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	<title>Vegan - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<description>Der Blog von Chris Michalk &#38; Phil Böhm. Seit 2014.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 08 Jan 2024 15:07:09 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Vegan - Biochemie für dein genetisches Maximum</title>
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	<item>
		<title>Die neue Zwillingsstudie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jan 2024 13:46:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Kontroverses]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Vegan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kennst du schon die neue Zwillingsstudie, die die Runde macht? Angeblich soll man das Experiment aktuell in Netflix bestaunen können ;-) Die Ergebnisse aus der Studie – also nur die Ergebnisse, ohne Blabla außenrum – [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kennst du schon <a href="https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2812392">die neue Zwillingsstudie</a>, die die Runde macht? Angeblich soll man das Experiment aktuell in Netflix bestaunen können ;-) Die Ergebnisse aus der Studie – also nur die Ergebnisse, ohne Blabla außenrum – schauen wir uns hier mal gemeinsam an.</p>
<p>Nimm dir ein bisschen Zeit und ein Teechen.</p>
<h2>Um was geht&#8217;s?</h2>
<p>Hübsche Idee: <strong>Forscher haben 21 eineiige Zwillingspaare rekrutiert und die Zwillinge jeweils in eine vegane und mischköstliche Gruppe eingeteilt.</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;">Das ist gut, weil hier automatisch für die Faktoren Genetik und Sozioökonomie adjustiert ist, da die Zwillinge, lt. Studie, sehr ähnliche Leben führen.</p>
<p>Beide Gruppen wurden dann vier Wochen lang vom Essensdienst mit veganer oder mischköstlicher Kost beliefert. Im Anschluss durften sie sich vier Wochen lang selbstständig vegan bzw. mischköstlich – je nach Gruppenzugehörigkeit – ernähren.</p>
<figure id="attachment_323479" aria-describedby="caption-attachment-323479" style="width: 493px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Das-Studiendesign.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-323479" title="Das Studiendesign" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Das-Studiendesign.png" alt="Das Studiendesign" width="493" height="349" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Das-Studiendesign.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Das-Studiendesign-300x213.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Das-Studiendesign-768x545.png 768w" sizes="(max-width: 493px) 100vw, 493px" /></a><figcaption id="caption-attachment-323479" class="wp-caption-text"><em><strong>Das Studiendesign</strong></em></figcaption></figure>
<p>Natürlich wurden sie während der Studiendauer gut betreut und sie waren dazu aufgefordert, möglichst gesund zu essen. Die Mischköstler-Gruppe sollte mindestens etwa 200 g Fleisch oder Fisch, ein Ei und 1,5 Portionen Milchprodukte pro Tag zuführen.</p>
<ul>
<li>Das durchschnittliche Alter lag bei knapp 40 Jahren.</li>
<li>Es waren deutlich mehr Frauen als Männer an der Studie beteiligt (77 % vs. 23 %).</li>
<li>Die Probanden waren mit ØBMI von 26 einigermaßen normalgewichtig (wichtig!).</li>
<li>Anhand der kardiometabolischen Kennzahlen waren die Probanden (noch) gesund.</li>
</ul>
<p>Nach der Intervention, kommen die Autoren der Studie zum Schluss:</p>
<blockquote><p>In dieser randomisierten klinischen Studie über die kardiometabolischen Auswirkungen einer omnivoren gegenüber einer veganen Ernährung bei eineiigen Zwillingen führte die gesunde vegane Ernährung im Vergleich zu einer gesunden omnivoren Ernährung zu besseren kardiometabolischen Ergebnissen.</p></blockquote>
<p>Heißt also: Die vegane Ernährung zeigte positivere Effekte auf Herzkreislauffunktion und den Energiestoffwechsel als die mischköstliche Ernährung.</p>
<p>Oder?</p>
<p><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/pad-me-LDL.png"><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-323474" title="pad me LDL" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/pad-me-LDL.png" alt="pad me LDL" width="379" height="381" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/pad-me-LDL.png 964w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/pad-me-LDL-150x150.png 150w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/pad-me-LDL-768x771.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/pad-me-LDL-50x50.png 50w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/pad-me-LDL-60x60.png 60w" sizes="(max-width: 379px) 100vw, 379px" /></a></p>
<h2>Die vegane Ernährung senkt LDL</h2>
<p>Die Wissenschaftler nutzten als Primärergebnis <strong>das LDL-Cholesterin</strong>. Das war also Hauptaugenmerk – und der Aufhänger der Studienmessage.</p>
<p>Der lag in der <strong>veganen Gruppe nach der achtwöchigen Studiendauer bei 95,5 mg/dl</strong> und der<strong> mischköstlichen Gruppe bei 116,1 mg/dl. </strong>Vergleicht man die Gruppen direkt, haben die Veganer also ein 18 % niedrigeres LDL-Cholesterin. Vergleicht man ab der Baseline, sinkt der LDL-Cholesterinspiegel unter veganer Ernährung um 12 %.</p>
<p>Aber&#8230; Hat das Ergebnis überhaupt irgendeine Aussagekraft?</p>
<ol>
<li><strong>LDL-Wert zwischen 100-120 mg/dl sind völlig normale Werte</strong> – nach kardiologischen Fachgesellschaften wie der ESC und der EAS hätten vermutlich alle Probanden der Kohorte hier keinen Handlungsbedarf (Statine), da es sich ganz offenbar um kardiometabolisch Gesunde handelte. Erst bei mehreren Risikofaktoren sollte LDL-C unter 116 bzw. 100 mg/dl gedrückt werden (<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK305895/">Q</a>). Wirkung fraglich, denn:</li>
<li><strong>LDL-C ist kein starker Marker (mehr). </strong>Lange Zeit wollte die Forschung LDL unbedingt als <em>den</em> Marker, ja die Ursache für Herzkreislauferkrankungen, vor allem Herzinfarkte, etablieren. Nach wie vor gilt LDL als wichtiger Marker, aber die Studienergebnisse mit Blick auf Herzkreislauferkrankungen sind einfach zu heterogen und schwach (z. B. <a href="https://www.ahajournals.org/doi/10.1161/CIRCULATIONAHA.122.061010">Q,</a> <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9532170/">Q,</a> <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9375485/">Q,</a> <a href="https://lipidworld.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12944-020-01426-0">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35218344/">Q</a>). Hinzu kommt, dass <em>niedrige</em> LDL-Werte immer mit einer erhöhten Gesamtsterblichkeit assoziiert sind, während auch <em>hohe</em> LDL-Werte kaum Korrelation zu Krankheiten zeigen und selten zu einer Erhöhung der Gesamtsterblichkeit führen – obwohl der Tod durch Herzkreislauferkrankungen die wichtiges Todesursache in westlichen Ländern ist (<a href="https://www.bmj.com/content/371/bmj.m4266">Q,</a> <a href="https://www.nature.com/articles/s41598-021-01738-w">Q,</a> <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/joim.13656">Q</a>).</li>
<li><strong>Es gibt nicht <em>das</em> LDL.</strong> Oxidiertes LDL ist definitiv schädlich, genau wie das &#8222;kleine, dichte&#8220; (small dense) LDL (Pattern B) – &#8222;groß, flauschig&#8220; (large fluffy) ist wesentlich harmloser (Pattern A). Differenziert wird nicht. (Vgl. <a href="https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fphys.2022.931931/full">Q</a>)</li>
<li><strong>LDL ohne HDL und Trigs ist wertlos. </strong>In der Studie hat die mischköstlich ernährte Gruppe ein 13 % höheres HDL – dafür hat die vegane Gruppe 5 % weniger Triglyceride im Blut. Der Trigs/HDL-Quotient – &#8222;ein ausgezeichneter neuer Risikomarker&#8220; für kardiometabolische Erkrankungen (<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10001260/">Q</a>) – ist bei der Mischköstler-Gruppe folglich besser (1,5 vs. 1,7) – beide liegen aber im Low-risk-Bereich &lt;2. (Vgl. <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8630769/">Q</a>, <a href="https://www.nature.com/articles/s41598-021-00020-3">Q,</a> <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25880982/">Q</a>)</li>
<li><strong>LDL/HDL-Ratio beachten. </strong>HDL in Bereichen von ca. 50-70 mg/dl wirkt stark protektiv. Daher kann man sich auch das Verhältnis von LDL/HDL anschauen, das bestensfalls unter 2 liegen sollte. Auch hier schenken sich die Gruppen nix – vegan: 1,7 vs. mischköstlich: 1,8. (Vgl. <a href="https://lipidworld.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12944-020-01413-5">Q</a>)</li>
<li><strong>LDL-C reagiert auf gesättigtes Fett.</strong> Langkettige gesättigte Fette senken die LDL-Rezeptordichte auf den Geweben – das erhöht die LDL-Blutspiegel (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9101427/">Q</a>). Die vegane Gruppe halbierte ihre Zufuhr an gesättigten Fetten. Das könnte man aber leicht auch mit mischköstlicher Ernährung erreichen (➔  <em>Lean, green, marine</em>) und ist daher kein Exklusivmerkmal einer veganen Ernährung (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31161217/">Q</a>). Weiter gedacht: Die Korrelation zwischen Zufuhrmenge an gesättigten Fetten und Herzkreislauferkrankungen ist bestensfalls schwach oder gar nicht vorhanden – siehe hierzu z. B. die riesige <a href="https://www.thelancet.com/article/S0140-6736%2817%2932252-3/fulltext">PURE Study</a> (The Lancet, 2017).</li>
<li><strong>Weniger LDL durch Gewichtsverlust. </strong>LDL sinkt unter Kalorienrestriktion (<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/pmid/31303390/">Q</a>). Die vegane Gruppe führte 15-20 % weniger Kalorien zu als vorher. Das ist eine erhebliche Kalorieneinschränkung, die man gemeinhin bei Diäten sieht. Spätestens ab hier lässt sich die Wirkung einer Ernährungsform nicht mehr sauber von der Wirkung einer Kalorienreduktion separieren.</li>
</ol>
<p>Kurzum: Die achtwöchige vegane Ernährung bei eineiigen Zwillingen hat auf Basis des Primärergebisses der Studie (LDL-Cholesterin) keinen wesentlichen Einfluss auf &#8222;kardiometabolische Outcomes&#8220;.</p>
<figure id="attachment_323449" aria-describedby="caption-attachment-323449" style="width: 2920px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Sterblichkeit-LDL.png"><img decoding="async" class="wp-image-323449 size-full" title="Sterblichkeit LDL" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Sterblichkeit-LDL.png" alt="Sterblichkeit LDL" width="2920" height="1180" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Sterblichkeit-LDL.png 2920w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Sterblichkeit-LDL-300x121.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Sterblichkeit-LDL-1024x414.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Sterblichkeit-LDL-768x310.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Sterblichkeit-LDL-1536x621.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/Sterblichkeit-LDL-2048x828.png 2048w" sizes="(max-width: 2920px) 100vw, 2920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-323449" class="wp-caption-text"><strong><em>Große Studien wie die Copenhagen General Population Study (A, links) oder NHANES 1999-2014 (B, rechts) zeigen, dass die niedrigste Gesamtsterblichkeit bei LDL-Werten von 130-140 mg/dl erreicht wird – wesentlich höher als Werte, die in der Kardiologie als Referenz genutzt werden, um das Risiko für Herzinfarkte zu senken (min. &lt;116 mg/dl). </em></strong></figcaption></figure>
<h2>Wie sieht&#8217;s mit den Sekundärergebnissen aus?</h2>
<figure id="attachment_323466" aria-describedby="caption-attachment-323466" style="width: 532px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/zwillingsstudie-ergebnisse.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323466" title="zwillingsstudie ergebnisse" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/zwillingsstudie-ergebnisse.png" alt="zwillingsstudie ergebnisse" width="532" height="337" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/zwillingsstudie-ergebnisse.png 1192w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/zwillingsstudie-ergebnisse-300x190.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/zwillingsstudie-ergebnisse-1024x648.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/zwillingsstudie-ergebnisse-768x486.png 768w" sizes="auto, (max-width: 532px) 100vw, 532px" /></a><figcaption id="caption-attachment-323466" class="wp-caption-text"><strong><em>Primär- und Sekundärergebnisse beider Gruppen. </em></strong></figcaption></figure>
<p>Neben dem Hauptaugenmerk der Studie, LDL, wurden weitere Werte erfasst, die sich unter den Ernährungsinterventionen veränderten.</p>
<ul>
<li><strong>Der HDL-Wert ging unter veganer Ernährung, wie angemerkt, zurück. </strong></li>
</ul>
<p>Gleichwohl liegt der HDL-Wert beider Gruppen – vegan: 56,3 mg/dl; mischköstlich: 63,7 mg/dl – im schützenden Bereich von ca. 50-80 mg/dl. (Vgl. <a href="https://www.ahajournals.org/doi/full/10.1161/ATVBAHA.120.314050">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33313654/">Q</a>)</p>
<ul>
<li><strong>Triglyceride waren unter veganer Ernährung um 5 % niedriger als in der mischköstlichen Gruppe. </strong></li>
</ul>
<p>Keiner Erwähnung wert. 5 % liegt schon im Bereich der Tagesschwankung und ist so keine physiologischen Einflussgröße.</p>
<ul>
<li><strong>Vitamin B12 sinkt bei der veganen Gruppe. </strong></li>
</ul>
<p>Keine Überraschung. Die Vitamin-B12-Zufuhr ging – dokumentiert – im Laufe der Intervention bei der veganen Gruppe zurück. Er liegt am Ende 5 % unter dem Mischköstler-Wert. Beide Werte aber noch voll ok.</p>
<p>Holo-Transcobalamin (aktive B12-Form) wurde nicht gemessen, schade. Ansonsten: Veganer supplementieren eh oft B12, also geschenkt.</p>
<ul>
<li><strong>Glukose und Insulin niedriger unter Veganismus. </strong></li>
</ul>
<p>Wichtiger Punkt. Die Glukose-Werte sind 1,5 % niedriger unter Veganismus vs. unter Mischkost. Insulin ist um 25 % niedriger unter veganer Ernährung.</p>
<p>Wir reden von Werten um 10-14 μIU/mL – wünschenswert wären Werte unter 10. Alles über 10 ist schon auffällig und grenzwertig insulinresistent. Bei &gt;20 μIU/mL wäre man ziemlich sicher diabetisch. (Vgl. <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK567973/">Q</a>)</p>
<p>Diese Werte reflektieren den leicht über Normalgewicht liegenden ØBMI (26) der Studienteilnehmer. Der Nüchterninsulinwert hängt sehr vom Körperfettanteil ab, daher <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/low-carb-einfach-widerlegen-infografik/">sinkt der Wert auch drastisch unter Gewichtsverlust</a>.</p>
