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Warum ich Veganer bashe

Gleich vorweg: Die Überschrift war reiner Clickbait.

Denn ich hasse Mobbing oder ähnliche Verhaltensweisen – das heißt das systematische, argumentationsunabhängige Herabsetzen anderer –, die man heutzutage nun mal unter Bashing zusammenfasst.

Nichtsdestrotztrotz scheinen manche Beiträge von uns auf den einen oder anderen Veganer so zu wirken, als ob wir sie bewusst herabsetzen wollen. Das ist natürlich schon alleine deshalb nicht richtig, weil wir auch viele Beiträge haben, die das Gegenteil kritiseren, nämlich die Nur-Fleischesser, „Karnivoren“ bzw. Carnitarier heutzutage genannt.

Bringt mich auch schon zum Punkt. Ich hasse Ideologie, ideologische Verblendungen, und ja, ich hasse auch die Dummheit des Menschen. Das ist aber ein immanentes Problem der Menschen und mehr oder weniger unabhängig von gewissen Strömungen. Der Mensch macht nur immer die gleichen Fehler und merkt auch heute nicht, wenn er z. B. vom einen ins andere Extrem abdriftet.

Ich mag auch Bevormundung durch andere nicht. Ich muss mich nicht von irgendeinem 20-jährigen erziehen lassen, nur weil er in seiner jugendlichen Hybris und unter dem Dunning-Kruger-Effekt leidend jetzt vollumfänglich davon überzeugt ist, den Weltretter spielen zu müssen. Schlimmer finde ich es aber, wenn das nicht 20-jährige machen, sondern z. B. eine Renate Künast.

Drum gibt es Widerstand von mir. In Form von Sachbeiträgen, manchmal angespitzt, ja, aber im Grunde geht es nur um eine Gegendarstellung, die wissenschaftlich fundiert ist und eben leider nicht immer der Meinung des Mainstreams entspricht. Und das, das wissen wir aus Erfahrung, triggert manche Personen und -gruppen. Nicht schlimm.

Fleisch formte den Menschen

Beispiel Fleisch. Es ist nun mal die Wahrheit, dass Fleisch uns Menschen seit drei Millionen Jahren etwas gibt, das uns die Menschwerdung überhaupt erst ermöglichte. Denn in den letzten drei Millionen Jahren hat sich, zusammen mit der drastisch veränderten Kost – nämlich mehr tierische Produkte in der Nahrung des Menschen – u. a. die Schädelkapazität und damit das Hirnvolumen … verdreifacht!

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Die Abbildung kommt aus unserem Buch, angemerkt habe ich bildlich noch den Beginn des per Evidenz dokumentierten Fleischkonsums unserer Vorfahren. Es ist gesichert, dass schon Australopithecus afarensis vor über drei Millionen Jahren ein Aasfresser war und Knochen ausgeschabt hat (Knochenmark). Seit dem zeigt sich für jede Art der Gattung Homo eindeutig ein bisweilen enormer Fleischkonsum (Q).

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Natürlich wird nicht Fleisch alleine die massive Zunahme der Schädelkapazität so drastisch beschleunigt haben, aber es war eine wichtige Triebfeder. Denn Fleisch ist nicht nur Protein. Fleisch ist Schlüsselmikronährstoffe, einfach verfügbare, hochwertige Energie, ist Baumaterial und -stoff, ist Kleidung und vieles mehr.

Darüber hinaus hat sicher auch eine Rolle gespielt, dass Menschen quasi durchweg an Flüssen und Meeren gelebt haben und als Jäger, bzw. Fischer, Zugang zu hoch ungesättigten, langkettigen Omega-3-Fettsäuren, DHA und EPA, hatten, die selbst eine maßgebliche Rolle im Hirn spielen und vielleicht sogar konkrete Voraussetzung waren für dieses massive Hirnwachstum (Q).

