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	<title>Vitamine - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 02 Jan 2026 10:44:39 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Vitamine - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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		<title>Ein einfacher Trick für schönere Haut</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Jan 2026 10:37:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kollagen]]></category>
		<category><![CDATA[Mikronährstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin C]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Leben kann manchmal wirklich simpel sein, wenn man Zusammenhänge versteht. Lass es mich erklären. Kollagensynthese 101 Damit der Körper (mehr) Kollagen bilden kann, braucht er Baustoffe: Glycin, Prolin, ggf. Lysin → strukturelles Grundgerüst vom [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Leben kann manchmal wirklich simpel sein, wenn man Zusammenhänge versteht.</p>
<p>Lass es mich erklären.</p>
<h2>Kollagensynthese 101</h2>
<p>Damit der Körper (mehr) Kollagen bilden kann, braucht er Baustoffe:</p>
<ul>
<li>Glycin, Prolin, ggf. Lysin → strukturelles Grundgerüst vom Kollagen</li>
<li>Vitamin C &amp; Eisen → für die Prolyl- und Lysylhydroxylasen</li>
<li>Kupfer → für die Lysyloxidasen</li>
</ul>
<p>Weniger wichtig, aber wichtig:</p>
<ul>
<li>Zink &amp; Mangan → wichtig für die Fibroblastenaktivität und das strukturelle Umfeld vom Kollagen</li>
</ul>
<h2>Bloß nicht einfach</h2>
<p>Dahinter könnte man ja <strong>einen Punkt machen</strong>.</p>
<p>Würde man nicht in Deutschland leben, dem Land der Dichter und Denker. In Deutschland fabuliert man stets darüber, dass &#8222;wir von allem genug haben&#8220;.</p>
<p>Darum ist den meisten Menschen die Zufuhr dieser Bausteine egal. Notfalls jammert man ein bisschen und beschwert sich über das böse Leben. <em>German Angst</em> und <em>Weltschmerz</em> heißen ja nicht umsonst so.</p>
<h2>Kollagen könnte eine Lösung sein</h2>
<p>Dann kam vor etwa 10-15 Jahren die Lösung: Kollagen. Wir wissen heute ziemlich sicher, dass mehr Kollagen in der Nahrung (= mehr Glycin, Prolin, Lysin) <strong>die körpereigene Kollagensynthese stimuliert</strong>.</p>
<p>Sogar direkt, indem die Aktivität von kollagenbildenden Zellen, den Fibroblasten, angeregt wird. (Vgl. z. B. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38751975/">Q</a>)</p>
<p>Wer darüber – warum auch immer – wieder einmal nur müde lächeln kann, für den habe ich eine neue Studie.</p>
<h2>Eine neue Studie zu Vitamin C</h2>
<p>In der Studie liest man kluge Sätze:</p>
<blockquote><p>In-vitro-Studien haben gezeigt, dass Vitamin C die Kollagensynthese fördert (&#8230;). Es wird daher angenommen, dass eine Erhöhung des Vitamin-C-Spiegels in der Haut die Hautgesundheit verbessert und die sichtbaren Auswirkungen des Alterns umkehrt.</p></blockquote>
<p>Also haben sich Forscher aus Deutschland und Neuseeland 24 Probanden geschnappt und ihnen zwei Kiwi täglich verfüttert (~250 mg Vitamin C). Und nach acht Wochen hat man gemessen.</p>
<ul>
<li>Im Blut zeigen die Probanden nahezu gesättigte Spiegel</li>
<li>Parallel dazu reichert sich Vitamin C in der Haut an</li>
<li><strong>Die Haut wurde durch Vitamin C erheblich dicker (also gesünder)</strong></li>
</ul>
<h2>Mehr Vitamin C</h2>
<p>Wie andersorts bei uns beschrieben, ist die Haut (Epidermis, Dermis) ein sehr Vitamin-C-reiches Gewebe.</p>
<p>Aus verschiedenen Gründen, z. B. Schutz vor UV-Strahlung. Wichtig aber vor allem für die Bildung der in der Dermis eingelagerten Kollagenfasern, das &#8222;Tragwerk&#8220; der Haut.</p>
<p>Das Leben könnte einfach sein. Betonung liegt auf könnte. Also ich mache mir das Leben noch einfacher: Ich ergänze täglich direkt <strong>500 mg Vitamin C</strong>.</p>
<p>Mehr zu Vitamin C auch <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/ueber-vitamin-c/">hier</a>.</p>
<p><em><strong>Quelle</strong></em></p>
<p>Juliet M. Pullar et al. Improved Human Skin Vitamin C Levels and Skin Function after Dietary Intake of Kiwifruit: A High-Vitamin-C Food. <em>Journal of Investigative Dermatology</em>, 2025; DOI: <a href="http://dx.doi.org/10.1016/j.jid.2025.10.587" target="_blank" rel="noopener noreferrer">10.1016/j.jid.2025.10.587</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Zwei Studien, die du kennen musst</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/vitamine/zwei-studien-die-du-kennen-musst-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Oct 2024 12:10:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Mitochondrien]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt immer wieder Studien, die ich sehr interessant finde, die aber in den Weiten meiner geöffneten Browsertabs untergehen :P Damit wir diesen Teufelskreis mal durchbrechen, möchte ich heute zwei davon besprechen. Beschädigte Mitochondrien? Vitamin [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt immer wieder Studien, die ich sehr interessant finde, die aber in den Weiten meiner geöffneten Browsertabs untergehen :P Damit wir diesen Teufelskreis mal durchbrechen, möchte ich heute zwei davon besprechen.</p>
<h2>Beschädigte Mitochondrien? Vitamin K2!</h2>
<p>Vitamin K1 und K2 werden noch immer mit Blutgerinnung und Calciumhaushalt (z. B. Knochengesundheit) assoziiert. Das war&#8217;s dann aber auch.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Kleiner Zwischenruf: Sowohl Vitamin K1 als auch Vitamin K2 machen im Körper exakt das Gleiche. Es ist nur eine Frage der Dosierung bzw. Halbwertszeit der verschiedenen Formen, die eine etwas andere Wirkung entstehen lassen. Es ist ein Mythos, dass K1 für die Blutgerinnung und K2 für den Knochen ist!</p>
<p>Jedenfalls gab es schon vor wenigen Jahren die berauschende Nachricht, dass Vitamin K2 ein Mitochondrien-Booster ist. Das wurde an der legendären Fruchtfliege, der Drosophila bewiesen – natürlich gab&#8217;s dazu <a href="https://genetisches-maximum.de/mitochondrien/vitamin-k2-mitochondrien-schweinefett-mett/">2019 einen Artikel bei uns</a>.</p>
<p>Vitamin K2 baut sich nämlich in die Mitochondrien ein und verbessert dort den Elektronentransport, sorgt also für eine Revitalisierung beschädigter Mitochondrien. Das darf man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.</p>
<p>Doch jetzt ganz aktuell wollten Wissenschaftler <a href="https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.adp8351">der Frage nachgehen</a>, warum wir immer die Mitochondrien unserer Mutter veerbt bekommen – und nicht die der Väter. Eine Frage, die uns schon lange interessiert.</p>
<p>Und finden: Väterliche Mitochondrien werden bei der Eizellbefruchtung aktiv eliminiert. Dieser Prozess ist evolutiv hochkonserviert, weil wichtig. Wenn man den Prozess zeitweise stoppt, fallen die Energiewerte der Nachkommen drastisch, viele sterben – die überlebenden Tierchen zeigen lebenslang schwerste körperliche und kognitive Einschränkungen.</p>
<p>Per Zufall entdecken die Forscher jedoch: Vitamin K2 kann den Mito-Defekt kompensieren und die Energiewerte wieder deutlich erhöhen – das rettet nicht nur den Embryo, sondern normalisiert auch die Einschränkungen im Erwachsenenalter der Tierchen.</p>
<blockquote><p>Der leitendene Forscher stellt sich vor, dass eines Tages einige Familien mit einer Vorgeschichte von mitochondrialen Störungen vorsorglich Vitamin K2 einnehmen. – Quelle: Sciencedaily</p></blockquote>
<h2>Schleichende Entzündung durch IgE</h2>
<p>Antikörper, Antikörper an der Wand, wer ist der gefährlichste im ganzen Land?</p>
<p>IgE sind Antikörper, die wir im Zuge einer Sensitisierung bilden, das heißt, wenn wir allergisch auf bestimmte Substanzen (vornehmlich Proteine) reagieren. Sie vermitteln über die Aktivierung von Mastzellen die typischen Allergiesymptome.</p>
<p>Doch Moment&#8230; Viele Menschen haben IgE-Antikörper und merken gar nichts oder nur wenig, heißt: kaum Allergiesymptome. Umgekehrt folgt daraus, dass viele Menschen IgE-AKs haben und gar nicht wissen, dass sie immunologisch auf bestimmte Nahrungsmittel reagieren.</p>
<p>Bisher kein Problem. Dachte man, wie so oft. Eine <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37943208/">aktuelle Studie</a> wirft aber Fragen auf: Die große Studie zeigte unter anderem, dass Menschen, die IgE-AKs gegen Kuhmilchprodukte im Blut haben, zwei- bis viermal eher an Herzkreislauferkrankungen zu sterben scheinen. Ganz schön robuste Zusammenhänge.</p>
<p>Die Forscher scheinen verblüfft:</p>
<blockquote><p>Wir glauben nicht, dass die meisten dieser Probanden tatsächlich eine offene Lebensmittelallergie hatten, so dass unsere Geschichte eher von einer ansonsten stillen Immunreaktion auf Lebensmittel handelt.</p>
<p>Auch wenn diese Reaktionen nicht stark genug sind, um akute allergische Reaktionen auf Lebensmittel auszulösen, können sie dennoch Entzündungen verursachen und im Laufe der Zeit zu Problemen wie Herzerkrankungen führen. – Quelle: Sciencedaily</p></blockquote>
<p>Ach ja. Medizin, wie sie immer komplexer und ausdifferenzierter wird. Und Themen, die ich hier im Blog schon sehr lange bespreche, z. B. im Kontext von <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/a-case-against-neu5gc/">AKs gegen Neu5Gc</a> (rotes Fleisch) oder gegen <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/neues-altes-wissen-zu-gluten/">Gliadin/Gluten/Weizenproteine</a>.</p>
<p>Ja, vielleicht hast du akut keine Symptome. Und ja, vielleicht misst man bei dir gar keine aktive Entzündung. Das heißt aber nicht, dass du frei von stillen Entzündungen <em>an</em> den Geweben bist, die dann im Laufe der Zeit Schäden nehmen, die sich kumulieren.</p>
<p>Ich persönlich denke hier an die anekdotische Evidenz vieler Menschen, die klar immunologische Reaktionen auf Kuhmilchprodukte zeigen, die sie aber gar nicht zuordnen können oder vielleicht erst gar nicht bemerken. Das ist nicht immer harmlos. Reicht dann von depressiver Verstimmung hin zu Ekzemen und &#8230; &#8222;stillen Entzündungen&#8220;.</p>
<h2>Halten wir fest</h2>
<p>Studienergebnisse sind toll. Man muss sie nur kommunizieren. :-)) Ein Reminder an mich!</p>
<p>BTW: Der Plot-Twist dieses Beitrags ist, dass ausgerechnet Milchprodukte besonders reich an Vitamin K2 sind&#8230; Tja, das ist das Spannungsfeld der Ernährungswissenschaft.</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/zwei-studien-die-du-kennen-musst-2/">Zwei Studien, die du kennen musst</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Wundersames Vitamin C</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Oct 2024 12:23:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzenstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin ja ein bekennender Fan von Vitamin C geworden. Obwohl ich dieses Vitamin zugegebenermaßen immer ein bisschen belächelt habe. Verantwortlich dafür waren im Kern zwei Schlüsselereignisse: Als ich spaßeshalber mal 1 g Vitamin C [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/wundersames-vitamin-c/">Wundersames Vitamin C</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ja ein bekennender Fan von Vitamin C geworden. Obwohl ich dieses Vitamin zugegebenermaßen immer ein bisschen belächelt habe.</p>
<p>Verantwortlich dafür waren im Kern zwei Schlüsselereignisse:</p>
<ol>
<li>Als ich spaßeshalber mal 1 g Vitamin C täglich eingenommen habe, und urplötzlich die Narbe an meiner Hand verschwand. Fand ich beeindruckend. (Vitamin C ist Kofaktor bei der Kollagensynthese&#8230;)</li>
<li>Als ich herausfand, dass sich nahezu jede Erkältung im Frühstadium durch 500 mg Vitamin C (oder Mehrfachgaben) unterdrücken lässt. Genial. Ein echter Gamechanger, wer hat schon Bock auf Erkältungen?</li>
</ol>
<p>Kurz innehalten: Sind das nicht zwei sensationelle Erkenntnisse? So einfach in der Umsetzung? Ein besseres Kollagen im Körper, das heißt auch: gesündere Gefäße, Knorpel, Gelenke, Haut etc., und kaum noch krank?</p>
<p>Noch besser wird es, wenn man sich etwas mit der Datenlage befasst.</p>
<h2>Vitamin C Fakten</h2>
<p>Da findet man auf Basis der <em>Nationalen Gesundheits- und Ernährungserhebungen (NHANES)</em>  2003-2006, die wichtigste Datenerhebung zur Gesundheit der US-Amerikaner, dass <strong>nur 25 % der Befragten </strong>gesättigte Vitamin-C-Spiegel zeigen.</p>
<p>Eine Sättigung der Spiegel tritt etwa ab 500 mg pro Tag auf. <strong>75 % der Untersuchten lagen also drunter</strong>, und ca. 40 % der Menschen weisen inadäquate Vitamin-C-Spiegel auf. Bewiesen <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34836166/">unter Beteiligung der renommierten Mayo Clinic.</a> Klarer wird&#8217;s vermutlich nicht.</p>
<p style="padding-left: 40px;">BTW: Sogar das klassische Picky-Eater-Verhalten bei Kindern ist mit Skorbut, also einem ernsten Vitamin-C-Mangel, assoziiert (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33109452/">hier</a>). Darüber muss man im Jahr 2024 ernsthaft reden! Total absurd. Aber Vitamine haben alle genug.</p>
<p>Wie dem auch sei. Bei chronisch niedrigen Vitaminspiegeln denke ich immer daran. Menschen verstehen den Faktor Zeit einfach nicht. Schäden kumulieren sich. Natürlich kannst du fünf Jahre mit Vitamin-C-Mangel durch die Gegend laufen.</p>
<p>Wenn du aber nach 30 Jahren einen Krebs bekommst, ist es erstens zu spät für eine &#8222;nachträgliche Ergänzung&#8220; und zweitens wird niemand mehr nachvollziehen können, dass es auch durch den Vitamin-C-Mangel bedingt war.</p>
<p>Für Krebs kannst du natürlich jede x-beliebige Erkrankung einsetzen und &#8222;Vitamin C&#8220; gegen &#8222;Mikronährstoffmangel&#8220; tauschen. Argumentativ landen wir an der Stelle dann beim berühmten Bruce Ames und seiner Triage Theory:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Kurzer Vitamin-Mangel: kein Problem. Langfristig raubt es dir aber Gesundheit und Leistungsfähigkeit. </strong></p>