<p>Dass das Insulin unter veganer Ernährung sinkt, hängt eng damit zusammen, dass die vegane Gruppe über die gesamte Studiendauer <strong>etwa 15-20 % weniger Kalorien zu sich nahm</strong> als zu Beginn der Studie. Das spiegelt sich auch im Gewichtsunterschied der eineiigen Zwillinge um 2 kg wider.</p>
<ul>
<li><strong>Das böse TMAO steigt unter Mischkost an.</strong></li>
</ul>
<p>Nachdem LDL als ursächlicher Risikomarker weitestgehend ausgedient hatte, fand man einen neuen: TMAO. <strong>TMAO soll die Gefäßfunktion und den Energiestoffwechsel beeinträchtigen</strong><strong>.</strong> TMAO kann im Körper aus Carnitin und Cholin (beides reichlich in Tierprodukten) gebildet werden.</p>
<figure id="attachment_323461" aria-describedby="caption-attachment-323461" style="width: 704px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323461 " title="TMAO je Lebensmittel" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/TMAO-je-Lebensmittel.png" alt="TMAO je Lebensmittel" width="704" height="338" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/TMAO-je-Lebensmittel.png 1522w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/TMAO-je-Lebensmittel-300x144.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/TMAO-je-Lebensmittel-1024x491.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/TMAO-je-Lebensmittel-768x368.png 768w" sizes="auto, (max-width: 704px) 100vw, 704px" /><figcaption id="caption-attachment-323461" class="wp-caption-text"><strong><em>TMAO-Werte in Probanden, die entweder rotes Fleisch (viel Carnitin, Cholin), Fisch oder nichts von beidem verzehrten (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35113194/">Q</a>). </em></strong></figcaption></figure>
<p>Leider führt die Zufuhr über echte Lebensmittel meistens nicht oder kaum zur TMAO-Erhöhung (s. Abb. oben und <a href="https://genetisches-maximum.de/kontroverses/tmao-rindfleisch-kein-herzinfarkt/">hier</a>). <strong>Stoffwechselstörungen wie Insulinresistenz und Diabetes bzw. Fehlfunktionen der Niere können TMAO aber erheblich (2-10fach) ansteigen lassen</strong> (<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/pmid/30997120/">Q</a>, <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6891811/">Q</a>). Umgekehrt scheint eine &#8222;hypokalorische Diät und sportliche Betätigung bei der Reduzierung von TMAO wirksam zu sein&#8220; (<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/pmid/30654453/">Q</a>).</p>
<p>Drum kommt eine wichtige mechanistische Studie zum Schluss (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31543404/">Q</a>):</p>
<blockquote><p>Diese Daten legen nahe, dass &#8230; TMAO &#8230; die lang gesuchte(n) Verbindung(en) zwischen Insulinresistenz und den verschiedenen Komponenten des metabolischen Syndroms sein könnte(n) (inkl. Herzkreislauferkrankungen)</p></blockquote>
<p>Dass TMAO also <em>nicht</em> entkoppelt von der Gesundheit des Körpers gesehen werden kann, zeigt sich auch daran, dass Fisch natürlicherweise hohe TMAO-Mengen aufweist und der Fischkonsum TMAO um den Faktor 12 ansteigen lassen kann (s. Abb. oben). Spanier müssten demnach frühzeitig ableben&#8230; (<a href="https://genetisches-maximum.de/kontroverses/witz-des-jahres-tmao-aus-rindfleisch-macht-nicht-krank-sondern-gesund/">mehr dazu hier</a>)</p>
<p>Die vegane Gruppe der Studie hat ein um 40 % niedrigeres TMAO. Klingt gut, doch was ist die physiologische Bedeutung? Vermutlich keine. <strong>Beide Gruppen liegen im völlig normalen, risikoarmen TMAO-Bereich von unter 5 (vgl. <a href="https://www.researchgate.net/publication/317623035_NMR_quantification_of_trimethylamine-_N_-oxide_in_human_serum_and_plasma_in_the_clinical_laboratory_setting">Q</a>; s. Abb. unten).</strong></p>
<figure id="attachment_323457" aria-describedby="caption-attachment-323457" style="width: 533px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/TMAO-und-MACE.png.webp"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323457" title="TMAO und MACE.png" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/TMAO-und-MACE.png-1024x781.webp" alt="TMAO und MACE.png" width="533" height="407" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/TMAO-und-MACE.png-1024x781.webp 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/TMAO-und-MACE.png-300x229.webp 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/TMAO-und-MACE.png-768x585.webp 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/TMAO-und-MACE.png-267x205.webp 267w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/TMAO-und-MACE.png-345x264.webp 345w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/TMAO-und-MACE.png.webp 1418w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a><figcaption id="caption-attachment-323457" class="wp-caption-text"><strong><em>TMAO-Werte bis 5 μM sind völlig normal und kein &#8222;Risikofaktor&#8220; für Herzkreislauferkrankungen – meint eine erste größere Meta-Analyse zu dem Thema (<a href="https://bmccardiovascdisord.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12872-019-01310-5">Q</a>). </em></strong></figcaption></figure>
<h2>Fazit: Von Effektstärke und Aversion</h2>
<p>Statistische Signifikanz und Effektstärke muss man gut auseinanderhalten. Eine Intervention kann den IQ bei Kindern statistisch signifikant um 3 Punkte erhöhen – jeder weiß, dass das aber keinen Einstein macht und eine IQ-assoziierte Lernbehinderung nicht in den Normalbereich verschiebt.</p>
<p>Genau das sehen wir in dieser Studie: Statistisch signifikante Unterschiede, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ohne Relevanz für das eigene Gesundheitsrisiko. Dafür liegen die Zwillinge einfach noch zu nahe beisammen.</p>
<p>Stattdessen rückt die wichtigste Limitation der Studie ins Spotlight: <strong>Wer will separieren zwischen den Effekten einer Ernährungsform und jenen der hier beobachteten Kalorienrestriktion und dem daraus folgenden Gewichtsverlust?</strong></p>
<p>Der Senior-Autor, Christopher Gardner, nach eigener Aussage selbst Quasi-Veganer, gibt <a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2023/11/231130113042.htm">bei Sciencedaily</a> immerhin zu:</p>
<blockquote><p>Die veganen Teilnehmer (und in gewissem Maße auch die Omnivoren) taten laut Gardner die drei wichtigsten Dinge, um die kardiovaskuläre Gesundheit zu verbessern: Sie reduzierten die gesättigten Fette, erhöhten die Ballaststoffe und <span style="text-decoration: underline;">sie nahmen ab</span>.</p></blockquote>
<p>Interessant dürfte jedoch die Frage sein, warum erheblich weniger Kalorien in der veganen Gruppe zugeführt wurden. Antwort liefert die Studie selbst:</p>
<figure id="attachment_323432" aria-describedby="caption-attachment-323432" style="width: 735px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323432 " title="vegane ernährung kein bock" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/vegane-ernaehrung-kein-bock.png" alt="vegane ernährung kein bock" width="735" height="233" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/vegane-ernaehrung-kein-bock.png 1438w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/vegane-ernaehrung-kein-bock-300x95.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/vegane-ernaehrung-kein-bock-1024x325.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/vegane-ernaehrung-kein-bock-768x244.png 768w" sizes="auto, (max-width: 735px) 100vw, 735px" /><figcaption id="caption-attachment-323432" class="wp-caption-text"><strong><em>Keinen Bock auf Vegan :-) </em></strong></figcaption></figure>
<p>Kurzum: Nur <strong>eine einzige Person</strong> (von 21 in der veganen Gruppe) würde die vegane Ernährung weiterführen. Obwohl die Probanden sicher mit dem besten veganen Essen versorgt waren.</p>
<p>Immerhin 90 % würden einige Prinzipien der veganen Ernährung in den Alltag übernehmen. Gesundmachende Kernprinzipien einer jeden Ernährungsform zu übernehmen, erachten auch wir als sinnvolles Ziel (z. B. <a href="https://genetisches-maximum.de/stoffwechsel/der-veganer-hack-gegen-diabetes/">hier</a>).</p>
<p>Halten wir fest: <strong>Dass eine vegane Ernährung zu &#8222;besseren kardiometabolischen Ergebnissen&#8220; führt als eine gesunde Mischkost – z. B. edubily-like –, sehe ich leider nicht.</strong> Aber irgendwie müssen Ergebnisse ja auch immer zum Narrativ passen – und Geld lässt sich damit ja auch wunderbar verdienen.</p>
<figure id="attachment_323472" aria-describedby="caption-attachment-323472" style="width: 514px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323472 " title="gardner" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/gardner.jpeg" alt="gardner" width="514" height="361" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/gardner.jpeg 2314w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/gardner-300x211.jpeg 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/gardner-1024x719.jpeg 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/gardner-768x539.jpeg 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/gardner-1536x1078.jpeg 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2024/01/gardner-2048x1437.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 514px) 100vw, 514px" /><figcaption id="caption-attachment-323472" class="wp-caption-text"><strong><em>Senior-Autor der Studie, Christopher Gardner, freut sich über die Netflix-Doku, die seine Studie featurt. In der Studie heißt es: &#8222;Dr. Gardner berichtete, dass er außerhalb der eingereichten Arbeit finanzielle Mittel von Beyond Meat erhalten hat.&#8220; </em></strong></figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/die-neue-zwillingsstudie/">Die neue Zwillingsstudie</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Arme Mütter</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/blutwerte/arme-muetter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Dec 2023 11:28:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blutwerte]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Mikronährstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Vegan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich behaupte einfach mal, dass viele Mütter bzw. &#8222;-to be&#8220; es wirklich gut meinen und sich nur das Beste für sich und das Kind wünschen. Gäbe es da nicht größenwahnsinnige Ideen, die die Welt retten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: proxima-nova;">Ich behaupte einfach mal, dass viele Mütter bzw. &#8222;-to be&#8220; es wirklich gut meinen und sich nur das Beste für sich und das Kind wünschen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Gäbe es da nicht größenwahnsinnige Ideen, die die Welt retten sollen und die sich auch in den Köpfen vieler wohlmeinender Eltern festsetzen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Das hatten wir <a href="https://genetisches-maximum.de/zink/neue-studie-das-paradebeispiel/">hier</a> so zusammengefasst:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Wir machen moderne, hoch entwickelte, vergleichsweise gut versorgte westliche Populationen zu Entwicklungsländern in der Nährverstoffversorgung. Haarsträubend, unwirklich, stümperhaft, um nicht zu sagen: dumm.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Dieser Schluss fußt auf der logischen Folge, dass westliche Länder bei der Nährstoffversorgung genau die gleichen Probleme wie &#8222;Entwicklungsländer&#8220; bekommen werden, wenn man hier so essen soll wie es Menschen dort gezwungenermaßen tun.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Nämlich tierproduktarm. </strong>Das wird heute nämlich so ein bisschen als &#8222;einheitliche Feldtheorie der Weltgesundheit&#8220; verkauft (doch, doch).</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Schwangeren fehlt Cholin</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Erste Folgen dieser Ideologie hatte ein Team um Merle Roeren, damals Institut für Ernährungsmedizin der Uni zu Lübeck, in einer wichtigen <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36432547/">Studie</a> zur Cholinversorgung bei Schwangeren in Deutschland aufgezeigt.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Nur 7 % erreichten die für die Kindesentwicklung so wichtige Cholinzufuhr. <strong>Im Mittel lag die Zufuhr nahezu 50 % unter der empfohlenen Zufuhr (480 mg). </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Vegetarisch und vegan lebende Frauen führten jedoch nochmal 25 % weniger zu als omnivor lebende Frauen. Wohlgemerkt: Die meisten Frauen essen ohnehin nicht viel Fleisch und Co.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Der Punkt ist nur, dass es bis auf wenige Ausnahmen (Soja- bzw. Sonnenblumenlecithin) keine wirklich guten Cholinquellen bei einer überwiegend oder gänzlich pflanzenbasierten Ernährung gibt.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Auf der anderen Seite kommt Cholin ziemlich <strong>ubiquitär in tierischen Lebensmitteln</strong> vor und kann schon durch die Zufuhr von 1-2 Eiern pro Tag (ca. 150-300 mg Cholin) zum Großteil gedeckt werden.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Autoren ließen folgerichtig verlauten:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Aufgrund der Bedeutung von Cholin für die Entwicklungsprozesse während der Schwangerschaft belegen die Studienergebnisse die dringende Notwendigkeit einer verbesserten Cholinzufuhr für Schwangere.</span></p></blockquote>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Brandneu: Nährstoffversorgung bei Schwangeren schlecht</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">In einer <a href="https://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1004260">hochwertigen Studie</a> mit über 1700 schwangeren Frauen, die gerade im Fachmagazin <em>PLOS Medicine</em> veröffentlicht wurde, zeigen die Forscher:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">&#8230; dass neun von zehn Frauen zum Zeitpunkt der Empfängnis nur geringe oder niedrige Werte von Folat, Riboflavin, Vitamin B12 und D aufwiesen und dass viele von ihnen in der Spätschwangerschaft einen Vitamin-B6-Mangel entwickelten.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Einige dieser Stoffe kommen hauptsächlich in Tierprodukten vor – ein Mangel müsste demnach nicht sein. Der Lead-Autor der Studie beschwert sich:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: proxima-nova;">Wenn wir weiterhin zu einer Ernährung mit weniger Fleisch und Milchprodukten übergehen und damit die Zufuhr von Mikronährstoffen, die für die Entwicklung eines Kindes wichtig sind, verringern, wird der Vitaminmangel weiter zunehmen, es sei denn, die Frauen nehmen mehr Nahrungsergänzungsmittel zu sich oder werden durch gezielte Beratung über nährstoffreiche Lebensmittel unterstützt</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Heißt: Die Ernährung vieler Frauen ist aktuell ohnehin schon nährstoffarm. <strong>Die Wissenschaftler befürchten, dass sich dieses Problem </strong><strong>unter tierproduktarmen Ernährungen noch verschlimmern wird. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Autoren kommentieren die Ergebnisse der Arbeit genau so, wie ich diesen Artikel begonnen habe: Diese Nährstoffmängel, die sich eigentlich vorrangig in &#8222;unterentwickeln Ländern&#8220; finden, betreffen mittlerweile leider auch &#8222;die Mehrheit der Frauen&#8220; in westlichen, vermeintlich gut entwickelten Gefilden.</span></p>
