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	<title>Gefäßgesundheit - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
	<lastBuildDate>Thu, 14 Aug 2025 08:52:47 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Gefäßgesundheit - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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		<title>Es werde (Sonnen-)Licht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Aug 2025 08:34:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Gefäßgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hormonhaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Life Style]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>36 Grad und es wird noch heißer – gerade fühle ich mich wie Olaf der Schneemann im Sommer. Hochsommer. Tolle Kindheitserinnerungen – lange Tage im Schwimmbad. Entspannung, viel Spaß, viel Bewegung, eine Prise Abenteuer – [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>36 Grad und es wird noch heißer – gerade fühle ich mich wie Olaf der Schneemann im Sommer.</p>
<p>Hochsommer. Tolle Kindheitserinnerungen – lange Tage im Schwimmbad. Entspannung, viel Spaß, viel Bewegung, eine Prise Abenteuer – und verärgerte Omas, die wir mit unseren &#8222;Bomben&#8220; &#8222;versenkt&#8220; haben :-))</p>
<p>Viel besser geht es nicht. Und es gibt auch kein Ort auf der Welt, wo eine Pommes besser schmeckt. Ist so! Außerdem haben wir Kids immer ausgesehen wie frisch aus dem Ägyptenurlaub. Nie wieder gab&#8217;s eine so tiefe Bräune.</p>
<p>Heute ist Sonne, wie vieles, was uns als Mensch seit Ewigkeiten begleitet, irgendwo verpönt. &#8222;Sonne? Willst du Hautkrebs, oder was?&#8220; Ein schwerer Fehler, wie Forschungen zeigen.</p>
<h1>Der Körper liebt die Sonne</h1>
<p>So <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38661623/">eine Studie</a> wurde kürzlich im Kommentarbereich hier im Blog gepostet. Eine Abbildung der Arbeit fasst den Stand der Dinge gut zusammen:</p>
<figure id="attachment_324641" aria-describedby="caption-attachment-324641" style="width: 419px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/08/UV-Licht-Gesundheit.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-324641" title="UV Licht Gesundheit" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/08/UV-Licht-Gesundheit.jpg" alt="UV Licht Gesundheit" width="419" height="728" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/08/UV-Licht-Gesundheit.jpg 510w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/08/UV-Licht-Gesundheit-173x300.jpg 173w" sizes="(max-width: 419px) 100vw, 419px" /></a><figcaption id="caption-attachment-324641" class="wp-caption-text"><strong><em>UV-Licht hat auch wertvolle Eigenschaften, über die (zu) selten gesprochen wird. </em></strong></figcaption></figure>
<p>Es gibt also &#8222;förderliche UV-induzierte Mechanismen&#8220; (a)&#8230;</p>
<ul>
<li>Stickstoffmonoxidbildung &gt; mehr NO = bessere Gefäß-, Stoffwechsel- und Immungesundheit</li>
<li>Entzündungsmodulation und Immunregulation (= Unterdrückung Autoimmunität)</li>
<li>Vitamin-D-Synthese</li>
<li>Und: &#8222;Unbekannt und Unerforscht&#8220;</li>
</ul>
<p>Denn man beobachtet, wie UV-Licht das Aufkommen einer ganzen Reihe an Krankheiten hemmt:</p>
<ul>
<li>Weniger Gesamtsterblichkeit</li>
<li>Niedrigerer Blutdruck</li>
<li>Weniger Herzkreislauferkrankungen</li>
<li>Weniger Typ-2-Diabetes</li>
<li>Niedrigeres Risiko für MS</li>
<li>Weniger Covid</li>
<li>Weniger Krebs</li>
</ul>
<p>Kenner wissen natürlich, dass Sonnenlicht nicht nur &#8222;UV-Strahlung&#8220; ist, sondern beispielsweise auch <strong>Infrarot</strong> und <strong>sichtbares Licht</strong>. Ersteres kennen wir aus der Mitochondrienforschung, denn Infrarot pimpt unsere Mitos. Letzteres wirkt vor allem aufs Gehirn und hebt die Stimmung.</p>
<p>Man lehnt sich nicht allzu stark aus dem Fenster, wenn man behauptet: <strong>Sonnenlicht macht gesund</strong>.</p>
<h1>Wenig Sonne, viel MS</h1>
<p data-start="94" data-end="279">Es geht weiter. Ganz aktuell wurde <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40716233/">eine systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse</a> im Fachmagazin <em data-start="197" data-end="239">Multiple Sclerosis and Related Disorders</em> veröffentlicht, die aufhorchen lässt.</p>
<p data-start="94" data-end="279">Die Datenbasis umfasste 11 Studien mit insgesamt 10 857 MS-Fällen und 11 842 Kontrollpersonen. Besonders im Fokus stand hierbei eine der wichtigsten genetischen Risikovarianten, das sogenannte <em data-start="474" data-end="484">HLA-DRB1</em>15:01*.</p>
<p style="text-align: left;" data-start="495" data-end="750">Das Ergebnis liest sich wie folgt:</p>
<p style="text-align: center;" data-start="495" data-end="750"><strong>Trägst du dieses genetische Risiko und kommst mit wenig Sonnenlicht in Kontakt,<br />
</strong><strong>hast du ein rund fünffach höheres Risiko für MS! </strong></p>
<p data-start="752" data-end="802">Aus den Daten der Analyse geht noch mehr hervor:</p>
<ul>
<li data-start="806" data-end="985"><strong data-start="806" data-end="835">Niedrige Sonnenexposition</strong> ist für sich genommen ebenfalls mit einem deutlich erhöhten MS-Risiko assoziiert; in großen Einzelstudien lag der Effekt bei etwa <strong data-start="966" data-end="982">1,3–1,4-fach</strong>.</li>
<li data-start="806" data-end="985">Das Risiko bei Sonnenmangel ist vergleichbar mit dem von Menschen, die zwar das genetische Risiko tragen, aber ausreichend Sonnenlicht abbekommen.</li>
<li data-start="806" data-end="985"><strong data-start="1139" data-end="1172">Beide Risikofaktoren zusammen</strong> („MS-Gen“ + Sonnenmangel) wirken nicht nur additiv, sondern <strong data-start="1233" data-end="1249">über-additiv</strong>: Das kombinierte Risiko ist höher, als es die Summe der Einzeleffekte erwarten lässt.</li>
<li data-start="806" data-end="985">Das Risiko-Allel <em data-start="1357" data-end="1363">DRB1</em>15:01 ist in europäischen Populationen relativ häufig, beläuft sich je nach Region auf ca. 10-30 %.</li>
</ul>
<p data-start="1504" data-end="1843">Daten deuten darauf hin, dass Vitamin D einen wesentlichen, aber nicht vollständigen Anteil am schützenden Effekt von Sonnenlicht gegen MS hat. Schätzungen zufolge werden etwa <strong data-start="1680" data-end="1688">30 %</strong> des „Sonnenmangel-Risikos“ durch ausreichende Vitamin-D-Spiegel vermittelt – der Rest hängt von weiteren, Vitamin-D-unabhängigen Wirkungen der Sonne ab.</p>
<h1>Was bleibt?</h1>
<p>Die Wahrheit liegt vermutlich in der Mitte. (Eine Mark ins Phrasenschwein&#8230;)</p>
<p>Aber mal Butter bei die Fische: Wieso können Menschen heutzutage nicht einfach normal sein? Wieso gibt es in unseren Realitäten nur nackig am Strand in der prallen Mittagssonne oder dicke Schichten Sonnencreme und Sonnenphobie?</p>
<p style="padding-left: 40px;">Weißt du noch? Neulich? Da hatten wir zwei, drei Tage lang eine extreme Hitze. UV-Index von 8-9. Für manche Personen eigentlich lebensgefährlich. Und was fiel den Leuten an diesen Tagen ein? &#8222;Lass an den See fahren&#8230;&#8220; Nicht nachvollziehbar.</p>
<p>So nicht.</p>
<p>Aber deshalb ist Sonnencreme nicht gleich verantwortlich für Hautkrebs – oder total nutzlos.</p>
<p>Einfach mal normal bleiben :-) Dann klappt&#8217;s auch mit einer gesunden Menge an Sonnenlicht.</p>
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		<item>
		<title>Herzalterung umkehren – einfacher Trick</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/aminosaeuren/herzalterung-umkehren-einfacher-trick/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 May 2025 06:42:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aminosäuren]]></category>
		<category><![CDATA[Gefäßgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Mikronährstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In meinen Augen ist der aktuelle Longevity-Hype ein Scam. Das, was dort erzählt wird, zahlt mehrheitlich auf die Gesundheitsspanne ein. Das heißt, man kriegt mit 45 halt keinen Diabetes und hat deshalb mit 60 noch [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In meinen Augen ist der aktuelle Longevity-Hype ein Scam.</p>
<p>Das, was dort erzählt wird, zahlt mehrheitlich auf die <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/langlebigkeit-weniger-schilddruesenhormone-besser/">Gesundheitsspanne</a> ein. Das heißt, man kriegt mit 45 halt keinen Diabetes und hat deshalb mit 60 noch keine geschrotteten Arterien. Das ist de facto <strong>Prävention</strong>, wie sie seit Jahren oder Jahrzehnten nicht nur von uns kommuniziert wird.</p>
<p>Alter Wein in neuen Schläuchen, könnte man sagen. <em>Longevity</em> an sich ist was ganz anderes. <strong>Hier geht es wirklich darum, seine biologisch festgelegte Lebensspanne auszureizen.</strong> Also vielleicht 100 zu werden. Natürlich schaut man da immer fröhlich nach den &#8222;Geheimnissen der Supercentenarians&#8220; oder zu den &#8222;Blauen Zonen&#8220;, wo es besonders viele alte Menschen gibt.</p>
<p><strong>Problem:</strong> Da wird selten wirklich nach der Gesundheitsspanne oder der funktionalen Kapazität gefragt. Oder anders ausgedrückt: Natürlich kannst du 95 sein, aber wenn deine Funktionalität maßgeblich eingeschränkt ist und du nur noch von Bett in die Küche wandern kannst – was ist das für ein Ziel? Dann lieber fit bis 85 und Herzinfarkt, ciao.</p>
<p><strong>Es ist extrem schwierig und sehr komplex, Wege zu finden, deine biologisch mögliche Lebensspanne auszureizen und zeitgleich funktional zu bleiben.</strong> Es gab erst kürzlich <a href="https://www.nature.com/articles/s41574-025-01111-1">einen Fachartikel</a> über die Probleme der chronischen Kalorienrestriktion – das ist bekanntermaßen die am besten erforschte Methode, seine Lebens- aber auch Gesundheitsspanne maßgeblich zu verbessern.</p>
<p><strong>Problem:</strong> Funktioniert in der Realität beim Menschen halt vielleicht nicht so gut. Denn, auch hier wieder: Selbst wenn es diese Intervention schafft, dich länger &#8222;gesund&#8220; leben zu lassen, heißt es nicht, dass es auch lebenswert ist. Oh! Ein ganz neuer Faktor im Spiel. Denn: Wie fühlt sich ein Leben (im Alter) an, wenn deine Geschlechts- oder Schilddrüsenhormone dank deiner chronischen Diät nicht vorhanden sind? Wenn dein Hirn schrumpft?</p>
<p>Man muss also den perfekten Sweetspot zwischen körperlicher und geistiger Funktionalität, Lebensspannenverlängerung und Wohlfühlen finden – ein Ansatz dazu liefern wir seit einem Jahrzehnt. Kann sich ja jeder einlesen zum Thema &#8222;periodischer Wechsel von AMPK und mTOR&#8220;. Stichwort.</p>
<p>Doch heute will ich über was sprechen, was hier thematisch reinpasst, aber mal einen ganz anderen Ansatz bildet. Biochemiker lieben diesen Trick&#8230; weil ich einfache Experimente mit klarer Botschaft liebe. Also los:</p>
<h2>Herzzellen to go: Herzalterung umkehren</h2>
<p>Im Alter lässt die Herzgesundheit und damit -leistungsfähigkeit nach, weil sich immer mehr Herzzellen in den Ruhestand verabschieden. Genau genommen sterben die Herzzellen ab und es bildet sich vermehrt Fibrose, also vernarbtes Gewebe am Herz. Schlecht, weil &#8230; nicht funktional. Grund dafür sind vorrangig oxidativer Stress und Entzündungsreaktionen.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Meine Damen und Herren: Exakt das ist Alterung. </strong></p>
<p>Nun haben Forscher sich ein <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31624955/">einfaches Experiment</a> ausgedacht. Man nehme:</p>
<ul>
<li>Junge Ratten</li>
<li>Alte Ratten (auf den Menschen übertragen ca. 75 Jahre alt)</li>
<li>Ausdauertraining</li>
<li>L-Arginin</li>
</ul>
<p>Punkt. Herrlich einfach, nicht wahr? Genau so sieht auch das Ergebnis aus:</p>
<ul>
<li>Sport alleine ist gut, reduziert Kennzahlen der Alterung, also z. B. Entzündungsprozesse und oxidativen Stress</li>
<li><strong>Mit L-Arginin</strong> zusammen wirkt Sport aber <strong>sensationell</strong> – hier zeigt sich eine wesentlich ausgeprägtere Besserung, Herzzellen bleiben weitestgehend erhalten und sterben nicht ab (s. Abb. unten)</li>
</ul>
<blockquote><p>Lauftraining und eine L-Arginin-Supplementierung schützten vor dem altersbedingten Anstieg des Herzzellenverlusts und der Fibrosebildung in der Herzkammer durch eine wirksame Unterdrückung von oxidativem Stress, Entzündungen und Apoptosewegen.</p></blockquote>
<p>Warum das funktioniert hat einen einzigen banalen Grund, den man <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8300666/">in anderen Studien</a> nachlesen kann:</p>
<blockquote><p>Aerobes Training kann den Zellen des Herzkreislaufsystems zugute kommen (&#8230;), und zwar durch NO-vermittelte Signalwege, die die Herzstammzellen in einer feindlichen Umgebung schützen, ihre Aktivierung und Differenzierung fördern und so zu einer effizienteren Regeneration des Herzmuskelgewebes führen.</p></blockquote>
<p>Sport erhöht NO (Stickstoffmonoxid). Und L-Arginin ist die Vorstufe dieses NO – ohne Arginin kein NO. Und der dritte Teil der Gleichung: <strong>NO schützt und aktiviert Herzstammzellen, küsst sie also wach.</strong> <a href="https://genetisches-maximum.de/ausdauer/sport-ist-mord/">Jeder Leser hier weiß ja</a>, dass man Herzstammzellen aktiv – MIT INTENSIVEM SPORT – wachküssen muss, sonst machen die halt nix. Die sind halt bockig.</p>
<p>Dafür braucht es offenbar NO – und dafür wiederum genug L-Arginin. Wusste schon der Nobelpreisträger Ignarro (Medizinnobelpreis 1998 zu NO), der hatte ja sogar ein Buch über diesen Wunderstoff geschrieben. Nennt sich &#8222;<strong>NO</strong> More Heart Disease: How Nitric Oxide Can Prevent – Even Reverse – Heart Disease And Stroke&#8220; (dt. Keine Herzkrankheiten mehr: Wie Stickstoffmonoxid Herzkrankheiten und Schlaganfällen vorbeugen &#8211; und sie sogar rückgängig machen &#8211; kann).</p>
<p>Das Buch wurde ja erst vor einem Vierteljahrhundert publiziert&#8230;</p>
<h2>Das war&#8217;s auch schon.</h2>
<figure id="attachment_324488" aria-describedby="caption-attachment-324488" style="width: 599px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-324488 " title="arginin und sport gesundes herz" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/05/arginin-und-sport-gesundes-herz.png" alt="arginin und sport gesundes herz" width="599" height="522" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/05/arginin-und-sport-gesundes-herz.png 1582w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/05/arginin-und-sport-gesundes-herz-300x261.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/05/arginin-und-sport-gesundes-herz-1024x892.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/05/arginin-und-sport-gesundes-herz-768x669.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/05/arginin-und-sport-gesundes-herz-1536x1338.png 1536w" sizes="(max-width: 599px) 100vw, 599px" /><figcaption id="caption-attachment-324488" class="wp-caption-text"><strong><em>Mit Sport+Arginin sterben erheblich weniger Herzzellen bei alten Ratten ab – das Herz bleibt so erheblich gesünder. </em></strong></figcaption></figure>
<p>Das war alles, was ich heute sagen wollte. Das sind für mich die Schalter, die man im Blick haben sollte. Denn der Arginin-NO-Stoffwechsel schläft im Alter zunehmend ein, das heißt der Körper bildet zu wenig Arginin und setzt es schlechter in NO um. Wenn man hier etwas nachhilft UND trainiert, kriegt man offenbar ziemlich viel zurückgezahlt vom Körper.</p>
<p>In der Studie übrigens <strong>mit 1,5 g Arginin</strong> – umgerechnet auf den 70-kg-Menschen (<strong>2,5 g bei 100 kg</strong>). 1,5 bis 2,5 g ist nix. Im Sommer kriegt man das via Citrullin (wird zu Arginin) über Wassermelonen rein. :-)</p>
<p>Und: ja, Tierstudie. Aber so what. Es sind die Mechanismen, die man ansprechen muss. Macht man, oder macht man halt nicht. Die meisten entscheiden sich sowieso für Letzteres.</p>
<p>Arginin und NO sind viel zu wichtig.</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/aminosaeuren/herzalterung-umkehren-einfacher-trick/">Herzalterung umkehren – einfacher Trick</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Das Herz entlasten</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/mitochondrien/das-herz-entlasten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Dec 2024 08:14:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausdauer]]></category>
		<category><![CDATA[Energiehaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Fettverbrennung]]></category>
		<category><![CDATA[Gefäßgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsfähigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Mitochondrien]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es hat drei Gründe, warum ich gerne und intensiv trainiere. Warum du es auch tun solltest, erkläre ich dir jetzt (nochmal!). 1. Dein Herz wird entlastet  &#8222;Mein Herz&#8230;&#8220;, wird in der Regel von manchen Menschen [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/mitochondrien/das-herz-entlasten/">Das Herz entlasten</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Es hat drei Gründe, warum ich gerne und intensiv trainiere. Warum du es auch tun solltest, erkläre ich dir jetzt (nochmal!).</span></p>
