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	<title>Pflanzenstoffe - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 19 Dec 2025 11:40:35 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Pflanzenstoffe - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<item>
		<title>Studien für die Katz: Wir wissen eh nichts</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Dec 2025 11:22:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mitochondrien]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzenstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Zellgesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit über zehn Jahren schreibe ich hier im Blog. Seit über 15 Jahren lese ich täglich Studien. Täglich. Nur bei einer am Tag wären das schon weit über 5000 Studien. Real dürften es doppelt oder [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Seit über zehn Jahren schreibe ich hier im Blog. Seit über 15 Jahren lese ich täglich Studien.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Täglich. Nur bei einer am Tag wären das schon <strong>weit über 5000 Studien</strong>.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Real dürften es doppelt oder sogar dreimal so viel sein.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Natürlich hat sich in all den Jahren die Studienlandschaft verändert. Früher waren es coole experimentelle Studien, relativ einfach zu verstehende Mechanismen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Heute sind wir viel, viel tiefer drin.</strong> Jeder biochemische Pfad wird in seine tausend Einzelteile zerlegt – und jedes Einzelteil lässt sich für sich noch einmal genau studieren.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Wir reden zudem von einer exponentiellen Zunahme an Daten. Allein der Begriff &#8222;Nutrition&#8220; wirft im Jahr 2010 ca. 19.000 Publikationen ab. In 2025 sind wir nun bei fast 80.000. Jährlich!</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Info-Overload wird realer</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Soll heißen: Wir Menschlein kommen an unser Limit. Selbst der allerbeste, maximal belesene Kenner ist inzwischen überfordert. Bleiben zwei Folgen:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Spezialisierung</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Junk-Noise reduzieren &#8211; nur noch höchstwertige Magazine lesen</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich werde immer wieder gefragt: &#8222;Siehst du dieses und jenes (was ich z. B. 2015 geschrieben habe) noch immer so?&#8220;</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das kann ich in aller Regelmäßigkeit bejahen, denn auch rückblickend lag ich mit meinen &#8222;educated guesses&#8220; – ein gewisses Maß an Extrapolation ins Ungewisse gehört einfach dazu – ganz gut.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das kann man bei der Datenfülle heute sagen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Gleichwohl gilt für mich, wie für viele andere: <strong>Je mehr man weiß, umso klarer wird einem, wie wenig man weiß.</strong> Ich muss daher immer schmunzeln, wenn<a href="https://genetisches-maximum.de/kommentar/lustige-ansichten/"> uns Ingenieure die Biologie erklären wollen</a> *hihi*.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">2009: Vitamin C und E ganz böse</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich kann das Phänomen des Nicht-wissens ganz gut an einem Beispiel belegen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Der relativ berühmt gewordene Michael Ristow – sehr renommierter Forscher an der Charité, einer mit kleingläsriger Brille –, hatte 2009 gezeigt, dass die Antioxidantien Vitamin C (1000 mg/Tag) und Vitamin E (400 IE/Tag) <strong>wichtige zelluläre Effekte vom Sport blockieren</strong>.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Seitdem hieß es in jedem ambitionierten Forum: <em>Vorsicht vor Antioxidantien rund um den Sport!</em></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Doch was war mit &#8222;natürlichen Antioxidantien&#8220; – wie in Obst und Gemüse? Wie kriegen wir die Message denn jetzt an die Menschen verkauft? Im Ärzteblatt hieß es damals:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Der gesundheitsfördernde Effekt von frischem Obst und Gemüse bleibe unbestritten (&#8230;)</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Na Gott sei Dank. Ristow selbst verteidigte Obst und Gemüse in der Arbeit mit dem ominösen Satz, dass &#8222;Obst und Gemüse <em>trotz</em> der enthaltenen Antioxidantien förderlich wirken&#8220;.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Neue Studie stellt alles auf den Kopf</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Auch ich habe daran geglaubt. Jedenfalls ein bisschen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Denn auch ich habe immer wieder gesagt: Vitamin C 1000 und Vitamin E 400 – speziell letzteres –, das ist wirklich hochdosiert. Und da ich selbst in einem Labor gearbeitet habe, das die Wirkung von (Anti-)Oxidantien erforschte, wusste ich, wie wichtig Oxidation in der Zelle ist. (Nicht böse!)</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Aber so ganz stimmig fand ich die Logik nie, denn die meisten Pflanzenstoffe, etwa Polyphenole – die laut Ristow förderlich sind –, wirken ja selbst <strong>eigentlich immer antioxidativ</strong>.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und tatsächlich: <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9405215/">Eine Studie</a> mit Ausdauer-Athleten zeigte 2022, dass schon 5 g Kakao täglich die Effekte des Ausdauertrainings hemmen. Bestätigt dann auch an einem Tiermodell. Es heißt:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Unsere Studie zeigt, dass die Einnahme von flavanolreichem Kakao während der Trainingsphase die Anpassung der mitochondrialen Biogenese hemmt, indem sie die Bildung reaktiver Sauerstoffspezies unterdrückt, ohne die Trainingsleistung zu beeinträchtigen.</span></p></blockquote>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Entspannen und zurücklehnen</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Wir wissen also, dass wir nix wissen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Damals ist natürlich jede Zeitung, jeder Professor, jeder Experte auf den Zug aufgesprungen: <em>Antioxidantien ganz böse</em>. Nur die &#8222;künstlichen&#8220;. Die natürlichen in Obst und Gemüse bleiben förderlich – vielleicht, irgendwie. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ätschbätsch. Da haut uns der liebe Gott mal wieder den Mittelfinger ins Gesicht: <em>Ihr wisst nix! </em></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Genau an der Stelle würde ich dir daher zurufen: Bitte, bitte mach nicht wieder den Fehler und glaube, dass die bösen Antioxidantien aus Kakao deinen Trainingserfolg zerstören. Denn Kakao selbst <a href="https://www.mdpi.com/2072-6643/13/10/3466">steigert ja die Mitochondrienfunktion</a> – jedenfalls in Tiermodellen ohne Sport&#8230; :-)</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Iss ihn einfach, genieß ihn, hab Spaß im Leben und trainiere. Alles andere ist akademisierter Kokolores. Mein Eindruck.</span></p>
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		<title>Ich liebe Koffein (Nikotin gegen Long Covid?)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jul 2025 06:37:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Energiehaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzenstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schon mitbekommen? Gerade ist eine Arbeit von der Uni Leipzig erschienen, Thema Long Covid. Nicht wieder Kopf in den Sand stecken, sondern ein vielversprechender Therapieansatz. Nikotin gegen Long Covid Studien hätten nämlich herausgefunden, dass bei [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon mitbekommen?</p>
<p>Gerade ist <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40011942/">eine Arbeit</a> von der Uni Leipzig erschienen, Thema Long Covid. Nicht wieder Kopf in den Sand stecken, sondern ein vielversprechender Therapieansatz.</p>
<h2>Nikotin gegen Long Covid</h2>
<p>Studien hätten nämlich herausgefunden, dass bei Long Covid offenbar ein wichtiger Rezeptor blockiert ist, durch das Virus blockiert sein könnte: der <em>nikotinische Acetylcholinrezeptor </em>(kurz: nAChR).</p>
<p>Der wurde insbesondere bekannt, weil er für die Reizweiterleitung zwischen Nerv und Muskel entscheidend ist. Bindungspartner dort ist <strong>Acetylcholin</strong>. <strong>Nikotin</strong> kann auch daran binden und wirken. Deshalb heißt der Rezeptor entsprechend.</p>
<ul>
<li>Bestimmte Formen dieses Rezeptors finden sich aber z. B. auch<strong> auf Immunzellen</strong> (<em>α7-nAChR</em>).</li>
</ul>
<p style="padding-left: 40px;">Hier dämpft der Rezeptor Immunreaktionen. Jetzt wird&#8217;s spannend, nicht wahr? Ein blockierter Rezeptor könnte das Immunsystem dauerhaft aktiver halten.</p>
<ul>
<li>Besonders im Fokus steht der <em>α4β2-nAChR</em>. Der kommt nämlich <strong>reichlich im ZNS</strong>, also auch im Gehirn vor.</li>
</ul>
<p style="padding-left: 40px;">Dort aktiviert er Wachheit, Aufmerksamkeit, Lernen und stimuliert Dopamin, Stichwort innerer Antrieb. Das Gegenteil könnte sein&#8230; Konzentrationsstörungen, Fatigue, &#8222;Brain Fog&#8220;, vegetative Dysregulation. Oh!</p>
<p>Die Idee: Menschen mit niedrig dosiertem transdermalem Nikotin behandeln. Bei einem intensiv untersuchten Probanden (Case Report) aktivierte Nikotin das nAChR-System im Gehirn und führte zu deutlicher Besserung der Symptomatik.</p>
<p>Zudem wurde ein Fragebogen ausgewertet, der zuvor an über 200 Menschen verschickt wurde, die niedrig dosierte transdermale Nikotin-Therapie bereits für sich nutzten. Ergebnis:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Über 2/3 der Teilnehmer berichteten über signifikante Besserungen!</strong></p>
