">eine systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse</a> im Fachmagazin <em data-start="197" data-end="239">Multiple Sclerosis and Related Disorders</em> veröffentlicht, die aufhorchen lässt.</p>
<p data-start="94" data-end="279">Die Datenbasis umfasste 11 Studien mit insgesamt 10 857 MS-Fällen und 11 842 Kontrollpersonen. Besonders im Fokus stand hierbei eine der wichtigsten genetischen Risikovarianten, das sogenannte <em data-start="474" data-end="484">HLA-DRB1</em>15:01*.</p>
<p style="text-align: left;" data-start="495" data-end="750">Das Ergebnis liest sich wie folgt:</p>
<p style="text-align: center;" data-start="495" data-end="750"><strong>Trägst du dieses genetische Risiko und kommst mit wenig Sonnenlicht in Kontakt,<br />
</strong><strong>hast du ein rund fünffach höheres Risiko für MS! </strong></p>
<p data-start="752" data-end="802">Aus den Daten der Analyse geht noch mehr hervor:</p>
<ul>
<li data-start="806" data-end="985"><strong data-start="806" data-end="835">Niedrige Sonnenexposition</strong> ist für sich genommen ebenfalls mit einem deutlich erhöhten MS-Risiko assoziiert; in großen Einzelstudien lag der Effekt bei etwa <strong data-start="966" data-end="982">1,3–1,4-fach</strong>.</li>
<li data-start="806" data-end="985">Das Risiko bei Sonnenmangel ist vergleichbar mit dem von Menschen, die zwar das genetische Risiko tragen, aber ausreichend Sonnenlicht abbekommen.</li>
<li data-start="806" data-end="985"><strong data-start="1139" data-end="1172">Beide Risikofaktoren zusammen</strong> („MS-Gen“ + Sonnenmangel) wirken nicht nur additiv, sondern <strong data-start="1233" data-end="1249">über-additiv</strong>: Das kombinierte Risiko ist höher, als es die Summe der Einzeleffekte erwarten lässt.</li>
<li data-start="806" data-end="985">Das Risiko-Allel <em data-start="1357" data-end="1363">DRB1</em>15:01 ist in europäischen Populationen relativ häufig, beläuft sich je nach Region auf ca. 10-30 %.</li>
</ul>
<p data-start="1504" data-end="1843">Daten deuten darauf hin, dass Vitamin D einen wesentlichen, aber nicht vollständigen Anteil am schützenden Effekt von Sonnenlicht gegen MS hat. Schätzungen zufolge werden etwa <strong data-start="1680" data-end="1688">30 %</strong> des „Sonnenmangel-Risikos“ durch ausreichende Vitamin-D-Spiegel vermittelt – der Rest hängt von weiteren, Vitamin-D-unabhängigen Wirkungen der Sonne ab.</p>
<h1>Was bleibt?</h1>
<p>Die Wahrheit liegt vermutlich in der Mitte. (Eine Mark ins Phrasenschwein&#8230;)</p>
<p>Aber mal Butter bei die Fische: Wieso können Menschen heutzutage nicht einfach normal sein? Wieso gibt es in unseren Realitäten nur nackig am Strand in der prallen Mittagssonne oder dicke Schichten Sonnencreme und Sonnenphobie?</p>
<p style="padding-left: 40px;">Weißt du noch? Neulich? Da hatten wir zwei, drei Tage lang eine extreme Hitze. UV-Index von 8-9. Für manche Personen eigentlich lebensgefährlich. Und was fiel den Leuten an diesen Tagen ein? &#8222;Lass an den See fahren&#8230;&#8220; Nicht nachvollziehbar.</p>
<p>So nicht.</p>
<p>Aber deshalb ist Sonnencreme nicht gleich verantwortlich für Hautkrebs – oder total nutzlos.</p>
<p>Einfach mal normal bleiben :-) Dann klappt&#8217;s auch mit einer gesunden Menge an Sonnenlicht.</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/es-werde-sonnen-licht/">Es werde (Sonnen-)Licht</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Neu: Vitamin N und Vitamin L</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/praevention/neu-vitamin-n-und-vitamin-l-naturluft/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jun 2025 06:55:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Life Style]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schon mal gehört? Phytonährstoffe, also sowas wie Polyphenole, nannte man früher mal Vitamin P. P stand nicht etwa für Phytonutrient oder Polyphenol, sondern für Permeabilitätsfaktor. Denn schon Anfang des 20. Jahrhunderts hatte kein geringerer als [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon mal gehört? Phytonährstoffe, also sowas wie Polyphenole, nannte man früher mal <strong>Vitamin P</strong>. P stand nicht etwa für Phytonutrient oder Polyphenol, sondern für <em>Permeabilitätsfaktor</em>.</p>
<p>Denn schon Anfang des 20. Jahrhunderts hatte kein geringerer als Albert Szent-Györgyi himself, Nobelpreisträger und Vitamin-C-Entdecker, herausgefunden, dass Pflanzenstoffe die Vitamin-C-Funktion unterstützen, insbesondere mit Blick auf die Gefäße, genau genommen: die Gefäßpermeabilität.</p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-324552 " title="Vitamin L und N" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Vitamin-L-und-N-1.png" alt="Vitamin L und N" width="377" height="212" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Vitamin-L-und-N-1.png 970w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Vitamin-L-und-N-1-300x169.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Vitamin-L-und-N-1-768x432.png 768w" sizes="(max-width: 377px) 100vw, 377px" /></p>
<h2><strong>Du musst mehr Vitamin N erleben! </strong></h2>
<p>Kommen wir mal wieder im Hier und Jetzt an. Wenn man sich mal aus dem Büro quält und ein bisschen in der Natur unterwegs ist, fällt einem auf, wie klein man ist, wie klein die eigene Gedankenwelt ist.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Selbst im Büro <em>weiß</em> und <em>versteh</em> ich, dass Berge riesig sind, manche Bäume ziemlich groß und wie sich der Wind anfühlt. Wenn ich es aber <em>erlebe</em>, ist das eine völlig andere &#8230; Realität. Probleme, die ich eben in meinem Büro noch hatte, werden winzig klein. Und ich erlebe gerade wieder, wie nichtig meine Existenz ist.</p>
<p><strong>Wir Menschen brauchen das.</strong> Viele Politiker bräuchten das. Also nicht nur daran <em>denken</em>, wie es so im echten Leben ist und damit nur die halbe Wahrheit zu kennen. Sondern mal wieder ins echte Leben zu kommen. Mal wieder zu <em>erleben</em>, was es heißt, wenn das Geld am Ende des Monats nicht reicht.</p>
<p>Wir, die sich für das Leben, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit interessieren, brauchen das, weil es etwas mit uns macht. Vor einiger Zeit <a href="https://www.nature.com/articles/d41586-024-00968-y">liest man</a> dazu im äußerst renommierten Fachmagazin Nature – Natur, verstehste?! ;-) – Folgendes:</p>
<figure id="attachment_324542" aria-describedby="caption-attachment-324542" style="width: 827px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-324542" title="Natur Antidepressivum" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Natur-Antidepressivum.png" alt="Vitamin Natur und Luft" width="827" height="261" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Natur-Antidepressivum.png 1648w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Natur-Antidepressivum-300x95.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Natur-Antidepressivum-1024x323.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Natur-Antidepressivum-768x242.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Natur-Antidepressivum-1536x485.png 1536w" sizes="(max-width: 827px) 100vw, 827px" /><figcaption id="caption-attachment-324542" class="wp-caption-text"><strong><em>&#8222;Menschen, die in der Nähe ihres Wohnsitzes die meiste Natur hatten, berichteten am seltensten von Depressionen und Angstzuständen.&#8220;</em></strong></figcaption></figure>
<p>Leute, denen ich erzähle, dass <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29076953/">L-Carnitin (Fleisch!) genauso gut wie ein Antidepressivum wirkt</a> (nur mit weniger Nebenwirkungen) – oder, dass man besten täglich den Arsch im Freien bewegt, insgesamt also lebt wie das unsere Vorfahren für Zehntausende von Jahren getan haben, lächeln innerlich süffisant.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Weil sie es nicht real erleben. </strong></p>
<p>Natürlich nicht, sie tun es ja nicht. Weil sie es aus ihrem Büro oder vom Sofa aus zu wissen und verstehen glauben. Insbesondere wenn es um unsere mentale Gesundheit geht, ist die Natur, der reale Anblick und das Erleben der Natur, für den Menschen offenbar essenziell. Beweisen Studien, wie die soeben genannte.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Die Natur ist Vitamin N. </strong></p>
<h2><strong>Du musst mehr Vitamin L inhalieren! </strong></h2>
<p>Und wenn du in der Natur unterwegs bist, atmest du ja weiterhin Luft. Aber andere Luft als die, die du gerade jetzt inhalierst. In der Waldluft, als Beispiel, finden sich von Pflanzen abgesonderte Verbindungen, die bestimmte Gene in dir regulieren. Die dir beispielsweise <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36328581/">dein Immunsystem stärken</a>. Nicht gewusst?</p>
<p>Klingt ein bisschen abartig, ich weiß, aber ich bin auf dem Land aufgewachsen und habe nicht nur die Luft der Weinreben förmlich aufgesaugt, sondern ganz besonders gerne die Luft der frisch auf die Felder aufgetragenen Gülle eingeatmet. Das macht mich jetzt nicht zu einem besonders geilen Typen, aber dass sowas vermutlich förderlich ist, dachte ich mir schon immer.</p>
<p>Eine<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39486624/"> aktuelle Studie aus 2024</a> klärt uns auf.</p>
<ul>
<li>Vermutlich gibt es <strong>Nährstoffe in der Luft</strong> (<em>Aeronährstoffe</em>), die wir einatmen und die eine biologische, also eine gesundheitliche Bedeutung für uns haben.</li>
<li>Darüber hinaus schwirren <strong>in der (Natur-)Luft Mikroben</strong> (<em>Aeromikroben</em>), die sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken könnten, indem sie die  mikrobielle Artenvielfalt in unserer Lunge und dem Magendarmtrakt verbessern.</li>
</ul>
<blockquote><p> Diese Konzepte haben Auswirkungen auf Menschen, die in städtischen Gebieten leben oder nur begrenzten Zugang zur Natur haben, wie z. B. Astronauten, die über lange Zeiträume stark gefilterter Luft ausgesetzt sind, die möglicherweise kaum noch Aeronährstoffe und Aeromikroben enthält.</p></blockquote>
