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	<title>Paleo - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
	<lastBuildDate>Sun, 25 Oct 2020 08:49:45 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Paleo - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<item>
		<title>Die Steinzeit in den Knochen: Der Weg zum Glück?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Nov 2017 18:29:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Paleo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Steinzeit steckt uns in den Knochen &#8212; so heißt ein Buch von Detlev Ganten, seines Zeichens ein Mediziner, der mal Vorstandsvorsitzender an der Charité in Berlin war. Befasst hat er sich mit der Entstehung [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://amzn.to/2i8Yvma">Die Steinzeit steckt uns in den Knochen</a> &#8212; so heißt ein Buch von Detlev Ganten, seines Zeichens ein Mediziner, der mal Vorstandsvorsitzender an der Charité in Berlin war. Befasst hat er sich mit der Entstehung und den Mechanismen von Bluthochdruck und später auch mit evolutionärer Medizin.</p>
<p>Ich selbst fand die Idee gut, das Buch allerdings weniger. Drei Jahre später, also 2014, hat er das Ganze ein bisschen präzisiert und griffiger verpackt, nannte sein nächstes Buch dann <a href="http://amzn.to/2k4wCw8">Die Gesundheitsformel</a>.</p>
<h2><strong>Doch was bedeutet das eigentlich, &#8222;Steinzeit in den Knochen&#8220;?  </strong></h2>
<p>Ich dachte immer, wenn ich die Zelle studiere (Mitochondrien und so weiter), verstehe ich, wie man sein &#8222;Glück&#8220; (Leistungsfähigkeit usw.) selbst machen kann. Deshalb wollte ich in der Zellbio landen.</p>
<p>Wo sonst sollte es &#8222;gemacht&#8220; werden?</p>
<p>In der Tat: <a href="https://genetisches-maximum.de/mitochondrien/">Mitochondrien</a>, als Beispiel, machen Glück. Das leuchtet auch ein &#8230; Wenn die Zelle keine Energie produziert, wie soll dann überhaupt Glück entstehen? Das heißt, ja, eine &#8222;gesunde Zelle&#8220; ist definitiv ein Eckpfeiler dabei.</p>
<p>Nun hat sich der Blog in den letzten Monaten und Jahren von einem &#8222;Zellbio-Blog&#8220; zu einem &#8222;Lifestyle-Blog&#8220; entwickelt. Das liegt in erster Linie daran, dass ich alles, was <em>ich </em>im Leben erfahre, hier mit einfließen lasse und selbst ständig dazulerne.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Die Frage ist: Wieso lesen Menschen hier überhaupt?</p>
<p>Oberflächlich, weil sie was über Ernährung und so weiter erfahren wollen. In Wahrheit aber, weil es ihnen oft an irgendwas anderem fehlt. Die meisten Menschen leben in einer Seifenblase, über die sie gar nicht nachdenken. Nicht mal eine Sekunde.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Die nächste Frage ist: Können wir unsere eigene Biologie bescheißen?</p>
<p>Das nannte ich hier im Blog schon oft mal &#8222;menschlichen Hochmut&#8220;. Das wollen wir meistens nicht hören, weil wir dann nämlich akzeptieren müssten, dass wir selbst gar nicht so toll unabhängig sind und wir doch nicht alles so in der Hand haben, wie wir immer meinen.</p>
<p>Also fragen wir uns doch mal, was &#8222;unsere Biologie&#8220; doch eigentlich ist.</p>
<h3>Ernährung:</h3>
<p>Kann uns eine &#8222;falsche Ernährung&#8220;, was auch immer das ist, krank machen? Definitiv ja.</p>
<h3>Bewegung:</h3>
<p>Macht uns Bewegungsarmut krank? Natürlich.</p>
<h3>Familie:</h3>
<p>Immer wieder ein toller Streitpunkt. Aber in Wahrheit würden uns doch ziemlich wohlfühlen &#8230; in einer &#8222;intakten&#8220; Familie.</p>
<h3>Freunde:</h3>
<p>Könnte es krank machen, wenn wir uns sozial isolieren? Im Gegenteil: Könnten uns enge Freundschaften etwas geben?</p>
<h3>Hunde:</h3>
<p>Jeder Hundebesitzer weiß Bescheid ;-)</p>
<ul>
<li>&#8230;</li>
</ul>
<p>Und so weiter.</p>
<p><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2017/11/202y9d.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-9849 aligncenter" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2017/11/202y9d.jpg" alt="" width="556" height="499" /></a></p>
<p>Wir alle haben archetypische, idealisierte Bilder vor Augen, wie sowas aussehen könnte. Dazu brauchen wir uns nur mal Bilder von Buschmännern anzugucken. Die Männer gehen mit ihren Kumpels jagen, freuen sich ob ihres Jagderfolgs und sind stolz, dass sie ihre Familie versorgen können. Männer scheinen einfach gestrickt zu sein, nicht wahr? Denn was ist das letztlich? Glück. Oder, etwas anders formuliert: Das, was der Mann instinktiv am liebsten tut, manchmal ohne Rücksicht auf Verluste (die arme Frau!).</p>
<p>Wir Menschen aber denken darüber nicht oder nicht richtig nach. Stattdessen kommt die Einsicht oft spät und wir versuchen zu kompensieren.</p>
<p>Häufig habe ich schon erlebt, dass Mit-40er-Frauen, bei denen der Reproduktionszug am Abfahren ist, plötzlich anders denken. Plötzlich &#8222;leihen&#8220; sie sich Kinder von beispielsweise engen Freunden oder der eigenen Familie, um doch noch irgendwie einen &#8222;Nachwuchs&#8220; zu haben.</p>
<p>Klar: Wenn wir voll im Saft stehen und wir uns ziemlich groß fühlen, dann brauchen wir über sowas nicht nachzudenken. Aber später keimt ggf. die Frage auf, ob eigener Nachwuchs nicht irgendwann eine ganz tragende Rolle in meinem eigenen Leben spielen wird.</p>
<p>Denn um was dreht es sich in der Biologie eigentlich?</p>
<h3>Reproduktion:</h3>
<p>Könnte es böse Folgen für uns haben, wenn wir so eine essentielle Wahrheit einfach &#8230; ignorieren?</p>
<p>Was ich damit sagen will: Wir hängen an einer Jojo-Schnur, die sich &#8222;Biologie des H. sapiens&#8220; nennt. Wir können uns davon nicht lösen, wir können nicht weg, wir werden, mit Schmerzen oder &#8222;einfach so&#8220;, irgendwann wieder dahin zurückgezogen. Es ist unumgänglich.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Je mehr wir uns nicht an diese Spielregeln halten, umso härter fallen wir. </strong></p>
<p>Und genau das meint &#8222;Steinzeit in den Knochen&#8220;, wenn auch etwas höflicher und weniger unbequem formuliert.</p>
<p>Aber auch für uns selbst gilt, dass wir eine <strong>ganz eigene Biologie</strong> haben. Auch die können wir, bei aller Rationalität, nicht bescheißen.</p>
<p>Zu Studienzeiten hat das mein Genetik-Professor mal ziemlich brachial ausgedrückt: Wir Menschen machen uns selbst Probleme, weil wir uns über die ganz eigene Biologie stellen. So würden wir uns nicht verpaaren, weil wir &#8222;einfach so&#8220; mit diesem einen Menschen intim werden wollen, sondern weil wir im Kopf beschließen mit Partner X ein Kind zu bekommen. Er wollte damit ausdrücken, dass das Leben eigentlich &#8222;anders&#8220; gesteuert vonstatten geht, wir Menschen diese Mechanismen aufgrund unserer eigenen Vorstellung oft umgehen.</p>
<p>Der Punkt ist aber, dass wir das ziemlich oft ganz genau wissen &#8230; oder zumindest ahnen. Wir wollen es nur nicht wahrhaben.</p>
<p>Natürlich könnte man das jetzt auf sämtliche Lebensbereiche übertragen &#8212; lassen wir das. Fakt ist, dass es nicht reicht, sich &#8222;um die Zelle zu kümmern und dann wird alles gut&#8220;. Das ist vielleicht ein Anfang. Im Endeffekt aber geht es um viel mehr! Es geht darum, sich selbst richtig zu positionieren im Leben und das hat viel mit <em>fühlen</em> zu tun. Weil wir nur so erahnen können, was uns unser großes Unterbewusstsein eigentlich sagen will.</p>
<p>Dann kommen biochemische Erklärungen und Hintergrundinfos dazu. Warum ist das alles so, wie es ist? Wahrheiten aber brauchen keine biochemische Erklärung &#8212; man weiß um sie!</p>
<p style="padding-left: 30px;">Letztlich geht es nicht darum, ein Leben als Steinzeitmensch zu führen. Auf der anderen Seite gibt es Bedürfnisse und Grundverhalten einer jeden Spezies, die uralt sind und die wir bei aller modernen Oberflächlichkeit und Erhabenheit nicht vergessen dürfen. Sonst tut es unter Umständen weh.</p>
<hr />
<p>PS: Mir ist schon auch klar, dass das hier ein sehr streitbares Thema ist. Wie immer, wenn man Menschen das Gefühl gibt, dass &#8222;etwas anderes&#8220; regiert &#8230; und nicht sie selbst.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/paleo/die-steinzeit-in-den-knochen-der-weg-zum-glueck/">Die Steinzeit in den Knochen: Der Weg zum Glück?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Die Moden der Ernährung: Wie sich Trends wiederholen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Mar 2017 13:59:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
		<category><![CDATA[ketogene diät]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Paleo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Amerikaner sind lustig. Ich lese immer noch fleißig mit. Ich bin der Meinung, dass es uns zeigt, wohin die deutsche Ernährungs- und Lifestyle-Reise geht. Da gab es neulich den Zeitungsbericht. Thema: Tom Brady. NFL-Superstar [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Amerikaner sind lustig. Ich lese immer noch fleißig mit. Ich bin der Meinung, dass es uns zeigt, wohin die deutsche Ernährungs- und Lifestyle-Reise geht.</p>
<p>Da gab es neulich den Zeitungsbericht. Thema: Tom Brady. NFL-Superstar mit seltsamer Ernährungsform. Kein/kaum Salz, keine Milchprodukte, keinen Zucker, kein Gluten &#8230; und solche Sachen. Ein paar Tage später, neuer Artikel: Wissenschaftler vermelden, die Ernährungsform von Tom Brady sei &#8222;BS&#8220;. Ha, ha, der Klassiker wieder.</p>
<p>Daraufhin meldet sich der mittlerweile wieder aufgetauchte Art de Vany. Das ganze Ernährungsbusiness sei &#8222;Banane&#8220;. Er meint, es sei an der Zeit dieses leidige Paläo- und Ernährungs-Gefasel zu beenden. Nicht, weil es per se falsch ist. Sondern, weil es weg führt von den wichtigen Dingen, auf die wir uns konzentrieren sollten. Nämlich auf die Biochemie dahinter, auf wichtige Signalwege. Der geneigte edubily-Leser wird wohl wissen, um was es geht. Denn C. Michalk hat 2014 schon gedacht, dass das alles ziemlich sinnlos ist. Deshalb führten wir im Handbuch Begrifflichkeiten wie AMPK, Sirt, PGC-1alpha und mTOR ein. Wer das noch ergänzt mit Autophagie, der weiß, welche Themen in naher Zukunft auf uns zukommen werden. Denn: Das neue Art-de-Vany-Buch wird bald erscheinen. Thema: Gesundheit und Langlebigkeit. Na, so ein Zufall. :-)</p>
<p>Zwei Klicks weiter <a href="http://sigmanutrition.com/episode169/">ein Podcast</a>. Ein Interview mit Chad Macias, ein Molekularonkologe. Der studiert die Effekte einer Keto-Diät auf das Tumorwachstum. Im Podcast erzählt er u. a. warum Keton-Körper das Tumorwachstum beschleunigen können, warum man Krebszellen nicht aushungern kann, erzählt von der Komplexität des Themas und warum der Schuss mit der Keto-Diät bei Krebs auch nach hinten losgehen kann. <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/wenn-krebszellen-nicht-nur-zucker-lieben/">Neulich sprachen wir darüber.</a> Da sagte ich noch, dass ich kein Krebsbiologe bin. Hier spricht einer und ich sehe, dass ich auch gar kein Krebsbiologe sein muss, um zu den gleichen Schlüssen zu kommen.</p>