<p>Lässt sich das etwa beweisen? Wie wär&#8217;s mit &#8222;Vitamin C und Krebs&#8220;?</p>
<h2>Genetisches hohes Vitamin C schützt (etwas)</h2>
<p>Da gab es doch kürzlich erst <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10239825/">eine Studie</a>, wo ein genetischer Vitamin-C-Index auf Basis von 11 Genen, die mit hohen bzw. niedrigen Vitamin-C-Spiegeln assoziiert sind, an Tausenden Menschen erfasst und mit dem Risiko für Krebs assoziiert wurde.</p>
<p>Resultat: Ein hoher genetischer Vitamin-C-Spiegel ist mit einem geringeren Sterblichkeitsrisiko bei &#8230;</p>
<ul>
<li>Brustkrebs (Risiko: -86 %),</li>
<li>Plattenepithelkarzinom des Kopfes und Halses (Risiko: -80 %),</li>
<li>klarzelliges Nierenkarzinom (Risiko: -34 %),</li>
<li>und Enddarmkrebs assoziiert (-99 %!!).</li>
</ul>
<p>Über 20 Krebstypen betrachtet, war ein genetisch hoher Vitamin-C-Spiegel mit einem leichten Überlebensvorteil assoziiert.</p>
<p>Doch &#8230; Moment mal. Was soll ein genetisch hoher Vitamin-C-Spiegel eigentlich sein? Genau. Gibt es vermutlich gar nicht oder ist im Vergleich zur Erhöhung des VitC-Spiegels durchs Essen nur ein marginaler Einfluss.</p>
<p>Eleganter Weise dachten die Forscher mit und waren so angetan von dem riesigen Überlebensvorteil durch Vitamin C bei Enddarmkrebs, dass sie dies durch einen Tierversuch untermauerten: <strong>Eine Verdopplung der Vitamin-C-Spiegel halbierte das Tumorgewicht und -volumen. </strong></p>
<h2>Umbrella Review beweist: Mehr Vitamin C, weniger Krebs</h2>
<p>Noch etwas zuverlässiger ist hier vielleicht <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8812486/">ein Umbrella-Review</a>, die höchste Evidenzstufe im Reich der Studien. Der wurde von chinesischen Forschern im Jahr 2021 im Fachmagazin Front Nutr publiziert.</p>
<p>Untersucht hat man dort &#8222;57 Meta-Analysen mit 19 einzigartigen Ergebnissen zum Zusammenhang zwischen Ascorbinsäureaufnahme und Krebserkrankungen&#8220;. Das Resultat liest sich wie folgt:</p>
<blockquote><p>Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass die Aufnahme von Ascorbinsäure mit einem geringeren Risiko für verschiedene Krebsarten verbunden ist: Blasenkrebs, Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Endometriumkarzinom, Speiseröhrenkrebs, Magenkrebs, Gliom, Lungenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Prostatakrebs und Nierenzellkrebs.</p></blockquote>
<p>Die Größenordnungen lesen sich auszugsweise so:</p>
<ul>
<li>Risiko für Speiseröhrenkrebs: -42 %</li>
<li>Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs: -30 %</li>
<li>Brustkrebssterblichkeit: -22 %</li>
<li>Für alle Krebsarten im Schnitt: -13 %</li>
</ul>
<p>Auch, wenn es der Studie nicht gelang, klare Dosis-Wirkungs-Zusammenhänge zu identifizieren, fanden die Forscher Zusammenhänge wie die folgenden:</p>
<blockquote><p>Eine Dosis-Wirkungs-Analyse zeigte, dass jede Erhöhung der VC-Aufnahme um 50 mg/Tag mit einer 13%igen Verringerung des Speiseröhrenkrebsrisikos verbunden war, und jede Erhöhung der VC-Aufnahme um 100 mg/Tag mit einer 26%igen Verringerung des Magenkrebsrisikos verbunden war.</p></blockquote>
<h2>Wird&#8217;s noch besser?</h2>
<p>Es kann aber <em>noch</em> besser werden.</p>
<p>Wie wär&#8217;s mit einer <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30705384/">prospektiven Kohortenstudie</a> im Rahmen der EPIC-Norfolk-Studie? Mit 19.357 Teilnehmer und echten, gemessenen Vitamin-C-Spiegeln?</p>
<p>In der Studie hat man herausgefunden, dass Menschen mit den höchsten Vitamin-C-Spiegeln ein <strong>um 43 % geringeres Risiko für Lungenkrebs</strong> hatten. Wahnsinn, oder? Die Studie hat außerdem rausgefunden:</p>
<ul>
<li>15 % geringeres Risiko für alle Atemwegserkrankungen</li>
<li>19 % geringeres Risiko für chronische Atemwegserkrankungen</li>
<li>30 % geringeres Risiko für Lungenentzündungen</li>
<li>Die Sterblichkeit durch Lungenkrebs war um 46 % niedriger</li>
<li>Sterblichkeit durch andere respiratorische Erkrankungen (z. B. Lungenentzündung) zeigte eine nicht signifikante Reduktion von 39 %</li>
</ul>
<p>Nur durch hohe Vitamin-C-Spiegel. Okay, seien wir fair: <strong>Hier geht&#8217;s primär um den Obst-und-Gemüse-Konsum.</strong> Vitamin C könnte also einfach ein starker Proxy für den Konsum von Obst und Gemüse sein, die wiederum noch viele weitere schützende Stoffe liefern.</p>
<p>Heißt für uns höchstens: Vitamin C alleine richtet&#8217;s nicht. Aber:</p>
<blockquote><p>Der prospektive Zusammenhang zwischen der Ausgangsvitamin-C-Konzentration und der Inzidenz und Mortalität deutet ebenfalls auf einen möglichen <span style="text-decoration: underline;">Kausalzusammenhang</span> oder zumindest auf einen Marker für die in dieser Studie untersuchten Erkrankungen hin.</p></blockquote>
<p>Vitamin C wird wahrscheinlich auch ganz kausal seine Finger im Spiel haben.</p>
<h2>Prävention mit dem C(hris) ;-)</h2>
<p>Ich weiß sicherlich nicht allzu viel über das Leben. Das, was uns allen aber sicher irgendwann klar wird, ist, dass das Leben uns durch &#8222;multiple hits&#8220; ausknockt. Es ist nur selten der <em>eine</em> Grund. Oft sind es eben &#8222;mehrere Schläge&#8220;, die es braucht, um uns krank zu machen oder &#8230; umgekehrt &#8230; halt zu heilen.</p>
<p>Wenn es um unsere Vitamin-C-Spiegel geht, lässt sich vorsichtig folgern, dass es vielleicht besser ist, auf gute Spiegel zu achten. Wenn man es mit Prävention hält, versteht sich. Wenn nicht, dann auch egal ;-)</p>
<p>Klar sollte sein: Wir können nicht folgern, dass es Vitamin C alleine tut. <strong>Vitamin C ist ein wichtiger Proxy für die Zufuhr von Obst und Gemüse, keine Frage.</strong> Die Studienlage deutet aber durchaus darauf hin, dass der Vitamin-C-Spiegel alleine kausal in Krankheitsgeschehen involviert ist.</p>
<p>An der Stelle kann ich dann wieder an meine Eingangsworte anknüpfen: <strong>Vitamin C kann</strong>. Und zwar schon in Bereichen von 500 mg. Das ist aber immerhin das Vierfache der medianen Zufuhr hierzulande (nach NVZII). Das Vierfache. Etwas verständlicher ausgedrückt vielleicht: Statt 3000 halt 12000 brutto. :-))</p>
<p>Wer auf Nummer sicher gehen will, führt also eine große Menge Obst und Gemüse zu *und* ergänzt mit Vitamin C.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/wundersames-vitamin-c/">Wundersames Vitamin C</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Es brennt mir auf der Zunge</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/vitamine/es-brennt-mir-auf-der-zunge/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/vitamine/es-brennt-mir-auf-der-zunge/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 May 2024 06:58:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gefäßgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Mikronährstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Retinsäure]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt Dinge, die brennen mir auf der Zunge, sind aber teilweise so sensibel bzw. kontrovers, dass ich es lieber lasse darüber zu schreiben. Ausnahme heute. Thrombosen bei Jungen Beispiel: Was ich völlig verrückt finde [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/es-brennt-mir-auf-der-zunge/">Es brennt mir auf der Zunge</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Es gibt Dinge, die brennen mir auf der Zunge, sind aber teilweise so sensibel bzw. kontrovers, dass ich es lieber lasse darüber zu schreiben. Ausnahme heute.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Thrombosen bei Jungen</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Beispiel: Was ich völlig verrückt finde ist, <strong>wie viele junge Menschen Thrombosen bekommen.</strong> Nun bin ich ja nicht erst seit gestern erwachsen und vielleicht hat sich das Bewusstsein gegenüber thrombotischen Ergeignissen in den vergangenen Jahren erhöht – aber so viele Fälle, auch im näheren Umfeld, wie es aktuell zu geben scheint, habe ich noch nie wahrgenommen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich erhebe hier keinen Anspruch auf Objektivierbarkeit. Es ist mein Gefühl. Ich kann nicht sagen, ob da was dran ist. Man kann sich aber sicher mal die Zahlen anschauen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Schaut man hier nüchtern drauf – für die vergangenen 1-2 Jahre gibt es noch keine aussagekräftigen Statistiken –, muss man ein bisschen vorsichtig sein. Vollstationär entstehen klassische Thrombosen zumeist als &#8222;Nachwehe&#8220; einer OP bzw. als Folge der Bettlägrigkeit.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Hier ging die Zahl über die vergangenen Jahrzehnte drastisch zurück</strong> (<a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/152966/umfrage/stationaere-behandlungshaeufigkeit-von-thrombosen-seit-2000/">Q</a>). Dadurch begründet, dass sich die prophylaktische Behandlung im gleichen Zeitraum um nahezu den Faktor 6 erhöht hat (<a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/244089/umfrage/arzneimittelverbrauch-von-antithrombotischen-mitteln/">Q</a>). Heißt: Man spritzt einfach mehr Antikoagulanzien.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Auf der anderen Seite zeigt sich in sämtlichen Ländern, hierzulande auch, eine stetige Zunahme an im Krankenhaus behandelten Thrombosen. Unterscheiden muss man hier arterielle und venöse Thrombosen. Zu den &#8222;arteriellen Thrombosen&#8220; gehören ganz klassisch Herzinfarkt und Schlaganfall. Bei venösen Thrombosen sind es dann die &#8222;tiefe Venenthrombose&#8220; oder die Lungenemobilie (da das Gerinnsel z. B. aus der Beinvene stammt).</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In einer aus Deutschland stammenden <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s00772-020-00677-6">Studie</a> zu arteriellen Thrombosen heißt es:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">In den Jahren 2005 bis 2016 zeigte sich eine stetige Zunahme der altersstandardisierten Krankenhausinzidenz, die sich zwischen 2005 und 2018 von ca. 190 auf etwas über 250 pro 100.000 Einwohner steigerte und einpendelte. Dies entspricht einer relativen Zunahme von ca. 33  %.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Zunahme um ca. 33 %.</strong> Natürlich stiegen im selben Zeitraum auch die klinischen Eingriffe im Krankenhaus, und zwar um sage und schreibe 77 %. Darunter fallen nebenbei bemerkt auch Amputationen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Daten zu venösen Thrombosen sind rar gesät. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26780736/">US-amerkanische Daten</a> – <em>Die Epidemiologie der venösen Thromboembolie</em> – zeigen aber seit Jahrzehnten eine stetige Zunahme des Aufkommens von tiefenen Venenthrombosen und Lungenemobilien. <strong>So hat sich die Gesamtzahl der Venenthrombosen seit den 80er-Jahren bis zu den 2010er-Jahren nahezu verdoppelt.</strong> Ein Grund ist hier sicher die bessere Diagnostik.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/pmid/36304812/">Eine Studie des Uniklinikums Sveti Duh</a> (Zagreb) – aus dem EU-Land Kroatien – zeigt hier ergänzend beispielsweise, dass sich <strong>die Zahl der tiefen Venenthrombosen um über 70 % und die der Lungenemobilie sogar nahezu vervierfacht hat im vergangenen Jahrzehnt</strong>. Gezählt hat man hier in der Notaufnahme. Für Deutschland gibt es hier nach meiner Recherche keine passende Statistik.</span></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-323819 aligncenter" title="venen thrombosen notfall" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Anstieg-Thrombosen-Uniklinik-Zagreb.png" alt="Anstieg Thrombosen Uniklinik Zagreb" width="721" height="383" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Anstieg-Thrombosen-Uniklinik-Zagreb.png 1410w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Anstieg-Thrombosen-Uniklinik-Zagreb-300x159.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Anstieg-Thrombosen-Uniklinik-Zagreb-1024x543.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Anstieg-Thrombosen-Uniklinik-Zagreb-768x407.png 768w" sizes="(max-width: 721px) 100vw, 721px" /></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Auch im Zuge von Corona gab es in Deutschland seit Anfang 2020 bis zum Beginn von 2021 nochmals einen erheblichen Sprung beim Thrombosen-Aufkommen (<a href="https://academic.oup.com/eurheartj/article/43/19/1882/6564049">Q</a>). Die Mehrheit davon war aber nicht mit einer Coronaerkrankung assoziiert.</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">In Deutschland stieg die Krankenhausinzidenz von tiefen Venenthrombosen pro 100 000 Personen von 5,9 im April 2020 auf 8,2 im Januar 2021, wobei 5 % der Fälle auf COVID-19 zurückgeführt werden konnten.</span></p>