<h2><span style="font-family: proxima-nova;">Wer die Realität nicht akzeptiert&#8230;</span></h2>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Es ist einfach nur eine Tragik. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Menschen glauben, sie könnten durch ein Verzicht auf Tierprodukte, durch Reduktion ihres &#8222;Kohlenstofffußabdrucks&#8220;, etwas zur Klimarettung beitragen. <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/co2-wer-rechnen-kann/">Weit gefehlt</a>.</span></li>
<li><span style="font-family: proxima-nova;">Sie stellen ihre Vorstellung von Tierethik über Menschenethik. Denn ganz offensichtlich ist ihnen das Kuhleben wichtiger als ein gut entwickeltes eigenes Kind.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Könnte ich es mir aussuchen, würde ich auch gerne so leben wollen wie ein Gorilla.</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="font-family: proxima-nova;">Wohlgemerkt: Dass ein Gorilla bei 20 kg Grünzeugzufuhr pro Tag erhebliche Mengen Insekten schluckt und so leider gar kein Beispiel für einen Vorzeige-Veganer ist, mal außen vor gelassen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">&#8222;Leider&#8220; sind wir Mensch (= dreimal größeres Gehirn als andere Menschenaffen) geworden, <em>weil</em> irgendein Frühmensch auf die Idee gekommen ist, vermehrt Tierprodukte zu essen.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;">Die Einsicht hätte man ziemlich schnell, würde man ein paar Wochen in der Wildbahn leben müssen. In der warmen Großstadtwohnung lässt sich darüber natürlich ganz anders philosophieren.</span></p>
<p><span style="font-family: proxima-nova;"><strong>Mit fatalen Folgen für die nächste Generation.</strong> Die Empörung liest man hier nur heraus, weil es einfach so traurig ist, wie verblendet Menschen handeln können.</span></p>
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		<title>Der Stoffwechsel-Vorteil vom Veganismus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2023 07:51:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Stoffwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Vegan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Immer mal wieder will ich auch auf die Vorteile des Veganismus eingehen, damit es nicht ungewollt zur kognitiven Verzerrung kommt und weil es immer Menschen gibt, die glauben, sie würden sich was Gutes tun, wenn [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Immer mal wieder will ich auch auf die Vorteile des Veganismus eingehen, damit es nicht ungewollt zur kognitiven Verzerrung kommt und weil es immer Menschen gibt, die glauben, sie würden sich was Gutes tun, wenn sie nur Tiere essen.</p>
<p>Über die Vorteile berichtet haben wir schon mehrfach, etwa <a href="https://genetisches-maximum.de/stoffwechsel/der-veganer-hack-gegen-diabetes/">hier</a>, <a href="https://genetisches-maximum.de/praevention/einige-wege-fuehren-nach-rom/">hier</a> und <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/vorteile-veganismus-karnivorismus/">hier</a>.</p>
<h2>Veganismus ist nicht optimal, aber&#8230;</h2>
<p>Veganismus ist langfristig zwar nicht die optimale Ernährung für einen Menschen. Nichtsdestotrotz gibt es Stoffwechselprinzipien, die <em>jeder</em> kennen sollte und mit denen <em>jeder</em> arbeiten kann. Unabhängig davon, wie viele Tierprodukte man letztlich in den Speiseplan integriert. Das ist hoch individuell.</p>
<p>Ich denke daher, dass die Etikettierung verschiedener Kostformen nicht immer zielführend ist. Viel mehr sollte man hinter die Fassade blicken und sozusagen das Uhrwerk verstehen, statt nur zu sehen, wie sich der Zeiger bewegt. Genau dafür setze ich mich seit bald 10 Jahren hier im Blog ein.</p>
<p>Bezüglich Veganismus muss man folgendes anerkennen: <strong>Veganer, auch Vegetarier, sind durch die Bank stoffwechselgesünder als Mischköstler. Sogar dann, wenn man Übergewichtige vergleicht (<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9182907/">Q</a>). </strong>Das heißt, sie haben sehr viel seltener einen hohen BMI bzw. haben sehr viel seltener Insulinresistenz oder Stoffwechselstörungen. Aber wenn sie übergewichtig sind, dann mit weniger Stoffwechselanomalien.</p>
<p>Aufs Kleine runtergebrochen könnte man also sagen: <strong>Veganer haben die fitteren Mitochondrien.</strong> Denn wenn die ordentlich arbeiten, pustet sich die Zelle von Energie frei und wird insulinsensitiv. Was wiederum den Fettstoffwechsel aktiviert.</p>
<p>Um das Prinzip dahinter zu verstehen, müssen wir erst mal verstehen, um was es uns mit Blick auf Stoffwechselgesundheit geht:</p>
<ul>
<li>Wir brauchen erst mal<strong> gesunde Mitochondrien</strong>.</li>
<li>Wir brauchen ein <strong>ideales Verhältnis zwischen Anabolismus (mTOR) und Katabolismus (AMPK)</strong>, wobei speziell letzteres essentiell für Stoffwechselgesundheit ist, da mTOR im Kontext typisch-westlicher Ernährungen sowieso überaktiv ist.</li>
<li>Wir brauchen möglichst <strong>wenig Entzündung</strong> im Körper, denn Entzündungen legen den Energiestoffwechsel lahm.</li>
</ul>
<p>All diese Punkte werden auf der Basis, also nicht durch kompliziertes Rumwerken an irgendwelchen Parametern, durch Veganismus positiv moduliert. Das will ich kurz erklären.</p>
<h2>Warum Veganismus stoffwechselgesünder macht</h2>
<p><strong>Gesunde Mitochondrien </strong></p>
<p>Die meisten Menschen quälen sich mit ihrem &#8222;Stoffwechsel&#8220;. Glauben, sie seien krank. Machen irgendwelche DNA-Analysen, um irgendwelche &#8222;Genmutationen&#8220; zu finden, von denen sie glauben, dass sie entscheidend seien.</p>
<p>Was die meisten nicht wissen: <strong>Wir belasten unsere Mitochondrien den ganzen Tag</strong>. Beispiel Dioxine. Blocken die Mitochondrienaktivität. Beispiel zu hohes Eisen (<a href="https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/eisen-ferritin-insulinsensitivitaet-blutspende/">mehr dazu</a>), aber auch Schwermetalle allgemein. Ein paar Meeresfische die Woche reichen aus dafür (<a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/quecksilber-schwermetalle-entgiftung-selen/">mehr dazu</a>). Und schwups &#8230; streiken die Mitochondrien.</p>
<blockquote><p>Ferritin wurde durch Aderlass bei sechs männlichen Fleischessern auf ein ähnliches Niveau wie bei Vegetariern gesenkt, was zu einer etwa 40 %igen Verbesserung der insulinvermittelten Glukoseverwertung führte.</p></blockquote>
<p>Der Punkt: <strong>Umweltgifte und hoch bioverfügbare, meistens besonders schädliche Schwermetalle (z. B. Methylquecksilber im Thunfisch) finden sich vorwiegend in Tierprodukten.</strong> Es gibt natürlich Ausnahmen auf veganer Seite, z. B. Arsen im Reis. Aber Tiere akkumulieren Umweltgifte allgemein wesentlich &#8222;besser&#8220; als Pflanzen.</p>
<p>So würde man beispielsweise alleine durch das Streichen von Tierfetten die tägliche Dioxinbelastung erheblich senken. Denn: Rund 90 % der Dioxine in der Nahrung stammen aus fetthaltigen Tierprodukten (Q: <a href="https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2018_10_uba_hg_dioxine_bf_neu.pdf">Umweltbundesamt</a>):</p>
<blockquote><p>Die Dioxin- und dlPCB-Aufnahme durch den Menschen erfolgt zu über 90 % mit der Nahrung über fetthaltige tierische Lebensmittel wie Milch, Fleisch, Fisch und Eier.</p></blockquote>
<p>Also, einfacher Zusammenhang: <strong>Je mehr Tierprodukte auf dem Speiseplan, umso höher ist das Risiko, die Arbeit der Mitochondrien zu blockieren</strong>. Das ist leider der Qualität heutiger Produkte zu verdanken und nicht so sehr den Tierprodukten an sich – würden wir die Umwelt nicht so verpesten&#8230; na ja, anderes Thema.</p>
<figure id="attachment_322223" aria-describedby="caption-attachment-322223" style="width: 551px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-322223 " title="cells 11 00110 g001" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/02/cells-11-00110-g001.png" alt="cells 11 00110 g001" width="551" height="496" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/02/cells-11-00110-g001.png 2959w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/02/cells-11-00110-g001-300x270.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/02/cells-11-00110-g001-1024x921.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/02/cells-11-00110-g001-768x691.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/02/cells-11-00110-g001-1536x1382.png 1536w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2023/02/cells-11-00110-g001-2048x1842.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 551px) 100vw, 551px" /><figcaption id="caption-attachment-322223" class="wp-caption-text"><strong><em>Umweltgifte gelten mittlerweile als Mito-Toxine, die über spezifische Rezeptoren im Körper den Mitochondrienfunktion einschränken und damit Krankheit verursachen. Quelle: <a href="https://www.mdpi.com/2073-4409/11/1/110">Mitochondrial Dysfunction as a Hallmark of Environmental Injury </a></em></strong></figcaption></figure>
<p><strong>Ideales AMPK </strong></p>
<p>Egal in welcher Konstellation: <strong>Ein zu dominantes mTOR (Anabolismus) hemmt den Fettstoffwechsel, lässt Insulin ansteigen und erhöht die Körpermasse</strong>. Viele Menschen in modernen Nationen schaffen es kaum noch ordentlich in den Katabolismus (AMPK) zu kommen, also in die ureigene Fähigkeit des Körpers, sich selbst zu verdauen, (Fett-)Masse abzubauen und damit insulinsensitiv, sprich stoffwechselgesund zu werden.</p>
<p>Es muss also neben Nahrungskalorien, die eine entscheidende Rolle hier spielen, aber auch der Menge an raffinierten Kohlenhydraten und schlechten Fetten, eine weitere Komponente geben, die hier mit reinspielt.</p>
<p><strong>Tatsächlich sind Tierprodukte von Haus aus anabol.</strong> Das ist <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> schlecht. Im ursprünglichen Kontext der Evolution, also bei kaum Kohlenhydraten in der Nahrung, bei sicher passendem genetischen Unterbau, bei häufiger Nahrungsknappheit und toller Nahrungsmittelqualität (keine Umweltgifte usw.), ist &#8222;mehr Anabolismus durch Tierprodukte&#8220; förderlich.</p>
<p>Fraglich jedoch ist, ob eine stoffwechselkranke Petra von hohen Mengen ebendieser Tierprodukte aus Stoffwechselsicht profitiert, sofern sie sich nicht streng Low-carb ernährt, was hier aber auch schwierig wird. Entsprechend bauen sich viele Low-carber ihre selbsterfüllende Prophezeiiung.</p>
<ul>
<li>Carnitin aktiviert mTOR (<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3631133/">Q</a>).</li>
<li>Taurin aktiviert mTOR (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34881695/">Q</a>).</li>
<li>Kreatin aktiviert mTOR (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17652429/">Q</a>).</li>
<li>Cholesterin aktiviert mTOR (<a href="https://genetisches-maximum.de/vegan/ja-zum-vegetarismus-wenn-nahrungscholesterin-krank-macht/">Q</a>).</li>
<li>Cholin bzw. Phospholipide (Eier) aktivieren mTOR sogar direkt (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11729323/">Q</a>).</li>
<li>Arachidonsäure aktiviert mTOR (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22349822/">Q</a>).</li>
<li>Gesättigte Fette (Palmitinsäure) aktivieren mTOR (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17698034/">Q</a>).</li>
<li>Milch ist in ihrer Zusammensetzung sogar auf die Aktivierung von mTOR ausgelegt, damit das Kalb schnell wächst (<a href="https://genetisches-maximum.de/evolution/die-sache-mit-der-milch/">Q</a>).</li>
<li>Ein hohes Eisen im Körper, Hämeisen aus dem Fleisch füllt die Speicher sehr schnell, ist sogar essentiell für eine hohe mTOR-Aktivität (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32541839/">Q</a>).</li>
</ul>
<p>So könnte man weitermachen. Die Bottom-line: <strong>Die Natur belohnt fleißige Jäger mit einer Portion Anabolismus. </strong>Damals gut, heute nicht immer, leider.</p>
<p><strong>Stichwort Entzündungen </strong></p>
<p>Tierprodukte – allen voran die in pflanzlicher Kost unter- und in tierischer Kost überrepräsentierte <a href="https://genetisches-maximum.de/fette/palmitinsaure/">Palmitinsäure</a> – stehen immer wieder im Zusammenhang mit Entzündungen im Körper. Beispielsweise über den Darm (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36484808/">Q</a>, <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31647994/">Q</a>). Beispielsweise über die Aktivierung von Entzündungssignalwegen direkt (<a href="https://www.nature.com/articles/s41387-022-00202-6">Q</a>). Beispielsweise über Aktivierung bestimmter Rezeptoren an Nervenzellen (<a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2022/11/221114132103.htm">Q</a>):</p>
<blockquote><p>Burton und sein Team untersuchten die gesättigten Fettsäuren im Blut der Mäuse, die eine fettreiche Ernährung erhielten. Sie fanden heraus, dass eine Art von Fettsäure namens Palmitinsäure &#8211; die häufigste gesättigte Fettsäure im Tierfett &#8211; an einen bestimmten Rezeptor auf Nervenzellen bindet, was zu einer Entzündung führt und eine Verletzung der Neuronen imitiert.</p></blockquote>
<p>Hier gibt es also durchaus einen klaren Zusammenhang. <strong>Wer diese gesättigte Fettsäure nicht verbrennt, isst sich möglicherweise entzündet, verschmerzt und am Ende des Tages stoffwechselkrank.</strong> Denn Entzündungen machen genau das. Ein Teufelskreis, denn viel Palmitinsäure = schlechter Fettstoffwechsel = miese Fettverbrennung = hohe Palmitinsäure.</p>
<p>Für ein aktives Entzündungsgeschehen allgemein essentiell sind Metabolite, die aus der essentiellen Fettsäure Arachidonsäure hervorgehen. <strong>Sie kommt in Pflanzenprodukten nicht vor</strong>, könnte aber aus der pflanzlichen Vorstufe Linolsäure hergestellt werden.</p>
<p><a href="https://nutritionandmetabolism.biomedcentral.com/articles/10.1186/1743-7075-8-36">Dieser Reaktionsweg ist aber so ineffizient</a>, dass im Körper kaum Arachidonsäure aus Linolsäure entsteht, was bedeutet, dass eine pflanzliche Ernährung die Arachidonspeicher verarmt, paradoxerweise mit der Möglichkeit, Entzündungen zu drosseln (z. B. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12548439/">Q</a>).</p>