<p>Die Autoren schlagen eine Neubewertung der Richtlinien für die Ernährung vor, die um den Zugang zur natürlichen Umgebung erweitert werden sollten. Kurzum: Du sollst nicht nur an die Natur denken und schöne Bilder in deiner Wohnung aufhängen, sondern den Kontakt mit der Natur suchen! Dein Körper scheint diese Luft zu brauchen.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Die (Natur-)Luft ist Vitamin L. </strong></p>
<h2>Es geht nur um deine Biologie</h2>
<p>Siehst du&#8230; Ich glaube ja, dass uns Menschen alle eine Art Urinstinkt, eine Art Urwissen verbindet. Tief in uns drin, Millionen von Jahren alt. Das ist etwas, über das wir nicht groß nachdenken müssen, das ist einfach da. Mit großer Sorge sehe ich die Tendenz, dass wir Modernen uns das mehr und mehr abtrainieren, ignorieren oder gar völlig in Abrede stellen.</p>
<p>Thema Biologie. Was hat die Gesellschaft über den Fakt diskutiert, dass es vielleicht nicht ganz förderlich ist, wenn <a href="https://genetisches-maximum.de/kontroverses/boxerinnen-trans-intersexuell/">eine Frau, die genetisch ein Mann ist</a>, bei Frauen mitboxen darf – <a href="https://www.spiegel.de/sport/boxen-weltverband-fuehrt-verpflichtende-geschlechtertests-ein-folgen-fuer-imane-khelif-a-9ef3b903-360e-4c57-b0b9-b29aeda00b3d">aktuell erstmal vom Tisch</a>. Wir überspannen das eine oder andere Thema in den vergangenen Jahren ein bisschen. Nicht gerade zu unserem Vorteil, wie ich finde.</p>
<p>Bei allem Gerede über KI und Co. bleibt am Ende doch immer wieder nüchtern und erleichternd zu konstatieren: <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/alzheimer-vorbeugen/">Der Mensch hängt an seiner Biologie wie ein Jo-jo am Finger</a>. Egal, wie weit der Jo-jo glaubt, wegfliegen zu können, am Ende interessiert sich unsere Biologie dafür einen feuchten Dreck. Und diese Biologie weiß nicht, dass wir im 21. Jahrhundert leben.</p>
<p><strong>Verstanden?</strong></p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/neu-vitamin-n-und-vitamin-l-naturluft/">Neu: Vitamin N und Vitamin L</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Zwei Studien, die du kennen musst</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/vitamine/zwei-studien-die-du-kennen-musst-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Oct 2024 12:10:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Mitochondrien]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt immer wieder Studien, die ich sehr interessant finde, die aber in den Weiten meiner geöffneten Browsertabs untergehen :P Damit wir diesen Teufelskreis mal durchbrechen, möchte ich heute zwei davon besprechen. Beschädigte Mitochondrien? Vitamin [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/zwei-studien-die-du-kennen-musst-2/">Zwei Studien, die du kennen musst</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt immer wieder Studien, die ich sehr interessant finde, die aber in den Weiten meiner geöffneten Browsertabs untergehen :P Damit wir diesen Teufelskreis mal durchbrechen, möchte ich heute zwei davon besprechen.</p>
<h2>Beschädigte Mitochondrien? Vitamin K2!</h2>
<p>Vitamin K1 und K2 werden noch immer mit Blutgerinnung und Calciumhaushalt (z. B. Knochengesundheit) assoziiert. Das war&#8217;s dann aber auch.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Kleiner Zwischenruf: Sowohl Vitamin K1 als auch Vitamin K2 machen im Körper exakt das Gleiche. Es ist nur eine Frage der Dosierung bzw. Halbwertszeit der verschiedenen Formen, die eine etwas andere Wirkung entstehen lassen. Es ist ein Mythos, dass K1 für die Blutgerinnung und K2 für den Knochen ist!</p>
<p>Jedenfalls gab es schon vor wenigen Jahren die berauschende Nachricht, dass Vitamin K2 ein Mitochondrien-Booster ist. Das wurde an der legendären Fruchtfliege, der Drosophila bewiesen – natürlich gab&#8217;s dazu <a href="https://genetisches-maximum.de/mitochondrien/vitamin-k2-mitochondrien-schweinefett-mett/">2019 einen Artikel bei uns</a>.</p>
<p>Vitamin K2 baut sich nämlich in die Mitochondrien ein und verbessert dort den Elektronentransport, sorgt also für eine Revitalisierung beschädigter Mitochondrien. Das darf man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.</p>
<p>Doch jetzt ganz aktuell wollten Wissenschaftler <a href="https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.adp8351">der Frage nachgehen</a>, warum wir immer die Mitochondrien unserer Mutter veerbt bekommen – und nicht die der Väter. Eine Frage, die uns schon lange interessiert.</p>
<p>Und finden: Väterliche Mitochondrien werden bei der Eizellbefruchtung aktiv eliminiert. Dieser Prozess ist evolutiv hochkonserviert, weil wichtig. Wenn man den Prozess zeitweise stoppt, fallen die Energiewerte der Nachkommen drastisch, viele sterben – die überlebenden Tierchen zeigen lebenslang schwerste körperliche und kognitive Einschränkungen.</p>
<p>Per Zufall entdecken die Forscher jedoch: Vitamin K2 kann den Mito-Defekt kompensieren und die Energiewerte wieder deutlich erhöhen – das rettet nicht nur den Embryo, sondern normalisiert auch die Einschränkungen im Erwachsenenalter der Tierchen.</p>
<blockquote><p>Der leitendene Forscher stellt sich vor, dass eines Tages einige Familien mit einer Vorgeschichte von mitochondrialen Störungen vorsorglich Vitamin K2 einnehmen. – Quelle: Sciencedaily</p></blockquote>
<h2>Schleichende Entzündung durch IgE</h2>
<p>Antikörper, Antikörper an der Wand, wer ist der gefährlichste im ganzen Land?</p>
<p>IgE sind Antikörper, die wir im Zuge einer Sensitisierung bilden, das heißt, wenn wir allergisch auf bestimmte Substanzen (vornehmlich Proteine) reagieren. Sie vermitteln über die Aktivierung von Mastzellen die typischen Allergiesymptome.</p>
<p>Doch Moment&#8230; Viele Menschen haben IgE-Antikörper und merken gar nichts oder nur wenig, heißt: kaum Allergiesymptome. Umgekehrt folgt daraus, dass viele Menschen IgE-AKs haben und gar nicht wissen, dass sie immunologisch auf bestimmte Nahrungsmittel reagieren.</p>
<p>Bisher kein Problem. Dachte man, wie so oft. Eine <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37943208/">aktuelle Studie</a> wirft aber Fragen auf: Die große Studie zeigte unter anderem, dass Menschen, die IgE-AKs gegen Kuhmilchprodukte im Blut haben, zwei- bis viermal eher an Herzkreislauferkrankungen zu sterben scheinen. Ganz schön robuste Zusammenhänge.</p>
<p>Die Forscher scheinen verblüfft:</p>
<blockquote><p>Wir glauben nicht, dass die meisten dieser Probanden tatsächlich eine offene Lebensmittelallergie hatten, so dass unsere Geschichte eher von einer ansonsten stillen Immunreaktion auf Lebensmittel handelt.</p>
<p>Auch wenn diese Reaktionen nicht stark genug sind, um akute allergische Reaktionen auf Lebensmittel auszulösen, können sie dennoch Entzündungen verursachen und im Laufe der Zeit zu Problemen wie Herzerkrankungen führen. – Quelle: Sciencedaily</p></blockquote>
<p>Ach ja. Medizin, wie sie immer komplexer und ausdifferenzierter wird. Und Themen, die ich hier im Blog schon sehr lange bespreche, z. B. im Kontext von <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/a-case-against-neu5gc/">AKs gegen Neu5Gc</a> (rotes Fleisch) oder gegen <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/neues-altes-wissen-zu-gluten/">Gliadin/Gluten/Weizenproteine</a>.</p>
<p>Ja, vielleicht hast du akut keine Symptome. Und ja, vielleicht misst man bei dir gar keine aktive Entzündung. Das heißt aber nicht, dass du frei von stillen Entzündungen <em>an</em> den Geweben bist, die dann im Laufe der Zeit Schäden nehmen, die sich kumulieren.</p>
<p>Ich persönlich denke hier an die anekdotische Evidenz vieler Menschen, die klar immunologische Reaktionen auf Kuhmilchprodukte zeigen, die sie aber gar nicht zuordnen können oder vielleicht erst gar nicht bemerken. Das ist nicht immer harmlos. Reicht dann von depressiver Verstimmung hin zu Ekzemen und &#8230; &#8222;stillen Entzündungen&#8220;.</p>
<h2>Halten wir fest</h2>
<p>Studienergebnisse sind toll. Man muss sie nur kommunizieren. :-)) Ein Reminder an mich!</p>
<p>BTW: Der Plot-Twist dieses Beitrags ist, dass ausgerechnet Milchprodukte besonders reich an Vitamin K2 sind&#8230; Tja, das ist das Spannungsfeld der Ernährungswissenschaft.</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/zwei-studien-die-du-kennen-musst-2/">Zwei Studien, die du kennen musst</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Wundersames Vitamin C</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Oct 2024 12:23:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzenstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin ja ein bekennender Fan von Vitamin C geworden. Obwohl ich dieses Vitamin zugegebenermaßen immer ein bisschen belächelt habe. Verantwortlich dafür waren im Kern zwei Schlüsselereignisse: Als ich spaßeshalber mal 1 g Vitamin C [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ja ein bekennender Fan von Vitamin C geworden. Obwohl ich dieses Vitamin zugegebenermaßen immer ein bisschen belächelt habe.</p>
<p>Verantwortlich dafür waren im Kern zwei Schlüsselereignisse:</p>
<ol>
<li>Als ich spaßeshalber mal 1 g Vitamin C täglich eingenommen habe, und urplötzlich die Narbe an meiner Hand verschwand. Fand ich beeindruckend. (Vitamin C ist Kofaktor bei der Kollagensynthese&#8230;)</li>
<li>Als ich herausfand, dass sich nahezu jede Erkältung im Frühstadium durch 500 mg Vitamin C (oder Mehrfachgaben) unterdrücken lässt. Genial. Ein echter Gamechanger, wer hat schon Bock auf Erkältungen?</li>
</ol>
<p>Kurz innehalten: Sind das nicht zwei sensationelle Erkenntnisse? So einfach in der Umsetzung? Ein besseres Kollagen im Körper, das heißt auch: gesündere Gefäße, Knorpel, Gelenke, Haut etc., und kaum noch krank?</p>
<p>Noch besser wird es, wenn man sich etwas mit der Datenlage befasst.</p>
<h2>Vitamin C Fakten</h2>
<p>Da findet man auf Basis der <em>Nationalen Gesundheits- und Ernährungserhebungen (NHANES)</em>  2003-2006, die wichtigste Datenerhebung zur Gesundheit der US-Amerikaner, dass <strong>nur 25 % der Befragten </strong>gesättigte Vitamin-C-Spiegel zeigen.</p>