Jedenfalls gibt es eine Reihe morphologischer Anpassungen in Menschen, die zeigen, dass wir – im Gegensatz zu quasi allen anderen Primaten – von Haus aus Fleischesser sind. Folgende Merkmale unterscheiden sich dabei massiv, eine Auswahl:

  • Wir haben einen sehr niedrigen Magen-pH <2, was dem von Karnivoren entspricht.
  • Wir sind im Vergleich zu vielen anderen Primaten ziemlich fett – keine Krankheit, sondern genetische Adaptation, um längere Strecken zurückzulegen und … zu jagen.
  • Der Mensch hat mit tierischer Kost eine extrem hochwertige Energie- und Nährstoffquelle entdeckt – im Vergleich zu anderen Primaten, die fast den ganzen Tag damit beschäftigt sind, massenweise minderwertige Pflanzenkost zu essen (Gorilla: 20 kg Grünzeug am Tag), hat der Mensch eine viel niedrigere Mahlzeitenfrequenz.
  • Diese Anpassungen sieht man u. a. im Darm – der Dünndarm des Menschen ist wesentlich länger als bei allen anderen Primaten, dafür ist der Dickdarm – der Ort, wo Pflanzen verdaut werden – stark atrophiert im Vergleich (s. Abb.).
  • Gen-Studien zeigen, dass Menschen im Vergleich zu Schimpansen einen wesentlich aktiveren Fettstoffwechsel haben.
  • Vermutlich exisitert der aufrechte Gang nur, weil Menschen als Jäger Persistence hunting praktiziert haben.
  • Im Laufe der Evolution sind unsere Zähne stark geschrumpft, viel graziler geworden, weil wir keine harte, faserige Pflanzenkost mehr zuführen mussten.
  • Wir sind als Spezies sehr anfällig gegenüber Insulinresistenz – ein Merkmal, das darauf hindeutet, dass die Ernährung oft kohlenhydratarm war, was umgekehrt bedeutet, dass sie fett- und proteinreicher war.
  • Auch das frühe Abstillen von Menschen im Vergleich zu anderen Primaten – sie stillen teilweise 5-7 Jahre lang –, „hebt die Entstehung des Fleischfressens als einen Prozess hervor, der die menschliche Evolution grundlegend bestimmt.“

(Vgl. Ben-Dor et al. 2021)

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Aus einem berühmten Paper von Milton (1999): Im Vergleich zu sämtlichen anderen Primaten hat der Mensch einen extrem viel längeren Dünndarm (erheblich mehr Volumen), aber einen deutlich kürzeren Dickdarm. Dies steht im Einklang mit der Hypothese, dass der Mensch im Zuge seiner Evolution vermehrt auf hochwertige tierische Nahrung zurückgegriffen hat. 

Die Zunahme der tierischen Produkte in der Ernährung der Homininen stellt eine wichtige Veränderung in der menschlichen Evolution dar und wird mit der ersten Zunahme der Gehirngröße kurz nach 3 Ma in Verbindung gebracht, wie sie bei Homo habilis beobachtet wurde. (…)

Mit der Zunahme des Fleischkonsums, der leichter verdaulich war als pflanzliche Nahrung, nahm die Größe und Länge des (Dick-)Darms ab. Da der Stoffwechselbedarf des Darms zurückging, konnte die überschüssige Energie in eine Vergrößerung des Gehirns umgewandelt werden, die beim Homo habilis etwa 30-40 % betrug.

(Vgl. Q)

Der Mensch braucht „Fleischstoffe“

An der Stelle der Argumentation wird dann meistens die „Evolutionstheorie“ negiert (Richard Dawkins: „Evolution is a fact.“) – oder z. B. davon gesprochen, dass sich der Mensch ja weiterentwickeln könne oder man in der Moderne ja kein Fleisch essen müsse, wenn es andere, gleichwertige pflanzliche Nährstoffquellen gibt.