<p>Ja, ich weiß. Eigenlob stinkt. War ja auch nur scherzhaft gemeint. Sinus-Verläufe: In 10 Jahren stehen wir alle wieder mit Vollkornbrot, Eiweißen (ohne Eigelb) und dem selbstgemixten Saft da. So wie einst Jack Lalanne oder heute noch immer Ernestine Shepherd. Es wiederholt sich. Das ist die Ironie.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/kontroverses/moden-der-ernaehrung-trends/">Die Moden der Ernährung: Wie sich Trends wiederholen</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Was uns wirklich von Jägern und Sammlern unterscheidet</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/citrullin/jaeger-sammler-sport-ernaehrung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jan 2017 23:14:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Citrullin]]></category>
		<category><![CDATA[Paleo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn man sich mit natürlich lebenden Menschen, nennen wir sie Jäger und Sammler, befasst und das Leben dieser Menschen wenigstens einmal versucht zu emulieren, dann versteht man schnell, was Sache ist. Wohlgemerkt: In der provinziellen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wenn man sich mit natürlich lebenden Menschen, nennen wir sie Jäger und Sammler, befasst und das Leben dieser Menschen wenigstens einmal versucht zu emulieren, dann versteht man schnell, was Sache ist. Wohlgemerkt: In der provinziellen Pfalz waren die noch bis vor wenigen Jahrzehnten &#8222;Jäger und Sammler&#8220; &#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Jedenfalls:<strong> Plötzlich gehen einige Lichter auf. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Denn über Ernährung zu philosophieren ist das eine. Das Ganze selbst mal durchlebt zu haben &#8230; das andere.</p>
<p style="text-align: justify;">Das kann mit banalen Umstellungen beginnen, die letztlich oft viel profunder wirken als uns klar ist. Wir hören also mal eine Zeit auf die klassischen Backprodukte zu verzehren und nutzen in Zukunft Kartoffeln, Süßkartoffeln und Reis als unsere Stärke-Quelle. Teil der Magie beginnt nämlich genau dann. Plötzlich ist man gezwungen, die Kartoffel-Säcke nachhause zu schleppen. Man muss sich dann in die Küche stellen, das Zeug auch noch kochen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer mal nachgerechnet hat: Um auf nennenswerte Mengen Kalorien und Kohlenhydrate zu kommen, muss man sich &#8212; zumindest bei Kartoffeln &#8212; schon sehr viel Mühe geben. Dann kommt nämlich schon das nächste Problem ins Spiel: Wer kann schon den ganzen Tag Kartoffeln essen?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>In der Zwischenzeit hat man &#8212; gar nicht gemerkt &#8212; ein Energie-Loch erzeugt.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Schon alleine das (gesunde) Kochen kann für viele Menschen bedeuten, dass sie urplötzlich sehr viel weniger essen oder, alternativ, weniger Kalorien zuführen.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch die gelebte Praxis: Plötzlich ist abends der Kühlschrank leer. Schlecht geplant. Kein Salat, kein Fleisch, nix &#8230; Was tun? Ups. Dann geht man sogar mal hungrig ins Bett und isst morgens wenig bis nichts. Schon ist man in der Ketose, also im &#8222;Fastenmodus&#8220;. Völlig selbstverständlich, keine Magie. Für &#8222;natürlich lebende Menschen&#8220; ganz normale Zustände.</p>
<p style="text-align: justify;">Umgekehrt kreieren die damit ein metabolisches Milieu, das ganz andere Anforderungen hat. Das wissen wir doch: Tiere sind beispielsweise vor Fruktose-induzierten Stoffwechselproblemen geschützt, wenn sie weniger essen müssen oder mal ein bisschen Sport treiben. Physiologisch betrachtet hat das einen ziemlich ähnlichen Hintergrund: Sport und Energielöcher schalten gleichartige oder die gleichen Signalwege innerhalb der Zelle an. <strong>Die wird plötzlich aufnahmefähig und aktiv</strong>.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Noch mal kurz: Darüber haben wir z. B. im <a href="http://amzn.to/2eVJwoZ">Stoffwechsel-Buch</a>, aber auch im <a href="http://amzn.to/2fFAxrR">Handbuch</a> sehr ausführlich geschrieben.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die anderen Menschen, auch bei uns, das sind die Sportler. Die sind einfach anders. Das wird auch Stubenhocker niemals verstehen können. Denn sämtliche Probleme, auch wirklich gravierende, lösen sich plötzlich in Luft auf. Ein Sportler fragt sich selten, ob er den Keks essen darf oder nicht. Viele Sportler fragen sich was ganz anderes. Die fragen sich, wie sie schnellstmöglich genug Energie in den Körper bekommen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Unser gesellschaftliches Grundproblem ist genau das.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Im Blut staut sich alles. Angefangen bei Cholesterin hin zum Blutzucker und Insulin. Selbst Androgene stauen sich. Sogar zu viele Vitamine im Blut sind heute ein Thema, zumindest bei den Amerikanern.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Prinzip dahinter ist einfach zu verstehen: Der Muskel war eigentlich dafür programmiert, belastet zu werden. Wer den Muskel beispielsweise mechanisch belastet, der erhöht massiv den Energieverbrauch, aber auch den Baustoff-Umsatz. Der Muskel muss halt Strukturen aufbauen. Gleichzeitig wird auch der darunter liegende Knochen belastet. Was macht der? Der will auch aufbauen und schüttet (erst dann!) z. B. Osteocalcin aus. Osteocalcin schnappt sich das Calcium aus dem Blut und transportiert es zum Knochen.</p>
<p style="text-align: justify;">Daher: <strong>Wir haben vergessen, dass wir Umsätze im Körper kreieren müssen</strong>. Dass Gewebe erst dann arbeiten, wenn man sie ein bisschen arbeiten lässt und nicht zumüllt mit Überfluss. <strong>Erst dann entsteht eine Sog-Wirkung</strong>. Erst dann können Strukturen aufbauen und <strong>erst dann entsteht ein Feedforward-Mechanismus, der dafür sorgt, dass das Baumaterial bzw. Energie-Substrat auch aufgenommen wird.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Dann wird das Blut freigeräumt und wir stellen uns fortan ganz andere Fragen.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Diese körperliche Belastung war für alle Menschen, sogar noch für unsere Großeltern, über viele, viele Jahrtausende normal. Wenn wir davon ausgehen, dass der Körper die Belastung braucht, um normale physiologische Abläufe überhaupt zu gewährleisten, körperliche Belastung also braucht wie die Luft zum Atmen, dann ändern sich die Prioritäten. Gerade mit Blick auf die Gesundheit. Viele Probleme lösen sich dann von selbst.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir würden uns alle gerne &#8222;andere Fragen stellen&#8220;, nicht wahr?!</p>
<p style="text-align: justify;">PS: Viele von uns bräuchten einen Trainier oder ein Team, etwa eine Fußballmannschaft. Denn uns ist oft nicht klar, was es bedeutet, den Körper <em>wirklich</em> zu belasten. Lange bevor wir ihn <em>wirklich</em> belasten, glauben wir, es reicht. Ein Trainer kann uns überfordern, er kann uns aber auch &#8212; oft sogar spielerisch &#8212; zeigen, dass wir einfach nur tierisch faule Wesen sind, die alles tun, um in der körperlichen Sesselsitz-Zone zu bleiben.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/citrullin/jaeger-sammler-sport-ernaehrung/">Was uns wirklich von Jägern und Sammlern unterscheidet</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Über Paleo und warum Kohlenhydrate wichtiger werden (youtube-Video)</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/low-carb/paleo-kohlenhydrate-video/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Sep 2016 19:34:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Low Carb]]></category>
		<category><![CDATA[Fettsäure-Oxidation]]></category>
		<category><![CDATA[Paleo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ach ja. Was durfte ich mir Ende 2013, Anfang 2014 von einigen No-Carb-Anhängern anhören. Es reichte von wüsten Beschimpfungen, Respektlosigkeit bis hin zu Drohungen (&#8222;Ich lasse dich abmahnen&#8220;). Kein Witz. Damals dachte ich wirklich, manche Menschen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ach ja. Was durfte ich mir Ende 2013, Anfang 2014 von einigen No-Carb-Anhängern anhören. Es reichte von wüsten Beschimpfungen, Respektlosigkeit bis hin zu Drohungen (&#8222;Ich lasse dich abmahnen&#8220;). Kein Witz. Damals dachte ich wirklich, manche Menschen sind richtig krank. Richtig krank. Nicht böse gemeint. Aber das ist das Prinzip Religionskrieg. Wie kann man nur?</p>
<p style="text-align: justify;">Einmal davon abgesehen, dass jede Art von Krieg, jede Art von Auseinandersetzung, jede Art von Anfeindung, egal auf welcher Seite man sich befindet, immer schadet. Selbst dann, wenn man &#8222;den Krieg gewinnt&#8220;. Daher gehe ich heute auf solche Kommentare (die kommen mittlerweile selten) gar nicht mehr ein. Merkt vielleicht der/die eine oder andere. :-)</p>
<p style="text-align: justify;">Nein. Unser Ziel war es von Anfang an, so nah wie möglich an der Wissenschaft zu arbeiten. Uns ist dabei wichtig, eben nicht zu spekulieren oder zu raten (Was hat der Steinzeitmensch gegessen?), sondern zu schauen, <strong>wie die Zelle reagiert, wenn ich ihr dieses oder jenes anbiete</strong>. Das ist speziell dann wichtig, wenn wir über Kohlenhydrat- oder Fettoxidation sprechen wollen mit Blick auf die Gesamtkörper-Gesundheit.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich sagte einmal: Vielleicht sollten wir nicht immer nur an Homo sapiens denken, sondern an Säugetiere oder gar an eukaryotische Zellen. Denn klar ist: Selbst Hefen &#8212; auch eukaryotische Zellen &#8212; sind unseren Zellen sehr ähnlich. Das mögen sich manche Menschen vielleicht gar nicht vorstellen können. Ist ja auch ein bisschen unglaublich. Trotzdem, es gibt sowas wie &#8222;evolutiv konserviert&#8220;.</p>
<p style="text-align: justify;">Daher sprachen wir über den <a href="https://genetisches-maximum.de/magnesium/l-carnitin-fett-und-die-insulinsensitivitat/">Randle-Cycle</a> et cetera. Wie wirken Fettsäuren auf die Zelle? Wie wirken Proteine und Kohlenhydrate auf die Zelle? Deshalb tauchen wir ab zu mTOR und AMPK, zu PGC-1alpha und letztlich zu den Gesundmachern, nämlich <a href="https://genetisches-maximum.de/mitochondrien/">Mitochondrien.</a></p>
<p style="text-align: justify;">Heute, also fast Ende 2016, darf ich fast ein kleines Wunder erleben. Ausgerechnet da, wo sonst immer die Paleo-Ideologen sprachen, nämlich auf dem <em>Ancestral Health Symposium </em>(AHS), sehen wir ganz hervorragende Vorträge. So ein Vortrag stammt z. B. von Kyle Mamounis, einem angehenden Doktor in der Ernährungswissenschaften-Abteilung.</p>
<p style="text-align: justify;">Leider mussten wir unseren Vortrag bei der diesjährigen <em>Paleo Convention</em> absagen. Ich denke, ich hätte genau dieses Thema aufgegriffen, denn die Organisatoren der Paleo Convention sind ebenfalls sehr offen und streben auch Fortschritt an. Vielleicht nächstes Jahr dann.</p>