<p>&nbsp;</p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Gibt es eine objektiv erfassbare Zunahme an Thrombosen? Das lässt sich auch jetzt nicht sicher beantworten. Gleichwohl weiß ich eine Sache&#8230;</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Man kann sich schützen.</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Genau genommen: Der Körper schützt einen vor zu starker Gerinnungsneigung.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Immer weniger Vitamin A</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Natürlich muss so ein Thrombus erst einmal entstehen, das heißt, Thrombus-bildende Prozesse müssen Thrombose-lösende Prozesse überlagern. Denn der Körper verfügt eigentlich über potente Mechanismen, Thromben auch wieder aufzulösen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Hier kommen mir dann meistens andere Zahlen in den Kopf, die für andere völlig irrelevant zu sein scheinen. Beispiel: <strong>Wir essen kaum noch Innereien.</strong> Manche Statistiken berichten davon, dass der Konsum seit den 80er-Jahren um ca. 70 % eingebrochen ist (s. Wikipedia/Statista). <a href="https://www.swp.de/politik/fleischkonsum-in-deutschland-warum-leber-und-niere-kaum-noch-auf-deutschen-tellern-landen-68811993.html#:~:text=1991%20lag%20der%20Pro%2DKopf,gerade%20mal%20noch%20100%20Gramm.">Andere Quellen</a> meinen:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">1991 lag der Pro-Kopf-Konsum von Innereien bei 1,4 Kilogramm im Jahr. Nicht einmal 30 Jahre später ist der Konsum von Leber, Niere, Kutteln &amp; Co kaum noch messbar, lag laut Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Jahr 2020 bei gerade mal noch 100 Gramm</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Viele sehen hier keine Zusammenhänge. Ich schon. <strong>Weil das heißt, dass der Konsum von Leber und Leberprodukten drastisch eingebrochen ist.</strong> Das war aber bislang – das heißt über weite Strecken der Menschheitsgeschichte – unsere beste und wichtigste Vitamin-A-, also Retinol-Quelle. Haben die meisten Menschen so heutzutage kaum noch.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Hinzu kommt, dass unsere Bevölkerung tendenziell immer dicker wird, was den Vitamin-A-Stoffwechsel so verzieht, dass es <strong>einen globalen Vitamin-A-Mangel</strong> im Körper gibt, den man dummerweise nicht im Blut feststellen kann (<a href="https://www.nature.com/articles/srep15893">Q</a>). Man könnte zynisch anmerken, dass &#8222;doppelt genäht besser hält&#8220;.</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Somit verursacht Adipositas einen &#8222;stillen&#8220; VA-Mangel, der durch eine Verringerung des VA-Spiegels und der Signalübertragung in mehreren Organen gekennzeichnet ist, aber nicht durch den VA-Serumspiegel nachgewiesen wird.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Für Vitamine interessiert man sich hierzulande nicht mehr so. Man steht halt drüber.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Leider, leider weiß man erst seit ein paar Jahren, dass &#8222;Vitamin A und seine Derivate eine bemerkenswerte Hemmung der Thrombozytenaggregation zeigen&#8220; (<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6484212/">Q</a>). Mit Derivat ist hier u. a. das Hormon Retinsäure gemeint, das aus Vitamin A gebildet wird und dessen Menge natürlich davon abhängt, wie viel Vitamin A man so isst (hatten wir ja vor bald zehn Jahren (!) <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/vitamin-a-der-verkannte-stoffwechsel-beschleuniger/">schon mal hier</a>).</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Autoren erklären sehr zutreffend:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Hemmung von Thrombin und der Thrombozytenaggregation ist ein wichtiger Aspekt bei der Suche nach einer therapeutischen Lösung zur Hemmung der Blutgerinnung als vorbeugende Maßnahme bei Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und tiefer Venenthrombose.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ach so&#8230; <strong>Könnte eine biologische Rolle von Vitamin A vielleicht sein, das Koagulationssystem schön geschmeidig und cool zu halten?</strong> Fragen über Fragen. Dabei hatten <a href="https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0038-1651616">Forschungen schon vor 30 Jahren</a> nahegelegt, dass die &#8222;Retinsäure die fibrinolytische Aktivität in vivo durch selektive Verstärkung der t-PA-Aktivität erhöht und dass Retinsäure ein potenzielles antithrombotisches Mittel in vivo ist.&#8220;</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">t-PA steht hier bei für <em>gewebespezifische Plasminogenaktivator, </em>ein Enzym u. a. in unseren Gefäßen, das vor &#8230; Thrombenbildung schützt, indem es sie indirekt auflöst. Vitamin A erhöht also die t-PA-Aktivität und beugt so einer zu starken Gerinnungsneigung vor.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Spannenderweise bremst auch ein Vitamin-A-Rezeptor (RXR-Rezeptor), an den auch die <em>Docosahexaensäure</em> (kurz: DHA), also Omega 3, binden kann, die Gerinnungsneigung, also Thrombenbildung (<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5405776/">Q</a>).</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Zur Erinnerung: Deutschland ist schlecht mit Omega 3 versorgt, was zur Zeit tendenziell noch schlechter statt deutlich besser wird.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Die Biologie macht nur</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Kommen wir nochmal zur eingangs erwähnten Studie zurück. Dort steht, ganz bemerkenswert:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Paradoxerweise stellt in Ländern mit hohem Einkommen gerade ein hoher soziökonomischer Status einen Risikofaktor dar, vermutlich bedingt durch die westlichen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Heißt, je moderner ein Mensch lebt, je stärker er also glaubt, über seiner eigenen Biologie zu stehen, umso höher ist das Risiko für Thrombosen aller Art, also einer &#8222;Übererregtheit&#8220; des Koagulationssystems.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Je wohlstandsverwöhnter ein Land also wird, umso höher fällt die zu erwartende Zunahme an Thrombose-bedingten Ereignissen aus. Während viele sich für oben angeführte Statistiken nicht scheren, nehme ich die ziemlich ernst. <strong>Für mich ist es keine Bagatelle, dass Menschen hierzulande immer schlechter mit Vitamin A (oder Omega 3) versorgt sind.</strong></span></p>
<figure id="attachment_323817" aria-describedby="caption-attachment-323817" style="width: 626px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.youtube.com/shorts/OMox2gl4cTU"><img decoding="async" class="wp-image-323817" title="Jäger und Sammler Leber essen" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Jaeger-und-Sammler-Leber-essen.png" alt="Jäger und Sammler Leber essen" width="626" height="397" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Jaeger-und-Sammler-Leber-essen.png 1548w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Jaeger-und-Sammler-Leber-essen-300x190.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Jaeger-und-Sammler-Leber-essen-1024x650.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Jaeger-und-Sammler-Leber-essen-768x487.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Jaeger-und-Sammler-Leber-essen-1536x974.png 1536w" sizes="(max-width: 626px) 100vw, 626px" /></a><figcaption id="caption-attachment-323817" class="wp-caption-text"><strong><em>Man kann sich doch heutzutage bilden und verstehen lernen, warum Leber bei Naturvölkern ein &#8222;heiliges Lebensmittel&#8220; ist&#8230; (<a href="https://www.youtube.com/shorts/OMox2gl4cTU">zum Video</a>) </em></strong></figcaption></figure>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Menschen von damals – unsere Vorfahren – könnten uns moderne Menschen kaum noch verstehen. Denn die funktionierten einfach. Der Körper hat schon gemacht. Bei uns heute stellt sich ein Rätselraten ein, warum der Körper eines modernen Menschen so verrückt spielt. Nun ja: Als verrückt wird das schon gar nicht mehr wahrgenommen, eher als normal, passiert halt.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Gleiches Spiel übrigens beim Testosteron und unseren Spermien. Kann man sich nochmal in Ruhe <a href="https://genetisches-maximum.de/motivation/testosteron-natuerlich-nicht/">hier durchlesen</a>.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Genau deshalb sind die vielen Thrombose-Ereignisse inkl. Herzinfarkte bei jungen Menschen eine &#8230; Randnotiz. Eine Schlagzeile. Nimmt man schulterzuckend zur Kenntnis. Und das finde ich mehr als bedenklich.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Es wäre ja auch zu einfach, z. B. Körperfett zu verlieren, wieder mehr Vitamin A und Omega 3 zuzuführen&#8230;</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">PS: Alter Verwalter. Glücklich ist der, der hier schon seit zehn Jahren liest. Der nämlich <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/vitamin-a-der-verkannte-stoffwechsel-beschleuniger/">weiß seit mindestens zehn Jahren</a>, dass die Menge an Retinsäure (ein Hormon), das aus Vitamin A gebildet wird, direkt von der Vitamin-A-Zufuhr abhängt. Das ist Wissen&#8230; </span></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/es-brennt-mir-auf-der-zunge/">Es brennt mir auf der Zunge</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Über Vitamin C</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/vitamine/ueber-vitamin-c/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Sep 2023 13:18:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsfähigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8230; wird viel zu wenig gesprochen. Das liegt auch an zwei Extremen. Vitamin C ist sicher das in Laienmedien am häufigsten genannte Vitamin – auf der anderen Seite wird es in Hochdosen, z. B. intravenös, [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/ueber-vitamin-c/">Über Vitamin C</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; wird viel zu wenig gesprochen.</p>
<p>Das liegt auch an zwei Extremen. Vitamin C ist sicher das in Laienmedien am häufigsten genannte Vitamin – auf der anderen Seite wird es in Hochdosen, z. B. intravenös, von einigen Heilpraktikern und so weiter als Therapie eingesetzt.</p>
<p>Was ist dazwischen? Jedenfalls inhaltlich reichlich wenig.</p>
<h2>Vitamin C im evolutiven Kontext</h2>
<p>Wir erinnern uns: Der Mensch und die meisten Primaten können Vitamin C seit circa 60 Millionen Jahren nicht mehr selbst bilden. Denn: Das dafür nötige Gen, das für das Enzym L-Gulonolactonoxidase codiert, ist damals mutiert.</p>
<figure id="attachment_323158" aria-describedby="caption-attachment-323158" style="width: 531px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-323158 " title="Gulo phylo eutheria.svg" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/Gulo_phylo_eutheria.svg.png" alt="Gulo phylo eutheria.svg" width="531" height="475" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/Gulo_phylo_eutheria.svg.png 640w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/Gulo_phylo_eutheria.svg-300x269.png 300w" sizes="(max-width: 531px) 100vw, 531px" /><figcaption id="caption-attachment-323158" class="wp-caption-text"><strong><em>Viele Säugetiere können Vitamin C noch bilden (schwarze Pfade) – im Zuge der Evolution sind vielen mit dem Menschen verwandten Arten jedoch die Fähigkeit abhanden gekommen, Vitamin C selbst zu bilden (rote Pfade) </em></strong></figcaption></figure>
<p>Tiere, die noch in der Lage sind, Vitamin C selbst zu bilden, brauchen davon bis zu 200–300 mg/kg. Für einen 80 kg schweren Menschen wären das mal eben 16 g Vitamin C.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Da Vitamin C bei Vitamin-C-bildenden Tieren aus Glukose gebildet wird, bräuchte es für 16 g Vitamin C umgerechnet deutlich mehr als 20 g Glukose täglich. Das sind nahezu 100 Kalorien, die nur gebraucht werden, um Vitamin C zu bilden – und im Ernstfall, beim Fasten, wäre der Glukosebedarf somit auch erheblich höher. Aha!</p>
<p>Was die meisten jedoch nicht wissen: <strong>Das gilt für uns nicht mehr.</strong> Denn die <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6915226/">aktuelle Forschung</a> – sogar aus Deutschland, Uni Hohenheim – zeigt: Menschen, und Tiere, die Vitamin C nicht mehr selbst bilden können, bilden auch im Erwachsenenalter noch <em>Glut1</em> in den roten Blutzellen.</p>
<p>Dank dieses Transporters auf der Zellmembran kann &#8222;verbrauchtes Vitamin C&#8220; in rote Blutzellen aufgenommen, recycelt und sogar gespeichert werden. Darüber hinaus findet man auf der Zellmembran der roten Blutzellen ein weiteres Protein (DCytB), das verbrauchtes Vitamin C im Blut regenerieren kann. (Vgl. Abbildungen unten)</p>
<figure id="attachment_323160" aria-describedby="caption-attachment-323160" style="width: 960px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323160 size-large" title="vitamin c recycling" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/vitamin-c-recycling-1024x452.png" alt="vitamin c recycling" width="960" height="424" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/vitamin-c-recycling-1024x452.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/vitamin-c-recycling-300x132.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/vitamin-c-recycling-768x339.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/vitamin-c-recycling-1536x678.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/vitamin-c-recycling-2048x903.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption id="caption-attachment-323160" class="wp-caption-text"><strong><em>Vitamin-C-Recycling, schematisch, adaptiert nach <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6915226/">Hornung &amp; Biesalski (2019)</a> </em></strong></figcaption></figure>
<p style="text-align: left;">Mit dem Resultat, dass dieses Recyclingsystem den Vitamin-C-Bedarf über die Nahrung <strong>um etwa den Faktor 100 </strong>verringert. Da hat die Natur ein ineffizientes, durch ein offenbar extrem effizientes System ersetzt.</p>
<p>Statt also 16 g in Eigensynthese, braucht der 80 kg schwere Mensch also vielleicht 160 mg um normal zu funktionieren. Wohlgemerkt: Das sind Zahlenspielereien, die nur Größenordnungen widerspiegeln sollen.</p>
<h2>Die besseren Werte</h2>
