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	<title>Zink - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
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	<title>Zink - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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		<title>Der langlebige Nacktmull und Magnesium</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Oct 2025 11:30:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Magnesium]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Zink]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es muss 2017 gewesen sein, als ich in unserem Buch &#8222;Stoffwechsel beschleunigen&#8220; das erste Mal über den Nacktmull berichtet habe. Dieses zugegebenermaßen nicht ganz so hübsche Nagetier ist ziemlich besonders. Es wird in der Forschung [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es muss 2017 gewesen sein, als ich in unserem Buch &#8222;Stoffwechsel beschleunigen&#8220; das erste Mal über den Nacktmull berichtet habe.</p>
<p>Dieses zugegebenermaßen nicht ganz so hübsche Nagetier ist <strong>ziemlich besonders</strong>. Es wird in der Forschung gerne mit normalen Mäuschen verglichen – man findet: die Nacktmulle leben rund 10 x länger als ihre entfernten Verwandten.</p>
<p>Sie können nämlich sage und schreibe <strong>30 Jahre alt werden</strong>. Zudem haben sie eine enorme<strong> Resistenz gegen Sauerstoffmangel</strong> und obendrein eine <strong>äußerst niedrige Krebsrate</strong>. Die haben also das, wovon wir immer träumen. Ewige Jugend.</p>
<h2>cGAS schützt die DNA</h2>
<p>Hier knüpft – mal wieder – <a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2025/10/251019120523.htm">eine neue Studie</a> an. Und die Story geht so: Wir alle, also sowohl Mensch als auch Maus als auch Nacktmull, verfügen über ein Enzym namens <em>cGAS</em>. Bei DNA-Schäden wird es aktiv und leitet Prozesse ein, die der Abwehr dienen.</p>
<p>Gut gegen: <strong>DNA-Schäden, Viren, Tumore</strong> – schlecht bei chronischer Aktivierung, weil das u. a. Entzündungen oder Autoimmunität begünstigen kann.</p>
<p>Beim Nacktmull hat die Evolution eine kleine Anpassung des Enzyms gemacht. Mit der Folge, dass es effizienter arbeitet. Es ist aktiver, aber zielgenauer, sodass die DNA geschützt wird, aber negative Effekte ausbleiben.</p>
<p>Das finde ich spannend. Natürlich stellt sich mir sofort die Frage: <strong>Was kann ich tun, damit mein cGAS gut funktioniert? </strong></p>
<h2>cGAS braucht Magnesium</h2>
<p>Damit cGAS bei uns Menschen überhaupt normal funktioniert – schon mal gut – braucht es als Kofaktor *Trommelwirbel* <strong>Magnesium</strong>. Das heilige Magnesium. Eben nicht nur Anti-Krämpfe, sondern auch <strong>Anti-DNA-Schäden</strong>.</p>
<p>Wir dürfen also erwarten, dass dieses cGAS bei einem Magnesiummangel mindestens dysfunktional wird. Ein Proteinkrüppel, sozusagen.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Gleiches Spiel wie bei Zink und p53. Willst du ein intaktes p53 (Krebsabwehr), brauchst du genug Zink.</p>
<p>Magnesium ist in der Hinsicht extrem bedeutsam, denn: Mg²⁺ ist essentiell für <strong>DNA-Stabilität</strong>. Es stabilisiert die DNA-Struktur, ist nötig für DNA-Polymerasen, Ligase, Exo-/Endonukleasen, allgemein DNA-Reparaturenzyme.</p>
<p>Nicht gewusst, stimmt&#8217;s? Daher liest man in Arbeiten zu dem Thema seit Jahrzehnten sowas wie <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22379366/">hier</a>:</p>
<blockquote><p>Mg stabilisiert die DNA und fördert die DNA-Replikation und -Transkription, während ein niedriger Mg-Spiegel die Zellalterung beschleunigen kann, indem er die DNA-Stabilität, die Proteinsynthese und die Funktion der Mitochondrien verringert.</p></blockquote>
<h2>Magnesium schützt die DNA</h2>
<p>Ich weiß, ich weiß. Alles Theorie. Juckt keine Sau (außer mich). Wie sieht die Praxis aus? Natürlich gibt es hier einige Studienergebnisse, die mir Freude bereiten und die auch dir Freude bereiten sollten.</p>
<p>2008 hat man im Fachmagazin Carcinogenesis anhand von über 2000 Probanden untersucht, wie die Magnesiumzufuhr sich auf das <strong>Lungenkrebsrisiko</strong> und die<strong> DNA-Reparaturkapazität</strong> auswirkt. Menschen mit hoher Mag-Aufnahme (&gt; 380 mg) hatten nicht nur ein <strong>halbiertes Risiko</strong>, sondern auch eine bessere DNA-Reparaturkapazität. (Vgl. <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2902380/">Mahabir et al. 2008</a>)</p>
<p>2016 wurde im Fachmagazin Cellular Longevity – was für ein schöner Name – eine klinische Studie mit Rugby-Spielern und Sitzenbleibern publiziert. Es wurden vier Gruppen gebildet, wobei zwei Gruppen jeweils mit 500 mg Magnesium am Tag ergänzt wurden.</p>
<p>Die Ergebnisse sind spannend: Erwartungsgemäß erhöht intensiver Sport die DNA-Schäden (zunächst&#8230;). Gibt man zusätzlich Oxidantien dazu, wie sie natürlicherweise im Körper entstehen, steigen die DNA-Schäden drastisch.</p>
<p>Der Punkt: <strong>Magnesium federt den Anstieg der DNA-Schäden sehr potent ab.</strong> Gemessen anhand der Lymphozyten (weiße Blutzellen) der Probanden. (Vgl. <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2016/2019643">Petrovic et al. 2016</a>)</p>
<h2>Magnesium ist wichtiger als viele denken</h2>
<p>Klar ist: Man muss vorsichtig mit der Interpretation sein. Die Datenlage dürfte gerne üppiger sein. Auf der anderen Seite gibt es weitere hochwertige Studien, die ähnliche Zusammenhänge nahelegen (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38864865/">Dhillon et al. 2024</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36437769/">Zhao et al. 2022</a>)</p>
<p>Mich erfüllt dieses Thema jedenfalls. Also die Idee, dass unsere Biologie eben nicht fixiert und statisch ist. Dass da ein Spielraum ist, der ziemlich groß werden kann. Der Spielraum heißt bei den meisten: <strong>Schlecht vs. gut versorgt mit Nährstoffen.</strong></p>
<p>Dass ich kein verblendeter Träumer bin, beweist mir Instagram und Social Media täglich. Immer mehr &#8222;Longevity-Ärzte&#8220;, andere Experten oder einfach nur Menschen, die Erfahrungen sammeln konnten, teilen dort Infos, über die ich hier seit über zehn Jahre schreibe.</p>
<p>Undenkbar bis vor zwei oder drei Jahren. Mehr und mehr Normalität.</p>
<p><strong>Magnesium</strong>. Wie immer zuerst gelesen bei mir ;-)</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/magnesium/der-langlebige-nacktmull-und-magnesium/">Der langlebige Nacktmull und Magnesium</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Neue Studie: Das Paradebeispiel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Sep 2023 14:20:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pflanzenstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Zink]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Paradebeispiele eignen sich gut, um eine Allgemeingültigkeit bzw. ein Prinzip eines Sachverhalts zu demonstrieren. Ein solches Beispiel – in Form einer sensationellen Studie – wurde mir soeben von einer Leserin zugeschickt. Doch zunächst zu uns. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Paradebeispiele eignen sich gut, um eine Allgemeingültigkeit bzw. ein <em>Prinzip</em> eines Sachverhalts zu demonstrieren. Ein solches Beispiel – in Form einer sensationellen Studie – wurde mir soeben von einer Leserin zugeschickt.</p>
<p>Doch zunächst zu uns. Seit Jahren postulieren wir:</p>
<ul>
<li>Der Körper braucht Mikronährstoffe, um zu funktionieren.</li>
<li>Der Körper wird gesund oder krank in Wechselwirkung mit der Umwelt.</li>
<li>Für – gesunde – Anpassungen braucht es wiederum Mikronährstoffe.</li>
<li>Tierische Produkte sind für uns die gehaltvollsten Lebensmittel mit den bioverfügbarsten Stoffen &#8230; aber Pflanzen brauchen wir auch.</li>
</ul>
<p>Und genau hierfür ist die aktuelle Studie – freilich publiziert im renommierten Fachmagazin <em>Nature Communications</em> – ein Paradebeispiel.</p>
<h2>Der Mechanismus</h2>
<p>Die Geschichte ist schnell erzählt und geht so:</p>
<p>Forscher zeigen an Mäusen und in-vitro-Versuchen, dass <strong>Zink</strong> in Kombination mit <strong>Indolen</strong> aus Kreuzblütlern (Brokkoli, Kohle, Senf usw.)  entzündliche Darmerkrankungen vorbeugen bzw. deutlich bessern. Zu diesen Krankheiten gehören bekanntermaßen <em>Morbus Crohn</em> und <em>Colitis ulcerosa</em>.</p>
<p>Indole kennen wir unter anderen Namen: <strong>I3C</strong> (Indol-3-Carbinol), <strong>DIM</strong> (Diindolylmethan) und <strong>I3A</strong> (Indol-3-Acetonitril). Die wiederum gehen aus Glucosinolaten (Senfölglycoside) hervor, die bei Verletzung der Zellwände der Pflanzen unter Beteiligung des Enzyms Myrosinase aufgespalten und u. a. zu Indolen umgesetzt werden.</p>
<figure id="attachment_323103" aria-describedby="caption-attachment-323103" style="width: 1620px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-323103 size-full" title="indole" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/indole.png" alt="indole" width="1620" height="497" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/indole.png 1620w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/indole-300x92.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/indole-1024x314.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/indole-768x236.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/indole-1536x471.png 1536w" sizes="(max-width: 1620px) 100vw, 1620px" /><figcaption id="caption-attachment-323103" class="wp-caption-text"><em><strong>Kreuzblütler-Indole leiten sich von Tryptophan ab bzw. werden von den Pflanzen aus Tryptophan gebildet. </strong></em></figcaption></figure>
