<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Mikronährstoffe - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
	<atom:link href="https://genetisches-maximum.de/tag/mikronaehrstoffe/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://genetisches-maximum.de</link>
	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
	<lastBuildDate>Thu, 08 Dec 2022 05:29:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2019/02/cropped-edubily-favicon-32x32.png</url>
	<title>Mikronährstoffe - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
	<link>https://genetisches-maximum.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Das wichtigste Thema: Mikronährstoffe (Video mit Bruce Ames)</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/das-wichtigste-thema-mikronaehrstoffe-video-mit-bruce-ames/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/das-wichtigste-thema-mikronaehrstoffe-video-mit-bruce-ames/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Mar 2017 11:31:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mikronährstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[magnesium]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=8892</guid>

					<description><![CDATA[<p>Warum hört man Könnern und Kennern nicht zu? Wieso winken &#8222;normale&#8220; Menschen immer ab? Vor allem, wenn man ihnen helfen will. Und mit &#8222;Könner und Kenner&#8220; meine ich nicht mich. Die Idee ist relativ einfach [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/das-wichtigste-thema-mikronaehrstoffe-video-mit-bruce-ames/">Das wichtigste Thema: Mikronährstoffe (Video mit Bruce Ames)</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Warum hört man Könnern und Kennern nicht zu? Wieso winken &#8222;normale&#8220; Menschen immer ab? Vor allem, wenn man ihnen helfen will. Und mit &#8222;Könner und Kenner&#8220; meine ich nicht mich.</p>
<p>Die Idee ist relativ einfach zu verstehen: Alles im Leben ist <a href="https://genetisches-maximum.de/biochemie/">Biochemie</a>. Jedes Signal im Leben wird in ein biochemisches Signal übersetzt. Jeder Chemie-Student im ersten Semester weiß, dass sich Reaktionsgleichgewichte verschieben lassen und dass es Enzyme gibt, die Reaktionen katalysieren. Solche Reaktionen finden in jeder Sekunde deines Lebens tausendfach statt &#8212; in deinen Zellen.</p>
<p>Die Natur aber hat uns eine Aufgabe zugeteilt: Diese Reaktionen brauchen <a href="https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/mikronaehrstoffe-sind-information/">Mikronährstoffe</a>. Und die muss man essen.</p>
<p>Leider glaubt nahezu jeder, <strong>vor allem die Besserwisser</strong>, dass wir alle von Haus aus gut damit versorgt seien. Man müsse nur <em>gscheit essen</em>. Der Glaube ist so unglaublich tief verankert. Deshalb kommen Botschaften so selten an. Das Hirn der Leser blockiert gleich. Wenn die lesen, &#8222;Um Diabetes loszuwerden, muss man z. B. über genug Mangan in den Zellen haben&#8220;, verstehen sie nur, &#8222;Du musst nur richtig essen und dann bist du gesund&#8220; &#8212; da sie davon ausgehen, dass gesundes Essen alles gibt, kommen sie gar nicht erst auf die Idee, mehr darüber nachzudenken. Thema abgehakt.</p>
<p><em>Mir</em> muss man nicht zuhören. Aber vielleicht wirklichen Könnern. Leute, die sich seit Jahrzehnten mit Biochemie befassen. Drum dieses Video.</p>
<p>Schau mal bei Minute 4:55. Magnesium als Bestandteil der DNA-Reperaturenzyme. Wie ernst er das nimmt. Und wir glauben, Magnesium verhindere Krämpfe &#8230; Oder eine Minute später. Thema Zink. Zinkfinger-Proteine oder p53, das Krebsabwehr-Protein.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/das-wichtigste-thema-mikronaehrstoffe-video-mit-bruce-ames/">Das wichtigste Thema: Mikronährstoffe (Video mit Bruce Ames)</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/das-wichtigste-thema-mikronaehrstoffe-video-mit-bruce-ames/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mitochondrien-Tuning mit Mikronährstoffen?</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/mitochondrien/mitochondrien-tuning-mit-mikronaehrstoffen/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/mitochondrien/mitochondrien-tuning-mit-mikronaehrstoffen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Feb 2017 10:17:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mitochondrien]]></category>
		<category><![CDATA[Mikronährstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[mitochondriale Biogenese]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=8688</guid>

					<description><![CDATA[<p>Erinnerst du dich noch an die Ames-Story? Das war der Biochemiker, der seinen alten Ratten Carnitin und Liponsäure verfütterte. Die dankten es ihm, sprangen auf und &#8222;tanzten den Macarena&#8220;. Im selben Interview verriet Ames, dass [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/mitochondrien/mitochondrien-tuning-mit-mikronaehrstoffen/">Mitochondrien-Tuning mit Mikronährstoffen?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erinnerst du dich noch an die <a href="https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-mikronaehrstoffe-zukunft/">Ames-Story</a>? Das war der Biochemiker, der seinen alten Ratten Carnitin und Liponsäure verfütterte. Die dankten es ihm, sprangen auf und &#8222;tanzten den Macarena&#8220;. Im selben Interview verriet Ames, dass seine alten Tierchen &#8222;full of energy&#8220; waren. Das Gehirn, ja quasi alles, was die Wissenschaftler studierten, sah verjüngt aus.</p>
<p>Nun &#8230; Das ist 15 Jahre her, wir sprechen vom Jahr 2002. Schon damals lies Ames verlauten, dass Krankheit wohl was mit Mitochondrien zu tun habe. Die, so Ames, seien der &#8222;weak link in aging&#8220;.</p>
<p>Das habe ich versucht zu vermitteln, damals, im <a href="http://amzn.to/2kstc64">Handbuch</a>. Denn natürlich war Ames nicht der erste oder gar der einzige, der über diese Zusammenhänge schrieb. Der weltbekannte, getriebene David Sinclair war auch so einer. Der hatte Ähnliches berichtet &#8212; nur der gab seinen Mäuschen Resveratrol, der &#8222;Wunderstoff&#8220; aus dem Rotwein.</p>
<p>Heute ist das nicht mehr so hip, seine neueste &#8222;Erfindung&#8220; ist Nicotinamidribosid. Schon 2012 hat mir einer meiner Freunde ganz stolz <a href="https://www.welt.de/gesundheit/article106418745/Inhaltsstoff-der-Milch-schuetzt-vor-Uebergewicht.html">einen Welt-Artikel</a> präsentiert: Milch (und, viel wichtiger, Bier) mache schlank, da dieses Nicotinamid-Ribosid enthalten sei. Aber auch das hatte was mit den Mitochondrien zu tun. Natürlich.</p>
<h2>Mitochondrien: Die wichtigen Eckpfeiler</h2>
<p>Wer sich mit zellulärer Leistungsfähigkeit, Gesundheit und Langlebigkeit befasst, der wird immer und immer wieder über dieses Thema stolpern. Egal, wo Wissenschaftler ansetzen.</p>
<p>Daher befassen wir uns hier seit fast drei Jahren mit diesen Themen, vor allem mit Mitochondrien. In nahezu allen unseren (E-)Büchern geht es um die zwei wichtigen Eckpfeiler:</p>
<ol>
<li>Es müssen genug vorhanden sein. Sie müssen gesund sein.</li>
<li>Sie wollen versorgt werden.</li>
</ol>
<p>Leider keine Selbstverständlichkeit, wie viele immer meinen.</p>
<h2>Gibt es einen Mito-Cocktail?</h2>
<p>Mitochondrien kann man &#8212; zumindest bei Versuchstieren &#8212; quasi auf Knopfdruck vermehren. Sprechen wir kurz über ein Beispiel: Es gibt eine interessante Arbeit aus dem Jahr 2011. Dort haben Wissenschaftler ihre Ratten wirklich gequält. Die mussten exzessiv trainieren, waren also kleine Ausdauer-Athleten. Diese Ausdauer-Athleten kann man natürlich mit der unbewegten Kontroll-Gruppe vergleichen. Eine weitere Möglichkeit ist, sie mit Sport zu quälen, aber gleichzeitig einen Mikronährstoff-Cocktail zu verabreichen. Dieser Cocktail enthielt, ziemlich hochdosiert:</p>
<blockquote><p>Liponsäure, Carnitin, Biotin, Nicotinamid (B3), Riboflavin (B2), Pyridoxin (B6), Kreatin, Q10, Resveratrol und Taurin.</p></blockquote>
<p>Die Wissenschaftler ließen die Ratten dann auf dem Laufband gegeneinander antreten, bis zum bitteren Ende (= totale Erschöpfung).</p>
<p><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2017/02/mixrunning.gif"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-8689 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2017/02/mixrunning.gif" alt="Mitochondrien-Tuning" width="440" height="255" /></a></p>
<p>Klar zu sehen ist, dass die Cocktail-gefütterte Rattenbande (EN) deutlich länger bzw. weiter laufen konnte. Das Bemerkenswerte daran ist eigentlich, dass die Cocktail-Tierchen quasi ohne Training, also direkt ab Tag 0, weiter laufen konnten. Statt knapp 600 m, konnten die Überflieger direkt 800 m zurücklegen.</p>
<p>Doch wie kann das sein?</p>
<p>Denken wir dazu bitte an unsere beiden Eckpfeiler. Es kann sein, dass Mitochondrien dank der vielen B-Vitamine und Co. einfach besser versorgt waren. Alternativ sorgte dieser Cocktail dafür, dass etwas mit der Mito-Anzahl bzw. der Mito-Funktion passierte.</p>
<p><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2017/02/mixrunning3.gif"><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-8690 size-medium" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2017/02/mixrunning3-300x154.gif" alt="Mehr Mitochondrien" width="300" height="154" /></a></p>
<p>Tatsächlich &#8212; das zeigt uns dieses Bild &#8212; hatten die Cocktail-gefütterten Ratten (EN) einfach deutlich mehr und deutlich größere Mitochondrien. Sehr schön zu sehen ist, dass die anderen Ausdauer-Mäuse (EC) auch mehr Mitochondrien in ihren Zellen hatten. Gleichzeitig aber waren die wiederum kleiner. Der extreme Sport (eher: Quälerei) sorgte wohl für Schäden, die sich durch den Cocktail kompensieren ließen. In einfacher Sprache: Der Cocktail sorgte dafür, dass die Tiere mehr Mitochondrien aufwiesen, die gleichzeitig auch gesünder waren.</p>
<p><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2017/02/mixrunning4.gif"><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-8691 size-medium" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2017/02/mixrunning4-300x193.gif" alt="Bessere Anpassung Ausdauer" width="300" height="193" /></a></p>
<p>Die bessere Mito-Funktion der Mikronährstoff-gefütterten Ratten wurde dadurch bestätigt, dass diese einen viel höheren Protein-Gehalt aufwiesen. Die innere Mitochondrien-Membran ist voll mit Proteinen, die sich zu bestimmten Komplexen zusammenlagern (I bis V) und die ATP-, also Energie-Synthese überhaupt erst ermöglichen.</p>
<h2>PGC-1alpha steuert Mito-Menge und -Gesundheit</h2>
<p>In derselben Arbeit wurde gleichzeitig bestätigt, was wir &#8212; die fleißigen edubily-Leser &#8212; alle sowieso vermuteten: Der Mikronährstoff-Cocktail sorgte dafür, dass mehr PGC-1alpha gebildet wurde. Dieses Protein, wir erinnern uns kurz, wird als &#8222;Masterregulator der Mitochondrien-Biogenese&#8220; bezeichnet. Steigt PGC-1alpha an, steigt die Anzahl der Mitochondrien.</p>
<p>Also: In vielen, vielen Arbeiten lässt sich zeigen, dass durch Umwelteinflüsse (hier: Mikronährstoffe) Eckpfeiler Nummer 1 (&#8222;Es müssen genug vorhanden sein. Sie müssen gesund sein.&#8220;) stark reguliert werden kann, vor allem via PGC-1alpha. Das müssen keine Mikronährstoffe sein, das können Kalorienrestriktion, Kälte, Sport oder Schilddrüsenhormone sein. Aus solchen Mikronährstoff-Studien wird oft nicht klar, ob das daran lag, dass diese Stoffe in diesen Dosen bestimmte Signalwege aktivieren und somit Eckpfeiler 1 regulieren. Oder, ob die Mikronährstoffe einfach zu einer verbesserten Versorgung unserer Mitochondrien beitrugen. Beides zusammen ist natürlich auch möglich.</p>
<h2>Relevant auch für uns? Spannend allemal!</h2>
<p>Fraglich bleibt, wie immer, wie groß die Relevanz für uns Menschen ist. Das beginnt schon mit der Problematik, dass man sich nicht einfach irgendwelche Hochdosen irgendwelcher Mikronährstoff reinziehen kann, ohne direkt andere Probleme zu generieren. Es ist oft sehr, sehr diffizil.</p>
<p>Nichtsdestotrotz: Wie spannend ist das eigentlich? Ist das nicht faszinierend? Welche Möglichkeiten es potenziell gibt? Mit ein paar Mikronährstoffen mehr Power, mehr Energie zu bekommen? Für andere Säugetiere längst möglich, für uns oft noch ein Wunschtraum &#8212; oder wer tanzt bei uns im Alter noch den Macarena, &#8222;voller Energie&#8220;?</p>
<h2>Neuer edubily-Grundkurs</h2>
<p>Wenn du dich für diese Themen so interessierst wie wir &#8230; Wir haben da etwas für dich. Nennt sich &#8222;Grundlagenkurs&#8220;. Du kriegst deinen eigenen Zugang zu 59 exklusiven Texten, zu Rabatt-Aktionen, zu bestimmten Tools (z. B. einer Vitalstoff- oder der beliebten NEM-Liste) und &#8212; ganz wichtig &#8212; exklusiven Zugang zu einer Facebook-Gruppe.</p>
<p style="text-align: center;">DOCH BITTE BEACHTEN: Dieser Bereich ist NICHT für die Experten gemacht.</p>
<p><a href="https://www.digistore24.com/product/106149">Hier geht&#8217;s lang.</a></p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/mitochondrien/mitochondrien-tuning-mit-mikronaehrstoffen/">Mitochondrien-Tuning mit Mikronährstoffen?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/mitochondrien/mitochondrien-tuning-mit-mikronaehrstoffen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mikronährstoffe sind Information</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/mikronaehrstoffe-sind-information/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/mikronaehrstoffe-sind-information/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Feb 2016 19:47:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mikronährstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[AMPK]]></category>
		<category><![CDATA[Eisen]]></category>
		<category><![CDATA[L-carnitin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=6196</guid>

					<description><![CDATA[<p>Viele, die sich für Gesundheit interessieren, kommen früher oder später in Kontakt mit Nahrungsergänzungsmittel. Dies liegt daran, dass es &#8211; zumindest in unseren Kreisen &#8211; immer legitimer und selbstverständlicher wird, das zu nehmen, was dem [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/mikronaehrstoffe-sind-information/">Mikronährstoffe sind Information</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Viele, die sich für <em>Gesundheit</em> interessieren, kommen früher oder später in Kontakt mit Nahrungsergänzungsmittel. Dies liegt daran, dass es &#8211; zumindest in unseren Kreisen &#8211; immer legitimer und selbstverständlicher wird, das zu nehmen, was dem Körper fehlt oder im therapeutischen Sinne zu ergänzen, nach dem Motto: XY hilft gegen meine Herzrhythmusstörungen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">System Mensch vs. menschliche Systeme</h2>
<p style="text-align: justify;">Wir sehen den Körper dabei als System, das nur dann ordentlich funktioniert, wenn alle System-Komponenten ordentlich funktionieren können.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist richtig. Richtig gedacht. Aus menschlicher Sicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Aus Sicht eines Organismus, der seit Jahrmillionen auf Überleben getrimmt ist, stimmt das nur bedingt. Denn ein menschliches System denkt relativ eindimensional. Nehmen wir als Beispiel das Auto. Wenn dort die Bremsscheiben kaputt gehen, dann &#8230; na ja, funktionieren die Bremsen irgendwann vielleicht nicht mehr. Das ist eindimensional. Teil geht kaputt, ganzes Auto geht eventuell kaputt &#8211; zumindest, wenn man weiterfahren würde wie bisher und wir daraus, gedanklich, eine lineare Extrapolation werden lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun hilft diese Art des Denkens zwar, unseren Organismus besser zu verstehen und nachvollziehen zu können, was irgendwo in uns gerade schief läuft, aber es wird hinderlich, wenn wir dieses Denken stur anwenden wollen.</p>
<p style="text-align: justify;">Denn wäre der menschliche Organismus dieses oben beschriebene kaputte Auto, dann wären dem Auto vielleicht neue Bremsscheiben &#8222;gewachsen&#8220; oder es hätte, wie der Körper, andere &#8222;Ausweichmöglichkeiten&#8220; bereitgestellt, um diesen Verlust der Systemkomponente zu kompensieren. Diese Vorstellung widerstrebt uns, da wir immer davon ausgehen, dass &#8222;Weniger&#8220;, &#8222;Kompensation&#8220; oder &#8222;Alternative&#8220; nicht gut sind oder schlechter als das, was da <em>eigentlich</em> hingehört.</p>
<p style="text-align: justify;">Das sind allerdings Vermenschlichungen.</p>
<p style="text-align: justify;">Denn wer will bestimmen, was gut ist, was da hin gehört und was nicht?</p>
<h2 style="text-align: justify;">Machen Vitamine dick?</h2>