<p style="text-align: justify;">Also: Ein guter Vortrag. Schon alleine, weil er am Ende des Videos genau das sagt, was ich hier noch einmal kurz aufgefasst habe. &#8222;Eine große Frage in der Paläo-Community ist, an was wir genetisch angepasst sind. Damit befasse ich mich nicht mehr. Ich versuche, die Zelle zu verstehen. Was ist eine eukaryotische Zelle, was tut sie &#8230;&#8220;</p>
<p style="text-align: justify;">Schon mal vorab, als kleiner Heiß-Macher:</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Argument gegen chronisch &#8222;Low-Carb&#8220; ist die CO2-Produktion. Peat-Fans horchen auf: <a href="https://genetisches-maximum.de/kohlenhydrate/ray-peat-zucker/">Ray Peat</a> wusste schon seit Jahren, wie wichtig CO2 ist. Low- besser No-Carb-Diäten &#8222;produzieren&#8220; pro O2 deutlich weniger CO2 &#8212; das kennen wir. Genau das gibt der respiratorische Quotient an, der nichts anderes misst, als das Verhältnis von CO2 zu O2. Bekanntlich ist der RQ niedriger bei reiner Fett-Oxidation, nämlich etwa 0,7. Reine Kohlenhydrate-Oxidation produziert 1,0.</p>
<p style="text-align: justify;">Gewusst? <strong>CO2 lässt in den Arterien das von uns gewünschte <a href="https://genetisches-maximum.de/gefaessgesundheit/stickoxid-gesundheit/">Stickoxid</a> entstehen.</strong> Ich wusste das nicht. So schließt sich wieder einmal ein Kreis.</p>
<p style="text-align: justify;">Das war natürlich nur ein Thema, das der gute Herr angeschnitten hat.</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/low-carb/paleo-kohlenhydrate-video/">Über Paleo und warum Kohlenhydrate wichtiger werden (youtube-Video)</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Das Steinzeit-Video von Pollmer: Ein Kommentar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Jul 2016 14:50:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Paleo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neulich hatten wir auf unsere facebook-Seite ein Video des Lebensmittelchemikers Udo Pollmer gepostet, indem er über die Paläo-Ernährung spricht. Pollmer, das muss man schon sagen, geht das ganze sehr, na ja, faktenbasiert an. Nüchtern, fast schon [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Neulich hatten wir auf unsere <a href="https://www.facebook.com/edubily/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">facebook-Seite</a> ein Video des Lebensmittelchemikers Udo Pollmer gepostet, indem er über die Paläo-Ernährung spricht.</p>
<p style="text-align: justify;">Pollmer, das muss man schon sagen, geht das ganze sehr, na ja, faktenbasiert an. Nüchtern, fast schon spöttisch und in typischer Pollmer-Manier, &#8222;Hör auf mit dem ganzen Schrott, es bringt eh nix!&#8220;</p>

<p style="text-align: justify;">Logischerweise tritt Pollmer damit all denjenigen auf die Füße, die das Gegenteil ja live erfahren haben. Das ist eben oft der Unterschied: Über &#8222;Fakten&#8220; zu reden, über irgendwelche Studien, aber am Ende zählt dann doch die praktische Erfahrung und wer einmal erlebt, der hat seine eigene Wahrheit eben gefunden.</p>
<p style="text-align: justify;">Problematisch wird es dann (erneut), wenn wir uns festnageln und die <strong>Zeit- bzw. Kontextkomponente</strong> vergessen. Im Klartext: Ein Fettleibiger, der mit seiner Zero-Carb-Diät 30 kg abspeckt, der braucht das Kohlenhydrat nicht zeitlebens zu hassen, weil er sich durch seine Intervention ja einen Stoffwechsel geschaffen hat, der nun mit Glukose umgehen kann. Physiologisches Gesetz. Fett weg, Glukose-Toleranz hoch.</p>
<p style="text-align: justify;">Das, was mich bei all dem Steinzeit-Gefasel so beeindruckt, ist, dass wir in manchen Punkten ziemlich irrational werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Beispiel: Die Sportwissenschaft hat Jahrzehnte lange, sehr gute Arbeit geleistet und wir wissen heute, dass es eben <strong>biologische Gesetzmäßigkeiten</strong> gibt, die jeder kennt. Zusammengefasst als <strong>Trainingsprinzipien</strong>: Progressivität, wirksamer Belastungsreiz, Variation, Spezifität, Wiederholung, Periodisierung etc. Darüber braucht kein einziger mehr zu diskutieren. Wer sportliche Fortschritte machen will, der hält sich eben an diese Gesetzmäßigkeiten. Aber: Haben alle Steinzeitmenschen so regelmäßig mal trainiert, schön progressiv, oder warum ist das so verankert in uns? Oder gilt das etwa auch für Ratten?</p>
<p style="text-align: justify;">Ich stelle mir dann vor, dass ein Paläo-Forscher nun bei Buschmännern war und beobachtet hat, dass die nichts anderes tun, als jeden Tag Bäume zu beklettern. Augenscheinlich sind die Menschen schlank, fit und muskulös.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir würden doch nie und nimmer auf die Idee kommen, jetzt nur noch auf Bäume zu klettern, weil &#8222;die Evolution&#8220; oder &#8222;Jäger-und-Sammler-Kulturen&#8220; das mit ihrem Verhalten implizieren, oder?</p>
<p style="text-align: justify;">Genau so verhalten wir uns aber wenn es um Ernährung geht. Wenn also Pollmer vom verfaulten Fleisch, vom &#8222;Fisch im Dreck&#8220; oder von den dicken, fetten Ameisenhintern erzählt, die da gegessen wurden, dann ist das doch nicht die &#8222;korrekte Kost für Homo sapiens&#8220;.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich verstehe nicht, warum wir immer diesen großen Bogen schlagen müssen, uns an Steinzeit-Logiken bedienen wollen, selbst dann, wenn wir nicht einmal klar sagen können, ob die Steinzeit tatsächlich noch &#8222;in den Knochen steckt&#8220; oder ob die Epigenetik der letzteren Generationen auch ohne große Mutationen deutliche Unterschiede schafft &#8211; von Generation zu Generation. Paradox finde ich, dass wir der Epigenetik heute zwar Großes beimessen, aber dann doch immer wieder behaupten, wir hätten uns seit der Steinzeit nicht verändert, dürften deshalb keine Bohnen essen.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Mensch-Mensch-Unterschied ist z. T. so enorm, aber die tatsächlichen genetischen Unterschiede extrem minimal, so, dass auf der Hand liegt, dass die andere Komponenten eine große Rolle spielen müssen bei ebendiesen Effekten. Man denke nur einmal an <strong>alternatives Splicen</strong>, wo ein einziges Gen zig Tausende verschiedene Produkte, also Proteine, schaffen kann. Während wir Menschen also vielleicht 20.000 bis 25.000 Gene haben, die Proteine bauen, könnten sich zig Millionen verschiedener Möglichkeiten ergeben, die Informationspotenz kann sich vertausendfachen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ungeachtet dieser Effekte wissen wir aber doch alle, was für den Körper wertvoll ist. Aus Studien und aus persönlicher Erfahrung: <strong>Etwas mehr Eiweiß, moderat Kohlenhydrate, die Ölsäure, Pflanzen und pflanzliche Sekundärstoffe in Maßen, ab und zu mal eine Zeit lang unterkalorisch leben, Wasser, Bewegung, Licht &#8211; den Rest der Individualität überlassen. </strong>Nichts anderes hat Cordain (<a href="http://thepaleodiet.com/">The Paleo Diet™</a>), der ja eigentlich Physiologe ist, gemacht: Er hat die &#8222;bessere&#8220; Ernährungsform für uns gesucht, uns <a href="https://genetisches-maximum.de/fette/sonne-dha-linolsaeure/"><strong>Eckpfeiler</strong> </a>vorgegeben, die im Grunde sehr wenig mit spezifischen Ernährungsformen von vielen, vielen Kulturen zu tun hat. (Anders ausgedrückt: Wir brauchen keine Ameisen-Hinterteile zu essen, um gesund zu bleiben.)</p>
<p style="text-align: justify;">Das brauchen <strong>wir</strong> aber sicher nicht vergebens mit der Steinzeit zu rechtfertigen. Würden wir nämlich einen Ratten-Stamm nehmen, ihm ein bisschen mehr Eiweiß verfüttern etc., würde die Physiologie dieser Ratten-Gruppe auch positiv reagieren. Vielleicht sollten wir das Priming unserer Organismen nicht immer, ganz egoistisch, bei den letzten 50.000 Jahren suchen, sondern schon bei der Säuger-Evolution anfangen &#8230; oder noch früher! Es gibt eben zentrale &#8222;Zellschalter&#8220; in eukaryontischen Zellen, die man sogar in Hefen wiederfindet.</p>
<p style="text-align: justify;">Dann würden immerhin mal die kleinlichen Diskussionen aufhören. Grundsätzlich gilt aber:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lieber eine &#8222;falsche&#8220; Paläo-Ernährung als ein erhabenes Gerede, das keinen weiterbringt &#8211; genau deshalb ist Paläo die beste Ernährungsform, die man derzeit empfehlen kann. </strong></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/paleo/steinzeit-ernaehrung-pollmer/">Das Steinzeit-Video von Pollmer: Ein Kommentar</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Die Vorteile der Paleo-Diät &#8211; 2 erstaunliche Studien</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-diaet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Phil Böhm]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jun 2016 16:21:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Paleo]]></category>
		<category><![CDATA[insulinresistenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Als ich vor einigen Jahren das erste Mal von der Paleo-Diät gelesen habe, war ich sofort verliebt. Ich war damals noch grün hinter den Ohren und äußerst begeisterungsfähig. Sobald ich etwas Neues über mein [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-diaet/">Die Vorteile der Paleo-Diät – 2 erstaunliche Studien</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Als ich vor einigen Jahren das erste Mal von der Paleo-Diät gelesen habe, war ich sofort verliebt.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Ich war damals noch grün hinter den Ohren und äußerst begeisterungsfähig. Sobald ich etwas Neues über mein Hobby, also Ernährung und Sport, entdeckte, schoss mein <a href="https://genetisches-maximum.de/neurotransmitter/dopamin-neurochemie/">Dopamin</a> durch die Decke und ich versuchte, an alle Informationen darüber zu gelangen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Genau so auch bei der Steinzeiternährung. Ein weiterer Grund dafür war, dass mich Geschichte schon als kleiner Junge faszinierte.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Und plötzlich ergab alles Sinn. Ich wusste, warum heute so viele mit ihrem Gewicht kämpfen müssen und diese modernen Diäten einfach nicht funktionieren können: Der Mensch hat sich doch viele Tausende Jahre an </span><b>eine</b><span style="font-weight: 400;"> Ernährung angepasst, und nur wenn wir uns exakt so ernähren, können wir gesund und fit bleiben, oder?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Wie du vielleicht weißt, sehe ich das heute ein wenig anders. In unserem Blog kannst du nachlesen, dass wir das Paleo-Konzept (wie jedes starre Konzept) sogar durchaus kritisch sehen. Zum Beispiel <a href="https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-pseudowissenschaft/">hier</a>, <a href="https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-low-carb-vegan-das-beste-ernaehrungskonzept/">hier</a> oder <a href="https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-mikronaehrstoffe-zukunft/">hier</a>.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Damals wurde mir schnell klar, dass Paleo ein neuer Trend werden könnte aber dann, vielleicht nach ein, zwei Jahren von einer neuen Diätform wieder abgelöst werden wird. Ich habe den Verdacht, dass wir uns aktuell an dem Punkt befinden, an dem Paleo an Popularität verliert und zeitnah etwas Neues auf uns zu kommt. Was das sein wird, ist schwer vorherzusagen. Vielleicht das <a href="https://genetisches-maximum.de/about/">edubily-Konzept</a>?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Dafür spricht, dass mir in den letzten Wochen vermehrt Artikel im Internet auffallen, die Paleo infrage stellen. So bin ich zum Beispiel gestern erst zufällig auf einen Text des Trainers <a href="http://stefancorsten.com/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Stefan Corsten</a> gestoßen, der zwar Paleo nicht direkt nieder macht aber das Thema auffallend provokant angeht.   </span></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/06/paleo-kritik-facebook.jpg" rel="attachment wp-att-6979"><img decoding="async" class="wp-image-6979 size-medium aligncenter" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/06/paleo-kritik-facebook-225x300.jpg" alt="Du bist kein Höhlenmensch" width="225" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Ist das der Anfang vom Ende?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Bevor die Zeit der Steinzeiternährung in Deutschland abgelaufen ist, kommen jetzt zwei Studien daher, die bemerkenswert positive Ergebnisse liefern. Es funktioniert also doch </span><b>nachweislich.</b><span style="font-weight: 400;"> Schauen wir sie uns an.    </span></p>
