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	<title>Neurotransmitter - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
	<lastBuildDate>Thu, 14 Aug 2025 08:52:47 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Neurotransmitter - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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		<title>Es werde (Sonnen-)Licht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Aug 2025 08:34:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Gefäßgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hormonhaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Life Style]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>36 Grad und es wird noch heißer – gerade fühle ich mich wie Olaf der Schneemann im Sommer. Hochsommer. Tolle Kindheitserinnerungen – lange Tage im Schwimmbad. Entspannung, viel Spaß, viel Bewegung, eine Prise Abenteuer – [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>36 Grad und es wird noch heißer – gerade fühle ich mich wie Olaf der Schneemann im Sommer.</p>
<p>Hochsommer. Tolle Kindheitserinnerungen – lange Tage im Schwimmbad. Entspannung, viel Spaß, viel Bewegung, eine Prise Abenteuer – und verärgerte Omas, die wir mit unseren &#8222;Bomben&#8220; &#8222;versenkt&#8220; haben :-))</p>
<p>Viel besser geht es nicht. Und es gibt auch kein Ort auf der Welt, wo eine Pommes besser schmeckt. Ist so! Außerdem haben wir Kids immer ausgesehen wie frisch aus dem Ägyptenurlaub. Nie wieder gab&#8217;s eine so tiefe Bräune.</p>
<p>Heute ist Sonne, wie vieles, was uns als Mensch seit Ewigkeiten begleitet, irgendwo verpönt. &#8222;Sonne? Willst du Hautkrebs, oder was?&#8220; Ein schwerer Fehler, wie Forschungen zeigen.</p>
<h1>Der Körper liebt die Sonne</h1>
<p>So <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38661623/">eine Studie</a> wurde kürzlich im Kommentarbereich hier im Blog gepostet. Eine Abbildung der Arbeit fasst den Stand der Dinge gut zusammen:</p>
<figure id="attachment_324641" aria-describedby="caption-attachment-324641" style="width: 419px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/08/UV-Licht-Gesundheit.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-324641" title="UV Licht Gesundheit" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/08/UV-Licht-Gesundheit.jpg" alt="UV Licht Gesundheit" width="419" height="728" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/08/UV-Licht-Gesundheit.jpg 510w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/08/UV-Licht-Gesundheit-173x300.jpg 173w" sizes="(max-width: 419px) 100vw, 419px" /></a><figcaption id="caption-attachment-324641" class="wp-caption-text"><strong><em>UV-Licht hat auch wertvolle Eigenschaften, über die (zu) selten gesprochen wird. </em></strong></figcaption></figure>
<p>Es gibt also &#8222;förderliche UV-induzierte Mechanismen&#8220; (a)&#8230;</p>
<ul>
<li>Stickstoffmonoxidbildung &gt; mehr NO = bessere Gefäß-, Stoffwechsel- und Immungesundheit</li>
<li>Entzündungsmodulation und Immunregulation (= Unterdrückung Autoimmunität)</li>
<li>Vitamin-D-Synthese</li>
<li>Und: &#8222;Unbekannt und Unerforscht&#8220;</li>
</ul>
<p>Denn man beobachtet, wie UV-Licht das Aufkommen einer ganzen Reihe an Krankheiten hemmt:</p>
<ul>
<li>Weniger Gesamtsterblichkeit</li>
<li>Niedrigerer Blutdruck</li>
<li>Weniger Herzkreislauferkrankungen</li>
<li>Weniger Typ-2-Diabetes</li>
<li>Niedrigeres Risiko für MS</li>
<li>Weniger Covid</li>
<li>Weniger Krebs</li>
</ul>
<p>Kenner wissen natürlich, dass Sonnenlicht nicht nur &#8222;UV-Strahlung&#8220; ist, sondern beispielsweise auch <strong>Infrarot</strong> und <strong>sichtbares Licht</strong>. Ersteres kennen wir aus der Mitochondrienforschung, denn Infrarot pimpt unsere Mitos. Letzteres wirkt vor allem aufs Gehirn und hebt die Stimmung.</p>
<p>Man lehnt sich nicht allzu stark aus dem Fenster, wenn man behauptet: <strong>Sonnenlicht macht gesund</strong>.</p>
<h1>Wenig Sonne, viel MS</h1>
<p data-start="94" data-end="279">Es geht weiter. Ganz aktuell wurde <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40716233/">eine systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse</a> im Fachmagazin <em data-start="197" data-end="239">Multiple Sclerosis and Related Disorders</em> veröffentlicht, die aufhorchen lässt.</p>
<p data-start="94" data-end="279">Die Datenbasis umfasste 11 Studien mit insgesamt 10 857 MS-Fällen und 11 842 Kontrollpersonen. Besonders im Fokus stand hierbei eine der wichtigsten genetischen Risikovarianten, das sogenannte <em data-start="474" data-end="484">HLA-DRB1</em>15:01*.</p>
<p style="text-align: left;" data-start="495" data-end="750">Das Ergebnis liest sich wie folgt:</p>
<p style="text-align: center;" data-start="495" data-end="750"><strong>Trägst du dieses genetische Risiko und kommst mit wenig Sonnenlicht in Kontakt,<br />
</strong><strong>hast du ein rund fünffach höheres Risiko für MS! </strong></p>
<p data-start="752" data-end="802">Aus den Daten der Analyse geht noch mehr hervor:</p>
<ul>
<li data-start="806" data-end="985"><strong data-start="806" data-end="835">Niedrige Sonnenexposition</strong> ist für sich genommen ebenfalls mit einem deutlich erhöhten MS-Risiko assoziiert; in großen Einzelstudien lag der Effekt bei etwa <strong data-start="966" data-end="982">1,3–1,4-fach</strong>.</li>
<li data-start="806" data-end="985">Das Risiko bei Sonnenmangel ist vergleichbar mit dem von Menschen, die zwar das genetische Risiko tragen, aber ausreichend Sonnenlicht abbekommen.</li>
<li data-start="806" data-end="985"><strong data-start="1139" data-end="1172">Beide Risikofaktoren zusammen</strong> („MS-Gen“ + Sonnenmangel) wirken nicht nur additiv, sondern <strong data-start="1233" data-end="1249">über-additiv</strong>: Das kombinierte Risiko ist höher, als es die Summe der Einzeleffekte erwarten lässt.</li>
<li data-start="806" data-end="985">Das Risiko-Allel <em data-start="1357" data-end="1363">DRB1</em>15:01 ist in europäischen Populationen relativ häufig, beläuft sich je nach Region auf ca. 10-30 %.</li>
</ul>
<p data-start="1504" data-end="1843">Daten deuten darauf hin, dass Vitamin D einen wesentlichen, aber nicht vollständigen Anteil am schützenden Effekt von Sonnenlicht gegen MS hat. Schätzungen zufolge werden etwa <strong data-start="1680" data-end="1688">30 %</strong> des „Sonnenmangel-Risikos“ durch ausreichende Vitamin-D-Spiegel vermittelt – der Rest hängt von weiteren, Vitamin-D-unabhängigen Wirkungen der Sonne ab.</p>
<h1>Was bleibt?</h1>
<p>Die Wahrheit liegt vermutlich in der Mitte. (Eine Mark ins Phrasenschwein&#8230;)</p>
<p>Aber mal Butter bei die Fische: Wieso können Menschen heutzutage nicht einfach normal sein? Wieso gibt es in unseren Realitäten nur nackig am Strand in der prallen Mittagssonne oder dicke Schichten Sonnencreme und Sonnenphobie?</p>
<p style="padding-left: 40px;">Weißt du noch? Neulich? Da hatten wir zwei, drei Tage lang eine extreme Hitze. UV-Index von 8-9. Für manche Personen eigentlich lebensgefährlich. Und was fiel den Leuten an diesen Tagen ein? &#8222;Lass an den See fahren&#8230;&#8220; Nicht nachvollziehbar.</p>
<p>So nicht.</p>
<p>Aber deshalb ist Sonnencreme nicht gleich verantwortlich für Hautkrebs – oder total nutzlos.</p>
<p>Einfach mal normal bleiben :-) Dann klappt&#8217;s auch mit einer gesunden Menge an Sonnenlicht.</p>
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		<title>Wenn das Leben wieder schön wird</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 May 2024 07:17:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mentales]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Gehirn ist eines der beeindrucksten Organe, die wir kennen. Durch das Gehirn können wir denken, schmecken, riechen, aber vor allem fühlen. Wenn dieses feine Instrument nicht mehr gut funktioniert, nehmen wir die Welt völlig [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das Gehirn ist eines der beeindrucksten Organe, die wir kennen. Durch das Gehirn können wir denken, schmecken, riechen, aber vor allem fühlen. Wenn dieses feine Instrument nicht mehr gut funktioniert, nehmen wir die Welt völlig anders wahr. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Diese Tatsache wird von erstaunlich vielen Menschen völlig verkannt. Man <em><strong>ist</strong></em> nicht, wie man <strong><em>ist</em></strong>. Man <em><strong>ist</strong></em>, wie das Gehirn einen <strong><em>sein lässt</em></strong>. Fehlt einem der Teil des Gehirns, der einen empathisch sein lässt &#8230; fehlt es einem halt an Empathie. Die kann man sich nur mühsam selbst erdenken. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Gleichwohl ist das Gehirn erstaunlich robust, sodass es ihm gelingt, uns nahezu über eine ganze Lebensspanne die perfekte Matrix zu projizieren. Merkt man aber erst dann, wenn das Gehirn Schäden nimmt oder eben, wenn es Funktionsverlust zeigt. Glücklicherweise sorgt die <em>neuronale Plastizität</em> für einen unglaublichen Erhaltungsspielraum. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das können wir nutzen. Zu unserem Vor- oder Nachteil. Finde ich genial. </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Dopamin und das kleine Glück </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das beste Beispiel dafür ist das &#8222;kleine Glück&#8220; des Alltags. Das wird hauptsächlich vermittelt durch Dopamin, ein Neurotransmitter, der vorrangig im präfrontalen Kortex, also im Bereich hinter der Stirn vorkommt. Es ist der Gehirnbereich, der für unser Handeln verantwortlich ist, durch den wir also <em>wollen</em> oder <em>nicht wollen</em>. Dopamin erzeugt das Gefühl dahinter. </span></p>
<figure id="attachment_323845" aria-describedby="caption-attachment-323845" style="width: 846px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-323845 " title="dopamin gehirn" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-gehirn.png" alt="dopamin gehirn" width="846" height="358" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-gehirn.png 3566w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-gehirn-300x127.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-gehirn-1024x434.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-gehirn-768x326.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-gehirn-1536x651.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-gehirn-2048x868.png 2048w" sizes="(max-width: 846px) 100vw, 846px" /><figcaption id="caption-attachment-323845" class="wp-caption-text"><span style="font-family: proxima-nova;"><em><strong>Der lila eingefärbte Bereich ist der Ort im Gehirn, wo Dopamin hauptsächlich wirkt. </strong></em></span></figcaption></figure>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Beispiel: Sonntagsabends denkst du ans frühe Aufstehen und deinen unliebsamen Chef am nächsten Tag &#8230; Dopamin niedrig. Die geplante Pizza zum Mittag gleicht das aus, macht Dopamin hoch. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Den meisten von uns ist nicht klar, wie weitreichend Dopamin – hoch, niedrig, mittel, abgestumpft (dazu gleich mehr) – unser Leben bestimmt. Ich bewundere hier immer zwei Personengruppen: </span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Kinder </span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Für die ist jede Blume ein Abenteuer. Der Traktor mit seinen Geräuschen entlockt ein langes &#8222;Wooow!&#8220;. </span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Die Boomer </span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Heute eine absichtlich negativ besetzte Begrifflichkeit. Meine Elterngeneration. Die schafften es noch, Spaß am einfachen Leben zu haben. Die Depressionsrate war damals deutlich verringert. Obwohl diese Menschen 15-50 % (70er- bis 90er-Jahre) pro Kopf mehr arbeiteten als heute, war das Burnoutaufkommen um den Faktor 10 niedriger (<a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/239872/umfrage/arbeitsunfaehigkeitsfaelle-aufgrund-von-burn-out-erkrankungen/">Q</a>, <a href="https://www.sozialpolitik-aktuell.de/files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Arbeitsmarkt/Datensammlung/PDF-Dateien/abbIV3.pdf">Q</a>). </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das Kaffee trinken mit den Verwandten war ausreichend fürs Lebensglück. Daneben sammelten viele Menschen dieser Generation Briefmarken, Hifi-Systeme, die hatten Spaß an Aquarien, an Motorrädern, am Auto reparieren und dergleichen. Kurz: Die lebten ihr oft einfaches aber erfüllendes Leben. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Wohlgemerkt: So war das <em>davor</em> auch. Und <em>davor</em> auch. </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Dopamin wirkt nicht mehr </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und dann sind wir im Heute angekommen. Depressionsraten gehen durch die Decke. Das Leben macht sehr vielen Menschen keinen Spaß mehr. Schuld sind natürlich immer andere, sich selbst sieht man grundsätzlich als Opfer der Umstände. </span></p>