<p style="text-align: justify;">Ich will auf etwas Fundamentales hinaus: Auf die Adaptionsfähigkeit des Organismus.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gehört dazu, in alle Richtungen zu denken. Einige Wissenschaftler postulieren, dass es heute so viele dicke Amerikaner gibt, weil die Amerikaner nicht an Vitamin-Zusätzen sparen. Und tatsächlich weiß man, dass das ein oder andere Vitamin die Zunahme eben auch beschleunigen kann. Dieselben Autoren glauben: Schwitzt man nicht oft genug, geht eine wesentliche &#8222;Vitamin-Entgiftungsfunktion&#8220; verloren, so, dass sich Vitamin-Abbau-Produkte vermehrt messen lassen und als Marker für eine Überdosierung genutzt werden können.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich glaube zwar nicht unbedingt daran, dass das so stimmt, aber interessant ist die Hypothese allemal.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Sind Mikronährstoffe &#8222;Information&#8220;?</h2>
<p style="text-align: justify;">Mikronährstoffe sollten, wie keine anderen Umwelteinflüsse, unser Genom, unsere Epigenetik, beeinflussen. Warum? Weil es diese Stoffe sind, die wir mit der Nahrung aufnehmen. Nur so kann der Körper &#8222;messen&#8220;, wie es um unsere Versorgungslage bestellt ist. In anderen Worten: Ein extrem hoher Selektionsdruck war das Nahrungsangebot. Nichts ist und war wichtiger für einen Organismus, als adäquat auf Nahrungszufuhr zu reagieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Stellen wir uns einmal ganz plump folgendes Szenario vor: Eine stereotypische Vorstellung von einem Schwerübergewichtigen. Der trinkt nur Cola und isst nur hochverarbeitetes Industriefutter. Was könnte passieren? Richtig: Der Körper nimmt diese Energie-Flut wahr (ganz klassisch: Leptin) und steigert den Energieverbrauch, um das Equilibrium zu halten. Was aber, wenn der Körper diese Reaktion nicht vollständig umsetzen kann, weil er <em>glaubt</em>, es herrsche ein Nahrungsmangel?</p>
<p style="text-align: justify;">Sollten Mikronährstoffe hier eine Rolle spielen, könnten hochverarbeitete Lebensmittel, deren Mikronährstoff/Gesamtenergie-Verhältnis sehr niedrig ist, zu Quasi-Nahrungsmangel-Reaktionen führen. Das könnte zum Beispiel so aussehen, dass Schwerübergewichtige eben nicht mehr mit einem erhöhten Energieverbrauch reagieren, dann, wenn sie mit Energie konfrontiert werden.</p>
<p style="text-align: justify;">In der Natur sehen wir diese Phänomene überall. Es gibt immer &#8222;zentraler&#8220; Schalter, die dem Organismus zeigen, wie er reagieren kann und soll. Dort aber stimmt Umwelt mit Reaktion überein. Dort ist nix verfälscht, weil der Organismus eben angepasst ist und keine Verfälschung erlaubt ist. Ein Organismus kann sich womöglich nicht 3000 &#8222;leere&#8220; Kalorien einverleiben, sondern musste wohl, zwangsläufig, viele Begleitstoffe essen, die dem Organismus-System auch als Feedback-Signal dienen. Die also können ihre Umwelt nicht so verändern, dass &#8222;falsche&#8220; Signale gesendet werden.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Von Vitamin D zu Eisen: Wie regulieren diese Substanzen unsere Gene?</h2>
<p style="text-align: justify;">Ich sehe derzeit große Probleme.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe meine Bedenken einmal bei Vitamin D geäußert. Heute glauben wir, wir müssten immer und ganzjährig Vitamin-D-Wert XY anpeilen. Aber so funktioniert der Körper nicht. Er mag Zyklen und Periodisierung, ein Auf und Ab wie eine Sinus-Kurve. Wieso funktioniert ein Marshall-Protokoll? Wieso kann das genaue Gegenteil eines Vitamin-D-Hochs funktionieren, wenn wir doch fest davon überzeugt sind, dass erst ein hoher Vitamin-D-Wert das Funktionieren ermöglicht? Hier könnte man denken: Okay, vielleicht ist der Körper angepasst an ein Sommer-Hoch und an ein Winter-Tief. Vielleicht ergeben sich pathologische Zustände, wenn wir diese natürliche Periodisierung umgehen &#8211; zum Beispiel dadurch, dass wir über Jahre hinweg nicht genug Vitamin D im Sommer tanken. Dies wäre, auf die Jahre betrachtet, genauso schlecht wie die Situation heute, bei der wir alle Wert XY anpeilen wollen, quasi für immer.</p>
<p style="text-align: justify;">Darüber hinaus könnte Vitamin D im Verhältnis zu Vitamin A auch ein metabolischer Schalter sein: Vor Monaten schon habe ich einen Facebook-Beitrag verfasst. Vitamin A reguliert den Fettstoffwechsel, Vitamin D scheint ihn generell eher zu unterdrücken und programmiert auf Fettaufbau. Ergibt Sinn: Normalerweise sollte der Vitamin-D-Wert am höchsten sein &#8230; wann? Vor dem Winter, nach dem Sommer. Wann sollte der Vitamin-A-Wert relativ zu Vitamin D ansteigen? Im Winter.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch auch hier gilt: Ist dies relevant für alle Populationen? Spezies-übergreifend? Stimmt die Hypothese überhaupt?</p>
<p style="text-align: justify;">Anderes Beispiel: <strong>L-Carnitin</strong> reguliert auf Muskel-Ebene nicht nur die Fähigkeit, generell Fettsäuren zu oxidieren, sondern auch den Muskelfaser-Typus. Viel Carnitin hilft dem Muskel, sich in Richtung einer oxidativen Faser zu entwickeln. Dies hat bedeutende Implikationen: Eine hohe Fettzufuhr könnte immer dann gegeben sein, wenn auch Tiere verspeist werden &#8211; und Tiere liefern enorme Mengen an L-Carnitin.</p>
<p style="text-align: justify;">Beispiel <strong>Eisen</strong>: Eisen scheint den Glukose-Stoffwechsel zu regulieren. Wer hat die höchsten Eisen-Werte? Ein Fleischesser. Wer die niedrigsten? Diejenigen, die von Pflanzen leben. Nun sollte dies keinen Einfluss auf die Fitness (im biologischen Sinne) oder Gesundheit eines Organismus haben, solange kein Mangel vorliegt. Aber zwischen Mangel und Überschuss nutzt der Körper anscheinend die Variation, um den zellulären Stoffwechsel zu justieren, weg von der Glukose-Oxidation, hin zur Fettsäure-Oxidation.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein ideales Beispiel dafür, wie man selbst Probleme schaffen kann. Denn wenn wir beschließen, Kohlenhydrate zu essen, dem Körper aber die falschen Signale senden, indem wir künstlich Substanzen hinzufügen (hier zum Beispiel: Eisen), dann bauen wir uns &#8211; nicht wissend &#8211; einen &#8222;schwierigen&#8220; Zustand. Ich glaube, das sehen wir heute. Heute essen wir recht große Mengen an Fleisch und haben Probleme. Nicht, weil Fleisch per se schlecht ist, sondern weil wir es in einer ungünstigen Konstellation verzehren. Mein kleiner afrikanischer Uni-Kollege, ganz schlank, erzählte mir neulich von den vielen Nahrungsmitteln, die die in Ruanda verzehren. Fast nur Kohlenhydrate. Aber: Der hat &#8211; vielleicht aufgrund seiner Genetik &#8211; überhaupt keine Probleme mit dieser Art der Ernährung. Umgekehrt würde ich gerne wissen, wie sich dieser Organismus verhalten würde, würde man ihn wirklich in unsere Nische setzen (mit viel Fleisch zum Beispiel) und dann zurück schicken. Würden sich metabolische Parameter verändern?</p>
<h2 style="text-align: justify;">Die Natur kennt keinen chronischen Zustand</h2>
<p style="text-align: justify;">Ganz egal: Ich bekomme immer öfter Mails von Lesern, die sich auf ein ganz bestimmtes Muster festnageln wollen und dabei jeden systemischen Aspekt ignorieren. Zugegeben: Es ist tierisch schwer, zumal wir eben so viel noch nicht wissen. Aber was wir sicher sagen können: Es ist nicht richtig, deinen Organismus auch hier in eine künstliche, &#8222;aufgeblasene&#8220; Umwelt zu setzen, chronisch und immer mit den gleichen Substanzen konfrontiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Kommen wir noch einmal zurück zu unseren &#8222;Nahrungsmangel-Szenario&#8220;: Heute, ganz modern, haben wir entdeckt, dass es wichtig ist, temporäre Energielöcher zu kreieren. Wir haben AMPK kennengelernt. All diese Aspekte, die eben so profitieren von &#8230; Nicht-Essen.</p>
<p style="text-align: justify;">Okay, das ist richtig und gut. Aber stimmt dieses Bild so? In anderen Worten: Es wurde u. a. postuliert, dass Kalorienrestriktion deshalb so gut und protektiv wirkt, weil dadurch weniger Eisen aufgenommen wird. Oha! Sehr guter Gedanke. Denn weiter: Der Organismus war immer schon Nahrungsknappheiten ausgesetzt und so auch Mikronährstoff-Knappheiten. Diese natürliche Fluktuation erlaubt es dem Körper auch, sich &#8222;zu reinigen&#8220; &#8211; Beispiel Eisen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nochmal: Es ist <em>nicht</em> richtig, einen mangelversorgten Körper noch mehr in den Mangel zu drücken. Es ist wichtig, zu erkennen, dass eine natürliche Fluktuation gegeben sein sollte.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Abschließende Worte</h2>
<p style="text-align: justify;">Also, zwei Fragen, zwei Aspekte stünden generell im Raum:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Regulieren Mikronährstoffe den Organismus bzw. dienen sie ihm als Faktor, um die Umwelt korrekt wahrzunehmen und so adäquat auf die Umwelt zu reagieren?</li>
<li style="text-align: justify;">Wie sehen die &#8222;natürlichen Rhythmiken&#8220; aus? Gibt es sie? Und wenn ja, welche Einflüsse haben sie auf den Organismus?</li>
</ul>
<p>Das sind wohl die essentiellsten Aspekte überhaupt.</p>
<p style="text-align: justify;">Denn dies hätte weitreichende Folgen. Vor allem mit Blick auf die Nutzung von Ergänzungsmitteln. Die Frage würde dann nämlich lauten: &#8222;In welcher Umgebung wäre ich gerne? Will ich lieber Kohlenhydrate essen oder lieber Fett? Will ich lieber Kohlenhydrate oxidieren oder lieber Fett?&#8220; So jedenfalls könnte das beispielhaft aussehen. Und so würde man systemisch korrekt argumentieren. Wir würden uns außerdem davon verabschieden, jeden Stoff der Welt an die Blut-Höchstgrenze bringen zu wollen &#8211; frei nach dem Motto: Jeder Stoff maximal hoch, bedeutet, Leistung und Gesundheit maximal hoch.</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/mikronaehrstoffe-sind-information/">Mikronährstoffe sind Information</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/mikronaehrstoffe-sind-information/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie ich meine Schilddrüsenunterfunktion selbst behandeln konnte &#8211; Ein Erfahrungsbericht</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/schilddruese/schilddruesenunterfunktion-selbst-behandeln/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/schilddruese/schilddruesenunterfunktion-selbst-behandeln/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jan 2016 08:49:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schilddrüse]]></category>
		<category><![CDATA[Mikronährstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[T3]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=5806</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vorwort Chris Wie du sicher mitbekommen hast, zeigen wir in letzter Zeit immer öfter Erfahrungsberichte (z. B. hier und hier) &#8211; insbesondere im Hinblick auf die erfolgreiche Modulation (= Veränderung) des eigenen Körpers. Wir wollen damit zeigen, dass [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/schilddruese/schilddruesenunterfunktion-selbst-behandeln/">Wie ich meine Schilddrüsenunterfunktion selbst behandeln konnte – Ein Erfahrungsbericht</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: justify;">Vorwort Chris</h2>
<p style="text-align: justify;">Wie du sicher mitbekommen hast, zeigen wir in letzter Zeit immer öfter Erfahrungsberichte (z. B. <a href="https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/adhs-heilen-bei-kindern/">hier</a> und <a href="https://genetisches-maximum.de/darmgesundheit/ernaehrung-bei-morbus-crohn-paleo/">hier</a>) &#8211; insbesondere im Hinblick auf die erfolgreiche Modulation (= Veränderung) des eigenen Körpers.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir wollen damit zeigen, dass es durchaus belohnt wird, wenn man versucht, den eigenen Körper auf anderen Ebenen zu verstehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ganz klar zum Ausdruck möchte ich bringen, dass es sich hierbei um gelungene Versuche handelt. Es gibt sicherlich viele Versuche, die nicht gelingen, obwohl der- oder diejenige &#8222;alles richtig gemacht&#8220; hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Daher ist ein wichtiger Bestandteil einer allgemeinen Gesundheitsaufklärung auch, dass man ein Bewusstsein für mögliche Grenzen entwickelt.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf der anderen Seite sollten wir alle lernen, mit dem eigenen Körper umzugehen &#8211; heute habe ich wieder einmal ein sehr beeindruckendes Beispiel dafür für dich parat.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Erfahrungsbericht stammt von einem Mitglied unseres <a href="https://genetisches-maximum.de/forum/">edubily-Forums</a>.</p>
<h2>Hack die Schilddrüsen-Funktion!</h2>
<p style="text-align: justify;">Mein Name ist Manu, ich bin 26 Jahre alt und seit zehn Jahren auf Schilddrüsen-Hormontabletten angewiesen &#8230; <span style="line-height: 1.4;">Das war mein altes ich, vor etwa einem Jahr. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Jeden Tag vor dem Frühstück erst mal eine L-Thyroxin, sonst ging der Tag nicht los. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;"><strong>Heute lebe ich ohne L-Thyroxin.</strong> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Meine freien Schilddrüsen-Werte sind höher als zu der Zeit mit Tabletten. Mir geht es so gut wie nie zuvor. Ich kann besser schlafen, bin konzentrierter, leistungsfähiger auf geistiger und körperlicher Ebene. Wie ich das geschafft habe? Ich habe mich auf biochemischer Ebene informiert was mein Körper tatsächlich benötigt, um maximal zu funktionieren. Ich habe Nahrungsergänzungsmittel getestet und auf die Signale meines Körpers gehört. Zusätzlich habe ich meine Ernährung getunt. Aber von vorne:</span></p>
<h2>Meine Ausgangslage mit Schilddrüsenunterfunktion</h2>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Alle zwei Monate zum Arzt für ein neues Rezept L-Thyroxin. Das war mein Schicksal, mit dem ich mich im Laufe der Zeit anfreunden musste. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Wenn man krank ist, kann man nichts dafür und man muss es so hinnehmen, dachte ich mir. Die Ärzte haben schließlich Medizin studiert und wissen was sie tun … </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Zehn lange Jahre lebte ich nach diesem einfachen Prinzip. Ein Prinzip, wie es jeder von uns von Geburt an eingetrichtert bekommt. Wenn man krank, ist geht man zum Arzt. Das Wort des Arztes ist Gesetz, ein Halbgott in Weiß. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Irgendwann fing ich an, mich näher mit der Biochemie meines Körpers zu beschäftigen. Wie funktioniert eigentlich was? Warum funktioniert meine Schilddrüse nicht von selbst? Was brauche ich, um zu funktionieren? Ich stieß auf <em>edubily</em> und mein Leben veränderte sich um 180°.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Alle meine Mitmenschen wissen, dass sie Essen und Trinken müssen, um zu überleben. Einige denken sogar weiter, wissen, dass es so etwas wie Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette gibt. Wissen, dass man mit einem Überschuss an Kalorien zunehmen, und mit einem Defizit abnehmen kann. Wenn man sie jedoch nach Mikronährstoffen fragt, nach Blutwerten oder den täglichen Bedarf der Mikros, kennt sich fast keiner mehr aus. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Nicht mal mein Hausarzt oder Internist konnte eine vernünftige Aussage hierzu treffen. Auch meine Fitnesskollegen, die sehr viel von gesunder Ernährung halten, stiegen an dieser Stelle aus. Und genau hier habe ich angesetzt.</span></p>
<h3>Wodurch ich L-Thyroxin absetzen konnte</h3>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Ich habe mich unter anderem auf edubily über die groben Abläufe meines Körpers in Bezug auf Mikronährstoffe und Makronährstoffe informiert. Ich habe gelernt, dass es eine Reihe essentieller Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren gibt, die ich benötigte, um optimal zu funktionieren.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Mit einem TSH von etwa 2,6 µIU/ml [60%] und einem FT3 von etwa 4,3 pmol/l [45%] habe ich meinen Versuch gestartet (Werte unter 50 µg L-Thyroxin täglich). </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Ich habe angefangen, eine Reihe Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen, darunter Dinge wie: </span></p>
<ul>
<li style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Vitamin A </span></li>
<li style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Vitamin D3 </span></li>
<li style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Selen </span></li>
<li style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Jod </span></li>
<li style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Magnesium </span></li>
<li style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Zink </span></li>
<li style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Choline </span></li>