<p>Finde ich bahnbrechend. Also ich wüsste ja, wie ich handeln würde&#8230;</p>
<h2>Mit Koffein zur Langlebigkeit?</h2>
<p>Apropos handeln. Die Natur liefert uns einen weiteren, sehr verbreiteten und bekannten Stoff. <strong>Koffein</strong>. Koffein ist mein Lebenselexier. Natürlich in Maßen&#8230;</p>
<p>Zum Beispiel wie <strong>im Schwarztee mit kurzer Ziehzeit.</strong> Über meinen selbstgemachten Eistee, Stichwort Theanin, habe ich ja erst am vergangenen Wochenende im Newsletter berichtet.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Du bist noch nicht dabei? Das ist ja schade! :-)</p>
<p>Wenn ich an Koffein denke, denke ich an zwei Effekte:</p>
<ol>
<li><strong>Mehr Energie</strong></li>
<li><strong>Anti-Krebs-Wirkung</strong></li>
</ol>
<p>Koffein macht Energie, weil es direkt den Zentralschalter für &#8222;mehr Energie&#8220; in den Zellen, nämlich <strong>cAMP</strong> (<em>zyklisches Adenosinmonophosphat</em>) erhöht und uns mehr vom Neurohormon <strong>Noradrenalin</strong> (= innerer Antrieb) schenkt.</p>
<p>Zudem scheint Koffein ziemlich gut vor Krebs zu schützen. Das legen einige Studien nahe. <a href="https://rdcu.be/ewoFe">So eine</a> ist vor kurzem wieder im renommierten Fachmagazin <em>Nature Communications</em> erschienen.</p>
<p>Ganz aktuell ist <a href="http://microbialcell.com/researcharticles/2025a-alao-microbial-cell/">eine Arbeit</a> an einem mit uns verwandten Einzeller (Hefe). An diesem Modell konnten die Wissenschaftler zeigen, dass Koffein den &#8222;uralten Langlebigkeitsschalter&#8220; AMPK aktiviert. Zur Erinnerung: <strong>Langlebigkeit und Prävention geht nur und geht hauptsächlich über AMPK.</strong></p>
<blockquote><p>Ein direkter pharmakologischer Angriff auf AMPK könnte sich auch über Hefen hinaus positiv auf die Gesundheit und Lebensdauer auswirken, da dieser wichtige zelluläre Energiesensor sehr konserviert ist.</p></blockquote>
<p>Das ist natürlich keine neue Erkenntnis. Koffein ist einer der wichtigsten AMPK-Aktivatoren, die wir täglich zuführen können.</p>
<h2>Kaffee und Kippe, oder was?</h2>
<p>Man kann Dinge ja immer gut oder schlecht machen. Die meisten entscheiden sich meistens intuitiv für den falschen Weg :-) <strong>Mit Kaffee und Kippe geht&#8217;s eher nicht.</strong></p>
<p>Man sollte das Gute schon destillieren. Wie das gehen könnte, steht ja hier im Artikel.</p>
<p>Jedenfalls hat uns die Natur mit Koffein und Nikotin zwei wirkungsvolle Substanzen geschenkt, die sich chemisch relativ ähnlich sind und beide zu den psychoaktiven Alkaloiden zählen.</p>
<p>Natürlich darf man vorsichtig damit umgehen – und natürlich muss man sie auch gar nicht nutzen. Aber speziell für Long-Covid-Betroffene scheint sich hier ein neuer Therapieansatz zu ergeben. Sollte man wissen.</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/pflanzenstoffe/ich-liebe-koffein-nikotin-gegen-long-covid/">Ich liebe Koffein (Nikotin gegen Long Covid?)</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Gesund ungesund – und umgekehrt?</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/gesund-ungesund-und-umgekehrt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jun 2025 13:07:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Ketogen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
		<category><![CDATA[Low Carb]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzenstoffe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Ernährungswissenschaft ist es des Öfteren so, dass plötzlich eine Erkenntnis um die Ecke kommt, die alles auf den Kopf stellt. Mit der Folge, dass man sich selbst erst mal an den Kopf fassen [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/gesund-ungesund-und-umgekehrt/">Gesund ungesund – und umgekehrt?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Ernährungswissenschaft ist es des Öfteren so, dass plötzlich eine Erkenntnis um die Ecke kommt, die alles auf den Kopf stellt. Mit der Folge, dass man sich selbst erst mal an den Kopf fassen muss. Oder mit den Fingern an die Nasenwurzel *miternstermiene*.</p>
<p>Ernährungswissenschaft und die Biochemie dahinter ist nix für Anfänger. Man muss schon mit allen Wassern gewaschen sein. Wenn sich jemand seit drei Jahren mit Ernährung befasst und jetzt &#8222;Medfluencer&#8220; oder sonstiger Influencer ist, weiß man immer schon, dass man Premium bestellt aber nur Müll bekommt.</p>
<p>Denen fehlt es an Erfahrung – an vielleicht Jahrzehnten der Forschung in dem Bereich (<a href="https://genetisches-maximum.de/motivation/dunning-kruger-experten-talkshow/">Dunning-Kruger-Effekt!</a>). Wer sich also immer wundert, warum das Internet, speziell Social Media, so wild und ein einziger Info-Dschungel geworden ist, wo der Konsument nicht mehr weiß, wo oben und unten ist &#8230; der versteht das jetzt.</p>
<h2>Wenn gesundes Essen ungesund wird</h2>
<p>Soeben ist eine <a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2025/05/250521131630.htm">interessante Studie</a> erschienen. Eine Perle, die man erkennen muss. Eine Studie, die eher unter dem Radar laufen wird.  Der Artikel, der über die Studie berichtet, hat eine vielsagende Überschrift:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Der Ernährungsfehler in einer Krebstherapie </strong></p>
<p>Da werde ich immer hellhörig. Schließlich ist niemand perfekt und es könnte einen selbst treffen. Dann ist es gut, man hat den einen oder anderen Joker in der Hinterhand, nicht wahr? Könnte das etwa so einer sein?</p>
<p>Jedenfalls haben Forscher bestimmte Klassen der Krebsmedikanente untersucht, die sogenannten PI3K-Inhibitoren. Chris Michalk-Leser wissen ja seit 2014 (Handbuch), dass PI3K ein Zellschalter im anabolen Signalweg ist. <strong>Mehr PI3K, mehr Wachstum.</strong> Schlecht bei Krebs! Daher will man das hemmen.</p>
<p>So weit, so gut. Und dann kommt erstmal die Sensation:</p>
<blockquote><p>Das Labor von Rabinowitz und andere haben gezeigt, dass ketogene Diäten die Reaktion auf Krebsmedikamente in präklinischen Mausmodellen dramatisch verbessern.</p></blockquote>
<p>Dramatisch verbessern. Wie Musik in meinen Ohren. Jetzt aber der klassische Trugschluss, etwas, was die allermeisten Menschen an der Stelle übersehen würden. Die Forscher nicht. Aufgepasst:</p>
<blockquote><p>Bei der Untersuchung dieses unerwarteten Ergebnisses stellten sie fest, dass die Verstärkung der Reaktion auf PI3K-Inhibitoren durch die Keto-Diät wenig mit Kohlenhydraten, Fett, Blutzucker oder Insulin zu tun hat.</p></blockquote>
<p>Ich höre Louis de Funès in meinen Ohren (du weißt schon&#8230;).</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-324568 size-full" title="Blogtitelbilder 6" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Blogtitelbilder-6.png" alt="Blogtitelbilder 6" width="389" height="225" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Blogtitelbilder-6.png 389w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2025/06/Blogtitelbilder-6-300x174.png 300w" sizes="(max-width: 389px) 100vw, 389px" /></p>
<h2>Aber mit was hatte es dann zu tun?</h2>
<p>Unerwarteterweise lag es <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> an den tollen Effekten der Keto, sondern an den <strong>in diesem Kontext unerwünschten Effekten der sogenannten Standard Chow</strong>, also der Standardernährung der Tiere. Wenn es sich nicht um eine speziell aufgereinigte Ernährung handelt (<em>purified</em>), dann ist die Ernährung der Tiere ziemlich komplex, man möchte sagen, gesund.</p>
<p>Sie besteht unter anderem aus einer komplexen Pflanzenmatrix, die Mais, Haferflocken, Weizenkleie, Sojabohnenmehl enthält, und tierischen Bestandteilen wie Fischmehl, Molke, etwas Schweinefett und anderes.</p>
<p>Hier kickt wieder die Erfahrung: Stoffe in der Nahrung sind keine Begleitsubstanzen, die man isst oder nicht.<strong> Die wirken, stell dir vor!</strong> Wenn du jeden Tag drei Tassen Kaffee trinkst, haust du dir halt ziemlich hochdosiert 1500 Pflanzenstoffe rein. Das wirkt – irgendwie, meistens zu deinem Nachteil. Simple as that.</p>
<p>Exakt das passierte in dem Versuch: Die Forscher fanden heraus, dass die <strong>Pflanzenstoffe aus Soja</strong> im Darm zu anderen potenten Metaboliten umgewandelt werden, die <strong>die Entgiftung der Leber <span style="text-decoration: underline;">steigern</span></strong>. Eigentlich gut – im Kontext der Chemo natürlich nicht. Denn dann wirkt die Chemo einfach schlechter.</p>
<blockquote><p>Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass einige pflanzliche Ernährungsformen durch ihre Wechselwirkungen mit den Darmmikroben die Exposition gegenüber Krebsmedikamenten verringern können, indem sie die körpereigenen Systeme zur Beseitigung von Medikamenten ankurbeln.</p></blockquote>
<p>Der Witz an der Sache dürfte sein, dass die gleiche Ernährung das Krebsrisiko der Tiere vermutlich generell senkt, da die verbesserte Entgiftung ja auch krebserregende Stoffe besser entsorgen würde. Ergo: <strong>Wenn gesundes Essen &#8222;ungesund&#8220; wird. </strong></p>
<h2>Wenn karnivore Ernährung wirkt&#8230;</h2>
<p>&#8230; dann vielleicht ziemlich oft als &#8222;Therapie&#8220;, weil die Menschen schon krank sind. Heißt also nicht, dass sie wegen einer nicht-karnivore Ernährung krank wurden und es heißt auch nicht, dass eine karnivore Ernährung per se dauerhaft gesund hält.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Karnivore Ernährung ist hier nur ein Platzhalter, da es thematisch gut zu Keto und einer aufgereinigten Ernährung ohne Pflanzenstoffe passt.</p>
<p>Fakt ist, man muss schon etwas Hirnschmalz in die eigene Ernährungsplanung stecken. Diese Alles-oder-nichts-Menschen, wie man sie heutzutage in den sozialen Medien in einem unfassbaren Ausmaß erlebt, können einem leid tun – weil man erkennt, wie fest sie davon überzeugt sind, dass sie die eine Ernährungs-Wunderpille entdeckt haben.</p>