<p>Von unseren fürsorglichen Behörden werden uns (Männern) etwa 110 mg Vitamin C pro Tag zugestanden. Der RDA-Wert – also der Wert, bei dem schätzungsweise alle Menschen keinen Mangel mehr entwickeln – liegt sogar bei nur 80 mg.</p>
<p>Das ist also unsere Untergrenze. Ein Blick auf die Blutwerte verrät vielleicht bessere Einschätzungen zur adäquaten Versorgung. Und das sieht so aus:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323151 size-full aligncenter" title="vitamin c level" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/vitamin-c-level.png" alt="vitamin c level" width="1620" height="846" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/vitamin-c-level.png 1620w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/vitamin-c-level-300x157.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/vitamin-c-level-1024x535.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/vitamin-c-level-768x401.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/vitamin-c-level-1536x802.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1620px) 100vw, 1620px" /></p>
<p>(Vgl. <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC39676/?page=3">Levine et al. 1996</a>)</p>
<p>Wenn wir uns an den RDA-Wert halten (80 mg), dann kriegen wir Vitamin-C-Spiegel von etwa 40 μM. Die DACH- bzw. DGE-Empfehlungen (ca. 100 mg) machen immerhin bis zu 60 μM.</p>
<p>Die Blutwerte steigen jedoch exponenziell bis 200 mg, nämlich zum Zielbereich von 70-80 μM. Ab 500 mg sind unsere Vitamin-C-Spiegel bei Gesunden weitestgehend gesättigt – selbst eine Ver-5-fachung der Zufuhr erhöht die Spiegel dann nur noch marginal. (Vgl. Fig 3)</p>
<p>Fig 4 (Abb. rechts) zeigt, dass ab 200 mg Vitamin C auch sämtliche Zellsysteme des Blutes, allen voran des Immunsystems. mit Vitamin C abgesättigt sind, dazu zählen Lymphozyten, Monozyten, Neutrophile und Thrombozyten.</p>
<p>Wir können konstatieren:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Mindestens 200, besser 500 mg Vitamin C pro Tag für optimale Spiegel.</strong></p>
<p>Das ist also zwei- bzw. fünfmal so viel, wie empfohlen.</p>
<h2>Viel zu wenig beachtet</h2>
<p>Bevor wir über Megadosen sprechen oder es – auf der anderen Seite – lapidar abtun, sollten wir diese einfachen Zusammenhänge verstehen. Die meisten von uns haben also definitiv Spielraum nach oben, wenn es um gute Vitamin-C-Spiegel geht.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Die Studie oben wurde übrigens an Gesunden gemacht. Studien an schwer Kranken (Infektion, Sepsis) legen nahe, dass es für normale Spiegel in diesen Kontexten gut und gerne auch mal 3 g bedarf. (Vgl. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12643856/">Long et al. 2003</a>)</p>
<p>Vitamin C ist &#8222;gar nicht mal&#8220; so unwichtig:</p>
<ul>
<li>Es ist ein <strong>Schlüssel-Antioxidans</strong> in unserem Körper</li>
<li>Es treibt die <strong>Immunfunktion</strong> an, indem es die Funktion diverser Immunzellen fördert  (vgl. Abb. unten)</li>
<li>Es ist maßgeblich am Aufbau des <strong>Körperkollagens</strong> beteiligt – damit auch z. B. an der Wundheilung</li>
<li>Die <strong>Steroidhormonsynthese</strong> braucht Vitamin C – ein chronisch niedriges Cortisol kann einem Vitamin-C-Mangel geschuldet sein</li>
<li>Vitamin C brauchen wir auch, um Antrieb zu haben (<strong>Noradrenalin</strong>), zufrieden zu sein (<strong>Serotonin</strong>) und tief zu schlafen (<strong>Melatonin</strong>)</li>
<li>Vitamin C ermöglicht uns <strong>Fettverbrennung</strong> (Carnitinsynthese)</li>
<li>Viele <strong>Peptidhormone</strong> (z. B. Oxytocin) brauchen Vitamin C</li>
<li>Vitamin C aktiviert <strong>Eisen</strong> und macht es verfügbar</li>
<li>Die Leber <strong>entgiftet</strong> diverse Toxine über Hydroxylierungsreaktionen, die Vitamin C brauchen</li>
</ul>
<p>Auch ganz interessant ist, dass Vitamin C ein negativer Regulator von HIF1alpha ist – dadurch unterdrückt Vitamin C in Tiermodellen z. B. die Testosteron-induzierte Prostatavergrößerung. Vielleicht hilfreich. (Vgl. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19716283/">Li et al. 2010</a>)</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_323155" aria-describedby="caption-attachment-323155" style="width: 685px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323155 size-full" title="vitamin c immunzellen" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/vitamin-c-immunzellen.png" alt="vitamin c immunzellen" width="685" height="483" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/vitamin-c-immunzellen.png 685w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/vitamin-c-immunzellen-300x212.png 300w" sizes="auto, (max-width: 685px) 100vw, 685px" /><figcaption id="caption-attachment-323155" class="wp-caption-text"><strong><em>&#8222;Vitamin C steuert die Funktion des menschlichen Immunsystems, indem es verschiedene Aspekte sowohl des angeborenen als auch des adaptiven Immunsystems unterstützt, darunter die Barrierefunktion des Epithels, die Chemotaxis und die antimikrobiellen Aktivitäten von Phagozyten, die Funktionen der natürlichen Killerzellen (NK) sowie die Proliferation und Differenzierung von Lymphozyten&#8220; (<a href="https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-030-16073-9_5">Quelle</a>) </em></strong></figcaption></figure>
<p>Laut der Nationalen Verzehrsstudie II (NVZII) erreichen 30 % der Deutschen nicht mal die empfohlenen Zufuhrwerte. Viele Menschen hierzulande begnügen sich bei nicht optimalen Vitamin-C-Spiegeln also mit erheblichen Leistungseinbußen der genannten Systeme.</p>
<p>Persönlich sympathisch wurde mir Vitamin C als ich vor einigen Jahren gemerkt habe, dass 1 g davon meine alte kleine Narbe an der Hand hat verschwinden lassen. Fand ich bemerkenswert. Seitdem bin ich selten unter 500 mg.</p>
<h2>Das Leben könnte einfacher sein</h2>
<p>Wir verschenken im Alltag viel zu viel &#8230; z. B. an Leistungsfähigkeit und Gesundheit, kurz Lebenskraft. Oft, weil wir viel zu kompliziert denken.</p>
<p>Wer diese Zeilen hier liest, erkennt ja, wie simpel ein Gedankengang sein könnte: Vitamin-C-Zufuhr z. B. verdoppeln, um optimal versorgt zu sein – das resultiert in einer gesteigerten Leistung der Vitamin-C-abhängigen Systeme des Körpers.</p>
<p>Rechnet man das einfach mal hoch auf die ganze Bandbreite an unzureichender bzw. nicht optimaler Nährstoffzufuhr, sollte ja klar werden, was einfache Lebensstilinterventionen mit Blick auf größere Zeiträume (wir leben ja nicht nur heute und morgen) so für uns leisten könnten.</p>
<p>Das, freilich, muss man halt wollen. WOLLEN – ANTRIEB! Hängt auch, wie oben dargelegt, von Vitamin C ab.</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/ueber-vitamin-c/">Über Vitamin C</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Kaffee &#038; Immunsystem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jul 2023 09:07:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die für uns im Alltag vermutlich wichtigsten Immunzellen sind Neutrophile. Sie machen rund die Hälfte bis zwei Drittel der Immunzellen des Blutes – Leukozyten – aus. Das sollte was heißen. Auch wenn Antikörper und T-Zellen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die für uns im Alltag vermutlich wichtigsten Immunzellen sind Neutrophile. Sie machen rund die Hälfte bis zwei Drittel der Immunzellen des Blutes – Leukozyten – aus. Das sollte was heißen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Auch wenn Antikörper und T-Zellen immer als besonders wichtige Komponenten des Immunsystems dargestellt werden, so sind es die Neutrophilen, die oft wirklich entscheidend sind, wenn es darum geht, Infekte schnell und nachhaltig auszuheilen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das hatten wir <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/wo-die-leistung-des-immunsystems-wirklich-steigt-und-faellt/">hier</a> ausführlich erklärt.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><em>Antikörper</em> blockieren die Wirkung von Pathogenen. <em>T-Zellen</em> vernichten mit Pathogenen befallene Zellen. <strong>Aber Neutrophile machen die Drecksarbeit und vernichten große Mengen Pathogene direkt oder schränken sie in ihrer Beweglichkeit ein.</strong></span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Wunderwaffe Neutrophile</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dabei können Neutrophile in sehr tiefe Schichten eines jeden Gewebes einwandern und selbst dort Pathogene vernichten, wo Antikörper oder T-Zellen gar nicht hinkommen könnten. Neutrophile machen den Weg frei ;-)</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Sie haben ein beeindruckendes Waffenarsenal:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Sie können &#8222;Netze&#8220; spannen (<em>Neutrophil Extracellular Traps</em>) in denen sich Pathogene verheddern und verfangen und so umliegende Gewebe nicht weiter infizieren können.</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Sie können Pathogene mit bestimmten, z. B. zellwandauflösenden Proteinen bombardieren (<em>Degranulation</em>)</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Sie können Viren, Bakterien und Co. mit Sauerstoffradikalen und Säuren (hypochlorige Säure) &#8222;verbrennen&#8220;.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Speziell letztere Eigenschaft ist essentiell. Denn Neutrophile, die Hunderte Male größer sind als z. B. Viren, sperren ihren &#8222;Mund&#8220; weit auf und schlucken Viren wie Wale Krebse – bei diesem Prozess werden sie via Sauerstoffradikale und hypochlorige Säure zersetzt.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Man spricht von <em>Oxidative Burst. </em>Denn hier werden bewusst und aktiv Sauerstoffradikale – die man sonst unter dem Begriff <em>oxidativen Stress</em> verbucht – von Neutrophilen gebildet, die u. a. weiter zu hypochloriger Säure reagieren, um Pathogene zu vernichten.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Nrf2: Das Gleichgewicht </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Natürlich will man das möglichst zielgerichtet haben. Nicht wenige Menschen sind chronisch entzündet, nicht wenige Menschen haben <em>systemisch</em> oxidativen Stress. Warum? Weil die Leute einfach nicht auf ihren Lebensstil achten. Völlig überflüssig also.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Genau das ist ein Grund, warum Kaffee stets bejubelt wird.</strong> Der Erlöser, der Retter. Denn Kaffee aktiviert einen Schalter, der den oxidativen Stress natürlicherweise austariert und damit senkt: <strong>Nrf2</strong>.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Nrf2 wird auch im Zuge von Infekten aktiv, dann, wenn u. a. Neutrophile mal so richtig losgelegt haben. Ziel: Oxidativen Stress bremsen, so dass Gewebe gesund bleiben. <strong>Nrf2 dient also dem körpereigenen Feintuning und der Balance zwischen Oxidation und Antioxidation.</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Nun leben wir in einer Zeit, in der Tenor ist, dass Antioxidation ganz wichtig und toll ist. Daher werden stets Interventionen beworben, die Oxidation hemmen, die &#8222;anti-entzündlich&#8220; sind und vor den bösen (Sauerstoff-)Radikalen schützen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die meisten kommen nicht auf die Idee, dass Antioxidation eben nicht immer ganz toll ist – zum Beispiel bei Infekten. Da will man den Immunzellen – den Neutrophilen – ja nicht ihre Waffe wegnehmen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und da denke ich immer an die Menschen, die mehrfach im Jahr krank und selbst ausgewiesene Kaffeeliebhaber sind. Ob die wissen, dass sie sich möglicherweise ihre Immunfunktion mit ihrem Kaffeeabusus unterdrücken?</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Kaffee senkt Oxidative Burst </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In einem ganz, ganz einfachen in-vitro-Versuch haben Forscher Menschen mal Blut entnommen und ein bisschen Kaffee dazu geträufelt, um zu schauen, was das mit den hier beschriebenen Neutrophilen macht.</span></p>