<p style="padding-left: 40px;">Hier bleibt allerdings zu sagen, dass die Rolle von Arachidonsäure komplexer ist und man nicht sagen kann, dass eine Ernährung, die viel Arachidonsäure enthält, per se entzündungsfördernder ist. Darüber hinaus ist auch die Linolsäure-Mast via Pflanzenöle häufig mit Entzündung assoziiert – unabhängig von Arachidonsäure.</p>
<h2>Abschließende Worte</h2>
<p>Tierprodukte ermöglichen das glückliche Leben. Ermöglichen die Funktion wesentlicher Abläufe im Körper. Sind quasi Doping für den Körper und sehr sicher Grund, warum es die Gattung Homo seit über 2 Mio. Jahren überhaupt gibt (<a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/unsere-entwicklungszeit-das-muss-man-doch-mal-verstehen/">mehr dazu</a>).</p>
<p>Sie haben aber auch ein inhärentes Potenzial, zur Entgleisung des Stoffwechsels beizutragen. <strong>Ich weiß, dass das für viele zu viel Differenzierung und zu kompliziert ist, was mich jedoch nicht daran hindert, die Zusammenhänge darzulegen. </strong>Denn ein einem aufgeklärten Ernährungsbewusstsein gehört einfach, das ganze Spektrum zu kennen.</p>
<p>Und das bedeutet, dass es z. B. nix bringt, Low carb leben zu wollen, um Insulin zu senken, wenn man konstant Dinge zuführt, die Insulin paradoxerweise erhöhen würden. Über Mechanismen, die ich hier angesprochen habe.</p>
<p>Genau deshalb geht es eben nicht um die Frage &#8222;Veganismus (nur Pflanzen) oder Karnivorie (nur Tiere)&#8220;, auch wenn das natürlich sehr einfach im Prinzip ist und daher verlockende Ideologien sind. Beides funktioniert auf Dauer nur in den wenigsten Menschen.</p>
<p>Drum sollte die Frage im Raum stehen, was denn für die meisten funktioniert. Mit der Antwort:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Die Mischung. </strong></p>
<p>Aus der Perspektive des Konsums von Tierprodukten gilt daher, dass man sich nicht kopflos jeden Tag fünf Eier oder 500 g Steak reinhauen muss, nur weil man keine Weizenbrötchen mehr isst. Ich denke, das ist der völlig falsche Ansatz. <strong>Man sollte gut in sich reinhören und wirklich die <em>Minimum Effective Dose</em> finden, die einen psychisch und körperlich gesund hält.</strong></p>
<p>Man kann einen Tag daher auch mal ganz ohne Tierprodukte starten – Stichwort <a href="https://genetisches-maximum.de/periodic-undereating/lange-leben-ohne-fasten/">Autophagie</a>. Und wer diese Zeilen verstanden hat, wird nun auch besser verstehen, warum der bekannte Langlebigkeitsforscher Valter Longo glaubt, dass eine vegane Ernährung Effekte des Fastens mimen kann. Es stimmt &#8230; ein Stück weit.</p>
<p>Tierprodukte sind Supertreibstoffe. Manche übertanken sich damit.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vegan/der-stoffwechsel-vorteil-vom-veganismus/">Der Stoffwechsel-Vorteil vom Veganismus</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Der Stoffwechsel von vegan ernährten Kindern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jun 2022 13:18:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vegan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vegan ernährte Kinder tun mir leid. Während ich die Tage einen Newsletter zum Thema &#8222;Fürs Hirn essen&#8220; geschrieben habe, und entsprechend darüber, wie wichtig für einen Menschen nährstoffreiche, gehaltvolle tierische Produkte sind, kam mir einmal [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vegan/der-stoffwechsel-von-vegan-ernaehrten-kindern/">Der Stoffwechsel von vegan ernährten Kindern</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vegan ernährte Kinder tun mir leid. Während ich die Tage einen Newsletter zum Thema &#8222;Fürs Hirn essen&#8220; geschrieben habe, und entsprechend darüber, wie wichtig für einen Menschen nährstoffreiche, gehaltvolle tierische Produkte sind, kam mir einmal mehr der Gedanke, was für arme kleine Würstchen vegan ernährte Kinder doch sind.</p>
<p>Die können gar nix für den Wahn ihrer Eltern. Und die Eltern, im Tunnel der Ideologie gefangen, denken offenbar nicht daran, was sie dem Kind möglicherweise antun – mit Blick auf das komplette Leben des Kindes!</p>
<p>Während wir es als moralisch verwerflich erachten, wenn Länder des ehemaligen Ostblocks ihre Kinder mit Nährstoffdefizienzen gezielt &#8222;formen&#8220;, also z. B. kleine Turnerinnen damit &#8222;erzeugt&#8220;, macht es uns hierzulande offenbar nichts aus, wenn Studien zeigen, dass <a href="https://www.sciencedaily.com/releases/2022/05/220502094813.htm">vegetarisch bzw. vegan ernährte Kinder oft untergewichtig sind</a>.</p>
<h2>Neue Studie an vegan ernährten Kindern: oh je!</h2>
<p><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33471422/">Erst 2021 erschien eine sehr sehr gut gemachte Arbeit aus Finnland,</a> die sich mit dem Stoffwechsel von seit der Geburt an vegan ernährten Kindern (median: 3,5 Jahre alt; n=40) befasst und ihn mit dem von omnivor bzw. vegetarisch ernährten Gleichaltrigen vergleicht. Die Ergebnisse sind mehr als beeindruckend, meines Erachtens besorgniserregend. Die Studie titelt:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Vegan diet in young children remodels metabolism and challenges the statuses of essential nutrients</strong></p>
<p>Wenn man im Zusammenhang von kleinen Kindern und ihrer Ernährung schon von &#8222;remodelling&#8220;, also quasi <em>Neu- oder Umgestaltung</em> des Stoffwechsels spricht, wo doch bei Babys und Kleinkindern sonst alles präzise standardisiert ist &#8230; sollte man ganz, ganz genau hinhören.</p>
<p>Hier mal kurz zusammengefasst:</p>
<ul>
<li><strong>Die Nahrungszufuhr von Cholesterin geht bei vegan ernährten Kindern gegen 0 und die Cholesterin-Konzentration im Blut war nur circa halb so hoch wie jene von normal ernährten Kindern. </strong></li>
</ul>
<p>Erwachsene wird das sicher freuen. Veganismus senkt den Cholesterin-Spiegel teilweise dramatisch. Die Studie schreibt:</p>
<blockquote><p>Diese Daten legen nahe, dass die endogene Cholesterinbiosynthese keine kompensatorische Reaktion auf einen Mangel an Cholesterin in der Nahrung zeigt.</p></blockquote>
<p>Kinder allerdings sind unbedingt angewiesen auf Cholesterin, denn das kleine Gehirn muss noch massiv wachsen und circa 1/5 des kompletten Cholesterinbestands des Körpers findet man im Gehirn. Hintergrund ist, dass die Myelin-Ummantelung von Nervenfasern einen besonders hohen Cholesterinanteil enthalten, was letztlich schnelle Reizweiterleitung gewährleistet.</p>
<figure id="attachment_321197" aria-describedby="caption-attachment-321197" style="width: 173px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-321197 " title="Cholesterin" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/06/Cholesterin.png" alt="Cholesterin" width="173" height="249" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/06/Cholesterin.png 398w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/06/Cholesterin-209x300.png 209w" sizes="auto, (max-width: 173px) 100vw, 173px" /><figcaption id="caption-attachment-321197" class="wp-caption-text"><em><strong>Wer braucht schon Cholesterin im Blut? </strong></em></figcaption></figure>
<p>Die Autoren legen dar, dass &#8222;Cholesterin außerdem aufgrund seiner wichtigen Rolle bei der Synthese von Zellmembranen, Steroidhormonen und Gallensäuren für das Zellwachstum, die Zellteilung und die Entwicklung der physiologischen Systeme von wesentlicher Bedeutung&#8220; sei.</p>
<ul>
<li><strong>Die Gallensäurebiosynthese war jener Stoffwechselweg, der sich am deutlichsten zwischen den beiden Ernährungsgruppen unterschied.</strong></li>
</ul>
<p>Auffällig bei den vegan ernährten Kindern war, dass man vorwiegend <em>primäre</em> Gallensäuren fand – so, wie man es typischerweise bei Kindern beobachtet, die fasten (müssen). Das ist zwar allgemein ein guter Marker, interessanter finde ich allerdings, was man hier zusätzlich beobachten konnte.</p>
<p>Die Gallensäuren waren mit weniger Taurin konjugiert. Bekannt ist, dass vegane Ernährung kaum Taurin enthält (kommt hauptsächlich in Tierprodukten vor) und der Körper sehr schlecht darin ist, Taurin selbst zu bilden. Heißt, wenig konjugiertes Taurin zeigt klar an, dass die Kinder wenig Taurin abbekommen.</p>
<p>Und das vor dem Hintergrund, dass <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3501277/">&#8222;Taurin eine &#8217;sehr essentielle&#8216; Aminosäure&#8220;</a> (essentiell = <em>unbedingt</em> notwendig, um gesund zu sein) ist. Wer nicht weiß, <em>wie</em> wichtig Taurin für den menschlichen Körper ist, der kann ja <a href="https://genetisches-maximum.de/aminosaeuren/superstar-taurin-die-wichtigste-aminosulfonsaeure/">hier,</a> <a href="https://genetisches-maximum.de/vegan/taurin-vegan/">hier,</a> und <a href="https://genetisches-maximum.de/aminosaeuren/taurin-stierhoden/">hier</a> mal nachlesen bei uns.</p>
<blockquote><p>Welche physiologischen Folgen solche Befunde bei Kindern haben, die sich streng vegan ernähren, muss noch untersucht werden.</p></blockquote>
<ul>
<li><strong>Deutlich niedrigere Vitamin-A- und Vitamin-D-Spiegel bei vegan ernährten Kindern. </strong></li>
</ul>
<p>Jetzt wird&#8217;s spannend. Mit Blick auf <strong>Vitamin D</strong> halten wir&#8217;s kurz: Trotz mengenmäßig gleicher Vitamin-D-Zufuhr, trotz der Tatsache, dass die Blutproben über den Sommer entnommen wurden und trotz ausgiebiger D-Supplementierung lag der Vitamin-D-Spiegel bei den vegan ernährten Kindern deutlich unter dem von den normal oder vegetarisch ernährten Kindern. Tatsächlich erreichten vegan ernährte Kinder gerade so die Mangelgrenze von 50 nmol/L.</p>
<p>Woher das kommt, wissen die Autoren nicht. Das könnte daran liegen, dass in vielen veganen Produkten, die mit Vitamin D angereichert sind, lediglich das weniger bioaktive Vitamin D2 beigesetzt wird. Meine Erklärung wäre, dass die vegane Ernährung den Vitamin-D-Stoffwechsel fehljustiert und die Werte daher nicht mehr stimmen.</p>
<figure id="attachment_321195" aria-describedby="caption-attachment-321195" style="width: 184px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-321195 " title="Vitamin D" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/06/Vitamin-D.png" alt="Vitamin D" width="184" height="257" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/06/Vitamin-D.png 316w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/06/Vitamin-D-214x300.png 214w" sizes="auto, (max-width: 184px) 100vw, 184px" /><figcaption id="caption-attachment-321195" class="wp-caption-text"><em><strong>Klar zu sehen: Den Veganern fehlt es an Vitamin D. </strong></em></figcaption></figure>
<p>Thema <strong>Vitamin A</strong> ist besonders spannend, denn der komplette Vitamin-A-Haushalt bei vegan ernährten Kindern erscheint durcheinander geraten. Er erreicht zwar augenscheinlich noch keinen Mangel-Status, aber sowohl das prinzipielle Vitamin-A-Transportprotein RBP als auch das zweitwichtigste Vitamin-A- und Thyroxin-Transportschiffchen Transthyretin waren in der Veganer-Gruppe stark vermindert.</p>
<figure id="attachment_321196" aria-describedby="caption-attachment-321196" style="width: 481px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-321196 " title="Vitamin A Status" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/06/Vitamin-A-Status-1024x417.png" alt="Vitamin A Status" width="481" height="196" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/06/Vitamin-A-Status-1024x417.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/06/Vitamin-A-Status-300x122.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/06/Vitamin-A-Status-768x313.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/06/Vitamin-A-Status.png 1086w" sizes="auto, (max-width: 481px) 100vw, 481px" /><figcaption id="caption-attachment-321196" class="wp-caption-text"><em><strong>Klar zu sehen: RBP und Transthyretin sind vermindert, der Vitamin-A-Status allgemein ist bei vegan ernährten Kindern deutlich schlechter als bei normal oder vegetarisch ernährten Kindern. </strong></em></figcaption></figure>
<p style="padding-left: 40px;">Transthyretin transportiert Vitamin A und das Schilddrüsenhormon Thyroxin – es spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Versorgung des Gehirns mit diesen Stoffen. Manche Erkrankungen, etwa Schizophrenie, sind mit verminderten Transthyretin-Spiegeln assoziiert, was nahelegt, dass das Gehirn in diesen Fällen nicht optimal mit Schilddrüsenhormonen versorgt ist.</p>
<p>Beide Proteine werden in der Leber gebildet. Ein Mangel dieser Proteine im Blut zeigt an, dass die Synthese nicht stimmt. Das passiert häufig bei niedrigem Vitamin-A-, Zink- und Eisengehalt der Leber sowie mangelhafter Protein- und Energiezufuhr. Da die Autoren aber keinen Zink- bzw. Eisenmangel bei den vegan ernährten Kindern feststellen konnten und man Vitamin A im Blut nicht misst (= keine Aussagekraft), machten sie (fälschlicherweise) folgenden Umstand dafür verantwortlich:</p>
<ul>
<li><strong>Vegan ernährte Kinder zeigen ein grausiges Bild der essentiellen Aminosäuren. </strong></li>
</ul>
<p>Bilder sagen ja bekanntlich mehr als Worte, insofern reicht ein Blick auf die linke Seite, um zu sehen, dass die allermeisten essentiellen Aminosäuren, vor allem die verzweigtkettigen essentiellen Aminosäuren, die s. g. BCAAs (Leucin, Isoleucin, Valin), deutlich von der typischerweise gemessenen Altersnorm abweichen – und das obgleich der prozentuale Anteil von Eiweißkalorien an der Gesamtkalorienzufuhr sich nicht unterschied.</p>
<figure id="attachment_321194" aria-describedby="caption-attachment-321194" style="width: 764px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-321194 " title="Aminosaeuren" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/06/Aminosaeuren.png" alt="Aminosaeuren" width="764" height="308" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/06/Aminosaeuren.png 1522w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/06/Aminosaeuren-300x121.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/06/Aminosaeuren-1024x413.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2022/06/Aminosaeuren-768x310.png 768w" sizes="auto, (max-width: 764px) 100vw, 764px" /><figcaption id="caption-attachment-321194" class="wp-caption-text"><em><strong>Man sieht deutlich, dass die Versorgung mit essentiellen Aminosäuren sehr schlecht ist bei vegan ernährten Kindern. </strong></em></figcaption></figure>
<p>Das ist schlecht, weil genau jene Aminosäuren gebraucht werden, um Proteine in der Leber aufzubauen. Dass das kein kleiner Nebenbefund ist, sondern wirklich einen Protein- bzw. Aminosäuren-Mangel darstellt, sieht man daran, dass wichtige Bluteiweiße wie RBP oder Transthyretin vermindert sind. Allerdings bekommen die vegan ernährten Kinder ja kein Vitamin A zu essen, sondern nur ß-Carotin, was alleine die verminderten Spiegel erklärten könnte.</p>