<h2 style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>1. Dein Herz wird entlastet </strong></span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">&#8222;Mein Herz&#8230;&#8220;, wird in der Regel von manchen Menschen zu ihren Mitmenschen gesagt. Selten denkt jemand dabei wirklich an das Herz, an das eigene schon gar nicht.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich kann mich noch gut an meine Oma erinnern, die verstorben ist, als ich zwölf Jahre alt war. Die hat sich bei Stress immer die Hand aufs Herz gelegt und laut vor sich hingesagt, &#8222;mein Herz!!&#8220;. So hat jeder verstanden, dass es ihr zu wild wird &#8230; mit ihren drei Herzinfarkten davor. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In den Zustand meiner Oma sollte niemand kommen. Dafür ist Sport die beste Waffe:</span></p>
<ol>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Das Herz wird <strong>größer, kräftiger</strong>, bildet neue Zellen</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">&#8230; dadurch schlägt es cooler und kräftiger, das <strong>Schlagvolumen</strong> nimmt also zu</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Trainierte Muskeln bilden mehr Gefäße, was den Gefäßdruck senkt &#8230; heißt: <strong>niedrigerer Blutdruck</strong>! </span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Insgesamt wird das Herz durch aktive Muskeln entlastet und schlägt dann deutlich langsamer, oft nur noch <strong>halb so oft </strong></span></li>
</ol>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Überleg dir das mal – das Herz muss dann nicht mehr &#8222;schuften&#8220;, sondern kann ganz cool vor sich hin cruisen. Überschlagen beträgt der Unterschied  zwischen einem Athleten und einem Untrainierten über eine Lebzeit, sagen wir 40 Jahre, &#8222;nur&#8220; ca. <strong>500 Millionen (!!!) Herzschläge</strong>. </span></p>
<h2 style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>2. Sauerstoff! </strong></span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Es gibt fast keinen wichtigeren, essentielleren Grund für hartes Training. <strong>Sauerstoff ist Leben.</strong> Davon ist für uns prinzipiell genug in der Luft.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Nur: Der muss halt im Körper ankommen und hängen bleiben. Die Maßeinheit, die das erfasst, heißt <strong>VO2max</strong>. Ein hoher VO2max gibt dir sehr zuverlässig an, dass sich dein Körper förmlich mit Sauerstoff vollsaugt, wie ein Schwamm mit Wasser.</span></p>
<ol>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Durch mehr <strong>Mitochondrien</strong>, der Ort, wo Sauerstoff enzymatisch gebunden wird</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Durch mehr <strong>Sauerstoffbindekapazität im Blut</strong> – in Form vom allseits bekannten Hämoglobin</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Durch mehr <strong>Sauerstoffbindekapazität in den Geweben</strong> – in Form von Myoglobin (ähnlich wie Hämoglobin)</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Durch eine bessere Blutversorgung in den Geweben – nennt sich <strong>Kapillarisierung</strong></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Durch eine bessere <strong>Kapillar- also Gefäßfunktion</strong> (mehr Weitstellung)</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Durch eine bessere <strong>Lungenfunktion</strong> (z.B. bessere Sauerstoffdiffusion)</span></li>
</ol>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Den Sauerstoff kann man nicht nur einatmen, man kann ihn sogar spüren. Halt nur dann, wenn der Körper den Sauerstoff auch verwerten kann&#8230; Nochmal klar und deutlich: Mit Sauerstoff geflutet zu sein, ist ein herrliches Gefühl. Kennt man nicht, wenn man dank Bewegungsarmut eingestaubt ist. </span></p>
<h2 style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>3. Faule Muskelfasern </strong></span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Muskelfasern sind ja bekanntermaßen lange Muskelzellen. Der Muskel setzt sich aus verschiedenen Typen dieser Muskelzellen, also -fasern zusammen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die meisten Menschen wissen nicht, dass die nicht sind wie sie sind. <strong>Die können metabolisch superfaul oder hochaktiv sein.</strong> Letzteres ist der Fall, sobald wir auch nur eine harte Trainingseinheit absolviert haben. Dann werden die Faulenzer-Muskelfasern aus ihrem Tiefschlaf wachgeküsst.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und dann, also nur dann&#8230;</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">&#8230; machen die, was wir gerne hätten: Erheblich <strong>mehr Fettverbrennung, bessere Zuckeraufnahme</strong></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Und nur deshalb schützen sie uns vor <strong>metabolischer Entgleisung</strong>, also Stoffwechselerkrankungen aller Art</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">&#8230; vor <strong>Insulinresistenz, Endstufe Typ-2-Diabetes, Fettleber</strong> uva.</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Und nur dann bilden die <strong>heilende Botenstoffe</strong> wie Irisin, die uns z.B. vor Alzheimer schützen oder das Immunsystem pimpen</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Du musst dir das so vorstellen: Dein Körper nutzt für die anstehende Arbeit immer nur die am besten ausgebildeten Muskelzellen (-fasern). Die faulen Schlafmützen dürfen es sich auf den hinteren Plätzen gemütlich machen. Erst dann, wenn die Arbeit <em>sehr</em> intensiv wird, schickt der Körper wirklich alle Arbeiter zur Arbeit – und erst dann bildet er sie aktiv aus.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Aber nur die aktiven Arbeiter sorgen für dein Wohlergehen, halten dich gesund. Wenn dich also alle deiner Arbeiter gesund halten sollen, musst du deinen Körper dazu zwingen, sie auszubilden. <strong>Durch hartes Training.</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">&#8212;</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">An der Stelle wollte ich mich – auch im Namen meiner Kollegin Annika Speidel, die hier dieses Jahr auch Beiträge erstellt hat – einmal herzlich bei dir und euch bedanken. Mir persönlich macht es nach wie vor großen Spaß Beiträge zu schreiben und mit einigen von euch zu kommunizieren.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich hoffe, du hattest ruhige Feiertage und ich wünsche einen guten Rutsch ins neue, hoffentlich wunderbare Jahr 2025. :-) (Das dann elfte Jahr dieses Blogs&#8230;) </span></p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/mitochondrien/das-herz-entlasten/">Das Herz entlasten</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Wie deine Darmbakterien das Gefäßgift TMAO entstehen lassen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Annika Speidel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Sep 2024 16:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Darmgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Gefäßgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der alten ayurvedischen Weisheit, “Du bist, was du verdaust”, steckt tatsächlich viel Wahres drin.  Denn wichtig ist neben der Frage, was wir essen, auch wie wir das Gegessene verstoffwechseln.  Und das hängt im Fall [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">In der alten ayurvedischen Weisheit, “Du bist, was du verdaust”, steckt tatsächlich viel Wahres drin. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Denn wichtig ist neben der Frage, </span><i><span style="font-weight: 400;">was</span></i><span style="font-weight: 400;"> wir essen, auch </span><i><span style="font-weight: 400;">wie</span></i><span style="font-weight: 400;"> wir das Gegessene verstoffwechseln. </span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Und das hängt im Fall von Cholin gar nicht mal so sehr an uns selbst, sondern an unseren Darmbewohnern. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Die Zusammensetzung der Darmflora entscheidet maßgeblich darüber, wie viel des aufgenommenen Cholins dem Körper zur Verfügung steht und wie viel TMAO daraus produziert wird. </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Was ist überhaupt TMAO?</span></h2>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Dazu müssen wir zwei Schritte davor ansetzen, und zwar beim Cholin. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Cholin steckt reichlich in Eiern, Leber oder auch in Weizenkeimen und sorgt als Phosphatidylcholin für intakte Zellmembranen und einen reibungslosen Fettabtransport aus der Leber. Auch der Neurotransmitter Acetylcholin wird, wie der Name vermuten lässt, aus Cholin gebildet. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Ohne genug Cholin bekommen vor allem das Gehirn und die Leber (Stichwort Fettleber) ein großes Problem. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Aus Cholin, aber auch aus ähnlichen Stoffen wie Betain und L-Carnitin, stellen die Bakterien im Darm Trimethylamin (TMA) her, das dann in den Blutkreislauf abgegeben wird und in die Leber gelangt. Diese stellt aus TMA mithilfe des Enzyms FMO3 letztendlich Trimethylaminoxid (TMAO) her, das in den vergangenen Jahren als neuer Risikomarker identifiziert und etabliert wurde. </span></p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-324081" title="Bildung Gefäßgift TMAO" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/09/Cholin-2.png" alt="Bildung Gefäßgift TMAO" width="4080" height="2295" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/09/Cholin-2.png 4080w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/09/Cholin-2-300x169.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/09/Cholin-2-1024x576.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/09/Cholin-2-768x432.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/09/Cholin-2-1536x864.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/09/Cholin-2-2048x1152.png 2048w" sizes="(max-width: 4080px) 100vw, 4080px" /></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><b><i>Abbildung 1: Verstoffwechselung verschiedener Nahrungsbestandteile zu TMAO (adaptiert nach </i></b><b><i>(1)).</i></b></span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Das war die Theorie. Quasi aus dem Reagenzglas. Der Reality-Check am Menschen gibt bislang folgendes her: </span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Eier (viel Cholin) und Rind (viel Carnitin) erhöhen TMAO in der Regel nicht oder nur schwach, was insbesondere für Cholin in mehreren hochwertigen Studien gezeigt wurde </span><span style="font-weight: 400;">(2–4)</span><span style="font-weight: 400;">. </span></span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Fischkonsum erhöht TMAO massiv, und zwar um das 50-fach mehr als Eier und Rindfleisch (3). Aber Achtung, deshalb ist Fisch nicht ungesund! Ganz im Gegenteil, Fischkonsum scheint mit einem geringeren kardiovaskulären Risiko assoziiert zu sein </span><span style="font-weight: 400;">(5,6)</span><span style="font-weight: 400;">.</span></span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Die gute alte Insulinresistenz grätscht auch hier mal wieder rein. Sie kann nämlich über die Hochregulierung von FMO3 auch für ein erhöhtes TMAO sorgen </span><span style="font-weight: 400;">(7)</span><span style="font-weight: 400;">. Heißt ganz konkret: Ein kranker Körper macht uns vielleicht noch kränker via TMAO. </span></span></li>
</ul>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Und dann sind da noch unsere Darmbakterien… dazu gleich mehr. Doch jetzt zur wichtigsten Frage: </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Ist TMAO ein (Gesundheits-)Problem?</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Vermutlich schon. Zumindest korreliert es in vielen – nicht aber in allen – Studien mit dem Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen </span><span style="font-weight: 400;">(8–10)</span><span style="font-weight: 400;">. </span></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Forscher vermuten, dass TMAO über diverse Mechanismen die Entstehung von Arteriosklerose fördern kann </span><span style="font-weight: 400;">(11)</span><span style="font-weight: 400;">:</span></span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Verstärkte Bildung von Schaumzellen, die charakteristisch für arteriosklerotische Plaques sind</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Hemmung der Cholesterinausscheidung und somit Störung des Cholesterinstoffwechsels</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Verstärkte Entzündung der Gefäße (endotheliale Dysfunktion)</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Erhöhung von oxidativem Stress in den Gefäßen</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Hemmung der sogenannten EPCs (“Blut-Stammzellen”), die normalerweise Gefäße reparieren </span><span style="font-weight: 400;">(12)</span></span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Andererseits hatte Chris bereits </span><a href="https://genetisches-maximum.de/kontroverses/witz-des-jahres-tmao-aus-rindfleisch-macht-nicht-krank-sondern-gesund/"><span style="font-weight: 400;">hier</span></a><span style="font-weight: 400;"> erwähnt, dass TMAO in niedrigen Dosen sogar vorteilhafte Auswirkungen zu haben scheint.  </span></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Wir wissen also noch gar nicht genau, wie schlimm TMAO wirklich ist und ob es Ursache oder Folge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist. </span><span style="font-weight: 400;">(10)</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Darum soll es in diesem Artikel aber auch gar nicht gehen, sondern darum, welchen Einfluss das Mikrobiom auf den Cholin- und TMAO-Stoffwechsel hat. </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Cholinmangel durch falsche Bakterien</span></h2>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Die cholinreichen Eier und das rote Fleisch, welches viel Carnitin enthält, sind unter anderem auch wegen der damit vermutlich verbundenen Erhöhung des TMAO-Spiegels in Verruf geraten. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Dabei wurden zwei Kernaspekte ignoriert: </span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Erstens wurde die TMAO-Erhöhung in erster Linie durch die Cholin- und Carnitin-Ergänzung gezeigt, nicht primär durch Lebensmittel. </span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Zweitens fehlten in der Gleichung bisher unsere <a title="probiotika darmbakterien" href="https://edubily.de/products/darmbakterien-kapseln">Darmbakterien</a>. Denn die verstoffwechseln Cholin, Carnitin und Co. zu TMA. </span></li>
</ul>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Einige Vertreter der Firmicutes, Proteobakterien und Actinobakterien wie Desulfovibrio desulfuricans, Escherichia coli, Citrobacter, Klebsiella pneumoniae oder Shigella schnabulieren gerne vom Cholin, das im Darm ankommt. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Bacteroidetes hingegen, zu denen die Gattungen Prevotella und Bacteroides gehören, können kein Cholin verstoffwechseln. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Eine äußerst spannende Studie an Mäusen zeigt, was passiert, wenn die falschen Bakterien überhandnehmen </span><span style="font-weight: 400;">(13)</span><span style="font-weight: 400;">. Dazu wurde der Darm von Mäusen mit 5 ausgewählten Bakterienstämmen kolonisiert, die nicht in der Lage sind, TMA aus Cholin zu produzieren. </span></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Eine Gruppe wurde nun zusätzlich mit einem cholin-konsumierenden </span><i><span style="font-weight: 400;">E.</span></i> <i><span style="font-weight: 400;">coli</span></i><span style="font-weight: 400;">-Stamm ausgestattet und als CC+ bezeichnet (choline consuming). Die andere Gruppe erhielt eine mutierte Variante dieses Stammes, die das Gen zur Cholinverwertung verloren hat und wird daher als CC- bezeichnet. Beide Gruppen erhielten eine cholinreiche Diät.</span></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Was fand man heraus?</span></span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Der mutierte </span><i><span style="font-weight: 400;">E. coli</span></i><span style="font-weight: 400;">-Stamm siedelte sich schlechter an. Der Cholinstoffwechsel scheint ein Vorteil bei der Kolonisierung zu sein (links)</span></span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-family: proxima-nova;"><b>Nur bei CC+ Mäusen stieg TMAO massiv an </b><span style="font-weight: 400;">(mitte)</span></span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">CC+ Mäuse wiesen eine 3-fache Verringerung des Cholin-Blutspiegels auf (rechts)</span></li>