<h2>Studie eins: Über Gewichtsabnahme und Insulinsensivität nach einer Paleo-Diät</h2>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">In der <a href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/dmrr.2828/abstract" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">ersten Studie</a> schauten sich schwedische Wissenschaftler an, wie sich eine Paleo-Ernährung zusammen mit einem Fitness-Programm auf den Fettabbau und die Insulinsensivität von Menschen auswirkt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Das Bemerkenswerte war, dass sich die Teilnehmer </span><b>satt</b><span style="font-weight: 400;"> essen durften, solange sie ein paar einfache Regeln einhalten würden. Das bedeutet, Milchprodukte, Getreide, Hülsenfrüchte, raffinierte Öle und sonstige verarbeitete Lebensmittel, wie bei der Paleo-Ernährung bekannt, sollten sie meiden und auch sonst nicht übertreiben. Sprich normal und moderat essen. Pro Tag nicht mehr essen als:</span></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">130 g Trockenfrüchte</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">60 g Nüsse</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">15 g Raps oder Olivenöl</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Kleine Mengen Honig oder Essig</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Ein bis zwei Eier. Bei höchstens fünf in der Woche</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Eine Tasse Kaffee oder Tee</span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;"><em>Raw Food</em> wie Fleisch, Fisch, Gemüse und dergleichen konnten die Teilnehmer dagegen bis zum Abwinken essen. Trinken sollten sie, bis auf ein Gläschen Rotwein pro Woche, nur Wasser.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Als Training reichte es für die eine Gruppe aus, täglich eine halbe Stunde zu walken. Die andere Gruppe war fleißiger und machte zusätzlich dreimal pro Woche einen Trainingsplan, bestehend aus Ausdauer- und leichtem Krafttraining.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Wie das Training im Detail aussah, spielt meiner Meinung nach keine große Rolle. Zusammengefasst: Es gibt effektivere Trainings-Methoden. Kein Wunder, denn bei solchen Studien geht es vor allem darum, die Programme möglichst gut kontrollieren und skalieren zu können.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Was tat sich bei den Teilnehmern? Nach 12 Wochen, also einem vernünftigem Zeitraum, um Resultate abzuleiten, überzeugen die Ergebnisse.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Im Schnitt nahmen die Teilnehmer rund </span><b>sieben Kilo</b><span style="font-weight: 400;"> ab, was eine Körperfett-Reduktion von ungefähr drei bis vier Prozent entsprach. Die beiden Gruppen unterschieden sich, was die reine Gewichts-Abnahme betraf kaum. Andere Gesundheitsmarker, wie der <a href="https://genetisches-maximum.de/leptin/leptin-wirkung-traumfigur-teil-1/">Leptinspiegel</a> und das Blutzuckermanagement verbesserten sich bei den fleißigeren Sportlern jedoch deutlich.</span></p>
<h2>Studie zwei: A study of our origin</h2>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Die <a href="http://www.hindawi.com/journals/bmri/2016/6935123/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">zweite Studie</a> geht noch einen Schritt (oder mehrere Schritte) weiter. Leo Pruimboom, der auch das <a href="http://amzn.to/1U18IaK" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Wirkkochbuch</a> mit verfasst hat, untersuchte mit seinen Kollegen, was passiert, wenn nicht nur die Ernährung, sondern der ganze Lifestyle kurzfristig auf Paleo umstellt wird.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">In den Jahren 2011, 2012 und 2013 schickten sie jeweils eine kleine Gruppe fitter Leute für zehn Tage in die Pyrenäen. Kürzlich wurden die Ergebnisse zusammengefasst.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">In den Bergen sollten sie wie Jäger und Sammler leben. Das heißt:</span></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Kein festes Lager haben</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Jeden Tag rund 14 km mit Gepäck wandern</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Intermittierndes Fasten, mit nur zwei großen Mahlzeiten pro Tag </span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Draußen schlafen </span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Tiere selbst töten und zubereiten (Tiere wurden geliefert, keine Jagd nötig)</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">In der Gemeinschaft leben</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Ein bisschen körperlich Arbeiten</span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Du siehst, das war kein Zuckerschlecken. Diese Studie erinnert an die Serie “Ausgesetzt in der Wildnis” mit dem Überlebenskünstler Bear Grylls.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Im Anschluss an diesen Ausflug haben die Forscher Messungen und  relevante Blutwerte ausgewertet, um zu schauen, wie sich der Kurztrip in die Steinzeit auf den Körper auswirkte:</span></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Körpergewicht gesunken (knapp 4 kg)</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Hüft- und Taillenumfang gesunken</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Insulinmanagenet verbessert</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Blutfettwerte verbessert</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Entzündungsmarker verbessert</span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">… demnach alle Risiko-Faktoren, um am metabolischen Syndrom zu erkranken deutlich reduziert. In zehn Tagen! Die teuerste ärztliche Behandlung würde wohl nicht im Traum in die Nähe solcher Resultate kommen.</span></p>
<h2>Paleo also doch der Bringer?</h2>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Die Studien zeigen, dass Abnehmwillige durchaus von dem Paleo-Trend lernen können. So überzeugend die Ergebnisse auch sein mögen, für uns ist “streng Paleo” trotzdem keine Alternative.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Denn wie kommen die Ergebnisse zustande? Bei der ersten Studie habe ich bewusst verschwiegen, dass die Teilnehmer nicht die Jüngsten waren. Alle irgendwo um die 60. Was noch wichtiger ist: Sie waren nicht die Dünnsten (zwischen 30 und 40 % Körperfett) und hatten Typ 2 Diabetes. Sie waren also krank.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Wir müssen davon ausgehen, dass sich die Teilnehmer in den Jahrzehnten vor dieser Untersuchung nicht vorbildlich ernährt und bewegt haben.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Die Diät funktionierte wahrscheinlich deshalb so gut, weil sie &#8211; auch wenn es viele nicht lesen wollen &#8211; eine negative Energiebilanz erzeugte. Trotz satt essen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Denn nur durch die Einhaltung der oben aufgezählten Regeln erhöhten die Teilnehmer ein wenig den Anteil an Protein, senkten minimal die Fettaufnahme und reduzierten deutlich die Kohlenhydrate in ihrer Ernährung. Ganz ohne Kalorienzählen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Zudem darf das Sportpensum nicht unterschätzt werden. Dass (Ausdauer-) Sport nicht nur Energie verbrennt, sondern auch die Wirkung von Insulin verbessert, ist lange bekannt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Ich will nicht sagen, dass es ausschließlich auf die Kalorienbilanz ankommt. Aber es ist immer noch </span><b>der wichtigste Faktor</b><span style="font-weight: 400;">, wenn es um die Gewichtsabnahme geht. Wenn über mehrere Wochen weniger (Energie) gegessen und gleichzeitig mehr verbraucht wurde, <strong>muss</strong> das Körpergewicht sinken. Da führt kein Weg vorbei.</span></p>
<h2>Fazit</h2>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Es gibt gute und schlechte Diäten, Paleo gehört bestimmt zu den besseren. Paleo ist und bleibt <i>nett</i>. </span></p>
<p style="text-align: justify;">Denn ganz klar muss gesagt werden: Loren Cordain, der &#8222;Erfinder&#8220; der Paleo Diet, zeigte uns nicht nur die <strong>Grundpfeiler</strong> der menschlichen Ernährungsweise, sondern, na ja, er stellte uns eine Ernährungsform zusammen, die nachweislich gute Resultate liefern <strong>muss</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber, muss man dem Kind immer <strong>einen</strong> Namen geben? Einen? Konzeptblindheit &#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Grundpfeiler eines allgemeinen, guten Lebensstils sind z<span style="font-weight: 400;">um Beispiel: täglich in die Sonne gehen, <a href="https://genetisches-maximum.de/fette/sonne-dha-linolsaeure/">DHA zu sich nehmen</a> (allgemein: bessere Fette), übertriebene Lebensmittelverarbeitung (Zusatzstoffe und Extra-Zucker/Fett) meiden, mit Protein nicht geizen, gut schlafen, mehr Gemüse und Fasern essen, sich bewegen bzw. Sport treiben, in der Gemeinschaft abhängen … Musst du dich dazu wie ein Steinzeitmensch ernähren, geschweige denn in die Pyrenäen fahren?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Trotzdem, für einen Kickstart ist eine kalorienreduzierte Diät oder eine Intervention, wie das Fasten, eine <a href="https://genetisches-maximum.de/ketogen/ketogene-diaeten-zur-behandlung-von-diabetes-ein-kommentar/">ketogene Diät</a> oder &#8222;100 % Paleo&#8220; sicher in Ordnung. Aber nicht, weil es <strong>die</strong> Ernährung des Menschen ist, sondern weil es &#8211; auch für eine Ratte oder andere Tiere &#8211; schlicht die nachweislich effektiven Methoden (s. o.) an die Hand gibt. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Wer weiß, vielleicht bietet edubily demnächst Bootcamps im Pfälzer Wald an. Ein paar Tage wandern, campen, trainieren und danach lecker essen. Wäre mal wieder was Neues &#8211; auch für mich. :-) </span></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-diaet/">Die Vorteile der Paleo-Diät – 2 erstaunliche Studien</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Warum Jäger und Sammler keine Arginin-Kapsel schlucken</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-salz-bluthochdruck/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-salz-bluthochdruck/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Apr 2016 15:04:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Paleo]]></category>