<p>Die nichtessentiellen Aminosäuren Arginin, Glycin und Prolin scheinen dahingegen überrepräsentiert zu sein. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob es sich dabei wirklich um eine gute Zufuhr dieser Aminosäuren handelt oder ob sich der Körper selbst verdaut und daher die typischen Kollagen-Aminos Glycin und Prolin erhöht sind.</p>
<blockquote><p>Unsere Beweise für niedrige Transthyretin- und essenzielle Aminosäurespiegel fordern dazu auf, bei Kindern im Wachstum, die sich vegan ernähren, auf die Qualität des Nahrungsproteins zu achten, und nicht nur auf die proportionale Zufuhr in Prozent der Energie.</p></blockquote>
<ul>
<li><strong>Hohes pflanzliches Omega 3, wenig DHA für die Hirnentwicklung</strong></li>
</ul>
<p>Und weil das alles noch nicht reicht, liefert diese Studie hier ein weiteres trauriges Bild: Trotz hoher Zufuhr der pflanzlichen Omega-3-Fettsäure alpha-Linolensäure (gut), zeigt sich eine deutliche Unterversorgung von DHA, die gerade <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4728620/">für die Hirnentwicklung</a> so entscheidend ist. Da hat es dann wohl auch an einem guten DHA-Algenpräparat gefehlt.</p>
<p>Die Autoren zeigen sich jedoch milde und merken lediglich an:</p>
<blockquote><p>DHA und aktives Vitamin A sind jedoch beide wichtig für das Sehvermögen (Lien &amp; Hammond, 2011), und der niedrige Status von beiden bei Kindern kann Anlass zur Sorge um die Gesundheit des Sehvermögens geben.</p></blockquote>
<p>Sehvermögen. Ja dann&#8230; :-)</p>
<p>&#8212;</p>
<h2><strong>Was bleibt?</strong></h2>
<p>Man kann es nur wiederholen. Tierprodukte sind essentiell, speziell für Heranwachsende. <a href="https://genetisches-maximum.de/naehrstoffe/genetik-drei-wichtige-naehrstoffe-fuer-veganer/">Unser Genom ist voller Genvarianten, die in einer Umwelt entstanden sind, in der es normal war, Tiere zu essen.</a> Genau das sieht man beispielsweise <strong>am so schlechten Vitamin-A-Status</strong> (Leber!), an der <strong>mangelhaften Aminosäurenversorgung</strong> (Fleisch!), an <strong>der schlechten Taurin- und DHA-Versorgung</strong> (Fisch!) – und zu allem Übel kommt hinzu, dass das arme Gehirn vermutlich nicht mal genug Cholesterin abbekommt.</p>
<p>Und genau dieses Bild habe ich dann im Kopf. Depressive, immunschwache, nicht-robuste vegane Eltern, die sich meisten für besonders woke und aufgeklärt halten &#8230; und ein kleines, zierliches, niedliches, in Wahrheit unterentwickeltes Kleinkind, das sich nicht mitteilen kann, sich aber ganz bestimmt fühlen wird, wie eine malträtierte Laborratte. Für mich ist das pervers. Tut mir leid.</p>
<p>Wer diese Ergebnisse lesen und deuten kann, muss zum Schluss kommen, dass das fast an Kindesmisshandlung grenzt. <strong>Und dieses Menschen-Genom freut sich so über tierische Produkte, dass &#8222;selbst der Teilzeitkonsum von lakto-ovo-vegetarischen Produkten in einer ansonsten streng veganen Ernährung das Risiko eines Nährstoffmangels bei Kindern erheblich verringern kann.&#8220;</strong></p>
<p>Alles in allem kommen die Autoren zu folgendem Schluss:</p>
<blockquote><p>Unsere Daten über einen niedrigeren Status mehrerer Biomarker bei veganen Kindern im Vergleich zu Omnivoren, bei einer relativ geringen Anzahl von Studienteilnehmern, <strong>erfordern größere Studien, bevor eine vegane Ernährung im frühen Kindesalter als gesunde und vollwertige Ernährung für Kleinkinder empfohlen werden kann</strong>, trotz ihrer vielen gesundheitsfördernden Wirkungen bei Erwachsenen.</p></blockquote>
<p>Amen.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vegan/der-stoffwechsel-von-vegan-ernaehrten-kindern/">Der Stoffwechsel von vegan ernährten Kindern</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Game Changers widerlegen II</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/vegan/game-changers-widerlegen-ii/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/vegan/game-changers-widerlegen-ii/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Oct 2019 12:28:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vegan]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=201850</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mir tun die verschiedenen Blogger etc. leid, die diesen seltsamen Film jetzt zerpflücken und versuchen, jedes einzelne Argument zu widerlegen. Die schreiben riesiglange Posts, die sowieso keiner lesen will. Ich jedenfalls nicht: tl;dr. Vor allem: [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vegan/game-changers-widerlegen-ii/">Game Changers widerlegen II</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mir tun die verschiedenen Blogger etc. leid, die diesen seltsamen Film jetzt zerpflücken und versuchen, jedes einzelne Argument zu widerlegen. Die schreiben riesiglange Posts, die sowieso keiner lesen will. Ich jedenfalls nicht: tl;dr.</p>
<p>Vor allem:</p>
<ol>
<li>Bringt es eh nichts. Für wen argumentieren die da?</li>
<li>Wieso macht man sich ständig die Finger schmutzig?</li>
</ol>
<p>Es sind immer die gleichen argumentativen Sphären. Stufe-1-Denken. Statt mal nach übergeordneten Gesetzen oder Prinzipien zu schauen, die immer zutreffend sind – die uns eine Zen-Einstellung verleihen.</p>
<p>Daher <a href="https://genetisches-maximum.de/ernaehrung/game-changers-widerlegen/">der Beitrag davor</a>, der uns – einer Analogie sei Dank – hilft, die Vogelperspektive zu wahren. Heute soll ein ähnlicher Beitrag folgen, der ebenfalls in gewisser Weise allgemeingültig ist.</p>
<h2>Alles ist irgendwie giftig</h2>
<p>Bruce Ames kennen wir ja. Einer der berühmtesten Biochemikern, der auch den berühmten Ames-Test entwickelt hat, mit dem man krebserregende Stoffe entdecken kann. Später interessierte er sich beruflich zwar für Ernährung, davor aber war er Chef-Toxikologe der USA.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Spannend übrigens &#8230; steht bei Wikipedia doch ernsthaft: <em>In einer Übersichtsarbeit behauptet er, hochdosierte Vitamintherapie könne rund 50 menschliche Erbkrankheiten heilen oder lindern.[5] Ames behauptet weiterhin, dass Defizite in der Versorgung mit Vitaminen und Mineralien für die Entstehung von Krebs verantwortlich seien.[6][7] Auch Mangel an essentiellen Fettsäuren trage zur Beschleunigung des degenerativen Verfalls bei.[8]</em></p>
<p>Der hatte nämlich u. a. gezeigt, dass Folsäure-Mangel zu Doppelstrang-Brüchen in der DNA führt (1).</p>
<blockquote>
<p>Basierend auf dieser Berechnung steigt die Häufigkeit von Uracil-Reparaturereignissen, die zu doppelsträngigen DNA-Brüchen führen können, um das 1752-fache. Diese Ergebnisse stehen im Einklang mit klinischen und epidemiologischen Beweisen, die Folatmangel mit DNA-Schäden und Krebs in Verbindung bringen.</p>
</blockquote>
<p>Doch zurück zum Thema. Ames testete viele verschiedene Stoffe hinsichtlich ihres Potenzials, Krebs auszulösen. Die Ergebnisse veröffentlichte er später natürlich in wissenschaftlichen Arbeiten. Ich zitiere aus (2):</p>
<blockquote>
<p>Der Mensch nimmt auch eine große Anzahl von natürlichen Chemikalien durch Kochen von Lebensmitteln zu sich. Über tausend Chemikalien wurden im Röstkaffee gefunden: Mehr als die Hälfte der getesteten (19/28) sind Nager-Karzinogene. Es gibt mehr Nagetier-Karzinogene in einer einzigen Tasse Kaffee als potenziell krebserregende Pestizidrückstände in der durchschnittlichen amerikanischen Ernährung in einem Jahr, und es gibt noch tausend Chemikalien, die in geröstetem Kaffee getestet werden müssen. Das bedeutet nicht, dass Kaffee gefährlich ist, sondern dass Tierkrebstests und Worst-Case-Risikobewertungen enorme Sicherheitsfaktoren einbauen und nicht als echte Risiken angesehen werden sollten.</p>
</blockquote>
<p>In seinen Arbeiten schreibt er: Die Hälfte <strong>aller</strong> getesteten Stoffe, egal ob menschengemacht oder &#8222;natürlich&#8220;, sind krebserregend. Allerdings legt er gleichzeitig dar, dass wir deshalb so gut mit diesen Stoffen auskommen, weil der Körper über eine enorme Vielfalt an hochpotenten Entgiftungsenzymen verfügt.</p>
<p>Deshalb sind &#8230; in einer Tasse Kaffee mehr  &#8222;potenziell krebserregende Pestizidrückstände als in der durchschnittlichen amerikanischen Ernährung in einem Jahr&#8220; – und trotzdem würden die wenigsten behaupten, dass der Kaffeekonsum an sich krebserregend ist. Im Gegenteil.</p>
<p>Und auch Ames selbst weist natürlich auf dieses Paradoxon hin (2):</p>
<blockquote>
<p>Im Gegenteil, obwohl Obst und Gemüse eine Vielzahl von natürlich vorkommenden Chemikalien enthält, die krebserregend für Nagetiere sind, verdoppelt ein unzureichender Konsum von Obst und Gemüse das menschliche Krebsrisiko für die meisten Krebsarten.</p>
</blockquote>
<p>Differenziertheit.</p>
<h2>Wie man sich mit Veganismus vergiften kann</h2>
<p>Die größte Seifenblase seit es den Menschen gibt, ist ein Veganismus, der behauptet, Fleisch oder tierische Produkte seien in irgendeiner Weise toxisch für den menschlichen Körper.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Wohlgemerkt: Homo sapiens gibt&#8217;s erst seit rund 200.000 Jahren, die Gattung Homo aber entstand vor ca. 2,5 (fucking!) Millionen Jahren. Und die entstand, weil unsere pflanzenfressenden Vorfahren zunehmend tierische Produkte in ihren Speiseplan integrierten.</p>
<p>Das stimmt erstens nicht, weil der Mensch und seine direkten Vorfahren das Zeug seit 2,5 Millionen essen. Und es stimmt auch deshalb nicht, weil es bedeuten würde, dass pflanzliche Kost per se – in Anlehnung an Ames – weniger giftig ist.</p>
<p>Mehr noch, &#8222;sekundäre Pflanzenstoffe&#8220; gibt es hauptsächlich deshalb, weil sich Pflanzen vor Fraßfeinden schützen müssen. Tiere machen das durch Weglaufen und den Kampf – <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Plant_defense_against_herbivory">Pflanzen mit Stacheln am Busch &#8230; oder bisweilen extrem toxischen Substanzen</a>.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Eine Klasse davon nennt sich <em>Antinährstoffe, </em>weil sie die Nährstoffaufnahme im Organismus verhindern. Dazu gehören:</p>
<ul>
<li style="list-style-type: none;">
<ul>
<li>Phytinsäure</li>
<li>Oxalsäure</li>
<li>Glucosinolate</li>
<li>Saponine</li>
<li>Flavonoide</li>
<li>Protease-Inhibitoren (verhindern Proteinverdauung)</li>
<li>Lipase-Inhibitoren (verhindern Fettverdauung)</li>
<li>Amylase-Inhibitoren (verhindern Kohlenhydratverdauung)</li>
<li>Trypsin-Inhibitoren</li>
<li>etc.</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>In niedrigen Dosen wirken die meisten dieser Substanzen förderlich. Das kennen wir ja: <a href="https://genetisches-maximum.de/pflanzenstoffe/xenohormesis-warum-pflanzen-so-gesund-sind/">Xenohormesis</a> und so weiter. Doch es hat einen Grund, warum der Mensch – seit es den Menschen gibt – seine Nahrung verarbeitet, wir nicht kiloweise rohen Grünkohl essen.</p>
<h2>Wenn ß-Carotin Krebs macht</h2>
<p>Der Körper will dieses Zeug nicht in großen Mengen in sich haben. Warum, das wissen wir spätestens seitdem böse Studien gezeigt haben, dass Hochdosis-ß-Carotin-Gaben offensichtlich die Krebsentstehung begünstigen.</p>
<p>Da aus ß-Carotin im Körper – neben Vitamin A – noch ein paar andere Abkömmlinge entstehen, die man auch im Blut findet, wollten die Forscher der Frage nachgehen, wie die wirken. Mit dem Ergebnis (3, 4):</p>
<blockquote>
<p>Die ursprüngliche Idee war, dass diese Verbindungen vielleicht so wirken, wie Vitamin A wirkt, indem sie die so genannten Retinsäure-Rezeptoren aktivieren. Was wir gefunden haben, war, dass sie diese Rezeptoren nicht aktivieren. Stattdessen hemmen sie die Aktivierung des Rezeptors durch Retinsäure&#8220;, sagte Curley. &#8222;Aus pharmakologischer Sicht würde man sagen, dass diese Substanzen ein Vitamin-A-Antagonist sind. Sie konkurrieren um die Stelle, an der der Agonist – Retinsäure, die aus Vitamin A entsteht – bindet, aber sie aktivieren die Stelle nicht. Sie hemmen die Aktivierung, die normalerweise erwartet wird.</p>
</blockquote>
<p>ß-Carotin-Abkömmlinge, die natürlicherweise aus ß-Carotin im Körper entstehen, sind also nicht nur eine Vorstufe von Vitamin A, sondern blockieren die Vitamin-A-Wirkung direkt, indem sie die Wirkung des Hormons antagonisieren, das aus Vitamin A eigentlich entsteht (Retinsäure). (vgl. (3)) </p>
<p>Mehr noch, die Forscher fanden sogar heraus, dass diese ß-Carotin-Abkömmlinge mit Anti-Vitamin-A-Wirkung natürlicherweise in manchen Früchten vorkommen. Heißt, man kann sie auch direkt essen.</p>
<p>Nun ist der Punkt ja, dass jeder normale Mensch vor uns, immer irgendeine tierische Vitamin-A-Quelle in seiner Nahrung hatte. Egal ob das Lebertran war, die Leberwurst, die Leber oder einfach nur fette Milchprodukte. Im Zusammenleben und Nutzen von Tieren gab es immer Tierprodukte, die als Vitamin-A-Lieferant dienten.</p>
<p>In diesem Setting kann der Mensch natürlich auch genug Obst und Gemüse essen. Aber in der Seifenblase, in der wir keine tierischen Produkte mehr essen – und uns damit über 2,5 Millionen Jahre Evolution stellen –, tränken wir den Körper mit vielen solcher Substanzen, die von der Natur gemacht sind, um uns zu vergiften – und nur so erklärt sich solch eine Wirkung –, ohne dabei eine reine Vitamin-A-Quelle zu haben.</p>
<p>Deshalb kommen diese Wissenschaftler richtigerweise zum Schluss, dass man ein bisschen aufpassen sollte, wenn man Pflanzen so verändern will, dass sie einen hohen ß-Carotin-Gehalt aufweisen. Denn der Schuss (&#8222;Golden Rice super für Vitamin A&#8220;) könnte auch nach hinten losgehen.</p>
<h2>Meta-Perspektive, anyone?</h2>
<p>Es geht natürlich wieder einmal nicht um Schwarz oder Weiß, ich bin mir sicher, dass solche Abkömmlinge unter bestimmten Voraussetzung auch positive Effekte haben, sprich <em>modulatorisch</em> im Körper wirken.</p>
<p>Es zeigt allerdings wieder einmal, warum die Analogie aus dem ersten Artikel-Teil zutrifft – und das Beispiel hier zeigt auch, warum (Ex-)Veganer uns am Ende doch wieder Mails schreiben: &#8222;Welch ein Segen tierische Produkte in der richtigen Menge doch sind.&#8220;</p>
<p><strong>Referenzen</strong></p>
<p>(1) <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8534957">Baillieres Clin Haematol. 1995 Sep;8(3):461-78.</a></p>
<p>(2) <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9677052">Biotherapy. 1998;11(2-3):205-20.</a></p>
<p>(3) <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22418437">J Biol Chem. 2012 May 4;287(19):15886-95.</a></p>
<p>(4) Ohio State University. &#8222;<a href="http://www.sciencedaily.com/releases/2012/05/120501134414.htm">Potential &#8218;dark side&#8216; to diets high in beta-carotene.</a>&#8220; ScienceDaily. ScienceDaily, 1 May 2012.</p>