<p>Eine Sättigung der Spiegel tritt etwa ab 500 mg pro Tag auf. <strong>75 % der Untersuchten lagen also drunter</strong>, und ca. 40 % der Menschen weisen inadäquate Vitamin-C-Spiegel auf. Bewiesen <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34836166/">unter Beteiligung der renommierten Mayo Clinic.</a> Klarer wird&#8217;s vermutlich nicht.</p>
<p style="padding-left: 40px;">BTW: Sogar das klassische Picky-Eater-Verhalten bei Kindern ist mit Skorbut, also einem ernsten Vitamin-C-Mangel, assoziiert (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33109452/">hier</a>). Darüber muss man im Jahr 2024 ernsthaft reden! Total absurd. Aber Vitamine haben alle genug.</p>
<p>Wie dem auch sei. Bei chronisch niedrigen Vitaminspiegeln denke ich immer daran. Menschen verstehen den Faktor Zeit einfach nicht. Schäden kumulieren sich. Natürlich kannst du fünf Jahre mit Vitamin-C-Mangel durch die Gegend laufen.</p>
<p>Wenn du aber nach 30 Jahren einen Krebs bekommst, ist es erstens zu spät für eine &#8222;nachträgliche Ergänzung&#8220; und zweitens wird niemand mehr nachvollziehen können, dass es auch durch den Vitamin-C-Mangel bedingt war.</p>
<p>Für Krebs kannst du natürlich jede x-beliebige Erkrankung einsetzen und &#8222;Vitamin C&#8220; gegen &#8222;Mikronährstoffmangel&#8220; tauschen. Argumentativ landen wir an der Stelle dann beim berühmten Bruce Ames und seiner Triage Theory:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Kurzer Vitamin-Mangel: kein Problem. Langfristig raubt es dir aber Gesundheit und Leistungsfähigkeit. </strong></p>
<p>Lässt sich das etwa beweisen? Wie wär&#8217;s mit &#8222;Vitamin C und Krebs&#8220;?</p>
<h2>Genetisches hohes Vitamin C schützt (etwas)</h2>
<p>Da gab es doch kürzlich erst <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10239825/">eine Studie</a>, wo ein genetischer Vitamin-C-Index auf Basis von 11 Genen, die mit hohen bzw. niedrigen Vitamin-C-Spiegeln assoziiert sind, an Tausenden Menschen erfasst und mit dem Risiko für Krebs assoziiert wurde.</p>
<p>Resultat: Ein hoher genetischer Vitamin-C-Spiegel ist mit einem geringeren Sterblichkeitsrisiko bei &#8230;</p>
<ul>
<li>Brustkrebs (Risiko: -86 %),</li>
<li>Plattenepithelkarzinom des Kopfes und Halses (Risiko: -80 %),</li>
<li>klarzelliges Nierenkarzinom (Risiko: -34 %),</li>
<li>und Enddarmkrebs assoziiert (-99 %!!).</li>
</ul>
<p>Über 20 Krebstypen betrachtet, war ein genetisch hoher Vitamin-C-Spiegel mit einem leichten Überlebensvorteil assoziiert.</p>
<p>Doch &#8230; Moment mal. Was soll ein genetisch hoher Vitamin-C-Spiegel eigentlich sein? Genau. Gibt es vermutlich gar nicht oder ist im Vergleich zur Erhöhung des VitC-Spiegels durchs Essen nur ein marginaler Einfluss.</p>
<p>Eleganter Weise dachten die Forscher mit und waren so angetan von dem riesigen Überlebensvorteil durch Vitamin C bei Enddarmkrebs, dass sie dies durch einen Tierversuch untermauerten: <strong>Eine Verdopplung der Vitamin-C-Spiegel halbierte das Tumorgewicht und -volumen. </strong></p>
<h2>Umbrella Review beweist: Mehr Vitamin C, weniger Krebs</h2>
<p>Noch etwas zuverlässiger ist hier vielleicht <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8812486/">ein Umbrella-Review</a>, die höchste Evidenzstufe im Reich der Studien. Der wurde von chinesischen Forschern im Jahr 2021 im Fachmagazin Front Nutr publiziert.</p>
<p>Untersucht hat man dort &#8222;57 Meta-Analysen mit 19 einzigartigen Ergebnissen zum Zusammenhang zwischen Ascorbinsäureaufnahme und Krebserkrankungen&#8220;. Das Resultat liest sich wie folgt:</p>
<blockquote><p>Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass die Aufnahme von Ascorbinsäure mit einem geringeren Risiko für verschiedene Krebsarten verbunden ist: Blasenkrebs, Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Endometriumkarzinom, Speiseröhrenkrebs, Magenkrebs, Gliom, Lungenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Prostatakrebs und Nierenzellkrebs.</p></blockquote>
<p>Die Größenordnungen lesen sich auszugsweise so:</p>
<ul>
<li>Risiko für Speiseröhrenkrebs: -42 %</li>
<li>Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs: -30 %</li>
<li>Brustkrebssterblichkeit: -22 %</li>
<li>Für alle Krebsarten im Schnitt: -13 %</li>
</ul>
<p>Auch, wenn es der Studie nicht gelang, klare Dosis-Wirkungs-Zusammenhänge zu identifizieren, fanden die Forscher Zusammenhänge wie die folgenden:</p>
<blockquote><p>Eine Dosis-Wirkungs-Analyse zeigte, dass jede Erhöhung der VC-Aufnahme um 50 mg/Tag mit einer 13%igen Verringerung des Speiseröhrenkrebsrisikos verbunden war, und jede Erhöhung der VC-Aufnahme um 100 mg/Tag mit einer 26%igen Verringerung des Magenkrebsrisikos verbunden war.</p></blockquote>
<h2>Wird&#8217;s noch besser?</h2>
<p>Es kann aber <em>noch</em> besser werden.</p>
<p>Wie wär&#8217;s mit einer <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30705384/">prospektiven Kohortenstudie</a> im Rahmen der EPIC-Norfolk-Studie? Mit 19.357 Teilnehmer und echten, gemessenen Vitamin-C-Spiegeln?</p>
<p>In der Studie hat man herausgefunden, dass Menschen mit den höchsten Vitamin-C-Spiegeln ein <strong>um 43 % geringeres Risiko für Lungenkrebs</strong> hatten. Wahnsinn, oder? Die Studie hat außerdem rausgefunden:</p>
<ul>
<li>15 % geringeres Risiko für alle Atemwegserkrankungen</li>
<li>19 % geringeres Risiko für chronische Atemwegserkrankungen</li>
<li>30 % geringeres Risiko für Lungenentzündungen</li>
<li>Die Sterblichkeit durch Lungenkrebs war um 46 % niedriger</li>
<li>Sterblichkeit durch andere respiratorische Erkrankungen (z. B. Lungenentzündung) zeigte eine nicht signifikante Reduktion von 39 %</li>
</ul>
<p>Nur durch hohe Vitamin-C-Spiegel. Okay, seien wir fair: <strong>Hier geht&#8217;s primär um den Obst-und-Gemüse-Konsum.</strong> Vitamin C könnte also einfach ein starker Proxy für den Konsum von Obst und Gemüse sein, die wiederum noch viele weitere schützende Stoffe liefern.</p>
<p>Heißt für uns höchstens: Vitamin C alleine richtet&#8217;s nicht. Aber:</p>
<blockquote><p>Der prospektive Zusammenhang zwischen der Ausgangsvitamin-C-Konzentration und der Inzidenz und Mortalität deutet ebenfalls auf einen möglichen <span style="text-decoration: underline;">Kausalzusammenhang</span> oder zumindest auf einen Marker für die in dieser Studie untersuchten Erkrankungen hin.</p></blockquote>
<p>Vitamin C wird wahrscheinlich auch ganz kausal seine Finger im Spiel haben.</p>
<h2>Prävention mit dem C(hris) ;-)</h2>
<p>Ich weiß sicherlich nicht allzu viel über das Leben. Das, was uns allen aber sicher irgendwann klar wird, ist, dass das Leben uns durch &#8222;multiple hits&#8220; ausknockt. Es ist nur selten der <em>eine</em> Grund. Oft sind es eben &#8222;mehrere Schläge&#8220;, die es braucht, um uns krank zu machen oder &#8230; umgekehrt &#8230; halt zu heilen.</p>
<p>Wenn es um unsere Vitamin-C-Spiegel geht, lässt sich vorsichtig folgern, dass es vielleicht besser ist, auf gute Spiegel zu achten. Wenn man es mit Prävention hält, versteht sich. Wenn nicht, dann auch egal ;-)</p>
<p>Klar sollte sein: Wir können nicht folgern, dass es Vitamin C alleine tut. <strong>Vitamin C ist ein wichtiger Proxy für die Zufuhr von Obst und Gemüse, keine Frage.</strong> Die Studienlage deutet aber durchaus darauf hin, dass der Vitamin-C-Spiegel alleine kausal in Krankheitsgeschehen involviert ist.</p>
<p>An der Stelle kann ich dann wieder an meine Eingangsworte anknüpfen: <strong>Vitamin C kann</strong>. Und zwar schon in Bereichen von 500 mg. Das ist aber immerhin das Vierfache der medianen Zufuhr hierzulande (nach NVZII). Das Vierfache. Etwas verständlicher ausgedrückt vielleicht: Statt 3000 halt 12000 brutto. :-))</p>
<p>Wer auf Nummer sicher gehen will, führt also eine große Menge Obst und Gemüse zu *und* ergänzt mit Vitamin C.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/wundersames-vitamin-c/">Wundersames Vitamin C</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Vitamin D: Klappe, die X-te</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/darmgesundheit/vitamin-d-klappe-die-x-te/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Apr 2024 08:52:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Darmgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin D3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ersten beiden Beiträge dieser Plattform handelten von Vitamin D (hier und hier). Warum? Vitamin D ist ein No-brainer. Das versteht wirklich jeder, der will. Vitamin D ist ein No-brainer Meine Kollegin Annika hat für [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die ersten beiden Beiträge dieser Plattform handelten von Vitamin D (<a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-3/">hier</a> und <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-ii/">hier</a>).</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Warum? Vitamin D ist ein No-brainer. Das versteht wirklich jeder, der will.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Vitamin D ist ein No-brainer</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Meine Kollegin Annika hat für ihr erstes Ebook bei uns (Thema: Fertilität bei Frauen, kommt bald) eine einfache Grafik aufbereitet. Sieht so aus:</span></p>