Ich persönlich finde, dass es nicht nur wissenschaftsleugnend ist, sondern auch irgendwie … unterkomplex, anzunehmen, dass drei Millionen Jahre Entwicklung – sofern man der Wissenschaft eher traut als der Bibel ;-) – keine Anpassungen, sprich biochemische Spuren in uns hinterlassen haben, die uns heute, aber auch in Zukunft noch prägen. Jemand, der das nicht versteht, hat entweder gar kein Gefühl für die Zeit – drei Millionen Jahre… – oder für Biologie und ihre Funktionsweise.

Das beste Beispiel dafür sind die Meat-based bioactive compounds, also wichtige Mikronährstoffe, die nur im Fleisch vorkommen, z. B. Taurin, Kreatin, Carnitin, Anserin, Carnosin, Q10, Liponsäure, Hämeisen. Vor allem Taurin, Kreatin, Carnitin und Carnosin sind sehr interessant, da Studien durch die Bank zeigen, dass die Menge dieser Stoffe, die man im Körper misst, direkt davon abhängt, wie viel man über die Nahrung zuführt. Quasi alle der hier genannten Stoffe, haben wir im Blog schon breit besprochen (Suche benutzen!).

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Stoffe, die explizit im Fleisch vorkommen, haben eine große Bandbreite an positiven Effekten auf den Körper, zusammengefasst hier von Guoyao Wu. 

Die Taurinsynthese im Menschen ist niedrig, quasi auf dem Level von Katzen, also Karnivoren (Q), was ein sehr schönes Beispiel dafür ist, dass der Mensch an tierische Kost angepasst ist (Q). 

Wie bei Katzen könnte die Notwendigkeit, Taurin endogen zu synthetisieren, beim Menschen evolutionär zurückgegangen sein, weil exogene Nahrungsquellen für vorgeformtes Taurin (die nur in tierischen Lebensmitteln vorkommen) den Selektionsdruck, der früher die Notwendigkeit der Synthese dieser bedingt essenziellen Aminosulfonsäure erforderte, abgeschwächt haben.

Daher sollte jede Säuglingsnahrung (Pre usw.) Taurin enthalten, da ansonsten wahrscheinlich die Taurinspeicher des Kindes verarmen, mit gravierenden Folgen. Katzen jedenfalls entwickeln gravierende Taurinmangel mit Kardiomyopathie, wenn sie kein Fleisch, sprich kein Taurin bekommen. Und auch Veganer zeigen leider, leider erniedrigte Taurinwerte, denn im Essen von ihnen ist es ja nicht drin (Q, Q). Dies gilt auch für Kinder, die vegan ernärt werden. Hier findet man erniedrigte Taurinkonjugate der Gallensalze (Q).

Beim Menschen ist die Fähigkeit zur Biosynthese von Taurin aufgrund der sehr geringen Aktivität und Anpassung der beiden Schlüsselenzyme der Taurin-Biosynthese, der Cystein-Dioxygenase und der Cysteinsulfinat-Decarboxylase, gering. Bei Erwachsenen wird Taurin durch die ausreichende Aufnahme von Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs und durch die Fähigkeit zur Biosynthese aufrechterhalten. Eine Taurinverarmung, die sich in der Regel in niedrigen Blut- und Urinspiegeln manifestiert, tritt jedoch bei (…) strenger veganer Ernährung (…) auf.

Immunzellen töten Pathogene mit N-Chlortaurin 

Mit Blick auf Taurin gibt es enorm spannende Erkenntnisse aus der Immunologie. Denn natürlich will ich verstehen, warum manche Menschen z. B. infektanfälliger sind als andere. Ich will verstehen, wieso so viele Menschen heutzutage solche Jammerlappen sind. Und da ich nicht daran glaube, dass ein Mensch als Jammerlappen geboren wird, frage ich mich natürlich, was die essen und was das Essen im Körper bewirkt.

