Seltsame Zeiten: In den vergangenen Monaten habe ich zwei Nachrufe geschrieben – für Dr. McDougall und für Prof. Dr. Art de Vany.
Darüber hinaus sind auch Ray Peat und Mark F. McCarty in den vergangenen Monaten und Jahren gestorben.
Allesamt ältere Personen, die meinen Themenbereich stark geprägt haben.
Eine der für mich prägendsten Personen überhaupt ist am 7.6.26 verstorben:
Dr. Ulrich Strunz
2007 und 2009
Das möchte ich zum Anlass nehmen, einmal ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern.
Nach dem Abitur 2009 ging es mir gesundheitlich nicht gut. Ich war Leistungssportler, fühlte mich ausgebrannt und alt. Mein Körper spielte auf verschiedenen Ebenen verrückt. Ich quälte mich durch neun Monate Zivildienst.
Zuhause stapelten sich Bücher aus allen möglichen Themenfeldern. Ich war besessen davon, Gesundheit zu verstehen und den einen geheimen Weg zur Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit zu finden.
Gut zwei Jahre davor – wie das häufig so ist – griff ich blind in das Bücherregal einer Bekannten. In die Hände fiel mir Forever young – Das Erfolgsprogramm von einem Herrn Dr. Strunz. Der erste Kontakt.
Aus Zufall sollte ich 2009 dann durch eine Google-Suche wieder auf diesen Mann stoßen: Ich entdeckte seine News. Ab dann meine Bibel, die ich täglich studierte. Die News halfen mir, mich aus dem Loch zu holen.
Die Radikalisierung
Als ich mit 20 mein Sportstudium begonnen habe, waren die News Spezialwissen. Wenn ich mit meinem gekochten Lammfilet in die Mensa einlief, wurde ich komisch beäugt. Es waren andere Zeiten damals.
Ich wurde selbst zum Priester – die einen bewunderten es. Für andere war ich ein entgleister Extremiker. Sicher war ich letzteres. Aber körperlich war ich zu dieser Zeit ziemlich fit.
In meinem Rausch erfolgte der erste Kontakt zum werten Herrn Doktor. Die Mail sollte daraufhin auszugsweise in den News („Dumm gelaufen“) landen. Morgens um 7 Uhr beim Quarklöffeln mit dem Kumpel gelesen – an dem Tag waren wir Helden.
Ich musste jedoch zunehmend feststellen, dass mich mein Lebensstil nicht nur sozial isolierte. Die extreme Kohlenhydratrestriktion zusammen mit dem extensiven Sport machte mich krank. Mit jedem Jahr mehr.
5 % Körperfett über viele Jahre war mir nicht genug. Ich erfand immer neue Möglichkeiten, mich noch extremer reinzusteigern. Auch getrieben durch die News, leider.
Bei Dr. Strunz
Als der körperliche Zusammenbruch kam, wollte ich in meiner Not Hilfe. Von Dr. Strunz. Mit meiner damaligen Partnerin saß ich ein paar Tage später in seiner Praxis, die ein bisschen in den 90er-Jahren hängen geblieben war – mit sympathischen Petras an der Info.
Im Zimmer ganz hinten klopfte es einmal auf den Tisch, und es ertönte ein lautes Offizier-„Ja!“ den Flur entlang. Es war Zeit, vorstellig zu werden. Und da stand er plötzlich vor mir, mein Anker der letzten Jahre.
Vom Gespräch war ich enttäuscht. Es war keine Hilfe. Und ohne ins Detail zu gehen, endete es damit, dass wir uns auf dem Flur anblökten. Er war unverschämt, ich war frech – und die anwesenden Damen guckten entgeistert.
Das war für mich noch der symapathischste Teil der Reise im Jahr 2013. Auf der Rückfahrt beschloss ich, eine Stimme zu werden und den Leuten auch zu erklären, warum eine so radikale Ernährungsform schädlich sein kann.
2014 startete ich den Blog edubily.
Ohne Strunz vielleicht kein edubily
Im gleichen Jahr veröffentlichten wir unser erstes Buch, „Das Handbuch zu Ihrem Körper“. Ab 2015 hat Dr. Strunz mehrere News darüber und zu meinem Tun geschrieben. Ohne Absprache, einfach so.
Ohne Zweifel hat das dazu geführt, dass wir sehr schnell eine größere Reichweite bekommen haben. Er war vielleicht der Grund, warum es edubily in der Form heute gibt.
Ich habe mich oft gefragt, warum er das getan hat. Hat er sich an mich erinnert? An den frechen Jüngling, bei dem er – so seine Worte – einige Gemeinsamkeiten mit sich sah?
Ich weiß es nicht, aber es ließ mich nicht mehr los. Denn natürlich war ich in vielen Dingen nicht mehr seiner Meinung und widersprach vielen Thesen öffentlich.
Die Jahre vergingen
Über die Jahre habe ich Strunz nicht mehr so intensiv verfolgt, mich aber immer gefreut, wenn er doch mal wieder eine News verfasste. Er war ein Könner, dem ich gerne zugehört habe.