</ul>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-324070" title="TMAO Cholin" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/09/TMAO-Cholin.jpg" alt="TMAO Cholin" width="742" height="367" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/09/TMAO-Cholin.jpg 2231w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/09/TMAO-Cholin-300x148.jpg 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/09/TMAO-Cholin-1024x506.jpg 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/09/TMAO-Cholin-768x380.jpg 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/09/TMAO-Cholin-1536x759.jpg 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/09/TMAO-Cholin-2048x1013.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 742px) 100vw, 742px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Und es geht noch weiter. Die Forscher analysierten Stoffwechselprodukte des sogenannten One-Carbon-Metabolism, die vor allem für die Methylierung eine wichtige Rolle spielen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Auch diese waren, wie Cholin, bei den CC+ Mäusen erniedrigt. Das ist fatal, denn ein Mangel an Methyldonatoren kann nicht nur epigenetische Veränderungen sondern auch die Entwicklung von Stoffwechselstörungen fördern. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Auch das untersuchten die Autoren und stellten fest: Die CC+ Mäuse hatten sowohl unter einer </span><i><span style="font-weight: 400;">high-choline</span></i><span style="font-weight: 400;"> als auch unter einer </span><i><span style="font-weight: 400;">high-fat diet</span></i><span style="font-weight: 400;"> neben höheren TMAO-Leveln auch mehr Körperfett und deshalb mehr freie Fettsäuren und höhere zirkulierende Leptinlevel als die CC- Mäuse. </span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Zu allem Übel hatten die armen CC+ Tiere auch noch erhöhte Triglyceride im Blut und in der Leber, was auf den Cholinmangel zurückzuführen ist. Ohne genug Cholin können Triglyceride nicht aus der Leber abtransportiert werden und reichern sich dort an (Fettleber!). </span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">In einfachen Worten: </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><b>Die Mäuse mit einer TMAO-produzierenden Mikrobiotia waren stoffwechselkrank.</b></span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Du bist, was dein Mikrobiom isst</span></h2>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Auch beim Menschen konnte man den Anstieg von TMAO in Abhängigkeit vom Mikrobiom nachweisen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Eine Studie an jungen, gesunden Männern fand heraus, dass der TMAO-Anstieg nach der gleichen Mahlzeit bei den Probanden unterschiedlich ausfiel. So wurden die Männer in zwei Gruppen aufgeteilt, in high-TMAO producers und low-TMAO producers. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Eine Analyse des Mikrobioms ergab, dass die high-TMAO producers eine höhere Firmicutes zu Bacteroidetes Ratio sowie eine geringere Bakteriendiversität aufwiesen </span><span style="font-weight: 400;">(14)</span><span style="font-weight: 400;">. </span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Halten wir also fest: </span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Das Mikrobiom hat einen enormen Einfluss auf die Verstoffwechselung von Nährstoffen und deren Verfügbarkeit.</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Eine Dysbiose im Darm könnte wertvolles Cholin rauben und daraus TMAO entstehen lassen. </span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Fleisch und Eier können weiterhin freigesprochen werden, denn sie erhöhen, wie dargelegt, nicht per se den TMAO-Spiegel </span><span style="font-weight: 400;">(2–4)</span><span style="font-weight: 400;">. Verantwortlich ist vielmehr das Mikrobiom: Gibt man Veganern nämlich eine Ladung Carnitin, bilden sie im Gegensatz zu Omnivoren nahezu kein TMAO daraus </span><span style="font-weight: 400;">(15)</span><span style="font-weight: 400;">. </span></span></li>
</ul>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Was kann man dagegen tun?</span></h2>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Eine Dysbiose zugunsten cholinliebender Bakterien ist nicht nur aufgrund des höheren TMAO problematisch, sondern vor allem – wie wir in der Mausstudie eindrücklich gesehen haben – auch wegen eines potentiellen Cholinmangels. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Denn wenn die Bakterien im Darm das ganze Cholin verstoffwechseln, kommt im Körperkreislauf nicht mehr viel an. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Statt jetzt noch mehr Cholin und Carnitin in Form von Supplements zu ballern, was vermutlich nur noch mehr TMAO zur Folge hat </span><span style="font-weight: 400;">(3)</span><span style="font-weight: 400;">, sollte man lieber direkt am Mikrobiom ansetzen. </span></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Das könnte konkret so aussehen: </span><b>Weniger </b><b><i>Western Diet </i></b><span style="font-weight: 400;">(16)</span><b><i>, </i></b><b>mehr Ballaststoffe, mehr Fermente, ein gutes Probiotikum.</b></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Zudem gibt es einige spezifische Stoffe, die einen direkten Einfluss auf die Bildung von TMA aus Cholin und Co. haben: In kaltgepresstem Oliven- und Traubenkernöl sowie in Balsamico Essig findet sich eine Verbindung namens Di-Methyl-Butanol, kurz DMB, die tatsächlich in der Lage ist, das bakterielle Enzym für die TMA-Bildung zu hemmen </span><span style="font-weight: 400;">(17)</span><span style="font-weight: 400;">. </span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Also, das Rührei nächstes Mal einfach mit Olivenöl zubereiten ;)</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Auch Resveratrol scheint zumindest in einer Mausstudie die TMA-Bildung vielversprechend zu hemmen und somit die TMAO-induzierte Arteriosklerose zu verhindern </span><span style="font-weight: 400;">(18)</span><span style="font-weight: 400;">. Man beobachtete zudem einen Anstieg der nützlichen Laktobazillen und Bifidobakterien durch die Gabe von Resveratrol. Ziemlich cool! </span></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;">Wie wäre es mit etwas Knoblauch zum Steak? Das darin enthaltene Allicin scheint in der Lage zu sein, die TMAO-Produktion aus Carnitin durch das Mikrobiom zu unterbinden </span><span style="font-weight: 400;">(19)</span><span style="font-weight: 400;">. </span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">An diesen Beispielen sieht man mal wieder sehr schön, wie eine mediterrane Ernährung (Olivenöl, Balsamico, Rotwein, Knoblauch,&#8230;) einen förderlichen Einfluss auf die allgemeine und vor allem die Herz-Kreislauf-Gesundheit hat. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400; font-family: proxima-nova;">Für uns heißt das: Einfach eine gemischte, mikrobiomförderliche Ernährung pflegen, um definitiv auf der sicheren (TMAO-)Seite zu sein ;-)  </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-weight: 400;"> </span><b>Quellen</b></span></h2>
<ol>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Canyelles M, Borràs C, Rotllan N, Tondo M, Escolà-Gil JC, Blanco-Vaca F. Gut Microbiota-Derived TMAO: A Causal Factor Promoting Atherosclerotic Cardiovascular Disease? Int J Mol Sci. 18. Januar 2023;24(3):1940.</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Zhu C, Sawrey-Kubicek L, Bardagjy AS, Houts H, Tang X, Sacchi R, u. a. Whole egg consumption increases plasma choline and betaine without affecting TMAO levels or gut microbiome in overweight postmenopausal women. Nutr Res N Y N. Juni 2020;78:36–41.</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Wilcox J, Skye SM, Graham B, Zabell A, Li XS, Li L, u. a. Dietary Choline Supplements, but Not Eggs, Raise Fasting TMAO Levels in Participants with Normal Renal Function: A Randomized Clinical Trial. Am J Med. September 2021;134(9):1160-1169.e3.</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Lemos BS, Medina-Vera I, Malysheva OV, Caudill MA, Fernandez ML. Effects of Egg Consumption and Choline Supplementation on Plasma Choline and Trimethylamine-N-Oxide in a Young Population. J Am Coll Nutr. 2018;37(8):716–23.</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Buscemi S, Nicolucci A, Lucisano G, Galvano F, Grosso G, Belmonte S, u. a. Habitual fish intake and clinically silent carotid atherosclerosis. Nutr J. 9. Januar 2014;13:2.</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Krittanawong C, Isath A, Hahn J, Wang Z, Narasimhan B, Kaplin SL, u. a. Fish Consumption and Cardiovascular Health: A Systematic Review. Am J Med. 1. Juni 2021;134(6):713–20.</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Miao J, Ling AV, Manthena PV, Gearing ME, Graham MJ, Crooke RM, u. a. Flavin-containing monooxygenase 3 as a potential player in diabetes-associated atherosclerosis. Nat Commun. 7. April 2015;6:6498.</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Qi J, You T, Li J, Pan T, Xiang L, Han Y, u. a. Circulating trimethylamine N‐oxide and the risk of cardiovascular diseases: a systematic review and meta‐analysis of 11 prospective cohort studies. J Cell Mol Med. Januar 2018;22(1):185–94.</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Heianza Y, Ma W, Manson JE, Rexrode KM, Qi L. Gut Microbiota Metabolites and Risk of Major Adverse Cardiovascular Disease Events and Death: A Systematic Review and Meta‐Analysis of Prospective Studies. J Am Heart Assoc Cardiovasc Cerebrovasc Dis. 29. Juni 2017;6(7):e004947.</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Sanchez-Gimenez R, Ahmed-Khodja W, Molina Y, Peiró OM, Bonet G, Carrasquer A, u. a. Gut Microbiota-Derived Metabolites and Cardiovascular Disease Risk: A Systematic Review of Prospective Cohort Studies. Nutrients. 27. Juni 2022;14(13):2654.</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Zheng Y, He JQ. Pathogenic Mechanisms of Trimethylamine N-Oxide-induced Atherosclerosis and Cardiomyopathy. Curr Vasc Pharmacol. 2022;20(1):29–36.</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Chou RH, Chen CY, Chen IC, Huang HL, Lu YW, Kuo CS, u. a. Trimethylamine N-Oxide, Circulating Endothelial Progenitor Cells, and Endothelial Function in Patients with Stable Angina. Sci Rep. 12. März 2019;9:4249.</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Romano KA, Campo AM del, Kasahara K, Chittim CL, Vivas EI, Amador-Noguez D, u. a. Metabolic, Epigenetic, and Transgenerational Effects of Gut Bacterial Choline Consumption. Cell Host Microbe. 13. September 2017;22(3):279-290.e7.</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Cho CE, Taesuwan S, Malysheva OV, Bender E, Tulchinsky NF, Yan J, u. a. Trimethylamine-N-oxide (TMAO) response to animal source foods varies among healthy young men and is influenced by their gut microbiota composition: A randomized controlled trial. Mol Nutr Food Res. Januar 2017;61(1).</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Koeth RA, Wang Z, Levison BS, Buffa JA, Org E, Sheehy BT, u. a. Intestinal microbiota metabolism of L-carnitine, a nutrient in red meat, promotes atherosclerosis. Nat Med. Mai 2013;19(5):576–85.</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Beam A, Clinger E, Hao L. Effect of Diet and Dietary Components on the Composition of the Gut Microbiota. Nutrients. 15. August 2021;13(8):2795.</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Wang Z, Roberts AB, Buffa JA, Levison BS, Zhu W, Org E, u. a. Non-lethal inhibition of gut microbial trimethylamine production for the treatment of atherosclerosis. Cell. 17. Dezember 2015;163(7):1585–95.</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Chen M liang, Yi L, Zhang Y, Zhou X, Ran L, Yang J, u. a. Resveratrol Attenuates Trimethylamine-N-Oxide (TMAO)-Induced Atherosclerosis by Regulating TMAO Synthesis and Bile Acid Metabolism via Remodeling of the Gut Microbiota. mBio. 5. April 2016;7(2):e02210-15.</span></span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"> <span style="font-weight: 400;">Wu WK, Panyod S, Ho CT, Kuo CH, Wu MS, Sheen LY. Dietary allicin reduces transformation of L-carnitine to TMAO through impact on gut microbiota. J Funct Foods. 1. Mai 2015;15:408–17.</span></span></li>
</ol>
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		<title>Es brennt mir auf der Zunge</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 May 2024 06:58:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gefäßgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Mikronährstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Retinsäure]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt Dinge, die brennen mir auf der Zunge, sind aber teilweise so sensibel bzw. kontrovers, dass ich es lieber lasse darüber zu schreiben. Ausnahme heute. Thrombosen bei Jungen Beispiel: Was ich völlig verrückt finde [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Es gibt Dinge, die brennen mir auf der Zunge, sind aber teilweise so sensibel bzw. kontrovers, dass ich es lieber lasse darüber zu schreiben. Ausnahme heute.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Thrombosen bei Jungen</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Beispiel: Was ich völlig verrückt finde ist, <strong>wie viele junge Menschen Thrombosen bekommen.</strong> Nun bin ich ja nicht erst seit gestern erwachsen und vielleicht hat sich das Bewusstsein gegenüber thrombotischen Ergeignissen in den vergangenen Jahren erhöht – aber so viele Fälle, auch im näheren Umfeld, wie es aktuell zu geben scheint, habe ich noch nie wahrgenommen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich erhebe hier keinen Anspruch auf Objektivierbarkeit. Es ist mein Gefühl. Ich kann nicht sagen, ob da was dran ist. Man kann sich aber sicher mal die Zahlen anschauen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Schaut man hier nüchtern drauf – für die vergangenen 1-2 Jahre gibt es noch keine aussagekräftigen Statistiken –, muss man ein bisschen vorsichtig sein. Vollstationär entstehen klassische Thrombosen zumeist als &#8222;Nachwehe&#8220; einer OP bzw. als Folge der Bettlägrigkeit.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Hier ging die Zahl über die vergangenen Jahrzehnte drastisch zurück</strong> (<a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/152966/umfrage/stationaere-behandlungshaeufigkeit-von-thrombosen-seit-2000/">Q</a>). Dadurch begründet, dass sich die prophylaktische Behandlung im gleichen Zeitraum um nahezu den Faktor 6 erhöht hat (<a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/244089/umfrage/arzneimittelverbrauch-von-antithrombotischen-mitteln/">Q</a>). Heißt: Man spritzt einfach mehr Antikoagulanzien.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Auf der anderen Seite zeigt sich in sämtlichen Ländern, hierzulande auch, eine stetige Zunahme an im Krankenhaus behandelten Thrombosen. Unterscheiden muss man hier arterielle und venöse Thrombosen. Zu den &#8222;arteriellen Thrombosen&#8220; gehören ganz klassisch Herzinfarkt und Schlaganfall. Bei venösen Thrombosen sind es dann die &#8222;tiefe Venenthrombose&#8220; oder die Lungenemobilie (da das Gerinnsel z. B. aus der Beinvene stammt).</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In einer aus Deutschland stammenden <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s00772-020-00677-6">Studie</a> zu arteriellen Thrombosen heißt es:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">In den Jahren 2005 bis 2016 zeigte sich eine stetige Zunahme der altersstandardisierten Krankenhausinzidenz, die sich zwischen 2005 und 2018 von ca. 190 auf etwas über 250 pro 100.000 Einwohner steigerte und einpendelte. Dies entspricht einer relativen Zunahme von ca. 33  %.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Zunahme um ca. 33 %.</strong> Natürlich stiegen im selben Zeitraum auch die klinischen Eingriffe im Krankenhaus, und zwar um sage und schreibe 77 %. Darunter fallen nebenbei bemerkt auch Amputationen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Daten zu venösen Thrombosen sind rar gesät. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26780736/">US-amerkanische Daten</a> – <em>Die Epidemiologie der venösen Thromboembolie</em> – zeigen aber seit Jahrzehnten eine stetige Zunahme des Aufkommens von tiefenen Venenthrombosen und Lungenemobilien. <strong>So hat sich die Gesamtzahl der Venenthrombosen seit den 80er-Jahren bis zu den 2010er-Jahren nahezu verdoppelt.</strong> Ein Grund ist hier sicher die bessere Diagnostik.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/pmid/36304812/">Eine Studie des Uniklinikums Sveti Duh</a> (Zagreb) – aus dem EU-Land Kroatien – zeigt hier ergänzend beispielsweise, dass sich <strong>die Zahl der tiefen Venenthrombosen um über 70 % und die der Lungenemobilie sogar nahezu vervierfacht hat im vergangenen Jahrzehnt</strong>. Gezählt hat man hier in der Notaufnahme. Für Deutschland gibt es hier nach meiner Recherche keine passende Statistik.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323819 aligncenter" title="venen thrombosen notfall" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Anstieg-Thrombosen-Uniklinik-Zagreb.png" alt="Anstieg Thrombosen Uniklinik Zagreb" width="721" height="383" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Anstieg-Thrombosen-Uniklinik-Zagreb.png 1410w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Anstieg-Thrombosen-Uniklinik-Zagreb-300x159.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Anstieg-Thrombosen-Uniklinik-Zagreb-1024x543.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Anstieg-Thrombosen-Uniklinik-Zagreb-768x407.png 768w" sizes="auto, (max-width: 721px) 100vw, 721px" /></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Auch im Zuge von Corona gab es in Deutschland seit Anfang 2020 bis zum Beginn von 2021 nochmals einen erheblichen Sprung beim Thrombosen-Aufkommen (<a href="https://academic.oup.com/eurheartj/article/43/19/1882/6564049">Q</a>). Die Mehrheit davon war aber nicht mit einer Coronaerkrankung assoziiert.</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">In Deutschland stieg die Krankenhausinzidenz von tiefen Venenthrombosen pro 100 000 Personen von 5,9 im April 2020 auf 8,2 im Januar 2021, wobei 5 % der Fälle auf COVID-19 zurückgeführt werden konnten.</span></p>