<p><strong>Dabei geht es für alle von uns um einen maßgeschneiderten Anzug.</strong> Durch dieses Nadelöhr muss jeder gehen. Da hilft leider kein Konzept von außen. Ich habe das Gefühl, in den vergangenen zehn Jahren haben wir hier keine Fort- sondern große Rückschritte gemacht. Heute ist&#8217;s schlimmer als 2008.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wundersames Vitamin C</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/vitamine/wundersames-vitamin-c/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Oct 2024 12:23:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzenstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin ja ein bekennender Fan von Vitamin C geworden. Obwohl ich dieses Vitamin zugegebenermaßen immer ein bisschen belächelt habe. Verantwortlich dafür waren im Kern zwei Schlüsselereignisse: Als ich spaßeshalber mal 1 g Vitamin C [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/wundersames-vitamin-c/">Wundersames Vitamin C</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ja ein bekennender Fan von Vitamin C geworden. Obwohl ich dieses Vitamin zugegebenermaßen immer ein bisschen belächelt habe.</p>
<p>Verantwortlich dafür waren im Kern zwei Schlüsselereignisse:</p>
<ol>
<li>Als ich spaßeshalber mal 1 g Vitamin C täglich eingenommen habe, und urplötzlich die Narbe an meiner Hand verschwand. Fand ich beeindruckend. (Vitamin C ist Kofaktor bei der Kollagensynthese&#8230;)</li>
<li>Als ich herausfand, dass sich nahezu jede Erkältung im Frühstadium durch 500 mg Vitamin C (oder Mehrfachgaben) unterdrücken lässt. Genial. Ein echter Gamechanger, wer hat schon Bock auf Erkältungen?</li>
</ol>
<p>Kurz innehalten: Sind das nicht zwei sensationelle Erkenntnisse? So einfach in der Umsetzung? Ein besseres Kollagen im Körper, das heißt auch: gesündere Gefäße, Knorpel, Gelenke, Haut etc., und kaum noch krank?</p>
<p>Noch besser wird es, wenn man sich etwas mit der Datenlage befasst.</p>
<h2>Vitamin C Fakten</h2>
<p>Da findet man auf Basis der <em>Nationalen Gesundheits- und Ernährungserhebungen (NHANES)</em>  2003-2006, die wichtigste Datenerhebung zur Gesundheit der US-Amerikaner, dass <strong>nur 25 % der Befragten </strong>gesättigte Vitamin-C-Spiegel zeigen.</p>
<p>Eine Sättigung der Spiegel tritt etwa ab 500 mg pro Tag auf. <strong>75 % der Untersuchten lagen also drunter</strong>, und ca. 40 % der Menschen weisen inadäquate Vitamin-C-Spiegel auf. Bewiesen <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34836166/">unter Beteiligung der renommierten Mayo Clinic.</a> Klarer wird&#8217;s vermutlich nicht.</p>
<p style="padding-left: 40px;">BTW: Sogar das klassische Picky-Eater-Verhalten bei Kindern ist mit Skorbut, also einem ernsten Vitamin-C-Mangel, assoziiert (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33109452/">hier</a>). Darüber muss man im Jahr 2024 ernsthaft reden! Total absurd. Aber Vitamine haben alle genug.</p>
<p>Wie dem auch sei. Bei chronisch niedrigen Vitaminspiegeln denke ich immer daran. Menschen verstehen den Faktor Zeit einfach nicht. Schäden kumulieren sich. Natürlich kannst du fünf Jahre mit Vitamin-C-Mangel durch die Gegend laufen.</p>
<p>Wenn du aber nach 30 Jahren einen Krebs bekommst, ist es erstens zu spät für eine &#8222;nachträgliche Ergänzung&#8220; und zweitens wird niemand mehr nachvollziehen können, dass es auch durch den Vitamin-C-Mangel bedingt war.</p>
<p>Für Krebs kannst du natürlich jede x-beliebige Erkrankung einsetzen und &#8222;Vitamin C&#8220; gegen &#8222;Mikronährstoffmangel&#8220; tauschen. Argumentativ landen wir an der Stelle dann beim berühmten Bruce Ames und seiner Triage Theory:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Kurzer Vitamin-Mangel: kein Problem. Langfristig raubt es dir aber Gesundheit und Leistungsfähigkeit. </strong></p>
<p>Lässt sich das etwa beweisen? Wie wär&#8217;s mit &#8222;Vitamin C und Krebs&#8220;?</p>
<h2>Genetisches hohes Vitamin C schützt (etwas)</h2>
<p>Da gab es doch kürzlich erst <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10239825/">eine Studie</a>, wo ein genetischer Vitamin-C-Index auf Basis von 11 Genen, die mit hohen bzw. niedrigen Vitamin-C-Spiegeln assoziiert sind, an Tausenden Menschen erfasst und mit dem Risiko für Krebs assoziiert wurde.</p>
<p>Resultat: Ein hoher genetischer Vitamin-C-Spiegel ist mit einem geringeren Sterblichkeitsrisiko bei &#8230;</p>
<ul>
<li>Brustkrebs (Risiko: -86 %),</li>
<li>Plattenepithelkarzinom des Kopfes und Halses (Risiko: -80 %),</li>
<li>klarzelliges Nierenkarzinom (Risiko: -34 %),</li>
<li>und Enddarmkrebs assoziiert (-99 %!!).</li>
</ul>
<p>Über 20 Krebstypen betrachtet, war ein genetisch hoher Vitamin-C-Spiegel mit einem leichten Überlebensvorteil assoziiert.</p>
<p>Doch &#8230; Moment mal. Was soll ein genetisch hoher Vitamin-C-Spiegel eigentlich sein? Genau. Gibt es vermutlich gar nicht oder ist im Vergleich zur Erhöhung des VitC-Spiegels durchs Essen nur ein marginaler Einfluss.</p>
<p>Eleganter Weise dachten die Forscher mit und waren so angetan von dem riesigen Überlebensvorteil durch Vitamin C bei Enddarmkrebs, dass sie dies durch einen Tierversuch untermauerten: <strong>Eine Verdopplung der Vitamin-C-Spiegel halbierte das Tumorgewicht und -volumen. </strong></p>
<h2>Umbrella Review beweist: Mehr Vitamin C, weniger Krebs</h2>
<p>Noch etwas zuverlässiger ist hier vielleicht <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8812486/">ein Umbrella-Review</a>, die höchste Evidenzstufe im Reich der Studien. Der wurde von chinesischen Forschern im Jahr 2021 im Fachmagazin Front Nutr publiziert.</p>
<p>Untersucht hat man dort &#8222;57 Meta-Analysen mit 19 einzigartigen Ergebnissen zum Zusammenhang zwischen Ascorbinsäureaufnahme und Krebserkrankungen&#8220;. Das Resultat liest sich wie folgt:</p>
<blockquote><p>Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass die Aufnahme von Ascorbinsäure mit einem geringeren Risiko für verschiedene Krebsarten verbunden ist: Blasenkrebs, Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Endometriumkarzinom, Speiseröhrenkrebs, Magenkrebs, Gliom, Lungenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Prostatakrebs und Nierenzellkrebs.</p></blockquote>
<p>Die Größenordnungen lesen sich auszugsweise so:</p>
<ul>
<li>Risiko für Speiseröhrenkrebs: -42 %</li>
<li>Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs: -30 %</li>
<li>Brustkrebssterblichkeit: -22 %</li>
<li>Für alle Krebsarten im Schnitt: -13 %</li>
</ul>
<p>Auch, wenn es der Studie nicht gelang, klare Dosis-Wirkungs-Zusammenhänge zu identifizieren, fanden die Forscher Zusammenhänge wie die folgenden:</p>
<blockquote><p>Eine Dosis-Wirkungs-Analyse zeigte, dass jede Erhöhung der VC-Aufnahme um 50 mg/Tag mit einer 13%igen Verringerung des Speiseröhrenkrebsrisikos verbunden war, und jede Erhöhung der VC-Aufnahme um 100 mg/Tag mit einer 26%igen Verringerung des Magenkrebsrisikos verbunden war.</p></blockquote>
<h2>Wird&#8217;s noch besser?</h2>
<p>Es kann aber <em>noch</em> besser werden.</p>
<p>Wie wär&#8217;s mit einer <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30705384/">prospektiven Kohortenstudie</a> im Rahmen der EPIC-Norfolk-Studie? Mit 19.357 Teilnehmer und echten, gemessenen Vitamin-C-Spiegeln?</p>
<p>In der Studie hat man herausgefunden, dass Menschen mit den höchsten Vitamin-C-Spiegeln ein <strong>um 43 % geringeres Risiko für Lungenkrebs</strong> hatten. Wahnsinn, oder? Die Studie hat außerdem rausgefunden:</p>
<ul>
<li>15 % geringeres Risiko für alle Atemwegserkrankungen</li>
<li>19 % geringeres Risiko für chronische Atemwegserkrankungen</li>
<li>30 % geringeres Risiko für Lungenentzündungen</li>
<li>Die Sterblichkeit durch Lungenkrebs war um 46 % niedriger</li>
<li>Sterblichkeit durch andere respiratorische Erkrankungen (z. B. Lungenentzündung) zeigte eine nicht signifikante Reduktion von 39 %</li>
</ul>
<p>Nur durch hohe Vitamin-C-Spiegel. Okay, seien wir fair: <strong>Hier geht&#8217;s primär um den Obst-und-Gemüse-Konsum.</strong> Vitamin C könnte also einfach ein starker Proxy für den Konsum von Obst und Gemüse sein, die wiederum noch viele weitere schützende Stoffe liefern.</p>
<p>Heißt für uns höchstens: Vitamin C alleine richtet&#8217;s nicht. Aber:</p>
<blockquote><p>Der prospektive Zusammenhang zwischen der Ausgangsvitamin-C-Konzentration und der Inzidenz und Mortalität deutet ebenfalls auf einen möglichen <span style="text-decoration: underline;">Kausalzusammenhang</span> oder zumindest auf einen Marker für die in dieser Studie untersuchten Erkrankungen hin.</p></blockquote>
<p>Vitamin C wird wahrscheinlich auch ganz kausal seine Finger im Spiel haben.</p>
<h2>Prävention mit dem C(hris) ;-)</h2>
<p>Ich weiß sicherlich nicht allzu viel über das Leben. Das, was uns allen aber sicher irgendwann klar wird, ist, dass das Leben uns durch &#8222;multiple hits&#8220; ausknockt. Es ist nur selten der <em>eine</em> Grund. Oft sind es eben &#8222;mehrere Schläge&#8220;, die es braucht, um uns krank zu machen oder &#8230; umgekehrt &#8230; halt zu heilen.</p>
<p>Wenn es um unsere Vitamin-C-Spiegel geht, lässt sich vorsichtig folgern, dass es vielleicht besser ist, auf gute Spiegel zu achten. Wenn man es mit Prävention hält, versteht sich. Wenn nicht, dann auch egal ;-)</p>
<p>Klar sollte sein: Wir können nicht folgern, dass es Vitamin C alleine tut. <strong>Vitamin C ist ein wichtiger Proxy für die Zufuhr von Obst und Gemüse, keine Frage.</strong> Die Studienlage deutet aber durchaus darauf hin, dass der Vitamin-C-Spiegel alleine kausal in Krankheitsgeschehen involviert ist.</p>
<p>An der Stelle kann ich dann wieder an meine Eingangsworte anknüpfen: <strong>Vitamin C kann</strong>. Und zwar schon in Bereichen von 500 mg. Das ist aber immerhin das Vierfache der medianen Zufuhr hierzulande (nach NVZII). Das Vierfache. Etwas verständlicher ausgedrückt vielleicht: Statt 3000 halt 12000 brutto. :-))</p>