<figure id="attachment_323831" aria-describedby="caption-attachment-323831" style="width: 2240px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Blog-Artikel-Banner.png"><img decoding="async" class="wp-image-323831 size-full" title="Blog Artikel Banner" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Blog-Artikel-Banner.png" alt="Blog Artikel Banner" width="2240" height="998" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Blog-Artikel-Banner.png 2240w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Blog-Artikel-Banner-300x134.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Blog-Artikel-Banner-1024x456.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Blog-Artikel-Banner-768x342.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Blog-Artikel-Banner-1536x684.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Blog-Artikel-Banner-2048x912.png 2048w" sizes="(max-width: 2240px) 100vw, 2240px" /></a><figcaption id="caption-attachment-323831" class="wp-caption-text"><span style="font-family: proxima-nova;"><a href="https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/depression-in-verschiedenen-facetten/depression-und-arbeit"><strong><em>Quelle: Stiftung Deutsche Präventionshilfe und Suizidprävention</em></strong></a></span></figcaption></figure>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Für meine Begriffe: Das Lebensgefühl vieler junger Menschen heutzutage. Doch das betrifft freilich nicht nur die. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ein Zugang zu diesem Thema könnte einfacher nicht sein. Würde man die Tragweite einer Sache verstehen: </span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Wir sind Dopamin-desensitisiert.</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das lässt sich an kleinen Kindern wirklich eindrücklich studieren. Lässt man die eine Weile im Dopamin baden, also in Süßigkeiten, in Fastfood, in den &#8222;Kindervideos&#8220; auf dem Ipad und so weiter &#8230; verlieren die den Zugriff auf ihr noch so junges Leben. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die beschäftigen sich nicht mehr mit ihren &#8222;einfachen&#8220; Büchern, Spielzeugen und sich selbst, mögen &#8222;gesundes Essen&#8220; nicht mehr, reden nur noch von ihrem Dopaminstimulatoren, während zeitgleich jede Form der noch so schwach ausgebildeten Selbstregulation den Bach runtergeht. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Kurzum: Die Kleinen haben keinen Bock mehr auf das normale Leben. Der &#8222;Witz&#8220; an der Geschichte: </span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Das bist du. Also <em>auch</em> du! </strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Das sind wir als Gesellschaft. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Auch das ist ja längst bewiesen. In einem anderen, höchst dopaminrelevanten Feld: Wer oft genug Pornos guckt, hat&#8217;s halt schwieriger, die eigene Frau zu ertragen (ganz hervorragend populärwissenschaftlich <a href="https://youtu.be/wSF82AwSDiU?si=vM71B4XWfap48tGl">hier</a> erklärt). Durch die regelmäßige Dopaminexplosion im präfrontalen Kortex stumpfen die Dopamin-Rezeptoren ab. Daraus resultieren zwei Dinge: </span></p>
<ol>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Man braucht immer noch mehr Dopamin, das heißt noch stärkere Reize</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Das normale Leben wird maximal öde, unschön, ja enttäuschend und traurig </span></li>
</ol>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Wie bei den Ratten, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Intracranial_Self-stimulation">von Olds und Milner 1954</a> untersucht wurden: Die konnten sich dank einer Elektrode im Gehirn &#8222;per Knopfdruck&#8220; selbst mit Dopamin stimulieren. Das Resultat: Das normale Leben (Sex, Essen etc.) verlor für die Ratten komplett seinen Reiz, bis sie starben, zumeist an Hunger bzw. Überanstrengung. (Hatten wir <a href="https://genetisches-maximum.de/kontroverses/infobesity-informationsflut-die-krank-machen-kann/">hier</a> schon mal.)</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Eine große Chance fürs Lebensglück </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dieser wirklich einfache Zusammenhang bietet eine große Chance: <strong>Das Leben kann wieder schön werden.</strong> Der Alltag kann wieder ertragbar werden. Wenn nur das Gehirn in den kleinen Dingen wieder etwas sieht. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dann würden auch wir Erwachsene vielleicht verstehen, warum der Alte seine Fische liebte und das Kind zuhause <em>eigentlich</em> die pure Lebensfreude ist. Wie übrigens jedes andere Lebewesen auch. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Wir sind vielleicht die erste Generation&#8230; anders ausgedrückt: <strong>wir sind das erste Zipfelchen Menschheit, das konstant im Dopamin badet und auch genau deshalb (!) Lebenslust, Spaß und Lebensfreude verliert. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das ist leider ein wichtiger Grund, warum die Jugend heute – so wie ich das in meinem nahen Umfeld beobachte – so große Anpassungsschwierigkeiten hat. Das Leben spielt sich leider oft am süchtig machenden Smartphone ab (Dopamin!), während man Probleme hat, im normalen und für viele offenbar zu banalen Leben mit Beruf, Freizeitaktivitäten wie Sport und Ausbildung anzukommen. Pervertiert in Form des &#8222;neuen Trends&#8220; <em>Bed Rotting. </em></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Eine andere Realität hat diese Generation aber noch nie erlebt, weil die quasi mit der modernen Dopaminflut, maßgeblich auch durch soziale Medien und Co. getriggert, aufgewachsen und groß geworden sind. Die kennen einfach gar keinen anderen Zustand. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Gleichzeitig, und das ist eine weitere Tragik, infantilisieren wir dadurch unser Gehirn. Wir sind mehr und mehr impulsgesteuert, also affektlabil, und schaffen es immer weniger, die psychische Kontrolle und damit den emotionalen Abstand auch zu Weltproblemen zu halten, die es aber schon immer gab. Kurzum: Wir machen uns das Leben zur Hölle – im Innen. </span></p>
<div class="article__body">
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Die jungen Leute brauchen mehr Medienkompetenz: Wie bewege ich mich in sozialen Medien, was sind verlässliche Quellen. Und dann noch ganz banale Dinge: regelmäßiger Sport, regelmäßig draußen sein. Und es braucht gute Zukunftsperspektiven. Gerade da finde ich persönlich, dass der Begriff &#8222;Work-Life-Balance&#8220; auch kontraproduktiv verstanden werden kann. Denn er impliziert, dass die Arbeit nicht zum Leben gehört. Das ist doch keine schöne Perspektive, wenn die eigene Arbeit keinen Sinn hat oder keinen Spaß macht. (<a href="https://www.sonntagsblatt.de/artikel/gesellschaft/psychiater-warum-die-zahl-depressiver-jugendlicher-steigt-und-was-dagegen">Q</a>)</span></p></blockquote>
</div>
<div class="brick intro-text" data-layout-desktop="" data-layout-tablet="" data-layout-mobile="" data-brickid="4753c378-b93d-47df-ab43-7748a799c4f6" data-b-title="STZ-RSP18 - B - Artikel (Vorspann)">
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Noch nie mussten so viele junge Menschen im Südwesten in psychotherapeutischen Einrichtungen behandelt werden. Besonders von der Diagnose Depression betroffen sind die 11- bis 17-Jährigen. Experten versuchen die Gründe zu klären. (<a href="https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.depressionen-im-jugendalter-warum-so-einsam-und-verzweifelt.2ea00997-61a8-4c6f-bac2-5bcde2466a03.html">Q</a>)</span></p></blockquote>
</div>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Dopamin auf &#8222;evolutiv normal&#8220; </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das Dopamin wieder auf &#8222;evolutiv normal&#8220; zu polen, das heißt, auch wieder in der Lage zu sein, sich an einfachen Dingen zu erfreuen – ohne dass man es explizit merkt –, ist eine großartige Möglichkeit die neuronale Plastizität für uns zu nutzen. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Außerdem haben wir hiermit ein mächtiges Tool an der Hand, auch unsere Essgewohnheiten für immer zu verändern. Wer jetzt gerade glaubt, er braucht unbedingt die Schokolade, die Pizza und den Burger, um zu leben, dem sei gesagt: </span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Das ist eine Illusion! </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Erzeugt durch ein falsch gepoltes Gehirn. Auch das ist wissenschaftlich gesichert (<a href="https://www.cell.com/cell-metabolism/fulltext/S1550-4131(23)00051-7">Q</a>). Du kannst es umkehren. Wer eine Zeit lang &#8222;äh, igitt, gesund&#8220; isst, wird sich selbst neuronal neu verschalten. Auch, weil die Dopamin-Rezeptoren wieder normal funktionieren. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323829 aligncenter" title="dopamin milchshake" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-milchshake.png" alt="dopamin milchshake" width="446" height="166" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-milchshake.png 1432w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-milchshake-300x111.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-milchshake-1024x380.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/dopamin-milchshake-768x285.png 768w" sizes="auto, (max-width: 446px) 100vw, 446px" /></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Jedes Kind, jedes Tier und die allermeisten Erwachsenen bis vor wenigen Jahrzehnten leben und lebten uns das eindrücklich vor. Das Wunderbare: <strong>Das kann jeder von uns</strong>. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">PS: Soeben lese ich von einem Professor, die Gesellschaft wandle sich &#8222;von der Leistungs- zur Freizeitgesellschaft&#8220;. Die SchülerInnen seien kaum noch leistungsbereit und die Gesellschaft inkl. Lehrer würden das so mittragen. Es gebe immer weniger sehr gute, aber immer mehr sehr schlechte Schüler. Das erinnert mich spontan an <a href="https://www.krone.at/3271455">diesen Artikel</a> aus dem Profisport. Hat miteinander <em>natürlich</em>&#8230; nix zu tun. Vielleicht mindestens so viel: <strong>Die Dopamin-Power, die man im Smartphone lässt, fehlt im echten Leben. </strong></span></p>