<p>&nbsp;</p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Gibt es eine objektiv erfassbare Zunahme an Thrombosen? Das lässt sich auch jetzt nicht sicher beantworten. Gleichwohl weiß ich eine Sache&#8230;</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Man kann sich schützen.</strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Genau genommen: Der Körper schützt einen vor zu starker Gerinnungsneigung.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Immer weniger Vitamin A</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Natürlich muss so ein Thrombus erst einmal entstehen, das heißt, Thrombus-bildende Prozesse müssen Thrombose-lösende Prozesse überlagern. Denn der Körper verfügt eigentlich über potente Mechanismen, Thromben auch wieder aufzulösen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Hier kommen mir dann meistens andere Zahlen in den Kopf, die für andere völlig irrelevant zu sein scheinen. Beispiel: <strong>Wir essen kaum noch Innereien.</strong> Manche Statistiken berichten davon, dass der Konsum seit den 80er-Jahren um ca. 70 % eingebrochen ist (s. Wikipedia/Statista). <a href="https://www.swp.de/politik/fleischkonsum-in-deutschland-warum-leber-und-niere-kaum-noch-auf-deutschen-tellern-landen-68811993.html#:~:text=1991%20lag%20der%20Pro%2DKopf,gerade%20mal%20noch%20100%20Gramm.">Andere Quellen</a> meinen:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">1991 lag der Pro-Kopf-Konsum von Innereien bei 1,4 Kilogramm im Jahr. Nicht einmal 30 Jahre später ist der Konsum von Leber, Niere, Kutteln &amp; Co kaum noch messbar, lag laut Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Jahr 2020 bei gerade mal noch 100 Gramm</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Viele sehen hier keine Zusammenhänge. Ich schon. <strong>Weil das heißt, dass der Konsum von Leber und Leberprodukten drastisch eingebrochen ist.</strong> Das war aber bislang – das heißt über weite Strecken der Menschheitsgeschichte – unsere beste und wichtigste Vitamin-A-, also Retinol-Quelle. Haben die meisten Menschen so heutzutage kaum noch.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Hinzu kommt, dass unsere Bevölkerung tendenziell immer dicker wird, was den Vitamin-A-Stoffwechsel so verzieht, dass es <strong>einen globalen Vitamin-A-Mangel</strong> im Körper gibt, den man dummerweise nicht im Blut feststellen kann (<a href="https://www.nature.com/articles/srep15893">Q</a>). Man könnte zynisch anmerken, dass &#8222;doppelt genäht besser hält&#8220;.</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Somit verursacht Adipositas einen &#8222;stillen&#8220; VA-Mangel, der durch eine Verringerung des VA-Spiegels und der Signalübertragung in mehreren Organen gekennzeichnet ist, aber nicht durch den VA-Serumspiegel nachgewiesen wird.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Für Vitamine interessiert man sich hierzulande nicht mehr so. Man steht halt drüber.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Leider, leider weiß man erst seit ein paar Jahren, dass &#8222;Vitamin A und seine Derivate eine bemerkenswerte Hemmung der Thrombozytenaggregation zeigen&#8220; (<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6484212/">Q</a>). Mit Derivat ist hier u. a. das Hormon Retinsäure gemeint, das aus Vitamin A gebildet wird und dessen Menge natürlich davon abhängt, wie viel Vitamin A man so isst (hatten wir ja vor bald zehn Jahren (!) <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/vitamin-a-der-verkannte-stoffwechsel-beschleuniger/">schon mal hier</a>).</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Autoren erklären sehr zutreffend:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Hemmung von Thrombin und der Thrombozytenaggregation ist ein wichtiger Aspekt bei der Suche nach einer therapeutischen Lösung zur Hemmung der Blutgerinnung als vorbeugende Maßnahme bei Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und tiefer Venenthrombose.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ach so&#8230; <strong>Könnte eine biologische Rolle von Vitamin A vielleicht sein, das Koagulationssystem schön geschmeidig und cool zu halten?</strong> Fragen über Fragen. Dabei hatten <a href="https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0038-1651616">Forschungen schon vor 30 Jahren</a> nahegelegt, dass die &#8222;Retinsäure die fibrinolytische Aktivität in vivo durch selektive Verstärkung der t-PA-Aktivität erhöht und dass Retinsäure ein potenzielles antithrombotisches Mittel in vivo ist.&#8220;</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">t-PA steht hier bei für <em>gewebespezifische Plasminogenaktivator, </em>ein Enzym u. a. in unseren Gefäßen, das vor &#8230; Thrombenbildung schützt, indem es sie indirekt auflöst. Vitamin A erhöht also die t-PA-Aktivität und beugt so einer zu starken Gerinnungsneigung vor.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Spannenderweise bremst auch ein Vitamin-A-Rezeptor (RXR-Rezeptor), an den auch die <em>Docosahexaensäure</em> (kurz: DHA), also Omega 3, binden kann, die Gerinnungsneigung, also Thrombenbildung (<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5405776/">Q</a>).</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Zur Erinnerung: Deutschland ist schlecht mit Omega 3 versorgt, was zur Zeit tendenziell noch schlechter statt deutlich besser wird.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Die Biologie macht nur</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Kommen wir nochmal zur eingangs erwähnten Studie zurück. Dort steht, ganz bemerkenswert:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Paradoxerweise stellt in Ländern mit hohem Einkommen gerade ein hoher soziökonomischer Status einen Risikofaktor dar, vermutlich bedingt durch die westlichen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Heißt, je moderner ein Mensch lebt, je stärker er also glaubt, über seiner eigenen Biologie zu stehen, umso höher ist das Risiko für Thrombosen aller Art, also einer &#8222;Übererregtheit&#8220; des Koagulationssystems.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Je wohlstandsverwöhnter ein Land also wird, umso höher fällt die zu erwartende Zunahme an Thrombose-bedingten Ereignissen aus. Während viele sich für oben angeführte Statistiken nicht scheren, nehme ich die ziemlich ernst. <strong>Für mich ist es keine Bagatelle, dass Menschen hierzulande immer schlechter mit Vitamin A (oder Omega 3) versorgt sind.</strong></span></p>
<figure id="attachment_323817" aria-describedby="caption-attachment-323817" style="width: 626px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.youtube.com/shorts/OMox2gl4cTU"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323817" title="Jäger und Sammler Leber essen" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Jaeger-und-Sammler-Leber-essen.png" alt="Jäger und Sammler Leber essen" width="626" height="397" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Jaeger-und-Sammler-Leber-essen.png 1548w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Jaeger-und-Sammler-Leber-essen-300x190.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Jaeger-und-Sammler-Leber-essen-1024x650.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Jaeger-und-Sammler-Leber-essen-768x487.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/05/Jaeger-und-Sammler-Leber-essen-1536x974.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 626px) 100vw, 626px" /></a><figcaption id="caption-attachment-323817" class="wp-caption-text"><strong><em>Man kann sich doch heutzutage bilden und verstehen lernen, warum Leber bei Naturvölkern ein &#8222;heiliges Lebensmittel&#8220; ist&#8230; (<a href="https://www.youtube.com/shorts/OMox2gl4cTU">zum Video</a>) </em></strong></figcaption></figure>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Menschen von damals – unsere Vorfahren – könnten uns moderne Menschen kaum noch verstehen. Denn die funktionierten einfach. Der Körper hat schon gemacht. Bei uns heute stellt sich ein Rätselraten ein, warum der Körper eines modernen Menschen so verrückt spielt. Nun ja: Als verrückt wird das schon gar nicht mehr wahrgenommen, eher als normal, passiert halt.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Gleiches Spiel übrigens beim Testosteron und unseren Spermien. Kann man sich nochmal in Ruhe <a href="https://genetisches-maximum.de/motivation/testosteron-natuerlich-nicht/">hier durchlesen</a>.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Genau deshalb sind die vielen Thrombose-Ereignisse inkl. Herzinfarkte bei jungen Menschen eine &#8230; Randnotiz. Eine Schlagzeile. Nimmt man schulterzuckend zur Kenntnis. Und das finde ich mehr als bedenklich.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Es wäre ja auch zu einfach, z. B. Körperfett zu verlieren, wieder mehr Vitamin A und Omega 3 zuzuführen&#8230;</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">PS: Alter Verwalter. Glücklich ist der, der hier schon seit zehn Jahren liest. Der nämlich <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/vitamin-a-der-verkannte-stoffwechsel-beschleuniger/">weiß seit mindestens zehn Jahren</a>, dass die Menge an Retinsäure (ein Hormon), das aus Vitamin A gebildet wird, direkt von der Vitamin-A-Zufuhr abhängt. Das ist Wissen&#8230; </span></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/es-brennt-mir-auf-der-zunge/">Es brennt mir auf der Zunge</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Der einfachste Weg zu mehr NO?</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/citrullin/mehr-no-mit-nasenatmung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Feb 2024 08:45:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Citrullin]]></category>
		<category><![CDATA[Gefäßgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>NO habe ich zigfach vorgestellt. Sowohl bei Instagram als auch in Büchern, Ebooks und hier im Blog. Daher erspare ich mir heute die übliche Einleitung. Wer NO, Kurzform für Stickstoffmonoxid, erst mal im Detail kennenlernen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>NO habe ich zigfach vorgestellt. Sowohl bei Instagram als auch in Büchern, Ebooks und hier im Blog. Daher erspare ich mir heute die übliche Einleitung. Wer NO, Kurzform für Stickstoffmonoxid, erst mal im Detail kennenlernen will, der möge sich bitte mit unseren Inhalten befassen.</p>
<h2>Mehr NO durch Nasenatmung?</h2>
<p>Festhalten können wir jedoch:</p>
<ul>
<li>NO brauchen wir für einen gesunden Energiestoffwechsel.</li>
<li>Zu wenig NO macht Mitochondrien faul. Folge: schlechte Kohlenhydrat- und Fettverbrennung.</li>
<li>Überhaupt braucht es NO für förderliche Mito-Effekte nach Sport und Co.</li>
<li>Auch förderliche Zelladaptationen, die gesund alt machen, sind NO-abhängig.</li>
<li>NO hält die Gefäße gesund, u. a. indem es die Gefäße weitet (= niedrigerer Blutdruck).</li>
<li>Der Abfall der NO-Werte in den Gefäßen ist ein Frühzeichen einer beginnenden endothelialen Dysfunktion, später Arteriosklerose, dann Herzinfarkt und Schlaganfall.</li>
<li>NO wird daneben für einen guten Blutfluss gebraucht, da es der &#8222;Verklumpung&#8220; (Thrombose) entgegenwirkt.</li>
<li>Das Gehirn braucht NO, zu niedrige NO-Spiegel sind mit Alzheimer und Co. assoziiert.</li>
<li>Der berühmte Schwellkörper in der Körpermitte braucht genug NO.</li>
<li>Unser Immunsystem braucht NO.</li>
</ul>
<p>Die Liste ließe sich sicher fortführen.<strong> In jedem Fall ist es gut, adäquat mit NO zu versorgt, schlecht, zu wenig davon zu haben.</strong></p>
<p>Nun weiß ich (glücklicherweise) nicht alles. Manche Menschen lächeln mir bei Instagram verschmitzt zu und hinterlassen nur eine Notiz. So eine lautete zu einem unserer Beiträge über NO:</p>
<blockquote><p>Durch die Nase atmen.</p></blockquote>
<p>Meinen inneren Gesichtsausdruck darf man sich wie folgt vorstellen:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-323609 aligncenter" title="aha" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/aha-300x240.jpeg" alt="aha" width="300" height="240" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/aha-300x240.jpeg 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/aha-1024x820.jpeg 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/aha-768x615.jpeg 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/aha-1536x1230.jpeg 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/aha.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<h2>Nebenhöhlen: Die andere NO-Quelle</h2>
<p>Wie soll das denn gehen? Dass die Art der Atmung Auswirkungen auf Einfluss auf Blutgase wie NO haben kann, erschien mir plausibel. Doch viel spannender war das, was ich in der Literatur dazu gefunden habe.</p>
<p>Das Wissen ist teilweise über 20 Jahre alt und liest sich wie folgt:</p>
<ul>
<li>NO wird konstant in sehr großen Mengen (bis zu 20 ppm) von unseren Schleimhäuten der Nasennebenhöhlen gebildet.</li>
<li>Das allermeiste NO, das man in der ausgeatmeten Luft misst, stammt aus unseren Nebenhöhlen.</li>
<li><strong>Das dort gebildete NO atmen wir ein.</strong></li>
<li>In den Lungen verbessert es u. a. Lungenfunktion, es erhöht die Sauerstoffanreicherung des Blutes und senkt Gefäßdruck in den Lungen.</li>
<li>Weiterhin wird angenommen, dass NO dann auch positive Effekte u. a. auf den systemischen Blutfluss hat.</li>
<li>Außerdem wirkt das NO, das wir einatmen, anti-mikrobiell, es verbessert die Funktion der Lungenzilien (Flimmerhärchen) und es hemmt offenbar Entzündungen in den Lungen.</li>
</ul>
<p>(Vgl. <a href="https://thorax.bmj.com/content/54/10/947">Lundberg &amp; Weitzberg 1999</a>)</p>
<figure id="attachment_323610" aria-describedby="caption-attachment-323610" style="width: 461px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323610 " title="thoraxjnl 1999 October 54 10 947 F3.large" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/thoraxjnl-1999-October-54-10-947-F3.large_.jpg" alt="thoraxjnl 1999 October 54 10 947 F3.large" width="461" height="502" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/thoraxjnl-1999-October-54-10-947-F3.large_.jpg 1176w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/thoraxjnl-1999-October-54-10-947-F3.large_-276x300.jpg 276w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/thoraxjnl-1999-October-54-10-947-F3.large_-941x1024.jpg 941w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/02/thoraxjnl-1999-October-54-10-947-F3.large_-768x836.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 461px) 100vw, 461px" /><figcaption id="caption-attachment-323610" class="wp-caption-text"><strong><em>Stickstoffmonoxid (NO) wird beim Menschen in den nasalen Atemwegen (Nebenhöhlen) freigesetzt. Bei der Einatmung durch die Nase folgt dieses NO dem Luftstrom zu den unteren Atemwegen und der Lunge. Es hat sich gezeigt, dass nasal freigesetztes NO die Sauerstoffverfügbarkeit erhöht und den Gefäßwiderstand der Lungen senkt und somit als Botenstoff in der Luft wirkt.</em></strong></figcaption></figure>
<p>Das Spannende hierbei ist, dass in den Schleimhäuten ein spezielles NO-Enzym (NO-Synthase-Isoform) gebildet wird, das <strong>konstant hohe NO-Mengen bilden</strong> kann. Im Körper selbst können die NO-Synthasen entweder konstant niedrige oder akut sehr hohe NO-Werte bilden – das unterscheidet sie etwas von der NO-Synthase, die man in den Nasennebenhöhlen findet.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Wichtig: Wer jetzt glaubt, die Argininkapseln – Arginin ist die Vorstufe von NO – könnten wir ab sofort getrost in den Müll werfen, der irrt. Denn die Schleimhäute sind genau wie alle anderen Systeme des Körpers, auf eine ausreichende Argininzufuhr angewiesen, um genug NO in den Nebenhöhen zu bilden.</p>
<h2>Durch die Nase atmen lohnt</h2>
<p>Wir können festhalten:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Es lohnt sich, durch die Nase zu atmen.</strong></p>