<p></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vegan/game-changers-widerlegen-ii/">Game Changers widerlegen II</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Warum Eisen an allem beteiligt ist, wovon wir träumen</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/vegan/warum-eisen-an-allem-beteiligt-ist-wovon-wir-traeumen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 May 2019 12:32:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vegan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neulich echauffiert sich Kollege Eikelmeier darüber, dass wir &#8222;Leuten Angst machen&#8220; – wir würden vor &#8222;zu viel Eisen&#8220; warnen. Und er empfiehlt, wie einige Leser wissen, eine fleischreiche Ernährung &#8230; mit ganz viel Rind und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich echauffiert sich Kollege <a href="https://www.strengthfirst.de">Eikelmeier</a> darüber, dass wir &#8222;Leuten Angst machen&#8220; – wir würden vor &#8222;zu viel Eisen&#8220; warnen. Und er empfiehlt, wie einige Leser wissen, eine fleischreiche Ernährung &#8230; mit ganz viel Rind und so, also voll mit Eisen.</p>
<p>Da musste ich spontan an diesen Herrn hier denken:</p>
<p><figure id="attachment_12076" aria-describedby="caption-attachment-12076" style="width: 300px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2019/05/tenor.gif"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-12076 size-medium" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2019/05/tenor-300x241.gif" alt="" width="300" height="241" /></a><figcaption id="caption-attachment-12076" class="wp-caption-text">Wer ihn nicht kennt: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=TDEpLi-9WU8">https://www.youtube.com/watch?v=TDEpLi-9WU8 </a></figcaption></figure></p>
<p>Das ist auch lustig irgendwie. Egal, was wir schreiben, wir kriegen von der jeweiligen Seite, die sich &#8222;vernachlässigt&#8220; oder &#8222;hintergangen&#8220; fühlt, immer eins auf die Mütze. Schreiben wir über Fleisch, kriegen wir Vegetarier-Mails (&#8222;Ich lebe schon seit 30 Jahren vegetarisch&#8230;&#8220;) &#8230; sagen wir, wie in einer Insta-Story neulich, dass ein Zuviel an Eisen nicht gut für die Stoffwechselgesundheit ist, haben wir in den Augen mancher Leute die Seiten gewechselt *lach*</p>
<p>Also: Ruhig Blut.</p>
<p>Unser Toleranzbereich was individuelle Ernährungsformen angeht ist &#8230; seeehr groß. Der Eikelmeier kann sich von mir aus 10 Blutwürste am Tag reinziehen. Wenn&#8217;s ihm super damit geht, prima! Was uns allerdings nicht reinläuft und was wir niemals empfehlen werden, ist das, was man bei den Insta-Storys sämtlicher Profi-Sportler, vor allem Fußball, derzeit bestaunen kann:</p>
<blockquote><p>Den Proteinbedarf meiner hauptsächlich veganen Ernährungsform decke ich mit Nüssen, Tofu, Bohnen, Linsen, Haferflocken und Quinoa.</p></blockquote>
<p>Oh Leute! Wie können Menschen nur so irrational in der Birne sein? Damit meine ich: Wie kann man sich so sehr gegen die eigene Biochemie stellen? Ich habe meine Leser ja nun schon mehrfach aufgefordert den Selbstversuch zu machen. Bitte mal wochen- oder monatelang eisenarm leben, am besten mal den Saft des Lebens aus sich rausziehen lassen (Blutspende) &#8230; und dann mit Hochdruck (Eikelmeier-Fleisch-Ernährung) die Eisenspeicher wieder auffüllen. Das kann ein sehr großes Aha-Erlebnis sein.</p>
<p>Warum ist das Thema so relevant? Und warum sind wir hier so vehement?</p>
<ol>
<li>Eine hauptsächlich pflanzliche Kost senkt die Ferritin-Werte nachweislich – und zwar deutlich.</li>
<li>Heißt umgekehrt: Mit einer hauptsächlich pflanzlichen Kost wird man die Eisenspeicher niemals befüllen können.</li>
<li>Heißt weiter: Eine hauptsächlich pflanzliche Ernährung bietet dem Körper nicht ausreichend Eisen und lässt deshalb die Eisenspeicher verarmen.</li>
</ol>
<p>Dafür muss man sich nur mal Studien anschauen, die es zuhauf gibt, es selbst ausprobieren – oder einen Blick auf die <a href="https://genetisches-maximum.de/mineralstoffe/ferritin-wert-studie-eisen/">German Vegan Study</a> werfen.</p>
<p>Mal ohne Sarkasmus. Eisen ist an allem beteiligt, wovon ein Normalsterblicher auf dieser Welt träumt:</p>
<ul>
<li><strong>Lust und Antrieb</strong></li>
<li><strong>Glück und guter Schlaf</strong></li>
<li><strong>Ein funktionierender Energiestoffwechsel</strong></li>
<li><strong>Durchblutung</strong></li>
<li><strong>Eine funktionierende Leber (&#8222;Entgiftung&#8220; – ohne Detox-Tees)</strong></li>
<li><strong>Sex-Drive (Libido), starke Psyche, Antrieb (Geschlechtshormone)</strong></li>
<li><strong>Ein starkes Immunsystem</strong></li>
<li><strong>&#8230; und ein starkes Antioxidantien-Netzwerk</strong></li>
</ul>
<p>Das war&#8217;s auch schon. Nur das wollte ich heute loswerden. Und weil&#8217;s so wichtig ist, habe ich dazu eine Grafik gebaut. Das kann sich jeder ausdrucken und an den Kühlschrank hängen:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Die eisenabhängigen Enzyme des Körpers – eine Auswahl.</strong><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2019/05/eisen-.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-12086 size-large" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2019/05/eisen--1024x1022.jpg" alt="" width="640" height="639" /></a></p>
<p>Was heißt das für unsere &#8222;hauptsächlich vegan&#8220; lebenden Profi-Sportler? Das kann sich jetzt jeder denken.</p>
<p>PS: Weil jetzt gleich wieder die Frage kommen wird &#8230; &#8222;Wie viel ist zu viel?&#8220; – Ganz einfach: 100 bis 150 ng/ml Ferritin ist ok, unter 100 eher nicht. Über 150 sollte man mal bissl weniger rotes Fleisch essen und ab 200 wird&#8217;s kritischer. Wer 200 hat ohne viel Fleisch, der sollte hämatologisch abklären lassen. Und ab 300 sollte jeder mal beim Arzt gewesen sein.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vegan/warum-eisen-an-allem-beteiligt-ist-wovon-wir-traeumen/">Warum Eisen an allem beteiligt ist, wovon wir träumen</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Was Veganismus anrichtet – Wer nicht hören will, &#8230;</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/vegan/veganismus-macht-krank-praxisbeispiel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jan 2019 14:18:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vegan]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=11501</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung der Daten – Danke!  Immer mal wieder bezeichneten wir eine vegane Ernährung als &#8222;Misshandlung des Körpers&#8220;. Im Handbuch (und im neuen Springer-Buch) legen wir über mehrere Seiten dar, warum dies [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vegan/veganismus-macht-krank-praxisbeispiel/">Was Veganismus anrichtet – Wer nicht hören will, …</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung der Daten – Danke! </em></p>
<hr />
<p>Immer mal wieder bezeichneten wir eine vegane Ernährung als &#8222;Misshandlung des Körpers&#8220;. Im Handbuch (und im neuen Springer-Buch) legen wir über mehrere Seiten dar, warum dies der Fall ist – und warum wir uns nicht wie ein Affe ernähren können. Wer es ein bisschen provozierender und sarkastischer möchte, darf sich mal unser Video bei YouTube zum Thema angucken:</p>
<p>Mit einem gesunden (und rationalen) Menschenverstand kann man schnell antizipieren, was passiert, wenn man sich vegan ernährt – und dabei zeitgleich nicht über eine ausgewogene Nahrungsergänzung nachdenkt.</p>
<p>Dazu heute mal ein Fallbeispiel einer Bekannten von mir. Seit Jahren erkläre ich der Dame, die so alt ist wie ich, dass eine vegane Ernährung, in ihrem Fall, mit hoher Wahrscheinlichkeit krank machen wird. Nach Jahren die Einsicht:</p>
<blockquote><p>Muss auf jeden Fall was machen, so weiterleben ist keine Option.</p></blockquote>
<p>Das ist das Problem. Zwischen &#8222;gut gemeint&#8220; und &#8222;tatsächlich gut&#8220; kann ein himmelweiter Unterschied sein.</p>
<p>Also, kurz gefasst, sie schreibt:</p>
<ul>
<li>&#8222;Fühle mich auf jeden Fall nicht im Körper einer 28-jährigen&#8220;</li>
<li>&#8222;Erkenne mich selbst nicht mehr&#8220;</li>
<li>&#8222;Fühle mich wie ein Wrack und bin schon seit zwei Monaten krank&#8220;</li>
<li>Haarausfall (der ob der Haardichte glücklicherweise nicht so auffällt)</li>
<li>Haut sehr schlimm, geht in Richtung Akne, schon ein psychisches Problem</li>
<li>Ständig erkältet, alles verschleimt, Bronchien und Nebenhöhlen</li>
<li>Asthma</li>
<li>Immer müde und kraftlos</li>
<li>Versteift, immer Knochenknacken</li>
<li>Konzentration, Antrieb, Motivation &#8230; &#8222;sau schlecht&#8220;</li>
<li>Extrem vergesslich</li>
<li>Libido war auch mal besser</li>
</ul>
<p>Wohlgemerkt: Frau Patientin ist schlank, eher zu schlank geworden die letzten Wochen. Klassiker. Genau so würde ich mir einen Veganer vorstellen. Gemein, ich weiß.</p>
<p>Was die Blutwerte angeht, stelle ich mir das so vor:</p>
<ul>
<li>Eisenspeicher verarmt</li>
<li>Zink niedrig</li>
<li>Homocystein hoch</li>
<li>B12 und B6 niedrig</li>
<li>Vitamin A niedrig</li>
<li>Carnitin niedrig</li>
<li>Möglicherweise Hämoglobin niedrig, vielleicht sogar anämisch</li>
<li>Triglyceride/Cholesterin/Blutzucker gut</li>
<li>Omega-3-Fettsäuren niedrig</li>
<li>Selen normal-niedrig</li>
<li>Darm löchrig (Glutenmast!)</li>
<li>Mangan möglicherweise hoch (viele Hülsenfrüchte etc.)</li>
<li>Taurin niedrig</li>
</ul>
<p>Doch wie sieht sowas in der Realität aus? Hier mal ein paar Werte:</p>
<p><a href="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2019/01/Bildschirmfoto-2019-01-02-um-14.26.52.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-11504 size-large" src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2019/01/Bildschirmfoto-2019-01-02-um-14.26.52-1024x915.png" alt="" width="640" height="572" srcset="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2019/01/Bildschirmfoto-2019-01-02-um-14.26.52-1024x915.png 1024w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2019/01/Bildschirmfoto-2019-01-02-um-14.26.52-500x447.png 500w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2019/01/Bildschirmfoto-2019-01-02-um-14.26.52-700x625.png 700w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2019/01/Bildschirmfoto-2019-01-02-um-14.26.52-64x57.png 64w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2019/01/Bildschirmfoto-2019-01-02-um-14.26.52-300x268.png 300w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2019/01/Bildschirmfoto-2019-01-02-um-14.26.52-768x686.png 768w, https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2019/01/Bildschirmfoto-2019-01-02-um-14.26.52.png 1500w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></p>
<ul>
<li>Kalium-Mangel</li>
<li>Carnitin-Mangel</li>
<li>Gefäßgift Homocystein skyrocketing</li>
<li>Folat grenzwertig niedrig</li>
<li>Vitamin-B12-Mangel</li>
<li>Magnesium-Mangel</li>
<li>Mangan hoch</li>
<li>Selen normal-niedrig</li>
<li>Zink grenzwertig niedrig</li>
<li>B1, B2, B6 grenzwertig niedrig</li>
<li>Vitamin D normal</li>
<li>FT3 m. E. zu niedrig</li>
<li>Zonulin skyrocketing hoch</li>
<li>Eisen deutlich erhöht</li>
<li>Zeitgleich: Hämoglobin zu niedrig</li>
</ul>
<p>Wie man das übersetzt? In einem Wort: <strong>Katastrophe</strong>. Wie um alles in der Welt will man SO leben?</p>
<p>Schön zu sehen: Leider wurde der Ferritin-Wert (= Eisenspeicher) nicht bestimmt. Der zeigt sehr sicher einen sehr niedrigen Wert an – zeitgleich ist Eisen im Blut (aus welchen Gründen auch immer) erhöht. Wie bereits sehr oft erwähnt: Eisen im Blut ist kein vernünftiger Marker! Hilft genau 0. Ist bei vielen immer normal oder sogar hoch, selbst wenn der Eisenspeicher gegen 0 geht (und das geht häufig mit Haarausfall einher)! Dass zu wenig Eisen im Körper ist, wird hier allerdings in Form eines zu niedrigen Hämoglobins angezeigt.</p>
<p>Auch schön zu sehen: Die Dame isst wohl zu wenig (Kalium niedrig), isst kein Fleisch (Carnitin niedrig, B12 niedrig, Zink niedrig, B6 niedrig), isst zu wenig grünes Gemüse bzw. Salate (Folat niedrig) und <a href="https://genetisches-maximum.de/blutwerte/homocystein-wert-senken/">hat aufgrund diverser Vitamin-B-Mängel ein sehr hohes Homocystein</a>. Magnesium-Mangel ist obligatorisch.</p>
<p>Bezeichnend ist zudem leider, dass der Darm löchrig ist. Aufgrund der <a href="https://genetisches-maximum.de/darmgesundheit/leaky-gut/">glutenlastigen Kost, ist Zonulin sehr, sehr hoch</a> (krankhaft?). Heißt: Das Immunsystem ist on fire, genau wie der Darm. Bisschen Angst machen? <a href="https://www.youtube.com/watch?v=J6JrHteOsII&amp;t=">On fire möglicherweise auch das Gehirn</a> (12:05).</p>
<p>Der Mensch ist nicht gemacht für Veganismus. Punkt. &#8222;Ich will (aus diesem oder jenem Grund) kein Fleisch essen&#8220; akzeptiert jeder. Leider geht das nicht selten auf Kosten der eigenen Gesundheit.</p>
<blockquote><p>Oh man. Und ich dachte immer, ich lebe und ernähre mich gesund.</p></blockquote>
<p>PS: &#8222;Man kann, wenn man vegan lebt, einfach kaum, wenn überhaupt zunehmen&#8220;. <a href="https://genetisches-maximum.de/kontroverses/theorie-vs-praxis/">Entsprechend gut sind &#8222;klassische&#8220; Risikomarker wie Cholesterin, Trigs, Blutglukose – oder BMI</a>. Da applaudiert der normale Arzt oder der Risikogutachter bei der PKV. Wieder einmal ein gravierender Trugschluss.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vegan/veganismus-macht-krank-praxisbeispiel/">Was Veganismus anrichtet – Wer nicht hören will, …</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Ja zum Vegetarismus? Wenn Nahrungscholesterin krank macht</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/vegan/ja-zum-vegetarismus-wenn-nahrungscholesterin-krank-macht/</link>
					<comments>https://genetisches-maximum.de/vegan/ja-zum-vegetarismus-wenn-nahrungscholesterin-krank-macht/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 May 2018 11:54:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vegan]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://genetisches-maximum.de/?p=10564</guid>

					<description><![CDATA[<p>Immer wieder amüsant: jedes Mal, wenn wir über &#8222;100 g Fleisch&#8220; schreiben, kriegen wir einige Mails von Menschen, die schon &#8222;20 Jahre vegetarisch&#8220; leben. Manchmal offen und konstruktiv (= wünschenswert), manchmal völlig überdreht und kaum [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vegan/ja-zum-vegetarismus-wenn-nahrungscholesterin-krank-macht/">Ja zum Vegetarismus? Wenn Nahrungscholesterin krank macht</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder amüsant: jedes Mal, wenn wir über &#8222;100 g Fleisch&#8220; schreiben, kriegen wir einige Mails von Menschen, die schon &#8222;20 Jahre vegetarisch&#8220; leben. Manchmal offen und konstruktiv (= wünschenswert), manchmal völlig überdreht und kaum nachzuvollziehen. Wie so oft scheint sich auch hier bei manchen etwas abzuschalten, wenn bestimmte Schlagwörter fallen.</p>
