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6 heiße neue Studien, die du kennen MUSST

Dienstag, nach einem langen Wochenende, wenn ich nichtsahnend die Wissenschaftsmagazine lese:

sleep vs awake

Also: da sind so viele Studien dabei, die du unbedingt kennen musst, dass ich sofort einen Beitrag dazu schreiben musste. Essentielles Wissen, das du auf gar keinen Fall verpassen darfst.

In aller Kürze. Wer tiefer rein will, muss die Studien selbst lesen.

 

1. Neue Mitochondrien machen kaputte Nerven fit 

Forscher der Duke University (renommierte US-Uni) konnten zeigen, dass geschädigte Nerven, die aufgrund dessen neuropathische Schmerzen erzeugen, heilen und weniger Entzündungen zeigen, wenn man ihnen frische Mitochondrien spritzt.

Mitochondrien sind – als Energieproduzenten – offenbar ganz wesentlich involviert bei der Gesunderhaltung von Nerven – und sorgen im Experiment dafür, dass Schmerzen stark nachlassen.

Der Plot Twist: Wenn man Mitochondrien von Diabetikern in die kaputten Nerven von Nagern spritzt, wird nix besser. Das ist der entscheidende Link: Du musst deine Mitochondrien fit machen, damit sie deine Nerven schützen! 

(Zur Studie)

2. Jetzt doch: Multivitamin wirkt Wunder in alten Menschen 

Man kennt sie, die Überschriften. Nicht wahr?

multivitamin böse

Im Spitzen-Fachmagazin „Nature Medicine“ wurde vor kurzem eine klinische Studie publiziert, in der man über 900 alten Menschen ein schlichtes Multivitamin (Centrum Silver, lol) mit Kakao-Extrakt gegeben hat.

Ergebnis: Gemessen an der DNA (epigenetic clocks) alterten die Menschen in den zwei Jahren vier Monate langsamer. Der Kakao-Extrakt war ohne Effekt. Es lag also ausschließlich am Multi.

Die Autoren konstatieren: Es geht nicht (nur) darum länger, sondern besser zu leben. Hatten wir ja erst kürzlich

(Zur Studie)

3. Kimchi gegen Nanoplastik 

Fermente leisten (vielleicht) mehr, als nur den Darm gesund zu halten. Bestätigt mal wieder eine Studie. Dieses Mal aus Südkorea. Die Leute dort lieben Kimchi.

Grund genug, einmal zu untersuchen, was Kimchi so leisten kann. Modernes Problem: Nanoplastik. Also noch kleiner als Mikroplastik – und das wirklich gefährliche Plastik.

Die Studie zeigt, dass ein wichtiges Kimchi-Bakterium – Leuconostoc mesenteroides CBA3656 – die Ausscheidung von Nanoplastik deutlich erhöht. Jedenfalls im Tierversuch.

Vielleicht doch mal mehr Fermente essen?

(Zur Studie)

4. Cholin nicht nur im Auge, sondern im Kopf behalten 

Mir ist grundsätzlich egal, was Veganer machen. Heute hat sich ja bei fast allen durchgesetzt, dass Veganismus höchstens gut für mehr Umweltschutz ist. Fair.

Beim Rest wird’s kritisch. Besonders kritisch ist bei Veganern – aber ohnehin auch bei dir Mischköstler – die Cholinzufuhr. Die deckt man bei uns eigentlich nur mit Eiern.

Hat man mal nachgemessen in Gehirnen von Menschen: Menschen mit Panik- und Angststörungen weisen verringerte Cholinspiegel im Gehirn auf. Cholin ist essentiell für die neuronale Gesundheit.

Heißt: Mehr Eier für ein gesünderes Gehirn? Vielleicht. Ein Cholinmangel sollte man in jedem Fall vermeiden. 

(Zur Studie)

5. Rind ist immer noch nicht böse 

„Überraschende Studie“, meint ScienceDaily. Die Rede ist von einer hochwertigen Humanstudie mit 24 Probanden (18-74 Jahre alt).

Also für uns eher nicht so überraschend: Unverarbeitetes Rind, bis 200 g am Tag, verschlechtert … weder die Bauchspeicheldrüsenfunktion noch die Blutzuckerkontrolle – und auch Entzündungsmarker nicht.

Die Studie bestätigt im Grunde andere Ergebnisse der letzten Jahre. Für diejenigen, die einen Grund suchen, der Studie nicht zu vertrauen: Das Funding stammt von einer Lobbygruppe der Beef-Industrie.

(Zur Studie)

6. Einfache Aminosäure macht altes Hirn fit 

Was passiert im Gehirn, wenn Tiere – und Menschen – älter werden?

Ein Forscherteam hat herausgefunden, dass Alterung auch über den Hypothalamus (eine wichtige Hirnregion) gesteuert wird. Dort fällt mit zunehmendem Alter ein Protein namens Menin. Menin wiederum beeinflusst systemisch viele Aspekte des Alterns (z. B. dünnere Haut).

Teile der Anti-Aging-Wirkung von Menin werden aber über eine einfache Aminosäure vermittelt: D-Serin. Anscheinend reguliert Menin die Umwandlung von L-Serin – was wir über Proteine zu uns nehmen – in D-Serin.

Vielleicht, aber nur vielleicht ;-) könnte man im Alter mehr L-Serin zuführen … oder sogar direkt D-Serin. Letzteres kann man sogar kaufen, wie ich herausgefunden habe.

(Zur Studie)

Na, Lust bekommen dein Leben in die Hand zu nehmen?

Da geht einiges! :-)

Der Text ist von mir, Chris Michalk. Fast zwei Jahrzehnte war ich dem Leistungssport treu und studierte als Folge Biologie und drei Jahre Sport. Leistungsphysiologie war mein Hauptinteresse, das mich vor circa 15 Jahren dazu gebracht hat, Studien zu lesen. In Folge einer Stoffwechselerkrankung gründete ich den Blog edubily und verfasste zusammen mit meinem Kollegen Phil Böhm mehrere Bücher (u. a. "Gesundheit optimieren, Leistungsfähigkeit steigern"). Ich machte meinen Abschluss in zellulärer Biochemie (BSc, 1,0) – und neben meinem hier ausgelebten Interesse für "Angewandte Biochemie", bin ich zusammen mit Phil Böhm Geschäftsführer der edubily GmbH.

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