<figure id="attachment_322889" aria-describedby="caption-attachment-322889" style="width: 777px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-322889 " title="kaffee neutrophile oxidative burst" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/07/kaffee-neutrophile-oxidative-burst-1024x252.png" alt="kaffee neutrophile oxidative burst" width="777" height="191" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/07/kaffee-neutrophile-oxidative-burst-1024x252.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/07/kaffee-neutrophile-oxidative-burst-300x74.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/07/kaffee-neutrophile-oxidative-burst-768x189.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/07/kaffee-neutrophile-oxidative-burst-1536x378.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/07/kaffee-neutrophile-oxidative-burst-2048x504.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 777px) 100vw, 777px" /><figcaption id="caption-attachment-322889" class="wp-caption-text"><span style="font-family: proxima-nova;"><em><strong><span style="font-family: proxima-nova;">Kaffee senkt die Superoxidproduktion von Neutrophilen um 60 % – jedenfalls im Reagenzglas ;-)</span></strong></em></span></figcaption></figure>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Die Wissenschaftler finden doch glatt, dass Neutrophile bei diesem ganz einfachen Setting rund 60 % weniger Sauerstoffradikale (Superoxid) bilden.</strong> Kaffee entwaffnet hier also ganz gekonnt die Neutrophilen – glücklicherweise nur im Reagenzglas.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Natürlich werden diese Erkenntnisse in der Arbeit gefeiert. Die Autoren folgern:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Es könnte bedeuten, dass Kaffee die Potenz von oxidativem Stress verringern könnte. Mit anderen Worten: Kaffee könnte unsere Gesundheit vor oxidations-assoziierten, entzündlichen Erkrankungen schützen.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich denke, hier werden ganz schön viele Aspekte vertauscht. Denn: Menschen sind entweder chronisch entzündet, weil sie Infekte nicht ordentlich ausheilen. Dafür wären die Erkenntnisse hier also eher nicht zuträglich, im Gegenteil. Das Immunsystem würde schwächer werden.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Oder sie sind (chronisch) entzündet, weil sie ihren Lebensstil nicht in den Griff bekommen – <strong>dafür wäre Kaffee aber kein Heilmittel, sondern höchstens Symptombekämpfung mit Nebenwirkungen.</strong> Warum sollte man auch auf die Torte verzichten, wenn man sie mit Kaffee runterspülen kann, nicht wahr?</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Jedenfalls zeigen Studien seit vielen Jahren, dass Kaffee ziemlich potent diese mit <em>aktivem Immunsystem</em> assoziierten Prozesse hemmt. 2018 wurde beispielsweise <a href="https://jurnal.ugm.ac.id/mkgi/article/view/28352">eine vergleichbare Studie</a> veröffentlicht, die zeigte, dass Robusta-Kaffee die TNF-α-Bildung der Neutrophilen bei bakterieller Stimulation hemmt.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">TNF-α gilt heute als Botenstoff, der unbedingt niedrig gehalten werden sollte. Denn obwohl er sämtliche Immunzellen stimuliert und maßgeblich das Immunsystem steuert, ist er gleichermaßen mit Entzündung und damit entzündlichen Erkrankungen assoziiert – leider sind die wiederum eine Erfindung der Neuzeit.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Nette Erkenntnisse: Vitamin B3 boostet Neutrophile</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Übrigens: Es sind auch die Neutrophilen, von denen 2012 gezeigt wurde, dass sie <em>Staphylococcus aureus</em>, ein bekanntes Bakterium, 100-1000-fach stärker abtöten, wenn hohe Dosen Nicotinamid (eine Form von Vitamin B3) ins Medium gegeben werden. (vgl. <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3428083/">Kyme et al. 2012</a>) </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Schon 2009 konnte u. a. vom deutschen Forscher Karl Welte gezeigt werden, dass Nicotinamid <a href="https://www.strunz.com/news/immunsystem-verwoehnen.html">&#8222;schnell und gut&#8220; Neutrophile macht</a>. Denn Nicotinamid aktiviert einen essentiellen Zellschalter, der wichtig bei der Reifung von Granulozyten ist. (vgl. <a href="https://www.nature.com/articles/nm.1913">Skokowa et al. 2009</a>) </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Bei Dosen von 10-20 mg/kg Körpergewicht – also weit über herkömmlichen Mengen – verdoppelte sich die Neutrophilenzahl bei Gesunden bereits innerhalb eines Tages. Die Werte sanken nach Absetzen von Vitamin B3 wieder auf Basislevel (Tag 10) ab.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-322893 aligncenter" title="granulozyten vitamin b3" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/07/granulozyten-vitamin-b3.png" alt="granulozyten vitamin b3" width="453" height="338" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/07/granulozyten-vitamin-b3.png 646w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/07/granulozyten-vitamin-b3-300x224.png 300w" sizes="auto, (max-width: 453px) 100vw, 453px" /></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Auch bei kranken Menschen, die aus genetischen Gründen zu wenig Neutrophile bilden, wirkt Nicotinamid. Die Erkenntnisse wurden <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33471934/">erst 2021, auch u. a. von Karl Welte, publiziert</a>.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Der Ausblick  </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Überspitzt formuliert: Mehr Vitamine und weniger Kaffee ist das Gegenteil von dem, was wir in unserer Gesellschaft generell so leben. <strong>Da ist Kaffee das schwarze Gold und Vitamine sind unnötig.</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Gilt meistens solange, bis einem das Leben an den Karren fährt. Plötzlich stehen die Leute überfordert und in erlernter Hilflosigkeit da und wissen nicht weiter. Dass sowas aus psychologischer Sicht nicht optimal ist, haben wir ja erst in den vergangenen Jahren erlebt.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Erst dann beginnen die Leute mal umzudenken und zu verstehen, dass es einen Unterschied zwischen unserer westlichen Normalität und der Normalität normaler Menschen gibt. Bei letzteren ist sowas wie eine Entzündung gut, bei uns meistens tödlich.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Da kommt mir doch glatt wieder mein Vorbild Jack Lalanne in den Sinn, der sich selbst als &#8222;huge believer in vitamins&#8220; bezeichnete. Kaffee würde er nicht mal seinem Hund geben. Und er selbst nahm ein Leben lang &#8222;alles ein, von A bis Z, einschließlich Dingen wie Fischöl, Lebertran, allen Vitaminen und Mineralien und Enzymen&#8220;. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Gut, wollen wir mal nicht übertreiben. Der kleine Espresso am Morgen hat vermutlich noch keinem das Immunsystem zerschossen. Das sei uns vergönnt. :-) </span></p>
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		<title>Im Winter mehr Vitamin A – und D!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Oct 2021 10:57:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vitamine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alle Jahre wieder gibt es zumindest bei mir, Chris, das Phänomen, dass es im Spätjahr einen speziellen Heißhunger auf Fisch gibt. Woher kommt der? Das kann viele Ursachen haben. Zum Beispiel, dass der Körper die [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/im-winter-mehr-vitamin-a-und-d/">Im Winter mehr Vitamin A – und D!</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Jahre wieder gibt es zumindest bei mir, <span class="il">Chris</span>, das Phänomen, dass es im Spätjahr einen speziellen Heißhunger auf Fisch gibt. Woher kommt der? Das kann viele Ursachen haben. Zum Beispiel, dass der Körper die Zellmembranen, die im Wesentlichen aus Fettsäuren bestehen, <em>fluide</em> halten will. Denn: <strong>Kälte macht die Membranen steifer.</strong> Für wechselwarme Tiere, etwa dem Fisch im kalten Gewässer, ist das besonders relevant. Drum lagern die einen hohen Anteil von beispielsweise Omega-3-Fettsäuren ein.</p>
<p>Diese Fettsäuren halten die Zellmembranen aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften beweglich <span class="il">und</span> damit funktionsfähig. Näher erklärt hatten wir dies <a href="https://trk.klclick.com/ls/click?upn=9c052iz-2BVPLjaCn-2FWwJHFtwbXyZtlSAjIEesxxy71YyExXNJQwosUd7epBIxB-2FcltyAtL-2B7lSY5dDSs8-2BMZPPfZzJ8emrhm6Q1LxAQl9LV9QMBod53Cjop8ezTIGQFx70WaFE3mlMOzINVV5Xn0WP6CStWh1YFUMtcVSq3JfSeS6ihpgUvh0S43GxVGzGJiN2McSRGXL4BtzZZAnPUJJ2VUtvyJTethj4VRNcrYuK2ZV8jWcuzJ2lnDvV4LOS3yV3m-2BK677EfI9w4vFO0oaDZ9YV9R7IyrRX7n5-2BEO3emnE-3DnRB-_udT3v8hfWpShd4l40iR1YlNXMO9T1f6fGRNh7LZghm-2Fcn2ZQhJj4rgJFbUHfQ6W1yz70AesRRjifjRySHHQ7FtRuFgpnZYCSLMNJV-2FntS4SVmzr5S4-2Fre4xk4clgEUAlpWV0cQuYpk-2BGzqSYVG-2BiWUbxe5dJejFWELQTDJBsdGgjYe-2Fxg3SS6m65lyMC01vdoNEAtdT0kSxrcBKuE3jY2KPN0JDDu4hRzFub69cbP1Hl6MyL5WNwYvKMaqsFx62pfUxwh-2B9xHJgLGmNJKw7uyV-2Fz6ggWZLX1sap7dtyJnxuEo3aB8pPgaY3xI7uHprTePFF6UGNqWoIV37sv8L1Qtx17mpDNCXfyg-2FyGFwZShIUH-2BtHqsPSEThyjbc0uBjP1" target="_blank" rel="noopener" data-saferedirecturl="https://www.google.com/url?q=https://trk.klclick.com/ls/click?upn%3D9c052iz-2BVPLjaCn-2FWwJHFtwbXyZtlSAjIEesxxy71YyExXNJQwosUd7epBIxB-2FcltyAtL-2B7lSY5dDSs8-2BMZPPfZzJ8emrhm6Q1LxAQl9LV9QMBod53Cjop8ezTIGQFx70WaFE3mlMOzINVV5Xn0WP6CStWh1YFUMtcVSq3JfSeS6ihpgUvh0S43GxVGzGJiN2McSRGXL4BtzZZAnPUJJ2VUtvyJTethj4VRNcrYuK2ZV8jWcuzJ2lnDvV4LOS3yV3m-2BK677EfI9w4vFO0oaDZ9YV9R7IyrRX7n5-2BEO3emnE-3DnRB-_udT3v8hfWpShd4l40iR1YlNXMO9T1f6fGRNh7LZghm-2Fcn2ZQhJj4rgJFbUHfQ6W1yz70AesRRjifjRySHHQ7FtRuFgpnZYCSLMNJV-2FntS4SVmzr5S4-2Fre4xk4clgEUAlpWV0cQuYpk-2BGzqSYVG-2BiWUbxe5dJejFWELQTDJBsdGgjYe-2Fxg3SS6m65lyMC01vdoNEAtdT0kSxrcBKuE3jY2KPN0JDDu4hRzFub69cbP1Hl6MyL5WNwYvKMaqsFx62pfUxwh-2B9xHJgLGmNJKw7uyV-2Fz6ggWZLX1sap7dtyJnxuEo3aB8pPgaY3xI7uHprTePFF6UGNqWoIV37sv8L1Qtx17mpDNCXfyg-2FyGFwZShIUH-2BtHqsPSEThyjbc0uBjP1&amp;source=gmail&amp;ust=1635072687587000&amp;usg=AFQjCNGfwhCjftFgUF7G3XXgq6m7JA5gUQ">hier</a>. Fettfisch ist für uns daher die beste Omega-3-Quelle. Möglicherweise versucht auch unser Körper, die Zell- aber auch die Mitochondrien-Membranen (Mitochondrien = Kraftwerke der Zellen) beweglicher <span class="il">und</span> damit funktionsfähiger zu halten. <em>Eine</em> Möglichkeit.</p>
<p>Was viele Menschen allerdings nicht wissen, ist, dass zumindest Fettfisch auch die wohl beste Vitamin-D-Quelle unserer Nahrung ist. Kaum wird es im Spätjahr &#8222;dunkel&#8220;, sprich die UV-Exposition nimmt dramatisch ab, bilden wir kaum oder kein Vitamin D mehr in der Haut. Zeitgleich steigt die D-Mangel-Versorgung sprunghaft an. Der Körper möchte dies wohl ausgleichen <span class="il">und</span> sucht sich instinktiv die beste D-Quelle – (Fett-)Fisch.</p>
<p><a href="https://trk.klclick.com/ls/click?upn=9c052iz-2BVPLjaCn-2FWwJHFlH-2BvV9ggrlzXpleRjEBzEn-2BbaifBjmYjInVrndYthLpPbQjSThYfLBlBgRiZwzJMFlRBCmZsWBS2Q8AseskP44pFklCpZiii49O22F1Tk7w-2Fuqa8HL99erKy7UzGucx-2F66AFwZVf7Vu4bDids2-2BmbL3-2FPzhWGOk6p7TmIngNm118PU02S7GcdgdWIzpFE1UEMTL9bUqz3IMKtdJfvV3KEddIKur1VRypGgADDlhYynSUoTbbSixO-2BMGqsG-2Fm7WdQD7Upah552NDjIGkCcpp-2B6O-2BNXaJP50xfWn-2B0UYmoPuXlmdyIOxICpNvsdjuicMMMg-3D-3D3shZ_udT3v8hfWpShd4l40iR1YlNXMO9T1f6fGRNh7LZghm-2Fcn2ZQhJj4rgJFbUHfQ6W1yz70AesRRjifjRySHHQ7FtRuFgpnZYCSLMNJV-2FntS4SVmzr5S4-2Fre4xk4clgEUAlpWV0cQuYpk-2BGzqSYVG-2BiWUbxe5dJejFWELQTDJBsdGgjYe-2Fxg3SS6m65lyMC01vdoNEAtdT0kSxrcBKuE3jY2HAdmTQUCIKm6FmK4xAhPaxsVXnKGKh-2Bn6pPWBsy-2BaTUSO0C50sV5rmYL6UekJpQLbHIJ7zY8e5SOHokyInVe8Lg9WqHZgk5AW92yb5ICetfjunmwa3KpfO7xsCi2FcgkugeBe0-2BKadNmdnrxy97TFLFFy6QQmYCmHy5yfv3tQfI" target="_blank" rel="noopener" data-saferedirecturl="https://www.google.com/url?q=https://trk.klclick.com/ls/click?upn%3D9c052iz-2BVPLjaCn-2FWwJHFlH-2BvV9ggrlzXpleRjEBzEn-2BbaifBjmYjInVrndYthLpPbQjSThYfLBlBgRiZwzJMFlRBCmZsWBS2Q8AseskP44pFklCpZiii49O22F1Tk7w-2Fuqa8HL99erKy7UzGucx-2F66AFwZVf7Vu4bDids2-2BmbL3-2FPzhWGOk6p7TmIngNm118PU02S7GcdgdWIzpFE1UEMTL9bUqz3IMKtdJfvV3KEddIKur1VRypGgADDlhYynSUoTbbSixO-2BMGqsG-2Fm7WdQD7Upah552NDjIGkCcpp-2B6O-2BNXaJP50xfWn-2B0UYmoPuXlmdyIOxICpNvsdjuicMMMg-3D-3D3shZ_udT3v8hfWpShd4l40iR1YlNXMO9T1f6fGRNh7LZghm-2Fcn2ZQhJj4rgJFbUHfQ6W1yz70AesRRjifjRySHHQ7FtRuFgpnZYCSLMNJV-2FntS4SVmzr5S4-2Fre4xk4clgEUAlpWV0cQuYpk-2BGzqSYVG-2BiWUbxe5dJejFWELQTDJBsdGgjYe-2Fxg3SS6m65lyMC01vdoNEAtdT0kSxrcBKuE3jY2HAdmTQUCIKm6FmK4xAhPaxsVXnKGKh-2Bn6pPWBsy-2BaTUSO0C50sV5rmYL6UekJpQLbHIJ7zY8e5SOHokyInVe8Lg9WqHZgk5AW92yb5ICetfjunmwa3KpfO7xsCi2FcgkugeBe0-2BKadNmdnrxy97TFLFFy6QQmYCmHy5yfv3tQfI&amp;source=gmail&amp;ust=1635072687588000&amp;usg=AFQjCNGg5sUhySdqSXqejUCKi-V1vfMNxQ"><strong>So enthält Wildlachs bis zu 1000 IE pro 100 g</strong></a>. Damit würde sich zumindest ein Mangel zuverlässig verhindern lassen. In der Tat zeigen Studien immer wieder, dass Populationen, die viel Fisch essen, &#8222;Outlier&#8220; sind, wenn es um die schlechte Vitamin-D-Versorgung im Winter geht. Vor allem Skandinavien schlägt sich diesbezüglich immer besonders gut. In Norwegen wird Lebertran von Gesundheitsbehörden empfohlen – <span class="il">und</span> zwar seit 60 Jahren. Mehr als ein Drittel der ganzen Bevölkerung hält sich dran <span class="il">und</span> ungefähr die Hälfte der älteren Bevölkerung schluckt es.</p>
<p><span class="il">Und</span> das wirkte magisch, zumindest, wenn man einer <a href="https://trk.klclick.com/ls/click?upn=9c052iz-2BVPLjaCn-2FWwJHFvjTihqzzL7PkhD00yYbtf84DrjBbMTN76waYTw5waC8OnyjGUo0vcg9egWqJYewiF9IbVVoD-2Fa6zFB2I4VQJ04HICfFJg6ttu7l3r4Lozjl2U-2BfXeSlWtPC42bbsTw1scJB-2FII3Ho0gieS-2FQTlhWKuNGRoZt0AtDi-2FIuBgUs0lRJNnaDaKwHV1lYSKYLZr6Hn10naHtvcMyF-2FdG4YePmJormntqwtrXR9qB8qGVxVtPSzj2Hj6LK-2F-2Bqxg7kgXct812BxsFiC87lbk9fTnjyPpQ-3DnqMw_udT3v8hfWpShd4l40iR1YlNXMO9T1f6fGRNh7LZghm-2Fcn2ZQhJj4rgJFbUHfQ6W1yz70AesRRjifjRySHHQ7FtRuFgpnZYCSLMNJV-2FntS4SVmzr5S4-2Fre4xk4clgEUAlpWV0cQuYpk-2BGzqSYVG-2BiWUbxe5dJejFWELQTDJBsdGgjYe-2Fxg3SS6m65lyMC01vdoNEAtdT0kSxrcBKuE3jY2OMCGbNmFqR8N8Yvw1B2rRFk-2BdxyJ7KE3o6b-2Bq4n8vebYDS-2FuDrN9UznzHcB-2BkMdzYMHFZwZWVBLBhXueDXjBVW5AtkA38A7WEaZjcRLfo-2FYFDm0HSZQJyBu6ILtXKkDRUH6VFV8XxKCE2HUbmywteay8K-2BVpYw9WDYzItrWb77X" target="_blank" rel="noopener" data-saferedirecturl="https://www.google.com/url?q=https://trk.klclick.com/ls/click?upn%3D9c052iz-2BVPLjaCn-2FWwJHFvjTihqzzL7PkhD00yYbtf84DrjBbMTN76waYTw5waC8OnyjGUo0vcg9egWqJYewiF9IbVVoD-2Fa6zFB2I4VQJ04HICfFJg6ttu7l3r4Lozjl2U-2BfXeSlWtPC42bbsTw1scJB-2FII3Ho0gieS-2FQTlhWKuNGRoZt0AtDi-2FIuBgUs0lRJNnaDaKwHV1lYSKYLZr6Hn10naHtvcMyF-2FdG4YePmJormntqwtrXR9qB8qGVxVtPSzj2Hj6LK-2F-2Bqxg7kgXct812BxsFiC87lbk9fTnjyPpQ-3DnqMw_udT3v8hfWpShd4l40iR1YlNXMO9T1f6fGRNh7LZghm-2Fcn2ZQhJj4rgJFbUHfQ6W1yz70AesRRjifjRySHHQ7FtRuFgpnZYCSLMNJV-2FntS4SVmzr5S4-2Fre4xk4clgEUAlpWV0cQuYpk-2BGzqSYVG-2BiWUbxe5dJejFWELQTDJBsdGgjYe-2Fxg3SS6m65lyMC01vdoNEAtdT0kSxrcBKuE3jY2OMCGbNmFqR8N8Yvw1B2rRFk-2BdxyJ7KE3o6b-2Bq4n8vebYDS-2FuDrN9UznzHcB-2BkMdzYMHFZwZWVBLBhXueDXjBVW5AtkA38A7WEaZjcRLfo-2FYFDm0HSZQJyBu6ILtXKkDRUH6VFV8XxKCE2HUbmywteay8K-2BVpYw9WDYzItrWb77X&amp;source=gmail&amp;ust=1635072687588000&amp;usg=AFQjCNG5hpwheugVvV2dG6U11mt7d40uDg">norwegischen Studien</a> glauben darf. Man halte sich fest: Nimmt man während der Jugend Lebertran ein, verringert sich das Risiko an Multiple Sklerose zu erkranken um über 30 %. Es wurde eine klare Dosis-Wirkungs-Beziehung festgestellt – haut man sich 60 (!) Teelöffel des Öls pro Monat rein, was einer täglichen Dosis von schätzungsweise 600 bis 2000 IE Vitamin D entspricht (je nach Marke), sinkt das Risiko sogar um sage <span class="il">und</span> schreibe 50 %.</p>