<p>Die Indole sind strukturell eng verwandt mit Tryptophan, das auch einen Indolring enthält. Seit Jahren ist bekannt, dass sie an den <em>Arylhydrocarbon-Rezeptor</em> (kurz: AHR) im Darm binden. Dieser Rezeptor erkennt u. a. Gifte aus der Natur und aktiviert Schutzschalter in den Zellen.</p>
<p>Im aktuellen Fall Fall konnten die Forscher zeigen:</p>
<ol>
<li>Indole aus Kreuzblütlern (bzw. ihre Abkömmlinge) binden an den AHR im Darm (<a href="https://genetisches-maximum.de/dextrin/so-heilt-gemuese-deinen-darm/">bekannt seit 2011</a>).</li>
<li>Der AHR aktiviert schützende Signalwege <strong>mit Hilfe von Zink</strong> (neu!).</li>
<li>Diese schützenden Signalwege sorgen u. a. dafür, dass die Darmbarriere stärker wird, Leaky gut abnimmt und Entzündungen gehemmt werden.</li>
</ol>
<p>Kurzum: <strong>Zink + Indole = gesunder Darm.</strong></p>
<figure id="attachment_323105" aria-describedby="caption-attachment-323105" style="width: 408px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-323105 " title="Template" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/gr1_lrg.jpg" alt="Template" width="408" height="352" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/gr1_lrg.jpg 1660w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/gr1_lrg-300x259.jpg 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/gr1_lrg-1024x883.jpg 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/gr1_lrg-768x662.jpg 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/gr1_lrg-1536x1324.jpg 1536w" sizes="(max-width: 408px) 100vw, 408px" /><figcaption id="caption-attachment-323105" class="wp-caption-text"><strong><em>Dass Indole aus Kreuzblütler potente AH-Rezeptor-Agonisten im Darm sind, ist seit 2011 bekannt. </em></strong></figcaption></figure>
<h2>Fleisch <em>und</em> Pflanze macht gesund</h2>
<p>Die Forscher folgern:</p>
<blockquote><p>Bei Mäusen, die mit die mit Zink und Indolen aus Kreublütlern &#8211; wie Brokkoli &#8211; gefüttert wurden, die das AHR-Signaling aktivieren, wurden die entzündlichen Darmerkrankungen fast vollständig gelindert.</p></blockquote>
<p>Umgekehrt zeigten die Forscher:</p>
<blockquote><p>Die Behandlung mit AHR-Agonisten (Anm.: Indolen) ist bei Mäusen, die mit zink<span style="text-decoration: underline;">armer</span> Nahrung gefüttert werden, unwirksam.</p></blockquote>
<p>Sensationell.</p>
<p>Denn wir sehen: Gesunde Ernährung (hier: Gemüse) plus die Basis unserer körpereigenen Biochemie, also Mikronährstoffe (hier: Zink), aktivieren förderliche und schützende Signalwege. So stark, dass offenbar ernste Erkrankungen ausgebremst werden können.</p>
<p>Umgekehrt gilt: <strong>Gesunde Ernährung bringt nix, wenn der eigene Chemiebaukasten nicht funktioniert.</strong> Kann man nur stets wiederholen.</p>
<h2>Zinkmangel bei Pflanzenkost</h2>
<p>Zu guter Letzt fehlt noch etwas Wichtiges aus unserem Postulat ;-) Und das drücken die Forscher sehr elegant so aus:</p>
<blockquote><p>Fleisch und Meeresfrüchte sind die besten Zinkquellen in der Ernährung, doch die weltweite Armut, Fragen der Nachhaltigkeit und Bedenken hinsichtlich des Tierschutzes führen dazu, dass sich die Weltbevölkerung von tierischen Lebensmitteln abwendet und pflanzlichen Lebensmitteln den Vorzug gibt. Um eine unzureichende Aufnahme dieses wichtigen Mikronährstoffs zu vermeiden, muss daher für eine ausreichende Zinkversorgung gesorgt werden.</p></blockquote>
<p>Sagt Christer Hogstrand, Professor in der Abteilung für Ernährungswissenschaften am Londoner King&#8217;s College (vermutlich also keine Pausenclown-Akademie) und leitender Forscher in dieser Studie.</p>
<p>Die Forscher ergänzen in der Studie selbst:</p>
<ul>
<li>Zinkmangel betrifft ein Drittel der Weltbevölkerung.</li>
<li>Und zwar vorwiegend arme Populationen, die sich pflanzlich bzw. tierarm ernähren müssen.</li>
<li>Also so wie wir in Zukunft, wenn es nach allgemeinen Nachhaltigkeitsplänen geht, die eine Abkehr von tierischen Produkten vorsehen.</li>
<li>Die Studie schlägt daher eine Zinkergänzung vor.</li>
</ul>
<p><strong>Ein Armutszeugnis in vier Zeilen.</strong> Wir machen moderne, hoch entwickelte, vergleichsweise gut versorgte westliche Populationen zu Entwicklungsländern in der Nährverstoffversorgung. Haarsträubend, unwirklich, stümperhaft, um nicht zu sagen: dumm.</p>
<p>Denn natürlich wird auch in Zukunft weiterhin fröhlich vor Nahrungsergänzung gewarnt. Dass es uns also nicht mehr um Wissenschaft – um Fakten –, sondern nur noch um irgendwas (was auch immer) geht, zeigt sich genau daran.</p>
<h2>Halten wir fest</h2>
<p>Ideologie verdummt und macht krank. Gut merken. Wer in die Falle tappt, macht seine eigenen und die Probleme der Welt nicht besser.</p>
<p><strong>In jedem Fall ist ein normaler Mensch bestens beraten, wenn er Tierprodukte und Pflanzen kombiniert.</strong> Etwas abstrahierter könnte man zudem sagen: Mikronährstoffe plus gesunder Lebensstil sind Grundvoraussetzung für Gesundheit und Leistungsfähigkeit.</p>
<p>Die ganz häufig im Darm beginnen (oder enden ;-). So &#8230; als weiteres Postulat.</p>
<p><strong>Referenzen</strong></p>
<p>Hogstrand et al. (2023): <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37669965/"><em>Aryl hydrocarbon receptor utilises cellular zinc signals to maintain the gut epithelial barrier </em></a></p>
<p>Hooper (2011): <em><a href="https://www.cell.com/fulltext/S0092-8674%2811%2901200-1">You AhR What You Eat: Linking Diet and Immunity</a>  </em></p>
<p>Medical Xpress (2023): <a href="https://medicalxpress.com/news/2023-09-zinc-plays-key-role-inflammatory.html?fbclid=IwAR2AB4-20UOMFaPCkjwbb_oxvcXQCCxeJoGpx4Dnno9tJUltWd2Dnxuab5g"><em>Researchers show zinc plays a key role in inflammatory bowel disease and &#8218;leaky gut&#8216;</em></a></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/zink/neue-studie-das-paradebeispiel/">Neue Studie: Das Paradebeispiel</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Unglaubliches Zink</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/zink/unglaubliches-zink/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Nov 2022 18:36:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zink]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zink ist eine Wunderwaffe. Es gibt nur wenige echte Wunderwaffen, aber Zink ist eine. Und das lässt sich heute sogar beweisen. Zink verbessert Thymusregeneration Vor nicht allzu langer Zeit gab es eine Studie, die ich [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/zink/unglaubliches-zink/">Unglaubliches Zink</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zink ist eine Wunderwaffe. Es gibt nur wenige echte Wunderwaffen, aber Zink ist eine. Und das lässt sich heute sogar beweisen.</p>
<h2>Zink verbessert Thymusregeneration</h2>
<p>Vor nicht allzu langer Zeit gab es <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0006497122004426">eine Studie</a>, die ich superspannend fand:</p>
<ul>
<li>Die Forscher zeigten, dass sich T-Zellen – die Spezialeinheit des Immunsystems – besser regenerieren, aktiver sind, wenn mehr Zink vorhanden ist. Umgekehrt machte Zinkmangel die T-Zellen fauler.</li>
<li><strong>Außerdem zeigten die Forscher, dass auch der Thymus mit mehr Zink frischer, jugendlicher ist, besser regeneriert. </strong></li>
</ul>
<p>Das ist wichtig. Der Thymus ist das Ding hinter deinem Brustbein. Unreife T-Zellen, die aus dem Knochenmark kommen, werden im Thymus ausgebildet. Sie reifen dort. Reife T-Zellen können dann den Pool speisen, der uns vor Infektionen schützt.</p>
<p>Die Reifung dort ist auch deshalb wichtig, weil der Thymus T-Zellen aussortiert, die sich gegen eigenes Gewebe richten. <strong>Es gibt also einen Link zwischen Reifungsprozess von T-Zellen im Thymus und Autoimmunität.</strong> Denn bei Autoimmunität geht bei diesem hochkomplexen Reifungsprozess etwas schief.</p>
<p><strong>Die Forscher wissen schon lange, dass der Thymus mit mehr Zink wächst. Und bei weniger Zink schrumpft.</strong> Außerdem ist lange bekannt, dass die Drüse mit dem Alter schrumpft und ihrer Aufgabe nicht mehr so gut nachkommt. Stattdessen reichert sich Fett an, es entsteht im Endeffekt ein funktionsloser Fettkörper.</p>
<p>Wissenschaftler finden das normal und sehen es als Teil der natürlichen Alterung und damit verbunden als Teil der natürlichen Immunoseneszenz. Heißt, Alte sind halt infektanfälliger, wat solls. Drum gibt&#8217;s dafür auch einen Fachbegriff, man spricht von <em>Involution. </em></p>
<p>Doch ist das tatsächlich in Stein gemeißelt? Dazu muss man wissen, dass intensiv daran geforscht wird, diese Thymusatrophie umzukehren bzw. ihr entgegenzuwirken – man spricht von &#8222;Verjüngung des Immunsystems&#8220;. Experimentell gelang das bereits, nämlich mit z. B. Interleukin 7 (ein Wachstumsfaktor des Immunsystems), Wachstumshormon, Wachstumshormon-Sekretagoga oder dem FGF7, auch ein Wachstumsfaktor von Epithelzellen. Heißt, durch Wachstumsfaktoren kann der Thymus wieder &#8230; wachsen. (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18562142/">Q</a>)</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">Unsere Fähigkeit, Infektionserreger zu überleben, hängt von einer angemessenen Immunantwort ab, aber mit zunehmendem Alter verkümmert unser Thymus. (&#8230;)</p>
<p style="text-align: center;">Um die Immunfunktion älterer Menschen zu verbessern, müssen wir möglicherweise <strong>das Immunsystem verjüngen, indem wir zunächst die Atrophie des Thymus rückgängig machen.</strong></p>