Richtung 80 wird’s kritisch. Da frage ich mich dann doch immer wieder, wie es dem- oder derjenigen so geht. Das war bei einem McDougall so, das war bei einem De Vany so. Und das war auch bei einem Doc Strunz so.
Wird er seinem Vorbild, Luis Trenker (97 geworden), beim Thema Altersgesundheit folgen können? Da ich nichts über die Todesursache von Dr. Strunz weiß, möchte ich an der Stelle gar nicht weiterspekulieren.
Fakt ist, es wurden 82 Jahre. Und die fast 20 Jahre seit 2007 vergingen wie im Flug.
Kritische Einordnung
Dr. Strunz war in einer wichtigen Phase meines Lebens die vermutlich prägendste Person. Und ich weiß, dass er vielen, vielen Tausenden Menschen geholfen hat, zu sich selbst zu finden und ein Leben im Wohlbefinden zu leben.
Er war häufig ein Licht, wenn es im Leben der Menschen am dunkelsten war. Das war seine Mission, das hat er sich auf die Flagge geschrieben und er hat es gelebt, wie vielleicht niemand sonst.
Seine unkonventionellen, teils genialen Ansichten waren für mich einzigartig. Erst später konnte ich das etwas besser einordnen und musste dann auch einiges relativieren bzw. neu sortieren.
Er war ein extrem polarisierender Charakter, ein Star-Influencer, lange bevor es Influencer gab. Diese extreme Polarisation war für mich in meinen jungen Jahren ein Leuchtturm – und ein Grund, warum ich selbst krank werden sollte.
Jetzt ist es passiert
Ich muss gestehen, dass ich mir immer noch nicht vorstellen kann, dass er nie wieder seine News verfassen wird. Dass seine so clevere Sprache nie wieder zu lesen sein wird.
Sein Vermächtnis hat jedenfalls gigantische Ausmaße und lebt in den Menschen weiter. Und ich bin fest davon überzeugt, dass er dort, wo er jetzt ist, weiter radeln, joggen und vor sich hin schwimmen wird.
Machen Sie’s gut!
35 comments On Dr. Strunz ist gestorben – ein Nachruf
Hi Chris,
Danke für den guten Nachruf. Dr. Strunz hat mir als Motivator und Wegweiser auch sehr geholfen. Ich habe 30 Jahre nach meiner Kindheit wieder richtig Laufen gelernt und, gefühlt das erste Mal im Leben, meine Bauchmuskeln im Spiegel gesehen, während Altersgleiche mit Medikamenten gegen Bluthochdruck, Cholesterin und Herzprobleme angefangen haben. Auch bei mir war das Extreme aber nicht gut: Ich bin mit meiner neuen Ernährung sozial angeeckt, wurde bezichtigt „Du nimmst sicher Steroide“ (bestenfalls Strunzoide ;-) und hatte im Übereifer auch 2 Sportunfälle mit Knochenbrüchen. Seine charismatischen, älteren News und die Bücher hab ich verschlungen, beim aufmerksamen Studium sind dabei hin und wieder auch mal Widersprüche aufgetaucht. In letzter Zeit sind sie ja auch bei den News mehrfach relativierend zurückgerudert beim Strunz´schen Dauerbrenner Kohlehydrate.
Und vielleicht am allerwichtigsten:
Er hat euch empfohlen!
Aufbauend auf dem, mitunter eher dogmatischen, Strunziversum habe ich bei euch im Blog mehr Hilfe zur Selbsthilfe erfahren und insbesondere Anregungen zum selber Nachdenken bekommen. An dieser Stelle daher vielen aufrichtigen Dank für deinen, religiös würde man wohl sagen, „Sendungsauftrag“, der dich mit Dr. Strunz in der Persönlichkeit ein wenig vereint. Du tust jedenfalls ein gutes Werk, bitte bleib dran! :-D
Und für den guten alten Doc:
Rest in peace, Danke sehr und schön, dass es Sie gegeben hat!
Traurig, dass ein außergewöhnlicher Mann, der für viele ein Vorbild war, verstorben ist. Dass er „nur“ 82 Jahre alt geworden ist, hat mich jetzt überrascht.
Das zeigt wieder: es gehört eben auch eine gehörige Portion Glück (oder Gnade Gottes) dazu, gesund alt zu werden. Warren Buffet z.B. ist Jahrgang 1930, schert sich einen Dreck um gesunde Ernährung (trinkt seit Jahrzehnten literweise Cola) und hat bis vor wenigen Monaten noch täglich erfolgreich gearbeitet.
Ich selbst nehme zwar auch NEG und bin sehr dankbar über Deine hervorragende Arbeit, Chris. Aber letztlich haben wir es nicht in der Hand, wann, wo und wie die Stunde schlägt.
Schönen Sonntag Allen
Mich hat Dr. Strunz auch reingebracht in die „Szene“ und dafür bin ich ihm sehr dankbar! Was bei ihm lange Zeit fehlte war der Blick auf Schwermetalle und Parasiten. Ich hab seine news deswegen nicht mehr gelesen. Weiß jemand, ob er geimpft war? Das würde mich sehr interessieren!