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		<title>Tryptophan immer sympathischer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Nov 2023 16:33:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aminosäuren]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Mentales]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Da gab es mal einen Influencer, den ich ursprünglich ganz sympathisch fand. Der hat aber irgendwann angefangen über Dinge zu influencen, die definitiv weit außerhalb seines Kompetenzbereichs lagen. Dieses fahrlässige Fake- oder Falsch-News-Verbreiten kann ich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Da gab es mal einen Influencer, den ich ursprünglich ganz sympathisch fand. Der hat aber irgendwann angefangen über Dinge zu influencen, die definitiv weit außerhalb seines Kompetenzbereichs lagen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dieses fahrlässige Fake- oder Falsch-News-Verbreiten kann ich nicht gut ertragen. Ich möchte solchen Leuten dann auch nicht mehr folgen, weil sie jegliche Kredibilität damit verspielen und die Konsequenzen ihres (fahrlässigen) Handelns nicht verstehen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Da sie das aber bewusst und absichtlich machen, weil sie verstehen, dass sie damit einen Pain (gesundheitlicher Natur) vieler Menschen treffen – und daher schnell Aufmerksamkeit bekommen –, möchte ich auch gar keinen Diskurs mehr. Das ist mir zu billig.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Serotonin ganz böse</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Doch um was ging es? Es ging um <strong>Serotonin</strong>. Ein Neurotransmitter, der auch als Hormon fungiert. Mit ganz schön wichtigen Aufgaben im Körper.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Völlig undifferenziert wurde dort behauptet, dass Serotonin total schädlich für den Menschen sei. Wir sollten unbedingt dafür sorgen, dass Serotonin im Körper niedrig bleibt. Das ist der klassische, unreflektierte Ray-Peat-Sprech, den die meisten Leser ohnehin nicht verstehen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Finde ich bodenlos!</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das ist ähnlich wie bei Omega 3. <strong>Hierzulande sind zwar alle nachweislich stark unterversorgt und trotzdem krank.</strong> Aber Omega 3 – als besonders ungesättigte Fettsäuren – seien schädlich, drum sollte man sie meiden. Das mache gesund.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ach ja – so sinnvoll! Nicht. Unser tägliches Leben beweist ja das Gegenteil. Wie eindrücklich sollen Beweise noch werden?</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Tryptophan-Mangel macht schlechte Laune</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Serotonin entsteht aus der seltensten essenziellen Aminosäure, <strong>Tryptophan</strong>.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Wer nicht auf seine Ernährung achtet und ohnehin nicht besonders viel und hochwertig Eiweiß zuführt – wie wir Deutschen –, der braucht nicht zu erwarten, dass seine Tryptophanspeicher gut gefüllt sind.</span></p>
<p style="padding-left: 40px; text-align: left;"><span style="font-family: proxima-nova;">Veganer sind, wie kann&#8217;s vor dem Hintergrund der niedrigen Zufuhr an essenziellen Aminosäuren (inkl. Tryptophan) auch anders sein, in der Regel am schlechtesten versorgt (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26395436/">Q</a>, <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5534203/">Q</a>).</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ergo: <strong>Serotonin niedrig</strong>. Das macht sich dann insbesondere über unsere Psyche bemerkbar. Serotonin verleiht uns Gelassenheit, innere Zufriedenheit, ein Gefühl des Ankommens, des Abstands. Ein Mangel macht ängstlich, neurotisch.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Aber: da wir Deutschen die <em>German Angst</em> so sehr lieben und als normalen Geisteszustand verstehen, fällt&#8217;s ja nicht mal auf, wenn uns Serotonin im Oberstübchen fehlt. Insofern interessiert sich auch kaum jemand für <strong>mehr Tryptophan</strong>.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Stimmt nicht ganz: Die Süßigkeitensucht hierzulande ist oft Zeichen des Serotonindefizits, denn der durch Zucker hervorgerufene massive Insulinspike sorgt dafür, dass mehr Tryptophan über die Bluthirnschranke kommt und mehr Serotonin gebildet wird&#8230;</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Erst, wenn man es selbst mal erlebt, <em>versteht</em> man Tryptophan und Serotonin wirklich. Doch dafür braucht&#8217;s halt erst mal mehr Tryptophan. Zum Beispiel über tryptophanreiche Lebensmittel wie Whey-Protein. Oder halt als niedrig dosiertes NEM.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Tryptophan macht sogar Schweine gechillt, wie man heute sagt&#8230;</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323314 aligncenter" title="Bildschirmfoto 2023 11 27 um 16.59.44" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/Bildschirmfoto-2023-11-27-um-16.59.44.png" alt="Bildschirmfoto 2023 11 27 um 16.59.44" width="580" height="147" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/Bildschirmfoto-2023-11-27-um-16.59.44.png 1320w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/Bildschirmfoto-2023-11-27-um-16.59.44-300x76.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/Bildschirmfoto-2023-11-27-um-16.59.44-1024x259.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/Bildschirmfoto-2023-11-27-um-16.59.44-768x194.png 768w" sizes="auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px" /></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Mehrere aktuelle Studien kommen zum Schluss, dass der Serotoninmangel – sowohl induziert durch Genetik als auch durch Umwelteinflüsse (z. B. Stress) und Tryptophanmangel – enormen Einfluss auf die psychische Gesundheit hat (<a href="https://www.nature.com/articles/s41598-023-31495-x">Q</a>, <a href="https://doi.org/10.1093/nutrit/nuac042">Q</a>, <a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2022/12/221215120730.htm">Q</a>).</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Entzündung klaut Tryptophan</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Problem nur: Tryptophan wird im Kontext von Entzündungen über komplexe biochemische Wege (&#8222;Kynureninweg&#8220;) zu überwiegend anti-entzündlich, teils neurotoxisch und teils immunsuppressiv wirksamen Botenstoffen abgebaut, meistens um die Entzündung zu bremsen.</span></p>
<figure id="attachment_323310" aria-describedby="caption-attachment-323310" style="width: 778px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323310 " title="ijms 22 11714 g001" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/ijms-22-11714-g001.png" alt="ijms 22 11714 g001" width="778" height="507" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/ijms-22-11714-g001.png 3368w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/ijms-22-11714-g001-300x196.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/ijms-22-11714-g001-1024x667.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/ijms-22-11714-g001-768x501.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/ijms-22-11714-g001-1536x1001.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/11/ijms-22-11714-g001-2048x1335.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 778px) 100vw, 778px" /><figcaption id="caption-attachment-323310" class="wp-caption-text"></span> <span style="font-family: proxima-nova;"><em>Tryptophan kann zu Serotonin und Melatonin konvertieren oder über den s. g. Kynureninweg abgebaut werden. </em></span></figcaption></figure>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Wenn&#8217;s chronisch wird, fehlt Tryptophan dann zur Serotoninsynthese, was u. a. neueren Studien zufolge mit den neuroimmunologischen Konsequenzen von Longcovid (&#8222;Brainfog&#8220;) assoziiert wird (<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0092867423010346">Q</a>).</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Peripherer Serotoninmangel beeinträchtigt die Kognition durch verminderte Signalübertragung über den Vagusnerv.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Soll heißen: <strong>Viel Entzündung im Körper, wenig(er) Tryptophan, mehr Weltschmerz.</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die meisten von uns sind entzündet, wenig Tryptophan führen wir ohnehin zu und eine schwelende Lethargie kennen auch nicht wenige Menschen hierzulande.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Jedenfalls hatten wir <a href="https://genetisches-maximum.de/zink/neue-studie-das-paradebeispiel/">hier</a> bereits besprochen, wie Tryptophan und -abkömmlinge <strong>vor allem im Darm erheblichen Einfluss auf Entzündungsgeschehen</strong> haben und so die Darmintegrität stärken.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das wird durch zahlreiche aktuelle Studien gestützt (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36521060/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35859741/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35624736/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19428234/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28113104/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37688392/">Q</a>).</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Neue Studie: Mehr Tryptophan, weniger Darmentzündung</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In einer <a href="https://www.nature.com/articles/s41467-023-43211-4">aktuellen Studie</a>, publiziert im renommierten Fachmagazin <em>Nature Communications</em>, wird gezeigt, dass Tryptophan die Zahl jener Immunzellen im Darm erhöht, die Entzündung unterdrücken und Toleranz induzieren (<em>Treg</em>).</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dafür nutzte man ein Mausmodell der <em>Colitis ulcerosa, </em>eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung. Und finden prompt:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Im Vergleich zu Mäusen, die kein zusätzliches Tryptophan erhielten, verdoppelte sich die Anzahl der entzündungshemmenden T-Zellen im Dickdarmgewebe.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Colitis-Symptome reduzierten sich, und zwar sogar eine Zeit lang, nachdem die Tryptophangabe bereits gestoppt war. Doch Vorsicht: <strong>Tryptophan funktionierte nur richtig als Prävention, nicht, wenn es gerade einen akuten Schub gab.</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die wichtigste Aussage fiel dann im Diskussionsteil dieser hochwertigen Arbeit:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">In Anbetracht der Tatsache, dass Tryptophan in allen eiweißhaltigen Nahrungsmitteln allgegenwärtig ist, deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass eine Ernährung mit wenig bzw. viel Tryptophan oder die Gesamtmenge an Tryptophan, die über einen bestimmten Zeitraum aufgenommen wird, erhebliche Auswirkungen auf die Immunhomöostase des Dickdarms haben kann.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das obligatorische Louis de Funès-Meme an dieser Stelle spare ich mir heute. Jedenfalls wird wieder einmal klar, warum eine Ernährung mit <a href="https://genetisches-maximum.de/aminosaeuren/der-eiweiss-hack/">viel hochwertigem Protein</a> in vielen Kontexten schützend wirkt.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Der gesunde Menschenverstand</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich weiß nicht, warum Menschen immer wieder der Meinung sein können, dass ein (chronischer) Mangel an irgendwas irgendwas Positives bewirken kann.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Klassisches Beispiel: Vitamin D. Es sind zwar 80 % der Leute im Winter suboptimal damit versorgt, nicht wenige rutschen in erhebliche Mangelbereiche &#8230; aber das sei kein Problem – &#8222;vielleicht hat der saisonale Mangel ja sogar was Gutes&#8220;.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Bestimmt!</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Woher kommt die Idee, dass diese Art der Selbstkasteiung positive Effekte haben kann?</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Liegt das Problem eigentlich viel tiefer begraben und ist es eine Form des Selbsthasses oder eines Mangels an Selbstwertgefühl? <strong>Der Weg zum Erfolg liegt darin, sich selbst wehzutun?</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Sich selbst zu opfern, auch, wenn man es selbst gar nicht so wahrnimmt, ist kein besonders toller heroischer Akt, der irgendwem hilft – wie uns gewisse politische Strömungen immer suggerieren –, sondern vielleicht schlicht Ausdruck eines tiefen Selbsthasses.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Zumindest für Gesundheit und Wohlbefinden braucht es aber einen <strong>gesunden Egoismus</strong>. Sollte man sich gut merken &#8230; so für den Fall&#8230;</span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Kaffee-Pause: Weniger Stress, mehr Glück?</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/die-kaffee-pause-weniger-stress-mehr-glueck/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2018 12:13:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Schon mal aufgefallen? Perfektion, Schönheit, das Besondere, empfinden wir dann, wenn etwas bis ins kleinste Detail (für uns) stimmig ist &#8230; Die Feinheiten, die Nuancen sind es, die letztlich den Unterschied machen und uns [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Schon mal aufgefallen? Perfektion, Schönheit, das Besondere, empfinden wir dann, wenn etwas bis ins kleinste Detail (für uns) stimmig ist &#8230; Die Feinheiten, die Nuancen sind es, die letztlich den Unterschied machen und uns begeistern, vielleicht sogar faszinieren. Und natürlich hat hier jeder seine ganz eigene Präferenz und manche Menschen nehmen diese Feinheiten gar nicht richtig wahr.</p>