</blockquote>
<h2>Ein weiterer Weg: Lerne GPR39 kennen</h2>
<p>Die Forscher der eingangs genannten Studie konnten zeigen, dass Zink einen bestimmten Rezeptor namens <span style="text-decoration: underline;"><strong>GPR39</strong></span> aktiviert. Der wiederum setzt eine Kaskade in Gang, die letztlich die Thymusregeneration anregt. <strong>GPR39 also</strong>.</p>
<p>Der von Zink aktivierte Rezeptor mit all seinen Effekten alleine ist superspannend. Hier mal auf einen Blick (<a href="https://www.mdpi.com/1422-0067/22/8/3872/htm">Q</a>):</p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-321690 aligncenter" title="ijms 22 03872 g001 2" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/11/ijms-22-03872-g001-2-scaled.webp" alt="ijms 22 03872 g001 2" width="741" height="392" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/11/ijms-22-03872-g001-2-scaled.webp 2560w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/11/ijms-22-03872-g001-2-300x159.webp 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/11/ijms-22-03872-g001-2-1024x542.webp 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/11/ijms-22-03872-g001-2-768x406.webp 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/11/ijms-22-03872-g001-2-1536x813.webp 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/11/ijms-22-03872-g001-2-2048x1084.webp 2048w" sizes="(max-width: 741px) 100vw, 741px" /></p>
<p>Die Forschung um GPR39 ist relativ neu. Zusammengefasst lässt sich aber schon sagen, dass der durch Zink aktivierte Rezeptor folgende Effekte hat:</p>
<ul>
<li>Er steigert die Insulin-Ausschüttung. Gut, vor allem bei Diabetikern.</li>
<li>Er hemmt die Entstehung von Fettleibigkeit.</li>
<li>Er macht Spermien fitter.</li>
<li>Er steigert die Wundheilung und fördert die Barrierefunktion der Haut.</li>
<li>Er steigert die Funktion der Speicheldrüsen.</li>
<li>Er regt die Bildung von Knochen an und hemmt Arthritis.</li>
<li>Er hemmt Depressionen, Alzheimerentstehung und fördert die synaptische Reizweiterleitung.</li>
<li>Er verlangsamt die Magenentleerung, verbessert die Barrierefunktion des Darms und hemmt Erkrankungen des Darms.</li>
<li>Er schützt das Herzkreislaufsystem, indem er das Überleben von Endothelzellen sichert, Entzündungen senkt und die Kalzifizierung der Arterien hemmt.</li>
</ul>
<p>Kurz und gut: Dieser Rezeptor ist für viele Effekte verantwortlich, die man jahrelang schon dem Zink zuschreibt. Man könnte also festhalten:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Zink regeneriert und macht frischer, jugendlicher – via GPR39.</strong></p>
<p>Finde ich gut. Die Forscher sehen das natürlich ein bisschen anders – und in jeder Studie dazu liest man, dass Zink ja ganz nett sei, aber ein therapeutischer, medikamentöser Ansatz natürlich viel besser. Natürlich.</p>
<h2>Wie sieht es mit dem Proof of principle aus?</h2>
<p>Doch hilft Zink auch im wahren Leben?</p>
<p>Ob Zink eine Rolle bei der Thymusatrophie bzw. der Thymusregeneration spielt, lässt sich testen. Zum Beispiel am armen, unterernährten Kindern. Dort wurde folgendes gezeigt (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/72960/">Q</a>):</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">Acht kürzlich unterernährte Kinder, die mit Zink supplementiert wurden, zeigten eine röntgenologisch beurteilte Zunahme der Thymusgröße. Es wird vermutet, dass Zinkmangel eine Rolle bei der Thymusatrophie und bei Infektionen im Zusammenhang mit Unterernährung spielen könnte.</p>
</blockquote>
<p>Aha. In Menschen scheint die konkrete Zinkverfügbarkeit also sogar schon im Kindesalter eine Rolle bei der Funktionsfähigkeit der Thymusdrüse zu spielen.</p>
<p>Darüber hinaus testete dieselbe Arbeitsgruppe, die die Eingangsstudie oben durchgeführt hat, eine Hochdosis-Zinkgabe (150 mg/Tag) an Patienten, die eine Stammzelltransplantation erhalten haben und als Folge auf eine schnelle Regeneration des Immunsystems angewiesen sind. <strong>Mit dem Ergebnis, dass T-Zellen sich schneller erholten und Marker für die Thymusfunktion deutlich besser waren als in der Kontrollgruppe ohne Zink</strong> (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29747074/">Q</a>).</p>
<p>Und wie sieht es im Alter aus? Beim &#8222;natürlichen&#8220; Abdanken der Thymusfunktion? Hier gibt es mehrere spannende Experimente. Zunächst einmal muss man wissen (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8582782/">Q</a>):</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">Mit fortschreitendem Alter verringert sich der Zinkpool allmählich, wie die niedrigen Zinkplasmaspiegel und die negative Zinkbilanz sowohl beim Menschen als auch bei Nagetieren zeigen. <strong>Es wurde vermutet, dass ein solcher Zinkmangel an vielen altersbedingten immunologischen Funktionsstörungen, einschließlich der Thymusinsuffizienz, beteiligt sein könnte.</strong></p>
</blockquote>
<p>Stimmt. Wurde erst neulich in einer neuen deutschen, von <a href="https://www.instagram.com/p/CkqC73Ws5BO/?hl=de">uns besprochenen Studie</a> der RWTH Aachen gezeigt: <strong>70 % der untersuchten alten Menschen (85 Jahre) hatten dort einen Zinkmangel.</strong> Und die Forscher dieser wichtigen Studie zeigten, dass <span style="text-decoration: underline;">IL-4</span>, auch ein Wachstumsfaktor der T-Zellen, strikt von Zink abhängig ist.</p>
<p>Die Forscher konnten sogar zeigen, dass lediglich 10 mg gut bioverfügbares Zink ausreichte, um die Zinkspiegel dieser älteren Menschen zu normalisieren und die IL-4-Werte gleich mit. Was natürlich weitreichende, positive Konsequenzen für das Immunsystem hat.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Jetzt der Punkt:</span> Zink und IL-4 nämlich sind genau jene beiden Faktoren, die in einer <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35138640/">Tierstudie</a> die komplette Funktionalität des T-Zell-assoziizierten Immunsystems wiederherstellen konnten – <strong>inklusive einer Abschwächung der Thymusatrophie</strong>.</p>
<h2>Gesunder Thymus mit Zink</h2>
<p>Also, wie ist das jetzt? Muss man im Alter mit einem kaputten, verfetteten Thymus und einer schwachen Immunfunktion durch die Gegend laufen, oder nicht?</p>
<p>In einer sensationellen Studie – leider nur Tierstudie – schafften Forscher Klarheit: <strong>Gibt man alten Mäusen Zink,</strong> <strong>führt das nach nur einem Monat zu Zinkwerten wie bei Jungtieren und zu einer &#8222;vollständigen Erholung der Thymusfunktion mit einem Nachwachsen des Organs&#8220;</strong>, verbunden mit einer partiellen Wiederherstellung der Immuneffizienz, gemessen z. B. an der Aktivität der natürlichen Killerzellen (NK).</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Zink lässt den atrophierten Thymus alter Tiere wieder wachsen!</strong></p>
<p>Die Forscher folgern:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">Diese Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung von Zink für die Effizienz des Immunsystems und deuten darauf hin, dass die altersbedingte Thymus-Involution und die peripheren immunologischen Dysfunktionen keine intrinsischen und irreversiblen Ereignisse sind, sondern weitgehend von einem veränderten Zinkpool abhängen.</p>
</blockquote>
<p>Wahnsinn. Dieses Zitat müsste man ausdrucken und in jedem Zimmer eines jeden Altenheims anbringen. Viele altersbedingte Anomalien des Immunsystems scheinen nämlich alles andere als ein Schicksal zu sein, sondern sind offenbar hausgemacht. Durch einen Zinkmangel.</p>
<figure id="attachment_321698" aria-describedby="caption-attachment-321698" style="width: 404px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-321698 " title="Bildschirmfoto 2022 11 15 um 15.57.11" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/11/Bildschirmfoto-2022-11-15-um-15.57.11-808x1024.png" alt="Bildschirmfoto 2022 11 15 um 15.57.11" width="404" height="512" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/11/Bildschirmfoto-2022-11-15-um-15.57.11-808x1024.png 808w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/11/Bildschirmfoto-2022-11-15-um-15.57.11-237x300.png 237w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/11/Bildschirmfoto-2022-11-15-um-15.57.11-768x974.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/11/Bildschirmfoto-2022-11-15-um-15.57.11-1211x1536.png 1211w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/11/Bildschirmfoto-2022-11-15-um-15.57.11.png 1456w" sizes="auto, (max-width: 404px) 100vw, 404px" /><figcaption id="caption-attachment-321698" class="wp-caption-text"><strong><em>Gut zu erkennen: Aktives Thymusgewebe (dunkel gefärbt) ist bei jungen Mäusen (A) reichlich vorhanden. Bei alten Mäusen ist kaum noch aktives Gewebe zu sehen (B). Bei alten Mäusen, die Zink bekommen, ist wiederum reichlich aktives Thymusgewebe zu finden (C). </em></strong></figcaption></figure>
<p>Die Forscher dieser Studie finden noch was anderes heraus. Sie zeigten nämlich, dass auch Thymulin, ein zinkabhängiges Protein, das vom Thymus ausgeschüttet wird, bei Ergänzung der alten Mäuse in seiner Aktivität bzw. im Blut anstieg. Funktionen von Thymulin:</p>
<ul>
<li>Stimulation von Immunzellen (vor allem T-Zellen).</li>
<li>Wechselwirkung mit mit der Hypothalamus-Hypophysen-Achse, also Hormonwirkung noch dazu.</li>
<li>Plus: Es scheint neuroprotektiv und entzündungshemmend im ZNS zu wirken.</li>
</ul>
<p>(Quelle: engl. Wikipedia)</p>
<p>Das erledigt Zink also gleich mit.</p>
<h2>Abschließende Worte</h2>
