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	<title>Vitamin D - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
	<lastBuildDate>Sat, 24 Oct 2020 14:09:52 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Vitamin D - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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		<title>Was tun bei Winterblues? Denk doch mal an Vitamin D</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Dec 2017 13:43:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vitamin D3]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin D]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Kann Vitamin D bei dem berühmten Winterblues helfen? Zunächst einmal können wir festhalten: Egal, was uns passiert, egal, in welcher Phase oder Situation im Leben wir uns befinden, letztlich muss sich jeder selbst helfen. [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/winterblues-was-tun-vitamin-d/">Was tun bei Winterblues? Denk doch mal an Vitamin D</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Kann Vitamin D bei dem berühmten Winterblues helfen?</p>
<p>Zunächst einmal können wir festhalten: Egal, was uns passiert, egal, in welcher Phase oder Situation im Leben wir uns befinden, letztlich muss sich jeder selbst helfen. Selbst dann, wenn wir an Gott oder an höhere Mächte glauben, letztlich</p>
<p style="text-align: center;"><strong>müssen wir selbst TUN. </strong></p>
<p>Und niemand anderes wird das für uns übernehmen. Niemand!</p>
<p>Vielleicht noch mal in aller Deutlichkeit: Wir haben immer so eine Vorstellung davon, was oder wer uns hilft, wenn es uns ganz, ganz schlecht geht. Wenn das aber aufgrund irgendwelcher Umstände tatsächlich passiert, müssen wir leidvoll erkennen, dass WIR <em>aufstehen</em> und <em>tun</em> müssen, selbst dann, wenn wir Menschen um uns herum haben, die uns sehr helfen. Was passiert, wenn wir das nicht tun? <a href="https://genetisches-maximum.de/kontroverses/die-regeln-des-gesunden-lebens/">Darüber hatten wir auch schon geschrieben</a>.</p>
<h2>Hallo Winter, hallo Winterblues</h2>
<p>Drei Beobachtungen:</p>
<ol>
<li>Wir müssen eigenverantwortlich leben.</li>
<li>Statistisch betrachtet schafft es der <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/studien-vitamin-d/">Durchschnittsdeutsche im Jahr nicht</a>, durchgängig &#8222;normal&#8220; (~ 40 ng/ml oder 100 nmol/L) mit Vitamin D versorgt zu sein. Tatsächlich erreichen wir diese Werte nur im Sommer mit viel Liebe.</li>
<li>Die meisten von uns erleben im Winter etwas, das man gemeinhin als &#8222;Winterblues&#8220; kennt. Im Winter werden wir nachdenklicher, in uns gekehrt, trauriger, trüber, schwermütig.</li>
</ol>
<h2>Also bei Winterblues was tun? Mit Vitamin D zum &#8222;Licht in uns&#8220;</h2>
<p>Unbestritten ist, dass <em>Sonne</em> nicht mit <em>Vitamin D</em> gleichzusetzen ist. Licht an sich hat ein enorm breites Wirkspektrum, wobei die Vitamin-D-Synthese nur ein Teil davon ist.</p>
<p>Fakt ist aber auch, dass wir &#8212; wie immer &#8212; selbst schnell herausfinden können, dass wir &#8212; sofern wir nicht gut versorgt sind, durch das Anheben unserer Vitamin-D-Werte &#8212; das &#8222;Licht in uns&#8220; anschalten können. Genau darum geht&#8217;s. Nicht wieder kämpfen, nicht wieder &#8212; Pardon &#8212; die verstaubte Bibel aus dem Schrank kramen (kann man trotzdem machen!), nicht wieder gegen einen Strom schwimmen, sondern dank Vitamin D etwas Rückenwind haben, auch wenn es draußen dunkel wird. Wie gesagt, das kann jeder von uns selbst testen, der Arzt unterstützt dieses Vorhaben in aller Regel.</p>
<h2>Vitamin D bei uns im Blog</h2>
<p>Hier bei uns im Blog findest du eine Vielzahl an Artikel zum D-Thema. Manche kritisch (gegenüber Hochdosen), manche sehr positiv. Wir haben aber in jedem Fall genug Lesestoff für dich, die dich ggf. motiviert, jetzt noch deine Vitamin-D-Spiegel auf Vordermann zu bringen. Los!</p>
<ul>
<li><strong><a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-nachteile/">Das heilige Vitamin D: Wenn Dinge so richtig schief laufen</a></strong></li>
</ul>
<p>Was passiert eigentlich, wenn wir es übertreiben? Kann man es mit Vitamin D überhaupt übertreiben? Wir meinen ja: denn letztlich ist unser Körper ein fein justiertes System, das wir nicht aus dem Gleichgewicht bringen sollten durch stupide Vorgehensweisen.</p>
<ul>
<li><strong><a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-wie-viel-brauche-ich/">Vitamin D: Wie viel brauche ich für welche Spiegel?</a></strong></li>
</ul>
<p>Wie viel Vitamin D brauche ich eigentlich? Welche Spiegel sind sinnvoll? Hier haben wir die Faktenlage kurz und klar verständlich aufbereitet.</p>
<ul>
<li><strong><a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-licht/">Mehr als Vitamin D: Das Wunder Licht</a></strong></li>
</ul>
<p>Warum &#8222;Licht&#8220; nicht mit &#8222;Vitamin D&#8220; gleichzusetzen ist. Das steht bei uns seit 2014 geschrieben, sogar in unserem ersten Buch, dem Handbuch. &#8222;Licht&#8220; hat ein ganz eigenes Wirkspektrum. Schade, dass der Sommer grade nicht mehr da ist.</p>
<ul>
<li><strong><a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-laesst-tumor-schrumpfen/">Vitamin D lässt Tumor schrumpfen</a></strong></li>
</ul>
<p>Kann Vitamin D vor Krebs schützen? Es gibt ein paar sehr erstaunliche Studien dazu, hier haben wir mal eine besprochen, am Beispiel eines Brusttumors.</p>
<ul>
<li><strong><a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-mangel-macht-insulinresistenz/">Vitamin-D-Mangel macht Insulinresistenz</a></strong></li>
</ul>
<p>Vitamin-D-Mangel alleine kann insulinresistenter machen. Gewusst? Wenn man im Winter also &#8222;keine Kohlenhydrate verträgt&#8220; und ein bisschen Magermasse verliert &#8230; Du weißt Bescheid.</p>
<ul>
<li><strong><a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/vitamin-mangel-macht-fett/">Vitamin-Mangel macht fett </a></strong></li>
</ul>
<p>Vitamin-D-Mangel kann auch &#8222;fett machen&#8220; &#8212; wie das geht, haben wir hier angesprochen.</p>
<ul>
<li><strong><a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-2/">Vitamin D</a></strong></li>
</ul>
<p>In diesem Artikel erfährst du, welche Auswirkungen eine Vitamin-D-Supplementation mit Blick auf Marker der Stoffwechsel-Gesundheit haben kann.</p>
<ul>
<li><strong><a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/">Das Prohormon Vitamin D</a></strong></li>
</ul>
<p>Aus Vitamin D wird im Körper ein Hormon namens Calcitriol. Das wiederum reguliert ca. 1000 Gene. Kann das auch Auswirkung auf andere Hormone, z. B. Testosteron, haben? Könnte!</p>
<ul>
<li><strong><a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-dicke-menschen-brauchen-mehr-macht-low-carb-arteriosklerose/">Vitamin D: Dicke Menschen brauchen mehr! // Macht low carb Arteriosklerose?</a></strong></li>
</ul>
<p>Brauchen dicke Menschen 40 % mehr Vitamin D für die gleichen Spiegel? Das legen Studien nahe.</p>
<ul>
<li><strong><a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-ii/">Vitamin D II</a></strong></li>
</ul>
<p>Noch mal Testosteron. Mal etwas populistischer formuliert. :-)</p>
<ul>
<li><strong><a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/das-vitamin-d-chaos-mikronaehrstoffe/">Das Vitamin-D-Chaos und Mikronährstoffe: Hättest du&#8217;s gewusst?</a></strong></li>
</ul>
<p>Das Bild beschreibt am besten, was wir im Artikel erklären:</p>
<figure id="attachment_9908" aria-describedby="caption-attachment-9908" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2017/12/Calcium-VitD-Calcitriol.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-9908 size-large" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2017/12/Calcium-VitD-Calcitriol-1024x404.png" alt="Vitamin D Calcitriol Wechselwirkung" width="1024" height="404" /></a><figcaption id="caption-attachment-9908" class="wp-caption-text"><em><strong>Abb. 1: Wechselwirkung von Vitamin D bzw. Calcitriol mit anderen Spurenelementen und Hormonen. </strong></em></figcaption></figure>
<ul>
<li><strong><a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-wie-viel-brauche-ich/">Vitamin-D-Rechner kostenlos</a></strong></li>
</ul>
<p>Zu guter Letzt gibt es natürlich noch einen Vitamin-D-Rechner bei uns. Mit dem kannst du, natürlich kostenlos, deine Dosen ausrechnen, die du brauchst, um die jeweiligen &#8212; vom Arzt verordneten Spiegel &#8212; zu erreichen.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Eigenverantwortlich handeln bedeutet:</p>
<ol>
<li>Erkennen, dass WIR SELBST <strong>TUN</strong> müssen.</li>
<li>Uns relevantes Wissen aneignen (hier im Blog).</li>
<li>Dieses Wissen wohl durchdacht an uns selber <strong>bedarfsgerecht</strong> (jetzt ist Winter) anwenden.</li>
<li>Im Winter nicht den Vitamin-D-Mangel leben, sondern &#8230; den Winter genießen.</li>
</ol>
<p>Übrigens muss man bei Vitamin D nicht immer nur an Nahrungsergänzungsmittel denken. Ein Karibik-Urlaub hilft sicher auch :-)</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/winterblues-was-tun-vitamin-d/">Was tun bei Winterblues? Denk doch mal an Vitamin D</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Essentielles Wissen muss erkannt werden!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Jan 2017 17:36:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hormonhaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Chrom]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin D]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das ist häufig das Problem, wenn man versucht, tolle Ratschläge an den Mann zu bringen. Ich denke, dass man immer erst über gewisse Sachverhalte schreiben sollte, wenn man sie selbst erlebt hat oder gar täglich [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/chrom-essentiell-stoffwechsel/">Essentielles Wissen muss erkannt werden!</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist häufig das Problem, wenn man versucht, tolle Ratschläge an den Mann zu bringen.</p>
<p>Ich denke, dass man immer erst über gewisse Sachverhalte schreiben sollte, wenn man sie selbst erlebt hat oder gar täglich lebt. Warum wohl liest man hier bei uns hauptsächlich vom Energie-Stoffwechsel? Na, weil dieser eine große Rolle in meinem eigenen Leben spielt, für mich nicht nur wörtlich &#8222;essentiell&#8220; ist.</p>
<p>Wenn ich also glaube, dass ich ein &#8222;<a href="https://www.amazon.de/Stoffwechsel-beschleunigen-Grundumsatz-steigerst-Insulin-Resist/dp/153743666X/ref=sr_1_5?ie=UTF8&amp;qid=1485617756&amp;sr=8-5&amp;keywords=edubily">Stoffwechsel-Buch</a>&#8220; schreiben muss, dann weil ich <em>weiß</em>, dass das, was da geschrieben steht, funktioniert.</p>
<p>Nehmen wir mal als Beispiel Chrom. Essentielles Wissen steht in Büchern geschrieben, die schon 20 Jahre alt sind. Ich zitiere:</p>
<blockquote><p>Hypoglykämie oder Chrommangel wurde erst vor wenigen Jahren durch eine hochinteressante Entdeckung als Ursache von Müdigkeit erkannt: Wissenschaftler fanden heraus, dass kleine Sandratten in der Wüste Kaliforniens ihre unterirdischen, labyrinthischen Höhlensysteme stets um Salzbüsche herum graben. Also untersuchten sie diese Büsche und stellten fest, dass sie extrem viel Chrom enthalten bzw. ein Molekül, dessen zentraler Kern ein Chrom-Atom war. Sie fingen einige Ratten und gaben ihnen chromarmes Futter. Schon bald zeigten diese Sandratten eine auffallende Müdigkeit. Daraufhin untersuchten die Biologen den Blutzuckerspiegel der Versuchsratten wobei der in freier Natur lebenden Tiere. Mit Verblüffung registrierten sie, dass die Sandratten Symptome der Zuckerkrankheit zeigten, also zuviel Glukose im Blut hatten oder dass ihr Glukosespiegel sehr stark abgesunken war. Sie wussten nun, dass Chrom einen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel hat, dass Chrom ihn vielleicht sogar beherrscht und dass Chrommangel zu Müdigkeit führt und den Insulin-Haushalt beeinflusst.</p>
<p>Mit genügend Chrom hat man weder zuviel noch zuwenig Insulin im Blut und der Blutzuckerspiegel schwankt nicht mehr. Mit solchen Blutwerten fühlt sich jeder fit und munter. Das beweisen die Tiere: In freier Natur sind sie viel vitaler, frischer, unternehmungslustiger als der doch oft ziemlich schlappe Mensch. Das liegt daran, dass Menschen im Vergleich zu Wildtieren die allerniedrigsten Chromwerte aufweisen. Erschreckend aber ist, wie wenig Chrom der Mensch in Blut und Gewebe hat. So enthalten beispielsweise Leber, Herz und Nieren von Wildtieren zwischen sechs- und neunmal, die Milz sogar 24mal mehr Chrom als die Organe des Menschen in der zivilisierten westlichen Welt.</p></blockquote>
<p>Nun &#8230; Heute, also 20 Jahre später, weiß man, dass Chrom Bestandteil des Schlüsselsproteins im Glukose- bzw. Insulin-Stoffwechsels ist. Im wahrsten Sinne des Wortes &#8212; &#8222;Schlüssel&#8220;. Weil nur mit diesem &#8222;Schlüssel&#8220; potenziert die Zelle die Insulin-Wirkung und dadurch kommen wir mit viel weniger Insulin aus.</p>
<p>Genau das habe ich selbst so erlebt. Deshalb schreiben wir darüber.</p>
<p>Angeboten, im Stoffwechsel-Buch, hatten wir viele Stellschrauben. Vitamin A, Mangan, Chrom, Inositol, Koffein, Calcium und, und, und. Natürlich neben der für den Energiestoffwechsel wichtigsten Stellschraube: Fettmasse. Nur so kriegt man die vielen, überschüssigen Fettsäuren aus dem Blut. Die nämlich machen Entzündungen und blockieren das Insulin-Signal in Zielzellen direkt.</p>
<p>Wer einmal verstanden hat, dass der &#8222;Insulin-Stoffwechsel&#8220; quasi einer der Hauptregulatoren des funktionierenden Energiestoffwechsels darstellt, der nimmt das Thema vielleicht ernster.</p>
<p>Ob einige kritische Leser das jemals alles ausprobiert haben? Wirklich alle Tipps und Tricks umgesetzt haben?</p>
<p>Ein kleiner Trost für mich ist, dass ich wahrnehme, dass unser Geschreibsel hier ernster genommen wird als noch vor wenigen Jahren. Vielleicht nicht <em>wegen</em> unserer Artikel. Aber das ist letztlich egal. Wir haben, meines Erachtens, lange genug biochemische Gesetzmäßigkeiten an irgendwelchen Versuchstieren oder Zellkulturen ausprobiert. Es wird Zeit, dass wir uns selbst als Wesen wahrnehmen, für das die gleichen (biochemischen und biophysikalischen) Gesetzmäßigkeiten gilt.</p>
<p>Das einfachste Beispiel hierfür ist Vitamin D. Meine ganze Nachbarschaft schwärmt von einem gewissen (&#8230;) Produkt. Warum wohl? Weil die Leute zum ersten Mal das Gefühl haben, dass sie der dunklen Jahreszeit nicht einfach so ausgeliefert sind, dass gewisse Moleküle Depressionen und Antriebslosigkeit einfach so wegzaubern. Oder, etwas anders ausgedrückt: Selbst &#8222;normale Menschen&#8220; wachen langsam auf und verstehen.</p>
<p>Das heißt <em>nicht</em>, wie oft geglaubt, dass man sofort Chrom bei Amazon bestellen muss. Viel mehr geht es darum, herauszufinden, wie es um meine Chrom-Versorgung, als Beispiel, bestellt ist. Innerhalb weniger Minuten könnte jeder herausfinden, dass es ohne Basis-NEM kaum möglich ist, nennenswerte Chrom-Mengen aufzunehmen. Dann darf und soll man handeln. Gerne mit Blutwert-Analysen.</p>
<p>PS: Wer weiß, aus welchem Buch das obige Zitat stammt? :-)</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/chrom-essentiell-stoffwechsel/">Essentielles Wissen muss erkannt werden!</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Calcium: Der Energie-Stoffwechsel-Turbo gegen Herzinfarkt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2017 18:11:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Energiehaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Calcium]]></category>
		<category><![CDATA[Herz]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin D]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jahrelang habe ich täglich meine Eiweißshakes gelöffelt. Überall hatte ich das Zeug dabei, sogar im Urlaub oder bei irgendwelchen länger andauernden Trips. Die Shakes habe ich nicht nur gelöffelt, weil es mir damit (psychisch) sehr [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jahrelang habe ich täglich meine Eiweißshakes gelöffelt. Überall hatte ich das Zeug dabei, sogar im Urlaub oder bei irgendwelchen länger andauernden Trips. Die Shakes habe ich nicht nur gelöffelt, <a href="https://genetisches-maximum.de/motivation/resilienz-so-wirst-du-psychisch-stabiler/">weil es mir damit (psychisch) sehr gut ging</a>. Nein, dieser Eiweißshake auf Milchbasis (und Whey, Soja und Ei &#8230;) war mein einziger großer Regelverstoß bei meiner treu und stolz gelebten <a href="https://genetisches-maximum.de/paleo/">Paläo-Ernährung</a>.</p>
<p>Ein bisschen wehmütig bin ich da schon. Denn damals war ich der Alien. Ich durfte in der Humanbiologie einen Vortrag über meine sonderbare Lebensform halten. Die betreuende Doktorin konnte kaum fassen, dass ich &#8212; ja, sonderbar, ich weiß &#8212; 200 g Butter am Tag löffle und trotzdem &#8222;nur&#8220; einen Cholesterin-Wert von 200 mg/dL vorzuweisen habe. Das war für sie so unglaublich, dass ich den Wert in ihrem Beisein mehrfach messen durfte.</p>