Liebe Namensvetterin, so war es auch bei mir: Meine Blutwerte waren top, auch weil ich mich schon lange mit Gesundheit beschäftigte und entsprechend handelte. Es war ein teurer Besuch, ein enttäuschendes Gespräch – und letztendlich liegen meine Probleme am unverträglichen Zahnersatz, an Schwermetallen und Parasiten (wahrscheinlich als Folge der allergischen Reaktion auf den Zahnersatz). Dies fand ich leider erst 10 Jahre nach diesem Besuch heraus. Soweit ich weiß war Dr. Strunz nicht geimpft. Er hatte die richtige Einstellung zu den Vorgängen in diesen Jahren. Dies konnte man allerdings nur subtil zwischen den Zeilen herauslesen.
Die Nachricht vom Tod von Dr. Ulrich Strunz hinterlässt bei mir eine schmerzhafte Erinnerung. Jahrelang habe auch ich seine News und Bücher intensiv verfolgt und mich von der Leichtigkeit seiner Thesen anstecken lassen. Doch als meine Tochter unerklärlich an Gewicht verlor und wir seine Praxis aufsuchten, stießen wir an die Grenzen dieses Systems. Die Blutanalyse zeigte Defizite, wir therapierten mit Nahrungsergänzungsmitteln, ihr Zustand verschlechterte sich jedoch weiter. Die Rückmeldung auf unsere Sorgen war enttäuschend. Bei diesen Blutwerten sei das kein Wunder. Nur zwei Monate später wurde bei ihr ein Gehirntumor diagnostiziert. Jahre später ist sie verstorben. Ich mache Dr. Strunz rückblickend keinen Vorwurf. Aber dieser Verlust hat mich bitter gelehrt, was ,Denken Stufe 1‘ bedeutet: Mängel im Blutbild sind oft nicht die Ursache einer Erkrankung, sondern lediglich deren Symptom oder Folge. Komplexe biologische Systeme lassen sich nicht immer mit Keto oder reinem ,Bluttuning‘ reparieren. Edubily zeigt heute, wie wichtig eine differenzierte, tiefere wissenschaftliche Betrachtung ist, die über das bloße Auffüllen von Defiziten hinausgeht. Dr. Strunz hat Millionen Menschen bewegt, doch ich habe bitter lernen müssen, dass seine Methode die große Gefahr birgt, lebensbedrohliche Komplexität zu stark zu vereinfachen
Lieber Rolf,
mein herzliches Beileid. Kein Elternteil sollte den Verlust des eigenen Kindes ertragen müssen. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie viel Kraft.
Mein Leben hat er nicht nur verändert, sondern tiefgreifend verbessert. Er war für mich ein Held. Ich danke ihm so sehr. Bin sehr , sehr traurig.
Hallo, auch ich möchte den Hinterbliebenen mein herzliches Beileid aussprechen. Es hat mich schon betroffen gemacht, vom Tod von Dr. Strunz zu lesen. Ich hätte ihm auch noch einige Jahre gegönnt. Er war im Aussehen ziemlich verändert in den letzten ca. 5-10 Jahren, nicht mehr der Strahlemann von früher, der er sogar nach seinem schweren Sturz auf Mallorca noch war.
Danke an Chris Michalk und Phil Böhm, dass man in diesem Blog ohne Anmeldung posten kann!
Ansonsten würde ich sagen, dass die wichtigste Devise beim Sport und im Leben auf jeden Fall sein muss: Übertreibs nicht. Ich denke da auch an das Interview mit Kate Homm, der Frau von Florian Homm, dem Börsenguru, vom Anfang dieses Jahres mit B-Lash bei Youtube. Sie war in der DDR aufgewachsen und war kurze Zeit in einem Sport-Eliteinternat, bis sie sich der Autorität widersetzte. Es gibt viele Berichte über keinen guten Lebensabend von Spitzensportlern.
Im September 1993 bin ich (Jahrgang Ende 60er Jahre) in Kressbron meinen wohl für immer einzigen Marathon in 3h40min gelaufen, nach einer Empfehlung aus dem Radio: Mindestens 40 km pro Woche für 3 Monate. Ich bin zu der Zeit schon regelmäßig 2-3 mal pro Woche 10 km im Wald gelaufen, während des Studiums vom Wohnheim aus, das nur ca. 50m Luftlinie vom Wald entfernt war. Angefangen mit dem Laufen hatte ich beim Bund, weil meine Laufzeit im Vergleich zu meinen Kollegen relativ schlecht war, auch wenn ich damals schon sehr gerne Fahrrad gefahren und geschwommen bin.
Als Kind konnte ich schon mit 5 Jahren im Mittelmeer schwimmen und hatte dann in der Grundschule quasi für 1-2 Jahren quasi einen Privattrainer.
Ein Schwimmverein in der nächstgrößeren Stadt zeigte an mir Interesse, aber es kam dann doch nicht dazu.
Im Bezug auf Ernährung habe ich die nur einmal nach einer Empfehlung ausgerichtet: Am Tag des Marathons. Sehr zu empfehlen sind die Salzbonbons während des Laufs, auf jeden Fall für die Leute, die wie ich stark schwitzen. Ansonsten habe ich eigentlich immer gegessen, was mir geschmeckt hat. Und so hält es ja auch die übergroße Mehrheit der Menschheit: Ganz ohne Ernährungsberater.