		<category><![CDATA[Arteriosklerose]]></category>
		<category><![CDATA[Stickstoffmonoxid]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beeindruckend viele Informationen finden sich zu Salz. Diesem kristallinen Stoff, den wir alle so lieben. Die Frage ist: Warum lieben wir ihn so? Ist Salz, in heutigen Mengen, ein Gift? Mittlerweile sehe ich das so [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-salz-bluthochdruck/">Warum Jäger und Sammler keine Arginin-Kapsel schlucken</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Beeindruckend viele Informationen finden sich zu Salz. Diesem kristallinen Stoff, den wir alle so lieben.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Frage ist: Warum lieben wir ihn so?</p>
<h2 style="text-align: justify;">Ist Salz, in heutigen Mengen, ein Gift?</h2>
<p style="text-align: justify;">Mittlerweile sehe ich das so wie, na ja, wie ich das Zucker-Thema sehe. Zucker, also Saccharose. Schmeckt uns sehr, aber schadet uns &#8211; mittlerweile nachweislich &#8211; auch.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">&#8222;Salz&#8220; besteht aus den beiden Komponenten Natrium (Na(+)) und Chlorid (Cl(-)). Man muss ein bisschen aufpassen, dass man &#8222;Salz&#8220; nicht verwechselt mit &#8222;Natrium&#8220; &#8211; denn: Natrium macht ca. 40 % der Salzmasse aus. Wenn wir also von 10 g &#8222;Salz&#8220; sprechen, meinen wir gleichzeitig auch 4 g Natrium (40 %).</p>
<p style="text-align: justify;">Ähnliche (Denk-)Fehler gibt es auch bei &#8222;Zucker&#8220;. &#8222;Blutzucker&#8220; ist nicht das Gleiche wie &#8222;Haushaltszucker&#8220; &#8211; der Blutzucker ist &#8222;Glukose&#8220; (Treibstoff unserer Zellen) und das, woraus dein Kuchen besteht, ist Saccharose, bestehend aus Fruktose <span style="text-decoration: underline;">und</span> Glukose, was natürlich mitnichten das Gleiche ist.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Heute dürfen wir &#8211; so scheint es &#8211; alle wieder ohne Nachdenken Salz über unser Essen streuen. Seit es &#8211; industriell verarbeitet &#8211; lieferbar ist, finden wir es überall &#8211; einmal abgesehen von der Rolle als Konservierungsmittel, wissen wir, dass Salz einfach gut schmeckt, besser gesagt: Essen mit Salz schmeckt gut. Essen ohne Salz eher nicht so.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass Salz somit natürlich auch in Verbindung mit unserer Fresssucht gebracht wird, sollte alleine deshalb klar sein.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Die Evolution könnte meinen: Ja!</h2>
<p style="text-align: justify;">Klar dürfte bei kurzer Betrachtung der Thematik auch sein, dass wir Menschen, auch schon als Primat, kaum Zugang zu diesem Stoff hatten. Zumindest nicht zu solchen Mengen. Tatsächlich essen Äffchen sehr wenig Salz und die Natrium:Kalium-Ratio ist extrem niedrig. Im Gegensatz zu uns. Bei uns ist sie extrem hoch.</p>
<p style="text-align: justify;">Salz hatte eine Zeit lang einen schlechten Ruf, weil es viele Arbeiten gibt, die einen kausalen Zusammenhang zwischen Salzkonsum und Bluthochdruck darlegen. Ich habe keine Lust auf dieses Thema einzugehen, weil dies nur zur Streitereien führt. Auch, wenn das Thema sicher viel spannender ist, als viele (mittlerweile) glauben. Ob hier &#8211; neben der Zucker-Mafia &#8211; auch eine Salz-Mafia am Werk ist? Mein unternehmerischer Sachverstand hat hier eine Vermutung.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Was sagt die &#8222;Paläo-Diät&#8220;?</h2>
<p style="text-align: justify;">Wie angedeutet, befassen wir uns, wenn wir uns mit der &#8222;Paläo-Ernährung&#8220; auseinandersetzen, häufig nur mit Protein, Kohlenhydraten, Fetten &#8230; vielleicht auch mal mit dem Gemüse oder Ballaststoffen. Andere Aspekte ignorieren wir häufig. Hier noch einmal das, was postuliert wurde<span id='easy-footnote-1-6724' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href='https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-salz-bluthochdruck/#easy-footnote-bottom-1-6724' title='Konner, M.Eaton, S. B. (2010): „Paleolithic Nutrition: Twenty-Five Years Later“. In:&lt;i&gt;Nutrition in Clinical Practice&lt;/i&gt;. 25 (6), S. 594-602, DOI: 10.1177/0884533610385702.'><sup>1</sup></a></span>:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/04/screenshot-www.naturaleater.com-2016-04-29-18-52-59.png" rel="attachment wp-att-6725"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-6725 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/04/screenshot-www.naturaleater.com-2016-04-29-18-52-59.png" alt="Was wurde in der Paleo-Ernährung wirklich gegessen" width="743" height="441" /></a></p>
<ul>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/low-carb/kohlenhydrate-sind-fuer-dich-essentiell/">35-40 % Kohlenhydrate</a></li>
<li style="text-align: justify;">kein bis wenig Zuckerzusatz</li>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/stoffwechsel/so-verbessert-resistente-staerke-deine-stoffwechselgesundheit/">über 70 g Ballaststoffe</a></li>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/gesamteiweiss-deine-lebensqualitaet/">viel Protein</a></li>
<li style="text-align: justify;">mäßig Fett</li>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/fette/gesaettigte-fettsaeuren-gesund/">wenig gesättigtes Fett</a></li>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/fette/sonne-dha-linolsaeure/">ausreichend DHA (Omega 3)</a></li>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-wie-viel-brauche-ich/">normal-hoch Vitamin D (4000 IE)</a></li>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/vitamin-d/vitamin-d-nachteile/">viel Calcium</a></li>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/gefaessgesundheit/kalium/">viel Kalium</a></li>
<li>&#8230;</li>
<li style="text-align: justify;"><strong>Sehr wenig Salz (Siehe Grafik: &#8222;Sodium (Na): &lt; 1000 mg&#8220; &#8211; das heißt, unter 2 g Salz (NaCl) pro Tag)</strong></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Cordain und seine Freunde (Konner, Eaton et al.), aber auch eine ganze Reihe anderer Wissenschaftler, beschäftigten sich ausgiebig und eine ganze Weile hinweg mit der Frage nach der Bluthochdruck-Entwicklung in diversen Jäger-und-Sammler-Kulturen. Dort nämlich fand man nahezu immer sehr niedrige Blutdruckwerte (100-120) &#8211; nicht wie bei uns, bis zum 25. Lebensjahr, sondern über eine ganze Lebensspanne hinweg. Zeitgleich analysierten diese Forscher auch die Salz-Zufuhr. Egal ob Kitava, Buschmänner, Aborigines, Kenianer oder andere Stämme: Diese Menschen nahmen tagtäglich extrem wenig Salz zu sich.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich legten diverse Arbeiten nahe, dass Homo sapiens, als Art, über Jahrmillionen hinweg in ebendieser &#8222;Wenig-Salz-Umwelt&#8220; lebte. Außerdem, so scheint es, verfügen wir über hervorragende Mechanismen, Salz zu sparen (es aber nicht ohne Probleme loszuwerden), während wir kaum gute Mechanismen haben, Kalium zu sparen (gleichzeitig werden wir es gut los).</p>
<p style="text-align: justify;">Aber wie gesagt: Auf die Bluthochdruck-Thematik möchte ich gar nicht so sehr eingehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Hypothese, dass Homo sapiens an eine salzarme Umgebung angepasst ist, finde ich dennoch spannend.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Salz-adäquate Ernährung heilt die Arterien</h2>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Kleine Erinnerung: Die innere Gefäßschicht unserer Arterien besteht aus Endothelzellen. Diese Zellen sind dafür verantwortlich, unsere Gefäße gesund zu halten. Das heißt: Optimal weit und &#8211; hoffentlich &#8211; ohne Fett-Calcium-Gemisch (Arteriosklerose). Endothelzellen sind sozusagen das Teflon unserer Gefäße. Die Endothelzellen produzieren ein Gas namens Stickstoffmonoxid (kurz: Stickoxid, NO) &#8211; dieses NO macht die Gefäße weit und schützt unsere Arterien über viele Mechanismen. Ein Abfall dieses Gases geht nicht nur einher mit metabolischer Entgleisung (siehe dazu NO-Guide), sondern auch mit endothelialer Dysfunktion, was einfach nur meint, dass die Arterien nicht mehr richtig funktionieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Die grundsätzliche Reaktionsgleichung sieht wie folgt aus: Arginin (+ Co-Faktoren) reagiert via eNOS (Enzym) zu NO (+ Citrullin).</p>
<p style="text-align: justify;">Der Knackpunkt ist häufig nicht das Substrat (Arginin), sondern die Enzym-Funktion, die sich u. a. durch Sport, pflanzliche Stoffe (Resveratrol etc.), Gewichtsabnahme etc. positiv modulieren lässt. Umgekehrt führt eine Verschlechterung der eNOS-Funktion zu einer niedrigeren NO-Bioverfügbarkeit.</p>
<p style="text-align: justify;">(Weiterführende Literatur: <a href="https://genetisches-maximum.de/energiehaushalt/stickoxid-fettleber-energiestoffwechsel-no-arginin-nitrat/">NO-Guide</a>)</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die Artikel-Überschrift habe ich gewählt, weil es eine Studie<span id='easy-footnote-2-6724' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href='https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-salz-bluthochdruck/#easy-footnote-bottom-2-6724' title='Jablonski, Kristen L.; Racine, Matthew L.; Geolfos, Candace J. u. a. (2013): „Dietary Sodium Restriction Reverses Vascular Endothelial Dysfunction in Middle-Aged/Older Adults With Moderately Elevated Systolic Blood Pressure“. In: &lt;i&gt;Journal of the American College of Cardiology&lt;/i&gt;. 61 (3), S. 335-343, DOI: 10.1016/j.jacc.2012.09.010.'><sup>2</sup></a></span> gibt, die zeigt:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Streicht man älteren Menschen das (zusätzliche) Salz vom Speiseplan, <strong>verbessert sich der Blutfluss ganz dramatisch</strong>. In einfachen Worten: <strong>Die Arterien werden wieder weit</strong>. Das ging einher mit einer Steigerung der NO- und BH4-Werte.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Jeder, der den NO-Guide gelesen hat, weiß, dass BH4 unser eNOS-Enzym &#8222;beschützt&#8220;, so, dass es das von uns gewünschte NO baut.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die Autoren meinen: <strong>Diese Art der Ernährung kehrt &#8211; zumindest weitestgehend &#8211; vaskuläre Dysfunktionen um.</strong></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Was bedeutet, dass Arterien wieder funktionieren, wie sie sollen. Dies wiederum heißt, dass sie uns vor Herzinfarkt, Schlaganfall und Bluthochdruck beschützen. Die &#8222;Natrium-Dosis&#8220; betrug hier ca. 1-1,5 g, was 2-3 g Salz (NaCl) entspricht.</p>