<p>Was ich damit eigentlich sagen will: Die Zeiten sind vorbei. Heute ist das eine Mode-Erscheinung und in der Mensa dürfte zwischenzeitlich fast jeder Gesundheitsbewusste die Nudeln vom Teller schieben und stattdessen eine Extra-Portion Fleisch oder Gemüse verlangen &#8230;</p>
<p>Also: Mein einziger &#8222;Regelverstoß&#8220; war Eiweißshake.</p>
<p>Mir kam es damals schon etwas spanisch vor: Meine fünf Salatblätter, mein bisschen Fleisch und das Fett &#8230; sollen mir ausreichend Calcium zur Verfügung stellen? Mir?</p>
<p>Der Shake lieferte. Denn klar: Caseinat bringt eine riesige Menge Calcium mit.</p>
<p>Dank <a href="https://genetisches-maximum.de/gefaessgesundheit/braunes-fett-anregen/">Zemel</a> und seinen tollen Forschungen wissen wir, dass Calcium und insbesondere Milch-Calcium ganz gravierend den Energiestoffwechsel reguliert. Doch nicht nur das: Dieses Calcium hemmt auch Entzündungen.</p>
<p>Wir haben es mittlerweile mehrfach versucht zu erklären: Sogar auf einigen Labor-Bögen steht mittlerweile der Vermerk, dass ein Zuviel an dem Hormon Calcitriol (aus Vitamin D gebildet) nicht gut ist. Calcitriol wird hauptsächlich von Calcium reguliert. Fällt die Calcium-Zufuhr, steigt Calcitriol. Calcitriol forciert dann die Calcium-Aufnahme im Darm. Nur: Wenn wir dem Körper nicht genug Calcium zuführen, kommt das Calcium halt aus dem Knochen, denn Calcium muss im Blut in ganz engen Konzentrationsbereichen gehalten werden. Außerdem sorgt ein hohes Calcitriol dafür, dass Calcium in die Zellen gedrückt wird. Die Extra-Zufuhr Calcium macht genau das unerwartete Gegenteil: Es hemmt den Calcium-Einstrom in die Zellen.</p>
<figure id="attachment_8596" aria-describedby="caption-attachment-8596" style="width: 645px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2017/01/Figure-3-Schematic-summary-of-the-role-of-calcitriol-in-the-regulation-of-energy.png"><img decoding="async" class="wp-image-8596" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2017/01/Figure-3-Schematic-summary-of-the-role-of-calcitriol-in-the-regulation-of-energy.png" alt="Adipocyte" width="645" height="338" /></a><figcaption id="caption-attachment-8596" class="wp-caption-text"><span style="color: #000000; font-size: 16px;">Abbildung 1: Regulation des zellulären Energiestoffwechsel durch Calcium am Beispiel von Fettzellen. Zugeführtes Calcium hemmt den Calcitriol-forcierten Einstrom von Calcium in die Zellen. Dies wiederum hemmt die Cortisol-Bildung, die Lipogenese und die ROS-Produktion, gleichzeitig erhöht sich die Lipolyse.</span></figcaption></figure>
<p>Es geht also um Calcium in den Zellen. Denn dort wirkt es als Signalgeber. In unserem <a href="http://amzn.to/2iyTTjn">Stoffwechselbuch</a> steht dazu: <strong>Calcium in den Zellen hemmt den Energiestoffwechsel. Umgekehrt sorgt die Extra-Calcium-Zufuhr dafür, dass Calcium aus den Zellen bleibt. Die Folge: Aktivierter Energiestoffwechsel.</strong></p>
<p>Jedenfalls steht im selben Stoffwechselbuch auch eine kleine Anekdote: Füttert man Ratten Extra-Calcium, dann entsteht kaum oder sehr viel weniger Arteriosklerose. Bei denen lagert sich also weniger Müll in den Arterien ab.</p>
<p>In einer Arbeit aus dem Jahr 2005 steht:</p>
<blockquote><p>The largest randomised controlled trial of calcium effects on lipids was carried out in 223 healthy postmenopausal women, and found that low density lipoprotein-cholesterol (LDL-C) decreased 6.3% and high density lipoprotein-cholesterol (HDL-C) increased by 7.3% at 1-year. The resultant 16.4% increase in HDL-C/LDL-C ratio would be predicted to reduce cardiovascular event rates by 20-30%, which is consistent with the available observational data.</p>
<p>(Reid, Ian R (2004): „Effects of Calcium Supplementation on Circulating Lipids“. In: <i>Drugs &amp; Aging</i>. 21 (1), S. 7-17, DOI: 10.2165/00002512-200421010-00002.)</p></blockquote>
<p>Die größte, ob des Studiendesigns auch ernstzunehmende Arbeit an 223 etwas älteren, aber gesunden Damen, zeigte, dass &#8222;mehr Calcium&#8220; das LDL-Cholesterin absenkt, während es das HDL zum Steigen bringt. Die dann verbesserte HDL/LDL-Ratio würde das Herzkreislauf-Erkrankungsrisiko theoretisch um 20 bis 30 % senken &#8212; das, so die Autoren, decke sich mit Observationsstudien.</p>
<p>Natürlich bleiben Fragen offen. Aber:</p>
<blockquote><p>The balance of evidence suggests that calcium is a cost-effective adjunct to the dietary management of hyperlipidaemia.</p></blockquote>
<p>Wenn man sich also das gesamte Bild anguckt, dann könnte man zum Schluss kommen, dass diese &#8222;kosteneffektive&#8220; Zusatz-Therapie durchaus seine Daseinsberechtigung hat.</p>
<p>Nun gut. Ob und inwieweit die Kalkulationen oben stimmen &#8230; weiß keiner. Schon alleine deshalb nicht, weil die Rollen von HDL und LDL, auch mit Blick auf die Pathogenese, auch aktuell diskutiert werden. Dennoch finde ich die Idee, den Gedanken dahinter interessant: Denn durch solche, für uns natürlich total banalen Veränderungen, können sich über die Jahre hinweg riesige Konsequenzen ergeben.</p>
<p>Es gibt Autoren, die haben das &#8222;Compound-Effekt&#8220; genannt. Winzige Änderungen können ganz dramatische Auswirkungen haben &#8212; über die Jahre natürlich. <a href="https://genetisches-maximum.de/motivation/der-grund-warum-du-deine-ziele-nicht-erreichst/">Wir hatten darüber schon berichtet</a>. Genau vor einem Jahr.</p>
<p>Dort habe ich am Ende des Artikels ein bisschen ausgeteilt. Auch heute noch muss ich so oft an Will Smith denken, der das so ähnlich ausdrückte:</p>
<blockquote><p>I&#8217;ve never viewed myself as particularly talented. I&#8217;ve viewed myself as … slightly above average in talent. Where I excel is with a ridiculous, sickening work ethic. <strong>While the other guy&#8217;s sleeping, I&#8217;m working. While the other guy&#8217;s eating, I&#8217;m working. While the other guy&#8217;s making love, I mean, I&#8217;m making love, too, but I&#8217;m working really hard at it!</strong></p></blockquote>
<p>OK. Es driftet jetzt ein bisschen ab.</p>
<p>Aber immer wenn andere Menschen über die &#8222;Erfolgreichen&#8220; lästern, weiß ich: Während die abends auf der Couch lagen mit ihrer Chips-Tüte in der Hand, haben die Erfolgreichen wieder ein bisschen mehr gemacht. Ein bisschen. Vielleicht eine neue Studie gelesen. Vielleicht einen Vortrag vorbereitet. Oder über ein neues Buch-Konzept nachgedacht.</p>
<p>Das addiert sich halt. Compound-Effekt. True für Calcium? Und für andere Mikronährstoffe?</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/energiehaushalt/calcium-der-energie-stoffwechsel-turbo-gegen-herzinfarkt/">Calcium: Der Energie-Stoffwechsel-Turbo gegen Herzinfarkt</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Better Body – Better Brain &#124; Buchempfehlung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Oct 2016 14:34:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[DHA]]></category>
		<category><![CDATA[Omega 3]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin D]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vorwort: Warum wir mehr Physik brauchen Alle Signale, die der Körper empfängt, werden früher oder später in (bio-)chemische Reaktionen umgewandelt. Wir haben mittlerweile mehrfach darüber gesprochen: Der reine Fokus auf Ernährung &#8212; mit den bisweilen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: justify;">Vorwort: Warum wir mehr Physik brauchen</h2>
<p style="text-align: justify;">Alle Signale, die der Körper empfängt, werden früher oder später in (bio-)chemische Reaktionen umgewandelt.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir haben mittlerweile mehrfach darüber gesprochen: Der reine Fokus auf Ernährung &#8212; mit den bisweilen dramatischen Folgen für die Gesundheit &#8212; bringt keinen weiter. Schon alleine deshalb nicht, weil auf den Chemiebaukasten Menschen nicht nur die Stoffe wirken, die im Essen sind. Alles wirkt auf uns. Das beginnt bei der Schwerkraft (Stichwort Verdauung), führt über Freundschaften (Endorphin, Dopamin und Co.) und Kuscheln (Oxytocin etc.) zum &#8230; <strong>Licht</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn wir uns im Internet umschauen, dann stoßen wir immer wieder auf die Verbindung zwischen Licht und Vitamin D, seltenst wird über die Wirkung von Licht an sich gesprochen. In anderen Worten: <strong>Licht wirkt auf den Körper &#8212; aber eben nicht nur via Vitamin D</strong>. Daher darf auch die Frage gestellt werden: Ist es in Ordnung Vitamin D isoliert zu schlucken oder will der Körper vielleicht die ganze Bandbreite an Wirkung? Vorausgesetzt natürlich, Licht hat eine biologische Wirkung außerhalb der Vitamin-D-Produktion.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Licht-Thematik hatten wir schon kurz angeschnitten. Im <a href="http://amzn.to/2f24hjE" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Handbuch</a>, aber auch <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-licht/">hier im Blog</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Gerade vor mir liegen zwei Arbeiten. Hochinteressant: <strong>Erfahren Individuen abends eine Blaulicht-Exposition, dann sind die am Morgen danach ein Stück weit stoffwechselkrank.</strong> Die haben einen niedrigeren Energieverbrauch, setzen also weniger Kalorien um. Das kann man messen, z. B. via Sauerstoffverbrauch, Kohlendioxid-Produktion oder Wärmefreisetzung nach dem Essen (&#8222;Thermischer Effekt&#8220;). Außerdem, so beschreibt es eine der Arbeiten, wirkt Blaulicht direkt auf den Glukose-Haushalt, <strong>induziert Insulinresistenz</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir denken kurz dran: <strong>Blaulichtexposition erfahren wir täglich, weil wir Elektronik-Geräte nutzen</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Licht, das wissen wir alle, besteht aus elektromagnetischer Strahlung mit unterschiedlicher Wellenlänge. Es gibt einen sichtbaren Bereich, der viele verschiedene Wellenlänge enthält und den wir in Form von Farben wahrnehmen können: Das wissen wir, weil wir alle schon mal einen Regenbogen gesehen haben, wobei das Licht hier sozusagen &#8222;aufgetrennt&#8220; vorliegt.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlicherweise variiert diese Licht-Exposition über den Tag. <strong>In der Natur ist das blaue Licht morgens sehr dominant und weicht zugunsten einer Rotdominanz im Laufe des Tages</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun sind wir Menschen seit Millionen von Jahren anhand diverser natürlicher Rhythmen getaktet. Was, wenn wir diese Kopplung an die natürliche Rhythmik unbedingt brauchen, um gesund zu bleiben? Denn klar ist, dass Prozesse in unserem Körper selbst oszillieren. Das sehen wir alle bei der Hormonproduktion (z. B. Cortisol, Testosteron, Melatonin etc.). Doch das dürfte nur die Spitze des Eisberges sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Fakt ist: Wir müssen die Physik lieben lernen. Leider wurden genau solche Einflüsse Jahrzehnte lang gar nicht richtig beachtet. Erst heute, auch dank vieler Querdenker, wird <em>Biophysik</em> wichtiger, ernster genommen. Freilich nicht isoliert betrachtet, denn wie bei einem großen Puzzle, dem &#8222;Gesundheitspuzzle&#8220;, setzen wir die einzelnen Teile mühevoll zusammen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">&#8222;Better Body – Better Brain: Das Handbuch zur Selbstoptimierung von Körper und Geist&#8220;</h2>
<p><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/10/51UI9KhZxkL.jpg" rel="attachment wp-att-8035"><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-8035 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/10/51UI9KhZxkL.jpg" alt="Selbstoptimierung Better Body Body Brain" width="396" height="500" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Daher diese Buch-Empfehlung: Die Autorin <strong>Anja Leitz</strong> schafft es hier, ein für viele Leser komplett neues Feld aufzuzeigen, mit dem man sich unbedingt befassen sollte. Es komplettiert ohne Frage unser Bemühen, die Biochemie des Menschen so zu beschreiben, dass wir davon profitieren können. Wie gesagt: Biochemie ohne Biophysik ist ziemlich verloren. Das Puzzle ist nur dann komplett, wenn die einzelnen Puzzle-Teile zusammengefügt werden.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Auszug aus der <strong>Produktbeschreibung</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Unser moderner Lebensstil hat uns unserem natürlichen Biotop entrissen. Wir verbringen den ganzen Tag unter Kunstlicht, vor dem Computer, am Smartphone, ernähren uns von reichlich Kohlenhydraten und snacken in der Nacht, schlafen unregelmäßig und rennen gehetzt von Termin zu Termin. Auf die veränderten Umwelt- und Lebensbedingungen reagieren wir mit physiologischen Fehlfunktionen wie Hormonstörungen, Übergewicht und einer Vielzahl an Autoimmun- und Zivilisationskrankheiten, die sich epidemisch verbreiten.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Hier leistet das Buch &#8222;Better Body &#8212; Better Brain&#8220; einen ganz hervorragenden Beitrag.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Der Buch-Inhalt</h2>
<p style="text-align: justify;">Gesundheit steht, lt. Anja Leitz, auf vier Beinen:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li style="text-align: justify;">Lipide (vor allem Omega-3-Fettsäuren) &#8212; &#8222;Fettsäuren mariner Herkunft&#8220;</li>
<li style="text-align: justify;">Licht &#8212; &#8222;Sonnenlicht und Lichtfrequenzen&#8220;</li>
<li style="text-align: justify;">Chronobiologie &#8212; &#8222;Zirkadiane Rhythmik und Zeitgeber&#8220;</li>
<li style="text-align: justify;">Nahrung &#8212; &#8222;Nährstoffe als Mittel zum Leben&#8220;</li>
</ul>
<h3 style="text-align: justify;">Warum spielen ausgerechnet &#8222;Fettsäuren mariner Herkunft&#8220; eine so wichtige Rolle?</h3>
<p style="text-align: justify;">Nun, um diese Frage adäquat zu beantworten, müsste man &#8212; auch chemisch bzw. physikalisch &#8212; sehr weit ausholen. Kürzen wir es ab: Die besondere marine Fettsäure heißt Docosahexaensäure, kurz DHA, die über ein sehr ausgeprägtes Doppelbindungssystem innerhalb des Moleküls verfügt. Sprich: DHA ist sehr elektronenreich. Unter anderem wegen dieses Elektronenreichtums kann DHA spezielle Rollen im Stoffwechsel spielen, was insbesondere auf der Mikroebene deutlich werden könnte. Ich sage bewusst könnte, weil das derzeit noch theoretischer Natur ist.</p>
<p style="text-align: justify;">DHA baut sich in unsere Membranen ein, speziell in mitochondriale Membranen. Dort sitzen Proteine der Atmungskette (auch: Elektronentransportkette). Elektronen, die uns unsere Nahrung liefern (nichts weiter machen Makronährstoffe wie Kohlenhydrate, Fette und Co.), fließen entlang dieser Kette, durch die Proteine und reagieren schlussendlich mit Sauerstoff und Wasserstoff-Protonen zu Wasser. Durch diese Elektronenwanderschaft kann letztlich eigene Energie (in Form des Energieträgers ATP) entstehen. DHA verändert die Eigenschaften der Membran und könnte somit dafür sorgen, dass die Elektronentransportkette besser funktioniert. <strong>In einfacher Sprache: Wir haben mehr Energie! </strong></p>
<p style="text-align: justify;">DHA hat noch weitere Effekte, die im Buch ebenfalls angesprochen und diskutiert werden.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Welche Rolle spielt Licht hier?</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Effekte von DHA werden insbesondere dann wichtig, so Anja Leitz, wenn uns die Sommer-Sonne nicht mehr mit ihrer &#8222;Energie&#8220; versorgt. Denn: Viele unserer zellulären Systeme reagieren auf Licht. So, wie das bei Pflanzen der Fall ist: Dort nämlich ist Licht die treibende Kraft für die Fotosynthese. Die wiederum funktioniert nur, weil es Moleküle gibt, die Lichtstrahlen &#8222;auffangen&#8220; können, die Energie dieser Strahlung quasi in biochemische Reaktionen umsetzen können. Zwar sind wir keine Pflanzen, wir können auch aus Licht keine Kohlenhydrate etc. herstellen, aber dennoch könnten viele unserer Stoffwechselprozesse von Licht bzw. der Lichtenergie profitieren. Denn: Auch wir Menschen habe viele Moleküle im Körper, die Lichtenergie nutzen können. Längst bekannt ist, dass gewisse Proteine der Atmungskette auch &#8222;Lichtfänger&#8220; sind und die Energieproduktion so steigern können.</p>
<p style="text-align: justify;">Sollte die Theorie stimmen, wird klar, warum DHA besonders im Winter wertvoll ist, während im Sommer das Sonnenlicht die herausragende Rolle spielt.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Buch erklärt en detail, aber dennoch gut nachvollziehbar und in wunderbarer Sprache, <strong>was es mit Licht auf sich hat, wie Licht im Körper wirkt und warum Licht viele Abläufe in unserem Körper steuert. Klar ist auch, dass Licht eng mit der Chronobiologie verknüpft ist</strong>, worüber ausführlich gesprochen wird.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Ein wichtiger Pfeiler: Kälte-Exposition</h3>