Wenn man sich überlegt, dass Dr. Helmut Kohl mit einem ziemlich schlechten Bodymassindex und einem schweren Schlaganfall 87 Jahre alt wurde!
Ansonsten verweise ich zum Thema Biologie auf den Trailer eines Films, der eigentlich im Jahr 2016(?) hätte herauskommen müssen: „On the back of a tiger“. Es kommen mehrere Dissidenten aus den Bereichen Biologie, Medizin und Chemie darin vor, u.a. der berühmte Biologe Dr. Gilberg N. Ling, ein chinesisch-amerikanischer Biologe, der eine wichtige Erkenntnis zur Zellbiologie entdeckte. Es geht glaube ich um die Zellmembran.
Es gibt von Dr. Gilbert N. Ling und ich glaube von noch mindestens einem anderen Wissenschaftler (z.B. von Dr. Mae-Wan Ho) immerhin bei Youtube und bei Vimeo einen ca. zehnminütigen Auszug aus dem gleichen Film.
Achso: Ich bin Diplomingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik und habe ca. 14 kaputte Rückenwirbel nach ca. 14 Bandscheibenvorällen, u.a. einem mindestens fünffachen Bandscheibenvorfall, bei dem mindestens alle Lendenwirbel in Mitleidenschaft gezogen wurden. => 3 Wochen Einnahme vieler starker Schmerztabletten, danach hatte ich Gott sei Dank keine Schmerzen mehr.
Ich schreibe noch eine Mail
Ich habe gestern noch etwas in dem Buch von Dr. Strunz über Schmerzen gelesen. Was der Mann erlebt hat, ist echt der absolute Horror. Seine schlimmsten Schmerzen waren wohl nicht einmal die Schmerzen nach dem Unfall, sondern eine Erkrankung der Hornhaut. Das wären wochenlange Höllenqualen gewesen gegen die es weder Schmerzmittel noch irgendwelche Therapien gäbe. Er schreibt , dass selbst Fentanyl (100 fach stärker als Morphium) keine Linderung bewirkt hätte. Seine Migräne (vor seiner Sportzeit) beschreibt er nochmal als extremste Migräneform. Was bin ich froh als Otto Normal ohne Extreme weitgehend schmerzfrei zu leben ! Wie passen diese extremen Schmerzen zu der extremen Fröhlichkeit ? Genie und Wahnsinn haben lt. Schopenhauer die Ähnlichkeit, dass sie in einer anderen Welt leben.
@Rainer Man kann verschiedene Beschwerden durch Chiropraktik loswerden, auch Migräne: Z.B. Rundrücken, Taubheitsgefühle in den Extremitäten, Schwindel, Sehstörungen, starke Schmerzen im Rücken und in den Beinen, Sodbrennen („Reflux“), Tinnitus, Bewegungseinschränkungen des Kopfes etc.
YT-Filme: Orthopäde Dr. Matthias Meier (Ulm), Dr. Alex Tubio (Kalifornien), Dr. Cipriano (USA), Gonstead-bzw. ASMR-Methode.
Hallo zusammen, danke Chris für den Nachruf! Ich möchte es kurz und knapp halten: Ich habe, wohl zum Glück noch in schwächerer Ausprägung, auch diese „strunzsche“/low carb Achterbahn mit gemacht. Nach sensationellen, teilweise süchtig machenden Erfolgen und vorallem mit Beginn des Ausdauerlaufes, kam dann eben auch die Sackgassen-Erfahrungen :) und parallel dazu die in der Konsequenz stärker gewordene Gewichtung auf Edubily bzw. moderatere Ansätze.
Im Laufe der Jahre habe ich auch immer wieder das Geschehen um Dr. Strunz aufmerksam beobachtet und seine Lehren versucht für mich persönlich abzugleichen und einzuordnen. Zu einem Besuch kam es dann doch (glücklicherweise ehrlich gesagt) nicht. Er empfahl seinen Lesern zwar phasenweise(in seinen News) schon gewisse Extreme aber war auch mitunter erstaunlich balanciert und moderat: Nur leicht, locker, lächelnd laufen, sehr viel Entspannung etc. und im ersten Forever Young Buch, was ich habe, war auch noch die Rede von „Luxus“-Kohlenhydratgaben die man sich gönnen soll etc..
Mit sich selbst wird er vermutlich einerseits erheblich härter und dogmatischer umgegangen sein und hat andererseits sicherlich ganz stark verschleißende Zustände erlebt: Alleine das ganze Triathlet-Dasein, die 3-4% Körperfett Geschichten und sein Unfall + Operationen von denen er immer wieder berichtet hat, wird Substanz gekostet haben.