<li style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Sauermolke </span></li>
<li style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">L-Citrullin Malate </span></li>
<li style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Vitamin B12 </span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Gleichzeitig habe ich meine Schilddrüsen-Hormontabletten abgesetzt und regelmäßig meine Blutwerte kontrollieren lassen. Meine Ernährung habe ich von Low-Carb auf High-Carb umgestellt. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Um einen kurzen Rückblick zu geben, Low-Carb war für mich eine lange Zeit des Jahres der <a href="https://genetisches-maximum.de/ketogen/ketogene-diaeten-zur-behandlung-von-diabetes-ein-kommentar/">heilige Gral</a> unter den Ernährungsformen. Durch die Medien, durch Pseudo-Experten, durch viele Foren und Websites wird man überschwemmt von Halbwissen, welches eine kohlenhydratarme Ernährung als DIE Ernährung anpreist. Es wird geradezu eine Angst vor Kohlenhydraten geschürt, denn Kohlenhydrate machen dick. Insulinresistenz, schlechte Schilddrüsen-Hormonwerte etc. werden hierbei verschwiegen. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Und unter uns gesagt, der Spaß am Leben geht verloren. Essen ist Teil unserer Gesellschaft. Ein dauerhafter Verzicht von Kohlenhydraten macht schlechte Laune und depressiv, zumindest bei mir. Es ist auch völlig unbegründet Kohlenhydrate zu streichen. Selbst in meinen Diäten lebe ich mittlerweile High-Carb, aber das steht wieder auf einem anderen Blatt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Um dennoch einen kurzen Überblick zu verschaffen:</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;"> Im Schnitt war ich anfangs etwa 350 g Kohlenhydrate, 50 g Fett, 180 g Protein (~ 2600 Kcal) auf 1,78 m und 75 kg. Und ja, ich habe auch hin und wieder genascht, ohne gleich dick zu werden. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Mein Selbstversuch hatte Hochs und Tiefs. Anfangs musste ich mit den Dosierungen viel experimentieren. Ich möchte auch definitiv keine Empfehlungen aussprechen. Jeder Körper ist anderes, jeder Körper benötigt zum Teil andere Dosierungen, ausgehend von den anfänglichen Blutwerten. Deshalb immer: </span></p>
<ul>
<li style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Eigenes Befinden checken </span></li>
<li style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Blutwerte analysieren lassen </span></li>
<li style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">NEM’s einbauen </span></li>
<li style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Erneutes Checken der Blutwerte </span></li>
<li style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Dosis anpassen</span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Keinesfalls Vitamin oder Mineral XY hochdosiert auf Verdacht einnehmen und sich Wirkung XY erhoffen. Das geht nur in die Hose.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;"> Heute nach diesem aufregenden Jahr habe ich einen TSH von etwa 1,7 µIU/ml [38%] und einem FT3 von etwa 5,4 pmol/l [81%]. Ich habe seitdem keine einzige L-Thyroxin mehr genommen. Ich fühle mich besser als jemals zuvor. Nutze deinen eigenen Verstand. Hör auf deinen Körper und nicht nur auf Ärzte. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 1.4;">Manu</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In Deutschland leiden rund zehn Prozent der Frauen und sechs Prozent der Männer an einer Schilddrüsenunterfunktion. Dieses Thema bietet Raum für viele Fragen, die im Folgenden geklärt werden sollen.</span></p>
<p><strong>Welche Symptome hat man bei einer Schilddrüsenunterfunktion?</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Schilddrüse ist für die Bildung von Hormonen zuständig. Leidet der Körper unter einer eingeschränkten Hormonproduktion, zeigt er dies deutlich:</span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Müdigkeit</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Antriebslosigkeit</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Kurzatmigkeit</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Hautveränderungen</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Haarausfall</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Niedriger Puls</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Schwächeanfälle</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Gewichtszunahme</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Verstopfungen</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Anschwellen der Zunge</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Erektionsstörung</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Unnatürlich starke Regelblutungen, Schwankungen des Menstruationszyklus, Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Schwerhörigkeit</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Kälteempfindlichkeit</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Schmerzen der Muskeln und Gelenke</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Taubheitsgefühl</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Fehlende oder langsame Reflexe</span></li>
</ul>
<p><strong>Kann eine Schilddrüsenunterfunktion wieder weggehen?</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das schmetterlingsförmige Organ nimmt eine Schlüsselrolle im menschlichen Körper ein. Die Schilddrüse ist für die Produktion von Hormonen zuständig und somit an unzähligen körperlichen Prozessen beteiligt. Einfluss wird zum Beispiel auf den Stoffwechsel, das Wachstum, den Kreislauf und das seelische Wohlbefinden genommen. In der Regel gilt die Schilddrüsenunterfunktion als nicht heilbar. Patienten müssen bis zu ihrem Lebensende Medikamente einnehmen. </span></p>
<p><strong>Was passiert, wenn eine Schilddrüsenunterfunktion nicht behandelt wird?</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Schilddrüsenunterfunktion hat deutliche Symptome, die dennoch häufig für lange Zeit unentdeckt bleiben. Zu den psychischen Auswirkungen einer Schilddrüsenunterfunktion zählen unter anderem Schwellungen im Gesicht, Muskel- und Gelenkschmerzen, Verstopfung, Regelblutungen etc. Auch psychische Konsequenzen treten regelmäßig auf. Beispielsweise Depressionen, Müdigkeit, fehlende Motivation etc. Langfristig können sich aus den unzähligen Problemen schwerwiegende Folgen ergeben:</span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Starke Wassereinlagerungen durch Schwellungen</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Kardiovaskuläre Erkrankungen durch Gewichtszunahme und Hormonschwankungen</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Mangelerscheinungen durch beeinträchtigten Stoffwechsel</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Komatöser Zustand in selten Fällen</span></li>
</ul>
<p><strong>Kann man eine Schilddrüsenunterfunktion selbst behandeln?</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Schilddrüsenunterfunktion kann oftmals auf ein gestörtes Immunsystem zurückgeführt werden. Man spricht dann von der Hashimoto-Thyreoiditis &#8211; einer Entzündung des Organs. Das Immunsystem identifiziert die Schilddrüse als Fremdkörper und greift deren Gewebe an. Geht man zum Arzt, werden dem Patienten sofort Medikamente verschrieben, die selbst starke Nebenwirkungen haben: </span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Schlaflosigkeit</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Unruhe und Nervosität</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Migräne</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Störungen des Herzrhythmus</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Hautreizungen</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Schweißausbrüche</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Zyklusstörungen</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Verstopfung</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">etc.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-weight: 400;">Viele dieser Konsequenzen sind ebenfalls Symptome der Schilddrüsenunterfunktion. Man fragt sich also, wogegen die Einnahme von L-Thyroxin und Co. überhaupt hilft. Tatsächlich hat sich gezeigt, dass eine gesunde Ernährung und Lebensweise die körperlichen Probleme mildern können. Der Konsum von folgenden Lebensmitteln wird empfohlen:</span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Proteine: Transportieren Hormone</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Fette und Cholesterin: Stärkung der Hormonproduktion</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Kokosöl: Förderung der Funktionsfähigkeit der Schilddrüse</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Obst, Gemüse, Amaranth und Co.: Beinhalten Nährstoffe, welche die Schilddrüse unterstützen</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Apfelessig: Entgiftung des Körpers und Regulation der Hormonproduktion</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Ingwer:  Entzündungshemmer und anregende Funktion der Schilddrüse</span></li>
</ul>
<p><strong>Welche Lebensmittel sollte man bei der Schilddrüsenunterfunktion vermeiden?</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Um die Funktionstüchtigkeit der Schilddrüse voranzutreiben, sollte man folgende Lebensmittel meiden: </span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Nachtschattengewächse: Tomate, Paprika, Kartoffeln und Co.</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Hülsenfrüchte und Bohnen: Soja-, Kidney-, Tepary- und Brechbohnen</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Tierische Milch</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Weizen, Hafer und Gerste</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Nüsse</span></li>
</ul><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/schilddruese/schilddruesenunterfunktion-selbst-behandeln/">Wie ich meine Schilddrüsenunterfunktion selbst behandeln konnte – Ein Erfahrungsbericht</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/schilddruese/schilddruesenunterfunktion-selbst-behandeln/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>27</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chrom: Für die Insulinsensitivität und gegen Depressionen</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/chrom-insulinsensitivitaet-depressionen/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/chrom-insulinsensitivitaet-depressionen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2015 14:14:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hormonhaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Insulin-Sensitivität]]></category>
		<category><![CDATA[Mikronährstoffe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=5522</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Boys von edubily unterzogen sich einem Haarmineraltest &#8211; das ist der, den man bei uns im Shop finden kann, versteht sich. Haarmineral-Test: Chrom &#38; Quecksilber Uns wurden knallhart unsere Stärken und unsere Schwächen vor [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/chrom-insulinsensitivitaet-depressionen/">Chrom: Für die Insulinsensitivität und gegen Depressionen</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Boys von edubily unterzogen sich einem Haarmineraltest &#8211; das ist der, den man bei uns im Shop finden kann, versteht sich.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Haarmineral-Test: Chrom &amp; Quecksilber</h2>
<p style="text-align: justify;">Uns wurden knallhart unsere Stärken und unsere Schwächen vor Augen geführt, natürlich bezogen auf die Mikronährstoff-Verfügbarkeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Leider auch im Hinblick auf die Schwermetallbelastung, was wie die Faust aufs Auge passt. Durch den hohen Thunfisch-Konsum (täglich 1-2 Dosen) gab es nicht nur nette Selen-Werte, sondern auch übertrieben hohe Quecksilber-Werte im Haar.</p>
<p style="text-align: justify;">Gut zu wissen. Das mit der Schwermetallbelastung im Fisch glauben wir nun.</p>
<p style="text-align: justify;">Was konnten wir noch sehen? Chrom niedrig. Sehr niedrig.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Chrom ist Bestandteil von Chromodulin</h3>
<p style="text-align: justify;">Also kam die Frage auf: Was macht Chrom eigentlich?</p>
<p style="text-align: justify;">Abgesehen von schönen Felgen, macht Chrom vor allem eine Sache, die man</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>Chromodulin </strong></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">nennt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Chromodulin ist ganz essentiell für eine gute Insulin-Wirkung am Insulin-Rezeptor. </strong>Drum wurde Chrom unter anderem durch Chrom-Mangel-Tiere und auch durch intravenös Ernährte bekannt, die eine ganz dramatische Insulinresistenz entwickelten, weil Chrom fehlte.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist eigentlich simpel zu erklären: In Zellen gibt es ein kleines Protein (bestehend aus Aminosäuren). Dieses kleine Polypeptid lagert vier Chrom-Ionen (mit dreifacher positiver Ladung; <span style="font-weight: 400;">Cr</span><span style="font-weight: 400;">3+</span>) ein.</p>
<p style="text-align: justify;">Um zu verstehen, was Chrom bzw. das nunmehr Chromodulin getaufte Protein macht, rufen wir uns noch einmal in den Sinn, wie Insulin die Glukose-Aufnahme stimuliert.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Zusammengefasst: Insulin-Signaling</h3>
<p style="text-align: justify;">Insulin bindet an den Insulin-Rezeptor. Dieser sitzt quasi in der Zellmembran, wobei ein Teil nach außen ragt (das ist die alpha-Untereinheit) und einer nach innen, ins Zellinnere (das ist die beta-Untereinheit).</p>
<p style="text-align: justify;">Dockt Insulin an den Rezeptor, sorgt das für eine sogenannte Konformationsänderung &#8211; dabei verändert sich schlicht die Struktur des Insulin-Rezeptors. Diese Strukturänderung macht etwas aktiv, was man</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>Tyrosinkinase</strong></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">nennt.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Tyrosinkinase beginnt, den Insulin-Rezeptor chemisch zu modifizieren (Phosphorylierung) &#8211; diese Modifizierung ermöglicht es, dass der Insulin-Rezeptor mit dem Zellinneren quasi kommunizieren darf.</p>
<p style="text-align: justify;">In unserer Sprache: Die Zelle kann als Folge Glukose, also ein Kohlenhydrat, aufnehmen. In der &#8222;Umgangssprache&#8220; heißt das dann Glukose-Toleranz oder Insulinsensitivität.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Also, noch mal: Insulin -&gt; Insulin-Rezeptor -&gt; Strukturänderung -&gt; <strong>Tyrosinkinase-Aktivität</strong> -&gt; Folgereaktionen -&gt; Glukose-Aufnahme.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Eine schlichte Reaktionskette, wenn man so möchte.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5526" title="Chrom &amp; Insulinsensitivität" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2015/11/Chromodulin-2.png" alt="Chrom und Insulin" width="500" height="313" /></p>
<p style="text-align: justify;">In der Grafik erkennst du nochmal die alpha- und beta-Untereinheiten. Die dunkelgrünen Kreise (sechs insgesamt) an der ß-Untereinheit stellen die chemischen Modifikationen (Phosphorylierungen) dar.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Chromodulin verstärkt das Insulin-Signal</h2>
<p style="text-align: justify;">Nun wird auch ein bisschen deutlich, was Chromodulin macht.</p>
<p style="text-align: justify;">Chromodulin reguliert die Tyrosinkinase-Aktivität.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Genauer: <strong>Es pusht die Tyrosinkinase-Aktivität um den Faktor 8</strong>.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ich habe der Einfachheit halber sämtliche Folgereaktionen nicht beachtet &#8211; doch auch dort kommen Kinasen vor und auch diese werden durch Chromodulin stimuliert.</p>
<p style="text-align: justify;">Und jetzt wird auch klar, warum ein Chrom-Mangel so deutlich zu Insulinresistenz führt: Insulin an sich ist wichtig &#8211; aber ohne &#8222;Verstärker&#8220; braucht es sehr viel mehr Insulin, wenn das überhaupt ausreicht.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Gibt es noch andere Chrom-Targets?</h3>
<p style="text-align: justify;">Neben der Wirkung auf die IR-Tyrosin-Kinase, scheint Chrom auch die Membranfluidität der Zellen zu modulieren und AMPK zu aktivieren. Ersteres geschieht dadurch, dass das Chrom den Cholesterin-Anteil der Zellmembranen senkt und somit die Beweglichkeit (= Fluidität) der Zellmembran verbessert &#8211; <a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/omega-3-blutfettwerte-insulin/">Ähnliches wurde bereits anhand von Omega-3-Fettsäuren gezeigt</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben diesen klassischen körperlichen Effekten gibt es auch Evidenz, die Effekte gegen Depressionen nahelegen. Möglich psychoaktive Mechanismen sind:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Steigerung der Noradrenalin-Konzentration</li>