<p style="text-align: justify;">Unsere Leser kennen sich hier sicher besten aus. Auch bei Anja Leitz spielt gerade Kälte eine herausragende Rolle im Konzept zur Erhaltung bzw. Wiedergewinnung der Gesundheit. <a href="https://genetisches-maximum.de/stoffwechsel/kalte-thermogenese-eine-anleitung-zum-frieren/">Kälte</a> hat einen immensen Einfluss auf das Hormon-System und chemische Abläufe:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Es verwandelt weißes, &#8222;faules&#8220; Fettgewebe in metabolisch aktives, braunes Fettgewebe.</li>
<li>Es aktiviert AMPK, was als zentraler Energiesensor wichtige zelluläre Abläufe reguliert, u. a. die Fettverbrennung kontrolliert.</li>
<li>Es erhöht die Melatoninausschüttung, was uns einen besseren Schlaf beschert.</li>
<li>Es verbessert die Wirkung von Schilddrüsenhormonen.</li>
<li>Es aktiviert das Immunsystem.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Einige Punkte wollten genannt sein, eine vollständige Liste findet sich natürlich im Buch. Dort findet sich auch eine ausgiebige Anleitung, wie genau man das Vorhaben angehen kann: Von einfachem Kühlen des Gesichts hin zum Eisbad in Gewässern (im Winter, natürlich!).</p>
<h3 style="text-align: justify;">Doch was soll dann gegessen werden?</h3>
<p style="text-align: justify;">Wie kein anderer deutscher Autor zuvor legt Anja Leitz großen Wert auf eine maritime Kost. Auch wir von edubily sind große Fans einer &#8222;Offshore Diet&#8220;, wie sie viele Menschen seit der Menschwerdung an Meeren, Flüssen und Seen praktiziert haben. In Meeresfrüchten finden sich enorm viele Substanzen, auf die wir dringend angewiesen sind, allen voran die vorhin beschriebene Omega-3-Fettsäure DHA, aber auch Jod, Selen, Kupfer, Eisen, Taurin und hochwertiges Protein. Das kann man in unserem aktuellen Buch <a href="https://genetisches-maximum.de/stoffwechsel/stoffwechsel-beschleunigen-in-fuenf-sekunden-geht-das/">Stoffwechsel beschleunigen</a> noch einmal genauer nachlesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch das ist nicht alles. Es geht beim Essen um viel mehr als um das Zuführen von Kalorien oder Nahrungsenergie.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Zunächst: Die Nahrung liefert uns keineswegs einfach nur Kalorien oder Nährstoffe. Nahrung ist auch Information für unsere Zellen und so wird sie auch verarbeitet und kommuniziert. Deshalb lassen sich Lebensmittel auch nicht durch Supplemente ersetzen. Wir essen Lebensmittel nicht in erster Linie wegen ihrer chemischen Zusammensetzung, sondern weil sie Energie- und Informationsträger sind, die es dem Körper ermöglichen, seine lebendige Ordnung aufrechtzuerhalten.</p>
<p style="text-align: justify;">[&#8230;]</p>
<p style="text-align: justify;">Dass sich Physiker und mit dem Zusammenhang von Nahrung und Licht beschäftigen, haben wir Erwin Schrödinger zu verdanken.</p>
<p style="text-align: justify;">[&#8230;]</p>
<p style="text-align: justify;">In seinem viel beachtetet Werk <em>Was ist Leben?</em> legte er logisch-physikalisch dar, dass sich Lebewesen aufgrund ihrer permanent ablaufenden Stoffwechseltätigkeit in einem Zustand zunehmender Unordnung (Entropie) befinden. [&#8230;] Nach Schrödinger ist das, wovon sich ein Organismus ernährt, negative Entropie. Oder, um etwas weniger sperrig auszudrücken: Das Wesentliche ist, dass es dem Organismus gelingt, der Entropie entgegenzuwirken. Gute Nahrung mit einem hohen Ordnungszustand hilft dem Körper am besten dabei, &#8222;aufzuräumen&#8220; und &#8222;in Ordnung&#8220; zu bleiben.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Nicht fehlen darf hier die Erkenntnis von Prof. Fritz-Albert Popp, der bewiesen hat, dass lebende Organismen &#8222;strahlen&#8220;, Biophotonen aussenden. Wir nehmen diese Strahlung über die Nahrung auf, die letztlich wieder auf unseren Organismus wirkt und so die Ordnung des Organismus beeinflusst.</p>
<p style="text-align: justify;">Du siehst, so schließt sich der Kreis: Elektromagnetische Strahlung, Physik, ist ein wichtiger Bestandteil.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Von den &#8222;perfekten&#8220; OptiDays: Das 4-Wochen-Reset-Programm</h3>
<p style="text-align: justify;">Das Synthese-Kapitel. Darf natürlich nicht fehlen. Hier wird der Leser an die Hand genommen: Ein 4-Wochen-Programm soll helfen, den Organismus zu <em>resetten</em>. Wie das geht?</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Mit einem Ernährungsplan</li>
<li>Mit einer großen OptiDay-Info, die informiert und motiviert</li>
<li>Mit einem Biohack</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Tatsächlich sind die Informationen sehr interessant und keinesfalls wiedergekaut, quasi aus der Frauenzeitschrift abgeschrieben.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Der Schluss</h3>
<p style="text-align: justify;">Wem das noch nicht genug ist, der kann sich in das &#8222;Fisch-Lexikon&#8220; verlieben, wo sehr ausführlich viele Fischarten besprochen werden. Neben allgemeinen Informationen finden sich auch ernährungsspezifische Details, beispielsweise der Omega-3-Gehalt der jeweiligen Spezies. Am Ende dieses Kapitels bespricht ihr Ehemann Herr Dr. Leitz relativ ausführlich die Frage: &#8222;Fischgenuss &#8212; nachhaltig oder nachhaltig gestört?&#8220; Zum Thema Schwermetalle sagt er:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Diese immer noch häufig geäußerte Besorgnis steht jedoch laut Experten in keinem Verhältnis zur eigentlichen Lage.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Alternativ kann sich Männlein oder Weiblein in die Küche stellen und die vielen, vielen wirklich schönen Gerichte nachkochen. Die Rezept-Bildchen regen auf jeden Fall den Appetit an.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer es ganz genau mag, der kann sich durch das seitenlange Referenzenverzeichnis wurschteln.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Unser Fazit</h2>
<p style="text-align: justify;">Anja Leitz nimmt den Leser an die Hand und weiß mit ihrer Sprache zu überzeugen. Ich mag das Buch wirklich sehr, nicht zuletzt ob der schönen Aufmachung und bildlichen Umsetzung. In diesem Buch steckt wirklich sehr viel Arbeit &#8212; von allen Beteiligten.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Das Buch hebt sich inhaltlich ab</h3>
<p style="text-align: justify;">Ich glaube ich spreche für viele Menschen, wenn ich sage, dass dieses ewige Wiedergekaue von Weisheiten zu Ernährungsthemen wirklich nicht mehr zu ertragen ist. Was hören wir in 20 Jahren? Vielleicht &#8230; dass Eiweiß wichtig ist? Und doch nicht der Niere schadet?</p>
<p style="text-align: justify;">Auf der anderen Seite sehe ich den krampfhaften Versuch, neue Themenbereiche zu erschließen &#8230; Oft verknüpft mit Esoterik. Auch dominant heute: Die Suche nach dem Ernährungsextrem. Ganz &#8222;in line&#8220; mit unserer gesellschaftlichen Vorstellung (&#8222;Höher, weiter, besser, mehr&#8220;) verrennt sich einer nach dem anderen in Hirngespinsten, sieht den Wald nicht mehr.</p>
<p style="text-align: justify;">Herrlich erfrischend ist stattdessen die Ausführung von Anja Leitz. Denn die Themen, die im Buch angesprochen werden, sind ohne Frage äußerst wichtig und werden in den kommenden Jahren sicher noch präsenter werden. Insbesondere mit Blick auf Blaulicht-Exposition durch unsere &#8222;I-Geräte&#8220; oder Amazon-Bücher auf dem Bildschirm. Es wird keine neue Weisheit vom Ast gebrochen, viel mehr zeigt sich hier eine Form der Kohärenz, eine neue Perspektive. Wie ein Teilbereich unseres Lebens, der zwar immer da ist, aber mehr oder weniger unbemerkt bleibt, von uns gar nicht wahrgenommen wird &#8212; vielleicht weil so selbstverständlich?</p>
<p style="text-align: justify;">Daher: Ich empfehle jedem, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Bin ich uneingeschränkt einer Meinung mit der Autorin? Nicht unbedingt.</h3>
<p style="text-align: justify;">Einige Thesen sind sicher theoretischer Natur und müssen validiert werden. Das ist der Preis, den man als Vor- bzw. Querdenker zu zahlen hat. Dennoch sind auch solche Ausführungen immer spannend.</p>
<p style="text-align: justify;">Darüber hinaus sind wir bei der Kohlenhydrat-Thematik nicht ganz auf einer Linie, aber auch das dürfte kontextabhängige durchaus vertretbar sein. Wenn der Stoffwechsel nach einem <em>Reset</em> wieder funktioniert, dürfte das sowieso zweitrangig werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch der wirklich starke Fokus auf Meeresprodukte ist sicher diskutabel. Während wir den regelmäßigen Konsum wirklich empfehlen, ist die Quasi-Exklusion (zwar nicht direkt so ausgesprochen, aber aus dem Konzept hervorgehend) von Fleisch- und Fleischerzeugnissen (et cetera) meines Erachtens nicht unbedingt nötig.</p>
<p style="text-align: justify;">Fraglich: Wenn wir den Konsum mehrfach ungesättigter Fettsäuren stark erhöhen (z. B. via Zufuhr von DHA/EPA, also n3-Fettsäuren), was ist mit Vitamin E? Denn der Vitamin-E-Bedarf steigt proportional zur zugeführten PUFA-Menge &#8212; das kann letztlich zu Lipid-Peroxidation und massiven, auch chronischen Problemen führen. Was es mit Vitamin E und den PUFAs auf sich hat, kann sich der Interessierte <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4594047/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">hier</a> noch einmal durchlesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Was bleibt: Von uns gibt es für das Buch eine klare Kaufempfehlung.<strong> Es hat mich an einigen Stellen wirklich begeistert, es war durchweg spannend, manchmal diskutabel, aber immer informativ. </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://amzn.to/2f265cu" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Hier geht’s zum Buch bei amazon.</a></p>
<h2 style="text-align: justify;">Appendix zum Nachdenken &#8212; von Chris</h2>
<p style="text-align: justify;">Wir alle leben in die Rhythmik, auch wenn wir uns oftmals vorzüglich zur Wehr setzen: Schon mal aufgefallen, wie das Gehirn in dieser Jahreszeit plötzlich Programme abspielt, die uns der Herbst jedes Jahr aufs Neue bringt? Wir spielen plötzlich, oft unbewusst, die Musik ab, die wir letztes Jahr und vielleicht sogar vorletztes Jahr im Herbst gehört haben. Klar ist, dass der Körper dieses natürliche Umschalten über viele verschiedene Signalgeber wahrnimmt. Das können beispielsweise Licht, Temperatur oder der Geruch sein. Der Körper, so scheint es, schaltet im Spätjahr zwei Gänge zurück, etwas in den Ruhe-Modus. Wir haben urplötzlich andere Verlangen. Das süße Obst &#8230;. schmeckt nicht mehr, wir greifen zum fetten Fisch oder zu den Nüssen. Erziehung? Kultur? Oder das uralte Eichhörnchen-Programm? Der eine oder andere merkt die hormonelle Umstellung vielleicht daran, dass er mehr Hunger hat &#8212; Lust-Essen gegen Winterdepression oder die uralte Weisheit der Natur, das fette Fleisch und die Kalorien zu präferieren?</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Vitamin K &#8211; Alles was du wissen musst</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/vitamine/vitamin-k/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Aug 2016 17:18:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vitamine]]></category>
		<category><![CDATA[Calcium]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin D]]></category>
		<category><![CDATA[vitamin k2]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der heutige Artikel soll dir in maximal möglicher Kürze Vitamin K näher bringen. Denn wir haben das Gefühl, dass viele Leser noch gar nicht wissen, was es mit Vitamin K auf sich hat. Dem wollen [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/vitamin-k/">Vitamin K – Alles was du wissen musst</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der heutige Artikel soll dir in maximal möglicher Kürze Vitamin K näher bringen. Denn wir haben das Gefühl, dass viele Leser noch gar nicht wissen, was es mit Vitamin K auf sich hat. Dem wollen wir ein Ende setzen. Also los!</p>
<h2 style="text-align: justify;">Vitamin K allgemein</h2>
<p style="text-align: justify;">Vitamin K wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von dem späteren Medizin-Nobelpreisträger Henrik Dam entdeckt. Seine Vitamin-K-Mangel-erkrankten Hühner litten an massiven Blutungen. Der Faktor, der für diesen Mangel verantwortlich war, fand er und nannte ihn Vitamin K, wobei das K für <em><strong>K</strong>oagulation</em> steht.</p>
<p style="text-align: justify;">Grundsätzlich unterscheidet man zwischen verschiedenen Vitamin-K-Formen, die sich Aufgaben teilen, aber auch unterschiedlich wirken:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li style="text-align: justify;"><strong>Vitamin K1</strong> nennt sich <em>Phyllochinon</em>.</li>
<li style="text-align: justify;"><strong>Vitamin K2</strong> nennt sich <em>Menachinon</em>, wobei es verschiedene Menachinone gibt.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Phyllochinon (K1) ist das pflanzliche Vitamin K. Dort spielt es eine wesentliche Rolle beim Elektronentransport im Fotosynthese-Apparat. Also: Viel Vitamin K1 ist in Pflanzen und -Teilen enthalten, die viel Fotosynthese betreiben. Grundsätzlich sind fotosynthetisch stark aktive Pflanzenteile grün &#8211; wegen des Chlorophylls. Ergo: Alles, was stark grün ist, enthält hohe Mengen Vitamin K1.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Nahrungsmittel, die viel <strong>Vitamin K1</strong> enthalten:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li style="text-align: justify;">Grüntee-Pulver (3000 Mikrogramm pro 100 g)</li>
<li style="text-align: justify;">Brokkoli (300 Mikrogramm pro 100 g)</li>
<li style="text-align: justify;">Weißkohl (130 Mikrogramm pro 100 g)</li>
<li style="text-align: justify;">Spinat (500 Mikrogramm pro 100 g)</li>
<li style="text-align: justify;">Wakame-Alge (1300 Mikrogramm pro 100 g)</li>
<li style="text-align: justify;">Grünkohl (700 Mikrogramm pro 100 g)</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">(Vertiefend: <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18202532" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">hier</a>)</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Vitamin K2 dagegen ist tierischen Ursprungs. Das sogenannte Vitamin K2 <strong>MK4</strong> wird in Tieren synthetisiert, Vitamin K2 <strong>MK7</strong> hingegen in Bakterien. Entsprechend hohe Mengen finden sich in den jeweiligen Produkten, wobei MK7 hauptsächlich in fermentierten Nahrungsmitteln auftaucht &#8211; hier zu nennen ist vor allem das japanische Natto.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Nahrungsmittel, die viel <strong>Vitamin K2</strong> enthalten:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>MK4</strong>:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Hähnchenschenkel (30 Mikrogramm pro 100 g)</li>
<li style="text-align: justify;">Eigelb (65 Mikrogramm pro 100 g)</li>
</ul>
<p><strong>MK7</strong>:</p>
<ul>
<li>Natto (1000 Mikrogramm pro 100 g)</li>
</ul>
<p>(Vertiefend: s. o.)</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ersichtlich wird direkt, dass wir hauptsächlich Vitamin K1 aufnehmen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Struktur des Vitamin K</h2>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/08/250.png" rel="attachment wp-att-7203"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-7203 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/08/250-e1470477175124.png" alt="Unterschied Struktur MK4 und MK7" width="851" height="189" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Grundsätzlich gehören beide Vitamin-K-Formen (Phyllochinon, links und Menachinon, rechts) zur Chinon-Familie. Chinone sind chemische Verbindungen, die sich durch den enthaltenen (und gut erkennbaren) Ring kennzeichnen. Zu dieser Gruppe gehört auch das mittlerweile sehr bekannte <strong><a href="https://genetisches-maximum.de/mitochondrien/nadh-q10-energie-steigern/">Coenzym Q10</a></strong>, auch bekannt als Ubi<strong>chinon: </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/08/482px-Ubichinon.svg_.png" rel="attachment wp-att-7204"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-7204 size-medium" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/08/482px-Ubichinon.svg_-300x118.png" alt="Struktur Q10" width="300" height="118" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Ignorieren wir die CH-Gruppen, können wir ganz klar die Gemeinsamkeit entdecken: Wir sehen einen zentralen Ring, wobei jeweils oben und unten ein &#8222;O&#8220; dran hängt, nach unten rechts geht eine längere Seitenkette ab.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Seitenkette unterscheidet Phyllochinon und die beiden Menachinon-Formen (MK4 und MK7) voneinander. Je länger die Kette, umso höher ist die Zahl hinter &#8222;MK&#8220;. Das heißt, dass MK4 eine kürzere Seitenkette aufweist als MK7. Diese Eigenschaft spielt eine wichtige Rolle, denn durch diese Seitenkette wird Vitamin K in Membranen verankert, was entsprechend auch die molekularen Eigenschaften und Funktionen vorhersagen kann.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Grundsätzliche Funktion des Vitamin K</h2>