<p>Vielleicht denkt der eine oder andere weiter. An die Folgen von Infektionen ;-). Daran, dass sich der Körper erholen muss – und er dafür Rohstoffe braucht, also z. B. Zink. Der aktive Zinkpool des Menschen ist klein, die Mobilisation aus dem Gesamtbestand, z. B. aus dem Muskel oder der Bauchspeicheldrüse, ist aus guten Gründen sehr langsam. Engpässe ergeben sich schnell.</p>
<p>Wie viel Zink? Ich würde mich bei 10-20 mg zusätzlich einpendeln. Nicht mehr, weil Effekte sich darüber hinaus auch umkehren können. Und das will niemand. Ausnahmen dürfen, wie immer, Therapien sein. Die müssten aber dann besser in Absprache mit dem Arzt durchgeführt werden.</p>
<p>Selbst nach all denen vielen Jahren brenne ich noch für das Thema. Mikronährstoffe und Nahrungsergänzungsmittel werden nach wie vor nicht selten belächelt. Die Inhalte eines solchen Artikels zeigen wunderbar auf, was sie eigentlich leisten könnten, auch für die ganze Gesellschaft.</p>
<p>Deshalb edubily.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/zink/unglaubliches-zink/">Unglaubliches Zink</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Newsletter: 3 Gründe für Zink</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/zink/newsletter-3-gruende-fuer-zink/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2020 12:23:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zink]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Newsletter vom 20.01.19 Heute mal ausnahmsweise kein langatmiges Geschwurbel oder komplizierte Sachverhalte, sondern … drei “banale” Gründe, warum ich auf meinen Zink-Haushalt achte. Ich freue mich so sehr auf das neue Springer-Buch, weil ich dort, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p dir="ltr"><strong><em>Newsletter vom 20.01.19</em></strong></p>
<p dir="ltr">Heute mal ausnahmsweise kein langatmiges Geschwurbel oder komplizierte Sachverhalte, sondern …</p>
<p dir="ltr" style="text-align: center;"><strong>drei “banale” Gründe, warum ich auf meinen Zink-Haushalt achte.</strong></p>
<p dir="ltr">Ich freue mich so sehr auf das neue Springer-Buch, weil ich dort, sozusagen als Vorwort des Hormon-Kapitels, etwas genauer auf Zink eingehe. Auf dieses wundervolle Element.</p>
<p dir="ltr">Da steht zum Beispiel, dass Zink nach Eisen das zweithäufigste Spurenelement im Körper ist, das im Grammbereich im Körper vertreten ist. Zieht man Eisen aus dem Hämoglobin ab, ist Zink sogar das häufigste Spurenelement!</p>
<p dir="ltr">Hier der exklusive <a href="https://www.amazon.de/Gesundheit-optimieren-Leistungsf%C3%A4higkeit-steigern-Biochemie/dp/3662582309/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=Chris+Michalk&amp;qid=1599653665&amp;sr=8-1">Auszug aus dem Buch</a>:</p>
<div class="page" title="Page 82">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p style="padding-left: 40px;">Bevor wir zum praktischen Aspekt kommen und die Wirkung einiger Hormone und wichtiger Botenstoffe erklären, müssen Sie eine wichtige Sache verstehen: Viele Hor­mone, vor allem Steroidhormone (z. B. Testosteron), die Retinsäure (aus Vitamin A), das Calcitriol (aus Vitamin D) oder Schilddrüsenhormone, können nur wirken, wenn ausreichende Zinkmengen in den Zellen vorliegen.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Alles in diesem Buch dreht sich auch um Mikronährstoffe. Zink gehört zu diesen essenziellen Mikronährstoffen. Zieht man Eisen aus dem Hämoglobin ab, ist Zink das häufigste Spurenelement im menschlichen Körper, Teil von über 300 Enzymen (Cole­ man 1992). Wie Eisen liegt auch Zink im Bereich von 2–4 g vor. Zum Vergleich: Der Gesamtkörperbestand des dritthäufigsten Spurenelements, Kupfer, beläuft sich auf ledig­lich 100 mg. Zink ist sehr wichtig für uns.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Zink ist auch deshalb besonders wichtig für uns, da der Körper – im Gegensatz zu Eisen – über keine großen, rasch mobilisierbaren Reserven verfügt. Das Zink, das schnell verfügbar ist, beläuft sich lediglich auf 100–200 mg. Einige Organe wie die Bauchspeicheldrüse, die Niere oder die Milz können Zink rasch abgeben – der über­ wiegende Anteil des Zinks findet sich allerdings in der Muskulatur und in den Kno­chen, wo es nur sehr langsam mobilisiert werden kann. Das bedeutet, dass der Zugriff auf diese Zinkreserven nicht zügig genug erfolgt, um eine suboptimale Zinkzufuhr zu kompensieren. Aufgrund dieser Eigenart (große Zinkreserven, tatsächlich nutzbar nur ein kleiner Teil), ergeben sich rasch Mangelerscheinungen, wenn die tägliche Zinkzu­fuhr nicht stimmt.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Zink hat in etlichen chemischen Reaktionen seine Finger im Spiel. Es ist Bestand­ teil einer enormen Menge an verschiedensten Enzymen. Es ginge zu weit, sämtliche Funktionen im Detail zu besprechen. Damit Sie die Tragweite verstehen, ein passendes Beispiel: Hormone haben einen Hormonrezeptor in den Zellen. An diesen docken sie an. Dieser Hormonrezeptorkomplex wandert zur DNA – und tritt dort in Wechsel­wirkung mit ihr. Erst durch diese Wechselwirkung können die entsprechenden Gene durch das jeweilige Hormon angeschaltet werden.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Der Punkt ist: Diese Hormonrezeptoren (sind auch Proteine) haben ganz oft Zinkio­nen gebunden. Das trifft auf ganze viele Proteine zu, die mit der DNA in Wechsel­wirkung stehen, denn Zink stabilisiert die DNA­Protein­Wechselwirkung. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das, dass Hormone ohne Zink nicht wirken können.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Im Allgemeinen ist Zink in fast allem involviert, was mit Proteinen zu tun hat. Es hilft Proteinen, an die DNA zu binden. Es hilft Proteinen, sich korrekt zu falten und mit anderen Proteinen zu reagieren (Dimerisierung), es reguliert die Proteinbildung an sich auf zellulärer und hormoneller Ebene. Zink reguliert deshalb, zusammengefasst, sämtli­che Prozesse, die mit Wachstum zu tun haben. Deshalb kann man mit Zinkmangel den Körper klein halten (vgl. MacDonald 2000).</p>
</div>
</div>
</div>
<p dir="ltr">Doch jetzt zu den drei Gründen:</p>
<ol>
<li dir="ltr">
<p dir="ltr">Zink hat einen sehr starken Einfluss auf die Bildung von Geschlechtshormonen. Ein Zink-Abfall kann Testosteron-Werte <strong>vierteln</strong>! Vierteln!</p>
</li>
<li dir="ltr">
<p dir="ltr">Zink ist Bestandteil eines der wichtigsten Antikrebs-Proteine, die wir im Körper haben: p53. Dieses Protein ist ein Zink-Protein! Nur mit Hilfe von Zink kann <strong>p53</strong> an die DNA binden und so die Genregulation beeinflussen.</p>
</li>
<li dir="ltr">
<p dir="ltr">Viele wichtige Proteine, die mit der DNA welchselwirken, nutzen Zink, um an der DNA binden zu können. Viele dieser Proteine heißen deshalb auch “<strong>Zinkfingerproteine</strong>”. Deshalb haben z. B. Hormonrezeptoren, etwa der Vitamin-D-Rezeptor, Zink-Ionen gebunden, damit sie überhaupt wirken können! Vereinfacht ausgedrückt: Ohne Zink wirken Hormone nicht.</p>
</li>
</ol>
<p dir="ltr">Viele dieser Erkenntnisse verdanken wir <em>dem</em> Zink-Forscher: Ananda Shiv Prasad. Geboren 1928. Wer etwas zu Zink lernen will, schaut sich mal <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=Prasad%20AS%5BAuthor%5D&amp;cauthor=true&amp;cauthor_uid=22664333">seine Publikationsliste bei Pubmed an.</a></p>
<p dir="ltr">In unserem Blog findet man zahlreiche Artikel zum Thema Zink. Übrigens auch <a href="https://genetisches-maximum.de/2016/11/phytinsaure-zink-aufnahme/">einen interessanten Artikel</a>, der darauf hinweist, dass</p>
<ul>
<li dir="ltr">
<p dir="ltr">die Zink-Menge im Körper nicht linear ansteigt bei steigender Zink-Zufuhr (wichtig!)</p>
</li>
<li dir="ltr">
<p dir="ltr">und dass die Phytinsäure extrem potente Hemmeffekte zeigt, wenn es darum geht, genug Zink in den Körper zu bekommen.</p>
</li>
</ul>
<p dir="ltr">Empfehlen wir die Zink-Zufuhr per Nahrungsergänzungsmittel? Nicht zwingend. Zwar weisen <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22483512">einige Wissenschaftler</a> darauf hin, dass der Erfolg bei Zink-Behandlung der Goldstandard zur Beurteilung eines möglichen Defizits bleibt. Allerdings sollte man nicht ins Blaue hinein supplementieren – und wir sind Freunde &#8230;</p>
<p dir="ltr" style="text-align: center;"><strong>der richtigen Ernährungsform.</strong></p>
<p dir="ltr">Was das bei Zink bedeutet, kann man schnell verstehen: Zinkreiche, Phytinsäure-arme Kost. Also Fleisch … und einige Meeresfrüchte wie Austern.</p>
<p dir="ltr">Dann ist auch das p53 glücklich.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/zink/newsletter-3-gruende-fuer-zink/">Newsletter: 3 Gründe für Zink</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Zu wenig Zink: Dauerkrank, antriebsarm, schlechter Schlaf</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/zink/zink-mangel-schlaf-depression-krank-melatonin-wachstumshormon/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Mar 2019 09:36:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zink]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=11830</guid>

					<description><![CDATA[<p>In einer hübschen Studie zum Thema Schlaf steht geschrieben: Eine der bisher unerwartetsten Funktionen von Zink könnte in der Regulierung des Schlafes liegen, einer wesentlichen physiologischen Funktion, die das gesamte Tierreich teilt. Während die Mechanismen, [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/zink/zink-mangel-schlaf-depression-krank-melatonin-wachstumshormon/">Zu wenig Zink: Dauerkrank, antriebsarm, schlechter Schlaf</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5713303/">einer hübschen Studie</a> zum Thema Schlaf steht geschrieben:</p>