<li>Steigerung der Serotonin-Synthese</li>
<li>Steigerung der Konzentration des Serotonin-Präkursors Tryptophan</li>
<li>Steigerung der Melatonin-Konzentration</li>
</ul>
<h2 style="text-align: justify;">Kann ich mit Chrom meine Insulinresistenz heilen?</h2>
<p style="text-align: justify;">Aufgrund der oben angeführten biochemischen Tatsachen (!) gab es einige Versuche, beispielsweise Chrompicolinat als Therapie gegen Insulinresistenz einzusetzen. Dies gelang bisweilen mit moderatem Erfolg.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich wundere mich oft, warum wir Dinge falsch einsetzen und uns danach wundern, dass nichts funktioniert. Wie der von Hirschhausen beschriebene Pinguin, der an Land ja eigentlich klein, fett und total unbeweglich ist &#8211; aber in Wahrheit der beste Schwimmer auf Erden.</p>
<p style="text-align: justify;">Chrom ist mit Sicherheit nicht der beste Schwimmer auf Erden, aber realistisch betrachtet: Wenn der Muskel mit Fettsäuren vollgestopft ist (wir erinnern uns: Viele Leser leiden an Fettsäure- und Entzündungs-induzierter Insulinresistenz), wieso soll da Chrom jetzt helfen? Wir können doch nicht ernsthaft erwarten, dass Insulinresistenz plötzlich &#8222;geheilt&#8220; ist, weil wir mal Chrom schlucken und den Rest nicht einmal ein bisschen beachten, oder?</p>
<p style="text-align: justify;">Umgekehrt weiß ich: Viele unter uns haben ohne Grund eine schlechte Insulinsensitivität. Hierbei geht es nicht nur um die Glukose-Toleranz, sondern auch darum, wie gut meine Protein-Synthese funktioniert, wie proteinsparend mein Körper ist und so weiter. Insulin ist heute der Todfeind vieler Menschen. Aber, wie das so ist mit Trends. Bald nicht mehr.</p>
<p style="text-align: justify;">Das heißt: Wenn ein junger, schlanker, gesunder Mensch zu mir kommt und ständig an &#8222;brain fog&#8220; oder ähnlichen Symptomen leidet, dann, wenn er Kohlenhydrate verspeist &#8230; dann würde ich mir zuerst einmal die Mikronährstoffe anschauen, die die Insulin-Wirkung potenzieren bzw. wie ein Insulin-Mimetikum wirken.</p>
<p style="text-align: justify;">Also: Chrom, Lithium, Zink, Magnesium und Taurin. (Es gibt sicher weitere.)</p>
<p style="text-align: justify;">Und ich würde mir die Mikronährstoffe angucken, die die Insulin-Wirkung hemmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Also: Eisen. (Auch hier gibt es sicher weitere.)</p>
<h2 style="text-align: justify;">Reicht das Chrom aus der Nahrung?</h2>
<p style="text-align: justify;">Es ist unklar, ob Chromodulin abgesättigt ist bei normaler Chrom-Zufuhr. Dies scheint eher nicht der Fall zu sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Übrigen: Wie immer, eine Phytinsäure/Oxalat/Tannin/etc.-reiche Kost wird es nahezu unmöglich machen, genug Chrom zu bekommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Da denke ich dann immer an die ganzen Jungs und Mädels, die erst Kaffee/Grüntee trinken, danach Mandeln essen, später die schwarze Schokolade, dann den Spinat, im Anschluss &#8230; Du verstehst, oder?</p>
<p style="text-align: justify;">Daher: Chrom-Mangel bei uns, trotz &#8222;guter Ernährung&#8220;? Wer hätte das gedacht.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Achtung vor zu viel Eisen!</h3>
<p style="text-align: justify;">Chrom wird zu den Zellen via Transferrin transportiert. Dieses Transferrin bindet allerdings auch Eisen &#8211; es konnte gezeigt werden, dass Eisen-Überladung Chrom vom Transferrin verdrängt. Eisen-Überladung (Hämochromatose) führt oft zu Diabetes und anderen Stoffwechselstörungen, den Glukose-Stoffwechsel betreffend. Es liegt nahe, dass auch der endogen induzierte Chrom-Mangel eine Rolle spielen könnte. Ob und inwieweit bleibt fraglich.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Literatur</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Chen, Guoli; Liu, Ping; Pattar, Guruprasad R. u. a. (2006): „Chromium Activates Glucose Transporter 4 Trafficking and Enhances Insulin-Stimulated Glucose Transport in 3T3-L1 Adipocytes via a Cholesterol-Dependent Mechanism“. In: <i>Molecular Endocrinology</i>. 20 (4), S. 857-870, DOI: 10.1210/me.2005-0255.</p>
<p style="text-align: justify;">Chen, Y.; Watson, H. M.; Gao, J. u. a. (2011): „Characterization of the Organic Component of Low-Molecular-Weight Chromium-Binding Substance and Its Binding of Chromium“. In:<i>Journal of Nutrition</i>. 141 (7), S. 1225-1232, DOI: 10.3945/jn.111.139147.</p>
<p style="text-align: justify;">Davis, C. Michele; Vincent, John B. (1997): „Chromium Oligopeptide Activates Insulin Receptor Tyrosine Kinase Activity †“. In: <i>Biochemistry</i>. 36 (15), S. 4382-4385, DOI: 10.1021/bi963154t.</p>
<p style="text-align: justify;">Franklin, M.; Odontiadis, J. (2003): „Effects of Treatment with Chromium Picolinate on Peripheral Amino Acid Availability and Brain Monoamine Function in the Rat“. In: <i>Pharmacopsychiatry</i>. 36 (05), S. 176-180, DOI: 10.1055/s-2003-43046.</p>
<p style="text-align: justify;">Gropper, Sareen Annora Stepnick; Smith, Jack L; Groff, James L (2009):<i>Advanced nutrition and human metabolism</i>. Australia: Wadsworth/Cengage Learning.</p>
<p style="text-align: justify;">Hoffman, Nolan J.; Penque, Brent A.; Habegger, Kirk M. u. a. (2014): „Chromium enhances insulin responsiveness via AMPK“. In: <i>The Journal of Nutritional Biochemistry</i>. 25 (5), S. 565-572, DOI: 10.1016/j.jnutbio.2014.01.007.</p>
<p style="text-align: justify;">Horvath, Emily M.; Tackett, Lixuan; McCarthy, Alicia M. u. a. (2008): „Antidiabetogenic Effects of Chromium Mitigate Hyperinsulinemia-Induced Cellular Insulin Resistance via Correction of Plasma Membrane Cholesterol Imbalance“. In: <i>Molecular Endocrinology</i>. 22 (4), S. 937-950, DOI: 10.1210/me.2007-0410.</p>
<p style="text-align: justify;">Mccarty, M.F. (1994): „Enhancing central and peripheral insulin activity as a strategy for the treatment of endogenous depression — An adjuvant role for chromium picolinate?“. In: <i>Medical Hypotheses</i>. 43 (4), S. 247-252, DOI: 10.1016/0306-9877(94)90075-2.</p>
<p style="text-align: justify;">McCarty, M.F. (1994): „Longevity effect of chromium picolinate — ‘rejuvenation’ of hypothalamic function?“. In: <i>Medical Hypotheses</i>. 43 (4), S. 253-265, DOI: 10.1016/0306-9877(94)90076-0.</p>
<p style="text-align: justify;">Sargent, Thornton; Lim, Tek H.; Jenson, Robert L. (1979): „Reduced chromium retention in patients with hemochromatosis, a possible basis of hemochromatotic diabetes“. In: <i>Metabolism</i>. 28 (1), S. 70-79, DOI: 10.1016/0026-0495(79)90171-9.</p>
<p style="text-align: justify;">Sealls, W.; Penque, B. A.; Elmendorf, J. S. (2011): „Evidence That Chromium Modulates Cellular Cholesterol Homeostasis and ABCA1 Functionality Impaired by Hyperinsulinemia&#8211;Brief Report“. In:<i>Arteriosclerosis, Thrombosis, and Vascular Biology</i>. 31 (5), S. 1139-1140, DOI: 10.1161/atvbaha.110.222158.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/chrom-insulinsensitivitaet-depressionen/">Chrom: Für die Insulinsensitivität und gegen Depressionen</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/chrom-insulinsensitivitaet-depressionen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>8</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Muskeln aufbauen mit Simu: Dritter Wochenbericht</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/muskelaufbau-krafttraining/muskeln-aufbauen-mit-simu-dritter-wochenbericht/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/muskelaufbau-krafttraining/muskeln-aufbauen-mit-simu-dritter-wochenbericht/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phil Böhm]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Oct 2015 16:23:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Muskelaufbau Krafttraining]]></category>
		<category><![CDATA[Mikronährstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Muskelaufbau]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=5348</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie versprochen stelle ich euch heute neben meinem Training meine Nahrungsergänzungsmittelliste vor. Tägliche Nahrungsergänzungsmittel Citrullin 5 g Darüber muss ich auf edubily nicht viele Worte verlieren. Es gibt ein paar schöne Blogeinträge, danach wird spätestens [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/muskelaufbau-krafttraining/muskeln-aufbauen-mit-simu-dritter-wochenbericht/">Muskeln aufbauen mit Simu: Dritter Wochenbericht</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wie versprochen stelle ich euch heute neben meinem Training meine Nahrungsergänzungsmittelliste vor.</p>
<h2 style="text-align: justify;"><strong>T</strong><strong>ä</strong><strong>gliche Nahrungsergänzungsmittel</strong></h2>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Citrullin 5 g </strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Darüber muss ich auf edubily nicht viele Worte verlieren. Es gibt ein paar schöne Blogeinträge, danach wird spätestens jeder auch Citrullin wollen. Zum Beispiel <a href="https://genetisches-maximum.de/citrullin/l-citrullin/">hier</a>.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Kreatin 5 g </strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Das sinnvollste Supp nicht nur im Kraftsport, die Gehirnleistung profitiert und es hat unzählige positive Wirkungen.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Taurin 1-2 g</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Neben dem Steigern des Fettstoffwechsels ist mir Taurin auch als Neurotransmitter sehr wichtig. Und seine neuroprotektive Wirkung ist auch nicht zu vernachlässigen.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Glycin 5-10 g</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Senkt enorm den Blutzuckerspiegel, das habe ich mit meinem Blutzuckermessgerät mehrmals gemessen. Bis zu 30 % weniger Blutzuckeranstieg nach gleichen Mahlzeiten. Eine weitere Wirkung die mir sehr wichtig ist, Glycin fungiert auch als Neurotransmitter.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Acetyl-L-Tyrosin 500 mg</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Gibt es einen Grund, wieso man weniger Dopamin als möglich will? Ich finde nicht! Ich spüre Acetyl-L-Tyrosin sehr deutlich. Bei allen freudigen Tätigkeiten ist die Erfüllung und Freude deutlich gesteigert!</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Acetyl-L-Cystein 600-1200 mg </strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Dient vor allem, dass der Körper viel Glutation herstellen kann. Eines der stärkeren körpereignen Antioxitantien.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Acetyl-L-Carnitin</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Lebensenergie, gesunder Stoffwechsel, mehr Ausdauer und Mitochondrien, die tanzen können. Eines der Topsupps in meinen Augen!</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Magnesium 500 mg eine Mischung aus Citrat, Glycinat und Oxid</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Für Magnesium gibt es soviel gute Gründe wie Sand am Meer.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Granatapfelextrakt 120 mg Punigalacin</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Hat auch unzählige positive Auswirkungen und ich finde es ist eines der potentesten pflanzlichen Extrakte, wenn es um Steigerung der Gesundheit geht. Ganz eindrücklich finde ich die Wirkung, dass es in der Lage ist Arteriosklerose rückgängig zu machen.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Astaxantin 4 mg</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Ein sehr starkes fettlösliches Antioxidant. Es reichert sich in den Augen und Haut an und schützt potent vor Schäden.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Probiotika Primal Ultra Defense</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Meine Verdauung läuft um einiges regelmäßiger, seit ich Probiotika schlucke. Ich finde, viele Leute vernachlässigen den Darm. Ich erhoffe mir dadurch natürlich auch eine Steigerung des Immunsystems.</p>
<h2 style="text-align: justify;"><strong>Zweimal wöchentliche Nahrungsergänzung</strong></h2>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Multivitamin LEF Two per Day</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Ich finde es nicht nötig, durchgängig ein Multipräparat zu schlucken. Mit 2 x Einnahme pro Woche will ich bewirken, dass von keinem Nährstoff größere Löcher entstehen. Daneben versuche ich durch eine vielfältige und nährstoffreiche Ernährung für eine gute Grundversorgung zu schauen.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Tocopherol und Tocotrienolmischung</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Da ich die gesamten fettlöslichen Vitamine für besonders wertvoll halte, nehme ich sowohl Vitamin E, D, K wie auch A zusätzlich ein. Und zu einer guten Vitamin E Versorgung gehört in meinen Augen auch Tocopherol- sowie Tocotrienolmischungen.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Trace Minerals Zink, Mangan, Chrom, Molybdenum, Kupfer, Bor und Vandyl </strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Da ich relativ viel Zink zusätzlich nehme, könnte das die Kupfer und Molybdenum Aufnahme etwas verringern. Etwas zusätzliches Bor für die gesunde Hormonbalance und Chrom und Zink für eine gute Insulinsensivität machen das Produkt sicher nicht schlecht.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Vitamin D </strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Im Sommer 5000IE / Woche</p>
<p style="text-align: justify;">Winter 30&#8217;000IE / Woche</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>3x 1000mcg K2 / Woche</strong><strong> </strong></p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>1-2 x im Jahr f</strong><strong>ü</strong><strong>r 3 Monate 25&#8217;000 Vitamin A Retylpalmitat</strong><strong> </strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Dazu mache ich immer wieder einzelne Monate, in denen ich mir etwas Zusätzliches gönne. Zuletzt waren es zwei Monate <strong>Curcuminextrakt</strong> (Entzündungsreduktion, Krebsvorbeugung), aktuell nehme ich <strong>Resveratrol </strong>(Sirt, Mitochondrien, Fastenmimetika) und <strong>Schwarzk</strong><strong>ü</strong><strong>mmel</strong><strong>ö</strong><strong>l</strong> (Steigerung des Immunsystems).</p>
<p style="text-align: justify;">Resveratrol werde ich sehr wahrscheinlich dauerhaft aufnehmen in den Plan.</p>
<p style="text-align: justify;">Die einzelnen Wirkstoffe haben natürlich noch viele andere positiven Wirkungen. Ich habe jeweils nur meine Hauptargumente für die Einnahme dazu geschrieben.</p>
<hr />
<h3 style="text-align: justify;"><strong> 7. </strong><strong style="line-height: 1;">Training</strong><strong> </strong></h3>
<p><strong>negativ Bankdr</strong><strong>ü</strong><strong>cken</strong> 121 kg 7 x 3 WH das ging noch relativ gut, die Pausenzeit betrug 45 Sekunden. Werde also weiterhin bei 3er Clustern bleiben.</p>
<p><strong>Klimmz</strong><strong>ü</strong><strong>g eng</strong> 21 kg PITT 20 WH auch hier mit unter 4min Gesamtzeit ist noch Luft nach oben vorhanden.</p>
<p><strong>Schr</strong><strong>ä</strong><strong>gbankdr</strong><strong>ü</strong><strong>cken</strong> 80 kg 4 x 5 WH Beim Schrägbankdrücken bin ich wohl etwas zu leicht eingestiegen. 5er Cluster mit nur 20 Sekunden Pausen, das bedeutet es kann noch kräftig gesteigert werden.</p>
<p><strong>Rudern am Kabel</strong> 76 kg 5 x 5WH mit 45 Sekunden Pause kann ich auch hier noch bei 5er Clustern bleiben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong>Ausfallschritte</strong> </strong>65 kg 4 x 5 WH Im letzten Blog wurde gefragt wie ich meine Ausfallschritte mache. Am einfachsten erklärt ist das mit einem Video. Wie ihr sehen werdet, sind die Beine in unter 5 min trainiert. Werde also auch hier noch kräftig.</p>

<h3 style="text-align: justify;"><strong style="line-height: 1.4;">8. Training</strong></h3>
<p style="text-align: justify;"><strong> negativ Bankdrücken</strong> 122.5 kg 7 x 3WH</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Klimmzüg eng</strong> 22 kg PITT 20WH</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Schrägbankdrücken</strong> 82.5 kg 4 x 5WH</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Rudern am Kabel</strong> 77 kg 5 x 5WH</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ausfallschritte</strong> 66 kg 4 x 5WH</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong style="line-height: 1.4;">9. Training</strong></h3>