<p style="text-align: justify;">Vitamin K1, K2 MK4 und MK7 haben gemeinsam, dass sie eine ganz wesentliche chemische Reaktion ermöglichen und <strong>eine &#8222;Carboxylierung&#8220; von Zielproteinen</strong> herbeiführen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das klingt kompliziert? Carboxylieren meint: Ein Kohlenstoffdioxid an einen Stoff hängen. Durch diese Extra-Gruppe kann der jeweilige Stoff dann ganz wichtige Reaktionen bewerkstelligen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Vitamin K wird dabei verbraucht und wieder regeneriert, um erneut Zielproteine carboxylieren zu können. Da es sich dabei also um einen zyklischen Prozess handelt, nennt man ihn auch &#8222;Vitamin-K-Zyklus&#8220;.</p>
<p style="text-align: justify;">Viele Proteine müssen, bevor sie wirken, erst einmal carboxyliert werden &#8211; gleich mehr dazu. Wichtige Proteine diesbezüglich sind auch Gerinnungsfaktoren. Das heißt: <strong>Das Blut kann erst gerinnen, wenn Vitamin K diese Proteine carboxyliert. </strong>Den Vitamin-K-Zyklus mit Blick auf die Carboxylierung von Gerinnungsfaktoren (es können beliebige Targets sein), können wir noch einmal hier sehen:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/08/Vitamin-k-zyklus.svg_.png" rel="attachment wp-att-7205"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-7205 size-medium" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/08/Vitamin-k-zyklus.svg_-232x300.png" alt="Vitamin-k-zyklus Gerinnungsfaktoren" width="232" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Dieser Zyklus ist Ziel des <em>Warfarins</em>, ein gerinnungshemmendes Medikament. Es hemmt dabei gewisse Teilschritte, so, dass letztlich keine Carboxylierung durch Vitamin K möglich ist. Die Aktivierung der Gerinnungsfaktoren bleibt somit aus.</p>
<p style="text-align: justify;">Weiter oben, in einer Klammer, schrieb ich, dass &#8222;es [&#8230;]  beliebige Targets sein&#8220; können. Damit meinte ich, dass nicht nur Blutgerinnungsfaktoren carboxyliert werden können, sondern viele verschiedene Proteine, die ich hier kurz nennen möchte:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li style="text-align: justify;">Osteocalcin</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Über Osteocalcin haben wir bereits mehrfach berichtet. Zum Beispiel <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-nachteile/">hier</a>. Es wird im Knochen gebildet. Die Bildung wird forciert durch <strong>Vitamin D</strong>. Osteocalcin muss via Vitamin K carboxyliert werden. Nach Carboxylierung kann es u. a. Calcium binden.<strong> Osteocalcin stimuliert die Knochen- und Zahnintegrität</strong>, da auch der Zahn Osteocalcin bildet. Mittlerweile ist klar, dass <strong>Osteocalcin selbst hormonelle Wirkung hat und auf ß-Zellen der Bauchspeicheldrüse (= Ort der Insulin-Produktion), auf Fettzellen und <a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/osteocalcin-testosteron/">auf den Hoden wirkt</a>. </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/08/osteocalcin-vitamin-k-marker.jpg" rel="attachment wp-att-7208"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-7208 size-medium" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/08/osteocalcin-vitamin-k-marker-300x195.jpg" alt="osteocalcin-vitamin-k-marker" width="300" height="195" /></a></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li style="text-align: justify;">Prothrombin</li>
<li style="text-align: justify;">Faktor IV, V, VII</li>
<li style="text-align: justify;">Fetuin-A</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Fetuin-A gilt neben Matrix-Gla-Protein als stärkstes anti-calcifizierendes Protein. Fetuin-A wirkt &#8222;global&#8220;, wohingegen die anderen, anti-calcifizierenden Proteine lokal gebildet werden und dort wirken.</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li style="text-align: justify;">Matrix-Gla-Protein</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Matrix-Gla reguliert die Knochengesundheit und inhibiert die Calcifizierung (= Calcium-Ablagerung) von Geweben, wie z. B. Arterien.</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li style="text-align: justify;">Periostin</li>
<li style="text-align: justify;">Gas6</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Gas6 (Growth Arrest Specific Gene 6) reguliert das Zellwachstum.</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li style="text-align: justify;">Protein C, S, M, Z</li>
<li style="text-align: justify;">Gla-reiches Protein</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Gla-reiches Protein wurde erst kürzlich entdeckt. Es inhibiert die Calcificierung (= Calcium-Ablagerung) von Geweben, wie z. B. Arterien.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Gibt es eigentlich auch Wirkungen außerhalb des Vitamin-K-Zyklus? Na klar!</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Vitamin K hemmt direkt den Knochenabbau, indem es Osteoclasten (= knochenabbauende Zellen) hemmt &#8211; dies gilt in erster Linie für die K2-Formen, für K1 wurde das nicht gezeigt</li>
<li>Induziert den programmierten Zelltod in Osteoclasten</li>
<li>Inhibiert die Prostaglandin-E2-Synthese: PGE2 fördert Entzündungsreaktionen, z. B. Gefäßpermeabilität und Fieber</li>
<li>Es spielt eine Rolle bei der Synthese von Sphingolipiden (Nervensystem)</li>
<li>Es wirkt gegen oxidativen Stress</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Doch dazu gleich mehr.</p>
</blockquote>
<h2 style="text-align: justify;">Was sind denn die passenden Dosen?</h2>
<p style="text-align: justify;">Schwer zu sagen!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Carboxylierte Proteine, insbesondere Osteocalcin, dienen als Marker für die Versorgung mit Vitamin K</strong>. Je stärker die Proteine carboxyliert sind, umso besser ist der- oder diejenige mit Vitamin K versorgt. Auch der umgekehrte Fall ist wahr: Je weniger Carboxylierung, umso schlechter ist die Versorgung mit K.</p>
<p style="text-align: justify;">Nehmen wir das carboxylierte Osteocalcin als Richtwert, dann gilt:<strong> Es braucht 1000 Mikrogramm Vitamin K1 und ca. 300 Mikrogramm Vitamin K2 MK7, um Osteocalcin vollständig zu carboxylieren. </strong></p>
<blockquote><p>In Deutschland &#8222;dürfen&#8220; wir 80 Mikrogramm zuführen, womit wir natürlich hoffnungslos verloren wären.</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Problematisch ist auch, dass Vitamin K1 so fest an pflanzliche Strukturen gebunden ist, dass es im Darm enorm schlecht aufgenommen wird. Die Bioverfügbarkeit ist also extrem niedrig, beläuft sich auf ca. 10 %, kann allerdings dreifach höher sein bei Anwesenheit von Fett. Daher: Grünes Gemüse enthält zwar hohe Mengen K1, allerdings dürfen wir nicht davon ausgehen, dass wir automatisch hervorragend versorgt sind, sobald wir viel davon essen. Vitamin K1 als isolierte Gabe hat eine Bioverfügbarkeit von ca. 80 %.</p>
<p style="text-align: justify;">Wichtig: Vitamin K2 MK4 scheint erst ab einer Dosis von 1500 Mikrogramm (oder: 1,5 mg) zu wirken. In Japan ist üblich, 45 mg (also: 45 000 Mikrogramm) gegen Osteoporose zu geben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Grundsätzlich gilt, dass MK7 einen wesentlich stärkeren Blut-Anstieg und eine deutlich längere Halbwertszeit zeigt. Darum ist MK7 oft die präferierte Form.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/08/1475-2891-11-93-1.jpg" rel="attachment wp-att-7214"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-7214 size-medium" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/08/1475-2891-11-93-1-300x212.jpg" alt="MK4 versus MK7" width="300" height="212" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/08/1475-2891-11-93-2.jpg" rel="attachment wp-att-7215"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-7215 size-medium" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/08/1475-2891-11-93-2-300x231.jpg" alt="Anstieg nach 60 Mikrogramm Vitamin K MK4 und MK7" width="300" height="231" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">(Oberes Bild: Anstieg von MK4 (schwarze Vierecke) und MK7 (weiße Kreise) nach Gabe von ca. 400 Mikrogramm; Unteres Bild: Anstieg im Blut nach Gabe von ca. 60 Mikrogramm jeweils.)</p>
<p style="text-align: justify;">Die Autoren <a href="http://dx.doi.org/10.1186%2F1475-2891-11-93" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">dieser Studie</a> merken an, dass MK4 keine gute Bioverfügbarkeit zeigt und in vivo (= im lebenden Organismus) ein schlechterer MK4-Lieferant ist als MK7. Alle Vitamin-K-Formen können in MK4 umgewandelt werden. Von MK7 wurde gezeigt, dass es die MK4-Konzentration in Geweben stärker erhöht als MK4 selbst. Auch Phyllochinon kann die MK4-Speicher erhöhen. Es wird angenommen, dass ca. 5-25 % des gegessenen Phyllochinons in MK4 umgewandelt wird via UBIAD1 (Enzym).</p>
<p style="text-align: justify;">Auch Darm-Bakterien, speziell Bakterien der Gattung Bacteroides, Enterobakterien, und Veillonella scheinen (insbesondere langkettige Versionen des) Vitamin K zu produzieren. Inwieweit die produzierten Vitamin-K-Formen der Versorgung dienen ist unklar. Es wird angenommen, dass der Betrag unwesentlich ist. Allerdings wurden die beiden Formen MK10 und MK13 in der menschlichen Leber nachgewiesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Du fragst, warum wir dann nicht alle verbluten und an einem Vitamin-K-Mangel leiden? Denke an die Triage-Theorie von Ames: Die Prozesse im Körper, die dem kurzfristigen Überleben dienen, werden zuerst versorgt. Das sind die gerinnungshemmenden Proteine, die viel weniger Vitamin K brauchen, als andere Prozesse, die vielleicht erst nach Jahrzehnten relevant werden:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li style="text-align: justify;">Osteoarthritis</li>
<li style="text-align: justify;">Osteoporose</li>
<li style="text-align: justify;">Hüftfrakturen</li>
<li style="text-align: justify;">Calcifizierung von Blutgefäßen (Stichwort Arteriosklerose)</li>
<li style="text-align: justify;">Gewebe-Calcifizierung</li>
</ul>
<h2 style="text-align: justify;">Spezielle Vitamin-K-Effekte</h2>
<h3 style="text-align: justify;">Wirkung bei Alzheimer und Mito-Erkrankungen</h3>
<p style="text-align: justify;">Ein beliebter Artikel von uns handelt von Vitamin K mit Blick auf die mitochondriale Gesundheit und die Parkinson-Erkrankung. Denn: In Experimenten wurde nachgewiesen, dass Vitamin K2 die Funktion von Q10 in der Atmungskette der Mitochondrien mimen kann. Es wurde außerdem herausgefunden, dass eine Vitamin-K2-MK4-Gabe die &#8222;Parkinson-Erkrankung&#8220; der Taufliege (Drosophila) weitestgehend kompensieren kann &#8211; eben durch die energetisierende Wirkung, hervorgerufen durch einen Anstieg der ATP-, also Energieproduktion in Mitochondrien.</p>
<p style="text-align: justify;">(Du willst mehr zu diesem Thema erfahren? Dann lies doch einfach<a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/vitamin-k2-mitochondrien-booster/"> den ganzen Artikel</a> von uns.)</p>
<h3 style="text-align: justify;">Vitamin K im Nervensystem</h3>
<p style="text-align: justify;">Vitamin K scheint eine große Rolle in der Embryonalentwicklung zu spielen, wo es die Entwicklung des Gehirns steuert. Dies lässt sich insbesondere durch das Blockieren des Vitamin-K-Zyklus via <em>Warfarin</em> nachweisen, wo als Folge Retardierung, Fehlentwicklung der Ventrikel, Blindheit und Mikroenzephalie auftritt. Speziell das bereits genannte Gas6-Protein scheint hier wesentlich beteiligt zu sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Obwohl die zirkulierende Form hauptsächlich Vitamin K1, also Phyllochinon ist, finden sich im Gehirn hohe Konzentrationen und fast ausschließlich Vitamin K2 MK4. Wie bereits angemerkt, scheint Phyllochinon umgewandelt zu werden, wobei gilt, dass die MK4-Konzentration im Gehirn direkt korreliert mit der K1-Zufuhrmenge.</p>
<p style="text-align: justify;">Vitamin K wird speziell von Oligodentrozyten aufgenommen. Das sind spezielle Nervenzellen, deren Aufgabe es ist, Nervenbahnen mit Myelin zu &#8222;ummanteln&#8220;. Myelin isoliert Nervenbahnen und erhöht die Reizweiterlungsgeschwindigkeit um ein Vielfaches. Myelin ist somit ein ganz essentieller Bestandteil des Nervensystems. Myelin wiederum besteht zu einem ganz wesentlichen Teil aus sogenannten Sulfatiden. Das sind spezielle Lipid-Verbindungen, deren Synthese eng mit der Vitamin-K-Versorgung zusammen hängt. Krankheiten, die mit einem gestörten Sulfatide-Haushalt assoziiert ist, sind insbesondere metachromatische Leukodystrophie, Parkinson und Alzheimer.</p>
<p style="text-align: justify;">Vitamin K scheint einem Neuronen-Sterben entgegenzuwirken, u. a. indem es Glutathion-Werte in Nervenzellen aufrecht erhält. Darüber hinaus scheint Vitamin K Neuronen vor Glutamat-Intoxikation (Übererregung) und vor Schwermetall-induziertem Zelltod zu schützen. Auch hier scheint Gas6 die Schlüsselrolle zu spielen, indem es an spezielle Rezeptoren andockt. Gas6 schützt u. a. vor TNF-alpha und ß-Amyloid-Intoxikation. Wichtig: Gas6-Werte fallen zunehmendem Alter ab, was durch gleichzeitig fallende Vitamin-K-Werte verursacht sein könnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Schlimm ist, dass speziell von Alzheimer-Patienten gezeigt wurde, dass sie deutlich weniger Vitamin K (- 50 %) essen, als gesunde Vergleichsprobanden. Auch gezeigt wurde, dass Ratten, denen man ein Leben lang zu wenig Vitamin K füttert, kognitive Einschränkungen im Alter zeigen.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Calcifizierung von Geweben</h3>
<p style="text-align: justify;">Wie bereits angesprochen: Die Calcifizierung von Geweben ist ein ernstes Problem, vor allem die Calcifierung von Arterien. Speziell das Matrix-Gla-Protein wirkt der Calcifizierung von Arterien entgegen. Hemmt man MGP, wird die Arterien-Calcifizierung induziert. Wie bereits angedeutet, nur die carboxylierte (= durch Vitamin K aktivierte) MGP-Version kann Calcium-Ionen binden und aus den Arterien heraus transportieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Sowohl von K1, als auch von K2 MK4 wurde gezeigt, dass sie der Warfarin-induzierten Calcifizierung entgegen wirken.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Vitamin-D-Interaktion</h3>
<p style="text-align: justify;">Wichtig: <strong>Wer viel Vitamin D tankt, braucht unbedingt (!) mehr Vitamin K</strong>. Denn Vitamin D lässt oftmals Vitamin-K-abhängige Proteine entstehen, wie z. B. Matrix-Gla-Protein oder Osteocalcin. Problematisch allerdings ist, dass Vitamin-D-Intoxikation (also eine Vergiftung durch zu viel Vitamin D) genauso aussieht wie ein Vitamin-K-Mangel. Die Wirkungen beider Substanzen (D und K) sind so eng miteinander verknüpft, dass die Vitamin-D-Vergiftung nur durch einen induzierten K-Mangel erklärbar ist. Wie gesagt: Vitamin D steigert den Vitamin-K-Flux, dadurch, dass vermehrt Vitamin-K-abhängige Proteine entstehen und Vitamin K sozusagen &#8222;weg reagiert&#8220;.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Im schlimmsten Fall kann eine sehr gute Versorgung mit Vitamin D und eine suboptimale Versorgung mit Vitamin K zu negativen Begleiterscheinungen wie Arterien-Calcificierung etc. führen. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Uns sollte klar sein, dass der menschliche Körper ein System ist und wir unbedingt darauf achten müssen, keine Dysbalancen zu kreieren, beispielsweise durch Einzelgaben von Vitaminen, hier Vitamin D. Interaktionen müssen uns geläufig sein.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Abschließende Worte</h2>
<p style="text-align: justify;">Insbesondere die mangelnde Verfügbarkeit von Vitamin K in unserer Nahrung, vor allem im Hinblick auf die mittlerweile weitläufige Verwendung von Vitamin-D-Hochdosen, ist ein Grund, sich intensiv einer Vitamin-K-Ergänzung zu befassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Mittlerweile gibt es gute Möglichkeiten, den eigenen Vitamin-K-Status zu erfassen. Wer das aus zeitlichen oder ökonomischen Gründen nicht kann, dem sei geraten, speziell bei Vitamin-D-Gaben auch auf die Vitamin-K-Zufuhr zu achten. Auch allgemein empfehlen wir, diesen so bedeutenden Mikronährstoff auf dem Schirm zu haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Versorgung kann kostengünstig gewährleistet werden und die Zufuhr ist relativ unproblematisch. Einzig Patienten, die mit Gerinnungshemmern behandelt werden, sollten Vitamin K nur in Verbindung mit Rücksprache zum Arzt verwenden.</p>