Mittlerweile fällt es mir immer schwerer vorzustellen, dass jemand überhaupt ganz musterhaft nach den Vorgaben das durchzieht oder durchziehen kann. Persönlich kenne ich auch niemanden der Langzeit Keto praktiziert. Selbst Robert Krug schreibt ja sinngemäß, dass er zu der Einsicht gelangt ist, zu jeder Mahlzeit gewisse, moderate Mengen Kohlenhydrate aufzunehmen. ;)
Was für mich nun bleibt ist eine gewisse Traurigkeit über sein Ableben, die Erinnerungen an die eigene Verknüpfung mit seinem Denken und das Ausbleiben seiner genialen News, die allerdings sich auch in den letzten 1-2 Jahren schon deutlich verändert hatten. Ich hätte es ihm sehr gegönnt, noch älter zu werden. Aber fast auch eine Wohltat: Die Bestätigung der Erkenntnis, dass es zum Glück eben nicht mit Blick auf absolute Endpunkte die Extreme aller Art benötigt sondern einfach einen smarten und gemäßigten Lebensstil und sehr viel mehr ein zuhören auf den eigenen Körper und vllt. auch Blick auf vergangene Generationen, die teilweise mit sehr viel Bauernschläue erstaunlich alt und fähig geblieben sind.
Das Lebenswerk von Dr. Strunz ist beeindruckend und soll in keiner Weise in Frage gestellt werden. Viele Strunzianer schreiben in dem Kondolenzbuch bei Forever Young von Vorbildfunktion. Ich sehe eine geniale, bessene Persönlichkeit, die in absoluten Extremen gelebt hat. Das erinnert mich an viele Führungskräfte aus der Politik und Wirtschaft, die einerseits genial sind, aber aufgrund ihrer Persönlichkeitsstruktur in Extremen leben. Herr Dr. Strunz schreibt in dem Schmerzbuch „mein Leben ist Schmerz“. Damit meint er nicht nur die Schmerzen nach seinem Unfall auf Mallorca. Er schreibt, dass seine Geschichte in der Medizin im Rollstuhl begonnen hat. Die Knie hatten versagt und ein Professor habe ihn aufgefordert aus dem Rollstuhl aufzustehen und sich mit Hilfe von Schmerzmitteln zu bewegen. Des Weiteren habe er aufgrund von Schlafmangel unter chronischer Migräne gelitten. 30 Jahre hätte er in dem Zusammenhang mit Blutwerten experimentiert, bevor er auf das Laufen gekommen ist. Danach kamen dann die Ironmenwettkämpfe und iregndwann der Unfall auf Malle. Dr. Strunz schreibt, dass er alle Schmerzen und alle Schmerzmittel kennt. „Mein Leben ist Schmerz “ schreibt er , aber öffentlich entsteht das Bild eines immer fröhlichen Fitness-Papstes. Das ist sicher der extremen Persönlichkeitsstruktur geschuldet und kann von Otto Normal nicht geleistet werden. Ist das vorbildlich oder einfach der Persönlichkeit geschuldet ? Wenn ich Migräne hätte, würde ich vermutlich meine Lebensweise anpassen. Die Strunzprinzipien haben vielen Menschen geholfen und der Erfolg gibt ihm dann auch Recht. Andererseits soll es auch Menschen geben, die mit ganz einfachen Mitteln gesund alt werden. Es gibt eben nicht nur eine Wahrheit und erfahrungsgemäß ist es äußerst schwierig mit echten Strunzianern zu diskutieren. Da gibt es häufig nur eine Wahrheit und Diskussionen sind unerwünscht. Auch hier wird es mir zu extrem. Nach der Strunzlehre entsteht Krankheit (übertrieben formuliert) , wenn man die Strunz- Prinzipien nicht beachtet. Man ist quasi selber schuld. Die Lebensweise hat sicher Einfluss auf die Gesundheit, aber es gibt halt andere Einflüssse. Warum muss alles so extrem sein ? Es ist doch ein Gewinn , wenn man mit bestimmten Dingen mehr Lebensqualität gewinnt.
Du hast das sehr gut beschrieben. Exakt so war das auch.
Zwei Punkte sind hier wichtig:
1. Er war sicher ein Mensch, der nie wirklich bei sich selbst angekommen ist und stets versucht hat, irgendeine seelische Leere mit Extremen zu füllen. Das ist auch etwas, was wir im Nachhinein irgendwo leid tut.
2. Solche Charaktere, die sowas (er-)leben, sind aber meistens diejenigen, die wirklich helfen können. Sinnbildlich wie Jesus: Schmerz auf sich nehmen um anderen eine Stütze zu sein. Bin mir nach den Jahren, in denen ich ihn verfolgt habe, sicher, dass er das so gesehen oder gefühlt hat.
In jedem Fall sind hier viele Schattenseiten dabei und wenn es um Longevity geht, sind diese Extreme genau das, was eher hinderlich wirkt. Viele seiner Thesen waren unvereinbar, z.B. Keto und viel Eiweiß, wenig oxStress und sehr hohes Ferritin, super schlank aber gleichzeitig ist Muskelaufbau wichtig … in dieser Dichotomie hat er irgendwie gelebt.
LG
Hallo Chris,
danke für diesen Nachruf. Ich hatte den Nachruf auf der Strunz-Webseite gelesen und war sehr traurig über die Nachricht.