<p style="text-align: justify;"><strong>negativ Bankdrücken</strong> 123.5 kg 7 x 3WH</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Klimmzüg eng</strong> 23 kg PITT 20WH</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Schrägbankdrücken</strong> 85 kg 4 x 5WH</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Rudern am Kabel</strong> 78 kg 5 x 5WH</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ausfallschritte</strong> 67 kg 4 x 5WH</p>
<p style="text-align: justify;">Somit wäre die dritte Woche von 6 schon durch. Die Trainings werden ab jetzt dann deutlich länger.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin auf weitere Fragen von Euch gespannt.</p>
<p style="text-align: justify;">Simu</p>
<p style="text-align: justify;">P.S.: Wer doch auch mal einen Versuch nach meinen Vorgaben starten will, könnte im <a href="https://genetisches-maximum.de/forum/">edubily-Forum</a> darüber berichten.</p>
<h3><strong>Über den Autor des Artikels</strong></h3>
<p>Simu arbeitet Teilzeit an einer Uni im Bereich Biochemie. Er arbeitet auch als Ernährungs- und Trainingscoach. Er lebt in der Schweiz – was man unschwer in den Videos hören kann ? Wer Interesse an einem persönlichen Coaching hat, kann sich informieren auf seiner Homepage: <a href="http://www.unbeschwert-schlank.ch/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">www.unbeschwert-schlank.ch</a></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/muskelaufbau-krafttraining/muskeln-aufbauen-mit-simu-dritter-wochenbericht/">Muskeln aufbauen mit Simu: Dritter Wochenbericht</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/muskelaufbau-krafttraining/muskeln-aufbauen-mit-simu-dritter-wochenbericht/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>14</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Insulinresistenz umkehren durch Antioxidantien (SOD2)</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/insulinresistenz-umkehren-durch-antioxidantien-sod2/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/insulinresistenz-umkehren-durch-antioxidantien-sod2/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Oct 2015 12:57:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hormonhaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Antioxidanzien]]></category>
		<category><![CDATA[insulinresistenz]]></category>
		<category><![CDATA[Mikronährstoffe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=5218</guid>

					<description><![CDATA[<p>Insulinresistenz will keiner von uns haben und dennoch werden wir irgendwann (höchstwahrscheinlich) alle diesen Zustand erleben. Die Fähigkeit, adäquat auf das Hormon Insulin zu reagieren, ist von entscheidender Bedeutung. Nicht nur, weil Insulin, als ein [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/insulinresistenz-umkehren-durch-antioxidantien-sod2/">Insulinresistenz umkehren durch Antioxidantien (SOD2)</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Insulinresistenz will keiner von uns haben und dennoch werden wir irgendwann (höchstwahrscheinlich) alle diesen Zustand erleben.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Fähigkeit, adäquat auf das Hormon Insulin zu reagieren, ist von entscheidender Bedeutung. Nicht nur, weil Insulin, als ein sehr anaboles Hormon, den zellulären Anabolismus steuert (und somit den Muskelaufbau bzw. -erhalt), sondern auch, weil die Folgeereignisse, die aus einer Insulinresistenz hervorgehen, gravierend die Gesundheit beeinflussen &#8211; freilich im Negativen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das fängt bei Arteriosklerose an und hört bei Beinamputationen (Typ-2-Diabetes) auf.</p>
<p style="text-align: justify;">Okay, fairerweise können wir ergänzen, dass es nicht immer derart &#8222;krass&#8220; verlaufen muss. Aber, je älter wir werden, umso wichtiger wird ein gut funktionierender anaboler Stoffwechsel. Wir alle wollen kräftige, feste Knochen, ein kompetentes Immunsystem und starke Muskeln. Dazu brauchen wir Anabolismus. Deshalb muss Insulin* wirken dürfen.</p>
<p style="text-align: justify;">(* Wir sollten nicht den Fehler machen und glauben, dass Insulin per se böse ist. Auch sollten wir bedenken, dass Protein ebenfalls eine deutliche Insulin-Ausschüttung provoziert, nicht nur die in Verruf geratenen Kohlenhydrate.)</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Vielzahl an Ursachen-Variablen im Hinblick auf Insulinresistenz haben wir bereits besprochen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dazu gehören <a href="http://aesirsports.de/2014/11/insulinresistenz-wie-sie-entsteht-und-dahinter-steckt/">unverbrannte Lipid-Spezies im Muskel (<span style="font-weight: 400;">→</span> Lipidanreicherung)</a>, <a href="https://genetisches-maximum.de/l-carnitin/carnitin-reguliert-deinen-stoffwechsel/">mitochondriale Dysfunktion (fehlender &#8222;Switch&#8220;) einhergehend mit Carnitin-Acyltransferase-Problemen</a>, genetische Dispositionen, Schilddrüsen-Überfunktion, <a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/insulin-resistenz-und-stress/">Stress</a> (auch durch Kaffee induziert), <a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/ohne-inositol-keine-insulin-sensitivitaet/">Inositol-Mangel</a>, <a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/omega-3-blutfettwerte-insulin/">unzureichende Fluidität der Zellmembranen</a> (und daraus folgend: schwache Rezeptor-Leistung) &#8230; und so weiter.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Liste lässt sich freilich fortführen.</p>
<p style="text-align: justify;">Heißt: Dieses Problem ist ein multikausales Problem. Manchmal zu Beginn monokausal, später multikausal &#8211; manchmal multikausal aber mit einer Intervention (z. B. Abspecken) zu beheben.</p>
<p style="text-align: justify;">Unsere Aufgabe ist es, das Problem von verschiedenen Seiten zu beleuchten und Lösungsmöglichkeiten anzubieten. <strong>Nicht die Lösung, aber Möglichkeiten.</strong></p>
<h2>Sauerstoff-Radikale erzeugen Insulinresistenz (IR)</h2>
<p style="text-align: justify;">Warum auch immer: Im insulinresistenten Muskel fallen Sauerstoffradikale an. Ich schreibe &#8222;warum auch immer&#8220; deshalb, weil man grundsätzlich nicht gut einschätzen kann, ob diese Sauerstoffradikale nun Ursache oder Wirkung einer mitochondrialen Dysfunktion, als Beispiel, sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Fakt ist, dass man Insulinresistenz wunderbar studieren kann und viele IR-Modelle eine Entgleisung des zellulären Radikalenhaushalts aufzeigen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Frage ist viel mehr: Was machen diese Radikale in der Zelle?</p>
<p style="text-align: justify;">Einfache Antwort: Sie verhindern ein adäquates Insulin-Signaling.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Gründe hierfür sind unwichtiger als die Tatsache an sich.</p>
<p style="text-align: justify;">Wichtig ist, dass man diese Veränderung ganz offensichtlich rückgängig machen kann, einhergehend mit der Wiederherstellung eines adäquaten Insulin-Signalings.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Radikalen-Produktion kann man stoppen durch:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Uncoupling-Proteine*</li>
<li>Blockierung der Atmungskette (Ort der Radikalen-Produktion)</li>
<li>Stoffe, die Mangan-Superoxiddismutasen oder andere Superoxiddismutasen mimen</li>
<li>Alpha-Liponsäure</li>
</ul>
<p>(* Durch Uncoupling versucht die Zelle der ROS-Produktion entgegenzuwirken. Uncoupling reduziert ebendiese. Allerdings geht dabei der Protonen-Gradient verloren und die ATP-, sprich Energie-Produktion leidet. Langfristig auch kein guter Weg, um gesunde Zellen zu haben.)</p>
<p style="text-align: justify;">Dadurch werden nicht nur weniger Radikale produziert, sondern auch, wie gerade beschrieben, das Insulin-Signal wieder wirksam. <strong>Insulinresistenz umgekehrt</strong>.</p>
<h2>MnSOD: Superoxiddismutase-2 kehrt IR um</h2>
<p style="text-align: justify;">Im Mitochondrium entstehen diese Sauerstoffradikale. Dies ist ein völlig normaler Prozess. Entstehen allerdings zu viele Radikale, entgleist dieses System mit den genannten Folgen.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch dieses Mitochondrium wird normalerweise bewacht und behütet von einem Antioxidans namens Superoxiddismutase (SOD). Im Mitochondrium finden wir eine Mitochondrien-spezifische SOD namens Mangan-Superoxiddismutase (MnSOD oder SOD2).</p>
<p style="text-align: justify;">Nun kann man sich freilich fragen, welche Relevanz dieses mitochondriale Master-Antioxidans hat &#8211; zumindest im Hinblick auf die im Mitochondrium anfallenden Sauerstoffradikale.</p>
<p style="text-align: justify;">MnSOD dismutiert (puffert) ebendiese Superoxidradikale.</p>
<p style="text-align: justify;">Man weiß bereits etwas länger, dass es im Menschen einen SOD2-Polymorphismus gibt, wobei die SOD2-Aktivität deutlich niedriger ist. Zeitgleich ist die Wahrscheinlichkeit an Typ-2-Diabetes zu erkranken deutlich höher. Der Grund ist, dass SOD2 eben nicht nur Sauerstoffradikale im Muskel puffert, sondern in jeder Zelle des Körpers &#8211; somit auch in der Bauchspeicheldrüse.</p>
<p style="text-align: justify;">(Dort anfallende ROS fördern die ß-Zell-Dysfunktion, was langfristig dazu führt, dass deutlich weniger Insulin gebildet wird.)</p>
<p style="text-align: justify;">Interessant ist, dass Mangan, auf der Mikronährstoffebene, der Gegenspieler zu Eisen ist. Eisen kann anstelle von Mangan in das Superoxiddismutase-Protein eingebaut werden. Leider funktioniert dieses dann nicht mehr.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie im <a href="https://genetisches-maximum.de/muskelaufbau-krafttraining/wkm-plan-trainingsplan/">Trainingsguide</a> bereits angedeutet, steht Eisen bzw. die Eisenüberladung im direkten Zusammenhang mit der metabolischen Entgleisung (Insulinresistenz und Co.) &#8211; ganz offensichtlich aus zwei Gründen:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Es verstärkt die Radikalen-Bildung</li>
<li>Es konkurriert mit Mangan um die Plätze im Superoxiddismutase-Protein</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><strong>Daraus folgt: Mehr Radikale, weniger Radikalenschutz. Implikation: Insulinresistenz und metabolische Entgleisung.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wie gesagt: Das ist eine Ursache bei einer multikausalen Pathogenese.</p>
<p style="text-align: justify;">Um herauszufinden, ob SOD2 (mit-)verantwortlich ist bei der Entstehung von Insulinresistenz, haben mehrere Forscherteams (entsprechend mehrere Arbeiten) daran geforscht.</p>
<p style="text-align: justify;">Hierbei züchtet man einfach Mäuse bzw. Ratten, die mehr oder weniger SOD2 bilden können.</p>
<p style="text-align: justify;">Sehr treffend: Die Nager, die mehr SOD2 hatten, waren geschützt vor metabolischer Entgleisung, auch dann, wenn sie mit Nährstoffexzessen (viel Fett, viel Zucker) konfrontiert wurden. Umgekehrt waren Nagetiere selbst bei ihrer eigentlich gut verträglichen Standardernährung metabolisch krank, wenn weniger SOD2 gebildet werden konnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Daraus schlussfolgerten die Forscher: <strong>SOD2 ist stark involviert.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nun kann eine Protein-Aktivität bzw. die gebildete Menge (in diesem Fall von SOD2) nicht manuell reguliert werden, indem man irgendwelche Tiere züchtet. Bekannt ist spätestens seit dem Energie-Guide, dass Proteine auch durch Mikronährstoff-Verfügbarkeiten reguliert werden können.</p>
<p style="text-align: justify;">In der Tat kann man die SOD2-Menge/Aktivität regulieren durch die Mangan-Zufuhr.</p>
<p style="text-align: justify;">Hat man getan:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Extra-Mangan erhöht SOD2 und schützt vor Insulinresistenz</li>
<li>Mangan-Defizienz macht das Gegenteil</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Lustig ist, dass in einer Arbeit festgestellt wurde, dass die Standardnahrung der armen Nagetiere offensichtlich nicht ausreicht, um die maximal mögliche SOD2-Aktivität zu gewährleisten. Soll heißen: Es ist offensichtlich zu wenig Mangan enthalten.</p>
<h2>So machst du dir mehr SOD2</h2>
<p style="text-align: justify;">Nun: Manche meiner Leser glauben noch immer, dass sich irgendwelche Effekte nur dann ergeben, wenn man einen tiefen Mangel egalisiert. Das stimmt wohl bezüglich spürbarer Effekte. Aber dass Rauchen schadet, hat ganz offensichtlich auch noch keiner gespürt &#8211; und trotzdem sterben die Leute an Infarkten und Lungenkrebs. Ich frage mich, (ab) wann diese Art der Selbsterkenntnis gelebt wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Gibt man also jungen Damen, die keinen Mangel aufweisen, Mangan (15 mg), dann steigt bei denen die SOD2-Aktivität von 0,00174 Einheiten pro mg-1 auf 0,70174 Einheiten pro mg-1 &#8211; nach 124 Tagen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das ist eine 400-fache Steigerung der Proteinaktivität! </strong>Also nicht doppelt, dreifach oder zehnfach. Sondern 400-fach. Wohlgemerkt nicht im Muskel, aber in einer Zelle des Immunsystems.</p>
<p style="text-align: justify;">Nur, wer den unten abgebildeten Graphen studiert, der wird sehen, dass der Anstieg erst ca. ab Tag 60 beginnt, obwohl die Mangan-Blutwerte linear stiegen, bis zu Tag 125 um den Faktor 5. Da hier der Serum-Wert bestimmt wurde, spekuliere ich, dass der Zellgehalt an Mangan einfach etwas länger brauchte, um eine entsprechend höhere Konzentration zu erlangen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wichtig ist, dass in dieser Studie ebenfalls gezeigt wurde, dass eine Eisen-Gabe die SOD2-Aktivität ganz deutlich verringert.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5219 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2015/10/screenshot-ajcn.nutrition.org-2015-10-17-14-58-05.png" alt="screenshot-ajcn.nutrition.org 2015-10-17 14-58-05" width="358" height="373" /></p>
<p style="text-align: justify;">Dies wiederum ist schlüssig mit den vorhin postulierten Aspekten. Daher sollten Leser, die Eisen ergänzen, über eine parallele Mangan-Supplementation nachdenken.</p>
<p style="text-align: justify;">Freilich: Mangan ist die eine Seite der Medaille. AMPK hieße die andere. Das wäre als Beispiel Sport, Kalorienrestriktion und Fasten. Diese Interventionen nämlich sorgen auch dafür, dass mehr SOD2 gebildet wird. Allerdings ergibt das nur Sinn, wenn ausreichend Mangan vorhanden ist, um das Protein zu speisen.</p>
<h2>Zusammenfassung und Bottom-Line</h2>
<p style="text-align: justify;">Ein weiteres Puzzle-Teil der Insulinresistenz ist nun bekannt: Superoxid-Radikalen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ganz offensichtlich spielen diese eine herausragende Rolle bezüglich einer Stoffwechselentgleisung.</p>
<p style="text-align: justify;">Gezeigt werden konnte, dass eine Neutralisation dieser Radikale zu einer Pathogenese-Umkehr einer Insulinresistenz führt. Die Schlüsselstelle, um dies zu bewerkstelligen, ist die Mitochondrien-spezifische Superoxiddismutase (SOD2). Diese SOD2 ist ein Mangan-abhängiges Protein.</p>
<p style="text-align: justify;">Es konnte gezeigt werden, dass SOD2 ganz wesentlich den zellulären Radikalen-Haushalt moduliert. Gleichzeitig wurde auch klar, dass die SOD2-Aktivität ganz wesentlich abhängt von der Mangan-Zufuhr.</p>