<p style="text-align: justify;"><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/vitamin-k/">Vitamin K – Alles was du wissen musst</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Warum Studien für die Tonne sind und du Vitamin-D ergänzen solltest</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jun 2016 10:39:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vitamin D3]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin D]]></category>
		<category><![CDATA[Zink]]></category>
		<category><![CDATA[Zinkmangel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Langer Text, darum in Kürze, das erwartet dich: Studien werden heute &#8222;missbraucht&#8220; von Schreiberlingen, Youtubern und anderen Warum wir keine Lust mehr haben, Studien zu nutzen Wissenschaftler der TU in München finden heraus: Zinkmangel, ohne [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Langer Text, darum in Kürze, das erwartet dich:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Studien werden heute &#8222;missbraucht&#8220; von Schreiberlingen, Youtubern und anderen</li>
<li style="text-align: justify;">Warum wir keine Lust mehr haben, Studien zu nutzen</li>
<li style="text-align: justify;">Wissenschaftler der TU in München finden heraus: Zinkmangel, ohne Symptome, behindert Verdauung, indem er die Bauchspeicheldrüse lahmlegt</li>
<li style="text-align: justify;">Zinkmangel lässt das Immunsystem zusammenbrechen und fördert Entzündungsreaktionen</li>
<li style="text-align: justify;">Interview mit einem Vitamin-D-Forscher, Dermatologen und Biologen: Deutschland ist unterversorgt, Vitamin D ist wichtig</li>
<li style="text-align: justify;">edubily: Wie es wirklich mit der Vitamin-D-Versorgung der Deutschen bestellt ist</li>
</ul>
<h2>Warum Referenzen (Studien) nicht mehr das sind, was sie mal waren</h2>
<p style="text-align: justify;">Als ich vor, na ja, zwei Jahren begann hier im Internet zu schreiben, waren Referenzen in Form von Studien noch total fancy, cool, neu, sah souverän, wissenschaftlich und logisch aus. Für mich war es wichtig mit Studien zu arbeiten, damit meine Leser meine Gedanken, Ideen und Thesen auch nachvollziehen können, wenn sie denn wollten.</p>
<p style="text-align: justify;">Denn klar war mir schon auch, dass nicht jeder Studien lesen kann, das scheitert ja häufig schon an der Sprachbarriere.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun &#8230; zwei Jahre später, bepackter mit Erfahrung, sowohl aus der Uni (Ausbildung) als auch nach dem täglichen Lesen von Studien, muss ich sagen: Es will gekonnt sein. Studien liest man nicht einfach so. Wissenschaftliche Arbeiten lesen sich wie fremdsprachige Texte. Wer wirklich molekulare Abläufe verstehen will, der kommt nicht drum herum, sich die Vokabeln tage-, wochen- und monatelang ins Hirn zu prügeln. Gut, manche geben sich zufrieden mit Meta-Analysen oder epidemiologischem Zeug, aber das sollte eher die Ausnahme sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Fokus sollte schon auf dem zugrunde liegenden liegen &#8211; das ist nun einmal die Chemie &#8230; oder die Physik &#8230; oder Mathematik. Wobei wir ehrlicherweise eher im Bereich der Chemie nach Antworten suchen, weil das schlicht greifbarer ist als eine mathematische Formel. Verknüpft mit der Biologie &#8230; nennt man das Biochemie oder, noch besser, Molekularbiologie. Zelluläre Systeme verstehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Also: Nach zwei Jahren wird mir immer klarer, wie wenig ich vor zwei Jahren tatsächlich wusste und wie viele Stunden Arbeit, Zeit, Mühe es kostet, auf ein angemessenes Niveau zu kommen &#8211; so, dass man nicht nur die Vokabeln des Textes versteht, nicht nur den Inhalt, sondern auch den Gesamtzusammenhang besser einschätzen kann. Was ja gemeinhin als Kontext bekannt ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch ich mache also oft Bekanntschaft mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dunning-Kruger-Effekt" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Dunning und Kruger</a> bzw. ihrem Postulat. Was werde ich wohl in 10 Jahren über meine Vermessenheit von heute denken? Ihr werdet es dann bestimmt lesen :-)</p>
<p style="text-align: justify;">Worauf ich eigentlich hinaus will: Ich wage zu bezweifeln, dass Schreiberlinge aus irgendeinem fachfremden Bereich in der Lage sind, Studien ordentlich und adäquat zu nutzen. Wie gesagt, das beginnt schon beim Verstehen, nicht beim &#8222;Verstehen&#8220; (konkret: Beim <em>Verstehen-meinen</em>).</p>
<p style="text-align: justify;">Leider ist es nunmehr gang und gäbe, so wie ich das mittlerweile sehe, dass immer mehr Leute auf die Idee kommen, mit Studien zu arbeiten, um die Mengen zu beeindrucken. Plötzlich arbeitet jeder mit Studien. In Videos, in Blog-Texten, einfach überall.</p>
<p style="text-align: justify;">Da glaubt plötzlich jemand, er könne sich innerhalb von zwei Stunden mal die Biochemie um mTOR und Co. anlesen, mal ebenso. Ein anderer schreibt über die Steinzeit und die Paläo-Ernährung. Referenziert ganz wild, mal nutzt er eine These des Autors aus dem Jahr 2010, mal referenziert denselben Autor, selbes Themengebiet, aber Jahr 1995.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine vernünftige Beweisführung ist nicht, irgendwelche Studien zu nehmen und den Leuten hinzuklatschen. Eine ordentliche Beweisführung ist auch nicht, einen Text in sich schlüssig zu verfassen und mit Studien zu belegen. Eine ordentliche Beweisführung muss auch die Qualität der Studien beachten &#8211; das beginnt beim Datum und hört bei der Art der Studie auf. Ein Autor, der sich mit dem gleichen Thema befasst, der hat 2010 zu 100 % andere, bessere Auffassungen als 1995. Überhaupt, man verwendet bestenfalls keine Studien, die älter als 5 Jahre sind. Alles danach ist alt, ist verblasst, stimmt womöglich nicht mehr. Die ganze Studiendatenbank ist wie ein großer Strom, wie ein ganzer Kontext, wie ein auf sich aufbauendes Etwas. Da kann man nicht einfach 20 Jahre nach hinten gehen und irgendwas nehmen, was danach ca. dreißig Mal verworfen wurde (überspitzt) und heute ein alter Hut ist. Was ich damit sagen will: Man kann nicht einfach irgendwas hinwurschdeln.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Beweisführung muss eine wohlklingende Symphonie sein, kein Orchester, wobei jeder gerade so spielt, wie es ihm in den Sinn kommt. Wie hört sich das an? Genau. Das, was man sogar als Laie direkt hören kann, kann ein Laie bei Studien bzw. Texten, die Studien verwenden, nicht sehen. Es geht einfach nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">So kommt es, dass ich in letzter Zeit immer öfter &#8230; einfach keine Studien nutze. Weil ich eh weiß, dass immer mehr Leute sich melden mit: &#8222;<em>Studien sagen eh nix aus</em>&#8222;. Was natürlich Quatsch ist. Die experimentelle Wissenschaft ist voll mit genialen, interessanten und verblüffenden Ergebnissen. Nur weil der Musiker nicht gelernt hat, ordentlich zu musizieren, heißt es nicht, dass die Musik an sich doof ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch jetzt genug der Lästerei. Widmen wir uns mal wieder dem Wesentlichen. Zum Beispiel der regionalen Tageszeitung, die am Wochenende immer einen Wissensteil enthält. Dort können wir zwei ganz nette Dinge lesen:</p>
<blockquote>
<h2 style="text-align: justify;">Zinkmangel: Öfter ein Ei schadet nicht</h2>
<p style="text-align: justify;">Zinkmangel kann die Verdauungsleistung der Bauchspeicheldrüse (Anm.: Lipasen für Fettspaltung und Proteasen für Eiweißspaltung) bereits verschlechtern, obwohl es dafür noch keine äußeren Anzeichen wie Hautprobleme oder Erschöpfung gibt. Das hat eine Studie der Technischen Universität München bei Versuchen mit jungen Schweinen herausgefunden. Die Ergebnisse seien von Bedeutung für die Landwirtschaft und durchaus auch auf den Menschen übertragbar, betonen die Wissenschaftler. Besonders Veganern oder Vegetariern empfehlen die Forscher: Öfter mal ein Ei kann nicht schaden. Gerade ältere Menschen sollten auf ihre Zinkversorgung achten, weil ein unbemerkter Zinkmangel erhöhte Entzündungswerte im Blut verursachen und die Immunabwehr herunterfahren kann.<span id='easy-footnote-1-7012' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href='https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/studien-vitamin-d/#easy-footnote-bottom-1-7012' title='Rheinpfalz am Sonntag, 19.6.16, Wissen-Teil'><sup>1</sup></a></span></p>
<p style="text-align: justify;">Die Studie, für Kenner, gibt es hier:  Daniel Brugger and Wilhelm M. Windisch: Subclinical zinc deficiency impairs pancreatic digestive enzyme activity and digestive capacity of weaned piglets; British Journal of Nutrition 27.05.2016. DOI: <a class="protected-link" title="Opens external link in current window" href="http://journals.cambridge.org/action/displayAbstract?fromPage=online&amp;aid=10340218&amp;fileId=S0007114516002105" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">http://dx.doi.org/10.1017/S0007114516002105</a></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Na so was! Keine äußeren Anzeichen und trotzdem dysfunktional. Mir fällt dazu ein: Wer nicht hören will, muss fühlen &#8230; irgendwann. Besonders Veganern und Vegetariern rät man, mal ein Ei zu essen. Das ist der Oberwitz! Mal ein Ei &#8230; ein dunkelrotes, großes Stück Fleisch, Austern oder Blutwurst wäre wohl die bessere Wahl. Wir werden wohl noch lange brauchen, um zu verstehen, dass eine vegane Ernährung, &#8222;einfach so&#8220; ohne jegliche Kenntnisse über eben jene Zusammenhänge <a href="https://genetisches-maximum.de/vegan/das-veganer-gleichnis-was-die-gurus-nicht-erzaehlen/">nicht funktionieren</a> wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Hast du den letzten Satz gelesen? Im <a href="https://genetisches-maximum.de/ueber-edubily/das-handbuch-wird-modern/">Handbuch</a> habe ich das beschrieben: Zinkmangel macht das Immunsystem klein, nämlich um fast 80 % &#8211; wenn ich mich recht an die Zahl erinnere.</p>
<h2>Schatten-Seiten (Interview über Vitamin D mit Biologe Christoph Schempp)</h2>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">CS: Die UVB-Strahlen im Sonnenlicht regen die Herstellung von Vitamin D in der Haut an. Und es gibt einen eindeutig belegten Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und dem Risiko tödlicher Herzkreislauferkrankungen. Auch das Risiko für Neurodermitis, für Psoriasis (Schuppenflechte) und Asthma steigt dann. Bei diesen Krankheiten ist es sinnvoll, Vitamin D ergänzend einzunehmen. Doch es greift zu kurz, nur das Vitamin D im Blick zu haben: So hat eine 2014 erschienene Studie gezeigt, dass die UVA-Strahlung im Sonnenlicht die Arterien erweitert und den Blutdruck senkt. Die ständigen Warnungen vor der Sonne in Europa, die immer höheren Lichtschutzfaktoren in den Sonnencremes, die empfohlen werden &#8211; das steckt auch einiges an Panikmache dahinter.</p>
<p style="text-align: justify;">[&#8230;]</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist durch die fehlende Sonnenintensität auch in unseren Breitengraden kaum zu schaffen, über den Winter genug Vitamin D abzubekommen &#8211; zumal die Mennschen ja meist nur das Gesicht und den Handrücken der Sonne aussetzen.</p>
<p style="text-align: justify;">[&#8230;]</p>
<p style="text-align: justify;">Stichprobenartige Messungen in Hautpraxen zeigen, dass die Bevölkerung vor allem im Winter einen schweren Mangel entwickelt. Es gibt Leute, in deren Blut können wir überhaupt kein Vitamin D mehr nachweisen. Vor allem Ältere sind davon betroffen.</p>
<p style="text-align: justify;">[&#8230;]</p>
<p style="text-align: justify;">Meine Faustregel: Ein normaler Hauttyp in unseren Breiten sollte von November bis Februar oder März Vitamin D in Tablettenform zu sich nehmen.</p>
<p style="text-align: justify;">[&#8230;]</p>
<p style="text-align: justify;">Auch die Amerikaner propagieren eine viel höhere Dosis als wir hierzulanden, sie sehen einen Wert von 200 Nanomol/L als &#8222;normal&#8220; an.<span id='easy-footnote-2-7012' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href='https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/studien-vitamin-d/#easy-footnote-bottom-2-7012' title='Rheinpfalz am Sonntag, 19.6.16, Wissen-Teil'><sup>2</sup></a></span></p>
</blockquote>
<h2 style="text-align: justify;">Wie es wirklich um die Deutschen steht</h2>
<p style="text-align: justify;">Oh man. Wir erinnern uns an den <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-wie-viel-brauche-ich/">Artikel</a>, in dem wir zeigen, wie viel Vitamin D wir benötigen:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li style="text-align: justify;">10 000 IE pro Tag geben uns 200 Nanomol/L im Blut.</li>
<li style="text-align: justify;">5 000 IE geben uns ca. 150 Nanomol/L im Blut.</li>
<li style="text-align: justify;">1 000 IE geben uns ca. 70-80 Nanomol/L im Blut.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><strong>Adäquat erreicht man bei ca. 75-100 Nanomol/L. (= 30-40 ng/mL) </strong></p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;">Exkurs: Gibt es auch ein Zuviel an Vitamin D?</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;">Vorweg: Wenn wir über Vitamin D sprechen, müssen wir immer die Einheit beachten. Je nach Artikel, Studie oder Laborbericht kann der Wert in <strong>Nanomol pro Liter</strong> (nmol/L) oder <strong>Nanogramm pro Milliliter</strong> (ng/mL) im Blut angegeben werden. Ein großer Unterschied! Aussagen, wie zum Beispiel, dass du einen Wert &#8222;<em>von hundert</em>&#8220; haben solltest, ohne dass eine Einheit dazu genannt wird, solltest du stets kritisch gegenüberstehen. Wichtig ist, dass du dir &#8211; wie oben angedeutet &#8211; immer im Klaren bist, von welcher Einheit gerade geredet wird. Denn ng/mL und nmol/L sind nicht das Gleiche. Umrechnen kannst du wie folgt:</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;"><strong>nmol/L <span style="text-decoration: underline;">geteilt durch</span> 2,5 = ng/mL </strong></p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;"><strong>ng/mL <span style="text-decoration: underline;">mal</span> 2,5 = nmol/L </strong></p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;">Beispiel: 100 nmol/L geteilt durch 2,5 ergibt 40 ng/mL.</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;">Die Massai und andere Naturvölker laufen mit ca. <strong>110 nmol/L</strong> durch die Gegend, meiden allerdings auch eine zu starke Sonnenexposition. Extrem hohe Werte von bis zu <strong>180 nmol/L</strong> können z. B. von Rettungschwimmern erreicht werden, allerdings haben die ein 20-fach höheres Risiko Nierensteine zu entwickeln. (Ob das ein Zusammenhang ist &#8211; das ist nicht bekannt.)</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;">Dennoch zeigt sich gerade bei epidemiologischen Studien und Meta-Analysen, dass wohl eine klassische U-Verteilung vorliegt, wobei sowohl bei niedrigen, als auch bei hohen Vitamin-D-Werten Probleme entstehen.</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;">Zum Beispiel hier:</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/06/Vitamin-D-1.png" rel="attachment wp-att-7026"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-7026 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/06/Vitamin-D-1.png" alt="Vitamin D " width="719" height="478" /></a></p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;">Hier wurde die Gesamtsterblichkeit untersucht. Hazard-Ratio steht, vereinfacht, für eine Prozentzahl. 100 % (1,0) ist hier ca. der niedrigste Wert, erreicht bei etwa 70 nmol/L &#8211; Menschen mit D-Werten um 20 nmol/L zeigen ein fast doppelt so hohes Risiko, genau wie Menschen die sich &gt; 120 nmol/L bewegen.</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;">Auch wenn ich nicht so viel von solchen Arbeiten halte, sollte man Ergebnisse ernst nehmen und Mega-Dosen meiden.</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 40px;">(Wichtig ist: Wie sieht es aus, wenn wir Cofaktoren berücksichtigen? Zum Beispiel Vitamin A, K, Bor, Calcium etc.? Diese Frage wird uns womöglich nie beantwortet werden.)</p>
<p style="text-align: justify;">Im Winter sollte also, laut eines Mannes, der sich täglich mit dieser Thematik befasst, Vitamin D via Tabletten zugeführt werden, weil es &#8211; angeblich &#8211; schwierig ist, einen ordentlichen Wert im Winter zu halten. Auch das ist wieder einmal ein Oberwitz, weil die Deutschen es nachweislich noch nicht mal im Sommer schaffen, sich auf 100 Nanomol/L (= 40 ng/mL) zu heben, was ja nun wirklich kein überhoher Wert ist, im Gegenteil.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Realität in Deutschland sieht so aus:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/06/12889_2015_2016_Fig2_HTML.jpg" rel="attachment wp-att-7014"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-7014 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/06/12889_2015_2016_Fig2_HTML.jpg" alt="Serumwert Vitamin D in Deutschland" width="358" height="273" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Das ist eine typische Normalverteilung. Das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass der Erwartungswert (der Durchschnittswert der Deutschen) irgendwo zwischen 25 und 50 nmol/L liegt &#8211; der ganzjährige Mittelwert!</p>