<p><a href="https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/kaffee-dopamin/">Wir plädieren für Kaffee-Pausen</a>. (← Es lohnt sich diesen Artikel von uns mal gelesen zu haben!)</p>
<h2>Kaffee enthält 1500 Substanzen, die wirken können</h2>
<p>Uns ist selten klar, dass Kaffee für die meisten von uns der Hauptlieferant von Polyphenolen, also einer Klasse sekundärer Pflanzenstoffe, ist &#8212; oft sogar im Grammbereich! Kaffee enthält rund 1500 Substanzen, die potenziell alle in uns wirken könnten. Beispiele hatten wir bereits genannt: <a href="https://genetisches-maximum.de/zellgesundheit/gesundheit-kaffee-schaltet-autophagie-ein/">So aktiviert Kaffee wohl potent die <em>Autophagie</em></a>. So gesehen trinken wir täglich einen Wirkstoff-Cocktail &#8212; und edubily-Leser sollten langsam wissen, dass Pflanzenstoffe jeglicher Art ein enormes Wirkspektrum haben können. Natürlich nicht immer im positiven Sinne.</p>
<p>In einem von uns <a href="https://genetisches-maximum.de/kontroverses/was-im-gesundheitsinternet-falsch-laeuft/">vor knapp einem Jahr veröffentlichten Artikel</a> schrieben wir über Bruce Ames, einst Direktor des <em>National Institute of Environmental Health Science</em> an der University of California, sozusagen Chef-Toxikologe in den USA und Erfinder des Ames-Tests. Der sagte:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Jede Pflanze enthält zig Tausende Karzinogene. Tatsächlich schenkt uns die Natur prozentual betrachtet genau so viele karzinogene Chemikalien, wie wir uns selbst. Und trotzdem essen wir sie ohne Bedenken, weil wir darüber nichts wissen. Wird uns auch nie jucken, weil die Dosen einfach viel zu gering sind.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>70 % der Stoffe im Kaffee sind karzinogen</strong>. Du trinkst also jeden Morgen fast literweise deinen Krebs-Tod (oder auch nicht — merkste?). <strong>Eine Tasse Kaffee am Morgen ist äquivalent zu einer Jahres-Pestizid-Ladung</strong> — jedenfalls zu Zeiten des Ames-Videos! Seinen Kaffee zu trinken, während man sich im Internet über Pestizide und Co. echauffiert (siehe oben), ist … na ja, fast schon psychotisch, wie es im Buche steht.</p>
<p><strong>Eine Tasse Kaffee am Morgen sei äquivalent zu einer Jahres-Pestizid-Ladung</strong> &#8230; sagt Ames.</p>
<h2>Kaffee schaltet den Alarm-Modus an</h2>
<p>Freilich: Das interessiert mich null. Ich will es der Information halber nur mal gesagt haben. Mich interessiert, was Kaffee mit meinem Körper und mit meiner Psyche macht.</p>
<p>Ganz nüchtern betrachtet, versetzen wir unseren Körper mit der ersten Tasse am Morgen direkt in einen (für uns latenten) Alarm-Modus. Das lässt sich so gut trainieren, dass manche Menschen nur noch funktionieren, wenn sie diesen Alarm-Modus mit Hilfe des Kaffees anschalten. Weil es sich, &#8222;alarmiert&#8220;, ganz gut anfühlt, halten wir uns oft den ganzen Tag in diesem Modus. Schenken wir uns morgens vielleicht ein Tässchen ein, ist das bei vielen Bäckereien schon ein großer Becher und bei manchen Menschen ist &#8222;eine Tasse&#8220; eigentlich schon ein halber Liter.</p>
<p>Damit wir uns richtig verstehen: Dieser latente Alarm-Modus ist an sich nichts Schlechtes. Er mobilisiert uns, &#8222;verleiht uns Flügel&#8220; und härtet uns auf seine Art und Weise ab. Oft ist uns aber nicht bewusst, was uns das kostet. Und in den &#8222;richtigen&#8220; Momenten kann es uns sogar schaden, wenn wir, dank des Kaffees, nicht mehr aus diesem Alarm-Modus kommen.</p>
<p>Denn natürlich heißt Alarm-Modus, dass der Körper viele &#8222;Nuancen und Feinheiten&#8220; ausblendet &#8212; stattdessen wird der Blick etwas verengt, es fühlt sich fokussiert an, vielleicht wie in einem Tunnel. Doch genau dieser Tunnel wird zum Problem, wenn wir da gar nicht sein wollen oder stattdessen unbedingt auch mal &#8222;alles&#8220; wahrnehmen sollten. Der Tunnel wird auch zum Problem, wenn wir dringend innere Ruhe bräuchten und Luft zum Atmen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Auch wahr: Wenn &#8222;alles&#8220; um uns herum für uns unerträglich wird, beamt sich der Körper bzw. der Geist weg. Das macht er auch ganz ohne Kaffee, zum Beispiel mit Adrenalin und Co. &#8212; jeder, der mal in so einem Katastrophen-Modus war, wird wissen, dass das Gehirn hierarchisch quasi alle höheren Systeme abschalten kann, so, dass wir im schlimmsten Falle nur noch auf der primitivsten Ebene des Seins funktionieren. Unter Umständen über Wochen und Monate. Hier hilft uns der Alarm-Modus also, überhaupt überlebensfähig zu bleiben, indem er alles, was für uns schrecklich ist, weitestgehend ausblenden will. Das kann natürlich ziemlich lehrreich sein, man erfährt viel über sich selbst und die Funktionsweise des Gehirns. Kommt es ganz hart, kann es sein, dass wir Erinnerungen verlieren, da dieser enorme Stress auch Zellen im Gehirn absterben lässt.</p>
<h2>Ohne Kaffee zu mehr Ruhe und Glück?</h2>
<p>&#8222;Nuancen und Feinheiten&#8220; sind es nämlich, die uns Glück, also Serotonin, bescheren &#8212; den inneren Schalldämpfer. Wer mal für eine Zeit den Kaffee streicht, wird vielleicht per Zufall entdecken,</p>
<p style="text-align: center;"><strong>wie ruhig er innerlich wieder wird, wie viel Druck abfällt und &#8230; wird vielleicht die Vögel wieder wahrnehmen (wahrnehmen! Nicht nur hören), sieht plötzlich wieder Farben, hört beim selben Lied mal was ganz anderes, kurz: fühlt die Feinheiten und Nuancen des Lebens wieder.</strong></p>
<p>Und das macht Spaß.</p>
<p>Vielleicht erschrickt man auch, wenn einem bewusst wird, wie selektiv das Gehirn sein kann, wie viel es ausblenden kann, obwohl es eigentlich da ist. Wir dürfen es dann nicht mehr erleben und ärgern uns vielleicht später, dass wir es &#8212; mehr oder weniger auf Knopfdruck &#8212; einfach ausgeblendet haben.</p>
<p>Kaffee ist super. Wer verbindet den Kaffee-Geruch nicht mit dem neuen Tag? Wir dürfen nur nicht vergessen, dass es sich dabei um ein potentes Wirkgemisch handelt, das auch seine Schattenseiten haben kann. Wie bei allem: Wir sollten uns immer im Klaren sein, was wir tun &#8212; und uns dann <em>bewusst</em> dafür oder dagegen entscheiden.</p>
<p>PS: Vorsicht beim Entzug. Der erste oder zweite Tag fühlt sich gegebenenfalls an als hätte man den Stecker gezogen. Ganz üble Kopfschmerzen sind auch nicht selten.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/die-kaffee-pause-weniger-stress-mehr-glueck/">Die Kaffee-Pause: Weniger Stress, mehr Glück?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Der Noradrenalin-Effekt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Apr 2017 16:31:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>
		<category><![CDATA[Adrenalin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Immer wieder tauchen irgendwo Erfahrungsberichte oder Leserbriefe auf. Die kann man auf vielen Internetseiten und gewissen Foren finden. Meistens in Verbindung mit einer bestimmten Ernährungsform oder Lebensweise. Bemerkenswert für diese Briefe/Berichte ist diese unsägliche Überschwänglichkeit. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder tauchen irgendwo Erfahrungsberichte oder Leserbriefe auf. Die kann man auf vielen Internetseiten und gewissen Foren finden. Meistens in Verbindung mit einer bestimmten Ernährungsform oder Lebensweise.</p>
<p>Bemerkenswert für diese Briefe/Berichte ist diese unsägliche Überschwänglichkeit. So, als ob Menschen noch einmal drei Jahre alt sein dürfen und das erste Mal so richtig erleben, von einem Weihnachtsmann beschenkt zu werden.</p>
<p>Nun soll das keine Lästerei sein. Vielfach habe ich genau das selbst erlebt. Und vielfach hätte ich selbst gerne Briefe/Berichte geschrieben und meine Freude ausgedrückt. Leider halten diese Zustände in der Regel nur wenige Tage an. Jedes Mal dachte ich, &#8222;zu früh gefreut&#8220;. Bittere Enttäuschung.</p>
<p>Ich nenne das mittlerweile den &#8222;Noradrenalin-Effekt&#8220;. Aus irgendwelchen Gründen, vielleicht ist es die positive Erwartung, schüttet der Körper bei solchen etwas radikaleren Veränderungen Katecholamine aus, so, als ob wir uns gerade neu in eine Person verliebt hätten. Kennen wir doch, nicht wahr? Plötzlich hat man Energie, vielleicht sogar das erste und das einzige Mal im Leben &#8212; ehm, je nachdem natürlich, wie oft man sich so verliebt.</p>
<p>Die tatsächlichen Auswirkungen einer Lebensstil-Umstellung sind oft viel, viel subtiler. Vielleicht schläft man mal besser, vielleicht geht der Blutdruck runter, vielleicht ist die Leber nicht mehr fett, vielleicht nimmt man ja selbst ein paar Kilo ab oder, im besten Falle, man läuft seine Runde eben 5 Minuten schneller. Alles toll &#8212; nur eben keine Superdrogen-ähnliche-Effekte.</p>
<p>Die extreme Überschwänglichkeit in Leserbriefen kann ich deshalb nicht mehr ernst nehmen. Leute, die solche Briefe schreiben, sind &#8212; gelinde gesagt &#8212; noch grün hinter den Ohren und müssen eben selbst erst mal die Erfahrung machen, dass bestimmte Ernährungsformen bestimmt irgendwo toll sind. Aber weit weg von dem, wovon sie eigentlich träumen.</p>
<p>Phil und ich machen gerade ein Experiment. Was genau, das wollen wir noch nicht verraten. Da meinte der doch tatsächlich: &#8222;Irgendwie ist das nicht so spannend wie vor einer Ketose.&#8220; Da dachte ich: Stimmt. Es gibt einfach nicht so viel zu entdecken. Leider lieben wir Menschen die Geschichten, das Abenteuer drumherum. Diese Magie, die von jeweiligen Lebensstilen ausgeht.</p>
<p>Und was ist das? Genau, Noradrenalin.</p>
<p>Wenn du also das nächste Mal glaubst, du bist gerade neu geboren. Warte lieber mal zwei Wochen ab, bevor du Briefchen schreibst.</p>
<p>Wohlgemerkt: Lifestyle-Änderungen können ganz, ganz profunde Unterschiede hervorrufen. Keine Frage. Dennoch muss man realistisch sein und bleiben. Denn abgesehen von solchen Noradrenalin-Effekten, gibt es noch andere Effekte, die man ggf. kennen sollte. Zum Beispiel Gewöhnung. Natürlich gewöhnt man sich auch an die guten Effekte. Die sind dann eben nicht mehr besonders. Wir merken den Unterschied dann erst wieder, wenn es uns richtig schlecht geht.</p>
<p>Verstanden? Wer sich mit solchen Themen auseinandersetzt, der muss ein paar Hintergründe kennen. Sonst kommt es zu Missverständnissen, seltsamen Fragen und/oder großen Enttäuschungen.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/der-noradrenalin-effekt/">Der Noradrenalin-Effekt</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Was das Internet mit Beziehungen gemeinsam hat</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/internet-beziehungen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Mar 2017 16:40:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>