<p style="text-align: justify;">Ob eine Mangan-Zufuhr sinnvoll ist oder nicht &#8211; das steht auf einem anderen Blatt. Fakt ist: Hier haben wir eine weitere Möglichkeit, wie wir selbst unser ganz eigenes Problemchen beheben könnten. Und genau darum geht es. &#8222;Könnten&#8220;, weil die hier postulierten Thesen zunächst einmal Thesen bleiben.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Literatur</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Baly, Deborah L et al. &#8222;Effect of manganese deficiency on insulin secretion and carbohydrate homeostasis in rats.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">J Nutr</span></i><span style="font-weight: 400;"> 114.8 (1984): 1438-1446.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Boden, Michael J et al. &#8222;Overexpression of manganese superoxide dismutase ameliorates high-fat diet-induced insulin resistance in rat skeletal muscle.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">American Journal of Physiology-Endocrinology and Metabolism</span></i><span style="font-weight: 400;"> 303.6 (2012): E798-E805.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Costa, Lucio G; Aschner, Michael (o. J.): </span><i><span style="font-weight: 400;">Manganese in health and disease</span></i><span style="font-weight: 400;">. o.V.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Davis, Cindy D, and JL Greger. &#8222;Longitudinal changes of manganese-dependent superoxide dismutase and other indexes of manganese and iron status in women.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">The American journal of clinical nutrition</span></i><span style="font-weight: 400;"> 55.3 (1992): 747-752.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Hoehn, Kyle L et al. &#8222;Insulin resistance is a cellular antioxidant defense mechanism.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Proceedings of the National Academy of Sciences</span></i><span style="font-weight: 400;"> 106.42 (2009): 17787-17792.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Jouihan, Hani A et al. &#8222;Iron-mediated inhibition of mitochondrial manganese uptake mediates mitochondrial dysfunction in a mouse model of hemochromatosis.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Molecular Medicine</span></i><span style="font-weight: 400;"> 14.3-4 (2008): 98.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Lee, Soh-Hyun et al. &#8222;Manganese supplementation protects against diet-induced diabetes in wild type mice by enhancing insulin secretion.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Endocrinology</span></i><span style="font-weight: 400;"> 154.3 (2013): 1029-1038.</span></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/insulinresistenz-umkehren-durch-antioxidantien-sod2/">Insulinresistenz umkehren durch Antioxidantien (SOD2)</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/insulinresistenz-umkehren-durch-antioxidantien-sod2/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>12</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Paleo 2.0: Warum Mikronährstoffe die Zukunft sind</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-mikronaehrstoffe-zukunft/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-mikronaehrstoffe-zukunft/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Oct 2015 10:21:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Paleo]]></category>
		<category><![CDATA[Mikronährstoffe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=5101</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die grundlegende Erkenntnis und das, was wir hier bei edubily versuchen greifbar zu machen, besagt, dass die Modulation der körpereigenen Biochemie der einzige  Weg ist, nachhaltig etwas am eigenen Körper und somit bezüglich des eigenen [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-mikronaehrstoffe-zukunft/">Paleo 2.0: Warum Mikronährstoffe die Zukunft sind</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Die grundlegende Erkenntnis und das, was wir hier bei edubily versuchen greifbar zu machen, besagt, dass die Modulation der körpereigenen Biochemie der </span><b>einzige </b><span style="font-weight: 400;"> Weg ist, nachhaltig etwas am eigenen Körper und somit bezüglich des eigenen Schicksals (etwas milder ausgedrückt: Wohlbefindens)  zu ändern.</span></p>
<h2 style="text-align: justify;">Das eigene (Körper-)Leben verändern? Geht nur so:</h2>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Leider scheint das so manch einer noch nicht zu begreifen. Das ist nicht böse gemeint. Aber manchmal wundert es mich sehr stark, was wir heute durch die ganzen Lebensstile und Ernährungsformen zu erreichen versuchen, aber gleichzeitig nicht verstehen, dass jede Intervention nur deshalb funktioniert, weil wir unsere Biochemie modulieren.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/shop/taschenbuch-gesundheit-optimieren-leistungsfaehigkeit-steigern/"><span style="font-weight: 400;">Im neuen E-Book</span></a><span style="font-weight: 400;"> thematisieren wir im Grunde genau das.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Wir zeigen präzise genau auf, wie Reaktionswege aussehen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Dabei ergeben sich grundsätzlich folgende hierarchisch angeordnete Feststellungen:</span></p>
<ol style="text-align: justify;">
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Mit Interventionen (z. B. Sport, z. B. Ernährungsumstellung etc.) können wir nachhaltig etwas in uns, in unserem Leben, bezüglich unseres Körpers, verändern.</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Diese Interventionen funktionieren, weil sie unsere eigene Biochemie modulieren.</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Dieses biochemische Konstrukt basiert auf chemischen Reaktionen.</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Grundlegende Reaktionswege sind durch unsere DNA vorgegeben, aber die Reaktionsbestandteile lassen sich verändern.</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Verändern können wir: </span><b>Genexpression </b><span style="font-weight: 400;">und </span><b>Mikronährstoff</b><span style="font-weight: 400;">-Konzentrationen, die Bestandteile der Reaktionen sind.</span></li>
</ol>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Die beiden letzten Punkte sind, genau, Life-Style-abhängig.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Während wir mittlerweile gelernt haben, dass wir durch Sporteln und andere Interventionen, Gene an- und abschalten können, müssen wir als nächstes lernen, wie Genprodukte (also Proteine) überhaupt reagieren (können).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Und alles, wirklich jeder Gedankengang, führt uns letztlich zu den uns bekannten Mikronährstoffen, die &#8211; wie man heute weiß &#8211; nicht nur auf &#8222;essentiell&#8220; und &#8222;nicht-essentiell&#8220; reduzierbar sind. Zumindest im Hinblick auf die Notwendigkeit der Zufuhr.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Noch einmal: Willst du deinem Schicksal nicht ausgeliefert sein, führt kein einziger Weg an deiner Biochemie vorbei. Das verstehen ja mittlerweile sogar, pardon, Frauenzeitschriften (et cetera). Nur eben nicht präzise genug. Andere wiederum, die eher in der Esoterik angesiedelt sind, verstehen das auch, projizieren allerdings ihren ganz eigenen Glauben in gewisse Thematiken und verfehlen dabei den wissenschaftlichen Aspekt.</span></p>
<h2 style="text-align: justify;">Beispiel: Magnesium reguliert den Glukose-Stoffwechsel</h2>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Nun: Korrekt ist beispielsweise, und das sollte im neuen Guide auch klar werden, dass nahezu die Hälfte aller glykolytischen Enzyme, also Enzyme des Glukose-Stoffwechsels, Magnesium-abhängig sind. Das bedeutet schlicht, dass diese Enzyme nur arbeiten, wenn ausreichend Magnesium, ganz wichtig, </span><b>in den Zellen</b><span style="font-weight: 400;"> vorhanden ist. Ich verstehe nicht, warum man diesen Fakt (!) nicht auch als solchen anerkennt und stur darüber diskutieren will. Das interessiert das glykolytische Enzym überhaupt nicht. Das macht nur das, was es gerade kann. Viele Serum-Messungen sind nutzlos, denn hier wird eben nicht der intrazelluläre Mg-Gehalt gemessen. Darüber hinaus müssen wir lernen zu verstehen, wie der Körper arbeitet.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Und genau hier kommen biologische Konzepte wie die Triage Theory (Bruce Ames) ins Spiel: Dein Körper verteilt Mikronährstoffe (etc.) hierarchisch. Ergibt Sinn: Führt man dem Körper nicht ausreichende Mengen eines Vitalstoffes zu, wird er effizienter damit umgehen wollen. Mittelfristig bedeutet das aber, dass sich höchstwahrscheinlich eine negative Bilanz ergeben wird. Die Frage ist: Wie kann der Körper dann, in Anlehnung an das Magnesium-Beispiel, das Überleben sichern? Indem er die lebenswichtigen Organe (z. B. das Gehirn, das Herz) bis zuletzt mit ebendiesen Stoffen versorgt, während die peripheren Geweben (z. B. Muskel) schon an Mangelsituationen leiden. Daher sind manche Bemerkungen wie, &#8222;aber mein Nachbar isst seit drei Jahren Vegan und ihm geht&#8217;s gut&#8220; etwas unpräzise.</span></p>
<h2 style="text-align: justify;">Alle Lebewesen müssen essen und sich bewegen</h2>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Ich werde in aller Regelmäßigkeit dafür kritisiert, dass meine Ausführungen und Gedanken alle sehr mikronährstofflastig sind. Da denke ich immer: Wieso glaubt der Mensch eigentlich, dass das Leben so unfassbar kompliziert sein muss? Es gibt zwei Aspekte, die wir hätten tun sollen: G&#8217;scheit essen und Sport treiben (= Bewegung, um an Essen zu kommen). Das macht jedes Lebewesen auf dieser Erde. Nicht mehr, nicht weniger. Wir etwas weniger. Das hat diverse Gründe.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Sport ist für mich die einfachste Sache auf der Welt und eine Sache, über die ich nahezu kein Wort verlieren will. Zwei Jahrzehnte lang war ich Leistungssportler und das einzige, was wirklich zählte war: Reiz setzen. Sportart-spezifisch. Heißt übersetzt: Ein bisschen anstrengen. Darüber bräuchte man keine einzige Sekunde nachzudenken, wir schreiben ganze Bücher dazu.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Die Biochemie auf der anderen Seite ist &#8222;etwas&#8220; komplexer und, wohlgemerkt, auch etwas gefährlicher: Hier greifen wir nämlich tief in die eigenen Abläufe ein und können dabei freilich auch Dinge kaputt machen. Aber gleichzeitig ist es der einzige, wirklich der einzige Weg, überhaupt etwas zu verändern und nie vor uns gab es die Möglichkeit, ebendies in diesem Umfang zu tun. Daher bin ich felsenfest davon überzeugt, dass das die Medizin des 21. Jahrhunderts ist. Daher die Leidenschaft und die Faszination. Nicht zuletzt, weil ich es selbst schon so oft erlebt habe. Es funktioniert ganz einfach.</span></p>
<h2 style="text-align: justify;">Weg vom &#8222;Mangeldenken&#8220; hin zum Vertiefen</h2>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Bringt mich zum nächsten Punkt: Wir sollten nie wieder über Mangelsituationen diskutieren, sondern gewisse Nutraceuticals für uns entdecken und geschickt einsetzen. Es ist einfach sinn- und ziellos, uns zu fragen, ob der Affe, der Steinzeitmensch, der Veganer oder sonst wer, Menge X an Mikronährstoff aufnimmt und &#8230; überlebt. Auch Steinzeitmenschen, die glorifizierten, hatten diverse Mängel. Gleichzeitig wissen wir um die Macht von Nutraceuticals, können heute sehr genau studieren, wie wir unseren Körper, wörtlich, tunen können. Was interessiert mich da Mangel XY?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Was mich persönlich viel eher interessiert ist: Wie sehen die Mikronährstoff-Mikronährstoff-Interaktionen aus. Ich bin also ein Schritt weiter. Ich frage mich schon lange nicht mehr, ob Mikronährstoffe ganz toll sind oder nicht, ich frage mich, wie das optimale Verhältnis untereinander ist. Da ist uns die Tiermedizin schon etwas voraus. Die nämlich weiß, als Beispiel: Füttere ich meinem Hund viel Fleisch (= viel Phosphor), dann muss ich gucken, dass eine Calcium-Quelle vorhanden ist. Daher kann man Eierschalen-Pulver kaufen, auf dem das ganz genau vermerkt ist. Wir Menschen trinken den ganzen Tag Cola (= viel Phosphor), aber interessieren uns diesbezüglich nicht.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Es gibt eine ganze Reihe solcher Interaktionen:</span></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Cystein/Methionin braucht eine gute Balance</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Methionin/Glycin braucht eine gute Balance*</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">&#8222;Muskelprotein&#8220;/ &#8222;Gewebeprotein&#8220; braucht eine gute Balance*</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Vitamin D/Vitamin A braucht eine gute Balance</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Vitamin D/Vitamin K braucht eine gute Balance</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Zink/Kupfer braucht eine gute Balance</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Jod/Selen braucht eine gute Balance</span></li>
<li style="font-weight: 400;">Eisen/Mangan braucht eine gute Balance</li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Omega 3/Omega 6 braucht eine gute Balance</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">usw.</span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">(* Das ist der Grund, warum es falsch ist, nur klassische Proteinquellen zu verzehren, dabei aber beispielsweise Kollagen-Proteine nicht zu beachten.)</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Heißt: Hier können wir viel falsch machen. Stoff X in Überdosen zu nehmen, während Stoff Y vergessen wird &#8230; ist nicht nur blöd, sondern </span><b>schädlich</b><span style="font-weight: 400;">. Daher halte ich nix von einem übertriebenen </span><i><span style="font-weight: 400;">Megadosing </span></i><span style="font-weight: 400;">einzelner Mikronährstoffe. Lieber ein breites Spektrum an Mediumdosen.</span></p>
<h2 style="text-align: justify;">Sind &#8222;natürliche Vitamine&#8220; besser?</h2>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Ich frage mich darüber hinaus, ob synthetische Vitamine gleichzusetzen sind mit natürlichen. Die Antwort ist: Nein, sind sie nicht. Synthetische Vitamine wirken zwar auch, brauchen oft aber höhere Dosen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Der Unterschied zwischen synthetisch und natürlich ist folgender (ein Beispiel): Wir nehmen Mikronährstoffe normalerweise nicht aus der Pille auf, sondern aus anderen Lebenwesen (Tiere und Pflanzen). Dort aber liegt keine Chemiefabrik begraben, sondern &#8230; das, was natürlicherweise in der Zelle vorkommt. Wie ich hier im Blog schon mehrfach angedeutet habe, essen wir Fertigprodukte. Andere Lebewesen haben für uns schon Fertigsubstanzen gebaut, die direkt, wunderbares Wort, </span><b>bioaktiv</b><span style="font-weight: 400;"> sind. Thiamin, Vitamin B1, kommt in der Natur nicht als Mononitrat oder Hydrochlorid vor, so wie in deinem Ergänzungsmittel, sondern als Pyrophosphat. Der Punkt ist: Das ist bereits die wirklich wirksame Form &#8211; Thiamin-Pyrophosphat (TPP) ist ein Koenzym, also ein Reaktionskatalysator im Körper. Dasselbe gilt für Vitamin B6, das auch in Form von Vitamin-B6-Phosphat in lebenden Organismus vorkommt, nicht aber in Form von Hydrochlorid (wie im Ergänzungsmittel). Wir können das fortsetzen: Folsäure ist synthetisch und kommt nicht in der Natur vor. Folate aber sind natürlich und wirken entsprechend anders &#8211; das weißt du vom Methylfolat, über das wir hier schon oft berichtet haben. Vitamin C kommt natürlicherweise mit Pflanzenstoffen und seiner oxidierten Form namens Dehydroascorbinsäure.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Alle diese Substanzen haben gemeinsam, dass sie bioaktiver sind. Heißt:</span></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Sie werden besser aufgenommen</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Sie werden besser gespeichert</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Sie liegen bereits in ihrer biologisch wirksamen Form vor</span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Daher enthält das Multivitamin, das hier bei mir steht, ebendiese Formen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Für mich ein klares Qualitätsmerkmal und im Prinzip der Test, ob der Hersteller wieder nur an sein Geld oder auch an die Gesundheit seiner Käufer denkt.</span></p>
<h2 style="text-align: justify;">Paleo 2.0: Ohne &#8222;richtiges Essen&#8220; geht&#8217;s auch nicht</h2>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Für mich ist Biochemie etwas, das die Zukunft maßgeblich beeinflussen wird. Viele stehen bereits vor dem Sprung. Da denke ich insbesondere an die ganzen Paleo-Leute, die bereits sehr viel richtig machen und sehr offen sind für Verbesserungen und neue Möglichkeiten. Der Grund: Wer Paleo lebt, hat bereits bewiesen, dass er eine Vorstellung von Gesetzmäßigkeiten hat. Ich hätte vor fünf, sechs Jahren niemals geglaubt, dass es irgendwann eine Paleo Convention in Deutschland geben wird (hier mal ein Kompliment an Leon und Co., der übrigens auch edubily-Leser ist) &#8211; durch diese Erfahrung bin ich allerdings zuversichtlich, dass wir in Deutschland bald eine neue &#8230; ja, &#8222;Richtung&#8220; kennenlernen werden: Paleo 2.0. :-)</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Wichtig ist mir, dass edubily-Leser nicht glauben, man müsse viele Pillen schlucken. Anscheinend suggeriere ich das so oft. Will ich aber gar nicht. Ich zeige ja nicht auf, was Supplement XY in dir macht, sondern dass Reaktion X Mikronährstoff Y benötigt. Ein himmelweiter Unterschied. An dieser Stelle kann man dann an Paleo anknüpfen, an &#8222;natürliche vs. synthetische Vitamine&#8220;: Ja, korrekt. Mit </span><b>guter</b><span style="font-weight: 400;"> Ernährung lässt sich viel erreichen. Es geht dann im Grunde nur darum, noch präziser zu werden, noch wissenschaftlicher zu denken und noch mehr die eigene Biochemie zu verstehen &#8211; und sich dann präzise mit dem einzudecken, das der Körper, ganz individuell, braucht. Oft mehr als wir denken. Aber: Ohne gesundes, für den Organismus passendes Essen, wird es niemals funktionieren. Alleine schon deshalb, weil der Körper Essen braucht, um dir zu zeigen, wo deine Fehler im System liegen &#8211; vor allem im Sinne von Mangel- aber auch im Sinne von Überschuss-Situationen. Ungefähr so: Nach einer Woche mit sehr viel Rindfleisch &#8230; hat der Körper genug Eisen und will erstmal nichts mehr davon. Dieses Feedback kann dir eine Eisen-Tablette nie geben &#8211; zu deinem Nachteil.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-mikronaehrstoffe-zukunft/">Paleo 2.0: Warum Mikronährstoffe die Zukunft sind</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-mikronaehrstoffe-zukunft/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>20</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Klarheit: Was bringen Mikronährstoffe?</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/klarheit-was-bringen-mikronaehrstoffe/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/klarheit-was-bringen-mikronaehrstoffe/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2015 15:38:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mikronährstoffe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=3123</guid>