Gestoßen bin ich vor vielen Jahren auf ihn (seine Webseite und das Forum), weil ich Hilfe gegen meine chronische Schuppenflechte (angeblich unheilbar) suchte und darüber eröffnete sich mir eine komplett neue Welt. (Ich bin damit übrigens auch in den News gelandet ;-)
Schuppenflechte sind dank deutlich mehr Eiweiß und Vitamine/O3 etc. weg, vieles andere hat sich auch komplett erledigt bzw. erheblich gebessert und ja, auch ich habe Euch über diese eine Strunz-News gefunden!
Im Nov. / Dez. 2021 war ich das erste und einzige Mal bei ihm in der Praxis. Ich hatte gleich um 7 Uhr einen Termin, war schon etwas früher da und die Praxis war offen, aber leer. Ich hatte schon gewußt, dass es da wohl einen Nachfolger geben sollte, aber es gab noch keine Details.
Ich hatte auch keine Ahnung, wie Dr. Strunz aktuell aussah – es gab halt einige ganz klar ältere Fotos von ihm, aber offenbar keine aktuellen Fotos oder nicht als aktuell erkennbar. Spannend ;-) denn ja, neugierig war ich ja schon.
Ich saß also im Wartezimmer und wartete auf das Personal, als in mehreren Metern Entfernung ganz hinten plötzlich ein kleinerer schwarzhaariger schlanker Mann die Treppe heruntergelaufen kam, so hüpfend leichtfüßig. Er verschwand in einem Zimmer ggü. der Treppe, und er war so schnell, dass ich in meinem eingeschränkten Sichtfeld kaum was hatte erkennen können. War er das? Aber so jung und schnell? Oder vielleicht doch schon der Nachfolger, der vielleicht schon in der Praxis mit dabei war? Nee, eher nicht…? *grübel
Dann kam das Personal, Fragebogen ausfüllen und rein – jepp, das war er! Schwarzgefärbte Haare, aber wirklich fit und agil. Hut ab!
Kurzes routiniertes Gespräch, Routinefragen (für ihn, für mich waren einige seiner Verknüpfungen überraschend – ach das! daher..! aha!) und kurzes Plaudern. Er fragte mich, woher ich kam, und meinte, er sei öfter in meiner Stadt, da gebe es einen guten Physiotherapeuten („der kann was“) – genau, wegen seines Unfalls, wegen der Schmerzen. Erstaunlich, ein langer Weg (von Roth nach NRW), den auch er per Bahn zurücklegte.
Dann zum Blutabnehmen (zum „Vampir“), die Angestellte ermunterte mich, doch meine Erlebnisse auch im Forum zu berichten, das Seminar zu besuchen etc (bis die ganzen Ampullen gefüllt sind, kann man schon etwas Marketing machen *lach – aber es war nette Atmosphäre, der Doc schaute auch kurz noch rein und es wurden einige Worte gewechselt, und als ich rausging, saßen da schon zwei drei Personen im Wartezimmer.
Damals war noch Corona und ich hatte ne Maske dabei, aber in der gesamten Praxis war maskenfrei angesagt, das fand ich sehr sympathisch.
Ich war damals zur Optimierung dort und hatte keine dringenden akuten Anliegen und war es zufrieden. Die Blutergebnisse hat er sehr gut, kurz aber treffend und dennoch informativ kommentiert. Über die Höhe der Rechnung war ich vorher aufgeklärt worden.
Er war nicht perfekt (diese „null Kohlenhydrate“ hatten mich lange verwirrt, bis ich dahintergekommen war, dass es nur „null Nudeln, null Zucker, null Süßes etc.“ bedeuten sollte, was ja viel sinnvoller war!), aber er hat wirklich viel bewegt und tausenden Menschen geholfen und einige Meilensteine gesetzt. Und das wichtigste, er hat das gelebt, was er gepredigt hat. In seinem Alter und Umständen (chronische Schmerzen) noch so fix und agil die Treppe herunterzutänzeln, – Respekt! Das schafft manch 40- oder 50jähriger nicht mehr.
Ich lese immer noch gern die alten News von ihm, weil sie so voller Energie, Lebensfreude, Witz und Intelligenz stecken und bin sehr dankbar, dass er da war und so vieles Gutes getan hat und im Gesundheitsbereich wirklich Maßstäbe gesetzt hat. Auch wenn er noch so oft gegen den Strom schwimmen mußte, auch wenn er noch so behindert wurde (seine News unter drstrunz.de mußten mal entfernt werden wegen eines Gerichtsurteils), aber er hat sein Ding durchgezogen – was für ein Lebenswerk!
Danke, Dr. Strunz!
Und danke an Dich, Chris, und Phil und das ganze Edubily-Team, dass Ihr diese wichtige Arbeit auch schon so lange macht und und im Lauf der Zeit auch immer populärer gemacht habt! Und für Eure kritische Herangehensweise, alles zu prüfen und nicht jeden BS zu glauben und für all die guten NEMs!
Schöner Erfahrungsbericht, danke :-)
Hi Chris,
einen schönen Nachruf hast du da geschrieben.