<blockquote><p>Eine der bisher unerwartetsten Funktionen von Zink könnte in der Regulierung des Schlafes liegen, einer wesentlichen physiologischen Funktion, die das gesamte Tierreich teilt. Während die Mechanismen, mit denen Zink den Schlaf reguliert, unklar bleiben, ist mit einem schnellen Fortschritt bei der Aufklärung zu rechnen.</p></blockquote>
<p>&#8230; weil &#8230;</p>
<blockquote><p>oral verabreichtes Zink die Menge und die Qualität des Schlafes bei Mäusen und Menschen erhöht.</p></blockquote>
<p>Aha!</p>
<p>Heute machen wir mal was Interessantes. Heute zeigen wir mal eine Art &#8222;biochemische Kettenreaktion&#8220; oder auch: &#8222;negative Abwärtsspirale&#8220;.</p>
<h2>Der Nenner heißt Zink</h2>
<p>Wer kennt es nicht? Man hat einen Infekt. Das macht einen schlecht gelaunt, irgendwie verstimmt – entweder man ist so k. o., dass einem nichts anderes bleibt, außer sich schlafen zu legen &#8230; oder: man wird gar nicht mehr müde abends.</p>
<p>Übrigens: So was ähnliches gibt&#8217;s auch ganz ohne Infekt. Dann heißt es: Ich bin gestresst, schlecht gelaunt und kann abends nicht schlafen – oder nur schlecht schlafen.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Das alles hat einen gemeinsamen Nenner, der Zink heißt. </strong></p>
<h2>Infekte machen Zink-Mangel &#8230; schnell!</h2>
<p><a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5490603/">In einer anderen Studie</a> finden wir den interessanten Hinweis:</p>
<blockquote><p>Der Gesamtzinkgehalt im menschlichen Körper beträgt 2-4 g, bei einer Plasmakonzentration von 12-16 μM[2]. Obwohl es sich um einen kleinen Plasma-Pool handelt, ist er schnell austauschbar und mobil. <strong>Eine ausreichende tägliche Aufnahme von Zink ist notwendig, um einen stabilen Zustand aufrechtzuerhalten, da der Körper im Gegensatz zu Eisen über kein spezielles Zinkspeichersystem verfügt.</strong> Die höchsten Konzentrationen von Zink finden sich in den Muskeln, Knochen, Haut und Leber[7,8].</p></blockquote>
<p>Da steht das, was man in vielen anderen Studien zum Thema Zink findet: Der tatsächlich verfügbare Zink-Pool ist sehr klein und deshalb ist der Körper auf eine tägliche, ausreichende Zufuhr angewiesen, sonst verarmen diese kleinen Pools sehr schnell.</p>
<p>&#8230; Zum Beispiel bei einem Infekt:</p>
<blockquote><p>Die Plasma-Zink-Konzentrationen sinken während der akuten Phase der Reaktion auf verschiedene Reize wie Stress, Infektion und Trauma schnell.</p></blockquote>
<p>Warum? Weil der Körper das Zink z. B. in Immunzellen pumpt, die z. B. sehr rasch Antikörper (aus Eiweiß) basteln müssen.</p>
<h2>Wenig Zink macht depressiv &#8230; und schlechten Schlaf</h2>
<p>Dann geht&#8217;s los. Die Infektion wird zum Zink-Räuber – Zink wird aus sämtlichen Systemen abgezogen, damit die Immunzellen damit arbeiten dürfen.</p>
<p>Zink fehlt dann natürlich in bestimmten Hirnbereichen, <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5337390/">was als Folge zur Verstimmung führt</a>:</p>
<blockquote><p>Zinkmangel erzeugt einen depressiven und angstähnlichen Phänotyp[22-24, 66, 67].</p></blockquote>
<p>Viel mehr noch, der Zink-Mangel raubt uns auch jenen Neurotransmitter, der uns müde und Tiefschlaf machen soll, wir sprechen von <strong>Melatonin</strong>:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-11838 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2019/03/Bildschirmfoto-2019-03-18-um-21.21.01.png" alt="" width="745" height="268" /></p>
<p><a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14708876">Tierstudie</a>, da steht:</p>
<ul>
<li>Anheben des Zink-Werts von 120 (Kontrollgruppe) auf 205 mcg/dl (Zink-Gruppe) resultiert in einer Melatonin-Erhöhung von 19,3 pg/dl auf 75,5 pg/dl. Also mehr als dreimal so viel Melatonin bei viel Zink.</li>
<li>Halbiert man den Zink-Wert hingegen, halbiert man quasi auch die Melatonin-Werte.</li>
</ul>
<p>Der Grund hierfür könnte nach derzeitigem Stand sein, dass Zink ein Enzym reguliert, das Serotonin (&#8222;Glückshormon&#8220;) via Acetyl-Serotonin zu Melatonin (&#8222;Schlafhormon&#8220;) umsetzt (s. Abbildung).</p>
<p><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2019/03/Bildschirmfoto-2019-03-19-um-10.27.34.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-11858 " src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2019/03/Bildschirmfoto-2019-03-19-um-10.27.34.png" alt="" width="713" height="536" /></a></p>
<p>(Vielleicht sollte man ganz kurz über diese Zusammenhänge nachdenken, bevor man weiterliest!)</p>
<p>So &#8230; Und was macht &#8222;wenig Melatonin&#8220;? Genau &#8230; wenig Tiefschlaf. Und wenig Tiefschlaf heißt wenig Wachstumshormon (GH; Somatropin), was wiederum &#8222;schwache Regeneration&#8220; heißt. Inklusive Immunsystem. Inklusive Psyche.</p>
<p>Das kann man sogar bei Wikipedia nachlesen:</p>
<blockquote><p>Die melatonininduzierte Tief<a class="mw-redirect" title="Schlafphase" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schlafphase">schlafphase</a> stimuliert die Ausschüttung des Wachstumshormons <a title="Somatropin" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Somatropin">Somatropin</a>. Entsprechende chronische Störungen führen zur vorzeitigen <a title="Somatopause" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Somatopause">Somatopause</a>. Weitere wichtige Melatonineffekte liegen in seiner Wirkung als <a title="Antioxidans" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Antioxidans">Antioxidans</a>.</p></blockquote>
<p>Deshalb:</p>
<blockquote><p>Mehrere Studien, vor allem mit Patienten mit GH-Mangel, haben eine entscheidende Rolle von GH sowohl für das <strong>geistige als auch für das emotionale Wohlbefinden und die Aufrechterhaltung eines hohen Energieniveaus</strong> nahegelegt. Erwachsene mit GH-Mangel haben oft eine höhere Depressionsrate als Menschen ohne.</p></blockquote>
<p>Da kommt dann eins zum anderen, wie so oft im Leben. Wenig Zink ist im Endeffekt auch &#8222;wenig Wachstumshormon&#8220;. Aber viel schlimmer noch: Selbst wenn genug Wachstumshormon in der Nacht da ist, <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10801966">kann das nur wirken, wenn zeitgleich genug Zink da ist</a> &#8230;</p>
<p style="padding-left: 30px;">Und, doppelt dumm: Wenig Zink, viel Infekt, heißt viel Entzündung, bedeutet: Tryptophan, das normalerweise in Serotonin (&#8222;Glückshormon&#8220;) und Melatonin (s. o.) umgesetzt wird, wird dann zu Kynurenin umgebaut – und fehlt dann beim Glücklichmachen (Serotonin) und Gutschlafen (Melatonin).</p>
<h2>Die Lösung bei Infekten</h2>
<p>Die Idee zur Abhilfe hat mir <a href="https://www.facebook.com/patricheizmann/">Patric Heizmann</a> geschickt. Sollte man kennen. Der meint:</p>
<blockquote><p>Sobald eine Erkältung kommt &#8230; alle zwei Stunden 25 mg Zinkhistidin + 1 g Vitamin C (am besten gepuffert), so lange, bis man das Gefühl hat, dass die Erkältung wieder abklingt.</p></blockquote>
<p>Und dafür gebe es &#8222;sehr viel positives Feedback aus meiner Community&#8220;. Das glaube ich sofort.</p>
<p>Kann das giftig werden? Der sehr bekannte &#8222;Zink-Biochemiker&#8220; <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5183570/">Dr. Vallee meint dazu</a>:</p>
<blockquote><p>Tatsächlich ist Zink das einzige (essentielle) Element, das sich im Wesentlichen als ungiftig erwiesen hat.</p></blockquote>
<p>(Doch Vorsicht, wir empfehlen <strong>selbstverständlich, maximal 15 mg pro Tag einzunehmen. ;-) ) </strong></p>
<p><strong>Zink ist ein Nadelöhr, wirklich!</strong></p>
<p>PS: Schöne Grüße an dieser Stelle an meine Lieblingstante aus Frankreich, mit der ich neulich sehr gute Fines-de-Claire-Austern geschlürft habe! :-)</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/zink/zink-mangel-schlaf-depression-krank-melatonin-wachstumshormon/">Zu wenig Zink: Dauerkrank, antriebsarm, schlechter Schlaf</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Weißes Sperma: So geht&#8217;s</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/zink/richtig-dickes-weisses-sperma-so-gehts/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Aug 2017 22:50:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zink]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Liebe Damen, das Folgende vielleicht einmal kurz überlesen &#8230; Liebe Herren, mal Butter bei die Fische: Wie sieht denn euer Sperma eigentlich so aus? Wie die Joghurt-Sauce vom Dönermann an der Ecke oder wie ein [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Damen, das Folgende vielleicht einmal kurz überlesen &#8230;</p>
<p>Liebe Herren, mal Butter bei die Fische: Wie sieht denn euer Sperma eigentlich so aus? Wie die Joghurt-Sauce vom Dönermann an der Ecke oder wie ein leicht trübes Sprite?</p>
<h2>Weißes Sperma: Warum ist mein Sperma nicht weiß?</h2>
<p>Der Erfahrung nach hängt das mit genau zwei Dingen zusammen:</p>
<ul>
<li>Wie oft ejakuliert wird</li>
<li>Wie viel &#8222;Druck&#8220; das Gehirn dem Gebilde da unten macht</li>
</ul>
<p>Das Gegenteil ist auch wahr: Jungs haben zu Beginn der Pubertät oft sehr klares Sperma. Das sind halt noch kleine Baby-Männer.</p>
<p>Schon das Doktor-Sommer-Team weist darauf hin, dass die Farbe direkt damit zusammenhängt, wie viele Samenzellen im Ejakulat enthalten sind. Wir brauchen eigentlich gar nicht groß darüber zu philosophieren. Enthält das Ejakulat weniger Samenzellen, wird sich das direkt in Form der Fruchtbarkeit des Mannes zeigen. Das Gegenteil aber ist oder sollte das Ziel eines Mannes sein, zumindest, wenn er Kinder zeugen möchte.</p>