Es gibt einen Forscher namens Markus Nagl, seines Zeichens Wissenschaftler am Institut für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie, Uni Innsbruck. Seinem Institut gelang es vor einigen Jahrzehnten, N-Chlortaurin zu synthetisieren, sprich herzustellen. N-Chlortaurin ist ein natürliches Antiseptikum, das von bestimmten Immunzellen aus hypochloriger Säure und Taurin gebildet wird, wenn Erreger in den Körper gelangen:

Ein Molekül, das die Kriterien eines breiten antimikrobiellen Spektrums (viruzid, bakterizid, fungizid, protozoizid) und einer entzündungshemmenden Wirkung sowie einer guten Verträglichkeit bei Inhalation erfüllt, ist N-Chlortaurin.

Es ist seit den 1970er Jahren als Produkt aktivierter menschlicher Granulozyten und Monozyten bekannt und gehört zu den langlebigen Oxidantien und Chloraminen, die von der Myeloperoxidase über hypochlorige Säure zur Bekämpfung eindringender Krankheitserreger gebildet werden.

Granulozyten und Monozyten also, Immunzellen („weiße Blutzellen“), die N-Chlortaurin bilden, um Pathogene abzutöten. Und dieses N-Chlortaurin hat es in sich:

  • Es hat typische mikrobizide Breitspektrum-Aktivität ohne Resistenzentwicklung gegen grampositive und gramnegative Bakterien, einschließlich multiresistenter Stämme, Hefen und Schimmelpilze, Protozoen und Wurmlarven
  • Ein breites Wirkungsspektrum wurde gegen Adenoviren, Herpesviren 1 und 2 und das humane Immundefizienzvirus (HIV) nachgewiesen.
  • Es wurde in vivo gegen Adeno- und Herpesviren bei epidemischer Keratokonjunktivitis bis hin zu einer Phase-II-Studie sowie bei Herpes zoster in einem Fallbericht gezeigt.
  • Eine Aktivität gegen Coxsackievirus A24 und Enterovirus 70 wurde mit dem NCT-Derivat N,N-Dichlor-Dimethyltaurin in vitro nachgewiesen.

Sensationell, meint dieser Forscher Markus Nagl. Drum hat der zusammen mit einigen Forschern des RKI – ja doch, die sind gar nicht so schlecht – daran geforscht und, erst mal in vitro, rausgefunden:

N-Chlortaurin ist hochaktiv gegen Atemwegsviren einschließlich SARS-CoV-2.

(Vgl. Q)

Punkt. Finde ich eine gute Beweisführung bis dahin. Ob es jedoch jetzt konkret im Menschen hilft, also wenn man es verabreicht (z. B. durch Inhalation), das steht zunächst auf einem anderen Blatt. Fakt ist, dass N-Chlortaurin von Immunzellen gebildet wird und in diesem Versuch offenbar auch sehr zuverlässig Coronaviren killt.

Und jetzt kommt etwas, was viele Menschen nicht verstehen. Forscher forschen nicht (nur), weil sie der Menschheit irgendwie was Gutes tun wollen, sondern auch, weil sie selbst für die Materie brennen. Und genau deshalb hat dieser begeisterte Markus Nagl …

  • sich selbst mit einer N-Chlortaurin-Inhalation bei seiner Corona-Infektion behandelt („War nach drei Tagen wieder alles gut“)
  • und eine sehr erfolgreiche Versuchsreihe an an Covid erkrankten Patienten durchgeführt.

Davon gibt’s sogar ein Video bei Youtube. Das lässt sich hier anschauen. Vorgestellt wird N-Chlortaurin hier als „Substanz, die wahrscheinlich stärker als bisher eingesetzten Stoffe gegen Infektionen im Nasen-Rachenraum wirkt“. Spricht für sich.

Taurinmangel: Infekte verlaufen schwer

Doch wie relevant kann sowas in einem Organismus sein, also in vivo?