<p style="text-align: justify;">Wir schaffen es nicht einmal im Sommer, an die 100-nmol-Grenze zu kommen:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/06/Vitamin-D.png" rel="attachment wp-att-7015"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-7015 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/06/Vitamin-D.png" alt="Vitamin D Frauen und Männer" width="543" height="141" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Im Sommer schaffen es Weiblein (linker blauer Kreis) und Männlein (rechter blauer Kreis) mit viel Liebe auf 60 nmol/L. Selbst wenn wir diesen Wert als &#8222;okay&#8220; oder &#8222;adäquat&#8220; bezeichnen, so gilt dieser nur im Sommer.<span id='easy-footnote-3-7012' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href='https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/studien-vitamin-d/#easy-footnote-bottom-3-7012' title='http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4499202/'><sup>3</sup></a></span></p>
<p style="text-align: justify;">Ansonsten gilt: Auch in den klassischen Tageszeitungen kann man (heute) wertvolle Infos entdecken. Wer genau hingeschaut hat: UV-Licht macht die Arterien weit. Fleißig edubily-Leser wissen, dass UV-Licht Stickoxid freisetzt, dazu gibt es sogar einen <a href="https://genetisches-maximum.de/energiehaushalt/stickoxid-fettleber-energiestoffwechsel-no-arginin-nitrat/">Guide</a> &#8211; dort erfährt man alles über die Wirkung ebendieses Gases.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Zink und Vitamin D &#8230; Übertriebenes Werte-Steigern ist Quatsch. &#8222;Mangel-Check&#8220; hingegen überhaupt nicht. Gilt nicht nur für Vitamin D. </strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Vitamin-D-Chaos und Mikronährstoffe: Hättest du&#8217;s gewusst?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jan 2016 21:44:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vitamin D3]]></category>
		<category><![CDATA[magnesium]]></category>
		<category><![CDATA[vitamin a]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin D]]></category>
		<category><![CDATA[Zink]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach meinem letzten Artikel hatten einige Leser den Eindruck, dass die Vitamin-D-Thematik doch recht komplex ist. Stimmt. Um genau zu sein: extrem komplex. Wie eine Leserin richtigerweise andeutet, spielen auch die Schilddrüse und die Nebenschilddrüse [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nach meinem <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-nachteile/">letzten Artikel</a> hatten einige Leser den Eindruck, dass die Vitamin-D-Thematik doch recht komplex ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Stimmt. Um genau zu sein:<strong> extrem komplex</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie eine Leserin richtigerweise andeutet, spielen auch die Schilddrüse und die Nebenschilddrüse eine Rolle bei der Regulation &#8211; zu nennen sind hierbei beispielsweise Calcitonin und PTH. Auch T3 wirkt auf den Knochen und entsprechend auf den Calcitriol/Calcium-Haushalt.</p>
<p style="text-align: justify;">Noch komplexer wird es, wenn wir, so eine Leser-Ergänzung, UV-Licht und diverse Lichtfrequenzen in die Gleichung mit einfließen lassen. Gibt es da etwa Unterschiede?</p>
<p style="text-align: justify;">Um es dann noch etwas komplexer zu machen, möchte ich kurz auf weitere Wechselwirkungen eingehen &#8211; freilich nur auf Mikronährstoff-Ebene.</p>
<p style="text-align: justify;">Beginnen wir mit dem geliebten <a href="https://genetisches-maximum.de/magnesium/">Magnesium</a>.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Magnesium</h2>
<p style="text-align: justify;">Schon vor einem halben Jahrhundert veröffentlichten Wissenschaftler in der Lancet eine Studie, die eine Vitamin-D-resistente Rachitis beschreibt. Diese Rachitis wurden die Kinder los &#8230; durch eine Magnesium-Gabe. Zufälligerweise hatte man nämlich entdeckt, dass die Magnesium-Werte niedrig waren. Magnesium scheint Enzyme zu regulieren, die Vitamin D scharfmachen und entsprechend in Calcidiol bzw. Calcitriol umsetzen. Hieße dann: Du kannst so viel Vitamin D schlucken, wie du willst. Fehlt dieser Enzym-Kofaktor, hast du, gelinde gesagt, Pech gehabt.</p>
<p style="text-align: justify;">Zeitgleich kann Magnesium selbst Einfluss auf den Calcium-Haushalt nehmen und den Calcium- und Magnesium-Spiegel zum Steigen bringen, wenn ein niedriger Vitamin-D- bzw. Calcitriol-Wert gegeben ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie sieht das aus, wenn bereits ein hoher Vitamin-D-Wert gegeben ist? Dazu gibt es keine Studien &#8211; leider.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Bor</h2>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/bor-wunderstoff-oder-bullshit/">Bor</a> ist Menschen, die an Arthritis leiden, sicher bekannt. Wie fundamental Bor auf Knochen wirkt, wurde bis heute oft gezeigt. Sei es auf anekdotischer oder auf wissenschaftlicher Basis. Eine Arbeit fasst die Punkte zusammen, die aus Bor einen essentiellen Stoff für Knochen und Gelenke machen:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Analysen zeigen, dass Arthritis-Patienten niedrigere Bor-Konzentrationen aufweisen als gesunde Individuen</li>
<li>Beobachtungen legen nahe, dass Knochen von Patienten, die Bor-Ergänzungsmittel nehmen, schwerer zu durchschneiden sind (sic!)</li>
<li>In Gegenden, wo 1 mg oder weniger Bor zugeführt wird, liegt die Arthritis-Erkrankungswahrscheinlichkeit bei 20-70 %, während sie in Regionen mit hohem Bor-Konsum (3 bis 10 mg) lediglich bei 0-10 % liegt</li>
<li>Experimente zeigen, dass Arthritis-erkrankte Tiere von einer Bor-Gabe profitieren</li>
<li>In einer doppeltblinden, placebokontrollierten Studie, konnten 50 % der Patienten nach Bor-Gabe (6 mg) profitieren, während es in der Placebo-Gruppe lediglich 10 % waren</li>
</ul>
<h3 style="text-align: justify;">Wie macht Bor das?</h3>
<p style="text-align: justify;">Neben des direkten Bor-Einflusses, könnte auch die Wechselwirkung mit Vitamin D eine Rolle spielen. Denn Bor, so legen es Studien-Ergebnisse nahe, erhöhen den Calcidiol-Wert &#8211; ohne dabei etwas an der tatsächlichen Zufuhr geändert zu haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Bor, so eine Theorie, könnte Abbau-Enzyme hemmen, die Steroid-Hormone (u. a. Testosteron, Estradiol etc.) degradieren. Darüber scheint Bor den Calcium-Abfall, verursacht durch einen Vitamin-D-Mangel, zum Teil kompensieren zu können.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Wenn der Vitamin-D-Rezeptor nicht funktioniert</h2>
<p style="text-align: justify;">Das, worüber sonst auch nie gequatscht wird, ist die Funktion des Vitamin-D-Rezeptors. Denn ein Großteil der Vitamin-D-Effekte wird durch Calcitriol mediiert, das an sich ein Steroidhormon ist und entsprechend wirkt &#8211; nämlich via Rezeptor. So bindet Calcitriol an den intrazellulären Vitamin-D-Rezeptor. Dieser Hormon-Rezeptor-Komplex wandert zur DNA und induziert dort, hoffentlich, die Expression der gewünschten Proteine.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch was passiert, wenn der Rezeptor nicht so funktioniert, wie wir uns das vorstellen?</p>
<h3 style="text-align: justify;">Zink darf mitreden</h3>
<p style="text-align: justify;">Das passiert beispielsweise bei einem <a href="https://genetisches-maximum.de/zink/t3-bzw-zink-mangel-verursachen-kann/">Zink-Mangel</a>: Zink nämlich reguliert bekanntlich die Protein-Synthese, entsprechend auch die Synthese des Vitamin-D-Rezeptors, der auch nur aus Aminosäuren besteht, entsprechend ein Protein ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Zusätzlich, so schreiben Autoren einer anderen Studie, kann ein Zink-Mangel dazu führen, dass nicht die maximal mögliche Calcitriol-Konzentration erreicht werden kann &#8211; beispielsweise, wenn ein hoher Calcitriol-Wert aufgrund einer Calcium-armen Ernährung nötig ist. Zink moduliert anscheinend die Calcitriol-Bildung, kann entsprechend die lokale Calcitriol-Bildung forcieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Es geht noch weiter: Der Vitamin-D-Rezeptor selbst kann Zink binden und die Zink-Zellkonzentration moduliert (!) entscheidend die Rezeptor-Gen-Interaktion. In anderen Worten: Die richtige Zink-Konzentration muss gegeben sein, dass das Calcitriol überhaupt die Genexpression verändern kann.</p>
<h3 style="text-align: justify;">&#8230; und Vitamin A (Retinol) auch</h3>
<p style="text-align: justify;">Der Vollständigkeit halber muss erwähnt werden, dass der Vitamin-D-Rezeptor, Calcitriol-gebunden, mit dem RXR-, dem Vitamin-A-Rezeptor wechselwirkt und einen sogenannten Heterodimer bildet. Ein Vitamin-D-Rezeptor verknüpft sich dabei mit einem RXR-Rezeptor. Dieser ist in der Regel allerdings nicht besetzt, heißt keine Retinsäure (Hormon, das aus Vitamin A gebildet wird) gebunden ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Dachte man jedenfalls.</p>
<p style="text-align: justify;">Bis man herausgefunden hat, dass Rachitis-resistente Tierchen, deren Vitamin-D-Rezeptor nicht richtig funktioniert, wieder auf Vitamin D ansprechen, sobald Retinsäure (9-cis) gegeben wird und an den RXR-Rezeptor bindet. Soll heißen: Vitamin A stellt die Calcitriol-Wirkung wieder her.</p>
<p style="text-align: justify;">Bevor jetzt allerdings einige wieder auf die Idee kommen, Vitamin-A-Präparate zu kaufen: So einfach ist das leider nicht, denn Vitamin A kann die Vitamin-D-Wirkung ganz potent antagonisieren. Männer die Calcitriol (nicht verwechseln mit Vitamin D, an dieser Stelle) zusammen mit „Leber&#8220; (äquivalente Vitamin-A-Menge) verzehren, erfahren einen deutlich niedrigeren Calcium-Anstieg, da Vitamin A schlicht die Calcitriol-Wirkung aufhebt.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist nicht alles: Retinsäure (9-cis) verändert die calcifiziernde Wirkung des Calcitriol. Es blockiert die Calcitriol-induzierte Genexpression, so, dass keine Arterien-Verkalkung auftritt und, dass du jetzt komplett durcheinander kommst: Calcitriol selbst steigert die Vitamin-K1-Konversion, die MK4 entstehen lässt, cis-9-Retinsäure macht  im Grunde das Gegenteil und verringert die Vitamin-K-Konzentration. Einmal durchatmen bitte, es war nur eine weniger repräsentative Tierstudie &#8230; :-)</p>
<p style="text-align: justify;">Vitamin A und Vitamin D? Die Balance muss stimmen.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Marshall darf auch mitreden</h3>
<p style="text-align: justify;">Und, weil noch nicht komplex genug: Es gibt das Marshall-Protokoll, das völlig andere Sichtweisen vorschlägt. Nämlich: Den blockierten Vitamin-D-Rezeptoren &#8222;scharf&#8220; zu machen durch Vitamin-D-Restriktion. Das ist freilich auch nicht aus der Luft gegriffen, verstehst du?</p>
<p style="text-align: justify;">Ganz im Gegenteil. Mittlerweile wurde mehrfach zu ebendiesem Phänomen publiziert. Autoimmunerkrankungen, so besagt die Hypothese, seien das Resultat einer Vitamin-D-Rezeptor-Dysfunktion, wobei die Vitamin-D-Gabe an sich das Problem nicht bessert, sondern verschlechtert &#8211; im Gegenteil: Vitamin D müsse gemieden und ein Vitamin-D-Rezeptor-Agonist (der die Vitamin-D-Bindung verhindert) könne die VDR-Dysfunktion umkehren.</p>
<p style="text-align: justify;">Hätten diese Forscher auch nur ein bisschen recht mit dem, was sie da sagen, dann müssten wir die Periodisierung neu evaluieren. Vielleicht wäre es aus dieser Perspektive gar nicht so ungeschickt, im Winter sehr niedrige Vitamin-D-Werte zu erreichen, um den Rezeptor sozusagen wieder freizulegen für das Vitamin-D-Sommer-Hoch &#8211; wer weiß das? Nur &#8230; Dann hätten wir sie wieder, die natürlichen Rhythmen, die im Kontrast stehen zu unserem starren, &#8222;maschinistischen&#8220; Weltbild.</p>
<p style="text-align: justify;">Aha. Schlau ist also der, der nicht nur weiß, wie man kauft und konsumiert, sondern viel mehr weiß, wie die jeweilige Substanz zu einem gegebenen Zeitpunkt, bei einem bestimmten Zustand wirkt &#8211; und als Folge entsprechend moduliert.</p>
<p style="text-align: justify;">Das hatten wir schon beim <a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/insulinwirkung-und-eisenwerte-verstehen/">Eisen</a>, du erinnerst dich?</p>
<h2 style="text-align: justify;">Fazit? Was lernen wir nun daraus?</h2>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/01/Calcium-VitD-Calcitriol.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5838" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/01/Calcium-VitD-Calcitriol.png" alt="Calcium-VitD-Calcitriol" width="800" height="316" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Viele Leser wollen lernen, am besten Anweisungen erfahren &#8211; <em>so und so musst du das machen!</em> Was lehrt uns dieser Artikel? Dass du dich am besten von dieser Vorstellung verabschiedest und aufhörst, die Wunderheilungsgeschichten von anderen zu glauben und replizieren zu wollen. Aufhören, Wert XY anzupeilen. Aufhören, zu glauben, du seist in irgendeiner Weise vergleichbar mit deinem Nachbar, mit diesem Vitamin-D-Buchautor oder mit mir. So ein Quatsch!</p>
<p style="text-align: justify;">Die Take-Home-Message dieses Artikels ist: Du spielst an einem riesig komplexen System herum, bist aber felsenfest davon überzeugt, dass man nur diesen einen Wunderstoff hoch genug dosieren muss und alle deine Probleme verabschieden sich.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Gegenfrage sei mir erlaubt: Was ist so schwer daran, wie von Anfang an (Handbuch, du erinnerst dich?) klar artikuliert, das System breit genug aufzustellen und gewisse Grenzen, Limitationen zu akzeptieren und Perfektionismus (oder Wahn?) zu vergessen?</p>
<p style="text-align: justify;">Das, was am Ende nämlich über deinen Erfolg entscheidet, ist nicht dieser eine Stoff, den du einwirfst, sondern das, was dein Körper, dein ganz eigenes System damit macht &#8211; und dafür braucht es eben von allem ein bisschen. Wer das also nicht seinen Körper machen lassen will (Autoregulation, Homöostase), der sollte sehr, sehr genau Bescheid wissen über die vielen Zusammenhänge.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Ernüchternde: 99,5 % der Leser dieses Artikels tun das nicht. Sind aber felsenfest davon überzeugt, sie täten es.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Ziel des Handbuches, dieses Blogs war und ist es, Leser von ebendieser Materie zu begeistern, Aspekte zu erklären, Hintergründe zu erläutern, ein <strong>System-Verständnis</strong> zu generieren (!!), ein Stück weit zu bilden und ja, auch zum Ausprobieren zu ermutigen. Das, was ich derzeit allerdings beobachte ist verstandloses Einwerfen von Pillen und Pulver &#8211; bisweilen praktiziert von Menschen, die über ihre eigene Biologie überhaupt nichts wissen, generelle biologische Konzepte nicht kennen oder <strong>nicht kennen wollen</strong>, das (Nach-)Denken ablehnen (ist anstrengend) und sich leiten lassen von Populismus. Wir sind sicher Populismus-geprimet.</p>