		<category><![CDATA[Dopamin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neulich habe ich über Beziehungen nachgedacht. Was ist los, mit der Generation Beziehungsunfähig? Es geht mir nicht um das Buch, das ich selbst gar nicht gelesen habe. Der Titel gefällt mir, da er etwas Wahres transportiert. Heute leben [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich habe ich über Beziehungen nachgedacht.</p>
<p>Was ist los, mit der <em><a href="http://amzn.to/2mvZoS7">Generation Beziehungsunfähig</a></em>? Es geht mir nicht um das Buch, das ich selbst gar nicht gelesen habe. Der Titel gefällt mir, da er etwas Wahres transportiert.</p>
<p>Heute leben wir im Zeitalter der &#8222;<a href="https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/die-psychologie-der-blogbesuche-dopaminsucht/">Dopamin</a>-Abhängigkeit&#8220; &#8212; damit meine ich nicht per se eine Dopamin-Sucht. Viel mehr das konstante Suchen neuer Reize, die eine Dopamin-Ausschüttung provozieren. Wie ein Affe in Baumkronen, hangeln wir uns von einer Dopamin-Ausschüttung zur nächsten. Oft ist uns das gar nicht bewusst und logischerweise ist das bei dem einen stärker ausgeprägt als bei dem anderen.</p>
<p>Der Zugang zu solchen &#8222;Dopamin-Releasern&#8220; ist heute sehr einfach. Die Stimulationsmöglichkeiten sind vielfältig gegeben. Nicht nur das, wir können die Stärke des Dopamin-Ausstoßes sogar kontrollieren.</p>
<p>Zurück zu Beziehungen.</p>
<p>Ich glaube, wir verlernen durch das oben angeführte Verhalten zunehmend die Fähigkeit die Dopamin-Ausschüttung selbst zu regulieren, z. B. durch die passenden Bilder, die richtigen Gedanken oder durch selbstmotivierendes gedankliches Verhalten.</p>
<p>Dies aber wird z. B. im Laufe einer Beziehung immer wichtiger. Die gedankliche Eigenleistung nimmt zu. Man bekommt das Dopamin nicht mehr so einfach geschenkt, sondern muss sich mit der Zeit ab und zu mal daran erinnern, was man am Partner bzw. an der Beziehung schön findet.</p>
<p>Im Grunde kann man sich fragen: Breche ich aus dem System aus und suche mir meine Dopamin-Quellen? Oder erbringe ich Eigenleistung und mach mir mein Dopamin immer wieder zum Teil selbst?</p>
<p>So etwas Ähnliches wurde in der Verhaltens- bzw. Fortpflanzungsbiologie längst beschrieben. Das nennt sich <strong>Coolidge-Effekt</strong>. Dieser bezieht sich zwar vorrangig auf männliche Tiere, wurde aber auch für Weibchen beschrieben. Vereinfacht: Woanders ist das Gras immer grüner.</p>
<p>Je länger ich hier im Internet schreibe, umso deutlicher wird mir, dass das auch für unsere Konzentration gilt. Ich meine, dass viele Leser Inhalte schlecht bewerten, wenn man Konzentration ihrerseits voraussetzt, um Inhalte zu verstehen. Sie selbst würden sich das natürlich nicht eingestehen, jedenfalls nicht nach außen. Es ist einfacher, die Schuld beim Anderen zu finden.</p>
<p>Klar, ich kenne das ja selbst: Ich habe ein schwieriges Skript vor mir liegen. Im ersten Moment <em>kann</em> ich davon gar nichts verstehen und mitnehmen, das Skript ist wertlos. Es dauert eine Zeit und viel Anstrengung, bis ich verstehe und erst dann wird das Geschriebene wertvoll und erst dann verstehe ich die Ausmaße, das Ganze.</p>
<p>Wir sind darauf trainiert, alles maximal schnell ins Hirn zu prügeln. Gleichzeitig werden Inhalte, vor allem auch im Internet, immer stärker vorverdaut. Ich kann mich also im Grunde den ganzen Tag berieseln lassen.</p>
<p>Wenn Texte dann schwerer werden und inhaltlich komplexer, dann liegt die Schuld natürlich nicht bei uns selbst. Wir saugen ja sonst auch alles schnell auf. Wir vergessen dabei leider, dass der Körper sich immer an die Bedingungen anpasst, die wir ihm geben.</p>
<p>Das haben wir im Narzissmus-Zeitalter längst begriffen &#8212; den Körper können wir quälen. Zumindest, wenn dann das Aussehen stimmt. Das Ding zwischen den Ohren aber verkümmert zunehmend.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/internet-beziehungen/">Was das Internet mit Beziehungen gemeinsam hat</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Warum du heute noch deinen Kaffee-Konsum überdenken solltest &#8211; Meine Erfahrungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jan 2016 15:51:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>
		<category><![CDATA[Dopamin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Guten-Morgen-Kaffee ist eine obligatorische, ich nenne es einmal, „Besonderheit&#8220;. Vielen ist ganz offensichtlich nicht bewusst, dass es sich hierbei immer noch um eine Droge handelt. Kaffee, ohne die vielen Inhaltsstoffe einzeln zu nennen, ist [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der Guten-Morgen-Kaffee ist eine obligatorische, ich nenne es einmal, „Besonderheit&#8220;.</p>
<p style="text-align: justify;">Vielen ist ganz offensichtlich nicht <em>bewusst</em>, dass es sich hierbei immer noch um eine Droge handelt. Kaffee, ohne die vielen Inhaltsstoffe einzeln zu nennen, ist ganz klar eine hoch psychoaktive Substanz.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun will ich mit diesem Beitrag nicht so sehr in wissenschaftliche Tiefen eintauchen &#8211; viel mehr soll es ein persönlicher Report sein. Etwas, was mir eindringlichst (!) gezeigt hat, dass wir täglich mit enorm potenten Substanzen hantieren, die massiven Einfluss auf unser <em>Well-Being</em> nehmen &#8211; oft noch gravierender als das.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Dopamin regiert uns</h2>
<p style="text-align: justify;">Über die psychoaktive Wirkung des Kaffees haben wir bereits einmal <a href="https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/dopamin-neurochemie/">hier</a> berichtet, drum werde ich an dieser Stelle darauf nicht mehr eingehen. Der genannte Artikel zeigte uns das Warum auf. Warum greifen wir immer wieder zu solchen Substanzen. Für Kenner: Dopamin. Über Dopamin selbst könnte ich nun minutenlang schreiben &#8211; über die immense, ja, auch soziale Wirkung, die dieser Neurotransmitter hat. Beziehungen werden zerstört und zerbrechen nur wegen dieser Substanz. Aber das ist eine andere Geschichte.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Stress: Zwischen Gut und Böse</h3>
<p style="text-align: justify;">Viele beschweren sich heute über Ermüdung. Sicher ein Spektrum, entlang dessen man sich bewegen kann. Bei anderen heißt das dann, schön vom Therapeut diagnostiziert, <strong>Burn-Out.</strong> Dies ist die Endstation.</p>
<p style="text-align: justify;">Monatelang vorher bewegten wir uns an unserer Leistungsgrenze, die nach und nach tiefer lag &#8211; ein Teufelskreis. Begleitend häufig, eigentlich immer: Stress. Wir wissen allerdings alle, dass Stress erst dann zu Stress wird, wenn unser Körper auf den Stressor reagiert. Bedeutet, dass die Art und Weise unserer Reaktion massiv anders ausfallen kann, obgleich derselbe Stressor gegeben ist. Dies wissen wir sehr genau, denn unser Körper adaptiert in der Regel. Drum ist das Gewicht, das wir beim ersten Training heben, um ein vielfaches leichter, als das, was wir nach monatelangem Training heben können. Gewicht ist auch ein Stressor in dieser Situation.</p>
<p style="text-align: justify;">Also: Stress.</p>
<p style="text-align: justify;">Biochemisch betrachtet wissen wir, was Stress ist. Adrenalin und Noradrenalin. Zusammen mit Dopamin nennt man diese Gruppe <a href="https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/koerpereigene-drogen-deiner-macht-der-neurotransmitter/">Katecholamine</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Stress klingt hier so negativ, ist er aber nicht per se. Denn Katecholamine vermitteln auch Wachheit, sind essentiell für Höchstleistungen, für Grenzgänge &#8211; intuitiv suchen viele die Leistungsgrenze auf täglicher Basis. Das beginnt schon damit, dass der Geist müde und schlapp wird nach 1-2 Stunden Text-Tipperei. Dann kommt meistens der Kaffee. Der hilft uns, diese Müdigkeit zu umgehen und bringt uns zurück auf ein höheres Leistungsniveau.</p>
<p style="text-align: justify;">Hier spielen nicht nur die Katecholamine eine Rolle, sondern auch die Adenosin-Rezeptor-antagonisierte Wirkung der Xanthine, hier: Koffein. Wir bewegen uns wieder Richtung Leistungsgrenze, weil Noradrenalin und Adrenalin ansteigen.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Vom Trip zur Panikattacke: Beides &#8222;Stress-induziert&#8220;</h3>
<p style="text-align: justify;">Oftmals ist der Sprung von Kaffee-induzierter, angenehmer Stressreaktion hin zu Quasi-Panikattacken, sehr &#8230; kurz. Tatsächlich ist es ein fließender Prozess und kann passieren von der einen auf die andere Minute, nach dem nächsten Schluck Kaffee.</p>
<p style="text-align: justify;">Egal, wie wir es empfinden. Wir induzieren selbst eine Stress-Reaktion. Denn, wie beschrieben, ist dem Körper völlig egal, was du gerade fühlst (fliegend oder der Panik verfallend), Noradrenalin und Adrenalin sind Stress-Hormone, die zelluläre Stress-Antworten provozieren. Ganz einfach.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hier umgehen wir natürliche Barrieren, nein, wir induzieren künstlich eine zelluläre Antwort. Das ist Vielen nicht klar.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das kann bisweilen extrem profund sein.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Mental-Detox: Die Veränderungen</h2>
<p style="text-align: justify;">Im Zuge meines Mental-Detox, mit dem Ziel Dopamin- und Stress-Quellen auszuschalten, habe ich interessante Erfahrungen gesammelt. Insbesondere beim Kaffee, ganz beeindruckend und immer wieder reproduzierbar.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Weg mit Bluthochdruck: &#8222;Untertourig&#8220; werden</h3>
<p style="text-align: justify;">Vor einigen Monaten sah ich eine Reportage. Dort wurde ein junger Mann gezeigt, der so massiv an Bluthochdruck litt, dass er bereits Nierenschäden davontrug und nahe dem Schlaganfall stand. Zusammen mit dem behandelten Arzt wurde ermittelt, dass dies alleine durch den übermäßigen Energydrink-Konsum hervorgerufen wurde.</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;"><strong>Damals dachte ich</strong>: „Kann ich mir nicht vorstellen&#8220;.</li>
<li style="text-align: justify;"><strong>Heute weiß ich</strong>: &#8222;Stimmt&#8220;.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Denn auch mein Blutdruck sank nach völliger Koffein-Abstinenz massiv. Doch nicht nur das. Es schien, als ob mein ganzer Organismus bremste, <strong>weg von Hoch- auf Quasi-Untertourig</strong>. Dieses herrliche Gefühl hatte ich schon lange nicht mehr, ich bin von Haus aus sehr aktiv von innen heraus. Soll heißen: Es ist für mich sehr leicht, meine obere Leistungsgrenze zu erreichen und dort zu performen, ich brauche nicht viel Stimulanz. Dies wusste ich zwar, nahm es aber nie ernst.</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem ich den obligatorischen Kaffee-Konsum einstellte, stellte sich neben einer inneren Ruhe auch eine, ja, Leere ein. Das Gegenteil vom gelebten Dauertrip. Ruhe. Was damit einhergeht? Eine deutlich höhere Stress-Toleranz. Denn nach oben, wie beschrieben, geht es leicht und schnell. Nur die Frage, die sich Viele stellen: Wie komme ich von da oben wieder runter? Denn Burn-Out will freilich keiner.</p>
<p style="text-align: justify;">Genau hier kommt mein Punkt: <strong>Weg mit Kaffee und Stimulanz</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Alleine dadurch würden Menschen eine massive Stress-Toleranz aufbauen können</strong>. Platz, um nicht zu schnell an die Belastungsgrenzen zu kommen.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Viel besserer Schlaf ohne Kaffee</h3>
<p style="text-align: justify;">Ebenfalls gravierend war der Schlaf. Im Grunde kenne ich keine &#8222;Schlafprobleme&#8220;. Ich schlafe immer ein und schlafe auch gut. Aber auch hier zeigt sich: Der Körper und der Geist sind noch Stunden, ja einen halben Tag nach dem Kaffee-Konsum in einer anderen, viel aktiveren Welt. Der Körper und der Geist reagieren noch Stunden nach unserem letzten Tässchen auf diese selbstinduzierte Stress-Reaktion, auf den Konsum dieser stimulierenden Substanz.</p>