<p>Jetzt kommt der Punkt: In Lebertran ist bekanntermaßen nicht nur Vitamin D enthalten, sondern auch Omega 3 <span class="il">und</span> <strong>vor allem Vitamin A</strong>. In Deutschland herrscht zunehmend die abstruse Vorstellung, dass Vitamin A, also echtes, tierisches Retinol, was ganz Schlimmes ist. Muss man sich mal vorstellen: Viele Schwangere fürchten sich davor, obwohl Vitamin A doch so wichtig für die Zelldifferenzierung des Embryos ist, aus Vitamin A ja ein Hormon (Retinsäure) wird. Wir in Deutschland sind nicht nur ein Omega-3-Mangel-Gebiet, sondern auch ein Vitamin-D- <span class="il">und</span> Vitamin-A-Mangel-Land.</p>
<p>Besonders ärgern dürfte dies die Frostbeulen unter uns. <a href="https://trk.klclick.com/ls/click?upn=9c052iz-2BVPLjaCn-2FWwJHFi21xBONlgU6-2FnBYG9PmSesMwn6bgv96SWXRVQr-2FvyQ1UqVlPkjZgh-2B3yUuus0UlCL6UY0IZeEEYLgJw4uwRfkZy28O15TxwllX6UVUe6n8tGFOcyx6m0soici5jkaXss94DiHx3zAHEiv6muD7bueiw6baWwcgtuJG4S3GK3PgobQsLe-2BMq86sHTSMUDX75bnGPk8ten-2B2EtvvBYH2sB8-2B4qZ-2BW9M4AkmEE-2F-2BJBVY6afWB8iCw4QMekBRoVXIUn1lDaG7tO5CgmQc4iO0-2BrUr4-3D1ml2_udT3v8hfWpShd4l40iR1YlNXMO9T1f6fGRNh7LZghm-2Fcn2ZQhJj4rgJFbUHfQ6W1yz70AesRRjifjRySHHQ7FtRuFgpnZYCSLMNJV-2FntS4SVmzr5S4-2Fre4xk4clgEUAlpWV0cQuYpk-2BGzqSYVG-2BiWUbxe5dJejFWELQTDJBsdGgjYe-2Fxg3SS6m65lyMC01vdoNEAtdT0kSxrcBKuE3jY2L-2BLA5ST58QyaZv0ASKfgRcLpJ0A8MGzW1Q0OHKvDQ2JhgqEshjbhllvjnzoSDIHulq30a2cQTwLAj1UcUWPKFpz-2BZvY2yFjArarkObSbB084el83LC7EMQMjMszRd1TEyD3FMh2FGeAlhxlMQ8VLIVmBSlIO2Mc9dVb9P1cn1ky" target="_blank" rel="noopener" data-saferedirecturl="https://www.google.com/url?q=https://trk.klclick.com/ls/click?upn%3D9c052iz-2BVPLjaCn-2FWwJHFi21xBONlgU6-2FnBYG9PmSesMwn6bgv96SWXRVQr-2FvyQ1UqVlPkjZgh-2B3yUuus0UlCL6UY0IZeEEYLgJw4uwRfkZy28O15TxwllX6UVUe6n8tGFOcyx6m0soici5jkaXss94DiHx3zAHEiv6muD7bueiw6baWwcgtuJG4S3GK3PgobQsLe-2BMq86sHTSMUDX75bnGPk8ten-2B2EtvvBYH2sB8-2B4qZ-2BW9M4AkmEE-2F-2BJBVY6afWB8iCw4QMekBRoVXIUn1lDaG7tO5CgmQc4iO0-2BrUr4-3D1ml2_udT3v8hfWpShd4l40iR1YlNXMO9T1f6fGRNh7LZghm-2Fcn2ZQhJj4rgJFbUHfQ6W1yz70AesRRjifjRySHHQ7FtRuFgpnZYCSLMNJV-2FntS4SVmzr5S4-2Fre4xk4clgEUAlpWV0cQuYpk-2BGzqSYVG-2BiWUbxe5dJejFWELQTDJBsdGgjYe-2Fxg3SS6m65lyMC01vdoNEAtdT0kSxrcBKuE3jY2L-2BLA5ST58QyaZv0ASKfgRcLpJ0A8MGzW1Q0OHKvDQ2JhgqEshjbhllvjnzoSDIHulq30a2cQTwLAj1UcUWPKFpz-2BZvY2yFjArarkObSbB084el83LC7EMQMjMszRd1TEyD3FMh2FGeAlhxlMQ8VLIVmBSlIO2Mc9dVb9P1cn1ky&amp;source=gmail&amp;ust=1635072687588000&amp;usg=AFQjCNEwW5j-iB4X6-BgO9hSuEwSuCFmbA">Denn im Winter mobilisiert der Körper seine Vitamin-A-Speicher</a>. Er transportiert das Vitamin A zum Fett- aber auch zum Muskelgewebe. Dort aktiviert es bestimmte Proteine, die in Mitochondrien sitzen – diese Proteine, s. g. Uncoupling-Proteine, &#8222;entkoppeln&#8220; die Energiegewinnung in den Mitochondrien. <strong>Das heißt, dass Energie aus der Nahrung oder dem Hüftspeck zu Wärme umgesetzt wird. </strong>Man <em>verheizt</em> also wörtlich den Hüftspeck, sogar im Speck selbst. Das Phänomen nennt sich &#8222;Bräunung&#8220; des Fettgewebes. Das Fettgewebe wird metabolisch so umprogrammiert, dass es im Winter eher einem Muskel gleicht. Mehr zu diesem Thema <a href="https://trk.klclick.com/ls/click?upn=9c052iz-2BVPLjaCn-2FWwJHFnLde5SfVx3MjgBVSf2vPQLAXztjGj-2FwjMtl9uOSBJwt2Eqj9GcIBkcxcbW6FMC9MltC3aIirj5TUnk1-2Bcu7zyCbHJa58OC13Xe0wLQKNTo3loegYmJHMqRBnKTOgsxQ1BlxNfTXu-2F4fGRtwwdNodekFn1wc0dbwHeC-2F76pcW7HDZ3-2FMg2R5GH3dm3c-2FGQYVKu-2FawRe5lIZdKbivFkjoRAawCF6gijgtBGD4tLnhWPEyNQQHxRJdLny8j-2FmtOyPYGDbyTP20LqtiGmhMHfcIXuL3iXUDSvl7SGQoX68voYZCcjJuE0SNQXH3HmzYQ7B-2BrA-3D-3D-BOF_udT3v8hfWpShd4l40iR1YlNXMO9T1f6fGRNh7LZghm-2Fcn2ZQhJj4rgJFbUHfQ6W1yz70AesRRjifjRySHHQ7FtRuFgpnZYCSLMNJV-2FntS4SVmzr5S4-2Fre4xk4clgEUAlpWV0cQuYpk-2BGzqSYVG-2BiWUbxe5dJejFWELQTDJBsdGgjYe-2Fxg3SS6m65lyMC01vdoNEAtdT0kSxrcBKuE3jY2Gz-2FgsICrIEznTZAJqxz7NUX-2F1Fy9arOOArN-2BUVJyBdp-2FO-2FcF394h9vQbyGRH81M77IosD4uA4I79WPMC8jFplOWOo3LHmRx-2B-2F5DbjrMz3YlxBqSkWsbhCcwlyrhTzEiD24bWiBkjggTB-2FIWeHJbMi-2BQjxOxLZtaahtwJV6jbfFD" target="_blank" rel="noopener" data-saferedirecturl="https://www.google.com/url?q=https://trk.klclick.com/ls/click?upn%3D9c052iz-2BVPLjaCn-2FWwJHFnLde5SfVx3MjgBVSf2vPQLAXztjGj-2FwjMtl9uOSBJwt2Eqj9GcIBkcxcbW6FMC9MltC3aIirj5TUnk1-2Bcu7zyCbHJa58OC13Xe0wLQKNTo3loegYmJHMqRBnKTOgsxQ1BlxNfTXu-2F4fGRtwwdNodekFn1wc0dbwHeC-2F76pcW7HDZ3-2FMg2R5GH3dm3c-2FGQYVKu-2FawRe5lIZdKbivFkjoRAawCF6gijgtBGD4tLnhWPEyNQQHxRJdLny8j-2FmtOyPYGDbyTP20LqtiGmhMHfcIXuL3iXUDSvl7SGQoX68voYZCcjJuE0SNQXH3HmzYQ7B-2BrA-3D-3D-BOF_udT3v8hfWpShd4l40iR1YlNXMO9T1f6fGRNh7LZghm-2Fcn2ZQhJj4rgJFbUHfQ6W1yz70AesRRjifjRySHHQ7FtRuFgpnZYCSLMNJV-2FntS4SVmzr5S4-2Fre4xk4clgEUAlpWV0cQuYpk-2BGzqSYVG-2BiWUbxe5dJejFWELQTDJBsdGgjYe-2Fxg3SS6m65lyMC01vdoNEAtdT0kSxrcBKuE3jY2Gz-2FgsICrIEznTZAJqxz7NUX-2F1Fy9arOOArN-2BUVJyBdp-2FO-2FcF394h9vQbyGRH81M77IosD4uA4I79WPMC8jFplOWOo3LHmRx-2B-2F5DbjrMz3YlxBqSkWsbhCcwlyrhTzEiD24bWiBkjggTB-2FIWeHJbMi-2BQjxOxLZtaahtwJV6jbfFD&amp;source=gmail&amp;ust=1635072687588000&amp;usg=AFQjCNH36X15eVht6V7bNoRk8kkTucMNeA">hier</a>.</p>
<figure id="attachment_303358" aria-describedby="caption-attachment-303358" style="width: 683px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-303358 " title="vitamin a thermogenese" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/10/vitamin-a-thermogenese-1024x492.jpg" alt="vitamin a thermogenese" width="683" height="328" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/10/vitamin-a-thermogenese-1024x492.jpg 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/10/vitamin-a-thermogenese-300x144.jpg 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/10/vitamin-a-thermogenese-768x369.jpg 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/10/vitamin-a-thermogenese-200x96.jpg 200w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/10/vitamin-a-thermogenese-400x192.jpg 400w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/10/vitamin-a-thermogenese-600x288.jpg 600w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/10/vitamin-a-thermogenese-800x384.jpg 800w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/10/vitamin-a-thermogenese-1200x577.jpg 1200w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/10/vitamin-a-thermogenese-500x240.jpg 500w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/10/vitamin-a-thermogenese-700x336.jpg 700w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/10/vitamin-a-thermogenese-64x31.jpg 64w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/10/vitamin-a-thermogenese.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption id="caption-attachment-303358" class="wp-caption-text">Wenn&#8217;s kalt wird, mobilisiert der Körper sein Vitamin A aus den Speichern in der Leber und transportiert es beispielsweise zum &#8222;weißen&#8220; Fett, das Speicherfett. Dort angekommen kurbelt es die Expression von Genen an, die dafür sorgen, dass das Fettgewebe stoffwechselaktiv wird und Fette verbrennt – das Fettgewebe wird dann zum Wärmeproduzent im Körper und verheizt Hüftspeck. (<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2212877820301629">Quelle</a>) </figcaption></figure>
<p>So. <strong>Damit wir den Kreis jetzt schließen, brauchen wir noch eine wichtige Information. </strong>Vitamin A <span class="il">und</span> Vitamin D wirken im Körper immer zusammen. Damit Vitamin A richtig wirken kann, braucht es Vitamin D – <span class="il">und</span> umgekehrt. Im Winter haben wir von beiden Vitaminen, zumindest über die Nahrung, einen Mehrbedarf. Die Sonne deckt den Vitamin-D-Bedarf nicht mehr <span class="il">und</span> die Kälte lässt den Vitamin-A-Umsatz massiv steigen. Daher wussten unsere Vorfahren, weiß unser Körper wohl, dass Fisch <span class="il">und</span> Fischleber, das ganz nebenbei decken könnten. Glücklicherweise brauchen wir Modernen keinen Fisch zu essen, um den Bedarf zu decken. Es gibt ja heutzutage Nahrungsergänzungsmittel, Vitamine in Reinform ;-)</p>
<p>In jedem Fall brauchen wir im Winter &#8230; mehr Omega 3, mehr Vitamin D <span class="il">und</span> mehr Vitamin A. Jetzt sofort. Entweder über die Nahrung (Fisch, Leber usw.) oder über NEM.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/im-winter-mehr-vitamin-a-und-d/">Im Winter mehr Vitamin A – und D!</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Vitamin K(2) als Mittel gegen Entzündungen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Apr 2019 13:52:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vitamine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Warum schmilzt dem einen das Zahnfleisch weg, während es beim anderen ein Leben lang erhalten bleibt? Wir sprechen von der Gingivitis (milde Entzündung des Zahnfleischs), die später gerne zur Parodontitis (kaputtes Zahnfleisch mit Knochenschwund) wird. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>				Warum schmilzt dem einen das Zahnfleisch weg, während es beim anderen ein Leben lang erhalten bleibt? Wir sprechen von der Gingivitis (milde Entzündung des Zahnfleischs), die später gerne zur Parodontitis (kaputtes Zahnfleisch mit Knochenschwund) wird.</p>
<p>Lange ging man ja davon aus, dass die bösen Bakterien schuld sind. Das Problem ist nur, dass jeder so viele Bakterien im Mund, dass es eigentlich irrsinnig ist, darüber zu philosophieren, ob man diese nun in Atombomben-Manier abtöten sollte oder nicht.</p>
<p>Mittlerweile haben wir ja gelernt, dass Bakterien einfach zu uns gehören. Egal ob auf der Haut, im Ohr, im Darm oder halt im Mund. Wie immer ist das, was von innen, also vom Körper kommt, entscheidend – also, wie das Immunsystem darauf reagiert. Das ist mittlerweile auch in aktuellen Forschungsarbeiten zum Thema angekommen.</p>
<p>Gehen wir mal vom klassischen Fall aus: Bakterien dringen in tiefere Schichten des Zahnfleischs ein. Dort treffen sie beispielsweise auf bestimmte Körperzellen, sogenannte Fibroblasten. Die erkennen die &#8222;Bakterien-Signaturen&#8220; und lösen &#8230; genau &#8230; eine Entzündungsreaktion aus.</p>
<h2>IL-6 macht das Immunsystem scharf</h2>
<p>Wichtig ist hierbei das sogenannte <strong>Interleukin-6</strong>. Im Grunde handelt es sich dabei in vielen Fällen um einen &#8222;Wirkverstärker&#8220; für das Immunsystem. Das Immunsystem wird aggressiver. Und eine Entzündung wird stärker.</p>
<p>Das ist prinzipiell ja kein Problem. Wir bekämpfen Bakterien lokal, wo ein aggressives Immunsystem wünschenswert ist. Was ist aber, wenn da <em>dauernd</em> Bakterien sind (wie im späteren Verlauf einer chronischen Zahnfleischentzündung) oder wenn der Körper seine eigenen Körperstrukturen als &#8222;Feind&#8220; erkennt?</p>
<p>Genau. Dann ist &#8222;mehr IL-6&#8220; oft weniger gut.</p>
<p>Die schlechte (oder gute?) Nachricht ist nämlich, dass IL-6 nicht nur lokal gebildet wird und dort wirkt, sondern auch systemisch wirken kann. Es gibt, was IL-6 betrifft, zwei unterschiedliche Szenarien:</p>
<ul>
<li>(Metabolisch) kranke Menschen haben häufig relativ hohe systemische IL-6-Werte. Da zirkuliert also konstant mehr IL-6 im Blut als bei normalen Menschen. Wenn dieses IL-6 jetzt an Entzündungsherden vorbeikommt, intensiviert es die Entzündungsreaktion. Ergo: Deshalb &#8222;schmilzt&#8220; das Zahnfleisch – um bei unserem Beispiel zu bleiben – bei metabolisch kranken Menschen direkt mal schneller weg.</li>
<li>Irgendwann aber hat man herausgefunden, dass auch der Muskel bei Belastung (Sport) IL-6 sezerniert, also in den Blutstrom abgibt – was eine 100-fache Erhöhung der IL-6-Werte im Blut hervorrufen kann. Dieses temporär anflutende IL-6 kann prinzipiell natürlich auch Entzündungen befeuern, es zeigt sich allerdings, dass es <strong>unter diesen Umständen</strong> häufig gegen Entzündungen wirkt – zudem aktiviert es die Lipolyse (= Fettsäurefreisetzung aus dem Fettgewebe), die Fettverbrennung und erhöht die Glukose-Aufnahme in den Muskel &#8230; und hemmt die Entstehung von Tumoren. &#8222;Exercise derived&#8220; IL-6 ist also nicht böse, sondern gut.</li>
</ul>
<h2>Zu viel IL-6 genauso schlecht wie zu wenig IL-6</h2>
<p>Lange Rede, kurzer Sinn: Ein Zuviel an IL-6 kann prinzipiell &#8230;</p>
<p style="padding-left: 40px;">IL-6 stimulates the inflammatory and auto-immune processes in many diseases such as <a class="mw-redirect" title="Diabetes" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Diabetes">diabetes</a>,<sup id="cite_ref-pmid16306329_26-0" class="reference"><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Interleukin_6#cite_note-pmid16306329-26">[26]</a></sup> <a title="Atherosclerosis" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Atherosclerosis">atherosclerosis</a>,<sup id="cite_ref-pmid17684929_27-0" class="reference"><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Interleukin_6#cite_note-pmid17684929-27">[27]</a></sup> <a title="Major depressive disorder" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Major_depressive_disorder">depression</a>,<sup id="cite_ref-pmid_20015486_28-0" class="reference"><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Interleukin_6#cite_note-pmid_20015486-28">[28]</a></sup> <a class="mw-redirect" title="Alzheimer's Disease" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Alzheimer%27s_Disease">Alzheimer&#8217;s Disease</a>,<sup id="cite_ref-pmid_20692646_29-0" class="reference"><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Interleukin_6#cite_note-pmid_20692646-29">[29]</a></sup> <a title="Systemic lupus erythematosus" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Systemic_lupus_erythematosus">systemic lupus erythematosus</a>,<sup id="cite_ref-pmid15230289_30-0" class="reference"><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Interleukin_6#cite_note-pmid15230289-30">[30]</a></sup><a title="Multiple myeloma" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Multiple_myeloma">multiple myeloma</a>,<sup id="cite_ref-pmid10816321_31-0" class="reference"><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Interleukin_6#cite_note-pmid10816321-31">[31]</a></sup> <a title="Prostate cancer" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Prostate_cancer">prostate cancer</a>,<sup id="cite_ref-pmid11312117_32-0" class="reference"><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Interleukin_6#cite_note-pmid11312117-32">[32]</a></sup> <a title="Behçet's disease" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Beh%C3%A7et%27s_disease">Behçet&#8217;s disease</a>,<sup id="cite_ref-pmid23257520_33-0" class="reference"><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Interleukin_6#cite_note-pmid23257520-33">[33]</a></sup> and <a title="Rheumatoid arthritis" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Rheumatoid_arthritis">rheumatoid arthritis</a>.<sup id="cite_ref-pmid16582692_34-0" class="reference"><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Interleukin_6#cite_note-pmid16582692-34">[34]</a></sup></p>