<p style="text-align: justify;">In einer anderen Arbeit<span id='easy-footnote-3-6724' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href='https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-salz-bluthochdruck/#easy-footnote-bottom-3-6724' title='Li, J.; White, J.; Guo, L. u. a. (2009): „Salt Inactivates Endothelial Nitric Oxide Synthase in Endothelial Cells“. In: &lt;i&gt;Journal of Nutrition&lt;/i&gt;. 139 (3), S. 447-451, DOI: 10.3945/jn.108.097451.'><sup>3</sup></a></span> finden wir Hinweise darauf, warum das so ist.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Dort konnte gezeigt werden, dass Salz unser eNOS-Enzym ausschaltet. Sogar in Konzentrationen, die wir durch unseren Salz-Konsum erreichen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/04/screenshot-www.ncbi_.nlm_.nih_.gov-2016-04-30-10-49-15.png" rel="attachment wp-att-6749"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-6749 size-full" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/04/screenshot-www.ncbi_.nlm_.nih_.gov-2016-04-30-10-49-15.png" alt="NaCl und eNOS" width="499" height="139" /></a></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">(Das bedeutet: Es bringt nichts, 10 g Arginin zu schlucken, wenn man das Ganze mit einer Salzlösung runterspült.)</p>
<p style="text-align: justify;">Übrigens: Dieselben Wissenschaftler haben in dieser Arbeit nachgewiesen, dass eine Salz-Infusion den Blutdruck ansteigen lässt, direkt abhängig von der zugeführten Salzkonzentration. Es liegt natürlich nahe, dass dies durch die eNOS-Inaktivierung verursacht wird.</p>
<h2 style="text-align: justify;">&#8222;Arginin-Effekte&#8220; ohne Arginin</h2>
<p style="text-align: justify;">Forscher wie Lindeberg wunderten sich immer, warum Menschen wie die Kitava-Bewohner so selten Zivilisationskrankheiten aufwiesen. Ihnen standen einige entscheidende Daten &#8211; anscheinend &#8211; noch nicht zur Verfügung. Okay, das stimmt wohl nicht ganz. Wir erinnern uns an den deutschen Amerikaner, <a href="https://genetisches-maximum.de/kohlenhydrate/kann-man-mit-kohlenhydraten-abnehmen/">Dr. Kempner</a><span id='easy-footnote-4-6724' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href='https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-salz-bluthochdruck/#easy-footnote-bottom-4-6724' title='http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=Kempner%20W%5Bauth%5D'><sup>4</sup></a></span>, der &#8222;Schwerstkranke&#8220; (Arteriosklerose, Angina pectoris, Fettleibigkeit, Diabetes, Herzrhythmusstörungen, Nierenschäden etc.) mit einer salzarmen &#8222;Reis-Diät&#8220; nahezu komplett heilte &#8211; bereits in der Nachkriegszeit. Aber: Lindeberg und Co. wussten also zum Beispiel nicht, dass eine salzadäquate (bei uns: salzarme) Ernährung das von uns ausführlich besprochene Stickoxid (NO) ansteigen lässt, die als <strong>die</strong> gefäßschützende Substanz überhaupt gilt. Endotheliale Dysfunktion (und daraus folgend: Arteriosklerose -&gt; Herzinfarkt/Schlaganfall) ist Todesursache Nummer 1 in &#8222;zivilisierten&#8220; Ländern.</p>
<p style="text-align: justify;">Spannend finde ich die Frage nach dem tatsächlichen Salz-Bedarf. Wir männlichen Europäer gönnen uns gut und gerne mal 10 g NaCl (Salz)<span id='easy-footnote-5-6724' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href='https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-salz-bluthochdruck/#easy-footnote-bottom-5-6724' title='http://www.bmel.de/DE/Ernaehrung/GesundeErnaehrung/_Texte/DEGS_Salzstudie.html'><sup>5</sup></a></span>, was ca. 4 g Natrium entspricht. Davon lebenswichtig scheint nur ein Achtel zu sein, also 500 mg. Wobei hier bereits körperliche Aktivitäten etc. mit eingerechnet wären. Das absolute Minimum liegt eher bei 120 mg, also entsprechend ca. 250 mg NaCl <span id='easy-footnote-6-6724' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href='https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-salz-bluthochdruck/#easy-footnote-bottom-6-6724' title='http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK234935/'><sup>6</sup></a></span>.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer die Paläo-Ernährung &#8222;leben&#8220; will, der sollte sich nicht nach dem richtigen Kohlenhydrat-Gehalt, sondern nach prinzipiellen Eckpfeilern fragen. Salz könnte ein solcher Eckpfeiler sein. Genau wie Bewegung, Sonne, DHA/EPA, Stress-Management und naturbelassene Nahrung &#8211; die ja wiederum &#8222;salzadäquat&#8220; ist. Ohne Extra-Salz.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich darf gefragt werden, ob das gleiche Szenario auch für Sportler gilt. Zum einen könnte man antworten: Müssen sich Jäger und Sammler nicht auch bewegen? Schwitzt man nicht in Afrika oder in Südamerika? Zum anderen könnte man antworten: Wer mehr verbraucht, darf auch mehr zuführen, da er Salz über die Haut ja quasi &#8222;entgiftet&#8220;. Allerdings darf man sich dann fragen, ob der Schweiß nicht auch &#8222;salzarm&#8220; daher kommen kann (bei entsprechender Ernährung) und wie hoch der zusätzliche Bedarf eines Sportlers tatsächlich ist. Mit anderen Worten: Man braucht vielleicht trotzdem kein Salzstreuer zuhause.</p>
<p style="text-align: justify;">PS: Weil es so amüsant ist, dass es mittlerweile so viele Hobby-Anthropologen gibt, die sich scheinbar bestens mit der &#8222;korrekten&#8220; Ernährungsform für Homo sapiens auskennen, möchte ich noch einmal auf die obige Grafik verweisen. Dort haben &#8222;echte&#8220; Wissenschaftler den tatsächlichen, durchschnittlichen Gehalt einer &#8222;korrekten&#8220; Ernährungsform für H. sapiens niedergeschrieben. Mich wundert es doch immer sehr, dass es Menschen gibt, die glauben, sie seien Individuen des einen Volkes, das unseren Erwartungswert am einen Ende des Spektrums so beeinflusst, genannt Inuit. In anderen Worten: Es gibt weit, weit mehr Jäger und Sammler, die Kohlenhydrate essen, als welche, die keine essen. Aber &#8230; &#8222;Durchschnitt&#8220; &#8211; klingt zu normal.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Disclaimer</h2>
<p style="text-align: justify;">Vorsicht! Auch wenn wir in diesem Artikel grundsätzliche (physiologische) Mechanismen besprochen (Salz reguliert eNOS-Funktion) und auch ein recht &#8222;ganzheitliches&#8220; Bild generiert haben, müssen wir trotzdem immer an individuelle Schwankungen denken.</p>
<p style="text-align: justify;">Heißt: Es gibt sehr sicher Menschen, die stärker respektive schwächer auf eine Salzzufuhr reagieren. Auch sollte klar sein, dass Menschen mit niedrigem Blutdruck vielleicht gerade von einer leicht höheren Salzzufuhr profitieren könnten. Auch scheint die Salzzufuhr Cortisol-Anstiege zu provozieren, was einigen Lesern wiederum helfen könnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Grundsätzlich aber sollte gerade der Durchschnittsbürger die oben genannten Tatsachen im Auge behalten, denn in nahezu allen Nahrungsmitteln (des Supermarktes) finden wir heute größere Mengen Salz.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Referenzen</h2><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-salz-bluthochdruck/">Warum Jäger und Sammler keine Arginin-Kapsel schlucken</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Das wahre Leben des H. sapiens &#8211; ein Interview</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/evolution/das-wahre-leben-des-homo-sapiens/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/evolution/das-wahre-leben-des-homo-sapiens/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Apr 2016 21:13:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Abnehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Paleo]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=6544</guid>

					<description><![CDATA[<p>Schlafmützen sind wir. Wenn jeder wüsste, wie viel Geld in die Forschung gesteckt wird, um übergewichtigen Menschen zu helfen. Aber nicht, weil die irgendwie krank sind, sondern &#8230; na ja &#8230; Was sagt man zu [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/evolution/das-wahre-leben-des-homo-sapiens/">Das wahre Leben des H. sapiens – ein Interview</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Schlafmützen sind wir.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn jeder wüsste, wie viel Geld in die Forschung gesteckt wird, um übergewichtigen Menschen zu helfen. Aber nicht, weil die irgendwie krank sind, sondern &#8230; na ja &#8230; Was sagt man zu solchen Menschen? Die selbst induziert und gerne korpulent sind? Vielleicht psychisch krank?</p>
<p style="text-align: justify;">Das Gleiche könnte man über diejenigen sagen, die immer anderen, neuen Ernährungstrends folgen.</p>
<p style="text-align: justify;">Überhaupt, unsere ganze Gesellschaft ist &#8222;Plastik&#8220;. So jedenfalls hat mir das mein Freund aus Ruanda formuliert. &#8222;Afrikaner denken alle, Europa sei der Himmel, sobald du dort bist, hast du alles.&#8220; Falsch gedacht! Nach drei Jahren Deutschland, spricht übrigens perfektes Deutsch, hat er keine Lust mehr auf diese Plastik-Welt. Das Essen schmeckt nicht. Und in Ruanda kann er mit seinen Äffchen spielen. Hier geht man entweder in die Bar oder ins Kino.</p>
<p style="text-align: justify;">Art de Vany brachte genau das einmal auf den Punkt: Wir sind kränkelnde, verweichlichte Zoo-Tiere, eingesperrt in einer künstlichen Welt, eingesperrt im Hamsterrad unseres täglichen Schaffens &#8211; und merken es nicht. Denken, das sei normal.</p>
<p style="text-align: justify;">Was ist Leben?</p>
<p style="text-align: justify;">Die Antwort finden wir in einem Interview, erschienen auf <a href="http://www.welt.de/reise/article153875758/Diese-Frau-legte-33-000-Kilometer-zu-Fuss-zurueck.html" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">welt.de.</a></p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Thürmer gilt als meistgewanderte Frau Deutschlands. Unter dem Namen &#8222;German Tourist&#8220; hat sie – 1967 in Forchheim geboren – es auch in der internationalen Hiker-Szene zu Berühmtheit gebracht.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Hier wird also viel gewandert, sehr viel.</p>
<p style="text-align: justify;">Was isst man da?</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>Christine Thürmer: </strong>Immer das Gleiche: zum Frühstück <strong>ein halbes Pfund Müsli mit Wasser</strong>, über den Tag verteilt <strong>400 Gramm Schokolade, Gummibärchen, Nüsse oder eine Dose Nuss-Nougat-Creme.</strong> <strong>Mittags und abends gibt es eine Tütensuppe, einen Pasta-Snack, Instantkartoffelpüree oder Tortillas mit Erdnussbutter – das spart Brennstoff.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich kaufe bei den Wanderungen danach ein, was <strong>die höchste Kalorienzahl in Relation zum Gewicht hat</strong>. Im Endeffekt geht es darum, so viel Energie wie möglich in leichtmöglichster Form mitzunehmen. Zur normalen Verpflegung kommen ja noch die Fressattacken, der &#8222;Hiker-Hunger&#8220;. Sechs Schokoriegel am Stück? Kein Problem. Alles dreht sich nur noch ums Essen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Siehst du. Das war Homo sapiens. Wandernd. Überhaupt keine Ahnung von Ernährung. Aber hier wird deutlich, warum wir, als einziger Primat, einen so langen Dünndarm, aber kürzeren Dickdarm aufweisen. Wir hatten die gleichen Probleme: Wir brauchten die maximale Anzahl an Kalorien pro Gewichtseinheit.</p>