Mir ging es ähnlich: Ich war auch 2014 bei ihm und wollte gesundheitlichen Rat, hatte damals Gelenkprobleme. Helfen konnte er mir nicht: Ich solle einfach weiterlaufen und mehr Eiweiß essen. Nun ja….. Gestört hat mich auch seine horrende Rechnung für 20 Minuten Gespräch.
Trotzdem bleibt Dankbarkeit und ich habe viele Ideen von ihm in meiner Praxis integriert und kann damit anderen Patienten oft gut helfen. Möge „Der Doc“ in Frieden ruhen.
Werner
Danke dir. Ja, alles, was man wissen musste, stand eigentlich schon in den News.
Amen! Dr. Strunz war an einem Wendepunkt meines Lebens dabei. Dafür bin ich ihm und seiner Community dankbar.
Joo, Chris, also so weit getrieben wie Du hab ich’s ja nie, aber ähnliche dramatische Struktur.
Ich hab von meiner Mutter sein Buch zum „Ultraleichtlauf“ bekommen und sie hatte die „Metabolic Power Diät“, mit beachtlichem Erfolg, ausprobiert. Irgendwann entdeckte ich sein Buch „Vitamine“, das mit der Zitronenscheibe drauf, und dann hab ich nach und nach voll eskaliert. Selbstbewusst, Körpergefühl, Motivation, ging alles durch die Decke bei mir.
War insgesamt richtig crazy geil ehrlich gesagt… x-D
Die endgültige Erlösung von meiner Neurodermitis fand ich aber nicht. Meine sozialen schwierigkeit lösten sich nur oberflächlich. Dann mit großen Erwarungen zum Doc gefahren und direkt am Anfang des Gesprächs direkt mal schwer beleidigt worden und in Schockstarre verfallen. Er wollte mir noch mehr Zink geben, obwohl schon irrsinnig viel einahm. Leider auch blinde Flecke gehabt und dunkle Mächte in ihm am Werk gewesen. Aber Schwamm drüber!
RIP, Uli!
P.S.: Der Kerle hat mich über seine News auf dein Buch gebracht und ich habe endlich die Wichtigkeit von Dingen wie Vitamin A, Schilddrüse, den geeigneten Carbs und, KOLLAGEEEEN WHHUUUUIIII!!!!, erkannt und kann mittlerweil für mich selbst konsequent, erfahrungsbasierte Entscheidungen treffen, die mein Leben auf ein neues, erfüllteres Level heben!
Sehr sympathisch lieber Tiller :D
Auch ich bin sehr traurig über die tragische Nachricht seines Todes aber auch unendlich dankbar, dass es das kluge Strunz Forum und seine News gibt, genauso wie auch deine prägnanten Beiträge und Bücher zu den wichtigsten gesundheitlichen Themen, lieber Chris. Irgendwie habe ich gedacht, dass ein so kluger, fleißiger und immer aufmunternder Mann niemals stirbt. Gerade auch sein kluges Agieren in der Corona Zeit – er hätte niemandem geholfen, wenn er sich zu offen dagegen positioniert hätte – hat mir viel Kraft gegeben. Es tut so gut zu wissen, dass sein Werk fort besteht und es Männer wie dich, Chris, gibt, die sein Vermächtnis weiter führen. In tiefer Hochachtung, Manuela
@Tiller Es existiert seit ca. 45 Jahren eine Theorie, die u.a. besagt, dass Hautprobleme von dem Verlangen kommen einen Kontakt zu bekommen oder einen Kontakt loszuwerden.
Zum Thema Psychologie kann ich die Bücher von Alice Miller empfehlen, vor allem ihr Standardwerk (von 1979) in einer verbesserten Version: „Das Drama des begabten Kindes – eine Um- und Fortschreibung“. Man sollte auch Filme über sie und mit ihr sowie von ihrem Sohn auf YT (Youtube) anschauen.
Lieber Chris,
jetzt hast du den Staffelstab in der Hand! Wir zählen auf dich!
Viele Grüße!
Stefan
Hi Stefan,
danke dir … aber die Verantwortung ist mir dann doch zu groß — und Mediziner bin ich auch nicht. 🙂
LG
.Aber es wäre schön wenn Du mehr Artikel im Blog aufsetzen könntest. Dein Blog ist wirklich sehr gut und war immer eine perfekte Bereicherung zu den Strunz News wo mir immer mehr das no Carb auf den Wecker ging.
Perfekt wäre wenn Du wirklich einen News Kanal aufschalten könntest.
Mit sportlichen Grüssen
Bruno
Hi Bruno, danke dir, nehme ich als Idee mit! Der Blog soll ohnehin umgebaut werden.
Super! Freue mich 👌
Was ist der Unterschied zwischen einem News-Eintrag und einem Blog-Eintrag?
Vielen Dank für den Nachruf! Seine News 2015 haben mich zu eurem Buch und diesem Blog geführt.
Für mich war er auch so ein Leuchtturm, seit ich ihm mit 14 Jahren das erste Mal bei einem Seminar begegnet bin. ( Bin Jahrgang 1986) Und auch die Male danach waren für mich positiv und er so ein leuchtender Strahlemann. Allerdings habe ich in in den letzten 20 Jahren nicht mehr persönlich erlebt. Menschen verändern sich oder das Leben verändert Menschen.