<p>&#8230; sämtliche entzündliche Krankheiten &#8222;verschlimmern&#8220;.</p>
<p>Und auf der anderen Seite &#8230;</p>
<p style="padding-left: 40px;">We investigated the impact of loss of IL-6 on body composition in mice lacking the gene encoding IL-6 (Il6-/- mice) and found that they <strong>developed mature-onset obesity</strong> that was partly reversed by IL-6 replacement. The obese Il6-/- mice had <strong>disturbed carbohydrate and lipid metabolism</strong>, <strong>increased leptin levels and decreased responsiveness to leptin treatment.</strong></p>
<p>&#8230; kann ein &#8222;Zuwenig&#8220; IL-6 (hier: via gezieltem Gen-Knockout) <em>unter anderem</em> die Entstehung von Fettleibigkeit fördern und den Energiestoffwechsel lahmlegen.</p>
<h2>Hemmen Vitamin-K-Verbindungen Entzündungsreaktionen?</h2>
<p>Es bietet sich also grundsätzlich an, mal über dieses IL-6 nachzudenken und bei Zuviel IL-6 ein bisschen zu handeln. Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine wollen wir heute besprechen. Eine ganz interessante Arbeit titelt:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Interleukin 6 production by lipopolysaccharide-stimulated human fibroblasts is potently inhibited by naphthoquinone (vitamin K) compounds.</strong></p>
<p>Also hier wieder: Fibroblasten sezernieren IL-6, wenn sie mit &#8222;Bakterien-Bestandteilen&#8220; (hier: Lipopolysacchariden) in Kontakt kommen. Und offensichtlich lässt sich das durch sämtliche Vitamin-K-Abkömmlinge hemmen. Wir lesen:</p>
<p style="padding-left: 40px;">All of these compounds are capable of inhibiting IL-6 production with a rank order of potency: KCAT &gt; K3 &gt; DMK &gt; K2 &gt; K1.</p>
<p>KCAT und DMK interessieren uns nicht. Auffällig ist, dass besonders K3 und K2 gut abschneiden – und, <a href="https://genetisches-maximum.de/mitochondrien/vitamin-k2-mitochondrien-schweinefett-mett/">wie wir gelernt haben</a>, ist es spielend leicht sehr hohe K2-Mengen über die Nahrung zuzuführen.</p>
<p>K3 gilt eigentlich als toxisch und ist daher kein &#8222;Vitamin&#8220; im klassischen Sinne – zeigt aber in Studien eine starke Wirkung gegen Krebs. Und: &#8222;Neuerdings&#8220; weiß man, dass K1 im Körper in K3 umgewandelt und danach zu K2-MK4 wird. Heißt: Bei einer hohen K1-Zufuhr fällt möglicherweise auch einiges an K3 an.</p>
<p>Speziell K2 – dessen tägliche Zufuhr auch ich unterschätzt habe, schließlich lernen wir gerade, wie hochkonzentriert es in möglicherweise vielen fetthaltigeren, tierischen Lebensmitteln vorkommt – könnte damit ein unterschätzter Nahrungsbestandteil sein, der vor Entzündungsreaktionen schützt. Aber, um es mal wieder klar zu sagen: Wer täglich viel Salat isst, der nimmt auch viel K1 auf – und das wird im Körper sowohl zu K3 als auch zu K2-MK4. Man muss also nicht zwingend &#8222;Käse, Schwein oder Huhn&#8220; essen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Make Leber Great Again – Warum du Leber essen solltest</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/vitamine/leber-b12-vitamina-kupfer-blutbildung-energie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Dec 2018 10:10:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vitamine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir sind bekennende Leber-Fans. edubily-Lesern ist das spätestens seit 2014 bekannt – im Handbuch wurde Leber ausdrücklich genannt. Der Grund hierfür ist, dass Leber ein überragendes Lebensmittel ist, in einigen Kreisen sogar &#8222;Multivitamin der Natur&#8220; genannt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind bekennende Leber-Fans. edubily-Lesern ist das spätestens seit 2014 bekannt – im Handbuch wurde Leber ausdrücklich genannt. Der Grund hierfür ist, dass Leber ein überragendes Lebensmittel ist, in einigen Kreisen sogar &#8222;Multivitamin der Natur&#8220; genannt wird. Zurecht. Ein Blick auf die Nährwerte reicht:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-11421 " src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2018/12/Bildschirmfoto-2018-12-11-um-10.19.26.png" alt="" width="1301" height="469" /></p>
<p>80 g (!) Kalbsleber liefert:</p>
<ul>
<li>Fast 70 mcg Vitamin B12 – das ist mehr als das 10-fache des Tagesbedarfs</li>
<li>12 mg Kupfer – rund das 6-fache des Tagesbedarfs (wohlgemerkt: bei uns Deutschen wäre das das 8- bis 12-fache)</li>
<li>Fast 60.000 IE Vitamin A – in Deutschland gilt 3000 IE als Tagesbedarf, somit haben wir hier das 20-fache des Tagesbedarfs</li>
</ul>
<p>Genannt wurden bisher nur die krassen Top-Scorer. Es geht, wenn auch abgeschwächt, weiter:</p>
<ul>
<li>Vitamin B2: 135 %</li>
<li>Vitamin B3: 53 %</li>
<li>Vitamin B6: 37 %</li>
<li>Folat: 66 %</li>
<li>Pantothensäure: 52 %</li>
<li>Eisen: 23 %</li>
<li>Phosphor: 37 %</li>
<li>Zink: 60 %</li>
<li>Selen: 22 %</li>
</ul>
<p>Und zu guter Letzt:</p>
<ul>
<li>Fast 23 g Protein pro 80 g Kalbsleber</li>
<li>319 mg (!) Cholin</li>
</ul>
<p>Nun – an dieser Stelle kommt man ein wenig ins Grübeln, nicht wahr? Wir könnten jetzt über unsere evolutive Vergangenheit oder Jäger-und-Sammler-Populationen philosophieren, bei denen Leber heilig ist, oft sogar roh direkt nach dem Erlegen der Beute gefuttert wird. Entsprechend könnten wir über den &#8222;Tagesbedarf&#8220; von B12 oder Vitamin A sprechen. Oder über nicht wenige Veganer, die glauben, man könnte sich in freier Wildbahn irgendwie die B12-Zufuhr ermogeln. Über welche Relationen wir eigentlich sprechen! Lassen wir das!</p>
<p>Viele lesen da oben plumpe Zahlen. Ich lese da etwas ganz anderes, nämlich</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Energie und Power.</strong></p>
<p>Wenn&#8217;s drauf ankommt. Also zum Beispiel beim Krafttraining, beim Buchschreiben oder beim Kindermachen. Denn Leber, so wie sie mit Blick auf die Werte da steht, macht</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Mitochondrien fit und &#8230; Sauerstoff!</strong></p>
<ul>
<li>Vitamin A, als Beispiel, ist nicht nur unbedingt nötig <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24998947">für die Blutbildung</a>. Wie wir gelernt haben, macht <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19812372">Vitamin A die Mitochondrien aktiv</a> und reguliert <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/vitamin-a-der-verkannte-stoffwechsel-beschleuniger/">über den Zellschalter PPARdelta den Drehzahlbereich ebendieser</a>. Anders ausgedrückt: &#8222;<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18239600">Vitamin A reguliert den Fettstoffwechsel der Mitochondrien</a>&#8222;. Wie es um die Versorgungslage bei uns Deutschen bestellt ist, <a href="https://genetisches-maximum.de/retinsaeure/vitamin-a-zur-krebspraevention-ein-kurzer-ueberblick/">hatten wir erst neulich besprochen</a>.</li>
<li>Gleiches gilt für B12. Ohne B12 reifen die roten Blutzellen nicht ordentlich. Zusätzlich spielt B12 eine wesentliche Rolle im <a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/homocystein-wert-senken/">Homocystein-Kreislauf</a>.</li>
<li>Kupfer ist nicht nur Teil der mitochondrialen Energiegewinnung (Atmungskette), sondern reguliert auch die Eisen-Verfügbarkeit im Körper (Ferroxidase-Aktivität). Heißt: <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3690345/">Ohne Kupfer kann Eisen im Körper nur unzureichend verwertet werden</a>. Leider brauchen wir Eisen für die Energiegewinnung in den Geweben und für den Sauerstofftransport im Blut via rote Blutzellen. Auch hier wieder: Ohne Kupfer, keine Energie und keinen Sauerstofftransport.</li>
</ul>
<p>Der letzte Punkt ist viel entscheidender als angenommen! Wie oft steigern Leute mühsam ihre Ferritin-Werte (Wieso überhaupt? Wer nicht genug Eisen im Körper hat, isst nicht richtig!), vergessen dabei aber, dass Eisen bzw. Ferritin ja nur ein Marker dafür ist, dass möglicherweise noch viele weitere Stoffe fehlen. Denn wo Eisen enthalten ist, findet man normalerweise z. B. auch Zink oder – wie hier im Beispiel – Kupfer. Da der menschliche Körper ein System ist, bringen einem hohe Ferritin-Werte reichlich wenig, wenn beispielsweise Kupfer fehlt. Dann reichert man zwar seinen Körper damit an, netto ändert sich aber gar nix!</p>
<p>Vor allem die Trias B12, Vitamin A und Kupfer gehört zur Kategorie: &#8222;Haben wir bestimmt genug, müssen wir uns nicht drum kümmern.&#8220; Jedenfalls bis man mal nachprüft und beginnt, regelmäßig Leber zu essen. Dann philosophiert man nicht nur, sondern <em>weiß</em>. Konkret heißt das, zum Beispiel einmal die Woche 100 g Leber – der &#8222;heilige Leber-Sonntag&#8220;. Gut, wem die Leber nach einer Woche immer noch zum Hals raushängt, der wartet eben nochmal ne Woche. Und es gibt keine Ausrede! Das lässt sich nicht oder nur sehr bedingt durch irgendwas anderes ersetzen.</p>
<h2 style="text-align: center;">Make Leber Great Again. :-)</h2>
<p>PS: Irgendwo muss es ja Sinn ergeben. Der (menschliche) Körper ist ein System und bedient sich zum Speisen dieses Systems an anderen Systemen. Je besser das andere System zu unserem System passt, umso einfacher speisen wir unser System. Diese Logik scheint für viele zu banal zu sein. Die machen es lieber umgekehrt: Je umständlicher, umso besser. Heißt dann am Ende: Verzogenes System. In dieser Hinsicht sind viele primitive Buschmänner um Welten schlauer als schlaue moderne Menschen. Na ja, nicht ganz. Bis vor wenigen Jahrzehnten war es ja sogar noch üblich, nach dem Schlachten das ganze Tier zu verarbeiten. Die haben statt Rührei dann eben Gehirn gegessen. Und Leberwurst.</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Folgenden sollen Fragen rund um das Thema “Leber” geklärt werden. </span></p>
<p><strong>Wie gesund ist Rinderleber?</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Rinderleber ist ein wichtiger Lieferant für Vitamin A, denn in 100 g sind rund 17.900 µg enthalten. Das Vitamin fördert das Zellwachstum und ist für den scharfen Blick verantwortlich. Dem durchschnittlichen Erwachsenen werden pro Tag 1000 µg empfohlen, was etwa 6 g Rinderleber entspricht. Um den Tagesbedarf nicht zu übersteigen, empfiehlt es sich also die Rinderleber mit anderen Fleischsorten zu mischen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Weiterhin weist Leber auch einen hohen Gehalt an Vitamin B12 auf. Oftmals fällt es den Menschen schwer, den Vitamin-B12-Spiegel auf einem angemessenen Niveau zu halten. Wird dem Salat, den Nudeln oder der Suppe allerdings eine kleine Menge Rinderleber beigefügt, wird der Körper ausreichend mit dem Nährstoff versorgt. </span></p>
<p><strong>Wie gesund ist Geflügelleber?</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Geflügelleber wird heutzutage oftmals als Abfallprodukt gehandhabt und landet im Müll. Dabei handelt es sich allerdings um eine große Verschwendung, da Hühnerleber viele Nährstoffe enthält und zum körperlichen Wohlergehen beitragen kann. Mithilfe der Leber sind Menschen in der Lage, einen Vitamin-B12-Mangel auszugleichen, der im schlimmsten Fall zu Nervenschäden führen kann. Das Vitamin ist nämlich maßgeblich an der Bildung von Zellen beteiligt. Weiterhin können durch den Verzehr von Geflügelleber auch die Folsäure-Reserven des Körpers aufgefüllt werden. Folsäure ist ein wichtiger Akteur bei der Produktion von Blutkörperchen und Schleimhautzellen. Aus diesem Grund wird es besonders empfohlen, dass Schwangere regelmäßig Leber zu sich nehmen. </span></p>
<p><strong>Welche Leber essen?</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In der Gastronomie gilt die Leber von Jungtieren als besondere Delikatesse. Angerichtet mit Salat, Kartoffelbrei oder anderen schmackhaften Beilagen wird aus dem Fleisch ein wahrer Hochgenuss. Großer Beliebtheit erfreuen sich:</span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Kalb</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Lamm</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Reh</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Hase</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Gans</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Ente</span></li>
</ul>
<p><span style="font-weight: 400;">In privaten Haushalten greift man vor allem auf Schwein, Rind, Huhn, Pute und Hase zurück. Der Geschmack der Leber ist einzigartig und unverwechselbar. Darüber hinaus weist das Organ allerdings auch viele Nährstoffe auf. Vor allem Kalbsleber ist reich an Vitamin A und kommt bei 100 g auf unglaubliche 28200 µg.</span></p>