<p style="text-align: justify;">Homo sapiens ist lt. Lieberman <strong>der</strong> wandernde Primat. Perfekt ausgestattet, um genau das zu tun. Nur mit &#8230; na ja, den daraus resultierenden Problemen, wie hohem Energie-Verbrauch.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir glauben, Müsli mache fett. Und Schokolade. Und Gummibärchen. Alles krank- und fett machend. Ja, in unserer Welt stimmt das. In der Welt von Frau Thürmer wieder nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch geschildert wird, was in unserer Evolution passierte, während des Übergangs vom Jäger-Sammler-Dasein hin zu unserer heutigen Situation:</p>
<blockquote>
<p id="p9" class="prefix_1 text artContent"><strong>Thürmer: </strong>Ich habe tatsächlich starke Gewichtsschwankungen. Ich nehme beim Wandern bis zu zehn Kilo ab – die ich anschließend in kürzester Zeit wieder drauf habe, wenn ich meine Essgewohnheiten nicht sofort wieder umstelle. Und das ist schwierig.</p>
</blockquote>
<ul>
<li class="prefix_1 text artContent">Normales, artgerechtes Leben: 10 Kilo weniger <strong>trotz</strong> hoher Kaloriendichte (nenne es: Mammutfett)</li>
<li class="prefix_1 text artContent">Künstliches, nicht-artgerechtes Leben: 10 Kilo mehr <strong>wegen</strong> hoher Kaloriendichte</li>
</ul>
<p>Und dann das, was wir nie verstehen. Der Moment, wenn die Seifenblase platzt. Das, was mein Freund aus Ruanda mir so eindringlich mitteilte:</p>
<blockquote>
<p id="p17" class="prefix_1 text artContent">Als ich mit dem Langstreckenwandern angefangen habe, kam ich aus einem normalen Job – Firmenwagen, Sekretärin, überdurchschnittliches Einkommen. Ich konnte mir alle Hotels, alles Essen dieser Welt leisten. <strong>Und dann kommen Sie plötzlich auf so einen Trail und stellen fest, dass alles, was sie wirklich brauchen, vier Dinge sind: Wasser, Essen, Wetterschutz und Wärme.</strong> Und die habe ich beim Wandern auf dem Rücken – 5,5 Kilogramm schwer insgesamt.</p>
<p id="p18" class="prefix_1 text artContent">Wenn Sie dann in die Stadt kommen und eine Dusche sehen, sind <strong>Sie der glücklichste Mensch der Welt – wegen einer Dusche</strong>. Das gilt auch für Lebensmittel. Sie glauben gar nicht, <strong>was für eine Erleuchtung ein Schokoriegel mit sich bringen kann</strong>. Das ist ein direktes, sehr körperliches Glücksgefühl – <strong>besser als jede Gehaltserhöhung</strong>, besser als jede Droge.</p>
</blockquote>
<p class="prefix_1 text artContent">Wir leben in einer Traumwelt, glauben der Porsche, das Gehalt, das Haus sei wichtig.</p>
<p class="prefix_1 text artContent">Die Wahrheit: Alles, was man wirklich braucht, ist Wasser, Essen, Wetterschutz und Wärme.</p>
<p class="prefix_1 text artContent">Man wird der &#8222;glücklichste Mensch&#8220; wegen einer Dusche und eines Schokoriegels, besser als jede Gehaltserhöhung.</p>
<blockquote>
<p class="prefix_1 text artContent"><strong>Thürmer: </strong>Ja. Wenn die Glücksschwelle sich senkt, machen einen plötzlich die kleinsten Dinge glücklich.</p>
</blockquote>
<p class="prefix_1 text artContent" style="text-align: justify;">Dopamin-Detox. &#8222;Wenn die Glücksschwelle sich senkt&#8220;. In anderen Worten: Wenn man mal aufhört, sein Gehirn mit Dopamin zu mästen und wieder &#8230; normal wird im Kopf. Dann machen plötzlich auch wieder die kleinen Dinge glücklich.</p>
<p class="prefix_1 text artContent" style="text-align: justify;">Und wir? Ich sage besser nichts dazu.</p>
<p class="prefix_1 text artContent" style="text-align: justify;">Und der viel zitierte Steinzeitmensch? Wieso hatte der nie psychische Probleme? Was war, neben dem Dopamin-Entzug, sein Geheimnis?</p>
<blockquote>
<p class="prefix_1 text artContent"><strong>Thürmer: Nein, die Kombination aus Frischluft und körperlicher Bewegung ist für mich persönlich die Quelle meines Wohlbefindens und Glücks.</strong><strong>In der Psychologie nennt man das &#8222;Flow&#8220;</strong> – eine Tätigkeit, die zwar die Aufmerksamkeit erfordert, einen aber weder über- noch unterfordert. <strong>Und abends liegt man müde, aber glücklich in seinem Zelt – weil man weiß, dass man etwas getan hat.</strong></p>
</blockquote>
<p class="prefix_1 text artContent" style="text-align: justify;">Das hatte ich versucht, meinen Lesern via <a href="https://genetisches-maximum.de/ueber-edubily/das-handbuch-wird-modern/">Handbuch</a> mitzuteilen. Das kam nicht bei allen an. Da bin ich mir sicher. Weil sie noch immer in ihrem Dopamin-Rausch versacken und die Wichtigkeit nicht verstehen wollen.</p>
<p class="prefix_1 text artContent" style="text-align: justify;">Und was können wir noch zum Thema &#8222;Radical Simplicity&#8220; oder &#8222;Minimalismus&#8220; lernen?</p>
<blockquote>
<p id="p41" class="prefix_1 text artContent"><strong>Thürmer: </strong><strong>Im Gegenteil, so wenig mit sich herumzutragen ist ein echter Gewinn.</strong> Sie müssen sich auch keine Gedanken darüber machen, was Sie anziehen – Sie haben ja nicht viel dabei.</p>
</blockquote>
<p class="prefix_1 text artContent" style="text-align: justify;">Das gilt natürlich nicht nur für die Kleidung, sondern &#8230; vielleicht auch für unseren ganzen Luxus?</p>
<p class="prefix_1 text artContent" style="text-align: justify;">Und, weil das Interview nicht schön genug war, gibt&#8217;s auch noch den Mittelfinger gratis. Den Mittelfinger an all die Leute, die &#8211; wie zum Beispiel einige Veganer &#8211; die Natur schützen wollen, aber Kokoswasser trinken und Mango essen.</p>
<p class="prefix_1 text artContent" style="text-align: justify;">Oder anders ausgedrückt: Leben kostet Leben.</p>
<blockquote>
<p id="p54" class="prefix_1 text artContent"><strong>Thürmer: </strong>Auf gar keinen Fall. Vermeintliches Gutmenschentum geht mir höllenmäßig auf den Senkel. Die Leute denken, man müsse sich nur in die unberührte Wildnis Alaskas oder Patagoniens begeben – und schwups ist man ein besserer Mensch. Das ist wie &#8222;fucking for virginity&#8220;.</p>
<p id="p55" class="prefix_1 text artContent"><strong>Wenn Sie wirklich &#8222;öko&#8220; und &#8222;bio&#8220; sein wollen, sollten Sie nicht durch die unberührte Natur trampeln. Und auch auf einer Blumenwiese zu meditieren wird Ihnen da nicht helfen.</strong> Die körperliche Anstrengung verändert Sie – Blut, Schweiß und Tränen, das Leben im Dreck. Aber mit &#8222;Om&#8220; und Rosenduft hat das nichts zu tun.</p>
</blockquote>
<p class="prefix_1 text artContent" style="text-align: justify;">Heißt: Bevor jemand mit dem Finger auf andere zeigt, sollte er gut darüber nachgedacht haben, ob er selbst bereits vorbildlich lebt. Und das ist in unserer Gesellschaft nahezu ausgeschlossen. Wir benutzen nun einmal Klopapier.</p>
<p class="prefix_1 text artContent" style="text-align: justify;">Diese Frau hat in einem Interview alles auf den Punkt gebracht.</p>
<p class="prefix_1 text artContent" style="text-align: justify;">Mehr gibt es dazu wahrlich nicht zu sagen.</p>
<p class="prefix_1 text artContent" style="text-align: justify;">Es reicht, wenn du es auf dein Leben überträgst. Dann hast du auch &#8222;das wahre Leben&#8220; des Homo sapiens verstanden. Das in etwa so ausgesehen hat:</p>
<blockquote>
<p id="p58" class="prefix_1 text artContent">Im Denali-Nationalpark in Alaska beispielsweise haben Sie wirklich unberührte Natur – und das ist die Hölle. Auf diesen Moosböden zu gehen fühlt sich an, als ob sie auf Medizinbällen laufen, die auf einem Wasserbett gelagert sind. Sie sacken die ganze Zeit ein, müssen dabei aber jede Menge Krach machen, um die Grizzlybären zu verscheuchen. Aber wenn Sie den Mund aufmachen, fliegen die Moskitos rein.</p>
</blockquote>
<h2 class="prefix_1 text artContent">Wir sind Zoo-Tiere.</h2>
<p class="prefix_1 text artContent"><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/evolution/das-wahre-leben-des-homo-sapiens/">Das wahre Leben des H. sapiens – ein Interview</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Grüntee wirkt auf den Muskel wie Insulin und IGF</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Apr 2016 13:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pflanzenstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Anabolismus]]></category>
		<category><![CDATA[IGF]]></category>
		<category><![CDATA[Insulin]]></category>
		<category><![CDATA[Paleo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Egal, ob man sich für oder gegen Fleisch entscheidet. Das, was gegeben sein sollte, ist die Pflanzenbasis. Immer deutlicher wird, dass Pflanzen wahre &#8222;Schatzkisten&#8220; sind, die sich öffnen, sobald sie in deinen Körper gelangen. Eine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Egal, ob man sich für oder gegen Fleisch entscheidet. Das, was gegeben sein sollte, ist die Pflanzenbasis.</p>
<p style="text-align: justify;">Immer deutlicher wird, dass Pflanzen wahre &#8222;Schatzkisten&#8220; sind, die sich öffnen, sobald sie in deinen Körper gelangen.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Sache sollte uns klar sein: Wer mit Evolution argumentiert, der darf nicht nur die letzten 50.000 bis 100.000 Jahre berücksichtigen, sondern muss den Menschen als Hybrid-Primat erkennen. Eine Spezies, die ganz spezielle Anforderungen hat, gleichzeitig auch ganz spezielle Charakteristika zeigt. Vereinfacht ausgedrückt: Ein Herbivore, der Attribute eines Carnivoren entwickelte. Übrigens: Der Hund entwickelte sich genau in die andere Richtung. Weg von nahezu reiner Carnivorie hin zu einer Spezies, die auch vermehrt pflanzliche Kost zuführte, natürlich im Zuge der Co-Evolution mit dem Menschen. Der Hund kann, im Gegensatz zum Wolf, Stärke verdauen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer das so erkennt, dem wird zwangsläufig auffallen, dass es enorm schwer ist, <strong>die</strong> Ernährung für den Menschen zu definieren. Noch schwerer wird es, wenn wir auch epigenetische Einflüsse berücksichtigen, wobei schon eine Stammeslinie unterschiedliche Anpassungen zeigen könnte, die sich z. B. in gewissen Anfälligkeiten gegenüber Krankheiten äußert. Du siehst: Es ist nicht einfach.</p>
<p style="text-align: justify;">Sicher kann der Mensch recht gut mit pflanzlicher Kost umgehen. Denn nahezu 40 Millionen Jahre Pflanzenkost hinterlässt auch bei uns ihre Spuren.</p>
<p style="text-align: justify;">Vielleicht ist es auch ein Säugetier-Ding &#8230; Oder ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eukaryoten" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Eukaryoten</a>-Ding. Denn selbst primitive eukaryotische Organismen wie Hefen haben gleiche oder sehr ähnliche zelluläre Signalwege. Die Stoffe, die man testet, wirken oft sehr ähnlich, zumindest auf die Zellen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun gut. Auf meinem Schreibtisch steht die Grüntee-Tasse und vor mir liegt die passende Arbeit dazu. Die zeigt:</p>