Natürlich interessiert sich die Forschung dafür beim Menschen nicht wirklich. Erstens wäre sowas wie Taurin oder N-Chlortaurin generell nicht patentierbar – höchstens die Herstellung –, bringt also kein Geld. Zweitens interessiert sich offenbar noch niemand dafür, was im Menschen unter taurinarmer Ernährung mit dem Immunsystem passiert. Denn niedrige Werte kriegen ohnehin nur jene, die eben kein Fleisch und Fisch essen, was jahrzehntelang nur ein kleiner Teil der Menschen war. 

Doch es gibt Erkenntnisse aus der Tierforschung. Man hat Mäuse einfach so gezüchtet, dass sie nur die Hälfte an Taurin im Körper haben – zum Vergleich: Veganer, die ihre Ernährung noch mit Fisch ergänzen, haben bereits um 30 % verringerte Taurinspiegel im Körper (Q). Und dann hat man die armen Tiere mit Malaria infiziert, um zu beobachten, was passiert. Mit dem Resultat:

Hier zeigen wir, dass Taurinmangel-Mäuse ihre Fähigkeit zur Selbstheilung von Infektionen mit Plasmodium chabaudi Malaria im Blutstadium verloren haben. Alle Taurinmangel-Mäuse erliegen der Infektion, während etwa 90 % der Kontrollmäuse überleben.

Finde ich beeindruckend. Man nimmt also nur einen einzigen Stoff aus dem System dieser Mäuse und schon kollabiert die Infektabwehr gegenüber Malaria so stark, dass keine Maus überlebt, obwohl die Überlebenschance normalerweise 90 % betragen würde. Warum genau der Taurinmangel sich so negativ aufwirkt, das wissen die Forscher nicht – N–Chlortaurin könnte hier eine Rolle spielen.

Die Forscher merken an:

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der tödliche Ausgang von P. chabaudi-Infektionen in ursächlichem Zusammenhang mit dem Taurinmangel steht. Der Taurinmangel an sich ist jedoch nicht tödlich; vielmehr wird er erst dann tödlich, wenn die Mäuse auf eine P. chabaudi-Infektion reagieren müssen.

Genau. Darum geht es. Auch, wenn Menschen in Deutschland mit einem subklinischen Selenmangel – oder Eisen, Magnesium, oder Kreatin, Carnitin… – durch die Gegend laufen. Interessiert so im Alltag niemanden, aber wenn’s drauf ankommt, fehlt’s halt. Und auch hinten raus, so wenn man älter wird, fehlt es zunehmend.

Und genau das scheinen viele, insbesondere Leute, die ja ganz bewusst niedrige Taurinspiegel provozieren – also Veganer –, nicht zu verstehen. Das ist doch keine Raketenwissenschaft, sondern wirklich ganz banale Ernährungswissenschaft. Fehlt Taurin, wird die Infektabwehr wahrscheinlich deutlich schlechter. 

Jeder soll leben, wie er will, aber…

Mir persönlich ist das ja egal. Ich denke, jeder sollte leben, wie er leben möchte. Ich kann mir jedoch aus der Perspektive und mit dem Wissen nicht vorschreiben lassen, weniger Fleisch zu essen. Welcher klar Denkende möchte denn kein Fleisch essen, wenn er genau weiß, was ihm dabei entgeht? Man lebt doch wirklich nur einmal. Und genau das wussten unsere Vorfahren instinktiv. So, wie jedes andere Tier, das spürt, was ihm guttut, was ihn robuster macht.

Drum: Natürlich werde ich weiterhin auf die Barrikaden gehen, wenn ich merke, dass es in Deutschland eine solche erzieherische Agenda gibt, die nicht auf Wissenschaft und wichtigen Erkenntnissen basiert, sondern rein ideologiegetrieben ist. Jedenfalls lässt sich konstatieren – und nur darum geht es in diesem Blog, wir sind schließlich keine Ernährungsethiker – dass Veganismus aus gesundheitlicher Sicht kein Fortschritt ist, im Gegenteil.

Es ist eine nicht-artgerechte Ernährung für Menschen. 