<p><strong>Welche Lebensmittel sind gut für die Leber?</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Leber kommt eine entscheidende Rolle zu: Sie ist für die Entgiftung des Körpers zuständig, beteiligt sich an Stoffwechselfunktionen und unterstützt die Nährstoffaufnahme. Da sie so harte Arbeit leistet, ist es wichtig, dass das Organ mit der richtigen Ernährung unterstützt wird. Folgende Lebensmittel fördern die Lebergesundheit: </span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Knoblauch: Stärkung der Entgiftungsfunktion</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Grüner Tee: Beseitigung von Fett</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Linsen: Treibt die Ausscheidung von Ammoniak voran</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Kohl: Neutralisation der Giftstoffe</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Tomate: Entschlackende Wirkung</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Zitronensaft: Steigerung der Gallenfunktion und Darmaktivität</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Avocado: Regeneration</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Blattgemüse: Neutralisation von Schwermetallen</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Kurkuma: Stärkung der Entgiftungsfunktion</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Rote Beete: Neutralisation von Schwermetallen</span></li>
</ul>
<p><strong>Welche Lebensmittel sind schlecht für die Leber?</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Leber arbeitet auf Hochtouren. Sie ist dafür zuständig, den Körper von Giftstoffen zu befreien. Denn wir nehmen zwar nicht direkt Chemikalien zu uns, konsumieren allerdings Lebensmittel und Rauschmittel, welche der Lebergesundheit schaden können. Dazu gehören:</span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Alkohol </span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Nikotin</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Süßigkeiten</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Fertiggerichte mit hohem Zucker- und Sodiumgehalt</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">ungesunde Fette</span></li>
</ul>
<p><span style="font-weight: 400;">Weiterhin wird die Arbeit der Leber durch Schlaf- und Bewegungsmangel beeinträchtigt. </span></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/leber-b12-vitamina-kupfer-blutbildung-energie/">Make Leber Great Again – Warum du Leber essen solltest</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Körpereigene Antioxidantien statt Extra-Vitamin-C</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/vitamine/koerpereigene-antioxidantien-statt-extra-vitamin-c/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Aug 2018 17:03:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vitamine]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=10859</guid>

					<description><![CDATA[<p>Viele Menschen sind ja immer noch felsenfest davon überzeugt, dass sie Antioxidantien extra zuführen müssten. Und schmeißen beispielsweise im hohen Grammbereich Vitamin C ein. Vitamin C soll &#8222;Elektronenspender&#8220; sein – und damit ein &#8222;starkes Antioxidans&#8220;, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Menschen sind ja immer noch felsenfest davon überzeugt, dass sie Antioxidantien extra zuführen müssten. Und schmeißen beispielsweise im hohen Grammbereich Vitamin C ein.</p>
<p>Vitamin C soll &#8222;Elektronenspender&#8220; sein – und damit ein &#8222;starkes Antioxidans&#8220;, auf das wir unbedingt angewiesen sind. Verwiesen wird dann auf andere Primaten, die gerne sehr Vitamin-C-reiche Kost verzehren – oder, noch besser, Ratten, Schafe und Co., die Vitamin C im Grammbereich selbst bilden können.</p>
<p>Nochmal: Wir sollten lernen, dass wir Menschen sind. Keine Gorillas, Ratten oder Schafe. Speziell, was Vitamin C angeht:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3065766/">Eine elegante Dosis-Wirkungsanalyse zeigt, dass Vitamin-C-abhängige Systeme im Menschen schon bei quasi 200 mg auf Hochtouren laufen</a>. Alles darüber hinaus wird nur dann mehr bringen, wenn ein Mehrbedarf durch Krankheiten etc. gegeben ist – wohlgemerkt: selbst das wird den Bedarf nicht auf hohe Grammbereiche erhöhen.</li>
<li>Und der Grund dafür, warum Menschen weniger Vitamin C als viele andere Spezies brauchen, ist, <a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2008/03/080320120726.htm">dass wir Menschen ein starkes System entwickelt haben, das verbrauchtes Vitamin C recycelt</a>.</li>
<li>Im Gegenteil: <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2680430/">Gibt man Vitamin C extra, können förderliche Trainingsanpassungen blockiert werden</a>. Diese aber verbessern unter anderem den <strong>körpereigenen Antioxidantien-Haushalt</strong>, was durch die Vitamin-C-Gabe verhindert wird. Wissenschaftler kommen deshalb zum Schluss, dass es sinnvoller ist, den <strong>körpereigenen Antioxidantien-Haushalt</strong> zu unterstützen.</li>
</ul>
<p>Das mit diesem &#8222;körpereigenen Antioxidantien-Haushalt&#8220; ist immer etwas ominös. Was soll das eigentlich sein? Deshalb gibt es heute dazu mal eine kurze und knackige Erklärung.</p>
<h2>Das körpereigene Antioxidantien-Netzwerk</h2>
<p><a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22652892">Vor ein paar Jahren erschien eine Arbeit</a>, die – als eine der wenigen – quasi das gesamte Antioxidantien-Netzwerk des Menschen abbildete. Das sieht so aus:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10861 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2018/08/Network-based-model-of-human-antioxidant-genes-Edges-correspond-to-interactions-existing.png" alt="" width="850" height="774" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>All die oben abgebildeten Punkte (rot, grün, blau) sind Enzyme, die sich hauptsächlich um&#8217;s Entschärfen von Radikalen und Co. kümmern.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Zur Erinnerung: Radikale sind Substanzen, denen – vereinfacht ausgedrückt – Elektronen fehlen. Deshalb braucht es andere Substanzen, die Elektronen liefern können. Das ganze Antioxidantien-System ist deshalb eine große Elektronentransportkette.</p>
<p>Wir wollen es an dieser Stelle gar nicht zu kompliziert machen. Fakt ist: So ein Antioxidantien-Netzwerk besteht nicht nur aus Vitamin C (oder Vitamin E, ß-Carotin oder andere Antioxidantien, über die gerne referiert wird), sondern aus einer großen Zahl an körpereigenen Enzymen.</p>
<h2>Wie funktionieren diese Enzyme?</h2>
<p>Im Wesentlichen finden sich oben drei Kategorien. Thiol-abhängige Antioxidantien (blau), Peroxidasen (rot) und Superoxiddismutasen (grün). Alle haben unterschiedlichen Aufgaben und spenden unterschiedlichen Radikalen oder oxidierten Stoffen ihre Elektronen.</p>
<ul>
<li>Thiol-abhängige Antioxidantien spenden ihre Elektronen an oxidierte Proteine.</li>
<li>Peroxidasen spenden ihre Elektronen an Peroxide (z. B. Wasserstoffperoxid).</li>
<li>Superoxiddismutasen (SOD) spenden ihre Elektronen an <em>das</em> freie (Sauerstoff-)Radikal, Superoxid.</li>
</ul>
<p><a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/insulinresistenz-umkehren-durch-antioxidantien-sod2/">Über letztere Enzym-Gruppe (SOD) schreiben wir des Öfteren</a>. Es gibt bei uns drei verschiedene Versionen des Enzyms: SOD1, SOD2 und SOD3. Eins ist in den Mitochondrien lokalisiert, eins finden wir extrazellulär (außerhalb der Zellen) und eins intrazellulär (innerhalb der Zellen) – diese Enzyme benötigen als Cofaktoren <strong>Mangan, Kupfer und Zink</strong>. Diese Enzyme sind einigermaßen selbstständig, da sie sich selbst immer wieder mit Elektronen beladen können.</p>
<p>Für quasi alle blau und rot markierten Enzyme gilt das nicht. Hier müssen die Elektronen irgendwoher kommen. Denn wenn diese Enzyme ihre Elektronen abgeben, entsteht in diesen Enzymen eine Elektronen-Lücke – woher kommen diese Elektronen?</p>
<h3>Machen wir mal ein Beispiel.</h3>
<p>Ein Großteil des kompletten Antioxidantien-Netzwerks lässt sich auf zwei wesentliche Elektronenbelieferer reduzieren, nämlich Glutathion-Reduktase und Thioredoxin-Reduktase:</p>
<ul>
<li><strong>Glutathion-Reduktase</strong></li>
</ul>
<p>Es finden sich viele rote Enzyme, die GPX im Namen stehen haben. Hierbei handelt es sich um <strong>Selen</strong>-abhängige Glutathionperoxidasen. Diese Glutathionperoxidasen übertragen ihre Elektronen auf Peroxide, zum Beispiel Wasserstoffperoxid. Die bei den Glutathionperoxidasen entstehende Elektronenlücke wird durch Elektronen vom Glutathion befüllt. Glutathion wiederum bekommt seine Elektronen von einem weiteren Stoff, der sich Glutathion-Reduktase nennt. Woher bekommt die <strong>Glutathion-Reduktase</strong> ihre Elektronen? Dazu gleich mehr.</p>
<ul>
<li><strong>Thioredoxin-Reduktase</strong></li>
</ul>
<p>Es finden sich viele blaue Enzyme, die TXN im Namen stehen haben. Hierbei handelt es sich um einen Superstoff mit dem Namen Thioredoxin – ein kleines Protein mit großer Wirkung. Denn dieses kleine Protein ist verantwortlich für das Elektronen-Beliefern vieler in blau gekennzeichneter Enzyme – deshalb steht TXN auch in den Namen. Thioredoxin wiederum bekommt seine Elektronen von einem <strong>Selen</strong>-abhängigen Enzym namens <strong>Thioredoxin-Reduktase</strong>. Doch woher bekommt diese Thioredoxin-Reduktase ihre Elektronen?</p>
<p style="padding-left: 30px;">Bevor wir zur Frage aller Fragen kommen (&#8222;Woher kommen die ganzen Elektronen&#8220;?), will ich anmerken, dass klar werden soll, dass <strong>diese zwei wesentlichen Stellen im Antioxidantien-Haushalt Selen-abhängig sind</strong>. Oben drüber hatten wir Mangan, Kupfer und Zink.</p>
<h2>Woher kommen die ganzen Elektronen?</h2>
<p>Und jetzt mal zur Überraschung des Tages. Menschen, die Vitamin-C-Hochdosen zuführen, glauben, sie müssten immer wieder neue Elektronen in dieses Antioxidantien-Netzwerk einführen. Denn Vitamin C macht genau das: Es spendet, wie andere Antioxidantien auch, Elektronen.</p>
<p>Der Witz an der Sache ist, dass der Körper auf diese exogen zugeführten Elektronen gar nicht angewiesen ist. Wir nehmen sowieso eine Unmenge an Elektronen auf – der Grund, warum wir essen, ist, dass der Körper die Elektronen aus den Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen haben will, weil er damit über die in der Mitochondrien lokalisierte <em>Elektronentransportkette</em> Energie produziert.</p>
<p>Heißt: Die ganzen Elektronen, die da oben in dieses Antioxidantien-Netzwerk einfließen, kommen aus der Nahrung! <a href="https://genetisches-maximum.de/energiehaushalt/das-staerkste-antioxidans/">Vor über einem Jahr hatten wir das schon mal thematisiert</a>. Natürlich können diese Elektronen von körpereigenen Antioxidantien (z. B. Glutathion- und damit Glutathion-Reduktase) auch auf Vitamin C, Vitamin E und Co. übertragen werden. Im alten Artikel hatte ich das folgendermaßen vereinfacht:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10863 size-large" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2018/08/Antiox-1024x204.png" alt="" width="640" height="128" /></p>
<p>Links das Radikal. Nach rechts die Elektronentransportkette, über drei verschiedene Substanzen. <strong>Dort, wo das Fragezeichen steht, muss ein Stoff namens NADP(H) hin</strong>. Dieser nimmt die Elektronen, die aus der Nahrung kommen und gibt sie an das Glutathion-System weiter.</p>
<blockquote>
<p style="padding-left: 30px;">Überraschung: <strong>Die Elektronen kommen aus Glukose, also Zucker.</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Schon <a href="http://amzn.to/2mWY9Np">Ori Hofmekler</a> wusste vor über 10 Jahren, dass wir nicht insulinresistent sein sollten. Denn Glukose muss in die Zellen kommen. Dort gibt es einen speziellen, uralten Reaktionsweg, den <strong>Pentose-Phosphat-Weg</strong>. Hier wird Glukose in erster Linie nicht für die Energiegewinnung genutzt, sondern um einen Elektronenspender namens <strong>NADPH</strong> zu bauen. Dieses NADPH wird in vielen, vielen anabolen Reaktionen genutzt: Steroid-Synthese, Lipid-Synthese, Lipid-Abbau, Cholesterin-Synthese, Entgiftungsreaktionen, Sphingolipid-Synthese und …</p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: center;"><strong>um Glutathion mit Elektronen zu befüllen. </strong></p>
</blockquote>
<p>&#8230; Und nicht nur Glutathion bzw. die Glutathion-Reduktase – sondern auch das oben genannte Thioredoxin-Reduktase-System.</p>
<h3>Also?</h3>
<p>Also: Statt (wie so oft) Hochdosen irgendwelcher Stoffen, insbesondere Antioxidantien wie Vitamin C, E und Co. einzuwerfen, würde ich darauf achten, eine ausreichende Menge an Spurenelementen zuzuführen (doch Vorsicht, Spurenelemente sind Metalle, und auch Metalle können Radikale erzeugen) – und ausreichende Mengen der Aminosäure Cystein. Denn erst diese Aminosäure ermöglicht dem Großteil des körpereigenen Antioxidantien-Systems die Elektronenübertragung bzw. -weitergabe.</p>
<p>PS: Erst neulich wurde gezeigt, dass zugeführte Pflanzenstoffe anders wirken als isolierte Vitamin-Gaben. Denn: diese Pflanzenstoffe regten die Bildung körpereigener Antioxidantien auf DNA-Level an. <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29856263">Im Test konnten Pflanzenstoffe so die Anpassungen an Training unterstützen, während die Extra-Vitamin-C-Gabe Anpassungsprozesse blockierte</a>. Aha.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/koerpereigene-antioxidantien-statt-extra-vitamin-c/">Körpereigene Antioxidantien statt Extra-Vitamin-C</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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