Gerade die News waren früher, als er sie noch geschrieben hat, so ein Hoffnungsanker irgenwie. Und der Gedanke, man kann immer etwas tun, es gibt immer einen Weg und die „normale standart“ Medizin ist nicht das Ende vom Lied.
Aber ich bin auch sehr froh, dass er mich zu deiner Arbeit geführt hat und ich schätze deine Art Dinge einzuordnen sehr! Ein großes Danke an dieser Stelle! Für mich bist du eine Stimme geworden!
Und jetzt gehe ich, trotz allem trotz, eine Runde Heulen …RIP Dr. Ulrich Strunz
Ja irgendwie geht es mir auch so mit dem Heulen 😭 er hat mein Leben auch geprägt, ich war 3 mal bei ihm und kann alle Erfahrungen die ich hier lese lebendig mitfühlen. Es war alles dabei bei ihm, von Leuchtturm bis Emotionalität die einem nicht gefallen muss. Ich geh jetzt auch ne Runde heulen, hab eben erst von Dr. Strunz Tod über deinen Blogpost erfahren. LG Stefanie
Herr Dr. Strunz war eine beeindruckende Persönlichkeit mit der seltenen Gabe sein Wissen so zu vermitteln, dass es ankommt und verinnerlicht wird. Sein Mut immer gegen den Strom zu agieren, seine Leidenschaft für seine Dinge einzustehen und sein immenser Kampfgeist ( zum Beispiel nach dem schlimmen Sturz sich ins Leben zurück zu kämpfen ) sind schon einzigartig. Ich war vor etlichen Jahren in Roth zur Blutuntersuchung. Herr Dr. Strunz hat sich persönlich erkundigt, aber sehr knapp und sachlich (was aber für mich ok war). Bei der Auswertung war ich sehr angenehm überrascht. Er hat zu den einzelnen Werten persönliche Anmerkungen gemacht und zu jedem kritischem Punkt Literatur beigefügt. Das war höchst wertvoll und professionell. Seine News habe ich gerne gelesen und viel mitgenommen. Dennoch teile ich viele Ansichten nicht (Low Carb , etc. ) und sehe bestimmte Dinge auch kritisch. Dr. Strunz hat sicher viele Leute zum Laufen animiert. Bei mir war das nicht nötig. Viele Strunzianer schwören auf die Epigenetik und sehen genetische Einflüsse als gering an. Die Genetik spielt m.E. bei vielen Erkrankungen ( Alzheimer, etc.) eine überragende Rolle. Man kann sicher mit seiner Lebensweise Einfluss nehmen, aber nicht jede Krankheit verhindern. Herr Dr. Strunz hat letztes Jahr fast keine News geschrieben. Monatelang kamen gar keine News von ihm. Es gibt da gewisse Vermutungen, die hier nicht hingehören. Erst in den letzten Monaten häuften sich die News vom „Doc“ wieder, aber sie waren anders als früher. Ich habe die News als Selbstbeweihräucherung und pures Marketing empfunden. Das war früher definitiv anders. Nichtsdestotrotz war Herr Dr. Strunz eine beeindruckende Persönlichkeit. Es wird nicht einfach für Forever young ohne Herrn Dr. Strunz. Die News vermitteln Wissen, aber das Wissen kommt nicht mehr an im Sinne von „verinnerlichen“. Es ist nur noch eine für mich eher langweilige Darstellung von Wissen. So eine Persönlichkeit ist natürlich grundsätzlich nicht zu ersetzen, aber es sicher keine gute Idee Autoren einzusetzen, die nur noch selektiv Studien auswerten können und keine eigenen Ansätze haben.
Hallo Chris
Sehr treffend geschrieben, mir ist es genau gleich ergangen wie Dir!
Mit sportlichem Gruss Bruno
Du bist nicht der Einzige, der enttäuscht nach der Audienz bei ihm war. Diese hatte ich im Herbst 2014, als ich bei ihm Hilfe suchte, die ich sonst nirgends bekomme – so dachte ich zumindest damals.
Ich traf einen verbitterten, älteren Herren an, der wohl aufgrund seines Radunfalls auf Malle üble Schmerzen ertragen musste.
Seine Ratschläge halfen mir jedenfalls nicht weiter, im Gegenteil. Ähnlich wie bei Dir.
Allerdings triggerte er in mir den Bedarf nach mehr Information, was Ernährung und Lifestyle-Optimierung angeht.
Als es mir am dreckigsten ging, bin ich Anfang 2015 dann auf edubily gestoßen… :-)
Danke für deine Erfahrungen.
Ich habe das auch so in Erinnerung, dass er sehr verbittert war – er hat viel über sich und den Unfall gesprochen. Hat mich auch gewundert damals. Aber auch irgendwo verständlich vielleicht.
Ich möchte mit meinen Worten seine Leistung nicht mindern, den Leuten von Anfang an unermüdlich vor Augen gehalten zu haben, dass sie als Grundvoraussetzung für ein gesünderes Leben ihren Ar*** bewegen müssen.
Über die Weiterführung dessen ist mir (hier) nicht bange.