<figure id="attachment_323756" aria-describedby="caption-attachment-323756" style="width: 623px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323756 " title="Vitamin D Fruchtbarkeit" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/04/Vitamin-D-Fruchtbarkeit.png" alt="Vitamin D Fruchtbarkeit" width="623" height="530" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/04/Vitamin-D-Fruchtbarkeit.png 1586w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/04/Vitamin-D-Fruchtbarkeit-300x255.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/04/Vitamin-D-Fruchtbarkeit-1024x872.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/04/Vitamin-D-Fruchtbarkeit-768x654.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/04/Vitamin-D-Fruchtbarkeit-1536x1307.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 623px) 100vw, 623px" /><figcaption id="caption-attachment-323756" class="wp-caption-text"></span> <span style="font-family: proxima-nova;"><strong><em>Vitamin-D-Status der Deutschen und weibliche Fruchtbarkeit </em></strong></span></figcaption></figure>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Kombiniert ist hier die Abbildung aus <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26162848/">Rabenberg et al. 2015</a> zur Vitamin-D-Versorgung der Deutschen und <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31665286/">eine Studie über Vitamin-D-Werte im Zusammenhang mit der weiblichen Fruchtbarkeit</a>.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In dieser Arbeit heißt es:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Im Vergleich zu Frauen mit einem 25(OH)D-Wert von 30-40 ng/ml (75-100 nmol/l) hatten Frauen mit einem Wert von weniger als 20 ng/ml (50 nmol/l) einen geschätzten Rückgang der Fruchtbarkeit um 45 %.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Fruchtbarkeit halbiert.</strong> Blöd nur, dass das gesunde Frauen Anfang 30 waren. Sonst heißt es in der Zeitung nämlich immer, &#8222;niedrige Vitamin-D-Werte sind ein Zeichen von Alter und Krankheit&#8220;. Ursache und Wirkung wird dann gerne mal absichtlich vertauscht.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Blöd auch, dass es ja kein unangenehmer Zufall ist, zu den hier schlecht Versorgten zu gehören. Denn, wie man der Abbildung oben entnehmen kann, weist ein erheblicher Teil der Bevölkerung Werte unter 20 ng/ml auf. <strong>Nach Rabenberg et al. sind es über 60 % der Deutschen. </strong></span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Vitamin D füttert ein Anti-Krebs-Probiotikum</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Also. Ein No-brainer. Mit 1000-5000 IE täglich zusätzlich hätte man solche schlechten Werte nicht mehr und müsste sich nicht auf dieses typische Level der Diskussion hierzulande herab begeben.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die dargelegten Zusammenhänge gelten offenbar auch für Tumore, das heißt Krebs. In einer <a href="https://www.science.org/doi/10.1126/science.adh7954">aktuellen Arbeit</a>, veröffentlicht im renommierten Fachmagazin <em>Science</em>, waren Wissenschaftler einmal mehr erstaunt. Man liest:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Was wir hier gezeigt haben, war eine Überraschung: Vitamin D kann das Darmmikrobiom so regulieren, dass es eine Art von Bakterien begünstigt, die Mäusen eine bessere Immunität gegen Krebs verleiht.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Nein, doch, oh! Da waren die Forscher &#8222;überrascht&#8220;, mal wieder. Denn die hatten Vitamin D natürlich mal wieder nicht auf dem Schirm (siehe oben). Der Mangel betrifft ja nur Alte und Kranke, heißt, man kann eine Lebzeit mit Vitamin-D-Unterversorgung durch die Gegend laufen und kommt ungeschoren davon. Meinen die meistens.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Stattdessen stolperten die Forscher mehr oder weniger aus Zufall über diese Erkenntnisse. Denn die wollten ja eigentlich die Auswirkungen des Mikrobioms auf die Tumorentwicklung ihrer Versuchstiere testen. <strong>Und mussten dann staunend zur Kenntnis nehmen, dass Vitamin D eine Bakterienspezies (Bacteroides fragilis) im Darm anreichert, die vor Tumoren schützt. </strong></span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Mäuse mit erhöhter VitD-Zufuhr entwickeln eine mikrobiomabhängige, übertragbare Tumorresistenz.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Mehr noch: Hatten die Tiere einen Vitamin-D-Mangel, also wie 60 % der Deutschen, sprachen die Tiere nicht mehr auf die positiven Wirkungen dieses Stammes an. Heißt: <strong>Dieser Stamm ist offenbar von Vitamin D abhängig</strong>. Doppelt doof, weil das bedeutet, dass man den Bakterienstamm ohne Extra-Vitamin-D nicht verabreichen kann.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Man muss nur hingucken wollen</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und dann passiert etwas, was man häufig beobachten kann. Nach dem Motto: Wer suchet, der findet (Mt 7,8 übrigens ein wunderbares Lebensmotto!). Man muss nur wollen – oder halt nicht, wie meistens. Denn plötzlich finden die Wissenschaftler Zusammenhänge, die sie vorher offenbar nicht gesehen hatten:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Um dies zu untersuchen, analysierten die Forscher einen Datensatz von 1,5 Millionen Menschen in Dänemark, der einen Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel und einem höheren Krebsrisiko aufzeigte. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Eine separate Analyse einer Gruppe von Krebspatienten ergab außerdem, dass Menschen mit einem höheren Vitamin-D-Spiegel eher auf immunbasierte Krebstherapien ansprechen.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Auch hier hören wir Louis de Funès zu uns flüstern. Plötzlich hilft Vitamin D also doch. Höhere Spiegel scheinen vor Krebs zu schützen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und: <strong>Wer eine erhöhte genetische Vitamin-D-Aktivität aufwies (per Gentest verifiziert), überlebte nicht nur eher, sondern sprach</strong><strong> besser auf eine Immuntherapie (Krebsbehandlung) an.</strong> Das ist ja deshalb spannend, weil die Immuntherapie vom Körper abhängig ist. Heißt z. B., je besser das Immunsystem funktioniert, umso effektiver wirkt diese Therapie.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Keine Hochdosen nötig</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Nein, ich bin kein Freund von Hochdosen, sondern schätze das Prinzip der &#8222;Minimum Effective Dose&#8220;. <strong>So viel wie nötig, so wenig wie möglich.</strong> Studien, wie die zur Fruchtbarkeit, zeigen immer wieder, dass Menschen ab 30 ng/ml ziemlich gut mit Vitamin D versorgt sind. Man muss sich nicht auf 50, 60 ng/ml hoch prügeln. Oft mit Nebenwirkungen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und auch hier möchte ich einmal mehr appelieren und lehren: <strong>Manchmal braucht&#8217;s nur Minimengen mehr, um erhebliche physiologische Reaktionen zu bewirken.</strong> Wie beim Vitamin D. Bei Vitamin D sprechen wir ja ohnehin von einem Millionstel Gramm (µg).</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die aber können für sehr viele Menschen hierzulande einen echten Unterschied machen. Weitestgehend verkannt, leider. Schon vor 20 Jahren konnte man von US-amerikanischen Präventivmedizinern (<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1470481/">Studie</a>) lesen: </span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Mehrzahl der Studien ergab einen schützenden Zusammenhang zwischen einem ausreichenden Vitamin-D-Status und einem geringeren Krebsrisiko. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Bemühungen zur Verbesserung des Vitamin-D-Status, z. B. durch Vitamin-D-Supplementierung, die Krebsinzidenz und -sterblichkeit mit geringen Kosten und wenigen oder gar keinen nachteiligen Auswirkungen verringern könnten. </span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Geändert hat sich in der Zwischenzeit allerdings &#8230; nix.</span></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/darmgesundheit/vitamin-d-klappe-die-x-te/">Vitamin D: Klappe, die X-te</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Dieter Nuhr der Ernährung</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/dieter-nuhr-der-ernaehrung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Dec 2023 14:28:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Low Carb]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr und mehr komme ich mir vor wie der Dieter Nuhr der Ernährung. Gehasst (von manchen), weil man das Offensichtliche erzählt. Natürlich etwas überspitzt, also satirisch. Man bekommt schon einiges an Gegenwind, wenn man unpopuläre [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Mehr und mehr komme ich mir vor wie der Dieter Nuhr der Ernährung. Gehasst (von manchen), weil man das Offensichtliche erzählt. Natürlich etwas überspitzt, also satirisch.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Man bekommt schon einiges an Gegenwind, wenn man unpopuläre Ansichten vertritt. Beispiel:</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Weizen, vor allem Weißmehl, ist nicht gesund.</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Darüber haben wir ja sehr ausgiebig berichtet. Zum Beispiel <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/neues-altes-wissen-zu-gluten/">hier</a>.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Eigenverantwortung im Jahr 2023</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Seltsamerweise kommt besonders starker Gegenwind immer von denjenigen, die z. B. depressiv, abgeschlagen und sonst wie dysfunktional sind.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das schreibe nicht ich ihnen zu, das beklagen die selbst sehr ausführlich auf ihrer Twitter- oder Instagramwall. Es ist wirklich immer das Gleiche.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Dysfunktionale Menschen erzeugen dysfunktionale Zustände. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die eigentliche Krankheit dabei ist aber, dass sie es ja selbst nicht merken. Ihnen geht es also hundeelend. Aber auf die Idee, dass sie dafür vielleicht selbst verantwortlich sind, kommen sie irgendwie nicht.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Auch an der Stelle würde ich oft so gerne in viel weiteren Sphären denken. Denn natürlich frage ich mich, welche Erziehung diese Leute genossen haben (müssen), um die Schuld bzw. die Erlösung immer woanders zu suchen. Lassen wir das hier.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Soll heißen: <strong>Natürlich darf jeder Brot essen.</strong> Auch mir schmeckt Brot. Mit dem Unterschied, dass ich seit vielen Jahren an mir selbst die negativen Veränderungen des Weizenkonsums studiert habe &#8230; dass ich also weiß, dass es nicht zu meinem fitten Ideal-Selbst passt.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Und natürlich darf die Industrie billigste, widerlichste &#8222;Fleischalternativen&#8220; aus Weizenprotein anbieten.</strong> Ich sehe ja immer wieder, dass die vegane Roulade aus Weizenprotein vielen Menschen offenbar vorzüglich schmeckt. Also: nur zu.</span></p>