<p>Wer auf Nummer sicher gehen will, führt also eine große Menge Obst und Gemüse zu *und* ergänzt mit Vitamin C.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vitamine/wundersames-vitamin-c/">Wundersames Vitamin C</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Würdest du diesen Stoff konsumieren?</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/pflanzenstoffe/wuerdest-du-diesen-stoff-konsumieren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Jun 2024 11:09:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Energiehaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzenstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Zellgesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Tag hauen wir uns ja alles mögliche rein. Nach wie vor verstehen die meisten Menschen nicht, dass Essen und Trinken eine der beiden größten Einflussfaktoren für unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit sind. Jeder Einzeller weiß [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Am Tag hauen wir uns ja alles mögliche rein.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Nach wie vor verstehen die meisten Menschen nicht, dass Essen und Trinken eine der beiden größten Einflussfaktoren für unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit sind.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Jeder Einzeller weiß seit hier seit Milliarden von Jahren Bescheid, genau wie jeder Löwe in der Savanne.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Daher darf die Frage gestattet sein, ob du etwas zu dir nehmen würdest, was wie folgt wirkt:</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">✓ Hemmt Verdauungsenzyme</span><br />
<span style="font-family: proxima-nova;">✓ Macht den Darm &#8222;leaky&#8220;</span><br />
<span style="font-family: proxima-nova;">✓ Beschleunigt die Magenentleerung und hemmt so eine gute Verdauung</span><br />
<span style="font-family: proxima-nova;">✓ Hemmt Enzyme deines Energiestoffwechsels</span><br />
<span style="font-family: proxima-nova;">✓ Erzeugt in der Zelle einen Energiemangel</span><br />
<span style="font-family: proxima-nova;">✓ Hemmt die so wichtige Methylierung (Genregulation! Energiestoffwechsel!)</span><br />
<span style="font-family: proxima-nova;">✓ Hat so weitreichende Effekte auf die Gehirngesundheit, Krebsabwehr, Energielevel</span><br />
<span style="font-family: proxima-nova;">✓ Erhöht Stresshormone</span><br />
<span style="font-family: proxima-nova;">✓ Überdreht dich neurokognitiv</span><br />
<span style="font-family: proxima-nova;">✓ Stört deinen Tiefschlaf (Regeneration! Anpassungsfähigkeit!) </span><br />
<span style="font-family: proxima-nova;">✓ Erhöht Insulin</span><br />
<span style="font-family: proxima-nova;">✓ Hemmt die Glukoseverarbeitung</span><br />
<span style="font-family: proxima-nova;">✓ Überdreht deine Mitochondrien </span><br />
<span style="font-family: proxima-nova;">✓ Hemmt die Produktion von Antikörpern (Immunsystem!)</span><br />
<span style="font-family: proxima-nova;">✓ Verändert das Verhalten von Immunzellen</span><br />
<span style="font-family: proxima-nova;">✓ Senkt Vitamin-B-Spiegel</span><br />
<span style="font-family: proxima-nova;">✓ Hemmt die Aufnahme von Spurenelementen</span><br />
<span style="font-family: proxima-nova;">✓ Verändert die Verteilung der Spurenelemente in den Geweben</span><br />
<span style="font-family: proxima-nova;">✓ Stört allgemein Hormongleichgewichte (z. B. Schilddrüse!) </span><br />
<span style="font-family: proxima-nova;">✓ Steigert den Abbau von energieerzeugenden Elementen wie Häm (Hämeisen!) </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Würdest du sowas zu dir nehmen? Vermutlich nicht. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Nennt sich Kaffee.</strong> Zugegeben: kein Stoff, aber ein Stoffgemisch. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Wenn Jugendliche bzw. Anfang-20-jährige heute ihren Carnivore-Hype leben, weiß ich, dass da viel dran ist. Pflanzen, allen voran ihre Reproduktionsorgane, schützen sich massiv gegen Fraßfeinde. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und das macht, oft subtil, große gesundheitliche Probleme. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Blöd nur: Die meisten dieser Carnivores hauen sich das Steak rein, meiden die Banane, aber gönnen sich fröhlich ihren Capuccino. Also, nichts verstanden – oder einfach:<strong> gefangen im Gift einer Pflanze. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Denn etwas, was für dich nicht gut ist, dich aber abhängig macht &#8230; ist toxisch. Das kennt der eine oder andere vielleicht aus anderen Lebensbereichen. Bei der Ernährung, gerade da, ist es nicht anders. </span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Merke: <strong>Du bist nicht krank, du trinkst nur zu viel Kaffee.</strong> Sollte man sich auf seine Kaffeetasse schreiben :-) </span></p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/pflanzenstoffe/wuerdest-du-diesen-stoff-konsumieren/">Würdest du diesen Stoff konsumieren?</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Nur die halbe Wahrheit erzählt</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/pflanzenstoffe/nur-die-halbe-wahrheit-erzaehlt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Dec 2023 13:31:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
		<category><![CDATA[Paleo]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzenstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dass man sich oft nur die halbe Wahrheit erzählt, kennen wir. Eines der aktuell besten Beispiele, hatten wir ja hier zerpflückt. Oft passiert es aus Unwissenheit. Geschenkt. Nicht selten passiert es aber aus Absicht. Das [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/pflanzenstoffe/nur-die-halbe-wahrheit-erzaehlt/">Nur die halbe Wahrheit erzählt</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dass man sich oft nur die halbe Wahrheit erzählt, kennen wir. Eines der aktuell besten Beispiele, hatten wir ja <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/co2-wer-rechnen-kann/">hier</a> zerpflückt.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Oft passiert es aus Unwissenheit. Geschenkt. Nicht selten passiert es aber aus Absicht. Das wiederum stößt ziemlich oft ziemlich bitter auf.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Besonders problematisch sind Halbwahrheiten im Gesundheitsbereich.</strong> Auch darüber habe ich mich <a href="https://genetisches-maximum.de/aminosaeuren/tryptophan-immer-sympathischer/">erst kürzlich echauffiert</a>.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Denn es gibt heutzutage unglaublich viele Gesundheitsexperten und solche, die es gerne wären. Gut, die gab es schon immer. Nur ihre potenzielle Reichweite hat über soziale Medien drastisch zugenommen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Entsprechend viral – also <strong>wie ein Virus</strong> – verbreiten sich als Folge ihre halbgaren Informationen.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Besonders amüsant war in dem Zusammenhang beispielsweise, wie Arnold S. in seiner Doku (Netflix) stolz berichtet, dass die besten Bodybuilder der Welt damals das Brot weggeschmissen hätten, um nur das Rindpatty zu essen.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Heute stellt er sich hin und behauptet, das sei alles nicht nötig, man solle viel weniger Fleisch essen. Ach ja&#8230; Unwissenheit oder Absicht?</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Paul Saladino plötzlich kleinlaut</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Auch so einer ist Paul Saladino, bekannt auch als <em>Carnivore MD</em>. Der Name ist hier Programm: <strong>Eine tierbasierte, also &#8222;karnivore&#8220; Ernährung, ist das, was er empfiehlt. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Doch Vorsicht, Saladino ist mit seinen Warnungen auf dem Level unseres Gesundheitsministers ;-) Er warnte vor&#8230;</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Kohlenhydraten</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Gemüse/Salaten</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Bohnen und Hülsenfrüchten</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Pflanzenölen und &#8222;PUFAs&#8220; (mehrfach ungesättigte Fettsäuren)</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Nüssen und Samen (aus dem gleichen Grund)</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Zucker</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Industriefutter sowieso</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Deshalb hieß es bei ihm ursprünglich:</strong> <strong>&#8222;Rindfleisch, Kollagen (Knochensuppe), Organe, Fett und Salz.&#8220;</strong> Darüber hat er erst 2019(!) ein Buch geschrieben. In der Zwischenzeit hatte er das dann ergänzt mit ein paar Früchten, etwas Honig und Kefir.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dass wir uns richtig verstehen: Das ist mit Sicherheit etwas besser als das, was Menschen, vor allem in Amerika, sonst so essen. Aber es war ja wieder nur die halbe Wahrheit.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Wie ihm jetzt offenbar auffällt:</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><img decoding="async" class="wp-image-323353 size-full" title="Saladino" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/12/Saladino.png" alt="Saladino" width="2344" height="456" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/12/Saladino.png 2344w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/12/Saladino-300x58.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/12/Saladino-1024x199.