<p>Denn nur so kommen wir an das wertvolle NO, das in den Nebenhöhlen gebildet wird.</p>
<p>Spannend ist, dass schon vor einigen Jahren spekuliert wurde, dass das eingeatmete NO beispielhaft gegen Corona schützen könnte (<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1286457920300800">Q</a>). Außerdem wurde gezeigt, dass Summen &#8222;eine dramatische Zunahme der Nebenhöhlenbelüftung und der nasalen NO-Freisetzung bewirkt&#8220; – tatsächlich stieg der NO-Gehalt unter Summen um das 15-fache an (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12119224/">Q</a>).</p>
<p>Und so gilt für mich wie für uns alle: Man lernt nie aus.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/citrullin/mehr-no-mit-nasenatmung/">Der einfachste Weg zu mehr NO?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Warum Gehen so magisch wirkt</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/citrullin/warum-gehen-so-magisch-wirkt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Oct 2023 10:22:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Citrullin]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Gefäßgesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was ist das mit dem Gehen? Unfassbare Risikoreduktion &#8230; durch Gehen Da hat die European Society of Cardiology – also die europäische Gesellschaft für Kardiologie – höchstpersönlich, soeben eine riesige Meta-Analyse, basierend auf 17 Kohortenstudien [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/citrullin/warum-gehen-so-magisch-wirkt/">Warum Gehen so magisch wirkt</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist das mit dem Gehen?</p>
<h2>Unfassbare Risikoreduktion &#8230; durch Gehen</h2>
<p>Da hat die <em>European Society of Cardiology</em> – also die europäische Gesellschaft für Kardiologie – höchstpersönlich, soeben <a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2023/08/230808201935.htm">eine riesige Meta-Analyse</a>, basierend auf 17 Kohortenstudien und mehr als 220.000 Teilnehmern zum Thema Schrittzahl veröffentlicht.</p>
<p>Die wollten schlicht und ergreifend wissen, wie <strong>die Zahl der täglich gegangenen Schritte</strong> mit dem <strong>Risiko für den Tod durch Herzkreislauferkrankungen</strong> und<strong> der allgemeinen Sterblichkeit</strong> zusammenhängt. Nicht mehr, nicht weniger.</p>
<p>Das Resultat sind unfassbare Zahlen. Die zeigen nämlich:</p>
<ul>
<li>Jeder Schritt zählt.</li>
<li>Schon bei 4000-5000 Schritten zeigen sich erhebliche Risikoreduktionen um 40-50 %.</li>
<li>Das Risiko fällt nichtlinear bis zu 20.000 Schritten pro Tag.</li>
<li>Ab 10.000 Schritten reden wir von Risikoreduktionen um 70-80 %!</li>
</ul>
<figure id="attachment_323175" aria-describedby="caption-attachment-323175" style="width: 1280px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/10/risikoreduktion-durch-schritte.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323175 size-full" title="risikoreduktion durch schritte" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/10/risikoreduktion-durch-schritte.png" alt="risikoreduktion durch schritte" width="1280" height="542" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/10/risikoreduktion-durch-schritte.png 1280w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/10/risikoreduktion-durch-schritte-300x127.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/10/risikoreduktion-durch-schritte-1024x434.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/10/risikoreduktion-durch-schritte-768x325.png 768w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a><figcaption id="caption-attachment-323175" class="wp-caption-text"><strong><em>Risikoreduktion für die allgemeine Sterblichkeit (links) und Herzkreislaufsterblichkeit (rechts), je Schritte pro Tag. </em></strong></figcaption></figure>
<p>Ein kleiner Wermutstropfen: Die Studie trifft keine Aussage darüber, welche Faktoren hier modifizierend wirken. Denn logisch ist, dass ein alter Mensch, der schwer krank ist und bald stirbt, eher keine 20.000 Schritte mehr abreißt.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Tatsächlich betonen die Autoren, dass die Aussagekraft der Studie bis etwa 10.000 Schritte sehr viel stärker ist als darüber hinaus, denn bis 20.000 Schritte war die Datendichte deutlich geringer.</p>
<p>Nichtsdestotrotz haben die Ergebnisse eine hohe statistische Aussagekraft – die Ergebnisse gelten den Autoren zufolge <strong>unabhängig von Alter, Geschlecht und Klimazone</strong>, was eine tatsächliche Kausalität nahelegt.</p>
<h2>Gehen beugt Todesursache Nummer eins vor</h2>
<p>Normalerweise müsste ein Aufschrei durch unsere Gesellschaft gehen. <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/neue-bib-studie-lebenserwartung-der-deutschen-niedrig/">Wir erinnern uns</a>: Deutschland belegt bei der Lebenserwartung in Europa einen der hinteren Plätze, nur noch etwas besser als osteuropäische Länder.</p>
<p>Wesentliche Ursache: <strong>Herzkreislauferkrankungen</strong>. Forscher mahnen mit erhobenem Zeigefinger: Das ließe sich vermeiden! Denn Herzkreislauferkrankungen lassen sich in der Mehrzahl durch einfache Prävention <em>verhindern</em>.</p>
<p>Meanwhile: <strong>Herzkreislauferkrankungen sind Todesursache Nummer eins in unserem Land.</strong> Zeitgleich verschlingen diese Krankheiten des Gefäßsystems Unsummen an Geld, belegen Platz 1 bei Ausgaben des Gesundheitssystems.</p>
<p>Und jetzt zeigt die europäische Gesellschaft für Kardiologie persönlich(!), dass man das Risiko, daran zu sterben, durch einfaches Schrittesammeln massivst reduzieren kann. <strong>Es gibt nahezu keine uns bekannte Intervention, die so starke Zusammenhänge zeigt</strong>.</p>
<p>Sind wir noch im Dämmerschlaf oder verstehen wir die Bedeutung dieser Ergebnisse?</p>
<h2>Was macht Gehen so magisch?</h2>
<p>Gehen macht also ganz offenbar etwas Magisches mit unserem Herzkreislaufsystem. Was passiert in unseren Gefäßen, wenn wir (spazieren) gehen, das einen so starken Schutzeffekt erklärt?</p>
<p>Mir persönlich kommt direkt unser bester Freund in den Sinn:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Stickstoffmonoxid (NO). </strong></p>
<p>Das Gefäßgas, das jeden Aspekt unserer Gefäße schützt. Es verbessert Fließeigenschaften, stellt die Gefäße weit, hemmt das Anheften von Immunzellen an die Gefäßinnenseiten, schützt LDL-Cholesterin vor Oxidation und wirkt zudem antientzündlich.</p>
<p>Uns allen bekannt: Gibt man cholesteringemästeten Hasen Vitamin C + E + Citrullin/Arginin (= viel NO), kriegen die quasi keine Arteriosklerose. Typische Herzinfarkte also ausgeschlossen. (vgl. <a href="https://www.amazon.de/Arginin-Citrullin-Stickstoffmonoxid-metabolischen-kardiovaskulaeren/dp/1544069022">NO-Guide</a>)</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323176 size-large" title="arteriosklerose arginin vitamin C" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/10/arteriosklerose-arginin-vitamin-C-1024x350.png" alt="arteriosklerose arginin vitamin C" width="960" height="328" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/10/arteriosklerose-arginin-vitamin-C-1024x350.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/10/arteriosklerose-arginin-vitamin-C-300x103.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/10/arteriosklerose-arginin-vitamin-C-768x262.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/10/arteriosklerose-arginin-vitamin-C-345x117.png 345w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/10/arteriosklerose-arginin-vitamin-C-780x266.png 780w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/10/arteriosklerose-arginin-vitamin-C-1170x400.png 1170w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/10/arteriosklerose-arginin-vitamin-C.png 1270w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /></p>
<p>Auch der Entdecker und Beschreiber dieses unheimlichen Gases und späterer Nobelpreisträger, Louis Ignarro, hat mal ein populärwissenschaftliches Buch mit dem vollmundigen Titel, &#8222;NO More Heart Disease: Wie Stickstoffmonoxid Herzkrankheiten und Schlaganfällen vorbeugt &#8211; und sie sogar rückgängig machen kann&#8220;, verfasst. Der wird schon was wissen.</p>
<p>Aus hochwertigen Studien wissen wir zudem: <strong>Einfaches Gehen erhöht die Produktion von NO in den Gefäßen</strong> (Q: z. B. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33875324/">hier</a>). Auf diese Weise verbessert &#8222;Gehtraining&#8220; die Symptome von sogar weit vorgeschrittenen Gefäßverstopfungen.</p>
<p>Umgekehrt zeigen <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11384195/">Tierstudien</a>, dass die Ganggeschwindigkeit bei Tieren, bei denen man die NO-Bildung hemmt, drastisch reduziert sind. Heißt simpel: <strong>Gehen hat viel mit NO zu tun – und umgekehrt.</strong></p>
<p>Daher dürfte der Wind wehen.</p>
<h2>Manchmal macht das Leben so richtig Spaß.</h2>
<p>Denn hier steht <em>nicht</em>, dass man sich dafür in besonderer Weise anstrengen muss. Im Gegenteil: Selbst der Lead-Autor der Studie führt an, dass diese Risikoreduktion vermutlich stärker ist als die der besten Medikamente.</p>
<p><strong>Und wir bekommen das quasi geschenkt.</strong> Nur dadurch, dass wir ein bisschen durch die Gegend schlappen. Gerne mit dem Kaffeebecher in der Hand, beim Gespräch mit Freunden, mit dem Podcast im Ohr, beim Sightseeing oder beim Wandern.</p>
<p>Und auch hier weist uns unsere Evolution – wieder einmal – den Weg. Die Hadza sind keine Marathonläufer. Aber sowohl Mann – 13 km und 18.500 Schritte – als auch Frau – 7,6 km und 11.000 Schritte – bewegen sich erheblich mehr als wir.</p>
<figure id="attachment_323177" aria-describedby="caption-attachment-323177" style="width: 1562px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323177 size-full" title="hadza schritte" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/10/hadza-schritte.png" alt="hadza schritte" width="1562" height="288" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/10/hadza-schritte.png 1562w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/10/hadza-schritte-300x55.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/10/hadza-schritte-1024x189.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/10/hadza-schritte-768x142.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/10/hadza-schritte-1536x283.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1562px) 100vw, 1562px" /><figcaption id="caption-attachment-323177" class="wp-caption-text"><strong><em>(<a href="https://www.nature.com/articles/s41562-020-01002-7">Quelle</a>) </em></strong></figcaption></figure>
<p>Wir als Gesellschaft haben dagegen alles getan, unseren Komfort so auszubauen, dass Alltagsbewegungen möglichst vermieden werden.</p>
<p>Mit offenbar drastischen Konsequenz. Wer sich diese Zahlen wirklich vor Augen führt, mal reflektiert, heute Nacht davon träumt, muss einfach zur Erkenntnis gelangen, dass ab morgen keine Ausrede der Welt mehr zählen kann &#8230;</p>
<p style="text-align: center;"><strong>wenn du keinen tödlichen Herzinfarkt oder Schlaganfall bekommen willst.</strong></p>
<p>Tipp: Das oben angefügte Bild ausdrucken und an den Kühlschrank hängen. Vielleicht hilft&#8217;s. Das ist deine Lebensversicherung.</p>
<p>Tipp 2: Vielleicht mal 3 g Arginin am Tag ergänzen. Dann wird der Spaziergang ggf. noch etwas effektiver ;-)</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/citrullin/warum-gehen-so-magisch-wirkt/">Warum Gehen so magisch wirkt</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Was deine Erektion mit deiner Energie zu tun hat</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/aminosaeuren/was-deine-erektion-mit-deiner-energie-zu-tun-hat/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Aug 2023 09:34:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aminosäuren]]></category>
		<category><![CDATA[Energiehaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Gefäßgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich liebe solche Überschriften ;-) Klingt zunächst super unprofessionell – und ein bisschen nach Clickbait. Aber am Ende des Tages weiß man (ich), dass dahinter Substantielles steckt. Perfekt! Die Erektion Heute möchte ich mal ein [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/aminosaeuren/was-deine-erektion-mit-deiner-energie-zu-tun-hat/">Was deine Erektion mit deiner Energie zu tun hat</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich liebe solche Überschriften ;-) Klingt zunächst super unprofessionell – und ein bisschen nach Clickbait. Aber am Ende des Tages weiß man (ich), dass dahinter Substantielles steckt. Perfekt!</p>
<h2>Die Erektion</h2>
<p>Heute möchte ich mal ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern. Nein, es soll dabei nicht um meine Erektion gehen, keine Sorge! Stattdessen wollen wir zunächst einmal klären, wie eine Erektion biochemisch zustande kommt.</p>
<p>Und das geht, vereinfacht, so:</p>
<ul>
<li>Sexuelle Stimulation erhöht die Bildung von <strong>Stickstoffmonoxid</strong> (kurz: NO) in der glatten Muskulatur des Penisschwellkörpers.</li>
<li>NO erhöht den Spiegel eines s. g. Second Messengers, <strong>cGMP</strong> (<em>cyclisches Guanosinmonophosphat</em>)</li>
<li>Das wiederum <strong>entspannt die (glatte) Muskulatur des Schwellkörpers</strong> – der Bluteinstrom erhöht sich deutlich, es entsteht die <strong>Erektion</strong></li>
</ul>
<p>Das ist ein ganz wunderbares System. Medizinisch lässt sich die Aktivität dieses Signalwegs verlängern. Nämlich durch <em>Phosphodiesterase-5-Hemmer </em>(PDE5-Hemmer), die man – Trommelwirbel – z. B. unter dem Namen <em>Viagra</em> kennt.</p>
<p>Die <em>Phosphodiesterase 5</em> ist ein Enzym, das cGMP im Penisschwellkörper zu 5&#8242;-GMP abbaut. <strong>Durch die Hemmung dieses Enzyms bleibt die Wirkung von NO auf cGMP länger erhalten – und damit die Erektion.</strong></p>
<p>Wer aufgepasst hat: Dieses Signal lässt sich auch dadurch verlängern, dass man dem Körper mehr Ausgangsstoff, also <strong>Arginin</strong>, zur Verfügung stellt, damit er größere bzw. adäquate NO-Mengen und damit cGMP bilden kann.</p>
<p>Fassen wir die Begrifflichkeiten mal so zusammen:</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 40px;"><strong>Arginin</strong> ⇨ <strong>Stickstoffmonoxid</strong> ⇨ <strong>cGMP</strong> (Abbau durch <em>PDE5</em>; Verlängerung durch <em>PDE5-Hemmer</em> Viagra) ⇨ Erschlaffung glatter Muskulatur ⇨ <strong>Erektion</strong>.</p>
<figure id="attachment_323015" aria-describedby="caption-attachment-323015" style="width: 729px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323015 " title="erektion no cgmp" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/08/erektion-no-cgmp.webp" alt="erektion no cgmp" width="729" height="495" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/08/erektion-no-cgmp.webp 884w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/08/erektion-no-cgmp-300x204.webp 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/08/erektion-no-cgmp-768x521.webp 768w" sizes="auto, (max-width: 729px) 100vw, 729px" /><figcaption id="caption-attachment-323015" class="wp-caption-text"><em><strong>Veranschaulicht, vereinfacht: NO = cGMP = Erektion </strong></em></figcaption></figure>
<h2><strong>Die Erkenntnis</strong></h2>
<p>Dieses System funktioniert natürlich auch in den Arterien. Wir erinnern uns: Auch in den Arterien findet sich glatte Muskulatur – bei hoher <strong>Arginin</strong>-, also <strong>NO</strong>-, also <strong>cGMP</strong>-Konzentration erschlaffen somit auch die Gefäße. Die Folge ist gesteigerter Blutfluss und niedrigerer Blutdruck.</p>
<p>Ich reite bewusst auf den immer gleichen Wörtern rum, weil wir hier ein ganz simples System haben, das uns auch sehr viel (Lebens-, also Muskel-)Energie schenken kann.</p>
<p>Und das habe ich mal in einem Sommer herausgefunden, als ich besonders viele Wassermelonen gegessen habe. Plötzlich <em>konnte</em> ich nicht nur trainieren, ich <em>wollte</em> trainieren. Ein großer Unterschied! Plötzlich hatte ich einen gefühlten <strong>Energieüberschuss</strong>, der mich ständig an Training hat denken lassen.</p>
<p>Das ist ja genau das, was uns allen ständig fehlt. Die innere Vibration. Sensationelles Gefühl. Ich bin auch relativ schnell drauf gekommen: <strong>Citrullin</strong> muss es sein. 5-10 g in einer Wassermelone! Aus Citrullin macht der Körper besonders effizient &#8230; <strong>Arginin</strong>.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Und schon beginnt die Kaskade wieder: <strong>Citrullin</strong> ⇨ <strong>Arginin</strong> ⇨ <strong>Stickstoffmonoxid</strong> ⇨ <strong>cGMP. </strong></p>
<p>Schon seit vielen Jahren ist bekannt, dass PDE5-Hemmer, also Viagra ;-), nicht nur die Körpermitte pimpen, sondern auch z. B. den Herzmuskel. Dort verbessern PDE5-Hemmer die Herzfunktion bei Herzinsuffizienz. (vgl. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34778969/">Zhu et al. 2022</a>)</p>