<figure id="attachment_323411" aria-describedby="caption-attachment-323411" style="width: 523px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323411 " title="kohlroulade" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/12/kohlroulade.png" alt="kohlroulade" width="523" height="294" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/12/kohlroulade.png 1036w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/12/kohlroulade-300x169.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/12/kohlroulade-1024x575.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/12/kohlroulade-768x431.png 768w" sizes="auto, (max-width: 523px) 100vw, 523px" /><figcaption id="caption-attachment-323411" class="wp-caption-text"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong><em>Immer schön rein damit! </em></strong></span></figcaption></figure>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Nur beschweren darf man sich dann nicht.</strong> Und fachliche Kritik sollte man dann aus der eigenen emotionalen Schieflage heraus nicht emotionalisieren und lapidar abtun.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Der neue Shit: Weizen-ATIs</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und so kommt soeben eine <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10715558/">neue Anti-Weizenprotein-Studie</a> aus dem Hause Prof. Schuppan (Uni Mainz) um die Ecke, die doch wirklich jedem die Augen öffnen sollte. Denn sie bestätigt ja genau das, worüber wir uns seit Jahren die Finger wund tippen.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Weizen macht Entzündung im Darm, dann im ganzen Körper und bei nicht Wenigen im Gehirn. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Doch der Reihe nach. Seit einigen Jahren publiziert der Mainzer Forscher mit doppeltem Doktortitel zu den Effekten eines Weizenproteins – nicht Gluten! –, <strong>dem ATI (<em>Amylase-Trypsin-Inhibitoren</em>)</strong>.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">ATIs sind Proteine, die dem Fraßfeindschutz verschiedener glutenhaltiger Getreidesorten dienen. Der menschliche Körper mag sie offenbar nicht. Bei Wikipedia liest man dazu:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Es wird vermutet, dass sie, bei einer entsprechenden Unverträglichkeit, eine der Ursachen für eine Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität sind. Der Gehalt an ATIs ist in Getreidesorten sehr unterschiedlich, insbesondere in Weizen aber auch Emmer sehr hoch.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">ATIs scheinen&#8217;s in sich zu haben. Denn schon herkömmliche, in der menschlichen Nahrung vorkommende Mengen haben in Tierstudien erhebliche Wirkungen:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Schuppan et al. 2017: &#8222;Weizen-Amylase-Trypsin-Inhibitoren fördern<strong> die Entzündung des Darms</strong> durch Aktivierung myeloischer Zellen&#8220;</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Schuppan et al. 2019: &#8222;Weizen-Amylase-Trypsin-Inhibitoren fördern <strong>Merkmale der nichtalkoholischen Fettlebererkrankung</strong> bei Mäusen&#8220;</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Schuppan et al. 2019: &#8222;Weizen-Amylase-Trypsin-Inhibitoren verschlimmern <strong>die allergische Atemwegsentzündung</strong> bei Mäusen&#8220;</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Schuppan et al. 2019: &#8222;Weizen-Amylase-Trypsin-Inhibitoren verschlimmern <strong>allergische Immunreaktionen des Darms und der Atemwege</strong> bei humanisierten Mäusen&#8220;</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Schuppan et al. 2020: &#8222;Weizenkonsum verschlimmert <strong>Colitis</strong> bei Mäusen durch Amylase-Trypsin-Inhibitor-vermittelte Dysbiose&#8220;</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">ATIs machen also offenbar was mit unserem Immunsystem.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Mehr MS mit Weizen?</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ganz neu kommt also die Schuppan-Studie daher, die titelt:</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>&#8222;Weizen-Amylase-Trypsin-Inhibitoren verschlimmern die ZNS-Entzündung bei experimenteller Multipler Sklerose&#8220;</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Was haben die da gemacht? Man möchte sagen: <strong>Mäuse durften so essen, wie wir Menschen im Alltag.</strong> Nämlich mit Weizenmengen, wie wir sie typischerweise verzehren. Außerdem wurden manche Mäuse glutenfrei, aber mit ernährungstypischen ATI-Dosen gefüttert. Das Resultat:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Ernährung mit ATI führte im Vergleich zu Ernährungsformen ohne ATI dosisabhängig zu signifikant höheren klinischen Scores des MS-Modells.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das war verursacht durch &#8222;eine erhöhte Anzahl und Aktivierung von entzündungsfördernden Immunzellen im Darm, in den Lymphknoten, in der Milz und im ZNS sowie von in das ZNS eindringenden enzephalitogenen T-Lymphozyten&#8220;. <strong>Heißt: Autoimmunität hausgemacht. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Entzündung beginnt also im Darm – entgegen der allgemeinen Auffassung ging die Entzündung jedoch nicht von Gluten, sondern von Weizen-ATI aus. <strong>Vom Darm streut die Entzündung dann in den Körper und ins ZNS, also auch ins Gehirn. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Um ihre These in kleinem Umfang zu testen, wurden Immunzellen von MS- und Kontrollpersonen mit ATI im Reagenzglas beträufelt, was eine pro-entzündliche Wirkung als Folge hatte. Hier sind noch mehr Studien nötig.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Autoren folgern aus ihren Daten:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Diese Studie legt nahe, dass der Verzehr von Weizen und Weizen-ATI die MS beim Menschen verschlimmern kann, und unterstreicht die Bedeutung der Darm-Hirn-Achse bei entzündlichen ZNS-Erkrankungen.</span></p></blockquote>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Was tun?</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Man fragt sich, wann Menschen verstehen, dass allen voran Weißmehl keinen Platz in einer gesunden, oder besser: <em>gesundmachenden</em> Ernährung hat. Jeder, der irgendwie mit Entzündung (und damit z. B. Depressionen!) oder Autoimmunität zu tun hat – also fast jeder –, müsste doch sofort&#8230;</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">&#8230; natürlich widersprechen. Das ist immer wichtig.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Schuppan und seine Kompagnons lassen währenddessen verlauten, dass &#8222;Patienten mit MS möglicherweise keine komplett weizenfreie Ernährung, sondern eher eine Reduzierung der üblichen Weizen-(&#8222;Gluten&#8220;-)Aufnahme um etwa 90 % benötigen&#8220;, damit man nix durch Ernährung verschlimmert.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Super! Das Sonntagsfrühstück ist gerettet. By the way: Da gibt&#8217;s noch eine weitere gute Nachricht. Auch unter Beteiligung von Schuppan. <strong>Ein internationales Forscherteam unter seiner Beteiligung hatte nämlich <a href="https://www.mdpi.com/2304-8158/9/7/943">erst 2020 herausgefunden, dass Sauerteig-Fermentation ATIs reduziert</a>. </strong></span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Die aktuellen Daten deuten darauf hin, dass die Sauerteigfermentation die ATI-Struktur und Bioaktivität abbauen kann, und weisen auf Strategien zur Verbesserung der Produktentwicklung für Patienten mit Weizensensibilität hin.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ob&#8217;s reicht, um sich auch langfristig gesund und munter damit zu fühlen, weiß man leider nicht. Aber immerhin.</span></p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/dieter-nuhr-der-ernaehrung/">Dieter Nuhr der Ernährung</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Covid once again</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/kommentar/covid-once-again/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Dec 2023 10:54:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Des Öfteren spielen einem neue Studienergebnisse in die Karten. Denn früher oder später ist es meistens so, dass sich Wahrheiten schlicht bestätigen. Eine Wahrheit lässt sich einfach nicht dauerhaft ignorieren, weglächeln oder sonst wie ausblenden. [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/kommentar/covid-once-again/">Covid once again</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Des Öfteren spielen einem neue Studienergebnisse in die Karten. <strong>Denn früher oder später ist es meistens so, dass sich Wahrheiten schlicht bestätigen.</strong> Eine Wahrheit lässt sich einfach nicht dauerhaft ignorieren, weglächeln oder sonst wie ausblenden.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">So war das in unserer Zeit mit edubily (heute: genetisches Maximum) schon oft. Man denke nur mal an unsere Blogartikel zu <a href="https://genetisches-maximum.de/aminosaeuren/glycin-die-aminosaure-der-zukunft/">Glycin</a> (bzw. Kollagen), zu Zeiten, in denen Kollagen noch als Schlachtabfall galt. Was durften wir uns anhören?</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Heute hat zumindest jede Frau ein Kollagen zuhause stehen :-) Auch von Sportlern, ja sogar Profisportlern wird es genommen, einfach, weil es sich zur Verletzungsprophylaxe und -regeneration eignet. Und so weiter.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und freilich wurden inzwischen Hunderte Studien zum Thema veröffentlicht. Tenor: <strong>Kollagen und Glycin sind sinnvolle Ergänzungsmittel.</strong></span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Neue Corona-Studienergebnisse lassen aufhorchen </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Educated guesses haben wir in der Coronazeit zur Genüge abgegeben. Auf unserem Instagramkanal finden sich noch alle Storys aus dieser Zeit und auch hier im Blog finden sich mehrere Artikel, die sich mit dem Thema befassen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Zwei wichtige Statements, die ich zu verschiedenen Zeitpunkten abgegeben habe, waren:</span></p>