<p>Wenn das Sperma konstant frühpubertäre Eigenschaften aufweist, die Libido sich nur noch als armseliges Hinterhof-Kopfkino zeigt und keine Frau (oder Mann) der Welt mehr attraktiv erscheint, dann hat man irgendwo ein Problem.  Klar, die ganze &#8222;reproduktive Achse&#8220; hängt ja irgendwie zusammen. Gibt es also irgendwo ein schwaches Glied, wird die ganze Kette schwach.</p>
<p>So, was macht man da? Zum Arzt gehen? Oder gar direkt zur Paartherapeutin?</p>
<p>Wer mal eine Sekunde darüber nachdenkt, dass wir ein paar Bausteine essen müssen, damit der Chemiebaukasten Mensch funktioniert, wird, natürlich (was sonst?), genau dort zunächst nach einer Lösung suchen. Mehr als nicht helfen kann es nicht.</p>
<p>Man kann es ganz kompliziert machen &#8212; oder mal ganz einfach denken.</p>
<p>Schon im Grundlagenkurs sprachen wir darüber, dass Vitamine durchaus wichtig sind. Allen voran die Vitamine, die selbst zu Hormonen werden, also Vitamin D und Vitamin A. Dass auch Vitamin E und Vitamin K die Fähigkeit zur Reproduktion regulieren, weiß man schon seit Jahrzehnten. Wir nehmen das nur nie so richtig ernst.</p>
<p>Oft viel wichtiger aber sind Spurenelemente. Wir nehmen so minimale Mengen zu uns, oft im niedrigen Milligrammbereich, und dennoch zeigen sie so profunde Wirkungen.</p>
<p>Was die Sperma- und Samen-Qualität angeht, das kann jeder mal in der Pubmed-Suche checken, zeigen Zink, Selen, Kupfer usw. einen Einfluss. Also quasi alle. Das hat dazu geführt, dass bei solchen Problemchen immer sofort Zink empfohlen wird.</p>
<p>Ob sich das bei jedem dann so äußert?</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Nach einer Woche , war ich kommplett überrascht : die SPERMA MENGE hat sich um das Doppelte erhöht das ist kein Scheiss!! Es sprudelte nur so und war echt geil!! so richtig Dick und Weiß unglaublich!!!</p>
<p>Autor unbekannt, (keine Fake-)Rezension zu Zink.</p></blockquote>
<p>Dass ich gerade ein wenig schmunzle, versteht sich von selbst. :-) Man stelle sich nur mal vor, so wäre das bei einem selbst!</p>
<p>Neulich schreibt mich jemand an. Ob ich ihm helfen könne. Die meisten wissen ja, dass wir gerne helfen, solange wir kein Onkologe spielen müssen. Alles klar. Um was geht&#8217;s?</p>
<blockquote>
<h2 style="text-align: left;">&#8222;Sperma wird nicht mehr weiß!&#8220;</h2>
</blockquote>
<p>Er habe schon alles mögliche probiert. Zink und so weiter. Hilft nichts!</p>
<p>Da dachte ich mir &#8230; Was ist mit <strong>Mangan</strong>?</p>
<p>Zumindest bei Tieren (Schaf, Ziege, Ratte usw.) ist es bekannt, dass Mangan die Reproduktionsfähigkeit reguliert. Es lagert sich im Hypothalamus ein und stimuliert dort die LH-Sekretion. Beim Mann stimuliert dieses LH dann die Testosteron-Produktion im Hoden. Darüber hinaus wurde gezeigt, dass Mangan dosisabhängig auch die FSH-Ausschüttung stimuliert, was einhergeht mit einer erhöhten Spermien-Produktion. Außerdem ist lange bekannt, dass eine marginale Mangan-Zufuhr dazu führt, dass Tiere sich nicht mehr verpaaren. Forscher folgern:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Mangan wirkt zentral (im ZNS), aktiviert dort die Ausschüttung von Geschlechtshormonen und reguliert dadurch auch die pubertäre Entwicklung. </strong></p>
<p>Da fragt man sich zwangsläufig oft: Wie kann man so essentielle Aussagen, im wahrsten Sinne, oft nicht wahrnehmen? Noch darüber schmunzeln? Weil wir keine &#8222;Tiere&#8220;, sondern &#8222;Menschen&#8220; sind? Mir ist diese unnötige Diskussion schon lange egal, weil die Kosten-/Nutzen-Rechnung sowieso in jedem Falle aufgeht.</p>
<p>Also hab ich&#8217;s empfohlen.</p>
<p>Zwei Wochen später:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Hey Chris, wollte dir nur eben Bescheid geben: Die letzten Nächte habe ich mich gefühlt wie zu Beginn meiner Pubertät. Unglaublich. &#8222;Feucht&#8220; waren die Träume zwar nicht, aber extrem lebhaft, wenn du verstehst ;-) Schwer beeindruckt hat mich allerdings mein so unglaublich kräftig aussehendes Sperma.</p>
</blockquote>
<p>&#8222;Unglaublich kräftig aussehendes Sperma&#8220; *lach*</p>
<p>Offen gesagt: Im Endeffekt ist es mir dann egal, ob es sich hierbei um einen netten Placebo-Effekt handelt oder nicht. Wenn wir ein Problem haben, haben wir oft gar nichts zu verlieren. Ausprobieren lohnt sich in vielen Fällen.</p>
<p>In jeder Sekunde deines Lebens laufen Abermillionen chemische Reaktionen in deinen Zellen ab. Bei den einen vielleicht zu 100 %, bei den anderen mit 50 %, 25 % oder &#8230; Noch mal: Wer mir das nicht glaubt, okay, der kann vielleicht noch mal Bruce Ames nachlesen. Etwa wie <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24558199">Vitamin D die Serotonin-Synthese im Gehirn reguliert</a>. Oder, wie das <a href="https://genetisches-maximum.de/mikronaehrstoffe/das-wichtigste-thema-mikronaehrstoffe-video-mit-bruce-ames/">Anti-Krebs-Protein p53 nur dank Zink funktioniert</a>.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Das gilt natürlich auch für die Reproduktion.</strong></p>
<p>PS: Nicht wieder übertreiben. Forscher schätzen den tatsächlichen Mangan-Bedarf auf etwa 4 mg. Denn das braucht es, damit eine positive Mangan-Bilanz im Körper entsteht. Wer sich also mit 2 x 2 mg Mangan herantastet, hat schon viel getan. Bloß nicht wieder mit der Brechstange kommen und &gt; 10 mg kloppen.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/zink/richtig-dickes-weisses-sperma-so-gehts/">Weißes Sperma: So geht’s</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Von Individualisierung und krankmachendem Zink-Mangel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Apr 2017 11:40:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zink]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Worauf ich am meisten stolz bin? Darauf, dass viele edubily-Leser so weit selbstständig sind, dass sie erkennen, dass Ernährung in Zukunft nur noch über Individualisierung gesteuert wird. Du bist du Der erste Schritt dahin ist, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Worauf ich am meisten stolz bin? Darauf, dass viele edubily-Leser so weit selbstständig sind, dass sie erkennen, dass Ernährung in Zukunft nur noch über Individualisierung gesteuert wird.</p>
<h2>Du bist du</h2>
<p>Der erste Schritt dahin ist, zu erkennen, dass wir dafür unser klassisches Konzeptdenken über Bord werfen müssen. Zu erkennen, dass jeder Körper (leicht) andere Bedürfnisse hat und es niemals ein <em>one size fits all</em> geben wird. Zu erkennen, dass Individualisierung bedeutet, dass wir gewisse Stoffe ergänzen <strong>müssen</strong>. Zu erkennen, dass Mäßigung der Schlüssel ist und die eigene Biologie keine chronischen Extreme mag.</p>
<p>Viele von uns experimentieren wild an sich rum. Vielleicht so wie ich: solange, bis man ein Setting gefunden hat, das für einen selbst gut und dauerhaft funktioniert. Viele Neulinge verstehen nicht, dass das Monate, eher noch Jahre dauern kann. Dass anfängliche Erfolge oft gar keine sind und dass wirklicher, nachhaltiger Erfolg, oft viel, viel mehr von uns verlangt als wir zu Beginn überhaupt erahnen können.</p>
<p>Dies könnte in den nächsten Jahren um ein Vielfaches leichter werden. Firmen wie Vimeda (heute: Lykon) und 23andme werden den Markt revolutionieren und uns Möglichkeiten an die Hand geben, unsere eigene Ausstattung genauestens zu analysieren. Wer dank 23andme weiß, dass er ß-Carotin schlecht in Vitamin A umsetzt, der muss in Zukunft nicht mehr raten oder probieren &#8211; der weiß ab sofort: entweder ich esse einmal pro Woche Leber. Oder, ich kaufe Retinylpalmitat als Ergänzungsmittel von guten Firmen ;-)</p>
<p>Neulich las ich, dass aufgrund von Blutzucker-Reaktionen herausgefunden werden will oder kann, wie das Individuum auf verschiedene Kohlenhydratquellen reagiert. Dank der Ergebnisse kann man die besseren Entscheidungen treffen. Robb Wolf, ein bekannter Paläo-Autor, <a href="http://www.phoenixhelix.com/2017/04/15/episode-68-personalized-nutrition-with-robb-wolf/">soll in seinem neuen Buch sogar zu einer solchen Messung raten</a> und ausführlich darüber erzählen. Ich habe es noch nicht gelesen, vielleicht weiß jemand mehr.</p>
<blockquote><p>Kleiner Einschub. Solche Messungen könnten auch problematisch sein. Ich denke da an den dicken Günther (nein, nicht persönlich gemeint), der bei fünf Nudeln einen 200er-Blutzuckerwert erntet. An den Spurenelement-verarmten Durchschnittsdeutschen, der keine Scheibe Brot verträgt. Oder an den monatelang high fat lebenden Paläoist, der nicht versteht, wie die Zelle Glukose-Toleranz überhaupt steuert und urplötzlich von seiner mangelnden Insulinsensitivität überrascht wird.</p>
<p>Soll heißen: Insulinsensitivität und Glukosetoleranz sich nichts in Stein gemeißeltes und man muss sich vorher ein bisschen darum gekümmert haben.</p></blockquote>
<p>Fakt ist: Das ist die Zukunft.</p>
<h2>Zink-Mangel macht die Sau krank</h2>
<p>In Zukunft werden wir auch keinen Zink-Mangel mehr haben, weil wir den Zink-Status routinemäßig erfassen werden. So titelt die Ärztezeitung gerade: <strong><a href="http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/article/934038/oxidativer-stress-zinkstatus-wichtig-herzgesundheit.html">Zinkstatus wichtig für die Herzgesundheit</a>. </strong></p>
<p>Selbst dort setzt sich langsam durch, dass Biochemie einfach funktioniert. Fehlt Zink, bricht halt unser Antiox-System zusammen. Das sollte eigentlich jedem klar sein. Da es sich beim Antiox-System aber um ein Netzwerk handelt (wie immer), werden auch andere Teile in Mitleidenschaft gezogen &#8212; z. B. Glutathion oder Vitamin E. Deshalb ist es auch so dämlich, Glutathion steigern zu wollen, wenn man vergisst, dass das nur hilft, wenn das ganze Antiox-Netzwerk funktioniert.</p>