<p style="text-align: justify;">Was passierte, als ich den Konsum einstellte? Ergebnis war ein viel tieferer, erholsamerer Schlaf. Wichtig ist, dass diese Wirkung nicht eintrat, wenn ich den Kaffee lange vor dem Schlafengehen trank und so Zeit zwischen &#8222;Wirkung&#8220; und Zubettgehen lag.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer mir schreibt, dass er nicht schlafen kann &#8230; welche NEM er nehmen soll &#8230; welche Mental-Techniken und, und, und, der sollte sich zunächst einmal um die Basics kümmern. Und das ist, beispielsweise, <strong>der Verzicht auf Drogen</strong>!</p>
<p style="text-align: justify;">Das gilt auch für Alkohol. Darüber brauchen wir nicht zu sprechen. Sehr viel weniger Wachstumshormon in der Nacht und so weiter &#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Also: <strong>Kaffee weg, Schlaf erholsam</strong>.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Bessere Glukose-Toleranz ohne &#8222;Stress&#8220;</h3>
<p style="text-align: justify;">Eine weitere Beobachtung war, dass der Körper im basalen, normalen (!), ruhigen Zustand deutlich besser mit Kohlenhydraten umgehen kann. Liegt auf der Hand, da Katecholamine den Glukose-Stoffwechsel zugunsten des Fettstoffwechsels unterdrücken. Auch wenn es sich dabei, wie alles andere auch, nur um eine subjektive Beobachtung handelt, so bin ich mir dennoch sicher, dass übermäßiger Kaffee-Konsum deutlich negativ die <a href="https://genetisches-maximum.de/magnesium/tipp-3-trinke-den-kaffee-nicht-vor-einer-mahlzeit/">Insulin-Sensitivität beeinflusst</a>.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Langzeitwirkung? Nachhaltige Veränderung der körpereigenen Biochemie?</h3>
<p style="text-align: justify;">Nach monatelangem Kaffee- und Stimulanzien-Konsum wird man sein ganz eigenes Rad ordentlich verzogen haben. Denn, was wir häufig nicht sehen, wir verändern durch unsere Eingriffe ganz massiv die eigene Rhythmik, die eigene Autoregulation.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Beispiel: Wir pushen uns mit Kaffee auf der einen Seite, erlauben uns Stress-Reaktionen. <strong>Auf der anderen Seite verlernt der Körper, selbst mit einem Stressor umzugehen, selbst die richtige Antwort auf einen Reiz zu finden.</strong></p>
<h2 style="text-align: justify;">&#8222;Sucht&#8220; erkennen</h2>
<p style="text-align: justify;">Sicher werden mir jetzt viele schreiben, wie gut ihnen der Kaffee täte. Wie wichtig der Kaffee und die besondere Kaffeesorte aus Timbuktu sei. Wie schön Kaffee rieche. Wie toll es sei, im Café zu sitzen. Wie immer merkt der Mensch dabei nicht, dass er noch immer seiner Droge verfallen ist. Darüber können wir in dem Moment nicht nachdenken, es nicht erkennen &#8211; ein Süchtiger macht sich darüber keine Gedanken. Das ist ja gerade die &#8230; Krankheit. (Logisch: Es gibt auch Menschen, die das erkennen und trotzdem ihre Droge &#8222;genießen&#8220;. Das macht die Sache allerdings nicht besser.)</p>
<h2 style="text-align: justify;">Katecholamin-Detox: Selbstreflexion</h2>
<p>Ich habe im Artikel einige Konzepte vermischt. Kaffee, Koffein, Stress, Leistungsgrenzen und &#8222;Dopamin-Detox&#8220; &#8211; ich erwähne es der Klarheit halber.</p>
<p style="text-align: justify;">Zum Ende des Artikels erlauben wir uns alle einmal eine Reflexion.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie oft guckst du auf dein IPhone? Wie oft warst du heute die Facebook-Timeline studieren? Wie oft im Instagram? Wie viele Selfies heute? Wie viele Likes? Wie viele unnötige Stunden auf Wissensseiten oder anderen Plattformen? Wie oft hast du heute Pornos geguckt? Wie laut war die Musik im Auto heute? &#8230; Und so weiter.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir sind Dopamin-Opfer.</p>
<p style="text-align: justify;">Viele haben Angst vor der Zukunft, vor Cyborgs, vor Robotern. Merken nicht, dass sie selbst schon konstant connected sind, selbst schon verschmolzen mit der Maschine.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Du willst mehr Zeit? Hier kriegst du sie</h3>
<p style="text-align: justify;">Viele beklagen sich darüber, dass sie keine Zeit mehr haben. Nur noch am Rennen sind. Auch hier gilt: Nicht die Welt ist schuld, sondern das, was dein Gehirn daraus macht. Ein unglaubliches Erlebnis für mich während des Dopamin-Detox: Unglaublich viel Zeit hatte ich plötzlich. Wusste, um ehrlich zu sein, gar nicht, was ich mit der neu gewonnen Zeit alles anfangen soll. Nur durch Weglassen von unnötigen Dopamin-Spritzen in Form von Facebook, Novelty-Searching und Co.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Nicht alles ist schlecht!</h2>
<p style="text-align: justify;">Bevor wir nun mit einem schlechten Gefühl das Lesen beenden, weisen wir darauf hin, dass Kaffee, punktuell eingesetzt, viele Wunder vollbringen kann. Als <em>Pick-Me-Up</em> in Notsituationen oder in Fällen, wo <em>Peak-Performance</em> wirklich gefordert ist (z. B. beim Wettkampf, in Prüfungen) und zwei bis dreimal wöchentlich vor dem Training (doch Vorsicht: Aus einem zwei- bis dreimaligem Trinken wird schnell die tägliche Gewohnheit). Es gibt sicher noch viele weitere Situationen, wo Kaffee- und Koffein-Konsum förderlich ist. Aber merke: Zum einen geht diese punktuell nutzbare Wirkung verloren, wenn wir Kaffee konstant trinken (= auf täglicher Basis), zum anderen wird aus punktuellem Konsum schnell wieder ein Dauerkonsum.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/kaffee-dopamin/">Warum du heute noch deinen Kaffee-Konsum überdenken solltest – Meine Erfahrungen</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Wie der Botenstoff Dopamin dein Leben bestimmt</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/dopamin-neurochemie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2015 12:10:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>
		<category><![CDATA[Dopamin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieser Artikel ist ein Basis-Artikel sein, der dir Grundlagen zu deiner Neurochemie vermitteln soll. Chemische Botenstoffe und dein Leben Dopamin ist ein Katecholamin. Zu dieser Klasse der chemischen Botenstoffe gehören auch Noradrenalin und Adrenalin. Alle [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/dopamin-neurochemie/">Wie der Botenstoff Dopamin dein Leben bestimmt</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Dieser Artikel ist ein Basis-Artikel sein, der dir Grundlagen zu deiner Neurochemie vermitteln soll.</p>
<h2>Chemische Botenstoffe und dein Leben</h2>
<p style="text-align: justify;">Dopamin ist ein Katecholamin.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu dieser Klasse der chemischen Botenstoffe gehören auch Noradrenalin und Adrenalin.</p>
<p style="text-align: justify;">Alle Drei (Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin) werden aus der Aminosäure Tyrosin gebildet. In der folgenden Grafik noch einmal schön zu sehen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5127" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2015/10/Katecholamin-Synthese-1.png" alt="Katecholamin-Synthese (1)" width="200" height="365" /></p>
<p style="text-align: justify;">Dopamin ist dem ein oder anderen bekannt im Zusammenhang mit Sucht.</p>
<p style="text-align: justify;">Bekannt wurde Dopamin auch, weil es in den 50er-Jahren Versuche an Ratten gab, die Erstaunliches feststellten: Im (Ratten-)Gehirn gibt es eine bestimmte Region, die man elektrisch stimulieren kann. Lernten Ratten, diese elektrische Stimulation selbst zu tätigen, hörten die nicht mehr auf diesen Knopf zu drücken und wollten auch nie wieder essen und trinken. Wie im wahren Leben eben.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich sagte schon mehrfach: Dopamin regiert das Leben.</p>
<p style="text-align: justify;">Viele unserer Handlungen ergeben sich nur deshalb, weil wir (konstant) bemüht sind, Dopamin-Löcher zu stopfen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5124" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2015/10/Dopamin-Gehirn.png" alt="Dopamin Gehirn" width="600" height="450" /></p>
<h2>Warum deine Dopaminwerte im Alltag stark schwanken</h2>
<p style="text-align: justify;">Oben im Bild sehen wir<span style="color: #000000;"> die schematische Darstellung eines Gehirns</span>. Hinter der Stirn sitzt der <strong>präfrontale Kortex</strong>. Dieser wird von einer Region im Zentrum des Gehirns stimuliert und &#8230; der Dopaminrausch beginnt &#8211; hinter der Stirn.</p>
<p style="text-align: justify;">Da der präfrontale Kortex der Bereich ist, der plant, organisiert, unser Leben strukturiert, schlicht dein Arbeitsplatz ist, beeinflussen Neurochemikalien natürlich die Entscheidungsfindung.</p>
<p style="text-align: justify;">Grundsätzlich ist es so, dass der präfrontale Kortex immer über ein bestimmtes Dopamin-Niveau, über eine bestimmte Dopamin-Konzentration verfügt.</p>
<p style="text-align: justify;">Leuchtet ein: Diese Basal-Menge an Dopamin gibt uns Halt im Leben, macht das Leben lebenswert und ist der Grund, warum wir alle täglich leben (wollen) &#8211; der Gegensatz dazu ist die Depression, darauf kommen wir gleich zu sprechen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieses Basis-Niveau fällt bei dem einen etwas höher, bei dem anderen etwas niedriger aus. Der eine braucht eben etwas mehr, der andere etwas weniger &#8211; ein natürlicher Referenzbereich. Dieser Bereich ist rot gefärbt.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun: Wollen wir doch einmal verschiedene Dopamin-Werte im präfrontalen Kortex generieren, schauen, warum das so ist und welchen Einfluss das auf dein Leben hat:</p>
<ol style="text-align: justify;">
<li>Du kommst nach Hause, freust dich den ganzen Tag auf deine Pizza* (die im Gefrierfach liegt), hast dir schön ausgemalt, wie herrlich das schmecken wird und so weiter &#8230; du kommst heim, öffnest die Tür zum Gefrierschrank und die Pizza ist weg. Die Freundin/der Freund hat sie gegessen.</li>
<li>Als Folge fallen die Dopamin-Werte ganz krass ab. Quasi von der einen auf die andere Sekunde bist du in einem mentalen Loch.</li>
<li>Noch bevor du ins Wohnzimmer gehen kannst und deinen Partner zur Rede stellst, ruft sie/er dich. Du gehst in den Raum und findest einen voll gedeckten Tisch vor mit allen Speisen, die du vorstellen kannst. Dein Dopamin rast nun durch die Decke.</li>
<li>Nicht lange. Denn nun muss jemand den Tisch ab- und die Spülmaschine einräumen. Die Dopamin-Werte fallen etwas, aber nicht so stark. Denn du weißt: Dauert eh nicht lange.</li>
</ol>
<p>(* Pizza als Beispiel, da Fast-Food das Dopamin-System stark stimuliert.)</p>
<p style="text-align: justify;">Im Idealfall denkst du bei Punkt 4 direkt an deine Lieblingsserie, die du danach schauen wirst. Plötzlich fällt auch das Geschirr-Einräumen ganz leicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt Individuen, die mögen das basale Dopamin-Niveau und &#8222;explodieren&#8220; nicht derart krass, wenn sie an Essen, Sex, die Lieblingsserie et cetera denken.</p>
<p style="text-align: justify;">Andere wiederum brauchen den Kick und müssen sich mehrmals täglich mit ganz besonderen Erlebnissen stimulieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Was alle gemeinsam haben: Dopamin-Löcher mag niemand. Eines der schlimmsten Dopamin-Löcher ergibt sich bei Enttäuschungen, dann, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">David Rock erzählt in seinem Buch von ebendiesen Dopamin-Löchern und warnt uns zugleich. Du solltest niemals (!) Entscheidungen treffen, wenn die Dopamin-Konzentrationen im Keller sind. Dort nämlich, so sagt er, <strong>kannst</strong> du gar nicht ordentlich denken.</p>
<p style="text-align: justify;">Bringt mich zu Depressionen.</p>
<h3>Depression und keine Lust auf Sex durch &#8222;Dopaminmangel&#8220;?</h3>