<p style="text-align: justify;">Woher nehmen so viele Menschen eigentlich das Selbstbewusstsein? Ich meine &#8230; Das erste, was man lernt, wenn man sich mit Biologie befasst: Demut. Groß, viel, komplex &#8211; ich: klein, unwissend. Manche verhalten sich wie ein Elefant im Porzellanladen, wissen nix über Chemie, erklären aber anderen, warum Vitamin K2 so unendlich viel besser und anders ist als K1, haben noch nie selbst eine wissenschaftliche Arbeit geschrieben (ja, ja, mit Quellen und so &#8230;), rechnen einem aber vor, wie viel Vitamin-D-Einheiten benötigt werden. Oh man!</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Literatur</strong></h3>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Albert, Paul J, Amy D Proal, and Trevor G Marshall. &#8222;Vitamin D: the alternative hypothesis.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Autoimmunity reviews</span></i><span style="font-weight: 400;"> 8.8 (2009): 639-644.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Bettoun, David J et al. &#8222;Retinoid X receptor is a nonsilent major contributor to vitamin D receptor-mediated transcriptional activation.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Molecular Endocrinology</span></i><span style="font-weight: 400;"> 17.11 (2003): 2320-2328.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Fu, Xueyan et al. &#8222;9-Cis retinoic acid reduces 1α, 25-dihydroxycholecalciferol-Induced renal calcification by altering vitamin K-dependent γ-carboxylation of matrix γ-carboxyglutamic acid protein in A/J male mice.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">The Journal of nutrition</span></i><span style="font-weight: 400;"> 138.12 (2008): 2337-2341.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Hegsted, Maren et al. &#8222;Effect of boron on vitamin D deficient rats.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Biological trace element research</span></i><span style="font-weight: 400;"> 28.3 (1991): 243-255.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Jacobs, Elizabeth T, Mark R Haussler, and María Elena Martínez. &#8222;Vitamin D activity and colorectal neoplasia: a pathway approach to epidemiologic studies.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Cancer Epidemiology Biomarkers &amp; Prevention</span></i><span style="font-weight: 400;"> 14.9 (2005): 2061-2063.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Johansson, Sara, and Håkan Melhus. &#8222;Vitamin A antagonizes calcium response to vitamin D in man.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Journal of Bone and Mineral research</span></i><span style="font-weight: 400;"> 16.10 (2001): 1899-1905.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Kimmel, Paul L et al. &#8222;Zinc modulates mononuclear cellular calcitriol metabolism in peritoneal dialysis patients.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Kidney international</span></i><span style="font-weight: 400;"> 49.5 (1996): 1407-1412.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Miljkovic, Dusan, Natasha Miljkovic, and Mark F McCarty. &#8222;Up-regulatory impact of boron on vitamin D function–does it reflect inhibition of 24-hydroxylase?.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Medical hypotheses</span></i><span style="font-weight: 400;"> 63.6 (2004): 1054-1056.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Newnham, Rex E. &#8222;Essentiality of boron for healthy bones and joints.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Environmental health perspectives</span></i><span style="font-weight: 400;"> 102.Suppl 7 (1994): 83.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Rohde, Cynthia M et al. &#8222;Vitamin A antagonizes the action of vitamin D in rats.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">The Journal of nutrition</span></i><span style="font-weight: 400;"> 129.12 (1999): 2246-2250.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">RUDE, ROBERT K et al. &#8222;Low serum concentrations of 1, 25-dihydroxyvitamin D in human magnesium deficiency.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">The Journal of Clinical Endocrinology &amp; Metabolism</span></i><span style="font-weight: 400;"> 61.5 (1985): 933-940.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Sánchez‐Martínez, Ruth et al. &#8222;The retinoid X receptor ligand restores defective signalling by the vitamin D receptor.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">EMBO reports</span></i><span style="font-weight: 400;"> 7.10 (2006): 1030-1034.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Waterhouse, Joyce C, Thomas H Perez, and Paul J Albert. &#8222;Reversing Bacteria‐induced Vitamin D Receptor Dysfunction Is Key to Autoimmune Disease.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Annals of the New York Academy of Sciences</span></i><span style="font-weight: 400;"> 1173.1 (2009): 757-765.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Yu, XD et al. &#8222;[Effect of zinc deficiency on the protein expression of vitamin D receptor and calcium binding protein in growth-stage rats duodenal mucosa].&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Zhonghua er ke za zhi. Chinese journal of pediatrics</span></i><span style="font-weight: 400;"> 44.1 (2006): 11-14.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Zittermann, Armin. &#8222;Magnesium deficit-overlooked cause of low vitamin D status?.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">BMC medicine</span></i><span style="font-weight: 400;"> 11.1 (2013): 229.</span></p>
<p style="text-align: justify;">Vitamin-A-D-Interaktion, <a href="http://www.westonaprice.org/health-topics/abcs-of-nutrition/vitamin-a-on-trial-does-vitamin-a-cause-osteoporosis/#figure1">andernorts beleuchtet</a>.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/das-vitamin-d-chaos-mikronaehrstoffe/">Das Vitamin-D-Chaos und Mikronährstoffe: Hättest du’s gewusst?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Das heilige Vitamin D: Wenn Dinge so richtig schief laufen</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-nachteile/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-nachteile/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jan 2016 15:36:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vitamin D3]]></category>
		<category><![CDATA[Calcium]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin D]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin K]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Resonanz zu meinem letzten Vitamin-D-Artikel hat mich beeindruckt. Wie immer beeindruckend: die Ignoranz von vielen. Einige Anhänger lesen Lektüren zum Thema Vitamin D, helfen sich womöglich damit und glauben dann so fest an diesen Stoff, dass [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Resonanz zu meinem letzten <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-wie-viel-brauche-ich/">Vitamin-D-Artikel</a> hat mich beeindruckt.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie immer beeindruckend: die Ignoranz von vielen.</p>
<p style="text-align: justify;">Einige Anhänger lesen Lektüren zum Thema Vitamin D, helfen sich womöglich damit und glauben dann so fest an diesen Stoff, dass sie für eine <strong>differenzierte Berichterstattung</strong> darüber nicht mehr zu haben sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Das kennen wir vom <a href="https://genetisches-maximum.de/kohlenhydrate/was-robert-lustig-wirklich-ueber-kohlenhydrate-sagte/">Kohlenhydrat</a>. Bei anderen ist es <a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/insulinwirkung-und-eisenwerte-verstehen/">Fleisch</a>. Bei wieder anderen &#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Die menschliche Physiologie lügt nicht und interessiert sich nicht für das, was du von Stoff XY glaubst zu wissen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Vitamin-D-Basics: Calcidiol (25-OH) und Calcitriol (1,25-OH)</h2>
<p style="text-align: justify;">Calcidiol heißt der Stoff, den wir messen, wenn wir wissen wollen, wie es um unsere Vitamin-D-Versorgung bestellt ist. Calci<strong>di</strong>ol heißt in der Literatur und Fachsprache auch <strong>25-OH-Vitamin-D</strong>. Das ist aber nicht, wie viele glauben, die biologisch wirksame Form. Es handelt sich dabei um eine Speicherform.</p>
<p style="text-align: justify;">Das, was generell wirkt, heißt Calci<strong>tri</strong>ol &#8211; das aktive Vitamin D, auch <strong>1,25-OH-Vitamin-D</strong> genannt.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Calcitriol an sich wirkt hauptsächlich via Modulation des Calcium-Haushaltes</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Eine der Hauptaufgaben von Calcitriol ist dafür zu sorgen, dass der Calcium-Spiegel im Blut nicht abfällt. Denn Calcium ist extrem, extrem wichtig für den Zellstoffwechsel.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Dabei ist es dem Calcitriol völlig wurschd, woher das Calcium kommt</strong>. Erneut etwas, was viele ignorieren. Schon aus Zellkulturen weiß man, dass Calcitriol gut und gerne das Calcium aus dem Knochen nimmt, wenn sonst kein Calcium da ist. Tatsächlich klaut Calcitriol das Calcium aus den Knochen, wenn man schlicht zu wenig Calcium zu sich nimmt. Umgekehrt weiß man allerdings, dass Vitamin D die intestinale Calcium-Aufnahme steigert.</p>
<p style="text-align: justify;">Noch einmal: <strong>Hauptsache, das Calcium im Blut bleibt in einem bestimmten Bereich erhalten. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Calcitriol ist im Grunde genommen einer der Haupt-Calcium-Regulatoren, weswegen es steigt, wenn zu wenig Calcium da ist und sinkt, wenn wir viel Calcium zuführen. Daher kann Calcitriol paradoxerweise auch ansteigen, obwohl wenig der Speicherform (Calcidiol) vorhanden ist. Bei deutlichem Vitamin-D-Mangel reicht die Substrat-Konzentration nicht mehr aus und Calcitriol fällt ab. Umgekehrt steigt Calcitriol systemisch und lokal an, wenn Vitamin D zugeführt wird, insbesondere bei höheren Dosen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Situation des Vitamin-D-Mangels lässt sich gut kompensieren durch eine Calcium-Gabe, was erneut dafür spricht, dass Calcitriol hauptsächlich über Modulation des Calcium-Haushaltes wirkt.</p>
<p style="text-align: justify;">Analysiert man die vielen Symptome, die bei suboptimalen Vitamin-D-Werten auftauchen, fällt auf, dass viele im direkten Zusammenhang mit niedrigem Calcium stehen können, so zum Beispiel: Depressionen, Lethargie, Müdigkeit, Muskelschwäche und klar, auch Gelenkschmerzen oder niedrige Knochendichte.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch das bestätigt die Rolle des Calciums bezüglich der Wirkung des Vitamin D bzw. des Calcitriols.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Unterm Strich also gilt: </strong></p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Calcidiol ist die Speicherform des Vitamin D</li>
</ul>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Das aktive Vitamin D (Calcitriol) steigt an, wenn Calcidiol ansteigt</li>
</ul>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Calcitriol wiederum wirkt hauptsächlich via Modulation des Calcium-Haushaltes und wird umgekehrt durch auch durch Calcium reguliert</li>
</ul>
<h2 style="text-align: justify;">Die feine Balance des Calcitriols</h2>
<p style="text-align: justify;">Calcitriol hat einige weitere Eigenheit, die nicht wünschenswert ist. Calcitriol erhöht nicht nur die Serum-Calcium-Konzentration, sondern auch den zellulären Calcium-Influx, was bedeutet, dass es den Calcium-Einstrom in Zellen forciert.</p>
<p style="text-align: justify;">Was zunächst gut klingt, ist in niedrigen, normalen Dosen auch wichtig und gut. Steigt der Calcitriol-Wert im Zuge einer Vitamin-D-Supplementation (o. a. Ursachen) an, steigen auch die intrazellulären Calcium-Werte ([Ca]i).</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>[Ca]i</strong> allerdings dient der Signaltransduktion, also der Vermittlung diverser Signale. [Ca]i mediiert die Entstehung von Entzündungsreaktionen, verändert den Energiestoffwechsel hin zur Substratspeicherung und weg vom Substratverbrauch, steigert die &#8222;Steifheit&#8220; der Muskulatur und somit auch die Spannung in Endothelzellen (Bluthochdruck!) und erhöht die Neurotransmitter-Konzentration der Katecholamine (Stress!) &#8211; eine gesteigerte intrazelluläre Calcium-Konzentration spielt eine große Rolle bei einer Vielzahl an Erkrankungen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer jetzt glaubt, der Zusammenhang zwischen [Ca]i und Vitamin D (bzw. Calcitriol) sei weit hergeholt: Intrazelluläres Calcium lässt sich senken. Nicht etwa durch das Meiden von Calcium, sondern durch die Extra-Zufuhr von Calcium. Denn, wie oben geschildert, Calcium senkt die Calcitriol-Spiegel und entsprechend den Calcium-Einstrom.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist ein Grund, warum die Calcium-Gabe dafür sorgt, dass Entzündungsreaktionen abflachen, während Calcitriol sie fördert*. Das ist ein Grund, warum die Calcium-Gabe den Energiestoffwechsel pusht, während Calcitriol ihn negativ reguliert.</p>
<p style="text-align: justify;">(* Die Modulation der Entzündungsreaktionen durch Calcitriol ist ein enorm komplexes Themengebiet. Fakt ist, dass Calcitriol nicht nur, wie häufig geglaubt, gegen Entzündungen wirkt. Das Gegenteil ist bisweilen der Fall. Dies wird zum Beispiel deutlich durch den Calcitriol-induzierten Interferon-gamma-Anstieg.)</p>
<p style="text-align: justify;">Fügen wir nun die beiden Text-Teile zusammen, wird klar, dass Vitamin D auch Calcium braucht. Und in der Tat kann Vitamin D für sich selbst sorgen, denn es erhöht tatsächlich die Calcium-Aufnahme im Darm &#8211; das hat einen Grund!</p>
<h2 style="text-align: justify;">Vitamin D per se baut keine Knochen</h2>
<p style="text-align: justify;">Studieren wir die Wirkung des Calcitriols auf den Knochen, wird klar: Calcitriol per se baut den Knochen nicht auf. <strong>Es stimuliert lediglich Aufbau-Substanzen</strong>. Eine solcher Aufbau-Substanzen ist <a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/osteocalcin-testosteron/">Osteocalcin</a>. Calcitriol steigert die Expression des Osteocalcins im Knochen. Osteocalcin wird dann ins Blut abgegeben. Dort schnappt es sich Calcium und bringt es in den Knochen, um ebendiesen mit Calcium zu versorgen, entsprechend Knochenmasse aufzubauen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Knochenabbau trotz Vitamin D?</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was ist nun komplett sinnlos?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Sich Vitamin D en masse einzuverleiben und gemüsearme Ernährung ohne Milchprodukte zu praktizieren. Wieso? Calcium findet sich im Gemüse und in Milchprodukten (auch, wenn das viele nicht wahrhaben wollen: Milch ist ein guter Calcium-Lieferant).</p>
<p style="text-align: justify;">Dann nämlich passiert das:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Viel Vitamin D, wenig Calcium = viel Calcitriol =&gt; Knochenresorption, also <strong>Knochenabbau und Calcium-Freisetzung.</strong></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Warum? Wir erinnern uns an den Anfang: Calcitriol will den Blut-Calcium-Wert steigern.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Knochenaufbau braucht Vitamin K!</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was ist noch viel ungünstiger als das?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Vorhin habe ich das durch Calcitriol regulierte Osteocalcin angesprochen. Osteocalcin an sich ist wertlos. Osteocalcin muss verändert werden. Es muss, so nennt man das, &#8222;carboxyliert&#8220; werden. Dazu wird schlicht eine chemische Gruppe angehäftet. Dies geschieht nur (!) durch Vitamin K.</p>
<p style="text-align: justify;">Vitamin K also macht Osteocalcin scharf, das scharfe Osteocalcin schnappt sich Calcium und bringt es zum Knochen.</p>
<p style="text-align: justify;">Knüpfen wir nun also an die Frage an: Was ist noch viel ungünstiger?</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>Viel Vitamin D, viel Vitamin K, wenig Calcium in der Nahrung.</strong></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Vitamin D (entsprechend: Calcitriol) will den Calcium-Spiegel im Blut ansteigen lassen, nutzt aber in diesem Fall (erneut) das Calcium aus dem Knochen, weil es ihm, wie gesagt, völlig egal ist, woher das Calcium kommt.</p>
<p style="text-align: justify;">Gleichzeitig aber haben wir nun eine hohe Konzentration des scharfen Osteocalcins, was Calcium in den Knochen zieht.</p>
<p style="text-align: justify;">Bestenfalls ergibt sich daraus eine Balance, wir bauen weder auf, noch ab. Dies ist aber eine Idealisierung, da der Körper auch ständig Calcium verliert.</p>
<p style="text-align: justify;">Aus beiden genannten Szenarien ergibt sich spätestens langfristig eine negative Calcium-Balance und entsprechend ein Calcium-Mangel mit entsprechenden Folgen. <strong>Genau das, was auch passiert, wenn wir zu wenig Vitamin D zu uns nehmen.</strong></p>
<h2 style="text-align: justify;">Theorie und Praxis: Genaue Zahlen gibt es nicht</h2>
<p style="text-align: justify;">Das einzige, große Problem, was wir mit den vielen verschiedenen Szenarien haben, ist, dass wir keine genauen Flux-Zahlen nennen können.</p>
<p style="text-align: justify;">Soll heißen: Bei welchem Vitamin-D-, Calcium-, Vitamin-K-Wert ergibt sich Zustand XY? Wie viel Calcium fließt von Ort Z nach Ort Y? Das liegt freilich im Sinne eines dynamischen Systems, was impliziert, dass wir uns ständig entlang eines Spektrums bewegen.</p>
<p style="text-align: justify;">Was wir aber ganz sicher sagen können: <strong>Es ist wahrlich nicht klug, auf eine extrem hohe Vitamin-D-Zufuhr zu achten, aber gleichzeitig das Calcium (um das es dabei ja eigentlich geht!) nicht zu berücksichtigen</strong>. Meines Erachtens sollten wir uns zunächst um Calcium kümmern und dann (!) um adäquate (!) Vitamin-D-Spiegel zusammen mit <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/vitamin-k2-mitochondrien-booster/">Vitamin K</a>.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Bezogen auf den Knochen: Zuerst lassen wir das Baumaterial kommen (Calcium). Dann den Bauherr, den Architekten (Vitamin D). Danach die Bauarbeiter (Vitamin K; carboxyliertes Osteocalcin).</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">So jedenfalls sind wir auf der sicheren Seite und bringen das System nicht durcheinander. Es zeigt sich auch hier erneut, dass es viel wichtiger ist, gelinde gesagt, von allem ein bisschen zu haben, als von manchem viel zu viel und von anderem viel zu wenig.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Abschließende Worte</h2>