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/12/Saladino-768x149.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/12/Saladino-1536x299.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/12/Saladino-2048x398.png 2048w" sizes="(max-width: 2344px) 100vw, 2344px" /></span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Die 180°-Wende</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Also&#8230; karnivore Ernährung doch nicht mehr so geil, obwohl er erst 2019 voller Inbrunst genau darüber ein Buch geschrieben hat? Was kommt 2025? Dass Brokkoli jetzt doch nicht giftig ist? Dass Rindfleisch en masse vielleicht doch nicht das Wahre ist? Mark my words ;-)</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Im Video spricht er <a href="https://youtu.be/Iz5PymNgnSY?si=ey-3M8kRodeW-elI">über seinen Sinneswandel</a>, die Kohlenhydrate betreffend:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">&#8222;Ich war der Meinung, Kohlenhydrate seien nicht gut&#8230; das Wiedereinführen von Kohlenhydraten hat meine Gesundheit verbessert&#8220;</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Bei seiner ketogenen Ernährung habe er Krämpfe, Herzrasen, Schlafstörungen bekommen und sein Testosteron sei drastisch abgefallen, er habe Probleme mit dem Elektrolythaushalt gehabt</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">&#8222;Ich habe falsch über Insulin gedacht. Ich dachte, ich müsste Insulin immer flach halten&#8220;</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">&#8222;Ich dachte, der Insulin-Spike nach Kohlenhydratkonsum sei etwas Schlechtes&#8220;</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Dabei sei der temporär erhöhte Insulinspiegel etwas Gutes</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">&#8222;Was ich jetzt verstehe: Dein Körper braucht Insulin nach einer Mahlzeit, um den Nieren zu sagen, dass sie Mineralien im Körper behalten sollen&#8220;</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Folglich seien die Elektroylt-Ungleichgewichte unter einer ketogenen Ernährung möglicherweise Resultat einer schlechten Insulinwirkung</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Der zyklische Anstieg des Insulins sei gesund: für unsere Hormone, für unser Gehirn, für die Glutathion-Bildung und die Aufnahme von Mineralien</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dann kommen drei entscheidende Aussagen:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Dazu gab es eine riesige Datenlage, die ich einfach nicht gesichtet habe.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ach so, nein? Paul Saladino war ein Cherry Picker, um seine extremen Ansichten zu untermauern?</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Wer keine Kohlenhydrate isst, wird physiologisch insulinresistent.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Damit werde man zwar nicht zum Diabetiker, aber besonders gesund sei das nicht. Schließlich wäre das das Signal des Körpers, Kohlenhydrate zu sparen und uns auf eine Hungersnot vorzubereiten. Kohlenhydrate wiederum würden dem Körper &#8222;Überfluss&#8220; signalisieren.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Zum Abschluss gibt&#8217;s nochmal den klassischen Schwenk in die Anthropologie:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Jäger und Sammler suchen aktiv nach Kohlenhydraten. Der Mensch hatte im Laufe der Evolution wohl massiven Zugang zu Kohlenhydraten.</span></p></blockquote>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">edubily 2014</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Langjährige Leser werden wissen, dass man nahezu jede einzelne Aussage so bei uns im Blog findet. Aber nicht erst seit 2022 oder gar 2019, sondern schon seit es diesen Blog überhaupt gibt (2014).</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Schlicht und ergreifend, weil hier jemand Studien lesen kann und viel Praxiserfahrung hat (schon damals hatte).</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das ist halt auch einfach der Unterschied, glaube ich. <strong>Ich persönlich würde überhaupt nur Beiträge über Themen schreiben, die ich persönlich erlebt habe und für die es eine hinreichende Datenlage gibt. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Andere behaupten halt irgendwas&#8230; Machen daraus ein revolutionäres Ernährungskonzept, zur &#8222;Entschlüsselung der Geheimnisse für optimale Gesundheit&#8220;.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und ja, sowas ärgert mich ein bisschen. Weil sich diese (falschen) Informationen in der Zwischenzeit gestreut haben und bei Menschen hängen bleiben. Jahre später kommen diese Fähnchen im Winde dann auf die Idee, ihre Ansichten drastisch zu revidieren. Ob diese ganze Wahrheit dann aber auch bei den Menschen ankommt, darf bezweifelt werden.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und weil wir schon dabei sind: <strong>Diesen beiden Leuten da im Video würde ich beim Thema Fettverlust sowieso niemals zuhören.</strong> Beide könnten essen, was sie wollen und würden vermutlich nur mit viel Mühe zunehmen und eher nie ein klassischer Stoffwechselkranker werden.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><img decoding="async" class="wp-image-323354 aligncenter" title="skinny thomas delauer" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/12/skinny-thomas-delauer.png" alt="skinny thomas delauer" width="598" height="331" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/12/skinny-thomas-delauer.png 1176w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/12/skinny-thomas-delauer-300x166.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/12/skinny-thomas-delauer-1024x568.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/12/skinny-thomas-delauer-768x426.png 768w" sizes="(max-width: 598px) 100vw, 598px" /></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Und solche Leute erklären der stoffwechselkranken Petra, dass sie jedes Gramm Kohlenhydrate meiden sollte, um schlank und fit zu sein. Oh man, wenn es nicht so weh tun würde&#8230;</span></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/pflanzenstoffe/nur-die-halbe-wahrheit-erzaehlt/">Nur die halbe Wahrheit erzählt</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Neue Studie: Das Paradebeispiel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Sep 2023 14:20:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pflanzenstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Zink]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Paradebeispiele eignen sich gut, um eine Allgemeingültigkeit bzw. ein Prinzip eines Sachverhalts zu demonstrieren. Ein solches Beispiel – in Form einer sensationellen Studie – wurde mir soeben von einer Leserin zugeschickt. Doch zunächst zu uns. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Paradebeispiele eignen sich gut, um eine Allgemeingültigkeit bzw. ein <em>Prinzip</em> eines Sachverhalts zu demonstrieren. Ein solches Beispiel – in Form einer sensationellen Studie – wurde mir soeben von einer Leserin zugeschickt.</p>
<p>Doch zunächst zu uns. Seit Jahren postulieren wir:</p>
<ul>
<li>Der Körper braucht Mikronährstoffe, um zu funktionieren.</li>
<li>Der Körper wird gesund oder krank in Wechselwirkung mit der Umwelt.</li>
<li>Für – gesunde – Anpassungen braucht es wiederum Mikronährstoffe.</li>
<li>Tierische Produkte sind für uns die gehaltvollsten Lebensmittel mit den bioverfügbarsten Stoffen &#8230; aber Pflanzen brauchen wir auch.</li>
</ul>
<p>Und genau hierfür ist die aktuelle Studie – freilich publiziert im renommierten Fachmagazin <em>Nature Communications</em> – ein Paradebeispiel.</p>
<h2>Der Mechanismus</h2>
<p>Die Geschichte ist schnell erzählt und geht so:</p>
<p>Forscher zeigen an Mäusen und in-vitro-Versuchen, dass <strong>Zink</strong> in Kombination mit <strong>Indolen</strong> aus Kreuzblütlern (Brokkoli, Kohle, Senf usw.)  entzündliche Darmerkrankungen vorbeugen bzw. deutlich bessern. Zu diesen Krankheiten gehören bekanntermaßen <em>Morbus Crohn</em> und <em>Colitis ulcerosa</em>.</p>
<p>Indole kennen wir unter anderen Namen: <strong>I3C</strong> (Indol-3-Carbinol), <strong>DIM</strong> (Diindolylmethan) und <strong>I3A</strong> (Indol-3-Acetonitril). Die wiederum gehen aus Glucosinolaten (Senfölglycoside) hervor, die bei Verletzung der Zellwände der Pflanzen unter Beteiligung des Enzyms Myrosinase aufgespalten und u. a. zu Indolen umgesetzt werden.</p>
<figure id="attachment_323103" aria-describedby="caption-attachment-323103" style="width: 1620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323103 size-full" title="indole" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/indole.png" alt="indole" width="1620" height="497" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/indole.png 1620w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/indole-300x92.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/indole-1024x314.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/indole-768x236.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/indole-1536x471.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1620px) 100vw, 1620px" /><figcaption id="caption-attachment-323103" class="wp-caption-text"><em><strong>Kreuzblütler-Indole leiten sich von Tryptophan ab bzw. werden von den Pflanzen aus Tryptophan gebildet. </strong></em></figcaption></figure>
<p>Die Indole sind strukturell eng verwandt mit Tryptophan, das auch einen Indolring enthält. Seit Jahren ist bekannt, dass sie an den <em>Arylhydrocarbon-Rezeptor</em> (kurz: AHR) im Darm binden. Dieser Rezeptor erkennt u. a. Gifte aus der Natur und aktiviert Schutzschalter in den Zellen.</p>
<p>Im aktuellen Fall Fall konnten die Forscher zeigen:</p>
<ol>
<li>Indole aus Kreuzblütlern (bzw. ihre Abkömmlinge) binden an den AHR im Darm (<a href="https://genetisches-maximum.de/dextrin/so-heilt-gemuese-deinen-darm/">bekannt seit 2011</a>).</li>