					<description><![CDATA[<p>Heute möchte ich anhand eines plastischen Beispiels erklären, was Mikronährstoffe überhaupt im (menschlichen) Organismus zu suchen haben und weshalb wir so häufig davon reden. Vorab allerdings noch eine kleine Ankündigung: Unser geschätzter Kollege Tim (&#8222;Taimes&#8220;) [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/klarheit-was-bringen-mikronaehrstoffe/">Klarheit: Was bringen Mikronährstoffe?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Heute möchte ich anhand eines plastischen Beispiels erklären, was Mikronährstoffe überhaupt im (menschlichen) Organismus zu suchen haben und weshalb wir so häufig davon reden.</p>
<p style="text-align: justify;">Vorab allerdings noch eine kleine Ankündigung: Unser geschätzter Kollege Tim (&#8222;Taimes&#8220;) hat mal wieder einen starken Artikel für euch aufgesetzt &#8211; natürlich zum Thema Schilddrüse. Der wird die nächsten Tag (nachdem editiert wurde) veröffentlicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch nun zum eigentlichen Thema.</p>
<p style="text-align: justify;">Je größer eine Plattform &#8211; wie diese hier &#8211; wird, mit umso mehr Meinungen muss man sich auseinandersetzen. Okay, stimmt nicht ganz: &#8230; kann man sich auseinandersetzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Daher muss man den Unterschied kennen zwischen Kritik aufgrund einer &#8222;anderen Motivation&#8220; und sachlicher Kritik, die ein Projekt verbessern will. Ersteres kann man sehr häufig studieren. Es geht primär nur um das Zerstören, nicht um die Entwicklung. Denn: Potenzielle Konkurrenten muss man ja ausstechen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie dumm der Gedanke eigentlich ist, das weiß man meistens hinterher, nachdem eine Auseinandersetzung seine Spuren hinterlassen hat und man sich die Hand gibt.</p>
<p style="text-align: justify;">So ist das eben. Als Laie hat man es häufig schwer zwischen den Kritikformen zu unterscheiden und für sich zu entscheiden, wem oder was man denn nun glauben will. Schwierig wird es, wenn der Kritik-Geber scheinbar aus dem Metier kommt und sich ja auskennen muss. Das kennen wir von vielen &#8211; nicht allen! &#8211; Ärzten. Denen glaubt man. Nicht aufgrund der etwaigen Expertise, sondern wegen der <em>scheinbaren</em> Expertise.</p>
<p style="text-align: justify;">Die große Kritikfläche, die wir hier bieten, ist in erster Linie die Tatsache, dass wir uns in ein bisher weniger &#8222;gelebtes&#8220; Gebiet bewegen. Wir alle haben uns mit Fetten und Kohlenhydraten auseinandergesetzt, mit verschiedenen Ernährungsformen, mit Sport etc., aber die <strong>eigentliche</strong> Essenz haben wir seltenst gefunden.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun leben wir im Reich der Gesetze und es muss etwas Greifbares geben. Eine Mechanik dahinter. Selbstverständlich ist die Mechanik auch kontextabhängig, aber selbst das können wir studieren und die Gesetze dahinter festmachen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist uns gelungen in nahezu jedem Bereich unseres Lebens. Es geht sogar so weit, dass wir irgendwann auf dem Mars leben können. Was man dazu braucht? Chemisches und physikalisches Know-How &#8211; nur so kann man Rakentreibstoffe entwickeln und herausfinden, ob der Planet kompatibel ist mit unserer Physiologie bzw. was es bedarf, um eine Kompatibilität zu gewährleisten.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir wissen wahrlich eine Menge über die menschliche Chemie. Um das zu überprüfen muss man sich nur einmal in eine Vorlesung in Biologie setzen und staunen, was man heute alles weiß. Und das Wissen wächst exponentiell, heißt: Bald wissen wir noch viel mehr. Wohl gemerkt: In Anbetracht der extremen Fülle, die es zu entdecken und zu studieren gibt, wissen wir wenig. Umgekehrt wissen wir so viel, dass wir Nennenswertes daraus ableiten können und heute sehr genau wissen, wie, was, wo und warum es wirkt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die große Frage ist allerdings: Woher wissen wir das alles? Dazu muss man wissen, dass es gang und gäbe ist, alles an Tieren zu testen. Von A bis Z wird alles an Tieren getestet, natürlich im Einklang mit der Theorie dahinter, die ja heute in aller Fülle vorhanden ist. Man kann auch direkt menschliche Zellen nehmen und daran rumspielen, um zu gucken, inwieweit sich denn beispielsweise biochemische Prozesse in Tier- und Menschenzelle unterscheiden.</p>
<p style="text-align: justify;">Selbstverständlich weiß man auch um die Unterschiede. Man weiß, dass ein Tier nicht dieselbe DNA hat (auch wenn das weniger Unterschied macht, als mancher das glauben möchte) und auch nicht dieselben Expressionsmuster. Heißt: Genprodukte sind anders reguliert. Zur DNA möchte ich noch eine Kleinigkeit sagen: Die DNA an sich unterscheidet sich von Tierart zu Tierart nicht so dramatisch wie man das vermuten würde. Dazu muss man beispielsweise auch wissen, dass der Großteil der DNA überhaupt gar nicht genutzt wird, zum Teil sogar aus &#8222;Schrott&#8220; besteht. Epigenetik und Genregulation sind weitaus wichtiger und erklären auch die äußerlichen Unterschiede zwischen Menschen.</p>
<p style="text-align: justify;">Man muss Tausende Studien, pardon, Arbeiten gelesen haben, um ein Gefühl, ein Gespür dafür zu bekommen, was zentral ist und was man vernachlässigen kann. Manchmal habe ich das Gefühl, dass diese Basis bei Vielen, auch bei Wissenschaftlern, nicht gegeben ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Man erfährt selbst, was mit <em>evolutionary conserved </em>gemeint ist. Dabei kann es sich beispielsweise um zelluläre Prozesse handeln, die wir in nahezu jeder Spezies finden und auch nahezu unverändert geblieben sind. Als Beispiel kann man hier das mTOR/AMPK-Signalling nehmen, das den Energiehaushalt der Zelle reguliert. Klar ist: Wieso soll die Natur für jede Tierart ein neues System entwickeln, wenn doch ein System gut funktioniert?</p>
<p style="text-align: justify;">Um so etwas richtig einschätzen zu können, muss man eben belesen sein. Und das hat nichts mit 5-Minuten-Wikipedia-Suche oder Mal-eben-das-Biochemie-Buch-lesen zu tun. Das ist harte Arbeit. Man kann auch keinen Freistoß schießen wie Cristiano Ronaldo nach einem Tag Training.</p>
<p style="text-align: justify;">Und hier möchte ich ansetzen: Es stimmt zwar, dass wir sehr viel Ideen artikulieren, die nicht 100-%ig stimmig sein müssen. Aber auf der anderen Seite wollen wir vorwärts gehen und dazu muss man sich manchmal auch aus dem Fenster lehnen. Allerdings könnt ihr euch darauf verlassen, dass unsere Studienauswahl sehr gut geprüft wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Dazu möchte ich ein Beispiel besprechen und zeigen, warum wir überhaupt Mineralien und Spurenelemente verzehren müssen, damit wir lebensfähig sind.</p>
<p style="text-align: justify;">In unseren Zellen finden in jeder Sekunde unzählige chemische Reaktionen statt. Damit Stoff A zu Stoff B werden kann, bedarf es in den meisten Fällen eine Aktivierungsenergie. &#8222;Einfach so&#8220; reagieren viele Stoffe gar nicht (miteinander). Nun kann man in einer Zelle nicht einfach Hitze oder UV-Strahlung dazu geben (jeweils eine Form der Energie). Daher gibt es Enzyme. Sie machen die Reaktion möglich.</p>
<p style="text-align: justify;">So ein Enzym ist die <strong>Phosphofructokinase</strong>. Die finden wir beim zellulären Abbau von Glukose, genannt Glykolyse. Diese Glykolyse an sich finden wir bei jedem Eukaryot, dazu zählen sogar Pflanzen! Heißt: Das ist ein evolutiv konservierter Prozess.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Phosphofructokinase hilft also dabei, einen Reaktionsschritt in dieser Reaktionskette zu ermöglichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Phosphofructokinase kommt &#8211; wie angedeutet &#8211; in allen Lebewesen vor. Auch dieses Enzym ist also evolutiv konserviert.</p>
<p style="text-align: justify;">Heißt: Wenn wir dieses Enzym bzw. das Verhalten des Enzyms in der Ratten studieren, dann ist die Wahrscheinlichkeit extrem hoch, dass sich dieses Enzym auch in der menschlichen Zelle so verhält.</p>
<p style="text-align: justify;">Denn: Damit man etwas Phosphofructokinase nennen darf, muss vorausgesetzt werden können, dass es sich dabei um denselben (oder extrem ähnlichen) chemischen Aufbau handelt. Das Ding muss (nahezu) identisch sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun reagieren Enzyme nur deshalb so wie sie reagieren, weil sie einen extrem spezifischen Aufbau haben. Denn der chemische Aufbau muss so organisiert sein, dass das Enzym in Wechselwirkung mit den Substanzen, deren Reaktion es katalysieren soll, treten kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt zwar so genannte Enzym-Isoformen (das sind leichte Variationen im Enzymaufbau), aber bezogen auf das, was im Verlauf erläutert wird, ändert es nichts.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun muss man eine Sache zu Enzymen wissen. Viele Enzyme können nicht einfach so &#8222;helfen&#8220;. Die Aminosäuren alleine richten es zumeist nicht. Deshalb werden beispielsweise Metallatome in das Enzym eingebaut. Das nennt man <strong>Metalloenzym</strong>. Nur aufgrund dieses Metallatoms (genauer: Ion) kann die Reaktion im Endeffekt ablaufen und überhaupt erst funktionieren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Phosphofructokinase besitzt als <em>Kofaktor </em>das Magnesium-Ion. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Magnesium also reguliert die Funktion des Enzyms und somit auch den wesentlichen Schritt der Glykolyse. Jetzt hat sich die Natur ja etwas dabei gedacht, dass sie da Magnesium eingebaut hat. Man kann schlicht nicht jedes Element des Periodensystems da einbauen, da jedes Atom eine unterschiedliche Konfiguration aufweist. Angefangen beim Radius, über die Protonen-/Neutronenzahl hin zur Elektronanzahl und -verteilung im Atom selbst.</p>
<p style="text-align: justify;">Und dieser Aufbau bestimmt ganz wesentlich die Eigenschaft des Atoms bzw. letztendlich des Ions.</p>
<p style="text-align: justify;">Das heißt, dass es generell möglich wäre, ein ähnliches Atom (Ion) an die Stelle einzubauen, aber es entspricht nicht der Regel.</p>
<p style="text-align: justify;">Okay. Ausgehend davon wissen wir nun, dass</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Glykolyse finden wir in allen Lebewesen.</li>
<li>Phosphofructokinase (Enzym) finden wir in allen Lebewesen.</li>
<li>Phosphofructokinase braucht Magnesium, damit es funktioniert.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Und an dieser Stelle können wir weiter denken: Okay, was passiert mit dem Enzym und in der Zelle, wenn die Magnesium-Konzentration abfällt?</p>
<p style="text-align: justify;">Und dazu brauche ich keine Menschenzelle. Ich muss das nicht an der Menschenzelle studieren. Dazu reicht es aus, wenn ich ein Säugetier studiere und schaue, was passiert. Am besten wählt man natürlich die Zellart aus, für die man sich interessiert. Danach kann ich dann Theorien aufstellen und gucken, ob es auch beim Menschen so ist. Alternativ kann ich direkt schauen, ob es dazu eine biochemische Arbeit gibt, die das an menschlichen Zellen getestet hat, was aber sehr unwahrscheinlich ist. Denn die Muskelzelle muss ja irgendwoher kommen &#8230; du verstehst.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Beispiel Phosphofructokinase haben wir hier eine Arbeit gefunden, die das an menschlichen Erythrozyten, also an roten Blutzellen, getestet hat:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.jbc.org/content/271/46/28977.full">&#8222;<em>The present experiments do demonstrate a distinct Mg<sup>2+</sup> dependence of glycolysis, and PFK has a clear dependence on Mg<sup>2+</sup> and MgATP, while glyceraldehyde-3-phosphate dehydrogenase does not.&#8220; </em></a></p>
<p style="text-align: justify;">Also in dieser Arbeit wurde unsere Theorie bestätigt: Die Glykolyse, insbesondere das Enzym PFK (Phosphofructokinase) zeigt eine deutliche Abhängigkeit von Magnesium. Natürlich hat man das anhand einer unterschiedlichen intrazellulären Mg-Konzentration getestet.</p>
<p style="text-align: justify;">Selbst wenn wir jetzt davon ausgehen, dass sich Enzyme aufgrund ihrer Isoform etwas anders verhalten, so kann man a) die Gegenprobe mit anderen Tierzellen machen oder b) einfach annehmen, dass die Abhängigkeit zwar gegeben ist, aber vielleicht unterschiedlich stark ausfällt, was die Sache an sich schmälert oder vergrößert, aber nicht ändert.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich kann man dies noch weiter spinnen und wird erkennen, dass jeder Energieträger in Form von ATP, nicht als ATP vorliegt, sondern als Mg-ATP-Komplex. Und nur dieser Komplex kann die Substrate in der Glykolyse phosphorylieren.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2931560"><em>&#8222;<strong>Many of the glycolytic enzymes are sensitive to Mg2+</strong>. The most important effect is due to <strong>MgATP2</strong>-being a cofactor for a number of these enzymes while other chelation forms are inactive or inhibitory. The means by which Mg2+ and Mg2+ chelates of adenine nucleotides <strong>regulate the most important glycolytic enzymes&#8211;hexokinase, phosphofructokinase, aldolase, phosphoglycerate kinase, and pyruvate kinase</strong>&#8211;are described in detail.&#8220;</em></a></p>
<p style="text-align: justify;">Bis hierhin haben wir sauber und logisch gearbeitet. Selbst wenn eine kleine Spekulation dabei wäre, dann wäre dies immer noch wertvoller, als stehen zu bleiben und sich deshalb nicht vorwärts bewegen zu wollen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir wissen jetzt vereinfacht ausgedrückt, dass Magnesium die Glykolyse reguliert.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun kann man noch einen Schritt weiter gehen und sich fragen, ob wir durch die Zufuhr von Magnesium auch die zellulären Werte verändern können. Und klar, das geht. Das brauche ich hier nicht extra hinzuschreiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu guter Letzt kann man sich fragen, ob ein Magnesiummangel im Menschen, ganz real, den Glukose-Stoffwechsel negativ beeinflusst.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir haben bisher biochemisch korrekt gearbeitet und ab einem gewissen Punkt, ist die Studienlage einfach sehr dünn. Und genau diesen können wir nicht immer bieten und dann schreien meine Kritiker erhaben auf.</p>
<p style="text-align: justify;">&#8222;Guck, der beweist alles an Ratten, aber ob das am Menschen funktioniert &#8230; ha!&#8220;</p>
<p style="text-align: justify;">Was ich mit dünner Studienlage meine, schreibe ich euch hin:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8091358"><em>Furthermore, experimental magnesium deficiency reduces the tissues sensitivity to insulin. <strong>Subclinical magnesium deficiency is common in diabetes.</strong> It results from both insufficient magnesium intakes and increase magnesium losses, particularly in the urine. In type 2, or non-insulin-dependent, diabetes mellitus, magnesium deficiency seems to be associated with insulin resistance.</em></a></p>
<p style="text-align: justify;">Experimentell konnte gezeigt werden, dass ein Magnesiummangel die Insulinsensitivität verschlechtert. Weiterhin wird gezeigt (dick), dass Diabetiker häufig einen Mangel aufweisen.</p>