<p>Grund: Viagra erhöht<strong> die Zahl und Aktivität der Mitochondrien</strong> – durch eine Steigerung der Aktivität des ultimativen &#8222;Mitochondrien-Schalters&#8220; <strong>PGC1α</strong>. Vermittelt durch <strong>cGMP</strong>.</p>
<figure id="attachment_323016" aria-describedby="caption-attachment-323016" style="width: 610px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323016 " title="arginin cgmp no mitochondrien" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/08/arginin-cgmp-no-mitochondrien-1024x824.png" alt="arginin cgmp no mitochondrien" width="610" height="491" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/08/arginin-cgmp-no-mitochondrien-1024x824.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/08/arginin-cgmp-no-mitochondrien-300x241.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/08/arginin-cgmp-no-mitochondrien-768x618.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/08/arginin-cgmp-no-mitochondrien.png 1290w" sizes="auto, (max-width: 610px) 100vw, 610px" /><figcaption id="caption-attachment-323016" class="wp-caption-text"><strong><em>Arginin erhöht den Botenstoff cGMP, der wiederum die Mitochondrienzahl und -aktivität via PGC1α erhöht. (<a href="https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fnmol.2021.682780/full">Quelle</a>) </em></strong></figcaption></figure>
<h2>Deine Energie</h2>
<p>Und so langsam schließt sich der Kreis. Denn jetzt haben wir fast eine wunderbare Gleichung aufgestellt, die sich nun wie folgt liest:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Citrullin</strong> ⇨ <strong>Arginin</strong> ⇨ <strong>Stickstoffmonoxid</strong> ⇨ <strong>cGMP ⇨ PGC1α ⇨ fittere Mitochondrien </strong></p>
<p>Diese Zusammenhänge haben mich schon vor vielleicht 13, 14 Jahren als Sportstudent fasziniert. Weil mir es mir einleuchtete, dass Durchblutung – <strong>Arginin/NO</strong> – etwas mit <strong>Mitochondrien</strong> und <strong>Energie</strong> zu tun haben könnte. Und genau diese Verbindung existiert viel eindrucksvoller als ich mir das damals hätte ausmalen können.</p>
<p>Denn heute ist klar: <strong>Bei zu wenig NO dankt die Mitochondrienfunktion und damit der Energiestoffwechsel und damit unsere Lebensenergie ab</strong>. Das ist ein entscheidender Grund, warum Citrullin bzw. Arginin ein inneres Vibrieren machen können.</p>
<p>In Muskelzellen funktioniert dieses Prinzip sensationell gut. Dort konnten Forscher zeigen, dass <strong>cGMP</strong> ein entscheidender Faktor ist, der dazu führt, dass Zellen <strong>mehr Mitochondrien</strong> und <strong>mehr ATP</strong> – also konkret: <strong>Lebensenergie</strong> – bilden. (vgl. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18194668/">Mitsuishi et al. 2008</a>)</p>
<p>Das Entscheidende: Sogar im Kontext einer typisch westlichen Glukose- und Insulinüberfrachtung der Muskelzellen. Das heißt, mehr NO, mehr cGMP wäre vielleicht ein entscheidender Schlüssel bei Insulinresistenz und Co.</p>
<figure id="attachment_323011" aria-describedby="caption-attachment-323011" style="width: 445px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323011 " title="cGMP Mitochondrien ATP Energie" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/08/cGMP-Mitochondrien-ATP-Energie.png" alt="cGMP Mitochondrien ATP Energie" width="445" height="261" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/08/cGMP-Mitochondrien-ATP-Energie.png 950w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/08/cGMP-Mitochondrien-ATP-Energie-300x176.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/08/cGMP-Mitochondrien-ATP-Energie-768x451.png 768w" sizes="auto, (max-width: 445px) 100vw, 445px" /><figcaption id="caption-attachment-323011" class="wp-caption-text"><strong><em>Mehr cGMP in Muskelzellen = mehr Mitochondrien (A) und Energie/ATP (B) </em></strong></figcaption></figure>
<p>Tiere, die kein oder weniger NO bilden, werden stoffwechselkrank (= wenig Fettverbrennung) und zeigen eine drastisch eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20200137/">Q</a>). Auf der anderen Seite wurde erst kürzlich <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36267589/">in einer Meta-Analyse</a> gezeigt, dass Sport die NO-Werte erheblich steigert – um etwa den Faktor 2-3.</p>
<p>Eine gesteigerte lokale NO-Bildung gilt auch als <strong>entscheidende Triebfeder für förderliche mitochondriale und damit gesundheitliche bzw. leistungsspezifische Adaptationen beim Sport.</strong> Und auch die <strong>Muskelfunktion</strong> hängt entscheidend von diesem Signalweg ab. (vgl. <a href="https://www.ahajournals.org/doi/10.1161/circ.124.suppl_21.A12803">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34940922/">Q</a>, <a href="https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fcell.2015.00019/full">Q</a>, <a href="https://skeletalmusclejournal.biomedcentral.com/articles/10.1186/s13395-014-0022-6">Q</a>)</p>
<p>Genau aus diesem Grund haben wir vor vielen, vielen Jahren unseren<strong> <a href="https://www.amazon.de/Arginin-Citrullin-Stickstoffmonoxid-metabolischen-kardiovaskulaeren/dp/1544069022/ref=sr_1_8?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&amp;crid=EVYJHHZFQRH0&amp;keywords=no+guide+edubily&amp;qid=1691225867&amp;sprefix=no+guide+edubily%2Caps%2C101&amp;sr=8-8">NO-Guide</a> </strong>publiziert – viele Menschen wissen gar nicht, was für ein Gold sie damit in den Händen halten – und <strong><a href="https://edubily.de/products/citrullin-plus">ein Produkt</a></strong> entwickelt, das genau diese Signalwege ansprechen soll.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Das war der Hintergrund. Denn wirklich einfacher wird&#8217;s nicht, so einfach aber umfassend etwas für seine Gesundheit zu tun.</p>
<h2>Schlusswort: Das ist nicht alles</h2>
<p>Dieses physiologische Prinzip scheint bei manchen Erkrankungen tief ausgehebelt zu sein. Beispielsweise bei der mitochondriopathischen Erkrankung MELAS (googeln!). Dort <a href="https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fnmol.2021.682780/full">finden Forscher</a>:</p>
<blockquote><p>In Hybridzelllinien zeigten Desquiret-Dumas et al. (2012), dass die Mutation m.3243A &gt; G im MT-TL1-Gen, die häufigste Mutation bei MELAS, zu einer signifikanten Abnahme der Nitrit-Nitrat-Konzentration führte, was auf eine verminderte NOS-Aktivität hindeutet</p></blockquote>
<p>Bei diesen Menschen scheint also die <strong>NO-Produktion</strong> an sich gestört zu sein. Müsste man dann also irgendwie kompensieren.</p>
<p>Doch die Wunder-Aminosäure Arginin kann noch viel, viel mehr. Weshalb es naheliegend ist, dass höhere Citrullin- bzw. Argininspiegel uns auf vielfältige Weise Energie schenken, denn &#8230;</p>
<p>Selbst wenn Mitochondrien fröhlich Energie produzieren: Wenn wir krank sind, das <strong>Immunsystem defekt</strong> ist, und wir erhöhte Zytokinwerte aufweisen, die uns zentral, also im Gehirn, erschöpft machen, dann gibt&#8217;s auch nicht viel Lebensenergie.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Natürlich hilft Arginin genau hier auch. Das ist der Punkt. <strong>Sie macht Immunzellen viel fitter. </strong></p>
<p>Über die Effekte von Arginin hatte ich einen Instagram-Beitrag verfasst. Lesen lohnt sich nach wie vor. Mir ist kein Trick bekannt, der so einfach und nicht selten durchschlagend wirkt. Ganz ohne Kaffee und Koffein ;-)</p>
<figure id="attachment_323007" aria-describedby="caption-attachment-323007" style="width: 806px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.instagram.com/p/CsvWZvEK4wp/?img_index=1"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323007" title="arginin citrullin edubily instagram beitrag energie" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/08/arginin-citrullin-edubily-instagram-beitrag-energie.png" alt="arginin citrullin edubily instagram beitrag energie" width="806" height="520" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/08/arginin-citrullin-edubily-instagram-beitrag-energie.png 2148w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/08/arginin-citrullin-edubily-instagram-beitrag-energie-300x194.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/08/arginin-citrullin-edubily-instagram-beitrag-energie-1024x661.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/08/arginin-citrullin-edubily-instagram-beitrag-energie-768x496.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/08/arginin-citrullin-edubily-instagram-beitrag-energie-1536x991.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/08/arginin-citrullin-edubily-instagram-beitrag-energie-2048x1321.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 806px) 100vw, 806px" /></a><figcaption id="caption-attachment-323007" class="wp-caption-text"><strong><em>(Aufs Bild klicken, um zum Beitrag zu gelangen.) </em></strong></figcaption></figure>
<p style="text-align: left;">Jetzt verstehen wir das vieldeutige Wort &#8222;Potenz&#8220; auch gleich viel besser, nicht wahr?</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/aminosaeuren/was-deine-erektion-mit-deiner-energie-zu-tun-hat/">Was deine Erektion mit deiner Energie zu tun hat</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Leute &#038; C-Impfung</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/praevention/leute-c-impfung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jun 2023 14:06:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gefäßgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe mir überlegt, hier eine Triggerwarnung anzubringen. Für diejenigen, die sich durch die Impfung geschädigt fühlen. Bitte beachten: Dieser Artikel beinhaltet u. a. die möglichen negativen Folgen der C-mRNA-Impfung!  &#8212;  Neulich bin ich im Park [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova; color: #333399;">Ich habe mir überlegt, hier eine Triggerwarnung anzubringen. Für diejenigen, die sich durch die Impfung geschädigt fühlen. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova; color: #333399;"><strong>Bitte beachten: Dieser Artikel beinhaltet u. a. die möglichen negativen Folgen der C-mRNA-Impfung! </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">&#8212; </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Neulich bin ich im Park unterwegs. Dort ist ein Beachvolleyballfeld und eine &#8222;Strandbar&#8220;. Nicht nur, dass die Leute dort in praller Sonne stundenlang zocken. Daneben liegen Leute ausgezogen und gucken stundenlang zu. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Da kam mir spontan der Gedanke: <strong>Viele Menschen wissen nichts von biologischen Prinzipien</strong>. Und wundern sich stattdessen immer. </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Die <em>Minimum Effective Dose</em> im Leben </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Offensichtlich wollen die ja gerne &#8222;Sonne tanken&#8220; und braun werden. Anscheinend kommt da niemand auf die Idee, dass es sowas wie eine <em>Minimum Effective Dose</em> gibt. Man braucht sich nicht den halben Tag brutzeln zu lassen&#8230; Kennen wir doch von Pareto: <strong>In 20 % der Zeit 80 % der Resultate&#8230; </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Im Gegenteil: <strong>Genau sowas entleert u. a. Vitamin-C- und Folatspeicher in der Haut und erhöht das Risiko für DNA-Schäden und damit Krebs </strong>(<a href="https://www.instagram.com/p/CtEQTGZqDnM/">hier nachzulesen</a>)<strong>.</strong> Komplett unnötig. Vielen Menschen fehlt heutzutage das Gefühl für ein Maß. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Beobachten wir immer häufiger: </span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Leute hauen sich Unmengen Vitamin D rein und wundern sich dann über negative Begleiterscheinungen. </span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Die essen keine Kohlenhydrate mehr und wundern sich dann über den Stoffwechselcrash. </span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Essen den ganzen Tag nur Weißmehl und kommen gar nicht auf die Idee, dass das was mit Wohlstandserkrankungen zu tun haben könnte. </span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Treiben seit zwei Wochen Sport und wollen unbedingt Ironman absolvieren – um kaum später kaputt trainiert zu sein. </span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Reduzieren die Menge an Billigfleisch in Ernährung nicht nur, sondern essen gar keins mehr – und wundern sich über ihre Depressionen. </span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Streichen statt Haushaltszucker einfach jeden Zucker, inklusive die Banane. </span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und so weiter. Ich kann da wirklich nur noch den Kopf schütteln. Wo genau sind wir falsch abgebogen? Wo genau ist uns Maß halten verloren gegangen? Wieso glauben so viele Menschen an &#8222;viel hilft viel&#8220;? Wieso haben so viele Menschen so wenig Sinn für sich und die natürlichsten Prozesse der Biologie? </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Genau das bringt uns zu einer ganz spannenden neuen Studie zur &#8222;Impfung&#8220; – du weißt schon&#8230; </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Impfungen sind gut! </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich bin ein großer Impffreund. Weil ich das Prinzip verstehe – was übrigens jeder kann, der nur möchte. Ich impfe mich täglich, zum Beispiel in der überfüllten Mall. Ich lasse mich auch gerne anhusten. Dabei kriege ich immer eine kleine Menge an Viren und Co. ab. Außerdem wohne ich auf dem Bauernhof – viel Gestank mit inbegriffen (<em><a href="https://www.cpc-munich.de/forschungsprojekte/bauernhofstaub-gegen-asthma.html">Bauernhofstaub</a></em>). Das immunsystem freut sich. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Impfung meint nämlich nichts anderes als <strong>die Exposition gegenüber einer <em>Minimum Effective Dose</em> an (toten) Erregern oder Erregerbestandteilen (z. B. Erregerproteine)</strong>, mit Hilfe derer das Immunsystem einen Plan entwickelt, um bei höherer Exposition eben nicht krank zu werden. Immunität. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Eltern kennen es: Auch kleine Kinder impfen sich den ganzen Tag. Schluckimpfung. Die nehmen *alles* in den Mund. Und je öfter die das machen, und je gesünder sie werden, umso mehr Vertrauen kriegt man in dieses Prozedere. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In der Verwandtschaft erzählt man sich, das eigene Kind habe kiloweise Sand &#8230; gefressen. Aus dem Sandkasten. Ich persönlich dachte da nur an die Katzensch&#8230; -kacke. Und ein bisschen übel wurde mir dabei auch. Die Natur denkt sie in Wendler-Manier wohl: Egal! </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Diese &#8222;Schluckimpfungen&#8220; bei Kindern schützen im weiteren Verlauf des Lebens offenbar auch massiv gegen Asthma, Allergien, entzündliche Erkrankungen, und Autoimmunität</strong> – der französische Starimmunologe Jean-François Bach zeigte <a href="https://www.nature.com/articles/nri.2017.111">in einem eleganten Aufsatz</a> – veröffentlicht 2017 in dem renommiertesten Fachmagazin dafür –, dass schon Bruchteile von Viren, Bakterien, Parasiten und Co. genau davor schützen. </span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;"> Es ist bekannt, dass Krankheitserreger eine wichtige Rolle spielen, da Autoimmunerkrankungen in verschiedenen experimentellen Modellen durch die Infektion mit verschiedenen Bakterien, Viren und Parasiten verhindert werden. </span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Warum? Weil &#8222;Impfung&#8220; eben nicht nur meint, z. B. eine sterile Immunität zu entwickeln.<strong> Es geht viel mehr darum, das Immunsystem mit der Umwelt interagieren zu lassen</strong> – denn es braucht diese Wechselwirkung, damit es überhaupt gesund halten kann, indem es z. B. lernt zu verstehen, was ein böses Pathogen und was ein harmloses Protein ist. </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Die andere Impfung </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich habe auch nix gegen injizierte Impfungen. Die retten sehr, sehr viele Menschenleben. Auch die mRNA-Impfung wird in Zukunft viele Menschenleben retten. Ein Problem habe ich nur, wenn <strong>Technologien nicht ausgereift</strong> <strong>genug</strong> sind und man <strong>wahllos<em> jeden</em> Menschen impfen</strong> möchte. <strong>Wiederholend.</strong> </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">2021. Dass das vielleicht nicht ganz so klug war, zeigt sich immer deutlicher. <strong>Zum Beispiel am viel beobachteten &#8222;Class switch&#8220; zu s. g. IgG4-Antikörpern</strong>, die man nach wiederholter mRNA-Imfpung bei vielen Menschen misst – jedoch erst Monate nach der Impfung, denn der &#8222;Switch&#8220; dauert! </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>IgG4 sind Antikörper, die im Wesentlichen Toleranz erzeugen und durch Bindung an Antigene verhindern, dass das Immunsystem angreifen kann.