<p>Doch was wollen die eigentlich von uns?</p>
<p>Wir Menschen sind keine Karnivoren, also reine Fleischfresser. Nehmen wir mal als Beispiel das Cholesterin: Familiäre Hypercholesterinämie. Genetisch bedingt leider zu viel Cholesterin im Blut. Diese Menschen entwickeln schon in jungen Jahren Arteriosklerose. So viel zum Thema, Cholesterin hat nichts mit Arteriosklerose und Herzinfarkten zu tun. Uns Menschen, genau wie anderen Lebewesen, die hauptsächlich Pflanzen essen, kann man mit Cholesterin Arteriosklerose induzieren. Das klappt bei Karnivoren nicht. Die können so viel Cholesterin essen wie sie möchten – die kriegen keine Gefäßverfettung und -verkalkung.</p>
<p>Wir Menschen haben ein großes Problem: Uns, genauer: die Gattung Homo, gibt es nur, weil irgendwer dieser Primaten auf die Idee gekommen ist, mal am toten Tier zu naschen. Niemand, der sich ernsthaft damit befasst, wird das infrage stellen. Bewiesen alleine deshalb, weil Vitamin B12 für uns Menschen essentiell ist und dieses Vitamin leider Gottes nur in tierischen Produkten vorkommt. Gleichzeitig aber waren wir davor, also bevor es die Gattung Homo gab, über 50 Millionen Jahre lang Pflanzenfresser. Zum Vergleich: Die Gattung Homo gibt es vielleicht seit 2,5 Millionen Jahren. Die Vogelperspektive sagt uns also, wir Menschen sind wohl Hybride, die ohne das Tier nicht können. Die Frage ist nur: wie viel Tier kann ein Mensch essen, bevor es ihm nicht mehr gut tut?</p>
<p>Die Antwort hierfür könnten wir ebenfalls im Cholesterin-Stoffwechsel finden. Ich fasse das Fazit einer Arbeit zusammen, die vor 10 Jahren im guten <em>Cell</em>-Journal veröffentlicht wurde:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Cholesterin bindet in der Leber an sogenannten LXR-Rezeptoren. Diese LXR-Rezeptoren, wenn aktiviert, stimulieren die Lipogenese (Fettneubildung) und unterdrücken die Fettverbrennung über einen anderen Schalter namens SREBP-1c. Diese Cholesterin-bindenden LXR-Rezeptoren bestimmen über das basale Niveau dieses SREBP-1c-Schalters als auch über das Niveau, das durch Insulin reguliert wird. Zusätzlich wird die Kohlenhydratspeicherung forciert und die Neubildung (Gluconeogenese) gehemmt. Dies entspricht allgemein einer Energie<strong>speicheurng</strong>. Schaltet man diese LXR-Rezeptoren aus, sind die Tiere geschützt vor Fettleibigkeit und Stoffwechselentgleisung, stattdessen fährt der Organismus global (also auch im Muskel) Systeme hoch, die die Energiefreisetzung stimulieren. Das lässt sich wie folgt in Form einer Grafik zusammenfassen:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10565 " src="https://genetisches-maximum.de/wp-content/uploads/2018/05/Bildschirmfoto-2018-05-28-um-11.12.17.png" alt="" width="549" height="263" /></p>
<p>Ähnliches lässt sich andernorts lesen:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese Daten eindeutig darauf hinweisen, dass Cholesterin synergistisch mit Nahrungsfett und Fruktose wirkt und dadurch maßgeblich die Schwere der Stoffwechselstörung in einem Hamstermodell beeinflusst. Nahrungscholesterin scheint die Cholesterinester- und Fettanreicherung in der Leber zu induzieren, möglicherweise über die LXR-Aktivierung.</p>
<p>Ganz banal: eine hohe Cholesterin-Menge in der Nahrung wirkt so gesehen genauso (oder ähnlich) wie die so häufig verteufelte Fruktose. Fettspeicherung an – Fettverbrennung aus. Heißt also auch: Cholesterin kann dem Energiestoffwechsel ein Bein stellen und uns (auch deshalb) die Arterien kaputt machen. Autsch. So etwas lesen wir auf bestimmten Internetseiten, die eine Fleisch- und Cholesterin-reiche Kost empfehlen, nie, richtig? Cholesterin wurde freigesprochen, deshalb brauchen wir uns darüber keine Gedanken mehr zu machen.</p>
<p>Stimmt auch. Denn auf diesen Seiten wird ja meistens auch empfohlen, den Kohlenhydratanteil zu reduzieren und auf den Fettstoffwechsel zu setzen. Diese Menschen aktivieren dann Signalwege, die dem eben Beschriebenen entgegenwirken. Fett wird dann nicht gespeichert, sondern verbrannt.</p>
<p>Achsoooo. Jetzt wird&#8217;s uns langsam klar, nicht wahr? Denken wir mal kurz an die Tsimane, das Volk mit den gesündesten Arterien und wohl einem fitten Energiestoffwechsel: Die haben zwar einen hohen Kohlenhydratanteil in der Ernährung, leben aber quasi vegetarisch, mit einem relativ geringen Anteil an tierischen Produkten. Hier zeigt sich also ein reziprokes Verhältnis. Mal ein Beispiel:</p>
<ul>
<li>Menschen mit hohem Kohlenhydratanteil und guter Insulin-Sensitivität brauchen weniger Protein.</li>
<li>Je niedriger der Kohlenhydratanteil, umso mehr Protein wird umgesetzt (=&gt; Gluconeogenese) – deshalb essen Eskimos eben &gt; 200 g Protein am Tag.</li>
</ul>
<p>Auch ein reziprokes Verhältnis. Der Körper hält somit das Gleichgewicht über eine große Spanne an Makronährstoffverfügbarkeit.</p>
<p>In der Natur dürfte die natürliche Lebensmittel- bzw. Makronährstoffverfügbarkeit wohl häufig jene Schalter in uns drücken, die uns gesund und fit halten. Nur wir, die im Luxus leben, können das durcheinander bringen. So, wie das jeder Wissenschaftler beispielsweise mit seinen Ratten macht:</p>
<ul>
<li>Ratten bleiben prima gesund, wenn der Fettanteil niedrig bleibt und der Kohlenhydratanteil (= Stärke) hoch. Protein mäßig bis hoch.</li>
<li>Ratten werden wunderbar krank, wenn der Fett- und Cholesterin-Anteil steigt und der Kohlenhydratanteil nicht deutlich abfällt.</li>
</ul>
<p>Ich weiß schon: wir sind keine Ratten, aber es zeigt uns, wie Makronährstoffe im Körper verstoffwechselt werden und im Körper gewisse Schalter drücken, die uns entweder gesund halten oder – unter den &#8222;falschen Voraussetzungen&#8220; – richtig krank werden lassen.</p>
<p>Ganz banal ausgedrückt:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Wer Cholesterin und Fett isst, muss es auch verbrennen. </strong></p>
<p>Heißt übersetzt: Schalter anspringen lassen, die der Fettspeicherung entgegenstehen.</p>
<p>Glücklicherweise wird ein Mensch in freier Wildbahn mit all dem häufig keine Probleme haben. Denn die leben tendenziell im Kalorienunterschuss und sind häufig auf die Verbrennung von Fetten in der Leber (daraus resultierend: Ketogenese) angewiesen. Stichwort (intermittierendes) Fasten. Moderne Menschen können das emulieren oder beispielsweise die Empfehlungen von Valter Longo leben. Ein Langlebigkeitsforscher. Der meint: die gesündesten Menschen leben in den sogenannten &#8222;Blue Zones&#8220; und sie essen hauptsächlich Pflanzen. Empfehlung deshalb: vorrangig Veganismus + kleine Mengen Protein (tierischen Ursprungs).</p>
<p>So. Empfiehlt edubily eine fleischlastige Kost, so, dass jeder Vegetarier sich sofort angegriffen fühlen muss? Nein. Unser Punkt ist:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>der tierische Anteil in der Ernährung darf nicht soweit absinken, dass sich Engpässe bei (z. B.) der Protein-, Omega-3-, Eisen-, Taurin-, B12- oder Cholin-Versorgung ergeben. </strong></p>
<p>So tief konnte jeder Mensch (ohne Ergänzungsmittel) vor uns gehen, ohne dabei krank zu werden.</p>
<p>Ich denke, die Magie einer jeden Ernährungsform geht von der Leber aus. Ist die fit und gesund (= hat einen gesunden Energiestoffwechsel), geht es uns gut.</p>
<p>PS: Wie viel Fleisch kann ein Mensch pro Tag – über eine Lebzeit betrachtet – essen, ohne krank zu werden? Und in welchem Kontext? Das ist die andere Seite der Medaille. Und zu komplex.</p>
<p>PPS: Ich bin in vielen Belangen weitaus differenzierter als bisweilen angenommen.</p>
<p><strong>Referenz</strong></p>
<p>https://doi.org/10.1016/j.cmet.2005.03.001</p>
<p>doi: 10.1152/ajpendo.90764.2008.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vegan/ja-zum-vegetarismus-wenn-nahrungscholesterin-krank-macht/">Ja zum Vegetarismus? Wenn Nahrungscholesterin krank macht</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Warum dein Körper (k)ein Veganer ist!</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/vegan/warum-dein-koerper-kein-veganer-ist/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Phil Böhm]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Oct 2016 10:02:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vegan]]></category>
		<category><![CDATA[vegan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Gastartikel von Frank-Holger Acker  Veganismus ist, entgegen des Eindrucks, den man in den letzten Jahren über die Medien bekommen könnte, keinesfalls eine neuartige Erfindung hipper Geschäftsleute, die ihren Ursprung erst nach der Jahrtausendwende erfahren [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Gastartikel von Frank-Holger Acker </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Veganismus ist, entgegen des Eindrucks, den man in den letzten Jahren über die Medien bekommen könnte, keinesfalls eine neuartige Erfindung hipper Geschäftsleute, die ihren Ursprung erst nach der Jahrtausendwende erfahren hätte. Dennoch werden Personen, die einer veganen Ernährung nachgehen, immer noch (zurecht?) kritisch beäugt, während medial präsente Veganer unermüdlich den Kampf gegen den Konsum tierischer Produkte ausfechten.</p>
<p style="text-align: justify;">Vermutlich jeder Leser wird entweder bereits selbst einmal das vegane Experiment gewagt haben oder zumindest einen Bekannten, Arbeitskollegen oder Ex-Partner haben, der dem Konsum von Fleisch, Eiern und Milchprodukten abschwor und zum veganen Erbsenzähler wurde. Manche sind gescheitert, manche brachen vielleicht frustriert ab, als die erhofften Veränderungen nicht eintrafen, aber so manch Beginner-Veganer wird zum überzeugten &#8222;Pflanzenfresser&#8220;.</p>
<p style="text-align: justify;">Und das Bemerkenswerteste: Es funktioniert für diese Leute tatsächlich!</p>
<h2 style="text-align: justify;">Ist der menschliche Körper für Veganismus geschaffen?</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Diskussionen, ob der Mensch zum Veganismus geschaffen wäre, sind zum Teil hochemotional und nicht selten mischen sich Geschäftsinteressen, biologische Argumente und emotionale Polemik auf beiden Seiten des schon endlos lang ausgefochtenen Grabenkampfes.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Anspruch dieses Artikels ist es nicht, dem Ganzen ein Ende zu machen, aber zumindest einen analytischen Blick auf die ganze Diskussion zu werfen – von einem überzeugten Nicht-Veganer!</p>
<p style="text-align: justify;">Denn ein Punkt lässt sich nicht wegdiskutieren: Es gibt Menschen, die nach der dauerhaften Umstellung auf eine vegane Ernährung entweder spürbare gesundheitliche Verbesserungen erlangen, oder, wenn beispielsweise ethische Gründe als Motivation dienten, keine negativen Veränderungen wahrnehmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Kann das alles nur durch eine mögliche Placebowirkung erklärt werden? Schauen wir uns die einzelnen Punkte an, die Einfluss darauf haben, wie sich die Umstellung auf eine vegane Ernährung auswirkt.</p>
<h2 style="text-align: justify;"><strong>Der Blick auf den Teller: Du bist, was du isst?</strong></h2>
<p style="text-align: justify;">Bevor wir auf die einzelnen Aspekte des Körpers eingehen, ein naheliegender und genereller Punkt: Viele Menschen beginnen sich mit der Umstellung auf eine vegane Ernährung erstmals bewusst und reflektierend mit ihrer eigenen Ernährung auseinanderzusetzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer zuvor lediglich mikronährstoffarmen Mist in zu großen Mengen auf seinen Teller packte und im Zuge der Umstellung erstmals auf die Nährwertangaben seiner Lebensmittel blickt, oder überhaupt Lebensmittel ohne aufgedruckte Nährwerte kauft, wird ohne Frage vieles besser machen als zuvor.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieser Punkt ist naheliegend, offensichtlich und oftmals das Hauptargument von Nicht-Veganern, wenn es darum geht, dem veganen Ernährungsstil etwas Gutes zuzusprechen.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine kluge Planung ist dabei genauso wichtig, um möglichen Mängeln vorzubeugen, wie auch die Soja-Frage: Wer anfällig für im Soja enthaltene Phytoöstrogene ist und dieses als bevorzugte Eiweißquelle integriert, wird eher Probleme bekommen, als ein Veganer ohne entsprechende Sensibilität, oder jemand, der (große Mengen von) Soja vermeidet.</p>
<p style="text-align: justify;">Was die Proteinversorgung betrifft, sorgt der Aminosäurenpool mitsamt verschiedenen Umbau- und Recyclingmöglichkeiten des Körpers zu geringeren Problemen, als im Einzelfall oftmals befürchtet wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch von der konkreten Umsetzung der veganen Ernährung abgesehen, gibt es einige körperliche Individualitäten, die dazu führen können, dass eine Person mehr oder weniger gut mit einer veganen Ernährung klarkommt.</p>
<h2 style="text-align: justify;"><strong>SNPs: Mehrbedarf an bestimmten Vitaminen?</strong></h2>
<p style="text-align: justify;">Von optischen Offensichtlichkeiten abgesehen, sind wir Menschen keinesfalls genetisch so identisch, wie manch einer es vermuten könnte. Veränderungen eines einzelnen Nucleotids in Genen bezeichnet man als SNP (<em>single nucleotide polymorphismus</em>), von denen jeder Mensch knapp 50.000 besitzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Insgesamt sind 1 Million solcher SNPs bekannt, wobei natürlich nicht alle dieser SNPs spürbare Auswirkungen auf unseren Stoffwechsel haben. Hat das SNP jedoch Einfluss auf einen Bereich, indem ein bestimmtes Protein abgelesen wird, kann dies zu mehr oder weniger starken Funktionseinschränkungen führen.</p>
<p style="text-align: justify;">So gibt es beispielsweise SNPs, die zu einem Mehrbedarf an Vitamin C oder Folsäure führen. Vor allem letztere wird gemäß Nationaler Verzehrstudie in Deutschland deutlich zu wenig konsumiert, wobei die Aussagekraft der Ergebnisse durchaus kritisch betrachtet werden darf, wie ich an <a href="https://www.team-andro.com/vitamine-pillenform.html" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">anderer Stelle</a> bereits anmerkte.</p>
<p style="text-align: justify;">Werden diese beiden Mikronährstoffe (unbewusst) im Rahmen der Ernährungsumstellung vermehrt zugeführt, kann dies beim Betroffenen tatsächlich zu spürbaren Verbesserungen führen, wobei dies natürlich auch von den weiteren Punkten abhängig ist.</p>
<h2 style="text-align: justify;"><strong>Der Magen: So individuell wie ein Fingerabdruck?</strong></h2>