<ol>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Longcovid könnte ein Immundefekt sein, bei dem die Immunantwort im Zuge der Infektion – aus welchen Gründen auch immer – nicht passend erfolgte und sich so u. a. eine chronische Viruspersistenz einstellt, die langfristig lähmt. Meine unorthodoxen Ideen damals, z. B.: Nochmal infizieren! Alternativ mit Totimpfstoff arbeiten. (<a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/infektion-schuetzt-vor-infektion/">Zum Artikel</a>)</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Entgegen vieler anderslautender Behauptungen kann man das Immunsystem durchaus &#8222;trainieren&#8220;, dafür gibt&#8217;s sogar den Fachbegriff <em>Trained Immunity</em>. Hier geht es darum, dass z. B. ein milder Erregerkontakt das <span style="text-decoration: underline;">angeborene</span> Immunsystem(!) so &#8222;trainiert&#8220;, dass es auf einen anderen Erreger potenter reagiert. Corona ist also nicht nur schädlich fürs Immunsystem. (<a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/immunschuld/">Zum Artikel</a>) </span></li>
</ol>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Zu 1: Ganz aktuell lässt <a href="https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1730993864536670410">der Gesundheitsminister höchstpersönlich</a> verlauten, dass in einer <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S073567572300534X">Fallstudie</a> gezeigt wurde, dass &#8222;drei Patienten mit schwerem Post Covid nach Gabe eines Spike-neutralisierenden Antikörpers innerhalb von wenigen Tagen komplett und anhaltend genesen&#8220; sind.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Also doch: <strong>Hier zeigt sich, dass ein Antikörper, der das Spike neutralisiert, Longcovid umkehrt.</strong> Eigentlich sollte das das eigene Immunsystem übernehmen. Passiert offenbar bei manchen nicht so gut. Stichwort Immundefekt.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich persönlich finde dieses Studienergebnis sensationell!</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Zu 2: Ein aufmerksamer Leser von uns schickte mir vor einigen Tagen eine <a href="https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2023.11.24.568354v1.full.pdf">neue US-Studie</a> (Preprint), die doch wirklich zeigt, dass &#8222;eine vorausgegangene SARS-CoV-2-Infektion die durch den heterologen Erreger Influenza A verursachte Atemwegserkrankungen (Grippe) abmildert&#8220;.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><em>Trained Immunity</em>. Denn hier wird gezeigt, dass das <span style="text-decoration: underline;">angeborene</span> Immunsystem – eben nicht die spezifische T- und B-Zell-abhängige Immunität – nach Corona-Infektion lernt, robuster und effizienter auf eine Influenza-Infektion zu reagieren (= heterologe Immunität; Kreuzimmunität). </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Kurzum: <strong>Eine (Corona-)Infektion macht nicht immer schwächer (wie damals oft behauptet), sondern ggf. sogar besser – ein schlagkräftigeres, erfahreneres Immunsystem.</strong> </span></p>
<h2>Die Näherung an die Wahrheit</h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Nein, ich habe natürlich nicht immer recht. Mir persönlich geht&#8217;s darum auch gar nicht. <strong>Mir geht&#8217;s um eine möglichst genaue Näherung an die Wirklichkeit.</strong> Und ja, das ist nicht selten streitbar. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Manchmal liegt man eben ein bisschen näher dran, manchmal ein bisschen weiter weg. Auch das gilt für Corona: Rückblickend lag ich mit manchen Einschätzungen nicht ganz so nah dran, mit den meisten aber überraschend nah an der &#8222;Wahrheit&#8220;. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Spannend und hilfreich finde ich, dass zwei von mir geäußerte Einschätzungen hier im Blog durch aktuelle Studien zumindest ein hinreichendes Fundament bekommen, auf das sich aufbauen lässt. Auch, um Menschen mit Longcovid zu helfen. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Am Ende des Tages geht es nämlich immer nur darum: <strong>den Menschen mit Wissen aus der angewandten Biochemie zu helfen</strong>.  </span></p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/kommentar/covid-once-again/">Covid once again</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Tryptophan immer sympathischer</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/aminosaeuren/tryptophan-immer-sympathischer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Nov 2023 16:33:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aminosäuren]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Mentales]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Da gab es mal einen Influencer, den ich ursprünglich ganz sympathisch fand. Der hat aber irgendwann angefangen über Dinge zu influencen, die definitiv weit außerhalb seines Kompetenzbereichs lagen. Dieses fahrlässige Fake- oder Falsch-News-Verbreiten kann ich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Da gab es mal einen Influencer, den ich ursprünglich ganz sympathisch fand. Der hat aber irgendwann angefangen über Dinge zu influencen, die definitiv weit außerhalb seines Kompetenzbereichs lagen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dieses fahrlässige Fake- oder Falsch-News-Verbreiten kann ich nicht gut ertragen. Ich möchte solchen Leuten dann auch nicht mehr folgen, weil sie jegliche Kredibilität damit verspielen und die Konsequenzen ihres (fahrlässigen) Handelns nicht verstehen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Da sie das aber bewusst und absichtlich machen, weil sie verstehen, dass sie damit einen Pain (gesundheitlicher Natur) vieler Menschen treffen – und daher schnell Aufmerksamkeit bekommen –, möchte ich auch gar keinen Diskurs mehr. Das ist mir zu billig.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Serotonin ganz böse</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Doch um was ging es? Es ging um <strong>Serotonin</strong>. Ein Neurotransmitter, der auch als Hormon fungiert. Mit ganz schön wichtigen Aufgaben im Körper.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Völlig undifferenziert wurde dort behauptet, dass Serotonin total schädlich für den Menschen sei. Wir sollten unbedingt dafür sorgen, dass Serotonin im Körper niedrig bleibt. Das ist der klassische, unreflektierte Ray-Peat-Sprech, den die meisten Leser ohnehin nicht verstehen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Finde ich bodenlos!</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das ist ähnlich wie bei Omega 3. <strong>Hierzulande sind zwar alle nachweislich stark unterversorgt und trotzdem krank.</strong> Aber Omega 3 – als besonders ungesättigte Fettsäuren – seien schädlich, drum sollte man sie meiden. Das mache gesund.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ach ja – so sinnvoll! Nicht. Unser tägliches Leben beweist ja das Gegenteil. Wie eindrücklich sollen Beweise noch werden?</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Tryptophan-Mangel macht schlechte Laune</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Serotonin entsteht aus der seltensten essenziellen Aminosäure, <strong>Tryptophan</strong>.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Wer nicht auf seine Ernährung achtet und ohnehin nicht besonders viel und hochwertig Eiweiß zuführt – wie wir Deutschen –, der braucht nicht zu erwarten, dass seine Tryptophanspeicher gut gefüllt sind.</span></p>
<p style="padding-left: 40px; text-align: left;"><span style="font-family: proxima-nova;">Veganer sind, wie kann&#8217;s vor dem Hintergrund der niedrigen Zufuhr an essenziellen Aminosäuren (inkl. Tryptophan) auch anders sein, in der Regel am schlechtesten versorgt (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26395436/">Q</a>, <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5534203/">Q</a>).</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ergo: <strong>Serotonin niedrig</strong>. Das macht sich dann insbesondere über unsere Psyche bemerkbar. Serotonin verleiht uns Gelassenheit, innere Zufriedenheit, ein Gefühl des Ankommens, des Abstands. Ein Mangel macht ängstlich, neurotisch.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Aber: da wir Deutschen die <em>German Angst</em> so sehr lieben und als normalen Geisteszustand verstehen, fällt&#8217;s ja nicht mal auf, wenn uns Serotonin im Oberstübchen fehlt. Insofern interessiert sich auch kaum jemand für <strong>mehr Tryptophan</strong>.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Stimmt nicht ganz: Die Süßigkeitensucht hierzulande ist oft Zeichen des Serotonindefizits, denn der durch Zucker hervorgerufene massive Insulinspike sorgt dafür, dass mehr Tryptophan über die Bluthirnschranke kommt und mehr Serotonin gebildet wird&#8230;</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Erst, wenn man es selbst mal erlebt, <em>versteht</em> man Tryptophan und Serotonin wirklich. Doch dafür braucht&#8217;s halt erst mal mehr Tryptophan. Zum Beispiel über tryptophanreiche Lebensmittel wie Whey-Protein. Oder halt als niedrig dosiertes NEM.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Tryptophan macht sogar Schweine gechillt, wie man heute sagt&#8230;</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323314 aligncenter" title="Bildschirmfoto 2023 11 27 um 16.59.44" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/Bildschirmfoto-2023-11-27-um-16.59.44.png" alt="Bildschirmfoto 2023 11 27 um 16.59.44" width="580" height="147" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/Bildschirmfoto-2023-11-27-um-16.59.44.png 1320w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/Bildschirmfoto-2023-11-27-um-16.59.44-300x76.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/Bildschirmfoto-2023-11-27-um-16.59.44-1024x259.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/Bildschirmfoto-2023-11-27-um-16.59.44-768x194.png 768w" sizes="auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px" /></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Mehrere aktuelle Studien kommen zum Schluss, dass der Serotoninmangel – sowohl induziert durch Genetik als auch durch Umwelteinflüsse (z. B. Stress) und Tryptophanmangel – enormen Einfluss auf die psychische Gesundheit hat (<a href="https://www.nature.com/articles/s41598-023-31495-x">Q</a>, <a href="https://doi.org/10.1093/nutrit/nuac042">Q</a>, <a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2022/12/221215120730.htm">Q</a>).</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Entzündung klaut Tryptophan</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Problem nur: Tryptophan wird im Kontext von Entzündungen über komplexe biochemische Wege (&#8222;Kynureninweg&#8220;) zu überwiegend anti-entzündlich, teils neurotoxisch und teils immunsuppressiv wirksamen Botenstoffen abgebaut, meistens um die Entzündung zu bremsen.</span></p>