<p>Wir erinnern uns: Zink ist Bestandteil unserer Superoxiddismutasen, die Radikale entschärfen.</p>
<p>Doch lesen wir selbst:</p>
<blockquote><p><b>MÜNCHEN.</b> Der Zinkstatus im Körper beeinflusst auch das Herz. Tritt oxidativer Stress auf, ist womöglich ein Zinkmangel vorhanden, der sich am Herzmuskel ablesen lässt. Eine Studie der Technischen Universität München (TUM) zeigt den Zusammenhang des Gesamtgehaltes an Zink im Körper und der Herzgesundheit auf (<a href="http://jn.nutrition.org/content/early/2017/02/15/jn.116.240804.abstract" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">J. Nutr. 2017, online 15. Februar</a>), teilt die TUM mit. Es wurde Ferkeln für wenige Tage das Nahrungszink in unterschiedlichem Ausmaß vorenthalten. Parallel zum Zinkstatus nahm auch der Vorrat an Glutathion und Vitamin E im Herzmuskel ab. Eine Verschlechterung der Zinkversorgung beeinflusst früh die Fähigkeit des Herzens, mit oxidativem Stress umzugehen. Ebenso zeigte sich, dass Gene, die für die Apoptose verantwortlich sind, in dieser Phase des Zellstresses mit schwindendem Zink hochreguliert werden. &#8222;Der Organismus kann den entstandenen Zinkmangel nicht mehr ausgleichen, obwohl unsere Tests nur über wenige Tage liefen&#8220;, wird Erstautor Daniel Brugger vom Lehrstuhl für Tierernährung der TU München, in der Mitteilung zitiert. Eine Kompensation des Herzens wurde im weiteren Verlauf beobachtet: <strong>&#8222;Nach der ersten Phase, in der sich eine Reduktion der Herzzinkgehaltes zeigte, steuerte der Herzmuskel gegen und erhöhte den Zinkgehalt wieder auf das Ausgangsniveau. Dies geschieht zulasten der Zinkgehalte in anderen Organen – allen voran der Leber, Niere und des Pankreas.&#8220;</strong><i>(eb)</i></p></blockquote>
<h2>Die Triage-Theorie bleibt aktuell</h2>
<p>Den letzten Satz habe ich markiert. Warum? Weil es genau zeigt, warum wir in aller Regelmäßigkeit lesen: &#8222;Wenn jeder so einen Mangel hätte, dann müssten die doch alle sterben.&#8220; Eben nicht. Dafür sterben wir aber in 20, 30 Jahren an Herzinfarkt oder leben in der Zwischenzeit mit einem Körper, der eben keine Leistung bringt.</p>
<p>Bruce Ames nannte das &#8222;Triage-Theorie&#8220;, publiziert seitdem genau dazu. Der Körper versorgt die wichtigsten Organe (Gehirn, Herz, Hoden, Drüsen) bis zum Schluss, während alle anderen Gewebe längst verarmt sind. Im obigen Beispiel sind das &#8222;allen voran Leber, Niere und Pankreas&#8220;. Das bedeutet gleichzeitig, dass es eine große Spanne zwischen &#8222;Mangel&#8220; und &#8222;Optimal&#8220; gibt. <a href="http://www.bruceames.org/Triage.pdf">Gut zu studieren anhand von Selen und Vitamin K</a>.</p>
<p>Pankreas. Zink-Mangel in der Bauchspeicheldrüse. Ich wette, dass eine Pubmed-Suche ergeben würde, dass das langfristig Diabetes oder Insulinresistenz macht. Aber die Zusammenhänge sind zu einfach und zu logisch, als dass sich jemand dafür interessieren würde. Am wenigsten kommt es bei den Menschen an, die am ehesten davon profitieren würden. Die meckern lieber und wollen einfach nicht verstehen, dass das nichts mit &#8222;ist doch alles in der Nahrung drin&#8220; zu tun hat.</p>
<p>Wer heute nicht wenigstens ein niedrig dosiertes Multivitamin nimmt, der handelt fahrlässig. Denn das Ganze potenziert sich ja. Mal suboptimale Zink-Werte &#8230; Wenn der Rest stimmt, kann der Körper das sicher eine Zeit lang kompensieren. Leider ist ein Zink-Mangel häufig nur ein Marker dafür, dass wir sowieso Spurenelement-arm sind. Blöd nur, dass Kupfer, Selen, Mangan und Eisen selbst alle Bestandteile von wichtigen Antiox-Enzymen sind. Würde man das, wie oben, an Schweinchen testen, gäbe das ganz andere, viel gravierendere Resultate. Das sind dann wir. Die Menschen, die sich durchs Leben quälen und mit 50 an vollverkalkten Herzgefäßen sterben.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/zink/individualisierung-zink/">Von Individualisierung und krankmachendem Zink-Mangel</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Phytinsäure: Neues zur Zink-Aufnahme</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Nov 2016 12:10:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zink]]></category>
		<category><![CDATA[Phytinsäure]]></category>
		<category><![CDATA[Zinkmangel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Menschen wundern sich, wie die Mikronährstoff-Empfehlungen zustande kommen. Also in etwa: Wie viel Zink soll ich täglich zu mir nehmen? Nun, häufig sitzen da nicht irgendwelche Wissenschaftler beisammen und würfeln die Zahlen. Meistens ( [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Viele Menschen wundern sich, wie die Mikronährstoff-Empfehlungen zustande kommen. Also in etwa: Wie viel Zink soll ich täglich zu mir nehmen?</p>
<p style="text-align: justify;">Nun, häufig sitzen da nicht irgendwelche Wissenschaftler beisammen und würfeln die Zahlen. Meistens ( :-) ) denken die sich dabei sogar was. Nutzen ein paar mathematische Gleichungen, die auf verschiedenen Variablen basieren, z. B. auf der Zusammensetzung der Nahrung. Eine positive Auswirkung auf die Aufnahme hat bei Zink beispielsweise Protein bzw. Aminosäuren. Das hatten wir im <a href="https://genetisches-maximum.de/ueber-edubily/das-handbuch-wird-modern/">Handbuch</a> schon besprochen.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch besprochen hatten wir: Wer seinen Mikronährstoffhaushalt schnell aufbessern will, der sollte eine Zeit lang möglichst Phytinsäure-arm leben. <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/phytinsaeure-darmkrebs/">Phytinsäure</a> ist ein Inositol-Abkömmling mit sechs Phosphat-Gruppen. Diese Phosphat-Gruppen binden z. B. Magnesium, Calcium, Eisen oder Zink. Im Darm verhindert das die Aufnahme.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/11/Phytic_acid.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-8267 size-medium" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/11/Phytic_acid-300x152.png" alt="phytinsäure" width="300" height="152" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/phytinsaeure-darmkrebs/">Phytinsäure ist nicht per se schlecht</a>. Phytinsäure fischt überschüssiges Calcium aus den Geweben (z. B. den Arterien), schützt vor toxischer Eisen-Überladung, verbessert den Insulin-Haushalt und schützt massiv vor Krebs.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Jahr 2008 erschien eine spannende Arbeit, die wieder einmal der Frage nachging, wie Phytinsäure die Zink-Aufnahme beeinflusst. Dazu wurde ein mathematisches Modell herangezogen und viele verschiedene Daten ausgewertet.</p>
<p style="text-align: justify;">Schauen wir uns doch kurz folgende Abbildung an:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/11/nut1382363fig2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-8261 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/11/nut1382363fig2.jpg" alt="Phytat Aufnahme in der Nahrung" width="415" height="288" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">In der Mitte sehen wir zwei &#8222;Linien&#8220; &#8212; darunter steht einmal &#8222;Absorbed Zn = 3.8 mg (male)&#8220; und einmal &#8222;&#8230; = 3,2 mg (female)&#8220;. Das sind die Mengen, die wir täglich über unsere Darmschleimhaut katapultieren müssen, damit wir eine positive oder zumindest keine negative Zink-Bilanz aufweisen.</p>
<p style="text-align: justify;">Y-Achse steht für die Zink-Zufuhr via Nahrung und X-Achse der Nahrungsgehalt an Phytinsäure.</p>
<p style="text-align: justify;">Spannend jetzt: Bei 1000 mg Phytinsäure in der Ernährung, brauchen Männer schon etwa 18 mg Zink aus der Nahrung, damit sie es überhaupt auf 3,8 mg Zink schaffen, also eine positive Zink-Bilanz aufweisen. Bei 2000 mg sind wir schon bei über 25 mg. Bei 3000 mg Phytinsäure brauchen Männer über 35 mg.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist ziemlich beeindruckend, vor allem, wenn man sich mal anschaut, wie viel Zn wir zu uns nehmen müssten bei einer Phytinsäure-freien Ernährung: <strong>Etwa 9 mg bei Männern</strong>. Das ist nichts im Vergleich.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/11/nut1382363fig4.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-8262 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/11/nut1382363fig4.jpg" alt="Absorbiertes Zink und Phytinsäure Verhältnis" width="498" height="259" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Hier wird eben mal ein weit verbreiteter Irrglaube zerpflückt. Denn die Zink-Aufnahme ist kein linearer Prozess (so, wie wir uns immer alles vorstellen in unserem Maschinen-Denken), sondern ein Prozess, der sich sättigen lässt. Selbst bei 100 mg Zink-Zufuhr wird im besten Falle (also bei einer Low-Phytate-Ernährung) lediglich 6,4 mg Zink aufgenommen. Ein Wert, den man schon bei der Hälfte oder bei einem Drittel der Zufuhr erreicht. Mit anderen Worten: Das würde bedeuten, dass wir unser Geld in die Kanalisation spülen, 40 mg genauso effektiv wären wie 90.</p>