<p style="text-align: justify;">Depressive haben deutlich niedrigere basale Dopamin-Werte. Das heißt: Die haben wenig Affinität zum Leben. Das Leben macht keinen Spaß. Zusätzlich brauchen sie einen deutlichen massiveren Stimulus, um die Dopamin-Werte zum Steigen zu bringen. Das bedeutet, dass denen der Gedanke an Sex eben nicht so viel Freude bereitet wie dir. Nun stelle dir einmal vor, was das für das Leben bedeutet. Wenn noch nicht einmal mehr das Spaß macht, wofür du geschaffen wurdest. Die Reproduktion. Evolutionsbiologisch betrachtet, ist das der GAU und zeigt dir, dass mit dir (besser: mit deiner Körperchemie) etwas überhaupt nicht stimmt. Depressive treffen, dem Teufelskreis sei Dank, schlechte Entscheidungen. Sie können gar nicht anders, denn das Gehirn, die Neurochemie, lässt es eben nicht zu.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir können versuchen, unser Gehirn dahin gehend zu modulieren, dass es mit weniger Dopamin auskommt, die Rezeptoren &#8211; ähnlich wie bei der Insulinsensitivität &#8211; empfindlicher werden. Dies wiederum hätte zur Folge, dass wir ohne großen Aufwand Spaß am Leben haben und schon Kleinigkeiten ausreichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Soll heißen: Du brauchst nicht die drei Action-Filme am Abend, es reicht ein tolles Gespräch mit deiner neuen Nachbarin/deinem neuen Nachbarn.</p>
<p style="text-align: justify;">Verstanden?</p>
<p style="text-align: justify;">Genau darum geht&#8217;s.</p>
<p style="text-align: justify;">(Anmerkung: Dopamin ist nur ein Beispiel des Neurotransmitter-Orchesters. Da gibt es noch einige andere, die wir vielleicht einmal besprechen werden.)</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/dopamin-neurochemie/">Wie der Botenstoff Dopamin dein Leben bestimmt</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Körpereigene Drogen &#8211; Die Macht deiner Neurotransmitter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2015 20:25:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jeder, der mal einer leichten, ich möchte es nennen, &#8222;Kaffee-Sucht&#8220; verfallen ist, kennt zwei Dinge genau: Wir erleben das &#8222;Kaffeetrinker-High&#8220; (analog zum &#8222;Runner&#8217;s High&#8220;) nach circa fünf Tassen Kaffee Wir brauchen immer mehr Kaffee, um die gleiche [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Jeder, der mal einer leichten, ich möchte es nennen, &#8222;Kaffee-Sucht&#8220; verfallen ist, kennt zwei Dinge genau:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Wir erleben das &#8222;Kaffeetrinker-High&#8220; (analog zum &#8222;Runner&#8217;s High&#8220;) nach circa fünf Tassen Kaffee</li>
<li>Wir brauchen immer mehr Kaffee, um die gleiche Wirkung entstehen zu lassen</li>
</ul>
<h3>Zwei alltägliche Rauschzustände, die wir gerne anstreben</h3>
<p style="text-align: justify;">Im menschlichen Gehirn gibt es genau zwei physiologische Zustände, die uns genial werden lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Einmal, wenn wir in einem quasi-hypnotischen, getakteten Zustand die Autobahn entlang fahren, während wir elektronische Musik hören, die sich anhört wie eine vom Schamanen geschlagene Buschtrommel. Dabei verlangsamen sich die Gehirnwellen und Genialität sprudelt aus uns heraus. Das sind dann die Momente, in denen man eins mit der Welt ist. Plötzlich Dinge klar sieht, die sonst im Alltagsbewusstsein verloren gehen. Das ist nahe am höchsten <em>Ich</em>. Dieser Zustand erzeugt nicht nur unsere besten Momente. Uns durchfährt auch ein Gefühl der Reinheit, der Klarheit und der unendlichen inneren Ruhe.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein anderes Mal, wenn wir extrem stimuliert werden und die Stimulation uns in einen Quasi-Rausch katapultiert. Dabei vibriert es in unserem Gehirn derart stark, dass geniale Ideen, kreative Momente ans Tageslicht geschossen werden. In diesem Zustand, so glauben wir, sind wir auf dem Höhepunkt des möglichen Schaffens, des Erreichens, der unfassbaren Kraft. Gepaart mit unserer Kreativität, kann dieser Zustand ganze Werke, ja beste Abhandlungen entstehen lassen. Meistens irgendwo zwischen Genialität und Wahnsinn. Manchmal so, dass wir uns danach schämen.</p>
<p style="text-align: justify;">Instinktiv suchen wir beide Zustände. Letzteren eigentlich konstant in unserem Arbeitsleben. Der Grund ist simpel: Wir wissen instinktiv sehr genau, dass wir mehr leisten in diesen Zuständen. Ich darf anmerken: Leistung definieren wir, umgangsprachlich, als Arbeit pro Zeiteinheit. Kleine Verbesserung: Qualitativ hochwertige Arbeit pro Zeiteinheit.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Von Amphetaminen zu Katecholaminen</h3>
<p style="text-align: justify;">So wundert es uns nicht, dass eine ganze Szene existiert, die dieser &#8222;Droge&#8220; (wörtlich, als auch sinngemäß) verfallen ist. Die Stoffgruppe dieser Drogen heißt: Amphetamin.</p>
<p style="text-align: justify;">Das, was da im Gehirn wirkt, heißt Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin (zusammengefasst: Katecholamine) und Serotonin. Amphetamine stimulieren die Freisetzung genau dieser Neurotransmitter. Frei nach dem Motto: Alles muss raus. Dabei werden die Nervenzellen extrem stimuliert und veranlasst, die maximal mögliche Konzentration an Katecholaminen und Serotonin freizusetzen. Ohne Rücksicht auf Verluste.</p>
<p style="text-align: justify;">Im <a href="https://genetisches-maximum.de/ueber-edubily/das-handbuch-wird-modern/">Handbuch</a> findest du folgende Grafik:</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-4709" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2015/09/Katecholamin-Synthese.png" alt="Katecholamin-Synthese" width="203" height="439" /></p>
<p style="text-align: justify;">Der Körper hat eine sogenannte Stressachse entwickelt, die uns vor Gefahren (und somit potenziellen Todesursachen) schützen soll. Wird diese Achse befeuert, werden massiv mehr Katecholamine freigesetzt. Diese Achse springt allerdings nicht nur bei lebensgefährlichen Situationen an, sondern auch ganz alltäglich bei Situationen, die uns zwar herausfordern, aber eigentlich nicht direkt schädlich sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie du der Grafik entnehmen kannst, werden die Katecholamine<strong> Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin aus einer Aminosäure namens Tyrosin synthetisiert.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Bei positivem Stress verlagert sich die Stressachse auf die Bildung von Dopamin und Noradrenalin.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Dopamin: Die Triebfeder des Lebens und der Katastrophe</h3>
<p style="text-align: justify;">Dopamin verleiht uns den Antrieb. Denn geht die Dopamin-Lampe im Gehirn an, signalisiert uns das: Lust. Die Dopamin-Lampe geht an, wenn wir an Sex, an Essen, an den Partner/die Partnerin (hoffentlich!) denken oder an Dinge, die wir generell mögen (z. B. Fußball, Autos) oder schön finden (z. B. schöne Menschen). Dopamin ist, meiner Meinung nach, verantwortlich für alle Sünden, für viele Katastrophen, für Sucht und so weiter. Dopamin ist das, was uns am Leben hält, aber gleichzeitig das, was uns oftmals (manchmal schwerer, manchmal milder) ins Verderben stürzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Das menschliche Gehirn ist extrem stark auf Dopamin ausgerichtet. Eigentlich dreht sich unser ganzes Leben nur um Dopamin. Wir sind konstant damit beschäftigt, den Dopamin-Haushalt am Laufen zu halten. Wir meiden Situationen, die uns Dopamin rauben. Bei Schülern ist das die Hausaufgabe. Bei uns Älteren der Job. Dopamins hässliche Seite ist auch, dass die Dopamin-Konzentration sinkt, wenn wir unschöne Menschen sehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Evolution hatte allen Grund, das Dopamin-System im Menschen zu pushen: Ohne Dopamin hätten unsere Vorfahren in diesen vielen ausweglosen Situationen wohl eher an Selbstmord, als an Überleben gedacht. Ich darf anmerken, weil aktuell: Was ist gerade im Kopf der Flüchtlinge aktiv? Dopamin. &#8222;Dort, in Europa, ist es besser.&#8220;</p>
<p style="text-align: justify;">Dopamin hat die erfolgreichsten, heute lebenden Individuen hervorgebracht. Denn Dopamin macht süchtig. Auch nach der Arbeit &#8211; sofern wir die richtige Arbeit für uns gewählt haben. Schießt Dopamin nun also ins Gehirn, werden wir blind und verhalten uns wie Sklaven. Der Gedanke, der eine Dopamin-Ausschüttung im Gehirn provoziert, soll in die Tat umgesetzt werden. Von der Theorie zur Praxis, quasi. Den Porsche, an den du gerade denkst und der dir Dopamin-Flügel verleiht, möchtest du gerne haben. Also muss man arbeiten. Solange Dopamin in der Birne ist, scheint uns <strong>kein Weg zu weit</strong>. Dieses Gefühl wird wiederum vermittelt durch Noradrenalin.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Noradrenalin vermittelt den Rausch</h3>
<p style="text-align: justify;">Noradrenalin lässt uns stunden-, tage-, ja wochenlang durch die Gegend fliegen. Es betäubt uns, nimmt uns den Schmerz, es versetzt uns in einen Rausch, in dem wir nur noch funktionieren, aber scheinbar die höchsten, echtesten Momente unseres Lebens wahrnehmen dürfen.</p>
<p style="text-align: justify;">Noradrenalin setzt massig Fettsäuren frei, erhöht den Blutzucker, zentriert unsere Gedanken und kickt uns somit in eine andere Schaffenswelt. Wir haben schier unerschöpfliche Energie und Kraftreserven.</p>
<p style="text-align: justify;">So. Dieses Gefühl erreicht uns also nach der fünften (für manche: zehnten) Tasse Kaffee.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Fehlen dir &#8222;körpereigene Drogen&#8220;?</h3>
<p style="text-align: justify;">Der eigentliche Grund, warum ich hier so lange referiert habe, ist, dass ich glaube, dass einige meiner Leser genau mit dieser (positiven) Stressachse ein Problem haben. Sie funktioniert anscheinend nicht so, wie sie soll.</p>
<p style="text-align: justify;">Das kann man studieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Zum einen kann man das studieren an Menschen, die Amphetamine geschluckt und gerade den 24-stündigen Rausch beenden. Zum anderen kann man das studieren an Menschen, die nach monatelangem Kaffee-Abusus aufhören müssen oder sollen, Kaffee zu trinken.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach dem Amphetamin-Kick kommt für gewöhnlich ein massives Tief. Ein mentales Loch. Diese Menschen verlieren kurzerhand ihren kompletten Lebenstrieb und werden für ein paar Tage depressiv. Das Leben hat in diesem Loch keinen Sinn mehr &#8211; so scheint es.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Gleiche erfährt der Kaffeetrinker, der nun plötzlich keinen Kaffee mehr trinken darf.</p>
<p style="text-align: justify;">Beide Zustände haben gemein, dass die <em>eigentliche</em> Droge, Dopamin und Noradrenalin, wegfällt.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei Drogenkonsumenten wird halt nichts mehr ausgeschüttet (weil nichts mehr da ist) und beim Kaffee-Entzug werden zwar immer noch die normalen, nicht stimulierten Mengen produziert, aber der Körper erwartet deutlich mehr. Dabei entsteht ein tiefes, leeres mentales und körperliches Loch.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>In beiden Fällen sind wir nahezu nicht mehr in der Lage, kreativ, optimistisch, angetrieben, willensstark und körperlich höchst leistend zu agieren. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Tatsächlich finden wir genau diese Zustände auch im Gehirn von Depressiven. Nicht bei allen. Aber eine organische (!) Störung zeigt sich sehr häufig anhand veränderter Neurochemie &#8211; z. B. Abfall von Katecholaminen und/oder Serotonin.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Die Körperchemie checken und optimieren</h3>