<p style="text-align: justify;">Ich glaube, dieser kleine, hier gezeigte Regelkreis ist ein schönes Beispiel dafür, wie körpereigene Systeme funktionieren und wie wir nicht nur verbessern, sondern auch verschlechtern können durch Eingriffe, von denen wir nichts Genaueres wissen.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Grunde müssen wir uns vor Augen führen, dass solche Regelkreise aus viel mehr Komponenten bestehen und entsprechend noch viel komplexer sind, als das, was ich hier geschildert habe.</p>
<p style="text-align: justify;">Nichtsdestotrotz sollten wir versuchen, die Zusammenhänge zu verstehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wichtig ist, dass das Augenmerk dieses Artikels auf dem Knochenhaushalt lag. Vitamin D und Calcitriol wirken freilich in vielen Geweben und oftmals wird Calcidiol lokal in Calcitriol umgewandelt, außerdem scheint Calcidiol an sich, ähnlich wie Calcitriol, das Tumorwachstum negativ regulieren zu können, was klar aufzeigt, dass auch Calcidiol an sich offensichtlich zellspezifisch wirken kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Sicher werden sich abschließend einige folgende Frage stellen: &#8222;Aber viel Vitamin D steigert den Calcium-Spiegel im Blut doch bisweilen zu stark?!&#8220; &#8211; Ja, richtig. Dann, wenn dieses System (Calcidiol &lt;-&gt; Calcitriol) entgleist. Entgleisen bedeutet, dass es nicht mehr normaler Regulation unterliegt. Und das haben wir meistens selbst verschuldet &#8211; ich würde mich zudem nicht darauf verlassen, dass das Calcium aus der Nahrung stammt &#8230; Aber, wie ich lese: Calciumarme Ernährung hilft gegen Hypervitaminose D. Und: Vitamin K hilft. Nun denke ich an das paradoxe Bild: Erst Calcium aus dem Knochen freischaufeln, dann wieder einbauen. Hauptsache, man ist froh und glücklich den höchsten Vitamin-D-Wert der Nachbarschaft zu haben.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Literatur </strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Adams, Nancy D et al. &#8222;Effects of calcitriol administration on calcium metabolism in healthy men.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Kidney Int</span></i><span style="font-weight: 400;"> 21.1 (1982): 90-7.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Balint, Eva, Cory F Marshall, and Stuart M Sprague. &#8222;Effect of the vitamin D analogues paricalcitol and calcitriol on bone mineral in vitro.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">American journal of kidney diseases</span></i><span style="font-weight: 400;"> 36.4 (2000): 789-796.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Brommage, Robert, and Hector F DeLuca. &#8222;Self-selection of a high calcium diet by vitamin D-deficient lactating rats increases food consumption and milk production.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Journal of Nutrition</span></i><span style="font-weight: 400;"> 114 (1984): 1377-1385.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Hatton, Daniel C, Qi Yue, and David A McCarron. &#8222;Mechanisms of calcium&#8217;s effects on blood pressure.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Seminars in nephrology</span></i><span style="font-weight: 400;"> Nov. 1995: 593-602.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Johnson, Laura E, and Hector F DeLuca. &#8222;Reproductive Defects Are Corrected in Vitamin D–Deficient Female Rats Fed a High Calcium, Phosphorus and Lactose Diet.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">The Journal of nutrition</span></i><span style="font-weight: 400;"> 132.8 (2002): 2270-2273.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Lagunova, Zoya et al. &#8222;Serum 25-hydroxyvitamin D is a predictor of serum 1, 25-dihydroxyvitamin D in overweight and obese patients.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">The Journal of nutrition</span></i><span style="font-weight: 400;"> 141.1 (2011): 112-117.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">LAWOYIN, SEGUN et al. &#8222;Ability of 25-Hydroxyvitamin D3 Therapy to Augment Serum 1, 25-and 24, 25-Dihydroxyvitamin D in Postmenopausal Osteoporosis*.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">The Journal of Clinical Endocrinology &amp; Metabolism</span></i><span style="font-weight: 400;"> 50.3 (1980): 593-596.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Maierhofer, William J et al. &#8222;Bone resorption stimulated by elevated serum 1, 25-(OH) 2-vitamin D concentrations in healthy men.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Kidney Int</span></i><span style="font-weight: 400;"> 24.4 (1983): 555-60.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Nordin, Borje E Christopher. &#8222;Evolution of the calcium paradigm: the relation between vitamin D, serum calcium and calcium absorption.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Nutrients</span></i><span style="font-weight: 400;"> 2.9 (2010): 997-1004.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Pansu, Danielle, and Felix Bronner. </span><i><span style="font-weight: 400;">Calcium transport and intracellular calcium homeostasis</span></i><span style="font-weight: 400;">. Danielle Pansu &amp; Felix Bronner. Springer Science &amp; Business Media, 2013.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Papakonstantinou, Emilia et al. &#8222;High dietary calcium reduces body fat content, digestibility of fat, and serum vitamin D in rats.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Obesity research</span></i><span style="font-weight: 400;"> 11.3 (2003): 387-394.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Pilvi, Taru K et al. &#8222;Effect of dietary calcium and dairy proteins on the adipose tissue gene expression profile in diet-induced obesity.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Journal of nutrigenetics and nutrigenomics</span></i><span style="font-weight: 400;"> 1.5 (2008): 240-251.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Pilvi, Taru K et al. &#8222;High-calcium diet with whey protein attenuates body-weight gain in high-fat-fed C57Bl/6J mice.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">British journal of nutrition</span></i><span style="font-weight: 400;"> 98.05 (2007): 900-907.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Sun, Xiaocun, and Michael B Zemel. &#8222;Calcitriol and calcium regulate cytokine production and adipocyte–macrophage cross-talk.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">The Journal of nutritional biochemistry</span></i><span style="font-weight: 400;"> 19.6 (2008): 392-399.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">TSUKAMOTO, Yusuke et al. &#8222;Effect of treatment with oral calcitriol on calcium metabolism and fasting serum 25 (OH)-or 1, 25 (OH) 2-vitamin D level in Japanese postmenopausal women.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Endocrine journal</span></i><span style="font-weight: 400;"> 50.6 (2003): 681-687.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Yarram, SJ et al. &#8222;Epidermal growth factor and calcitriol synergistically induce osteoblast maturation.&#8220; </span><i><span style="font-weight: 400;">Molecular and cellular endocrinology</span></i><span style="font-weight: 400;"> 220.1 (2004): 9-20.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Zemel, Michael B. &#8222;Regulation of adiposity and obesity risk by dietary calcium: mechanisms and implications.&#8220; Journal of the American College of Nutrition 21.2 (2002): 146S-151S.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Zemel, Michael B et al. &#8222;Regulation of adiposity by dietary calcium.&#8220; The FASEB Journal 14.9 (2000): 1132-1138.</span></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-nachteile/">Das heilige Vitamin D: Wenn Dinge so richtig schief laufen</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Vitamin D: Wie viel brauche ich für welche Spiegel?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2015 20:03:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vitamin D3]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin D]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aus gegebenem Anlass fragt sich sicher der ein oder andere, wie viel Vitamin D er zuführen muss, um in einen akzeptablen Bereich zu kommen. Hier findest du unseren kostenlosen Vitamin-D-Rechner. Definieren wir zunächst einmal die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Aus gegebenem Anlass fragt sich sicher der ein oder andere, wie viel Vitamin D er zuführen muss, um in einen akzeptablen Bereich zu kommen. Hier findest du unseren <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-wie-viel-brauche-ich/">kostenlosen Vitamin-D-Rechner</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Definieren wir zunächst einmal die Bereiche:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li><strong>Defizienz:</strong> Unter 30 nmol/L</li>
<li><strong>Insuffizienz:</strong> 30-50 nmol/L</li>
<li><strong>Adäquat:</strong> 50-125 nmol/L</li>
<li><strong>Hoch:</strong> &gt; 125 nmol/L</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Auf der absolut sicheren Seite sind wir, wenn wir einen Wert über 100 nmol/L erreichen. Mehr braucht man wahrlich nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Und wie viel Vitamin D muss ich nun zuführen, um das zu erreichen?</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5768 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2015/12/nrendo.2009.178-f1.jpg" alt="Vitamin D Wert steigern" width="650" height="408" /></p>
<p style="text-align: justify;">Das haben Wissenschaftler getestet, indem sie Vitamin-D-Präparate verabreichten mit unterschiedlichen Dosen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir sehen vier wunderschöne Graphen. Zwei davon sind klassische Exponentialfunktionen mit asymptotischem Charakter. Also keine lineare Funktion, wie oft behauptet wird, nach dem Motto: Je mehr ich nehme, umso höher ist auch mein Wert.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lange Rede: Um locker (!) über 100 nmol/L zu kommen, reicht eine Tagesdosis von 5000 IE. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Bei 10.000 IE erreichen wir sehr, sehr hohe Bereiche (ca. 80 ng/ml, für Kenner).</p>
<p style="text-align: justify;">Ich glaube daher nicht, dass jeder year-round 10.000 IE schlucken muss. Ganz im Gegenteil: So manch einer hat wohl noch nicht die <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-nachteile/">Schattenseiten des Vitamin D</a> kennengelernt.</p>
<p style="text-align: justify;">Was wir auch sehr schön sehen können: 1000 IE bringen nichts oder nur sehr, sehr wenig.</p>
<h2 style="text-align: justify;"><strong>Literatur</strong></h2>
<p class="journal" style="text-align: justify;"><a href="https://www.nature.com/articles/nrendo.2009.178"><span class="journalname">Nature Reviews Endocrinology </span><span class="journalnumber">5</span>, <span class="cite-pages">534-536</span> <span class="cite-month-year">(October 2009)</span></a></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-wie-viel-brauche-ich/">Vitamin D: Wie viel brauche ich für welche Spiegel?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Die Eckpfeiler eines gesunden Lebensstils: Sonne, viel DHA, wenig Linolsäure (Video)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Nov 2015 19:49:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fette]]></category>
		<category><![CDATA[Paleo]]></category>
		<category><![CDATA[vitamin a]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin D]]></category>
		<category><![CDATA[Zink]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Edubily und alles drumherum ist eine Bereicherung für mich. Ganz egal wohin mich diese Reise bringt, ein Gewinn war es allemal. So erreichen mich oft E-Mails von ganz verschiedenen Leuten, die alle ihre Gedanken, Ideen, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Edubily und alles drumherum ist eine Bereicherung für mich. Ganz egal wohin mich diese Reise bringt, ein Gewinn war es allemal.</p>
<p style="text-align: justify;">So erreichen mich oft E-Mails von ganz verschiedenen Leuten, die alle ihre Gedanken, Ideen, Gefühle und Vorstellungen in das Projekt einfließen lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich möchte mich nicht festlegen. Ich zeige 80 % auf, die gelten für die Allgemeinheit und als Grundsatz, die anderen 20 % sind hoch individuell.</p>
<p style="text-align: justify;">Daher zeige ich lieber Grundprinzipien des Trainings auf, als mich auf ein Schema festzulegen und dieses an die Menge zu tragen. Ich würde lügen, denn ich weiß genau, dass das sowieso nie funktionieren wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Das gilt auch für Ernährung. Daher wirst du von mir auch nie hören, dass ich &#8222;High-Carb&#8220; empfehle &#8211; genauso wenig, wie ich mich auf eine ketogene Diät festnageln würde.</p>
<p style="text-align: justify;">Eckpfeiler. Die Eckpfeiler kann man setzen. Das Haus, die Inneneinrichtung et cetera musst du selbst gestalten.</p>
<p style="text-align: justify;">&#8212;</p>
<p style="text-align: justify;">Mich erreichen oft super Mails. Dieses Mal von einem Niederländer, der mir ein Video hat zukommen lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe oft über Ernährung nachgedacht und glaube seit jeher an eine <em>Offshore Diet, </em>daran, dass Homo sapiens seit seiner Entstehung die Küsten bewohnte und sich an ebendieser sehr reichen Flora und Fauna bediente.</p>
<p style="text-align: justify;">Dort nämlich finden sich ganz wichtige Schlüssel-Nährstoffe, die extrem bedeutsam waren bezüglich der Menschwerdung, zum Beispiel:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/motivation/omega-3-depression/">DHA</a></li>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/zink-testosteron-steigern/">Zink</a></li>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/eisen-fettverbrennung-diabetes-insulin-resistenz/">Eisen</a></li>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/schilddruese/schilddrusenhormone-selbst-machen/">Jod</a></li>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/vitamin-a-der-verkannte-stoffwechsel-beschleuniger/">Vitamin A</a> und <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-laesst-tumor-schrumpfen/">D</a> (Lebertran!)</li>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/selen-wert-kurz-und-knapp/">Selen</a></li>
</ul>
<p>Noch heute essen die dort lebenden Afrikaner Fisch und Schalentiere &#8211; den ganzen Tag. Für die ist das so normal, dass sie es schlicht &#8222;Gemüse&#8220; nennen.</p>
<p>Es lohnt sich sehr, sich dieses Video anzuschauen. <strong>Denn Remko Kuipers ist ein Fuchs und räumt direkt mit den gängigsten &#8222;Paleo&#8220;-Mythen auf. </strong></p>
<p>Für diejenigen, die kein Englisch verstehen und/oder keine Zeit haben, sich das ganze Video anzusehen, <strong>hier die Bottom-Line(s) zum Mitnehmen</strong>:</p>
<ul>
<li>Die Evolution meint es auch gut mit Älteren, nicht nur mit Jüngeren</li>
<li>Homo sapiens ist oft eher Sammler als Jäger, wenn auch grundsätzlich die Tendenz zum Jagen besteht und diese auch in unserer Physiologie verwurzelt ist</li>
<li>Homo sapiens ist bzw. war ein Fischer, ein Schalentier-Sammler und ein Meeresfrüchte-Esser</li>
<li>Man findet kaum noch &#8222;richtige&#8220; Jäger-und-Sammler-Kulturen. Diejenigen, die noch original leben, werden meist von Wissenschaftlern betreut (oder von Besuchern [mit Alkohol] gefüttert) und die übrig gebliebenen JuS sind auch nicht super-repräsentativ für &#8222;richtige&#8220; Paleos (prähistorische JuS)</li>
<li>Der Omega-3-Index ist ein stärkerer Risikofaktor als klassische Risikofaktoren bzw. Marker</li>
<li>Nativ lebende Menschen haben einen hohen Vitamin-D-Wert (100-120 nmol/l, entsprechend 40-60 ng/ml),</li>
<li>deutlich mehr DHA, aber deutlich weniger Linolsäure (und Arachidonsäure) im Blut</li>
<li>Daraus schlussfolgert der Wissenschaftler Remko Kuipers auch, dass der Omega-3-Index und der Vitamin-D-Wert größere Rollen im klinischen Alltag spielen sollten</li>
</ul>
<p>Nun: Das nenne ich Eckpfeiler. Damit kann man etwas anfangen. Ohne dabei zu übertreiben und sich direkt auf spezielle Ernährung, auf <strong>die</strong> Ernährungsform, festzunageln.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/fette/sonne-dha-linolsaeure/">Die Eckpfeiler eines gesunden Lebensstils: Sonne, viel DHA, wenig Linolsäure (Video)</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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