</strong> In manchen Settings ist das gut (z. B. bei Toleranz gegenüber Allergenen). In manchen Settings eher nicht – z. B. bei Krebs. </span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Es gibt eine ganze Reihe an (seltenen) Erkrankungen, die mit IgG4-Antikörpern in Verbindung gebracht werden, man spricht von IgG4-assoziierten Erkrankungen (<em>IgG4-RD</em>). Sie sind weitestgehend untererforscht, Krankheitsmechanismen oft unklar. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Eine im renommierten Fachmagazin Science <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36548397/">veröffentlichte Arbeit (2023)</a> zeigte, dass IgG4 nach der dritten Impfung von &#8222;im Durchschnitt 0,04 % kurz nach der zweiten Impfung, auf 19,27 %&#8220; anstieg, was zeitgleich &#8222;mit einer verminderten Fähigkeit der spike-spezifischen Antikörper verbunden, antikörperabhängige zelluläre Phagozytose und Komplementablagerung zu vermitteln&#8220; – kurzum: schwächere Immunität.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Arbeit wurde vielfach kommentiert – z. B. <a href="https://www.pharmazeutische-zeitung.de/was-bedeutet-der-klassenwechsel-nach-wiederholter-mrna-impfung-137612/">hier</a>. Grundtenor: Es muss weiter erforscht werden. </span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Nichts deutet darauf hin, dass durch mRNA-Impfungen IgG4-assoziierten Krankheiten entstehen könnten. Ebenso wenig liefern die Daten der Arbeit einen Hinweis darauf, dass die mRNA-Impfstoffe die Bildung von Autoantikörpern induzieren könnten.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Angenommen wurde auch, dass der Anstieg des IgG4 nach wiederholter mRNA-Impfung gar schützend gegenüber einer Überreaktion des Immunsystems sein könnte</strong> – denn auch bei einer Allergie-Desensibilisierung gibt es einen IgG4-&#8222;Class switch&#8220;, der dann allergiemildernd wirkt. </span><span style="font-family: proxima-nova;">Der feine Unterschied: Corona ist ein Pathogen, kein Allergen. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Diese Problematik, die vor allem aus wiederholter Auffrischung (&#8222;Booster&#8220;) resultiert, wurde <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9625849/">anhand von Tierstudien</a> im Dezember des vergangenen Jahres eindrucksvoll nahegelegt: Hier konnte gezeigt werden, dass wiederholte Auffrischung &#8222;adaptive Immuntoleranz&#8220; erzeugt, was mit einer starken Verminderung der Antikörperwirksamkeit und T-Zellimmunität gegen verschiedene Coronavarianten einherging. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Autoren <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10222767/">einer aktuellen Arbeit</a> befassen sich ausführlicher mit möglichen Nachteilen des ggf. toleranzinduzierenden IgG4-Anstiegs und kommen zum Schluss, dass &#8222;eine erhöhte IgG4-Synthese durch wiederholte mRNA-Impfung mit hohen Antigenkonzentrationen ebenfalls Autoimmunerkrankungen verursachen und bei empfänglichen Personen das Krebswachstum und die autoimmune Myokarditis fördern kann&#8220;. </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Die 6 Punkte der neuen Studie </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Autoren der Studie – darunter der hochdekorierte <a href="https://scholar.google.com/citations?user=rkVCGU0AAAAJ&amp;hl=en">Vladimir Uversky</a> (USF) – sehen ihre Arbeit als Hypothese – die bestätigt oder widerlegt werden kann. Sie legen dar, dass eine <strong>wiederholte</strong> (Faktor Anzahl) <strong>mRNA-Impfung</strong> (Faktor Art der Impfung) mit <strong>hoher Antigen-Konzentration</strong> (Faktor Antigenmenge) &#8222;mindestens 6 negative unbeabsichtigte Folgen haben kann&#8220;. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die fasse ich mal maximal kurz zusammen: </span></p>
<ol>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Die IgG4-induzierte Toleranz könnte <strong>anfällig für neue Infektionen machen</strong> und auch harmlose Varianten in ihrer Schädlichkeit begünstigen. </span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>U. a. die mRNA-Impfung hemmt zeitweise das Interferonsignaling</strong> – die erste und schlagkräftige Verteidigungslinie gegen Pathogene. Das könne u. a. eine Reaktivierung latenter Viren begünstigen. </span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">&#8222;Ein tolerantes Immunsystem könnte <strong>die Persistenz von SARS-CoV-2 im Wirt ermöglichen</strong> und die Etablierung einer chronischen Infektion fördern.&#8220; </span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Die kombinierte <strong>Immunsuppression durch Infektion mit Verstärkung durch Impfung</strong> könnte eine Vielzahl von Autoimmunerkrankungen sowie Krebserkrankungen, Re-Infektionen und Todesfälle erklären. </span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Ein zu hoher, regelmäßiger (= überschwelliger) Antigen-Kontakt</strong> erzeuge Studien zufolge Autoimmunität – die Autoren glauben, dass die Technologie der mRNA-Impfstoffe einen zu hohen Antigen-Kontakt begünstigt, was als Folge Autoimmunität begünstigen könnte. </span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;"><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>IgG4-AK können die Wirkung von vor Autoimmunität schützenden <em>Treg</em>-Zellen unterdrücken</strong> – das wisse </span> man von Anti-PD-1-Antikörpern, die in der Krebsmedizin eingesetzt werden, zur IgG4-Klasse gehören und bei denen &#8222;das Auftreten einer akuten Myokarditis beobachtet wurde&#8220;.</span></li>
</ol>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Kann das sein? Bestimmt. Ist das für jeden relevant? Vielleicht nicht. Trotzdem finde ich, dass dies zur Debatte dazu gehört und ich finde, dass das sehr interessante Einsichten sind, die auch jeder wissen sollte, der sich mit dem Thema (zwangsläufig) befasst. Die Autoren meinen: </span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Personen mit genetischer Anfälligkeit, Immunschwächen und Begleiterkrankungen sind wahrscheinlich am ehesten betroffen. Dies führt jedoch zu einem beunruhigenden Paradoxon: Wenn Menschen, die am stärksten von der COVID-19-Krankheit betroffen sind (ältere Menschen, Diabetiker, Bluthochdruckpatienten und immungeschwächte Menschen wie HIV-Infizierte), auch anfälliger für die negativen Auswirkungen einer wiederholten mRNA-Impfung sind, ist es dann gerechtfertigt, sie zu boostern? </span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Klingt ein bisschen nach &#8222;You can&#8217;t have the cake and eat it, too&#8220; – nur umgekehrt: Du kannst nicht krank sein und dann Gesundheit erwarten. Irgendwo fällt einem der krankheitsbedingte Trade-off wieder auf die Füße, nicht wahr? </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Fakt ist, die mRNA-Impfung ist eine neue – gleichwohl: extrem vielversprechende – Technologie, der man auch mit einer Prise Skepsis gegenüberstehen darf &#8230; und m. E. sogar sollte. Was man 2021 natürlich eher nicht getan hat. Da war sie noch <a href="https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1426323236019650564">nebenwirkungsfrei</a>. ;-) </span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Fazit </span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich glaube schon, dass wir <em>unterschätzen</em>, wie gut der Körper an diese Welt angepasst ist – und <em>überschätzen</em>, wie viel &#8222;künstlichen Eingriff&#8220; wir ihm zumuten können, ohne dass er dabei Schaden nimmt. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Klug handelt, wer um die feine Grenze weiß.</strong> Das versteht jeder, der den gesundheitlichen Unterschied zwischen hoch raffiniertem Zucker und Zucker in einer natürlichen Matrix, sprich Obst, kennt (z. B. <a href="https://genetisches-maximum.de/low-carb/ein-fuer-alle-mal-obst-%e2%89%a0-fruktose/">hier nachlesen</a>). Ein sehr gutes Beispiel dafür. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Insofern war ich seit jeher der Meinung, dass eine injizierte Impfung dem Immunsystem schon auch möglichst das ganze Virus zeigen sollte – bekannt als Tot- bzw. Lebendimpfungen. Freilich am besten mit möglichst niedriger Adjuvantienmenge. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Bei einer Infektion wiederum wird dem Körper nicht nur das ganze Virus präsentiert, mit etlichen Antigenen und Zielstrukturen. Auch das lokale Immunsystem, z. B. der Schleimhäute, wird ganz anders aktiviert. Daher war früh klar, dass eine Infektion wesentlich besser schützt als eine mRNA-Impfung. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Eine Impfung sollte eine natürliche Infektion – besser: Exposition – bestmöglich nachahmen.</strong> <a href="https://www.charite.de/service/pressemitteilung/artikel/detail/nasenimpfstoff_gegen_corona_erfolgreich_getestet/">Ein nasaler Lebendimpfstoff</a> wäre so eine Möglichkeit. Umgekehrt: Wer eine völlig neue Technologie nutzt, läuft immer Gefahr, den Bogen zu überspannen und aus &#8222;Zucker in der Frucht&#8220; eine Cola zu machen. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das sollte man immer bedenken. Ich bin mir sicher, zum Thema IgG4 und Co. bei mRNA-Impfung wird es noch mehr Studien geben in Zukunft. Stay tuned. </span></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/leute-c-impfung/">Leute & C-Impfung</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Das Geheimnis der Tsimané-Ernährung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Apr 2023 06:37:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Gefäßgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=322510</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Tsimané. Ein mir sehr sympathisch gewordenes Völkchen aus dem bolivianischen Urwald. Tsimané: Das sympathische Völkchen aus dem Urwald Wer hätte gedacht, dass man mal ein relativ unberüht lebendes Volk findet, das &#8222;die gesündesten Gefäße [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tsimané. Ein mir sehr sympathisch gewordenes Völkchen aus dem bolivianischen Urwald.</p>
<h2>Tsimané: Das sympathische Völkchen aus dem Urwald</h2>
<p>Wer hätte gedacht, dass man mal ein relativ unberüht lebendes Volk findet, das &#8222;die gesündesten Gefäße der Welt&#8220; hat, und auch sonst offenbar weitestgehend frei von Zivilisationserkrankungen – &#8222;<a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2022/03/220309090702.htm">einige der niedrigsten Demenzraten der Welt</a>&#8220; – ist?</p>
<figure id="attachment_322517" aria-describedby="caption-attachment-322517" style="width: 591px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-322517 " title="spiegel artikel tsimane" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/spiegel-artikel-tsimane.png" alt="spiegel artikel tsimane" width="591" height="147" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/spiegel-artikel-tsimane.png 1600w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/spiegel-artikel-tsimane-300x75.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/spiegel-artikel-tsimane-1024x255.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/spiegel-artikel-tsimane-768x191.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/spiegel-artikel-tsimane-1536x382.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 591px) 100vw, 591px" /><figcaption id="caption-attachment-322517" class="wp-caption-text"><strong><em>Sogar <a href="https://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/bolivien-die-tsimane-sind-das-gesuendeste-volk-der-welt-a-1139000.html">der Spiegel</a> berichtete darüber. </em></strong></figcaption></figure>
<p>Also in Zahlen ausgedrückt, man kann es nur ständig wiederholen:</p>
<ul>
<li>Ein Über-80-jähriger hat dort die Gefäße eines bei uns Mitte-50-jährigen. Wahnsinn!</li>
<li>Die haben 1 % Demenz. Wir 11 %. Faktor 10 Unterschied. Unglaublich!</li>
</ul>
<p>Weil Menschen so gerne Bildchen mögen, hier auch nochmal sehr eindrücklich zu sehen:</p>
<figure id="attachment_322520" aria-describedby="caption-attachment-322520" style="width: 377px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/tsimane-maenner-kriegen-keinen-herzinfarkt.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-322520" title="tsimane maenner kriegen keinen herzinfarkt" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/tsimane-maenner-kriegen-keinen-herzinfarkt.png" alt="tsimane maenner kriegen keinen herzinfarkt" width="377" height="326" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/tsimane-maenner-kriegen-keinen-herzinfarkt.png 820w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/tsimane-maenner-kriegen-keinen-herzinfarkt-300x260.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/tsimane-maenner-kriegen-keinen-herzinfarkt-768x665.png 768w" sizes="auto, (max-width: 377px) 100vw, 377px" /></a><figcaption id="caption-attachment-322520" class="wp-caption-text"><strong><em>Tsimané-Männer – aber auch die Frauen – haben ein unglaublich niedriges Risiko für Herzkreislauferkrankungen. Sie weisen kaum verkalkte Plaques in ihren Arterien auf. (<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6028773/">Quelle</a>)</em></strong></figcaption></figure>
<p>Eine kleine Randnotiz, die mir besonders gefällt: Die sowieso schon &#8222;fertilen Frauen der Tsimané&#8220; würden durch die Infektion mit dem Spulwurm – ein Parasit, der den Großteil der Frauen dort befällt – noch fertiler werden.</p>
<p>Macht am Ende des Tages bzw. deren Leben &#8230; <strong>unglaubliche neun Kinder im Schnitt pro Frau.</strong> Der Spulwurm alleine macht zwei extra ;-) <a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2015/11/151119161011.htm">Man liest</a>:</p>
<blockquote><p>Die Tsimane betrachten uns sogar als arm, weil wir nur ein oder zwei Kinder haben&#8220;, fügte Gurven hinzu. &#8222;Ihre Bevölkerungswachstumsrate liegt bei fast 4 Prozent, das heißt, sie verdoppeln ihre Zahl etwa alle 17 Jahre.</p></blockquote>
<p>Sehr amüsant.</p>
<p>Je mehr man über diese Leute entdeckt, umso diametraler wird&#8217;s zu uns. In vielerlei Hinsicht. Und das mag ich bekanntermaßen. Langweilig sein kann jeder.</p>
<p>Jedenfalls darf natürlich die Frage im Raum stehen, warum diese Tsimané-Leute beispielsweise so gesunde Gefäße haben. Michael Gurven (Anthropologe der UC Santa Barbara), der die Tsimané erforscht – siehe Zitat oben –, <a href="https://www.inverse.com/article/50572-tsimane-amazon-healthy-heart-high-calorie-diet">meint jedenfalls</a>:</p>
<blockquote><p>Ihre Ernährung ist nicht besonders gesund. (&#8230;) Wenn überhaupt, dann sind sie körperlich viel aktiver, und das hält die Menschen wahrscheinlich trotz bestimmter Aspekte ihrer Ernährung gesund.</p></blockquote>
<p>Natürlich ist die &#8222;nicht besonders gesund&#8220;. Weil es eben nicht ins Narrativ passt: <strong>Die Leute essen einen riesigen Haufen (wenig verarbeiteter)  Kohlenhydrate und beziehen 20-25 % Protein quasi vollständig aus tierischen Nahrungsmitteln.</strong> Alleine an diesen zwei Eckpunkten werden sich viele (Ernährungsideologen) stoßen.</p>
<p>Darüber hinaus fehlt es der Nahrung augenscheinlich an Vitamin D, E und K, was ja auch mal so gar nicht ins Bild passt. Freilich wird als Folge darauf verwiesen, dass die Leute kein Extremsport machen, aber mit 17.000 Schritten pro Tag eben ungefähr um den Faktor 3 besser da stehen als wir.</p>
<p>Doch ist das wirklich so &#8222;ernährungs<span style="text-decoration: underline;">un</span>abhängig&#8220;?</p>
<h2>Nährstoffe: Ein Teil des Geheimnisses?</h2>
<p>Fest steht: Diese Leute essen schon mal fast doppelt so viele Ballaststoffe wie wir. Geschenkt. Interessiert uns nur bedingt. Michael Gurven, der die Ernährung der Tsimané als &#8222;nicht besonders gesund&#8220; ansieht, veröffentlichte 2018 <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6290367/">eine Arbeit</a>, die Einsicht gibt.</p>
<p>Dort schlussfolgert er und sein Team paradoxerweise:</p>
<blockquote><p>Die Abkehr von einer ballaststoffreichen, fett-, salz- und zuckerarmen Ernährung ist ein bedeutendes Gesundheitsrisiko für Bevölkerungsgruppen, die sich im Übergang befinden.</p></blockquote>
<p>Denn in dieser Arbeit vergleicht er die relativ unberührt lebenden Tsimané mit einem Nachbarvolk, das eine zunehmende Transition hin zum moderneren Lebensstil vollzieht. Jetzt sind es ja also doch &#8230;</p>
<ul>
<li>Ballaststoffe,</li>
<li>wenig Fett,</li>
<li>wenig Salz,</li>
<li>wenig Haushaltszucker</li>
</ul>
<p>&#8230; die den Unterschied machen sollen?</p>
<p>Spannend an dieser Arbeit ist etwas ganz Anderes. <strong>Die haben nämlich, wie oben kurz angedeutet, den (Mikro-)Nährstoffgehalt der Tsimané-Ernährung kalkuliert.</strong> Und dort fällt einem auch ins Auge, dass sie viel Eiweiß, Magnesium, Kalium und sehr viel Selen zuführen, nämlich (für Männer):</p>
<ul>
<li>140 g Protein (40-50 % mehr als wir)</li>
<li>550 mg Magnesium (150 % NRV)</li>
<li>175 μg Selen (320 % NRV)</li>
<li>6200 mg Kalium (310 %)</li>
</ul>
<p><strong>Das übersteigt unsere Zufuhr teilweise um das Zwei- bis Dreifache.</strong> Außerdem zeigen sie bei quasi keinem Nährstoff gravierende Mängel. Stattdessen sind sie trotz ihres schmalen Körperbaus mit vielen Mikronährstoffen mehr als ausreichend versorgt, dazu zählen z. B. Kupfer (150 % NRV), Zink (150 % NRV) und 125 mg Vitamin C (140 % NRV).</p>