<h2 style="text-align: justify;">EGCG, <strong>das</strong> Polyphenol im Grüntee, wirkt stark anti-katabol auf Muskelzellen.</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Forscher fanden heraus, dass <strong>EGCG auf den Muskel wirkt wie Insulin und IGF</strong>, die beiden anabolsten Hormone. Sowohl Insulin, als auch IGF, aktivieren den sogenannten anabolen Signalweg in der Muskelzelle. Das kurbelt nicht nur die Protein-Synthese an, sondern hemmt &#8211; ganz wichtig &#8211; den Proteinabbau im Muskel, der durch ein Protein namens <em>FOXO</em> mediiert wird.</p>
<p style="text-align: justify;">FOXO baut Muskelprotein ab. Insulin und IGF hemmen das.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie bereits besprochen, konnte gezeigt werden, dass EGCG auf FOXO wie Insulin und IGF wirken kann. Das ist nicht nur beeindruckend, das ist &#8230; sensationell. Man muss nur mal eben an die vielen Kranken denken, die im Bett liegen und ihre Muskelmasse verlieren. Oder an den Bodybuilder &#8230; ui, ui, ui.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Punkt ist natürlich auch die Frage: Wie macht EGCG das? EGCG könnte auf FOXO direkt wirken oder &#8230; zum Beispiel den anabolen Signalweg anschalten, der auch durch IGF und Insulin angeschaltet wird. Wäre das der Fall, wäre EGCG nicht nur anti-katabol, sondern auch anabol wirkend.</p>
<p style="text-align: justify;">Tatsächlich scheint Grüntee-EGCG auch über den anabolen Signalweg wirken zu können. Neben dieser Tatsache spielt auch das ROS-Signaling eine Rolle und eine direkte Wirkung auf FOXO durch Grüntee &#8211; im folgenden schematisch dargestellt.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/03/1-s2.0-S0955286315001904-gr8.jpg" rel="attachment wp-att-6537"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-medium wp-image-6537" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/03/1-s2.0-S0955286315001904-gr8-296x300.jpg" alt="1-s2.0-S0955286315001904-gr8" width="296" height="300" /></a></p>
<h2 style="text-align: justify;">Grüntee wirkt auf den Muskel</h2>
<p style="text-align: justify;">Das war und ist freilich nicht die einzige Arbeit, die aufzeigt, dass Grüntee sehr positiv auf den Muskel wirkt. Da gibt es noch viele weitere. Mich jedoch fasziniert, dass EGCG einen, ja, Hormon-ähnlichen Effekt auf den Muskel hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Wichtig ist: In der Arbeit finden wir den Hinweis, dass die Menge, die dafür gebraucht wird, auch die Menge ist, die wir nach EGCG-Konsum in Tier- und Humanstudien finden. Das ist gut. Weniger gut ist, dass die Autoren auch aufzeigen, dass es ein Zuviel gibt. EGCG hat dann katastrophale Auswirkungen auf den Muskel. Das wollen wir natürlich vermeiden.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich denke, der Sweet-Spot liegt bei 5 Tassen Grüntee am Tag. Das ist allerdings reine Spekulation.</p>
<p style="text-align: justify;">Quelle:</p>
<p style="text-align: justify;">Wimmer, Robert J.; Russell, Sarah J.; Schneider, Martin F. (2015): „Green tea component EGCG, insulin and IGF-1 promote nuclear efflux of atrophy-associated transcription factor Foxo1 in skeletal muscle fibers“. In: <i>The Journal of Nutritional Biochemistry</i>. 26 (12), S. 1559-1567, DOI: 10.1016/j.jnutbio.2015.07.023.</p>
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		<title>Neue Mechanismen: So heilt Gemüse deinen Darm</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Mar 2016 20:14:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dextrin]]></category>
		<category><![CDATA[Darmflora]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Paleo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist noch gar nicht so lange her, da schrieb einer unserer Leser seine Erfahrungen nieder. Er zeigte auf, wie er mit einem Paläo-Protokoll seinen Darm heilen konnte &#8211; ganz vereinfacht ausgedrückt. Nun ist das [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es ist noch gar nicht so lange her, da schrieb einer unserer Leser seine Erfahrungen nieder. Er zeigte auf, wie er mit einem <a href="https://genetisches-maximum.de/darmgesundheit/ernaehrung-bei-morbus-crohn-paleo/">Paläo-Protokoll</a> seinen Darm heilen konnte &#8211; ganz vereinfacht ausgedrückt. Nun ist das keine Seltenheit mehr. Überall im Internet tauchen solche Berichte auf.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch warum funktioniert so etwas? Wie kann eine Ernährungsumstellung dafür sorgen, dass der Darm plötzlich wieder gesund wird?</p>
<p style="text-align: justify;">Es wird viel spekuliert. Von Unverträglichkeiten bis hin zu immunmodulatorischen Aspekten einer spezifischen Ernährung.</p>
<p style="text-align: justify;">Beeindruckende Erkenntnisse gibt es. Sogar schon seit fünf Jahren. Veröffentlicht im renommierten Cell-Journal.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Tight Junctions: Für unsere Gesundheit essentiell</h2>
<p style="text-align: justify;">Der Darm ist nach außen mit einer dünnen Epithelschicht auskleidet. Diese Epithelschicht besteht aus Epithelzellen, die miteinander verbunden sind. Ganz bekannt hier sind die sogenannten <em>Tight Junctions</em>, die im Wesentlichen einen Flüssigkeitsdurchtritt verhindern und quasi abdichtend wirken. Tight Junctions bestehen aus Proteinen und gehen die verloren, geht auch die abdichtende Wirkung verloren, weswegen viele, die an Darmerkrankungen leiden, nach Möglichkeiten suchen, um diese Proteine wieder vermehrt herzustellen.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch das ist nur ein Aspekt.</p>
<h2>Neue Mechanismen: Immunzellen zwischen Epithelzellen</h2>
<p style="text-align: justify;">Mittlerweile hat man herausgefunden, dass zwischen Epithelzellen ganz wichtige Immunzellen sitzen, spezielle <em>T-Zellen</em>. Diese speziellen Immunzellen sorgen, vereinfacht ausgedrückt, für die intestinale Integrität. In anderen Worten: Diese speziellen Immunzellen sind u. a. dafür zuständig, die Epithelschicht, zum Beispiel nach Beschädigung, zu reparieren, so, dass die Funktion aufrechterhalten bleibt. Darüber hinaus schützen sie uns vor möglicherweise eindringenden Bakterien, was letztendlich oft schleichend für metabolische Entgleisungen und Krankheiten sorgt.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun kommt der Punkt: <strong>Diese Immunzellen sind auch speziell, weil sie einen besonderen Rezeptor tragen, den <em>Ah-Rezeptor</em>.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Es konnte gezeigt werden, dass dieser Ah-Rezeptor absolut essentiell dafür ist, dass die Immunzellen überhaupt funktionieren können. Sorgt man also dafür, dass diese Immunzellen keinen Ah-Rezeptor mehr haben, verliert der Darm zunehmend seine Barrierefunktion, da Epithelzellen nicht adäquat repariert werden und bestimmte Bakterien besser gedeihen können.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Doch: Ein Rezeptor nützt nur, wenn er aktiviert wird</h2>
<p style="text-align: justify;">Im weiteren Verlauf konnte auch gezeigt werden, welche Stoffe diesen Ah-Rezeptor aktivieren. Es handelt sich dabei um Pflanzen-spezifische Tryptophan-Abkömmlinge. Tryptophan enthält als Strukturbestandteil das sogenannte <em>Indol</em>. (<span style="text-decoration: underline;">ACHTUNG</span>: Nicht gleich wieder Tryptophan-Kapseln schlucken &#8230;)</p>
<figure id="attachment_6489" aria-describedby="caption-attachment-6489" style="width: 300px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/03/L-Tryptophan_-_L-Tryptophan.svg_.png" rel="attachment wp-att-6489"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6489 size-medium" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/03/L-Tryptophan_-_L-Tryptophan.svg_-300x135.png" alt="L-Tryptophan_-_L-Tryptophan.svg" width="300" height="135" /></a><figcaption id="caption-attachment-6489" class="wp-caption-text"><strong>Tryptophan</strong></figcaption></figure>
<figure id="attachment_6478" aria-describedby="caption-attachment-6478" style="width: 300px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/03/2000px-Indol.svg_.png" rel="attachment wp-att-6478"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6478 size-medium" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/03/2000px-Indol.svg_-300x252.png" alt="2000px-Indol.svg" width="300" height="252" /></a><figcaption id="caption-attachment-6478" class="wp-caption-text"><strong>Indol</strong></figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Indole sind auch, zum Beispiel, in Indol-3-Carbinol enthalten, einem Stoff, den man in Kreuzblütern findet, also: <strong>Brokkoli, Grünkohl, Rosenkohl und so weiter</strong>. Es gibt sicher noch viele weitere Gemüse-Sorten, die Indole enthalten. Wie bereits angedeutet, bauen Pflanzen diese Sekundärstoffe aus Tryptophan.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Warum Pflanzen-Konsum gesund macht</h2>
<p style="text-align: justify;">Diese Indole werden im Magen aufgrund der Säure zu Ah-Liganden umgebaut, die wiederum an Ah-Rezeptoren binden können.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Gegenversuch zeigte sich auch, dass Tiere, die &#8222;synthetisch&#8220; (= ohne Pflanzen) ernährt wurden, dem AhR-Null-Phänotyp ähnelten, also denjenigen Tieren, die keinen Ah-Rezeptor bilden konnten.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Sorgt man also dafür, dass diese Immunzellen keinen Ah-Rezeptor mehr haben, verliert der Darm zunehmend seine Barrierefunktion, da Epithelzellen nicht adäquat repariert werden und bestimmte Bakterien besser gedeihen können.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/03/screenshot-www.cell_.com-2016-03-25-22-50-54.png" rel="attachment wp-att-6479"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-medium wp-image-6479" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2016/03/screenshot-www.cell_.com-2016-03-25-22-50-54-300x260.png" alt="screenshot-www.cell.com 2016-03-25 22-50-54" width="300" height="260" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lange Rede:</strong> Aus dieser Perspektive wird klar, dass Gemüse nicht nur irgendein unnötiges Anhängsel, sondern wohl relativ wichtig ist. Es wird vielleicht auch klar(er), warum eine Ernährungsumstellung oft hilft. Nicht, weil man irgendein Wunderkonzept lebt, sondern weil man vermehrt darauf achtet, überhaupt ordentlich zu essen. Und das heißt immer noch: Mehr Gemüse und Obst, bewusst in dieser Reihenfolge.</p>
<p style="text-align: justify;">Wahrlich beeindruckend.</p>
<p style="text-align: justify;">Quelle: Hooper, Lora V. (2011): „You AhR What You Eat: Linking Diet and Immunity“. In: <i>Cell</i>. 147 (3), S. 489-491, DOI: 10.1016/j.cell.2011.10.004.</p>
<p style="text-align: justify;"><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/dextrin/so-heilt-gemuese-deinen-darm/">Neue Mechanismen: So heilt Gemüse deinen Darm</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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