<li>Der AHR aktiviert schützende Signalwege <strong>mit Hilfe von Zink</strong> (neu!).</li>
<li>Diese schützenden Signalwege sorgen u. a. dafür, dass die Darmbarriere stärker wird, Leaky gut abnimmt und Entzündungen gehemmt werden.</li>
</ol>
<p>Kurzum: <strong>Zink + Indole = gesunder Darm.</strong></p>
<figure id="attachment_323105" aria-describedby="caption-attachment-323105" style="width: 408px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323105 " title="Template" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/gr1_lrg.jpg" alt="Template" width="408" height="352" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/gr1_lrg.jpg 1660w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/gr1_lrg-300x259.jpg 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/gr1_lrg-1024x883.jpg 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/gr1_lrg-768x662.jpg 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/09/gr1_lrg-1536x1324.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 408px) 100vw, 408px" /><figcaption id="caption-attachment-323105" class="wp-caption-text"><strong><em>Dass Indole aus Kreuzblütler potente AH-Rezeptor-Agonisten im Darm sind, ist seit 2011 bekannt. </em></strong></figcaption></figure>
<h2>Fleisch <em>und</em> Pflanze macht gesund</h2>
<p>Die Forscher folgern:</p>
<blockquote><p>Bei Mäusen, die mit die mit Zink und Indolen aus Kreublütlern &#8211; wie Brokkoli &#8211; gefüttert wurden, die das AHR-Signaling aktivieren, wurden die entzündlichen Darmerkrankungen fast vollständig gelindert.</p></blockquote>
<p>Umgekehrt zeigten die Forscher:</p>
<blockquote><p>Die Behandlung mit AHR-Agonisten (Anm.: Indolen) ist bei Mäusen, die mit zink<span style="text-decoration: underline;">armer</span> Nahrung gefüttert werden, unwirksam.</p></blockquote>
<p>Sensationell.</p>
<p>Denn wir sehen: Gesunde Ernährung (hier: Gemüse) plus die Basis unserer körpereigenen Biochemie, also Mikronährstoffe (hier: Zink), aktivieren förderliche und schützende Signalwege. So stark, dass offenbar ernste Erkrankungen ausgebremst werden können.</p>
<p>Umgekehrt gilt: <strong>Gesunde Ernährung bringt nix, wenn der eigene Chemiebaukasten nicht funktioniert.</strong> Kann man nur stets wiederholen.</p>
<h2>Zinkmangel bei Pflanzenkost</h2>
<p>Zu guter Letzt fehlt noch etwas Wichtiges aus unserem Postulat ;-) Und das drücken die Forscher sehr elegant so aus:</p>
<blockquote><p>Fleisch und Meeresfrüchte sind die besten Zinkquellen in der Ernährung, doch die weltweite Armut, Fragen der Nachhaltigkeit und Bedenken hinsichtlich des Tierschutzes führen dazu, dass sich die Weltbevölkerung von tierischen Lebensmitteln abwendet und pflanzlichen Lebensmitteln den Vorzug gibt. Um eine unzureichende Aufnahme dieses wichtigen Mikronährstoffs zu vermeiden, muss daher für eine ausreichende Zinkversorgung gesorgt werden.</p></blockquote>
<p>Sagt Christer Hogstrand, Professor in der Abteilung für Ernährungswissenschaften am Londoner King&#8217;s College (vermutlich also keine Pausenclown-Akademie) und leitender Forscher in dieser Studie.</p>
<p>Die Forscher ergänzen in der Studie selbst:</p>
<ul>
<li>Zinkmangel betrifft ein Drittel der Weltbevölkerung.</li>
<li>Und zwar vorwiegend arme Populationen, die sich pflanzlich bzw. tierarm ernähren müssen.</li>
<li>Also so wie wir in Zukunft, wenn es nach allgemeinen Nachhaltigkeitsplänen geht, die eine Abkehr von tierischen Produkten vorsehen.</li>
<li>Die Studie schlägt daher eine Zinkergänzung vor.</li>
</ul>
<p><strong>Ein Armutszeugnis in vier Zeilen.</strong> Wir machen moderne, hoch entwickelte, vergleichsweise gut versorgte westliche Populationen zu Entwicklungsländern in der Nährverstoffversorgung. Haarsträubend, unwirklich, stümperhaft, um nicht zu sagen: dumm.</p>
<p>Denn natürlich wird auch in Zukunft weiterhin fröhlich vor Nahrungsergänzung gewarnt. Dass es uns also nicht mehr um Wissenschaft – um Fakten –, sondern nur noch um irgendwas (was auch immer) geht, zeigt sich genau daran.</p>
<h2>Halten wir fest</h2>
<p>Ideologie verdummt und macht krank. Gut merken. Wer in die Falle tappt, macht seine eigenen und die Probleme der Welt nicht besser.</p>
<p><strong>In jedem Fall ist ein normaler Mensch bestens beraten, wenn er Tierprodukte und Pflanzen kombiniert.</strong> Etwas abstrahierter könnte man zudem sagen: Mikronährstoffe plus gesunder Lebensstil sind Grundvoraussetzung für Gesundheit und Leistungsfähigkeit.</p>
<p>Die ganz häufig im Darm beginnen (oder enden ;-). So &#8230; als weiteres Postulat.</p>
<p><strong>Referenzen</strong></p>
<p>Hogstrand et al. (2023): <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37669965/"><em>Aryl hydrocarbon receptor utilises cellular zinc signals to maintain the gut epithelial barrier </em></a></p>
<p>Hooper (2011): <em><a href="https://www.cell.com/fulltext/S0092-8674%2811%2901200-1">You AhR What You Eat: Linking Diet and Immunity</a>  </em></p>
<p>Medical Xpress (2023): <a href="https://medicalxpress.com/news/2023-09-zinc-plays-key-role-inflammatory.html?fbclid=IwAR2AB4-20UOMFaPCkjwbb_oxvcXQCCxeJoGpx4Dnno9tJUltWd2Dnxuab5g"><em>Researchers show zinc plays a key role in inflammatory bowel disease and &#8218;leaky gut&#8216;</em></a></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/zink/neue-studie-das-paradebeispiel/">Neue Studie: Das Paradebeispiel</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Sensation: &#8222;Lichtnahrung&#8220; funktioniert!</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/pflanzenstoffe/sensation-lichtnahrung-funktioniert/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 May 2021 14:27:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pflanzenstoffe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diese Überschrift ist ganz hübsch. Alternativ hätte ich gewählt: Die wohl sensationellste Studie der letzten Jahre. Einfach, weil die Ergebnisse so genial sind. Vom Salat schrumpft der Bizeps? Von wegen! Da schreiben Wissenschaftler in einer [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Überschrift ist ganz hübsch. Alternativ hätte ich gewählt:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Die wohl sensationellste Studie der letzten Jahre.</strong></p>
<p>Einfach, weil die Ergebnisse so genial sind.</p>
<h2>Vom Salat schrumpft der Bizeps? Von wegen!</h2>
<p>Da schreiben Wissenschaftler <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6518289/">in einer Arbeit aus 2014</a> allen Ernstes:</p>
<blockquote><p>Chlorophyll, das dem Fadenwurm<em> Caenorhabditis elegans</em> gefüttert wird, führt zu einer Erhöhung der ATP-Synthese bei Lichteinwirkung, zusammen mit einer Erhöhung der Lebensspanne. Wir zeigen weiter, dass das gleiche Potential, Licht in Energie umzuwandeln, in Säugetieren existiert, da sich Chlorophyll-Metaboliten in Mäusen, Ratten und Schweinen ansammeln, wenn sie mit einer chlorophyllreichen Nahrung gefüttert werden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Moleküle vom Chlorophyll-Typ das mitochondriale ATP modulieren, indem sie die Reduktion von Coenzym Q katalysieren, ein langsamer Schritt in der mitochondrialen ATP-Synthese. <strong>Wir postulieren, dass durch den Verzehr von pflanzlichen Chlorophyll-Pigmenten auch Tiere in der Lage sind, Energie direkt aus dem Sonnenlicht zu gewinnen.</strong></p></blockquote>
<p>Da steht wirklich, dass die denken, dass Säugetiere aus Licht Energie gewinnen können. Spontane Reaktion:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-278210 aligncenter" title="40c1a1336b35e61aced0741a99c5ca2c" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/05/40c1a1336b35e61aced0741a99c5ca2c-300x188.jpg" alt="40c1a1336b35e61aced0741a99c5ca2c" width="392" height="246" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/05/40c1a1336b35e61aced0741a99c5ca2c-300x188.jpg 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/05/40c1a1336b35e61aced0741a99c5ca2c-500x313.jpg 500w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/05/40c1a1336b35e61aced0741a99c5ca2c-700x438.jpg 700w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/05/40c1a1336b35e61aced0741a99c5ca2c-64x40.jpg 64w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/05/40c1a1336b35e61aced0741a99c5ca2c-1024x640.jpg 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/05/40c1a1336b35e61aced0741a99c5ca2c-768x480.jpg 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/05/40c1a1336b35e61aced0741a99c5ca2c-1536x960.jpg 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/05/40c1a1336b35e61aced0741a99c5ca2c.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 392px) 100vw, 392px" /></p>
<h2>Wie funktioniert das?</h2>
<p>Okay, um zu verstehen, wie die darauf kommen, muss man erst mal verstehen, wie Pflanzen ihre Energie gewinnen. Pflanzen sind <em>photoautotrophe</em> Lebewesen. Sie &#8222;essen&#8220; Sonnenlicht und anorganische Stoffe wie CO2 und Wasser. Dafür nutzen sie die <em>Fotosynthese</em>, was auch der Grund, warum die grün sind. Das grüne Farbpigment Chlorophyll nämlich, sitzt in Chloroplasten. Das sind – analog zu unseren Energiekraftwerken der Zellen, den Mitochondrien –, gelinde gesagt die Energiekraftwerke der Pflanzen.</p>
<p>Mit Hilfe von Chlorophyll wird hier eine Elektronentransportkette betrieben, wobei Photosysteme, in denen Chlorophyll sitzt, die Elektronen aus Wasser gewinnen und die Energie des Lichts nutzen, um die Elektronen in die Elektronenkette zu speisen. Ähnlich funktioniert das in den Mitochondrien bei z. B. Säugetieren, allerdings gewinnen wir die Elektronen hier aus der Nahrung und Licht spielt keine so tragende Rolle bei der Übertragung der Elektronen innerhalb dieser Transportkette.</p>