<p style="text-align: justify;">Ich möchte in keinster Weise dazu auffordern, Drogen zu konsumieren oder mit Hilfe von Stimulanzien, unnatürliche physiologische Zustände zu generieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Allerdings möchte ich sehr deutlich zum Ausdruck bringen, dass eine grundlegende Lethargie, &#8222;fehlende Energie&#8220;, Zurückhaltung, Pessimismus und fehlender Aktionismus, durchaus und gerade verursacht werden können durch Dysbalancen im Neurotransmitter-Haushalt.</p>
<p style="text-align: justify;">Schon vor über 50 Jahren hat man festgestellt, dass ein Tyrosin- und/oder Phenylalanin-Mangel zu den beschriebenen Symptomen führt &#8211; schon bei Kindern! Typisches Erscheinungsbild war: Wenig Wachstum, Gewichtsverlust, Lethargie und Hypotonie (z. B. niedriger Blutdruck, wenig Muskelspannung. Geistige Ebene: Wenig Antrieb, wenig Motivation).</p>
<p style="text-align: justify;">Dopamin und Noradrenalin erzeugen ins uns eine Spannung. Wie ein Seil, das man spannen muss. Die Frage ist: Hängt das Seil bei dir durch? Fehlt die Spannung des Seils? Auch der umgekehrte Fall ist möglich. Überspannen sollte man auch nicht.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Tyrosin und Phenylalanin kann man ebenso im Blut messen wie die anderen Mikronährstoffe, die die Reaktion katalysieren. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zu guter Letzt weise ich darauf hin, dass es sich bei diesem Post um eine biochemische Analyse handelt. Wenn du keine mentale Disziplin an den Tag legst und deine Gedanken (nicht) bewusst lenkst, sind die besten Tipps wertlos. Du kannst nicht erwarten, mehr Dopamin und mehr Noradrenalin im Kopf zu haben, wenn du konstant an Dinge denkst, die die Dopamin-Spiegel nach unten drücken. Ich glaube, das wird ein neuer Post.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/koerpereigene-drogen-deiner-macht-der-neurotransmitter/">Körpereigene Drogen – Die Macht deiner Neurotransmitter</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Die Psychologie der Blogbesuche &#8211; Dopaminsucht?</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/die-psychologie-der-blogbesuche-dopaminsucht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2015 21:26:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir leben im Zeitalter des Internets &#8211; noch nie zuvor (in der Geschichte des Menschen) waren wir einer derartigen Datenflut ausgesetzt. Da stellt sich natürlich zwangsläufig die Frage, wie unser Gehirn, wie wir damit umgehen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir leben im Zeitalter des Internets &#8211; noch nie zuvor (in der Geschichte des Menschen) waren wir einer derartigen Datenflut ausgesetzt.</p>
<p>Da stellt sich natürlich zwangsläufig die Frage, wie unser Gehirn, wie wir damit umgehen und vor allem, ob wir überhaupt damit umgehen können. Ich glaube &#8230; nein. Aber dazu gleich mehr.</p>
<p><a href="http://www.coachingmails.de/michael-schuerks/">Michael Schürks, unser großartiger Buch-Lektor</a>, hatte zu diesem Thema einen Link <a href="https://www.youtube.com/watch?v=wSF82AwSDiU">zu einem TED-Video gepostet, Thema: &#8222;Internet Porn&#8220;.</a></p>
<p>Die Message: Dopamin regiert uns &#8211; und schießt &#8211; wenn wir uns auf Porno-Seiten aufhalten &#8211; so durch die Decke, dass wir süchtig werden, aber &#8230; realitätsfremd. Denn: &#8222;&#8230; in 10 Minuten Internet mehr &#8218;hot babes&#8216; als unser Vorfahr in mehreren Leben&#8220; (Zitat) &#8230; ja, &#8222;sexuelle Idealobjekte&#8220;, mit denen wir uns &#8211; dank Internet &#8211; täglich und massenhaft bombardieren (lassen).</p>
<p>So ähnlich sieht das auch aus, wenn wir uns um Information im Allgemeinen kümmern. Das Internet ist voll mit Information. Das Gehirn liebt neue Inputs. In der Tat ist das wohl &#8222;the driving force&#8220; überhaupt &#8230; bezüglich unserer Existenz. Es lässt uns leben und gibt uns einen Sinn. &#8222;Vielleicht kommt der Moment &#8230;&#8220;, ja ja dort hinten finden wir bestimmt das Paradies, wir müssen nur durchhalten.</p>
<p>Stichwort Dopamin.</p>
<p>So ist das auch mit euch.</p>
<p>Es gibt generell zwei Arten von Menschen, die diesen Blog besuchen oder schon mal irgendwann besucht haben. (Anmerkung: Fairerweise sollten wir nicht nur das Absolute sehen, sondern auch wissen, dass viele sich entlang eines Spektrums bewegen).</p>
<p>Beginnen wir doch mit denen, die ich besonders mag: Irgendwann landen sie hier auf der Seite, schnuppern ein wenig, finden Gefallen an den Artikeln und nutzen die Informationen für sich. Diese Sorte von Besuchern übertreibt es nicht. Diese Besucher kommen zwar in aller Regelmäßigkeit, aber pflücken sich mal hier, mal da etwas, sind zufrieden und dankbar, dass es nützliche Infos gibt, die man für sich verwenden kann.</p>
<p>Die Kontaktzeit ist entsprechend mäßig, heißt: die besuchen einen Blog nicht extrem häufig (= nicht täglich 20 x), aber eben &#8211; wie gesagt &#8211; in aller Regelmäßigkeit.</p>
<p>Diese Sorte ist die mäßige Sorte. Diese Menschen werden nichts übertreiben, sondern nutzen alles irgendwie für sich, aber stürzen sich nicht in ein Chaos durch irgendeinen aufflammenden Fundamentalismus. Sie küssen mir nicht die Füße, wenn sie einen guten Artikel lesen, auf der anderen Seite hassen sie mich auch nicht, wenn der Inhalt von 1-2 Artikeln nicht ihrer Denkweise/Meinung/Ansicht entspricht.</p>
<p>Hier eskaliert &#8222;Dopamin&#8220; nicht so stark: weder in die eine, noch in die andere Richtung. Hier finden wir kein Dopamin-Extrem im Kopf, wenn etwas gut ist. Auf der anderen Seite können diese Menschen (kognitiv) wunderbar intervenieren, wenn Dopamin aufgrund irgendwelcher &#8222;Fehler&#8220; mal abfällt.</p>
<p>(Anmerkung: Warum man nicht richtig denkt und denken kann, wenn Dopamin niedrig ist &#8230; ist Thema meines Buches.)</p>
<p><strong>Die andere Sorte Mensch &#8230;</strong></p>
<p>Tag 1: &#8222;Du bist &#8218;der Mann'&#8220;, &#8222;noch nie bessere Artikel gelesen&#8220;, &#8222;du bist der Beste&#8220;, &#8222;edubily ist das Beste, was ich je gesehen habe&#8220; &#8230; (Es wird fleißig in alle Foren geschrieben [wie toll alles hier ist], ständig werden Artikel von mir zitiert, die Kontaktzeit ist extrem hoch, ggf. wird das ganze Archiv innerhalb weniger Stunden gelesen, es kommt zu Mail-Kontakten, womöglich sogar zur Zusammenarbeit etc.)</p>
<p>Nach einem Monat (- als Kommentar, in diversen Foren o. ä.): &#8222;Du erzählst nur Müll&#8220;, &#8222;&#8230; die Inhalte der Artikel sind zu vereinfacht&#8220;, &#8222;ich kann dieses Gerede nicht mehr hören&#8220; &#8230; das sind die, die dann in irgendwelchen Internetforen &#8222;cherry picking&#8220; betreiben und Aussagen komplett und in &#8222;ihrer Version&#8220; wiedergeben, um zu zeigen, was für ein Müll der jeweilige Blogautor doch so schreibt.</p>
<p>Soll heißen: wenn mir jemand verbal die Füße küsst, obwohl ich das nie wollte, dann weiß ich genau, dass dasselbe Extrem in einigen Monaten nochmal auf mich zukommt, nur eben im Gegenteil: der Hass.</p>
<p>Diese zweite Sorte Mensch kam schnell &#8230; und geht schnell wieder. Die sind das, was ich als &#8222;Hopper&#8220; bezeichne. Meistens diejenigen, die ständig nach der &#8222;Wahrheit&#8220; suchen, die ständig nach &#8222;der neuen Abnehm-Methode&#8220; oder nach der neuen, besten Trainings-Routine suchen.</p>
<p>Heute ist Blog XY &#8222;in&#8220;, dann stoßen diese Menschen (als Beispiel) auf edubily, Blog XY wird abgelöst und &#8222;gehasst&#8220; (weil edubily sagt ja, als Beispiel, gesättigte Fette seien nicht so gut) und übermorgen ist es dann Blog AB, der doch gerade besser ins eigene Weltbild passt &#8211; dann ist edubily natürlich $/§&#8220;!?%§, denn &#8222;ich habe gerade die Wahrheit entdeckt und musste feststellen, dass edubily nicht die Wahrheit artikuliert.&#8220;</p>
<p>Das sind auch die Menschen, die &#8211; wenn sie hierher kommen &#8211; 20 verschiedene Ergänzungsmittel einnehmen (man will ja schnellstmöglichen Erfolg) und dann nach 2 Wochen sagen: $/§&#8220;!?%§ Citrullin, hatte keinen besseren Pump im Fitness-Studio &#8230;</p>
<p>Natürlich sind die dann enttäuscht und ich, als &#8222;edubily-Chris&#8220;, erzähle Blödsinn und &#8230; &#8222;das mit Stickstoffmonoxid ist ja sowieso nur an Tieren getestet&#8220; &#8211; an die Stelle von &#8222;ist ja sowieso nur an Tieren getestet&#8220; kannst du jegliches Gedankengebilde einsetzen, das das eigene Denken rechtfertigen soll.</p>
<p>Im Prinzip ist jeder von euch anfällig für ein derartiges &#8222;Hopping-Verhalten&#8220;. Das liegt in deiner Natur. Nach einigen Tagen hat sich das Gehirn gewöhnt an die Inhalte hier, an meinen Schreibstil, an meine Denkweise, an meine Lieblingsthemen &#8230; etc.</p>
<p>Dann flacht der Kompensationsmechanismus im Gehirn ab.</p>
<p>(Anmerkung: Es sei denn, ich verkünde jeden Tag Sensationsmeldungen &#8211; aber &#8230; dann würden wir natürlich lügen. Jetzt weißt du auch wie Medien gemacht werden &#8230; &#8211; das geht auf die Dauer also ebenfalls in die Hose.)</p>
<p>Das kennst du von deiner Freundin (Frau) bzw. deinem Freund (Mann). Wenn du verliebt bist, dann kannst du sie/ihn jeden Tag sehen, dann willst du es. 3-6 Monate Dauerkontakt, 24/7.</p>
<p>Tja &#8230; danach, das weiß jeder, muss man sich ein bissel anstrengen. Dann flacht der Kompensationsmechanismus im Gehirn ab und man muss konzentriert sein, man muss sich konzentrieren auf das Beziehungsleben. Man muss denken, man muss sich aktiv (!) fokussieren auf das Gute, man muss mit sich selbst reden und sich selbst zeigen, was man eigentlich &#8222;gut&#8220; findet. Das ist anstrengend, ich weiß.</p>
<p>Das ist nicht (= weniger) der Fall, wenn &#8230; wir die Kontaktzeit verringern. Wenn wir uns weniger oft sehen. Dann bleibt das Interesse erhalten und wir können uns immer wieder neu darauf einlassen (und erfreuen).</p>
<p>Das wird umso relevanter, je mehr wir Dopamin-süchtig sind. Viel Dopamin(-Abhängigkeit) und wenig gedankliche Intervention = Chaos.</p>
<p>Daher muss ich immer schmunzeln, wenn ich &#8211; aus der Ferne &#8211; so ein Verhalten von einigen (wenigen) meiner Besucher erleben kann. Erst rast Dopamin durch die Decke und nach wenigen Wochen ist das hier alles &#8230; &#8222;so normal&#8220;. Und klar: Wer dann nicht mental eingreift und sich daran erinnert, dass das hier Qualität hat, der springt zum nächsten Blog und dort wird dasselbe Verhalten an den Tag gelegt, immer auf der Suche nach der Wahrheit &#8230; denn die Wahrheit würde uns ja tief befriedigen.</p>
<p>Umgekehrt weiß ich, ähnlich wie in einer guten Beziehung &#8230; Leute, die monatelang kommen, am besten mit einer &#8222;mäßigen&#8220; Kontaktzeit, die werden diese Arbeit hier auch weiterhin wertschätzen und sich das pflücken, was sie für ihr eigenes Leben brauchen. Glücklicherweise ist das die Mehrzahl der Besucher (dazu siehe unten).</p>
<p>Wie ein Selektionsprozess &#8211; derjenige, der auch nach Monaten regelmäßig einen Blog besucht, ohne dabei einem Extrem zu verfallen, gehört einer Sorte Mensch an, die sich kontrollieren kann, die sich mäßigen kann und weiß, dass es nicht &#8222;die Wahrheit&#8220; gibt &#8230; dass es nur realistische Ziele gibt.</p>
<p>Das sind auch die, die einem nicht jedes Wort im Mund rumdrehen, sondern genau wissen, warum man etwas so macht wie man es macht.</p>
<p><strong>Consistency</strong> &#8211; &#8222;Dabeibleiben&#8220;. Ein Fremdwort für uns, aber der Schlüssel zum Erfolg.</p>
<p>Kleines Schlusswort noch: Wir von edubily, insbesondere ich (Chris), sind so froh über die tolle Entwicklung hier und über jeden Besucher, dem wir etwas Gutes tun können und der uns etwas Gutes tut mit Hilfe von netten Worten, konstruktiver Kritik, Vorschlägen etc. Daher bin auch froh, dass sich edubily gerade durch die hohe Besucher-Qualität auszeichnet. Vielen Dank an dieser Stelle.</p>
<p>PS. Erkennst du das &#8222;Power Law&#8220;?</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/die-psychologie-der-blogbesuche-dopaminsucht/">Die Psychologie der Blogbesuche – Dopaminsucht?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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