<figure id="attachment_323310" aria-describedby="caption-attachment-323310" style="width: 778px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323310 " title="ijms 22 11714 g001" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/ijms-22-11714-g001.png" alt="ijms 22 11714 g001" width="778" height="507" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/ijms-22-11714-g001.png 3368w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/ijms-22-11714-g001-300x196.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/ijms-22-11714-g001-1024x667.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/ijms-22-11714-g001-768x501.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/ijms-22-11714-g001-1536x1001.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/ijms-22-11714-g001-2048x1335.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 778px) 100vw, 778px" /><figcaption id="caption-attachment-323310" class="wp-caption-text"></span> <span style="font-family: proxima-nova;"><em>Tryptophan kann zu Serotonin und Melatonin konvertieren oder über den s. g. Kynureninweg abgebaut werden. </em></span></figcaption></figure>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Wenn&#8217;s chronisch wird, fehlt Tryptophan dann zur Serotoninsynthese, was u. a. neueren Studien zufolge mit den neuroimmunologischen Konsequenzen von Longcovid (&#8222;Brainfog&#8220;) assoziiert wird (<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0092867423010346">Q</a>).</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Peripherer Serotoninmangel beeinträchtigt die Kognition durch verminderte Signalübertragung über den Vagusnerv.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Soll heißen: <strong>Viel Entzündung im Körper, wenig(er) Tryptophan, mehr Weltschmerz.</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die meisten von uns sind entzündet, wenig Tryptophan führen wir ohnehin zu und eine schwelende Lethargie kennen auch nicht wenige Menschen hierzulande.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Jedenfalls hatten wir <a href="https://genetisches-maximum.de/zink/neue-studie-das-paradebeispiel/">hier</a> bereits besprochen, wie Tryptophan und -abkömmlinge <strong>vor allem im Darm erheblichen Einfluss auf Entzündungsgeschehen</strong> haben und so die Darmintegrität stärken.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das wird durch zahlreiche aktuelle Studien gestützt (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36521060/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35859741/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35624736/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19428234/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28113104/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37688392/">Q</a>).</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Neue Studie: Mehr Tryptophan, weniger Darmentzündung</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In einer <a href="https://www.nature.com/articles/s41467-023-43211-4">aktuellen Studie</a>, publiziert im renommierten Fachmagazin <em>Nature Communications</em>, wird gezeigt, dass Tryptophan die Zahl jener Immunzellen im Darm erhöht, die Entzündung unterdrücken und Toleranz induzieren (<em>Treg</em>).</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dafür nutzte man ein Mausmodell der <em>Colitis ulcerosa, </em>eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung. Und finden prompt:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Im Vergleich zu Mäusen, die kein zusätzliches Tryptophan erhielten, verdoppelte sich die Anzahl der entzündungshemmenden T-Zellen im Dickdarmgewebe.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Colitis-Symptome reduzierten sich, und zwar sogar eine Zeit lang, nachdem die Tryptophangabe bereits gestoppt war. Doch Vorsicht: <strong>Tryptophan funktionierte nur richtig als Prävention, nicht, wenn es gerade einen akuten Schub gab.</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die wichtigste Aussage fiel dann im Diskussionsteil dieser hochwertigen Arbeit:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">In Anbetracht der Tatsache, dass Tryptophan in allen eiweißhaltigen Nahrungsmitteln allgegenwärtig ist, deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass eine Ernährung mit wenig bzw. viel Tryptophan oder die Gesamtmenge an Tryptophan, die über einen bestimmten Zeitraum aufgenommen wird, erhebliche Auswirkungen auf die Immunhomöostase des Dickdarms haben kann.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das obligatorische Louis de Funès-Meme an dieser Stelle spare ich mir heute. Jedenfalls wird wieder einmal klar, warum eine Ernährung mit <a href="https://genetisches-maximum.de/aminosaeuren/der-eiweiss-hack/">viel hochwertigem Protein</a> in vielen Kontexten schützend wirkt.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Der gesunde Menschenverstand</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich weiß nicht, warum Menschen immer wieder der Meinung sein können, dass ein (chronischer) Mangel an irgendwas irgendwas Positives bewirken kann.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Klassisches Beispiel: Vitamin D. Es sind zwar 80 % der Leute im Winter suboptimal damit versorgt, nicht wenige rutschen in erhebliche Mangelbereiche &#8230; aber das sei kein Problem – &#8222;vielleicht hat der saisonale Mangel ja sogar was Gutes&#8220;.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Bestimmt!</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Woher kommt die Idee, dass diese Art der Selbstkasteiung positive Effekte haben kann?</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Liegt das Problem eigentlich viel tiefer begraben und ist es eine Form des Selbsthasses oder eines Mangels an Selbstwertgefühl? <strong>Der Weg zum Erfolg liegt darin, sich selbst wehzutun?</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Sich selbst zu opfern, auch, wenn man es selbst gar nicht so wahrnimmt, ist kein besonders toller heroischer Akt, der irgendwem hilft – wie uns gewisse politische Strömungen immer suggerieren –, sondern vielleicht schlicht Ausdruck eines tiefen Selbsthasses.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Zumindest für Gesundheit und Wohlbefinden braucht es aber einen <strong>gesunden Egoismus</strong>. Sollte man sich gut merken &#8230; so für den Fall&#8230;</span></p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/aminosaeuren/tryptophan-immer-sympathischer/">Tryptophan immer sympathischer</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Kaffee &#038; Immunsystem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jul 2023 09:07:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die für uns im Alltag vermutlich wichtigsten Immunzellen sind Neutrophile. Sie machen rund die Hälfte bis zwei Drittel der Immunzellen des Blutes – Leukozyten – aus. Das sollte was heißen. Auch wenn Antikörper und T-Zellen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die für uns im Alltag vermutlich wichtigsten Immunzellen sind Neutrophile. Sie machen rund die Hälfte bis zwei Drittel der Immunzellen des Blutes – Leukozyten – aus. Das sollte was heißen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Auch wenn Antikörper und T-Zellen immer als besonders wichtige Komponenten des Immunsystems dargestellt werden, so sind es die Neutrophilen, die oft wirklich entscheidend sind, wenn es darum geht, Infekte schnell und nachhaltig auszuheilen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das hatten wir <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/wo-die-leistung-des-immunsystems-wirklich-steigt-und-faellt/">hier</a> ausführlich erklärt.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><em>Antikörper</em> blockieren die Wirkung von Pathogenen. <em>T-Zellen</em> vernichten mit Pathogenen befallene Zellen. <strong>Aber Neutrophile machen die Drecksarbeit und vernichten große Mengen Pathogene direkt oder schränken sie in ihrer Beweglichkeit ein.</strong></span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Wunderwaffe Neutrophile</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dabei können Neutrophile in sehr tiefe Schichten eines jeden Gewebes einwandern und selbst dort Pathogene vernichten, wo Antikörper oder T-Zellen gar nicht hinkommen könnten. Neutrophile machen den Weg frei ;-)</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Sie haben ein beeindruckendes Waffenarsenal:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Sie können &#8222;Netze&#8220; spannen (<em>Neutrophil Extracellular Traps</em>) in denen sich Pathogene verheddern und verfangen und so umliegende Gewebe nicht weiter infizieren können.</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Sie können Pathogene mit bestimmten, z. B. zellwandauflösenden Proteinen bombardieren (<em>Degranulation</em>)</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Sie können Viren, Bakterien und Co. mit Sauerstoffradikalen und Säuren (hypochlorige Säure) &#8222;verbrennen&#8220;.