<p>Zwar nehmen die Tsimané erstaunlich wenig Vitamin K(1) zu sich. Aber es ist zu erwarten, dass das Tierfett, das sie zuführen, teils erhebliche Mengen Vitamin K2 liefert. Und natürlich sind die auch besser mit Omega 3 (DHA) versorgt, was man anhand <a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2012/06/120609152436.htm">der Muttermilch von Tsimané-Frauen beweisen kann</a>.</p>
<p>Fazit: <strong>Für das, was für die normal ist, müssen wir uns anstrengen (Nahrungsergänzung).</strong></p>
<h2>Alleine Kalium, Magnesium, Selen und mehr Protein schützen deutlich</h2>
<p>Alleine die drei überrepräsentierten Magnesium, Selen und Kalium plus das erhöhte Eiweiß können einen erheblichen Anteil an dem offenbar stark reduzierten Risiko für Herzkreislauferkrankungen erklären.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Beispiel Proteine</span>. Auch wenn uns heutzutage ständig ins Gewissen geredet wird, wir würden zu viel (tierisches) Protein zu uns nehmen: Westliche Nationen nehmen rund 100 g Protein auf. <strong>Jede Jäger-und-Sammler-Population und auch Radiokarbonmessungen an Knochen unserer Vorfahren zeigt, dass wir damit an der Untergrenze liegen.</strong></p>
<p>Die Tsimané passen hier so gar nicht ins Bild: Ein großer Teil des Proteins stammt aus tierischen Quellen. Plus: <strong>Die essen auch noch 40-50 % mehr Protein als wir.</strong> Macht auch 40-50 % mehr &#8230; Arginin zum Beispiel. <strong>Mehr Arginin könnte die Gefäße schützen.</strong> Denn aus Arginin macht der Körper bekanntermaßen das Nobelpreisgas (1998) Stickstoffmonoxid, das die Gefäßgesundheit aufrechterhalten soll.</p>
<p>Kennen wir doch: <strong>Hasen, denen man durch eine hohe Cholesterinfütterung Arteriosklerose macht, haben eben viel weniger Arteriosklerose, also später auch dann Herzinfarkte und Co., wenn man ihnen Arginin (bzw. Citrullin) gibt</strong> (Abb. links vs rechts). Kombiniert man dies mit Antioxidantien, die in einer minimalprozessierten Ernährung eben häufig vorkommen, sehen die Gefäße so aus:</p>
<figure id="attachment_322524" aria-describedby="caption-attachment-322524" style="width: 323px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-322524 " title="arterien mit citrullin arginin und antiox" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/arterien-mit-citrullin-arginin-und-antiox.png" alt="arterien mit citrullin arginin und antiox" width="323" height="239" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/arterien-mit-citrullin-arginin-und-antiox.png 476w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/arterien-mit-citrullin-arginin-und-antiox-300x222.png 300w" sizes="auto, (max-width: 323px) 100vw, 323px" /><figcaption id="caption-attachment-322524" class="wp-caption-text"><em><strong>Links: Arterien von cholesteringefütterten Hasen ohne zusätzliches Arginin, Citrullin und Vitamin C/E (Antioxidantien); Rechts: mit Ergänzung. (<a href="https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.0506595102?doi=10.1073%2Fpnas.0506595102">Quelle</a>) </strong></em></figcaption></figure>
<p>Es gibt <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2949991/">genug Gründe</a>, anzunehmen, dass &#8222;mehr Eiweiß&#8220; in der Nahrung gefäßschützend wirkt. Auch <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25194158/">große Studien</a> zeigen, dass <strong>&#8222;mehr Protein&#8220; mit einem drastisch verringerten Risiko für Bluthochdruck assoziiert ist</strong>, und zwar unabhängig davon, ob es aus tierischen oder pflanzlichen Quellen stammt.</p>
<p>Schon vor 20 Jahren konnte in einer <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10426698/">riesigen Studie</a> (Am J Clin Nutr) mit 80.000 teilnehmenden Frauen im mittleren Alter, die 14 Jahre verfolgt wurden, gezeigt werden, dass viel Protein – entgegen der ursprünglichen Hypothese – <strong>das Risiko für Herzkreislauferkrankungen erheblich senkt (-26 %)</strong>, vor allem wenn Kohlenhydrate dafür ersetzt werden.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Zurecht merken die Autoren an, dass man hier vorsichtig sein müsste, weil tierisches Protein oft mit Begleitkomponenten (z. B. gesättigte Fette) daherkommt, die für manche Risikogruppen problematisch sein könnten bzw. allgemein einen eher ungesunden Lebensstil anzeigen. Ein wichtiger Grund, warum man genau hinsehen muss!</p>
<p>Arginin könnte <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2728371/">einer Studie</a> zufolge aufgrund der gefäßprotektiven Eigenschaften ein Grund sein, warum die amerikanische <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/DASH_diet"><em>DASH-Diät</em></a> – eine von dem <em>NIH</em> empfohlene Ernährungsform, die gegen Bluthochdruck usw. helfen soll – wirkt:</p>
<blockquote><p>Die DASH-Diät ist reich an Eiweiß; die blutdrucksenkende Wirkung der DASH-Diät ist möglicherweise auf den höheren Anteil an argininhaltigem Eiweiß, den höheren Anteil an Antioxidantien und den niedrigen Salzgehalt zurückzuführen.</p></blockquote>
<p><span style="text-decoration: underline;">Besipiel Magnesium</span>. Schon 2013 kam eine <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3683817/">riesige Meta-Analyse</a> im Am J Clin Nutr. zum Schluss, dass zwischen tief- (0.7 mmol/L) und hochnormalen (0,9 mmol/L) Serumwerten eine <strong>Risikoreduktion von 30 % bei Herzkreislauferkrankungen</strong> zu beobachten ist.</p>
<p>Die prospektive Analyse der Alpha-Omega-Kohorte (2022), eine <a href="https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fcvm.2022.936772/full">große dänische Studie</a> mit über 4000 Probanden zwischen 60 und 80 Jahren, kommt zu vergleichbaren Schlüssen: <strong>Eine höhere Mg-Zufuhr von &gt;320 mg pro Tag im Vergleich zur Referenzzufuhr von &lt;283 mg pro Tag schützt vor Sterblichkeit durch Herzkreislauferkrankungen (-30 %).</strong></p>
<p>Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Auswertung der Daten der berühmten <em>Framingham Offspring Study</em> durch <a href="https://www.mdpi.com/2072-6643/13/1/269">Pickering et al. 2021</a>:</p>
<figure id="attachment_322513" aria-describedby="caption-attachment-322513" style="width: 774px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-322513 " title="kalium magnesium herzkreislauferkrankungen" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/kalium-magnesium-herzkreislauferkrankungen-1024x386.png" alt="kalium magnesium herzkreislauferkrankungen" width="774" height="292" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/kalium-magnesium-herzkreislauferkrankungen-1024x386.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/kalium-magnesium-herzkreislauferkrankungen-300x113.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/kalium-magnesium-herzkreislauferkrankungen-768x290.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/kalium-magnesium-herzkreislauferkrankungen.png 1156w" sizes="auto, (max-width: 774px) 100vw, 774px" /><figcaption id="caption-attachment-322513" class="wp-caption-text"><strong><em>Kalium- (links) und Magnesium-Zufuhr (rechts) und das Risiko für Herzkreislauferkrankungen. </em></strong></figcaption></figure>
<p>Hier war eine Kaliumzufuhr von ≥3000 (vs. &lt;2500) mg/d mit einem <strong>25 % niedrigeren Risiko für Herzkreislauferkrankungen</strong> assoziiert (Abb. links), während eine Magnesiumzufuhr von ≥320 (vs. &lt;240) mg/d <strong>das Risiko um 34 % senkte</strong> (Abb. rechts)<strong>.</strong> Die Risikoreduktion war, wie man der Abbildung entnehmen kann, dosisabhängig.</p>
<p>Für <span style="text-decoration: underline;">Selen</span> gibt es ähnliche Daten. So zeigt <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32799545/">eine Meta-Analyse aus 2021</a> <strong>eine Risikoreduktion von 15 % pro 10 μg Zunahme der Selenspiegel.</strong> Hier war ein hoher Selenspiegel im Vergleich zu niedrigen Selenspiegeln mit <strong>einem 34 % verringerten Risiko</strong> verbunden.</p>
<p>Schon 2006 hatte <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17023702/">eine Meta-Analyse</a>, veröffentlicht im Am J Clin Nutr, beschrieben, dass &#8222;in Beobachtungsstudien <strong>eine 50%ige Erhöhung der Selenkonzentration mit einer 24%igen Verringerung des Risikos für koronare Herzerkrankungen</strong> in Verbindung gebracht wurde&#8220;.</p>
<p>Die möglichen Hintergründe speziell zu Selen hatte ich <a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/wer-braucht-extra-vitamine/">hier</a> erläutert. Kurz: Deutschland nennt man nicht umsonst ein Selenmangelgebiet. Die durchschnittlichen europäischen Spiegel liegen teils erheblich unter jenen Spiegeln, die gebraucht werden, um z. B. wichtige selenabhängige Antioxidantien voll zu aktivieren.</p>
<figure id="attachment_322514" aria-describedby="caption-attachment-322514" style="width: 646px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-322514 " title="Concentrations of selenium in human serum and plasma in Europe GPx glutathione 2" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/Concentrations-of-selenium-in-human-serum-and-plasma-in-Europe-GPx-glutathione-2.png" alt="Concentrations of selenium in human serum and plasma in Europe GPx glutathione 2" width="646" height="411" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/Concentrations-of-selenium-in-human-serum-and-plasma-in-Europe-GPx-glutathione-2.png 850w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/Concentrations-of-selenium-in-human-serum-and-plasma-in-Europe-GPx-glutathione-2-300x191.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/Concentrations-of-selenium-in-human-serum-and-plasma-in-Europe-GPx-glutathione-2-768x489.png 768w" sizes="auto, (max-width: 646px) 100vw, 646px" /><figcaption id="caption-attachment-322514" class="wp-caption-text"><strong><em>Es klafft eine Lücke zwischen europäischen Selenspiegeln und jenen Spiegeln, die gebraucht werden, um die volle Aktivität diverser Selenoproteine zu erreichen. (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19968907/">Quelle</a>) </em></strong></figcaption></figure>
<p>Auf molekularer Ebene wirken Kalium, Magnesium und Selen relativ ähnlich. Das liest sich am Beispiel von Selen so (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28009916/">vgl.</a>):</p>
<blockquote><p>Zu den zugrundeliegenden Mechanismen gehören die Hemmung von oxidativem Stress, die Modulation von Entzündungen, die Unterdrückung endothelialer Dysfunktion und der Schutz von Gefäßzellen vor Apoptose und Verkalkung.</p></blockquote>
<div class="sWr iGR">
<div class="gDT">
<figure class="Qf5 CMk">
<div class="pxF CgC mvL s519403012"><picture><source srcset="https://imgix.bustle.com/inverse/a6/9b/ae/8a/00c9/4f31/9ccf/25715626c397/a-tsiman-woman-who-gurven-met-during-his-time-in-bolivia.jpeg?w=825&amp;h=619&amp;fit=crop&amp;crop=faces&amp;auto=format%2Ccompress, https://imgix.bustle.com/inverse/a6/9b/ae/8a/00c9/4f31/9ccf/25715626c397/a-tsiman-woman-who-gurven-met-during-his-time-in-bolivia.jpeg?w=825&amp;h=619&amp;fit=crop&amp;crop=faces&amp;auto=format%2Ccompress&amp;q=50&amp;dpr=2 2x" media="(min-width:1025px)" /><source srcset="https://imgix.bustle.com/inverse/a6/9b/ae/8a/00c9/4f31/9ccf/25715626c397/a-tsiman-woman-who-gurven-met-during-his-time-in-bolivia.jpeg?w=688&amp;h=516&amp;fit=crop&amp;crop=faces&amp;auto=format%2Ccompress, https://imgix.bustle.com/inverse/a6/9b/ae/8a/00c9/4f31/9ccf/25715626c397/a-tsiman-woman-who-gurven-met-during-his-time-in-bolivia.jpeg?w=688&amp;h=516&amp;fit=crop&amp;crop=faces&amp;auto=format%2Ccompress&amp;q=50&amp;dpr=2 2x" media="(min-width:768px)" /><source srcset="https://imgix.bustle.com/inverse/a6/9b/ae/8a/00c9/4f31/9ccf/25715626c397/a-tsiman-woman-who-gurven-met-during-his-time-in-bolivia.jpeg?w=374&amp;h=281&amp;fit=crop&amp;crop=faces&amp;auto=format%2Ccompress, https://imgix.bustle.com/inverse/a6/9b/ae/8a/00c9/4f31/9ccf/25715626c397/a-tsiman-woman-who-gurven-met-during-his-time-in-bolivia.jpeg?w=374&amp;h=281&amp;fit=crop&amp;crop=faces&amp;auto=format%2Ccompress&amp;q=50&amp;dpr=2 2x" /></picture></div>
</figure>
</div>
</div>
<p>Es geht also immer darum:</p>
<ul>
<li>Vermeiden von oxidativem Stress und dadurch Hemmung der LDL-Oxidation</li>
<li>Bremsen von Entzündungen</li>
<li>Verbesserung der Gefäßfunktion (meistens via Stickstoffmonoxid, also NO)</li>
<li>Schutz der Gefäßzellen, z. B. vor Verkalkung</li>
</ul>
<p>Und genau an diesen Stellen setzen u. a. Kalium, Magnesium und Selen an.</p>
<figure id="attachment_322515" aria-describedby="caption-attachment-322515" style="width: 695px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.mdpi.com/nutrients/nutrients-07-03094/article_deploy/html/images/nutrients-07-03094-g001.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-322515" title="nutrients 07 03094 g001" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/nutrients-07-03094-g001-1024x758.png" alt="nutrients 07 03094 g001" width="695" height="515" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/nutrients-07-03094-g001-1024x758.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/nutrients-07-03094-g001-300x222.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/nutrients-07-03094-g001-768x569.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/nutrients-07-03094-g001-1536x1137.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/04/nutrients-07-03094-g001-2048x1517.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px" /></a><figcaption id="caption-attachment-322515" class="wp-caption-text"><em><strong>Selenoproteine schützen auf vielfältige Weise die Gefäße. (<a href="https://www.mdpi.com/2072-6643/7/5/3094">Quelle</a>)</strong></em></figcaption></figure>
<h2>Abschließend</h2>
<p>Wir können den Tsimané-Lifestyle nicht kopieren. Macht auch deshalb keinen Sinn, weil die an ihren Lebensraum genetisch genauso angepasst sind wie wir Europäer an unseren.</p>
<p><strong>Allerdings mit der wichtigen Gemeinsamkeit, dass ein moderner Lebensstil krank macht.</strong> Ob wir Europäer so auf Salz verzichten sollten wie inländisch lebende Ureinwohner eines Urwalds ist dürfte allerdings fraglich sein ;-)</p>
<p>Es gibt aber wie immer ein paar Eckpunkte, die auch bei uns greifen würden:</p>
<ul>
<li>Dreck! Stichwort <strong>Hygiene-Hypothese</strong>. Auch unser Immunsystem wird &#8222;gedämpft&#8220; und toleranter, wenn wir mit Mikroben in Kontakt kommen. Das muss also nicht zwangsläufig ein Parasit im Darm sein.</li>
<li><strong>Körperkomposition</strong>. Auch unser Risiko für Herzkreislauferkrankungen sinkt, wenn wir überschüssiges Körperfett verlieren und Magermasse erhalten.</li>
<li><strong>Bewegung</strong>. Erst <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/besser-10-untertrainiert-als/">hier</a> erläutert. Aber bitte: Lieber 20.000 Schritte gehen als Marathon laufen.</li>
<li><strong>Mehr Ballaststoffe, weniger Haushaltszucker und Transfette</strong> (Cookies und Co.)</li>
<li>Weitestgehend <strong>minimalprozessierte Ernährung</strong>. Makronährstoffe so, wie es dein Körper am liebsten mag.</li>
<li><a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/gliadin-nach-wie-vor-nicht-verstanden/"><strong>Keinen Teig</strong></a><strong>?</strong></li>
<li><strong>Keine (hoch erhitzten, oxidierten, raffinierten) Pflanzenöle? </strong></li>
</ul>
<p>Nur, um ein paar genannt zu haben. All das spiegelt sich letztlich auch im Risikoprofil der Tsimané wider, das in <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28320601/">dieser Lancet-Studie 2017</a> aufgearbeitet wurde: Die Tsimané weisen trotz (oder wegen?) ihrer kohlenhydratreichen Ernährung niedrige Glukosewerte auf. Blutdruck niedrig. <strong>Cholesterin bei 150</strong>. Daneben sind LDL vergleichsweise niedrig mit unter 100 mg/dl und die Trigs liegen bei rund 90 mg/dl.</p>
<p>Allgemein sind die Werte nicht sonderlich berauschend (z. B. hohes oxLDL, normaler BMI, 21 % Körperfett, hohe Entzündungswerte), trotzdem ergibt sich ein niedriger Score für das 10-Jahres-Risiko. Kann ja jeder für sich selbst ausrechnen.</p>
<p>Und, nicht zu vergessen, die Inhalte des Artikels:<strong> Eine weitaus bessere Versorgung mit gefäßschützenden Mikronährstoffen, dazu zählen, wie anhand der Tsimané eindrucksvoll gezeigt, u. a. Kalium, Magnesium und Selen.</strong> Ein unterschätzter Faktor.</p>
<p>Ein Basis-Paket (Multi, Vitamin D, Magnesium, Omega 3, Aminosäuren) kann also vielleicht lebensrettend sein, so in 10, 20, 30 Jahren. Explizit darauf hingewiesen wirst du von unseren staatlichen Behörden diesbezüglich eher nicht. Nur so, als Randbemerkung. Denn auch in Studien wird es genüsslich ignoriert.</p>
<p>PS: Nach Michael Gurven waren 3/4 der Tsimané mit Corona infiziert. Es sei allerdings nur einer gestorben und auch sonst gab es kaum schwere Verläufe. Na sowas&#8230;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/das-geheimnis-der-tsimane-ernaehrung/">Das Geheimnis der Tsimané-Ernährung</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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