<figure id="attachment_278216" aria-describedby="caption-attachment-278216" style="width: 650px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-278216 size-full" title="chloroplast" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2021/05/chloroplast.gif" alt="chloroplast" width="650" height="347" /><figcaption id="caption-attachment-278216" class="wp-caption-text"><strong><em>Das Chlorophyll sitzt im Photosystem II und I und wird von Licht &#8222;angetrieben&#8220;. Wasser dient als Elektronenspender und die Lichtenergie wird genutzt, um die Elektronen in die Elektronentransportkette zu speisen. Das Resultat ist ATP, Lebensenergie.</em> </strong></figcaption></figure>
<p>Chlorophyll ist also ein Molekül, das die Energie des Lichts (Photonen!) in eine biochemische Reaktion umsetzen kann. Das können Mitochondrien so grundsätzlich bzw. in diesem Ausmaß nicht. Doch jetzt postulieren Wissenschaftler, dass nicht-pflanzliche Lebewesen das auch können – <strong>also, dass auch wir die Energie des Lichts für die Bildung von ATP (Lebensenergie) nutzen können. </strong></p>
<p>Die Forscher zeigen: Chlorophyll bzw. Abkömmlinge davon, die man isst, reichern sich in den Mitochondrien an, also in der Membran, wo die Elektronentransportkette sitzt. Es wird dort Teil ebendieser Kette. Licht, das dann von Chlorophyll &#8222;aufgefangen&#8220; wird, <strong>hilft auch hier, den Elektronenfluss zu verbessern bzw. zu steigern und kurbelt dadurch die Bildung von ATP an. </strong></p>
<h2>Ergebnisse wurden später bestätigt</h2>
<p>Das sind unglaubliche Resultate. Okay, wer jetzt denkt, das Ganze klingt ein bisschen fishy, dem sei gesagt, dass zwei Jahre später ähnliche Ergebnisse in einer der besten Fachzeitschriften weltweit, <em>Nature</em>, publiziert wurde. <a href="https://www.nature.com/articles/srep34320">Dort kommen Wissenschaftler</a> zu ähnlichen Schlüssen und meinen:</p>
<blockquote><p>In Anwesenheit des Chlorophyll-Metaboliten erhöhte die Lichtexposition bei Fadenwürmern den ATP-Gehalt, reduzierte oxidativen Stress und erhöhte die mittlere Lebensspanne, ohne eine Auswirkung auf die Reproduktion der Tiere. Mäuse, die mit Chlorophyll-Metaboliten gefüttert und über mehrere Monate dem Licht ausgesetzt wurden, zeigten eine Verringerung der systemischen Entzündung, gemessen durch α-Makroglobulin im Plasma. <strong>Wir postulieren, dass Chlorophyll die Mitochondrien in die Lage versetzen kann (&#8230;) Licht (zu) absorbieren und die Energie auf mitochondriales Coenzym Q (zu) übertragen.</strong></p></blockquote>
<p>&#8230; was folglich den ATP-Gehalt erhöht.</p>
<h2>Mehr Salat</h2>
<p>Na, also wenn das nicht Grund genug ist, den einen oder anderen Salat mehr zu essen, dann weiß ich auch nicht. Übrigens: Natürlich wird man dadurch nicht in der Lage sein, ausschließlich von Licht leben zu können. <strong>Lichtnahrung funktioniert – aber nur als kleiner Bruchteil der normalen Energiegewinnung aus herkömmlicher Nahrung. </strong></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/pflanzenstoffe/sensation-lichtnahrung-funktioniert/">Sensation: „Lichtnahrung“ funktioniert!</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Wie Kaffee auf den Eisenhaushalt wirkt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2020 13:47:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pflanzenstoffe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kaffee ist ohne Frage ein ziemlich faszinierendes Gebräu. Die darin enthaltenen rund 1000 Stoffe haben eine vielfältige Wirkung auf den Organismus. Daher tauchen immer wieder Studien auf, die darlegen, wie genau die enthaltenen Stoffe wirken, [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/pflanzenstoffe/wie-kaffee-auf-den-eisenhaushalt-wirkt/">Wie Kaffee auf den Eisenhaushalt wirkt</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kaffee ist ohne Frage ein ziemlich faszinierendes Gebräu. Die darin enthaltenen rund 1000 Stoffe haben eine vielfältige Wirkung auf den Organismus.</p>
<p>Daher tauchen immer wieder Studien auf, die darlegen, wie genau die enthaltenen Stoffe wirken, und damit Kaffee selbst.</p>
<p>Eine meiner Lieblingsarbeiten diesbezüglich ist eine Doktorarbeit, die <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28443667">entsprechend publiziert wurde</a>: Die hat gezeigt, dass beim Rösten des Kaffees bestimmte Stoffe entstehen, die als s. g. Phosphodiesterase-Hemmer (kann man mal googeln ;-) ) wirken.</p>
<p>Kaffee ist in meinen Augen daher nicht nur ein Getränk, sondern auch ein Therapeutikum. Das kann super gut oder eher schlecht sein, je nach Kontext.</p>
<p>In einer ganz <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5033359/">interessanten Studie aus dem Jahr 2016</a> wurde gezeigt, dass Koffein die sogenannte &#8222;ferritin heavy chain&#8220; (FHC) in Zellen hochreguliert.</p>
<p>Hier steckt das Wort &#8222;Ferritin&#8220; drin – Ferritin ist uns bekannt als Eisenspeicherprotein. Dadurch wirkt es aber nicht nur als Speicher für Eisen, sondern zeitgleich als Antioxidans, da Eisen bekanntlich die Bildung von freien Radikalen begünstigen kann.</p>
<p>Ferritin besteht aus verschiedenen Untereinheit, eine davon ist die o. g. &#8222;ferritin heavy chain&#8220;. Diese Untereinheit ist für die Speicherung von Eisen verantwortlich.</p>
<p>Wie bereits gesagt: Offensichtlich können physiologische Koffein-Dosen – also das, was man auf täglicher Basis beim Kaffeetrinken zuführt – diese Untereinheit hochregulieren, und damit dafür sorgen, dass vermehrt Eisen in den Speicher wandert.</p>
<p><strong>Die Frage: Ist das jetzt gut, oder eher nicht so gut? </strong></p>
<p>Kommt wohl auf den Kontext, die Menge und die Regelmäßigkeit des Konsums an. Will man seinen Zellen Eisen immer vorenthalten? Eher nicht. Denn Eisen ist wichtig. Könnte man bestimmten, kranken Zellen damit das Eisen entziehen? Möglicherweise – und das wäre wiederum eher gut.</p>
<p>Letzteres ist im Grunde auch die Message der Arbeit. Denn die hat gezeigt, dass Koffein auf diese Weise dafür sorgt, dass sich eine bestimmte Sorte von Lungenkrebszellen nicht mehr so gut teilen und vermehren kann (<em>Proliferation</em>).</p>
<p>Tja. Manchmal hat man die Qual der Wahl offensichtlich. Jedenfalls wird immer wieder klar, dass jede Ernährungsströmung inhaltlich nicht ganz falsch liegt: Die &#8222;Karnivoren&#8220; behaupten ja, Pflanzenstoffe würden krankmachen.</p>
<p>Wer sich täglich mit Kaffee druckbetankt und seinen Zellen die Verfügbarkeit des Eisens einschränkt &#8230; tut sich ggf. nichts Gutes. Falsch ist aber, zu behaupten, Kaffee würde auf diese Weise per se krankmachen.</p>
<p>In anderen Kontexten nämlich, könnte Kaffee auf genau diese Weise sehr gesund sein.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/pflanzenstoffe/wie-kaffee-auf-den-eisenhaushalt-wirkt/">Wie Kaffee auf den Eisenhaushalt wirkt</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Drei Studien, die du kennen solltest</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/pflanzenstoffe/drei-studien-die-du-kennen-solltest-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Oct 2018 10:21:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pflanzenstoffe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist mal wieder an der Zeit, ein paar Studien zu besprechen. Das haben wir in der Vergangenheit ja immer wieder mal getan. Hat mir gefallen, deshalb gibt&#8217;s heute neuen Input. Bevor wir ans Neue [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/pflanzenstoffe/drei-studien-die-du-kennen-solltest-2/">Drei Studien, die du kennen solltest</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist mal wieder an der Zeit, ein paar Studien zu besprechen. Das haben wir in der Vergangenheit ja immer wieder mal getan. Hat mir gefallen, deshalb gibt&#8217;s heute neuen Input. Bevor wir ans Neue gehen, hier noch mal ein paar alte &#8222;Studien, die du kennen solltest&#8220;-Artikel:</p>
<ul>
<li><a href="https://genetisches-maximum.de/leistungsfaehigkeit/fit-sein-im-alter-krebskrank-trotz-keto/">2 neue Studien: Fit sein im Alter und krebskrank trotz Keto</a></li>
<li><a href="https://genetisches-maximum.de/fette/3-neue-studien/">3 neue Studien, die dich interessieren sollten</a></li>
<li><a href="https://genetisches-maximum.de/schilddruese/t3-gruentee-uebertraining-adhs-insulinresistenz/">7 Studien, deren Inhalt du unbedingt checken solltest</a></li>
<li><a href="https://genetisches-maximum.de/fette/6-aktuelle-studien/">6 brandaktuelle Studien, die du heute noch lesen solltest</a></li>
<li><a href="https://genetisches-maximum.de/fette/zwei-studien-die-die-ernaehrungs-welt-bewegen/">Zwei Studien, die die Ernährungs-Welt bewegen</a></li>
</ul>
<h2>Angst vor Hirntumoren? Trinke Kaffee</h2>
<p>Hirntumore sind ganz üble Geschichten. Vor allem das Glioblastom. Wir schreiben selten über sowas, weil wir keine Krebsspezialisten sind, auch nicht sein wollen und uns solche Themen einfach zu stark im Magen im liegen. Wer&#8217;s mal live miterlebt hat, mag sich damit nur ungerne oft beschäftigen. Nichtsdestotrotz sollte man immer über ein paar Präventivmaßnahmen Bescheid wissen.</p>
<p>So eine ist Kaffee.</p>
<p>In einer Studie, die die Ergebnisse von drei prospektiven Kohortenstudien mit mehreren Hunderttausend Menschen zusammenfasst, steht geschrieben:</p>
<blockquote><p>Consumption of five or more cups of coffee and tea a day compared to no consumption was associated with a decrease risk of glioma (<strong>RR = 0.60</strong>; 95% CI: 0.41–0.87; p-trend = 0.04).</p></blockquote>
<p style="text-align: left;">Also: Wer mehr als fünf Tassen Kaffee oder Tee trinkt, senkt sein Risiko, an einem Gehirntumor zu erkranken, um satte 40 %. Das nenne ich mal eine Zahl. Die wurde übrigens erst neulich bestätigt:</p>
<blockquote><p>We found a significant inverse association between coffee consumption and brain tumor risk in both total subjects (<strong>≥3 cups/day; HR = 0.47</strong>, 95%CI = 0.22–0.98) and in women (<strong>≥3 cups/day; HR = 0.24</strong>, 95%CI = 0.06–0.99) &#8230;</p></blockquote>