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Speziell letztere Eigenschaft ist essentiell. Denn Neutrophile, die Hunderte Male größer sind als z. B. Viren, sperren ihren &#8222;Mund&#8220; weit auf und schlucken Viren wie Wale Krebse – bei diesem Prozess werden sie via Sauerstoffradikale und hypochlorige Säure zersetzt.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Man spricht von <em>Oxidative Burst. </em>Denn hier werden bewusst und aktiv Sauerstoffradikale – die man sonst unter dem Begriff <em>oxidativen Stress</em> verbucht – von Neutrophilen gebildet, die u. a. weiter zu hypochloriger Säure reagieren, um Pathogene zu vernichten.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Nrf2: Das Gleichgewicht </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Natürlich will man das möglichst zielgerichtet haben. Nicht wenige Menschen sind chronisch entzündet, nicht wenige Menschen haben <em>systemisch</em> oxidativen Stress. Warum? Weil die Leute einfach nicht auf ihren Lebensstil achten. Völlig überflüssig also.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Genau das ist ein Grund, warum Kaffee stets bejubelt wird.</strong> Der Erlöser, der Retter. Denn Kaffee aktiviert einen Schalter, der den oxidativen Stress natürlicherweise austariert und damit senkt: <strong>Nrf2</strong>.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Nrf2 wird auch im Zuge von Infekten aktiv, dann, wenn u. a. Neutrophile mal so richtig losgelegt haben. Ziel: Oxidativen Stress bremsen, so dass Gewebe gesund bleiben. <strong>Nrf2 dient also dem körpereigenen Feintuning und der Balance zwischen Oxidation und Antioxidation.</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Nun leben wir in einer Zeit, in der Tenor ist, dass Antioxidation ganz wichtig und toll ist. Daher werden stets Interventionen beworben, die Oxidation hemmen, die &#8222;anti-entzündlich&#8220; sind und vor den bösen (Sauerstoff-)Radikalen schützen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die meisten kommen nicht auf die Idee, dass Antioxidation eben nicht immer ganz toll ist – zum Beispiel bei Infekten. Da will man den Immunzellen – den Neutrophilen – ja nicht ihre Waffe wegnehmen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und da denke ich immer an die Menschen, die mehrfach im Jahr krank und selbst ausgewiesene Kaffeeliebhaber sind. Ob die wissen, dass sie sich möglicherweise ihre Immunfunktion mit ihrem Kaffeeabusus unterdrücken?</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Kaffee senkt Oxidative Burst </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In einem ganz, ganz einfachen in-vitro-Versuch haben Forscher Menschen mal Blut entnommen und ein bisschen Kaffee dazu geträufelt, um zu schauen, was das mit den hier beschriebenen Neutrophilen macht.</span></p>
<figure id="attachment_322889" aria-describedby="caption-attachment-322889" style="width: 777px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-322889 " title="kaffee neutrophile oxidative burst" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/07/kaffee-neutrophile-oxidative-burst-1024x252.png" alt="kaffee neutrophile oxidative burst" width="777" height="191" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/07/kaffee-neutrophile-oxidative-burst-1024x252.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/07/kaffee-neutrophile-oxidative-burst-300x74.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/07/kaffee-neutrophile-oxidative-burst-768x189.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/07/kaffee-neutrophile-oxidative-burst-1536x378.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/07/kaffee-neutrophile-oxidative-burst-2048x504.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 777px) 100vw, 777px" /><figcaption id="caption-attachment-322889" class="wp-caption-text"><span style="font-family: proxima-nova;"><em><strong><span style="font-family: proxima-nova;">Kaffee senkt die Superoxidproduktion von Neutrophilen um 60 % – jedenfalls im Reagenzglas ;-)</span></strong></em></span></figcaption></figure>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Die Wissenschaftler finden doch glatt, dass Neutrophile bei diesem ganz einfachen Setting rund 60 % weniger Sauerstoffradikale (Superoxid) bilden.</strong> Kaffee entwaffnet hier also ganz gekonnt die Neutrophilen – glücklicherweise nur im Reagenzglas.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Natürlich werden diese Erkenntnisse in der Arbeit gefeiert. Die Autoren folgern:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Es könnte bedeuten, dass Kaffee die Potenz von oxidativem Stress verringern könnte. Mit anderen Worten: Kaffee könnte unsere Gesundheit vor oxidations-assoziierten, entzündlichen Erkrankungen schützen.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich denke, hier werden ganz schön viele Aspekte vertauscht. Denn: Menschen sind entweder chronisch entzündet, weil sie Infekte nicht ordentlich ausheilen. Dafür wären die Erkenntnisse hier also eher nicht zuträglich, im Gegenteil. Das Immunsystem würde schwächer werden.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Oder sie sind (chronisch) entzündet, weil sie ihren Lebensstil nicht in den Griff bekommen – <strong>dafür wäre Kaffee aber kein Heilmittel, sondern höchstens Symptombekämpfung mit Nebenwirkungen.</strong> Warum sollte man auch auf die Torte verzichten, wenn man sie mit Kaffee runterspülen kann, nicht wahr?</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Jedenfalls zeigen Studien seit vielen Jahren, dass Kaffee ziemlich potent diese mit <em>aktivem Immunsystem</em> assoziierten Prozesse hemmt. 2018 wurde beispielsweise <a href="https://jurnal.ugm.ac.id/mkgi/article/view/28352">eine vergleichbare Studie</a> veröffentlicht, die zeigte, dass Robusta-Kaffee die TNF-α-Bildung der Neutrophilen bei bakterieller Stimulation hemmt.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">TNF-α gilt heute als Botenstoff, der unbedingt niedrig gehalten werden sollte. Denn obwohl er sämtliche Immunzellen stimuliert und maßgeblich das Immunsystem steuert, ist er gleichermaßen mit Entzündung und damit entzündlichen Erkrankungen assoziiert – leider sind die wiederum eine Erfindung der Neuzeit.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Nette Erkenntnisse: Vitamin B3 boostet Neutrophile</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Übrigens: Es sind auch die Neutrophilen, von denen 2012 gezeigt wurde, dass sie <em>Staphylococcus aureus</em>, ein bekanntes Bakterium, 100-1000-fach stärker abtöten, wenn hohe Dosen Nicotinamid (eine Form von Vitamin B3) ins Medium gegeben werden. (vgl. <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3428083/">Kyme et al. 2012</a>) </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Schon 2009 konnte u. a. vom deutschen Forscher Karl Welte gezeigt werden, dass Nicotinamid <a href="https://www.strunz.com/news/immunsystem-verwoehnen.html">&#8222;schnell und gut&#8220; Neutrophile macht</a>. Denn Nicotinamid aktiviert einen essentiellen Zellschalter, der wichtig bei der Reifung von Granulozyten ist. (vgl. <a href="https://www.nature.com/articles/nm.1913">Skokowa et al. 2009</a>) </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Bei Dosen von 10-20 mg/kg Körpergewicht – also weit über herkömmlichen Mengen – verdoppelte sich die Neutrophilenzahl bei Gesunden bereits innerhalb eines Tages. Die Werte sanken nach Absetzen von Vitamin B3 wieder auf Basislevel (Tag 10) ab.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-322893 aligncenter" title="granulozyten vitamin b3" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/07/granulozyten-vitamin-b3.png" alt="granulozyten vitamin b3" width="453" height="338" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/07/granulozyten-vitamin-b3.png 646w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/07/granulozyten-vitamin-b3-300x224.png 300w" sizes="auto, (max-width: 453px) 100vw, 453px" /></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Auch bei kranken Menschen, die aus genetischen Gründen zu wenig Neutrophile bilden, wirkt Nicotinamid. Die Erkenntnisse wurden <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33471934/">erst 2021, auch u. a. von Karl Welte, publiziert</a>.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Der Ausblick  </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Überspitzt formuliert: Mehr Vitamine und weniger Kaffee ist das Gegenteil von dem, was wir in unserer Gesellschaft generell so leben. <strong>Da ist Kaffee das schwarze Gold und Vitamine sind unnötig.</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Gilt meistens solange, bis einem das Leben an den Karren fährt. Plötzlich stehen die Leute überfordert und in erlernter Hilflosigkeit da und wissen nicht weiter. Dass sowas aus psychologischer Sicht nicht optimal ist, haben wir ja erst in den vergangenen Jahren erlebt.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Erst dann beginnen die Leute mal umzudenken und zu verstehen, dass es einen Unterschied zwischen unserer westlichen Normalität und der Normalität normaler Menschen gibt. Bei letzteren ist sowas wie eine Entzündung gut, bei uns meistens tödlich.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Da kommt mir doch glatt wieder mein Vorbild Jack Lalanne in den Sinn, der sich selbst als &#8222;huge believer in vitamins&#8220; bezeichnete. Kaffee würde er nicht mal seinem Hund geben. Und er selbst nahm ein Leben lang &#8222;alles ein, von A bis Z, einschließlich Dingen wie Fischöl, Lebertran, allen Vitaminen und Mineralien und Enzymen&#8220;. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Gut, wollen wir mal nicht übertreiben. Der kleine Espresso am Morgen hat vermutlich noch keinem das Immunsystem zerschossen. Das sei uns vergönnt. :-) </span></p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/kaffee-immunsystem-neutrophile/">Kaffee & Immunsystem</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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