<p style="text-align: justify;">Seinem Sammelband <em>Biochemical Individuality</em> fügte Roger Williams einen Beitrag hinzu, der unter anderem die deutlich individuellen Magenformen des Menschen thematisierte und mittels einiger Beispiele grafisch veranschaulichte.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Magen ist der Bereich des Verdauungstrakts, indem mittels Pepsin-Enzymen Proteinstrukturen aufgebrochen werden (müssen), damit die Aminosäuren oder Peptide im weiteren Verlauf im Dünndarm aufgenommen werden können.</p>
<p style="text-align: justify;">Menschen, die aufgrund ihrer Magenform bzw. dem -volumen eine tendenziell kürzere Verweildauer darin aufweisen und / oder eine geringere Pepsin-Produktion besitzen, laufen Gefahr durch proteinreiche Mahlzeiten Verdauungsprobleme zu erfahren.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn die Ernährung nun auf vegan umgestellt wird, ist dies vor allem bei Nicht-Sportlern häufig mit einer tendenziell proteinärmeren Ernährung (im Vergleich zur Situation davor) verbunden, die dennoch ausreichend für die körperlichen Funktionen ist.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Der Dünndarm: Kurz oder lang?</h2>
<p style="text-align: justify;">Neben einer Analyse des Gebisses wird bei der Argumentation bezüglich einer optimalen Ernährung vor allem das Dickdarm-Dünndarm-Verhältnis verschiedener Lebewesen herangezogen.</p>
<p style="text-align: justify;">Während reine Carnivore, also Fleischfresser, wie Katzen ein Dünndarm-Dickdarm-Verhältnis von 3:1 aufweisen, liegt das Verhältnis bei reinen Pflanzenfressern wie Schafen bei 24:1. Der Mensch, mit einem Verhältnis verhältnismäßig langen Dünndarm, wäre demnach auf weniger verdauungsintensive Kost eingestellt und damit ein Allesfresser mit Tendenzen zum Fleischkonsum.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun ist dem zum einen sicherlich entgegenzuhalten, dass vegane Lebensmittel nicht zwangsläufig mit der üblichen Kost eines Schafes vergleichbar wären. Darüber hinaus ist die tatsächliche Länge des Dünndarms gemäß Literatur sehr unterschiedlich und kann in Einzelfällen von 3, in der Regel von 4,5 bis 6 Meter variieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Verglichen zu einem etwa durchschnittlich 1,5 Meter langen Dickdarm zeigt das, dass das Darmverhältnis im Einzelfall stärker in Richtung Carnivore gehen kann. Wer davon entsprechend betroffen ist, könnte stärkere Probleme mit der Umstellung auf eine vegane Ernährung haben, als Menschen mit einem längeren Dünndarm.</p>
<p style="text-align: justify;">Glutenunverträglichkeiten und allgemeine Darmgesundheit sind weitere Faktoren, die die Waagschalen auf der einen oder anderen Seite beschweren können.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Der Dickdarm: Wer sind deine Mitbewohner?</h2>
<p style="text-align: justify;">In unserem Dickdarm leben schätzungsweise über 100 Billionen Bakterien, was nicht nur eine unvorstellbar große Anzahl ist, sondern auch viel Platz für eine individuelle Zusammensetzung bietet.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass die Bakterien im Dickdarm <a href="https://genetisches-maximum.de/dextrin/reizdarm-darmbakterien/">Ballaststoffe</a> verdauen und daraus unter anderem kurzkettige Fettsäuren aber auch Vitamine entwickeln, die dem Körper zur Energiegewinnung zugeführt werden, wird den Lesern von edubily sicherlich bekannt sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf der für Veganismus positiven Seite steht die tendenziell vermehrte Zufuhr von Ballaststoffen, die bei entsprechender Bakterienkultur die genannte Produktion verbessern kann. Darüber hinaus wird Laktose vollständig vermieden. Diese muss im Dünndarm mithilfe des Enzyms Laktase gespalten werden, wobei die Produktionsleistungsfähigkeit hierfür individuell ist und ebenfalls durch SNPs beeinflusst wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Gerät zu viel Laktose in den Dickdarm, kann dies zu Unwohlsein oder sogar Durchfall führen. Wer hierfür also eine erhöhte Anfälligkeit hat, wird ebenfalls von einer veganen Ernährungsumstellung profitieren.</p>
<p style="text-align: justify;">In der Regel verdauen die Bakterien in erster Linie wasserlösliche Ballaststoffe, wohingegen unlösliche wie Zellulose kaum verdaut werden. Es sind jedoch beispielsweise afrikanische Stämme bekannt, deren Bakterienkulturen auch wasserunlösliche Ballaststoffe vermehrt verdauen können.</p>
<p style="text-align: justify;">Je nach individueller Bakterienzusammensetzung und Gestaltung der veganen Ernährung kann dies also Einfluss auf den letztendlichen Erfolg der Ernährungsumstellung haben.</p>
<h2 style="text-align: justify;"><strong>Ob dein Körper (k)ein Veganer ist &#8230;</strong></h2>
<p style="text-align: justify;">&#8230; oder zumindest die Umstellung auf eine vegane Ernährung gut vertragen würde, hängt also von einer Vielzahl an Faktoren ab, die eine allgemeingültige Vorhersage nicht möglich machen.</p>
<p style="text-align: justify;">Heißt das, Darstellungen, dass der Mensch ein Allesfresser mit Hang vom Fleischkonsum sei, wären nicht korrekt? Nein.</p>
<p style="text-align: justify;">Vielmehr sind die aufgeführten Punkte so zu verstehen, dass es eine Vielzahl an Einflüssen gibt, die im Einzelfall dazu führen können, dass die Umstellung (aus ethischen Gründen) auch dauerhaft erfolgreich sein kann – oder eben auch nicht.</p>
<hr />
<h2>Der Autor</h2>
<p>Der Autor dieses Artikels betreibt die letzten 18 Jahre diverse Sportarten und nahm erfolgreich unter anderem an Wettkämpfen im Kraftdreikampf, Bodybuilding und Strongman teil.</p>
<p>Auf seiner Homepage <a href="http://www.become-fit.de/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">www.become-fit.de</a> bietet er individuelle Trainings- und Ernährungsberatung und -betreuung an. Darüber hinaus veröffentlichte er 2016 sein Buch &#8222;Ernährung für (Kraft-)Sportler: Intermittent Fasting 2.0&#8220;, das evidenzbasiert aktuellste Sportliteratur zusammenfasst. Das Buch gibt es <a href="http://amzn.to/2e3GfD6" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">hier</a> bei amazon.</p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vegan/warum-dein-koerper-kein-veganer-ist/">Warum dein Körper (k)ein Veganer ist!</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Der Carnivor-Mensch: So wichtig ist Taurin</title>
		<link>https://genetisches-maximum.de/vegan/taurin-vegan/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Michalk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2016 17:51:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vegan]]></category>
		<category><![CDATA[AMPK]]></category>
		<category><![CDATA[vegan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Carnivor-Mensch. Nun, man kann vermutlich viel über Ernährung diskutieren. Über Lebensstile. Über Umweltbelastung. Über Ethik, Moral, Gewissen. Und so weiter. Worüber man sich allerdings nicht streitet, zumindest nicht in der Wissenschaft: Der Mensch ist [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der Carnivor-Mensch.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun, man kann vermutlich viel über Ernährung diskutieren. Über Lebensstile. Über Umweltbelastung. Über Ethik, Moral, Gewissen. Und so weiter.</p>
<p style="text-align: justify;">Worüber man sich allerdings nicht streitet, zumindest nicht in der Wissenschaft: Der Mensch ist als einziger Primat deshalb Mensch, weil er gelernt hat, Fleisch zu essen. Daran führt argumentativ kein Weg vorbei.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Frage ist viel mehr: Wie stark oder wie wenig sind wir tatsächlich auf die Fleisch-Zufuhr angewiesen?</p>
<p style="text-align: justify;">Ich glaube &#8230; Einige biochemische Schnittstellen verraten uns das eindringlich.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Der Mensch braucht die Taurin-Zufuhr</h2>
<p style="text-align: justify;">Der Pionier der Paleo-Diät, Loren Cordain, hat uns aufgezeigt, wie schlecht wir darin sind, Taurin selbst zu synthetisieren. Ich habe aufgezeigt, was das konkret bedeutet. Damals habe ich u. a. hingeschrieben: <strong><a href="https://genetisches-maximum.de/paleo/paleo-low-carb-vegan-das-beste-ernaehrungskonzept/">Mitochondriale Dysfunktion</a></strong>. Auch <a href="http://www.strunz.com/de/news/die-wichtigste-aminosaeure.html" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Dr. Strunz</a> hat dies aufgefasst. Tatsächlich finden wir in Studien den Hinweis, dass Veganer viel niedrigere Taurin-Werte im Blut und im Urin aufweisen.<span id='easy-footnote-1-6499' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href='https://genetisches-maximum.de/vegan/taurin-vegan/#easy-footnote-bottom-1-6499' title='Laidlaw SA, et al. (1988): „Plasma and urine taurine levels in vegans. &amp;#8211; PubMed &amp;#8211; NCBI“.&lt;i&gt;Ncbi.nlm.nih.gov&lt;/i&gt;. Abgerufen am 29. 03. 2016 von http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3354491.'><sup>1</sup></a></span> <span id='easy-footnote-2-6499' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href='https://genetisches-maximum.de/vegan/taurin-vegan/#easy-footnote-bottom-2-6499' title='Rana, Surinder K.; Sanders, T. A. B. (1986): „Taurine concentrations in the diet, plasma, urine and breast milk of vegans compared with omnivores“. In: &lt;i&gt;BJN&lt;/i&gt;. 56 (01), S. 17, DOI: 10.1079/bjn19860082.'><sup>2</sup></a></span> Letzteres ist vermutlich eine Schutzfunktion des Körpers, um Taurin zu sparen. Wohlgemerkt: Hier wurden Veganer mit durchschnittlichen Omnivoren verglichen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Gibt es Populations-spezifische Unterschiede?</h2>
<p style="text-align: justify;">Taurin ist einer der wenigen Stoffe, die ich, niedrig dosiert, fast täglich zu mir nehme. Einer der wenigen Stoffe, die mir aus persönlichen Gründen sehr ans Herz gewachsen sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich stelle ich mir viele Fragen. Wenn mein Freund aus Ruanda hier ist, der erzählt, dass sie fast ausschließlich von Pflanzen leben &#8230; na ja, ich denke mir meinen Teil. Gibt es da vielleicht Populations-spezifische Unterschiede? Eine Sache weiß ich: Er ist klein, zierlich, hat kaum Muskeln. Jedenfalls so, wie wir uns Kenianer vorstellen. Kenia liegt neben Ruanda.</p>
<p style="text-align: justify;">Neuerdings haben wir gelernt, welch massiven Einfluss die Epigenetik tatsächlich hat. Wenn die Epigenetik also derart stark wirken kann, brauchen wir uns eigentlich nicht zu fragen, wie gravierend die Unterschiede zwischen genetisch getrennten Populationen sein können, vor allem, wenn über Jahrtausende hinweg kein oder kaum Genfluss stattgefunden hat. Zur Erinnerung: Jeder heute lebende Europäer hat Neanderthaler-Gene in sich. Bei Asiaten sind es halt Denisova-Gene. Und so weiter.</p>
<p style="text-align: justify;">Mein kleiner, zierlicher, muskelarmer Freund also könnte gewisse Engpässe, die durch ausschließlichen Pflanzenkonsum zustande kommen, besser kompensieren als ich. Die Statur von ihm könnte gerade eine Anpassung an die pflanzliche Kost darstellen. Aber das ist reine Spekulation, ungeachtet jeglicher Statistiken. Was man allerdings weiß: Die Qualität der Ernährung steuert maßgeblich die körperliche Entwicklung des Menschen, auch über Generationen hinweg.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Veganer haben Probleme</h2>
<p style="text-align: justify;">Veganer, die nicht mit viel Aufwand Bohnen aus Timbuktu und Soja aus Asien importieren, werden bereits Schwierigkeiten mit der Eiweißzufuhr bekommen. Wohl gemerkt: Ich denke hier an mich und an die vielen schweren, womöglich trainierenden Europäer. Klar ist, dass ich hier schreibe, weil ich selbst schon vegan gelebt habe und weiß, wie wenig kompatibel das mit dem tatsächlichen Leben hier ist. Oder leben die Veganer, die du kennst, im Winter nur von Kohlgemüse und Kartoffeln? Eher nicht. Eher: Mango-Kokos-Smoothie zum Frühstück.</p>
<h2>Taurin-Mangel schmälert Ausdauerleistung (= mitochondriale Funktion) dramatisch</h2>
<p style="text-align: justify;">Mitochondriale Dysfunktion wegen Taurin-Mangel also.</p>
<p style="text-align: justify;">Hier gibt es ganz elegante Studien, die das schön darlegen.</p>
<p style="text-align: justify;">Sorgt man dafür, dass Muskelzellen kein oder sehr viel weniger Taurin einlagern, fällt die AMPK-Expression deutlich. AMPK reguliert allerdings die Gene des Fettstoffwechsels. Ein regulierter Hauptschalter ist PPARalpha. PPARalpha reguliert weitere Gene, zum Beispiel CPT1alpha, das Fettsäuren über die mitochondriale Membran transportiert <span id='easy-footnote-3-6499' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href='https://genetisches-maximum.de/vegan/taurin-vegan/#easy-footnote-bottom-3-6499' title='Ito, Takashi; Yoshikawa, Natsumi; Schaffer, Stephen W. u. a. (2014): „Tissue Taurine Depletion Alters Metabolic Response to Exercise and Reduces Running Capacity in Mice“. In: &lt;i&gt;Journal of Amino Acids&lt;/i&gt;. 2014 , S. 1-10, DOI: 10.1155/2014/964680.'><sup>3</sup></a></span>.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist für mich der Beginn einer mitochondrialen Dysfunktion. Was muss darunter zuerst leiden? Genau, zum Beispiel die Ausdauerleistung.</p>
<p style="text-align: justify;">Resultat ist dann: <strong>Die Tierchen mit normalen zellulären Taurin-Werten rennen drei Mal (!) so weit und deutlich schneller.</strong></p>
<h2 style="text-align: justify;">Mit mehr Fleisch/Fisch zu mehr Energie</h2>
<p style="text-align: justify;">Wer sich also vier Wochen vegane Ernährung gönnt und sich dann wundert, warum er &#8211; nach &#8222;Fleisch- oder Fisch-Refeed&#8220; &#8211; plötzlich wieder energetisch und wach daher kommt &#8230; nun ja, der hat hier wenigstens einen Erklärungsversuch. Natürlich kann das viele weitere Ursachen haben. Zum Beispiel <a href="https://genetisches-maximum.de/kreatin/mitochondrien-booster-kreatin/">Kreatin</a> oder <a href="https://genetisches-maximum.de/l-carnitin/carnitin-reguliert-deinen-stoffwechsel/">Carnitin</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Zusätzlich: Es gibt Veganer, die behaupten, Methionin und Cystein seien das größte Übel überhaupt &#8211; unbewusst nehmen sie ihrem Körper so die Möglichkeit, das fehlende Taurin zu synthetisieren. Natürlich neben der Tatsache, dass sie kein Taurin über die Nahrung zu sich nehmen.</p>
<p style="text-align: justify;">PS: Wer wirklich ansprechende Taurin-Werte haben möchte, der sollte zu Meeresfrüchten greifen.</p>
<p><strong>Quellen </strong></p><p>The post <a href="https://genetisches-maximum.de/vegan/taurin-vegan/">Der Carnivor-Mensch: So wichtig ist Taurin</a> first appeared on <a href="https://genetisches-maximum.de">Biochemie für dein genetisches Maximum</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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