Wer den Weltretter spielen möchte und daran glaubt, dass er dies durch den Fleischverzicht erreichen kann, der soll natürlich verzichten. Ideal wäre, er würde sich dann wenigstens um eine Taurin-Ergänzung, als Beispiel, kümmern. Denn, die Welt retten zu wollen, ist das eine. Ein gesunder Mensch mit klarem Verstand und ein gutes Glied eines Systems zu sein, das eine Gesellschaft nun mal ist, das andere.

Und das ist kein Bashing, sondern schlicht die Wahrheit, die einigen Menschen vielleicht nicht gefällt. 

 

Der Text ist von mir, Chris Michalk. Fast zwei Jahrzehnte war ich dem Leistungssport treu und studierte als Folge Biologie und drei Jahre Sport. Leistungsphysiologie war mein Hauptinteresse, das mich vor circa 15 Jahren dazu gebracht hat, Studien zu lesen. In Folge einer Stoffwechselerkrankung gründete ich den Blog edubily und verfasste zusammen mit meinem Kollegen Phil Böhm mehrere Bücher (u. a. "Gesundheit optimieren, Leistungsfähigkeit steigern"). Ich machte meinen Abschluss in zellulärer Biochemie (BSc, 1,0) – und neben meinem hier ausgelebten Interesse für "Angewandte Biochemie", bin ich zusammen mit Phil Böhm Geschäftsführer der edubily GmbH.

4 comments On Warum ich Veganer bashe

  • Man kann sich sehr wohl mit einer vegetarischen Ernährung gesund, gut und ausgewogen ernähren.
    Ja, es ist etwas schwieriger, die entsprechenden pflanzlichen Aminosäuren und die Mikronährstoffe richtig zu kombinieren aber es geht najtürlich.
    Selbst viele Sportler (auch Kraftsportler) ernähren sich inzwischen vegetarisch und bringen trotzdem hervorragende Leistungen.

    Außerdem ist das Prinzip der Mäßigung immer noch ein sehr wichtiges. Gerade die langlebigsten Völker (Okinawa) ernähren sich mit wenig Fleisch (natürlich nicht Null). Der Fleischkonsum geht in Deutschland zum Glück seit Jahren zurück und das ist auch gut so. Das billige Massenfleisch und die damit einhergehende Tierquälerei und Zerstörung der Umwelt kann man außerdem nicht ignorieren.

    • Die meisten Sportler und Kraftsportler ernähren sich weder vegetarisch noch vegan, und wenn sie letzteres getan haben, kehren sie oft zurück zu einer gemischten Ernährung. Und das sportliche Fundament wurde oft mit gemischter Ernährung gelegt.

      Wenn du auf die Blue Zones anspielst, empfehle ich z. B. diese Reportage hier, an der bereits eingestellten Stelle: https://youtu.be/hI2To-KeGBE?t=2363
      Zitat: „We haven’t any vegans here, the vegans are only the sheep, goats and the donkeys.“
      Btw. Leute, die langlebig werden und vor allem in diesen Zonen vorkommen, leben nicht so lange, wegen des Fleischanteils, sondern weil die Ernährung weitestgehend unverarbeitet ist, das ganze soziale Umfeld inkl. Work ethic völlig anders ist als bei uns und es eine dort gehäufte, zentrale genetische Komponente gibt (z. B. FOXO3a). Aber diese Diskussionen wurden schon ganz oft durch seziert.

      Es ist völlig richtig, dass es kein Massenkonsum sein muss, davon handelt der Beitrrag auch nicht. Umgekehrt sollte jedoch kein Schuh draus werden: Der Mensch braucht eine bestimmte Menge (qualitativ hochwertiges) Fleisch oder tierische Produkte in der Nahrung, um gesund zu sein. Davon handelt der Beitrag.

  • Super Beitrag !!
    Gibt es NCT als Inhalation schon irgendwie zu erwerben??

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