<p style="text-align: justify;">Das würde uns wieder einmal sehr schön vor Augen führen, wie wichtig der jeweilige (Ernährungs-)Kontext ist. Also: Bevor ich mich mit NEM zubombe, sollte ich halt kein Vegetarier oder Nuss-Liebhaber mehr sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Um das besser nachvollziehen zu können, hier noch mal eine Tabelle mit Phytat-Gehältern (aus dem Handbuch):</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/11/screenshot-static.webshopapp.com-2016-11-23-11-54-03.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-8263 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/11/screenshot-static.webshopapp.com-2016-11-23-11-54-03.png" alt="Phytatgehalt Lebensmittel Handbuch zu Ihrem Körper" width="450" height="336" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Also: Wer sich wie ein Paläo-Anfänger die Nuss-Kuchen reinhaut, der wird seinem Zink-Haushalt auch keinen Gefallen tun. :-)</p>
<p style="text-align: justify;">Referenz: Hambidge, K. M.; Miller, L. V.; Westcott, J. E. u. a. (2008): „<a href="http://jn.nutrition.org/content/138/12/2363.long" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Dietary Reference Intakes for Zinc May Require Adjustment for Phytate Intake Based upon Model Predictions</a>“. In: <i>Journal of Nutrition</i>. 138 (12), S. 2363-2366, DOI: 10.3945/jn.108.093823.</p>
<p style="text-align: justify;"><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/zink/phytinsaure-zink-aufnahme/">Phytinsäure: Neues zur Zink-Aufnahme</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Was T3- bzw. Zink-Mangel verursachen kann</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/zink/t3-bzw-zink-mangel-verursachen-kann/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jan 2015 15:54:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zink]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8230; können wir nachlesen im International Journal of Trichology (also nicht im Werbemagazin einer Ergänzungsmittel-Firma). Da geht eine 28-jährige zum Arzt und berichtet das Folgende: Haarverlust, sogar über den Augen Dünnes Haar Trocken-schuppige Haut Schwaches, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; können wir nachlesen im International Journal of Trichology (also nicht im Werbemagazin einer Ergänzungsmittel-Firma).</p>
<p>Da geht eine 28-jährige zum Arzt und berichtet das Folgende:</p>
<ul>
<li>Haarverlust, sogar über den Augen</li>
<li>Dünnes Haar</li>
<li>Trocken-schuppige Haut</li>
<li>Schwaches, energieloses Dasein (Depression)</li>
<li>keinen Appetit</li>
<li>Mondgesicht (aufgedunsenes Gesicht)</li>
</ul>
<p>Wenn einer von euch so etwas aufzählen würde, würde mir sofort <strong>Proteinsynthese</strong> in den Sinn kommen. Einige von den Buchlesern haben die Wichtigkeit &#8211; glaube ich &#8211; nicht ganz verstanden. Ich schreibe nicht umsonst über <strong>Proteinsynthese und ATP-Produktion als die Marker deines Lebensgefühls</strong>.</p>
<p>Hören wir aber doch zunächst, was der Arzt sagt:</p>
<ul>
<li>T3-Mangel, T4-Mangel und exorbitante TSH-Werte (64!) &#8230; normal wäre &lt;3</li>
</ul>
<p>Bei der Frau war sonst alles okay, aber sie hatte auch einen sehr niedrigen Hämoglobinwert von 9 g/dl.</p>
<p>Der Arzt gibt also Schilddrüsenhormon (T4), der Haarausfall und die trocken-schuppige Haut wurde dadurch allerdings nicht verbessert. <strong>Also misst der Arzt den Zink-Wert im Blut</strong>.</p>
<p>[su_quote cite=&#8220;Int J Trichology. 2013 Jan-Mar; 5(1): 40–42.&#8220;]&#8230; plasma zinc level was estimated, which was 62 mcg/dl (normal 66-144 mcg/dl and optimal levels 90-150 mcg/dl)[/su_quote]</p>
<p>Die Frau hatte also einen Wert von 0,62 mg/l &#8211; sogar die Autoren merken an, dass der Referenzwert zwar bei 0,66 mg/l beginnt, von &#8222;Optimal&#8220; sprechen selbst diese Ärzte allerdings erst ab &gt; 0,9 mg/l.</p>
<p>(Einen &#8222;richtig guten Wert&#8220; hat man bei &gt; 1,3 mg/l, besser 1,5 mg/l.)</p>
<p>Damit du das richtig einordnen kannst: 80 % der Klienten von mir haben solche niedrigen Werte, die stets unter 0,9 mg/l bleiben.</p>
<p>Die Frau bekam pro Tag 100 mg Zinkmonohydrat, aufgeteilt in zwei Dosen, jeweils 50 mg.</p>
<p><strong>Das beeindruckende Resultat</strong>: Nach einem Monat war die Haut komplett (!) geheilt. Ebenfalls geheilt war ihre Depression und das Gesicht hat sich dermaßen verändert, dass die Ärzte sie kaum wiedererkannt haben. Nach 4 Monaten waren alle Haare wieder da.</p>
<p>Die Autoren merken an, dass eine Zink-Defizienz normalerweise nicht gut erkennbar ist anhand von Blutwerten und die Haaranalyse deutlich präziser ist, wenn es um die Feststellung eines Mangels geht (sollten wir uns merken &#8230;).</p>
<p>Die Autoren spekulieren, dass Zink etwas mit der Schilddrüsenfunktion beziehungsweise den Schilddrüsenhormon-Werten zu tun hat, <strong>denn erst nach der Gabe von Zink gab es diese beeindruckende Heilung</strong>.</p>
<p>Das ist Proteinsynthese. Haare, Neurotransmitter usw. sind das Resultat der Proteinsynthese.</p>
<p>Das aufgedunsene Gesicht war womöglich Resultat von zu wenig Plasma-Proteinen, denn: Die erzeugen einen osmotischen Gegendruck und sind dafür verantwortlich, dass das Wasser nicht im Gewebe verbleibt, sich dort staut.</p>
<p>Proteinsynthese, das schreibe ich hier regelmäßig, wird hauptsächlich reguliert durch Zink, Magnesium und T3 (aktives Schilddrüsenhormon).</p>
<p>Bedenke bitte: Das war ein außergewöhnlicher Fall. Du musst nicht warten bis dir Haare ausfallen. Aber wenn du keine Muskulatur aufbauen kannst oder dein Gesamteiweiß im Blut nicht ansteigt, dann solltest du über Zink nachdenken und an meine Worte denken: &#8222;80 % der Klienten von mir &#8230;&#8220;</p>
<p>Viel Erfolg.</p>
<p><strong>Referenz</strong></p>
<p>Binitha, M., Sarita, S. and Betsy, A. (2013). Zinc deficiency associated with hypothyroidism: An overlooked cause of severe alopecia. <i>International Journal of Trichology</i>, 5(1), p.40.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/zink/t3-bzw-zink-mangel-verursachen-kann/">Was T3- bzw. Zink-Mangel verursachen kann</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Haare und Fingernägel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Oct 2014 09:48:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zink]]></category>
		<category><![CDATA[Eiweiß]]></category>
		<category><![CDATA[L-Citrullin]]></category>
		<category><![CDATA[NEM]]></category>
		<category><![CDATA[Proteinsynthese]]></category>
		<category><![CDATA[T3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich wurde jetzt schon mehrmals darauf hingewiesen, dass auch Frauen diese Seite lesen und auch mal zu ihren Themen etwas geschrieben werde sollte. Natürlich, gerne! Denn auch in uns Männern steckt eine Frau :-) Nein, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wurde jetzt schon mehrmals darauf hingewiesen, dass auch Frauen diese Seite lesen und auch mal zu ihren Themen etwas geschrieben werde sollte.</p>
<p>Natürlich, gerne!</p>
<p>Denn auch in uns Männern steckt eine Frau :-)</p>
<p>Nein, Spaß beiseite. Aber: <strong>Ich weiß, was ich gemacht habe, dass meine Haare wachsen wie Unkraut und Fingernägel schnell (zu) lang und hart werden. </strong></p>
<p>Trick 1) Zink.</p>
<p>Diese Erfahrung haben wohl sehr viele Menschen schon gemacht. Zink, richtig dosiert, macht die Nägel unfassbar hart.</p>
<p>Bringt aber alles nichts ohne&#8230;</p>
<p>Trick 2) T3, aktives Schilddrüsenhormon.</p>
<p>Erst seit ich den Wert massiv angehoben habe, wächst alles wie ein gut gedüngter Urwald aus mir heraus.</p>
<p>Seit dem weiß ich auch, wie gut meine körpereigene Proteinsynthese arbeitet. Haar und Nägel sind ja auch nur Aminosäuren, was sonst?</p>
<p>Und das ist Wissen, denn&#8230; Proteinsynthese ist wichtig im Herz und in der Körpermuskulatur, das wissen wir ja alle, und das bestimmt maßgeblich die Fähigkeit zur Regeneration nach sportlicher Belastung.</p>
<p>Auch die Gehirnzellen arbeiten mit Protein, also Aminosäuren. Jede Zelle betreibt Proteinsynthese. Und da muss ich dann immer schmunzeln, wenn die Leute glauben, es sei damit getan, Tryptophan in sich hinein zu leeren, um Serotonin anzuheben. Die Wahrheit ist wohl, dass selten die Aminosäuren per se dafür verantwortlich sind, sondern der lahme zelluläre Stoffwechsel.</p>
<p>Daraus folgt, dass man halt mal das Gaspedal des Körpers treten sollte und das heißt Schilddrüsenhormon.</p>
<p>Gaspedal kann man hier ruhig wörtlich verstehen. Nichts beschreibt das besser. Alles im Körper beschleunigt.</p>
<p>Und als kleiner Geheim-&#8222;trick&#8220; von meiner Mama: Arginin.</p>
<p>Keine Ahnung, ob das stimmt, aber sie sagt immer: <strong>Seit ich Arginin nehme, habe ich so richtig kräftiges und wucherndes Haar. </strong>(Citrullin geht natürlich auch) Und die hat ja schon ein paar Jahre auf dem Buckel und weiß, wie der Hase läuft.</p>
<p>Ja so ist das&#8230; Schilddrüse. Das ist wieder so ein Thema für sich. Bevor du hier versuchst deine Schilddrüse mit Jod und Selen und sonstigen Geschichten zu reparieren, dann solltest du dich vorher mal fragen, ob du vielleicht&#8230; in den letzten Jahren&#8230; viel Bockmist gemacht hast. Ich kenne eure Berichte und steht dann oft: Ja&#8230; 2 Jahre lang Diäääät&#8230;. 1 Jahre lang nur 1500 Kalorieeeeen&#8230; Seit 3 Jahren no caaaarb&#8230;</p>
<p><a title="Refeed: Leptin als Ursache für T – und T3 – Insuffizienz?" href="https://genetisches-maximum.de/leptin/refeed-leptin-als-ursache-fur-t-und-t3-insuffizienz/">Über Leptin hatten wir schon gesprochen, gell?</a></p>
<p><strong>Bildquelle</strong></p>
<p><a href="http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/33316317">Matthias34</a></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/zink/haare-und-fingernaegel/">Haare und Fingernägel</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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