<p style="text-align: justify;">[content_box box_type=&#8220;info&#8220; title=&#8220;Gewusst?&#8220;]Es gibt nicht &#8222;die&#8220; Studie. Die Art der Untersuchung kann extrem verschieden sein, daher ist es wichtig, die Art der Untersuchung zu kennen, bevor man etwas als gegeben akzeptiert. So tauchen in den Nachrichten häufig Schlagzeilen auf wie &#8222;Rindfleisch macht Krebs&#8220; etc. &#8211; bei diesen Studien handelt es sich zumeist um epidemiologische Studien. Man nimmt ein paar Tausend Menschen, wertet das Ess- oder Lebensverhalten aus und versucht dies mit etwaigen Erkrankungen zu assoziieren. In Anbetracht der Vielzahl an Variablen sind diese Studien nicht aussagekräftig.[/content_box]</p>
<p style="text-align: justify;">Und genau das ist der Punkt, an dem wir uns dann alle streiten: Hier zeigt sich eine epidemiologische Aussage, bei der nicht klar zu verifizieren ist, was zuerst kam: Das Huhn oder das Ei. Denn der Magnesiummangel könnte ja auch Resultat des Diabetes sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Solche Studien findest du bei mir sehr selten. Für mich reichen die Stufen vorher. Denn bis die letzte Stufe erreicht ist, bei der eindeutig, 100 % bewiesen wurde, dass eine Sache auch auf jeden Fall beim Menschen funktioniert, vergehen noch Jahre und Jahrzehnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Und genau dieser Punkt, ich weiß es genau, wird mir vorgeworfen. Wird mir vorgeworfen von ganz besonders Schlauen, die mein Buch lesen und die Tierstudien sehen. Die wissen aber nicht, dass 90 % aller <strong>biochemischen Analysen</strong> auf Tierstudien basieren, dass alle Biochemiebücher nur aufgrund dieser Versuche überhaupt verfasst werden konnten, dass wir in der Medizin heute so viel über Anatomie und Funktion der Organe wissen etc. etc. Alles das, was wir über Ketonkörper, Ketogenese, Kohlenhydratoxidation, den Fettstoffwechsel etc. etc. wissen, wissen wir nicht nur weil sich 10 Menschen gefunden haben, an denen wir das testen können. Nein &#8211; das wurde jahrelang <strong>auch </strong>an Tieren getestet. Sind wir deshalb dümmer geworden? Nein absolut nicht. Im Gegenteil. Du weißt glaube ich nicht, wie gut wir es heute haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Dabei verstehe ich einfach nicht, wie Menschen so ein riesiges Potenzial herschenken. Die haben lieber eine schlechte Glukose-Toleranz anstatt mal biochemisch nachzufragen, was da unten in den Beinen denn überhaupt mit dem Zucker passiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber dazu braucht man Glaube. Glaube an das Gute, Glaube auch an die Wissenschaft und vor allem Glaube an mein eigenes Gehirn.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hier liegt das riesige Potenzial vor dir. Wir wollen es dir anbieten und aufbereiten. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wer das nicht sieht und nicht auch nutzen will, der hat ein großes Interesse daran, so zu leben wie bisher. Oder anders ausgedrückt: Der Leidensdruck war noch nicht groß genug, um sich mit so etwas auseinanderzusetzen.</p>
<p style="text-align: justify;"><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/klarheit-was-bringen-mikronaehrstoffe/">Klarheit: Was bringen Mikronährstoffe?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/klarheit-was-bringen-mikronaehrstoffe/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bor &#8211; Wunderstoff oder Bullshit?</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/bor-wunderstoff-oder-bullshit/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/bor-wunderstoff-oder-bullshit/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Dec 2014 12:36:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mikronährstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsfähigkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=2026</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bor ist ein essentielles Spurenelement. Diverse Studien-Ergebnisse deuten darauf hin, dass Bor vor allem hilft, das Immunsystem adäquat zu regulieren, was sich in erster Linie in entzündungshemmenden Eigenschaften zeigt. Darüber hinaus scheint Bor einen profunden [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/bor-wunderstoff-oder-bullshit/">Bor – Wunderstoff oder Bullshit?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Bor ist ein essentielles Spurenelement. Diverse Studien-Ergebnisse deuten darauf hin, dass Bor vor allem hilft, das Immunsystem adäquat zu regulieren, was sich in erster Linie in entzündungshemmenden Eigenschaften zeigt. Darüber hinaus scheint Bor einen profunden Einfluss auf den Steroid-Haushalt zu haben, betroffen: Testosteron und Östrogen(e). Ich kenne kein Spurenelement (außer Zink), das den Steroid-Haushalt so profund modulieren &#8230; <span style="text-decoration: underline;">könnte</span>.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Bullshit oder reales &#8222;Doping&#8220;?</h2>
<p style="text-align: justify;">Immer, wenn ich Ausschau halte nach (neuen) Möglichkeiten, versuche ich Dinge konzentriert und strikt zu hinterfragen. Viele von euch missverstehen meine Ausführungen: Ihr denkt &#8230; &#8222;jaja, da hat der Chris wieder irgendeine Pille, die er uns andrehen möchte&#8220;. Zum Glück werde ich ein Buch veröffentlichen &#8211; danach wird jeder verstehen, dass es sich bei diesen &#8222;Pillen&#8220; um konkrete Substanzen handelt, die chemische Reaktionen im Körper steuern und das Leben überhaupt erst möglich machen. Dein Auto fährt ja auch nur, wenn &#8230; Das haben wir jetzt verstanden, oder?</p>
<p style="text-align: justify;">Dumm nur: Selektive Wahrnehmung von euch lässt euch glauben, dass es sich &#8222;wieder um irgendeine Pille&#8220; dreht &#8211; die Wahrheit ist, dass dein System eben &gt; 40 Substanzen braucht &#8211; in richtiger Konzentration &#8211; um zu funktionieren. &gt; 40 Substanzen &#8230; in richtiger Konzentration &#8230; System &#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Was ist denn, wenn dir diese eine Nadel im Heuhaufen das Leben zur Hölle macht? Ich habe gestern im Forum geschrieben, dass der eine Stoffe nichts bewirken wird, wenn der Rest nicht stimmt. Umgekehrt kann es der eine Stoffe sein, der das ganze System lahm legt.</p>
<p style="text-align: justify;">Deine Aufgabe: Suche den Fehler im System. Das mache ich täglich bei mir. Ist blöd, ich weiß, aber funktioniert erschreckend gut und zielführend. Das weiß jeder, der die &#8222;Handbremse&#8220; schon gefunden hat.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Hey Chris : ) ich wollte dir noch fix ein Feedback hinterlassen. Und ich machs kurz: <strong>Ich fühl mich psychisch und physisch sau gut</strong>. <strong>Der pure Wahnsinn. Somit ist die &#8222;Handbremse&#8220; gefunden</strong>. : ) Vielen vielen Dank für deine Tipps per Mail und abermals Danke für deine &#8222;Tools&#8220;.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ja &#8211; so ist das &#8230; die Handbremse gelöst. Ich freue mich natürlich immer wieder wie ein Kleinkind, wenn ich bei anderen die Handbremse lösen kann, so wie ich das auch ständig (!) bei mir machen muss. Das ist &#8222;Kennen des eigenen Körpers&#8220;. Eine Kunst, die man lernen muss &#8211; deshalb auch das Buch!</p>
<p style="text-align: justify;">Aber &#8230; welche &#8222;Tools&#8220;? Das sind keine Tools, sondern Systembestandteile, die man wieder einbaut und zum Laufen bringt. Meine Gedanken klingen schlüssig und plausibel, oder nicht?</p>
<p style="text-align: justify;">So &#8230; was ist also Bor? Keine Ahnung. Was ich aber weiß: Offensichtlich spielt es eine große Rolle.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Die Entdeckung</h2>
<p style="text-align: justify;">Wie bin ich denn überhaupt auf dieses Spurenelement gestoßen? Na ja &#8211; wie einige von euch wissen, erkunde ich konstant das chemische Wunderwerk namens Körper. Und suche natürlich nach &#8222;Schaltern&#8220;, die wir selbst modulieren können.</p>
<p style="text-align: justify;">Und so auch mit Bor.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Studie machte mich neugierig: Gibt man Männern 10 mg Bor, jeden Tag morgens, dann steigt das freie Testosteron um circa 30 % an, Estradiol (ein Östrogen) halbiert sich nahezu und &#8211; ganz wichtig &#8211; Entzündungsparameter wie IL6 (Interleukin 6) und C-Reaktives-Protein halbieren sich (Naghii, 2011). Fairerweise muss man ergänzen, dass die Männer nicht gerade die höchsten Testosteron-Werte hatten. Aber &#8230; das hast du ja auch nicht. 80 % von euch haben sehr niedrige Testosteron-Werte (an der Untergrenze des Referenzbereichs).</p>
<p style="text-align: justify;">Das mit den Entzündungen war schon länger bekannt. Deshalb erforschte man das auch im Zusammenhang mit entzündlichen Erkrankungen &#8211; das scheint bei sehr vielen Menschen offensichtlich sehr gut zu funktionieren. Vor allem, wenn man den vielen Menschen glauben darf, die ihre Geschichte im Internet veröffentlichen. Foren gibt es ja genug. Man darf es aber auch deshalb glauben, weil in der Literatur darüber geschrieben wurde &#8211; oft sogar!</p>
<p style="text-align: justify;">Zu den Steroid-Veränderungen in dieser Studie: Wir Männer der westlichen Konsumgesellschaft haben i. d. R. ein Problem mit den Östrogenen. Wir verweiblichen. Das ist leider kein Scherz. Und deshalb sollte jeder &#8222;Wege&#8220; finden, um mit dieser Östrogen-Dominanz umzugehen. Bor? Neue Methode? Ich weiß nicht &#8211; womöglich.</p>
<p style="text-align: justify;">Hier aber wurde gezeigt, dass sich das Testosteron-zu-Östrogen-Verhältnis dramatisch verbessert.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Bor wirkt auch bei Frauen, die in den Wechseljahren sind</h2>
<p style="text-align: justify;">&#8230; Scheinbar.</p>
<figure id="attachment_2027" aria-describedby="caption-attachment-2027" style="width: 676px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/Screenshot-2014-12-05-at-10.29.07.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2027 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/Screenshot-2014-12-05-at-10.29.07.png" alt="Die Wirkung von 3 mg Bor" width="676" height="347" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/Screenshot-2014-12-05-at-10.29.07.png 676w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/Screenshot-2014-12-05-at-10.29.07-500x257.png 500w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/Screenshot-2014-12-05-at-10.29.07-64x33.png 64w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/Screenshot-2014-12-05-at-10.29.07-600x308.png 600w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/Screenshot-2014-12-05-at-10.29.07-300x153.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2014/12/Screenshot-2014-12-05-at-10.29.07-640x329.png 640w" sizes="auto, (max-width: 676px) 100vw, 676px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2027" class="wp-caption-text">Die Gabe von Bor: Auswirkungen auf den Hormon- und Mineralien-Haushalt</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Vermutlich werden nicht viele von euch etwas mit der Grafik anfangen können. Ich helfe euch: Für euch sind zwei Sachen wichtig &#8230; Die Spalte &#8222;Low boron&#8220;, Zeile &#8222;Serum 17ß-estradiol&#8220; und &#8222;Serum testosterone&#8220;. Hier könnt ihr mal die Werte ablesen. Folgt ihr der jeweiligen Zeile weit nach rechts, dann kommt ihr zur Spalte &#8222;High boron&#8220;.</p>
<p style="text-align: justify;">Es braucht nicht viel Verstand um zu sehen, dass Bor (<strong>hier 3 mg</strong>) die Konzentration beider Geschlechtshormon nahezu verdoppelt (Nielsen, 1987).</p>
<p style="text-align: justify;">Für die Füchse unter euch: Bor hemmt auch die Calcium- bzw. Magnesium-Ausscheidung. Überragend für Menschen, die sowieso immer so Probleme haben mit dem Magnesium-Wert.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich weiß nicht, ob dir das gerade Gesagte irgendwie klar ist: Frauen in den Wechseljahren haben sowieso immer Probleme mit ihren Hormonen. Es gibt so viele unter euch, die generell immer viel zu wenig Geschlechtshormone im Blut haben. Hier: <strong>Verdopplung von Testosteron und Estradiol. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das schafft so manch einer von euch nicht einmal mit der Spritze vom Arzt. Okay?</p>
<h2 style="text-align: justify;">&#8230; wirkt scheinbar auch bei Kraftsportlern</h2>
<p style="text-align: justify;">Ja ja &#8230; ich weiß ja! Diese Fake-Studien immer, die finanziert werden von den jeweiligen Firmen, die ihre Produkte loswerden möchten.</p>
<p style="text-align: justify;">Deshalb: Solche Studien sind immer mit Vorsicht zu genießen.</p>
<p style="text-align: justify;">Hier sehe ich keinen Sponsor, deshalb rede ich mal über die Studie. 10 Kraftsportlern gibt man <strong>2,5 mg</strong> Bor &#8230;</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li><span style="font-size: 12pt;">Deutliche Steigerung der Testosteron-Werte</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">Deutliche Steigerung der &#8222;Lean Body Mass&#8220; (Magermasse)</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">Deutlicher Zuwachs an Kraft (Bankdrücken, Kniebeugen)</span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">(Ferrando, 1993)</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn du wüsstest, wie oft ich genau diese Zeilen schon gelesen haben. Es ist quasi immer dieselbe Leier. Deshalb werte ich das auch nicht so stark. Aber trotzdem: Man kann es ja zur Kenntnis nehmen. Oder nicht?</p>
<p><strong><span style="color: #ff0000;">Freundlicherweise wurden wir von mehreren Lesern darauf aufmerksam gemacht, dass uns hier wohl ein Fehler bei der Recherche unterlaufen ist &#8212; tatsächlich zeigt die angeführte Studie, dass es keinen Unterschied gibt zwischen Placebo- und Interventionsgruppe. Das stimmt natürlich &#8212; wir bedanken uns an der Stelle recht herzlich und machen darauf aufmerksam, dass der Artikel über drei Jahre alt ist und damals kein bei uns übliches Peer-Review erfahren hat. Es ändert allerdings wenig an der Aussage des Artikels. </span></strong></p>
<h2 style="text-align: justify;">Was bleibt?</h2>
<p style="text-align: justify;">Gute Frage, Chris. Was bleibt jetzt? Bor ist etwas, was man gerne vernachlässigt. Es könnte die Nadel im Heuhaufen sein, der Grund, warum deine Hormon-Spiegel so aussehen, wie sie aussehen. <strong>Oder eben auch nicht</strong>. Ich für meinen Teil probiere alles aus und &#8222;fühle&#8220; oder messe. Generell sollte man daran denken, dass jeder dieser &gt; 40 Stoffe im Körper vorhanden sein muss, damit alles funktioniert. Vielleicht haben wir alle einen Bor-Mangel? Wer weiß das schon? Ich nicht. Aber ich werde es irgendwann herausfinden. Bis dahin solltest du auch probieren.</p>
<p style="text-align: justify;">&#8222;Wer nicht wagt, der nicht gewinnt&#8220; &#8230; oder anders ausgedrückt:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>&#8222;Why not give a try?&#8220;</strong></p>
<h2 style="text-align: justify;">Zusammenfassung</h2>
<p style="text-align: justify;">Bor scheint in vielen Individuen dafür zu sorgen, dass mehr Geschlechtshormone im Blut zirkulieren. Und das mitunter auch in ihrer (sehr) aktiven Form. Das wurde in mehreren Personengruppen gezeigt, darunter Männer, Kraftsportler und Frauen, die sich in den Wechseljahren befinden.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine &#8222;effektive&#8220; Dosis beträgt i. d. R. bis zu 10 mg.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #3366ff;"><a href="https://genetisches-maximum.de/topic/bor-wunderstoff-oder-bullshit/">HIER</a> geht&#8217;s zur Foren-Diskussion. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Referenzen</strong></p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Ferrando, Arny A, and Nancy R Green. &#8222;The effect of boron supplementation on lean body mass, plasma testosterone levels, and strength in male bodybuilders.&#8220; <i>International journal of sport nutrition</i> 3 (1993): 140-140.</li>
<li style="text-align: justify;">Naghii, Mohammad Reza et al. &#8222;Comparative effects of daily and weekly boron supplementation on plasma steroid hormones and proinflammatory cytokines.&#8220; <i>Journal of Trace Elements in Medicine and Biology</i> 25.1 (2011): 54-58.</li>
<li style="text-align: justify;">Nielsen, Forrest H et al. &#8222;Effect of dietary boron on mineral, estrogen, and testosterone metabolism in postmenopausal women.&#8220; <i>The FASEB journal</i> 1.5 (1987): 394-397.</li>
</ul><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/bor-wunderstoff-oder-bullshit/">Bor – Wunderstoff oder Bullshit?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/bor-wunderstoff-oder-bullshit/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>15</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