<p>Hier hat man hunderttausend Japaner untersucht. Spannend: Frauen konnten ihr Risiko dabei um 75 % senken – jedenfalls jene, die besonders viel Kaffee bzw. Tee tranken.</p>
<p>Wichtiger Hinweis: Der wirksame Bestandteil scheint das Koffein zu sein:</p>
<blockquote><p>No association was observed between decaffeinated coffee and glioma risk</p></blockquote>
<p>Heißt: Ohne Koffein, wirken Tee und Kaffee nicht. Aber bei Männern, die besonders viel Koffein zu sich nehmen, gibt&#8217;s sogar satte 54 % weniger Hirntumore, was für Frauen so leider nicht uneingeschränkt gilt:</p>
<blockquote><p>Among men, a statistically significant inverse association was observed between caffeine consumption and risk of glioma (<strong>RR = 0.46</strong>; 95% CI: 0.26–0.81; p-trend = 0.03); the association was weaker among women</p></blockquote>
<p>2014 erschien eine Studie, die herausfand, dass Koffein die Migration von Hirntumorzellen hemmt. Ein Erklärungsansatz.</p>
<p><strong>Referenzen</strong></p>
<p><em>Chen Y, Chou W, Ding Y, Wu Y. Caffeine Inhibits Migration in Glioma Cells through the ROCK-FAK Pathway. Cellular Physiology and Biochemistry. 2014;33(6):1888-1898. </em></p>
<p><em>Holick C, Smith S, Giovannucci E, Michaud D. Coffee, Tea, Caffeine Intake, and Risk of Adult Glioma in Three Prospective Cohort Studies. Cancer Epidemiology Biomarkers &amp; Prevention. 2010;19(1):39-47. </em></p>
<p><em>Ogawa T, Sawada N, Iwasaki M et al. Coffee and green tea consumption in relation to brain tumor risk in a Japanese population. Int J Cancer. 2016;139(12):2714-2721. doi:10.1002/ijc.30405</em></p>
<h2>Herzinfarkt + Antibiotika = Todesurteil</h2>
<p>Das jedenfalls fand eine nette, soeben veröffentlichte Mausstudie heraus. Dort hat man gezeigt, dass quasi alle Tiere sterben, wenn man ihnen einen Herzinfarkt verpasst und dazu ein Antibiotikum verabreicht. Umgekehrt überlebten alle Kontrolltierchen und auch viele von den glücklichen Mäusen, deren ausgelaugtes Darmmikrobiom mit einer Probiotika-Gabe oder einer Stuhltransplantation gepimpt wurde.</p>
<blockquote>
<div class="page" title="Page 2">
<div class="section">
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<div class="column">
<p><strong>Antibiotic-treated mice (ABX mice) displayed drastic, dose-dependent mortality after MI.</strong> We observed an association between the gut microbiota depletion and significant reductions in the proportion of myeloid cells, and SCFA, more specifically acetate, butyrate and propionate.</p>
</div>
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</div>
</blockquote>
<div class="page" title="Page 2">
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<div class="column">
<p>Also: Antibiotika-behandelte Mäuse zeigen eine, wörtlich, drastisch gesteigerte Todesrate nach einem Herzinfarkt – wenn man ihnen zusätzlich ein Antibiotikum verabreicht. Das habe, so liest sich im nächsten Satz, etwas mit einem kaputten Darmmikrobiom zu tun, das wohl Einfluss auf bestimmte Immunzellen hat. Auch die vom Darmmikrobiom normalerweise produzierten<a href="https://genetisches-maximum.de/energiehaushalt/ballaststoffe-kurzkettige-fettsaeuren-energiestoffwechsel/"> kurzkettigen Fettsäuren</a> scheinen hier eine Rolle zu spielen. Na sowas. Warte mal ab, dazu gibt&#8217;s im neuen Buch von uns ein kleines, aber feines Kapitel :P</p>
<p>Hier mal eine Abbildung, die verdeutlicht, wie dosisabhängig ABX (die Antibiose) die Überlebensrate nach einem Herzinfarkt senkt:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-11195 size-large" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2018/10/Bildschirmfoto-2018-10-23-um-10.47.19-1024x610.png" alt="" width="640" height="381" /></p>
<p>Wie man sieht: Man kann den armen Tieren mit steigender Antibiotika-Ladung zunehmend den Hahn zudrehen.</p>
<p>Ob das auch für uns Menschen gilt &#8230; weiß man natürlich nicht. Die Autoren merken an:</p>
<blockquote><p>Thus, a better understanding of the mechanisms underlying host-microbiota interactions could provide <strong>new directions for the development of therapies for treating ischemic heart disease, either through manipulating the gut microbiota or by mimicking these interactions on a molecular level</strong>. Furthermore, our results here provide <strong>an in-depth understanding of the effects of antibiotic abuse on the clinical outcomes.</strong></p></blockquote>
<p>Also:</p>
<ul>
<li>Diese Arbeit könnte helfen, neue Therapien zu entwickeln.</li>
<li>Wie? Zum Beispiel durch Probiotika oder Gabe von kurzkettigen Fettsäuren (von mir übersetzt aus dem Unverständlichen).</li>
<li>&#8222;Antibiotika-Missbrauch&#8220; in Krankenhäusern könnte Leben kosten – &#8222;Wir geben vorsichtshalber mal Antibiotika&#8220; &#8230; Oh je.</li>
</ul>
<p><strong>Referenz</strong></p>
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</div>
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<p><em>WH Tang et al. Loss of Gut Microbiota Alters Immune System Composition and Cripples Post-Infarction Cardiac Repair. Circulation, 2018;</em></p>
<h2>Fischöl und DHA: Benötigte Dosis mal anders</h2>
<p>Fischöl &#8230; Omega-3-Fettsäuren – sind ja heutzutage in aller Munde. Ich persönlich halte mich eher an die Regel, alle mehrfach ungesättigten Fettsäuren niedrig zu halten, achte also eher auf den n3/n6-Quotienten. Fischöl in Hochdosen ist nicht meins. Nichtsdestotrotz stehen Hering, Wildfang-Lachs und Co. in der Regel mehrfach wöchentlich auf dem Speiseplan. Ein Muss!</p>
<p>Viele Menschen achten ja auf den sogenannten Omega-3-Index. Okay, kann man machen. Für Leute, die keine Lust haben ständig zu messen, habe ich eine bessere Methode. Und die basiert &#8230; auf Messungen. :-) Wir zitieren aus einer der wertvollsten Arbeiten, die es zum Thema Omega-3-Fettsäuren gibt:</p>
<blockquote>
<div class="page" title="Page 4">
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<div class="column">
<p>Plasma phospholipid DHA concentrations are highly sensitive to dietary intake of this fatty acid <strong>at doses up to 2 g/d. At doses above this amount, plasma DHA concentrations approach saturation</strong> and increase only in- crementally. <strong>DHA supplementation also results in an apparent linear increase in EPA concentrations</strong>, presumably through retroconversion, with EPA concentrations increasing by 0.4 g/100 g fatty acid for each 1 g of DHA intake.</p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</blockquote>
<div class="page" title="Page 4">
<div class="section">
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<div class="column">
<p>Das ist doch mal ein bahnbrechender Hinweis, oder? Wer sein Blut wirklich mit Omega-3-Fettsäuren sättigen will, der peilt einfach 2 g DHA pro Tag an. Damit sind die Blutzellen zumindest mit DHA gesättigt. Das Gute: Der Körper baut aus DHA einfach die zweite, wichtige Omega-3-Fettsäuren, nämlich EPA. Und das auch linear steigend mit zunehmender DHA-Zufuhr. Umgekehrt funktioniert die EPA-DHA-Konversion, wie bereits diskutiert, nicht gut:</p>
<div class="page" title="Page 4">
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<div class="column">
<blockquote><p>Supplementation of adults with 4g/d of pure EPA-ethylester results in significant increases in EPA concentrations in whole plasma and plasma or serum phospholipids, but no increase in DHA concentrations, which is consistent with the poor enzymatic conversion of EPA to DHA (64, 68, 72, 73).</p></blockquote>
<p>Heißt ganz konkret: Der Mensch ist definitiv auf eine DHA-Zufuhr angewiesen! Und, um es mal ganz klar und prägnant zu formulieren: DHA ist die einzige, tatsächlich essentielle Fettsäure im menschlichen Organismus. Warum? Auf der einen Seite kann der Mensch sie nicht selbst bilden und auch nicht oder nur sehr, sehr marginal aus Vorgänger-Omega-3-Fettsäuren synthetisieren. Auf der anderen Seite hat diese Omega-3-Fettsäure für den menschlichen Organismus wie keine zweite Fettsäure eine enorme Bedeutung.</p>
<p>Kleiner, aber wichtiger Hinweis noch:</p>
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<blockquote>
<div class="page" title="Page 5">
<div class="section">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p>Blonk et al (74) performed a dose-response analysis of supplementation with marine lipids containing <strong>a 2:3 ratio of DHA and EPA at doses up to 6 g total</strong> long-chain n3 fatty acids per day. (&#8230;) The apparent DHA saturation dose was 1.2 g/d, which is considerably lower than when pure DHA is provided &#8230;</p>
</div>
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</blockquote>
<p>Heißt: Wenn man ein Mischpräparat im Verhältnis von 2:3 (DHA:EPA) gibt, braucht man lediglich etwas mehr als 1 g DHA pro Tag um die Blutzellen zu sättigen. Anscheinend wollen die Blutzellen bei gleichzeitiger EPA-Verfügbarkeit nicht mehr so viel DHA aufnehmen. Ist das nicht ein interessanter Zusammenhang? Daran kann man sich mal orientieren!</p>
<p>Ach ja, bevor Fragen kommen: Sättigen bedeutet in diesem Zusammenhang natürlich nicht, dass man nicht noch mehr Omega-3-Fettsäuren in Blutzellen pressen kann! Natürlich kann man das. Doch ab diesen Dosen braucht es für den gleichen Anstieg deutlich mehr dieser Fettsäuren. Warum wohl?</p>
<p><strong>Referenz</strong></p>
<p><em>Arterburn L, Hall E, Oken H. Distribution, interconversion, and dose response of n−3 fatty acids in humans. Am J Clin Nutr. 2006;83(6):1467S-1476S. doi:10.1093/ajcn/83.6.1467s</em></p>
</div>
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<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/pflanzenstoffe/drei-studien-die-du-kennen-solltest-2/">Drei Studien, die du kennen solltest</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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